17. April 2007

An manchen Tagen ….

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 20:26

… bleibt man besser im Bett, anstatt früh aufzustehen und Mopped-Unterricht zu nehmen.

Heute war Fahrstunde von 9.30 – 12.30 Uhr, los ging es auf der A8 von München bis nach Weyarn.

Es war nicht allzu viel Verkehr, ich fuhr 120 – 130 km/h, mein Fahrlehrer Werner hinter mir. als ich dann mal überholte und die Honda auf 160 km/h hochzog, bekam ich den ersten „Anschiß“ an diesem Tag und es sollten noch einige folgen.

Auf der Landstraße dann war ich nicht so die Mutige, schlich eher um die Kurven und gab nur auf Geraden Gas, um den Anschluß an Werner zu halten.

Als Werner mal auf eine Schotterpiste rechts rausfuhr und anhielt, brach mein „altes Leiden“ durch, ich sah nur den Schotter, fuhr extrem langsam drauf und zog dann voll an der VR-Bremse, völliges Blackout halt, und zack kippte ich mit der CBF600 nach links um.

Bekam dann eine Moralpredigt, daß ich nicht so langsam um die Kurven schleichen soll, Abstand nicht zu groß werden lassen usw., den Umfaller der Maschine nahm Werner eher mit Gelassenheit, ging ja glücklicherweise nix kaputt dabei.

Weiter ging es, ich eierte weiter um die Kurven und zog die Karre auf den Geraden hoch, damit ich dranblieb, von idealer Fahrlinie keine Spur, ich war schlicht unfähig, diese auch nur ansatzweise umzusetzen.

Zurück in Weyarn gab es einen erneuten Halt zwecks Brotzeit beim Metzger, wieder legte ich eine unverhältnismäßige Bremsung bei minimalem Tempo zum Stopp hin, die Karre kippte blitzartig nach rechts, aber ich hatte den Fuß schon unten und habe sie unter Einsatz aller Kräfte aus der ca. 30% Schräglage wieder hochgestemmt mit Händen und Fuß.

Nach dem Essen wieder rauf aufs Mopped, aus der Nebenstraße nach links raus auf die Hauptstraße, der 1. Gang ließ sich nicht einlegen, die Zähne klemmten, Werner gab Anweisungen, von denen ich akustisch nur die Hälfte verstand, irgendwas mit Kupplung schleifen lassen, vom rechten Fuß aus wegfahren, ich wurde immer nervöser und Werner schimpfte ins Mikro.

Irgendwann hatte ich genug und fuhr einfach los, bekam die Kurve nicht mehr (Blickführung mangelhaft) und eierte über den Grünstreifen auf den Gehweg, während Werner brüllte „Kupplung ziehen“ – da wars schon passiert.

Auf dem Bürgersteig bis zur nächsten Grundstücksausfahrt gefahren, schwupps wieder auf die Straße und zur Autobahnauffahrt, die ich ängstlich im 2. Gang mit 40 km/h nahm.

Beschleunigungsstreifen, links ne LKW-Karawane, Werner schrie „gib Gas“, und dann habe ich das erste Mal in meinem Leben das Gas wirklich aufgerissen, d. h. das Handgelenk um ca. 180 Grad nach unten gedreht.

Genießen konnte ich die Beschleunigung nicht, mußte nämlich kucken, wo ich mich mit passender Geschwindigkeit zwischen welche LKWs reinquetsche, bei 110 km/h zog ich dann rein, während ich Werner von ganz weit weg sagen hörte „nicht einscheren!!!“.

Na, ich hatte eingefädelt, ohne jemanden zu gefährden, ich hatte gut beschleunigt, ich fand es so ok, hab dann gemächlich in den 3. Gang geschaltet und mich selbst gelobt :-).

Zurück auf der AB war es arg windig, bei 140 km/h hat es mich ziemlich rumgebeutelt, die Jacke flatterte wider Erwarten und ich hatte zu tun, die Honda auf Linie zu halten ob der Seitenwinde, also Tempo runter und locker mit 120 km/h weitergleiten.

Am Brunntaldreieck gabs dann nochmals mächtig Zoff mit Werner, was hier nicht weiter Thema sein soll, zurück in der Fahrschule nahm ich mir dann die Freiheit zu einem klärenden Gespräch.

Gefallen hat mir heute die Hinfahrt auf der Autobahn, mal 160 km/ fahren (hätte nie gedacht, daß ich mich das traue), Geschwindigkeit hautnah fühlen, den Gedanken, was ist, wenn es mich nun auf die Schauze haut, habe ich dabei erfolgreich verdrängt.

Weniger schön war das Fahren auf der Landstraße, Kurven über Kurven, unfähig, auch nur in die Nähe der Ideallinie zu fahren, Angst, in eine zu schnell einzufahren, bemüht um Blickführung, kurz: ich fuhr katastrophal.

Alles, was ich mir angelesen hatte, konnte ich nicht umsetzen, oft erwischte ich mich dabei, daß ich bei nicht einsehbaren Kurven bis in den Kurvenwinkel reinbremste und anschließend, als ich den „Ausgang“ sah, sofort wieder Gas gab, wobei das Bremsen ungefährlich war, denn ne richtige Schräglage habe ich eh kaum erreicht, so langsam fuhr ich.

Die heutige Fahrt war ziemlich deprimierend, vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel von mir,   anstatt froh zu sein, daß ich nicht gestürzt bin.

Ich könnte jetzt aufgeben und Mopped fahren vergessen oder ich lerne Kurven fahren bzw. meine Angst überwinden; war ziemlich deprimiert nach der Fahrt, aber nun ist mein Kampfgeist wieder erwacht, hey, ich bin Skorpion  :-).

Wenn ich den A-Schein und meine F650GS habe, möchte ich ja zwei Mal pro Woche zu meinen Hafis nach Kufstein fahren, um sie auszubilden, das sind einfach ca. 100 km Landstraße.  Die Strecke werde ich kennen und werde mich dann bei jeder Fahrt hoffentlich etwas steigern können in Sachen Kurven, bis ich keine Angst mehr habe, rauszufliegen.

Den inneren Schweinehund überwinden, aber ohne Risiko, langsam rantasten und sich dann steigern, Übung macht den Maista.

8. April 2007

der Shubunkin ist tot

Filed under: Allgemein,Fische — admin @ 14:30

Eine Woche habe ich nun den Shubi in einem Quarantänebehälter mit JBL Fungol behandelt, leider ohne jeden Erfolg.

Die  „Watte“ hat sich nicht abgelöst, so daß ich gestern vorsichtig versuchte, sie zu entfernen. Die  Schleimhaut war sehr angegriffen, außerdem war seine Rückenflosse verschwunden, trotzdem paddelte er noch rum.

Heute waren seine Lebensgeister erloschen, er lag regungslos auf dem Beckenboden und wartete auf den Tod, um ihm Leiden zu ersparen, mußte ich ihn töten.

Die Frage war, wie? Einen Kehlschnitt kann ich nicht, wollte es mit Salzeiswasser probieren, nach 3 Std. war es aber immer noch nicht kalt genug.

Etwas einkaufen zur Vergiftung war nicht möglich, ihn erschlagen brachte ich nicht übers Herz, also fragte ich meine Tante, ob sie behilflich ist.

Sie stimmte zu, danach ging alles sehr schnell, sie brachte ihn in den Garten und trennte mit der Axt mit einem Schlag den Kopf vom Rumpf, ich habe ihn anschließend begraben.

Traurig, daß er so früh sterben mußte, wenigstens geht es den verbliebenen sieben  Fischen ausgezeichnet.

4. April 2007

erste Hütchenübungen

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 19:14

Heute war die siebte Fahrstunde, wir fuhren nach Daglfing zu einer wenig befahrenen breiten Straße, wo bereits 2 andere Fahrschüler Übungen absolvierten.

Auf der einen Geraden war Gefahrbremsung mit 50 km/h angesagt, auf der anderen das Schlangenlinien fahren um Hütchen.

Also, was soll ich sagen, das Bremsen war easy :-), vorne habe ich dosiert, aber doch ziemlich stark, zugegriffen, gleichzeitig die Fußbremse mit Schmackes betätigt, den vorgeschriebenen Bremsweg konnte ich sogar locker einhalten, als ich aus 60 km/h bremste.

Die Hütchen fuhr ich anfangs etwas zu eng an, warf aber nie eines um, Werner (mein Fahrleher) meinte, mehr mit dem Hintern wackeln *g*, aber das habe ich ja noch nie richtig beherrscht :-).

Die Stunde hat wieder mal Spaß gemacht, im fließenden Stadtverkehr habe ich schon länger keine Probleme mehr, nun gehts um die Feinheiten.

Nächsten Dienstag sind 135 Minuten Nachtfahrt auf der Landstraße angesagt, hui, das wird anstrengend, weil ich nachts nicht besonders gut sehe.

Meinen Arai kann ich auch nicht aufsetzen, heute mit Sturmmaske und Kopfhörern probiert, er ist zu eng, der Druck auf die Ohren ist schmerzhaft.

Die Sonderfahrten werde ich also auch mit dem Jet-Helm fahren müssen, bei dem es wie Hechtsuppe reinzieht, evtl. probiere ich es mit meiner neuen Motorradbrille.

2. April 2007

Frauen kommen langsam, aber gewaltig :-)

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 15:35

Der Anfang auf dem Mopped war schwer, aber nun steigt die Lernkurve stark an.

Ich komme gerade von der Fahrstunde, strahlender Sonnenschein, 15 Grad warm, 1,5 Std. Stadtfahrt, ich kann mir schönere Strecken denken, aber so für den Anfang macht es erst mal Spaß, überhaupt zu fahren.

Meine Auto-Erfahrung kommt mir in der Stadt doch sehr zugute, mit korrektem und vorausschauenden Fahren habe ich keine Probleme, werde auch nicht nervös, wenn es mal etwas enger wird oder mich jemand, wenn bei zwei Spuren eine blockiert ist, ich die Spur wechseln muß, mich ein BMW-Dosentreiber nicht einscheren läßt.

Immer locker bleiben 🙂 und sich nicht provozieren lassen, klar hätte ich mal kurz am Gas drehen können und vor ihm reinziehen, aber ich bin in der Fahrschule, da macht man sowas nicht.

Auf dem Heimweg dann Heinrich-Wielandt-Str. (zweispurig), ich stehe auf der rechten Spur an der Ampel, neben mir ein BMW, ich gebe nur sachte Gas, der neben mir etwas mehr, so daß wir gleichauf sind, ich grinse mir eins und geb im 2. Gang mehr Gas, da hat er Mühe, mitzuhalten *hihi* – bei 60 km/h gehe ich vom Gas und lasse ihn gnädig vorbeiziehen, schließlich ist die Fahrstunde nicht für kleine Wettbewerbe gedacht. 

Inzwischen fühle ich mich wirklich gut und sicher auf der CBF600, Bremsen zum Stand funktioniert auch immer besser, ich zitter nicht mehr um und reiße hibbelig an der VR-Bremse, sondern bin um Dosierung bemüht, Sturzgefahr besteht nun diesbezüglich keine mehr.

Heute habe ich vermehrt auf Blickführung geachtet, immer weit voraus schauen, sowie versucht, bei engen Kurven, die ich bisher ziemlich langsam fahre, die Maschine zu drücken (beides hatte ich gestern mit dem Roller extra nochmal geübt).

Nur ein Mal kam es mir bei einer 90 Grad-Kurve etwas eng vor, habe dann ein bißchen Gas gegeben, was ich auch immer beim Roller mache, wenn er droht, mir wegzukippen – hat prima funktioniert.

So langsam wird es … 🙂