30. Mai 2007

Gamay – das Beste, was mir je passiert ist :-)

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 22:31

SIE hat nun einen Namen, den ich in einem Buch (Clive Cussler, Brennendes Wasser) las:

Gamay.

Die Klebenähte meiner selbstgebastelten Gabelprotektoren haben dem Eintauchen der Gabel nicht standgehalten, daher habe ich sie heute neu verklebt und mit schwarzer Lackfolie verschönert,

ueberzogene Gabelprotektoren

was eine gewisse Stabilität gibt, abwarten, wie es sich beim Fahren anfühlt.

Und weil ich gerade dabei war, habe ich für das Stangerl am Lenker auch einen Protektor gebastelt und mit ihrem Namen verziert :-).

Lenkerschoner

So langsam passe ich sie meinen Wünschen an, das Tourenschild montiere ich, wenn ich sicher bin, daß sie mir nicht mehr aus der Hand fällt *hüstel*, der Sturzbügel muß erst noch geliefert werden, den Kettenöler (ziemlich aufwendige Schrauberei) werde ich mal anbringen, wenn ich mal Lust und Langeweile habe.

Wenn ich den Schein habe, kommt Gamay erst mal zu BMW in die Werkstatt zur Entdrosselung, bisher dreht sie nämlich nur auf ca. 5.500, das ist arg wenig, entdrosselt gehts immerhin bis 6.500 (Höchstdrehzahl 7.400).

Bei meiner Fahrschul-Honda (CBF600) gehts bis 13.000, ein Mal habe ich sie ja mit Vollgas auf 12.000 hochgejagt :-), auf 5 – 6.000 drehen ist bei der quasi normales Fahren, Gamay kommt da schon in den Grenzbereich. Gewöhnungsbedürftig, kaum dreht man am Gas, muß man schalten, aber voran gehts ab 5.000 ganz flott – kein Wunder, mit mir Floh als „Gepäck“.

Was mich immer wieder total begeistert, ist der „Sound of Single“ (da kann kein Motorrad mithalten, das ich kenne), der einem Traktor ähnelt (in die auch oft Einzylinder verbaut werden), bummbummbumm, der sich beachtlich steigert, wenn man gut am Gas dreht, melodischen Lärm machen kann Gamay wie ne Große :-).

Gamay ist mein Traummotorrad, ästhetisch ein wunderschöner Anblick, technisch zu mir passend (auch wenn ich gegen ein paar mehr PS nichts hätte) und vom Fahren her angenehm und bequem *g*.

Einziger Nachteil, wenn ich SIE schieben muß: ihr Gewicht (200 kg) in Relation zu meinem (52 kg), das Verhältnis 4:1 wirkt sich zu meinen Ungunsten aus.

Beim Fahren beruhigt es mich irgendwie, daß Gamay ein Schwergewicht ist, unsere 250 kg wirft so leicht nix aus der Bahn.

Ach ja, bevor ich es vergesse: zu einem edlen Motorrad gehört natürlich auch ein stilvoller Schlüsselanhänger *hihi*, den fand ich letzte Woche in Chipiona/Andalusien:

Schluesselanhaenger

vielleicht werde ich doch noch ein typischer BMW-Fahrer :-).

15. Mai 2007

Kaufrausch

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 19:04

Bevor ich fahren darf, habe ich Zeit, meine SIE meinen Wünschen entsprechend auszustatten – wer will schon schrauben, wenn er fahren könnte :-).

Bei ihbäh habe ich Abdeckkappen für den Rahmen erbeutet, um die hässlichen Löcher zu verstopfen, beugt auch Korrosion vor.

Zwecks Schutz meiner Beine und der Verkleidung muß ein Verkleidungsschutzbügel her,  habe den von sw-motech bestellt, der wurde mir im f650gs.de-Forum empfohlen.

Das Original-Windschild gefällt mir nicht, da sollte was Höheres her, habe mich für die ERGO-Verkleidungsscheibe von Wunderlich mit einer Höhe von 390mm entschieden.

Meine Kette braucht Pflege und ich bin ein fauler Mensch *g*,  also muß ein automatischer Kettenöler her. Nach vielem Googeln habe ich mich für den von kettenoeler.com entschieden.

Gespannt bin ich, ob ich das ganze Zeugs ohne größere Probleme anbringen kann, geschraubt habe ich ja bisher noch nie – wir werden sehen.

Letzte Woche habe ich Gabelprotektoren aus künstlichem Kautschuk angebracht, eigentlich sind die für die Isolierung von Heizungsrohren gedacht.

Doppelt genommen, passend zugeschnitten, die Kanten verklebt und mit jeweils einer Schelle gesichert – schaut nicht nach teuer aus, aber nach individuell.

Wenn die Telegabel eintaucht, rutschen sie ohne jeden Widerstand über das Tauchrohr, falls es der Kautschuk, welcher sich wesentlich leichter kompromiert als z. B. Neopren, nicht vorzieht, sich zusammenzuknautschen.

Den noch gewünschten Bremszylinderschutz werde ich mir von BMW holen, wenn ich SIE dort zwecks Aufhebung der Drosselung abgebe, günstig ist derjenige von der R1150GS Adventure, und taugt wohl auch was [1].

Nachdem ich heute etwas Zeit übrig hatte, habe ich alle Chrom- und Metallteile meiner SIE mit Caramba 70 eingeschmiert, auch die Felgen, als Rostschutz, nun glänzt alles :-), was sich schnell ändern wird, wenn ich SIE fahre.

Nachdem ich trotz Reflektoren an einer Textiljacke (schwarz, grau, weiß) schlecht für andere sichtbar bin (schwarze Hose, Schuhe, Helm, Motorrad), werde ich immer mit gelber Warnweste fahren, die ich mit Klettverschlüssen dauerhaft an meiner Jacke befestigen werde.

Auf den Rücken werde ich mir „Lebendbluttransport“ draufsticken *hihi*,  was die Leute wohl denken, wenn sie das lesen?

SIE steht nun übrigens gut gegen Wettereinflüsse geschützt unter dem Vordach über meiner Haustüre [2], SIE hat glücklicherweise locker durch den Rundbogen gepaßt.

[1] http://www.1964.homepage.t-online.de/42607.html

[2] http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/parkieren.jpg

8. Mai 2007

Getauft

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 18:23

Heute waren wieder 4 Sonderstunden, 2 Autobahn, 2 Landstraße, angesetzt, 13 Grad, Regenschauer, Windstärke 5, Böen bis 8.

Erst mal fuhren wir aber zu Honda, ein Ersatzteil abholen, anschließend zum Tanken, danach gings auf die A8, München Richtung Salzburg.

Nachdem ich gestern den Jethelm mit Crossbrille trug, wir ein Stück AB fuhren, auch da der Wind sehr stark war, so daß ich Angst hatte, mir reißt es den Helm runter, zog ich heute den Arai (mit Visier) auf.

Der Wind heute war heftig, ständig mußte ich die Honda ausbalancieren oder längere Stücke in  Schräglage geradeaus fahren (öfter mal was Neues *g*), im Brunntal fing es dann an zu regnen.

Mein Fahrlehrer meinte, „100 kannste schon fahren“, aber es ist mein Hals, packte mich mit ausreichend Abstand hinter nen größeren Lieferwagen und hatte bei 95 km/h schon genug zu tun, die Karre im Griff zu behalten und mich nicht runterblasen zu lassen.

Bei Weyarn ließ der Regen nach, prima, ich wäre ja gerne abgefahren, aber ne, weiter über den Irschenberg, erst bei Bad Aibling raus auf die Landstraße nach Miesbach und Weyarn.

Wegen der starken Seitenwinde fuhr ich höchstens 70 – 80 km/h, gemütlich schlich ich dahin :-), ein Mal gabs nen Traktor zu überholen, als wir beim Metzger in Weyarn hielten, war ich froh über die Pause.

Unterhielt mich dort nett mit einem jungen Burschen über Motorräder und Geländefahren, nach 20 Min. hieß es weiter, uhh, meine Lieblingskurve :-/, bei der ich das erste Mal ja einen Umweg durchs Grüne nahm.

Nervös fuhr ich los, eierte mich um die Kurve, geschafft *g*, Blockade überwunden, wieder rauf auf die AB Richtung Heimat.

Auf der Beschleunigungsspur angekommen, nachdem ich wieder im 2. Gang mit 40 km/h um die Auffahrtkurve geeiert bin, sagt Werner „Vollgas“, na dann … dreh ich halt die Gashand bis zum Anschlag, hui, die CBF600 kommt in die Hufe,  das macht Spaß :-), mit 120 km/h schere ich locker nach links ein, 3. Gang und vierter, da schnurrt sie wieder.

Platzregen setzt ein, der die Sicht stark behindert, dazu noch der starke Wind, ich parke mich mit 90 km/h hinter nen LKW, bis seitlich Wald auftaucht, überhole mit 130, damit mein Fahrlehrer zufrieden ist *g*, für mich fast grenzwertig, mir reichts, schere wieder hinter nen LKW rein und tütel hinteher.

Meine nicht sehr teure Texiljacke von POLO hielt dicht, die Handschuhe waren ein bißchen naß, was ich nicht mal bemerkte, meine Lederhose war durch eine von der Fahrschule geborgte Regenhose geschützt, und meine nicht wasserdichten Stiefel hielten dicht.

Kalt war es auch nicht, obwohl ich nur mit dünnem Plüschpully und lockerem Halstuch fuhr, bei mehr Zeugs hätte ich nur geschwitzt.

Heute war meine erste Fahrt bei Regen, ich wurde getauft :-), nervös haben mich die nassen Straßen nicht gemacht, bin aufgrund des starken Windes ja eh nur rumgeschlichen.

6. Mai 2007

Erste Parkplatzfahrt mit der F650GS

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 17:22

Ein Freund holte mich ab und wir fuhren zu einem abgesperrten, großen Privatparkplatz in der Nähe.

Ich ziehe meine Kreise, übe anhalten und anfahren, während „mein Fahrer“ bei einem ms2.de Schräglagentraining zusieht, die F finde ich handlicher und gutmütiger als die Honda CBF600, die ich in der Fahrschule fahre.

Die Motorbremse ist wesentlich ausgeprägter, am Gas ist SIE nicht so empfindlich, was mir Grobmotoriker *hihi* ja zugute kommt.

Langsam taste ich mich an etwas schärferes Bremsen ran, die Fußbremse ist ungewohnt, ich habe manchmal das Gefühl, als ob sie über den Asphalt kratzt, spüre einen Widerstand, schwer zu beschreiben – ich denke, da hat ABS geregelt.

Die Fußbremse bei der CBF600 ist um Meilen schwergängiger und lange nicht so giftig wie die der F, gewohnheitsmäßig habe ich voll draufgetreten, kam dadurch in den Regelbereich des ABS, was dieses unbekannte Gefühl des Rottelns auslöste.

Ich war schon ziemlich durchgeschwitzt, wollte aufhören, noch eine letzte Gefahrbremsung – tja, wie soll ich mich rausreden :-), knall die Bremsen zu, wieder dieses komische Gefühl auf dem Fußbremshebel, das mich irritiert und ablenkt, wir stehen schnell, ich paß nicht auf und kipp samt meinem Plüschhaufen nach links um.

So ohne Verkleidungsschutzbügel (den ich mir nächste Woche bestelle) fällt SIE mir auf das Bein, schrammt mir das Knie auf,  ich wurschtel mich unter ihr raus, mache den Motor aus, und habe nicht mal mehr die Kraft, SIE wieder aufzustellen.

Lenkerende sowie Handprotektor (die IMHO sehr gut beide Hebel schützen) ein bißchen verschrammt und ein kleiner Kratzer in der Heckplastik, ansonsten ist alles glücklicherweise heile geblieben, es wird nicht der letzte Umfaller gewesen sein, vermute ich.

Alles halb so wild, wenn SIE das nicht aushält, hätte SIE kein Motorrad werden dürfen, SIE ist ein Gebrauchsgegenstand, kein Ausstellungsstück.

Mein Bekannter hebt SIE auf und setzt sich drauf, da kommt der Werksschutz, linke Hand zum Gruß :-), er grüßt zurück und fährt weiter.

Wir fahren nach Hause, es hat Spaß gemacht, SIE zu fahren, an die giftige Fußbremse und das ABS werde ich mich sicher noch gewöhnen.

Sani_faehrt

größer (533 kb): http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/sani_faehrt.png

2. Mai 2007

Wenn Träume wahr werden

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 18:18

Am 21.04.2007 las ich in der tz (Münchener Tageszeitung) eine Anzeige:

„GS 650, 34 PS, EZ 10/04, ABS 13.900 km, 4450,–“

dachte mir, klingt gut, anrufen und nach der Farbe fragen, kann nicht schaden.

Der sehr nette Verkäufer (Heinz) sagte „schwarz“, hui, meine Lieblingsfarbe, für Sonntag machte ich einen Besichtigungstermin aus.

Mit Freunden (Nadja und Uwe), die was von Motorrädern verstehen, fuhr ich hin, Heinz holte SIE [1] aus der Garage – es war Liebe auf den ersten Blick :-).

Edel in glänzend schwarz mit der wunderschön harmonisierenden gelben Sitzbank stand SIE vor mir, ästhetisch schön gebaut, ein bißchen rund, nicht bullig, das schönste Motorrad, was ich jemals sah *g*.

Uwe überprüfte die technischen Sachen, alles ok, Nadja und ich saßen Probe, wir redeten über den Preis, 4.400,– inklusive eines neuen BMW-Tankrucksacks, und vereinbarten eine Bedenkzeit für mich, eigentlich nur pro forma, ich wollte SIE.

Bei Unterzeichnung des Vertrages am 23.03.2007 bot mir Heinz noch seine gebrauchten Vario-Koffer samt Halterung für 300,– an, nachdem ich erwähnt hatte, daß ich mir welche anschaffen möchte.

Nachdem SIE seit August 2006 abgemeldet war, ging ich am 30.04.2007 zur Zulassungsstelle, meldete sie an und gönnte mir mein Wunschkennzeichen :-).

Gestern fuhren wir dann wieder nach Starnberg, SIE abzuholen, Uwe fuhr Probe, dabei ging SIE beim Stop öfters aus, oh oh, Standgas wird ja elektronisch geregelt (Einspritzer), man kann nur was über die Drosselklappe verändern. Wir ließen SIE dann länger im Stand laufen, immerhin stand sie vorher 7 Monate, da fing SIE sich dann, Uwe fuhr noch ne Runde, alles prima.

Da SIE mir doch noch ein kleines bißchen zu hoch schien, meinte Heinz, die Gabel ein paar cm rauslassen, wäre kein Problem, ich soll es aber besser nicht alleine machen, man muß nämlich aufpassen, daß sich nichts verspannt.

Uwe und Heinz haben sie dann milimetergenau 2,5 cm rausgelassen, nun brauche ich keine Abpolsterung der Sitzbank, SIE paßt mir nun perfekt von der Höhe her.

Der liebe Uwe, der seit über 15 Jahren auf keinem Einzylinder mehr saß, fuhr SIE nach Hause, nachdem wir getankt, Reifendruck und Oelstand geprüft hatten, Nadja und ich im Auto hinterher.

Richtig geil finde ich IHREN Sound, brummbrummbrumm, nicht so ein kreischiges siiiiisiiiiiiisiiiiiii wie bei meiner Fahrschul-Honda CBF600.

Nun wartet SIE vor meiner Türe (habe leider keinen Garagenplatz für SIE)  darauf, daß ich mit dem Führerschein weiterkomme, es gibt keine bessere Motivation.

Ab nun wird sonntags auf einem Privatparkplatz prüfungsrelevante Grundaufgaben geübt, die restlichen acht Sonderfahrten werde ich möglichst zeitnah absolvieren, dann noch ein paar Std. mit der CBF auf den Parkplatz ==> Prüfung.

[1] http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/f650gs.html