30. Juni 2007

Frust

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 18:20

Gestern Fahrstunde, es war eine Menge Autoverkehr auf dem Übungsplatz, vermutlich wegen Vorbereitung Galopprennen, außerdem war Prüfung, viel zum konzentrierten Üben kam ich nicht.

Heute – eigentlich hätte sich das mein Fahrlehrer denken können – war wieder ne Menge los, die ganze Straße zugeparkt, da war an Üben nicht zu denken, wir fuhren daher in Giesing rum, obwohl ich einen anderen Parkplatz vorgeschlagen hatte. Zwischendurch 10 Min. Pause, dazu die üblichen 20 Min. später abgefahren, wieder EUR 72,00 bezahlt, ohne was gelernt zu haben.

Langsamen Slalom habe ich noch nicht zuverlässig drauf, Ausweichen habe ich in der Fahrschule vielleicht fünf mal gefahren, Ausweichen mit Bremsen drei Mal, Feedback, ob es so ok ist, wie ich es mache, gabs bisher leider vom Fahrlehrer nicht.

In Daglfing auf dem Parkplatz ist ein Strich, ab dem man bremsen soll, ca. 7 m danach kommt der Hut, ab dem man zum Ausweichen ansetzen kann. Die 7 m sind zu lang für mich, weil ich zackig bremse, daher ist es dann noch „weit“ bis zum Ausweichen, hmm.

Na, ich werde am Montag mal mit meinem Fahrlehrer reden und ihm ein bissi auf die Füße steigen, daß ich nun endlich mal das noch üben kann, wo ich Schwächen habe, und wie er sich Ausweichen vorstellt.

Zurück an der Fahrschule heute wollte die nachfolgende Schülerin (Auto) mal Probe sitzen auf der Honda, ich steig also runter und zieh Helm und Handschuhe aus, es war ja wieder ziemlich warm, da kommt die Anweisung „fahr sie in die Tiefgarage, ohne Helm“.

Ist ja eh meine Lieblingsübung :-/, rein ins schwarze Loch auf die supersteile Rampe, unten die enge Kurve nehmen und die Karre dann plaziert einparken.

Na ja, ich habs auch ohne Helm souverän drauf :-), anfahren auf die Rampe, Kupplung ziehen, mit Fuß- und Handbremse Schritttempo halten, rum um die Kurve, sanft einkuppeln, einparken – das ist leichter, als meine Gamay vom Grundstück runter rückwärts auf die Straße zu schieben. Daß ich ihm Fahren besser bin als im Schieben, hab ich sicher schon erwähnt :-).

Unschlüssig bin ich, ob ich Gamay morgen nochmal aufm Parkplatz quälen soll, was ich mit ihr üben kann, hab ich ja bereits drauf, langsamen Slalom mag ich mit ihr nicht machen, sie schiebt massiv, da muß ich viel mit Kupplung und Gas arbeiten, bei der Honda ist es einfacher.

Na ja, Lust zum ein bißchen Rumturnen hätte ich schon, mal sehen, schade, daß man dort keinen Beschleunigungswettbewerb fahren kann; Nadja gegen mich, Eintopf gegen Vierzylinder, das machen wir dann später mal auf der Straße *g*. 

24. Juni 2007

(M)eine Enduro muß was aushalten …

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 19:08

… sonst hätte sie ein Plüschsofa werden sollen *g*.

Heute war Parkplatz angesagt mit Nadja und Uwe sowie Nadjas Honda CBF600 und natürlich Gamay.

Schneller Slalom, prima, dann langsamer, Gamay schiebt im 1. Gang ziemlich, ich versuche, sie mit der Fußbremse auf Schrittgeschwindigkeit zu halten, wir kommen nicht zusammen, mit der Fahrschul-Honda ist es viel einfacher und ich beschließe, diese Übung in der der nächsten Fahrstunde verstärkt zu üben.

Festgestellt hatte ich bereits, daß Gamay ca. 3 cm höher ist als „meine“ Honda, ich trau mich gar nicht, auf nur einem Bein stehenzubleiben, weil sie dann schon eine Schräglage einnimmt, die ich nur schwer halten kann.

Als ich wieder mal anhielt und den Seitenständer rausstellte, war er noch nicht ganz ausgefahren, als ich sie bereits abkippte  und … ja klar … patsch fiel Gamay mit mir um.

Ich hatte natürlich, weil es ja schön warm ist, nur Jeans angezogen, deswegen habe ich mir das Knie auf dem Teer aufgeschlagen, tjo, Strafe muß sein.

Die Soziusrasten hatte ich auch nicht eingeklappt (Uwe fuhr Gamay samt mir ja hin), was sich ebenfalls gerächt hat, die linke brach nämlich ab.

Der Sturzbügel wurde eingeweiht, kleiner Kratzer, bei dem Lenkergewicht kamen auch ein paar hinzu, ansonsten alles heile geblieben (Spiegel, Kupplungshebel, Plaste und Elaste), ich bin überrascht, wie gut meine BMW Umfaller wegsteckt.

Uwe meint, eine Enduro muß ein paar Mal gefallen sein, das hätten wir also erledigt *hihi*, später mal im Gelände wird sie wohl noch öfters den Boden küssen, da darf man nicht weinerlich sein, ein Guter hälts aus (Gamay und ich gehören natürlich zu dieser Gruppe *hahar*), um einen Schlechten ists ned schad.

Anschließend übe ich noch Ausweichen mit und ohne Bremsen, das hab ich IMHO ganz gut drauf, Kreise fahre ich zwischendurch auch mal, alles easy.

Nachdem ich ja nun kein Schräglagenschißhase mehr bin, hab ich es natürlich auch mit Gamay probiert, sie geht so locker flockig um die Kurven, daß man einfach Spaß dabei haben muß, ich freue mich schon drauf, das massiv auszubauen.

Die HR-Bremse meiner F hat ja nen ganz anderen Zug drauf als die der CBF600, ich habe heute versucht, ein Gefühl dafür zu entwickeln, verwendete beim Abbremsen vor der Wendung gar keine VR-Bremse. Langsam steigere ich mich, versuche, bis zum Bremspunkt der Kurve zu bremsen und ab dem sofort wieder Gas zu geben, noch stark ausbaufähig, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut.

Nachdem ich Gamay fast 2 Std. hergequält hatte, nur 1. und 2. Gang, tauchen Freunde von uns überraschend auf und wir beschließen Biergarten in Grasbrunn.

Erst zu mir, Gamay abstellen, ich fahre dann mit Uwe auf seiner Triumpf mit, als Sozius sitzt man ziemlich „gestaucht“ auf so einem Supersportler, so daß mir gleich der Rücken wehtut, aber es ist ja nicht weit. Ein Mal überholen wir, Uwe gibt Gas, ja, das hat was, die hat nen Antritt, von dem Gamay nur träumen kann – was solls, man kann nicht alles haben.

Die Soziusfußrasten werde ich abmontieren, brauch ich nicht, werde vorerst eh niemanden mitnehmen (eine neue besorge ich trotzdem schon mal).

22. Juni 2007

Schräglage, die Zweite

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 14:01

Gestern hat meine Freundin Nadja ihren A-Schein bestanden, wir haben abends feuchtfröhlich gefeiert, evtl. lag es an ein bißchen Restalkohol, daß ich heute recht locker drauf war nach dem Motto „istmirdochwurscht“.

Raus zum Übungsplatz, ich wedel durch den schnellen Slalom, Gefahrbremsung, Stop an Go, Ausweichen, ich habs drauf, bin warm 🙂 und fahre ein paar Kreise, erst größere, ziehe den Radius immer mehr zu mit steigender Schräglage.

Mein Fahrlehrer kommt strahlend an, lobt mich über den grünen Klee :-), und ist total baff, wie gut ich das auf einmal draufhabe.

Mit dem Roller üben hat sich ausgezahlt, mit dem ist Kreise fahren sogar schwieriger, weil er aufgrund der kleinen Reifen kippeliger ist, aber mir ging es ja darum, die Angst vor der Schräglage zu verlieren.

Bei jeder Wendung probiere ich es nun immer enger, lasse die Maschine in die Kurve „reinfallen“, meine Laune ist bestens, Werner erklärt mir nun die letzte noch ausstehende Übung „Bremsen mit Ausweichen“, ist nicht besonders schwer.

Ich übe das ein paar Mal, die Gegengerade ist nun frei von Hütchen, prima, dachte ich, man muß sich auch mal was gönnen, 2. Gang, Vollgas, ich zieh die Karre auf 90 hoch, tacktacktack, die Honda rödelt wie ne Nähmaschine, geh kurz vor der Kehre in die Eisen, amüsiere mich, da kommt schon der Kommentar von Werner „nicht mit 100 hier durchpreschen, 50 ist angesagt“, ich bin mir sicher, er hat dabei gegrinst :-).

Auf dem Weg zurück steh ich an der Ampel, neben mir ein Auto mit zwei jungen Männern, da kurbelt der Beifahrer sein Fenster runter und wünscht mir Glück bei der Prüfung, mir fiel vor Staunen fast die Kinnlade runter *g*.

Wieder zuhause fahre ich die CBF in die Tiefgarage, dieses Mal setze ich die Kurve unten bereits auf der steilen Rampe an, nehm sie elegant, als ob ich das schon 100 Mal geschafft hätte, harhar, heute war ich in Topform.

Fehlt nur noch der Slalom in Schrittgeschwindigkeit, den ich noch nicht sicher draufhabe, aber ich habe ja noch ein paar Fahrstunden, um den zu üben.

21. Juni 2007

Schräglage

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 17:09

Heute in der Fahrstunde fuhren wir zum Sportpark Unterhaching, wo es eine Kehre gibt, um Kreis fahren zu üben.

So wie hier http://www.fahrtipps.de/motorrad/kreise.php dargestellt, mache ich das ungefähr, meinem Fahrlehrer ist das aber nicht gut genug.

Er stellt es sich eher vor wie hier http://www.ms2.de/sichschr.asp vorgeführt (aber ohne Hanging off) , die Fußspritze sollte den Boden berühren. „Das mußt Du können“ finde ich schon einen sehr hohen Anspruch, weil ich es natürlich nicht kann.

Zeit zum mehrmals Üben hatte ich quasi keine, ständig mußte ich anhalten und wurde belehrt, wie es richtig geht, dann führte Werner es mir solo und mit mir als Sozia nochmals vor, danach mußte ich ständig mit eingeschlagenem Lenker anfahren, mir hats gereicht.

„Wenden und anderes rum“, tjo, sehr enge Straße, 1. Gang, ich bremse vorne bei gleichzeitigem Lenken, irgendwie hatte ich nicht mehr gespeichert, daß ich mal besser die Fußbremse nehme, prompt kippt mir die Karre weg, ich blieb dieses Mal aber stehen, hab sie quasi abgelegt, harhar.

Mein Fahrlehrer meinte, ich sollte mehr Radfahren, zugegeben bin ich da ne Niete, gestern komme ich nachts heimgeprescht, eine meiner Katzen läuft mir direkt vors Rad, ich hau ne Vollbremsung rein, die Räder blockieren (hui, mein MTB hat wirklich gute Bremsen), fast hätte es mich runtergehauen … aber nur fast :-).

Egal, ich pack mich heute Mittag also aufn Roller, ist bequemer *g*, ab zum Parkplatz, Kreis fahren üben, immer kleinere und immer schneller. Mein Roller hat ja nagelneue Reifen, die wie Gummi auf dem Asphalt kleben, ich traue mir also was zu, die Karre kippt mir öfters mal weg, ich fange sie locker ab, ohne den Fuß zu brauchen, am Schluß habe ich Kreise fast mit vollem Lenkereinschlag gut drauf.

Morgen in der Fahrstunde werde ich mal wieder meine Lederhose anziehen und dann wie von meinem Fahrlehrer gewünscht mit überdeutlicher Schräglage Kreise fahren, ist mir doch wurscht, wenn ich die Honda dabei hinschmeisse (so wie einige Leute beim ms2 Schräglagentraining, deren Maschine hat allerdings Flügel).

20. Juni 2007

Hitzetage

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 22:45

Gestern und heute hatten wir hier in München um die 30 Grad, Grundfahraufgaben üben in voller Ausrüstung machen da nur bedingt Spaß. Seit gestern fahre ich mit Jeans anstatt schwerer Lederhose, heute zog ich mal anstatt der Textiljacke eine Lederne von Dainese an, die ich „geerbt“ habe. Geschwitzt habe ich trotzdem viel, so ganz die passende Kleidung für diese Temperaturen muß ich wohl noch finden.

Mit den Übungen komme ich so lala voran, heute hat mir mein Fahrlehrer mal gezeigt, wie man den Kreis richtig mit Schräglage fährt – ich hinten drauf als Sozia.

Enger Radius (quasi voll eingeschlagener Lenker), Schräglage, daß fast die Fußrasten aufgesessen sind, ich dachte, wir fallen jeden Moment um – was geht, weiß ich nun, das heißt nicht, daß ich das fahren kann oder will.

Na, das mit der Schräglage muß ich wohl noch üben, außerdem das Drücken der Maschine beim Ausweichen.

Ich mein, ich drück ja, aber irgendwie reagiert die Karre darauf nicht, ich komme mir dabei vor wie ein Floh auf nem Elefanten.

Für hibbelfreie Bremsen an der Ampel wurde ich heute von Werner sehr gelobt, jetzt habe ich es auch bei der Honda elegant drauf, bei meiner BMW konnte ich das ja schon immer gut. Meine F ist meine Eselsbrücke, ich denk mir nun immer „machs wie bei Gamay“ und dann klappts auch, alles eine Frage des Kopfes.

Zurück an der Fahrschule heute mußte die CBF600 in die Tiefgarage, vor der jeder Schüler Horror hat – sehr steile Rampe, unten eine enge Rechtskurve, IMHO sind das keine 3 m zwischen den Parkbuchten. Früher mal wollte mein Fahrlehrer (Werner), daß ich sie runterfahre, da habe ich mich geweigert, heute habe ich es angeboten :-).

Fahre also von der Straße vors Tor und bin bereits so nervös, daß ich Kupplung ziehen vergesse und sie daher beim Anhalten abwürge – ab liebsten wäre ich gleich abgestiegen, aber erst großkotzig tun und dann kneifen zählt nicht.

Also wieder angelassen und los, um die Kurve elegant zu nehmen, war ich aber zu verkrampft, kaum war ich unten und halb rum, hielt ich an, sicherheitshalber.

Da stand ich nun mit stark eingeschlagenem Lenker, Scheiße, dachte ich, aus der Position anfahren ist ja nicht gerade meine Stärke, bevor ich mir großartig Gedanken machen konnte, fuhr ich einfach los, als ob das nix Besonderes wäre, harhar, geht doch.

Wieder zuhause, steht das Paket mit dem Verkleidungssturzbügel vor der Türe, also kurz ein Kaffee und ran ans Schrauben.

Wartungsbuch raus, Kette spannen, danach die Achsmutter mit 100 Nm anziehen, tjo, so ohne Drehmomentschlüssel muß das halt „aus dem Gefühl“ gehen. Die Schraube war ja gut fest angeknallt, als ich sie öffnen wollte, daher muß ich sie mit Kraft wieder zudrehen.

Ratsche dran, mit dem Fuß drauf, zum Schluß hab ich mich draufgestellt, und mit Gewicht und Kraft die Achsmutter zugeknallt, das dürfte halten.

Dann die Kette eingeölt (gereinigt hatte ich sie ja schon vor ein paar Tagen), ohne den Hinterreifen zu treffen, endlich mal ne leichte Übung.

Nun zum Sturzbügel, die Schraube im linken Rahmen ist hartnäckig und mit dem Bordwerkzeug läßt sich kein Hebel bewirken, also hole ich ne kleine Zange und mit Mühe bekomme ich sie auf, die kleinen gehen leicht.

Zum Schluß die im rechten Rahmen, Zange als Hebel, nix bewegt sich, so kurz vor dem Ziel scheitern? Hah, wollen wir doch mal sehen, ich hole eine riesige Rohrzange als Hebel, volle Kraft voraus, ah ja, rührt sich, gewonnen :-).

Sturzbügel montiert, die neuen Schrauben haben Innensechskant, dafür habe ich Ratschen, fix sind die zwei Teile angebracht, hilft hoffentlich was, sie schauen jedenfalls gut aus :-).

Gamay

Der RR-Oeltemperaturanzeiger kommt, man muß ja schließlich wissen, ab wann man die Möhre treten darf *hihi*, bei Gamay wird der anstatt des Oelstabes eingesetzt, der sich ja vorne in der Tankattrappe befindet, also im Blickfeld, prima gelöst.

Die handpolierten Lenkergewichte (so ein Einzylinder vibriert ja ein bissi mehr als als Vierzylinder, was bei längerer Fahrt unangenehm sein kann, daher Lenkergewichte, mir gefallen die übrigens sehr gut) würden mir noch raushängen, da bleibe ich dran, außerdem besorge ich mir noch das Reparaturbuch für Gamay, an ihr Schrauben macht Spaß und ich liefere nur doitsche Wertarbeit ab, ist Ehrensache, kein Pfusch, ist ja nicht mein Roller *g*.

Gewichtsmäßig brauche ich eh keine Rücksicht nehmen, ob Gamay 193 kg wiegt oder 5 kg mehr, spielt für meine Ambitionen keine Rolle, außerdem bin ich ja nicht so schwer mit 52 kg, kommen wir zusammen auf 250 kg, das paßt.

Ok, fürs echte Enduro-Fahren sind wir ein bissi zu schwer, wobei, wiegt die Karre 140 kg und der Fahrer samt Schutzkleidung 100 kg, sind das zusammen auch nur ca. 15 kg (ich hab ja auch was an) weniger als Gamay mit mir.

Aber wir fahren ja kein Hard-Enduro, sondern nur Plüschiges für Schrankwände, außerdem kommts ja eh immer auf den Fahrer an *räusper*.

17. Juni 2007

Sani schraubt :-)

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 01:26

Was gibt es Schöneres, als an einem trüben Samstag am Mopped zu schrauben?

Ich wüßte einiges, z. B. fahren, aber wir wollen es mal mit dem Amüsement nicht übertreiben, erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen.

Meine Tante hilft mir, Gamay auf den Hauptständer zu stellen (wurmt mich, daß ich das nicht alleine kann, aber gut, es gibt Schlimmeres), und ich reinige die Kette mit Spray, nachputzen tue ich mit einer alten Zahnbürste, alles prima, anschließend reinige ich meine HR-Felge von dem Schmodder mit WD-40, da ich das Caramba-Spray in Berlin vergessen habe.

Es ist erst 14.00 Uhr, ich beschließe, den Kettenöler einzubauen, kann ja wohl nicht so schwer sein.

Hole also aus dem Bordwerkzeug den Schlüssel, um die Achsmutter zu lösen und reiße nach Kräften mit der Hand an, nix bewegt sich, tjo, frau ist zwar schwach, aber nicht doof *g*, hole meine Proxxon-Schrauberkasten, steig mit dem Fuß auf den Hebel und siehe da, ist doch alles easy und Gamay fällt nicht mal um.

Ich schraub das Halteblech für den Schlauch dazu und ziehe die Achsmutter wieder ein bißchen an, „Endkontrolle“ erfolgt später (kann dann gleich noch die Kette korrekt spannen).

Es fängt an zu regnen, ich muß Gamay unters Dach bringen [1], ab nun muß der Seitenständer reichen, meine Tante ist weggefahren.

Der Ölbehälter paßt unter die Sitzbank, die zwei Schläuche zur Entlüftung und Befüllung lasse ich ebenfalls dort, mei, so oft muß ich  sicher nicht Oel nachfüllen und die Sitzbank ist ja ratzfatz abgenommen.

Die Frage ist nun, wo bringe ich das Magnetventil an? Hinter dem Motorblock ist Platz, ich wurstel es rein und mache es mit einem Kabelbinder fest, überzeugt mich nicht so ganz wegen der Vibrationen, na ja, ich werde es im Auge behalten.

Lange überlege ich, wo ich das Drosselventil reinpacke, es sollte leicht zugänglich sein, also am besten auch unter die Sitzbank, befestige es mit zwei Kabelbindern am Sitzrahmen, das müßte halten.

Bevor man was an der Elektrik macht, Batterie abklemmen, nicht, daß ich das vorhabe, baue trotzdem schon mal die Verkleidung der Tankattrappe ab und kuck mich um.

Kein schöner Anblick, die nackte Gamay [2], wie skelettetiert, diesen frustierenden Anblick mag ich nicht täglich haben, morgen kommt die Plaste wieder drauf. 

Nun den Schlauch durchziehen und überall anschließen, mein Teppichmesser ist behilflich, die Anlage ist montiert [3].

Das braune Kabel muß in den Kabelschuh, löse eine Schraube der hinteren Verkleidung und klink es am Sitzrahmen ein, das war einfach *hihi*.

Das blaue Kabel vom Magnetventil pack ich in den Sicherungshalter, auf der anderen Seite das extra Kabel, nun wirds schwierig.

Ans Licht kann ich den Kettenöler nicht anschließen, weil das bereits durch Einschalten der Zündung aktiviert wird, kurzer Blick ins Wartungsheft, Sicherungsbelegegung, „Motorelektronik“ ist wohl das Richtige.

Der Zeitpunkt ist gekommen, wo ich beschließe, die Finger weg zu lassen, sonst wirds evtl. teuer.

Nun muß jemand ran, der was von der Sache versteht, mein Kumpel kennt sich aber nicht aus mit Dauerlicht und Einspritzern, er meint, ich soll mal in der Newsgroup de.rec.motorrad bei Laurent nachfragen.

Schön, wenn man hilfsbereite und zuverlässige Freunde hat, die, wenn es darauf ankommt, einen nicht im Stich lassen.

Falls wir das nicht hinbringen, hab ich noch einen Trumpf im Ärmel :-), Tom im Euroindustriepark, ein sehr netter Mensch, der sich mit Enduros *hüstel* super auskennt und mir das sicher anschließt, wenn ich ihn ein bißchen bequatsche.

Muß ich Gamay halt mal hinfahren, am besten mit Führerschein :-), dann geh ich gleich bei BMW vorbei, mach nen Termin für die Entdrosselung und hole mir den Bremszylinderschutz.

Was ich noch gerne hätte, ist ein RR-Oelthermometer, bisher gelang es mir leider nicht, ein Gebrauchtes bei ebay zu ergattern. [Nachtrag 17.06.2007: ich hab eines :-)]

Außerdem brauche ich neue Lenkerendgewichte (ein Glück, daß ich welche habe, die fangen Umfaller gut ab und schützen meine Spiegel und Handhebel), meine zerkratzten sind ein wenig unschön, die kosten bei BMW EUR 17,00, ich fand welche bei ebay, handpoliert, Einzelstücke, hui sind die geil, mal sehen, ob ich die günstig ersteigern kann.

Fehlt nur noch der bereits bestellte Verkleidungsschutzbügel (Lieferprobleme), und es gibt nix mehr zu schrauben an Gamay, dann fahren wir nur noch :-).

[1] http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/sani_schraubt.jpg
[2] http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/gamay_nackt1.jpg
[3] http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/kettenoeler.jpg

14. Juni 2007

Endspurt

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 23:05

Gestern hatte ich nach über 4 Wochen wieder Fahrstunde, uhh, bin ich Scheiße gefahren, vormittags, quasi zur Nachtzeit für mich, bin ich gar nicht leistungsfähig.

Aufm Parkplatz waren Grundübungen angesagt, den schnellen Slalom sowie Gefahrbremsung hab ich prima drauf, Stop an Go leidlich (was leichter wird, wenn ich Ende der Woche meine Daytona Lady Star bekomme),  dann gings zum langsamen Slalom.

Ich rausch in 5 Sek. durch durch die Hütchen, mein Fahrlehrer fällt aus allen Wolken, der Slalom muß 20 Sek. dauern, ich bin zu schnell, mit Kupplung und Gas spielen sowie Fußbremse (das hätte er mir auch vorher sagen können!) – wuhh, ich stell mich an wie der letzte Mensch. Mein FL zeigt mir also, wie es geht, ich als Sozia drauf, vielleicht sollte ich das erst mal mit dem Rad üben *g* (wobei ich ein ziemlich schlechter Radfahrer bin).

Noch ein bißchen im Kreis gefahren, Gamay find ich handlicher in Kurven (kein Wunder, ich habe die Gabel ja auch 2,5 cm durchgesteckt *harhar*), außerdem ist sie nicht so „nervös“ am Gas wie ein Vierzylinder, kommt mir Grobmotoriker zugute.

Außerdem ist die Sitzbank der CBF600 nicht so weich wie die meiner BMW und an den Rändern eckig, bäh, richtig unbequem ist das *motzmotz*.

Was bin ich froh, wenn ich die CBF600 nicht mehr fahren muß, sicher ne nette Maschine, aber halt nicht mein Fall.

Nächste Woche habe ich jeden Tag Fahrstunde, nun kommt der Endspurt.

Gamay kann ich nun langsam aufrüsten, damit sie fertig ist, wenn ich die Prüfung bestanden habe, heute bekam sie ihr neues Tourenwindschild [1].

Ab ca. 100 km/h wird der Luftstrom, der mich mit dem Original-Schild auf den Oberkörper trifft, unangenehm, ich wills aber plüschig bequem haben :-).

Das Teil war schnell montiert, ich zupf den Wunderlich-Aufkleber ab, was natürlich nicht rückstandsfrei klappte. Es folgt eine längere Fön- und Rubbelaktion, relativ erfolglos, dann kommt Radiergummi zum Einsatz, mit dem es gut klappt, die Scheiß Klebrückstände entfernen dauert ungefähr doppelt solange wie die Montage der Scheibe.

Da die Sitzbank eh unten war, habe ich gleich mal getestet, ob ich darunter meinen Oelbehälter für den Kettenoeler bekomme – paßt, prima [2].

BTW ist die Abdeckung auf dem Gepäckträger nicht wasserdicht, da hat BMW IMHO an der falschen Stelle gespart. Mein „Erste-Hilfe-Päckchen“ paßt gut da rein [3], ich habs in Frischhaltefolie eingewickelt, damit es trocken bleibt.

[1] http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/tourenwindschild_montiert.jpg
[2] http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/oelbehaelter.jpg
[3] http://www.sanflorimal.de/index-Dateien/mopped/erste_hilfe_paeckchen.jpg

10. Juni 2007

Übung macht den Maista

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 21:47

Mit Nadja und Uwe (wie schön, wenn man Freunde hat, die sich Zeit für einen nehmen und immer gerne behilflich sind) war ich heute 1 1/2 Std. auf einem Parkplatz, Grundfahraufgaben üben – schneller und langsamer Slalom.

27 Grad, ich hab geschwitzt mit meiner Textiljacke (ohne Futter) und der Lederhose, später fahre ich dann mit Jeans :-).

Na ja, jedenfalls hat mir das sehr viel gebracht, ich werde immer sicherer mit Gamay, von „Wedeln“ sind wir zwar weit entfernt, aber für die Prüfung müßte es reichen.

Kreise fahren sowie „Stop and Go“ hab ich auch leidlich drauf, fehlt nur noch Ausweichen, was ich lieber erst mal mit der Fahrschul-Honda probiere, bei der ist es für mich nicht so arg, wenn ich sie hinschmeiße.

Meine Technik beim Stop habe ich nun etwas „verfeinert“, super gefühlvoll bremsen und rechtzeitig die Füße runterstellen – wenn man es drauf hat, ist es wirklich leicht *g*.

Uwe meinte, meine selbstgebastelten Gabelprotektoren werden beim TÜV nicht gut ankommen (was geht den das eigentlich an?), ich finde sie cool, und bisher machten sie keine Probleme. Wenn die Gabel mal nicht tief genug eintauchen kann, hauts mich wohl auf die Schnauze, aber das riskier ich.

Auf den Hauptständer kann ich Gamay leider nicht alleine stellen, dafür klappte es heute locker mit Nadjas Honda CBF, was solls, ich bin halt ne schwache Frau :-).

Sodele, nächsten Mittwoch habe ich nach 4 Wochen Pause mal wieder ne Fahrstunde, nun bleib ich dran, Endspurt, es wird auch Zeit.

Ganz zum Schluß muß ich natürlich noch mein super Motorrad loben :-), der Traum meiner schlaflosen Nächte, ihr Einzylindersound ist einfach geil, da schmeiß ich jeden Vierzylinder für weg, und lahm ist sie auch nicht, man muß halt nur entsprechend Gas geben :-).

1. Juni 2007

Sachen gibts …

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 20:14

Gestern war ich beim POLO und hab mir einen Kettenreiniger sowie -spray (Caramba) gekauft, da ich den Kettenoeler ja erst im Juli irgendwann anbringe und bis dahin muß ich die Kette natürlich pflegen.

Für die Gepäckbrücke nahm ich einen kleinen Bag mit, um den Krusch, den frau immer so mitschleppt (Getränk, Digiknipse usw.) unterbringen zu können, so daß ich nicht immer mit Rucksack fahren muß. Das Teil ist optisch nicht so der Hit, aber praktisch, die Tasche läßt sich per Reißverschluß lösen und mitnehmen, ist auch in der Größe verstellbar, für EUR 15,00 kann man da nicht meckern.

Gepaecktasche

Meine überarbeiteten Gabelprotektoren haben sich bestens bewährt, die Lackfolie knautscht sich widerstandslos zusammen, das Eintauchen der Gabel wird in keinster Weise gebremst bzw. behindert, alles im grünen Bereich :-).

geknautschte Gabelprotektoren

Nach einem Blick heute ins Wartungsbuch bin ich nun wieder etwas schlauer :-), Gamay ist anders gedrosselt als z. B. die Honda CBF600, die ich anfangs in der Fahrschule fuhr.

Mit 34 PS liegt die größte Nennleistung bei 5.500 , mit 50 PS bei 6.500, der größte Drehmoment bei 4.000/4.800, die zulässigen Drehzahlen sind aber gleich, nämlich 7.400.

Bei der gedrosselten CBF600 ist laut meinem Fahrlehrer die Drehzahl gekappt, bisher dachte ich, bei Gamay wäre es genauso.

Gut, daß dem nicht so ist :-), eilt also nicht mit dem Entdrosseln, sie macht mit 34 PS auch Spaß.

Alles plüschig angenehm, es gibt keine Überraschungen wie eine Leistungsexplosion, im 2. Gang bei Vollgas zieht sie langsam an, ab 4.000 wird sie munter, da kommt der Traktor ins Rollen *g*, bei ca. 85 km/h ist sie bei 7.500, 3. Gang, Vollgas, dann steht sie bereits am „Start“ mit dem richtigen Drehzahlbereich und flugs ist man bei 120 km/h.

Irgendwie bin ich ja so ein Beschleunigungsfreak, der gerne mal Vollgas gibt, Gamay ist sehr gutmütig, bleibt mit dem Vorderrad unten und heult nicht mal besonders, wenn man an die Drehzahlbegrenzung kommt.

Genau das Motorrad, was zu mir paßt, sobald ich drauf sitze – Ihr Gewicht spüre ich beim Fahren nicht. Leicht zu fahren, handlich, zuverlässig, bequem, sie ist genauso, wie ich sie mir erträumt habe 🙂