29. Juni 2009

Aller Anfang ist schwer

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:02

Mit Protektorenhemd und Jethelm ausgerüstet fuhr ich heute zu den Pferden, putze Barbie und sattel sie auf.

Die Sicherheitssteigbügel (teilweise oben offen, damit man bei Abwurf nicht mit dem Fuß hängen bleiben kann) hatte ich montiert, da die Riemen zu wenig Löcher hatten, schlug ich die Gurte ein Mal um.

Es ist heute warm und sehr schwül, wir gehen ins Roundpen, Barbie läuft brav hinter mir her und ich beschließe, sie nicht rumzuhetzen.

Den Sattelgurt ziehe ich nach und nach so fest als möglich an, klinke die Westernzügel am Halfter ein, stell mich auf einen Stuhl und will aufsteigen. Halb auf Barbie, halb auf dem Stuhl stehend, macht sie einen Schritt vorwärts, der Stuhl fällt um –  so geht das nicht, da muß ich entschlossener rangehen und doch den Steigbügel benutzen.

Zweiter Versuch, hurraaa, ich sitze drauf und Barbie steht, ich lobe sie und merke, die Steigbügel sind viel zu lang und der Sattel nicht fest genug.

Bevor ich wieder absteigen konnte, setzt sich Barbie langsam in Bewegung, fünf Schritte im Schritt , drei im Trab, dann galoppiert sie an und buckelt.

So ohne Steigbügel habe ich keine Chance, der Sattel verrutscht und ich flieg in die Bande. Barbie steht ein paar Meter weiter mit einem Vorderfuß im Westernzügel (zusammengeknotet) und scharrt mit dem Huf nach dem Motto „reparier das mal“.  Ich also hin, ihr den Vorderfuß gehoben, Zügel rausgezogen, abgenommen, den Sattel auch, und mich auf dem Stuhl ausgeruht.

Sie kam gleich an, stupst mich aufmunternd mit der Nase an, während ich all meine Fehler rekapituliere.

Für einen erneuten Versuch hätte ich die normalen Steigbügel holen müssen, ich beschließe, es für heute gut sein zu lassen. Nächstes Mal bringt sie mich nicht runter, ich schwörs *g*.

Erstaunlich, was für eine Ruhe Barbie weg hat, beim Aufsteigen blieb sie brav stehen, als ihr später die Steigbügel (die ich ja „verloren“ hatte) in die Flanken krachten, nahm sie das nicht besonders übel, auch der verrutschte Sattel war kein Grund für Panik.

Heute fiel mir auch wieder ein, was ich mit ihr üben wollte: Führstrick oder Zügel runterhängend bedeutet: still stehen. Das macht sie sehr gut, den Westernzügel werde ich natürlich auf viel kürzer verknoten, so daß sie nicht mehr reinsteigen kann.

Nepomuk war heute so dreckig, daß ich ihn komplett waschen mußte, mir war ziemlich heiß, daher hat er heute nix gearbeitet.

22. Juni 2009

Bald geht es los mit dem Reiten …

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:31

… ich bin schon höchst gespannt.

Barbie kommt zuerst dran, Nepomuk hat ja mit seinem Ekzem zu kämpfen, da will ich ihn nicht stressen.

Das Mädel läßt sich zwar nicht longieren, weil sie genau Null Respekt vor einem Klaps auf den Hintern hat, frei longieren geht aber – ein Mal mit der Peitsche geknallt und sie kommt in die Gänge.  Sattel akzeptiert sie nun, ebenso, wenn ich Gewicht drauf  gebe (drauf  legen), ich denke mal, sie wird keine große Faxen machen, wenn ich mich drauf setze.

Vorher ein bißchen abhetzen, da sie ja sehr faul ist und keine Konditition hat, wird sie Rmspinnen nicht lange durchhalten – zur Sicherheit werde ich beim ersten Mal Sturzhelm und Protektorenhemd anziehen *g*.

Trense werde ich weglassen, nur Halfter mit Strick verwenden, sie kennt eh keine Gebißhilfen und ich bin in der Hand nicht fein genug für ein rohes Pferd.

Wenn Aufsitzen im Roundpen klappt, evtl. auch ein bißchen rumgehen, können wir auf den Reitplatz wechseln zum Üben.

Später dann gehe ich mal mit ihr spazieren, am Wendepunkt steige ich auf und dann gehts hoffentlich mit Gas nach Hause :-).

14. Juni 2009

Schnuerpeltreffen in Strobl

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 19:49
Am 11. Juni gegen 10.45 Uhr startete ich gut bepackt (2 Koffer, 20 kg) mit Gamay, aufgrund einer Fronleichnams-Prozession mußte ich eine Umleitung fahren und war plötzlich in Rosenheim (anstatt, wie geplant, Bad Aibling). Starker Wind zerrte an meinem Helm, die F ließ sich davon nicht beeindrucken – so ein schweres Motorrad hat auch seine
Vorteile :-).

Wegen des Zeitverlustes zwecks Durchqeuerung von Rosenheim, 20 Min., nahm ich praktischerweise anschließend die AB bis Bernau und fuhr die Deutsche Alpenstraße über Grassau (ab da Regen), Reit im Winkel bis Schönau am Königssee. Danach die Roßfeld-Ringstraße (EUR 3,50 Maut), von oben hat man einen tollen Blick ins Land Salzburg. Über Hallein und Golling habe ich dann die Postalm (EUR 4,00 Maut) angesteuert, hat trotz Regens Spaß gemacht. Noch schnell in Bad Ischl getankt und flugs nach Strobl am Wolfgangsee, die anderen waren schon da.

Am 12. Juni machten Roman, alba und ich Bad Ischl unsicher, drei Mal sind wir den Ort abgelaufen *g*, dann hatten wir fertig. Abends wurde lange kräftig gefeiert mit Bier, Sekt und Schnaps, daher waren wir am nächsten Morgen alle müde.

Am Samstag fuhren wir samt Elisabeth, Reginas Tochter, nach Bad Aussee zur Drei-Seen-Tor, Grundl-/Toplitz– und Kammersee. Wunderschöne Landschaft, 2 Std. sind wir sogar gelaufen, über 2 Std. Schiff gefahren, danach waren wir alle platt.

Abends wurde gegrillt und gefeiert, aber nicht so lange, da der Tag sehr anstrengend war.

Heute fuhr ich um 10.00 Uhr ab über Pötschen- und Koppenpaß, Pass Gschütt, Salzburger Dolomitenstraße, Bischofshofen, Dientner Sattel, Saalfelden, Fieberbrunn, Waidring, Kössen, Walchsee.

Viel schöne Landschaft und die Strecke waren überwiegend auch nett.

Danach Sudelfeld, Miesbach, Siegertsbrunn (meine Pferde versorgen), heim.

Es waren vier schöne Tage, ein prima Schnuerpeltreffen, nächstes Jahr dann in München.

Ein paar Fotos gibts als Album.

5. Juni 2009

Aufruhr

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:06

Nachdem ich gestern mit beiden Pferden im Roundpen gearbeitet habe, ging es heute auf den Reitplatz, um Slalom, enge Wendungen, rückwärts gehen usw. zu üben sowie über Cavalettis steigen, ohne anzustoßen. Über ein ca. 50 cm hohes Hindernis springen verweigerten beide, Barbie stieß die seitlich sichernden Pylonen um und Nepomuk rieß die Stange runter.

Angebunden ließ sich Barbie die Decke heute auflegen, ohne auszuweichen, ein erster Erfolg.

Bei Nepomuk holte ich einen Stuhl, stellte mich drauf, fuchtelte erst über ihm ein wenig rum und legte mich dann quer über seinen Rücken – hat ihn nicht tangiert.

Als Nepomuk am Putzplatz friedlich seine Möhren fraß, hob Barbie die obere Stange des Durchgangs zu einem anderen Offenstall runter und sprang über die untere Stange, um zu ihm zu gelangen. Blöd nur, daß dieser Paddock von drei Großpferden bewohnt wird, der erste näherte sich friedlich, wurde von Barbie angezickt; noch war die Lage ruhig, ich gehe mit Nepomuk durch den Paddock und hoffe, daß Barbie folgt.

Tut sie aber nicht, sondern gerät in Panik, als sich die zwei anderen Pferde nähern, galoppiert auf deren Weide, alle hinterher. Die zwei Nachbarn rechts kommen auch kucken, ui lustig, galoppieren ebenfalls am Zaun auf und ab, genauso wie Nepomuk (linke Weide).

Jetzt war guter Rat teuer, 7 wie verrückt rumgaloppierende Pferde, die sich gegenseitig immer wieder anstachelten, ich wartete also am Paddockeingang, bis Barbie mal aufnahmefähig war und rief sie. Sie kam dann auch angefetzt, unter Einsatz meines Lebens *g* habe ich hinter ihr blitzschnell mit dem Stromkabel gewedelt und so verhindert, daß der Dreier-Pulk ihr folgen konnte.

Barbie zurückgetan und den Durchgang mit einer weiteren Stange gesichert, ich werde den Bauern bitten, dort ein Stromkabel anzubringen.

Die Lage hat sich dann schnell wieder beruhigt, alle grasten nach 2 Min. wieder und schnaubten vor sich hin (hat ihnen wohl gefallen), bis auf meine zwei, die haben sich sofort in ihrem Unterstand versteckt.

Alle beteiligten Pferde waren an den Schultern naß geschwitzt, sie sind ja auch ca. 10 Min. vollen Galopp gelaufen, Barbie war es hoffentlich eine Lehre.

Meine zwei bekamen zum Schluß noch Müsli, heute haben sie ja wirklich eine Menge „gearbeitet“, so viel am Stück gerannt sind sie vermutlich noch nie.