13. September 2009

eine ereignisreiche Woche

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:36

Für Barbies Verletzung mußte der Tierarzt 3x kommen, spülen und spritzen (Penicilin), hat mich EUR 90,00 gekostet. Meine Pferde habe ich letzten Dienstag von der Herde getrennt, sie stehen jetzt zusammen im großen Unterstand, damit ist endlich Ruhe.

Vorgestern fasse ich mehr oder weniger zufällig an Barbies Mähnenkamm – weia, ziemlich hart durch Fettpolster. Nun ist auch klar, woher ihre doch eher brüchigen Hufe stammen und warum sie so „fühlig“ geht, IMHO erste Anzeichen einer Hufrehe. Gestern war der Tierarzt wegen der Wunde wieder da, nach seiner Aussage ist das Fett halb so wild, ab sofort ist trotzdem jegliches Müsli, Brot, Mais usw. komplett gestrichen – für beide. Es gibt nur noch Heu und die abgeknabberte Weide, außerdem Bewegung (für Barbie erst ab Dienstag, sagte der TA).

Mit Nepomuk war ich gestern auf dem Reitplatz, mir schliefen fast die Füße ein, so lahmarschig schlich er da rum, daher machte ich noch einen kleinen „Geländeritt“ ein Mal rund um die Ranch. Barbie ist ja eher hektisch und geht immer stramm voran, er ist gemütlich, komm ich heut nicht, komm ich morgen, ein bißchen flotter könnte er schon gehen.

Heute kam meine Nichte Lucia mit zum Reiten, Nepomuk gab wieder den faulen Sack, selbst mit Longierpeitsche war an ein längeres Stück Trab nicht zu denken. Lucia wollte unbedingt galoppieren, da er dabei noch nie gebockt hat (Longe), dachte ich, er wird brav sein.

Falsch gedacht, er bockte wie ein Rodeo-Pferd, bis Lucia unten war, glücklicherweise ist ihr nicht viel passiert. Ich hab mich dann drauf gesetzt, ersichtlich hatte er keinen Bock mehr, war schwer voran zu bringen, bis er sich irgendwann am Ausgang als Statue parkte.

Aber hallo, so nicht – abgestiegen, Zügel abgenommen und den faulen bockigen Esel laufen geschickt.  Galopp, mein Herr, ich habe ihn ordentlich über den Platz gescheucht, bis er auf mich aufgepaßt hat, anstatt seinen Kragen überall zu haben oder am Rand Gras zu knabbern.

Geht doch, am Schluß haben auf dem großen Platz Kommandos gereicht, um ihn im Galopp zu halten – wenn er will, kann er ziemlich flott sein. Nicht mal geschwitzt hat er, obwohl er das dicke Westernpad drauf hatte, für ihn war das ein Spaziergang.

Fakt ist, daß ich mehr mit den Pferden arbeiten muß, Barbie muß abnehmen, Nepomuk schadet es auch nicht. Aber gut, ich wollte ja immer reiten, jetzt besteht sogar Notwendigkeit.

Das faule Leben ist vorerst vorbei … für mich auch.