30. Oktober 2009

Mein Kampf mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:48

Heute war Barbie dran, nachdem mein Schlüsselbein kaum mehr Schmerzen verursacht.

Erst geputzt und schön gekämmt, baumlosen Sattel und LG-Zaum drauf und ab zum Reitplatz. Erst ein paar Runden follow up, das kann sie ja perfekt. Ich habe mir dann nen Stuhl geholt zwecks aufsteigen, erste Lektion für Barbie: stehen bleiben. Für mich eine Geduldsprobe, nach ca. fünf mal wegtreten blieb sie stehen und ich stieg auf.

Wir reiten ein paar Runden Schritt, Barbie ist mühsam, bleibt immer wieder stehen – so ohne Gerte habe ich kein Argument. Also steig ich ab, gehe mit ihr zum Putzplatz vor und beschließe, ein bißchen ins Gelände zu gehen.

Wieder Zickenterror beim Aufsteigen, zehn mal bleibt sie nicht stehen, irgendwann wurde ich etwas wütend, habe dann am LG-Zaum (nach unten) gezogen und laut geschimpft. „Steh“ versteht sie, aber wenn sie nicht will, probiert sie es immer wieder, sich durchzusetzen.

Irgendwann blieb sie stehen – harharr, gewonnen -, ich steige auf und wir reiten raus. Weit kamen wir nicht, Barbie zickt rum, stellt sich immer wieder in den Acker und verweigert jede Bewegung – ich hatte die Gerte vergessen. Also zurück zum Stall, mir eine Gerte geben lassen, in eine andere Richtung weiter. Barbie will nicht alleine weggehen, mandelt sich auf, mir wirds zu gefährlich. Wir drehen um, zurück auf den Reitplatz – das hat ihr nicht gepaßt, aber ich hatte ja die Gerte.

Zügel leicht aufgenommen, was Barbie mit Kopf schlagen quittierte, bis sie merkte, sie kommt mit ihrer Zickerei nicht durch. Und plötzlich lief sie, Schritt, Trab, Volten, Zirkel, alles linke Hand. Ich wechsel auf die rechte, aha, ihre schwache Seite, schon ging das Gezicke wieder los, aber ich setz mich durch und irgendwann hat sie sich abgefunden, daß sie heute nicht durchkommt.

Beim Absteigen rutscht der Sattel unter ihren Bauch, da muß ich mir was überlegen.

Im Stall zurück, scheuchte sie erst mal alle Pferde außer Nepomuk rum, wohl, um ihr Selbstbewußtsein wieder aufzufrischen *g*.

Barbie ist ein prima Pferd, wenn man ihr nix durchgehen läßt. Sie versucht immer, ihren Sturkopf durchzusetzen, da muß man extrem konsequent sein und ihr zur Not auch mal deutlich zeigen, wo Bartls den Most holt. Mir liegt das ja nicht so, ich habe ihr zu oft nen Finger gegeben und sie nahm die ganze Hand. Aber so kommen wir nicht weiter, leider, da muß ich an mir arbeiten.

28. Oktober 2009

abhauen und mit Vollgas durch den Acker

Filed under: Allgemein — admin @ 20:37

Schönes Wetter, ich plane einen gemütlichen Ausritt mit Nepomuk. Beim raus führen drängelt sich Barbie mit und beide traben von dannen. Ich hinterher, konnte Barbie den Halsriemen umlegen, allerdings ging sie nicht mit, den Führstrick hatte Nepomuk an seinem Halsriemen baumeln. Beide galoppieren davon, teilweise leider im Acker und der Bauer fährt ein paar Meter weiter Traktor – weia. Ich schimpfend hinterher, nachdem beide weit voraus sind, drehen sie um und fetzen mit Vollgas auf mich zu. Hui, da wurde mir anders, bin schnell hinter nen Pfosten, damit sie mich nicht umrennen. Nepomuk kriegt die Kurve (Heimweg) im vollen Galopp nicht so richtig, setzt sich auf den Hintern, das sah gefährlich nach einer Verletzung aus. War aber nix, die beiden laufen Richtung Stall, direkt zum Traktor des Bauern hin.

Bis ich da bin, ist der Bauer glücklicherweise wieder weiter weg, meine Pferde grasen. Nepomuk läßt sich nehmen, will aber nicht mitgehen, ich hab ihn angebrüllt und ihm zwei mit dem Strick verpaßt, dann ließ er sich brav zurückbringen.

Barbie ging freiwillig nicht mit uns mit, ich also mit Strick hin, schnall sie an, sag „komm, wir gehen“, sie läßt sich nicht stören. Zack hat sie auch zwei mit dem Strick drauf bekommen, mandelte sich dann kurz auf, aber ich ließ mich auf keine Diskussion ein – sie bekam noch eine übergezogen. Dann war Ruhe und sie ging brav mit nach Hause.

Mit Nepomuk ging ich anschließend mit Stallkollegen noch 1 Std. ins Gelände, ein Mal kurz Trab, sonst nur Schritt. Es waren Waldwege dabei, wo er kucken mußte, wo er hintritt – er ist nur 1x gestolpert, so langsam kapiert er, daß er aufpassen muß.

Barbie hat sich derweil aufgeregt, weil sie zurück bleiben mußte, sie hatte ziemlich geschwitzt, als wir zuruück kamen. Nepomuk dagegen, der 1 Std. mit Reiter unterwegs war, blieb trocken. Es liegt wohl an Barbies Übergewicht, daß sie schnell schwitzt, und an ihrem Charakter – sie regt sich leicht auf.

Zusammen frei raus dürfen sie nun nicht mehr, selber schuld. Und dem Bauern werde ich demnächst eine Flasche Wein schenken als Entschuldigung.

23. Oktober 2009

langer Ausritt mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:53

Heute war es diesig, aber trocken, ich war um 15.00 Uhr im Stall und traf zufällig Kathie (Pferd: Mira), wir beschließen, zusammen auszureiten. Die Reitbeteiligung von Movie (Appaloosa) ist auf dem Reitplatz, kommt an und schließt sich uns an.

Nepomuk ist total brav, wir traben auch ein Stück. Es dauert, bis er in Trab fällt und dann holt er auf, ihn etwas zu bremsen, hat mein Schlüsselbein gar nicht gemocht *aua*. Die anderen galoppieren abwechselnd, glücklicherweise macht Nepomuk keine Anstalten, mir unterm Hintern davonzurennen. Ein kurzes Stück Weg durch den Wald war anstrengend, weil Nepomuk öfters stolperte und ich ihn mit dem Zügel auffangen mußte, das war für meinen Bruch gar nix.

Nach 1,5 Std. waren wir zurück, es hat mir trotz gelegentlicher Schmerzen viel Spaß gemacht, ihm auch, denke ich. Er ist ein Verlaßpferd, dazu noch super bequem zu reiten, und er hat tolle Hufe, läuft also auf jedem Belag, ohne zu zicken. Er kann einen extrem langsamen Trab gehen, Schrittgeschwindigkeit, das ist echt genial zu sitzen.

Obwohl er gerade angeritten wird, kann er mit seinen 11 Jahren problemlos länger gehen, er ist ja schon lange ausgewachsen und Kraft hat er auch ne Menge.  Es sind ja auch nur ca. 60 kg (ich + Sattel), die er tragen muß, er hat Null geschwitzt trotz Teddyfell. Muskulatur für den Reiter muß er halt noch entwickeln, daneben Kondition für längere Trab- und/oder Gallopppassagen, mit der Zeit wird das schon.

20. Oktober 2009

Nepomuk wieder gesund, wir reiten aus

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:15

Mein Haflinger Nepomuk machte seit Mitte letzter Woche ein rasselndes Geräusch beim Atmen, ich fuhr jeden Tag hin, um ihm eine warme Mahlzeit (mit Kräutertee) zu bringen, außerdem bekam er Spitzwegerich-Hustensirup (Aldi, Tipp aus dem Haflinger-Forum), vorgestern war er wieder symtomfrei.

Heute schien endlich mal wieder die Sonne, ich gleich mittags in den Stall gefahren, Nepomuk kam sofort von der Weide gelaufen, alle anderen nicht – ein Zeichen!

Ich putze ihn also, sattel auf, dazu den LG-Zaum, ziehe mir die neue Sicherheitsweste an (wegen dem Bruch) und überlege, wie ich am besten aufsteige. Letztendlich nahm ich nen Stuhl und stieg wie gewohnt von links auf, das klappte prima – und ab ins Gelände. Er ist total brav, wird nur etwas nervös, wenn er einen Weg einschlagen soll, von dem aus er die Ranch nicht mehr sehen kann.

Das zweite Mal in seinem 11-jährigen Leben überhaupt, daß er einen Reiter trägt, er muß alle Hilfen noch lernen. Ich wollte ihn zu nichts zwingen, so daß wir eine sehr große Runde gegangen sind, bei der die Ranch immer in Sichtweite war. Er ging Schritt wie verlangt, ich muß ja erst mal meine Angst vorm Reiten wieder abbauen.  Ich war richtig stolz auf uns, als wir total entspannt wieder zurück waren, ich ritt in den Hof, bekam ihn aber nicht nahe genug an den Stuhl zwecks Absteigen. Das war jetzt ein bissi doof, außerdem wurde Nepomuk ungeduldig, ich mir also ein Herz gefaßt und rechts abgestiegen, so daß ich mich mit der rechten Hand am Sattel festhalten konnte.

Nepomuk bekam Mash mit Kräutertee, danach durfte er alleine raus, Gras vom Wegesrand fressen. Nach einer 3/4 Std. dachte ich, genug, ich muß ja noch Heu ausgeben. Partout wollte er nicht mitgehen, also ging ich alleine hinter in den Stall, um die Netze zu füllen. Kuckte zwischendurch aber immer wieder raus, ob er noch da ist.

Irgendwann kam er von alleine angerlaufen, ich ließ ihn rein, Heu war ja aufgefüllt.

Ich werde jetzt immer ausreiten, wenn das Wetter paßt, am besten, anfangs mit anderen, damit er sich in den Wald traut. So nach und nach kann ich ihm dann ein paar Hilfen beibringen und wenn ich wegen meinem Bruch nicht mehr unsicher bin, wird auch mal galoppiert.

17. Oktober 2009

Freie Pferde

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:59

Heute war es wieder mal soweit, beide bekamen ein Halfter drauf und ich hab sie frei gelassen – das ist für beide wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Draußen steht am Wegesrand ja Gras, Löwenzahn usw. , auf der Weide gibt es nix mehr. Eine Reiterin kam vorbei, ich „die tu nix“ *hihi*, war völlig problemlos. Später kam ein Bauer mit großem Anhänger, ich glaube, das sind seine Felder rundrum – er ist aber ein netter. Barbie ist ein bißchen durch den Acker galoppiert, als er vorbei fuhr, suchte dann aber wieder Nepomuks Nähe, dem Traktoren ja wurscht sind. Nach einer 1/2 Std. machte ich ihnen ihr Zusatzfutter zurecht, bin mit einer Schüssel hinter gelaufen, hab sie Nepomuk gezeigt und flugs ging er mit mir zurück zum Offenstall. Als Barbie bemerkte, er geht, kam sie im Galopp hinterher, vor dem Stall bekam dann jeder seine Ration. Barbie war zuerst fertig, angehangen und reingeführt, anschließend ihn.

Jetzt stehen sie oft am Ausgang nach dem Motto „könnten wir nicht ein bissi draußen rumlaufen?“ und weil ich weiß, es ist das Höchste für sie, lasse ich sie manchmal. Unglaublich, wie brav sie draußen sind, bleiben in der Nähe und wenn ich komme, um sie heimzuführen, lassen sie sich brav anhängen.

Ich finde es toll, wenn Pferde mal frei sein dürfen, Nepomuk schmeißt sich gerne in einen frisch umgepflügten Acker und Barbie macht Bocksprünge.  Reiter werden ignoriert, Hunde und Autos sind sie eh gewohnt, mit Traktoren hat es Barbie nicht so, sie gerät aber dadurch nicht in Panik.

Später habe ich mich auf ne Kiste in den Offenstall gesetzt, um zu beobachten, ob Nepomuk noch „rasselt“, immer wieder kamen meine Pferde an, um sich streicheln zu lassen, vor allem Nepomuk.  Es ist komisch, man reicht sitzend dem Pferd bis zur Brust, man ist ihm eigentlich hilflos ausgeliefert, es kommt und streckt einem den Kopf hin.

Ich lieb die beiden und sie mich :-), sie gehören zur Familie Schulz – die dicke Barbie und der Schubberer Nepomuk.

16. Oktober 2009

Fertig mit Krankengymnastik

Filed under: Allgemein — admin @ 22:13

6x war ich da, gebracht hat es mE kaum was. Die letzten Male wurde hauptsächlich massiert, was ich eh nicht mag, schon gar nicht nach einem Bruch. Schmerzen, manchmal hätte ich schreien mögen, hab mich aber nicht getraut. Das war die erste und letzte Krankengymnastik in meinem Leben, gebracht hat sie mE kaum was. Ja gut, ich wurde immer wieder auf die Schonhaltung ==> verspannte Muskeln hingewiesen, ich frag mich nur, wie das bei Leuten ist, die konservativ behandelt werden und 6 Wochen den Arm als „Rucksack“ tragen müssen.

Jedenfalls bin ich froh, daß keine Massage mehr über mich ergehen lassen muß, ums Bewegungstraining kann ich mich auch selbst kümmern.  Fast EUR 20,00 mußte ich zuzahlen, die Krankenkasse hat EUR 80,00 gezahlt – es war das Geld nicht wert.

7. Oktober 2009

Meine Pferde machen mich fertig

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:17

Heute habe ich Nepomuk den neuen baumlosen Sattel draufgetan (leider ist der Kurzgurt minimal zu lang) und ab ins Roundpen. Ach zu meine Güte, erst muß er drei mal scheißen, dann scheint jeder Schritt eine Qual zu sein – am Sattel lag es nicht, er IST so.

Also ohne Arbeit wieder raus, am Putzplatz Probe gesessen (über einen Stuhl aufgestiegen) – der Sattel ist ungewohnt, aber bequem. Nepomuk vor der Ranch geparkt, weil er so gierig auf Gras ist, nach ca. 3/4 Std. zurück in den Stall befördert.

Als Kathi kam, um ihren Hafi Mira zu holen, ging ich mit, beim Rausführen entwischte uns Poldi (Junghafi). Ich also Barbie frei gelassen; als wir Poldi zurücksperren wollten, ist dann noch Hope (Jung-Paint) entwichen. Ich also nen Eimer mit Müsli geholt, damit ich Hope aufhalftern konnte, das klappte sogar. Währenddessen hatte Kathi Mira festgebunden und Poldi einen Strick umgemacht, Nepomuk wollte auch die ganze Zeit raus – wie die Irren heute.

Poldi und Hope haben wir glücklich zurückgebracht, Barbie stand derweil irgendwo und war am Gras saugen, sie ließ sich aber netterweise sofort einfangen, obwohl eine Reiterin vorbeikam und ich schon dachte, es gibt Zoff.

Sodele, alles wieder im grünen Bereich, Barbie aufgesattelt – ich wollte sie auf dem Reitplatz laufen lassen. Durch join up und follow up ist das aber nicht so einfach, sie klebt an mir, irgendwann ist sie doch drei Runden gelaufen – ein bissi buckeln und rumspinnen wie üblich. Ich stand mit der Longierpeitsche da, um zu verhindern, daß sie mir wieder auf den Pelz rückt.

Und was macht die Dame, nachdem sie keinen Bock mehr hatte? Stehenbleiben, vorne hoch, hinten hoch, wiehern – sie hat mich wieder weichgekocht, ich mußte grinsen und hatte verloren. Fortan klebte sie wieder an mir, hab noch ein paar Übungen mit ihr gemacht, die sie perfekt ausführte, war eh klar.

Bewegt haben sich die zwei Pferde kaum, ich habs irgendwie nicht drauf.