29. November 2009

Ausritt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:04

Die Kinder sowie deren Mütter waren heute wieder dabei, wir wollen ausreiten. Der Stallbesi hatte die Weiden aufgemacht; als ich komme, steht ihr Frückstücksmüsli, was ihnen Elisabeth netterweise täglich gibt, unberührt da – läuft ja nicht weg :-). Wir holen Barbie und Nepomuk von der Weide, beide gehen brav mit, putzen, satteln, los geht es.

Ich nehme Barbie, Moni Nepomuk. Unglaublich, Barbie läuft wie am Schnürchen, reagiert auf jeden Schenkeldruck und jede Parade sofort – ist schon toll, was 2 Std. Beritt alles ausmachen. Wir traben am Wald lang, Barbie geht Erster und läuft ruhig. Der Reiter auf Nepomuk wechselt anschließend, nun ist Lucia dran, Moni führt.

Wir wollen links abbiegen auf die Schotterstraße, was Barbie nicht gefällt. Letzte Woche wurde sie ja öfters geritten, ich vermute, sie ist ziemlich fühlig an den Hufen. Plötzlich dreht sie sich um und galoppiert in den umgepflügten Acker (nicht eingesät), aber ohne zu buckeln.

Kurz habe ich überlegt, sie mit Gas durch den Acker zu galoppieren, verwarf den Gedanken aber schnell wieder. Nepomuk wäre sicher hinter hergerannt und hätte meine Nichte runtergeworfen.

Dieser Acker wäre ideal zum Galoppieren;  durch den weichen Boden kostet es Barbie sehr viel Kraft, dort zu laufen, was verhindert, daß sie ein irres Tempo geht und buckeln kann.
  
Ich habe sie also durchpariert und beschließe, sie neben dem Weg in einer Ackerfurche / Traktorspur gehen zu lassen. Schritt kostet auch ne Menge Kraft, aber die hat Barbie ja, sie geht einen schnellen Schritt, Nepomuk lassen wir weit hinter uns. Es kommt ein Grasweg, den geht sie gerne, das letzte Stück bis zum Stall ist wieder Schotter angesagt, der sie alleine vom Ansehen nervös macht.

Na gut, gehen wir halt wieder in einer Ackerfurche, man kann mit wenig ein Pferd glücklich machen :-). Am Mittwoch kommt die Huforthopädin, anschließend stehen beide 14 Tage, weil ich in Urlaub fahre. Zeit für Barbies Hufe, nachzuwachsen.

Jeder bekommt sein Irish Mash, im Offenstall zurück entdecken sie ihr Frühstück, ich passe auf, daß jeder das richtige frißt. Danach sind beide sofort auf die Weide, Heu interessiert nicht. Vermutlich gehen die nicht eher rein, bis sämtliches Gras ratzeputz zusammengefressen ist. Die mittlere Weide war ja länger gesperrt, meine standen bis zur Schließung der Weiden mit den Hafis nebenan zusammen und hatten die hintere Weide, danach folgte die Trennung.

Ich bin glücklich, daß es unseren Pferden so gut geht. Der Beritt für Barbie bringt sehr viel, die nächsten Male ist dann Lucia dabei, Conny erklärt ja immer einiges. Barbie wird das Pferd von Lucia, dann kann ich mich ganz auf Nepomuk konzentrieren.

27. November 2009

Barbie in Beritt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:02

Heute war die zweite Stunde, Conny hat mir gezeigt, wie man Barbie korrekt (frei) longiert. Damit sie von einem weggeht, bekam sie eine mit der Peitsche auf den Hintern, anders geht es wohl nicht. Dann wurde Barbie von ihr geritten, Schritt und Trab, Galopp kommt erst später. Bis Barbie angezeigt hat, sie will nicht mehr – am Anfang soll man das Pferd nicht trietzen, sagt Conny, und hat damit natürlich Recht.

Nach meinem Urlaub geht es dann weiter mit drei Std. Beritt, danach müssen wir mal sehen, wie weit meine Nichte mit ihrer Ausbildung ist. Auf ein unerfahrenes Pferd einen Anfänger setzen ist halt die schlechtmöglichste Kombination, Nepomuk kann allerdings auch nix und ich bin kein supertoller Dressurreiter.

Irgendwie werden wir das schon hinkriegen, denke ich, kommt Zeit, kommt Rat.

Das neue Futter Equigard riecht sehr angnehm, als ich den Sack mit der Schubkarre ins Häusl brachte (kann noch nicht so schwer heben), sind meine Pferde draußen rotiert – die haben das natürlich gerochen. Jeder bekam zum Test eine kleine Portion, scheint zu schmecken, prima.

Barbie bekam nach der Arbeit noch eine Portion mit 2 Möhren, die Karotten hat sie als letztes gefressen. Da Karotten mehr Zucker und Stärke haben als unser neues Müsl, spare ich mir die zukünftig.

Für Nepomuk habe ich nun ein Heunetz im Stall aufgehangen, ich bin gespannt, ob das genutzt wird – eigentlich reicht ja das Großraum-Heunetz. Die Fütterung der beiden ist nun optimal, Heu haben sie fast 24 Std., früh bekommen sie 50 gr Mineralfutter mit ein wenig Müsli, sie das kalorienreduzierte Equigard und er das Freizeitmüsli. 1x pro Woche Irish Mash, möglichst nach Arbeit, ansonsten Müsli.

Barbie und Nepomuk ging es vermutlich noch nie so gut wie jetzt: sie haben eine ausreichend großen 4-seitig geschützten Unterstand für sich alleine mit Stroh. Der Paddock ist groß uns bestens befestigt, so daß sie nie im Matsch stehen. Heu steht fast 24 Std. zur Verfügung, daneben gibt es früh ein bissi Müsli. Sie haben regelmäßig Ansprache, werden geputzt und 1 – 2 Mal die Woche bewegt. Ein schöneres Leben kann man als Pferd nicht haben, sie werden umsorgt und müssen im Vergleich zu anderen sehr wenig arbeiten.

25. November 2009

es tut sich was

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:12

Heute war ich schon vor zwei im Stall, hab mir Nepomuk geschnappt und bin eine kleine Runde ausgeritten. Alleine rausgehen mag er nicht, ständig wollte er zurück laufen, ich habe es aber nicht erlaubt. Zurück auf der Ranch ging ich noch mit ihm auf den Reitplatz, mühsam, Lust zu laufen hatte er keine. Nachdem er sich derzeit wieder ein wenig schubbert, habe ich nicht zu lange gemacht.

Conny, die Bereiterin für Barbie, kam schon 1/2 Std. früher als vereinbart, ich führe Barbie gerade aus dem Offenstall. Schwups zieht sie sich den Halsriemen über den Kopf und haut ab bis zum Grasweg. Ich hole sie wieder, sie will natürlich nicht mitgehen, erst als ich ihr eine mit dem Strick verpasse, überlegt sie es sich anders. Conny longiert Barbie erst frei im Roundpen, Barbie muß ganz schön laufen – schadet nicht. Danach Führübungen auf dem Reitplatz, anschließend Reiten. Barbie ist brav, hat schon keine Kondition mehr, daher wird bald Schluß gemacht.

Sie bekommt ein bißchen Müsli, 1 Apfel und 2 Karotten Conny meint, Barbie wäre nicht besonders dick – ich staune. Im Mähnenkamm ist das Lympfsystem, durch Kneten wir der Kamm beweglicher. Hengste sammeln Fett im Kamm, Barbie auch, das ist eine Reserve. Ansonsten hat sie kaum Fettpolster, sie ist ein barocker Haflinger, den man mit Sporthafis nicht vergleichen kann.

Ich habe ihr nun St.Hippolyt  Equigard  bestellt, ein spezielles Futter für übergewichtige Pferde; wenn sie arbeitet, muß sie schon eine Belohnung bekommen. Nepomuk soll das Marstall Freizeit Müsli auffressen, das ist eiweißarm, danach kaufe ich ihm dann ein Spezialfutter für Ekzemer. 1x pro Woche bekommt jeder 1 Liter Irish Mash zwecks guter Verdauung.

An Heu bekommen sie täglich früh und abends je 18 kg in ihr Großraum-Heunetz, wenn nix mehr da ist, fressen sie Stroh. Wenn ich mittags komme, fülle ich ihr Heu mit 9 kg auf, damit der Zurückbleibende Beschäftigung hat und nicht ständig wiehert, das klappt gut. Es ist enorm, was die beiden an Rauhfutter wegputzen können, bei Dauerheu würde jeder wohl bei ca. 25 kg am Tag liegen. Wenn ich da bin und meine abends füttere, mach ich ihr Heunetz nun immer richtig voll, ca. 22 kg, die Nacht ist ja lang.

Trotzdem wird der Bauchumfang geringer, Nepomuk ist bald der Gurt mit 1,20 m zu lang, für Barbie (die heute auch den VS-Sattel bekam) reichte der 1,20 m Gurt heute auch, früher war der wesentlich zu kurz.

Freut mich, daß sie trotz quasi Dauerheu nicht dicker werden und trotzdem Tag und Nacht Beschäftigung haben mit dem Rauszupfen aus dem Heunetz.

Ihr Fell ist schön und glänzend, Barbies Hufe sind durch das Mineralfutter besser geworden, es bricht kaum mehr was raus. Nepomuk hat ja schon immer extrem gute Hufe, liegt wohl auch an den Genen.

Wir haben nun Lamellen an den Stalleingängen, als ich heute kam, stand Nepomuk drinnen, vermutlich wegen der elenden Mücken. Ich habe ihm daher nen Sack Heu reingestellt, bis abends war davon einiges weg. Ich werde ihm ein (kleines) Heunetz im Stall aufhängen, quasi als Notration, man weiß ja nie, wie das Wetter wird.

Ab Frühjahr kommt das Großraum-Heunetz dann in den Stall, Nepomuk ist ja so schlau und stellt sich (auch alleine) rein, wenn die Insekten ihn plagen. Gras soll er eh kaum fressen, er braucht den Sommer über immer Heu. Na, wir werden das schon organisieren, damit es ihm möglichst gut geht.

23. November 2009

Barbie ist bockig

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:12

Heute war es ziemlich windig, die Fahnen am Reitplatz flatterten stark und Barbie suchte ihre Grenzen.

Anfangs bleibt sie nicht stehen zum Aufsteigen, entweder geht sie vor oder weicht mit dem Hinterteil aus – so eine Zicke. Endlich sitze ich im Sattel, wir gehen linke Hand, alles prima, ich wechsel auf die rechte, aus dem Schritt raus macht sie urplötzlich einen Galoppsprung und fängt das Buckeln an. Aber ich war präsent, hielt die Zügel kurz und zog ihr eine mit der Gerte über. Der Schmerz am gebrochenen Schlüsselbein war enorm; wenn Barbie mit ihrem Hengsthals nach unten zieht, braucht man schon einige Kraft, um dagegen zu halten. Die Narbe schaut auch nicht gut aus, ziemlich entzündet, komisch.

Wir traben rechter Hand auf dem Zirkel, sie versucht auf die linke zu wechseln, ich lasse das nicht zu, Barbie kann ganz prima seitlich traben, stelle ich dabei fest. Der nächste Buckler folgt, Madame ist stinkig, weil es nicht nach ihrem Willen geht. Gut, traben wir ebend Volten, fünf, sechs, sie soll ruhig merken, daß ich am längeren Hebel sitze.

Wir gehen wieder linke Hand, sie galoppiert unerwartet an und bockt, sie will es noch ein drittes Mal wissen – Gerte. Leider ist dabei der baumlose Sattel verrutscht, kein Wunder bei ihren Bocksprüngen, ich beschließe, aufzuhören.

Wenn Barbie will, kann sie alles, wenn sie keinen Bock hat, versucht sie einen abzusetzen. Heute war eine Reitlehrerin/Bereiterin im Stall, wir haben eine (Probe)Stunde vereinbart (Beritt). Ich hoffe, sie treibt Barbie die Flausen aus und bringt ihr Dinge wie die Hilfen zum Angaloppieren bei.

Wenn alles klappt, werden meine Nichte Lucia (die reiten lernen will) und ich wöchentlich eine Reitstunde bei ihr nehmen, in den Ferien evtl. mehrere. Lucia mag ja Barbie lieber, ihr gefällt „rund“ besser, ich nehme Nepomuk und wir können bald nett zusammen ausreiten. Was die beiden Hafis freuen würde, sie lieben sich ja und zusammen sind sie unterm Sattel auch brav.

20. November 2009

Geweint vor Glück (Pur)

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 20:06

9 Wochen und 2 Tage ist meine Operation her, das Wetter ist mit 16 Grad angenehm, es scheint die Sonne und ich beschließe, mein Motorrad, was locker schon 11 Wochen steht, zu bewegen. Nehme die neue Held-Jacke, die ich im Sommer gekauft habe, uii ist die bequem und kuschelig.

Bugsiere die F also rückwärts aus der Garage und bemerke Betonfarbe auf dem Vorderreifen, die ich mit dem Messer notdürftig abkratze, der Rest fährt sich sicher runter.

Schließe mein Navi an, drück den E-Starter und höre ein erstickendes Röcheln kurz vor dem Versterben. Mei, die Batterie ist Original und damit 5 Jahre alt, ich habe sie während der Standzeit mal über die Bordsteckdose aufgefrischt,  wäre echt gemein, wenn die jetzt aufgibt. Nochmal kurz gedrückt, ein leichtes Husten des Motors, mir fällt das Navi ein, ausgeschaltet und ein drittes Mal gedrückt.

Die Batterie scheint in den letzten Zügen zu liegen, aber es reicht, die F springt an – BMW, Freude am Fahren; paßt.

Ich nehme meine Stammstrecke, die ersten drei Kreisverkehre fühlen sich noch komisch an, danach hatte ich wieder einigermaßen Gefühl fürs Motorrad. Die Oeltemperatur hat inzwischen fast 80 Grad erreicht, ich komme durch den Wald, gleich mal überholt und mit 130 km/h dahingefahren, ein schönes Gefühl, wieder auf zwei Rädern unterwegs zu sein.

Ein kurzer Abstecher zu den Pferden, die nasse und erdige Schotterpiste zur Ranch saut die F ziemlich ein, jetzt schaut sie nach Geländeeinsatz aus *g*.

Die BMW springt sofort wieder an, zurück mache ich an jeder Ampel einen Kavalierstart, freu mich und  fahre ich das letzte Stück über die AB. 160 km/h, mehr ließ der Verkehr nicht zu, das Navi spielt „geweint vor Glück“ von Pur, ich singe mit und bin glücklich, daß ich endlich wieder fahren kann.

Zuhause halte ich auf der Straße, um die Garage zu öffnen, und paß nicht auf, der Lenker ist minimal nach links eingeschlagen, Gamay will sich blitzartig ablegen. Das hätte mir gerade noch gefehlt, halte sie, was einen schmerzhaften Stich am Bruch verursacht. Ist aber kein Problem, der Bruch ist ja seit 1 Woche wieder belastbar, kann also nix passieren.

Wenn man nicht fahren kann, merkt man erst, wie sehr einem das fehlt.

18. November 2009

schöner erster Ausritt mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:03

Heute waren meine Nichte Lucia, ihre Freundin Moni und deren Mutter Isolde mit bei den Pferden, wir beschließen, auszureiten. Moni, die schon länger Unterricht nimmt, bekommt Nepomuk, der mit Halfter läuft, ich nehme Barbie mit LG-Zaum.

Gleich zu Anfang zickt Barbie kurz, ich setz mich durch, dann ist Ruhe. Wir reiten in den Wald und traben ein längeres Stück, beide Pferde sind brav. Später wechseln wir denn, Moni nimmt Barbie, leider sind die Steigbügel (Fender) zu lang und lassen sich nicht kürzer einstellen, Lucia, die erst reiten lernt, bekommt Nepomuk. Getrabt wird auch, dabei führt Isolde Nepomuk, zur Sicherheit.

Auf einer Wiese halten wir, um Barbie den Sattel gerade zu richten, die Pferde fressen. Sie dort wieder wegzubekommen, war ein bissi schwierig, man muß sich halt durchsetzen und das haben die Kinder noch nicht so drauf.

Als wir aus dem Wald kommen und die Pferde die Ranch sehen, nimmt Barbie den direkten Weg durch den frisch gepflügten Acker, Nepomuk läuft anfangs brav am Waldrand lang, bis es ihm reicht und er auch den Acker nehmen will, Lucia steigt schnell ab.

1 1/2 Std. waren wir unterwegs, Pferde sehr brav, keiner runtergefallen, ein prima Anfang.

Barbie war danach total durchgeschwitzt, Nepomuk so gut wie gar nicht. Vermutlich liegt das an ihrer Nervosität und ihrem Übergewicht. Abschwitzdecke drauf, die nach einer 1/2 Std. sehr feucht war, wir haben Barbie dann mit Stroh abgerieben. Heute hatte es ja 15 Grad, da wird sie sich ja kaum erkälten.

15. November 2009

Barbie zeigt, was sie kann

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:48

Barbie geputzt, ich finde sie ja sehr hübsch. Heute die lederne Satteldecke aufgelegt, damit der Sattel nicht rutscht – klappte prima.

Beim Aufsteigen gab es ein kurzes Gezicke, drei Mal habe ich sie neu hingestellt, dann stand sie wie ein Einser.

Barbie läuft nen schnellen Schritt, man merkt richtig, daß sie vor Kraft und Energie fast platzt, wir üben Hufschlagfiguren, sie arbeitet hervorragend mit.

Antraben, Barbie hat es eilig, ich bleibe problemlos auf dem Zirkel, nehme Tempo zurück, schneller, langsamer, schneller, aus dem Zirkel wechseln, Volte, Barbie steht super am Zügel und ich staune.  Schritt, Trab, Schritt, Halt, Barbie reagiert auf Schenkel und Paraden, als ob sie es mit der Muttermilch aufgesogen hätte.

Mit der Zeit schmerzt mein Bruch immer mehr, daneben die Muskulatur, die erst wieder langsam aufgebaut werden muß … man soll ja aufhören, wenn es am Schönsten ist :-).

Später lasse ich Barbie und Nepomuk auf die Weide, im Nachbarstall kam ein neues Pferd an und es wird wild galoppiert. Mit Vollgas und viel buckelnd rennen meine ein paar mal auf und ab, Barbie läßt sich immer wieder von Nepomuk animieren, er hängt sie stets locker ab.

13. November 2009

Schluß mit Verarsche

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:27

Ich habe mich entschlossen, bei den Pferden beim Reiten härter durchzugreifen. Mein Bruch zwickt gelegentlich noch, Schmerzen habe ich öfters durch die am Knochen angewachsene Narbe, aber das darf keine Entschuldigung sein.

Also Nepomuk geholt und geputzt, Hufe auskratzen ging auch, allerdings muß das Pferd den Huf halten, sobald es darauf Gewicht legt, muß ich den Huf runterlassen. Nepomuk hat das gut gemacht, ein paar Mal mußte ich loslassen, aber wir kamen ans Ziel.

Den LG-Zaum habe ich auf leichte Hebelwirkung umgestellt und Arbeitszügel angeschnallt, die kann einem das Pferd nicht so leicht aus der Hand ziehen.

Auf zum Reitplatz aufgestiegen mit Stuhl, ohne traue ich dem Bruch noch nicht zu. Nepomuk macht wieder auf faul, am Ausgang stehen bleiben, auf mit der Gerte touchieren reagiert er nicht – na gut, Klaps. Wir reiten viele Hufschlagfiguren im Schritt, dann antraben. Erst rennt er, dann will er nicht mehr, aber nicht mit mir: Gerte, vorwärts, auf den Zirkel gehen, durch die ganze Bahn wechseln usw., ich hab mich nicht geschont.

Und dieses Mal habe ich gesagt, wann wieder Schritt gegangen wird, nicht er. So macht das dann auch Spaß, er ist prima gelaufen.

Barbie kommt nächstes Mal dran, die wird auch noch katholisch :-).

10. November 2009

Spaziergang mit der Dicken und was sonst noch los war

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:57

Erst mal mußte ich ne Zeit hin arbeiten, um Barbie vom gröbsten Dreck zu befreien – sie hatte sich total eingesaut (inkl. Mähne). Huf auskratzen habe ich erstmalig wieder probiert nach meiner Operation, bin da noch etwas ängstlich und Barbie ist nicht das geeignete „Objekt“. Als ich ihr hinten links (ihr „schwierigster“ Huf) den Dreck vom Huf schabe, damit ich den Kranz einfetten kann, zieht sie auf ein Mal weg und ich bekomme fast nen Herzinfarkt, so habe ich mich erschrocken.

Kathie will mit mit Fohlen Poldi ein bissi spazieren gehen, ich schließe mich ihr an, mache Barbie den LG-Zaum drauf und los gehts. Barbie ist nervös und ich auch, kann ich sie halten? Am Anfang versucht sie, zu fressen – ich sag deutlich „nein“ und zu Strafe zieh ich ordentlich am LG-Zaum. Drohe ihr an, nächstes Mal mit Hengstkette zu gehen oder gar Gebiß, wenn sie weiter bockt oder sich aufmandelt.  Plötzlich ging es, sie war brav, unterließ weitestgehend die Fressversuche und versuchte nicht mehr, mich rumzuziehen.

Na also, geht doch, zur Belohnung durfte sie auf das Kommando „fressen“ ein paar Grasbüschel abzupfen am Stall, das muß reichen, sie muß ja dringend abnehmen.

Später kam dann Elisabeth (Frau von Peter) in den Stall, die ziemlich sauer auf mich war wegen meines gestrigen Blog-Eintrages, den ich heute geändert habe, weil er mißverständlich war. Sie warf mir vor, ich würde meine Pferde mästen (wegen dem Mash), sie möchte nicht schuld sein, wenn Barbie Rehe bekommt, daher will sie meine früh nicht mehr füttern (100 gr Müsli + 50 gr Mineralfutter, welches sie ohne Müsli nicht fressen).

Mich machte das traurig, wir haben uns doch immer gut verstanden und ich habe ihr gestern Pralinen geschenkt als kleine Aufmerksamkeit, weil sie so zuverlässig meine Pferde füttert.

Barbie ist zu dick, sie bräuchte viel mehr Bewegung, aber ich kann zwei Pferde nicht täglich bewegen. Wegen dem Bruch standen beide 2 Monate, ich habe niemanden gefunden, der bereit gewesen wäre, sie zu reiten.

Ich würde doch nie Elisabeth dafür verantwortlich machen, wenn Barbie krank wird, nur weil sie nach meiner Anweisung füttert.

Peter hat heute früh den Stall umgebaut, meine zwei stehen nun wieder zu zwei alleine, wie bei ihrem Einzug auf der Doier Ranch. Hauptgrund ist, daß Barbie und Nepomuk anscheinend gerne alle vier Heuneutze blockieren, so daß sich kein anderes Pferd mehr hintraut.

Ich habe Bilder vor Augen, als ich die ca. 2 m lange Futterraufe füllte und sechs Pferde einträchtig nebeneinander standen und gefressen haben. Oder ich das riesen Heunetz mühsam füllte kurz nach meiner Operation, es rauszog und am Boden liegen lassen mußte, weil ich es nicht aufhängen konnte. 6 Pferde haben sich drauf gestürzt und daraus einträchtig gefressen.

Aber evtl. liegt es daran, daß wenn ich da bin, meine Pferde sich nicht erlauben, andere anzugiften. Ich dulde das nicht, oft genug standen andere mit meinem an einem Heusack ohne jedes Problem. Da steht der kleine Poldi neben der Barbie und frißt, er muß sich halt nur trauen.

Ich wünsche mir, daß meine Pferde in einer Herde leben  können, es liegt nicht an den Pferden, es liegt an uns.

Überdachte Heuraufe auf den Paddock, Heuballen rein und Schluß, das wäre die ideale Lösung und viel weniger Arbeit.

9. November 2009

zwei renitente Haflinger

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:34

Heute sollten die Hafis zusammen auf dem Reitplatz laufen, ich also beide gleichzeitig rübergeführt, das klappte. Gelaufen sind sie dann super, galoppiert wie die Irren :-), schön anzuschauen.  Zur Belohnung gabs für jeden Irish Mash, beim Zurück führen in den Stall riß sich Barbie los. Nepomuk war auch nicht mehr zu halten, beide stoben durch den Acker unseres Stallbesi (der zusah) davon.  Ich also ein bissi Müsli geholt, Barbie ging auch brav mit bis fast zum Stall, dann haute sie mir erneut ab. Für sie kein Problem, sie kennt ihre Kraft, zur Not würde die mich locker hinter sich herschleifen.  Also zuerst Nepomuk geholt, der relativ brav mitging, dann zur Dicken, die ein ganzes Stück weit weg stand und graste.

Beim Zurück führen rennt sie vor, na, mir egal, Hauptsache, die Richtung stimmt. Auf der Wiese neben der Koppel bleibt sie stehen, ich schnappe den Strick und Madame stellt auf stur, sie will nicht mitgehen. Drei Mal habe ich ihr den Strick draufgehauen, dann hatte sie es sich anders überlegt.

Am Wochenende gab es einen Unfall im Stall. Dani füllte gerade das Großraum-Heunetz auf, an dem Hope (Paint) stand, als meine zwei Hafis ankamen. Hope schlug mit dem Kopf und traf Dani, deren Nase nun angebrochen ist.

Peter, der Vater von Dani, hat nun den Stall umgebaut: meine haben die erste Box, die zweite und dritte ist für Hope, Poldi und Mira (Peters Pferde) gedacht und absperrbar. Zum Füttern (Heu) werden sie getrennt, Peter sperrt seine zwei und Hope nachts ein, früh nach dem Füttern dürfen sie dann wieder raus, Paddock und Weide bleibt gemeinsam.

Meine zwei möchte ich nachts nicht einsperren, bin aber nun froh, daß die Unterstände getrennt wurden – für die anderen Pferde sicher besser.