29. Dezember 2009

mein Plan im Kampf gegen das Sommerekzem

Filed under: Allgemein — admin @ 03:14

Nachdem Nepomuk letzten Sommer stark leiden mußte, bin ich auf der Suche nach Vorbeuge- und Behandlungsmöglichkeiten. Bisher plane ich folgendes:

1. er braucht eine möglichst fliegendichte Box.  Entweder wird die Box nebenan, die einen ungeschützten Eingang hat, mit Lamellen zugemacht (das würde ich natürlich zahlen), oder ich mache die eine Seite im Stall, die offen ist, mit Brettern zu (hab mir endlich mal nen Akkuschrauber gekauft).
2. Gras wird stark rationiert, die Weide alle paar Tage neu abgesteckt, für ihn wird ausreichend Heu im Stall gefüttert.
3. ab April muß er durchgehend seine Ekzemerdecke tragen, ich kaufe noch eine zweite zum Wechseln, falls ich eine nähen muß, sowie Fliegenabwehrspray 
4. er bekommt ein passendes Müsli und dazu noch möglichst 3x am Tag (kann ich vorbereiten, auf Brot oder Zucker) das ägyptische Schwarzkümmelöl
5. er wird mit Regividerm behandelt, Aldi-Lotion (wird im SE-Forum sehr empfohlen) sowie Psorimed, falls der Juckreiz ausbricht.
6. kein Streß.
7. klassische Homöopathie

Er mag die Pferde im Nachbarstall ja, sie standen ja auch eine Zeit lang beisamen, er ist ja sehr sozial. Barbie mag nur die Mira (auch Hafi), als wir letztens vom Spaziergang zurückkamen, kam Mira extra auf die Koppel gelaufen, Barbie wollte unbedingt Nase mit ihr reiben – komischerweise verstehen sich die beiden Stuten.

Mira ist zu den zwei Kleinen, die mit ihr stehen, auch nicht giftiger als meine zwei, für Nepomuks Seelenfrieden ist es sicher gut, wenn er nicht nur mit Barbie steht.

Die Box meiner Pferde hat aber nur einen Eingang, wenn da mal ein Kleiner drinnensteht und Barbie im Eingang steht, was passiert dann?

Vermutlich gar nichts und ich mache mir zuviele Gedanken, solange sie in der Türe steht, kann sie ihn nicht schlagen, geht sie rein, kann er raus – ist ja genug Platz.

Eigentlich mögen sich alle fünf Pferde gerne, Nepomuk sollte halt keinen Streß haben, Poldi (kleiner Hafi) auch nicht, dem schlägt das auf die Lunge.

Weidemanagement ist einfacher mit 5 Pferden als mit zwei und drei, wir werden das schon hinkriegen.

Mir ist wichtig, daß mein Nepomuk mal einen Sommer ohne Juckreiz und Schubbern erlebt, ich bemühe mich, hoffentlich klappt es.

26. Dezember 2009

Hafi-Weihnachten

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:15

Lucia und ich waren beim schönstem Sonnenschein und ca. 3 Grad um 15.00 Uhr im Stall, zur Begrüßung gabs Äpfel und Karotten für die Hottis, dann ging es raus zum Spaziergang, Lucia ging mit Nepomuk voraus. Beide Hafis waren sehr brav, man merkte ihnen aber an, daß sie rennen wollten. Wir gingen zu einer Scheune, wo es rundrum etwas Gras gab, dort durften beide fressen. Aufgeregt wie kleine Kinder an Weihnachten, sie konnten ihr Glück kaum fassen: Gras.

Als sie sich beruhigt hatten, gingen wir noch ein Stück weiter und ließen die Pferde dann frei. Beide haben sich im nächsten Acker hingeschmissen und sich total eingesaut, dann ging es im gestreckten Galopp weiter, leider in die falsche Richtung. Ich habe sie gerufen, Barbie hat sofort kapiert und ist Richtung Stall abgebogen, Nepomuk hinterher.

Wie die beiden im gestreckten Galopp ankamen, im Hintergrund der Sonnenuntergang, das war ein Bild für Götter, leider hatte ich keine Digikam dabei. Nepomuk überholt Barbie, gegen ihn hat sie keine Chance, sogar Mühe, dranzubleiben. Auf dem Grasweg Richtung Stall blieben sie stehen zum Fressen. ich wußte das, kenne sie ja.

Nach 15 Min. haben wir sie angehangen und zun Putzplatz geführt, die Erde war aber noch feucht, daher habe ich nur Schweife gebürstet, Lucia hat sich im Hufe auskratzen geübt, aber dafür waren sie nicht so zu haben. Also zurück in den Stall, jeder bekam was von dem Diätfutter, sehr praktisch, daß ich das habe, so kann ich ihnen ohne schlechtes Gewissen auch mal was extra geben. Das Müsli riecht super und schmeckt den Pferden, Nepomuk bekommt das auch, sobald das Marstall alle ist.

Heu aufgefüllt (3 Tüten á 9 kg passen ins Großraum-Heunetz, dazu das Heunetz im Stall und eines für morgen vorbereitet), Lucia hat die Box eingestreut, ich habe abgemistet, zu zweit geht es schnell. Die drei nebenan auch gefüttert, damit Ruhe herrscht, meine bekamen dann noch jeder drei Kekse, Lucia aß auch eines, obwohl steinhart.

Meine Schwester hatte ja Karotten gespendet, 1 kg, die ich nicht wieder mitnehmen wollte, habe ja selber noch welche – also bekamen sie die restlichen vier auch noch.

Ein richtig schöner Pferdetag war das, Pferde glücklich und wir auch.

25. Dezember 2009

schöne Weihnachten und geruhsame Feiertage ….

Filed under: Allgemein — admin @ 00:12

…. wünsche ich allen Lesern!

Ich habe heute ausgeschlafen wie fast immer *g* und bin dann zu den Pferden gefahren. Jeder bekam 2 Äpfel und 3 Möhren zur Begrüßung und danach je 1 Liter warmes Irish Mash. Witzig, wie sie 5 Mal kontrolliert haben, ob auch wirklich nichts mehr in der Schüssel ist, während ich Heu auffüllte. Zum Schluß gab es dann noch für jeden vier selbst gebackene Leckerli,  danach waren beide pappsatt und haben das Heu nicht mehr angekuckt.

Wieder zuhause die letzten Vorbereitungen getroffen und ab zur Familienfeier. Traditionsgemäß gab es Fleischfondue,  dazu gehaltvolle Mayo-Soßen mit Schnittlauch, Dill, Petersilie, ich hab gegessen, bis absolut nichts mehr rein ging *g*. Wir haben mit Singen, Bescherung und Spielen einen wunderschönen Abend verlebt.

Die Katzen bekamen rohes Rinder-Hackfleisch, was sie besonders gerne mögen, für die Feiertage habe ich für sie Hähnchenbrustfilet. Man muß auch mal sündigen dürfen, wobei leichte Gewichtsprobleme nur Barbie und meine Katze Mouse-House haben. Gismo ist ein riesen Kater und kein Leichtgewicht,  ist aber noch normal. Mouse-House hat schon immer ein Bäuchlein gehabt, bleibt aber konstant, sie ist halt nicht der schlanke Typ. Barbie hat in den letzten Monaten Kammfett abgebaut, inzwischen ist sie mE fast bei Normalgewicht.

Nepomuk, Merlin (Kater), Mucki (Katze) und ich, wir sind schlank, ist ja auch egal, Hauptsache, man fühlt sich wohl.

20. Dezember 2009

Winterfotos

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:44

Lucia kam heute mit in den Stall, wir haben unsere Pferde versorgt und die drei nebenan, damit Peter und Elisabeth auch mal frei haben. Lucia hat fleissig geholfen, ich bin ja wegen meinem Sturz vorgestern noch nicht ganz fit (trotz Schmerztablette). Ein paar Fotos haben wir auch gemacht, leider kam der Akku meiner Digicam sehr schnell auf.

Abends war eine kleine Weihnachtsfeier im Stüberl, sehr nett, eine Stallkollegin hatte sogar Gulaschsuppe mitgebracht, die mir wirklich gut geschmeckt hat.  Der Glühwein war auch lecker, da ich aber noch fahren mußte, habe ich nur eine kleine Tasse getrunken.

Hoffentlich schneit es nochmals, dann können wir Schlitten (klein) ziehen mit Barbie machen. Mit ihr habe ich ja mal im Sommer einen Reifen ziehen geübt, nach kurzem Unwohlsein „ui, ich werde verfolgt“ (vom Reifen) hatte sie sich dran gewöhnt, kräftemäßig merkt sie so ne Kleinigkeit wohl kaum. 

Falls es nicht mehr schneit, aber der jetzige liegen bleibt, zieht halt Nepomuk – im Gegensatz zu Barbie geht er nie fühlig. Es ist noch zu wenig Schnee, damit Barbie auf Schotter läuft und mal will ja mit dem Schlitten nicht zwischen Acker und Weg rumgeholpert werden.

Elisabeth, unsere Hufpflegerin hat gesagt, es gibt kaum Pferde, die barfuß nicht fühlig gehen, Nepomuk ist so einer. Von seinen Anlagen her ein Traumpferd, sportlich, elegante Gänge, wesensfest, intelligent, sensibel, lieb, super Hufe – aber halt ein Ekzemer.

18. Dezember 2009

Nepomuk, das Schaukelpferd

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:22

-5 Grad und Sonnenschein, ich bewaffne mich mit Sicherheitsweste und Helm (zum ersten Mal überhaupt) und reite mit Nepomuk ins Gelände. Zwischen Wald und Koppeln traben wir ein Stück und biegen am Ende des Weges nach links ab. An der ersten Kreuzung will er den Weg links zurück zum Stall nehmen, ich will aber gerade aus. Als er merkt, ich lasse ihn nicht, wird er bockig, geht rückwärts in den unebenen Acker rein und stolpert. Rückwärts gehen macht er immer dann, wenn ihm was nicht paßt, er macht das auch 10 m oder mehr.

Mir fehlte die Geduld für seine Bockigkeit, für sowas hatte ich ja die Gerte mitgenommen. Er bekam einen Klaps auf den Hintern und es ging wieder vorwärts. Wir kommen auf den Grasweg, wo selbst mein Stolperheini eigentlich nicht hinfallen kann, antraben und auf Kommando Galopp. Ich hab mich gefreut, wie brav er läuft, leider zu früh.

Wir kommen zum Ende des Weges, ich bin am Bremsen, da stolpert er, schaukelt fast im Stand zwei Mal vor und zurück und mich haut es in Zeitlupe vorne runter, genau auf die Schotterstraße natürlich. Uhhh, Schmerz laß nach, es ist wohl eine Beckenprellung – na, immerhin bin ich nicht auf den Bruch gefallen, sondern mehr oder weniger auf den Rücken.

Ich konnte erst mal gar nicht aufstehen vor Schmerzen, Nepomuk stand erst belämmert da und hat dann nach Grasbüscheln gegraben. Meine Sicherheitsweste ist super, immerhin hat sie den Aufprall für den Rücken stark abgemildert.

Auf dieselbe Weise hat er schon meine Nichte und deren Freundin ein paar Mal abgeworfen, er schaukelt und man fliegt runter, ohne eine Chance zu haben.

Nepomuk versorgt und aufgeräumt, jede Bewegung schmerzhaft, Heu aufgefüllt und mir von Elisabeth genau von den Schandtaten meiner Pferde letztes Wochenende berichten lassen.

Der Schnee hat sie wohl kirre gemacht, nachts ist Nepomuk in den vorderen Offenstall mit den 8 Pferden eingebrochen, man weiß nicht wie. Das muß ne riesen Action gewesen sein mit ordentlich Schlägerei :-(, früh stand Nepomuk in der Ecke und die anderen am Heu. Anscheinend sind Pferde zu doof, wieder da zurückzugehen, wo sie durchgekrochen sind.

Am nächsten Tag ist er in den Treibgang eingedrungen und hat nicht mehr rausgefunden, tjo, selber schuld.

Die Nacht darauf haben meine oder wer auch immer die Stromabzäunung zu den drei Pferden im letzten Offenstall durchbrochen und es gab Action. Als Peter früh kam, war Nepomuk hektisch und verfing sich in  einem Stromseil, dabei hat er sich ein wenig am Bein verletzt, ist aber nur ein Kratzer.

Glücklicherweise ist kein Pferd bei den ganzen Schlägereien verletzt worden, fast ein Wunder, die acht hätten Nepomuk ja locker zusammentreten können, der Paddock ist nicht besonders groß.

Mei, es sind Pferde, die machen schon mal Schmarrn, wenn Schnee fällt – von Barbie hätte ich es eher vermutet.

Was solls, Schnee drüber :-), hoffentlich hat Nepomuk daraus was gelernt und macht solchen Unfug nie wieder.

Zuhause mußte ich ne Schmerztablette nehmen, mir tut alles so weh, aber das bin ich inzwischen ja fast gewohnt *g*. Ich glaube, ich spendiere Nepomuk auch Beritt, meinen Knochen zuliebe.

16. Dezember 2009

Wiedersehen mit den zwei Süßen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:33

Mittags bin ich nach einem Abstecher zum Lidl, um Karotten und Äpfel zu kaufen, zu meinen Pferden gefahren. Sie haben sich gefreut, mich zu sehen, jeder bekam natürlich was. Beide nahm ich dann mit auf den Reitplatz und ließ sie ein wenig laufen, erstaunlicherweise hatten sie keine große Lust dazu. Ein paar Runden Trab und ein bissi Galopp, auf dem gefrorenen Standboden macht das aber keinen Spaß. Also gingen wir zum angenehmen Teil über :-). jeder bekam Irish Mash und ich ließ sie noch ein wenig auf dem Vorplatz rumstöbern.

Zurück im Stall, habe ich ihr Großraum-Heunetz aufgefüllt und das Heunetz im Stall.  Als „Notration“ *g* habe ich noch ein engmaschiges Netz daneben gehängt, Nepomuk kam gleich rein, um drinnen zu fressen. Die drei Pferde nebenan steckten ihre Köpfe durch den Zaun, um was aus dem großen Heunetz zu rupfen, Barbie war am verteidigen. Ich wußte nicht, ob ich die drei nebenan füttern sollte/durfte, Handy zwecks Nachfrage hatte ich nicht dabei. Entschied mich dann, ihnen ihr Heu zu geben, damit Ruhe herrscht und alle zufrieden sind.

Nepomuk kam zum Schmusen, er ist ein richtiges Teddybärchen mit seinem dicken Winterfell und schaut total süß aus 🙂 – Fotos folgen.

Nachdem Barbie und Nepomuk eine prima Figur haben, also trotz 18 kg Heu pro Tag und Pferd keinen großartigen Heubauch haben, habe ich mich entschlossen, auf „Dauerheu“ umzustellen. Durch die frostigen Temperaturen hier werden die Kalorien schon verbraucht, denke ich, außerdem reite ich nun wieder. Als ich heute gegen 14.30 Uhr kam, knabberten sie das letzte Heu weg, es geht also nur um ein Zeitfenster von ca. 3 – 4 Std., was „gefüllt“ werden muß. Dafür müßte das Heunetz im Stall mit ca. 9 kg reichen sowie das engmaschige „Notfallnetz“, ca. 8 kg, ich denke, mehr als 25 kg pro Tag bringt nicht mal Barbie runter.

Freitag gehe ich ausreiten mit Nepomuk, ich will endlich mal mit ihm galoppieren. Barbie kommt am Sonntag dran, auch mit Galopp, dafür muß ich mich etwas überwinden, habe den Bruch noch im Hinterkopf.  Da beide derzeit ziemlich träge sind, werden sie nicht rumspinnen beim Galopp – hoffe ich.

Es ist schön, wieder zuhause und bei den Katzen und Pferden zu sein.

Nachtrag: ich habe gerade meine Bekannte, der Barbie gehört und die sich mit Pferden auskennt, telefonisch informiert. Sie meint, Dauerheu ist ideal, weil dann die Pferde nicht so gierig sind, wenn sie was kriegen, sondern ganz entspannt Tag und Nacht fressen können.

15. Dezember 2009

Berlin – immer wieder schön

Filed under: Allgemein — admin @ 23:09

Berlin ist so ganz anders als München … wer hätte das gedacht *g*.

Ich war viel auf Weihnachtsmärkten unterwegs, der an der Gedächtniskirche ist nach wie vor mein Lieblingsmarkt.

Baum an der Gedächtniskirche

Baum an der Gedächtniskirche

Der in Spandau hat mir auch gut gefallen, da gab es ein paar Sachen, die man woanders nicht bekam. Am Alex war ich noch, Spandauer Allee sowie Charlottenburger Schloß, allesamt teurer als der „City-Weihnachtsmarkt“.

Gedächtniskirche

Gedächtniskirche

Gut gegessen habe ich in Berlin, Curry- und Bratwurst, Steaks, Pommes, Pizza, alles, was dick macht halt :-), zwischendurch aber auch mal Baguette mit Tomaten,   jeden Tag bringe ich so Gehaltvolles gar nicht runter. Dazu jede Menge Glühwein mit Schuß, man gönnt sich ja sonst nichts :-), und Bier, ich habe es mir richtig gut gehen lassen *g*.

Die Treffen mit Freunden und Bekannten habe ich genossen, außerdem eine warme Wohnung, Bücher lesen  und mal 12 Tage keine Tiere. 10 Tage hätten auch gereicht, hatte dann schon Sehnsucht nach meinen Pferden und den Katzen.

Das einzige Mal im Jahr, daß ich Rad fahre, ist, wenn ich mit dem Flieger in Berlin bin – lieber wären mir Roller oder Motorrad. Da ich in Berlin ja in der Innenstadt wohne, wo enorm Verkehr herrscht, und ich kein besonders guter Radfahrer bin, bin ich meist auf dem Gehsteig gefahren (langsam natürlich, schnell kann ich gar nicht *g*). Ein Mal wurde ich von der Polizei verwarnt und war natürlich einsichtig.

Heute zurückgekehrt in meinen „Eiskeller“, 6 Grad im Arbeitszimmer; wo die Heizung seit 2 Tagen läuft, 12 Grad, immerhin. Kaminofen angeheizt, nun im Arbeitszimmer 22 Grad, die Kater schlafen neben mir, die mögen es auch lieber warm.

Im März möchte ich mit dem Auto nach Berlin, muß ja noch ein paar Möbel für unsere Wohnung kaufen, im Sommer würde ich gerne mit dem Motorrad rauf fahren, ein paar Touren machen und den Spreewaldring besuchen.

2. Dezember 2009

schmerzhafte Hufpflege

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:12

Um 14.00 Uhr war ich mit der Hufpflegerin Elisabeth verabredet, kam um 13.20 Uhr, damit ich meine noch füttern konnte, einer mußte ja immer zurückbleiben. Nepomuk war heute wohl mit dem linken Huf zuerst aufgestanden, er war giftig und unleidlich. Die drei Nachbarspferde, die kein Heu mehr hatten, streckten ihren Hals durch die Pfosten, er ging auf wie ne warme Semmel und hat sie verjagt. Ich also ne Tonne Heu vollgemacht und den Nachbarn gebracht, damit die aus der Schußlinie sind. Und was macht der Depp? Treibt Barbie vom Heunetz weg, so ein alter Miesepeter. Ich also noch schnell ein Heunetz im Stall aufgehangen, Barbie geht rein, er draußen, alles friedlich. Ich gehe vor und warte auf  Elisabeth, sie kommt und meint, egal wer Erster macht. Ich also zurück in den Stall, Barbie steht draußen, er drinnen – hat er sie rausgepiesackt.

Sie nehme ich mit, für ihre Verhältnisse war sie heute extrem brav. Elisabeth hätte gedacht, ich habe mit ihr geübt – war aber wegen dem Schlüsselbeinbruch nicht möglich.

Elisabeth kennt sich ja aus mit Pferden, genauso wie Conny, auch sie meint, Barbie ist im Rahmen. Barbie hatte noch nie Hufrehe und es bestehen keine Anzeichen, daß welche zu erwarten sind, die Hufe sind ok. Das stärke- und zuckerreduzierte Müsli ist gut für sie, als ich ihr sagte, meine bekommen 20 kg Heu am Tag, hat sie gegrinst.

Barbie zurück, Nepomuk geholt – meine Güte, ist der heute schlecht gelaunt. Ständig zieht er beim Ausschneiden den Huf weg, hampelt rum, tut so, als ob er gleich umfällt, legt das Gewicht voll auf den hochgehobenen Huf – am liebsten hätte ich ihm eine draufgehauen.

Beim Huf hinten halte ich, er zieht weg und knallt ihn mit Kraft auf den Boden, leider war mein Fuß dazwischen. Schmerz, wahh, der große Zeh schaut nicht gut aus, total blau, Nagel löst sich wohl ab, evtl. gebrochen, ich kann nur mit Schmerzen laufen. Ja gut, er hat es nicht mit Absicht gemacht, aber ich hätte ihm trotzdem gerne bestraft – so zickig, wie der sich heute aufgeführt hat.

Kathi kam dann, ich habe ihr gesagt, daß ich ihre Pferde gefüttert hatte, später kamen dann ihre Eltern und haben vom neuen Futterkonzept für ihre Pferde erzählt – 36 kg pro Tag für drei Pferde. Ich habe nochmal erwähnt, daß ich sie mittags gefüttert habe und daß nix mehr da war, als ich Nepomuk zurückbrachte (ca. 2 Std. später). ich will mir ja nicht vorwerfen lassen, ich würde eine Fütterungsstrategie untergraben.

Jeder soll seine Pferde so füttern, wie er möchte – ich bin halt ein Freund von 24 Std. Heu, davon wird kein Pferd krank. Für meine ist Fressen auch Beschäftigung, ich kann nicht beide täglich „ausführen“, und nun stehen sie 14 Tage.

Dank Peter und seiner Familie weiß ich, daß es meinen zwei Hafis futtermäßig an nix fehlen wird, sie kümmern sich ja vorbildlich um unseren Stall. Darüber bin ich sehr froh, so kann ich mit gutem Gewissen in den Urlaub fahren.

Ich glaub, ich nehme mal ne Schmerztablette, der Fuß schmerzt extrem.

Sodele, ich meld mich wieder, wenn ich aus Berlin zurück bin.