30. April 2010

Insekteninvasion

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:45

Als ich im Stall war, trifft mich fast der Schlag, Nepomuk hat seinen Schweif zur Klobürste verarbeitet und scheuert am Mähnenkamm. Kriebelmücken und Fliegen überall, die Pferde waren ziemlich down, Nepomuk stand fast nur im Stall. Heute war ich mit dem Motorrad unterwegs, die Ekzemerdecke liegt im Auto, schöner Scheiß. Angeblich soll es die nächsten 3 Tage regnen, ich sprühe beide mit dem Bremsen-Blocker ein.

Im Kammerl ist es plötzlich so leer, mir schwant Fürchterliches, kuck raus: Tatsache, Mira und Poldi weg :-(, damit hatte ich nicht gerechnet. Sehr schade, Peter und seine Familie sind sehr nett und haben sich immer bestens um alles gekümmert.

Ich miste Weide, Paddock und Stall ab und gebe meinen Pferden Heu, die haben aber gar keinen Hunger. Völlig fertig stehen sie rum, das drückende Wetter geht ganz schön auf den Kreislauf. Den Zaun versetze ich, nicht mal Gras fressen wollen sie, diese scheiß Insekten sind total nervig, auch die Nachbarn stehen die meiste Zeit im Stall.  Eine Längsabtrennung ziehe ich auch noch, Regen ist dringend nötig.

Heute ist ja Freinacht, ich hoffe, die Leute lassen von den Pferden die Finger.

28. April 2010

Besuch in Tirol

Filed under: Allgemein,Motorrad — admin @ 23:05

11 Monate ist es her, daß ich mit dem Motorrad in Tirol war, heute nahm ich mir einen freien Tag *g*, nachdem ich gestern geputzt hatte. Abfahrt 13.15 Uhr, es war wenig Verkehr, dafür aber einige Schnarchnasen unterwegs. Nach Bad Feilnbach war viel Gegenverkehr meist wenig Sicht, ich hang fest und hab mich nicht getraut zu überholen, was mich geärgert hat. Endlich konnte ich vorbei, da war plötzlich die Staatsstraße nach Oberaudorf gesperrt.

Das war vorher angeschrieben („Staatsstraße gesperrt, Umleitung über die Autobahn“), ich dachte, man wird tatsächlich umgeleitet, mit Schildern und so. Aber nix, ist wohl unmodern geworden oder zu teuer, ich bog also links ab, Alternativen gab es nicht außer Wenden, und befand mich plötzlich auf einer offenen Baustellenzufahrt zur Autobahn. Na, wenn ich schon mal da bin :-), kurz den Standstreifen zur Beschleunigung genutzt und schwups war ich wieder korrekt unterwegs. Nächste Ausfahrt wieder raus und in meiner Lieblingstrafik in Niederndorf 4 Stangen Zigaretten gekauft. 20 Stück EUR 3,60, bei uns mindestens EUR 4,80, so nebenbei EUR 48,00 gespart.

Weiter zu meiner Bekannten nach Walchsee, der Barbie gehört, 3 Std. in der Sonne gesessen, Kaffee getrunken, gegessen, nett unterhalten, gegen 18.30 Uhr Abfahrt. Tanken nicht vergessen, leider gingen nur 5,66 Liter rein, schlechtes Timing. In Niederaudorf will ich meine Kamera einschalten, Batterie leer, hätte ich besser zuhause mal getestet.

Tatzelwurm/Sudelfeld steht die Sonne teilweise sehr tief und blendet, aber gut, ich wollte ja eh erst mal etwas langsam fahren. Der Rucksack drückt auf die Metallschiene am Schlüsselbein, bäh, ich bin froh, wenn das Teil wieder raus operiert wird. So langsam komme ich in Schwung, macht Spaß, obwohl es etwas frisch ist da oben am Berg.

Bayrischzell, Fischbachau, Miesbach, Weyarn, den Schloßberg vor Valley mit seinen engen Kehren und 20% Gefälle nehme ich auch noch mit. Kreuzstraße, es wird langsam dunkel und kalt, in Sauerlach fahre ich auf die Autobahn. Vollgas, 180 km/h, der Winddruck ist enorm und ich werde fast taub, ich lasse trotzdem nicht locker. In Neubiberg runter von der AB, nach der Ampel bin ich noch so im Geschwindigkeitsrausch, daß ich im 2ten Gang voll aufreiße, nur blöd, daß „plötzlich“ ein Auto vor mir „stand“. Kein Gegenverkehr, überholt, der hat mich bestimmt für einen Rowdie gehalten :-). Für ihre 50 PS und ihr Gewicht, 200 kg, hat die F im 2. Gang enorm Vortrieb, angeblich ist sie auf 100 km/h in unter 5 Sek. – ich übe mich gerne dran :-). Ich habe ja Straßenreifen drauf (Metzler Tourance), selbst bringe ich wenig Gewicht mit, ca. 48 kg, macht alles was aus. Vom Fahrwerk her ist die F einfach grandios, da gibt es bei Höchstgeschwindigkeit kein Pendeln oder so, auch im Winkelwerk ist sie für einen so kraftlosen Schwächling wie mich ohne jede Anstrengung stundenlang zu fahren. 

Ein wunderschöner Tag, man muß sich auch mal was gönnen.

24. April 2010

So gehts nicht weiter …

Filed under: Allgemein — admin @ 21:49

… zuhause ist ne Menge Arbeit aufgelaufen. Jeden Tag war ich nun zig Stunden im Stall, damit ist nun Schluß, bis ich Garten und Haus einigermaßen auf der Reihe habe. Alle 3 Tage fahre ich nun zum Zaun umstecken und Weide abmisten raus, evtl. mal putzen, kein Reiten mehr – Urlaub für die Pferde :-). Auf die Weide dürfen sie setzt, so sind sie Tag und Nacht in Bewegung. Am Montag werde ich der Länge nach abtrennen (10m Breite), damit die Wege für sie länger werden, so können sie dann auch mal ein Stück geradeaus galoppieren.

Stallmatten sind vollständig verlegt, Heu wird nun auf 6 kg/Tag/Pferd reduziert, zwecks Beschäftigung können sie ja auf der Weide knabbern. Man muß nur auf die Grasnarbe aufpassen und rechtzeitig umstrecken, damit das Gras nicht zu sehr gestreßt wird.

Zwei Fotos habe ich neu: Barbie und Nepomuk

Heute bin ich nach langem mal wieder eine kleine Runde Motorrad gefahren, eigentlich wollte ich ja im Garten arbeiten … :-). Es wird Zeit für ein paar Tage Motorradurlaub, nächste Woche fahre ich nach Tirol übers Sudelfeld, ich muß mich erst wieder an Kurven gewöhnen. Ansonsten halte ich mich für relativ fahrfit, Sicherheitstraining brauche ich jedenfalls keines.

23. April 2010

Freilauf mit Bodenstangen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 00:03

Um zwei war ich bei den Dicken, sie bekamen ein bissi Heu und ich habe am Treibgang weiter gearbeitet. Großartiges Interesse am Futter zeigten sie nicht, ich beschloß, einen rauszunehmen und zu putzen. Beide klebten am Ausgang, ich wußte nicht, wer zurück bleiben sollte – also gut, beide auf ein mal. Auf dem Vorplatz ließ ich sie etwas grasen, baute währenddessen am Reitplatz vier Bodenstangen, gesichert mit Pylonen, auf.

Dick und Doof *hihi* reingeholt, sie mußten laufen, Lust hatten sie keine. Nepomuk gleich im Galopp über die Stangen, er fand die richtig lustig. Barbie fand Galoppieren zu anstrengend und ist meist getrabt, war heute wohl nicht ihr Tag. Join up kennt sie ja von früher (er nicht), sie hat sich also mir angeschlossen und wir haben ein wenig geübt. Über die Stangen gehen, rückwärts, sehr enge Wendungen, anhalten, Barbie kann das ausgezeichnet (alles ist besser als laufen müssen).

Mit Barbie auf den Fersen habe ich dann Nepomuk noch etwas Bewegung verschafft, er ist fleissig über den Platz und die Stangen galoppiert. Irgendwann ging ihm wohl ein Licht auf, er schloß auf Barbie auf und wir gingen zu dritt im Gänsemarsch – witzig. Nachdem das klappte, durften sie aufhören, Nepomuk mußte ja noch die Hufe mit EM gewaschen und gebürstet bekommen wegen der Strahlfäule.

Er hatte dafür überhaupt keinen Nerv, zog ständig den Huf weg und hibbelte rum – meine Nerven behielt ich heute trotzdem. Nach diesem Kraftakt kamen beide zurück in ihren Stall, beide gleichzeitig führen ist inzwischen problemlos. Sie durften dann 1 Std. auf die Weide, ich habe derweil 3 Schubkarrn Mist aus dem Treibgang eingesammelt.

Angeweidet sind beide ja, Fruktan ist derzeit das Problem, einer der Verursacher von Hufrehe. Vor jedem Weidegang gibt es immer mindestens 1/2 Std. Heu, damit sie nicht hungrig sind und Gras einsaugen statt zu fressen. Beide sind heute brav nach 1 Std. wieder reingegangen, ich habe dann noch die Abtrennung fertig aufgebaut.

Am Ende der Weide, wo alle Pferde hingehen, steht das Gras am höchsten, klar, dort ist es ist am wenigsten gestreßt worden. Am besten wäre, man fängt hinten an mit dem Abweiden, das kostet aber viele Kunststoffpfähle. Bewegungstechnisch auch sinnvoll, die Wege z. B. zum Wasser sind dann lang. Meine 20 neuen Pfähle kamen heute, vom Stall bekomme ich ca. 10, damit läßt sich schon was gestalten. Ein weiterer Vorteil wäre, daß ich die früheren Trampelpfade, wo nichts mehr wächst, neu ansäen könnte – dazu müssen sie natürlich für ein paar Wochen abgesperrt sein.

Heute habe ich erst mal 256 qm (16×16) abgeteilt, davon fast 1/3 (rechte Seite) ohne Gras, die Pferde dürfen aber erst ständig raus, wenn es nachts über 5 Grad hat. Teile ich die Weide in der Länge, 10×30 für drei bis vier Tage, alle 5 m ein Stangerl, komme ich mit meinen 100 m weit, 9 – 12 Tage. Danach wird der Zaun (nach hinten) nur noch in der Breite versetzt, der Rest ist dann ca. 16×90. Das Gras ist dort dann schon sehr gut gewachsen, 16×20 alle drei Tage müßte reichen. 4,5 mal umstecken ergibt 13 Tage, Macht 25 Tage, bis dahin ist das ganze nachgesäte Gras und  die abgesperrte Weide gewachsen, in 12 Tagen gefressen, dann wird es eng. Das hintere Gras hat dann nur 2 Wochen Zeit, sich zu erholen.

Ich möchte die Weide in einen top Zustand bringen, dazu muß ich erst mal den ganzen plattgedrückten Mist der letzten Jahre entfernern. Danach wird auf den vielen kahlen Stellen, falls abgesperrt, nachgesät.

Heu sollte mE stets zur Verfügung stehen, für Nepomuk muß das gewährleistet sein. Er stand ja letzten Sommer tagsüber oft alleine freiwillig im Stall wegen seines Ekzems, Barbie hat derweil Gras vernichtet – sie frißt ihm kein Heu weg.

20. April 2010

wer rechnen kann, ist klar im Vorteil :-)

Filed under: Allgemein — admin @ 21:45

Da hat Frau Abitur und Facharbeit in Mathematik gemacht, scheitert aber im Alltag an einer einfachen Aufgabe. Eine Fallschutzmatte ist 50×50 cm groß, 6 Matten sind keine 3 qm, sondern 1,5 qm – weia.  Ich heute mit 24 Matten im Gepäck zu den Hafis gefahren und erst mal den Stall gereinigt, dann Matten mit der Schubkarre reingefahren. So nach und nach fiel mir mein Rechenfehler auf *g*, es hilft nix, habe gerade nochmal 24 Stück bestellt. Die Matten finde ich super gut, sie geben ein wenig nach, sie sind für eine Fallhöhe von 80 cm konzipiert. In der Höhe 25 mm,  45 mm würde das Doppelte kosten (EUR 11,00 pro Stück). Bei einer Pferdebox, wo das Pferd jede Nacht schläft, könnte man sich das überlegen. Meine schlafen draußen, außer es hat unter ca. -5 Grad, da reichen auch 25 mm.

Die Furche habe ich mit Kies aufgefüllt, einen Eimer hatte ich dabei, dachte, das reicht. Von wegen, glücklicherweise war noch Kies da, insgesamt brauchte ich 5 Eimer. Mit den neuen Matten habe ich dann 12 qm, damit ist die Furche gerade bedeckt, auf dem Rest liegen Matten vom Stallbesi. Eigentlich reicht das, mal sehen, weitere Matten bestellen wäre ja kein Problem.

Nachdem ich gekehrt und abgemistet hatte, wollte ich den Treibgang rechen. Die Dicken dachten, sie dürfen jetzt auf die Weide, da taten sie mir richtig leid. Also schnell den Weideeingang verschnürt und beide in den Treibgang gelassen, da wächst am Rand ja ein wenig Gras. Nepomuk ist reingaloppiert und mußte ne Vollbremsung machen, die Nachbarn links und rechts kamen gleich kucken, dachten wohl auch, nun gehts endlich raus.

Morgen dürfen meine 1 Std. raus, die würde ich aus rauslassen, wenn dort alle 23 Pfede aufeinandertreffen. Unser Stallbesi will ja demnächst ein sehr großes Feld als zusätzliche Weide einrichten, ist problemlos, wenn groß genug; früh alle Pferde rüber und abends wieder in ihre Ställe einsortieren. Die Pferde können sich ausweichen, vier Gruppen neu auf einen Haufen, da muß eine Rangordnung neu gebildet werden.

Leider ging mein toller verstellbarer Metallrechen kaputt, so ein Glump, hab dann nur noch gefüttert. Treibgang und Eingang Weide ist blanke Erde, bei Regen ziemlich matschig. Neu ansäen wäre sinnvoll, in mehreren Schritten halt, die Pferde müssen ja noch (gesittet) durchgehen können.

„Meine“ Kunststoffpfähle hat mir Peter heute gezeigt, gestern hatte ich 20 Stück gekauft, Schnur ist genügend da. Ich werde jetzt erst mal 2 Wochen in der Breite absperren, gleich mehrere Zäune, falls sie einen niederreißen. Dann sperre ich einen Großteil der abgefressenen Fläche ab und säe nach.

Letztes Jahr kam ich ja im Juni und habe alle 2 – 3 Tage umgesteckt, bis wir hinten angelangt waren, war das Gras dort ca. 1m hoch. Ideal sind 5 – 30 cm, außerdem sollen die Pferde das Gras nicht bis zur Narbe abfressen, dann ist es nämlich gestreßt (das Gras) und bildet viel Fruktan. Besser ist es mE, großzügig Weidefläche freigeben und dann absperren, was abgegrast ist (wird eh nur noch niedergetreten). Und die Pferde tagsüber auf dem Paddock lassen, so viel Gras ist eh nicht gesund (für meine), anstatt im Juli mit Vollfütterung Heu anzufangen, weil kein Gras mehr da ist.

Letztes Jahr gab es während der Weidesaison Heu satt, die Pferde gehen eh nur rein, wenn es auf der Weide nix mehr gibt. Was gut ist fürs Gras. so wird es nicht gestreßt.

Um 2 Pferde nur mit Gras zu ernähren, braucht man mindestens 1 ha, meine zwei haben ca. 3000 qm. Man muß halt entsprechend Heu zufüttern, paßt eh für meine, Barbie ist ja rehegefährdet und Nepomuk als Ekzemer sollte eh nicht 24 Std. Gras fressen.

Ich denke, wir bekommen das hin.  Meine Pferde haben nun Urlaub, weil ich anderweitig genug zu tun habe. Wichtig ist mir ja, daß die Pferde möglichst optimale Lebensbedingungen haben, Reiten ist mir weniger wichtig.

18. April 2010

Flohmarkt auf dem Erlebnishof Reitsberger

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:52

Meine Nichte nimmt seit ein paar Wochen Reitunterricht auf dem Reitsberger Hof, heute war dort ein Flohmarkt für Pferdesachen. Wir zwei hin zwecks Shoppen :-), ich sehe ja nicht ein, wieso ich EUR 60,00 oder mehr für eine Reithose ausgeben soll, wenn es auch günstiger geht. Erst sah ich ein hübsches Knotenhalfter, EUR 1,00, gekauft, dazu noch 100 Gummis, EUR 0,50, um Barbie demnächst hübsche Mähnenfrisuren zu machen, einen Hufauskratzer bekam ich geschenkt. Der nächste Stand hatte Reitwesten, teilweise mit innenliegender Handytasche, sehr praktisch, ich nahm zwei (eine sogar von Pikeur) und eine Reitjacke, alle mit weichem Microfaser und fast wie neu, insgesamt EUR 10,00. An Reithosen gab es nagelneue für EUR 40,00, und natürlich Gebrauchte. Lucia kaufte sich eine weiße für EUR 5,00, mir gefiel eine in lila, neuwertig, anprobiert, paßte, gekauft, dazu noch eine in schwarz,  insgesamt EUR 31,00. Größe 174, eigentlich für Kinder, meiner Nichte sind sie zu klein – weia, ich hab leider etwas viel abgenommen über den Winter. Keine Vollbesatzhosen; für die paar Mal, wo ich reite, brauche ich sowas auch nicht und Mode ist mir egal. Chaps aus Wildleder hatte ich ja vor Jahren mal bei ebay günstig mitgenommen, die kann man über jede Hose ziehen, und Kurzchaps habe ich vor 15 Jahren in Tschechien neu gekauft (ziehe ich aber nur auf Wanderritten an), das Zeugs geht nicht kaputt. Meine Leder-Wanderreitschuhe sind 20 Jahre alt und sogar noch einigermaßen wasserdickt, was will man mehr.

Lucia hat mir dann noch den ganzen riesigen Hof gezeigt, es gibt nicht nur eine Menge Pferde, sondern auch Esel, Schweine, Ziegen, Kühe und Kälber. Die Pferdeboxen find ich nicht allzu groß, ca. 12 qm, manche haben einen Paddock dazu, der ist auch nicht sehr viel größer. Die Koppeln sind sehr groß, reichen aber lange nicht, daß jedes Pferd täglich wenigstens ein paar Std. rauskommt. Weiden habe ich kaum welche gesehen, evtl. gibt es ja noch mehr. Die Boxen haben Sägemehl und eine Menge Stroh, Heu wird am Boden gefüttert. 

Selbst wenn ein Pferd täglich bewegt wird, muß es mE auch auf die Koppel, 20 oder 22 Std. Boxenhaft ist kein artgerechtes Leben für ein Herden- und Lauftier.

Die Kühe sind immerhin im Stall nicht angebunden, haben mE aber viel zu wenig Platz. Kälberhaltung auf ca. 1 qm (großzügig geschätzt) pro Tier; 7 lebendige Kälber, die auch mal spielen wollen, 7 qm – jetzt weiß ich wieder, warum ich seit 30 Jahren kein Kalbfleisch esse.

Nachdem ich Lucia heimgebracht hatte, fuhr ich in den Stall, um zu helfen, die Weidezäune zu erneuern. Wir waren gerade fertig, da gabs ein Gewitter direkt über uns, Blitz und Donner fast gleichzeitig. Nepomuk hat sich wegen dem Donner zwei Mal erschrocken, Barbie ist sowas egal. Ich weiß nicht, warum er dieses Jahr so rumspinnt, letztes Jahr war er noch die Nervenstärke in Person. Inzwischen will keiner mehr Nepomuk reiten, ich auch nicht – da muß Beritt her. Barbie hat seit ihrem Blackout, bei dem ich mir das Schlüsselbein mehrfach brach, nix mehr gemacht beim Reiten. Meine Kondition paßt in etwa zu ihrer *g*, wir sind das perfekte Paar :-).

Entwurmen stand heute an mit Paste, Barbie konnte ich 3/4 der Spritze reindrücken, bis sie merkte, was los ist. Den Rest habe ich in einen ausgehöhlten Apfel getan, war kein Problem. Nepomuk hat die Prozedur natürlich genau verfolgt und war nicht mehr zu greifen, also auch Apfel. Den wollte er aber nicht fressen, war wohl vorgewarnt, hab ich ihm halt den Apfel  ins Maul geschoben und zugehalten, bis er ihn gegessen hatte. Ein bissi was ging bei ihm verloren, macht aber nix, er hat eh keine 500 kg (hatte ich so dosiert). Für geschätzte 400 kg hat er Paste gegessen, Barbie hat derweil die Apfelbrösel eingesaugt, ein wenig zuviel für ihre geschätzten 450 kg. Macht aber nix, sie ist ja ein Robustpferd, bei Nepomuk muß man ein wenig aufpassen wegen seinem Ekzem.

Ab Mittwoch dürfen alle dann auf die Weide, meine erst mal ne Stunde zum Rumtoben. Donnerstag dürfen sie 2 Std. raus, für Freitag wird dann abgesteckt. Auf der Weide liegt noch ne Menge plattgedrückter Mist, ich werde den per Hand wegkratzen und möglichst gleich nachsäen.

17. April 2010

geniale Idee

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 23:27

Zum Reiten hatte ich heute keine Lust, im Auto hatte ich dann eine geniale Idee: beide gleichzeitig im Roundpen bewegen. Erst mal bekamen sie ein Heu-/Strohgemisch und wurden gemütlich geputzt, so gefällt ihnen das natürlich. Nach 1 Std. waren sie satt und bereit für Action :-), wir also ins Roundpen. Ich war erstaunt, wie super das geklappt hat, zu zweit sind sie motiviert. Meist ging Nepomuk voraus, teilweise liefen sie nebeneinander. Er natürlich außen, damit er den längeren Weg hat, Barbie ist ja nicht doof :-).

Konditionell kann sie ihm ja nicht das Wasser reichen, wenn er geht, hält sie aber mit – wohl eine Frage der Ehre. Mir erspart es Zeit, wenn ich beide gleichzeitig bewegen kann, macht mir dazu mehr Spaß. Vielleicht kann ich ihnen ein paar lustige Dinge beibringen wie auf Kommando nebeneinander und exakt im Gleichschritt traben.

Beide habe ich heute genau nach dem Vorbild von http://equivetinfo.de/html/futterung.html untersucht, Barbie schnitt besser ab als erwartet. Geringes Fettpolster am Widerrist und hinter der Schulter, keine Wulstbildung im Lendenbereich, wenig Fett am Schweifansatz, Rippen mit etwas Druck fühlbar, keine Rinne am Rücken. Einiges Fett im Mähnenkamm, der ist aber gut beweglich. 

Nach dem Roundpen durften beide auf dem Vorplatz ein bissi grasen, ich bin schon am ersten Tag wieder umgefallen, weia. Abends gab es „nur“ ca. 14 kg Raufutter, davon 1/3 Stroh, man muß auch mal standhaft bleiben :-).

Abends war ich zum Grillen auf der Ranch eingeladen, es war sehr lecker und nett.

Gras, Fruktan, Hufrehe

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 02:24

Zufällig stolperte ich über eine sehr informative Seite zu Fruktan im Gras, was der Auslöser ist für Hufrehe. Blöd gelaufen *g* für meine zwei, die ja schon immer am Zaun stehen und betteln, endlich raus zu dürfen. Solanges es nachts unter 5 Gras hat, geht gar nichts (gerade gemessen, hier hat es derzeit 5 Grad). Nach donnerwetter.de werden die Nächte erst ab 25.04.2010 wärmer als 5 Grad, bis dahin muß ich hart bleiben (und einen Aushang am Stall machen, nicht daß sie jemand rausläßt). Später, wenn es wärmer ist, wird empfohlen, die Pferde nachts rauszulassen, falls die Sonne scheint; für Nepomuk eh von Vorteil, wenn er tagsüber im Stall steht.

Interessant ist auch die Seite zur Fütterung bei rehekranken Pferden, erlaubt sind unmelassierte Zuckerrübenschnitzel, die meine Bekannte ja für die Pferde gekauft hat. Raufutter werde ich nun langsam reduzieren, sie haben ja dann Beschäftigung auf der Weide.

Bewegung ist natürlich auch wichtig, gestern habe ich beide zusammen 20 Min. über den Reitplatz gescheucht, das macht ihnen Spaß und Barbie ist wegen Nepomuk motiviert. Erst mal haben sich beide hingelegt und ausgiebig gewälzt, Barbie hat sich 5 mal hin- und hergewälzt – für ein dickes Pferd ist sie ja noch ziemlich beweglich.  Dann wurde galoppiert und „gebockt“ vor Freude, ständig haben sie mit einem Affenzahn beschleunigt (Wettrennen) und wieder gebremst. Find ich immer cool, wenn sie aus dem Stand mit Vortrieb angaloppieren; nachdem sie sich ausgepowert hatten, klappte das auch ohne Buckeln.  

Zwei Pferde, die total gierig auf Gras sind, alleine führen, ist so ne Sache, vor allem, wenn eines Barbie heißt. Das klappte erfreulicherweise gut, ich mußte nur eine „kleine Ansage“ machen.

Immer wenn ich da bin, reinige ich nun gründlich den Betonboden in ihrer Box und kratze den Mist aus der Furche, Einstreu gibt es nicht mehr. Peter hat angeboten, den Mist täglich zu räumen, das nasse Stroh kann aber nicht tagelang liegenbleiben. Als meine Pferde einzogen, hatten sie eine Box mit 2/3 Stallmatten, jetzt haben sie mehr als 2/3 Beton. Versprochen war, daß immer gut eingestreut wird und meine ihre alte Box zurückbekommen, sobald es möglich ist, den Stall zu erweitern. Passiert ist nix, der Stallbesi sagt, er zahlt keine Matten und Peter sagt, er ist nur für die Grundbedürfnisse zuständig. Für mich gehört dazu ein benutzbarer Stall, aber gut, ich verstehe auch seinen Standpunkt – Matten sind bestellt.

Weide abmisten werde ich den Sommer über selbst machen, die langen Wege sind halt zeitintensiv. Zwei Pferde wollen und müssen geputzt und bewegt werden, Nepomuk sein Ekzem muß behandelt werden, Zaun muß umgesteckt werden, Weide muß abgemistet werden, Heu füttern – von mir alleine.

14. April 2010

Stallmatten – der absolute Wahnsinn

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 23:41

Preise haben die pro qm, dafür bekommt man schon ein gutes Parkett. Bei EUR 31,50 geht es los, man kann auch locker EUR 50,00 pro qm ausgeben, unfassbar für so ein bisserl Gummi. Nicht mal in meinem eigenen Stall wäre ich bereit, so viel Geld in den Boxenboden zu investieren. Gestern habe ich mich intensiv durchs www gewühlt zwecks Alternativen und bin fündig geworden :-).

Die Matten sollten gelenkschonend, wasserdurchlässig (spart das Gefälle), robust und wiederverwendbar sein (also kein Verkleben am Boden). Fallschutzmatten (kennt man von Spielplätzen) erfüllen all diese Voraussetzungen und sind unverrottbar. Zwecks Reinigung kann man ein paar Kannen Wasser draufkippen oder den Hochdruckreiniger nehmen. Im Stall ginge das nicht, es gibt kein fließend Wasser, außerdem gäbe es ne Überschwemmung, wenn man pro Std. 150 Liter oder mehr verspritzt. Man kann die Matten ja locker wieder rausnehmen, Hänger, und zuhause reinigen, 1 – 2x pro Jahr dürfte reichen.

Das Wichtigste ist ja, die Pferde stehen nicht im Nassen (Urin läuft zum Boden durch), liegen nicht auf Beton und haben eine durchgehende Liegefläche (ohne Furche). Eine Matte, 50x50cm, wiegt 5 kg, muß man halt ordentlich verlegen, so daß sie nicht wandern. Bei ebay gibt es 6 Matten (3 qm) für EUR 40,00, kostenloser Versand (!), macht bei 14 qm ca. EUR 180,00. Der Anbieter weist extra darauf hin, daß die Matten für Hundezwinger oder Pferdeboxen geeignet sind, wir starten also keinen „Erstversuch“. Das ist ein Preis, mit dem man leben kann, denke ich. Jetzt muß ich nur noch die Erlaubnis unseres Stallbesi einholen, ich denke aber, er hat nix dagegen. Er spart ja Stroh, Einstreu fällt dann weg, außer evt. im Winter, wenn es unter -10 Grad hat. Dazu weniger Arbeit, es ist ja nicht nur das Ausmisten, was mit Stroh aufwendiger ist, sondern der Misthaufen wächst auch viel schneller.

Ich kann die Matten auch selbst zahlen, die nächste Station meiner Pferde wird ja mein eigener Bauernhof sein. Die Matten lassen sich auch im Außenbereich, z. B. Paddock verwenden, da witterungsbeständig, eine Verwendung dafür werde ich schon finden.

Die Furche fülle ich mit Kies auf, an die einzig offene Seite kommt am Boden ein Brett, so daß die Matten rundum Halt haben. Hinlegen und fertig, hab schon Leute organisiert, die mir helfen (ich muß noch die genauen Maße nehmen).

Sodele, das Problem ist gelöst, wenn alles so einfach wäre :-).

Wegen Barbie mache ich mir vermutlich zuviele Gedanken, hier ein Foto aus dem Inntal, wo sie 3 Jahre standen. Der Bauer hatte riesige Weideflächen, Gras im Überfluß (da hat auch ein einziges Schnürchen zur Straße hin als Sicherung gereicht), Barbie hatte damals (ca. Sept. 2008) eine mit heute vergleichbare Figur. Nachts hatten sie zusammen eine große Box, ca. 25 qm, leider im Kuhstall. Das ging noch, dann fing der Bauer an, zusätzlich als LKW-Fahrer zu arbeiten, für Pferde raus- und reinführen oder Weide abstecken blieb keine  Zeit mehr. Die Hafis bekamen (große) Boxen, abgetrennt vom Kuhstall, wurden mit Silage gefüttert und kamen nicht mehr raus. In den Stall kam man nicht rein, da abgesperrt, man mußte vorher einen Termin mit dem Bauern machen. Als mir das endlich im Okt. gelang, fiel ich aus allen Wolken – die Pferde waren schon 2 Wochen nicht rausgekommen, dadurch total durchgeknallt, außerdem völlig verdreckt. Dem Bauer habe ich gesagt, die Pferde verlassen ihn, in dem Zustand waren sie aber nicht transportfähig. Er hat ihnen dann Weide abgesteckt und sie rausgelassen, dazu beide gewaschen, er hat sie auch nach Weyarn gefahren (er hatte wohl selbst ein schlechtes Gewissen). Toller Offenstall, großer Paddock und riesen Weide – aber nicht für meine Pferde (obwohl vereinbart). Futter gab es wenig, die Pferde waren durchgeknallt, an Arbeit nicht zu denken. Als der Tierarzt sagte, Barbie sei zu dünn, war klar, daß wir den Stall wechseln mußten. Die Doier-Ranch erschien mir wie ein Traum, eine große Box, ein riesigen Paddock und eine prima Weide. Dazu ein super netter Stallbesi und prima Stallkollegen, die einem auch mal helfen. Für die Pferde ein Paradies, ne Menge Gras und Heu, dazu noch täglich 500 gr Müsli jeder, damit sie wieder zu Kräften kommen (war ein Fehler). Roland hat sich super gekümmert; wenn ich da war, habe ich abgemistet und gefüttert – „hey, mußte nicht machen, ist meine Arbeit“, ich habs immer gerne gemacht.

Es kamen Pferde dazu, Milan und andere, es war nicht immer einfach, aber eigentlich nie ein Problem (Barbie wurde mal böse gebissen, IIRC die einzige, die wegen der Herde den TA brauchte). Dann kam die Trennung der Pferde, weil meine die anderen angeblich nicht ans Heu gelassen haben. Ich habe alle 6 Pferde damals an einem Heunetz gesehen, das war evt. ein sporadisches Problem, abgemagert ist damals jedenfalls keiner. Danach verloren meine nach und nach mehr als 2/3 ihres Paddock, ihre Weide und ihre große Box. Weide ist ja nun eingerichtet, Matten in die Box und es paßt wieder.

Barbie ist ein stämmiger Typ, sie setzt schnell Fett an und frißt gerne. Solange sie gesund ist und sich wohlfühlt, sehe ich kein Problem. Im Alter wird man etwas dicker, vielleicht stirbt man deswegen ein bissi früher, dafür hat man sein Leben genossen. Was für eine Lebensqualität hat man denn, wenn man ständig Diät macht? So als Haustier mein ich, da zählt ja nur gut fressen und fortpflanzen. Seit 10 Jahren nen Kastraten an der Seite, weiß sie ja nicht – das ist ne schlimme Strafe. Jeden Monat rossig und nie ein Hengst- das ist bitter.

Eigentlich kein Wunder, daß sie so ne Zicke ist.

12. April 2010

Nepomuk hat Strahlfäule

Filed under: Allgemein — admin @ 23:31

Vorgestern war Hufpflegerin Elisabeth da und hat Strahlfäule bei Nepomuk festgestellt. Ihre mit Stroh eingestreute Box ist ja in letzter Zeit nur von mir ausgemistet worden; da ich nicht jeden Tag komme, standen beide teilweise 3 Tage in der Pisse und Scheiße. Die Box meiner zwei Pferde hat ca. 14 qm, davon 2/3 unebener Betonboden, 1/3 Stallmatten (ca. 1 x 4 m, daher nicht nutzbar), dazwischen eine erdige Furche. Der Urin läuft nicht in eine Ecke oder in die Furche, sondern bleibt stehen, die Pferde stehen daher immer auf nassem Beton.  Um das zu verhindern, hatte ich mit Stroh eingestreut, Peter mistet aber nur aus, wenn nicht eingestreut ist (hat er mir heute gesagt). In der Furche sammelt sich der Dreck und Urin und ist dort schwer rauszubekommen, ein zusätzlicher Bakterienherd. Ich werde mit dem Stallbesi reden („Hallo Roland :-)“) wegen Stallmatten, Nepomuk als Ekzemer ist im Sommer auf die Box angewiesen als Schattenspender und zum Schutz vor den Insekten.

Heute habe ich den Stall komplett leer gemacht, gereinigt und mit Effektiven Microorganismen behandelt, des weiteren Nepomuks Hufe. Füttern tue ich nun nur noch im Außennetz, das geht, bis bei Nepomuk das Ekzem ausbricht. Dramatisch ist nichts, Elisabeth hat die Fäule weitestgehend weggeschnitten, man muß ab nun halt für Hygiene sorgen.

Beim Hufe ausschneiden hat Barbie sich aufgeführt, ich hätte sie erwürgen können. Als sie keinen Bock mehr hatte, hat sie sogar getreten, ich habe sie ein paar mal geboxt und ihr ein mal eine mit der Gerte verpaßt. Heute war Hufe hinten auskratzen bei ihr eine Katastrophe, wie wich ständig aus und wenn sie mal den Huf hob, hat sie rumgestrampelt. Das kam mir vor wie damals, als wir sie gekauft hatten. Damals hat sie extrem geschlagen aufgrund Mißhandlung beim Vorbesitzer. Leider habe ich durch die Haue nun denselben Fehler gemacht, das läßt sich wohl nur durch mit Belohnung arbeiten wieder auf die Reihe bekommen.

Nepomuk war dieses Mal brav, beim letzten Mal hatte er sich aufgeführt – komisch, einer zickt immer.

Heute mußten beide ins Roundpen, beide haben sich erst mal hingelegt. Jeder durfte danach noch draußen Gras fressen, sonst gab es nix. Heu hatte ich ihnen ja mittags gegeben, damit das Geplärre nicht so groß ist, das hat heute nur mit Barbie funktioniert. Abends bekamen sie dafür weniger, so daß sie nicht mehr Heu kriegen als normal, sie hatten eh schon mehr durch das Gras. Ich werde das zukünftig immer so machen, 20 Min. Gras fressen pro Pferd, insgesamt 1 kg weniger Heu. Wenn ich mittasgs komme, gebe ich ihnen ca. 6 kg ins Netz, jeder ist ca. 1 – 1,5 Std. weg, abends sind dann noch 2 – 3 kg übrig – das Gefressene wird angerechnet. Ideal ist ja, die Pferde haben keine langen Freßpausen, heute Abend hatten sie auch gar keinen Hunger mehr, sondern sind mir ständig nachgelaufen, da reichen dann auch 14 kg bis morgen früh.

Elisabeth hat gesagt, bei Barbie ist von Hufrehe keine Spur, man muß aber mit dem Gras aufpassen, langsam anweiden.

Die Weide für meine Pferde wurde gestern abgetrennt, es sind ca. 3.000 qm. Obwohl alle einverstanden waren mit 25m Breite und kürzerer Länge, wurden nun 16m Breite auf die gesamte Länge eingerichtet, damit sind Portionsweiden gestorben. Eine feststehende Lösung, die wenig Arbeit macht, scheidet nun aus, bleibt nur, alle paar Tage Zaun neu stecken.

Anweiden werde ich selbst machen, muß ich halt täglich rausfahren. Barbie ist ja rehegefährdet, außerdem frißt sie nicht, sie saugt Gras in Rekordtempo ein. Ein bissi angeweidet sind sie schon, am Anfang können sie 1 Std. auf die Weide, jeden Tag dann eine 1/2 Std. mehr. Ich kann derweil Restmist von der Weide abkratzen und dann eine Abzäunung aufbauen.

Überlegt habe ich mir, ob es, wenn sie angeweidet sind,  nicht sinnvoll ist, sie nur nachts auf die Weide zu lassen. Der einzige Nachteil ist, es ist niemand da und wenn Barbie die Abzäunung niederreißt, haben die Pferde viele Stunden, um sich mit Gras vollzumpumpen – für beide Gift. Na ja, kann ich immer noch entscheiden, wenn es soweit ist, erst mal sehen, ob die Decke Nepomuk hilft.

Schwarzkümmelöl bekommt er unregelmäßig (ich bin ja nicht jeden Tag da), daneben gelegentlich vorsorglich Aldi-Lotion, Barbie derzeit auch, weil sie sich scheuert (Fellwechsel).

Über Barbie regen sich Stallkollegen ständig auf, weil sie zu dick ist. Ich sag nie was über andere Pferde, geht mich nix an. Barbie war schon immer kräftig, hier war sie ca. 1,5 Jahre alt (kurz nach dem Kauf); wenn man das mit Poldi vergleicht, der inzwischen 2 Jahre alt sein dürfte,  liegen Welten dazwischen. Sie ist ein ein schweres Pferd und mit Nepomuk oder Mira nicht vergleichbar – trotzdem muß sie abnehmen.

Ich würde schon gerne mit ihr ausreiten, aber zeitlich nicht zu machen. Anweiden steht an, Nepomuk muß auch bewegt werden. Aber gut, 9 Jahre standen beide nur rum – wenn ich mir die Fotos so ansehe, muß ich sagen, Barbie hat ziemlich zugelegt (damals hatte sie noch einen geraden Hals).

Wenn es ginge, würde ich beide in den Alpen irgendwo auf ne Sommerweide stellen bis Oktober- danach wären beide vermutlich tot, geht also nicht.  Ich wollte nie ein eigenes Pferd, jetzt habe ich zwei, die evtl. noch 20 Jahre leben.

Ich habe keine Lust mehr, das liegt aber nicht an den Pferden.