30. Juni 2010

Nepomuk zickt rum

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:41

Erst gab es das „Fang mich“-Spiel auf der Weide, irgendwann habe ich ihm einfach den Strick um den Hals gebunden (nächstes Mal nehme ich den Halsring anstatt Halfter). Bis er fertig zum Ausreiten war, hat es ne halbe Ewigkeit gedauert, heute habe ich nämlich seine Ausreitdecke getestet. Dann saß der Western-Sattel schief, wieder absteigen, korrigieren, puh, ist das nervig.

Endlich ging es los, ich wollte einen neuen Weg weg vom Stall gehen – das klappte ca. 100 m. Dann hat Nepomuk zu zicken angefangen, wollte nicht mehr weitergehen, drehte um. Ich lasse ihn aber nicht zurück, deswegen geht er rückwärts in den Acker rein, stolpert, regt sich auf, mir hats gereicht. Wir also zurück zum Stall geritten, um einen bekannten Weg zu nehmen, er führt sich wieder auf – heute war wohl nicht sein Tag.

Also gut, ich steige ab, werfe Helm und Weste ins Auto – wir machen einen Spaziergang. Nach 200 m regt er sich wieder auf, trabt 10 mal um mich rum, mir wurscht, es wird da gegangen, wo ich will. Den Rest des Weges war er brav, er hat wohl bemerkt, daß er mit seinem Rumgespinne nicht durchkommt. Ich hätte nach seinem ersten Aufmucken sofort absteigen sollen und ihn führen – hinterher ist man immer schlauer.

Nepomuk war ja schon ewig nicht mehr alleine spazieren, es war immer Barbie dabei. Er muß aber lernen, daß er auch mal alleine unterwegs ist. Vom Stall wegführen und später aufsteigen, wäre eine Möglichkeit.

Er wurde dann noch mit Effektiven Microorganisem gewaschen; warum das Haartonikum nix für Ekzemer ist, habe ich heute gemerkt. Da ist einiges an Alkohol drinnen, der in meinen Wunden an den Händen ordentlich gebrannt hat. Glücklicherweise hat Nepomuk am Mähnenkamm keine Wunden, daher konnte ich es ihm dort auftragen.

Beide bekamen ihr Futter, das Leinöl (erst mal nur 10 ml, wird gesteigert auf 40 ml) kam sehr gut an, da leckte Nepomuk sogar die Schüssel aus. Barbie durfte dann raus, was ihn furchtbar aufgeregt hat. Auf hartem Boden läuft sie sehr vorsichtig, aber gut, ein paar Meter wird sie wohl mal aushalten.

Sie wurde auch gewaschen und bekam das Haartonikum drauf, der untere Teil der Mähne ist ja ein wenig dünn. Barbie wird ziemlich gequält von den Bremsen, inzwischen ist sie dankbar, wenn ich mit dem Bremsen-Blocker-Spray komme. Nepomuk mit seiner riesen Decke ist fein raus, er will die auch immer anhaben.

10 Jahre hat er nie eine Decke getragen, kannte er nicht, dann kam ich mit der Ekzemerdecke und nun ist er ein riesen Fan davon. Vielleicht mag Barbie auch eine Decke, habe ihr gerade eine bestellt. Falls sie sich unwohl damit fühlt, kann ich sie auch für Nepomuk nehmen als Ersatz.

Meine zwei Fliegenmasken müssen genäht werden, leider muß ich erst meine Nähmaschine reparieren. Für Nepomuk nähe ich das rechte Ohr aus unverwüstlichem Jeans-Stoff ein, alles andere ist sofort wieder kaputt. Er hat den Vorteil, daß sein Schopf ziemlich lang wird

leider hat er sich ja letzten Sommer fast alles weggeschubbert bis auf ein paar Haare. Gegen Fliegen an den Augen helfen so lange Haare prima, er hat die nachgewachsenen Haare noch dran, die sind aber noch nicht lang genug.

Barbies Schopf wird von Haus aus nicht so lang, daher hat sie ständig Fliegen an den Augen. So, ich habe ihr zwei Fliegenmasken bestellt, vielleicht kann sie sich ja damit anfreunden.

Barbies Mähne ist inzwischen schön lang, aber leider nicht durchgehend dicht. Das Haarwunder in der Familie ist eindeutig Nepomuk, er hat enorm viele Haare und die werden auch noch richtig schön lang – wo ich doch so ein Fan bin von langem, dichtem Behang.

Bisher schaut es ganz gut aus, seine Mähne ist ist noch einigermaßen dran, Schweifhaare ebenso, der (nachgewachene) Schopf  ist noch komplett. Ich kämpfe um jedes Haar :-), noch 2 Monate, dann wieder 7 Monate prima Haarwuchs. In 2 – 3 Jahren habe ich dann einen Hafi mit einer unglaublich dichten und langen Mähne *freufreu*.

Man muß sich das

einfach mal in lang vorstellen … *träum*.

Wenn wir das Ekzem nächstes Jahr mit Decke, Aldi-Lotion, Allergosan-Kräutern und Plantazem so in Schach halten können, daß der Mähnenkamm nicht mehr geschwollen ist und er sich allgemein nur noch wenig schubbert, wären das glänzende Aussichten für lange Haare :-).

29. Juni 2010

Swimmingpool Aufbau

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:12

Endlich Zeit, meinen neuen Pool aufzustellen, vorher Rasen gemäht. 3,66m Durchmesser, 91 cm hoch, es passen ca. 6500 Liter (ca. 80% gefüllt) rein, bis er voll ist, dauert es noch ein paar Stunden. Ich habe die Leiter zusammengebaut und die Filteranlage, Skimmer ist auch dabei, daneben eine Abdeckplane und ein Teil, wo man was zur Desinfektion reintun kann. Ein uraltes MicroPur habe ich noch, das wird ja nicht schlecht, gleich mal in den Schwimmer eingefüllt. Ich hoffe, das Wasser wird schnell warm, die Temperaturen liegen ja derzeit bei ca. 30 Grad, am Wochenende sogar 35 Grad.

Genial, Liegestuhl, Sonnenschirm und Gartendusche neben dem Pool aufgestellt, da fühlt man sich wie im Urlaub :-). Pool-Einweihungsparty ist für Sonntag geplant samt Grillerei, ein großer Garten ist schon praktisch. Bisher hatten wir hauptsächlich Arbeit damit, genutzt wurde er selten (außer mal auf der Terrasse sitzen). Mit dem Pool schaut es nun anders aus, Nichte und Neffe kommen nun auch gerne mal vorbei zum Planschen (Freunde mitbringen kein Problem).

Zuhause ist das Leben auch schön, ich kann Reiten gehen oder Motorrad fahren, abends bade ich und grille mir nebenbei was (habe einen E-Grill, falls ich alleine bin, für mehrere Holzkohle).

Mein neues Fell für den Westernsattel kam heute, wow, total dick (Merino-Schaf), werde ich morgen gleich mal ausprobieren. Gestern hat mich Hufpfleger Billi nochmals darauf hingewiesen, daß die Pflastergitter für Barbie Gift sind, ich also beim Praktiker vorbeigefahren und 100 kg Spielsand gekauft. Der reichte aber nur für ihren Standplatz vor dem Heunetz, aber gut, jetzt stehen sie eh fast nur auf der Weide. Bremsen gibt es ne Menge, die hängen alle an Barbie dran. Ich habe sie eingesprüht, leider hält das nicht lange vor.

Auf der Weide ist Barbie gestern ein längeres Stück (freiwillig) getrabt, von Lahmheit hat man fast nichts mehr gesehen. Ich denke, sie kann am Sonntag, wenn meine Nichte Nepomuk reitet, 1 Std. mit rausgehen (ich führe sie).

Für Nepomuk kam heute das Plantazem (Iwest) sowie das Equipower Leinöl, seine Fütterung ist bald ne Wissenschaft :-). Auf das Haartonikum bin ich gespannt, sein Mähnenkamm ist jja immer noch leicht geschwollen, Verletzungen hat er dort dank der Decke aber keine. In 8 – 10 Wochen ist seine Ekezemer-Zeit vorbei, bis dahin kann ich ausprobieren, was ihm hilft.

Wenn er nun 3 – 4 Mal die Woche geritten wird, muß man sehen, wie es mit den Hufen wird, ich denke mal, er braucht keine Hufschuhe. Nepomuk ging auf Schotter oder Teer noch nie fühlig, im Gegensatz zu Barbie.  formula4feets bekommt er seit gestern, Barbie auch, zwar braucht er kein so teures Mineralfutter, mit nem weiteren Kübel werde ich aber irre :-).

28. Juni 2010

Ein perfekter Tag :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 00:57

Erst ein prima Ausritt und dann schlagen wir die Engländer 4:1 – was will man mehr :-).

26 Grad, Sonne satt, um halb zwölf war ich im Stall verabredet, Kerstin und Jacky waren schon da. Flugs Nepomuk geschnappt, putzen muß man ja nicht viel wegen seiner Decke. Zu dritt standen die Pferde nebeneinander am Putzplatz, das klappte problemlos, Nepomuk ist ja ein sehr friedlicher Zeitgenosse. Die Trense bekam ich drauf, ohne die Ohren zu berühren – meine Güte, da macht man was mit *g*. Um zwölf ging es los, Nepomuk zum Schluß, er ist ja ein wenig lahmarschig, solange es vom Stall weggeht.

Bei der ersten Trabstrecke, die ich ziemlich flott fand, ging mir schnell die Puste aus, irgendwie kann man nicht besonders gut leichttraben auf diesem baumlosen Westernsattel. Nepomuk hat eine relativ kurze Schrittfolge, an das Tempo muß ich mich erst gewöhnen. Mit den Insekten ging es einigermaßen, nur ein mal wurde er arg nervös, hat sich aber schnell wieder beruhigt.

Der zweite Trab war auf meine Bitte hin langsamer, sehr angenehm :-), da könnte ich auch aussitzen (nicht so meine Stärke). Zwischendurch ist er immer wieder mal Trab gelaufen, während die anderen Schritt gingen, das ist klasse bequem zu sitzen und fühlt sich an wie Schweben. Es ist total genial, wenn er super langsam trabt, da merkt man, was für eine enorme Kraft in diesem Pferd steckt. Bisher hat er ja keine Muskulatur, die es ihm erleichtert, einen Reiter zu tragen, weil er quasi nie geritten wurde. Trotzdem gibt er gelegentlich freiwillig im Rücken nach, wie schön wird das Reiten erst, wenn er Muskulatur hat? Barbie kann das auch, aber gut, sie hat einen Rücken wie ein Elefant, da tut sie sich mit 50 kg Reitergewicht relativ leicht. Konditionsmäßig sind mir beide überlegen, da muß ich mich stark verbessern.

Auf Schenkeldruck reagiert Nepomuk einigermaßen, ich sag ihm trotzdem immer verbal dazu, was er machen soll (die Kommandos kennt er ja), damit er eine Verbindung herstellen kann. Auf Paraden reagiert er eher wenig, die müssen übertrieben deutlich sein, damit er kapiert, was erwartet wird. Aber gut, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut :-), er lernt das schon noch.

Ich denke, ihm gefällt es auszureiten, zwischendurch hat er mal was von Sträuchern abgerissen, ich bin da nicht so streng (nur stehen bleiben darf er nicht). Es macht Spaß mit Nepomuk, wenn er so brav ist, Radfahrer usw. sind für ihn ja kein Problem. Heute hat er auch aufgepaßt, wo er hintritt und ist nur ein Mal gestolpert.

Mal sehen, wie es mit den Hufen wird, wenn er alle 2 Tage ausgeritten wird, vielleicht sollte ich ihm doch das formula4feet geben und Barbie auch. Mit seinem Ekzem schaut es derzeit gut aus, obwohl er keine Fliegenmaske trägt. Ein paar Wunden im Gesicht und am rechten Ohr, kleine an der Brust, nur am Geschlechtsteil schaut es ziemlich blutig aus.  Salbe bekomme ich da nicht hin, weil er sofort mit dem Huf kommt, ich werde es mal mit Blauspray versuchen (auch ans Ohr, was ich nicht anfassen darf).

Geschwitzt hat er heute kaum, nur ein wenig am Gurt, obwohl es warm war und wir ca. 1 Std. unterwegs waren. Er wurde abgewaschen mit dem Schwamm (Gieskanne geht nicht), Wasser auf die Hufe mag er nicht, da zieht er weg – mit der Zeit wird er sich schon dran gewöhnen.

Ich habe beiden dann noch ein Stück Gras dazu gesteckt, bald ist der vordere Teil abgefressen. Hinten ist noch nicht abgemäht, morgen mache ich alle von mir gesetzten Absperrungen weg. Irgendwo werden sie dann schon noch was finden bzw. können sich das Beste aussuchen.

Einen Schubkarrn Mist habe ich heute noch eingesammelt, ich werde das Abmisten der Weide nun einstellen, es ist mir zuviel Arbeit, man bekommt die Haufen aus dem langen Gras ja nur schwierig raus. Der Stallbesi kann die ganze Weide abmähen und maschinell abmisten, danach werde ich es wieder selber machen.

Ab nächstem Wochenende hat meine Nichte mehr Zeit und wird öfters mitkommen. Ich hoffe, Barbie kann dann spazieren gehen (mit Kappzaum), wir wechseln uns dann ab mit Reiten (Nepomuk) und Führen (Barbie). Ich werde Barbie  morgen mal rausnehmen, putzen/waschen und ein Stück mit ihr laufen. Sie will ja auch mal ein wenig Abwechslung, steht immer traurig am Tor, wenn Nepomuk raus darf.

Mir tut sie leid, wir wissen nicht, was genau sie hat. Hinten rechts geht sie einen verkürzten Schritt, allgemein läuft sie sehr vorsichtig. Meine Bekannte hat einen Hufschuh, sobald sie den gefunden hat, werden wir einen erfahrenen Schmied bestellen. Wenn es an dem Abszess liegt, wird der in der Sohle geöffnet, zum Schutz vor Infektionen bekommt sie dann den Hufschuh drauf. Sagt der Schmied, es liegt an der Rehe, werde wir einen guten TA bestellen zwecks Röntgenbildern.

Nach wie vor hebt sie vorne rechts ungerne den Huf, das deutet auf Abzsess links, sie lahmt beim Trab auch vorne links. Lebensqualität bedeutet für Barbie Gras, sie ist ständig in Bewegung, so schlimm können die Schmerzen also nicht sein.

Hufbock ist bestellt, habe heute ne Stelle bei Nepomuk entdeckt, die ich raspeln kann :-). Huf aufheben und erst auf Befehl absetzen klappt immer besser, außer bei Barbie vorne rechts. sie kann einen zur Weißglut bringen, kaum hat sie hochgehoben, zieht sie weg. Fünf mal hat es gedauert, bis ich heute den Huf ausgekratzt hatte – hoffentlich kapiert sie irgendwann, daß nicht wegziehen für sie (und mich) angenehmer ist.

Deutschland gegen Argentinien, das wird schwer, der Bessere soll gewinnen – Hauptsache, wir scheiden mit Anstand aus.

27. Juni 2010

Sonnwendfeier

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 01:15

Nach ewigen Zeiten war ich abends mal wieder aus auf einer Sonnwendfeier, wir hatten nette Leute am Tisch und die Musik (Kapelle aus Unterdarching – Valley) machte prima Stimmung. Wir haben beschlossen, demnächst mal wieder in die Disco zu gehen und dieses Mal nach Jahren Abstinenz auch auf die Wiesn zu gehen in ein Bierzelt – da geben wir uns dann die Kante *g*. Erst mal muß ich mir neue Jeans kaufen; da ich einiges abgenommen habe, passen mir meine Hosen nicht mehr.

Meine Nichte war heute mit ihrer Freundin Moni am Ammersee, da kann man sich für EUR 15/Std. ein Pferd leihen und ausreiten, die sind aber alle mehr oder weniger durchgeknallt – kein Wunder. Unsere Pferde sind angeblich brav dagegen … da schau an :-). Wenn Barbie wieder laufen kann, können die Kinder am WE ja mit Barbie und Nepomuk ausreiten, wenn die Mutter von Moni mit geht. Die Kosten für beide Pferde sind enorm, da können sie auch ein bissi was verdienen, EUR 15 pro Ausritt (wegen mir auch 2 Std.) ist ein guter Preis, denke ich. Moni ist ja eine gute Reiterin, ihr meinen Nepomuk anzuvertrauen ist kein Problem. Wenn das klappt, wäre ne Reitbeteiligung von Moni für Nepomuk prima, Lucia hat ja eine für Barbie.

Theoretisch können beide Hafis jeden Tag geritten werden (wenn Barbie wieder gesund ist), auch 2 Std. oder länger (wenn sie trainiert sind), die Kinder bringen ja kaum Gewicht mit. 50 kg inklusive Sattel, das ist für einen kräftigen Hafi (wie unsere beiden) keine großartige Belastung. Für mich wäre es eine Entlastung und den Pferden täte es auch gut.

Jetzt freue ich mich erst mal auf den morgigen Ausritt, ich hoffe, ich mache nicht eher schlapp als Nepomuk. Die anderen zwei Pferde werden ja schon viele Jahre geritten, sind daher gut bemuskelt und haben Kondition, ebenso deren Reiter. Nepomuk wird schon mithalten könne, denke ich, ich bin konditionell aber ne Null.

Beim letzten Wanderreiten gingen wir täglich zwei lange Trabstrecken, eine ca. 15 – 20 Min. lang, das fand ich ziemlich heftig. Dazu zwei Mal Galopp über mehrere Kilometer, in Tschechien geht sowas. Man glaubt es nicht, was das Kondition kostet, es ist brutal anstrengend, so lange zu traben oder zu galoppieren.  Mein Riesen-Trakehner war ein Traumpferd, sowas von zuverlässig und trittsicher hatte ich noch nie erlebt.

Werd ich nie vergessen: breite abgemähte Wiese, leicht bergauf, ich ritt immer letzter, Galopp. Ausgeschert, weil der vor mir immer nach meinem geschlagen hat, wenn man ihm zu nahe kam, Faecho überholt sechs Pferde. Die Reitführerin überholen kostete abends ne Runde, Faecho hat man quasi am langen Zügel voll unter Kontrolle gehabt. Rechts tauchte eine Reiterin mit einem Criollo-Renner auf, sie hatte Probleme, ihr Pferd zu halten. Scheiß auf die Runde, sie gibt Zügel, ihr Pferd gibt Gas, erstaunlich, wie schnell noch steigerungsfähig ist. Ich gebe meinem Trakehener auch Zügel und wir machen ein Wettrennen im Renngalopp. Ich bin noch nie so schnell galoppiert, er hat sich richtig lang gemacht, ich hab nur gekuckt, daß ich drauf bleibe.

Abends gab es einige Runden am Lagerfeuer, gehört dazu :-).

25. Juni 2010

Nächtliche Aufregung – alleine im Gelände

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:04

Früh um fünf wache ich durch lautes Katergeschrei auf, Merlin ist nicht da. Bei uns streift oft ein getigerter Riesenkater rum, Merlin hat panische Angst vor dem. Außerdem ist mein Kleiner ja schon 17 Jahre alt und extrem dünn, quasi ne halbe Portion, der fremde Kater wiegt vermutlich das Doppelte (in etwa die Gewichtsklasse von Gismo). Ich also im Schlafanzug rausgeeilt und finde Merlin vor Nachbars Garage, er liegt da wie tot, der Fremde steht vor ihm. Gismo sitzt bei mir im Garten, er hätte Merlin auch mal verteidigen können, schließlich prügelt er sich oft genug mit dem Fremden. Ich flugs zu den Nachbarn rüber, glücklicherweise ist deren Grundstück immer offen, der Getigerte macht sich gleich aus dem Staub.

Merlin hat Panik, scheint mir aber unverletzt, ich schnappe ihn und trage ihn in die Wohnung. Glücklicherweise beruhigt er sich schnell wieder, Verletzungen (Gismo hat ständig welche) hat er keine.

Um drei war ich heute im Stall, habe erst mal die Weide neu abgesteckt und 2 Schubkarrn Mist abgesammelt. Nepomuk paßt Barbies Sattel gut, ich mußte nur seinen kürzeren Bauchgurt nehmen. Beim Auftrensen fängt er an zu spinnen wegen seiner Ohren, die sind megaempfindlich, ich darf sie daher nicht berühren. Mit dem Zügel um den Hals zieht er mich hinter sich her, ich habe ihm daher leicht mit der Trense die Schulter touchiert. Zack hat er sich losgerissen, die Trense schleifte er unter sich mit, darüber hat er sich mächtig erschrocken. Bei ihm dauert sowas aber nicht lange, er hatte auch keine Panik, so daß ich ihn leicht wieder einkassieren konnte.

Der Vorteil des LG-Zaums ist, man muß zum Anlegen die Pferdeohren nicht anfassen. Ich habe auch ein Halfter, was sich so anlegen läßt, bisher gehört das Barbie, kann ich aber auch für Nepomuk nehmen. Irgendwie brachte ich die Trense dann drauf, man muß ihn zukünftig anhängen, wenn man das versucht.

Auf zum Ausritt alleine, vorbei an Barbie, Nepomuk nimmt es gelassen. Uns kommt eine Spaziergängerin mit Hund entgegen, er bleibt oft stehen und kuckt mißtrauisch, gelegentlich versucht er umzudrehen. Wir drehen nur eine kleine Runde, am Waldrand geht es zurück, nun läuft er im Schritt ungefähr doppelt so schnell wie vorher. Weg vom Stall kann man problemlos traben, wenn es zurück geht, er die Ranch sieht und ich alleine bin, muß er Schritt gehen.

Auf der letzten Wegstrecke hat er wohl ein Insekt am Bauch, tritt sich bei jedem Schritt mit dem Hinterhuf, das fühlt sich komisch an. Na ja, Hauptsache, er wird dadurch nicht wild und will vor dem Flugsaurier davonrennen.

Wenn ich alleine unterwegs bin, will ich die Kreise langsam größer ziehen, so kann er sich daran gewöhnen. Alle zwei Tage Ausreiten ist nun angesagt, am Sonntag bin ich mit zwei netten Stallkolleginnen verabredet. Auf den Reitplatz gehe ich vorerst nicht, wir beide sind kein Fan davon – mir ist wichtiger, er lernt erst mal, mit mir alleine draußen sicher zu laufen. Ausdauer kommt mit der Zeit, für mich auch, ich bin ja quasi schon ewig nicht mehr geritten.

Barbie läuft immer noch sehr vorsichtig, wie auf Eiern, vor allem auf hartem Boden. Ich weiß nicht, ob das an dem Abszess liegt oder ob beim Ausschneiden zuviel weggeraspelt wurde. Ich denke mal, sie braucht noch ein paar Wochen, bis man sie wieder reiten kann.

Find ich gar nicht so schlimm, nun kann ich mich ohne schlechtes Gewissen voll auf Nepomuk konzentrieren. Letzten Sommer war es umgekehrt, Nepomuk konnte aufgrund seiner bis auf die Knochen gescheuerten Stellen am Widerrist nicht geritten werden, Barbie „durfte“ ran.

Meine Nichte und Reitbeteiligung Lucia nimmt immer noch jede Woche Unterricht bei Reitsberger, ich denke, sie wird mit Barbie gut zurecht kommen (ist ja auch ihr Liebling). Mein Pferd ist ja Nepomuk, Barbie mag ich natürlich genauso gerne. Ein paar Std. Beritt für beide werde ich im Herbst bestellen, damit sie die Hilfen zum Angaloppieren lernen. Unterricht für Lucia und mich ist nicht vom Tisch, nur verschoben wegen Barbies Erkrankung.

Ich bin glücklich, daß Nepomuk anscheinend das plötzliche Rodeo abgestellt hat, ich hoffe, ich traue mich, bald wieder ohne Sicherheitsweste zu reiten (die nervt). Barbie ist eh brav, beide müssen nun nur noch galoppieren lernen, ohne zu buckeln.

23. Juni 2010

Ausritt mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:49

Heute traf ich zufällig Stallkollegin Kerstin, die eine Hafi-Stute hat, und auch ausreiten wollte. Wir beschlossen, ein Stück zusammen zu gehen. Damit der Sattel nicht verrutscht, bin ich per Stuhl aufgestiegen, Nepomuk blieb brav stehen. Wir sind dann ca. 30 Min. Schritt gegangen, Nepomuk war ausgesprochen brav *freu*. Danach haben wir uns getrennt, ich bin heimgeritten, der Abschied war kein Problem. Als er realisiert hatte, daß er nun alleine ist, hat er gewiehert und mußte äppeln sowie bieseln vor lauter Aufregung. Gemütlich sind wir dann zurück geritten, eilig hatte er es glücklicherweise nicht.

Barbie hat fast die ganze Zeit gewiehert, er wollte dann unbedingt zu ihr anstatt auf den Putzplatz. Was ne gute Idee von ihm war, so konnte ich ihm zur Belohnung ein bissi Hafer aus dem Auto holen. Nach dem Absatteln durfte er noch eine 1/2 Std. ohne Decke auf die Weide, damit er Körperpflege mit Barbie betreiben kann.

Jetzt muß ich halt dran bleiben mit dem Reiten und üben, auch alleine rauszugehen. Der Westernsattel ist nicht so super bequem, finde ich, werde mich mal nach einem Lammfell dafür umsehen. Barbies baumloser Sattel ist angenehmer, werde den mal auf Nepomuk probieren.

Ausreiten mit anderen macht Spaß, das Problem ist, daß ich vorerst mit Nepomuk noch nicht galoppieren will. Erst mal will ich Vertrauen und Sicherheit gewinnen, für die anderen bin ich dadurch natürlich ein Hemmschuh. Brigitte und Kerstin sind bereit, das in Kauf zu nehmen, wir können ja als Ersatz lange Trabstrecken machen. Oder man trennt sich irgendwann, es ist eine gute Übung für Nepomuk, wenn er alleine heimgehen muß.

Barbie läuft inzwischen einigermaßen lahmfrei, ein Spaziergang würde ihr sicher nicht schaden. Meine Nichte könnte dann Nepomuk reiten, zur Not kann ich ja auch beide Pferde führen. Bis man Barbie reiten kann, wird es noch dauern, ich will erst mal ein Röntgenbild von ihren Vorderhufen (sicher ist sicher). 

Ein Isländer bei uns im Stall hat auch Sommerekzem, allerdings nicht so extrem wie Nepomuk. Die Besitzerin hat mir Plantazem von Iwest empfohlen, einen Versuch ist es wert, habe ich bestellt. Dazu Equinatura Haartonikum für Nepomuks Mähnenkamm, die Haare werden immer weniger. Daneben Equipower Leinöl, das ägyptische Schwarzkümmelöl ist ja nun bald zu Ende (gebracht hat das mE nix).

Sobald Barbie mit der Hufelexier-Kur durch ist, kann sie auch Leinöl bekommen, das unterstützt die Entgiftung durch die Leber.

Nepomuk bekommt ja seit ca. 14 Tagen täglich eine Hand voll Hafer (ungequetscht), dazu ca. 50 gr vom „Pferdefutter Rehe“ (damit er denkt, er hat dasselbe wie Barbie) und „Allergosan-Kräuter“ sowie 1 Stück Brot mit Schwarzkümmelöl (25 Tropfen). Das teure Mineralfutter formula4feet bekommt er nicht mehr, er hat ja nix an den Hufen – das hebe ich mir auf für Barbie nach ihrer Hufelexier-Kur. Der Hafer muß weg und Nepomuk kann ein bissi Energie gebrauchen, sein Ekzem nimmt ihn ja schon ein wenig mit. Wild wird er durch den Hafer jedenfalls nicht, bei der geringen Menge auch sehr unwahrscheinlich.

Barbie bekommt neben dem flüssigen Elexier 100 gr Rehe-Futter, 50 gr Rehe-Ex sowie 10 Globuli von Calcium fluoratum d12, was gut ist für den Hornwachstum.

Die Zukunft schaut rosig aus, die Pferde sind 24 Std. auf der Weide und daher ausgeglichen. Nepomuk sein SE haben wir einigermaßen im Griff, er macht kein Rodeo mehr, so daß Reiten Spaß macht. Barbie ist auf dem Weg der Besserung und die liebe Brigitte füttert gelegentlich meine Pferde, so daß ich nicht jeden Tag antanzen muß.

22. Juni 2010

Training

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 23:21

Meine Schwester hat mich geschimpft, weil Barbie sich beim Hufpfleger so flegelhaft aufgeführt hat. Also habe ich mir ein Training überlegt: Huf auf eine Bierkiste stellen, einen Hufbock habe ich ja (noch) nicht. Außerdem gebe ich nun Kommandos, „hoch“ (für Huf hoch heben) und „runter“ (absetzen). Mit den Vorderhufen habe ich angefangen, fürs erste klappt es ganz gut bis auf Barbies rechten Vorderhuf, den schone ich noch.

Evtl. sollte ich mir ein drittes Kommando einfallen lassen für „Huf wo draufstellen“, dann sage ich nur noch „hopp“ (oder so) und das Pferd stellt alleine den Huf auf den Bock (oder Bierkasten). Keine Frage, ein Pferd kann das natürlich lernen – wenn das Kommando sitzt, müßte ich mit Gerte arbeiten (den Fuß, der hochgestellt werden soll, antippen).

Ziel wäre, daß beide jeweils einen Huf auf die Bierkiste stellen und den erst wieder auf Befehl runternehmen (Beweisfoto ist nötig *g*), quasi ne kleine Zirkuslektion.

Barbie strampelt immer noch gerne mal beim Hufe auskratzen rum, ich halte da nicht dagegen, sie wird nur verbal ermahnt mit „hey“ (das heißt: hör auf, rumzuzicken). Bei mir hebt sie den Huf solange erneut, bis ich „runter“ sage, ich muß mich auch erst dran gewöhnen. Ich habe Zeit, ich habe Geduld und … ich habe die Leckerlis :-). Ich binde sie nicht an, sie kann gehen, wenn sie will, macht sie aber nicht.

Schläge bringen bei Barbie aufgrund der Mißhandlungen durch den Vorbesitzer nichts, sie wird dadurch nur noch bockiger. Klar rutscht einem mal die Hand aus, man tut sich damit aber keinen Gefallen. Barbie ist schwierig, was Hufe hochheben angeht, jahrelang bekam sie Beruhigungsmittel, damit Ausschneiden überhaupt funktionierte.

Ich denke, nur durch positive Konditionierung kann sie ihr „Kindheitstrauma“ überwinden, daran arbeiten wir nun täglich.

Nepomuk kommt immer zuerst dran, sie sieht natürlich zu bzw. klebt an mir, nur er bekommt aber was – Belohnung muß man sich verdienen. Ich denke mal, in 4 Wochen beim nächsten Huftermin ist sie brav, man muß ihr halt öfters mal was geben, das steigert ihre Motivation zur Mitarbeit. Ohne ihre Kooperation ist es sehr mühsam, Barbie ist kein Pferd, was sich mit ein paar Schlägen gefügig machen läßt.

Nepomuk kam heute gesattelt ins Roundpen, besonders arbeitsfreudig war er nicht. Es juckt ihn derzeit wieder vermehrt, das Resultat sind blutige Wunden an den Ohren, im Gesicht, der Brust und am Bauch. Er bekam heute die Ersatzdecke drauf, damit ich die andere waschen und flicken kann, dazu eine Fliegenmaske mit reparierten Ohren. Füs Reiten habe ich ihm einen Ohrenschutz mit Edelweiß drauf gekauft, heute probiert, schaut nett aus :-).

Das Gras auf dem hinteren Teil der Weide ist ziemlich hoch und durch den Dauerregen umgefallen, meine mögen das nicht. Ich hoffe, der Stallbesi räumt das bald ab; bis es nachgewachsen ist, habe ich ja vorne noch einen kleinen „Vorrat“. Der ist beliebt, Barbie hatte heute den Zaun umgerissen.

Morgen möchte ich nach langer Zeit mal wieder mit dem Reiten beginnen, hoffentlich muß ich mir unser Spiel gegen Ghana nicht im Krankenhaus anschauen *g*. Komischerweise habe ich mehr Bedenken, Nepomuk wieder zu reiten, als damals nach meinem Unfall Barbie. Sie ist berechenbar, er nicht. Meine Bekannte legt mir immer wieder nahe, mit Gebiß zu reiten – wenn Nepomuk mich noch ein mal abwirft, wird er damit Bekanntschaft machen.

Ich bin ja kein Freund vom Gebiß, finde es irgendwie unnatürlich, so ein Metall im Maul.

Die ersten Ausritte mit Barbie waren mit Halfter, da konnte sie noch gar nix. Beim Galoppieren hat sie zwar gebuckelt, ich fiel trotzdem nicht runter. Als ein mal das  Halfer kaputt ging, bin ich alleine mit ihr heimgeritten, mußte sie ständig am Zügel reiten, damit das Halfter nicht abfiel. Sie war nervös ohne Ende so alleine im Wald, war trotzdem kein Problem, sie zu halten.

Meine Nichte, die letztes Jahr noch nicht reiten konnte, hat sich auf Barbie (ohne Sattel) draufgesetzt, die Dicke nur mit Halfter; Barbie ist zwar ein bissi getrabt, aber Lucia ist nicht runtergefallen.

Barbie läßt sich gebißlos sehr gut reiten, sie reagiert inzwischen prima auf Zügelhilfen, durchgehen tun beide nicht. Nepomuk ist ja weit weniger geritten worden als sie, daher kann er weniger. Was nicht das Problem ist, sondern sein plötzliches Rodeo. Daneben seine Unkonzentriertheit, dadurch stolpert er z. B. schnell mal, erschrickt sich vor sich selbst und springt rum.

Ich denke, man muß ihn beim Ausreiten „beschäftigen“, also Zügel auf Anlehnung und treiben. Anhalten, rückwärts gehen usw., damit er aufpaßt.

18. Juni 2010

Schwerstarbeit für den Hufpfleger

Filed under: Allgemein — admin @ 23:20

Hufpfleger Billi meinte, man sollte den Abszess nicht in der Sohle öffnen, sondern erst mal abwarten. Barbie bekam die Hufe ausgeschnitten, Schwerstarbeit für Billi. Zwei Mal hat sie eine geknallt bekommen von ihm, was Barbie ja nicht besonders beeindruckt.  Rechts vorne war es besonders schwierig, da ihr das Belasten des linken Fußes ja weh tut. Billi ist  ein sehr kräftiger Mann, meist hat er es geschafft, daß sie nicht wegziehehen konnte. Irgendwie fanden die beiden keinen Draht zueinander, er fand sie zickig und sie fand wohl, sie bekomme zu wenig Lob und Leckerlis. Ich meine, beiden haben Recht :-); festgestellt habe ich, daß sie auf verbale Ermahnung sehr gut reagiert. Einfach mal ein lautes tiefes „hey“, wenn sie rumstrampelt, darauf hört sie meist.

Übung macht den Maista :-), wenn sie begriffen hat, daß Huf hochheben nicht weh tut und man ne Belohnung bekommt, wenn man es gut macht, wendet sich das Blatt schnell. Siehe Nepomuk, der freut sich inzwischen, wenn er Hufe ausgekratzt bekommt.

Sobald der Regen aufhört, mache ich ihr einen Hufverband mit Sauerkraut, was mache ich jetzt mit meiner Tinktur Kaliumpermanganat? Nepomuks Strahlfäule behandeln, evtl. auch seine Wunden, ich muß mal an mir testen, ob das auf offenen Wunden brennt. Barbie bekommt es auf ihren kranken Huf, ich habe mir ne praktische Spritze gekauft.

Billi meint, Barbie hat gegenüber letzter Woche ziemlich abgenommen, mir fällt das ja nicht so auf, da ich sie jeden Tag sehe (obwohl sie Gras und Heu ohne Ende zur Verfügung hat), durch die Kräuter von Frau Nehls gehen die Wassereinlagerungen weg, der Speckhals schmilzt auch sichtbar. Diese Kräuter haben sich wirklich gelohnt, man glaubt gar nicht, daß die so viel bewirken können.

Ich habe eine Dokumentation ihrer Huferkrankung erstellt, damit man den Überblick behält.

Gestern brachte ich Nepomuk seine gewaschene Decke, einen Tag stand er ohne. Obwohl es kalt war und viel geregnet hat, hat er Mähnenkamm und Schweifrübe ordentlich geschubbert. Nun muß er halt die Decke immer anbehalten, auch bei Dauerregen. Er ist ein Extrem-Ekzemer, aber gut, es sind 3 – 4 Monate im Jahr, wo er eine Decke tragen muß. Die restliche Zeit ist er ein gesundes Pferd, reitbar ist er das ganze Jahr.

Barbie wird zukünftig vorsichtshalber vorbeugend im Frühjar und Herbst (fruktanstarke Zeit) eine Kur Huf-Elexier (halbe Dosis bekommen), dazu „Rehe-Ex“. dann paßt die Sache.

Wenn sie wirklich mal beansprucht werden, bekommen sie unmelassierte Zuckerrübenschnitzel oder eingeweichte Heucobs zur Belohnung, eigentlich brauchen sie gar nix.

Gestern hatte ich sie eingesperrt, nachdem sie eh drinnen standen, heute durften sie 1 Std. auf die Weide, kamen dann freiwillig wieder rein (ununterbrochen Regen). Heu gefüttert habe ich dann auch den Nachbarn, die nix mehr hatten.

Ein Brett in der Wand, wo mein Heunetz außen hängt, ist unten lose, innen ist der Stall der Nachbarn. Die Hafi-Stute nebenan hat das Brett von innen hochgedrückt, um das Heu, was unter meinem Netz liegt, zu fressen. Aus dem Brett stehen unten aber Nägel raus, da kann sie sich leicht verletzen, ich also das Brett wieder reingehauen und ihr nen Haufen Heu in ihren Stall gebracht.

16. Juni 2010

glückliche Pferde

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:19

Gestern war ich abends kurz im Stall, um den Hafis ihr Extrafutter zu geben und Barbie einen Hufverband mit Sauerkraut zu machen. Im www las ich, Babywindeln wären praktisch, also habe ich ein Paket gekauft. Bei der Größe war ich mir unsicher, Barbie lebt ja auf ziemlich großem Huf, eine Vorstellung von Babypopos habe ich nicht. Auf Gutdünken nahm ich Größe 2, „junior“ wäre wohl besser gewesen *g*. Den Abszess habe ich inzwischen lokalisiert, Sauerkraut drauf, zwei Windeln drüber und mit Klebeband fixiert. Wie lange das gehalten hat, läßt sich nicht sagen, seit gestern regnet es ja quasi durchgehend.

Heute hat ein großer Teil sowie das Sauerkraut gefehlt, bei diesem Sauwetter bringt ein weiterer Umschlag wenig, hab ich mir daher gespart. Wie immer kamen die Pferde gleich angerannt, als sie mich sahen, wie immer bekamen sie erst mal ihre Kräuter. Danach gingen sie mir nicht mehr von der Pelle, ich hab mich gewundert … bis es mir einfiel. Gestern hatte ich danach Hufe ausgekratzt – sie wollten ihre Leckerli haben.

Gut, daß ich kürzlich bei zooplus.de 5 kg Eggersmann Kräuter Brigs Pferdeleckeri bestellt habe, die gehen weg wie warme Semmeln :-). Nepomuk ist inzwischen fast übereifrig beim Hufe heben, nun ist das ein Kinderspiel bei ihm. Mit Barbie klappt es bei drei Hufen problemlos, vorne rechts hat sie heute ein Mal weggezogen. Links ist ja der Abszess, belasten tut weh, aber für 1 Min. wird sie das schon aushalten können; sie hob dann nochmal hoch, damit sie ihr Leckerli bekommt. Wie es am Freitag wird, wenn Billi kommt, muß man sehen; der Abszess wird dann ja in der Sohle geöffnet, damit der Eiter raus kann (wegen dem lahmt sie),  normal müßte der Schmerz dann weg sein.

Im Dauerregen habe ich fast 2 Std. (3 Schubkarrn) die Weide abgemistet, die Haufen aus dem hohen Gras zu popeln, ist zeitaufwendig. Den Zaun nach hinten habe ich noch um 2 Pfosten versetzt, das hohe Gras ist durch den Regen umgefallen, nicht sehr beliebt bei meinen Pferden. Zu fressen haben sie ohne Ende, auch immer genügend Heu, Barbie hält ihr Normalgewicht. Von Hufrehe keine Spur, ein Glück! Die Rille am linken Kronrand habe ich heute genauer in Augenschein genommen, sie ist länger als gedacht, ca. 2/3 quer über die Hufwand. Dafür nicht so tief wie befürchtet, verschlossen. Der Eiter muß an der Sohle raus, Kaliumpermanganat sowie eine große Spritze zur Spülung habe ich heute besorgt.  Sauber halten ist wichtig nach der Öffnung, damit keine Infektion reinkommt – Windeln genug dafür habe ich.

Kaliumpermanganat ist sehr günstig und wurde früher auch für Menschen zur Desinfektion verwendet, heute kaum mehr. Man muß vorsichtig damit umgehen, es färbt lila, macht Kleidung mehr oder weniger kaputt, angeraten werden Schutzhandschuhe beim Hantieren damit. Ein altes „Hausmittel“, genauso wie Sauerkraut, hilft viel und kostet fast nix.

Nepomuks Decke nahm ich heute mit zum Waschen, bei dem Dauerregen sind großartige Scheuerattacken nicht zu erwarten (hoffe ich). Seine Wunden im Gesicht werden immer größer, seine Ohren läßt er sich kaum mehr anfassen. Mähne und Schweif weisen bisher geringen Haarverlust auf,  hoffentlich bleibt das bis morgen so.

Man merkt, daß es beiden gut geht den Umständen entsprechend. Sie haben ne Menge Gras, sie haben Heu, sie haben einen langen Treibgang, wo sie galoppieren können. Tag und Nacht sind sie in Bewegung, wie es sich für Pferde gehört. Nepomuk sein Ekzem stört sein Wohlbefinden nur gering, ebenso der Abszess bei Barbie.

Und ich habe auch wieder gute Laune, obwohl ich jeden Tag hinfahre. Wenn das Wetter besser wird, werde ich mit Nepomuk ausreiten, Barbie kann vermutlich auch bald wieder schmerzfrei geritten werden.

14. Juni 2010

Besuch in Tirol

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:26

Als ich gestern in den Stall kam, lag Barbie auf der Weide – oh weh, dachte ich, wenn es doch Hufrehe ist, kann sie vermutlich nicht mehr stehen. Als sie mich sah, stand sie aber gleich auf und kam an – puh *schweißabwisch*. Nachdem beide Futter gefaßt hatten, blieb Nepomuk brav da zum Hufe auskratzen, Madame ist schnell wieder abgehauen. Ich also Barbies Halsriemen geholt, Barbie weigerte sich aber, mitzugehen. So ein störrischer Esel, ich also das Halfter geholt, dasselbe Ergebnis. Kurz vor Weideende blieb sie stehen, ob sie Angst hat, wieder auf den Paddock gesperrt zu werden? Für den dritten Versuch holte ich die Gerte und dachte schon, ich habe gewonnen – bis sie sich urplötzlich umdrehte, mir den Strick aus der Hand riß und zurück auf die Weide galoppierte. Mir tat sie zwar leid, aber so gehts halt nicht, krank hin oder her. Ich also die Kette (von meinem Hund) geholt, Ihr über die Nase gelegt, beim Halfter jeweils durchgezogen und den Strick in beide Ringe der Kette eingehangen. Ein mal sachte gezogen, da hat sie gleich gemerkt, daß der nächste Versuch, sich loszureißen, schmerzhaft wird.

Hufe aufheben klappte einigermaßen mit Belohnung, nur vorne rechts wollte sie erst nicht, links hat sie ja den schmerzhaften Abszess. Für zwei Leckerli extra hat sie den dann auch gehoben, ich habe dann noch ihre Hufwände fotografiert.

Heute war ich in Tirol, meine Bekannte besuchen, der Barbie gehört. Vorher noch kurz im Stall, um die Hafis zu füttern, beide kamen gleich an. Barbie geht nach wie vor vorne links lahm, ich habe schnell noch Fotos gemacht. Barbies Besitzerin hat ihren TA angerufen, der meinte, der Abszess muß in der Sohle geöffnet werden, damit aller Eiter abfließen kann. Umschläge mit Sauerkrat sind notwendig, des weiteren muß der Wundkanal mit Kaliumpermanganat gespült werden. Möglich ist, daß Hufrehe einen Abszess nach sich zieht, allerdings dauert es ja, bis der von der Sohle bis an den Kronrand durchbricht – das kommt zeitlich nicht hin.

Barbie steht nun seit 3 Tagen 24 Std. auf der Weide, wo es viel Gras gibt. Wenn sie Hufrehe gehabt hätte, hätte das Gras sicher einen neuen Schub ausgelöst. Sie ist heute (freiwillig) getrabt und galoppiert, das schaut nicht nach Reheschub aus.

Im www gibt es Videos, wie ein Pferd mit Abszess vorne läuft – Barbie lief genau so, als ich dachte, sie hat einen Rückfall und vor kurzem, als sie fast nicht mehr stehen konnte. Wie es bei Ausbruch der Krankheit Anfang Mai war, weiß ich nicht mehr, erinnerlich hatte sie die typische Rehe-Schonhaltung eingenommen (die letzten zwei Male nichte), aber das kann auch täuschen.

In der Hufwand links vorne hat sie eine ca. 7 cm lange, fast fingerbreite Rille, scharfe Fotos davon sind schwierig (werde mich morgen bemühen), ebenso Bilder von den Sohlen zu machen. Billi habe ich angerufen, er meint, ich kann jetzt schon Umschläge mit Sauerkraut machen, vor Freitag hat er keine Zeit.