31. Juli 2010

unfreiwilliger Spaziergang

Filed under: Allgemein — admin @ 23:29

Ich mußte mit meinen diversen Homepages kurzfristig den Server wechseln, daher nun eine Zusammenfassung mehrerer Tage.

Am Dienstag habe ich Barbies Besitzerin besucht und mir Anweisungen bezüglich Barbies Abszess geholt. Am Mitwoch schritt ich dann zur Tat und habe das ganze brüchige Horn, was sich an dem Austrittskanal nahe der Hufwand angesammelt hat, weggeschnitten – irgendwann würde das sowieso abfallen.

Dann kam Blauspray drauf zum Desinfizieren, anschließend habe ich Ichtholan 50% (Zugsalbe) in den Wundkanal reingedrückt. Da ging einiges rein, der Eiter scheint ein ziemlich großes Loch gefressen zu haben. Abschließend gab es einen verstärkten Hufverband aus zwei Windeln mit Klebeband auf der Sohle.

Das zweite Loch, was in der Sohle endet, scheint mir bereits „dicht“ zu sein, vermutlich ist dieser Kanal trotz Eiter zugewachsen, so daß der sich einen zweiten Ausgang gesucht hat. Daß Barbie mit dem Huf überhaupt noch auftreten kann, ist fast ein Wunder.

Sie hat sich alles superbrav gefallen lassen, während sie am Heunetz stand und fraß.

Am Freitag dachte ich mir, lasse ich die Pferde draußen frei ein bissi Gras fressen, laufen ja eh nicht weg. Erst blieben sie auch brav da, dann bekam Nepomuk nen Rappel. Zack war er am langen Grasweg, Barbi eierte natürlich hinterher, und dann gab er lustig fröhlich Gas und fegte im Galopp davon. Barbie ließ sich mitreißen, IIRC das erste mal seit über 10 Wochen, daß sie wieder galoppiert ist.

Ich ging gemütlich hinterher, Nepomuk bog links ab, die beiden machten sich ein Späßchen mit mir :-). Die nächste nahm er wieder links Richtung Stall, also ein mal rum um das Weizenfeld unseres Stallbesis, immer schön brav auf dem Weg. Barbie bekam ich zu fassen, das reichte, Nepomuk bleibt eh immer in ihrer Nähe.

Im Stall zurück, durften beide auf die abgesperrte hintere Weide, damit sie nicht im Weg rumstehen beim Abmisten (2 Schubkarrn). Gras von vorne habe ich noch zugesteckt und war gerade fertig, bevor das Gewitter runterbrach. Beide blieben auf der Weide und wurden klatschnaß, Nepomuk ohne Decke. Ist zwar doof, auf ein nasses Pferd eine feuchte Decke zu legen, ich will aber nix riskieren.

Noch für alle Heu aufgefüllt, dann kamen meine endlich mal an, ich wollte testen, ob sie meine „Kräutermischung“ fressen.

Für Nepomuk habe ich zusammengestellt:

je 100 gr Brennessel, Löwenzahn, Mariendistel, Birkenblätter, Hagebutte, Weidenrinde, Bierhefe. Salbei 50 gr (sehr intensiver Geruch), ungequetschter Schwarzhafer 900 gr. Gut vermixt, soll er zukünftig davon 200 gr/Tag bekommen, dazu 20 gr Leinöl. Derzeit bekommt er noch 100 gr Plantazem sowie fomulara4feet dazu, beides ist aber bald zu Ende.

Barbie bekam heute auch ca. 100 gr von seiner Kräutermischung, weil ich wissen wollte, ob ihr das (auch) taugt.

Beide haben brav aufgegessen *freu*, Barbies Kräuter werden Birkenblätter, Ginkgo, Brennessel, Weidenrinde, Weißdorn, Schafgarbe, Bierhefe enthalten – muß ich erst noch mischen.

Ingwer habe ich gekauft, der ist aber so scharf, daß sie den nicht mögen, da muß ich mit 2gr/Tag aufs Futter streuen anfangen.

Hauptaugenmerk liegt bei Nepomuk bei seiner Allergie, bei Barbie bei den Hufen. Letztendlich haben beide Stoffwechselkrankheiten, er Sommerekzem, sie Equines Metablolisches Syndrom (EMS), beides sollte man über den Darm in den Griff bekommen.

Das werde ich versuchen, bei Barbie vermutlich einfacher als bei Nepomuk.

Beide bekamen noch die Hufe kontrolliert. Barbies Abszessloch am Tragrand habe ich mit Zugsalbe zugeschmiert, einen Verband brauche ich bei dem vielen Regen nicht drauftun, der ist gleich durch.

Ersichtlich bekomme ich den Abszess nun mit meiner Behandlung in den Griff, unklar ist ja, ob Barbie überhaupt noch Eiter im Huf hat. Sie hat ja zwei Wundkanäle, die von alleine in der Sohle aufgebrochen sind, den am Tragrand halte ich nun offen, damit er nicht zuheilt, bevor der Eiter raus ist.

Inzwischen hebt sie den rechten Vorderhuf auch, sie scheint also links auf dem Weg der Besserung zu sein. Ihr Rumeiern auf hartem Boden führe ich auf ihre Fühligkeit zurück, Jedenfalls bin ich froh, daß sie mal wieder freudig galoppiert ist mit Hintern hoch :-), so langsam wird es wieder.

Heute mußte Nepomuk mal wieder was arbeiten, schließlich will ich nächste Woche wieder mit dem Reiten anfangen. Also ab ins Roundpen, der gnädige Herr dachte, er kann gemütlich das seitlich stehende Gras abrupfen. Daß wir nicht zu seinem Spaß da sind, habe ich ihm dann klargemacht. Er wollte sich dann hinlegen und wergeln – ja gut, bei ihm normal.

Dann mußte er laufen, beim Angaloppieren ging er hinten hoch und hat in meine Richtung ausgeschlagen. Übermut tut selten gut *g*, fortan forderte ich ständig Trab ==> Galopp ==> Trab usw., bis er normal angaloppierte. Danach hatte er keine Lust mehr, wir kamen aber erst zum Handwechsel. Dasselbe wieder, Trab/Galopp, der faule Sack soll sich ruhig mal bewegen – ich mußte ziemlich Druck machen. Über 20 Min. habe ich ihn gut laufen lassen, ich habe mehr geschwitzt als er.

Nepomuk schwitzt auch kaum, wenn wir 1,5 Std. ausreiten, er könnte auch 3 Std. laufen, ohne daß es ihn nennenswert tangiert. Kraft haben ja beide jede Menge, an Ausdauer, z. B. für sehr lange Trabstrecken, fehlt es halt. Abgesehen von _der_Muskulatur, die es ihnen leichter macht, einen Reiter zu tragen.

Aber gut, Barbie und Nepomuk sind ja keine Jungpferde, die angeritten werden, sondern erwachsene Pferde.

Erinnere mich noch gerne an meinen ersten Ausritt mit Barbie (für sie war es auch der erste), wir waren zu dritt, Barbie mit Halfter. Wir sind öfters galoppiert, ziemlich schnell sogar, und waren IIRC 1,5 Std. unterwegs. Für sie ne Kleinigkeit, beide könnten jeden Tag 2 Std. laufen, täte ihnen sogar gut.

Beim letzten Wanderreiten in Tschechien sind die Pferde täglich 4 – 5 Std. gelaufen (Mittagspause: ca. 1,5 Std.), nach 6 Tagen hat man gemerkt, sie sind etwas platt. Wenn es ans Galoppieren ging, waren sie trotzdem mit Elan dabei, da hat man von Müdigkeit nichts mehr gespürt, Nach 1 Woche Arbeit bekamen sie 1 Woche Pause, also keine Ausbeutung der Pferde.

Barbie bekam heute wieder Zugsalbe auf ihr Loch am Hufrand, schaut mir gut aus. Ich desinfiziere auch täglich mit Blauspray, das kriecht ja in die kleinsten Kanäle.

26. Juli 2010

Hufabszess ohne Ende

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:06

Heute habe ich festgestellt, daß der Abszesskanal im Tragrand einen kleinen Riss in der Hufwand verursacht hat. Jetzt tun wir bereits 3 Monate  mit dem Abszess rum, ein Ende ist nicht in Sicht, eher weitergehende Schäden, eventuell sogar bleibende. Eine lang anhaltende, schlimme Quälerei für Barbie! Ich habe heute Blauspray drauf, damit ich das irgendwie desinfiziert bekomme, man sieht ja nicht, wie tief der Wundkanal ist. Morgen werde ich das mit Barbies Besitzerin besprechen, vielleicht muß ein Schmied her.

Die Weide habe ich abgemistet und ein bissi Gras zugesteckt. Beide sind dann raus, Nepomuk kam aber nach 5 Min. wieder zurück – nicht im Galopp, sondern im Trab. Richtig freudig läuft er nicht, aber das kann auch an der allgemeinen Trägheit liegen.

Reiten am Strand – ein Traum geht in Erfüllung

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 00:00

Sodele, gerade 1 Woche Kreta in einem super tollen Hotel (Empfehlung) gebucht, All incluive, nen Mietwagen habe ich auch gleich bestellt, damit ist man flexibel. In der Nähe gibt es einen Reitstall, Zoraida, der am Strand reiten anbietet, 2 Std. für EUR 40,00 – das muß man sich einfach mal gönnen :-). Wir sind 4 Reiter, vielleicht kann man noch ein Bad im Meer mit Pferd aushandeln, das wäre die Krönung!

Meine Nichte fliegt mit, ich muß mich nun um eine Betreuung für unsere Hafis kümmern. Täglich Kräuter geben sowie Nepomuk alle 3 Tage die Decke mal für ca. 1 Std. abnehmen, mehr braucht es nicht. Meine Tante hat angeboten, mal rauszufahren und nach den Pferden zu schauen, das mit der Decke könnte sie übernehmen.

Heute war Lucia mit dabei, sie wollte aber nicht reiten. Wir haben die Pferde geputzt, Zöpfe geflochten und sind dann auf den Grasweg gegangen zwecks Fotosession. Teilweise standen sie frei da, völlig problemlos. Barbie ist sogar bis zum Waldrand gelaufen und zurück getrabt, vorne links (Abszess) geht sie deutlich lahm. Nach 1 Std. Gras fressen wollten beide wieder in den Stall, Barbie ist gleich eingedöst, so satt war sie.

Das hat den Zweien heute gut gefallen, Barbie hatte auch mal etwas Abwechslung, auf hartem Boden läuft sie sehr schlecht, auf Gras geht es einigermaßen. Na, das wird auch wieder, dauert halt seine Zeit.

25. Juli 2010

Kräuter-Futter

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 01:00

Dauerregen seit gestern, nur noch 14 Grad, von einem Wetterextrem ins andere. Glücklicherweise hat es meist nur genieselt, als ich heute im Stall war. Zwei Bretter haben Barbie und/oder Nepomuk rausgetreten, die lagen mit den Nägeln nach oben da. Ei ei, hoffentlich ist keiner reingetreten. Obwohl kein Heu mehr da war, standen beide im Stall, also bekamen sie erst mal Futter. Stall ausgemistet, gebest und auf die große Wasserlache am Eingang bereits zertretenes Heu gestreut. Weide abgemistet, die beiden Helden sind aber im Stall geblieben.

Als sie wieder draußen am Heunetz standen, wurde Hufe ausgekratzt. Barbie hat heute nicht gestrampelt, im Gegenteil, sie hat die Hufe hinten alleine hochgehalten, so daß ich die linke Hand frei hatte. Sobald man festhält, baut sie Gegendruck auf bzw. strampelt gerne mal. Mir ist es recht, wenn sie den Huf alleine hält, hoffentlich bleibt das so.

Den Zaun habe ich heute umgesteckt, so daß sie ein bissi Gras haben, keiner ließ sich blicken. Nepomuk habe ich dann rausgeführt, beide haben sich gefreut, vermutlich ist morgen alles weggefressen. Mein Weidemanagement fruchtet nun, immerhin haben sie nun alle paar Tage wieder etwas mehr Gras zu fressen. Die Alternative wäre gar keine Absperrung, die Pferde fressen dann jeden Halm bis auf die Grasnarbe ab, haben letztendlich nix und machen dadurch noch die Weide kaputt. Meine sind mit Heu auch zufrieden, richtige Stallhocker sind sie geworden.

Überlegen muß ich, was ich weiter füttern werde, Nepomuks Kräuter (Allergosan) und Barbies (Rehe-Ex) sowie das Rehe-Müsli sind bald zu Ende. Kräuter finde ich gut, dazu Mineralfutter und Leinöl. Ich werde versuchen, selbst ein paar Kräuter zusammenzustellen …. [1 Std. später] …. sodele, nun habe ich eingekauft :-).  10 kg Kräuter (je 1 kg), dazu Bierhefe sowie Schwarzkümmel- und Leinöl. Zuhause werde ich für jeden ca. 5 kg zusammenmischen, zum Aufpeppen ein wenig Hafer dazu, für jeden  _einen_ Jutesack.  Damit ist dann das Füttern wesentlich einfacher, jeder bekommt dann 2 Becher seiner Kräuter (ca. 150 gr), drüber ein bissi Lein- oder Schwarzkümmelöl und fertig. Das Mineralfutter (formula4feet) ist auch bald zu Ende, werde damit mal pausieren.

Wenn man von Wildpferden ausgeht, ist der Speisezettel ziemlich breit gefächert. Neben Gras werden diverse Kräuter, Blätter von Bäumen, Tannengrün, Äste, Rinde usw. gefressen. Unsere Hauspferde haben diese Auswahl nicht, wo gibt es denn noch Kräuterwiesen? Und das Heu wird von Wiesen gemäht, die vermutlich ursprünglich für Kühe angesät wurden und daher vom Saatgut natürlich eine andere Zusammensetzung haben, als eine, die für Pferde sinnvoll wäre.

Zurück zur Natur :-), Öl gibt es da zwar nicht für Wildpferde *g*, ich muß meinen aber ihren Kräutermix ein bissi schmackhaft machen und das Leinöl ist sehr beliebt.

Ich finde, beide haben noch nie besser ausgesehen als heute – schönes glänzendes Fell, prima Mähne. Natürlich gibt es immer was zu verbessern, z. B. eine dichtere Mähne, da hoffe ich auf das Haartonikum. Barbies Abszess ist natürlich das größte Problem, scheint mir aber gut auszuheilen. Ihre Hufqualität hat sich stark verbessert, seit ich sie betreue, ich werde natürlich dran bleiben.

Nepomuk hat das erste Mal in seinem Leben den Großteil seiner Mähne über den Sommer behalten und für nächstes Jahr sind wir top aufgestellt. Bis auf ein paar kleine Wunden an den Ohren und am Schlauch ist er beschwerdefrei, da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.

Reiten ist mit beiden inzwischen auch relativ problemlos möglich, meine Nichte hat immer fleissig Unterricht genommen und wird mit Barbie gut zurecht kommen (sobald Barbie wieder geritten werden kann). Dann werden die Pferde regelmäßig geritten, wir nehmen dann auch zusammen Unterricht.

Die Zukunft schaut rosig aus 🙂

23. Juli 2010

Landregen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:14

Endlich fällt der von der Natur dringend benötigte Regen. Mich hat er heute Mittag voll erwischt, nach kurzer Zeit war ich ziemlich nass. Als ich im Stall ankam, standen alle Pferde auf der Weide, ich also mit meinem großen roten Regenschirm zu meinen hintergelaufen. Nachdem sie mich erkannt hatten, kamen beide an und gingen mit mir zum Stall zurück, der Regenschirm hat sie nicht gestört. Barbie bekam die Decke runter, ist bereits gewaschen, Nepomuk mußte seine anbehalten. Auch wenn es heute nur 18 Grad hat und Dauerregen(gestern 32), ich traue ihm zu, daß er sich innerhalb eines Tages heftig scheuert, das will ich nicht riskieren. So ne nasse und daher schwere Decke ist evtl. nicht besonders angenehm, aber da muß er durch. Seine Decke trocknet trotz ihrer Robustheit ja schnell ab, sobald es nicht mehr regnet, und er darunter dann auch.

Heu aufgefüllt, danach war Weide nicht mehr interessant. Im Stall ist das Dach undicht, auf „meiner“ Seite weniger, bei den Nachbarn hat es gut reingeregnet. Das Problem ist, daß das Wasser nicht abläuft, sondern in Pfützen stehen bleibt. Aber gut, derzeit stehen die Pferde eh lieber draußen, macht also nix.

Hufe ausgekratzt, bei Barbie habe ich heute immerhin 3 ein halb geschafft :-). Wenn sie hinten rumstrampelt, lasse ich nun sofort los, damit rechnet sie nicht und hält den Huf in der Luft. Mir egal, was sie macht, wenn nötig, hebt sie 10 Mal auf, bis ich ein Absetzen mit „runter“ erlaube. Cremolith bekamen beidee heute auf die Hufwand, die Hufe waren ja schon feucht, sehr praktisch.

Wegen nem Hufkurs habe ich mich umgesehen, aber nix Passendes gefunden, mir daher ein Buch bestellt (Armin Kasper „Hufkurs: das Praxisbuch für Reiter, Hufpfleger und Hufschmiede“).

Meine Nichte meinte heute, man kann Barbies Hufstellung ja immer noch korrigieren, wenn sie wieder gesund ist. Ein wahres Wort, gelassen ausgesprochen. 13 Jahre hat sich niemand um Barbies Hufstellung gekümmert, Probleme hatte sie deswegen nie. Nun hat sie mit dem schmerzhaften Abszess zu kämpfen und evtl. den Nachwirkungen der Hufrehe. Galoppiert ist sie trotzdem, bis sie ausgeschnitten wurde. Kaum hat sie sich davon ein wenig erholt und trabt wieder, wird sie wieder ausgeschnitten und kann wieder nicht mehr laufen. Die „Hebel“ kann ich ihr selbst ausschneiden, alles andere wird warten müssen, bis sie wieder gut zu Fuß ist.

Urlaub ist angedacht mit meiner Schwester und meiner Nichte, 1 Woche Kreta, 5-Sterne-Hotel, AI, Reiten am Strand – das wäre genial. Eventuell könnte ich mir dort ein Motorrad mieten und ein wenig die Insel erkunden, ein großer Roller täte es auch, bin ja nicht anspruchsvoll. Am Meer reiten muß traumhaft sein, Baden mit Pferd wäre super.

21. Juli 2010

Ultra Hochglanz Pferde :-)

Filed under: Allgemein — admin @ 22:19

Ich dachte, das Ultra-Hochglanz-Spray ist für Haare, lese heute die Aufschrift auf der Flasche – es ist für das Fell (auch Haare, aber andere).

Heute kam ich mit meinen neuen Hufpflegemitteln an, erst mal wurden beide aber die Beine mit EM und Wasser gewaschen. Barbie bekam das Ultra-Glanz-Zeugs dann auf Schweif und Mähne, riecht angenehm, die Anweisung las ich erst später. Als beide wegen der vielen Insekten im Stall verschwanden, habe ich die Weide abgemistet, der abgesperrte Teil wächst leider sehr langsam nach. Der jetzt zugängliche hintere Teil ist ziemlich „runtergearbeitet“, macht nix, das Gras dort ist lange nicht so gestreßt wie das vordere.

Am Sonntag werde ich ein Stück nach vorne dazugeben, dafür aber nach hinten ein größeres Stück absperren. Viel Gras wird es dieses Jahr nicht mehr geben, man muß halt schauen, daß man die wenige Weidefläche sinnvoll managt. Für unsere Hafis ist es eh besser, sie fressen Heu, die Weide dient eigentlich nur noch der Beschäftigung.

Nepomuk bekam die Hufe ausgekratzt und mit EM sauber gebürstet, dann gabs Cremolith drauf. Strahlfäule hat er ja keine mehr, seine Hufe sind top und schauen so glänzend schön aus :-).

Barbie hat ja leicht spröde Hufe, früher sind die auch leicht ausgebrochen, das ist mit Mineralfutter aber besser geworden. Cremolith konnte ich nur auf zwei Hufe geben, vorne rechts geht nicht mal auskratzen, hinten rechts hat sie gesprampelt bzw. fast nach mir geschlagen. Auf diese Hufe bekam sie das Huf-Gel, auf die Sohle nix.

Barbie ist so brav, ich kann ihre Wunde auf der Kuppe mit Jodspray behandeln, ist ihr egal – Nepomuk würde davon rennen. Wasser ist kein Problem mehr mit ihr, Nepomuk stellt sich immer noch ziemlich an. Sie ist ein dankbares und liebes Pferd, nur mit Huf geben hat sie so ihre Probleme.

Ich denke, daß liegt an der Mißhandlung vom Vorbesitzer, danach konnte sie jahrelang nur mit Beruhigungsmittel ausgeschnitten werden. Jeder Gewalt bringt ihr Trauma wieder hoch, dann schlägt sie und bekommt Hiebe. Das ist ein Teufelskreis, der schwer unterbrochen werden kann. Wenn ich merke, es geht nicht, dann lasse ich es – geschimpft wird sie natürlich schon für jeden Ansatz des Schlagens.

Ihre Hufprobleme verursachen ihr seit 3,5 Monaten Schmerzen, das darf man nicht vergessen; der Huf vorne links ist kaputt durch den Abszess. Am Kronrand war der ausgebrochen, weil vom TA nicht erkannt, danach hat er sich dann der Eiter bis zur Sohle durchgefressen. Dazu Hufkorrekturen, die ihre Fühligkeit verstärkten.

Ich werde mich mal nach einem Intensiv-Kurs fürs Hufe ausschneiden umsehen, damit ich unsere Pferde selbst machen kann. Zwei Mal im Jahr lasse ich dann einen guten Schmied mit Aufheber kommen.

19. Juli 2010

Fast wäre alles umsonst gewesen

Filed under: Allgemein — admin @ 22:13

Nepomuk hatte sich die die Decke über den Rücken geschlagen und hatte Schweifrübe und Kuppe geschubbert :-(, glücklicherweise noch keine blutenden Wunden. Barbies Decke hatte zudem ein paar Löcher, die Amigo ist zwar ne Ekzemerdecke, aber wohl nur für Pferde, die nicht scheuern. Der Verlust einiger Schweifhaare schmerzt, immerhin keine Löcher in der Mähne.

Ich dachte ja, er scheuert kaum mehr, das Gegenteil ist der Fall. Eine „leichte“ Decke ist dem nicht gewachsen, er bekam heute wieder seine Rambo-Decke drauf (der Name paßt), die hält das meiste aus. Beide bekamen heute auch wieder ihre Fliegenmasken auf, ab morgen soll es heiß werden.

Das Plantazem hatte ich auf 75 gr pro Tag reduziert (vorher 100 gr), wieder blutige Wunden an den Ohren und am „Euter“. Oder es liegt an dem Schwarzkümmelölpresskuchen, evtl. verträgt er das Zeugs nicht, ich werde es mal weglassen. Barbie spuckt das wieder aus, ich werde es für beide ab September wieder füttern.

Heute habe ich den Stall mit Wasser und Effektiven Microorganisem gereinigt, lange hält das nicht, weil beide zum Scheißen und Bieseln extra in den Stall gehen. Heu fressen tun sie wie die Weltmeister, bevorzugt im Stall, Weide ist nicht interessant.

Barbie bekam heute einen Hufverband mit Sauerkraut, lange halten die Windeln leider nicht. An der Sohle müßte ich Gewebeband verkleben, habe davon nicht mehr viel, muß ich erst kaufen. Hufe auskratzen wieder anstrengend, rechts vorne macht sie überhaupt nicht mit und hinten strampelt sie gerne. Nur links vorne, wo sie den Abszess hat, hebt sie gerne hoch, immerhin. Das zeigt, daß es nicht an ihrer Bockigkeit liegt, sondern sie hat wegen dem Abszess Schmerzen. Vielleicht gebe ich ihr vor dem nächsten Ausschneiden ein wenig Beruhigungsmittel, sie würde vermutlich nicht schlagen und Billi sie nicht hauen. Für Barbie wäre es endlich mal eine positive Erfahrung, bisher bekam sie ja immer ein paar Schläge beim Hufe ausschneiden. Barbie schlägt halt, wenn sie keine Lust mehr hat, bekommt als Antwort auch nen Hieb und ist dann sauer.

Heute las ich auf der Homepage eines Hufpflegers, das Pferd darf nach dem Ausschneiden nie schlechter laufen als vorher, das ist oberstes Gebot. Bei Barbie ist das nun das zweite Mal der Fall, ihre Besitzerin soll entscheiden, wie es weiter geht.

Für Barbies spröde Hufe habe ich heute Cremolith Hufbalsam bestellt, dazu Sommer-Hufgel für Nepomuk. „Ultra Glanz Lotion“ für Mähne und Schweif habe ich mir noch gegönnt *g*, werde das aber erst mal nur bei Barbie anwenden, Nepomuk könnte allergisch darauf reagieren.

18. Juli 2010

Barbie geht wie auf Eiern

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:08

Obwohl Billi auf meine Bitte hin nur minimale Korrekturen in Sachen Hufstellung vornahm, läuft Barbie extrem fühlig, habe dazu einen interessanten Artikel gefunden. Wie man die Eckstreben schneidet, hat mir Billi gestern nochmals gezeigt, bei beiden werde ich das nun wöchentlich machen. Des weiteren Pferde inklusive Hufe mit Effektiven Microorganisem waschen, ab sofort bekommen beide nun formula4feet (Spezialfutterzusatz für die Hufe).

Glücklicherweise war es heute nicht so heiß, ich habe die Weide abgemistet, dazu Paddock und Stall, 2 Schubkarrn, geht eigentlich. Dann Pferde geputzt, Barbie hat auf der Kuppe eine ca. 5 Cent große Wunde, ich habe Jod draufgesprüht. Alle Pferde sind auf der Weide, nur meine nicht, die stehen im Stall und sauen den ein. Kein Wunder, daß es in der Box immer so wild aussieht, wenn beide stundenlang drinnen stehen.

Nepomuk bekam Barbies saubere Decke drauf, damit ich seine auch waschen und kleinere Reparaturen vornehmen kann. Die Amigo ist leichter und durchlässiger, was bei Regen angenehmer sein dürfte.

Barbie bekam die Löcher in der Sohle mit Kalimpermanganat desinfiziert und einen Hufverband. Sauerkraut besorge ich morgen, es sollte ja gewährleistet sein, daß der letzte Eiter auch noch rausgeht, außerdem hält damit die Desinfizierung länger an.

Hufe auskratzen war bei Barbie wieder schwierig, man merkt, daß ihr der Abszess weh tut. Hinten hat sie rumgestrampelt, wir stehen wieder am Anfang :-/. Ich denke, mit Geduld und Leckerlis bekomme ich Barbie schon wieder in die Spur, wenn ich ausschneide, muß sie ruhig halten (ich kann dabei nicht den Huf festhalten).

Heute las ich mal die Inhaltsstoffe von meinen Eggersmann Kräuter Bricks Leckerli, eigentlich weder was für Barbie noch für Nepomuk. „Kräuter“ klingt immer gut; Weizenkleie, Gerste, Mais, Zuckerrohrmelasse würde ich allerdings nicht als „Kräuter“ bezeichnen.

Nachdem die Hitze anscheinend etwas nachläßt, ist nun wieder Reiten angesagt, mal sehen, mit wem ich Ausreiten kann. Wenn Nepomuk nicht alleine rausgehen will, werden wir halt am Reitplatz üben müssen, schadet ihm nicht.

Nächstes Jahr möchte ich gerne mit beiden Pferden und meiner Nichte 8 Tage in Tirol Urlaub machen. Jeden Tag einen schönen langen Ausritt in die Berge, 3 – 4 Std. mit einer langen Pause dazwischen dürfte kein Problem sein (ein Ruhetag). Ein netter Bauernhof, tagsüber stehen sie in der Box bzw. sind unterwegs, nachts zusammen Weide – das wäre ideal.

Galoppieren ohne zu Buckeln sollten beide vorher gelernt haben, ein bissi Beritt brauchen beide noch. Wobei ich denke, wenn beide mal richtig gefordert werden, vergeht ihnen der Übermut.

Ich werde mir mal ein paar infrage kommende Bauernhöfe im www raussuchen und dann eine Besichtigungstour mit dem Motorrad starten. Barbies Hufelexier ist fast zu Ende, wenn die Pferde mal nicht jeden Tag ihr Futter bekommen, werden sie nicht gleich sterben. Meine Nichte wird mich bei den Pferden vertreten, meine Schwester muß sie fahren, das geht nicht alle 2 Tage. Die Futterzusammenstellung ist aber so aufwendig, daß man das einem Stallkollegen nicht zumuten kann. Zwei quasi kranke Pferde, aber nicht so krank, als daß sie nicht mal 1 Woche ohne mich auskommen.

Ich will endlich mal wieder Motorrad fahren!

17. Juli 2010

Hufpflege

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 00:24

Erst mal ein paar Fotos von heute:

Nepomuks Mähne ist zum Widerrist hin nicht so dicht, wie sie sein könnte, ich bin aber zufrieden, daß er überhaupt eine hat.

Sein drei gestufter Schweif, an der Schweifrübe ein paar kurze Haare, ein Stück weiter diejenigen, die er sich letztes Jahr auch noch weggeschubbert hat, dieses Jahr aber erhalten werden konnten … und der Rest :-). Besonders freue ich mich über seine Schopfhaare, die nun bis zu den Augen reichen.

Barbies Mähne ist teilweise etwas dünn, ich hoffe, da hilft das Haartonikum.

Nepomuk kam zuerst dran zum Hufe ausschneiden, er war ziemlich brav und ich wurde von Billi gelobt für mein Üben. Barbie habe ich währenddessen geholt und sie gewaschen, anscheinend legt sie sich nachts im Stall hin. Er durfte dann auf dem Vorplatz grasen und Barbie kam dran.

Sie war auch relativ brav und geduldig, allerdings hat sie ein Mal mit hinten links getreten, Billi hat ihr deswegen eine mit der Raspel verpaßt. Das fand ich nicht so gut, nächstes Mal muß es ohne Schläge gehen. Auf Nepomuk mußte ich kucken; als ich ihn anhing, hat er gescheuert – macht er dann aus Langeweile.

Nächstes Mal kommt er wieder zurück in den Stall, so daß ich mich auf Barbie konzentrieren und Billi ständig unterstützen kann. Auf Schläge reagiert Barbie ja gerne mit Rache, man muß sie anders kriegen. Belohnung hilft viel, zur Strafe verbal laut werden auch. Na ja, Barbie ist schwierig, ich werde weiter mit beiden üben, so daß der nächste Termin in 5 Wochen problemloser klappt.

Barbis Abszess ist nun an der Sohle sichtbar, ein ca. 2 Cent großes Loch, daneben am Hufrand auch noch eines. Ich werde das nun mit Kaliumpermanganat spülen, evtl. Hufverband. Daneben regelmäßige Huf-Waschungen für beide Pferde mit Effektiven Microorganismen, das tut den Hufen (und auch dem Fell) gut.

14. Juli 2010

Fast ein Unfall – puh

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 23:21

Ich fahre von meinen Pferden heim, Ortsausgang, beschleunige gemütlich, ein Radfahrer kommt langsam aus einem Seitenweg, ich denke, er hält an. Aber nix, der Opa fährt auf die Straße und mir direkt vors Auto. Ich voll auf die Bremse gestiegen und gleichzeitig nach rechts gelenkt. Räder blockieren (es stinkt nach verbranntem Gummi), Auto bricht aus, ich habe es aber im Griff *schweißabwisch“.

Den alten Mann habe ich schon auf meiner Motorhaube gesehen, so knapp war das. Mein Auto hat kein ABS, gut, daß ich es trotzdem perfekt beherrsche (aber gut, wir kennen uns seit 14 Jahren).

Im Stall habe ich die Weiden abgemistet, war nicht viel, aber weit zu laufen. Nepomuk hat sich einen Huf beim gestrigen „Abenteuer“ ziemlich ramponiert, ich habe nicht geraspelt, am Freitag kommt ja Hufpfleger Billi.

Mir graut schon, die Hufe sind steinhart und müssen ins Wasser, damit Billi ausschneiden kann. Kann man knicken, beide Hafis sind ziemlich wasserscheu.

Wir wissen immer noch nicht, woran Barbie eigentlich leidet. Erst hieß es Hufrehe, dann Hufabszess, am 12. Juni ist sie auf die Weide galoppiert. Seit dem Ausschneiden am 18. Juni läuft sie wie auf Eiern, kein Galopp mehr, in den letzten Tagen mal ein wenig Trab. Lahmen tut sie vorne links nicht mehr,  am Abszess kann es nicht liegen. Hufrehe hatte sie (wenn überhaupt) vorne, sie läuft aber auch hinten sehr fühlig. Empfindlich war sie ja schon immer, ich werde das mit Billi besprechen müssen. Barbies Besitzerin sagt, alle 8 – 12 Wochen ausschneiden reicht, Früher sind beide 2 – 3 Mal im Jahr ausgeschnitten worden,  9 Jahre lang, Probleme gab es nie.

 Im Nov. 2008 kamen die Pferde nach Weyarn, im Frühjahr 2009 kam der Schmied, auf der Doier Ranch kam 2009 IIRC Hufpflegerin Elisabeth zwei Mal, in 2010 am 10. April. 

Freitag wird ein extrem schwerer Tag *seufz*.