Endlich fällt der von der Natur dringend benötigte Regen. Mich hat er heute Mittag voll erwischt, nach kurzer Zeit war ich ziemlich nass. Als ich im Stall ankam, standen alle Pferde auf der Weide, ich also mit meinem großen roten Regenschirm zu meinen hintergelaufen. Nachdem sie mich erkannt hatten, kamen beide an und gingen mit mir zum Stall zurück, der Regenschirm hat sie nicht gestört. Barbie bekam die Decke runter, ist bereits gewaschen, Nepomuk mußte seine anbehalten. Auch wenn es heute nur 18 Grad hat und Dauerregen(gestern 32), ich traue ihm zu, daß er sich innerhalb eines Tages heftig scheuert, das will ich nicht riskieren. So ne nasse und daher schwere Decke ist evtl. nicht besonders angenehm, aber da muß er durch. Seine Decke trocknet trotz ihrer Robustheit ja schnell ab, sobald es nicht mehr regnet, und er darunter dann auch.
Heu aufgefüllt, danach war Weide nicht mehr interessant. Im Stall ist das Dach undicht, auf “meiner” Seite weniger, bei den Nachbarn hat es gut reingeregnet. Das Problem ist, daß das Wasser nicht abläuft, sondern in Pfützen stehen bleibt. Aber gut, derzeit stehen die Pferde eh lieber draußen, macht also nix.
Hufe ausgekratzt, bei Barbie habe ich heute immerhin 3 ein halb geschafft
. Wenn sie hinten rumstrampelt, lasse ich nun sofort los, damit rechnet sie nicht und hält den Huf in der Luft. Mir egal, was sie macht, wenn nötig, hebt sie 10 Mal auf, bis ich ein Absetzen mit “runter” erlaube. Cremolith bekamen beidee heute auf die Hufwand, die Hufe waren ja schon feucht, sehr praktisch.
Wegen nem Hufkurs habe ich mich umgesehen, aber nix Passendes gefunden, mir daher ein Buch bestellt (Armin Kasper “Hufkurs: das Praxisbuch für Reiter, Hufpfleger und Hufschmiede”).
Meine Nichte meinte heute, man kann Barbies Hufstellung ja immer noch korrigieren, wenn sie wieder gesund ist. Ein wahres Wort, gelassen ausgesprochen. 13 Jahre hat sich niemand um Barbies Hufstellung gekümmert, Probleme hatte sie deswegen nie. Nun hat sie mit dem schmerzhaften Abszess zu kämpfen und evtl. den Nachwirkungen der Hufrehe. Galoppiert ist sie trotzdem, bis sie ausgeschnitten wurde. Kaum hat sie sich davon ein wenig erholt und trabt wieder, wird sie wieder ausgeschnitten und kann wieder nicht mehr laufen. Die “Hebel” kann ich ihr selbst ausschneiden, alles andere wird warten müssen, bis sie wieder gut zu Fuß ist.
Urlaub ist angedacht mit meiner Schwester und meiner Nichte, 1 Woche Kreta, 5-Sterne-Hotel, AI, Reiten am Strand – das wäre genial. Eventuell könnte ich mir dort ein Motorrad mieten und ein wenig die Insel erkunden, ein großer Roller täte es auch, bin ja nicht anspruchsvoll. Am Meer reiten muß traumhaft sein, Baden mit Pferd wäre super.