27. November 2010

Pferde im Schnee

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:26

Es liegt ein wenig Schnee, dazu ist es ziemlich kalt, so um die Null Grad, nachts bis -10 Grad. Im Stall bekamen beide ihr Zusatzfutter und ich rief unseren Stallbesi an, um zu fragen, ob meine auf die Weide dürfen. Er meinte, ja, ich soll schauen, ob sie was kaputt machen. Barbie und Nepomuk haben sich erst mal mehrfach ausgiebig gewälzt, machten dann ein paar Bocksprünge und gingen dazu über, Grashalme zu fressen. Nepomuk ist ein kurzes Stück galoppiert, da Barbie nicht mitlief, macht ihm das aber keinen Spaß. In den Bereichen, wo sie nie gefressen haben, weil als Klo deklariert, steht ein bissi Gras aus dem Schnee raus, jetzt fressen sie das – komisch. Kaputt ging nix, ich habe daher offen gelassen.

Im Innennetz war kaum mehr Stroh, in 3 Tagen haben sie ca. 20 kg Stroh gefressen. Ich habe zwei Tüten Stroh rein, weil ich ja nun in Urlaub bin, das hält dann 5 – 6 Tage vor. Noch ein bissi die Pferde geputzt und gekämmt, Nepomuk ist ja immer top sauber, Barbie dagegen ein hoffnungsloser Fall. Verklebt ohne Ende, da ist alle Mühe vergebens.

Hufe habe ich nicht ausgekratzt, vor jedem Urlaub passiert mir ja immer was. Vor Kreta hat Barbie mich ins Gesicht geschlagen, vor einem Jahr ist mir Nepomuk kurz vor dem Abflug nach Berlin bei der Hufpflege dermaßen auf den Fuß gestiegen, daß der total geschwollen und blau war, ich konnte tagelang nur mit Schmerzen laufen. Dieses mal fahre ich gesund weg *g*, endlich mal.

Stall und Paddock habe ich noch abgemistet, die neuen Matten verlege ich nach meiner Rückkehr. Eine nette Stallnachbarin war da und fragte, ob sie Barbie und Nepomuk mal was geben soll, sehr nett. Ich habe gesagt, jedem mal einen kleinen Becher Heucops, dann freuen sie sich – brauchen tun sie nix, aber egal.

Ich erkundigte mich noch, ob sie beim Durchführen durch „meinen“ Paddock Probleme hätte, sie meinte nein, meine Pferde wären lieb und brav. Nepomuk mag ihre Stute eh, er mag ja fast alle Pferde, und Barbie geht freiwillig aus dem Weg. Mir ist ja schon bei ihrem Einzug aufgefallen, daß Barbie die Stute gut leiden kann, heute standen sie auch wieder zu dritt am Zaun, Nase an Nase, eigentlich nicht Barbies Art.

Wie versprochen, habe ich noch alle fünfe gefüttert, ich wußte allerdings nicht genau, was die Nachbarn bekommen. Ich habe den Dreien mal 2 volle Tüten gegeben in ihre 3 Netze, meine bekommen eine, nebenan stehen aber zwei „große“ Pferde, außerdem haben die kein Stroh und sind nicht auf „Diät“. Die Stallkollegin brachte ihre Stute zurück und holte nochmal eine halbe Tüte Heu, die sie am Paddock ausgeschüttet hat, damit ihr Pferd was hat. Das bringt nix, weil die anderen zwei locker vier Futterstellen blockieren, einer reicht für die drei Netze. Ich verstehe, daß sie darüber unglücklich ist, wäre ich auch. Pferde haben ihre eigenen Regeln, der Rangniederste darf dann fressen, wenn die anderen satt sind, wenn man genügend füttert, kommt keiner zu kurz.

Ihre Stute hat Mauke, ich habe ihr die Salbe angeboten, die ich damals von Billi für Barbie bekam, als bei ihr der Abszeß am Kronsaum durchbrach. Nepomuk habe ich die draufgetan, als er Mauke hatte, die hat gut geholfen. Ob er auch wieder Mauke hat, habe ich heute nicht gekuckt, würde eh nix ändern, es ist ja keiner da, der ihn behandelt. Nepomuk hatte ja auch Strahlfäule, ich denke, wegen seinem Ekzem ist er für sowas anfällig, Barbie hatte nie was.

Ihr geht es erstaunlich gut trotz Hufbeinrotation, sie läßt sich zwar durch Nepomuk nicht zu langen Galoppaden animieren, bockt aber freudig und trabt kraftvoll rum. Sie kann problemlos rückwärts und enge Wendungen gehen, auch auf hartem Boden – der Kelch ging nochmal an ihr vorüber.

Barbies Besitzerin meint, ich soll nach meinem Urlaub mal die Tierärztin anrufen und fragen, ob man Barbie wieder reiten kann – werde ich tun. Meine Idee mit Barbie als Handpferd ist gut, ich meine, man fühlt sich nur etwas komisch, wenn man auf einem Pferd sitzt, was quasi nix kann. Aber gut, das hatte ich ja schon mal, falls ich Barbie verliere und sie abhaut, habe ich Nepomuk schon soweit im Griff, daß ich absteigen kann. Wenn er nicht Rodeo machen würde, könnte ich auch sitzen bleiben, er hat es halt noch nicht drauf, anständig mit Reiter zu galoppieren. Die Pferde sind halt übermütig, wenn sie mal regelmäßig was arbeiten, sind sie eh brav.

Jetzt bekommen sie 10 Tage kein Zusatzfutter von Natural Horse Care, vermutlich werden sie das unbeschadet überleben. Beide sind fit; wenn sie ihr Stroh haben, damit sie nicht 20 Std. am Tag ohne Raufutter dastehen und sich auf der Weide bewegen können, sehe ich kein Problem.

26. November 2010

erste Decke renoviert

Filed under: Allgemein — admin @ 21:22

Da ich erst um 17.00 Uhr anfangen konnte wegen anderweitiger Verpflichtungen, zog sich die Arbeit ziemlich lange hin. Fensterumrandung mit dem Pinsel streichen ging relativ schnell, die Deckenränder sowie Zierleisten waren wesentlich mühsamer. Als das endlich geschafft war, habe ich die Decke ein zweites Mal gestrichen, die feste Farbe hat genau gereicht. Nun fällt leider auf, daß die Tapete auch ziemlich vergilbt ist, damit werde ich leben müssen, weil Wände neu streichen oder tapezieren bedeutet, den Raum komplett auszuräumen. Dafür müßte nicht nur ein großes Bücherregal mit Vitrine, Stereo-Anlage und TV ausgeräumt abgebaut werden, sondern auch der Schreibtisch samt PC und diversen Geräten.

Heute habe ich noch gesaugt, ein paar Farbkleckser aus dem Teppich entfernt, Kaminofen samt Rohr und die Türe gereinigt. Dann war es nach 21.00 Uhr und ich hatte keine Lust mehr, morgen werde ich noch das Fenster samt Rahmen putzen sowie die Deckenlampe. Damit ist das gröbste getan, Vorhänge und Rollo waschen sowie andere Kleinigkeiten kann ich auch nach dem Urlaub erledigen.

Dann ist auch mein neues Bad fertig und ich kann hoffentlich ein paar besinnliche Tage genießen, im neuen Jahr geht es dann weiter mit Renovierung.

25. November 2010

es geht voran

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:38

Der Handwerker hatte die Idee, eine Toilette zu installieren, wo der Abfluß nicht hinten ist, sondern direkt unter der Schüssel. Ich also wieder zum Obi gefahren und so ein Klo gekauft, das andere werde ich zurückgeben. Es ging weiter mit Sperrgrund auftragen rund ums Fenster, daneben auf die Zierleiste (Deckenübergang). Mühsam, wenn man ständig über die Möbel turnen muß, aber immer noch besser, als das Arbeitszimmer ausräumen. Als das endlich geschafft war, kam die „feste Farbe“ zum Einsatz, ich bin begeistert. Kein Getropfe, keine Sauerei, die Decke war in einer halben Stunde gestrichen. Die Ränder hatte ich heute teilweise mit Sperrgrund behandelt, die und alles rund ums Fenster kann ich daher erst morgen streichen, ebenso die Zierleiste.

Die Decke schaut nun extrem gut aus, kein Vergleich zu vorher, Flur und Küche werden nicht mehr so arg. mache ich im Januar. Putzen muß ich das Arbeitszimmer noch, dann ist Ruhe im Karton, Fische müssen noch gepflegt und gepackt werden für den Urlaub.

Die Pferde wollte ich turnusmäßig alle 2 Tage eigentlich morgen besuchen, Brigitte rief aber an und fragte, ob ich Samstag Abend unsere Gruppe hinten füttern könne. Mache ich natürlich, zeitlich bin ich ja eh ein wenig unter Druck, fahre ich halt Samstag raus statt Freitag und Sonntag.

Brigitte hat angeboten, die Hafis zu füttern, wenn ich weg bin, aber mit den zehn Zutaten ist das einfach zu aufwendig. Sie kann ihnen ja ein paar Heucobs geben, das geht schnell, die Pferde freuen sich und stehen nicht im Weg rum.

Mit Clickertraining und Reiten werde ich erst beginnen, wenn ich Zeit habe, also ca. Mitte Dezember. Tut mir leid für die Pferde, da sie von früher her kennen, nix zu arbeiten, werden sie damit zurecht kommen. Dann können wir „voll angreifen“, meine Nichte hat Weihnachtsferien, Barbie kann dann geritten werden. Hufpflege bekommt Nepomuk im Dezember von Billi, für Barbie wird es schwierig. Für sie brauche ich jemanden, der nicht nur Ahnung vorgibt, sondern auch welche hat, außerdem jemanden mit viel Geduld. Ich tendiere eher dazu, bei ihr noch zu warten, bevor sie wieder jemand so zuschneidet, daß sie nicht mehr laufen kann. Auch, weil ihr Trauma dann immer schlimmer wird, sie hebt heute die Hufe vorne noch nicht gerne. Schmerzen hat sie IMHO keine mehr, aber Angst, daß man was macht, was Schmerzen verursacht.

Hinten hebt sie problemlos hoch, mit Belohnung habe ich ihr das beigebracht, anders geht es nicht. Wer sich bei ihr mit Gewalt durchsetzt, dem verpaßt sie irgendwann eine. Man kann sie dann dafür hauen, Barbie nimmt das unbeeindruckt hin, sie vergißt sowas nicht und schlägt irgendwann richtig zu.

Für Barbie braucht man Feingefühl, sie ist nicht wie jedes andere Pferd, sie ist sehr intelligent und ziemlich schmerzresistent. Sie ist eine total liebe Haut, die für ihren Besitzer durchs Feuer geht, wenn man weiß, wie man mit ihr umgehen muß. Ich mag sie, sie hat Charakter.

Abends kümmerte ich mich dann um mein Telefon, der Stecker ist ja etwas marode, evtl. liegt es an dem. Oder der Handwerker hat die Leitung beschädigt, unser Kabel für die Haustürklingel geht durchs Bad, keiner weiß warum, evtl. das Telefonkabel auch.

Egal, ich habe ja von Arcor zu Kabel Deutschland gewechselt, bei Arcor endet der Vertrag aber erst am 11.01.2011, dann wird meine Tel.nr. portiert. Ich habe aber noch eine andere von Kabel, Telefon ans Modem angeschlossen, geht :-). Man muß flexibel sein, nun bin ich halt bis 11.01. nur übers Handy erreichbar oder für Leute, denen ich meine Kabel-Nr. sage.

Im Bad geht es gut voran, die neue Toilette ist installert, der Spülkasten auch, Millimeterarbeit, das Waschbecken ist weg, restliche Fliesen abgeschlage, Wände komplett aufgeputzt, überstehende Leitungsrohre in der Ecke eingeputzt. Der Spülkasten muß umkoffert werden mit Rigipsplatten, Estrich fehlt noch rund um den Duschabfluß, die Wände müssen abgeschliffen und mit Tiefgrund bestrichen werden (Decke ebenso). Streichen der Decke und der Wände, die nicht befliest werden, dann komplett fliesen, Möbel zusammenschrauben und aufstellen, Waschbecken und Duschsäule montieren und anschließen. Beheizbaren Handtuchhalter, Ofen und Steckdosen montieren und anschließen. Für die gelieferte Glasduschscheibe hatte ich Montage bestellt, aber nix mehr gehört, heute per Mail nachgefragt.

Man ahnt nicht, was in so einem kleinen Bad für Arbeit steckt, man denkt sich, schnell erledigt und dann dauert es doppelt so lange wie geplant.

24. November 2010

Ein bisschen viel auf ein mal

Filed under: Allgemein — admin @ 21:19

Mein Telefonanschluß ist kaputt, mal sehen, wann ich Zeit finde, das Arcor zu melden – erst ab 11.01.2012 bin ich mit dem Telefon ja bei Kabel Deutschland. Die Wohnung ist ein Eiskeller, weil ständig gelüftet werden muß, so richtig gut lebt es sich bei 13 Grad drinnen nicht. Badewanne/Dusche habe ich ja seit ein paar Tagen nicht mehr, nun auch keine Toilette mehr, bei der die Spüung funktioniert.

Gestern habe ich nach einem wieder mal stressigen Tag abends noch meine Decke im Arbeitszimmer mit Tiefgrund gestrichen. Bei einem voll eingerichteten Raum nicht so einfach, man will ja möglichst wenig Sauerei machen.

Heute haben wir den Hänger wieder beladen, ab zum Sperrmüll, danach brachte ich den Toyota RAV4 meiner Schwester zurück. Tanken wollte ich noch, fand aber nicht den Öffner für den Tankdeckel. Im Handbuch steht „Hebel unterm Fahrersitz“, da war einer keiner.  Also Geld im Auto gelassen und meinen Nissan wieder mitgenommen.

Der Handwerker wollte den neuen Spülkasten für die Toilette montieren, die Kreuzung war undicht. Früher war Beton drumrum, das hielt wohl einigermaßen, nun nicht mehr. Ich also wieder zum Obi, Ersatzteile kaufen, anschließend zu den Pferden. Bevor es gefriert, wollte ich noch den Weideeingang abmisten, Barbie und Nepomuk durften mit. Erst haben sich beide gewälzt, dann gabs Bocksprünge ohne Ende, hinten hoch, ausschlagen, Barbie hat man nichts mehr angemerkt von ihrer Hufbeinrotation. Ein mal ist sie in ihrer Freude und ihrem Elan ausgerutscht und bumm hat es sie voll hingeknallt, das sah gar nicht gut aus. Sie stand aber sofort wieder auf und bockte weiter rum, war also nix passiert.

Einmal stand Nepomuk zu nah an ihr dran, er ist gestiegen wie ein Hund, der Männchen macht :-), damit er nicht getroffen wird – sie wollte ihn ja nicht schlagen, war nur übermütig. Beeindruckend, wenn sich ein Pferd auf seinen Hinterbeinen fast gerade aufrichtet, wie im Zirkus. Galoppiert sind beide nicht, nachdem ich 2 Schubkarrn Mist eingesammt hatte, wurde die Weide wieder geschlossen. Sie bekamen noch Stroh ins Innennetz, putzen habe ich mir gespart, wenn der Schnee kommt, schwappt es den Dreck hoffentlich runter.

Danach habe ich 3 Std. mit Sperrgrund meine Decke eingepinselt, durch den Kaminofen sowie das Rauchen war sie übel vergilbt. Ich möchte ja nicht wissen, wie meine Lunge ausschaut. Morgen kann ich dann streichen und das Arbeitszimmer putzen, weitere Malerarbeiten gehe ich dann im Januar an. Blöd, wenn man ein bissi voll Farbe ist und keine Dusche hat, morgen nach dem Streichen werde ich mir eine organisieren.

Die Badsanierung geht voran, mehr Arbeit, als ich dachte. Die Wände mußten komplett neu aufgeputzt werden, Anschlüsse, die noch vom früheren Boiler im Bad stammten, mußten in die Wand rein. Die Rigipsdecke ist nun drinnen mit meinen 6 Einbauleuchten, jetzt habe ich endlich mal ordentlich Licht.  Bevor gefliest werden kann, dauert es sicher noch 2 Tage.

Das Haus hat mein Opa nach dem Krieg gebaut, alles krumm und schief. Erst gabs nen Badeofen, den man mit Holz beheizt hat, 1972 wurde Nachtspeicherheizung eingebaut, das Bad wurde renoviert und mit einem Boiler ausgestattet. Als ich vor 18 Jahren einzog, haben wir die Warmwasserboiler in den Keller verlegen lassen, das Bad hat ja nur 4,6 qm. Heute kommt man mit zwei Steckdosen im Bad, eine für die Heizung und die andere für den Rest, einfach nicht mehr hin.

Im Arbeitszimmer habe ich eine Steckdose, die hängt an der Lichtsicherung. PC, Monitor, Lautsprecheranlage, Modem, Router, Kopierer, Deckenfluter, hängt per Mehrfachstecker alles an dieser Dose. Wenn ich die anschalte, springt ca. 1 Mal pro Woche die Sicherung raus, dann gehen in der ganzen Wohnung die Lichter aus. Ich bestelle eh nen Elektriker wegen FI-Schalter fürs Bad, werde den mal fragen, was man da machen kann.

Meine Kenntnisse in Elektrik beschränken sich auf Lampen aufhängen sowie Steckdosen oder Lichtschalter anschließen. Wände neu aufgeputzt habe ich in der Garage und im Waschhaus, da muß es nicht so genau sein, im Wohnbereich möchte ich das nicht unbedingt selbst machen. Teppichboden verlegen, Streichen, Tapezieren usw. mache ich selber.

Mir geht es auch ohne Telefon und Bad gut, Internet funktioniert immerhin :-). Meinen Kaminofen eingeheizt habe ich auch, endlich mal nicht frieren. In Berlin habe ich eine Zentralheizung, super, ein funktionierendes Bad und 9 Tage Urlaub. Freunde treffen, Weihnachtsmärkte besuchen, Bücher lesen, Spaß haben.

22. November 2010

viel zu tun

Filed under: Allgemein — admin @ 23:06

Heute stand ich um 8.30 Uhr auf, ungewohnt, wenn man nicht vor 4.00 Uhr schlafen kann, aber wir mußten fürs Bad einkaufen. Das Auto und Hänger meiner Schwester holen, den entladen, der Wertstoffhof machte aber erst um 10.30 Uhr auf. Na gut, haben wir daheim die alte Badewanne und diversen Bauschutt noch aufgeladen, Müll abgeladen und zum Obi gefahren. Eingekauft, dann sprang der Toyo nicht mehr an. Ich hatte das Licht angelassen und das Signal dazu nicht korrekt eingeordnet, mein Handwerker wurde ziemlich nervös. Ich habe ein Starterkabel gekauft, ein anderer Kunde gab uns Starthilfe, dann lief die Kiste wieder. Heimgefahren, entladen, ein Regal für den Stall in den Hänger gepackt und bin zu den Pferden gefahren.

Stall und Paddock abgemistet, Stroh ins Innennetz gefüllt und da es nun sehr kalt werden soll, ne halbe Tüte Stroh anstatt draußen in den Stall gworfen. Barbie ist extrem dreckig, sie legt sich wohl im Stall hin, weil es ihr draußen zu kalt ist. Nepomuik dagegen ist immer sauber, er scheuert nicht mehr und schiebt unheimlich Fell. Meine Sorgen wegen der Decke waren unbegründet, er hat inzwischen mehr Fell als Barbie.

Pferde noch ein wenig geputzt, bis sie keine Lust mehr hatte und zum Stroh fressen in den Stall gingen – mir auch recht, ich habe daheim genug zu tun.

Füttern sollte ich dann noch, Brigitte war im Streß, ich habe das letzte Heu, teilweiuse naß, vom Boden zusammengekratzt und Stroh dazu gegeben. Hauptsache, sie haben Raufutter.

Sobald ich etwas mehr Zeit habe, ab 15.12., muß ich was tun. Barbie und Nepomuk sind derzeit fit, er scheuert nicht mehr und ist auch nicht mehr deprimiert, Barbie hat keine Schmerzen mehr und platzt quasi vor Energie.

Sobald ich Zeit habe, reite ich mit beiden aus.

18. November 2010

Merlin wurde beerdigt

Filed under: Allgemein — admin @ 23:05

Hinter meiner Garage, wo schon Florian, Molly und Mogli begraben sind, habe ich für Merlin ein Grab ausgehoben. Wie alle anderen Tiere auch, wurde er in einem Stück Leintuch eingeschlagen beerdigt.

Danach fuhr ich zu den Pferden, sie bekamen ihr Zusatzfutter, fürs Putzen oder Arbeit hatte ich aber keine Zeit. Jemand hatte das Stroh draußen entfernt, eigentlich meine Arbeit, ich habe alle Reste zusammengekratzt sowie Stall und Paddock abgemistet. Sie bekamen frisches Stroh, in eine Tüte passen ca. 20 kg, falls ich die Federwaage richtig abgelesen habe. Beide haben sich sofort drauf gestürzt, ich habe nur noch Hufe ausgekratzt.

In die Tüte habe ich dann 7,5 kg Heu gepackt, so wenig ist das gar nicht, fast voll. Bisher bekommen sie ca. 10 kg (eine volle Tüte) oder 1 Rippe Heu (14 kg). Ich werde mich da nicht einmischen, ideal wäre, zu den 7,5 kg noch 2,5 kg Stroh mischen, aber das bedeutet (zuviel) Aufwand.

Mit dem Laden des Clickers werde ich erst nach meinem Urlaub beginnen, mir fehlt momentan die Zeit. Beide wollen raus, am Samstag muß ich wohl ran. Nepomuk „steht“ ja auch schon wieder viele Wochen, normal muß ich ihn longieren, bevor ich aufsteige. Vor allem, wenn ich eine vor Energie platzende Barbie als Handpferd mitnehme. Am besten, ich nehme beide Pferde raus, Nepomuk wird gesattelt, beide kommen ins Roundpen. Wenn beide Energie abgebaut haben, gehen wir ne kleine Runde ins Gelände, ansonsten auf dem Reitplatz.

Jacky (ihr Pferd steht bei den Nachbarn) hat mir heute erzählt, Barbie hat nach ihr geschlagen, sie traut sich nicht, an Barbies Hintern vorbei zu gehen. Schwierig, die Besitzer der Nachbarspferde müssen ja ständig bei meinen durch. Mit Barbie anfreunden kann man sich mit Futter, ihr mal ein Heucops zustecken ist kein Thema.

Nach den Pferden bin ich zum Seebauer gefahren, ein großer Fachmarkt für Pflanzen in meiner Nähe, um für Merlins Grab was zu besorgen. Schnell heim die Pflanzen eingesetzt und ne Lampe organisiert, das Kreuz hatte ich schon mittags improvisiert.

Gismo schlief letzte Nacht bei mir im Bett wie immer, ich fand, es roch etwas komisch nach überreifem Käse, aber gut, mein Geruchssinn ist aufgrund des Rauchens nicht der Beste. Wenn man stirbt, erschlafft ja die Muskulatur, dadurch kann sich der Darm entleeren. Bei Merlin war es nicht so, bei meinem Hund Florian schon, er starb auf nem Tibeter Teppich, den ich danach entsorgt habe, diese Flecken bekommt man nie mehr raus.

Heute habe ich das Bett – obwohl sauber geblieben – neu überzogen, ich bin da zwar nicht empfindlich, Gismo auch nicht, aber trotzdem.

Merlin hat auch gerne im Bett neben mir geschlafen, um einen Kaminofen im Schlafzimmer aufzustellen, muß ich das Doppelbett aber abbauen und mir ein Einzelbett kaufen. Nur wegen Merlin habe ich das bisher nicht gemacht, nun könnte ich mein Schlafzimmer umgestalten.

Die Preise für Nachtstrom (wir haben Nachtspeicherheizung) wurden gerade wieder erhöht, das kann sich kein Mensch mehr leisten. Eine andere Heizung käme teuer, meine gekachelten Nachtspeicheröfen im Wert von über EUR 12.000,00 könnte ich dann auf den Müll werfen.Also zurück zur Natur, früher wurde das Haus auch mit Ofenheizung gewärmt.

Im Wohnzimmer habe ich einen großen Kaminofen, das benutze ich aber nicht, ebenso das „Fischzimmer“. Im Arbeitszimmer, wo der PC steht, habe ich einen Kaminofen, die Wärme verteilt sich aber schlecht, so daß ich im Schlafzimmer, Küche und Bad mit Nachtspeicher heizen muß. Eigentlich reicht mein Schlafzimmer, da steht mein größter und bester Fernseher, den PC möchte ich nicht umstellen, aber gut, ich habe ja noch ein Notebook.

Jetzt habe ich mal 2,3 Tonnen Holzbriketts bestellt, ich werde mal mit dem Stallbesi zwecks ein paar Bäumen reden. Holz muß ja ca. 2 Jahre lagern, bevor es verheizt werden kann. Alles eigentlich kein Problem, macht halt Arbeit :-). Umsägen, entästen, lagern, in Stücke sägen, heimfahren, spalten.

17. November 2010

mein Kater Merlin ist friedlich eingeschlafen

Filed under: Allgemein — admin @ 22:49

Heute Nachmittag ist mein Kater Merlin im Alter von 17,5 Jahren friedlich in meinem Bett eingeschlafen.

Im September 1993 habe ich ihn im Alter von 10 Wochen von der Tierschutzorganisation IG Mensch und Tier übernommen, geboren wurde er auf einem Bauernhof. Dort wäre er getötet worden, sein Glück, daß er von der IG Mensch und Tier gerettet wurde.

Sein Start bei mir war schwierig, weil er kein Katzenkisterl akzeptierte, ein auf Dauer unsauberer Kater ist ein Problem. Nach 2 Wochen durfte er raus, die einzig mögliche Lösung des Problems, das hat auch geklappt.

Mit 1,5 Jahren hatte er wohl einen Unfall, jedenfalls lag er fast tot bei mir im Bett. Ich habe mich gewundert, wieso er nicht mit mir aufsteht, bis ich sah, daß sein rechtes Auge riesig groß war. Sofort zum TA gefahren, Not-OP, sein rechtes Auge war geplatzt und mußte entfernt werden.

Meine Oma, die damals im 1. Stock wohnte, hatte eine junge Katze namens Momo, seine Freundin, leider wurde Momo mit 1,5 Jahren von der S-Bahn überfahren. Merlin war alleine und unglücklich, also habe ich nach einer Katzenfreundin für ihn gesucht.

Über eine Zeitungsanzeige kam ich zu Mucki, geboren auf einem Reiterhof, auch überzählig, sie und ihre Geschwister sollten getötet werden. Eine Reiterin nahm die ganzen Katzenbabies mit und hat sie vermittelt.

Die beiden waren ein gutes Team; da ich bis auf Mucki nur männliche Tiere hatte und gerne Nachwuchs wollte, habe ich Mucki nicht kastrieren lassen (Merlin war es bereits). Im März 1997 brachte Mucki 4 Babies in meinem Schrank zur Welt, ich war dabei, das wird mir unvergeßlich bleiben. Zwei, Mogli und Mouse-House, habe ich behalten, die anderen zwei zusammen an einen guten Platz vermittelt.

Mucki wollte ihre Kinder aus ihrem Revier vertreiben, als sie ca. 10 Wochen waren, sie hat ihre Babies schwer attackiert. Mit Bachblüten bekam ich das in den Griff, Mucki kam allerdings nur noch selten in die Wohnung. Mucki war nie eine Wohnungskatze, sie lebt fast nur draußen – jeder, wie er will.

Mogli wurde Merlins Spielkamerad, er war immer etwas grob und übermütig beim Spielen, was die Weibchen nicht besonders schätzten. Mogli starb im Alter von 5 Jahren im Jahre 2002 an FIP bzw. mußte eingeschläfert werden.

Merlin war unglücklich, keiner mehr da zum Spielen, die Weibsn wollten nicht, von denen bekam er immer Haue. Ich versuchte mit ihm zu spielen, das gelang nicht, weil er so grob war – nach diversen blutigen Wunden mußte was passieren.

Die Katze einer Nachbarin einer Usenet-Bekanntschaft hatte nicht geplante Junge, ich fuhr hin und nahm Gismo mit, da war er 10 Wochen alt. Meine zwei Weibsn haben ihn anfangs ziemlich gehauen, Merlin hat ihn schnell als neuen Spielkameraden akzeptiert.

Merlin, Mucki und Mouse-House sind eher kleine Katzen, Gismo wuchs sich zu einem Riesenkater aus. Im Spiel war er genauso grob wie Merlin, die beiden verstanden sich, Mouse-House zog es dann vor, sich bei meiner Tante im 1. Stock einzuquartieren.

Merlin hat in den letzten Monaten abgebaut, er wurde immer dünner, der TA meinte, das kann alles mögliche sein, Untersuchungen wären aber eine Qual. Ich sollte mich über jeden Tag freuen, den ich ihn noch habe, er ist halt einfach alt.

In den letzten 2 Wochen dann hat er extrem abgebaut, mir war klar, es geht zu Ende. All seine Lieblingsspeisen, Kochschinken, Salami, Putenbrust usw., habe ich ihm gekauft, das hat er auch gefressen. Gestern ging er sogar noch raus, als ich nach 20 Min. nachschaute, fand ich ihn draußend schlafend und habe ihn reingetragen. Das hat mich an Florian erinnert, mit dem Merlin nun wieder vereint ist.

Gismo hat sich die letzten Tage rührend um Merlin gekümmert, sich zu ihm gekuschelt, gestern Abend auch, wir schliefen wie immer zu dritt in meinem Bett. Heute früh lag Merlin im Flur und Gismo im Wohnzimmer, ich habe Merlin in mein Bett getragen und war den ganzen Tag bei ihm, Gismo zog es vor, Abstand zu halten. Tiere spüren es, wenn der Kumpel stirbt, sie lassen ihn dann in Ruhe.

Ich habe Merlin gesagt, er muß nicht mehr kämpfen, ich habe ihn losgelassen, es ist ok, wenn er stirbt. Es tut weh, aber das war ich ihm schuldig, er sollte in Ruhe sterben können.

Um 16.30 Uhr habe ich neben Merlin eine Kerze angezündet, die ich mit meinem inzwischen verstorbenen Vater in Kloster Andechs gekauft hatte, um 17.30 Uhr ist Merlin friedlich in meinem Bett eingeschlafen.

Ich habe ihn in ein Laken gebettet und auf seinen Lieblingsstuhl im „Fischzimmer“ gelegt, daneben die Kerze, morgen früh werde ich ihn im Garten beerdigen neben seinen Freunden Mogli und Florian.

Merlin hatte 17 wunderschöne Jahre, bis auf seinen Unfall war er er nie krank. Er konnte rein und raus wie er wollte, Mäuse fressen war seine große Leidenschaft. Bei der Jagd war er im Alter nicht mehr sehr erfolgreich, Gismo hat das für ihn erledigt. Gismo ist ein super Jäger, frißt aber seine Beute nicht, Merlin hat die immer verputzt, letzte Woche war das ne Ratte, die tot in meiner Küche lag.

Merlin wird mir fehlen, er war meine erste Katze, über 17 Jahre war er mein Begleiter. Froh bin ich, daß er auf natürliche Weise und in Würde sterben konnte, kein Einschläfern. Es ist nicht leicht, das mitanzusehen, sterben ist ein Prozeß, der mit Schmerzen verbunden ist.

Mogli habe ich auf Anraten des Tierarztes einschläfern lassen, um ihm Qualen zu ersparen, damit er nicht erstickt. Den TA nach Hause bestellt, Mogli bekam eine Beruhigungsspritze, aber er hat sich gewehrt. Er wollte nicht sterben, nach einer 1/2 Std. Kampf hat der TA nachgespritzt, dann erst war Mogli soweit, daß man ihm die tödliche Spritze ins Herz geben konnte  – ich kam mir vor wie ein Mörder.

Meine Hunde Florian und Molly durften natürlich sterben, für mich eine Qual, für die Tiere normal. Wenn man nicht mehr kann, legt man sich hin zum Sterben, das dauert dann halt ein paar Tage. Meine Oma habe ich beim Sterben begleitet, sie hatte enorme Schmerzen zu ertragen, man tut, was man kann, aber erlösen kann einen nur Gott.

Merlin ist nun über die Regenbogenbrücke gegangen, irgendwann werde ich ihm folgen.

16. November 2010

es wird Winter

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:05

Vorgestern 20 Grad, heute 3 Grad, mit „Sommerwetter“ ist es nun wohl vorbei. Nepomuk bekam die Decke runter, er freut sich, daß er nun ein paar Monate juckfrei ist. Abends gab es Schneeregen, ich habe nun einen Termin für Freitag für den Reifenwechsel auf Winterreifen vereinbart.

Zeit hatte ich heute nur wenig, beide bekamen ihr Futter, für Barbie vergaß ich Hufelexier, Aspirin und Zimt, dafür bekam sie eine Chromehefe-Tablette. Noch schnell eine Schubkarre Stroh abgefahren und neues hingetan, beide kamen gleich an, um daran zu knabbern. Die Nachbars-Hafi-Stute kam auch, Nepomuk hat nach ihr geschlagen, natürlich nicht getroffen, weil ja ein Zaun dazwischen ist, sie hat rübergegiftet, Nepomuk zurück und lief dabei in den Stromzaun. Nen Schlag bekam er nicht, anscheinend ist kein Strom mehr drauf, ich weiß nicht, warum meine beiden auf diese Hafi-Stute so giftig sind,

Zwecks der Dosierung der Chromhefe habe ich gegoogelt, bin aber irgendwie zu doof dafür *g*, empfohlen werden 25 Mikrogramm/Kg Körpergewicht.  Bei angenommen 400 kg von Barbie sind das 10.000 Mikrogramm bzw. 10 mg pro Tag, die von mir gekauften Tabletten enthalten pro Stück 100 Mikrogramm, die Packung mit 250 Tabletten würde also für einen Tag reichen, hmm. Brigitte hat darüber heute gewitzelnd und unwissend den Nagel auf den Kopf getroffen :-).

Na ja, jetzt gebe ich ihr am Tag mal 5 Tabletten so für den Anfang, unterdosiert ist besser als gar nichts. Bierhefe bekommt sie ja bereits seit Monaten, die mische ich immer zu den Kräutern. Die neuen Heucobs habe ich heute rausgefahren, jetzt kann wieder tägliche Fütterung stattfinden, bis ich in Urlaub fahre. Sie werden dann 10 Tage ohne Zusatzfutter auskommen müssen, weil die Zusammenstellung zu aufwendig ist. Und nur Heucobs geben ist überflüssig, die bekommen sie ja nur, damit sie die Zusätze fressen. Außerdem gibt es kein Stroh mehr vor dem Außennetz, weil niemand da ist, der das alle 2 Tage austauscht. Wenn es draußen gefriert, muß eh im Stall eingestreut werden, dort abmisten ist inbegriffen.

Natürlich mehr Arbeit wegen des Volumen des Strohs, die Menge, die man reinschüttet, muß man täglich wieder rausfahren.  Meine Hafis haben ja offiziell auch Betonboden im Stall (die Matten stammen von mir), im Hauptstall auch mit Beton wird bereits eingestreut, im Dreierstall wird ganzjährig eingestreut (unebene alte Matten).

Am besten, man räumt früh Stroh + Mist raus, abends nochmals Mist und streut dann für die Nacht ein (einfach ne Tüte Stroh ausleeren, die Pferde verteilen das dann schon). Ich helfe dabei auch mit; wenn ich alle zwei Tage komme, räume ich den Restmist weg und streue ein, so daß der Stallbesi bzw. Brigitte nur das verpieselte und verschissene Stroh abfahren müssen.

Strahlfäule hatte Nepomuk letztes Jahr ja nur, weil Peter/Elisabeth gemeint hatten, es wird nicht (mehr) eingestreut, ich das aber wollte. Ich ging davon aus, sie räumen zumindest den Mist täglich weg, das war aber nicht der Fall. Die Pferde standen dann 2 – 3 Tage im Mist und Urin, zwar habe ich das in Ordnung gebracht, kam aber nicht täglich. Und schwupps hatte Nepomuk Strahlfäule, war wohl ein Mißverständnis.

Das Buch zum Clickertraining kam gestern, die Hälfte habe ich schon gelesen, sehr interessant (der Clicker kam heute). Man muß den Clicker aufladen, d. h. das Pferd auf den Click konditionieren. Dazu muß man theoretisch 4 – 5 Mal am Tag mit dem Pferd üben, clicken und dem Pferd gleichzeitig eine Belohnung geben, ca. 10 – 15 Mal. Ich kann höchstens alle 2 Tage ein Mal trainieren, außerdem enthalten meine neuen Leckerli genau das, was Barbie nicht bekommen soll. Aber gut, das geht schon mal, ich breche die Leckerli so klein, daß aus einem drei werden.

Wenn das Clicken mal sitzt, wird der Clicker mit Futter nur dann aufgeladen, wenn das Pferd in seiner Motivation nachläßt. Oder mal zwischendurch, ansonsten wird verbal gelobt oder getäschelt.

Nicht erwünschtes Verhalten muß ignoriert werden, wenn man mit dem Clicker arbeitet, was ziemlich schwer ist, weil man es gewohnt ist, das Pferd zu strafen, wenn es etwas „falsch“ macht. Und sei es nur, daß man „nein“ sagt oder leicht am Halfter zieht – fällt alles weg. Eine neue Methode, die bei mir ein Umdenken erfordert.

Wie verhalte ich mich z. B., wenn ich Barbie den Bauch putze und sie mit dem Huf droht? Ignoriere ich das, wird sie mir irgendwann sachte gegen die Hand schlagen. Ignoriere ich das, könnte mir der nächste Tritt die Hand brechen. Kommunikation ist schwierig, sie zeigt an, ich mag das nicht, hör auf, daran muß ich mich eigentlich orientieren.

Wenn Nepomuk, der der Boss ist, ihr zu nah am Hintern steht, hebt sie drohend einen Hinterhuf, geht er nicht weg, tritt sie ihn irgendwann. Für ihn ne Kleinigkeit, darüber lächelt er nur, ich an seiner Stelle aber nicht.

Es heißt ja immer, Pferde regeln ihre Hierachie mit Gewalt und daher kann man als Mensch und Cheffe Pferde genauso hauen wie sie sich untereinander. Falsch, ein rangniederes Tier wehrt sich auch, wenn es Prügel vom Cheffe bezieht, gegenüber Menschen darf es das aber nicht.

Unsere Hafis sind in ihrer Jugend nicht erzogen worden, beide standen 9 Jahre nur auf der Weide ohne jede Arbeit und Erziehung. Das sind frei aufgewachsene Charaktere, die genau wissen, daß ein Mensch ihnen nicht gewachsen ist. Sie arbeiten mit, weil sie das wissen, wo der Brotkorb hängt.

Und da setzt das Clickern an: jeder wird lieber belohnt, wenn er etwas gut macht, anstatt gestraft, wenn man was falsch macht. Der Lernerfolg ist wesentlich größer, wenn man mit positiver Verstärkung arbeitet, ich bin gespannt, wie Barbie darauf reagiert.

15. November 2010

Spaziergang zu dritt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 01:31

Beide Pferde haben sich wie immer gefreut, daß ich komme. Eigentlich wollte ich erst Barbie waschen, aber das Wasser war ziemlich kalt, daher stellte ich den Eimer in die Sonne. Beide wollten unbedingt raus, also holte ich für Barbie den LG-Zaum, Nepomuk bekam ein Halfter drauf. Am Anfang des Spaziergangs wurden beide verwarnt, trotzdem war es ziemlich schwer, zwei Hafis mit Hummeln im Hintern zu bremsen, die sich auf jeden Grashalm stürzen.

Barbie hatte ich gut im Griff rechts neben mir, Nepomuk lief rechts neben Barbie, daher war mein Einfluß auf ihn wesentlich geringer. Am Grasweg ist er dann angetrabt und an uns vorbei, zu halten war er nicht mehr. Barbie konnte ich leider die Zügel nicht mehr über den Kopf werfen, so schnell hatte sie es plötzlich eilig.

Beide stoben im Galopp davon, am Ende des Weges haben sie dann auf mich gewartet – immerhin. Barbie ist auf den Zügel getreten und hat ihn ausgerissen, war eh klar, daß was zu Bruch geht. Ich legte meine Pappenheimer wieder an die Leine, sie durften noch ein bissi Gras fressen, dann ging es den Schotterweg nach Hause. Beide korrekt hinter mir, Barbie auf dem Seitenstreifen, im Gehen versuchend, Gras zu stibitzen, Nepomuk auf dem Weg.

Wir gingen auf den Vorplatz, der Reitplatz war aber noch belegt. Also gewartet und beide dann auf dem Reitplatz frei laufen lassen. Interessant wurde ich, als ich mitteilte, ich habe Leckerli in der Tasche und sie könnten sich was verdienen. Dazu mußten beide hinter mir hergehen und gelegentlich über eine Holzstange steigen. Barbie war anfangs nicht richtig bei der Sache, als sie aber sah, daß er was bekommt und sie nicht, ist sie auch mitgelaufen.

Irgendwie witzig als kleiner Mensch mit 48 kg, wenn einem zwei Haflinger mit je ca. 400 kg freiwillig folgen ganz ohne Druck. Wenn ich interessanter bin als anderes andere, habe ich gewonnen, am Anfang muß ich sie natürlich anfixen mit Leckerli, später wird Futter-Belohnung immer weiter reduziert.

Man muß sich vertrauen, um ein gutes Team zu sein, und ich als Cheffe muß in Vorleistung gehen. Weil wenn ich unseren Hafis nicht vertraue, merken sie das, dann übernehmen sie die Führung. Wo die Angst ist, da ist der Weg; Barbie hat mir schon einiges angetan, ich werde nur mit ihr zurecht kommen, wenn ich meine Angst ablege.  Und sie ihre Angst vor mir bzw. vor Menschen.

Mit dem Laufen für Barbie wollte ich nicht übertreiben, also beide wieder in den Stall gebracht. Nepomuk verschwand sofort in der Box, ich habe einen Schubkarrn Stroh weggefahren und eine Tüte neu aufgeschüttet. Damit hatte Barbie was zu fressen und ich konnte mit Wasser, Bürste und Schwamm ihren dreckigen Bauch bearbeiten. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, viel habe ich nicht abbekommen, Barbie hatte derweil das Stroh mit der Nase prima verteilt.

Sie bekam noch die Hufe mit EM gewaschen und mit Cremolith eingepinselt, Nepomuk döste weiter in der Box. Zum Schluß bekamen beide noch etwas Stroh ins Innennetz zur Beschäftigung.

Nachdem der Spaziergang heute bis auf einen kleinen „Ausrutscher“ gut geklappt hat, Barbie hätte mich oft überrumpeln können, hat sie aber nicht, liegt Ausreiten mit Barbie als Handpferd im Bereich des Möglichen. Erst mal muß ich Nepomuk wieder alleine reiten, damit er in die Spur kommt und es dann mal mit Barbie an der Hand auf dem Reitplatz testen.

Mit dem Clicker werde ich Barbie „komm“ beibringen, damit, falls wir sie verlieren, ich sie wieder „ranpfeifen“ kann. Eine gute Vorbereitung ist das A und O, obwohl ich derzeit kaum Zeit für die Pferde habe. Mitte Dezember können wir mit Ausritten beginnen, dann habe ich auch wieder mehr Zeit.

Es wird dann konsequent alle 2 Tage ausgeritten, nur Schritt, wir erkunden die Gegend. Vielleicht liegt auch Schnee, das wäre genial, dann reite ich auch  mal länger, nehme ich mir nen Glühwein mit und mache nach ner Std. ne gemütliche Pause. Für den Westernsattel habe ich ja Packtaschen, alles kein Problem, Barbie macht das Packpferd :-).

Schritt ist eh die beste Gangart für den Muskulaturaufbau, traben kann man auch mal, wir werden sehen. Nepomuk kann ja noch nix, wenn beide übermütig werden und Gas geben wollen, hätte ich ein Problem. Es ist zwar nicht ihre Natur, zu rennen, aber Vorsicht ist die Mutter … .

Sie können rennen, sehr schnell sogar, wenn sie aber ausgelastet sind, kann man beide locker im Schritt halten.

Eine Stallkollegin, mit der ich heute lange gesprochen habe, meinte, ich soll Barbie dieses Jahr nicht mehr reiten. Weil sich der Schwerpunkt des Pferdes mit Reiter verändert, das könnte Barbie Probleme machen. Mei, ich habs nicht eilig, meine Nichte hat eh kaum Zeit und wenn, kann sie Nepomuk reiten.

Nepomuk ist, sobald es kalt wird und sich sein Ekzem erledigt hat, unbeschränkt belastbar, ich vermittel ihr auch gerne Ausritte mit Stallkollegen.

Die TA-Rechnung für Barbie kam, EUR 450,00. Deren Hufverband kostet EUR 32,00, beim ersten TA waren es EUR 50,00, der Unterschied ist: der von Frau Fuchs hat länger als 1,5 Tage gehalten und war wesentlich professioneller (Trachten hochgestellt). Die drei Spritzen, damit man Barbie die Eisen abnehmen konnte, kosten alleine EUR 66,00, für den Murks vom Hufschmied habe ich also letztendlich über EUR 200,00 in den Sand gesetzt – abgesehen davon, daß er Barbie falsch beschlagen und dadurch erhebliche Schmerzen zugefügt hat.

Die EUR 14,00 fürs Eisen abnehmen sind günstig, wenn man bedenkt, daß dafür die Tierärztin und ihre Helferin über ne 1/2 Std. gebraucht haben, Barbie war ja auf 180 und und auch mit Beruhigungs- und Schmerzmittel sehr wehrhaft – das war Schwerstarbeit.

2 Röntgenbilder EUR 66,00, mit Anfahrt und MWST kommen die auf ca. EUR 100,00 die hätten wir schon viel früher haben können, wenn sie vom Hufpfleger verlangt worden wären. Aber ne, man schneidet einfach aus, sogar zwei Mal, bis Barbie gar nicht mehr gehen konnte. Dann der katastrophale Hufschmied, aber gut, es bringt heute nichts mehr, sich darüber zu ärgern.

Über Einschläfern wurde nachgedacht wegen falscher Hufbearbeitung, abgesehen von den Kosten mußte Barbie enorm deswegen leiden. An der Haltung oder Fütterung lag es jedenfalls nicht, kann man alles in meinem Blog nachlesen.

Egal, Hauptsache, Barbie ist über den Berg, Geld ist ja nur bedrucktes Papier :-).

Nepomuk ist noch ein wenig deprimiert, hat heute aber nicht gescheuert im Gegensatz zu dem Isländer nebenan mit SE, der quasi ununterbrochen geschubbert hat. Das Zeugs von Natural Horse Care bekommen beide nun noch, bis es zu Ende ist, danach gibt es MicroVital (Mineralfutter). Danach werden wir weitersehen …

12. November 2010

Barbie trabt das erste Mal seit Monaten wieder

Filed under: Allgemein — admin @ 19:03

Als ich heute im Stall ankam, standen beide Pferde auf der Weide. Als sie mich bemerkten, kamen beide wiehernd im Trab angelaufen. Das letzte Mal, daß Barbie auf der Weide trabte, dürfte ein paar Monate zurückliegen. Soweit ich das sehen konnte, lahmt sie vorne links, wo der Abszess war, ein wenig. nachvollziehbar, der Huf ist ja völlig durchlöchert durch die Eiterkanäle.

Beide bekamen ihr Zusatzfutter, auf das sie sich gestürzt haben, als ob sie kurz vor dem Hungertod ständen. Nachdem ich gestern über EMS nachgelesen habe, bekommt nur noch Nepomuk Schwarzkümmelöl, Barbie erhält nur noch sehr wenig Omega-Balance-Öl. Der Hustensaft mit Honig ist für sie auch nicht gerade vorteilhaft, ich werde mal nachfragen, ob noch jemand Barbie hat husten hören, wenn ich da bin, hustet sie nicht. Barbies Mähnenkamm ist inzwischen super beweglich, da ist schon ne Menge Fett abgebaut worden, neben Zink hat mir die Tierärztin ja noch Chromhefe empfohlen. Das habe ich nun bestellt, Online-Apotheken sind praktisch und günstig.

Stroh habe ich erneuert, einfach den Sack vor dem Außennetz entleert (vorher das verpieselte Stroh natürlich abgeräumt), beide haben sich draufgestürzt und es selbst beim Fressen verteilt. Der Hunger treibt es schon rein, ich habe nun eine Federwaage bestellt, damit das Heu mal abgewogen werden kann. Mir tun die Pferde zwar leid, wenn sie nur noch so wenig bekommen, Gesundheit ist aber wichtiger.

Heute kamen 50 kg Mühldorfer Heucobs staubfrei, dazu 8 Tüten Leckerli, für die nächste Zeit reicht das :-). Daneben habe ich ja noch ne Menge Kräuter, die müssen auch weg.

Einen Clicker, ein Buch über Clickertraining für Pferde und eines für kreative Bodenarbeit habe ich auch noch bestellt, damit ich damit endlich anfangen kann. Am WE hat meine Nichte keine Zeit, ob ich alleine mit zwei Haflingern, die vor Energie fast platzen, spazieren gehen kann, bezweifle ich.

Nepomuk ist ja brav, Barbie stand aber über ein halbes Jahr rum, jetzt ist die quasi schmerzfrei und hat enorm Oberwasser. Wenn Barbie rumzickt macht er mitmuß ich loslassen, zwei wild geworfene Hafis kann ich nicht halten.

Andererseits muß ich beide gleichzeitig bewegen, für nacheinander ist zu wenig Zeit. Am besten, ich mache beiden ihren LG-Zaum drauf, damit habe ich mehr Einwirkungsmöglichkeit als mit Halfter. Nepomuk bekommt Barbies Sattel und sie bekommt seinen Westernsattel drauf, damit ich ihn zur Not an dessen Knauf festbinden kann. Wir gehen spazieren und wenn beide brav sind, kann ich auf Nepomuk aufsteigen.

Ich war früher schon mal mit beiden spazieren, wenn man Barbie bei der ersten „Verfehlung“ gleich zeigt, daß man rigeros durchgreift, ist sie normalerweise brav (was Barbie halt unter „brav“ versteht, d. h. sie versucht nicht, sich loszureißen).

Ich denke, das Clickertraining ist genau das Richtige für beide. Es erleichtert die Kommunikation, mit positiver Bestärkung kommt man bei unseren Zwei am weitesten. Beide sind lange ausgewachsen, Barbie kennt ihre Kraft und setzt sie auch ein. Schläge steckt sie weg, ohne mit der Wimper zu zucken, merkt sich die aber und irgendwann schlägt sie zurück, wenn man nicht damit rechnet.

Sie ist hoch intelligent, öffnet Türen oder Futterbehälter in Sekunden, andere Pferde würden nie auf die Idee kommen, sowas überhaupt zu probieren. Beim Ausbilden ist sie enorm schnell von Begriff und sehr arbeitswillig. Mit Belohnung habe ich bisher nur beim Hufe auskratzen und ihr Wasser draufkippen gearbeitet, das funktioniert. Nicht gewünschtes Verhalten wird ignoriert (anstatt bestraft), positives Verhalten wird belohnt.

Nepomuk ist ja anders gestrickt, sensibel, eher ängstlich, für ihn ist eine klare Kommunikation auch von Vorteil. Er kann seine Angst abbauen, er wird nicht mehr bestraft, sondern nur noch belohnt.

Ich bin gespannt, wie das Clickertraining funktioniert,