30. Dezember 2010

Jahresrückblick und Neujahrswünsche

Filed under: Allgemein — admin @ 20:41

Ein schwerer Krankheitsfall in der Familie hat das ganze Jahr über mein Leben mehr oder weniger bestimmt, mehr will ich dazu nicht sagen.

Es war für mich kein gutes Jahr 2010, Barbies Hufrehe hat mich nicht nur enorm viel  Zeit und Einsatz gekostet, sondern auch eine Menge Geld. Die Badsanierung war ein Reinfall, aber gut, daraus kann man lernen.

Mit den Pferden kam ich nicht voran, Barbie war krank und Nepomuk sein Sommerekzem brach zum Ende der „Saison“ übel aus. Mein Kater Merlin ist gestorben, nach 17 Jahren gemeinsamem Leben denke ich noch oft an ihn.

Mit dem Motorrad in Urlaub fahren war zeitlich nicht möglich, stets kam was dazwischen. Immerhin hatte ich sieben wunderschöne Tage auf Kreta und im Dezember 9 erholsame Tage in Berlin.

Für nächste Jahr wünsche ich mir, daß Barbie keinen Reheschub mehr bekommt und wir Nepomuks Ekzem in Schach halten können. Ich wünsche mir, daß ich alleine ausreiten und galoppieren kann. Ich wünsche mir, daß die Pferde ne Kutsche ziehen oder im Winter einen Schlitten. Ich wünsche mir, daß sie mein Holz aus dem Wald ziehen.

Vor allem wünsche ich mir die Zeit und Motivation, ihnen das alles beizubringen.

Ich wünsche mir Zeit für ein paar Motorradtouren, mal eine Woche in die Alpen mit Stilfser Joch und eine Woche in Dolomiten, Sella-Runde. Ich wünsche mir Zeit für ein paar Tage am Ötscher fahren und einen Wien-Besuch. Ich wünsche mir Zeit, um mit dem Motorrad über Tschechien nach Berlin zu fahren mit einem Abstecher auf den Spreewaldring. Ich wünsche mir Zeit, um mit meiner BMW nach Korsika zu fahren – ich war schon 14 Mal dort, die Insel mit Bergen, Meer und Sandstrand ist ein Traum.

Ich wünsche mir, daß ich das Entfernen der Metallschiene im Januar überlebe und danach wieder vollständig gesund bin. Ich wünsche mir, daß ich die Renovierung meiner Wohnung auf die Reihe bekomme.

Ich wünsche mir einen Bauernhof, Dreiseit- oder Vierseithof, in Alleinlage in Niederbayern mit mindestens 2 ha Wiesen, dazu eigene Quellen / Brunnen, Solaranlage, eigener Wald, Fischteich für meine Fische und Naturschwimmteich für mich. Ich wünsche mir, daß Barbies Besitzerin mit einzieht, sie versorgt dann die Tiere, wenn ich Motorrad fahre bzw. in Urlaub bin.

Ich wünsche mir und allen Lesern, daß unsere Träume in Erfüllung gehen.

Badsanierung Teil 4

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:51

Vorgestern ging es mir nicht besonders, daher habe ich einen Ruhetag genommen, gestern kam der Fliesenleger, so daß ich für die Pferde keine Zeit hatte. Schutt habe ich zum Werkstoffhof gebracht, aufgeräumt, Ofenrohre lackiert usw., außerdem abends die Fliesen, die nun komplett dran sind, gereinigt. Lastigumm (flüssige Dichtungsfolie) habe ich ne Menge übrig, habe vorgestern noch was angebracht und dabei ne ziemliche Sauerei gemacht, vor allem am Fensterrahmen. Das kleine Fenster im Bad habe ich schon ewig nicht mehr geputzt, heute habe ich mit Backofenspray (hat sich bewährt für dreckige Fensterrahmen) und Glaskeramikschieber (um das Lastigumm abzuschaben) angegriffen. Gefliest wurde bis Höhe der Türe, alles drüber muß ich nochmals streichen, teilweise steht der Fliesenkleber oben über.

Nun muß noch verfugt werden, dazu sollte der Fliesenkleber trocken sein – dauert also noch 2 Tage. Dann Silicon auf die Ränder, ich denke, am Montag könnten wir soweit fertig werden. Duschsäule sowie Heizkörper montieren sowie die Möbel und Waschtisch aufstellen – das wars dann.

Bestellt habe ich mir einen super dicken neuen Badteppich und ein passendes Handtuch-Sst dazu als Dekoration. Ich habe so viele Handtücher, die kann ich in meinem Restleben nicht mehr verschleißen, die passen halt farblich nicht. Einen Handtuchhalter mit Ablage und drei Stangen aus Edelstahl (ohne Bohren) kam gestern, ich habe es heute probeweise angebracht samt der neuen Handtücher, schaut super aus :-). Das ist wie im Hotel, man kann sich von der Dusche aus ein Handtuch nehmen – der Unterschied ist nur, wenn ich es nach Benutzung auf den Boden werfe, muß ich es selber in die Wäsche geben *g*. Die alten Handtücher kommen in den Schrank und werden natürlich weiter benutzt, die neuen sind eher Dekoration.

Der neue Fönhalter ist auch schon da, an die Wand möchte ich noch die elektrische Zahnbürste sowie Munddusche montieren. Für beides müßte man bohren, ich muß mal sehen, ob ich die nicht ankleben kann. Schließlich will ich die neuen Fliesen nicht gleich wieder zerbohren, geht mal ein Gerät kaputt, bleiben die Löcher. Rumstehendes Zeugs in Dusche und am Waschbecken nervt mich,  ich habe Spender gekauft, die man ohne Bohren anbringen kann.

Mein Fliesenleger meint, der Boden ist nicht gut, den hat sein Vorgänger vermurkst. Meine Fliesen eignen sich nicht für ein Gefälle in der Dusche; als ich die gekauft habe, wollte ich ja noch ne Badewanne. Man könnte noch ne Schicht Fliesen drauflegen, dann wäre alles perfekt – kann ich mir ja überlegen. Erst mal bin ich froh, daß ich nach zig Wochen bald wieder eine Dusche zur Verfügung habe und ein Waschbecken im Bad.

Er hat mir erzählt, er ist früher gerne und gut geritten, er hat einen 9-jährigen Sohn, der gerne mal Pferde streicheln möchte. Er würde mir dafür was helfen – da fällt mir sicher was ein :-). Dafür kann sein Sohn gerne auf Nepomuk ne 1/2 Std. von mir geführt werden auf dem Reitplatz.

Der neue Ofen fürs Schlafzimmer kommt nächste Woche, am Wochenende muß ich daher Möbel verstellen und die Kaminbodenplatte auslegen. So erledigt sich eins nach dem anderen, bald läuft alles wieder in geruhsamen Bahnen.

Heute war ich bei den Pferden, habe sie ein wenig geputzt und Barbies Schweif versucht, so gut es geht mit Schnee zu reinigen. Hafer mit Kräutern und Zusätzen kam gar nicht an, tjo, nun ist guter Rat teuer.

Barbie hat heute seit Monaten das erste Mal freiwillig vorne rechts hochgehoben, zwar nur kurz, aber immerhin. Auf die Belohnung sind beide ja ganz wild, jeder will zuerst und hebt die Hufe, obwohl er gar nicht dran ist. Barbie fehlt am Hals ein Stück Fell, schaut aus wie abgeschnitten, das kann es aber nicht sein.

Nächsten Dienstag kommt Barbies Besitzerin mit einer Freundin, die Barbie kennt , seit zig Jahren mehrere Pferde hat und selbst ausschneidet. Mal sehen, was wir für Barbie tun können, evtl. schneidet sie auch Nepomuk aus.

Wir haben nun Stroh, ich habe daher die Box eingestreut. Brigitte bat mich, abends meine und die Nachbarn zu füttern, letztere bekamen zuerst was, meine hatten ja noch. Das Heu derzeit ist ziemlich komprimiert, eine Tüte sind wohl mehr als 10 kg.  Aber gut, von vier bis morgens um neun ist ne lange Zeit, früh kann man weniger füttern.

Weide ist offen, die Hafis leben im Paradies. Stroh in der Box, ausreichend Heu und Platz, sich zu bewegen, falls ihnen danach ist. Andere Pferde haben ne kleine Box und evtl. einen Mini-Paddock dazu, wo sie sich grade mal umdrehen können. Vielleicht werden sie am Tag ne Stunde bewegt, wenn nicht, stehen sie sich halt alleine die Beine in den Bauch.

Sobald der Streß mit dem Bad usw. vorbei ist, habe ich Zeit und kann anfangen mit der Pferdeausbildung. Clickertraining, Doppellonge, Reiten mit Handpferd, es gibt einiges zu tun.

28. Dezember 2010

ausgebüxte Pferde

Filed under: Allgemein — admin @ 00:39

Die Pferde bekamen gestern jeder zwei klein geschnittene Äpfel, eine Banane, einen Becher Kräuter und ungequetschten Schwarzhafer – Weihnachtsschmaus. Beide haben ihre Schüsseln ausgeleckt, so gut hat es ihnen geschmeckt. Nach den Heucops ist Hafer ein wahres Weihnachtsessen, Barbie hat sogar die Banane gefressen, normal mag sie keine.

Ich habe im www nachgelesen, ich denke, ich werde den restlichen Hafer nun verfüttern. Jeder bekommt alle 2 Tage 100 gr, dazu einen Becher Kräuter, die Zusätze von Natural Horse Care und MicroVital. Zwischendurch mal Heucops oder Rübenschnitzel, das muß auch weg.

Im Stall habe ich den Paddock abgemistet und Nepomuk ein wenig geputzt. Es hatte -5 Grad, mir war kalt, die Pferde waren eh am Heu fressen. Barbie hat sich den Schweif übel eingesaut, entweder sie ist rossig oder sie legt sich in Misthaufen. Egal, wird auch wieder sauber, Dreck stört Pferde ja nicht.

Gefüttert war gestern auf dem Boden, dadurch entsteht ca. 1/3 Verlust, außerdem können sie in enormer Geschwindigkeit fressen. Das Heunetz dient ja dazu, daß sie ebend nicht so schnell fressen können, wie sie wollen. Die Pferde freut es natürlich, vor allem Barbie, die Heu ja quasi einsaugt.

Brigitte rief mich an, Barbie kann wohl das Tor aufmachen, die zwei Helden sind daher gestern früh alleine zum Spaziergang aufgebrochen. Vom Moarhof bekam sie einen Anruf, daß da zwei Haflinger rumlaufen. Komisch, sie waren noch nie am Moarhof, vermutlich hat der Geruch von Heu sie angezogen.

Urinstinkt: Futter suchen – sie bekommen halt wenig und Barbie ist extrem intelligent, Türen öffnen ist für sie kein Problem. Stroh gab es die letzte Zeit keines mehr, sie stehen dann 18 Std. am Tag ohne Raufutter da. Dann geht man halt raus und sucht sich draußen was, natürliches Verhalten. Das geht nicht, ich werde morgen einen Strick am Tor anbringen.

Da haben sich die zwei nen netten Vormittag gemacht, vermutlich sind sie ein wenig rumgaloppiert, haben sich gewälzt, haben auf dem Weizenfeld vom Stallbesi das letzte Grün ausgegraben und gefressen, und sind dann weiter zum Moarhof auf Futtersuche. Draußen frei laufen ist ihnen ja nicht fremd, da gibt es keine Panik oder sonstwas, mit Autos usw. haben sie keine Probleme.

Die liebe Brigitte hat dann Halfter mitgenommen und mit jemanden vom Moarhof die zwei heimgeführt, sehr nett von ihr. Wenn sie sich ausgetobt haben, sind beide auch brav. Mal am Strick reißen ist für Barbie normal, wenn sie ernst macht, dann kann sie keiner mit Halfter halten. Wobei Brigitte eine ist, die schon härter durchgreift als ich, da gibts auch mal was auf  die Nase, sowas mache ich nie. Derjenige, der täglich Heu bringt, mit dem will man es sich nicht verderben, Barbie wird sich daher ihr gegenüber zurückhalten.

Barbies Besitzerin meint, der Hunger hat sie rausgetrieben, sonst wären sie nicht am Moarhof erschienen. Ich wundere mich, daß Barbie mit ihrem völlig kaputten Huf und ihrer Hufbeinsenkung freiwillig so weit läuft. Sie bestimmt, was passiert, ohne Barbie geht Nepomuk nirgendwo hin. Er ist zwar der Boss, nimmt aber Rücksicht auf Barbie, es ist seine Stute und sie beschützt er.

Für morgen hat der Fliesenleger abgesagt, da habe ich Zeit. Dann reiten wir zum Moarhof und bedanken uns, Barbie geht als Handpferd mit. Barbie mit LG-Zaum und Zügel mitführen ist schwierig, weil wenn ich sie verliere, tritt sie mir die Zügel kaputt. Sie nur mit Halfter und Strick mitnehmen, birgt ein gewisses Risiko, ich weiß nicht, wie gut sie zu Fuß ist im Galopp. Wenn sie nicht mehr als 20 – 30 m schafft, kann ich Nepomuk halten, wenn Barbie 1 km bis zum Stall zurück galoppiert, muß ich schauen, daß ich runter komme, bevor er Rodeo anfängt.

Schlimmer als runterfallen geht nicht, die zwei Deppen kommen auch alleine zurecht.

Wegen Holz selber machen muß ich mich nun erkundigen, am besten, ich frage mal unseren Stallbesi. Eine eigene Benzin-Motorsäge brauche ich dann, die darf allerdings für mich schwache Frau *g* nicht allzu schwer sein. Dann muß ich mich erkundigen, was für ein Zuggeschirr ich für die Pferde fürs Holz rücken brauche, dieses kann man dann wohl auch fürs Kutsche ziehen verwenden.

Einen Motorsägeschein brauche ich, da lernt man wohl, wie man einen Baum ansägt und wie man den Keil setzt, so daß er genauhin umfällt, wo man ihn haben möchte.

Die Hafis müssen natürlich lernen, was zu ziehen, Doppellonge habe ich, man muß nur damit üben :-). Barbie ist die DL ja nicht fremd, Nepomuk hat damit bisher keine große Bekanntschaft gemacht (außer letztes Jahr Schlitten ziehen). Ich habe mal gelesen, ein Hafi zieht ca. das Dreifahre seines Körpergewichts, das wäre ca. eine Tonne.

Ein Kaltblut mit 1000 kg hat im Wald natürlich Vorteile, aber gut, ich bin ja kein professioneller Waldarbeiter, sondern mache nur Holz für den Privatverbrauch. Die Pferde ziehen die Stämme nur zum Ablagerungsplatz, dort hole ich sie dann nach 1 Jahr mit dem Auto/Hänger ab, spalte daheim mit ner Maschine und lasse das Holz nochmals 1 Jahr liegen.

Wenn das mal am Laufen ist und ich immer ca. 20 – 30 Ster im Wald liegen habe, dürfte das bei meiner jetzigen Wohnung 2 Jahre reichen. Ich habe mir mal 5 Ster Holz liefern lassen, das ist ne Menge, auf einen Hänger bekomme ich vermutlich nicht mehr als ein Ster. Aber gut, ich bin eh alle 2 Tage bei den Pferden, die Stämme müssen auf ca. 30 cm geschnitten werden, sonst passen sie nicht in den Ofen. Das kann ich im Wald mit der Motorsäge machen, dann kann ich die Teile auch alleine heben und auf den Hänge werfen.

23. Dezember 2010

vorweihnachtlicher Streß

Filed under: Allgemein — admin @ 23:40

Mittags kam der Fliesenleger, der Kleber war aber noch nicht vollständig trocken, daher konnte er nicht weiter arbeiten. Ich fuhr zum Obi wegen den Befestigungsschrauben für die Toilette, sie waren dabei. Weiter ging es zu den Pferden, sie wurden geputzt und bekamen unmelassierte Zuckerrübenschnitzel. Die Dosierung habe ich noch nicht drauf bzw. vergessen, daß 200 gr pro Pferd auf 2 kg aufquellen (davon ist ein großer Teil Wasser).

Egal, die Rübenschnitzel sind nicht besonders beliebt, jeder hat höchstens 1 kg gefressen, dann hatten sie genug und gingen wieder zum Heu. Nächstes Mal bekommt jeder 500 gr, das werden sie dann schon auffressen. Zum Wegwerfen sind die teuren Zusätze zu schade.

Barbies Hufe habe ich heute genau inspiziert, der Strahl bildet Taschen, was nicht gut ist, den Dreck drunter bekommt man fast nicht raus, das fault dann. Ich werde wohl zum Messer greifen müssen und das wegschneiden – gerne mache ich es nicht, drücken gültet aber nicht. Nächste Woche kommt Barbies Besitzerin, mit ihr zusammen werde ich das hinkriegen, denke ich. Ein bißchen feilen können wir dann auch, zumindest bei drei Hufen. Das hat mir noch gefehlt, daß ich bei einem Rehepferd an den Hufen schneiden muß, es gibt aber keinen, der das sonst erledigen könnte. Sie weiß, sie kann jederzeit den Huf abstellen, ich halte nicht dagegen (kann ich kräftemäßig und mit der Schiene gar nicht). Was nicht geht, ist nach mir treten, das hat sie schon sehr lange nicht mehr gemacht. Einen Machtkampf mit Barbie verliert jeder, weil sie genau weiß, daß ihr jeder Mensch kräftemäßig weit unterlegen ist. Manche Pferde kann man mit Schlägen beeindrucken, Barbie nicht.

Barbie läuft mit auf dem Strahl, weil sie die Zehe entlastet, der wächst daher stark und schiebt sich seitlich über die Sohle. Nepomuks Hufe, der ja das letzte Mal vor ca. 10 Wochen ausgeschnitten wurde, schauen immer noch top aus.

Er ist das blühende Leben, ein super schönes dickes Fell, von der Figur her optimal, ihm fehlt zwar 2/3 der Mähne, aber gut, mehr war nicht zu retten. Er ist gut drauf, Winter ist einfach seine Jahreszeit.

Nach dem Stall bin ich zum Rewe, Lidl und Tengelmann gefahren, bis ich alles Essen zusammen hatte für 3 Tage für die ganze Familie.

Wieder zuhause, mußte ich mein Klo installieren, der Kleber war inzwischen einigermaßen trocken. Was sich schwierig gestaltete, der Abfluß ist ja unter der Toilette und nicht dahinter. Das Rohr für den Zufluß steht weit raus, 1 Std. habe ich gerüttelt und gefriemelt, bis ich mich einen Wassertest getraut habe. Ein Glück, alles dicht, WC-Brille montiert, Boden nur wenig feucht gewischt und meinen neuen Klopapierständer zusammengeschraubt. Meine Möbel muß ich spätestens Montag fertig zusammengesetzt haben, damit die angebracht werden können, sobald alles fertig ist. Mit der Montagefirma für meine Duschglas-Trennwand habe ich heute telefoniert, die stehen bereit.

Ich wage gar nicht zu hoffen, daß ich dieses Jahr noch in meinem eigenen Bad duschen kann – wenn alles gut läuft, könnte es klappen.

Mein neuer Ofen ist bereits bei der Spedition, evtl. kommt der nächste Woche. Die Rohre muß ich noch schwarz lackieren, Schlafzimmer umräumen und die Bodenplatte auslegen. Mir fehlt noch so ein Band zum Abdichten, gabs bisher nirgends, zur Not mache ich Klarsicht-Silicon drumrum, habe ich im Wohnzimmer auch. Vermutlich muß ich die Rohre noch zuschneiden, mit geeignetem Werkzeug geht alles :-).

Zu Weihnachten habe ich mir einen Briketträger mit Zange gekauft und einen kleinen Hochflorteppich fürs Schlafzimmer. Gismo bekommt einen Hochturm mit zwei Schlafgelegenheiten, den ich sicher noch irgendwo an einem Ofen unterbringe (er mag es warm). Bei den Hafis geht Liebe durch den Magen, vielleicht backe ich ihnen am WE Kekse. Die sind das Nonplusultra für sie, das sind halt Kalorienbomben. Haferflocken, Früchtemüsli, gemahlene Nüsse, Honig, Äpfel, Mohrrüben und ein wenig Mehl.

Aber gut, ich muß streng bleiben, also wird nicht gebacken, sondern sie bekommen nur am Sonntag ein „Weihnachtsessen“ mit Äpfeln, Karotten und ganz wenig Hafer. Tiere wissen zwar nichts von Weihnachten, trotzdem habe ich das Bedürfnis, ihnen was Gutes zukommen zu lassen.

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein schönes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertage.

Badsanierung Teil 3

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 00:14

Meinen Handwerker hatte ich ja vor 2 Wochen gefeuert, was der sich geleistet hat, war zuviel. Nicht nur, daß er meine Küche während meiner Abwesenheit in einen absoluten Saustall verwandelt hat, er hat auch in meiner Wohnung Fliesen geflext, so daß das komplette Haus total eingestaubt war. Als ich nicht da war, hat er sich nen faulen Lenz gemacht, heute habe ich dazu noch erfahren, daß es ein Pfuscher war.

Theoretisch müßte alles komplett neu gemacht werden, damit es perfekt ist, darauf verzichte ich gerne. Ich will nur, daß das Bad mal fertig wird, mir reichts bis oben ran. Das Gefälle für den Duschabfluß stimmt hinten und vorne nicht, mit meinen großen Fliesen schwer hinzubekommen. Ursprünglich wollte ich ja ne Badewanne, kaufte die Fliesen und habe dann umdisponiert – wußte ja nicht, daß das problematisch ist. Wandfliesen sind teilweise leicht angeschlagen, eine hat gar einen Haarriß, sowas darf man nicht verwenden. In den Ecken wurde gefugt, anstatt Silikon zu verwenden.

Es kommen zwei Heizkörper rein, ein kleiner als Nachtspeicherofen und ein Badheizkörper. Keine Fi-Leitungen dafür, ne neue und stärkere Leitung hätte gelegt werden müssen. Aber nun ist es zu spät.

Beide zusammen haben glücklicherweise nur ein wenig über 2000 Watt, da ich sie vermutlich nie zusammen in Betrieb habe, müßte das gehen. Ohne Fi gehts auch, höchstens mal ein wenig Kondenswasser an den Wänden, die Steckdosen sind weit von der Dusche entfernt. Die letzten 30 Jahre klappte das auch ohne, sie sind allerdings vorgeschrieben seit ein paar Jahren. Für Neubauten sehe ich es ja ein, bei unserem alten Haus müßten alle Stromleiten erneuert werden, kostet ne Menge, für was eigentlich?

Mein Waschtisch paßt nicht auf die Anschlüsse vom bisherigen Waschbecken, das wird noch ein Problem wegen dem Unterschrank. Weil der Handwerker den neuen Spülkasten fürs Klo mit dicken Steinen umbaut hat anstatt mit Rigipsplatten. Na ja, muß ich halt den Unterschrank den Anschlüssen anpassen, ich habe es ihm 100 Mal erklärt, er hat es nicht kapiert.

Immerhin habe ich nun jemanden, der was versteht und auch arbeitet. Von „besinnlicher Vorweihnachtszeit“ habe ich noch nichts bemerkt, nur Streß, nun habe ich für 24 Std. keine Toilette, weil heute die Bodenfliesen im Bad verlegt wurden. Aber gut, es gibt genügend Menschen, die kein fließend (Warm)Wasser und keine Klo haben, und zwar ständig. Bis morgen früh bin ich flexibel, dann kann ich die Toilette meiner Tante im 1. Stock benutzen.

Es gibt Schlimmeres, es gibt  Obdachlose, die liegen jetzt in der Kälte auf der Straße. In Entwicklungsländern haben die Leute kein fließend Wasser, geschweige denn sanitäre Einrichtungen. Es verhungern jeden Tag Kinder, über was will ich mich beschweren? Wir sind gewohnt, daß wir stets alles haben, wenn das nicht klappt, ist man frustriert. Im Vergleich zu anderen haben wir immer noch ein Leben wie Gott in Frankreich, auch wenn mal nicht alles perfekt läuft.

Eigentlich gehts mir gut, ab morgen Abend habe ich wieder ein Klo und nach den Feiertagen vermutlich auch wieder eine Dusche. In einer Woche ist alles überstanden und es kehrt endlich wieder Ruhe ein, zu Silvester müßte das Bad theoretisch fertig sein.

Wenn ich mit dem Putzen der ganzen Wohnung fertig bin, kann ich mir im Januar ein paar besinnliche Tage machen, bevor ich ins Krankenhaus gehe, um die Metallschiene rausoperieren zu lassen. Bei kalten Temperaturen schmerzt das Teil ziemlich, weil ich nur Haut drüber habe aufgrund meiner schlanken Figur.

Barbies Besitzerin rief heute völlig aufgelöst an, sie hat mit ihrem TA geredet, der meinte, Barbie muß in die Uni-Klinik in eine Box, sie braucht Kunsthorn und Verband – eine riesen Aufregung. Wahrscheinlich hatte ich es schlecht erklärt, der TA ging davon aus, daß die Hufwand bis zum Kronsaum weggebrochen war. Ewig telefoniert, bis ich meine Bekannte beruhigt hatte. Das Stück, was weggebrochen ist, geht ja nur bis zur Rille, die von der Hufrehe stammt; alles, was seitdem nachgewachsen ist, ist intakt.

Wegen der Hufbeinrotation entlastet Barbie die Zehen, belastet stark die Eckstreben, daher steht sie ziemlich flach da. So wie ich das bisher sehe, läuft sie teilweise mit auf dem Strahl, ihre Hufe sind stark „zugewachsen“, da erkennt man wenig.

Sie läuft halt so, wie es ihr am wenigsten Schmerzen bereitet, dementsprechend wachsen die Hufe nach. Wichtig ist, daß sie schmerzfrei gehen kann, alles andere läßt sich nächstes Jahr reparieren.

Barbie ist ein ziemlich robuster Haflinger, sonst wäre sie schon tot, sie kann laufen, sie kann enge Wendungen gehen, nach Monaten des Leidens geht es ihr nun endlich wieder gut. Ich sehe keine Veranlassung, irgend jemanden an ihrn Hufen rumschneiden zu lassen, besser kann es nicht werden, nur schlechter.

Gestern habe ich lange mit Hufpflegerin Elisabeth geredet, sie meint, Barbie wieder Gewalt anzutun, um die Hufe bearbeiten zu können, wird irgendwann dazu führen, daß Barbie sich an den Hufen gar nichts mehr machen läßt. Es ist ja nichts akut, ich soll die Zehen etwas kürzen, falls möglich. Wichtig ist, daß Barbie wieder Vertrauen gewinnt, damit man ihr irgendwann wieder gewaltfrei die Hufe ausschneiden kann.

Ich soll mit ihr üben mit Belohnung, mache ich eh, später auch mit Hufbock. Ich werde jetzt mal mit dem Clickertraining anfangen, die Hafis werden sich freuen :-).

Sobald ich mir Leckerli in die Tasche stecke und auf den Paddock gehe, wissen beide, Hufe auskratzen ist angesagt. Jeder will der Erste sein, beide heben die Hufe, bevor ich überhaupt hinfasse. Barbie habe ich vorne links so langsam auf der Spur, hinten ist ja seit langem kein Problem mehr, vorne rechts dauert es halt noch.

In ein paar Wochen klappt das sicher auch, Elisabeth wird ihr dann hinten mal die Hufe machen, vorne erst dann, wenn das mit dem Huf hochhalten sicher klappt. Bis dahin kann ich immer mal wieder ein wenig vorne an den Zehen feilen, falls ich Barbie soweit bringe, daß sie freiwillig den Huf auf dem Bock läßt.

Barbie kann mE als Handpferd mitgehen, nur Bewegung sorgt für die nötige Durchblutung der Vorderhufe und damit Wachstum. Barbie in ne Box stellen, würde ihr mE schaden, abgesehen davon, daß man sie von Nepomuk nicht trennen kann – sie würde sehr leiden. Wie soll man gesund werden, wenn man sich nicht wohlfühlt?

Ich denke, bis zum Frühjahr ist Barbie wieder fit, sie hat auch sehr gut abgenommen, so daß ein neuer Hufrehe-Schub nicht zu befürchten ist.

Ein paar Geschenke brauche ich noch, alle einpacken, Essen muß ich noch einkaufen, morgen kommt der Fliesenleger wieder, für die Pferde bleibt morgen nicht viel Zeit. Ein bißchen Ruhe wäre demnächst mal schön, ein bißchen mehr Zeit für die Pferde auch.

Frieren tue ich nicht mehr, meinen Kaminofen im Arbeitszimmer heize ich quasi durch. Der Dauerbrandofen fürs Schlafzimmer kommt hoffentlich bald, dann habe ich es kuschelig warm.

Ein Problem nach dem anderen erledigt sich, ich kann zuversichtlich ins Neue Jahr schauen.

19. Dezember 2010

Nepomuk, der Angsthase

Filed under: Allgemein — admin @ 20:51

Heute habe ich überlegt, ob ich auf den Reitplatz mit Nepomuk gehe oder mit ihm spazieren, ich entschied mich für letzteres. Wir gingen hinter in den Wald, sobald er die Ranch nicht mehr sehen konnte, wurde er ziemlich nervös. Alleine nur mit mir war er noch nie weg, entweder war Barbie oder ein anderes Pferd dabei. Aufgeplustert hat er sich und trabte ständig, ich habe ihn quasi ständig in Volten geführt. trotzdem wurde er nicht ruhiger. Am Traktor vorbei, der vorher 5 Kinder mit Schlitten gezogen hatte – hat ihn nicht interessiert.

Als wir zu den verlassenen Schlitten kamen, hat er alle Viere in den Boden gerammt, er ging noch daran vorbei, links war eine große Wiese. Er zog mich in den tiefen Schnee, er wollte unbedingt zurück. Ich ließ den Strick los, am Weg kam gerade ein Tinker an. Nepomuk war völlig durch den Wind, ist erst auf der Wiese rumgaloppiert, faßte sich dann ein Herz und ist am Tinker vorbei Richtung Heimat abgehauen.

Den Armen hat er ein wenig nervös gemacht, war aber nicht schlimm, ich habe mich bei der Reiterin entschuldigt. Am Bauern mit dem Traktor kam ich vorbei, der hat gegrinst, jojo, er ist Richtung Ranch gelaufen. Einen älteren Mann traf ich noch, „der ist zum K****“ (unser Stallbesi), der Tinker hatte sich schnell beruhigt (ging mit mir zurück).

Als ich zum Stall kam, war Nepomuk bereits verräumt, eine Stallkollegin hat ihn eingesperrt. Eine andere erzählte mir später, Nepomuk kam nicht den Weg, den ich mit ihm ging, sondern ist gleich nach dem Wald links abgebogen, an den Weiden vorbei gerannt und hat sich am Putzplatz eingeparkt. Eigentlich hätte ich gedacht, er läuft sofort zu Barbie, er hats wohl nicht ganz überrissen.

Früher konnte ich mit ihm in Sichtweite der Ranch alleine ausreiten, er muß sich irgendwann dran gewöhnen, daß er auch mal alleine unterwegs ist. Vielleicht habe ich ihm für den Anfang zuviel zugemutet, war wohl meine Schuld.

Langsam habe ich den Eindruck, die Pferde nehmen mich nicht für voll, vielleicht bin ich zu gutmütig. Ich kann auch beiden eine Wassertrense reintun (habe ich hier), einmal ordentlich angezogen und sie erinnern sich schnell an ihre Erziehung. Ich habe auch Hackamore, noch brutaler, ich will aber keine Gewalt.

Heute hat mich ein Spaziergänger gefragt, warum ich nicht reite. Ich habe geantwortet, Nepomuk wird gerade angeritten und war noch nie alleine draußen. „Der schaut aber nicht jung aus“ – ja eh, er ist inzwischen 12 Jahre alt. Was völlig anderes als ein 4-jähriger Haflinger, der gut geprägt wurde.

Über 9 Jahre standen beide nur auf der Weide, keine Erziehung, jetzt ist es natürlich schwierig, sie auf die Spur zu bringen.

Barbie ist nun 13 Jahre, eine extrem dominante und kräftige Stute, die auf Gewalt mit Gegenwehr reagiert. Sie weiß, ein Mensch ist kein Gegner für sie, soweit darf man es bei ihr nicht kommen lassen. Wenn man mit ihr fair umgeht, macht sie nix. Man muß ihr halt den Schneid abkaufen *seufz*, ich bin ein wenig zu weich dazu.

Eine Stallkollegin erzählte mir heute, als ich weg war, hat Barbie sich in Schnur verfangen, die ich blöderweise im Treibgang gelagert habee. Sie hat die Schnur durchgeschnitten, Barbie hing wohl bereits 1 Std. fest. Ich bin dankbar dafür, den einzigen Huf, den Barbie nicht heben kann, ist vorne rechts, aber das wußte sie natürlich nicht. Die Stallkollegin hat es richtig gemacht, kein Risiko eingehen bei einem fremden Pferd, was bekanntermaßen ein bißchen schwierig ist.

Ich kratze Hufe immer auf dem Paddock aus, die Pferde sind frei, da fehlt sich überhaupt nix, beide sind gierig drauf, weil sie dafür belohnt werden. Barbie hebt vorne rechts nicht hoch, vorne links ist ja völlig kaputt, tut ihr wohl weh. Sie hebt halt nicht, das wars, ansonsten hebt sie natürlich auch ohne Belohnung auf, auch mehrmals. Wenn sie wegzieht, wird sie ermahnt, ernsthaft kann ich nicht dagegen halten, das kann keiner.

Mei, wir haben sie mit 1,5 Jahren mit blutigen Fesseln gekauft, sie war mit Draht fixiert, dazu noch ein paar Tage kein Wasser, um sie irgendwie gefügig zu machen (Händler haben so ihre Methoden). Barbie kam zum Schlachten, weil sie als Fohlen schon nicht die Hufe heben wollte. Als ich sie betreut habe, mußte man sehr aufpassen hinten, die Füße durfte man nicht anfassen oder nahe vorbei gehen, da hat sie geschlagen. Heute braucht man keine Angst mehr haben, Barbie tut nix.

Bei Nepomuk heute wars auch nicht „Willen durchsetzen“ wie bei Barbie, er hatte einfach Angst. Daran werden wir arbeiten, wenn ich Zeit habe. 12 Jahre ist er nie alleine draußen gewesen, jetzt soll er ohne Barbie alleine rausgehen – für ihn Streß pur. Ich denke, man kann ihm das mit Geduld noch beibringen. Panik hat er keine gehabt, er wollte halt nach Hause, hätte ich rechtzeitig umgedreht, wäre er mir nicht ausgekommen.

18. Dezember 2010

Heizkosten im Vergleich

Filed under: Allgemein — admin @ 23:11

Die Stadtwerke München haben ja ab dem 01.01.2011 die Preise wieder erhöht, für Nachttarif (NT) von 13,08 auf 14,72 Cent, der Tagtarif bleibt mit 23,10 Cent gleich. Die letzte Preiserhöhung für NT gab ab 1. März 2010 von 10,99 auf 13,08 Cent. Mit einem Zweitarif-Zähler kann man weder den Anbieter wechseln noch auf ein Online-Angebot wechseln, was ein paar Cent sparen würde.

Um ein paar Zimmer der Wohnung mit Nachtspeicher bei einem kalten Winter einigermaßen warm zu bekommen, brauche ich 12.000 kwh im Jahr (inkl. Warmwasser), das würde mich ab 2011 EUR 1.766,00 im Jahr kosten, dazu noch Tagstrom, für Singles nimm man 1.300 kwh an, das wären EUR 300,00, im Jahr insgesamt rund EUR 2.000,00. Und dann ist es, wenn es wirklich kalt ist, nicht mal richtig warm; wenn ich alle meine 6 Nachtspeicheröfen voll laufen lassen würde, käme ich locker auf ca. 20.000 kwh NT pro Jahr. Das sind dann EUR 3.000,00 pro Jahr an Heizkosten, Wahnsinn.

Im Januar 2000 war der NT 10,09 Pfenndig (!) pro kwh, also ca. 5 Cent, nun 14,72 Cent, in 11 Jahren eine satte Steigerung des Strompreises um fast 300%. Vergessen darf man nicht, daß nachts wenig Strom verbraucht wird, Schwachlachtzeit, die Kraftwerke laufen aber durch. Zwischenspeichern geht nicht, es besteht also ein Überangebot, trotzdem steigen die Preise rasant.

Einen Dauerbrandofen fürs Schlafzimmer habe ich bestellt, die Nachtspeicheröfen stelle ich dann komplett ab.  Ich habe es mal ausgerechnet, die letzten 6 Tage habe ich für EUR 46,00 Nachtstrom verbraucht, da liefen aber nur zwei Nachtspeicheröfen, Küche und Schlafzimmer, beide nicht mit Volllast. Gut, ziehen wir Waschmaschine usw. ab, nehmen wir EUR 40,00 an, damit komme ich höchstens auf 15 Grad Durchschnittstemperatur. An Strom bräuchte ich ca. das Doppelte, damit es wenigstens im Schlaf-/Arbeitszimmer, Bad und Küche annehmbare Temperaturen hat.

Wenn ich am Tag für 10 EUR Briketts verfeuere, wären das 50 kg Braunkohle- oder Holzbriketts (10 kg = EUR 2,00) am Tag, das ist ne ziemliche Menge. 25 kg am Tag pro Ofen ist viel, wenn ich zwei Öfen (wir haben auch zwei Kamine) täglich durchheizen würde, dann hätte ich alle 4 Räume locker über 20 Grad. Gehen wir von einem Ofen aus, den man für EUR 5,00 am Tag heizt, damit hat man es dann aber durchgehend warm (mindestens 20 Grad).

Wenn ich mal selber Holz machen kann, wird es billiger, Lagerkapazität für 10 Ster habe ich locker. Ich weiß nicht, was Bäume kosten, für abgelagertes und geschnittenes Hartholz habe ich letztes Jahr EUR 70,00 pro Ster bezahlt. Wenn ich alles selber mache, dürften es nicht mehr als EUR 15,00 pro Ster sein. Selbst wenn ich 20 Ster pro Winter brauche, sind das nur EUR 300,00 pro Heizperiode. Falls ich mir nen Hof in Niederbayern kaufe, gehört mir der Wald selber, Bäume kosten dann nüscht.

Arbeit macht das natürlich, Baum muß umgesägt werden (dafür braucht man nen Schein für die Motorsäge), entasten, zersägen und spalten. Früher mußte man alles per Hand machen, heute hat man ne Motorsäge und eine Spaltmaschine. Beides kauf ich mir, dann bin ich völlig autark.

Die von mir umgesägten Bäume können Barbie oder Nepomuk aus dem Wald ziehen (spart den Traktor), am Wegesrand lagern die dann 1 Jahr ab. Danach schneide ich sie auf 30 cm mit der Motorsäge, schmeiß sie auf den Hänger und fahre sie heim. Dort spalte ich das Holz, schichte es auf und lasse es noch 1 Jahr trocknen. Dazu läßt man sich ne Tonne Kohlebriketts liefern, die kosten EUR 200,00, damit das Feuer über Nacht hält, somit hat man es günstig immer pudelwarm.

Wenn ich auf nem Bauernhof in der Pampa lebe und die Pferde vor der Haustüre, habe ich eh viel Zeit, die ganze Fahrerei zu den Hafis entfällt, das sind ca. 3 Std. pro Woche. Soviel Holz, was ich in der Zeit machen könnte, brauche ich gar nicht zum Heizen. Natürlich muß ich dann selbst ausmisten, das kostet keine 1/2 Std. pro Tag. Sie bekommen ne Heuraufe auf den Paddochk, wo ein 300 kg Heuballen reinpaßt – alle 14 Tage tue ich einen neuen rein, das ist in 10 Min. passiert.

2 Ballen kosten mich evtl. EUR 100,00 pro Monat, jeder hat dann 10 kg pro Tag. Dafür muß ich nicht früh und abends 7,5 kg per Hand füttern, was mich insgesamt 20 Min. Arbeitszeit kostet. Im Monat wären das 10 Std. Arbeit, bei einem Std-Lohn von EUR 10,00 wären das bereits zwei 300-kg-Heuballen. Entscheidend ist aber, daß ich unabhängig sein will, ich stehe sicher nicht früh auf, um die Pferde zu füttern, außerdem bin ich evtl. abends mal nicht da oder mal 2 Tage in München. Ich denke, mit Barbie und Nepomuk  ist das kein Problem, das pendelt sich auf 10 kg pro Pferd und Tag ein.

Im Winter Sägemehl und Stroh im Stall, nehmen wir EUR 50,00 pro Monat an für 6 Monate, dann kosten mich die Hafis im Jahr 12 x 100 EUR Heu, wenn man die Weide nicht mitrechnet, ich möchte schon 2 ha haben, egal, dazu 6 x EUR 50,00 Stroh usw. – das sind 1.500 EUR, dann haben beide aber Heu und Einstreu (Stroh usw.) satt.

Im Jahr EUR 3.000,00 gespart, dazu noch Heizkosten von ca. EUR 1.500,00 weniger. Benzinkosten für die Fahtt zu den Pferden, ca. EUR 50,00 pro Monat, fallen auch weg, das sind EUR 6.000,00 Ersparnis pro Jahr. Mein Wohnung vermiete ich, das sind EUR 400,00 für mich pro Monat (die gehört mir nicht alleine), damit habe ich EUR 600,00 zum Leben, das ist ne Menge Geld.

Wenn ich nen Hof mit 10 ha bekomme, auch gut, mache ich selbst Heu, die Maschinen dafür kann man sich ja leihen. Man kann alles lernen, selbst in meinem Alter :-).

Ich würde mir dann nen Herdenschutzhund anschaffen, der meine Pferde Tag und Nacht bewacht, dazu noch einen Rottweiler oder so was ähnliches, der den Hof bewacht. Zwei Arbeitshunde, die natürlich auch ins Haus dürfen, aber normal draußen frei leben.

Meine Hunde hatten immer freien Zugang zum Garten, nicht kastrierte Rüden sind halt manchmal etwas nervig. Ich hatte immer nur Angst, daß sie überfahren werden, wenn sie alleine unterwegs waren, war aber nicht der Fall. Bei nem Bauenhof muß man halt mit den Jägern reden, damit sie meinen Rüden auf Freiersfüßen nicht abknallen. Wild jagen dürfen sie natürlich nicht, liegt auch nicht in der Natur einen HSH oder Rottweilers.

16. Dezember 2010

es tut sich langsam was

Filed under: Allgemein — admin @ 22:20

Heute um 11.00 Uhr klingelt es, steht der Lieferant mit 4 Paletten Holzbriketts vor der Türe. Vorher anrufen ging nicht, weil mein Festnetz-Telefon ja kaputt ist, meine Mailadresse hatte er wohl nicht. Egal, an dem Schneeproblem hätten wir eh nichts ändern können. Unsere Sackgasse ist nur einspurig befahrbar, außerdem hatte er zum Palettentransport nur einen kleinen Rangierer, unmöglich, mit dem eine ganze Palette (ca. 800 kg) in die Garage zu kutschieren.

Ich habe erst mal Schnee geräumt, während der Lieferant mit meiner Tante 1 Palette per Hand in die ihre Garage getragen hat, dazwischen immer wieder den LKW wegfahren, weil Anlieger durch wollten. Ich hatte drei Paletten, flugs in der Garage Platz gemacht, eine alte stabile Türe haben wir dann über die Auffahrt gelegt, um die Briketts zumindest 200-kg-weise reinfahren zu können. Meine Tante und ich haben aufgeschichtet, der Lieferant im LKW umgeladen.

Um 13.00 Uhr war alles geschafft, der gute Mann bekam ein ordentliches Trinkgeld, fürs Wetter kann ja keiner was. Ich habe meine Garage wieder aufgeräumt, so daß das Auto reinpaßt, 6 große Paletten habe ich nun zusätzlich zum Verheizen (sobald ich sie kleingemacht habe). Früher in meiner alten Wohnung, wo ich 8 Jahre gewohnt habe, hatten wir ja nur einen Ofen in der Küche (ansonsten Strom) und hauptsächlich mit geschenkten Paletten geheizt. Im Haus hier haben wir ja sogar ne Starkstrom-Kreissäge, als wir das Dach neu machen ließen, habe ich damit die ganzen alten Dachlatten (unbehandelt) zersägt zum Verheizen.  Damals habe ich in der Garage gesägt, ob ich im Keller sägen kann, muß ich mal sehen – trotz Gehörschutz könnte das sehr unangenhm sein. Die Säge ist ein Mist, dünne Dachlatten gehen, kleine Stämme nicht, die frißt sich, aber gut, die ist auch schon fast 30 Jahre alt. Eine Benzin-Motorsäge muß mal her, ich hatte eine billige Elektro-Säge, die ging aber nach ein paar Jahren kaputt. Was Neues gönne ich mir zu Weihnachten :-), möglichst leicht, weil ich nicht viel Kraf habe.

Diesen Winter und den nächsten werde ich mit dem, was ich nun an Holz und Briketts habe, locker überstehen, Zeit genug, daß von mir gemachtes Holz ablagern kann.

Gestern hatte ich genug vom Frieren und bei meinen Nachtspeicheröfen das Gebläse laufen lassen, immerhin kam ich auf 17 Grad in Küche, Bad und Schlafzimmer.  Heute Mittag habe ich dann den Kaminofen im Arbeitszimmer angeheizt und vor dem Weggehen zwei Braunkohle-Briketts rein, damit das Feuer hält. Darf man eigentlich gar nicht, des weiteren dürfte ich von meinen großen Holzbriketts, wo eines 2 kg wiegt, nur die Hälfte reinstecken – ich habe manchmal 4 kg auf einmal aufgelegt, weia, wußte das bisher nicht.

Ein Glück, daß es den Ofen nicht zerrissen hat, es ist so ein Stahl-/Guß-Billigheimer vom Baumarkt. Vielleicht auch deswegen, der Ofen glüht dann zwar fast und die Rohre auch, kaputt geht aber nichts.

Gegen 15.00 Uhr war ich bei den Pferden, habe die Eisschicht vom Wasser entfernt und beide ein wenig geputzt, bei Barbie eh sinnlos. Denen hingen die Eisklumpen am Fell, das zeugt von einem prima Winterfell. Heu war noch im Netz, ich habe ihnen die Weide aufgemacht, Interesse daran hatten sie keines. Die Pferde vom Hauptstall waren draußen, die vom Dreierstall auch, die Isländer wollten raus, aber bei denen und den Nachbarn darf ich mich nicht einmischen. Ich kapiere ehe nicht, warum nicht für alle Pferde auf der Ranch gleichzeitig die Weiden geöffnet werden, wenn der Stallbesi das erlaubt. Wir haben tagsüber -6 Grad, normal kein Thema, aber bevor ich mich schimpfen lasse, mache ich halt nur meinen auf.

Die Nachbarn hatten ein Heunetz runter gerissen, wenn sie ins Netz steigen und und dem Huf hängen bleiben, besteht Verletzungsgefahr. Also habe ich das Netz an den einen Haken, der noch da war, angehangen, das meiste Heu lag eh schon verteilt auf dem Paddock.

Hufe noch ausgekratzt, links vorne hat Barbie heute gut mitgemacht, das weggebrochene Stück ist wohl nicht ganz so dramatisch, wie ich es gestern empfand. Rechts vorne hebt sie freiwillig gar nicht auf, auch nicht für Leckerli, kein Wunder, dabei müßte sie ja links mehr belasten und das tut wohl weh.

Ich denke, ich werde für Nepomuk mal Billi bestellen und die Stallkollegin, die ihr Pferd von Elisabeth ausschneiden läßt, fragen, wann sie wieder kommt. Sie könnte Barbie dann die Hinterhufe machen, das ist ja problemlos, vorne warten wir noch etwas. Bei dem ausgebrochenen Huf kann man eh nix machen, man müßte sie steiler stellen, wegen der Hufbeinrotation ist das aber kontraproduktiv. Nur weil sie so flach steht, ist das Hufbein nicht durchgebrochen, jede Korrektur erhöht den Druck auf die Sohle, was Schmerzen verursacht.

Ein Rehebeschlag ist eh nicht möglich, weil 1/3 des Hufrandes fehlt, außerdem ginge rechts vorne hochheben nur wieder mit Gewalt. Früher wurden sie 2x im Jahr ausgeschnitten, hat auch nicht geschadet, bei Barbie muß erst mal was nachwachsen.

Ich werde ihnen nun das MicroVital geben, brauche aber ein anderes Grundzusatzfutter, Heucobs sind nicht mehr beliebt. Ich werde mal die unmelassierten Zuckerrübenschnitzel versuchen, wird für Rehepferde ja empfohlen, Wenn sie die auch nicht mögen, wird es schwierig.

Zeit zum Reiten hatte ich heute nicht, wäre schön gewesen, die Sonne schien. Vielleicht treffe ich ja am Samstag zufällig jemanden, mit dem ich ausreiten kann, ansonsten probiere ich halt wieder Ausreiten mit Barbie als Handpferd. Mit Gebiß wäre Barbie problemlos, ich würde das aber als persönliche Niederlage betrachten.

Bei Barbie kommt es halt immer darauf an, wie sie drauf ist, eine launenhafte Stute. Nachdem sie als Fohlen nur mißhandelt anstatt erzogen wurde, danach dann 9 Jahr nur rumstand, ist sie mit anderen Pferden nicht zu vergleichen.

Nepomuk nehme ich demnächst mal alleine mit auf einen langen Spaziergang, ich müßte viel mehr mit ihm alleine machen, aber mir fehlt die Zeit.

Abends habe ich dann nach einem Dauerbrandofen gegoogelt, ich muß halt auch Braunkohle-Briketts verfeuern können, ansonsten hält das Feuer über Nacht nicht. Praktisch wäre noch eine Kochfläche dazu, das sind dann halt „Werkstattöfen“. Richtig toll finde ich antike Küchenöfen, da hat man noch einen Backofen dazu. Obwohl die vom Design her schön sind, weiß ich nicht, ob sich im Schlafzimmer so ein Ofen gut macht. Praktisch wäre er schon, brauche ich im Winter keinen Herd oder Backofen mehr, kostet ja alles enorm Strom.

Über den Winter könnte ich den PC ins Schlafzimmer stellen, den großen TV habe ich eh dort, gekocht und gebacken wird im Kuchenherd, essen kann ich am Schreibtisch. Drei Zimmer lege ich still, geheizt wird nur noch das Bad. Eigentlich reicht das, mehr brauche ich nicht, der Küchenherd ist für ca. 120 qm ausgelegt, heizen muß ich damit nur ca. 40 qm (Schlafzimmer, Flur, Bad).

Unsere Wohnung in Berlin hat ca. 35 qm, ein großes Wohn-/Schlafzimmer, Mini-Küche, Bad und Flur, reicht mir völlig. Ich brauche keine 4 Zimmer, zwei benutze ich eh nie, kann mich auch auf eines beschränken.

15. Dezember 2010

durchgeknallte Pferde

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 00:07

Um 14.15 Uhr war ich im Stall, anscheinend war gerade gefüttert worden (Frühstück?), denn das Außennetz war zur Hälfte voll. Das Wasser war eingefroren und aus dem Faß kam nichts. Nepomuk geputzt, Barbie ein wenig, und Hufe ausgekratzt. Barbies übliche Masche, vorne links sofort wegzuziehen, habe ich heute mal mit einer scharfen verbalen Ermahnung erwidert, so daß ich wenigstens 1 Min. Zeit hatte, mir den Huf anzusehen.

Ich fiel aus allen Wolken, da wo der Abszeß nahe an der Hufwand durchgebrochen war, fehlte die Hufwand, ca. 1/3 der Auftrittsfläche ist weggebrochen bis auf die Höhe, wo sich die Hufreherille befindet. Als ich mich von diesem Schock erholt hatte, nahm ich Nepomuk mit vor zur Sattelkammer, schließlich wollte ich mit beiden ausreiten. Wir gingen zurück, Barbie abholen, sie hatte allerdings keine Lust mitzugehen, war wohl noch hungrig. Auf dem Paddock bin ich dann aufgestiegen, Madame hat sich gleich losgerissen, Nepomuk war heute unheimlich nervös und hibbelig.

Na gut, lassen wir die Zicke zuhause, ich steige ab, führe Nepomuk raus und will wieder aufsteigen. Er will aber nicht mehr, rückwärts vorwärts seitwärts tänzelt er rum. Als es mir zu blöd wurde, bin ich einfach aufgestiegen, ohne Gerte hatte ich aber keine Chance, ihn vom Stalleingang wegzubekommen.

Abgestiegen und einen Spaziergang beschlossen, Nepomuk ging brav mit, bis wir ein Pferd trafen, was uns entgegen kam. Mit dem wollte er unbedingt wieder zurück zum Stall gehen, mir hats gereicht, wir drehten um. Nepomuk war auf 180, ständig trabte er neben mir her und ließ sich nicht beruhigen. Ich habe öfters angehalten, ließ ihn mal 2 Min. stehen, er machte alles brav, trotzdem hörte er mit dem Traben nicht auf. Er zieht dabei nicht, er paßt sich genau meiner Geschwindigkeit an, bei ihm ist kein bockig sein, es war halt heute nicht sein Tag.

Ihn wieder in den Stall getan, Sattel und Zaumzeug runter, Barbie war zum Spaziergang dran. Wir kamen bis hinter die Weiden, dort riß sie sich das erste Mal los und galoppierte buckelnd davon. Mir ist schleierhaft, wie sie mit diesem total kaputten Huf überhaupt laufen kann, scheint aber nicht besonders weh zu tun. Ich sie wieder geholt, kaum waren wir auf dem Weg, dasselbe Spiel, dieses Mal hat sie eindeutig in meine Richtung geschlagen, aber aufgepaßt, daß sie mich nicht traf. Gegen Barbie hat man keine Chance, sie zieht an wie ein Wasserbüffel, entweder man läßt den Strick los oder läßt sich hinter her schleifen mit der Gefahr, getreten zu werden.

Mir hats gereicht, immerhin habe ich sie nicht gehauen, obwohl ich eine Gerte dabei hatte – bringt ja eh nix. Wir gingen zur Sattelkammer, wo ich ihr den Kappzaum anprobierte. Leider paßte er ihr nicht, also habe ich ihr den LG-Zaum drauf und in jedes Glücksrad einen Strick mit Panikhaken eingehängt. Wieder raus auf den Weg, Madame wollte wieder rumbocken, ich hielt ich einfach nur die beiden Stricke fest – ein Panikhaken hat sich aus dem Glücksrad gelöst. Mit _so_ einer Gewalt zieht Barbie mit Absicht an, um freizukommen.

Das muß ordentlich weh getan haben, daran ist sie aber selber schuld – sie hat schließlich gezogen, nicht ich. Nepomuk wird nervös, wenn ich Barbie scharf anrede, ihn muß man ja mit Samthandschuehen anfassen.

Danach bin ich mit ihr den Weg noch öfters auf und ab gegangen, alle 3 Schritte anhalten, mal kürzer, mal länger stehen, alles perfekt, bei ihr ist es ja keine Frage des Könnens, sondern des Wollens.

Nachdem ich sie genug „geschleift“ hatte, durfte sie wieder zu Nepomuk, der ja die ganze Zeit wiehernd am Zaun stand. Fortan ist sie mir ständig nachgelaufen und hat sich eingeschleimt, eigentlich nicht ihre Art.

Übermorgen startet der nächste Versuch zum Ausreiten, die Pferde sind ja auch nicht jeden Tag gleich (schlecht) drauf. Ich weiß gar nicht, ob es gut ist, Barbie mit ihrem kaputten Huf überhaupt zu bewegen, sie hat aber heute eindrucksvoll bewiesen, daß sie mit Laufen keine Probleme hat.

Ich weiß nicht, was ich machen soll, wen bestellen für Barbies Hufe? Oder abwarten, bis sich das ausgewachsen hat? Was hilft Barbie mehr: ständige Hufkorrektur oder einfach mal der Natur ihren Lauf lassen?

Froh bin ich, daß ich heute ruhig blieb, keinen habe ich gehauen, Barbie hätte es verdient gehabt. Auch wenn sie seit gestern Abend nichts gefressen und kein Wasser hatte, darf sie sich nicht so aufführen, nur weil ich sie vom Heu wegnehme. Es war bei ihr schon immer so, daß wenn sie sehr hungrig ist, nicht kooperativ ist.

Ich habe dann zwei Gießkannen Wasser von den Nachbarn geholt und wollte gerade nen Bunsenbrenner suchen, um den Auslaß des Fasses aufzutauen, als die Besitzer der Isländer auftauchten (gemeinsame Tränke). Die haben dann per Eimer aus dem Einlaß des Fasses ein paar Eimer Wasser gezogen, was nach einer 1/2 Std. wieder gefroren war – es hatte heute tagsüber -4 Grad. Dem Stallbesi hatte ich mittags gesagt, daß kein Wasser läuft, bis ich nach 16.30 Uhr gefahren bin, habe ich ihn nicht mehr gesehen.

Auf Heucobs trinken meine eine Menge Wasser, ich kann ihnen die nicht geben, wenn kein Wasser zur Verfügung steht. Ich habe einen Campingkocher mit Kartuschen, den werde ich mir mal ins Auto legen, damit ich nächstes Mal den Auslauf des Fasses auftauen kann.

Nach den Pferden fuhr ich zum Obi, nahm Ofenrohre und eine Kaminbodenplatte mit. Bevor ich einen Ofen im Schlafzimmer aufstellen kann, muß ich erst mal den ganzen Staub wegputzen, der vom Fliesen schneiden stammt, außerdem umräumen. Man hat bei 12 Grad in der Wohnung wenig Lebensqualität, mich friert es durchgehend. Das raubt einem jede Energie, man steigt aus dem Bett, fängt zum Frieren an, nachts steigt man ins eiskalte Bett und friert, bis man einschläft.

Tausende von EURO schmeiß ich im Jahr für zwei Hafis raus, die eigentlich nur Arbeit machen. Wenn ich dann mal reiten will, stellen sie sich an, weil es ihnen grad nicht paßt und sie lieber fressen wollen. Sie können nix dafür, würde ich an ihrer Stelle auch so machen.

Die Stadtwerke München erhöhen ständig den Strompreis, wollen die Leute mit Zweitarif-Zähler vergraulen. Mit Nachtspeicher-Öfen heizen kann man sich nicht mehr leisten, ich habe aber drei quasi nagelneue Kachel-Speicher-Öfen die letzen Jahre angeschafft, die mich über EUR 10.000 gekostet haben. Hätte ich geahnt, wie sich das entwickelt, hätte ich darauf verzichtet und das Geld lieber in Briketts gesteckt. Das Problem ist halt die Wärmeverteilung, im Wohnzimmer habe ich seinen riesen Kaminofen, mit dem ich locker 150 qm heizen kann, meine Wohnung hat nur 90 qm, aber ich bringe die Wärme nicht überall hin.

Meine Großeltern hatten einen Küchenofen, auf dem wurde heiß Wasser gemacht und gekocht, einen Badofen für 1x pro Woche baden (ganze Familie), man schlief kalt und im Wohnzimmer wurde nur an Weihnachten, wenn Besuch kam, eingeheizt.

Warmwasser haben wir über Nachtstrom, dazu hätte ich gerne ein ständig warmes Bad, Küche, ein angenhm temperiertes Schlafzimmer und ein warmes Arbeitszimmer – früher gab es noch keine PCs und wenn man sitzt, muß es warm sein.

Meine zwei Kaminöfen sind für Dauerbrand und Braunkohle-Briketts nicht geeignet, das Aschefach ist viel zu klein dafür. In der Küche kann ich keinen Ofen aufstellen, kein Platz, bleibt nur das Schlafzimmer.

12. Dezember 2010

Barbie als Handpferd

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 22:59

Gestern war ich nicht gut beieinander, also fuhr ich erst  heute in den Stall. Jeder Hafi bekam 2 Äpfel als kleine Entschädigung für meine 2-wöchige Abwesenheit, dann habe ich Nepomuk geputzt. An Barbie nur das Nötigste, Bauch und die Hinterflanken sind derart verklebt, daß man das ohne Waschen nicht mehr wegbekommt. Egal, warten wir bis ins Frühjahr. Gekämmt wurden beide, anschließend Hufe auskratzen. Barbies Hufe hinten schauen irgendwie komisch aus, vorne war auskratzen wie üblich nicht möglich. Das werde ich mit dem Clicker üben, sobald ich Zeit habe.

Beide wollten raus, also nahm ich sie mit, da fiel mir ein, ich habe noch die guten neuen Winterschuhe an. Egal, wechseln auf Reitstiefel war schlecht möglich und ich beschloss, doch lieber nicht zu reiten. Nepomuk ist neben mir hergetrabt, Barbie ging hinter mir Schritt, alles sehr entspannt.

Beide habe ich auf den Reitplatz gesperrt, wo sie sich wälzen konnten, während ich eine Longierpeitsche holte. Barbie hat sich sofort hinter mich geklemmt, sie kennt ja join/follow up. Wie perfekt sie das beherrscht, habe ich bisher eigentlich nie überprüft. Nepomuk sollte ein wenig laufen, dabei bewegt man sich nicht nur vorwärts, sondern macht enge Wendungen, hält an, geht seitwärts usw. Er ist gemütlich getrabt und galoppiert, Barbie auf meinen Fersen habe ich nicht bemerkt, sie ist alles perfekt hinter mir mitgegangen. Aufgrund der Hufbeinrotation hat sie ja Probleme mit seitlich gehen und engen Wendungen, davon hat man heute nichts gemerkt.

Auch daß ich vor ihr ein wenig mit der Longierpeitsche gewedelt habe, um Nepomuk ein wenig Füße zu machen, hat sie nicht gestört – sie wußte, sie war nicht gemeint. Irgendwann dachte sich Nepomuk, warum muß ich laufen, wenn Barbie nen gemütlichen Lenz schiebt, zack hat er sich hinter Barbie eingereicht und wir liefen als Kolonne über den Platz.

Kurz entschlossen holte ich Sattel und LG-Zaum aus der Sattelkammer und trug beides zum Reitplatz. Nepomuk kann auch Kommando her, bekam ein Leckerli, anhängen sparte ich mir, Sattel und Zaumzeug drauf. Er stand wie ein Einser, vermutlich gefällt es ihm, wenn ich reite :-). Barbie war auch zur Stelle, vielleicht könnte man sich ja auch was Leckeres verdienen, ich denke, das Clickern wird ein voller Erfolg.

Beide standen parallel, grad daß ich noch dazwischen paßte, konnte mich an Barbie ein wenig aufstützen beim Aufsteigen auf Nepomuk. Ich hatte weder Sicherheitsweste noch Helm an, kam mir irgendwie überflüssig vor. Wir gingen ne Zeit lang Schritt, alles prima, bis Barbie stehen blieb und ich ihren Strick verlor. Nepomuk an sie hin zu bugsieren, um ihn wieder aufzunehmen, war schwierig, weil sie saublöd eng in der Ecke stand. Sie tritt ja manchmal auch nach ihm, heute ging aber alles glatt. Mit Barbie im Schlepptau ging es weiter, plötzlich blieb sie wieder stehen, mußte misten, Nepomuk hat gleich umgedreht, so daß ich den Strick behielt. Bewußt habe ich nichts gemacht, sah das ja nicht, den Strick hatte ich in der linken Hand. Vermutlich habe ich, um ihn nicht zu verlieren, unbewußt am linken Zügel gezogen, so daß Nepomuk gleich ne Wende kehrt gemacht hat.

5 m weiter mußte er misten, meine Güte, das ist aber kein Problem, Barbie bleibt stehen, sobald er anhält. Wir gingen noch ein paar Runden, alles im grünen Bereich. So brav hätte ich beide nach der langen Zeit ohne jede Übung nicht erwartet, ich denke, am Dienstag werde ich mit beiden ausreiten. Vielleicht erst mal 20 Min., kommt drauf an, wie Barbie mitgeht, und dann alle 2 Tage etwas länger. Barbie darf nicht überfordert werden, aber gut, wenn sie nicht mehr will bzw. Schmerzen hat, zeigt sie das ganz deutlich.

Barbie trabt freiwillig auch mal ein kleines Stück, mehr ist aber die nächsten Monate nicht drinnen, man muß ja froh sein, daß sie überhaupt wieder einigermaßen laufen kann. Wichtig ist für beide Bewegung und Abwechslung, Schritt ist eh das beste für den Muskelaufbau, beide sind ja noch nie regelmäßig bewegt worden.

Vielleicht klappt die Einteilung, zwei Mal wochentags alleine mit beiden auszureiten, am WE gehe ich dann ein Mal mit Stallkollegen und nur mit Nepomuk ausreiten. Barbies Besitzerin meint, sie kann im Schritt geritten werden, ich meine, wir sollten erst mal abwarten. Meine Nichte kann am WE Nepomuk nehmen, ich mache dann mit Barbie kreative Bodenarbeit, mein Buch hat gute Ideen geliefert für Übungen, die auch ein Pferd mit Hufbeinrotation machen kann. Longieren scheidet ja aus, es gibt aber noch viel anderes, was man einem Pferd an der Hand oder in Freidressur beibringen kann.

Nachdem beide ihr Zusatzfutter bekamen, habe ich die Rasengittersteine gekehrt und einen schweren Schubkarrn weggefahren. Bei den Nachbarn war eingestreut, bei meinen nicht, ich werde mal nachfragen, warum nicht. Als ich heute kam, haben meine das nasse, zertretene Heu vom Boden gefressen, die Nachbarn hatten noch Heu, im vorderen Stall war die Raufe voll. Stroh war noch im Innennetz, es ist schwer,  ne harte Linie zu fahren, wenn man hungrige Pferde hat – alle haben was zu fressen, nur meine nicht.

Das muß ich jetzt halt durchhalten, zwar haben sie sich draußen auf jedes Grasbüschel gestürzt, es war aber nicht wie früher, wo sie bockig wurden, als ich Fressen verbot. Mir tut es in der Seele weh, aber ich muß wegen Barbie und ihrer Hufrehe hart bleiben. Entweder, wir haben ihr EMS bis ins Frühjahr im Griff, oder ihr droht ein neuer Hufreheschub. Nochmal mache ich das nicht mit, dann wird sie eingeschläfert, monatelang enorme Schmerzen kann ich ihr nicht nochmals zumuten – und mir auch nicht.

Aus dem Grund  muß ich sie bewegen, entweder ich führe sie spazieren oder ich nehme Barbie als Handpferd mit. Eigentlich wünsche ich mir nur, mal alleine in aller Ruhe und Gemütlichkeit ausreiten zu können mit unseren zwei Pferden. Wir drei gehören zusammen und solange Barbie nicht geritten werden kann, geht sie als Handpferd mit.