19. Februar 2011

Operation überstanden

Filed under: Allgemein — admin @ 17:59

Letzten Donnerstag bin ich früh um 7.15 Uhr im Krankenhaus gewesen zwecks Metallentfernung. Im 3. Stock bekam ich ein Bett in einem großen Zweibett-Zimmer zugewiesen, eine ältere Dame, der ein Stück Draht aus der Hand operiert werden sollte, war schon da. Den Raucherraum im 2. Stock gabs noch, ein Glück, ich sollte gegen 11.30 Uhr dran kommen. Ich habe mich nett mit der Dame unterhalten, die beim Wandern gestürzt war und einen üblen Trümmerbruch der linken Hand davon trug – da hatte ich ja noch direkt Glück :-).

Gemütlich habe ich dann noch nen Kaffee getrunken, weil ich dachte, ist eh noch so viel Zeit. Normal darf man ja nichts mehr trinken vor einer Narkose, mir macht das aber nix aus. Überraschend wurde ich dann schon um zehn abgeholt, als ich gerade vom Rauchen zurückkam, weil ich Ski-WM kucken wollte.  Der Kaffe lag erst eine Std. zurück, da hatte ich ein klein wenig ein schlechtes Gewissen.

Im Vorbereitungsraum teilte ich mit, daß der Anästhesie-Chefarzt den Zugang stechen sollte, so war es im Vorgespräch vereinbart. Die Schwester meinte „meinen Sie, ich kann das nicht?“ – ich habe nix dazu gesagt. Bei mir ist das schwierig, bei der letzten OP war mein ganzer Arm grün und blau. Der nette Chefarzt hat es gemacht, die Armbeuge ist immer noch Blut unterlaufen, besser als er kann man es aber nicht machen.

Neben mir lag ein Mann, der von seinen super Venen erzählte, die Schwester hat trotzdem daneben gestochen – gut, daß ich auf dem Chefarzt bestanden habe.

Im OP-Saal war ich dann schnell weg, als ich aufwachte, war die nette Dame von nebenan bereits heimgegangen, sie hatte nur ne lokale Betäubung. Nachdem das Novalgin (2,5 mg) durchgelaufen war (meine Schwester bekam das auch immer, bis sie auf Morphin umsteigen mußte), habe ich der Schwester geklingelt, damit sie den Zugang rausmacht. Ich bekam Kaffee, eine Butterbreze und einen Joghurt. Die Breze habe ich gleich gegessen, den Kaffee nahm ich mit zum Rauchen, den Yoghurt packte ich ein, danach döste ich noch ein wenig im Bett.

Gegen vier beschloß ich, heimzugehen, meldete mich ab, die Schwester wollte mir noch Schmerztabletten geben, aber irgendwie haben wir beide das vergessen. Fürs Abholen hatte ich niemanden, es sind aber nur 3 Min. Fahrt vom Krankenhaus zu mir nach Hause – und mein Auto stand parat. Normal darf man 24 Std. nach der Narkose nicht fahren, ich habe mich aber fit genug gefühlt für die paar Meter.

Zuhause hatte ich glücklicherweise noch Schmerztabletten, am Freitag um neun hätte ich zum Verbandswechsel in Krankenhaus gemußt. Ich wachte aber erst um 9.45 Uhr auf mit starken Schmerzen, schnell ne Tablette, zum Fahren hatte ich auch niemanden. Also selbst den Verband gewechselt, der ganze Bereich ist geschwollen, ihh, ich konnte kaum hinschauen.

Heizen ist derzeit etwas anstrengend, ich muß die Briketts ja aus der Garage reintragen. Aber gut, wenn ich alle 5 – 6 Std. eine Schmerztablette nehme, geht es einigermaßen. Gestern blieb ich im Bett, auf Dauer wird soviel TV kucken aber langweilig. Die letzte Nacht war elend, mein Kater Gismo hinderte mich am bequemen Liegen, rauswerfen wollte ich ihn aber auch nicht. Heute früh war ich ziemlich malträtiert, mußte erst mal Briketts reinschleppen, es hatte nur noch 15 Grad, und dann Zigaretten holen (nahm das Auto).

Ich denke, morgen kann ich den Pferden mal wieder „hallo“ sagen, bis ich mit ihnen wieder was arbeiten kann, dauert es sicher noch 2 Wochen. Mit der Heilung muß ich mich ein wenig beeilen, weil mein Motorrad im März zum TÜV muß. Mein Schrauber macht das alles, aber in die Werkstatt muß ich sie selber fahren.