30. März 2011

Zeitenwende

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:35

Gestern konnte ich vor Rückenschmerzen kaum stehen, fuhr trotzdem in den Stall. Barbie bekam die Führkette über die Nase und den Maulkorb drauf, sofort ist sie auf das Gerstenfeld gelaufen. Fressen ging nicht, da wurde sie richtig hysterisch, hat sich den Maulkorb runtergerissen, ist weggelaufen und hat gebockt, als ich näher kam.

Schnell ist sie auf den Strick gestiegen, das gab durch die Kette dann ordentlich Schmerz, tjo, selber schuld. Plötzlich stand sie wie ein Zinnsoldat da, nur die Nase ging hoch wegen der Schmerzen; da sie auf dem Strick stand, hat sie sich selbst blockiert.

Ich habe sie dann rückwärts gerichtet, um den Strick frei zu bekommen und die Kette gelockert, danach gingen wir ein Stück spazieren. Mei, war das angenehm, zweimal wollte ihr Kopf zwar zu Boden, um Gras zu fressen, ein sanfter Ruck an der Kette belehrte sie, daß jetzt nicht gefressen wird.

Das Problem ist ja nicht nur, daß sie sich los reißt, sondern daß sie letzten Sonntag auch nach mir gebuckelt hat. Meine Jacke hatte Hufkontakt, ich nicht, sie kann das ja millimeter genau justieren. Nur: wenn das schief geht, bin ich schwer verletzt oder gar tot. Bei aller Liebe, bis dahin und nicht weiter, ich werde mir selbst ne Führkette kaufen.

Das Problem mit dem Führen gibt es bei Barbie ja schon zig Jahre, vor allem im Frühjahr, weil sie so auf Gras fixiert ist (blöd bei nem Hufrehe-Pferd). Beim Reiten ist sie komischerweise brav, da gabs noch nie Probleme.

Das war eine sehr schmerzhafte Lektion für Barbie, an der sie selber schuld war. Wenn man bedenkt, wie oft sie sich schon losgerissen hat und wie oft ich oder andere schon gegen sie verloren haben, dann habe ich jetzt endlich mal gezeigt, daß ich am längeren Hebel sitze. Wir haben es mit Liebe und Strafe versucht, nix hat Barbie beeindruckt – jetzt ist hoffentlich Schluß mit Losreißen.

Durch ein Mädel  habe ich Kontakt zu einer jungen Frau bekommen, die Beritt macht. Morgen kommt sie, ich bin gespannt. Eigentlich habe ich einen Ausritt mit Saskia ausgemacht (meinem Rücken geht es wieder einigermaßen), evtl. können wir zu dritt ausreiten oder ebend Reitplatz.

Ich fing ja erst mit 12 Jahren an zu reiten, mein Traum war immer ein eignes Pferd oder eine Reitbeteiligung. Meine Elter meinten „Du spinnst wohl“, sie haben mich auch nie zum Reiten gefahren. Mit meiner Freundin ging ich damals jeden Freitag nach Otterfing zum Reiten (Dressur- und Springunterricht), deren Eltern haben uns gefahren. Mit 18 Jahren hatte ich dann selbst ein Auto, aber auch einen Hund, der es nicht mochte, wenn ich auf dem Pferd sitze. In Eicherloh hatte ich ein Pferd zur Miete, die hatten sogar ne kleine Galopprennbahn.

Meinen Hund Florian hatte ich am Jeep angekettet, weil es heiß war und er daher nicht im Auto warten konnte. Ich ging mit dem Pferd auf die Bahn, Florian schrie wie verrückt, riß das Halsband durch, kam zu mir und sprang an dem Pferd hoch. Eine blöde Situation, mein Hund war völlig außer Rand und Band und das Pferd auch, es stieg. Ich stieg ab, beruhigte beide und bin nie mehr hingefahren.

Danach kamen Barbie und Nepomuk als Fohlen, Florian war immer dabei, solange ich nicht ritt, ging das auch gut. Ich hatte dann jahrelang jede Woche Unterricht in Harlaching, Florian mußte daheim bleiben. Bis ich mir einen Hafi für 3 Tage gemietet hatte und mit ihm an der Isar ritt, meine Eltern wollten zuschauen und hatten Florian dabei. Florian wollte den Hafi anspringen, weil ich drauf saß, der Gaul ging durch, Florian hinterher, fünf andere Hunde schlossen sich an. Der Hafi hatte wirklich Panik, ist gerast, was die Lunge hergab, die Hunde hinterher. Irgendwann konnte ich anhalten, absteigen, band den Hafi an nem Baum fest und habe die Hunde unter meine Kontrolle gebracht. Der Hafi riß sich derweil los und galoppierte nach Hause, nix passiert, ich habe gesagt, ich bin runtergefallen – dabei war das nicht wahr, wollte die Schuld aber nicht auf die Hunde schieben. Es war ja eigentlich mein Hund, der meinen Hafi in Panik versetzt hat – egal, wäre immer alles meine Schuld gewesen.

Ich habe das Reiten dann wegen Florian aufgegeben, nach seinem Tod habe ich nur noch Wanderritte gemacht.

Tierverrückt war ich schon als Kind. Hunde, Pferde, später Katzen, wieso sollte ich Kindern keine Chance geben? Barbie und Nepomuk sind keine 08/15-Pferde, beide sind mit über 11 Jahren von mir angeritten worden, man kann sie nicht händeln wie ein Jungpferd. Beide haben ihren Charakter ausgebildet und wissen um ihre Kraft. Beide wissen, daß sie Menschen kräftemäßig weit überlegen sind, sie wissen aber, daß sie koopieren müssen.

Ich erhoffe mir mit den Kindern als Reitbeteiligungen, daß die Pferde öfters bewegt werden und ich ein wenig Unterstützung bei der Pflege und Weide abmisten habe. Und daß ich jemanden finde, der mit mir ausreitet. 1999 haben wir sie freigekauft, Nepomuk war ca. 1 Jahr (Hengst), Barbie 1,5 Jahre, bisher haben beide nie was gearbeitet.

Beide können jetzt auch gehen, Zeitenwende :-).

28. März 2011

Reitbeteiligungen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:38

Heute kam noch eine Bewerbung von einem zuverlässigen, pferdeverrückten, zwölfjährigen Mädchen. Ich suche ja jemanden, der mit mir ausreitet, das Mädel könnte Barbie nehmen und ich unser Rodeopferd. Seit ich im Sept. 2009 runterfiel und mir das Schlüsselbein perforierte, war Barbie immer brav, im Gegensatz zu ihrem Kollegen.

Das mit dem draußen führen muß man natürlich in den Griff bekommen, zufällig habe ich eine Seite dazu im www gefunden. Im Stall hängt ein Strick mit Kette, den werde ich mir morgen mal ausborgen und ihr die Kette über die Nase legen. Wenn sie dann anzieht wie ein Büffel, wird ihr das weh tun, aber anders geht es nicht. Außerdem bekommt sie zukünftig immer den den Maulkorb drauf. wenn man sie draußen führt, damit sie nichts fressen kann, selbst wenn sie sich losreißt. Ich gönne ihr alles, aber Hufrehe ist kein Ekzem, nochmal mache ich keine Rehe mit.

Morgen mache ich mit ihr einen Spaziergang einmal rund ums Feld des Stallbesi, wer nicht hören will, muß fühlen. Falls das mit dem jungen Mädel was wird, führe ich halt Barbie bis zum Putzplatz, Nepomuk ist ja brav.

Wenn sie mit Barbie gut zurecht kommt, kann sie mit Stallkollegen ausreiten, mit ihr auf den Reitplatz gehen, einen Spaziergang machen oder zu was sie Lust hat, wenn ich keine Zeit habe. Als ich 12 Jahre war, habe ich angefangen zu reiten und war total hundeverrückt. Unsere Nachbarn hatten einen Irish-Setter, mit dem durfte ich alleine spazieren gehen, stundenlang waren wir Ostpark unterwegs. Der Setter ist immer ausgeflippt vor Freude, wenn ich kam, mit mir gabs halt viel Action, seine Besitzer waren schon älter und waren mit dem Hund eigentlich überfordert.

Den Westernsattel habe ich heute gründlich gereinigt und das Pad gewaschen, jetzt kann man den Sattel wieder verwenden. Den VS-Sattel werde ich auch in den Stall bringen, nun sind ja wieder „Aufhänger“ frei.

Die Mädels von gestern wollen wieder kommen, prima, vorerst muß ich noch dabei sein, irgendwann dann nicht mehr. Ziel ist es, daß die beiden Mädels 1 – 2 Mal pro Woche beide Pferde eine Stunde oder länger (aus)reiten und ich jemanden habe, der mit mir 1 – 2 mal die Woche ausreitet.

Im Sommer kann man auch längere Ritte machen, z. B. zu dem Weiher, um mit den Pferden zu baden. Vormittags 2 Std. hin, 2 Std. Pause und nachmittags 2 Std. zurück – dann hätten sie mal was gearbeitet.

Den Pferden tut es gut, wenn sie 2 – 4 Mal die Woche ausgeritten werden, sie freuen sich über jede Abwechslung. Beide mögen Kinder, ein Mädel hat einen Hund, der kann mit auf den Ausritt gehen, beide Pferde kommen mit Hunden gut klar.

27. März 2011

unartige Hafis

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:49

Die Dame, die ich gestern von der S-Bahn abholen sollte, kam leider nicht. Ihre Absage per SMS habe ich erst am Bahnhof gesehen, dumm gelaufen. Also habe ich die Weide ein wenig nachgemistet, da ist noch einiges zusammenzukratzen.

Heute war das Wetter schlecht, Regen, die zwei Mädels wollten trotzdem kommen. Beide sind sehr nett und sympathisch, ich hoffte inständig, die Hafis führen sich anständig auf. Kaum waren beide draußen, hat Barbie auf den Acker vom Stallbesi gezogen, das Mädel hielt tapfer den Strick fest, hatte aber keine Chance. Ich habe Barbie geholt, insgesamt drei Mal, ich hätte ihr den Hals umdrehen können. Am Maulkorb führt kein Weg vorbei, das Grünzeug ist extrem eiweißhaltig und daher schädlich für Pferde. Blöd, daß Barbie dermaßen gierig auf das Zeugs ist und sich deswegen immer losreißt. Ein erneuter Ausbruch aus dem Stall wäre vermutlich tödlich für Barbie, die das Grünzeug in extremer Geschwindigkeit einsaugt; das Tor wird daher zusätzlich gesichert. Es ist halt ein Problem mit Barbie, die total fixiert ist auf Gras oder was sie dafür hält, Hufrehe kommt nicht von ungefähr.

Am Putzplatz waren beide brav, obwohl noch ein Pferd aus dem Hauptstall dazu kam, was gefüttert wurde. Wir beschlossen, die Hafis erst mal frei auf dem Reitplatz laufen zu lassen, damit sie Energie abbauen. Barbie war schnell müde, nachdem sie aber vorher so kraftvoll widerspenstig war, mußte sie auch ein paar Runden galoppieren. Da die Pferde nass waren, wollten die Mädels ohne Sattel reiten, ich holte die LG-Zäume und zäumte auf.

Nepomuk ist noch nie ohne Sattel geritten worden, vielleicht ging er deswegen ab wie eine Rakete. Kaum saß das Mädel drauf, legte er ein Rodeo hin, rammte Barbie, die aber ruhig blieb, und hörte nicht eher auf, bis das Mädel runterfiel. Ich war entsetzt, glücklicherweise hat sie sich nicht weh getan, der Boden war ja sehr weich vom Regen.

Er bekam richtig Ärger mit mir, ich habe ihn geschimpft, derweil lief er ein Mal rückwärts über den ganzen Platz, bis er unterm Teppich hätte Fallschirm fliegen können. So gehts nicht, wenn ich sauer bin, kann ich auch mal unangenehm werden – ohne ihn zu hauen natürlich. Die Mädels wollten Sättel, leider hatte sich in mein Westernpad eine Maus eingenistet und dabei in die Unterlage ein Loch gefressen. So blieb nur Barbies Sattel, den Nepomuk draufbekam, Barbie wurde weiter ohne Sattel geritten.

Die Pferde waren dann glücklicherweise brav, hatten nur keinen Bock zu laufen. Die Kinder haben aber nicht locker gelassen, Respekt. Barbie kam mit dem Kopf runter, sie ist super zu reiten, Nepomuk ist anstrenger. Nach 40 Min. im Regen war Schluß, danach gab es keine Komplikationen mehr.

Mir war es peinlich, daß beide keinen guten Eindruck gemacht haben, die Mädels meinten aber, sie möchten wiederkommen. Vor allem das Mädel, was Barbie geritten hat, war begeistert von ihr. Barbie hat, obwohl sie 1 Jahr stand, nichts vergessen, reagiert super auf Schenkel und Zügel und gibt im Rücken nach. Nepomuk ist eigentlich das „bessere“ Pferd, ist aber nicht so intelligent, konzentriert und motiviert wie Barbie.

Ich hoffe, die Mädels kommen wieder, es kann nur noch besser werden :-), nächstes Mal bekommt auch jeder einen Sattel. Mit Barbie werde ich das Führen am Acker vom Stallbesi üben, falls der Maulkorb alleine nicht hilft, gibt es halt die Hengstkette.

Wenn beide öfters raus kommen und gefordert werden, erledigen sich die Probleme vermutlich von alleine. Barbie lahmt auch nicht mehr, es spricht nichts dagegen, daß sie geritten wird. Mit Stallkollegen ausreiten wird für mich schwierig, ich kenne nur noch eine, die infrage käme, alle anderen sind weg. Vielleicht sollte ich mal mit den Besitzern der Isländer reden, ob ich mit denen gelegentlich ausreiten kann.

Ansonsten werde ich für Nepomuk Beritt organisieren, Barbie hat der ja viel gebracht. Irgendwann will man auch mal galoppieren, Barbie buckelt zwar, das ist abstellbar, Nepomuk macht aber gerne Rodeo. Bisher hat er noch jeden abgesetzt, wenn er wollte, er ist auch ein bissi ne linke Bazille. Als ich das erste mal alleine mit ihm im Gelände galoppiert bin, ist er brav gelaufen, beim Durchparieren hat er Rodeo gemacht. Bei ihm weiß man nie, wann er „austickt“, das kann auch passieren, wenn er beim Galoppieren stolpert.

24. März 2011

Stallmatten neu verlegt und gereinigt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:33

Meine selbst bezahlten Stallmatten habe ich nicht verklebt, weil ich die mitnehme, falls die Pferde mal umziehen sollten auf meinen eigenen Bauernhof. Daher verrutschen sie, in den Zwischenräumen sammelt sich Mist an, teilweise sind sie auch gebrochen wegen der Furche.

Heute war Reinemachen angesagt, im Winter konnte ich ja nix mit Wasser machen, das wäre gleich gefroren, und die letzten Wochen war ich wegen der Operation gehandikapt.

Erst mal ausgemistet, alle Matten entfernt, die man neu verlegen mußte, den Mist aus den Spalten gekratzt und den Boden mit Wasser und Effektiven Microorganismen (EM) gespült. Die Pferde bekamen ein wenig Heu, sie werden jetzt angeweidet und das geht nicht mit leerem Magen. Dann die Matten neu bündig verlegt, 12 neue hatte ich ja gekauft, einige zuviel.

Die Furche sauber gemacht und mit Schotter aufgefüllt, damit die Matten nicht brechen. Ich glaube, 10 Gießkannen habe ich den Stall geschüttet, bis alles sauber war. Jetzt ist ihre Box   wieder top sauber, zukünftig werde ich die alle 2 – 3 Wochen mit Wasser und EM reinigen wie letztes Jahr auch.

Die Pferde durften ca. 1/2 Std. auf die Weide, Gras ist ja noch keines gewachsen, trotzdem überlege ich, ob das gut für Barbie ist. Fruktan ist derzeit extrem hoch, andererseits ist die Menge an Gras sehr gering. Heute sah ich nicht, daß Barbie lahm ging, ich denke, das kam von der Hufkorrektur.

Das viele Zusatzfutter ist inzwischen kompliziert, beide bekommen Lucerne und eine Hand voll Heucops als Grundfutter, dazu

– MicroVital
– Equipower Biotin
– Kieselgur
– Omega Balance Öl
– Nutripferd Neomed
– 1 Apfel

Barbie dazu

– MeboSyn
– 5 Tabletten Chrome

und Nepomuk

– Plantazem.

Kräuter hätte ich noch ne Menge, aber die noch beimischen wäre mir zuviel. Sie bekommen nicht täglich ihr Zusatzfutter, muß nicht sein, ich kaufe vorerst auch nichts mehr nach. Erst mal sehen, wie es beiden geht die nächsten Wochen.

Wenn alles klappt wie gewünscht, habe ich demächst 2 Mädels als Reitbeteiligung, die 1 – 2 Mal pro Woche kommen. Und eine Frau, die ein Mal pro Woche kommt, mit der kann ich dann ausreiten, falls Barbie fit ist. Beritt für Nepomuk steht an, bei Barbie muß man abwarten.

22. März 2011

Motorrad fahren und Reiten

Filed under: Allgemein,Motorrad,Pferde — admin @ 20:48

Gestern sollte ich meine BMW in die Werkstatt bringen zwecks TÜV und Durchsicht. Erst mal zur Tanke gefahren, um den Luftdruck in den Reifen zu erhöhen, die F stand ja über 6 Monate. Nachdem die Sonne schien, beschloss ich, eine kleine Runde zu fahren und zu testen, ob das einigermaßen funktioniert.

Ich fahre mit ca. 60 km/h aus der Stadt raus, vor mir ein Lieferwagen, die Sonne stand tief und blendete ein wenig, mein Sicherheitsabstand war zugegeben noch der für den Stadtverkehr. Plötzlich bremst der vor mir stark, mir scheint, meine Reaktionszeit war ziemlich lange, ich hatte auf freier Strecke auch nicht damit gerechnet, daß der bremst.

Wahnsinn, wie schnell so ein Auto auf einen zukommen kann, ich sah mich schon an seinem Heck kleben, dachte mir, unmöglich, daß ich das bremstechnisch noch schaffe. Was für Gedanken einem da im Bruchteil einer Sekunde durch den Kopf gehen, komisch, gleichzeitig habe ich beide Bremsen so fest zugemacht, wie ich konnte und sogar noch rechtzeitig die Kupplung gezogen.

Die Gabel ist weit eingetaucht, ABS hat vorne und hinten geregelt, mit ca. 2m Abstand zum Vordermann kam ich zum Stehen. Mir scheint, ich hatte völlig vergessen, _wie_ schnell so ein schweres Motorrad gebremst werden kann, wenn man ernst macht.

Das war ein Schuß vor den Bug gleich zu Anfang der Saison, gut so, das schärft die Sinne. Auf der Landstraße bin ich dann schon wieder rotzfrech 140 gefahren, man gönnt sich ja sonst nichts :-).

Ich freue mich schon, wenn ich mit der F endlich mal wieder ein paar Tage in die Berge fahren kann, vorerst muß ich noch ein wenig langsam tun, nach 1 Std. Fahrt gestern hatte ich ziemliche Schmerzen in der Schulter.

Heute war Reiten angesagt wegen der Mädels, die am WE kommen wollen. Erst mal beide im Stall grob geputzt, Nepomuk durfte als erster raus. Am Putzplatz nochmals nachgeputzt und Hufe ausgekratzt, das tat mir ziemlich weh. Sattel drauf und ihn erst mal auf dem Reitplatz frei laufen lassen. Er wollte sich hinlegen und wälzen, das habe ich verboten, den Sattel brauchen wir noch :-).

Als er sich ein wenig ausgetobt hatte, habe ich ihm den LG-Zaum drauf getan und mich mit Helm und Sicherheitsweste ausgerüstet. Stehen bleiben, damit ich aufsteigen kann, wollte er nicht, er ging ständig rückwärts. Nur kein Streß, ich habe Zeit, dann geht er halt solange rückwärts, bis es ihm zu doof wird. Nach 15 Min. verlor er die Lust daran, blieb brav stehen und ich konnte aufsteigen. Die Gerte hatte ich bereitgelegt, aber nicht dabei, Nepomuk bewegte sich keinen Meter.

Ich also wieder abgestiegen, die Gerte geholt und erneut aufgestiegen, dieses Mal blieb er sofort stehen – na also, geht doch. Durch sanftes Tochieren mit der Gerte wußte er, daß ich nun am längeren Hebel saß, wir gingen ein paar Runden.

Langsam anfangen und sich dann steigern, mir tat meine Schulter weh, also abgesattelt und ihn zurück gebracht.

Barbie ging vorne etwas lahm, eigentlich ein guter Grund, sie stehen zu lassen. Ich wollte aber nicht kneifen, also Barbie rausgenommen. Noch ein wenig geputzt, Sattel und LG-Zaum drauf, sie ist ja keine, die sich alleine am Reitplatz austobt. Mit Barbie machte ich ein paar Gehorsamsübungen, alle mit Bravour erledigt.

Ein Jahr ist Barbie nicht mehr geritten worden, irgendwie hatte ich schon etwas Bammel, bin ja selber auch völlig aus der Übung. Damit der Sattel nicht verrutscht und ihre Beine beim Aufsteigen entlastet werden, holte ich mir nen Kübel. Zack saß ich im Sattel und wir gingen eine Runde, sie hatte nichts vergessen. Auf Schenkeldruck geht sie vorwärts und reagiert auf den Zügel, man merkt, daß sie mehr kann als Nepomuk.

Nachdem sie lahmt, bin ich nur ein paar Minuten mit ihr geritten, wichtig ist ja, daß ich einfach mal wieder aufgestiegen bin.

Beide bekamen dann ihr Zusatzfutter und durften anschließend kurz auf die Weide. Als ich sie wieder rein holte, ist Barbie gut galoppiert, es kann also nicht all zu schlimm sein mit der Lahmheit. Reiten ist natürlich gestrichen, bis sie wieder normal laufen kann.

Den Stallbesi traf ich heute nach zig Monaten mal wieder, die Weide wird demnächst maschinell abgemistet und gewalzt. Prima, dann gehe ich noch ein mal mit dem Schubkarrn durch und sammel die Reste auf, dann kann ich den Zaun ziehen und nachsäen.

20. März 2011

Weidegang

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:46

Heute schien die Sonne bei ca. 7 Grad, es soll langsam zumindest tagsüber wärmer werden. Der Dünger wurde ja vom vielen Regen eingewaschen, es ist auch noch kein Gras gewachsen, so daß beide heute raus durften. Als ich kam, lag Barbie auf dem Paddock, ich dachte zuerst: jetzt kann sie nicht mehr gehen wegen dem Schmied. Sie stand aber gleich auf und lief normal, hat wohl nur ein Nickerchen gehalten.

Erst habe ich ihnen eine Hand voll Heu gegeben, damit das Gras nicht auf leeren Magen gefressen wird. Als ich aufmachte, ist Barbie nur locker getrabt, weia, hat sie doch wieder Schmerzen? Ich habe den Treibgang abgemistet, danach sollten sie wieder rein, kamen aber auf Zuruf nicht. Sie standen ganz hinten auf der Weide, ich also mit Leckerli bewaffnet hingelaufen, jeder nahm gerne eines, keiner ging mit.

Ich also wieder zurück zum Stall gegangen und einen Kunststoffpfahl geholt – heute bin ich viel gelaufen :-). Ein Mal gewedelt und beide sind die ganze Weide runter galoppiert. Barbie fehlt also nichts, ein Glück. Sie ging auf den Paddock, Nepomuk drehte im Treibgang nochmal um, wollte wohl noch ein bißchen rennen, sah mich mit dem Pfosten, machte ne Vollbremsung, rutschte aus und knallte auf den Boden. Ist aber nichts passiert, das würde mir gerade noch fehlen, daß er sich aus Übermut verletzt.

Beide wieder eingesperrt, sie bekamen ihr Zusatzfutter und waren zufrieden. Auf der Weide ist einiges zum Abmisten, normal beseitigt der Stallbesi das immer im Frühjahr maschinell. Die Frage ist, wann? – vorher wäre Zaun ziehen unsinning, den müßte ich ja dafür wieder abbauen.

Überlegt habe ich mir, daß ich am Dienstag per Hand anfange, von vorne abzumisten (bis auf den Treibgang), wo sauber ist, säe ich dann nach und sperre das ab. Drei Monate braucht die Saat, bis sie trittfest ist, das paßt prima. Bis ich hinten angekommen bin, dauert es wohl ca. 2 Wochen, meine operierte Schulter schmerzt bei Arbeit, daher kann ich nicht allzu viel auf ein mal machen.

Die Pferde bekommen einen Treibgang und ganz hinten auf der Weide ein Stück, so können sie mal rennen und haben ein Stück Gras.

Der Fehler letztes Jahr war, daß sie bis ca. Mitte April gar nicht raus durften, das Gras war gut gewachsen. Von Fruktan wußte ich nichts, habe alle 2 Tage umgesteckt und das war zuviel für Barbie. Besser ist, ihnen demnächst ein kleines Stück zuzuweisen, es ist ja noch nix gewachsen bzw. das, was es jetzt zu fressen gibt, ist so wenig, daß es selbst Barbie nichts ausmachen dürfte.

Bei Hufrehe anfälligen Pferden ist die Gefahr erst gering, wenn es nachts ca. 10 Grad hat. Die Menge macht es auch, Barbie ist total fixiert auf Gras, sie geht erst von der Weide, wenn nix mehr da ist. Tagsüber einsperren habe ich mir überlegt, bringt aber nix, weil wenn ich nachmittags ein bissi Gras freigebe, ist das bis nächsten Morgen weg – dann braucht man sie auch nicht mehr wegsperren.

Die zwei 13 jährigen Mädels werden mal kommen, wäre super, wenn wir uns alle gut verstehen. Barbie ist seit April 2010 nicht mehr geritten worden, Nepomuk steht auch schon ein paar Monate. Ich kann derzeit keine Kinder, obwohl sie vermutlich wesentlich besser reiten als ich, auf die Pferde lassen. Ich glaube ja, beide sind auf dem Reitplatz brav. Ich werde beide reiten, bevor ich ein Kind aufsteigen lasse. Zwar habe ich noch Schmerzen in der Schulter nach der Operation, aber ich glaube ja dran, daß sie nichts machen.

Wenn die Mädels 1 – 2 Mal die Woche kommen und 1 Std. oder länger ausreiten, dazu noch Weide abmisten, wäre das ideal. Die Pferde haben Bewegung, das ist das Wichtigste, und ich werde ein wenig beim Abmisten entlastet.

Hufschmied für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:58

Gestern war der Hufschmied von der Pferdeklinik Dr. Brems da sowie Barbies Besitzerin. Nachdem der Schmied erst 5 Min. vor Ankunft angerufen hat, hat Barbie kein Beruhigungsmittel bekommen, es dauert ja 1 Std., bis das wirkt. Kopien der Röntgenbilder hatte er dabei, mir haben die nicht viel gesagt, müßte die mit anderen aus dem www vergleichen.

Schmied und Aufheber haben eine Ruhe und Dominanz ausgestrahlt, die nicht nur mich beeindruckte, sondern auch Barbie. Natürlich hat sie gleich mal probiert, wegzuziehen, der Aufheber hat es aber nicht zugelassen und dann war Ruhe *staun*. Ich habe Barbie nicht mehr wiedererkannt, entspannt und interessiert hat sie mitgearbeitet, auch als ihr der Schmied mit „Hammer und Meissel“ an den Hufen rumgeschlagen hat.

Der Schmied meinte, Barbie sei doch brav, ich soll mich nicht aufregen, Haflinger ziehen öfters den Huf weg, das ist normal. Beim Feilen auf dem Hufbock ging es hinten gut, vorne hat sie öfters weggezogen, Schmied und Aufheber blieben aber ruhig und Barbie daher auch. Ich hatte vorher Angst, daß es wieder ein „Drama“ gibt – und dabei war es ein Spaziergang.

Barbies Hufe müssen langsam korrigiert werden, die Zehen wurden gekürzt wegen der Rehe. In 7 Wochen ist sie wieder dran, was bin ich froh, daß ich endlich einen fähigen Schmied mit super Aufheber gefunden haben, die Barbie als normal einstufen und nicht zur Gewalt neigen.

_Das_ ist mir EUR 40,00 wert – ich bin froh, daß ich nun einen super Tierarzt (Frau Fuchs) und für beide passende Hufbearbeiter gefunden habe (für Nepomuk Billi). Ich soll an den Seiten, wo was ausgebrochen ist, bei Barbie gelegentlich Hufteer auftragen, auf die Sohle und den Strahl auch, das überlege ich mir aber noch.

Der Schmied meint, wenn Barbie geritten wird, sollte man sie beschlagen, weil sie fühlig geht. Auch vor der Hufrehe ging sie fühlig wie die meisten anderen Pferde auch, bei uns kann man aber auch neben dem Schotterweg gehen. Von einem Beschlag halte ich nichts, zur Not bekommt sie vorne Hufschuhe drauf zum Ausreiten. Nepomuk gehört zu den ca. 10%, die barfuß nicht fühlig gehen. Er ist nicht krank und hat keine Fehlstellung, dafür ist er Ekzemer.

Dringend empfohlen hat der Schmied Bewegung für Barbie, sie kann auch geritten werden. Was ich brauche, ist Entlastung, es steht ja nun wieder Weide abmisten usw. an. Ganz spontan habe ich vor ein paar Tagen eine Anzeige bei stall-frei.de aufgegeben, zwei Leute haben sich gemeldet.  Ich habe beiden die schonungslose Wahrheit gesagt, es hat ja keinen Sinn, irgendwas zu beschönigen.

Eine Frau, die sich gerne am Wochenende beim Reiten entspannen und erholen möchte. Entweder, sie kann mit Stallkollegen ausreiten, mit mir oder wenn keiner Zeit hat, auf den Reitplatz gehen.

Daneben ein Mädchen, 13 Jahre, die schon lange reitet, sie hätte eine Freundin, die mitkommen würde. Das wäre ideal, weil Barbie und Nepomuk zusammen rausgehen könnten. Gastreiter bzw. eine Reitbeteiligung ist versichert, eine Einverständniserklärung der Eltern bräuchte ich halt noch.

Geld verlange ich keines, sondern nur ein wenig Mithilfe beim Weide abmisten. Ich bin ja froh, wenn ich etwas entlastet werde und die Pferde mehr Abwechslung haben. Sie wollen ja gerne, aber ich bin mit der ganzen Arbeit und zwei Pferden überfordert. Außerdem möchte ich dieses Jahr öfters mal mit dem Motorrad in Urlaub fahren und brauche dafür eine „Vertretung“.

Theoretisch können beide jeden Tag geritten werden, das täte ihnen sogar gut und würde ihnen Spaß machen. Überfordern kann man beide nicht, wenn sie nicht mehr wollen, zeigen sie das schon.

Mit Gras muß ich bei Barbie aufpassen, der Stallbesi hat gedüngt, der viele Regen seit gestern hat den wohl aufgelöst. Mein Plan ist, nächste Woche einen Treibgang abzustecken und ganz am Ende ein Stück Wiese. Auf dem Rest miste ich ab und säe fruktanarme Gräser nach. Jetzt ist ja noch kein Gras gewachsen, also keine Gefahr für Barbie, sie haben dadurch mehr Auslauf und können auf der Weide schlafen.

Sobald es dann nachts über 10 Grad hat, das kann bis Juni dauern, werden alle 2 Tage 2 Pfosten zugesteckt. Vorher nicht, ich werde mit Stefan reden müssen, weil ich auf meinem Zaun dann Strom brauche, sonst reißen die den nieder vor Gier. Das ganze muß ich natürlich mit dem Stallbesi absprechen, es ist ja seine Weide.

Für den Stall habe ich ja schon lange 12 neue Matten, es ist dringend nötig, daß ich die Box reinige, die Matten neu sortiere und kaputte wegwerfe.

Zu den Nachbarn kam letztes Wochenende ein neues Pferd, 3 Jahre, was nen schweren Stand hat, allerdings ist es nicht gerade schlank. Um drei war ich im Stall, deren Heunetze waren gut gefüllt, bis ich um sechs gefahren bin, durfte das Neue nicht hin. Die anderen zwei dösten vor den Heunetzen, sowas habe ich noch nicht gesehen. Satt, trotzdem andere nicht hinlassen. Mich geht es nichts an, wundere mich nur, warum die Nachbarn, wenn ich nachmittags komme, immer noch ne Menge Heu haben und meine keinen Krümel mehr.

Andererseits geht es um die Gesundheit unserer Hafis, die sind dick genug, die sollen Stroh fressen, wenn sie Hunger haben. Mehr Futter gibt es, wenn sie was arbeiten.

16. März 2011

Katastrophenvorsorge?

Filed under: Allgemein — admin @ 20:44

Stromausfälle sind bei uns ja durchaus denkbar, auch ohne Erdbeben. Bei uns gibt es regelmäßig Hochwasser, Trockenheit, usw. Wenn man Brennstäbe nicht mehr ausreichend kühlen kann, ist die Katastrophe vorprogrammiert – sieht man ja derzeit in Japan. Wobei die Glück haben, wenn die Giftwolke auf den Pazifik rausweht, in Europa liegen die Kraftwerke nicht direkt am Meer – irgendwen erwischt es immer.

Ich bin dafür, daß die alten Kraftwerke abgeschlaltet bleiben und man sich bemüht, bis 2020 den kompletten Ausstieg aus der Kernenergie zu schaffen. Das Restrisiko bei Wind oder Solar besteht darin, daß evtl. mal der Strom ausfällt, bei Atomenergie, daß viele Menschen getötet werden und eine große Region auf viele Jahre Sperrgebiet wird.

Wenn man die Endlagerung in den Preis für Atomstrom einberechnet sowie einen möglichen Unfall, wäre der nicht günstig, sondern sehr teuer. Die Betreiber verdienen und der Steuerzahler zahlt für die Entsorgung des Strahlenmülls. Strom soll teurer werden, weil jetzt 7 AKWs kurzfristig abgeschaltet werden – der Strom von denen wurde bisher exportiert. Wir zahlen jetzt dafür, daß die Energiekonzerne keinen Strom mehr durch ihre Schrottreaktoren ins Ausland verkaufen können.

Möglich ist auch, daß unsere Währung zusammenbricht und das Chaos deswegen ausbricht. Vorsorge für den Katastrophenfall halte ich für wichtig, man muß für alle Eventualitäten gerüstet sein.

Bei radioaktiver Strahlung hat man am besten nen Keller, wo man sich ein paar Tage verschanzen kann, inklusive Lebensmittel und Wasser. Ne Jodblockade kann man einmalig durchführen, dafür muß man das Zeug daheim haben und wissen, wann man wieviel nehmen muß. Aufgeklärt ist man bisher nicht und wenn was passiert, hat man vermutlich keinen Strom, um sich im TV oder Internet zu informieren.

Ich hoffe, uns trifft nie eine Katastrophe, trotzdem kann Vorsorge nicht schaden.

15. März 2011

Super-Gau in Japan?

Filed under: Allgemein — admin @ 01:37

Es ist schrecklich, was in Japan passiert, im Kraftwerk Fukushima Reaktor 2 gab es vor kurzer Zeit eine Explosion, die Reaktorhülle ist dabei beschädigt worden. Nachdem dort eine Kernschmelze in Gang ist, dürfte einiges an radioaktivem Material ausgetreten sein. Der Wind steht für die nächsten 12 – 24 Std. sehr ungünstig, nämlich Richtung Tokio.

Es ist so unbegreiflich, wie Erdbeben und Tsunami viele Städte und Orte dem Erdboden gleichgemacht haben, die Leute haben nicht nur ihr Haus verloren, sondern ihre Stadt und viele ihrer Verwandten und Freunde. Wer überlebt und gerettet wird, dem bleibt nur ein Auffanglager, wie werden diese Menschen damit fertig, alles verloren zu haben?

Möglich ist nun, daß 35 Mio. Menschen in Tokio ne ordentliche Strahlenbelastung abbekommen, ohne der entkommen zu können.

Bei uns ist sind die alten Reaktoren ja nun auch Thema, wie sorgt man vor? Eine Katastrophe mit Stromausfällen kann es auch bei uns geben, dann besteht nicht nur die Gefahr einer Kernschmelze, sondern man selbst hat hat auch keinen Strom und evtl. kein Trinkwassser aus der Leitung.

Ich denke, jeder sollte genug Nahrungsmittel zuhause haben, um 2 Wochen ohne Einkaufen überleben zu können. Heizen und kochen kann ich mit Kaminofen, wer keinen hat, der muß sich halt fürs Kochen anderweitig behelfen. Ansonsten ist es ja bei uns idR nicht soo kalt, so daß man eine kurze Zeit auch ohne Heizung auskommen kann.

Aus z. B. Regen- oder Bach-/Flusswasser Trinkwasser machen, dafür gibt es Geräte – wenn es mal länger keinen Strom mehr gibt, dann fallen ja auch die Pumpen fürs Wasser aus der Leitung aus.

Ohne Strom kein Internet, TV usw., entweder man hat einen Generator oder zumindest ein Radio, was mit Batterien läuft, damit man sich informieren kann.

Jodid-Tabletten habe ich gerade bestellt zur Vorbeugung. Die wurden mir bereits vor 20 Jahren verordnet, Schilddrüsenerkrankungen liegen in der Familie, irgendwann habe ich aber aufgehört, Jodid-Tabletten zu nehmen – mir gehts ja gut.

Es ist unwahrscheinlich, daß wir Radioaktivität aus Japan abbekommen, ne gewisse Vorsorge kann nicht schaden, ich bin ja erblich vorbelastet. Vermutlich müßte ich Jodid sowieso nehmen, wenn ich mich  mal untersuchen ließe.

12. März 2011

Hausarbeit

Filed under: Allgemein — admin @ 21:46

Ein wunderschöner Tag heute, der zum Motorrad fahren oder für einem Ausritt wie geschaffen war. Ich habe mich aber nicht getraut, stattdessen den ganzen Tag geputzt – selbst dafür mußte ich nach 2 Std. eine Schmerztablette nehmen. Na ja, ich will mich nicht beschweren, es gibt Schlimmeres als vorübergehend nicht das machen könnten, was man will.

Immerhin kommt die Wohnung nun langsam auf Vordermann, bis alles fertig ist, muß ich noch einige Zeit investieren. Der Garten braucht auch noch 2 Tage, daneben Garage und Keller aufräumen, immerhin ist ein Anfang gemacht.

Anzuchtschalen hatte ich mir gekauft und heute noch schnell was eingesät, Tomaten und Gurken, hatte aber kein Saatgut für normale Salatgurken. Da ich viele Behälter habe, nahm ich noch Zuckerschoten, Salat und Rettich, kaufe ich normal nie, aber egal. Abends dann noch Saatgut für Salatgurken gekauft, letztes Jahr haben mir die Schnecken alle Pflanzen weggefressen. Dieses Jahr streue ich Schneckentod, Katzen hin oder her, ich würde nämlich gerne mal ne Gurke ernten. Jetzt muß ich erst mal Beete herrichten, Efeu rausreißen und einen Baum umschneiden, daneben die Terrasse kärchern usw.

Reiten traue ich mir zu, wenn die Sicherheitsweste nicht zu stark auf die Narbe drückt. Barbie und Nepomuk sind unberechenbar, wenn man im Sattel sitzt – das hängt von ihrer Tagesform und Laune ab. Sie können brav sein oder plötzlich abgesehen wie ein Wildpferd; sie wissen genau, daß ich gehandikapt bin.

Barbies Besitzerin will mich immer noch zu einem Gebiß überreden, für was? Wenn Nepomuk Rodeo macht, hilft auch kein Gebiß, bei Barbie sowieso nicht. Beide kennen den LG-Zaum, der zur Not leichten Druck auf den Nasenrücken ausübt.  Beide reagieren gut darauf, ist wüßte nicht, was ein Gebiß besser könnte.

Mir geht es nicht darum, den Pferden Schmerzen zuzufügen, damit sie machen, was ich will. Sondern daß wir zusammenarbeiten, daß wir uns aufeinander verlassen können.