30. April 2011

Übungsstunde mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:18

Als ich kam, ließ ich beide Pferde auf die Weide, fast 2 Tage waren sie nun eingesperrt. Als meine „große“ Reitbeteiligung kam, haben wir erst mal Bodenstangen aufgebaut, mein Hindernis und eine Plastikplane ausgelegt, bevor wir die Hafis geholt haben. Barbie ging brav mit, ich denke, sie ist auf dem Weg der Besserung. Sie bekam die Ledergamaschen angezogen, die ich von ihrer Besitzerin habe – stehen ihr gut :-). Geputzt und Hufe ausgekratzt, heute war sie sehr brav, hat vorne rechts nur ein mal weggezogen. Auch ein Zeichen, daß es bergauf geht.

Beide kamen auf den Reitplatz und wurden über die Plane geführt, danach mit drauf stehenbleiben und umdrehen. Das alles hat beide nicht besonders interessiert. Mit Barbie bin ich auch über Bodenstangen gegangen, damit sie ein wenig Abwechslung hat.

Im Gelände hatten sie ein wenig Angst, als eine Plane im Wind flatterte. Ich werde unsere Plane mal irgendwo drüber hängen, so daß sie im Wind flattert, und mit jedem Hafi durchgehen üben. Außerdem eine Plastiktüte an einen Stock binden und sie daran gewöhnen, des weiteren an einen Regenschirm.  Letztes kennen sie schon, kann man trotzdem in ein Training einbauen.

Nepomuk bekam heute den Westernsattel mit dem neuen Pad drauf, hat gut gepaßt, leider ist dieser Sattel ohne Sitz-Fell ziemlich unbequem. Barbie kam wieder in den Stall; erst mal abwarten, was der Hufschmied sagt, bevor man sie wieder belastet.

Anschließend bin ich Nepomuk geritten, immer wieder versucht er, sich durchzusetzen mit stehen bleiben, rückwärts gehen, seitwärts, umdrehen – da gibt es noch viel zu üben. Beim Hindernis hatten wir nur auf die unterste Stufe aufgelegt, da ist er prima drüber getrabt. Bodenstangen geht auch, Zirkel gehen mag er nicht besonders. Er biegt sich nicht korrekt, gerade aus ist ja auch bequemer. Meine RB ist auch geritten, sogar galoppiert, da hat er ein paar mal gebuckelt. Langsam kann er nicht bzw. wir können es mit ihm nicht, er galoppiert ziemlich schnell, dafür buckelt er dann nicht.

Als er keine Lust mehr hatte (immerhin war er da schon 1 Std. auf dem Platz), wurde aufgehört – ohne Sporen oder Gerte bringt man ihn dann kaum mehr vorwärts. Ich denke, wenn ich nun 2x pro Woche mit ihm auf dem Platz übe, kann ich das verfestigen, was Mona ihm schon beigebracht hat. Sich biegen muß er lernen, also viele Wendungen reiten. Beim Traben hatte ich heute kaum Schmerzen, mit der Zeit kann ich dann auch konditionsmäßig länger traben.

Nepomuk durfte dann neben dem Platz auf dem Weg grasen, das werde ich nun immer so halten als Belohnung. Im Stall zurück bekam Barbie die Vorderbeine und -hufe gekühlt, zum Hufe mit EM waschen kam ich nicht mehr, weil beide sich auf die Weide trollten. Box und Paddock habe ich abgemistet und einen Eimer Saat ausgebracht, ich hoffe, es regnet heute Nacht mal.

Das neue Futter Safe and Sound kam gestern, beide bekamen heute etwas davon, scheint zu schmecken. 0,5 kg pro 100 kg Körpergewicht, wie empfohlen, gibt es für die Hafis natürlich nicht, 1 Liter sollte mal reichen. Dazu noch ein paar Kräuter und fertig. Normal brauchen beide nix zusätzlich, aber die diversen Mittelchen brauchen ja eine Grundlage.

Nepomuk hat ziemlich abgenommen, ich brauche bald einen kürzeren Gurt für den VS-Sattel, wenn das so weiter geht. Barbie ebenfalls, sie ist vom Bauchumfang her nur noch ein paar Löcher dicker als Nepomuk, obwohl sie breiter ist. Blöd ist, daß das Reit-Training unterbrochen werden mußte, ich werde versuchen, sie wenigstens im Schritt an der Hand auf dem Platz ein wenig zu beschäftigen, Möglichkeiten gibt es viele.

Eine Stallkollegin, M., die ich bisher als Nicht-Reiterin eingestuft habe, möchte gerne ausreiten, teilte mir Stallkollegin Nina heute mit. Sie reitet mit ihrem neuen Pferd Coco noch nicht, weil Coco sich erst eingewöhnen muß. Zufällig kam M. heute, da habe ich gleich gefragt wegen Montag ausreiten, das klappt – prima, Nepomuk wird sich freuen.

Meine „große“ RB Ch. kann nun auch alleine kommen, denke ich, sie kommt gut mit Nepomuk zurecht. Sie quasselt ihn zwar immer zu, ist aber sehr streng und konsequent mit ihm, heute hat er „steh“ und „komm“ gelernt. Das hat er gut gemacht, ich habe gestaunt. Kiwi hat sie heute für die Pferde mitgebracht, beide haben es gefressen.

Mir scheint, es gefällt einigen Leuten im Stall nicht, daß ich Kinder als RB habe. Ich habe nix gegen Kinder und die Hafis auch nicht. Wer denkt, daß man einen Haflinger durch Kraft beherrschen kann, kennt Haflinger nicht. Wenn sie auf stur stellen, hat man keine Chance, egal ob man 30 oder 100 kg wiegt.

Authorität müssen sich die Kinder selbst erarbeiten, da kann ich ihnen nicht helfen. Ich habe da keine Bedenken, selbst bei meiner „kleinen“ RB nicht, deren Liebling Barbie ist, die ja manchmal schon ziemlich eigenwillig ist. Für sie braucht man einfach ein Gefühl und dann ist sie das beste Pferd, was man sich vorstellen kann.

28. April 2011

Nepomuk Superstar :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:30

Acht mal Beritt sind nun vorbei und Nepomuk hat eine Menge gelernt. Heute ist er bei meinem Hindernis die höchste Stufe gesprungen, ich bin sehr stolz auf ihn :-). Angezogen bekam er zum ersten mal zum Reiten die Gamaschen sowie Springglocken (hat Mona mitgebracht), damit er sich an den Holzstangen nicht weh tut.

Anfangs muß er immer dem Schenkel weichen, so richtig kapiert hat er das meines Erachtens noch nicht. Über Bodenstangen traben und galoppieren macht er inzwischen fast immer fehlerfrei, auch springen klappt immer besser.

Beim Angaloppieren hat er heute meist wieder den Hintern gehoben, da wurde Mona etwas sauer – er kann es nämlich auch ohne. Mit der Gerte wurde er gestraft, das hat ihm nicht gepaßt, Mona läßt aber nichts durchgehen.

Ich habe anfangs wieder mit ihm Stehen bleiben zum Aufsteigen geübt, als das klappte und als ich im Sattel saß, wollte er gleich losgehen. Sowas habe ich dick, es wird erst dann gelaufen, wenn ich das sage.

Am Schluß nach dem Training war er komplett durchgeschwitzt, heute mußte er auch wirklich sehr viel arbeiten.

Ich habe ihn mit EM gewaschen, Mona wollte ihm unbedingt ein Gebiß reintun. So aufgeführt wie Barbie damals hat er sich nicht, war aber ersichtlich ziemlich unglücklich mit dem Eisen im Maul. Abgesehen davon, daß ich ein Gebiß ablehne, geht das nicht, sobald er sich die Ohren wieder blutig gescheuert hat. Dann ist ist er mega-empfindlich, Ohren anfassen und umknicken fällt daher aus. Er durfte dann auf dem Vorplatz Gras fressen, es war ja sonst niemand da.

Als ich kam, hatte ich die Weide aufgemacht, als Nepomuk zurück war, ging er gleich raus, Barbie hinterher. Sie wollte ich eigentlich mitnehmen, aber ne, beide laufen bis ganz hinten. Ich habe ihr dann das Halfter aufgezogen, aber sie weigerte sich, mitzugehen – typisch Barbie. Abgemistet hatte ich mittags schon, also ich noch mein Zeugs vom Putzplatz weggeräumt, was ich für Barbie stehen gelassen hatte. Dann noch einen kleinen Eimer Saatgut verteilt, ich hoffe, es regnet bald mal richtig. Ewig hält sich das auch nicht, dieses Jahr werde ich alles verstreuen.

Zusatzfutter vorbereitet und beide von der Weide geholt und eingesperrt, Barbie lief besser als gestern. Den Kräuter-Mix, den ich noch habe, verfüttere ich nun, danach mische ich was neues. Ich hoffe, ich habe mit dem Hufelexier schnell genug reagiert und der leichte Reheschub klingt sofort wieder ab. Solange es nachts so kalt ist, besteht hohe Hufrehegefahr, es gibt zwar mE kein Gras zum Fressen, die Hafis knabbern aber jeden Millimeter ab. Und das kurze Gras ist Gift für Barbie. Da muß ich nun streng sein; wenn ich komme, dürfen beide 1 – 2 Std. raus, ansonsten Paddock.

Wenn es nachts wärmer wird, bekommen sie alle 2 Tage Gras zugeteilt, umso länger das Gras ist, umso weniger Fruktan. Natürlich ist das Zugeteilte immer schnell weg, ich habe heute Barbie beim Gras fressen beobachtet, sie ist wie ein Staubsauger. Sie schaufelt in unheimlicher Geschwindigkeit Gras in sich rein, bis nichts mehr übrig ist. Nepomuk frißt halb so schnell, bekommt daher auch höchstens ein Drittel ab, außerdem steht er freiwillig gerne im Stall wegen seinem Ekzem.

Barbie bekam die Hufe gewaschen und ausgekratzt, vorne rechts mußte ich nicht mal mit der Stiefelspitze antippen, sie hat auch nur drei mal weggerissen – eine deutliche Verbesserung zu gestern. Die Vorderbeine gekühlt bekam sie auch mit der Gießkanne, das klappt inzwischen ohne großes Ausweichen.

Meine Bereiterin macht nun Abitur und hat daher im Mai keine Zeit für Beritt oder Unterricht geben. Also werde ich mit Nepomuk alleine üben, auch wenn ich ihn nicht so fordern kann wie Mona. Galoppieren traue ich mich mit ihm schon, denke ich, außerdem kleine Sprünge. Am Samstag fange ich an, da keiner Zeit hat für einen Ausritt.

Die Gamaschen (Pony) sind Nepomuk etwas zu klein, ich habe ihm gerade etwas größere Spring-Gamaschen gekauft. Schwarze mit reiner, neuseeländischen Schafwolle im Bereich des Beinkontakts aus dem Hause Busse. Springglocken braucht er natürlich auch, ich bekommt welche aus Neopren (Busse).

Zufällig stieß ich beim Surfen auf Fliegenohren mit Strass, sehr hübsch, aber teuer. Ich kann zwar Teppiche knüpfen oder Handschuhe stricken, Fliegenohren sind aber etwas aufwendiger – weiß nicht, ob ich die hinbekomme. Strass-Steine zum Aufnähen oder Swarowski-Steine sind günstig, ich habe mir welche bestellt in gold und crystal, passend zu meinen zwei edlen schwarzen Schabracken.

Ich habe eine Fliegenhaube mit Haflinger-Emblem, zu Nepomuks langem Schopf paßt die aber irgendwie nicht. Er bräuchte nur einen Ohrenschutz und wenig drumrum, vielleicht kann ich ihm sowas doch selber machen und ein bißchen mit Strass verzieren. Durch seine langen Haare hat er keine Probleme mit Fliegen an den Augen, Barbie schon. Ihr könnte ich eine hübsche Fliegenhaube machen, dazu gibt es dann einen Fransenbehang.

27. April 2011

leichter Hufreheschub?

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:49

Ich bin kein Tierarzt, vom Gangwerk her würde ich meinen, Barbie hat einen leichten Hufreheschub. Ihre Hufe fühlen sich zwar nicht heiß an und sie nahm bisher keine Schonhaltung ein, trotzdem.

Als ich heute kam, standen beide Pferde ganz hinten auf der Weide, Nepomuk kam angetrabt, Barbie ging Schritt. Nepomuk bekam zuerst die Hufe ausgekratzt und mit EM gewaschen, Barbie die Hinterhufe und Hufschuhe angezogen. Vorne links spielte sie einigermaßen mit, ich brachte sogar den Hufschuh drauf, der ihr aber nicht mehr paßte – früher hatte sie größere Hufe.

Rechts vorne wollte sie gar nicht hochheben, sie verlagert dann ihr Gewicht auf diesen Huf. Also stupste ich mit der Stiefelspitze solange gegen ihre Zehe, bis sie hochhob. Das ist ihr unangenehm, blöd gelaufen für sie, daß ich das mal zufällig rausgefunden habe. Als das Hochheben klappte, zog sie nach 3 Sekunden immer wieder weg. Nach dem fünften Mal war ich nah dran, ihr eine draufzuhauen, habe mich aber beherrscht und nur geschimpft, Barbie ist das aber relativ egal. Als sie mal 6 Sek. hielt, wurde sie belohnt, das half. Nach weiteren ca. zehn Mal Hochheben war der Huf dann sauber und gewaschen – puh.

Die Situation wie letztes Jahr, daß sie rechts vorne gar nicht mehr hebt, lasse ich gar nicht erst zu. Sie mag stur sein, ich bin noch sturer – und ich habe Geduld. Auch wenn ich nach zwei mal wegreißen keine Lust mehr habe, muß ich Barbie den Huf sauber halten, alleine schon wegen der Steine, ich will keinen Abzseß mehr riskieren.

Irgendwann wird sie kapieren, daß ich nicht mehr nachgebe, auch wenn ich sie 20 Mal an die Zehe stupsen muß. Die Zeiten, als ich ihr immer nachgegeben habe, weil sie ja Schmerzen hat und nicht kann, sind vorbei. Sie kann sehr wohl, sie will halt nicht.

Aufgrund meiner Operation bin ich mit der linken Hand gehandikapt, ich sehe nicht ein, wieso das Pferd auf den Huf, den ich auskratze, Gewicht legen muß. Die Hafis haben ihren Huf alleine hochzuhalten, wer wegzieht, hebt halt wieder hoch. Barbie kann das auch, hinten zumindest, für vorne wird sie es auch noch kapieren.

Nachdem es heute geregnet hat und angeblich nochmal regnen soll, habe ich auf der (abgesperrten) Weide nachgesät, Saatgut ist noch ne Menge vorhanden. Bis man alles verteilt hat, ist es noch einiges an Arbeit, morgen werde ich weitermachen. Die Weide habe ich geschlossen, erst wenn es nachts wieder wärmer ist, dürfen sie dauerhaft wieder raus, ansonsten mal eine Stunde.

Billi kam mit dem Hufelexier, ich denke, damit kann Barbie bald wieder laufen, letztes Jahr hat es ja auch super geholfen. Noch ist der Reheschub nicht dramatisch bei Barbie, sie eiert, läuft aber noch. Die Ration Lucerne habe ich nun halbiert, da beide ja nun wieder täglich Zusatzfutter bekommen, sobald das Dodson & Horrell Safe and Sound da ist, bekommen beide das. Barbie bekommt kein Omega-Balance-Öl mehr, den Rest bekommt Nepomuk. Billi meint, Biotin verstärkt die Wirkung des Hufelexiers, beide bekommen ja schon länger Equipower Biotin.

Der Hufschmied hat gerade angerufen, er hat erst am 9. Mai Zeit, vorher auch, dann aber ohne Aufheber. Das bringt aber nix, ohne Aufheber wird er mit Barbie nicht glücklich, vor allem, wenn sie jetzt aufgrund des Reheschubs wieder anfängt, rumzuzicken.

Billi ist ein hervorragender Hufpfleger, das Problem ist halt, daß Barbie ohne starken Aufheber vorerst nicht machbar ist. Man darf sie nicht hauen, wie wehrt sich dann und macht nicht mehr mit. Wie heftig sie werden kann, habe ich ja beim TA samt Aufheber gesehen, als sie die Eisen abnehmen wollte. Keine Chance, selbst mit Strick nicht – 500 kg Kampfgewicht kann man als Mensch selbst mit Hilfsmitteln nicht bezwingen.

Mit meiner Bereiterin Mona werde ich morgen reden, Beritt für Barbie fällt für die nächsten Wochen aus. Nur für Nepomuk kommen, rentiert nicht, der Preis ist ja derselbe. Natürlich täte ihm weiter Beritt sehr gut, er macht ja tolle Fortschritte. Unterricht kostet dasselbe, egal ob für einen oder zwei Reiter – die nächsten Wochen haben wir aber nur Nepomuk zum Reiten.

Ich möchte schon gerne 1x pro Woche Unterricht nehmen, Einzelstunde dann halt, dabei lernt man eh am meisten. Meine zwei Reitbeteiligungen können auch Einzelunterricht nehmen, das muß ich alles abklären. Ausreiten geht nur mit Stallkollegen, ich weiß derzeit aber nur eine, die ausreitet, außer die Isländer-Besitzer.

Mir reicht zwei Mal pro Woche reiten, für die Mädels bleiben 5 Tage, Nepomuk kann jeden Tag gehen.

Er hatte heute die erste blutige Wunde im Gesicht, außerdem hat er sich ständig gegen den Bauch getreten. Ich habe ihn eingeschmiert und mit Bremsenspray eingesprüht, gebracht hat es nichts. Es hatte heute 11 Grad, von Insektenwar  nix zu sehen, trotzdem hat er Juckreiz.

Das Plantazem bringt gar nichts, ich werde für beide wohl wieder Kräuter mischen müssen, habe ja noch einige davon. Barbie könnte ich auch wieder homöopathisch behandeln wie letztes Jahr, ihr Futter wird dann eine Wissenschaft. Aber gut, das kann ich ja vorbereiten, so daß ein Stallkollege es beiden nur noch hinstellen muß, abgesehen vom Hufelexier, das muß man frisch dazu tun.

Mal sehen, wie es den zwei Kranken morgen geht.

 

26. April 2011

Barbie eiert wieder

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:52

Als erstes nahmen wir heute Barbie raus und ließen sie kurz auf dem Schotterweg traben, sie lahmt leicht vorne rechts. Also Barbie wieder zurück und Nepomuk raus. Er ist heute wieder prima gesprungen und über Bodenstangen galoppiert, so langsam macht ihm das Training etwas Spaß, denke ich. Danach bekam er die Hufe mit EM gewaschen und Cremolith drauf.

Beide wollten dann auf die Weide, also habe ich diese abgemistet. Barbie lief auf Gras normal, aber kein Trab oder Galopp wie üblich. Als ich fertig war, kamen beide mit auf den Paddock und ich nahm Barbie raus. Kaum draußen, blieb sie stehen, bei mir schrillten sämliche Alarmglocken. Ich nahm sie mit zum Putzplatz, man merkte, daß ihr das Gehen auf dem steinharten Schotterboden ein wenig schwer fiel.

Erst mal Hufe ausgekratzt, anstrengener als sonst, auch ein Zeichen, daß nicht alles im Lot ist. Hufe gewaschen und auf die „schlimmen“ Stellen etwas Hufteer aufgetragen, wie vom Schmied empfohlen. Zurück im Stall habe ich sie genau beobachtet, sie läuft auf dem Paddock vorsichtig. In meinen Augen ist das ein Hufreheschub, dieser steife Gang kann eigentlich keinen anderen Grund haben. Komischerweise ist weder Kronsaum noch Huf warm, aber das kann auch täuschen, obwohl ich mit Nepomuk verglichen habe.

Wieder zuhause habe ich den Hufschmied um Rückruf gebeten, mal sehen, wann er Zeit hat. Anschließend mit Billi geredet und Hufelexier bestellt, morgen Abend bringt er es vorbei. Muß ich abends halt mal kurz rausfahren, ich will Barbie eh ihre medizinischen Hufschuhe anziehen. Billi hat mir für Barbie Dodson & Horrell Safe and Sound empfohlen, habe ich schon bestellt.

Die Hufkur muß Barbie täglich bekommen, das muß ich organisieren. Glücklicherweise kommen zwei Stallkolleginnen täglich und haben bereits Hilfe angeboten, so daß das kein Problem sein dürfte. Zum Weide schließen konnte ich mich noch nicht durchringen, Gras ist eh keines mehr vorhanden. Vielleicht täusche ich mich ja auch und Barbie ist morgen wieder fit – das wäre mir natürlich am liebsten.

Nepmuk galoppiert inzwischen ohne Buckeln, er tut sich halt noch schwer mit Körperspannung. Wenn ich morgen außer Plan in den Stall muß, könnte ich ihn eigentlich auch mal auf dem Platz reiten, das letzte Mal ist schon lange her. Mir nen Sprung aufbauen und galoppieren, das würde mir Spaß machen. Ihn in der Spur halten, ist schwer, sagt Mona – probieren könnte ich es mal.

Nachdem er in letzter Zeit zum Aufsteigen nicht mehr stehen bleiben wollte, habe ich das heute mit ihm geübt, während Mona die Stangen auslegte. Ich habe Geduld und Zeit, bleibt er 10 Mal nicht stehen, sondern geht vorwärts, geht er anschließen halt 10 Mal wieder rückwärts. Das Kommando „steh“ kennt er, ich steige erst komplett auf, wenn er steht. Das Pferd hat erst loszugehen, wenn ich das erlaube, vorher nicht. Zügel können lang sein zum Aufsteigen, er hat zu stehen, Punkt.

Im Gelände kann ich kein Pferd brauchen, was nicht still stehen kann. Gelesen habe ich mal, daß die meisten Pferde mit Reiter nicht gerne still stehen, das wird er noch lernen.

25. April 2011

Barbies Leidensgeschichte – durchgebrochener Abszess und Hufrehe

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 01:32

Heute hatte ich endlich mal den Elan, Barbies Dokumentation zu ihrer Huferkrankung fortzuschreiben – ich konnte ja alles in meinem Blog nachlesen :-). Aktuelle Huffotos fehlen noch, die werde ich nächste Woche nachliefern.

Wenn ich mir das so durchlese, frage ich mich immer noch: warum hat der erste TA den Abszess nicht erkannt (und geöffnet)? Antwort: dicker Haflinger, das kann nur Hufrehe sein, obwohl der Zangentest negativ verlief. Warum ging es nach dem Ausschneiden am 18. Juni 2010 so rapide bergab? Antwort: weil der Abszess nicht geöffnet wurde, sondern sich oben und unten durchfraß. Warum hat der Hufschmied Barbie im Sept. 2010 derart falsch behandelt, nämlich beschlagen? Antwort: „zensiert“.

Was habe ich falsch gemacht? Zuviel Kraftfutter, zu wenig Bewegung. Eine Bilddokumentation zu Barbies Figur habe ich demnächst fertig, daran erkennt man, wie stark sie von 2009 bis 2010 zugelegt hat. Das lag nicht am Heu, sondern am Kraftfutter. Damals wußte ich noch nichts von EMS, Fruktan und Hufrehe.

Was hat sich verändert? Ich habe nun einen fähigen Tierarzt und Hufschmied. Es gibt seit einem Jahr kein Kraftfutter mehr, das wird es für beide Hafis nie mehr geben, außer bei einem Wanderritt. Heu ist rationiert, zum Knabbern haben sie Stroh.

Das Wichtigste neben artgerechter Haltung und sparsamer Fütterung ist Bewegung – inzwischen habe ich das kapiert und mir Unterstützung gesucht. Ich habe eine Bereiterin gefunden, die sich auf 13 Jahre alte Hafis, die gerade mal leicht angeritten sind, setzt und keine Angst hat, wenn sie beim Galoppieren buckeln. Die die Hafis richtig ran nimmt, ohne sie zu überfordern. Und die kein Gebiß braucht, um sich „sicher“ zu fühlen – wer das braucht, macht was falsch.

Zukunft: Beritt 1x pro Woche und Unterricht für mich und eine Reitbeteiligung 1x pro Woche, ich muß mich stark verbessern. Ansonsten für mich 1 – 2 Mal pro Woche ausreiten oder Bodenarbeit. Wenn sich das mit „meinen“ zwei Mädels alles eingespielt hat, sie die Pferde gut kennen und in meinem Sinne mit ihnen umgehen, haben beide freie Hand. Ch. will Nepomuk gerne Kunststücke beibringen, spanischer Schritt usw., warum nicht? Er hat es drauf. S. will mit Barbie Bodenarbeit machen, join up – ich werde ihr mal zeigen, wie toll Barbie das kann.

Abwechslung ist immer gut, die Hafis können auch jeden Tag was arbeiten.

Über Hufe habe ich heute einiges gelesen, interessant ist z. B.: http://www.pro-barhuf.de/ Bei Nepomuk mit seinen perfekten Hufen ja kein Thema, aber für Barbie. Man muß mit ihr auch mal öfters kurze Strecken auf Schotter und Asphalt gehen, nur so wird der Huf trainiert. Im Stall haben sie ja verschiedenen Bodenbelag, Rasengittersteine, Sand auf dem Paddock und Weide. Mal sehen, was der Hufschmied sagt, Beschlag wird es keinen mehr geben.

23. April 2011

Nepomuk hat perfekte Hufe

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:10

Meine „große“ Reitbeteiligung Ch. und ich haben erst mal die Weide abgemistet, weil Hufpfleger Billi vorher ein anderes Pferd „behandelte“. Ch. hat Nepomuk ein Halfter gehäkelt in türkis mit seinem Namen drauf, das bekam er anprobiert – paßte prima und steht ihm gut. Er ist ihr Liebling, für ihn hat sie sich richtig Arbeit gemacht – meine Anerkennung! Ch. hatte als Leckerli Gurke und Pflaumen (Kern rausgetan) dabei, Nepomuk mochte nur die Pflaumen, Barbie beides. Letztes mal gab es Orangen und Erdbeeren, die haben beide gefressen.

Als ich Nepomuk zum Putzplatz führte, hat er vorne rechts schwer gelahmt – weia, der nächste Kranke. Erst mal Hufe ausgekratzt und gewaschen, danach konnte er wieder normal laufen, es war nur ein Stein. Er bekam von Billi die Hufe gemacht, er hat Nepomuks Hufe in den höchsten Tönen gelobt: sie sind perfekt. Die Stellung stimmt haargenau, alles andere auch, besser geht nicht mehr.

Barbie wurde dazu geholt, ich habe ihr auch erst mal Hufe ausgekratzt und gewaschen. Später konnte sie wieder normal gehen, bei ihr lag das lahm gehen wohl auch an einem Stein. Zukünftig werde ich vermehrt Wert auf Hufpflege legen, nach dem Reiten wird nun auch ausgekratzt sowie mit der Bürste gewaschen, danach kommt Cremolith auf Hufwand, Sohle und Strahl. Mit Barbie habe ich heute angefangen, etwas mühsam, aber sie wird sich schnell daran gewöhnen.

Billi habe ich erzählt, daß Barbie aucch 4x pro Woche geritten wird und im Gelände ein ziemlicher „Renner“ ist. Er hat gestaunt, mit _den_ Vorderhufen traut man ihr das nicht zu.

So gute Hufe wie Nepomuk hatte sie noch nie, das ist wohl Veranlagung. Ich habe versucht, ihre Hufqualität zu verbessern durch Zusatzfutter, das scheint geglückt zu sein. Der Schmied muß die Hufe langsam korrigieren, in einem halben Jahr sind bei ihr die Hufe zwar nicht perfekt, aber gut.

Barbie bekam als erste den Schweif mit Baby-Shampoo gewaschen, ins Wasser tat ich 1 Päckchen Backpulver. Billi hat gestaunt, wie schön weiß Barbies Schweif wurde, der vorher ziemlich gelb war, abgesehen vom Dreck. Mähne waschen dauert noch, ich muß beide erst an die Gießkasse gewöhnen. Nepomuk kam auch dran, leider hatte ich für ihn kein Backpulver mehr, er hat aber eh keine so helle Haarfarbe wie Barbie.

Nachdem meine neue Hose ziemlich dreckig war, haben wir die Fotosession verschoben und die Pferde am Vorplatz laufen lassen.

Das im Herbst bei ebay nach einer Empfehlung aus dem Ekzemer-Forum gekaufte Konzentrat gegen Bremsen habe ich nun angesetzt, mußte erst mal eine 1-Liter-Plastikflasche besorgen, die gibt es gar nicht mehr so oft. Heute auf beiden Pferden probiert, ich muß sagen, Nepomuk war in der einen Stunde ohne Decke ziemlich entspannt. Wenn das so bleibt, wäre es super, der Liter Insektenschutz kostet mich dann nämlich nur EUR 6,00 anstatt 750 ml für EUR 15,00, außerdem ist das Zeugs von ebay ohne jede Chemie.

21. April 2011

Nepomuk springt mit Reiter, Barbie lahmt ein wenig

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:01

Erst mußte Nepomuk Schenkel weichen, so langsam versteht er, was verlangt wird. Ich habe dann 2 Bodenstangen ausgelegt, im Trab drüber hat gut geklappt. Auf meinen Vorschlag hin habe ich dann ein Hindernis aufgebaut mit einer Schwimmnudel, unterste Stufe, damit Nepomuk sich nicht weh tut. Das hat er prima gemeistert, Stufe zwei im Trab angeritten klappte anfangs nicht, er riß die Nudel immer runter. Ich schlug Mona vor, im Galopp anzureiten, es ist bloß schwierig, ihn dann „in der Spur“ zu halten. Mit grünen Eimern habe ich den Anlauf abgesichert, damit hat es super geklappt.

Nepomuk ist sehr gut gesprungen, rechts und links, das erste Mal mit Reiter. Ich denke, ihm macht das auch Spaß, eine nette Abwechslung.

Mona holte dann Barbie, während ich Nepomuk wusch – sie lahmt vorne rechts ein wenig. Wenn das nicht aufhört, hole ich nächste Woche den Tierarzt – nur kein Risiko mehr eingeehen. Ich habe ihr heute den Bauch komplett sauber gewaschen und den restlichen Dreck von den Hinterbeinen, sie war sehr brav. Barbie ist am Bauch sehr kitzelig und empfindlich, da droht sie normal sofort mit dem Hinterhuf. Der Trick war: mit der Bürste große kreisende Bewegungen machen – sie ließ die Lippe hängen, so gut hat ihr das gefallen. Jetzt ist sie komplett sauber, endlich geschafft, puh.

Beide Hafis bekamen Sommergel auf die Hufwand, so langsam gewöhnen sie sich dran. Normal kühlt man nach jedem Reiten die Pferdebeine mit Wasser, beide sind aber kein Freund von Gießkannen – das muß geübt werden.

Barbie habe ich heute schon zwei Zöpfchen in die Mähne geflochten und einen testweise in den Schweif, ich muß mich da verbessern und im www Pferdefrisuren studieren.

20. April 2011

schicke Pferde, schicker Reiter

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:21

Heute habe ich Barbies Besitzerin in Tirol besucht, am Weg liegt Krämer Reitsport (Irschenberg), eigentlich wollte ich nur neue Reitschuhe. Zig schwarze Schnürschuhe habe ich anprobiert, alle unbequem, da bin ich empfindlich. Ganz zum Schluß habe ich dann dunkelbraune Stiefeletten getestet, nur mal so, die paßten prima – gekauft.

Ich kucke so rum, packe eine Hufbürste ein, und lande bei den Führstricken. Zu den neuen schwarzen Halftern braucht es schon was Passendes, im Western-Shop finde ich einen schwarzen mit Messingkarabiner, mit Panikhaken gibt es nur in silber. Aber gut, Karabiner geht für Nepomuk, er ist ja keiner, der sich los reißt. Für Barbie gab es einen mit matt silbernem Panikhaken, so kann man die Stricke auch gut unterscheiden.

Die Glitzer-Turnier-Schleifen waren mir mit EUR 7 dann doch zu teuer, ich nahm normale schwarze Einflechtschleifen (EUR 3) für Barbie, passend zum Sattel.  Bei Nepomuk wirken Frisuren nicht aufgrund seiner zum Großteil fehlenden Mähne, mit Barbie läßt sich da mehr machen.

Ich habe bereits vier Reithosen, aber mal kucken kostet ja nix.Eine rein schwarze würde zum Sattel passen, ich habe eine, aber keine Jodhpur. Und dann sehe ich _die_ Jodhpurhose, Vollbesatz rein schwarz mit weißer Naht abgesetzt. Probiere Größe 36 an, Hosenbeine zu lang, schade. Es gibt dieselbe auch für Mädchen, die Größenangaben sagen mir aber nichts. Ich probiere auf gut Glück eine – wow, die paßt.

Für EUR 90 habe ich in meinem Leben noch nie ne Hose gekauft, das sind DM 180 – was tut man nicht alles, um sich seinen schicken Pferden anzupassen?

Barbie werde ich morgen den Restdreck vom Bauch entfernen und am Samstag den Schweif waschen. Sie bekommt ein paar Schleifen in die Mähne und den Schweif gewaschen, den VS-Sattel mit der tollen Schabracke mit Strass-Steinen drauf auf und dann gibt es eine Fotosession mit meiner neuen schwarzen Hose :-). Meine „große“ Reitbeteiligung kommt auch, alleine kann ich mich ja schlecht auf dem Pferd sitzend fotografieren.

Nachdem Nepomuks teures Westernpad von Mäusen zerstört wurde, habe ich ihm ein neues gekauft in türkis, passend zu seinen neuen Gamaschen.

Barbies Besitzerin habe ich heute die letzten Wochen berichtet, sie hat gestaunt, wie toll die Hafis sich entwickelt haben. Vom gebißlosen Reiten mit LG-Zaum hält sie nichts, daher habe ich von ihr ein paar Hackamore. Kürzlich fiel mir auf, Barbies LG-Zaum ist als Reithalfter eingestellt, also ohne jede Hebelwirkung, trotzdem ist sie damit sehr gut lenk- und beherrschbar. Nepomuk seines ist auf leichten Hebel eingestellt, nötig bei ihm, weil er auf dem Platz ziemlich stur ist.

Ihre Bedenken wegen der Kinder als RB verstehe ich, bei den Hafis ist es aber egal, ob man selbst 35 kg oder 80 kg wiegt – in jedem Fall sind sie die Stärkeren, Barbie weiß das auch. Entweder, man geht auf sie ein, dann ist sie das beste Pferd, was man sich vorstellen kann, oder man versucht, sich mit Gewalt durchzusetzen, dann wird man mit Barbie nicht glücklich.

19. April 2011

Nepomuk macht sich

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:13

Seitengänge kann er ja, zeigt es auch, jedenfalls ansatzweise :-). Galoppiert ist Nepomuk heute super, kein Buckeln, kein Hintern hoch, sogar mehrmals auf dem Zirkel und am Eingang vorbei. Aus dem Trab sofort stehen bleiben und aus dem Stand wieder antraben hat er auch sehr schön gemacht. Ich staune nur noch, wie toll er gehen kann, wenn er weiß, er muß.

Mona hatte für Barbie heute keine Zeit mehr, der Platz ist derzeit für Training eigentlich zu hart für Barbie. Ich hatte nur ne Jogginghose an, aber egal, ein bißchen Training ist besser als gar keines. Wir haben viele Volten gemacht, anhalten geübt, 2x rückwärts richten, ständiger Handwechsel, Zirkel und andere Bahnfiguren. Öfters getrabt sind wir auch, aber jeweils nur kurz wegen meiner schmerzenden Schulter.

Nach 1/2 Std. hatten Barbie und ich genug, viel haben wir nicht gemacht, wir zwei Invaliden – der gute Wille zählt :-).

Beiden Hafis habe ich heute die Beine und Hufe mit EM gewaschen und Cremolith drauf, das werde ich nun regelmäßig machen. Mit der Gießkanne Beine kühlen sollte ich nach jedem Reiten einführen, damit die Pferde sich daran gewöhnen.

18. April 2011

Barbie weiß den Weg

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:09

Den Stall habe ich heute mal wieder mit Wasser und Effektiven Microorganismen gereinigt, danach der dösenden Barbie auf dem Paddock eine 3/4 Std. den Bauch gewaschen. Barbie schläft (im Stehen) trotz offener Weide und obwohl noch Heu da ist – hoffentlich kein schlechtes Zeichen. Morgen nochmal und dann ist sie hoffentlich komplett sauber. Danach saß ich mit Stuhl auf dem Paddock und genoss die Ruhe und schöne Landschaft, bis meine „große“ Reitbeteiligung kam.

Meine neuen Halfter sind da, beide total edel, passend zu den Pferden halt :-). Barbies hat Strass-Steine über der Nase, Nepomuk seines hat goldene Applikation. Die schönen Halfter betonen ihr hübschen Köpfe, man muß sich auch mal was gönnen.

Wir wollten heute neue Wege erforschen, immer derselbe ist ja langweilig. Im Wald trabten wir erst mal, Barbie ging ein angenehmes Tempo, es wird jedes Mal besser. Wir bogen dann auf kleine Pfade ab, ritten kreuz und quer, bis wir total die Orientierung verloren hatten. Der „Blätterpfad“ endete vor Baumstämmen mit vielen Ästen, ich dachte an umdrehen.

Barbie aber nicht, sie ist über die Bäume gestiegen und durch Unterholz gekraxelt, ohne mit der Wimper zu zucken. Nepomuk ist über die Baumstäumme gesprungen, gesehen hat man vor lauter Laub, Ästen und Baumstümpfen nix – für die Hafis anscheinend kein Problem. Ich hatte meinenKopf neben Barbies Hals, damit mich keine Äste treffen, langer Zügel – Augen zu und durch, sie weiß schon, was sie macht.

Wir kamen auf einen Weg, den ich kannte, plötzlich biegt Barbie links in den Wald ein. Vielleicht ein guter Weg? Dieser Pfad endete im nichts, aber nicht für Barbie. Noch 30 m durchs Unterholz gelaufen und wir kamen genau am Waldrand bei den Koppeln raus.

Haflinger wurden ja ursprünglich fürs schwere Gelände gezüchtet, auch fürs Gebirge, unsere sind aber noch nie sowas gegangen. Sie haben das anscheinend im Blut, Null Angst und absolut trittsicher. Ein Ende des Weges gibt es für Barbie nicht, so ein paar Baumstämme machen nix, da kann man ja drüber steigen, auch wenn die Äste einen am Bauch kratzen.

Ihr Orientierungssinn ist beeindruckend, sie findet immer zum Stall zurück, obwohl sie die Wege nicht kennt. Das ist Barbie, sie weiß alles :-).

Ein Stallkollege, der auch schon drei Jahre da ist,  hat auf dem Reitplatz sein Pferd longiert und sich verwundert die Augen gerieben, als wir vier vorbei kamen. Ich glaube, er hat mich in den drei Jahren noch nie reiten sehen, geschweige denn ausreiten. Bei meinem Sturz von Barbie war er allerdings im Stall und hat für mich den Krankenwagen gerufen.

Ich staune selber, wie schnell die Hafis lernen. Ausreiten ist schon normal, egal wohin, beide sind entspannt und man kann im Schritt meist am langen Zügel gehen. Barbie ist inzwischen wirklich der Champion, sie weiß immer den Weg nach Hause und geht Gelände, wo ich denke, das geht _gar_ nicht.

Die Weide war heute offen, zu fressen gibt es nix mehr. Damit hätte ich gerne noch gewartet, bis der Fruktangehalt im Gras zurückgegangen ist – aber gut, nun ist es zu spät. Barbie geht es mE gut, keine warmen Hufkronen, wie wirkte heute aber etwas „beansprucht“. Sie war so total brav, Nepomuk auch, daß mir das schon fast ein wenig unheimlich wird.

Nepomuk scheuert nun stärker, er bekam heute seine Decke auf. Die Mücken fliegen wieder, zum Reiten muß man ihn ab sofort komplett einsprühen (heute vergessen).