30. September 2011

grundlose Bedenken

Filed under: Allgemein,Motorrad,Pferde — admin @ 17:56

Am 5. Juni 2011 bin ich das letzte Mal Motorrad gefahren, lange her, ich hatte Bedenken, ob ich es noch kann. Erst mal mußte ich die BMW von diversem Zeugs befreien, was auf und neben ihr rumlag, außerdem das Auto rausfahren, damit sie die Garage verlassen konnte.

Gamay sprang sofort an, den Sound des Einzylinders hatte ich vermißt. Meine Stammstrecke stadtauswärts genommen und die erste Tanke angesteuert, um den Luftdruck zu erhöhen. Weiter ging es aufs Land, ach ist das schön, wieder Gas geben zu können :-). Ich fahre ca. 120 km/h, da überholt mich ein Kollege – ich dachte mir „Du Sau, ich kann auch schneller“ *g*. Flugs hatte der drei Autos überholt, ich auch, dann war ich wieder dran an ihm – Gamay kann ja auch schneller als 120 km/h :-).

Gemütlich ging es über Nebenstraßen kreuz und quer durch die Pampa, Rauchpause, danach habe ich mich in Richtung Stall orientiert. Alles lief super, ich glaube, Motorrad fahren verlernt man genauso wenig wie Rad fahren.

Für die Hafis hatte ich eine Kiwi dabei, die gabs beim Lidl für 17 Cent, viel Vitamin-C ist ja gut für Barbie. Beide haben die aufgeschnittenen Stücke samt Schale gerne gefressen, ich werde morgen mehr kaufen, falls sie noch im Angebot sind. Birnen gabs für 79 Cent pro kg, jeder bekam eine halbe, mal was anderes.

Barbie bekam auf die vorderen Sohlen Sauerkraut, die Hufschuhe hinten zog ich ihr aus, diese Sohlen schauen inzwischen sehr gut aus. Morgen kommt das Kraut wieder weg, der Schuh links vorne auch. Nur rechts vorne behält sie ihn an wegen der hohlen Wand, da darf kein Dreck und keine Steine reinkommen, weil man das Zeugs nicht mehr raus bekommt.

Heu gefüttert und Gras zugesteckt, schon war ich wieder on the road :-), auf dem kurzen Stück AB hat leider ein Ausländer die linke Spur blockiert. So ein Idiot, na ja, habe ich auf dem letzten Stück Landstraße nach der Ampel mal ordentlich aufgerissen *g* – wenn man die F ordentlich tritt, beschleunigt sie sehr gut.

Schade, daß sich dieses Jahr kein Motorrad-Urlaub ausging, nächstes Jahr gönne ich mir auf jeden Fall einen oder mehrere. Außerdem Leonhardi-Ritt mit beiden Hafis, ein Wanderritt steht auch noch aus.

29. September 2011

„Fahrplan“ für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:12

Morgen fahre ich ein biss Motorrad, das dritte und letzte Mal in diesem Jahr *weia* und schaue im Stall vorbei. Barbie bekommt vorne Sauerkraut auf die Sohlen, das soll man nicht so lange drauf lassen, am Samstag kommt es wieder weg. Die Hufschuhe hinten kommen runter, je nach Bedarf werden die Sohlen der Hinterhufe behandelt und dann für 2 Tage eingeschuht. Die vorderen Sohlen behandele ich weiter bis zu dem Termin mit der Huforthopädin am 7. Oktober.

Ich hoffe, Barbie zeigt sich dann von ihrer besten Seite, danach wird sie gut laufen können und mit Nepomuk wieder auf der Weide galoppieren – ich nehme Wetten an *g*.

Sobald Barbie wieder gut gehen kann, ich schätze mal in 4 Wochen, muß sie bewegt werden, mit den zwei grassüchtigen Büffeln alleine spazieren gehen dürfte sich schwierig gestalten. Ich denke, ich nehme Barbie dann als Handpferd mit, Kappzäume habe ich zwei, einer davon wird ihr sicher passen. Es wird nur Schritt geritten, damit Barbie nicht überfordert wird. Ein Mal pro Woche sollte ich schon schaffen, das ist auch ne gute Übung fürs Gespann fahren später. Wenn ich beide als Reiter nicht unter Kontrolle halten kann, wird es mit dem Kutsche fahren eh nix, dabei habe ich ja noch weniger Einwirkungsmöglichkeiten.

Falls ich Barbie mal verliere und sie abhaut, muß ich mit Nepomuk natürlich die Verfolgung aufnehmen können – er würde eh hinterher rennen, ob mir das paßt oder nicht. Also muß ich mich endlich mal trauen, mit ihm zu galoppieren. Wenn das geschafft ist, bin ich gewappnet für alle Eventualitäten *g*.

Fahrtraining bekommen dann beide 1x pro Woche, bleibt noch ein Tag für mich „zur freien Verfügung“ – was halt antsteht und wenn nix, je nach Lust und Laune.

Die Arbeit wird ja weniger, Nepomuks Ekzemersaison ist hoffentlich bald vorbei, er ist dann wieder gesund. Barbies große Hufpflege wird auch nicht mehr so aufwendig, 1x pro Woche reicht dann.

In 2- 3 Monaten kann man sie wohl wieder reiten im Schritt, ob sie Hufschuhe braucht, werden wir dann sehen. Ein gesunder Barhuf braucht keine Schuhe, allerdings kann es bis zu 2 Jahren dauern, bis Barbies Hufe vollständig gesund sind. Zum Fahren wird sie wohl welche brauchen, die meisten Wege sind Schotterpisten. Nepomuk nicht, wenn ich mit ihm ausreite, geht er 80% der Strecke auf Schotter ohne Probleme. Wenn der Huf entsprechend trainiert ist, klappt das auch, alles nachzulesen auf gesundehufe.com.

Die Ursache für Barbies Hufrehe muß natürlich auch bekämpft werden, sie hat EMS, d. h. dosierte Fütterung und viel Bewegung (sobald es geht). Der Speckhals, den sie schon immer hat, muß weg. Als sie letztes Jahr ab Dezember wieder laufen konnte, hatte ich wenig Zeit für die Pferde aufgrund der schweren Krebserkrankung meiner Schwester, außerdem die Probleme mit der Badsanierung, Barbie stand bis April rum.

Dieses Mal wird es hoffentlich anders, sie wird trainiert werden, bis der Speckhals weg ist. Von mir, Barbie wird von niemandem mehr geritten außer mir. Nepomuk wird sich damit abfinden müssen, daß er nicht ständig die erste Geige spielt; er wird ja fast hysterisch, wenn er alleine im Stall bleiben muß. Daran wird er sich gewöhnen müssen, ihn geht es ja auch am Arsch vorbei, wenn Barbie alleine zurückbleiben muß.

28. September 2011

zeitintensive Hufpflege

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:44

Im Stall war ich erst kurz nach drei, Reiten war da zeitlich nicht zu schaffen. Erst bekam Nepomuk die Hufe ausgekratzt, mit Wasser + EM gewaschen und gebürstet, anschließend Cremolith drauf. Ihm standen an zwei Ballen fast lose Teile weg, außerdem hatte er nen Zacken an einem Hufrand, ich also Messer und Feile geholt und das repariert.

Barbie hatte den Hufschuh links vorne verloren, den auf der Weide eingesammelt und ihre Hufe behandelt. Am Strahl bei beiden Hinterhufen hing auch so labbriges Zeugs rum, ich habe es kurzerhand weggeschnitten. Bis ich Barbie immer behandelt habe, dauert es – Schuh + Strumpf aus, Sohle und Hufwand mit Wasser + EM bürsten, Heilerde + StrahlNiem anrühren, auftragen, in die hohle Wand ein Stück neue Mullbinde pressen, Strumpf + Schuh wieder anziehen. Dazu bekam sie heute noch Cremolith auf Kronsaum und Hufwand.

Barbie macht gut mit, alles sehr entspannt, inzwischen schauen alle ihre Sohlen einigermaßen aus. Das macht sich auch beim Laufen bemerkbar, auf dem Paddock ging sie heute ziemlich gut. Beide (!) wollten raus, dafür hatte ich aber keine Zeit. Ab Samstag geht Barbie hinten ohne Hufschuhe, vorne rechts wird sie noch lange einen tragen müssen, damit keine Steine und kein Dreck in die hohle Wand kommen.

Barbie wurde geputzt, sie ist kaum mehr dreckig, beide schlafen wohl auf der Weide. Sie bekamen ihr Zusatzfutter, danach wurde Nepomuk behandelt, Mantel aus, DermaNiem und Insektenschutz drauf. Das Zeugs hilft gut, seine Wunden werden stetig weniger.

Nachdem beide versorgt waren, gingen sie mit mir auf die Weide, Barbie lief fast so schnell wie Nepomuk – viel fehlt nicht mehr. Plötzlich trabt Barbie kurz, um aufzuholen, Nepomuk war außer sich vor Freude – endlich lief sie mal wieder mit ihm mit.

Wer hätte vor 10 Tagen gedacht, daß Barbie sich so schnell würde erholen? Niemand außer mir, dabei sind die Hufe noch nicht mal korrigiert. Beide durften kurz auf das letzte Stück Gras, während ich den Zaun umgesteckt habe. Als ich sie zurück trieb, waren beide etwas übermütig, weil glücklich, Barbie hat gar einen Freudensprung gemacht – hinten hoch und gebuckelt :-).

Als ich zurück ging, kam Nepomuk hinterher im Galopp, Barbie im Schritt, rein in den Stall und dösen. Ich habe noch mein Zeugs aufgeräumt, die Hafis und die Nachbarn mit Heu versorgt, nach sechs war dann Abfahrt. Noch schnell einkaufen, um sieben zuhause, Kaninchen versorgt usw. reiten wäre sich nicht ausgegangen.

Wichtig ist, daß Barbie nun wieder gesund wird, das Reiten läuft mir ja nicht weg :-).

Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich Barbie wieder reiten kann, weil sie einfach was ganz Besonderes ist. Was haben wir schon alles durchgemacht, erst mein mehrfach gebrochenes Schlüsselbein, dann Hufrehe, ein Hufschlag in mein Gesicht direkt vor meinem Urlaub auf Kreta, jetzt wieder Hufrehe. Ich habe ihr das Leben gerettet vor kurzer Zeit, all das hat uns zusammengeschweißt.

Barbie ist unheimlich intelligent, sie kann Türen öffnen und das Eingangstor, sie vergißt nie was und wenn man sie auf seiner Seite hat, dann geht sie für einen durchs Feuer. Sie ist ein Kämpfer, sie quält sich und steckt das weg. Es gibt auch Menschen, die das können, z. B. beim Ultra-Marathon – ich gehöre sicher nicht dazu.

Nepomuk ist auch ein tolles Pferd, zwei super Haflinger zu haben, ist ein schönes Gefühl. Er wird sich freuen, wenn Barbie wieder mit ihm über die Weide fetzen kann, nächstes Jahr spanne ich dann an.

26. September 2011

es geht stetig berauf mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:04

Nachdem alle Reithosen in der Wäsche waren, beschloss ich, den Ausritt heute zu canceln, stattdessen zu Waschen und zu Bügeln – muß auch mal sein.

Abends fuhr ich natürlich trotzdem in den Stall, um meine zwei Patienten zu verarzten. Barbies Hufschuh links vorne war noch drauf *staun*, ich zog ihn ihr aus und bürstete die Sohle mit Wasser + EM ab. Der Unterschied zu gestern war in Sachen Huf aufheben eine Verbesserung um 100%, sie hob ihn freiwillig hoch – damit hätte ich nie gerechnet. Zwar immer nicht lange, aber das ist schon ein sehr sehr großer Fortschritt!

Flugs holte ich meinen Fotoapparat, um ein Foto der Sohle zu machen und schaffte es tatsächlich. Das Ergebnis ist niederschmetternd, mE hat sie nicht nur am Tragrand einen Abzseß, sonderen mehrere, dazu Strahlfäule – und das nicht erst seit gestern. Alle Sohlen sahen bei ihr mehr oder weniger so aus, bevor ich mit meiner Behandlung begann. Vom Tierarzt, der das ja bemerkt haben müßte, gab es kein Wort dazu – krass. Meinem Pferd faulen die Sohlen und der Strahl weg, ich soll ihr Aspirin geben und die Hufe kühlen; in 1 – 2 Wochen kommt dann ein Rehebeschlag drauf – meine Güte.

So wird es natürlich nicht laufen, nun kann ich alle vier Hufe behandeln, in 10 Tagen habe ich die dank Heilerde und StrahlNiem alle in einem guten Zustand. Die Hufbeine quetschen natürlich immer noch die Lederhaut, wenn das behoben ist, kann Barbie schnell wieder gut laufen.

Sie bekam ein Gemisch aus Heilerde + StrahlNiem links vorne drauf, Seidenstrumpf, Hufschuh, fertig.

Rechts vorne behandele ich ja schon 1 Woche, habe die Sohle heute auch fotografiert. Man sieht sehr deutlich, daß diese Sohle wesentlich besser „in Schuß“ ist, keine Strahlfäule, keine Abszesse, am Spalt bzw. der hohlen Wand ist nichts weggebrochen.

Barbie geht es täglich besser, bis zum Termin mit der Huforthopädin habe ich sie sicher so weit, daß sie einigermaßen „mitspielt“ – die Hufkorrektur ist dann das letzte Glied in der Kette auf dem Weg zur dauerhaften Gesundung.

Nepomuk wurde auch behandelt, da steht er nicht drauf, ich habe ihn einfach am Karabiner vom Heunetz angebunden, da kenne ich nix. Als ich Barbies linken Vorderhuf versorgte, hatte ich zur Belohnung Stücke von Mohrrüben in der hinteren Hosentasche – wer beißt mich fast in den Hintern, um welche rauszubekommen? Nepomuk, ist ja sonst keiner da *g* – ich dachte, ich spinne. Blöde Situation, ich mache ihr gerade Heilerde drauf, Strumpf und Schuh anziehen, das dauert, loslassen will ich nicht, weil sonst wieder Dreck draufkommt – und werde dabei von Nepomuk „ausgeraubt“.

Als ich mit Barbies Huf fertig war, drehe ich mich um, er bekam von mir ordentlich eine mit der Hand auf den Hals geklatscht, er sprang weg, ich hinterher, stieg ihm dabei versehentlich auf den Huf und er bekam noch eine, bevor er es geschafft hat, abzuhauen. Aber hallo, sowas hat sich da bisher nicht mal Barbie getraut, was erlaubt er sich?

Ich bin wirklich gutmütig, aber wann jemand was aus meiner Hosentasche bekomnt, entscheide immer noch ich. Betteln mag ich nicht und schon gar keine Selbstbedienung.

25. September 2011

Nepomuk muß laufen

Filed under: Allgemein — admin @ 19:37

Barbie bekam heute ein Hufbad mit Wasser + EM rechts, danach wollte ich links vorne auskratzen. Sie hebt ungerne und hoch wenn ich es geschafft habe, zieht sie nach 2 Sek. wieder weg. Das Gröbste hatte ich raus, also links vorne in die Schüssel. Kein Wegziehen, ich habe sie komplett geputzt, während der Huf im Bad stand. Erst mal die drei Hufe „verarztet“, bei denen sie gut mitspielt, nach einer Rauchpause mit neuer Kraft auf zum schwierigsten. Nix zu machen, also Mohrrüben klein geschnitten als Belohnung, plötzlich ging es einigermaßen.

Die Sohle hätte ich mit der Bürste waschen müssen, sie ist porös und daher arg zerklüftet. Das dauert aber und Barbies Geduld ist trotz Belohnung bei diesem Huf noch stark begrenzt. Also StrahlNiem darauf verteilt, so gut ich konnte und ein Stück Seidenstrumpf drüber. Der Hufschuh war wieder problematisch, weil es mehr als 2 Sek. dauert, bis er angezogen ist. Ich ließ aber nicht locker, irgendwann war er einigermaßen drauf. Vermutlich verliert sie ihn bis morgen, ein Anfang ist gemacht, das ist das Wichtigste. Fotos konnte ich keine machen, so schnell wird das bei diesem Huf vermutlich auch nicht gelingen.

Es ist schon ein riesen Erfolg, daß sie links vorne nach langer Zeit überhaupt mal kurz freiwillig hebt, daran sieht man, daß es ihr täglich besser geht.

Nepomuk nahm ich mit zum Longieren, ob das DermaNiem hilft, läßt sich schwer sagen, normal muß man das täglich aufsprühen. Er haart ziemlich, obwohl er eine Decke trägt, Barbie gar nicht – na ja, jeder wie er will :-).

Wir mußten warten, bis das Roundpen frei war, er durfte derweil Gras fressen. Als wir drinnen waren, hat er gedacht, er kann geruhsam am Rand was abfressen – als er auf mein „vorwärts“ nicht reagierte, ließ ich meine Peitsche hinter ihm knallen. Gleich ne Ansage, damit er weiß, wer der Cheffe ist. Er trabte an, ich habe ihn laufen lassen, bis er bereit für Schritt war.

Den hat er gleich genutzt, um stehen zu bleiben zum Fressen, ich die Peitsche geschwungen und er aus dem Stand im Galopp davon gefegt. Als ich ihn dann im Schritt hatte, durfte er auf Befehl antraben, dann Galopp, wieder Trab, Galopp usw. Lust hatte er keine, aus seinem Flitze-Trab blieb er am Eingang stehen, schön geschlossen, nach dem Motto „mir reichts, wir können aufhören“. Tjo, Spezl, da hatte er sich getäuscht, erst mal auf Befehl einen Handwechsel, wir sind ja nicht einseitig und dasselbe Programm.

Nachdem er alle meine Kommandos brav befolgt hat, mußte er noch 1 Runde Schritt gehen und fertig. Er fetzt freiwillig ziemlich beim frei Longieren, das ist mir lieber als ne Schlaftablette, die ich ständig antreiben muß.

Danach war Nepomuk etwas platt, im Stall wurde am Dach gearbeitet, daher habe ich etwas Gras zugesteckt, um beide auf die Weide zu locken. Barbie ging mit, er blieb im Stall. Nach einer 1/2 Std. kam Barbie wieder zurück gelaufen, kein Zögern am Treibgang wegen dem harten Boden, sie lief schnurstracks aufs Paddock. Dort lief sie so gut wie schon lange nicht mehr, sie lahmt zwar noch, aber nicht mehr schlimm.

Vom Spalt an der Zehe rechts vorne, der bis zur hohlen Wand reicht, ist bisher nicht weggebrochen, da haben sich Tierarzt und Huftechnikerin geirrt. Aber beide wußten auch nicht, daß ich Barbie so gut behandele mit Mitteln, die sie vermutlich gar nicht kennen.

An der Ursache für Barbies Hufrehe, nämlich einer Vergiftung, schraube ich seit letzten Donnerstag mit Equimont, beide bekommen seitdem 50 g/Tag ins Zusatzfutter. Das soll man die erste Woche so machen, normal ist das die Dosis für ein Kaltblut mit 800 kg, danach gehe ich auf 30 g/Tag runter. Die Weide ist ja schon länger wieder offen, trotzdem geht es Barbie täglich besser.

24. September 2011

man muß dazu lernen

Filed under: Allgemein — admin @ 18:52

Wenn ich mir Barbies Leidensgeschichte so durchlese, muß ich feststellen, daß bisher eines ganz massiv schief gelaufen ist, nämlich eine korrekte Hufbearbeitung.

Heute  bekam ich die Röntgenergebnisse telefonisch durchgegeben, derselbe Stand wie letztes Jahr, Hufbeinrotation und leichte Hufbeinsenkung, sehr dünne Sohle. Wie die Huforthopädin richtig sagte, hätte man versuchen müssen, daß das Hufbein wieder in eine korrekte Position kommt – das ist nicht passiert. Der nächste Reheschub war daher programmiert, die Hufe waren stark vorgeschädigt und da braucht es dann nicht mehr viel, bis das Hufbein die Lederhaut quetscht und die sich entzündet. Die weiße Linie verbreitert sich, die Sohle wird porös, es folgen durch Bakterien verursachte Abzsesse und die hohle Wand.

All das ist ein schleichender Prozeß bei chronischer Hufrehe, der Hufschmied war am 19. März, 9. Mai (am 24. Juni hatte Barbie einen Reheschub) und 5. August da, nach dem letzten Termin ging es mit Barbie stetig bergab.

Barbie hat ja sehr flache Hufe, das hat sie letztes Jahr davor bewahrt, daß das Hufbein durch die Sohle brach. Anstatt die Trachten zu kürzen und die Zehe zu entlasten, wurde sie steiler gestellt, dadurch drückte das rotierte und abgesenkte Hufbein auf die Lederhaut. Durch das Reiten hat sich die Situation natürlich verschlimmert, das konnte ich damals nicht wissen, dachte ja, sie sei wieder gesund und der Schmied gab seine Zustimmung „viel Bewegung“. Ab Ende April diesen Jahres begannen die ersten Probleme, da hätten beim Schmied alle Alarmglocken klingeln müssen – er ist ja der Fachmann, nicht ich, aber nix.

Die derzeit dünne Sohle hat sie wegen der falschen Hufbearbeitung, da fault ja langsam alles weg seit dem 5. August. Daß Barbie sich in den letzten 2 Jahre mehr oder weniger massiv gegen jede Hufbearbeitung gewehrt hat, hängt natürlich auch damit zusammen, daß sie danach immer mehr Schmerzen hatte als vorher.

Ich erinnere nur an Hufschmied Frank Herold, der ihr am 22. September 2010 unter Zuhilfenahme einer Nasenbremse vorne normale Eisen verpaßt hat mit einer Ledereinlage, weil „sie ständig auf der Sohle läuft und ihr das weh tut“  (warum das so ist, hat keine Rolle gespielt), danach konnte sie fast nicht mehr laufen. Am 13. Oktober nimmt ihr der TA die Eisen ab „totaler Fehlbeschlag“, dazu braucht es eine Sedierung und zwei Betäubungsspritzen in die vorderen Fesseln, Barbie hatte wahnsinnige Schmerzen.

Immer wieder wird mir ein Rehebeschlag empfohlen, auch von der Tierärtzin heute, damit kann man Schmerzfreiheit erreichen, aber keine Heiluung. Wieder akute Rehe nächstes Jahr wäre die Folge, wieder leidet Barbie, wieder enorme Kosten.

Die TÄin sagte heute, ich soll Barbie weiter die Hufe kühlen und sie mit Aspirin behandeln; wenn sie lahmfrei im Schritt gehen kann, soll beschlagen werden. Ich meine, sie hat Barbies Sohlen gesehen, bevor ich mit Heilerde und Strahlniem eingriff; verbreiterte weiße Linie, viel porös und schwarz, dazu die hohle Wand rechts vorne, kurz: katastrophal. Auf diese kranken Hufe, bei denen gar nichts mehr gestimmt hat,  nagelt man einen Beschlag und gut ist es?

Es geht nicht darum, Barbie von heute auf morgen schmerzfrei zu bekommen, sondern um Heilung ihrer kranken Hufe – ein Beschlag kommt also nicht in Frage.

Die Ursache letztes Jahr für ihren ersten Reheschub war EMS und ihr massives Übergewicht, sie hat über den Winter enorm abgenommen, alles war paletti. Ohne korrekte Hufkorrektur und die Belastung ab Anfang April durch Beritt/Reiten zeigten sich erste Lahmheiten, dann kann das Gras dazu und weitere falsche Hufbearbeitung.

Wäre ich nicht auf die Idee mit Heilerde und dank Hufpfleger Billie zu StrahlNiem gekommen, wäre Barbie bereits eingeschläfert, von ein bissi Aspririn und Hufe kühlen sterben keine Bakterien ab. Die Sohle links vorne, die ich erst ab morgen behandel, werde ich vorher fotografieren, damit sich jeder ein Bild davon machen kann, wie alle ihre Sohlen vor meinem Eingreifen ausgesehen haben, zum Vergleich noch rechts vorne.

Mich ärgert massiv, abgesehen von den hohen Kosten, daß Barbie dieses Jahr wieder so viel leiden mußte. Vom Hufschmied dachte ich, er hat ihre Röntgenbilder von 2010, er schneidet ihre Hufe dementsprechend. Eigentlich war es immer nur eine Hauruck-Aktion mit Hammer und Meissel, am Schluß wurden die Zehen ein wenig gekappt, das wars.

Nun übernimmt die Huforthopädin, vermutlich wird Barbie dann bemerken, daß sie nach der Hufbearbeitung besser laufen kann als vorher und daher langsam ihre Gegenwehr aufgeben. Bei mir ist sie ja nun auch meist brav, weil sie weiß, ich habe ihr geholfen, als sie gar nicht mehr gehen konnte. Barbie ist intelligent, ich habe bei ihr nun einen Stein im Brett, aber halt nur ich.

Mit Geduld bekommen wir das in den Griff und sie wird wieder gesund werden. Inzwischen habe ich als Laie gezwungenermaßen genug Ahnung, um selbst zu erkennen, was Sache ist. Mein Vertrauen in Tierärzte und Hufschmiede ist weiter gesunken – besser, man informiert sich selber.

23. September 2011

Schreck am Nachmittag

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:20

Die Kaninchen durften heute wie üblich ab vormittags raus, gelegentlich schaue ich immer aus dem Fenster, ob alles in Ordnung ist. Als ich am Nachmittag raus ging, um beide einzusperren, saß Max bereits im Stall, Schneewittchen lag wie tot im Gras. Sie muß unbemerkt von mir von einer Katze attackiert worden sein. Ich trage sie vorsichtig in den Stall, Schneewittchen verschwindet gleich in der Erdhöhle.

Beide haben sich die gebaut, 60 Liter Erdreich habe ich bereits aus dem Stall entfernt. Solange die Höhle nur diesen einen Zugang hat, ist sie kein Problem und sie können sie behalten.

Als ich abends kam, ging es Schneewittchen wieder gut, den Schock hat sie gut weggesteckt – ein Glück.

Bei den Pferden angekommen, stand Nepomuk im Stall, Barbie auf dem Paddock. Meine neuen Niem-Produkte kamen heute, also Nepomuk die Decke ausgezogen und ihn mit DermaNiem Emulsion eingesprüht. Barbie bekam es auch auf Schweifrübe und Mähnenkamm zur Anregung des Haarwachstums. Nepomuk hat das Einsprühen nicht gefallen, er wird sich dran gewöhnen, Barbie ist das ja egal. Danach wurden beide mit EquiNiem-Repellent eingesprüht, danach stand Nepomuk ohne Decke ganz entspannt draußen.

Beide wurden geputzt und gekämmt, Nepomuk die Hufe ausgekratzt. Testweise habe ich Barbie aufgefordert, vorne links zu heben und staunte nicht schlecht, als sie sofort hochhob. Nur kurz, aber immerhin *freu*. Drei Mal hob sie noch hoch, so daß ich den meisten Dreck entfernen konnte, dann hatte sie keine Lust mehr. Die Sohle schaut nicht gut aus, viel schwarz und porös durch die Bakterien, schlimm. Am Sonntag werde ich die Sohlen beider Vorderhufe mit Wasser + EM baden, sie bekommt dann auch links vorne Strahlniem drauf und ihren Schuh. Ich werde mir ne Pappe mitnehmen und unter den Huf legen, wenn ich sie behandele; dann ist es nicht so schlimm, wenn sie zwischendurch absetzt.

Ihre anderen drei Sohlen schauen nach zweimaliger Behandlung bereits super aus, keine Bakterien mehr, nix mehr schwarz oder porös. Am Sonntag mache ihr alle Sohlen mit Strahlniem, am Mittwoch dann wieder mit einem Heilerde-Gemisch.

Aus der Gebrauchsanleitung für das Strahlniem bekam ich einen Tipp, habe ein kleines Stück Mullbinde damit getränkt und ihr heute in die hohle Wand geschoben.

Die Tierärztin war da, es lief es lief wies Brezeln backen :-). Barbie konnte am Heunetz stehen bleiben, ich bekam den Generator sofort an, ratz fatz waren ihre beiden Vorderhufe seitlich geröngt. Nepomuk habe ich derweil frei vor den Stall gestellt, damit er nicht übers Kabel läuft oder stört, er konnte ein bissi Gras fressen – ohne Barbie würde er ja nie weit weg gehen. Der Welpe der Tierärztin hat ihm Gesellschaft geleistet :-), der Kleine hatte es sich direkt neben ihm gemütlich gemacht.

Morgen bekomme ich das Ergebnis vom Röntgen, ich bin gespannt. Barbie geht es täglich besser, wenn jetzt noch eine optimale Hufbearbeitung dazu kommt, kann sie bald wieder auf der Weide galoppieren :-). Bis die Huforthopädin kommt, spätestens in 2 Wochen, werde ich sie weiter behandeln. Ich hoffe, das klappt bis dahin dann einigermaßen mit alle vier Hufe Hochheben und ohne ständiges Wegreißen.

Nepomuk bekommt ab heute keine Omniderma-Tabletten mehr; wenn es ohne geht, wäre ich froh. Es ist ein Aufwand, sie ihm zu geben, weil er sie nicht mag, außerdem bin ich mir nicht sicher, ob nicht eine gewisse Gewöhnung eingetreten ist und sie daher nicht mehr so viel bringen. Seine Behandlung mit Heilerde hat viel gebracht, ist aber mühsam. Wesentlich leichter wäre es mit Spray, mal sehen, ob es was hilft.

Muskelkater habe ich vom Reiten gestern keinen, war ja auch nur 1 Std., am Sonntag reite ich dann mal länger aus.

22. September 2011

6,4 km in einer Stunde ohne Galopp

Filed under: Allgemein — admin @ 20:00

Heute war super Reitwetter, Sonne bei ca. 20 Grad. Also Nepomuk geschnappt und fertig gemacht, das dauerte, weil er gerade im Fellwechsel ist. Für mich hatte ich einen Mini-Rucksack mitgenommen für GPS-Tracker, Handy, Zigaretten und Getränk. Mein neuer Sattelgurt erwies sich als super praktisch, damit ist Gurten einfach. Wir starten, heute hat Nepomuk nicht rumgezickt, als er vom Stall wegging – so langsam wird er ein echter Profi :-).

Im Wald reiten wir auf erst auf kleinen Umwegen Richtung Pframmern, dann auf der „Hauptstraße. Mir war nach einer Zigarettenpause *g*, stelle meinen Rucksack vor mir auf den Sattel, Nepomuk durfte derweil fressen. Alles gemütlich, plötzlich rennt er los, ich halte meinen Rucksack fest, meine Zigarette und pariere ihn mit einer Hand durch.

Oberpframmern ist zu weit, entschied ich, wir bogen links ab und fanden richtig schöne Wege. Getrabt bin ich viel, aber langsam, mit Rucksack ist das ein bissi nervig. Nächstes mal nehme ich den Westernsattel, für den habe ich Satteltaschen. Den Weg zurück fand ich heute gleich, statt die letzte Wiese langzureiten, gingen wir durch den Wald. Nepomuk stolpert, daß er fast hinknallt, danach hat er besser geschaut, wo er hintritt.

6,4 km ohne Galopp in einer Stunde ist für mich gar nicht mal so schlecht, wenn man die längeren Schrittphasen am Anfang, zwischendurch zum Rauchen und am Schluß bedenkt. In 2 Std. mit Galopp müßten wir locker 15 km schaffen, das wäre bis nach Pframmern und zurück.

Zur Belohnung bekam er ein bissi Lucerne mit ein wenig Hafer, er kann es vertragen. Morgen wird er frei longiert, Samstag hat er frei, Sonntag und Montag reite ich wieder aus, am Dienstag kommt meine RB.

Im Stall zurück bekamen beide ihr normales Zusatzfutter, heute das erste mal mit Tonerde, beide haben sie gefressen. Barbie kam ein Geschmisch von Heilerde und Strahlniem auf ihre drei Sohlen, heute war sie etwas bockig. Ihre Sohlen schauen, soweit ich das beurteilen kann, gut aus, die Bakterien, die die hohle Wand und das Zerreissen der weißen Linie verursacht haben, habe ich jetzt im Griff. Die Hufschuhe halten, dadurch sind die Sohlen vor Urin usw. geschützt, nach meinem Eindruck ist sie heute besser gelaufen.

Die Besitzer der Isländer haben einen Welpen, unheimlich süß, der kleine Kerl. Um Barbie ist er rumgeturnt, ich gab ihm einen Ball, der von meinen Hunden stammt. Damit hat er dann rumgeschussert, Barbie mochte den Kleinen.

Als ich beide Pferde nach dem Freikauf ein halbes Jahr in Ebersberg betreute, hatte ich ja zwei Hunde, Florian und Molly – beide kennen sich damit aus.

Damals habe ich ja viel mit Barbie gearbeitet, sie war ca. 1,5 Jahre alt, sie war schwierig und ein Schläger, deswegen sollte sie wohl auch in die Wurst kommen. Ich mache mit ihr join up auf dem Reitplatz, mein Hund Florian liegt außerhalb. Plötzlich will er zu mir und läuft der galoppierenden Barbie genau vor die Hufe. Ich bekam fast nen Herzinfarkt, Florian hatte ja ein Stockmaß von über 60 cm – Barbie springt über ihn drüber. Das werde ich ihr nie vergessen, sie hätte ihn locker auch niedertrampeln können, ohne daß man ihr einen Vorwurf hätte machen können. Barbie ist kein Pferd, was gerne springt, und dann gleich so ne Höhe.

Molly hat die Hafis immer angebellt, weil sie eifersüchtig war, sowas hat beide Hafis schon als Fohlen schon nicht aus der Ruhe gebracht. Ich hatte halt immer Angst, daß Barbie ihr mal richtig eine verpaßt, Molly hat nie kapiert, daß man sich von Hinterhufen besser fernhält.

Aber zurück zum Thema :-), mit der Huforthopädin habe ich heute geredet, sobald sie einen Termin frei hat, nehme ich den.

21. September 2011

nun geht es Schlag auf Schlag

Filed under: Allgemein — admin @ 21:04

Heute kam das Equimont, ab morgen bekommen beide das. Das wird gefressen und wenn ich es ihnen auf nen Apfel tun muß.

Die Huftechnikerin, die ich wegen einem super modernen Hufschutz angemailt hatte, hat netterweise geantwortet. Sie rät von Silicon/Gips ab, „nur war drunter kleben, bringt gar nichts, das ist reine Symptombehandlung“. Die zerrissene weiße Linie muß wieder auf Vordermann gebracht werden, dabei hilft Strahlniem, was Barbie nun alle 2 Tage vermischt mit ein wenig Heilerde in die hohle Wand und auf drei Sohlen bekommt. Die Zehenwand muß dringend begradigt werden, um Druck wegzunehmen, meint die Huftechnikerin, damit das Hufbein wieder in eine normale Lage kommt.

Morgen kommt die Huforthopädin, schaut sich Barbie kurz an, am Freitag wird geröngt. Ich werde dann für nächste Woche einen Termin mit der Huforthopädin ausmachen, Röntgenbilder liegen dann vor und sie weiß, wie es in den Vorderhufen aussieht. Barbie wird mitspielen, zumindest bei drei Hufen, ich habe ja noch mein Bio-Heu :-). Man muß nur Geduld mit ihr haben, dann ist sie auch brav. Der Huf links vorne wird erst dann bearbeitet, wenn sie ihn wieder freiwillig hochhebt, das ist bereits besprochen.

Für Nepomuk fand ich auch was neues, Dermanim, ich werde es ausprobieren und ab sofort die Gabe der Ominderma-Tabletten einstellen. Er ist zwar gut aufgestellt für sein schweres Ekzem, trotzdem bin ich nicht zufrieden. Er beißt und scheuert sich, nicht schlimm, es könnte ihm aber besser gehen. Also was Neues ausprobieren, bringt das nix, fallen wir halt auf den Status quo zurück.

Jetzt habe ich alles perfekt auf der Reihe, Barbie müßte ich das Gras komplett sperren, aber was hat sie dann noch an Lebensqualität? Sie ist ein totaler Gras-Fanatiker, selbst als es ihr total schlecht ging, hat sie sich noch bis zum Zaun geschleppt, weil sie dachte, ich lasse sie raus. Wohl fühlen ist wichtig zur Gesundung, Barbie muß kämpfen, wenn sie sich aufgibt und hinlegt, dann nützt auch alles, was ich, ein TA oder Huforthopäde tut, nix mehr.

Wenn sie zufrieden ist, läßt sie sich aus helfen, sie wird wieder gesund werden.

20. September 2011

große Hufpflege für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:32

Barbie war heute so brav und geduldig, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Als erstes bekam sie ein Hufbad vorne rechts mit Wasser + EM, was überhaupt kein Problem war, obwohl sie das bisher nicht kennt und ein wenig wasserscheu ist. Mit diesem Wasser bekam sie dann alle Hufwände topsauber gewaschen.

Hinten rechts fing ich an, auskratzen, Sohle sauber mit Bürste waschen, Kronrand mit Huföl eingepinselt, Strahlniem auf Sohle, Strahl usw. verteilt, Seidenstrumpf drüber und Hufschuh mit Mattenfilter drauf. Zwischendurch hat sie immer mal wieder abgesetzt, aber ohne den Huf wegzureißen. Bei links hinten dieselbe Prozedur, alles völlig locker und entspannt, als Belohnung bekam sie Heucops.

Rechts vorne kam zum Schluß, bis auf die hohle Wand schaut die Sohle eigentlich ganz gut aus. Weggebrochen vom Tragrand ist bisher nichts, der Spalt hat sich auch nicht verlängert. Jetzt steht sie mit drei Hufen sauber und relativ bakterienfrei da, den Huf vorne links hebt sie freiwillig nicht. Gewalt wende ich nicht an, das bringt nix. sie bekam auf den nur das Huföl.

Obwohl sie auf hartem Boden nur schwer laufen kann, sieht man ihr im Gesicht und in ihrer ganzen Stellung an, daß sie zufrieden ist und Lebensqualität hat. Schmerzmittel bekommt sie ja schon ein paar Tage nicht mehr, die Schuhe sind zum Schutz vor Steinen und Dreck, deren Polsterung ist marginal.

Von den Hagebutten war sie nicht sehr begeistert, ein paar hat sie aber doch gefressen, ich werde morgen neue besorgen. Meine Kräuter, 2 Becher statt wie früher einer, kamen bei ihr nicht gut an, sie ließ einen Teil zurück, Nepomuk hat die Reste gefressen. Ich werde den Anteil an Lucerne ein wenig erhöhen, vielleicht bringt das was.

Barbie sei zu dünn, meinte eine Stallkollegin, man sehe schon die Rippen. Ich habe noch keine gesehen :-), es stimmt aber, daß beide viel abgenommen haben.

Die Huftechnikerin, die Barbie einen Gipsverband anlegen könnte, hat auf meine Mail nicht reagiert, heute rief ich an und erfuhr, daß sie bis 9. Oktober 2011 in Urlaub ist. Tjo, damit ist das Thema leider vorerst gestorben und wer weiß, was in 3 Wochen ist. Ihre hohle Wand habe ich im Griff, das wächst sich raus, dauert halt. Sie wird noch einige Zeit schlecht laufen können, mit der Huforthopädin fangen wir dann an, sobald ich die Röntgenbilder habe und Barbie dafür bereit ist.