30. November 2011

„Land in Sicht“ bei Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:55

Reiten mußte ich heute aus zeitlichen Gründen canceln, Barbie ist wichtiger. Beide kamen von der Weide, als sie mich sahen, Barbie lief besser als vorgestern, drei Hufschuhe hatte sie noch an (vorne links fehlte). Mit dem Huf fing ich gleich an, an der Sohle sieht man, es ist noch einiges wegzurasplen, bis man zur doppelten Sohle gelangt. Diese ist ungleichförmig, vorne rechts im seitlichen Zehenbereich macht sie fast einen rechtwinkligen Knick.  Die Zehe muß ich stärker kürzen, damit sie frei schwebt.

Heute habe ich erstmals versucht, so etwas wie einen „mustang roll“ anzubringen, während der Huf am Boden steht. Richtig rund, damit Barbie besser abrollen kann, ist es natürlich nicht geworden, aber besser als gar nichts.

Rechts hinten ging es weiter, kleine Stücke der doppelten Sohle fehlen bereits. Auch da gehört noch einiges Horn weggeraspelt und die Zehe weiter gekürzt.

Links hinten ist ja der einzige Huf ohne Hufgeschwüre, die verdreckte weiße Linie spricht für sich. Auf der rechten Seite bei den Trachten ist immer noch ein Tragrandüberstand, den muß ich noch auf Sohlenniveau bringen. Von den Seiten gehört auch ein wenig weg, damit der Huf sich selbst heilen kann.

Rechts vorne finde ich interessant, durch die doppelte Sohle ist die Zehe schwebend. Ich wollte auch ne Art „mustang roll“ anbringen, dabei ging die ganze restliche „Tragwand“ an der Zehe versehentlich weg (war eh kaum was), ich denke aber, das ist nicht schlimm. Der Hufspalt ist gegenüber dem 12. Nov. 2011 wesentlich kürzer geworden, rausgebrochen ist bisher nichts – dahinter befindet sich ja die hohle Wand.

Wichtig ist ja, daß das neue Horn wieder korrekt zum Hufbein nachwachsen kann und nicht durch Wandverbiegungen usw. gleich wieder weggehebelt wird. Daher ist es enorm wichtig für die Zukunkft, daß man die Hufe in Form bringt, so daß „von unten“ kein Druck auf „oben“ ausgeübt wird.

Das Ziel bei all meinen Bemühungen ist, daß Barbie wieder schmerzfrei laufen kann, aber natürlich langfristig, daß sie wieder gesund wird. Auf dem Röntgenbild z. B. rechts vorne (Zoom einschalten) sieht man sehr gut, wie man den Huf korrigieren muß, damit das Hufbein wieder korrekt liegt. Zehe und Trachten kürzen, das kann man nicht von heute auf morgen machen, aber im Laufe der Monate.

Wobei ich gerade feststelle, daß ich die Röntgenbilder falsch datiert habe, letztes Jahr hatte Barbie ja keine hohle Wand vorne rechts.

Die wächst sich raus und fällt eh, sobald die doppelte Sohle weg ist. Was war das für ne Aufregung, die Tierärztin meinte, der Hufschmied muß sofort kommen und „das korrigieren“, weggebrochen ist bisher nichts. Wäre auch nicht schlimm, wenn – viel Aufregung umsonst.

Heute habe ihr Barbie StrahlNiem auf alle vier Sohlen und ihr die Schuhe wieder angezogen; nachdem sie nun so gut mitarbeitet, ist das alles kein Problem. Als wir alle auf die Weide gingen, hat sie vorne links wieder verloren, der paßt einfach nicht mehr.

Das neue Futter kam heute, ich nahm ein wenig mit und mischte es mit Lucerne – beide lieben es, riecht auch sehr gut. Barbie schaut derzeit nicht gut aus, sie schaut genauso krank aus, wie sie ist.

Verdreckt ohne Ende, weil sie sich im Stall auf die Matten legt. Evtl. habe ich morgen Zeit, sie ein wenig sauber zu machen, von alleine geht das nicht mehr weg.

29. November 2011

NHC (Natural Hoof Care) Profi gesucht

Filed under: Allgemein — admin @ 20:17

Nachdem ich Hufpfleger, Hufschmied und Huforthopädin mit Barbie durch habe und die Ergebnisse nicht zufriedenstellend waren, müssen wir nun ausgetretene Pfade verlassen. Ich arbeite ja derzeit nach NHC, die Methode leuchtet ein. Alle, die meinen, es besser als die Natur zu wissen, sind bisher gescheitert.

Barbies Hufe müssen erst mal wieder in Form gebracht werden, so daß sie schmerzfrei gehen kann – nach 4 Monaten ohne Raspeln gibt es ne Menge Horn zu entfernen, sie hat sich ja nichts ablaufen können. Ein Hufbearbeiter macht solange keinen Sinn, bis Barbie wieder schmerzfrei ist und gut mitarbeitet, auch mit Hufbock. Jedes weitere Negativ-Erlebnis macht jede weitere Hufbearbeitung schwieriger, ohne daß es ihr besser geht.

Ich halte nichts von Beruhigungsmitteln, die belasten den Stoffwechsel, mit dem ein Rehepferd eh ein Problem hat. Sie ist schwierig, sie ist kein 08/15-Pferd, sondern hat ständig Schmerzen, aber es geht, wenn man sie motiviert.

Nach Google-Recherche gibt es keinen Hufbearbeiter nach NHC in München, der nächste ist 60 km entfernt. Barbie könnte dann noch bezüglich ihrer Verspannungen behandelt werden, das macht seine Frau – zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Bevor ich Kontakt aufnehme, will ich Barbie aber einigermaßen „in der Spur“ haben.

Zu einem Artikel übers Entwurmen kam ich zufällig auch, sehr interessant.

Heute habe ich den Garten winterfest gemacht, nun muß ich „nur“ noch die Paletten auseinanderhauen, zersägen und die neue Kreissäge aufbauen, dann kann das Auto wieder in die Garage. Ab Freitag soll es ja nass und eklig werden, morgen letzte Chance auf einen Ausritt bei schönem Wetter. Seit ca. 4 Wochen nicht geritten, Nepomuk war so lange nicht alleine draußen, vermutlich zickt er wieder, wenn er alleine gehen muß.

28. November 2011

minimale Fortschritte

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:20

Beide Hafis bekamen heute die Hufe samt Sohlen mit Wasser + EM gewaschen. Bei Barbie sah ich erstmals rechts hinten quasi mit der Lupe Einblutungen in die Sohle, der letzte Beweis, daß sie zumindest an drei Hufen chronische Hufrehe hat. Einzig links hinten wurde wohl weitestgehend verschont, bei dem gab es keine Abszesse, außerdem ist er nicht so auseinandergegangen wie die anderen drei Hufe.

Trotzdem ist bei links hinten nun dringend Bearbeitung angesagt in Sachen Raspeln, damit der nicht auch noch völlig entgleitet. Also erst mal den überstehenden Tragrand an den Trachten auf Sohlenniveau weggefeilt und versucht, seitlich etwas Horn zu entfernen. Das war schwierig, im Stand ging es nicht und ständig aufhalten ist extrem anstrengend – immerhin konnte ich die Zehe etwas kürzen.

Rangierwagenheber geholt und versucht, links hinten draufzustellen – Barbie hat gedroht, so kamen wir also nicht weiter. Also rechts hinten ebenfalls den überstehenden Tragrand abgefeilt, alles sehr mühsam.

Eigentlich wollte ich heute zumindest einen Hinterhuf fertig korrigieren, aber wollen kann man ja viel :-/. Vorne links ein wenig geraspelt, dann Training vorne mit dem Wagenheber. Das klappte heute ein wenig besser, Barbie ließ kurz den Huf drauf, so daß ich zumindest minimalst ein wenig raspeln konnte. Jeder Vorderhuf mußte drei mal drauf, immer wieder zieht sie weg, hält aber den Huf weiter hoch – auch ein kleiner Erfolg.

So nach und nach wird es schon, alle 2 Tage 1 Std. Training können auf Dauer ihre Wirkung nicht verfehlen. Immerhin haben wir beim Huf aufhalten schon eine Erfolgsquote von ca. 80%, sie zieht kaum mehr weg, auch wenn es länger dauert. Das kostet mich immer ne Menge Leckerli als Belohnung, aber besser so, als ein ständiger Kampf, den man letztendlich immer verliert.

Das mit dem Hufbock bekomme ich auch noch mit ihr hin – alles, was ich mir nun sehr mühsam mit ihr erarbeite, gilt dann nur für mich. Kommt ein Hufbearbeiter, der festhält, wenn Barbie wegziehen will, stehen wir schnell wieder bei Null, d. h. es geht nichts mehr. Ich habe schon so oft wieder ganz von vorne mit ihr anfangen müssen, ich will es nicht nochmal machen müssen.

Jemand hat die Rasengittersteine sauber gefegt, der ganze Sand, den wir mühsam aufgetragen haben, ist weg. Auch das Stroh, was ich vorgestern vor dem Aussennetz hinschüttete, ist verschwunden. Da meint es jemand sicher gut, alles prima sauber, für Barbie ist es halt schlecht. Das muß man wissen, morgen hängt meine RB einen Aushang aus mit einer Erkärung.

Barbie bekam ganz zum Schluß die Sohlen nochmals gebürstet, Heilerde drauf und Hufschuhe an.

Nepomuk geht mir derzeit nicht mehr von der Naht, er will Aufmerksamkeit, er will gelobt werden, er will was machen. Er fühlt sich vernachlässigt, obwohl ich ihm natürlich auch öfters was zustecke, ohne daß er dafür was machen mußte. Also gehen wir halt am Mittwoch ausreiten, Barbie kann als Handpferd vorerst noch keine lange Strecke mitlaufen, daher muß sie zuhause bleiben.

26. November 2011

Barbie stagniert

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:33

Heute kam ich nicht besonders weit mit dem Raspeln, es wird nun langsam nötig, daß Barbie den Huf auf dem Bock bzw. Rangierwagenheber beläßt, damit ich die Hufwände am Rand begradigen kann. Das sollte passieren, bevor ich vorne weiter Horn wegraspel, sonst steht sie bald da wie auf Plateu-Schuhen. Hinten gibt es ja noch einiges zu raspeln, links auch, bei dem mE nun auch die weiße Linie gezerrzt ist.

Es gibt noch ne Menge zu tun, packen wir es an – ab Montag :-). Lieber würde ich einen Hufbearbeiter kommen lassen, aber solange sie den Huf nicht auf den Bock stellt, macht das keinen Sinn.

Den Rest Futter aus der kaputten Tonne bekamen beide heute, daher etwas mehr als üblich, dazu jeder eine Birne, Apfel, Kiwi und 2 Mohrrüben. Die einbruchsichere Tonne habe ich aufgestellt und mit Lucerne gefüllt. Den halben Sack Safe & Sound warf ich auf den Misthaufen, das Futter war verschimmelt. Gut, daß ich gestern neues bestellt habe, Lucerne sind allerdings noch genügend da.

Seit langem mal wieder ging Barbie heute freiwillig mit mir und Nepomuk auf die Weide, sie muß sich ja bewegen. Gewälzt hat sie sich, ihr Bauch ist unheimlich dreckig. Auf dem Paddock einer Stallkollegin liegt ein Strohballen, teilweise mit Schimmel, ihre Pferde knabbern dran. Ich habe ne Tüte geholt und vor dem Aussennetz verteilt, weil beide dort immer hinbieseln, seit Sand da liegt. Im matschigen Urin stehen ist nicht gut für die Hufe, daher das Stroh. Am Montag hole ich ne Menge, die Stallkollegin ist froh, wenn es weg ist, hoffentlich tut  sie es morgen nicht auf den Misthaufen.

Beide habe ich dann noch gekämmt und Barbie ein wenig geputzt, da ist aber Hopfen und Malz verloren. Da sie nicht geritten wird, ist mir das nun egal, vielleicht fällt ja im Winter bei Schnee ein wenig Dreck ab.

Mit Barbies Fortschritten bin ich nicht zufrieden, sie läuft zwar besser als die letzten 2 Monate, bewegt sich daher auch etwas mehr, aber entscheidend besser geht es ihr bisher noch nicht. Ihre vier Hufschuhe werde ich morgen reinigen, am Montag bekommen dann beide die Hufe und Sohlen gewaschen. Barbie bekommt Heilerde auf die Sohlen und die Schuhe an für 2 Tage.

Am Mittwoch kann ich hoffentlich mal wieder reiten, Barbies Hufbearbeitung dauert immer ca. 1 Std., mit Nepomuk putzen und Sonstigem sind 2 Std. weg. Da ich im Dunkeln ungerne Auto fahre, muß ich spätestens um halb fünf abfahren, vier wäre besser. Der Winter zzgl. Zeitumstellung geht mir echt auf den Keks, weil es so früh dunkel wird.

25. November 2011

Outfits nun komplett

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 23:25

Gerade wurde mein Barbour Reitsakko geliefert, was ich gebraucht (2x getragen) für EUR 5,05 (!) bei ebay (dazu ne schöne Keramikschüssel für meine Katzen für EUR 1,00, Kombiversand für insgesamt EUR 10,50) ersteigert habe – neu kostet das ab ca. EUR 160,00. Voll schick das Teil mit edlen bronzenen Knöpfen, paßt mir auch wie angegossen. Leider steht nicht drinnen, ob man das waschen kann – das werde ich ergoogeln. Chaps in schwarz aus weichem Leder, nie getragen (da zu klein) habe ich ja auch erbeutet für EUR 20,00 inklusive Versand, dazu mein toller Dressur-Zylinder und wir schauen aus wie Profis *hihi*.

Nun bin ich western- und dressurmäßig voll ausgestattet :-), wenn mir danach ist, ziehe ich das Zeugs auch an – Turniere gehen wir ja keine. Ein Haflinger ist ja vielseitig, von der Statur und Veranlagung her ist Nepomuk eher der sportliche Typ für Dressur und Springen, elegant. Barbie als barocker Hafi eher ein Western-Typ, intelligent, ein Kraftpaket und arbeitsfreudig.

Eine große Tonne, die Barbie ganz sicher nicht aufbringt, habe ich heute geleert (da waren Zuckerrübenschnitzel drinnen) und ins Auto gepackt, dazu das restliche Save & Sound sowie Lucerne. Was Neues habe ich bestellt, Cura-Caballo Lamino-Star, übergewichtig ist Barbie zwar nicht mehr, ihre Muskulatur hat stark abgebaut. Die „Heilerde“ innerlich werde ich zurückfahren und dann einstellen, ebenso das Leinöl (ist eh fast leer). Equipower Biotin bekommen beide weiter, MeboSyn wird abgesetzt.

Damit ist die Fütterung demnächst einfach, sie brauchen eh nicht täglich Zusatzfutter, 5x pro Woche reicht völlig.

Nepomuks Mauke ist so gut wie abgeheilt, er scheuert auch nicht mehr ==> gesundes Pferd :-).

Meine RB berichtet gerade, Barbie wollte sich mit Nepomuk heute aus dem Stall drängeln, das hat sie schon sehr lange nicht mehr versucht. Es scheint ihr täglich besser zu gehen, morgen wird wieder geraspelt. Täglich lese ich Neues nach über Hufbearbeitung, Priorität hat erst mal, Barbie nach ihrer langen Leidenszeit schmerzfrei zu bekommen. Das sollte bei einem so schwer kranken Pferd eigentlich erstmal immer das Wichtigste sein – aber gut, jeder hat eine andere Philosophie.

Wenn sie wieder laufebn kann und will, kann ich sie bewegen und etwas gegen die Ursache ihrer Hufrehe tun, das Metabolische Syndrom. Ihr Kammfett ist zwar gut geschrumpft, aber noch lange nicht weg – das geht nur mit Bewegung. Dazu eine optimale Hufbearbeitung, davon sind wir noch Meilen entfernt, ich versuche, sie soweit zu bringen, daß sie wieder schmerzfrei gehen kann. In Sachen Hufbeinrotation ist da nix gemacht, dafür bin ich nicht qualifiziert. Immerhin läuft sie nach meiner Behandlung stetig besser, bei „Fachleuten“ was das selten der Fall.

Barbie gibt ja auch Feedback auf ihre jeweiligen Hufbearbeiter, wenn der das nächste Mal an ihre Hufe will. Egal, ob es der Hufpfleger, der Hufschmied oder die Huforthopädin waren, ihr ging es nach der „Hufpflege“ meist schlechter als vorher und mit jedem weiteren Termin wurde sie immer „bockiger“.

Das verwundert nicht, nachdem mir ein Mal ein Zehennagel gerissen wurde ohne Betäubung, war ich auch bockig, als der Kinderarzt das nächste mal meinte „der muß gerissen werden.

Bei mir macht sie gut mit, weil sie merkt, daß ich ihr helfe, den Schmerzpegel zu senken. Das dauert zwar, immer ein bißchen, ich mache es nicht optimal – aber ich mach immerhin etwas, das ihr hilft.

So kann man Vertrauen aufbauen, was enorm wichtig ist, damit sie mitarbeitet – ohne kann  man ihr nicht helfen. Wenn man bei Barbie verschissen hat, weil sie nach der Hufbearbeitung mehr Schmerzen hat als vorher, läßt sich nach nicht mehr „reparieren“.

Ich werde mir für Barbie einen Hufbearbeiter suchen, der nach NHC arbeitet und alle 6 – 8 Wochen kommt, zwischendurch mache ich kleinere Korrekturen selber. Vom Prinzip her habe ich verstanden, was getan werden muß, mit dem Hufmesser möchte ich aber nur im Notfall arbeiten müssen.

24. November 2011

Spaziergang mit Barbie (!) und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:36

Um zwei war ich im Stall, Barbie lag in der Box auf den dreckigen Matten (dementsprechend schaut sie aus), sie stand aber gleich auf. Heute habe ich wieder beide Vorderhufe geraspelt, dazu noch den rechts hinten, weil der auch immer weiter auseinander geht (gezerrte weiße Linie). Barbie ließ sich alles brav gefallen, das waagrechte Feilen sorgt natürlich dafür, daß oberhalb ein Hornüberstand bleibt, denn ich aber nur wegraspeln kann, wenn sie den Huf auf den Bock stellt.

Wichtig ist erst mal, die Wandverbiegungen, die ihr Schmerzen bereiten, zu entfernen. Vorne rechts bin ich bei der Zehe quasi an der Kante der doppelten Sohle, an den Seiten dauert Raspeln länger, weil es da ja viel mehr Horn zu entfernen gilt. Man kann sehen, daß ich verbogenen Seitenwände fast schon beseitigt habe, in sich stimmig ist der Huf aber erst, wenn alles bis zur Sohle zurückgesetzt wurde.  Links vorne geht auch gut voran, an der Zehe muß noch was weg, einiges an der Seite natürlich auch.

Training mit dem Wagenheber gab es auch, Barbie ließ die Vorderhufe immerhin mal kurz drauf, so daß ich alibimäßig mit der Raspel ein-/zweimal drüber fahren konnte. Das dauert halt, bis sie da sicher mitarbeitet; wenn es klappt, sind die Hornüberstände schnell weggefeilt.

Nepomuk war heute ziemlich aufdringlich, hat ständig gebettelt, so ne Nervensäge. Wenn ich bei Barbie was mache, stellt er sich daneben, hebt sein linkes Bein im Stile des spanischen Schritts, um eine Belohnung zu kassieren. Ganz doof ist er auch nicht *g*, er weiß schon, wie er mir was rauslocken kann.

Nachdem ich noch Zeit hatte, weil ich die Pferde nicht geputzt habe, beschloss ich, beide wieder mit zum Grasweg zu nehmen. Sie durften das gefrorene Gras fressen, ich fror mir eine 1/2 Std. lang Finger und Zehen ein trotz Handschuhen und Winterstiefeln.

Am Ende des Grasweges bog ich links mit beiden ab, Barbie ging brav mit. Nepomuk meinte, nervös sein und den Kaschperl geben zu müssen, er bekam ne sachte Ansage, damit er sich einbremst.

Barbie läuft nicht, wenn sie nicht kann, heute konnte sie *freu* – endlich ist sie auf dem Weg der Besserung. Den Schotterweg zurück zum Stall lief Barbie auf dem grasigen Seitenstreifen, Nepomuk auf dem Schotter – wir gingen das in einem Zug durch. Barbie muß wieder laufen, auch wenn es noch ein wenig weh tut, nur dadurch wird der Huf durchblutet. Alles ohne Hufschuhe, sie braucht keine mehr, ich arbeite ja nun an ihren Hufen.

Am Stall zurück, muußte Barbie über die Schotterstraße gehen, das wollte sie nicht, also ließ ich sie stehen und buchtete Nepomuk ein – Barbie kam freiwillig vorsichtig hinterher.

Seit Ende April 2011 (mein letzter Ausritt mit ihr) der erste Spaziergang mit Barbie, wo sie auf Anweisung auch mitläuft. Bei den Terminen mit der Huforthopädin mußten wir mehrere Minuten mit ihr kämpfen, damit sie überhaupt 2 – 3 Schritte auf dem Paddock macht. Was Barbie Schmerzen hatte, kann man sich gar nicht vorstellen :-(.

Dank mir ist sie nun endlich auf dem Weg der Besserung, hätte ich nicht eingegriffen, wäre sie vermutlich bald „erlöst“ worden. Es war wohl Schicksal, daß sich Barbies Zustand trotz alle 2 Wochen Huforthopädin ständig verschlechterte und ich daher anfing zu forschen, wie ich Barbie helfen kann. Normalerweise würde ich nie selber Hufbearbeitung machen, schon gar nicht bei einem solchen Problemfall wie Barbie – aber bevor sie eingeschläfert wird, muß ich alles versuchen.

Wenn ich mit Barbies Hufen fertig bin, kann sie wieder mit Nepomuk über die Schnee bedeckte Weide galoppieren. Gesund sind ihre Hufe frühestens in 2 Jahren, wenn sie keinen Reheschub mehr bekommt – zwei mal müssen sie komplett runterwachsen.

Wir stehen noch nicht mal am Anfang der Behandlung in Sachen Hufbeinrotation, es gilt erst mal, Barbie schmerzfrei zu bekommen.

23. November 2011

Verbogene Hufwände

Filed under: Allgemein — admin @ 20:24

Bisher habe ich immer von Hornüberschuss oder Wandüberstand geredet, korrekt hätte es „verbogene Hufwände“ heißen müssen. Was genau das bedeutet, wird hier sehr gut erklärt. Es bedeutet daß das „Auseinanderziehen oder gar die Trennung der weißen Linie passiert ist und die Hufwand an dieser Stelle nicht mehr am Hufbein befestigt ist.“. „Verbogene Wände sind schmerzhaft. Die Hufwand ist eine Art Fingernagel und ist durch dasselbe starke aber sensible Material am Knochen befestigt wie unsere Fingernägel – Sie können die Streifen Ihrer eigenen Blättchenschicht durch Ihre Fingernägel sehen. Wandverbiegungen beim Pferd fühlen sich in etwa so an als wenn Ihre Nägel abgezogen werden. Laminitis (Entzündung der weißen Linie) ist so schmerzhaft für das Pferd, daß es die typische „Rehe-Haltung“ annimmt.

Als Kind, ca. 1975, hatte ich mal einen eitrigen Zehennagel, der Kinderarzt meinte „das haben wir gleich“ – ohne lokale Betäubung hat er ihn rausgerissen. Das waren unheimliche Schmerzen, später hatte ich noch ein paar mal Probleme mit Zehennägel, ich habe aber nicht mehr zugelassen, daß mir ein Nagel gezogen wird.

Bei Barbie hat es durch die Hufrehe ja nicht nur die vordere Hufwand verbogen (Hufbeinrotation), sondern bei den Vorderhufen auch die Seitenwände. Schwer vorstellbar, was ihr das für Schmerzen verursacht haben muß – kein Wunder, daß sie seit Wochen kaum mehr laufen kann.

In der Natur würden die Überstände irgendwann von selbst wegbrechen, bei einem Hauspferd muß man die zu langen Wände bis zum Sohlenrand kürzen und die Eckstreben auf Sohlenniveau halten.  Nichts anderes tue ich seit 10 Tagen, alles mit der Zange runterbrechen traue ich mich nicht.

Heute lief Barbie etwas mehr als üblich und ein wenig entspannter. Die oben zitierte Seite kannte ich da noch nicht, habe daher nur rechts hinten die Zehe ein wenig zurückgesetzt. Nachdem ich nun weiß, daß ich ganz sicher auf dem richtigen Weg bin, werde ich nun täglich raspeln, bis erstmal fast zum Rand der doppelten Sohle. Von der ist heute bei einem Vorderhuf bereits ein Stück weggefallen, ich muß Gas geben. Ich habe mal mit rot eingezeichnet, was links und rechts vorne noch alles weg muß, nicht gerade wenig.

Barbies Besitzerin rief gerade an, sie hat mit einem Hufschmied telefoniert und ihm Barbies Probleme geschildert. Eine Ferndiagnose kann er natürlich nicht stellen, ansonsten hat er dasselbe gesagt, um was ich mich bemühe: die verbogenen Hufwände müssen weg, der Huf muß wieder in Form gebracht werden.

Weideeingang, Treibgang, Paddock und Stall habe ich abgemistet, beim Schubkarrn rausfahren kam Nepomuk hinterher und wer nahm sofort Kurs auf den Ausgang? Barbie :-), das hat sie schon sehr lange nicht mehr gemacht. Zeit für einen Spaziergang hatte ich heute aber nicht, noch Heu und Stroh „organisiert“ und gefahren.

 

22. November 2011

Gras-Ausflug für Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein — admin @ 19:40

Barbie machte heute wieder gut mit beim Raspeln, auch Huf hochhalten oder mir auf den Oberschenkel legen, während ich sitze, klappt immer besser. Der seitliche Wandüberstand wird nach und nach weniger, trotzdem dauert es noch, bis ich ihn vollständig beseitigt habe und die Seitenwände wieder gerade sind. Im Vergleich zum 12. Nov. 2011 habe ich schon einiges weggebracht, aus dem Elefantenfuß wird wieder ein Pferdehuf :-).

Auch links vorne geht es voran, an den Hinterhufen mache ich erst was, wenn ich vorne mit mit allem fertig bin, auch mit der Feinarbeit. Rechts hinten hat Barbie mE auch eine doppelte Sohle ausgebildet, in dem Huf  ist/war ebenfalls ein Geschwür, hinten links ist die weiße Linie „nur“ gezerrt.

Mit dem Rangierwagenheber habe ich heute mal wieder geübt, ich hatte den noch gar nicht plaziert, da hob Barbie schon den Huf hoch – braves Mädchen :-). Ich stellte ihr für 10 Sek. den linken Huf drauf, alles easy, kein steifes Bein, kein Wegziehen, ich stellte ihn wieder runter, großes Lob. Rechts dasselbe, als ob sie damit noch nie ein Problem gehabt hätte.

Mir scheint, ihr geht es langsam besser, sonst würde sie nicht so gut mitarbeiten, selbst wenn eine Belohnung in Aussicht steht.

Beide bekamen Halfter drauf, Nepomuk führte ich raus und wartete, Barbie kam sofort hinterher, ich nahm sie auch an den Strick. Die Pferde durften Gras fressen, wir gingen zum Grasweg, Barbie hat geschnaubt vor Glück und trabte gar kurz an – das erste Mal seit über 8 Wochen!

Mit den zwei grasenden Büffeln am Strick gingen wir langsam bis zum Ende des Grasweges, auf dem weichen Gras lief sie völlig problemlos (ohne Hufschuhe).Ich hatte ein wenig zu tun, die zwei grasenden Hafis im Umkreis ihrer Stricke zu halten, es ging ja nur darum, daß sie nicht das Feld des Stallbesi betreten.

Umdrehen, alles wieder langsam grasend zurück, 3/4 war geschafft, da kam meine RB samt ihrer Freundin mit Arabella, einer Stute aus der Nachbarsgruppe, an. Sie nahmen Nepomuk mit, Barbie hat das nicht interessiert.

Ca. 1 Std. war ich mit beiden draußen, ich hoffe, das gibt Barbie etwas Auftrieb, mehr zu laufen. Sie muß sich mehr bewegen, selbst wenn es nur langsam ist, dafür braucht sie natürlich eine Motivation. Der Grasweg bietet sich an, Gras ist ja ihr ein und alles. Der Huf wird nur durchblutet, wenn sie läuft, durch Stehen wird sie die doppelten Sohlen nie los.

Ich werde mir dafür Zeit nehmen, Barbie öfters rauszunehmen, selbst wenn es nur zum Grasen ist. Auf Nepomuk hocke ich mich drauf ohne Sattel, Barbie geht als Handpferd mit.

Barbie kam wieder in den Stall, meine RB hat derweil Nepomuk auf dem Platz mit Arabella laufen lassen, später kam noch Willi dazu (aus einer anderen Gruppe). Nepomuk hat es anfangs gefallen, endlich mal wieder mit anderen rennen, als ich einige Zeit später dazu kam, hatte er geschwitzt und wollte mit mir heimgehen. Das Leben ist kein Wunschkonzert :-), er mußte bleiben und weiter laufen.

Ich denke, mit Barbie geht es nun endlich bergauf, ich werde weiter fleissig feilen. Bisher ja nur waagegerecht, für senkrecht muß der Huf auf den Wagenheber. Das ist dann die Feinarbeit, die zum Schluß kommt.

An der Zehe raspel ich auch immer ein wenig was weg, die kann man kürzen bis zur Sohle. Das mache ich aber nicht, mein Augenmerk liegt darauf, die seitlichen Wandüberstände zu beseitigen. Eine gute Seite dazu habe ich gerade gefunden, bei Barbie schaut es nicht so arg aus. In Sachen Hufbeinrotation mache ich nichts außer Zehe kürzen, damit Barbie besser abrollen kann. Ich schneide natürlich auch nicht mit dem Messer rum, versuche lediglich, Randüberstände an den Trachten auf Sohlenniveau zu halten.

21. November 2011

unglückliche Kaninchen

Filed under: Allgemein — admin @ 19:31

Vor 8 Tagen habe ich Max und Schneewittchen in den Keller einquartiert, den nicht gerade kleinen Käfig aufgestellt und ihnen einen Auslauf, ca 20 qm eingerichtet, größtenteils mit Teppich ausgelegt. Die Käfigtüre blieb immer offen, sie gingen aber nicht raus, also habe ich nach 3 Tagen das Gitter abgenommen. Es gab Streit, wer sich im Heutunnel verstecken darf, die Bodenschale verlassen haben sie nicht. Also habe ich beide rausgesetzt zum Saubermachen, Max ist sofort wieder zurück gesprungen, Schneewittchen auch, nachdem sie sich ein wenig orientiert hatte.

Mit Barbies Besitzerin, von der ich die zwei Kaninchen habe, Rücksprache gehalten, sie meinte, jeden Tag aus dem Käfig heben, sie kapieren schon irgendwann, daß man draußen auf dem Teppich gut rumhoppeln kann. Ich also beide täglich ein mal rausgehoben, Max kennt wohl keinen Teppichboden, er sprang sofort wieder ängstlich in die Schale zurück. Schneewittchen kennt das schon, sie war ja lange Jahre ein Stubenkaninchen, was gelegentlich mal in der Wohnung laufen durfte.

Ich habe versucht, Grünfutter nur draußen hinzulegen als Anreiz, daß sie rausgehen – nix. Beide haben Angst im Keller, wollen sich im Heutunnel verstecken, gestern machte ich also wieder das Gitter drauf und deckte sie ab.

Der Käfig ist zwar groß, aber nicht riesig; wenn sie Angst haben, den zu verlassen, ist das ein Problem. Sie hätten es wirklich schön im Keller, keine Minusgrade und 20 qm Auslauf – aber sie nehmen das nicht an.

Also habe ich beide heute in den Katzenkorb verfrachtet, Max hat sich total gewehrt, ihn mußte ich aus dem Heutunnel rausschütteln, und in den Garten verfrachtet. Glücklichere Kaninchen hat man noch nicht gesehen, Freudensprünge haben sie gemacht :-).

Max sprang den ganzen Nachmittag glückselig im Freigehege rum Schneewittchen hat derweil den Stall nach ihren Vorstellungen neu gestaltet, zwischendurch lief sie auch draußen rum.

Ich lasse sie nun draußen, bis es schneit, ihren Stall haben wir ja gut isoliert mit Dämmplatten. Sie sind draußen einfach glücklicher, selbst wenn sie nur im Stall sind. Der ist größer als ihr Käfig, da er ja noch einen 1. Stock hat, außerdem können sie graben.

Sie sollen sich wohlfühlen, im Keller hätten sie ideale Bedingungen, weil es nicht so kalt wird in der Nacht, aber sie sind nicht glücklich dort. Für mich zwar ein Mehraufwand, weil wenn ich von den Pferden komme, ist es meist dunkel, im Garten habe ich kein Licht – aber gut, das nehme ich gerne in Kauf.

Wenn es schneien sollte, werde ich ihren großen Stall aus dem Garten in den Keller tragen, mit dem klappt es evtl. besser als mit der Bodenschale.

Heute nahm ich mir die Zeit, um endlich mal die Küche komplett zu putzen, eigentlich wäre wieder Hufe raspeln bei Barbie angesagt gewesen. Ich frag mich, wie ich das früher geschafft habe mit Halbtagsjob, Haushalt und Hunden, die täglich insgesamt mindestens 3 Std. Gassi geführt werden mußten. Aber gut, da hatte ich einen Freund, der mich unterstützt hat, heute muß ich mich um alles alleine kümmern. Ich kann mich nicht beschweren, ich habe heute ein schöneres Leben, ich bin quasi selbständig.

20. November 2011

Randale in der Futterkammer

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:38

Wir haben zwei Schlösser an der Türe zur Futterkammer, dazu einen Drehknopf zum Öffnen. Jemand hatte die Schlösser heute nicht zugemacht, Barbie kann den Drehknopf öffnen. Die Deckel der Futtertonnen muß man seitlich drehen, bevor man sie abnehmen kann – auch das beherrscht sie.

Als ich kam, teilte mir der Isi-Besitzer mit, er hätte gerade die Türe geschlossen, die Hafis hätten ein Chaos angerichtet. Meine Tonne mit Safe & Sound, ein spezielles Futter für Rehepferde aus England, war umgeworfen, den Deckel haben sie ein wenig zertreten. An das Futter kamen sie aber nicht ran, weil ihre Schüsseln drauflagen und nicht beim Umstoßen rausfielen. Die Tonne mit den Heucobs war ohne Deckel, die sind aber nicht sonderlich beliebt.

Es gibt noch eine Tonne mit uraltem Müsli, die war umgeworfen. Wieviel da drinnen war, weiß ich nicht, nun ist kaum mehr was übrig. Eimer umgeschmissen und runtergeworfen, Mistgabel und diverse andere Gabeln am Boden verstreut.

Aufgeräumt war schnell, für Barbie ist Müsli halt gar nichts, schon gar nicht in großen Mengen. Ich vermute, beide haben ziemlich zugelangt, eine Kolik bekamen beide nicht, immerhin. Ich werde das alte Müsli demnächst entsorgen und mir neue, mäuse- und einbruchsichere Futtertonnen besorgen, deren Deckel Barbie nicht mit der Nase abdrehen kann.

Barbie ist ja unheimlich intelligent, Nepomuk weniger *g*, sie kann auch das Eingangstor öffnen, wir werden es nun wieder zubinden müssen. Wenn sie Hunger hat und wieder einigermaßen laufen kann, sind beide schnell mal draußen Wobei das derzeit nicht gefährlich ist, keine Wintergerste, die sich sich reinhauen können, sie würden halt sämliches Gras in der Umgebung fressen. Da das durch Bodenfrost in der Nacht quasi keine Nährstoffe mehr enthält, auch kein Fruktan, ist das für Barbie ungefährlich.

Das mit der Strahlfäule hat sich GsD nicht bestätigt, schaut auf dem Foto nur so aus, ist wohl Sand. Drei Hufschuhe zog ich ihr heute aus, einen fand ich ganz am Ende der Weide. Sie bekam auf alle vier Sohlen samt Strahl StrahlNiem drauf und keine Schuhe mehr an. Die doppelten Sohlen müssen ja irgendwann mal abfallen, das gelingt nur durch Abnutzung.

Mir ist jetzt auch eingefallen *g*, wieso Barbie keinen Huf auf den Bock stellt. Ihre Sohlen haben ja kein Gewölbe durch die doppelten Sohlen, da gibt es nichts, was einem Huf auf dem Bock Halt geben könnte. Vergleichbar kann man seinen eigenen Fuß mit Schuh auf einen Hufbock stellen, da der keinen Halt hat, muß man den Fuß ständig halten und ausbalancieren, um nicht seitlich runterzufallen.

Heute lief wie ein wenig entspannter als gestern, den Druck auf die doppelte Sohle habe ich heute nochmals erhöht, da sie keine Schuhe mehr anbekam. „Tragrand“ ist ja kaum mehr vorhanden, nach dem nächsten Raspeln gar keiner mehr. Wenn sich die doppelte Sohle nicht natürlich entsorgt, nachdem ich fertig bin mit Raspeln, werde ich einen Hufbearbeiter holen, der die entfernt.

Bisher ist die ja ein guter Schutz, die Natur hilft sich selber. Wichtig ist vorerst, daß ich die Wandüberstände entferne, was danach angesagt ist, entscheide ich, wenn es soweit ist.

Grundsätzlich leuchtet ein, daß bei einer Hufbeinrotation das Hufbein langsam wieder parallel zur Hufwand gestellt werden muß, d. h. kurze Trachten (die hat Barbie eh, weil sie die Zehe entlastet, die dadurch weggeschnabelt ist) und eine gekürzte Zehe. Die Hufwand sollte man längs nach Natural Hoof Care nur im unteren Drittel beraspeln, mehr würde den Hufbeinträger zu stark belasten. Neues Horn wächst ja parallale zum Hufbein runter, es geht nur um das alte nach dem Knick (Reheschub). Das muß man so bearbeiten, daß das Pferd möglicht schmerzfrei ist, was natürlich nicht heißt, daß es wieder gesund ist, wenn es normal läuft.

Auffällig ist ja, daß Barbie, wenn sie bereits „angeschlagen“ war, nach dem Ausschneiden, wo man ihr an der Sohle rumgeschnitzt hat, schlechter gehen konnte als vorher. Normalerweise sollte das Pferd nach der Hufbearbeitung besser laufen als vorher, sonst hat man einen Fehler gemacht. Bei Barbie wurden viele Fehler gemacht, jeder hat so seine Methode – ich habe keine. Ich mache das, was nötig ist, damit der Huf sich selbst heilen kann – an der Sohle rumschneiden gehört nicht dazu.

Gesund ist das Pferd, wenn der Huf zwei mal komplett neu nachgewachsen ist, es keinen Reheschub hatte und man ansonsten alles korrekt gemacht hat. Bis dahin hat Barbie chronische Hufrehe, wobei man die Ursache natürlich auch nicht vergessen darf.

Aktionen wie heute, wo Barbie sich möglicherweise kiloweise Müsli einverleibt hat, tragen sicher nicht zur Gesundung bei, ebenso wenig Heulage.

Nepomuk war ziemlich satt, als ich heute kam, Barbie nicht ganz – das läßt hoffen, daß sie nicht so viel abbekam.