30. Dezember 2011

meine Katze Mucki ist verschwunden :-(

Filed under: Allgemein — admin @ 20:02

Mittwoch Nacht bin ich noch lange bei ihr gesessen, ab gestern früh war Mucki verschwunden. Normalerweise ist sie ja tagsüber viel in den Nachbarsgärten unterwegs, daher machten wir uns erstmal keine großen Sorgen. Abends kam sie nicht wie üblich nach Hause, heute haben wir die ganze Gegend abgesucht und bei Nachbarn gefragt – leider ohne Erfolg. Sogar an den S-Bahn-Gleisen habe ich geschaut, obwohl sie schon lange nicht mehr so weit weg geht.

Daß sie irgendwo eingesperrt wurde, kann ich mir nur schlecht vorstellen, eher, daß sie sich verkrochen hat und dort stirbt oder gar schon tot ist. Daß sie nochmals lebend auftaucht, wage ich nicht zu hoffen, das wäre fast ein Wunder. Immer wenn ich rausgehe, denke ich, sie wird gleich angelaufen kommen wie die ganzen letzten Jahre auch – aber sie kommt nicht.

Schlimm, wenn man nicht weiß, was mit seinem Tier passiert ist, ich hätte sie lieber im Garten beerdigt wie die anderen auch. Es war ein schweres Jahr für mich mit viel Tod – so wie es begonnen hat, so endet es leider auch.

Ich denke, ich werde zwei überzählige Katzenbabies (Geschwister, Kater) aufnehmen, wenn es sich ergibt. Barbies Besitzerin hat ja viele Kontakte zum Tierschutz in Tirol, auf dem Land gibt es immer ne Menge Katzen, die keiner will. Gismo ist ja nun bald 10 Jahre alt, er hätte sicher gerne Spielgefährten. Die Kleinen werden es am Anfang natürlich schwer haben, Gismo ist ja ein Riesenkater und dazu noch ziemlich grob.

Als er hier als Baby einzog, wurde er von Merlin „erzogen“, der genauso grob war. Nur war Merlin ne halbe Portion, als Gismo groß wurde, war er ihm weit überlegen. Trotzdem haben die beiden gerne zusammen gespielt, Merlin wurde durch den kleinen Gismo fit gehalten.

Gismo bekommt es mit zwei Kleinen zu tun, die werden ihn auf Trab halten, dann kehrt wieder etwas mehr Leben in die Bude ein :-). Katzen sind nicht so gut geeignet, Weibchen mögen keine groben Kater. Mucki und Mouse-House hatten immer Angst vor Gismo, dabei wollte er nur spielen.

Barbies Showhalfter kam heute, allerdings ohne Quasten (und Kehlriemen), habe mir edle Handgefertigte dazu gekauft :-). Das Halfter ist brutal, dünne Kordel über der Nase, dazu die Kette. Aber gut, Barbie und Nepomuk zusammen sind schwer zu führen, weil sie genau wissen, daß sie nur ein mal ordentlich anreißen müssen, um frei zu sein.

Der nächste Versuch macht klug, das tut Barbie dann ordentlich weh – sie wird sich das merken. Nepomuk bekommt die neue weiß/grüne Showtrense, für die habe ich auch Quasten gekauft. Beim Nasenteil muß ich was improvisieren, eine Kette dafür habe ich. Er kennt so brutale Sachen nicht, alleine ist er ja auch stets brav, nur wenn Barbie dabei ist, meint er, sich aufspielen zu müssen.

Ich denke, beide werden schnell kapieren, daß wenn sie ne Kette tragen, Losreißen keine gute Idee ist.

Das alte Jahr klingt aus, für morgen habe ich mir 20 Raketen gekauft :-).

Für das neue Jahr wünsche ich mir, daß alle gesund bleiben, ich auch. Ich wünsche mir, daß Barbie nicht mehr krank wird. Ich hoffe auf schöne Ausritte mit Nepomuk und Barbie und auf fetzige Galoppaden :-). Einen Wanderritt werden wir 2012 noch nicht machen können, selbst wenn Barbie wieder reitbar ist, heißt das nicht, sie ist gesund. Bis ihre Hufe korrekt runtergewachsen sind, dauert es sicher noch 4 – 5  Monate, danach weitere ca. 8 Monate für ein komplettes Durchwachsen. Erst wenn das ohne erneute Wandrotation geschafft ist, kann man davon sprechen, daß Barbie gesund und wieder voll belastbar ist.

Vielleicht klappt es im Herbst mit einer Woche Urlaub mit den Pferden in Tirol, ich würde Barbies Besitzerin gerne dazu einladen. Sie ist ja über 70 Jahre, sie hatte schon lange keinen Urlaub mehr und sie liebt die Hafis. Einen Bauernhof habe ich schon ausgekuckt, evtl. wollen meine RB Ch. und ihre Freundin auch mit. Reiten ist dort für Hausgäste auf deren Hafis kostenlos, ich muß halt mal fragen, ob ich auch zwei mitbringen kann. Die Mädels hätten sicher ne Riesengaudi, Barbies Besitzerin könnte auf einem hauseigenen Hafi mit Gebiß reiten (das ist ihr wichtig, ich lehne das ab), Barbie könnte auch mal ne Stunde mit mir als Reiter mitgehen.

Ich wünsche mir ein paar schöne Touren mit meinem Motorrad, dieses Jahr hat es ja wieder nicht geklappt. Und daß ich öfters mal nach Berlin fahren kann in meine schöne Ferienwohnung.

Nachdem ich die Hafis übernahm, war ich nicht mehr beim Wanderreiten in anderen Ländern. 2012 werde ich mir wieder mal eine Woche gönnen mit täglich 4 – 5 Std. im Sattel, Lagerfeuer und Vollpension.

29. Dezember 2011

Hufpflege statt Reiten

Filed under: Allgemein — admin @ 19:55

Reiten ging sich gestern zeitlich nicht aus, weil ich erst kurz nach zwei im Stall war. Beide bekamen die Hufe gewaschen und später das neue Huföl auf die Hufwand. Nepomuk hatte sich hinten links wieder nen Zacken gelaufen, ich habe es repariert. Wenn ich das nächste Mal Huf-Festiger verwende, bekommt er das auch auf den Tragrand. Einen Mustang-Roll habe ich immer noch nicht bei ihm angebracht, aber gut, er ist auch kein Notfall. Raspeln ist allerdings bei ihm inzwischen auch angesagt, die letzte Hufbearbeitung liegt ja inzwischen 8 Wochen zurück. Für einen aufgehobenen Huf nehme ich nun die neue Raspel, die alte, wenn er am Boden steht.

Von Barbies Sohlen habe ich gestern neue Fotos gemacht, um den Überblick zu behalten. Rechts vorne drückt die innere Eckstrebe die Hufwand nach außen, auf die Schnelle bekomme ich aber keinen Hufpfleger, ist ja gerade Urlaubszeit. Selber schneide ich nicht, habe ich heute beschlossen, das ist zu gefährlich. Ich könnte abrutschen und Barbie irgendwo schneiden oder mich selbst verletzen, das Risiko ist zu hoch. Ansonsten ist der Huf auf einem guten Weg, seitlich muß noch ein wenig weg sowie einiges an der Zehe Richtung außen. Die Seitenwände sind einigermaßen gerade (rote Linien), jedenfalls bis zum „Tragrand“. Darüber steht noch Horn, es dauert, bis ich das so nach und nach weg habe.  Grün eingekastelt ist die hohle Wand, gelb eingekreist die Sohle darunter. Die Hufwand reicht an der Zehe genau da, wo die hohle Wand ist, nicht bis zum Boden, Barbie rollt auf der Sohle ab.

Links vorne schaut soweit auch ganz gut aus, die äußere Eckstrebe hebelt die Wand weg, das muß korrigiert werden. Die Zehe kann ich wieder etwas kürzen, an den Seitenwänden muß noch einiges weg. Immer noch ein Schnabelhuf auf den ersten Blick, die Winkel stimmen aber. Die Wände begradigen, mache ich so nach und nach, Hauptsache, das neue Horn kann korrekt am Hufbein nachwachsen.

Die Krater sind vorne wesentlich kleiner geworden, die Wände gehören bis zur Sohle weggeraspelt. Tragrand kann man das, was bei Barbie nach den Kratern/Furchen kommt, ja nicht nennen, weil die weiße Linie zerstört ist.

Rechts hinten gefällt mir gar nicht, vermutlich ein Abszess im Bereich der Zehe, gezerrte weiße Linie. Hinten raspeln ist schwierig, normal gehört die Zehe sofort bis zur Sohle zurückgesetzt. Barbie hat ja bei dem Huf auch eine Wandrotation, genauso wie an den Vorderhufen. Gestern habe ich ein wenig von der Zehe weggeraspelt wie in letzter Zeit auch, das reicht aber bei weitem nicht. Der Sand dürfte nun ja wieder aufgetaut sein, mit dem als Unterlage geht es einigermaßen. Ich muß morgen wohl eine Sonderschicht einlegen, dazu Samstag und Montag.

Links hinten
geht einigermaßen, droht aber, aus dem Ruder zu laufen.

Rechts hinten hat Priorität, bei allen anderen Hufen mache ich wie bisher immer ein bißchen was. Barbie hat schöne weiße Sohlen, kaum totes Horn dran, das läuft sie sich wohl immer runter. Alles in allem werden ihre Hufe immer besser, in den 8 Wochen, seit ich sie bearbeite, habe ich schon viel erreicht. Bis Ende Januar möchte ich ihre Hufe so weit haben, daß sie in Balance sind und die Selbstheilungskräfte einsetzen können, d. h. Wände begradigt und bis zur Sohle zurückgesetzt, symmetrische Sohlen mit einem möglichst optimalen Abrollpunkt, korrekte Zehen-/Fessel/Trachtenachse.

Hufpflegerin Elisabeth werde ich am Montag anrufen, ihr mein Problem erklären und fragen, ob sie kommen kann. Sie soll nur die Eckstreben schneiden, damit die Hebel weg sind, außerdem die Strahlfurchen, damit ich die besser sauber halten kann. Das geht zwar auch ohne, den Dreck und Steine, die sich dort festsetzen, bekomme ich raus.Der Strahl hat ja tragende Funktion, eigentlich bei jedem Pferd, bei Barbie besonders. An dem muß man nichts schneiden, durch die Belastung wird er sehr gut durchblutet und „erneuert“ sich daher sowieso ständig.

Barbie kam mit Elisabeth immer ganz gut aus, also keine schlechten Erinnerungen. Raspeln mache weiter ich, Barbie muß nur ein bissi Huf heben, das wars. Keine 1,5 Std. Kampf, sondern nur Eckstreben ausschneiden, das geht schnell – natürlich zahle ich trotzdem den vollen Preis.

Ich denke, mit Elisabeth zusammen bekomme ich Barbie wieder hin, ganz ohne Beruhigungsmittel. Barbie arbeitet gut mit, hebt gerne die Hufe und zieht kaum mehr weg. Vorne muß man sie halt öfters mal abstellen lassen, sie hebt dann gleich freiwillig wieder hoch. Wenn man auf sie eingeht, spielt sie super mit. Ich halte nie dagegen; es gibt nur eine verbale Ansage, die hilft meistens. Es gibt keinen Kampf mehr, wenn sie absetzen will, dann ist das ok – gibt halt keine Belohnung. Beide möchten natürlich immer eine haben, ich bin da nicht sparsam, ohne Huf(bearbeitung) kein Pferd.

Selbst Barbie mit einem Trauma aus ihrer Jugend, ihrer schweren Erkrankung und der ganzen schmerzhaften Hufbearbeitung die letzten 1,5 Jahre kann man wieder soweit bringen, daß sie wieder Vertrauen aufbaut und mitarbeitet. Es ist ein langer und mühsamer Weg, aber wir werden es schaffen.

Mein neuer Holzschlitten kam heute, habe den günstig für EUR 23,00 inkl. Versand bei ebay erbeutet. Jetzt fehlt nur noch das Paket vom Krämer und Schnee, dann kann es losgehen mit Skijöring :-).

27. Dezember 2011

Mucki frißt nicht mehr :-(

Filed under: Allgemein — admin @ 19:48

Meine Katze Mucki frißt kaum mehr, seit April 1995 habe ich sie, ich vermute, es geht langsam mit ihr zu Ende. Traurig, aber jeder muß sterben, wir auch. Mucki wurde auf einem Reiterhof geboren, sollte getötet werden, eine Reiterin nahm die ganzen Katzenbabies daher mit. Ich las die Zeitungsanzeige, fuhr nach Erding und nahm Mucki mit. Sie wurde nie eine Wohnungskatze, lebte lieber draußen – bei uns konnte jede Katze schon immer so leben, wie sie wollte. Im Keller (Katzenklappe) hatte sie stets ein trockenes Plätzchen, außerdem in unseren Garagen.

Mit 2 Jahren bekam sie vier Babies in meinem Kleiderschrank, zwei habe ich gemeinsam vermittelt, zwei (Mogli und Mouse-House) habe ich behalten – beide sind bereits gestorben. Mucki hatte ein schönes Leben bei uns; nachdem sie kastriert war nach der Geburt, war sie nie mehr beim Tierarzt, nie mehr krank. Sie hat mich so viele Jahre begleitet, nun darf sie in Würde an Altersschwäche sterben, wie ihr Freund Merlin auch.

Ich surfe bei ebay rum, klicke den Artikel eines ägyptischen Verkäuferts an und der IE läuft ab sofort in einer Endlosschleife, d. h. er ist kaputt. Jetzt muß ich schauen, wie ich den Müll wieder loswerde und den Anbieter bei ebay melden kann. Einen PC mit Linux, debian sarge, habe ich ja noch, ist zwar uralt und schon ewig nicht mehr gebootet – aber gut, wenn nötig, bringe ich den jederzeit ans Netz. Mit Windows gehts ja nicht, will mir ja nicht noch ein (anderes) System infizieren. So ne linke Attacke, und das bei ebay.de :-(.

Firefox habe ich natürlich auch, der kann kein webradio auf meinem 64-bit-System, es ist ein Elend mit der Technik – die mich nicht interessiert; trotzdem muß ich alles selber reparieren. Hoffentlich muß ich Win7 nicht neu aufsetzen wegen diesem Scheiß, das wäre sehr viel Arbeit.

Das Jahr endet, wie es angefangen hat – nicht gut. Immerhin konnte ich Barbie vor dem Einschläfern bewahren, sie ist dank mir wieder auf dem Weg der Besserung.

26. Dezember 2011

und noch ein paar Kleinigkeiten

Filed under: Allgemein — admin @ 18:57

Heute habe ich den „Riders Rasp“ ausprobiert, für Barbies Hufbearbeitung ungeeignet. Für Nepomuks Hufe geht das Teil, da ist ja kaum was zu machen von mir. Beide bekamen erst mal die kompletten Hufe mit Wasser + EM gewaschen, danach bekam Barbie ihre ein wenig geraspelt. Hinten komme ich nicht so gut voran, wie ich es mir erhofft habe, vorne schaut es gut aus.

Als ich fertig war, bekamen beide nochmals Wasser auf die Hufe, danach habe ich Keralit Lorbeersalbe am Kronsaum einmassiert – das mögen sie :-).

Nachdem außer mir niemand da war, wollte ich beide zum Vorplatz bringen, damit sie ein paar Meter laufen können. Es gibt einen Wall, der das Paddock des Hauptstalls zur Straße abgrenzt, ehe ich mich versehe, hat Nepomuk den erklettert und ich verlor den Strick – das hat er noch nie gemacht. Die schwer kranke Barbie macht dem Deppen natürlich alles nach, zack stand sie auch auf dem Wall drauf. Der ist ja richtig steil, für zwei bekloppte Haflinger aber kein Problem.

Nepomuk kam im Galopp wieder runter und ist abgehauen, eh klar, seine Deppenbraut folgte ihm natürlich – ich hinterher. Barbie schlägt in meine Richtung, ungezogen wie früher, am Grasweg habe ich beide wieder einkassiert. Beide bekamen ne Ansage und ich habe sie zum Vorplatz geführt, dort „abgestellt“ und bin gegangen, um abzumisten (2 Schubkarrn).

Danach habe ich sie wieder abgeholt, viel gelaufen sind sie währenddessen nicht, immerhin mehr Bewegung als auf dem Paddock für Barbie.

Die zwei Büffel verarschen mich, wie sie es brauchen, da werde ich nun andere Seiten aufziehen. Für Barbie habe ich ein Showhalfter gekauft, das ist ziemlich strange, wenn sie am Strick anzieht. Früher habe ich ihr ja eine Kette über die  Nase gelegt, die kann ganz schön weh tun, ich denke, eine Kette am Kinn reicht aus. Wenn ich sie irgendwann als Handpferd mitnehmen will, geht das nur, wenn sie manierlich mitläuft.

In letzter Zeit haben sich beide ein wenig viel rausgenommen, ja ok, Barbie war lange stocklahm, nun freuen sie sich, wenn sie wieder gemeinsam laufen können. Aber das ab sofort gesittet; wer am Strick zieht, um sich loszureißen, dem wird das zukünftig weh tun.

In meinem Elan 🙂 habe ich noch eine schicke Show-Trense mit grün ersteigert, daraus bastel ich für Nepomuk ein Halfter. Wenn Barbie dabei ist, wird er gerne übermütig und vergisst seine gute Erziehung – so geht es nicht.

Mit den zwei Büffeln möchte ich irgendwann mal Kutsche fahren, da ist Disziplin angesagt, ich darf mich von beiden nicht übertölpeln lassen.

25. Dezember 2011

nach Herzenslust eingekauft :-)

Filed under: Allgemein — admin @ 18:56

Ist schon prima, wenn man sich einfach mal so einkaufen kann, was einem gefällt :-). Das Skijöring-Set habe ich bestellt bei Krämer, alles andere, was ich mir ausgesucht hatte, auch.

Einen Putzhandschuh aus Lammfell nahm ich noch dazu, einen Noppenstriegel und einen Striegel Soft, Massagestriegel, Rechteckstriegel mit Handschlaufe, ein prima Schweißmesser, drei Trensenhalter (das sind dann sechs für 2 Pferde *g*) für meine vielen Halfter, Sylka Zügel (die geflochtenen Westernzügel mag ich nicht), Hufkur Liquid, Speed Hufbalsam, Masterhorse Biotin 2000 Pro (mein Equipower Biotin ist bald zu Ende).

Ich bin hochzufrieden :-), viele neue Sachen, mit meinen nun ca. 10 verschiedenen Hufmitteln werde ich dafür sorgen, daß Barbies nachwachsendes Horn stabil ist. Barbie hatte ja schon immer eine schlechte Hornqualität, als wir sie vor der Schlachtung gerettet haben, war sie ca. 1,5 Jahre, also noch ein Fohlen. Da sind ihr schon die Hufränder massiv ausgebrochen und sie hatte Hornspalten, wo mir dringend zum Klammern geraten wurde (das war 1999). Hufbearbeitung schied aber aus, Barbie war aufgrund Mißhandlung ein Schläger, man durfte sie an der Hinterhand nicht mal am Bein anfassen, ohne daß sie sofort getreten hätte.

Wir übernahmen sie ja auch mit blutigen Fesseln aufgrund Drahtschlingen, sowas prägt fürs Leben. Egal, das ist lange vorbei, jetzt fahre ich alle Geschütze auf, damit sich ihre Hornqualität verbessert – äußerlich wie innerlich. Das Geld ist in Vorsorge besser angelegt als beim Tierarzt – Hufabszesse entstehen ja vor allem wegen schlechtem Horn.

Biotin-Tabletten habe ich mir kürzlich beim Lidl mitgenommen, mal sehen, ob mir das was bringt. Menschen brauchen das auch, ist gut für die Nägel und Haare – ich bin gespannt :-).

Ein Haflinger braucht einfach ne tolle Mähne und Schweif, ich kämme ja gerne. Ich hoffe, Barbies Mähne wird noch länger, beide bekommen über den Winter hin und wieder DermaNiem drauf, das regt das Haarwachstum an. Bei Nepomuk konnten wir dieses Jahr so viel Mähne retten wie noch nie, falls das nächstes Jahr auch klappt, hat er in ein paar Jahren eine ganz lange tolle Mähne :-).

Eine neue Dick-Hufraspel habe ich mir auch bestellt, an einem Schlitten bin ich dran – eilt ja nicht. Skijöring kann man ja auch mit Ski machen :-), seit meinem Schlüsselbeinbruch fahre ich keine Piste mehr, mich von Nepomuk ziehen lassen, damit habe ich keine Probleme – kann ja los lassen, wenn es mir zu schnell wird.

Morgen wird wieder geraspelt, Barbies Hinterhufe haben es dringend nötig. Wenn ich alle vier Hufe in 4 Wochen soweit haben will, daß sie sie wieder nach Huf aussehen und auf dem Weg der Selbstheilung sind, reicht 1x pro Woche raspeln nicht. Eine langsame Korrektur ist gut, andererseits verlängert das den Heilungsprozeß natürlich – weil immer noch Druck auf dem neu nachwachsenden Horn lastet.

Außerdem müssen ein paar Eckstreben zugeschnitten werden, damit die ihr nicht erneut die Seitenwand verbiegen. Selber machen möchte ich mir nicht antun, kenne mich damit nicht aus – da muß eine andere Lösung her. Kann ich keine organisieren, muß ich es halt selber machen, vorsichtig halt. Lieber zuwenig weggeschnitten und Barbie kann schmerzfrei laufen als zuviel und sie ist lahm.

Barbie hat ja immer noch keinen Tragrand, der was trägt, keine Zehe, Wandrotation, Wandüberstände, eine doppelte Sohle, unsymmetrische Hufe usw., da muß man genau überlegen, was man tut – ein Schnitt zuviel, sie hat wieder Schmerzen und ist lahm.

24. Dezember 2011

Schöne Weihnachten allen Lesern!

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:57

Ich hoffe, Ihr habt den heutigen Tag alle schön verbracht und genauso gut gegessen wie ich :-).

Im Stall war ich auch, um den Hafis ihr Weihnachtsessen zu bringen, erst bekamen sie aber ihr normales Zusatzfutter und wurden gekämmt. Das neue Prunkhalfter kam heute Mittag, ich habe es Barbie anprobiert, leider ist es ihr zu klein, Nepomuk auch. Es soll nicht sein, ich werde ich bei ebay einstellen, größer wird es durch Aufheben ja nicht *g*.

Die neuen Knoblauch-Leckerlis kamen sehr gut an, jeder bekam vier, pro Huf aufheben einen wie üblich. Dann habe ich ihr Weihnachtsessen bereitet, von zuhause hatte ich Hafer mitgebracht, jeder bekam zwei Hand voll davon, ebenso Naturmüsli. Dazu Karotten, Äpfel, eine Kiwi und Clementine. Beide waren an dem Obst nicht interessiert, bekommen sie ja auch fast jeden Tag, suchten sich zuerst den Hafer und dann das Müsli raus.

Satte Haflinger sind glückliche Haflinger :-), so soll es sein an Weihnachten.

Beide bekamen Keralit Lorbeer-Salbe auf den Kronsaum, mit dem Finger aufgetragen und einmassiert. Bisher habe ich das andere Zeugs ja immer mit einem Pinsel aufgetragen, bei Barbie sieht man den Kronsaum durch die langen Haare auch gar nicht. Das neue Horn ist bei ihr nicht glatt, sondern „kratzig“, ich muß meine äußere Behandlung optimieren. Matsch und Schnee, d. h. Feuchtigkeit, kommen natürlich gar nicht bis zum Kronsaum, der wird nur nass, wenn es regnet/schneit. Den Kronsaum muß ich öfters mal mit Wasser bürsten, erst danach kommt eines der Mittelchen drauf.

Als ich fuhr, standen beide am Zaun, um mich zu verabschieden und sich für das gute Essen zu bedanken :-). Sie sind beide soooo süß und anhänglich, richtige Knuddelbären.

23. Dezember 2011

Geschenke für mich gefunden :-)

Filed under: Allgemein — admin @ 20:05

Die Werbung vom Krämer kam, vom 25. – 27. 12.2011 gib es 10% Online-Rabatt – ich habe mir schon ein paar Dinge ausgesucht.

Ein Skijöring-Set, das wollte ich schon letztes Jahr haben, war aber ausverkauft. Nepomuk als angehendes Fahrpferd wird begeistert sein *g*, einen kleinen Holzschlitten habe ich allerdings nicht, den hole ich mir noch bei ebay. Mit meiner RB wird das sicher ein riesen Spaß, einer reitet, der andere sitzt auf dem Schlitten oder steht auf Skiern. Allerdings habe ich nur Pistenski, die müßten aber gehen – das ist dann quasi wie Bügellift fahren, nur etwas schneller :-).

Zum Putzen werde ich mir MagicBrush bestellen, mal sehen, ob die Bürsten was taugen, „gründlich, sauber, schnell“ klingt jedenfalls sehr gut. Barbie muß ich ja sauber kriegen, bevor ich reite – ja gut, ist noch ne Zeit hin, aber man muß für alle Eventualitäten gewappnet sein :-).

Das Futterpaket für die Kaninchen kam heute an, Rollies, Kroketten, Karottenpellets, Kürbiskerne, Johannisbrot, Bananaenchips, Erbsenflocken, Gemüsemix – da freuen sich die Kleinen. Dazu 15 kg Vollnahrung, den Großteil davon werde ich Barbies Besitzerin für ihre Hoppler schenken.

Für die Pferde war natürlich auch was dabei :-), 3 kg Knoblauch-Leckerlis, mal was anderes.

Eine Putzbox für EUR 9,99 werde ich mir noch gönnen, was Verschließbares ist gut wegen der Mäuse.

Ein „Riders Rasp“ habe ich bereits, noch nie benutzt, total vergessen. Mal sehen, ob es sich für Barbies Hufbearbeitung eignet, praktisch wäre es schon. Huf aufheben macht sie ja schon lange sehr gerne, zieht auch fast nie mehr weg,

Den „Ultimative HoofPick“ werde ich mir kaufen, damit bekommt man die Hufe hoffentlich besser sauber als mit einem normalen Hufauskratzer.

Ich glaube, damit habe ich dann alles, was ich mir derzeit wünsche :-).

Heute beim Einkaufen haben die Leute eingesackt, als ob es die nächsten 2 Wochen nichts mehr zu kaufen gäbe – ich auch :-). Für die Pferde habe ich jede Menge Äpfel, Karotten und Kiwis, die reichen ne Zeit lang. Ich glaube, eine Schüssel reicht morgen gar nicht, die sind ja ziemlich klein, ich werde ihnen ihre normale geben und dann eine extra zu Weihnachten.

Ich denke, Montag oder Mittwoch werde ich mal reiten, wenn die Sonne scheint. Barbie werde ich nicht mitnehmen, der Schnee ist weg, ohne kann sie noch keine Stunde mitgehen, sie müßte teilweise auf Schotter laufen. Ich will sie nicht überfordern, was bei Barbie eh nicht klappt – weil wenn sie nicht kann, geht sie nicht.

22. Dezember 2011

Weihnachten kann kommen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:38

Alle Geschenke sind eingekauft und verpackt, außerdem habe ich die Wohnung geputzt. Nachts zappe ich ja öfters im TV, sah zufällig bei HSE24 den Magic Mob. Bisher wischte ich immer auf den Knien rutschend und mit Handschuhen, daher nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Da ich ne Menge Parkett habe, nahm das Wischen immer viel Zeit in Anspruch.

Den Magic Mob habe ich heute ausprobiert und muß sagen, ich bin sehr zufrieden damit. Ratzfatz war alles gewischt, ohne daß ich mich ein mal bücken mußte oder meine Hände ins Wasser tauchen. Eine prima Arbeitserleichterung, noch gesaugt und schon war alles picobello.

Die Katzen bekommen zu Weihnachten + Feiertage Hähnchenbrustfilet, die Kaninchen Feldsalat und Petersilie (mögen sie besonders gerne) und die Pferde? Ich habe ja noch einen Sack (10 kg) Hafer, den ich gekauft habe, falls Nepomuk mal viel geritten wird. Barbies Besitzerin hätte gerne Hafer für ihre Kaninchen, ich werde ihr den Sack schenken – aber ein wenig rausnehmen für den Hafi-Weihnachtsschmaus. Dazu für jeden ein bissi Naturmüsli und Obst. Daneben wie immer ihr Cura Caballo Lamino Star, beide mögen das lieber als Obst. Ein Volltreffer :-), ohne Melasse, stärke- und zuckerreduziert, für Stehpferde bestens geeignet. Es liefert insulinunabhängig Energie, das habe ich bereits bemerkt :-). Außerdem ist es bei Muskelproblemen hilfreich, Barbie hatte ja welche, weil sie stocklahm war und dadurch total verspannt und verkrampft lief.

Wir essen traditionell Fleischfondue an Weihnachten, normal esse ich kein Fleisch zuhause, aber man kann auch mal ne Ausnahme machen :-). Dazu leckere Mayo-Soßen mit Schnittlauch, Dill und Petersilie, Zwiebelbrot – man muß sich auch mal was gönnen.

Geschenkt habe ich mir außer dem Magic Mob noch ein Prunkhalfter für Barbie, war ein Zufallstreffer bei ebay :-). Es ist nicht komplett aus Leder, dafür hat es nur EUR 36,00 inklusive Versand gekostet – ich finde es sehr hübsch. Zu Barbie als barocker Haflinger paßt sowas, Nepomuk hätte ich auch gerne was Nettes gekauft, aber er hat schon alles.

Die Keralit Lorbeer-Salbe kam gerade an, „erhält Atumung und Wasserhaushalt“, prima. Jetzt im Winter bei Schnee sind die Hufe eh ständig Feuchtigkeit ausgesetzt, gut so. So kann ich ohne Bedenken meine Mittelchen drauftun, Cremolith habe ich ja auch noch. Das auf die Sohle aufgetragen, desinfiziert nicht nur gut, sondern sorgt durch das enthaltene Fett dafür, daß sich kein Schnee aufstocken kann.

Das Huföl bin ich am Verpinseln auf Kronsaum und das obere Drittel des Hufes, damit das endlich leer wird. Keralit-Huffestiger braucht Barbie derzeit nicht, höchstens mal auf die Sohle, am Rand muß ja noch einiges weg. Keralit undercover hemmt den Fäulnisprozeß in den „Kratern“, bis ich Barbies Hufe mal aufs Optimum geraspelt habe.

Das Global-Prefer-Huföl soll man nur auf trockene Hufe auftragen,ist also vorerst nicht angesagt.

Ein gesunder Huf braucht keine Mittelchen, keinen Beschlag und keine Hufschuhe. Nepomuk ist das einzige Pferd auf der Ranch,  der barhuf auf keinem Untergrund fühlig geht. Eigentlich komisch, Fell und Hufe hängen ja eng zusammen und er ist schwerer Sommerekzemer, d. h. er hat eine Stoffwechselstörung. Ihm bricht öfters ein Zacken im Zehenbereich weg, was ich auf seine Zehenlandung zurückführe – das läßt sich ändern.

Barbie hatte schon immer eine schlechte Hornqualität, außerdem ging sie fühlig auf Schotter. Ein Anzeichen, daß irgendwas nicht stimmt, ich dachte, das sei Veranlagung. Die spielt natürlich auch eine Rolle, ich denke aber, jedes Pferd kann barfuss so gut laufen wie Nepomuk – bei manchen muß man halt etwas mehr dafür tun.

Ich denke, ein Freizeitpferd braucht weder einen Beschlag noch Hufschuhe – bei Pferden, die viel auf Asphalt gehen müssen, schaut es anders aus.

Bei Barbie ist das noch ein sehr langer Weg, vielleicht habe ich alle ihre Hufe in 4 Wochen soweit, daß keine „Krater“ mehr existieren, die Seitenwände gerade sind, sie symmetrische Hufe hat und die Hufwand parallel zum Hufbein steht. Erst dann wird ein Tragrand, auch an der Zehe, entstehen, der sich auch so nennen darf. Ab dann ist Barbie wieder reitbar, denke ich, erst mal nur Schritt natürlich.

Bewegen muß ich sie natürlich vorher schon regelmäßig, nur dadurch wird der Huf gut durchblutet. Täglich mit ihr spazieren gehen schaffe ich nicht, ich bemühe mich aber, daß sie raus kommt, und wenn es nur ne Stunde auf dem Vor-/Reitplatz mit Nepomuk ist. Vom Heunetz bis zum Wasser laufen reicht nicht, auch wenn irgendwann die Weide geöffnet wird, ist das zu wenig – die Hafis bewegen sich ja grundstätzlich in ihrem Offenstall so wenig wie möglich.

21. Dezember 2011

Wintereinbruch

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:28

Heute hat es den ganzen Nachmittag geschneit, mir gefällt eine schöne Winterlandschaft ja :-).

Raspeln war angesagt, das letzte Mal ist schon eine Woche her – krass, wie schnell die Zeit vergeht. Hinten besteht bei Barbie dringender Handlungsbedarf, wollte Sand holen, der ist aber eingefroren. Ersatzweise nahm ich Schnee,  damit die Hufe ein wenig vom Boden wegkommen, unbefriedigend,  also mein Einstreu probiert. Das alles funktionierte nicht besonders, also ohne „Unterlage“ mein Bestes versucht, die Raspel macht es wohl nicht mehr lange. Ein bissi was habe ich doch geschafft, heute hatte ich mein Geodreieck dabei und vorher gemessen, wo mehr Horn weg muß – damit ich langsam mal Symmetrie herstellen kann.

Vorne rechts ging es weiter, die doppelte Sohle/Sohlenschwiele ist in der Zehe der „Tragrand“, darüber geht es wie in eine Höhle rein zur hohlen Wand. Das Röntgenbild ist ja schon 3 Monate alt, ich denke, wir sind ungefähr hier (rote Linie) – kann mich aber auch irren :-). Die Natur hat es so eingerichtet, daß die hohle Wand keine Rolle spielt und langsam rauswachsen kann – bis dahin ist für Ersatz gesorgt. Man muß nicht immer alles besser wissen, als die Natur – das regelt sich von alleine.

Nepomuk ist eifersüchtig, weil ich mich viel mit Barbie beschäftigen muß, er klebt an mir und hebt ständig seine Hufe ohne Aufforderung. Also gut, er wurde beachtet, ich habe ihm seine Vorderhufe ein wenig gefeilt, damit er sich eine Belohnung verdienen konnte. Einen Mustang-Roll habe ich noch nicht angebracht; damit der gut wird, muß ich Zeit haben – Barbie hat Priorität.

Links vorne kam ich auch ein wenig weiter, Barbie bekam auf die „Krater“ noch Keralit Undercover, allerdings weiß ich nicht, ob das lange bei dem nassen Wetter hält. Faulen tut schon länger nichts mehr, trotzdem sind wir noch lange nicht an dem Punkt, wo ein Selbstheilungsprozeß einsetzen kann.

Hinten gibt es noch ne Menge wegzuraspeln, vorne beginnt nun langsam die Feinarbeit.

Beide wollten heute unbedingt raus, ich bin ja der Sklave meiner Hafis 🙂 – Halfter drauf und los. Beide zum Putzplatz geführt und frei gelassen, erst mal haben sie mit den Pferden aus dem Hauptstall Kontakt aufgenommen. Barbie kennt die nicht, alles Wallache, sie war sehr freundlich, eigentlich gar nicht ihre Art, Nepomuk war eifersüchtig und hat sich kurz aufgemandelt.

Danach ging es auf Grassuche, beide haben sich unters Wasserfass gequetscht, grad, daß sie nicht auf die Knie gefallen sind. Weiter ging es zum hinteren Teil des Platzes, da gibt es noch ein paar Grasbüschel. Barbie balanciert auf den eisglatten Sprungpfosten, als sie merkte, daß sie wie auf einer Eisbahn steht, ist sie nicht rückwärts runtergegangen, sondern vorwärts seitwärts, also auch mit den Hinterhufen drauf. Gerutscht ist sie ziemlich, für Barbie aber kein Problem; Nepomuk hat die Pfosten gemieden.

Barbie war schon immer wesentlich trittsicherer als er, sie kann sich besser ausbalancieren und stolpert sehr selten. Nepomuk stolpert öfters, vermutlich wegen der Zehenlandung. Ist auch logisch, die Trachtenlandung hat eine wesentlich  größere „Basis“, setzt das Pferd zuerst mit der Zehe auf, stolpert es leichter und/oder rutscht weg.

Am Reitplatz haben beide dann das Grün am Rand gefressen, durch den Sturm „Joachim“ hat es am Außenrand zwei Bretter runtergeworfen. Barbie ging natürlich sofort die Lage inspizieren, ob sie da raus kann oder nicht. Nepomuk könnte locker drüber springen, glücklicherweise hat er das nicht in Betracht gezogen, Barbie hätte drüber steigen können.

Ich die Hafis gelassen, es war ja sonst niemand da, und zurück in den Stall, um alle Heunetze aufzufüllen. Als ich fast fertig war, sehe ich Barbie und Nepomuk am Putzplatz stehen, sie wollten abgeholt werden :-). Beide brav beim Führen, beide gingen auf dem Weg, Barbie lief auf dem hartem Boden gut mit. Zack wieder beide in den Stall rein, meine Zehen waren ein wenig eingefroren.

Das Stroh aus dem Innennetz war weg, ich habe kein Neues geholt, sondern den Hafis dasselbe gegeben wie den Nachbarn – 2 Tüten. Das ist ne Menge, aber nach fast 3 Std. im Stall bei 1 Grad und Schneefall hatte ich keine Lust mehr, noch Stroh aus dem Hauptstall zu holen.

Bewegung hatten beide heute eine Stunde wie Pferde in der Natur, sie suchten sich Gras. Eine Stunde Schritt laufen auf Futtersuche ist gut, das entspannt den Rücken und stärkt die Muskulatur.

19. Dezember 2011

Barbie überrumpelt mich

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:02

Heute hatte es Null Grad und prima Sonnenschein, ich beschloss einen vorgezogenen Weihnachtsspaziergang. Als ich mit den Halftern kam, standen beide sogleich am Ausgang, sie konnten es kaum erwarten, bis es raus ging. Der Weg war glatt und gefroren, Barbie lief problemlos mit, wir gingen zu dem Grasweg neben unserem Reitplatz. Beide hatte ich am Strick, sie führten sich äußerst gesittet auf, durften ein wenig Gras knabbern, bis wir am Ende des Weges waren.

Ich ging mit beiden nach links wollte einen kleinen Spaziergang um die Ranch machen. Barbie blieb zwei mal stehen und wollte nicht mehr weiter gehen, ich dachte, das liegt an ihren Hufen, sic hat Schmerzen. Nepomuk ging schräg rechts, Barbie hinter mir, ich überlegte gerade, ob ich mit beiden zurückgehen sollte.

Plötzlich trabt Barbie rechts von Nepomuk vorbei, damit habe ich nicht gerechnet, sie hat mich voll überrumpelt, ich kann sie nicht mehr halten. Barbie trabt fröhlich weiter, sie wartet auf Nepomuk. Ihn hätte ich nur mit Gewalt halten können, ließ also los, beide Hafis galoppieren den Grasweg am Waldrand lang.

Herjee, habe ich mich von Barbie übertölpeln lassen, sie ist wieder ganz die Alte. Am Ende der Koppeln biegen beide ab, mir kam der Acker ziemlich hart vor, dazu die Furchen – eigentlich überhaupt nix für Pferde. Nepomuk gibt Gas, Barbie nur bis zur Hälfte, ich dachte, sie hat sich weh getan bzw. Schmerzen. Aber nix, sie galoppiert wieder an, beide laufen wieder zum Grasweg neben dem Reitplatz.

Vorher bleiben sie auf der Straße stehen, ein Auto mit Hänger kommt, Platz machen sie dem keinen. Wie Büffel blockieren sie die Straße, der Autofahrer biegt notgedrungen rechts ab. Ich kassiere beide wieder ein, so kanns nicht weiter gehen.

Nächstes Mal gehe ich alleine mit Barbie spazieren und bringe ihr Manieren bei, sie ist jetzt nicht mehr krank. Barbie stand ja über ein halbes Jahr, da kann man seine gute Erziehung schon mal ein wenig vergessen, vor allem, wenn man ewig lahm war und nun wieder laufen kann.

Das Ausreiten mit Barbie als Handpferd kann ich mir vorerst schenken, erst mal mit Barbie wieder „gute Erziehung“ üben. Sie ist enorm übermütig, gut, heute kam noch der erste Schnee dazu.

Von Lahmen sind man bei Barbie nichts mehr, was mit der hohlen Wand rechts vorne ist, weiß ich nicht – das Röntgenbild ist ja nun schon 3 Monate alt. Barbies Vorderhufe schauen extrem nach Schnabelhufen aus, ist aber nicht so. Ich habe das mal eingezeichnet, die grüne Linie ist die Zehenachse, sie endet dort, wo das neue Horn korrekt am Hufbein runtergewachsen ist (schon ziemlich viel, finde ich). Die rote Linie zeigt an, wie die Zehe derzeit zum Hufbein steht – nicht 100%ig, aber fast. Alles, was sich an der Zehe zwischen roter und schwarzer Linie befindet, könnte sofort weg, hängt eh in der Luft – aber ohne Hufbock geht das nicht.

Barbie stört das nicht, da sie ja eine Trachtenlandung vollzieht, abrollen tut sie über die Sohlenschwiele. Ich denke, in 3 – 4 Monaten steht Barbie wieder korrekt da. Letztes Jahr wußte ich von nix, am 22. Sept. 2010 wurde sie beschlagen, konnte nicht mehr gehen, Eisen wieder runter durch den TA (13. 10.2010), Rehebehandlung. Über den Winter hat sie sich gut erholt, nächste Hufbearbeitung am 19. März 2011, danach Belastung, lahm.

Da ist so viel schief gelaufen, weil ich keine Ahnung hatte und den Fachleuten vertraute – Barbie mußte es ausbaden :-(.

Den Nachbarn gebe ich das Doppelte an Heu wie den Hafis, Barbie und Nepomuk brauchen nicht so viel Heu. Aber halt was zu Knabbern, daher das Stroh, was sie auch fressen.