31. März 2012

join up mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:32

Mir geht es heute nicht gut, aufgrund Schmerzen bin ich nicht sehr belastbar. Barbie rausgeführt, ihr die Beine mit dem Schlauch abgespritzt und ein wenig geputzt. Hufe ausgekratzt, es gäbe noch einiges zum Wegbrechen, allerdings sind die Hufe derzeit steinhart, kann ich mir also vorerst abschminken. Huf auf den Bock war wie immer, sie wirft den Bock um usw. Ich habe keine Lust, mich weiter mit ihr deswegen abzuquälen, es ist nun dringend nötig, daß sie die Hufe auf den Bock stellt.

Barbie auf den Reitplatz gebracht, eingesperrt und Longierpeitsche, Bock und Raspel geholt. Ich ließ sie ein wenig traben, schnell hatte Barbie keine Lust mehr und durfte herkommen. Einen Vorderhuf auf den Bock gestellt, zwei mal dasselbe wie immer, ich nahm die Longierpeitsche, bekam Barbie aber nicht hinter mir weg – sie ist da sehr geschickt.

Wir gingene in wenig über den Platz, nächster Versuch, der klappte ein wenig besser, sie zog den Huf aber schnell wieder weg. Ich sprang zu meiner Peitsche, dieses mal war ich schneller *g* und ließ sie ein paar Runden traben. Sie lahmt nicht, sie läuft bestens mit Trachtenlandung, da fehlt sich überhaupt nix.

Als sie wieder zu mir durfte, schnaufte sie bereits ein wenig, Huf auf den Bock, sie ließ ihn kurz drauf und zog weg. Weil ich ein netter Mensch bin :-), gab ich ihr eine zweite Chance, sie hat sie nicht genutzt. Schnell die Peitsche gegriffen und Barbie von mir weggetrieben, nun gabs richtig Druck für sie, ich ließ sie ein paar Runden galoppieren. Ihre Kondition ist nicht viel besser als meine, wir sind beide völlig untrainiert.

Als sie wieder zu mir durfte, schnaufte sie ziemlich, gut so. Einen Vorderhuf auf den Bock gestellt und geraspelt, runtergenommen ==> großes Lob und ein Leckerli. Beim anderen Huf klappte es genauso gut, kein Wegziehen mehr. Barbie weiß, was man erwartet, den Hufbock kennt sie ja schon zig Jahre. Schwierig war es schon immer, ich weiß nicht, warum sie eine derart große Abneigung dagegen hat. Es war immer mehr oder weniger ein Kampf mit ihr, ein Kräfte messen. Bei mir gibt es sowas nicht, entweder sie läßt den Huf freiwillig auf dem Bock (ich halte den nicht fest), oder sie läuft.

Als Fohlen nach dem Freikauf hatte ich beide ja 1/2 Jahr betreut und mit Barbie join up gemacht, wir kamen bis zum frei Aufsatteln und Aufzäumen. Bevor ich aufsteigen konnte, kamen die Hafis nach Tirol – gut so, Barbie war mit 2 Jahren viel zu jung, um angeritten zu werden. Ich hatte damals keine Ahnung von Pferden, Internet gab es noch nicht.

Das ziehe ich nun durch; wenn es am Putzplatz nächstes mal nicht klappt mit dem Hufbock, gehen wir halt wieder auf den Platz. Sie wird noch dankbar sein, wenn sie den Huf auf den Bock stellen darf *g*, ist ja ne einfache Übung und viel angenehmer, als im Kreis zu galoppieren.

Barbie wieder rausgeführt und ihr das Zusatzfutter gegeben, danach in die Herde gestellt. Sie ging gleich zu Nepomuk, der im hinteren Unterstand mit Missie am Heu fressen war. Ihn mitgenommen, Barbie ging heute nicht mit, sie lernt ziemlich schnell :-).

Bei ihm mit dem Messer das tote Horn samt kleiner Steinchen aus der weißen Linie gekratzt, manche waren schon tief drinnen, dazu versucht, die weiße Linie auf Sohlenniveau anzupassen. Ganz schon anstrengend, obwohl Nepomuk in Sachen Huf heben ja sehr brav ist. Mit der Raspel drüber, um den Tragrand auch anzupassen, danach Hufbock. Die Vorderhufe habe ich geschafft, hinten ist bei ihm kaum was zu machen, das hat Zeit.

Mal sehen, wie es bei ihm übermorgen aussieht, evtl. muß ich noch ein wenig nacharbeiten. Gerne würde ich die Hufbearbeitung der Hafis abgeben, ich will aber nicht, daß wieder an Strahl, Sohle und Eckstreben rumgeschnitten wird. Beide haben Hufe in Balance mit einem gessunden Strahl, einer dicken Sohle und Eckstreben, die sich selbst bestens angepaßt haben.

Bei Barbie kommt noch hinzu, daß wir ruckzuck wieder im alten Schema wären, nämlich Huf festhalten, sie wehrt sich, schimpfen, sie wird bockig ==> Gewaltspirale, am Schluß geht dann gar nichts mehr und ich muß sie sedieren, damit man was machen kann.

Ich muß es also weiter selber machen; bei Barbie die Zehenwand begradigen, hat Priorität – das geht aber nur auf dem Hufbock. Wenn es mal länger regnet, weichen ihre Hufe etwas auf und ich kann mit der Zange weitere Wandüberstände abbrechen. Eigentlich ist gar nicht viel zu tun bei Barbie und wäre in 1 Std. erledigt, wenn sie brav mitarbeiten würde.

Na ja, sie wird schon noch katholisch :-), wir kriegen das zusammen hin.

Als ich Barbie draußen hatte, fragte mich heute die nette Stallkollegin mit dem Herdenchef, ob ich mit ausreite. Blöd gelaufen, mit Nepomuk wäre ich mitgegangen, mit Barbie 1,5 Std. ins Gelände mit Trab und Galopp wäre ein bissi viel für sie. Barbie mag den Chef, hat heute viel mit ihm „genaselt“ am Putzplatz. Nun ist die Stallkollegin in Urlaub, danach reiten wir dann zusammen aus, erst mal mit Nepomuk und wenn ich Barbies Hufe einigermaßen auf Vordermann gebracht habe, mit ihr. Sie kann laufen, ich habe ein wenig Angst vor einer Belastungsrehe, die sie vermutlich letztes Frühjahr hatte. Da hatte ich ja den Hufschmied, der meinte, sie sei voll belastbar, trotzdem war sie nach der zweiten Hufbearbeitung lahm und dann ging es dahin. Damals war sie anders aufgestellt, von Nov. bis März keine Hufkorrektur, danach wurden ihre Hufe auf „Standard“ gebracht und sie fing an zu „eiern“. Sie erholte sich, nach der zweiten Hufbearbeitung dauerte es nicht lange und sie war lahm.

Dieses Jahr ist sie wesentlich besser aufgestellt, hat ausbalancierte Hufe, die Hufkorrektur erfolgte langsam. Zwar schauen ihre Hufe vorne optisch nicht gut aus, trotzdem kann sie damit auf jedem Boden laufen.

30. März 2012

wieder mal in Tirol

Filed under: Allgemein — admin @ 18:29

Lange habe ich nicht Barbies Besitzerin besucht, gestern hat es endlich geklappt. Die Sommerreifen habe ich am Dienstag selbst montiert, das spart nun ein wenig Benzin bei den derzeitigen Wahnsinnspreisen. Beim Hofer in Kufstein habe ich mir Orangensirup geholt und an der billigsten Tanke getankt – immerhin 14 Cent pro Liter günstiger als bei uns. Zigaretten in „meiner“ Trafik in Niederndorf besorgt und ab nach Walchsee.

Barbies Besitzerin hat ja einen sehr lieben Dt. Schäferhund, 11 Jahre, und hat gute Kontakte zum Tierschutzverein Kitzbühel. Von dem stammt ursprünglich mein Kaninchen Schneewittchen, sie hat von dem seit 2,5 Jahren einen schwierigen älteren lungenkranken Kater übernommen, der lange auf der Straße gelebt hat. Gestern kam eine Dame, deren Labrador Barbies Besitzerin übernehmen wird, vermittelt über den Tierschutz.

Der Hund wurde mit ca. 1/2 Jahr aufgehangen im Wald gefunden, sein Glück, daß die Hinterpfoten noch den Boden erreichten – er kam zum TschV München. Ihr Mann und sie nahmen ihn, vor 3 Jahren starb ihr Mann. Der Hund ist nun 15 Jahre alt, fast taub und blind, hat außerdem Arthrose – halt halt. Der letzte Vermieter hat ihr gekündigt wegen des Hundes, die neue Wohnung liegt im 2. Stock ohne Aufzug; den doch großen und etwas dicken Hund 3x pro Tag rauf und runter tragen ist schwierig.

Meine Bekannte wird den Labrador übernehmen, ansonsten muß er eingeschläfert werden; sie wohnt im EG mit Garten – sie hat ein sehr großes Herz für arme Tiere.

Der TschV hat auch zwei Noriker-Stuten eines Bauern zur Vermittlung, Mutter und Tochter, gesund, ein tolles Gespann. Der Bauer geht in Rente und gibt den Fahrsport auf, er gibt die Pferde umsonst ab. Falls jemand Interesse hat, bitte bei mir melden.

Von Barbies Besitzerin bekam ich noch Kalt-/Warmkompressen für Pferde, falls man Barbies Beine/Hufe wieder kühlen muß, außerdem Sedalin von ihrem TA. Ich denke, ich werde das nicht brauchen, sie ist ja schmerzfrei, alles andere ist eine Frage des Trainings. Als die Huforthopädin im Nov. 2011 kam, war das noch anders, Barbie war lahm und nach jedem Ausschneiden ging es ihr schlechter, bis sie stocklahm war. Nun kann sie seit Monaten wieder laufen, es gibt keinen Grund mehr, die Mitarbeit zu verweigern.

Ich kriege das ohne Betäubung hin, dauert halt, das macht nix, solange Barbie schmerzfrei laufen kann.

28. März 2012

Ausflug mit Nepomuk

Filed under: Allgemein — admin @ 18:35

Barbie kam wie immer zuerst raus, das übliche Programm, der Stallmeister fuhr öfters am Putzplatz mit dem Traktor vorbei, sie war nur ganz wenig nervös deswegen. Eine Frau mit Kleinkind, geschätzt 2 – 3 Jahre, war da, bei einem Isi durfte die Kleine Hufe auskratzen, während die Besitzerin hielt, auf dem Shetty wurde sie ein paar Meter rumgeführt. Ein sehr süßes kleines Mädchen, ich bot ihr an, auf Barbie zu sitzen – zack hatte ihre Mutter sie raufgehoben. Barbie war das nicht ganz geheuer, sie hat geschnaubt, der Mutter war das nicht geheuer, schnell wieder runter mit der Kleinen. Nächstes mal werde ich anbieten, sie auf Nepomuk zu führen am Putzplatz, ich finde es gut, wenn Kinder keine Angst vor großen Tieren haben. Man darf ihnen keine einreden, muß aber natürlich aufpassen.

Rechts klappte es bei Barbie ein paar Sekunden mit dem Huf auf dem Bock, ich konnte minimal was feilen. Links ging gar nichts, sie schmiß den Hufbock um, hat nach vorne gestrampelt usw., ich mußte auf meine Füße aufpassen, damit sie nicht drauf steigt. Sehr mühsam das, ich ließ aber nicht locker, bis ich ihr ein mal den Huf selbst vom Bock nehmen konnte (nach gefühlten 2 Sek.). Wenn sie am Samstag wieder so widerspenstig ist, mache ich ein join up mit ihr (falls der Platz frei ist).

Beine und Hufe mit dem Schlauch abspritzen klappte vorne gut, hinten heute das erste mal probiert. Das hat ihr gar nicht gefallen, sie hob ständig ein Bein hoch, trotzdem habe ich weiter gespritzt. Irgendwann hat sie sich daran gewöhnt, da bin ich sicher :-).

Barbie zurückgestellt und bis zum Paddock geführt, Nepomuk geholt. Sie ging natürlich wieder mit, vorsorglich hatte ich meine Gerte dabei. Am Ausgang tippte ich Barbie damit an die Brust mit der Aufforderung „geh weg“, keine Reaktion. Also wurde ich energischer, Barbie zog sich in den Unterstand daneben zurück und schaute unbeteiligt; natürlich wäre sie von dort wieder mit rausgegangen, ich kenne sie. Ich zog die Gerte hinter ihr ein mal durch, Barbie flüchtete bis zur Tränke, Nepomuk wurde etwas nervös, ihn hatte ich ja währenddessen am Strick.

Ich konnte Nepomuk problemlos rausführen, Barbie hielt Abstand – na also, geht doch. Ihn gesattelt, das Showhalfter samt Strick steckte ich in die Satteltasche, los ging es. Er war heute wesentlich ruhiger als das letzte Mal, hielt auch brav an der Straße an. Wir gingen einen neuen Weg, nach den Gleisen übte ich mit ihm Anhalten, er sah das als Gelegenheit an, Gras zu fressen. Unterband ich das, drehte er sich im Kreis um mich rum. Ich lief ca. 25 Min. mit ihm und übte weiter, bis er hin und wieder mal 10 Sek. oder so wirklich still stand.

Ich beschloß aufzusteigen, er wollte fressen, ich mußte mich erst mal durchsetzen, bis er auf dem Weg einigermaßen stehen blieb. Ihn da zu halten, war nicht so einfach, ich nahm die Zügel extrem kurz und richtete ihn jeden Schritt, den er tat, gleich wieder zurück. Nach 2 Min. blieb er stehen, ich konnte bequem aufsteigen, wir ritten zurück am lockeren Zügel. Er war nicht nervös, wollte nicht rennen, alle paar Minuten hielt ich an. Er machte das sehr brav, bliebt auch stehen, das wird mit der Zeit noch.

20m vor dem S-Bahn-Übergang (unbeschrankt) wurde er plötzlich nervös, lief mir in den Acker, wollte nicht mehr weitergehen, ich ritt ihn auf den Weg zurück und sah dann das rote Licht. Ein Pferd spürt natürlich die Vibration des Bodens, wenn eine S-Bahn naht, Nepomuk wollte vor dem „Erdbeben“ wohl flüchten.

Wir standen ziemlich nah an den Gleisen, ich warf die Gerte runter und wollte absteigen, da kam die S-Bahn schon, fuhr aber sehr langsam. Als er den Zug sah, wurde er komischerweise wieder ruhig, vermutlich hat er beschlossen, daß die Vibrationen vom Zug ausgehen und er davor keine Angst hat. Blöderweise lag nun meine Gerte am Boden, also stieg ich ab und führte den Rest nach Hause, Nepomuk war ruhig und blieb an der Ampel perfekt stehen.

Ich denke, ich kann nun mit anderen ausreiten, werde mit Nepomuk alleine aber weiter üben, falls keiner zufällig da ist. Zuhause bekam er auch die Beine abgespritzt, das klappte gut, danach habe ich mit dem Messer die winzig kleinen Steine aus der weißen Linie entfernt. Am Samstag steht große Hufbearbeitung für ihn an, das tote Material von der weißen Linie kratzen, den Tragrand von der Höhe her anpassen und die Hufwände ein wenig beraspeln.

Barbies Hufe sind derzeit steinhart, mit der Zange läßt sich da nix abbrechen. Es bilden sich hin und wieder kleine Risse aufgrund unserer Zangenaktion, die gehen aber nicht weiter als bis zum gesunden Horn, d. h. wo die weiße Linie intakt ist. Ich würde mir gerne Hilfe holen, Hufbearbeitung ist anstrengend, solange Barbie den Huf nicht sicher auf den Bock stellt, bringt das aber nichts. Aufheben tut sie gut, aber nie sehr lange, sobald man mit Kraft dagegen hält, kommen wir wieder in die Gewaltspirale.

Vier Monate raspel ich nun an ihren Hufen rum, ich habe viel erreicht, sie läuft auf jedem Boden schmerzfrei – was laut Hufpfleger nur ca. 20% aller Barhufgänger schaffen, alle anderen gehen fühlig auf Schotter. Für ihre kranken Hufe ist das ein großer Erfolg, auch unkonventionelle Methoden können zum Erfolg führen :-).

26. März 2012

Barbie macht Fortschritte

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:15

Gestern kam ein neuer ziemlich dünner Isländer, der heute in der Herde stand. Als ich mein Zeugs herrichtete, hörte ich Gequicke, ein anderer Isi hatte sie am Hintern gepackt und ließ nicht mehr los. Als es von der Stute abließ, gab es eine Schlägerei, sie hat sich gewehrt. Nepomuk stand mit Missie zufällig in der Nähe, er hat auch noch mitgemischt, bevor er abzog. Barbie hat am liebsten ihre Ruhe, sie geht jedem Streit aus dem Weg, haut aber auch mal zurück, wenn ihr einer blöd kommt.

Barbie geholt, wegen der Aufruhr war sie ein wenig nervös und ist den Gang getrabt, keine Spur von Lahmheit, ein Glück. Zum Putzen gab es nicht viel, mir also die Hufe angesehen. Links vorne auf der Innenseite war ein Riß, ein Stück Horn stand weg, dabei haben wir dort nichts gemacht. Ich knipste das Stück mit der Zange weg und habe glatt gefeilt.

Ich denke, so nach und nach brechen ihr nun die Wandüberstände von alleine weg, ich werde das weiter unterstützend begleiten. Ein Hufschmied würde die auf einen Schlag entfernen, dazu die Zehe kürzen, dadurch würde die Sohle aber nicht mehr zum neuen „Tragrand“ passen. Er würde sie entsprechend anpassen, d. h. ausdünnen, davon halte ich nichts. Barbies Hufe müssen nicht schön aussehen, sondern sie muß damit auf jedem Boden schmerzfrei laufen können, das hat Priorität.

Dem Huf ein gewisses Aussehen aufzwingen nach irgendwelchen Theorien oder damit er „schön“ aussieht, ist mE kontraproduktiv. Der Huf bzw. die Natur arbeitet sofort dagegen, ein ewiger Kreislauf, der mehr schadet als nützt. Bei kranken Hufen oder Fehlstellungen in den Gelenken muß man natürlich Hilfe zur Selbsthilfe geben, weil es ohne 15 – 30 km km am Tag laufen sehr lange braucht,  bis die Natur „eingreift“.

Hufbocktraining stand an, links hatte ich ihren Huf schnell drauf und sie zog nicht weg. Rechts war es etwas schwieriger, klappte aber auch überraschend gut. Nächstes mal werde ich versuchen, die Zehenwände im unterden Drittel ein wenig zu begradigen.

Nepomuk geholt, beide bekamen ihr Zusatzfutter. Barbie führte ich zurück, Nepomuks Strick löste sich, er trottete hinterher. Barbrie eingesperrt, er mußte draußen bleiben, ich band ihn wieder an. Geputzt usw., danach gingen wir zum Reitplatz zum frei Longieren, beim Reinführen in den Stall machte er keine Anstalten, sich loszureißen.

Ich ließ ihn auf den Reitplatz gehen, machte den Strick ab und wollte die Strombänder schließen. Nepomuk wollte gleich wieder raus und über die Bänder steigen oder springen, ich touchierte ihn damit an der Brust. Nachdem er mir nicht schnell genug zurück wich, nochmals, danach hat er sich getrollt. Ich lasse mich von ihm nicht verarschen, hätte ich nicht durchgegriffen, wäre er in die Herde gelaufen.

Danach frei longiert, er hat viel besser gefolgt als letztes mal, war außerdem ruhiger. Kein Gerenne mehr, er ging sogar länger Schritt auf Aufforderung. Unsere Kommunikation läuft immer besser, Barbie stand derweil in der Nähe beim Heu mümmeln, sie hat sich für ihn nicht interessiert.

Daß ich nun mehr mit beiden übe und auch strenger bin, merkt man, außerdem sind beide viel ausgeglichener. Sie folgen gut, so macht es Spaß, der kleine Rest bis zum perfekten Haflinger kommt auch noch :-).

Das Leben in der Herde bekommt beiden gut, sie fühlen sich wohl. In Sachen Erziehung mußte ich ein wenig tun, nun ist alles im grünen Bereich. Nepomuk hat sich geschieden, Barbie kommt auch alleine in der Herde gut zurecht, sie braucht keinen Aufpasser. Heute habe ich mit dem Stallmeister geredet, er hat Nepomuk sogar in Schutz genommen,  Missie ist rossig, alles kein Problem.

Angeweidet wird Anfang Mai, 2 Std. auf die Weide. Ich denke, ich werde Barbie vorher, wenn das Wetter paßt in Sachen geringem Fruktan-Gehalt im Gras, langsam anweiden, so daß sich ihr Stoffwechsel darauf einstellen kann.

Meine RB kommt nun wieder öfters, eine weitere hat sich bisher nicht gemeldet. Ausreiten mit Nepomuk wäre mal schön, das Hackamore hat aber ein wenig Flugrost angesetzt, ich muß es erst reinigen. Ich denke, ich werde ihm zusätzlich zum Zaum ein Halfter mit Kette drauftun und wir gehen erst mal spazieren und üben stehen bleiben. Es bringt ja nix, wenn ich nach langem Kampf aufsteigen kann, er dann aber keinen Meter mehr vorwärts, sondern nur noch rückwärts geht und ich wieder absteigen muß.

Lieber führe ich ihn eine Zeit lang vom Stall weg und übe mit ihm stehen bleiben, erst wenn es Richtung Heimat geht, steige ich auf. Wenn das Aufsteigen draußen problemlos klappt, kann ich auch mal mit anderen ausreiten, ohne mich zu blamieren, weil er nicht stehen bleibt.

Bei Barbie bin ich mir nicht sicher, ob ich sie derzeit bewegen soll, sie läuft ja schon einiges im Stall. Ihre Hufe verändern sich derzeit stark, ich möchte erst mal die Zehenwände begradigen und die Zehen kürzen/anpassen, bevor ich sie wieder belaste. Andererseits hilft Bewegung bei der Heilung, weil nur dadurch der Huf durchblutet wird. Sie kann derzeit laufen, das ist aber ein schmaler Grad, Letztes Jahre im Frühjahr konnte sie auch gut gehen, nachdem 2x der Hufschmied da warund öfters geritten wurde, ging sie lahm – vermutlich eine Belastungsrehe.

 

24. März 2012

Hufbearbeitung ein wenig mißglückt

Filed under: Allgemein — admin @ 19:51

Barbie habe ich den Schweif und Mähne mit Wasser + EM + Backpulver gebürstet, mich stört es einfach, wenn die langen Haare verdreckt oder vergilbt sind. Danach begutachtete ich unser „Werk“ mit der Zange von gestern, vorne rechts gab es außen zwei Risse, einer davon größer. Ich fing mit links vorne an, bekam ein wenig Horn mit der Zange weg, danach wurde glatt geraspelt. Links hinten drückte ich ein paar mal mit der Zange zu, bekam aber nix weg, abwarten.

Rechts hinten klappte es besser, das Justieren der Zange ist allerdings nicht einfach. Zappzapp ging Horn weg, bis ich ein wenig erschreckt feststellte, daß die Hufwand außen seitlich keinen Bodenkontakt mehr hat.  Bei einem Wandüberstand ist die weiße Linie ja gezerrt oder zerstört, durch Belastung hebelt sich die Wand immer weiter weg. Jetzt ist das gestoppt für einige Zeit, eigentlich eher ein Vorteil.

Rechts vorne hatten wir gestern nicht gut mit der Zange gearbeitet, daher die zwei Risse. Bevor sie sich verlängern, brach ist das Horn heute weg. Da klafft nun ein Loch, was unschön aussieht, die Huffunktion aber hoffentlich nicht einschränkt. Auf diesem Foto sieht man gut, daß ich an der Zehe ständig raspel und warum ich dort nix mit der Zange abbrechen kann, vom Winkel her stimmt stimmt die Zehenachse in etwa, der Zug durch die rotierte Wand ist also vom Hufbein genommen. Die Trachtenachse stimmt damit aber nicht überein, im Laufe der weiteren Bearbeitung werde ich versuchen, das zu ändern. Rechts vorne hat Barbie an der Innenseite auch einigen Wandüberstand, ich werde demnächst versuchen, den auf Sohlenniveau zu kürzen.

Hufbocktraining stand an, wenn Barbie den Huf endlich mal auf den Bock stellt, kann ich mit weniger Aufwand viel mehr raspeln, außerdem die Zehenwände ein wenig begradigen – dann sehen die Hufe gleich viel besser aus. Alleine einen Huf Richtung Bock zu bekommen, war schwierig, kaum hatte ich ihn drauf, zog sie weg. Strampelt zwischendurch, schmeißt den Hufbock um und haut nach vorne aus – ich mußte mich zusammen reißen, ihr keine zu klatschen. Ich habe solange geübt, bis ich ihr ein mal den Huf vom Bock nehmen konnte – man soll jede Übung mit einem positiven Erlebnis beenden.

Ich werde nun immer mit ihr Huf auf den Bock stellen üben, wenn sie weiterhin bockig ist und wir daher nicht voran kommen, gibt es ein join up auf dem Platz. Wenn sie zu mir darf, wird der Huf auf den Bock gestellt, streikt sie ==> eine Runde laufen. Sie kann es sich dann aussuchen, ob sie mitarbeitet oder lieber läuft. Barbie kennt das Procedere, als Fohlen habe ich so mit ihr gearbeitet. Wenn ihr was nicht gepaßt hat damals, hat sie geschlagen oder auch mal gebissen. Barbie war schon als Fohlen ein starker Charakter, vermutlich sollte sie deshalb in die Wurst. So ein Training ähnlich dem, was Monty Roberts macht, geht auf die Psyche, ist also nichts für sensible Pferde, die brauchen sowas aber auch nicht. Bei Barbie kann man damit viel erreichen, weil sie es hasst, auf dem Platz zu laufen.

Ihr noch die Beine gewaschen und Hufliquid auf die Hufe, damit war Barbie entlassen und kam in den Stall zurück. Mit Erleichterung sah ich, daß sie normal lief, aufs Reiten werde ich erst mal verzichten.

Nepomuk geholt, Barbie wich mir nicht von der Seite, am Tor stand Nepomuk rechts neben mir, Barbie links dahinter. Ich nahm mit links die Stromkabel, hielt sie vor Barbie, führte Nepomuk raus – Barbie hatte auf seine rechte Seite gewechselt, zack war sie mit draußen. Mit ihr mache ich das nächste mal auch die „geh weg“-Übung vor dem Ausgang, bevor ich Nepomuk rausführe. Ich band Nepomuk an, holte einen Strick aus meinem Schrank, Barbie hatte den Kopf in einer Kammer, wo Futtertonnen stehen und das Heu lagert. Eh klar, immer auf Futtersuche, ich band ihr den Strick um den Hals und führte sie damit zurück in den Stall.

Nepomuks Haare wurden auch nass gebürstet, danach Hufbearbeitung. Hufe auf den Bock stellen macht er brav, ich hoffe, Barbie schafft das irgendwann auch mal. Sohlenfotos habe ich noch gemacht, alles im grünen Bereich. Die Eckstreben bilden sich immer mehr zurück und sind fast auf Sohlenniveau. Seine Sohlen sind stark mit schönem Gewölbe und Sohlenschwiele.

Bei den Fotos, wo ich den Abrollpunkt eingezeichnet habe, sieht man gut, wie sich seine Vorderhufe verändert haben. Seine Vorderhufe wurden kürzer und breiter, die Eckstreben enden  inzwischen vor der breitesten Stelle des Hufes. Er hat pfeilgerade Hufwände rechts und links vorne, also keine Hebel aufgrund drückender Eckstreben, er hat seit meiner Hufbearbeitung ein wenig mehr Trachten ausgebildet. Mir kommen seine Hufe ziemlich lang vor im Vergleich zu anderen Pferden, dabei hat er viel Bewegung im Stall und wird geritten.

Wenn die Natur das so für ihn vorsieht, werde ich daran nichts ändern, auch wenn man nach NHC die Trachten kurz halten soll. Seine Hufe sind in Balance mit optimalem Abrollpunkt, es gibt daran nichts zu verbessern.

In Sachen Strahl, Eckstreben und Abrollpunkt ist Barbie genauso gut aufgestellt; wenn jetzt die seitlichen Wandüberstände wegbrechen und ich vermehrt die Zehen wegraspel, kommt sie irgendwann auch mal in den Genuß optimaler Hufe. Ich habe schon viel erreicht, Barbie läuft problemlos auf Asphalt und Schotter, was sie noch nie konnte. Jetzt kommt der „Endspurt“ in Sachen Hufbearbeitung – auch wenn ich nicht perfekt mit der Zange umgehen kann, sind ihre Hufe nun so stabil, d. h. ausbalanciert, daß das nichts ausmacht. Huf auf den Bock stellen ist nun nötig, sie kann das und es gibt keinen Grund, es zu verweigern.

Nepomuks Missie-Wahn läßt ein wenig nach, nachdem ich ihn reingestellt hatte, blieb er vorne im Stall bei Barbie. Ich denke, das normalisiert sich nun langsam, ich muß nicht mehr befürchten, rausgeworfen zu werden. Alles im grünen Bereich, ich kann wieder ruhig schlafen :-).

23. März 2012

ein schöner Nachmittag

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:41

Barbie stand am Eingang, als ich kam, sie wartete schon auf mich, die arme Haut. Ich ging auf den Paddock zu Nepomuk, Barbie wich mir nicht von der Seite, zögerlich kam er kurz  her, klemmte sich dann gleich wieder an Missie. Ich schickte ihn mit „geh weg“ von ihr weg, das klappte sofort. Barbie wollte die ganze Zeit zu mir, das konnte ich aber nicht erlauben, obwohl sie ja nicht das Problempferd ist.

Es gab keinen Versuch von Nepomuk, sich Missie zu nähern, sie ging freiwillig ein Stück mit mir über den Paddock- Die Hafis schlossen sich im gebührenden Abstand an. Missie ging vor Richtung Eingang, um zu bieseln, prima, Barbie und Nepomuk hielten respektvoll Abstand. Ich stand dann noch 10 Min. rum, während Missie Heu in einem Unterstand fraß, alles sehr relaxt, Barbie und Nepomuk standen im Gang und hielten mehr als 10 m Abstand.

Nun sollte es problemlos möglich sein, Missie rauszuführen, man kann Nepmuk mit „geh weg“ wegschicken. Daß das so schnell klappt, hätte ich nicht gedacht – hoffentlich nicht nur bei mir.

Meine RB Ch. kam mit ihrer Freundin, ich holte Barbie, die es gar nicht erwarten konnte, raus zu dürfen. Ch. nahm Nepomuk, Missie lief ihm nach, sie scheint ihn zu mögen. Ein paar Meter vor dem Ausgang blieb sie stehen, braves Pferd :-).

Wir gingen zur Ovalbahn, Barbie lief einwandfrei und sogar ziemlich schnell. Nepomuk hat heute lange nicht so viel gewiehert wie letztes mal, nur zwei drei mal, hibbelig war er trotzdem, Barbie war die Ruhe in Person. Ich ritt im Schritt mit ihr auf der Innenfläche, Ch. auf der Ovalbahn, sie hatte Mühe, Nepomuk zu bremsen. Er kam mir vor wie eine kleine Bombe, die explodiert, eine Runde nach der anderen im Galopp.

Nachdem man das Pferd nicht das Tempo bestimmen lassen darf, hat Ch. ihn zwischendurch immer wieder mal voll angetrieben, was konsequent ist. Will er schnell, verlangt sie schneller, er flog nur noch so über die Strecke. Auf der rechten Hand hat er dann genau an der Stelle wie bei mir kürzlich immer wieder abgedreht Richtung Eingang. Ich gab Ch. meine Gerte, im Galopp hielt sie ihm die vor das innere Auge als Begrenzung – guter Trick, den kannte ich noch nicht. Trotzdem bog er noch einige Male ab, da bekam er mal die Gerte drauf.

Nepomuk kann ziemlich stur sein, Ch. ist noch sturer – erst als er eine Runde korrekt galoppierte, wurde durchpariert. Inzwischen war er komplett durchgeschwitzt und schnaufte, im Schritt bog er wieder einfach ab, mußte als Strafe wieder galoppieren. Ich ritt derweil mit Barbie gemütlich im Schritt, zwischendurch blieben wir stehen und schauten und das Spektakel an :-).

Nepomuk schadet es nicht, wenn er mal viel galoppieren muß, nach ca. 1 Std. ritten wir zurück. Barbie war auch einiges gelaufen, ich hatte nicht den Eindruck, daß sie Schmerzen hatte. Von Nepomuk absteigen vor der Straße war schwierig, stehen bleiben kennt er nicht mehr. An der Ampel hatte er schon wieder den Hintern auf der Straße, bevor wir drüber gingen, selbst wenn man vorne festhält, ist sein Hinterteil in Bewegung.

Er wurde abgewaschen, bekam seine Abschwitzdecke drauf, beide bekamen die Füße abgespritzt, er durfte zurück in die Herde. Ch. spielte den Aufheber und ich versuchte mit der Zange, Horn von Barbies Hufen zu zwicken, was nur teilweise klappte. Ich konnte aber einiges so weit quetschen, daß es sich die nächsten Tage von selbst ablöst. Nicht gerade die feine englische Art, es ging aber nicht anders. Ich habe dann noch gefeilt, so gut es ging, an den  Zehen kann ich nichts abknipsen, weil es da keinen Ansatzpunkt für die Zange gibt.

Falls Barbie nun lahmt, ist das meine Schuld. Eine Methode, wie ich alleine mit der Zange arbeiten kann, fand ich heute: justieren, den Huf mit der Zange halten und mit beiden Händen drücken. Selbst wenn ich nur kleine Stücke wegbekomme oder größere „anbrechen“ kann, ist eine Menge erreicht. Ich hätte damit schon viel früher anfangen sollen, aber zur Zange greifen ist ein ziemlich rigeroser Schritt für einen Laien. Nun sind ihre Hufe in Balance, sie kann gut laufen und sogar 1 Std. geritten werden im Schritt, da kann man nicht allzu viel falsch machen.

Ein bissi mehr oder weniger spielt keine Rolle, die weiße Linie ist ja an den Seiten zerstört. Die „Tragränder“ haben keine Anbindung ans Hufbein und daher keine Funktion, das ist totes Horn. Wenn das alles von mir entfernt wurde und ich die schon wieder langen Zehen weggeraspelt habe, können ihre Hufe gesunden. Hufbocktraining werde ich nun machen, Barbie ist derzeit sehr motiviert, sich eine Belohnung zu verdienen.

Sie leidet, weil Nepomuk nun kaum noch was von ihr wissen will und sich nur um Missie kümmert – wenn ich könnte, würde ich das ändern. Barbie hat keinen Freund so wie Missie, bevor Nepomuk kam, sie ist auf sich alleine gestellt. 13 Jahre ging er ihr nicht vom Arsch, so ändern sich die Zeiten – er hat die Scheidung eingereicht.

Die nächste Zeit werde ich mich vermehrt um Barbie und ihre Hufe kümmern, mit ihr spazieren gehen oder auf dem Platz gymnastizierende Bodenarbeit machen, falls sie will.

Eine sehr nette Stallkollegin gibt es, mit der ich mich schon öfters länger unterhalten habe, ihr gehört der Herdenchef. Sie geht alle 2 Tage mindestens 1,5 Std. mit ihrem Isi samt Hund ins Gelände, manchmal auch 3 Std., ihr Isi ist ein enormes Muskelpaket. Ich werde fragen, ob wir mal zusammen ausreiten, werde ihr aber sagen, daß ich wenig Konditition habe. Wenn der Isi Tölt geht oder gar schnellen Tölt, muß ich mit Nepomuk galoppieren; er kann zwar auch sehr schnell traben, aber ich nicht.

Diese Stallkollegin sagte mir heute, daß man auf der Ovalbahn auch abmisten muß und nicht auf dem Gras in der Mitte reiten soll – das wußte ich nicht. Wir fuhren daher noch mit dem Auto hin und haben alles sauber gemacht.

Mit Nepomuk alleine ins Gelände gehen, lasse ich solange bleiben, bis er stehen bleiben mal wieder gelernt hat. Ich habe ein schönes Hackamore, das ist wesentlich schärfer als der LG-Zaum, bei dem ich die Kinnkette gepolstert habe. Ein ziemlich brutales Teil, ein Gebiß ist harmlos dagegen. Nepomuk wird damit Bekanntschaft machen, er muß im Gelämde jederzeit anhaltbar sein. Nepomuk ist derzeit völlig durch den Wind durch seinen Missie-Wahn, ich hoffe,. mit der Zeit wird es besser.

21. März 2012

Wasserschlauch- und Dominanztraining

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:15

Heute wieder im Stall, wollte mit Barbie zur Ovalbahn gehen. Wir kamen aber nicht weit, da blieb sie stehen und wollte nicht mehr weiter gehen. Wir standen 10 Min. rum, ich weiß nicht, ob sie nicht wollte oder Schmerzen hatte. Lieber nichts riskieren, am Freitag kommt meine RB, da werden wir dann sehen, ob sie mit Nepomuk mitgeht. Also wieder zurück gegangen und abgesattelt, geraspelt hatte ich vorher schon.

Der Schlauch für die Pferdedusche ist nun angeschlossen, aufgedreht und mich langsam Barbies Vorderbeinen genähert. Sie wurde ein wenig nervös, ich konnte ihr die Vorderbeine aber abspritzen, sie hob nur ständig die Hufe. Nepomuk geholt, beide bekamen ihr Zusatzfutter, Barbie kam zurück in die Herde. Bei ihm dasselbe mit dem Schlauch, erstaunlicherweise war er weniger nervös als Barbie.

Als ich das mit dem Schlauch das erste mal in Weyarn probierte, sind beide fast durchgedreht, auf der Doier-Ranch Nepomuks Beine mit der Gießkanne begießen, war fast nicht möglich. Ich werde nun regelmäßig mit dem Schlauch trainieren, bis beide sich daran gewöhnt haben.

Die Longierpeitsche geholt, um Nepomuk auf dem Platz frei zu longieren, kaum war er im Stall, riss er sich los und lief zu Missie, dabei fielen mir die Strombänder runter. Das war bereits das zweite mal, so gehts nicht. Das nächste mal führe ich ihn mit Barbies Showhalfter rein, wer nicht hören will, muß fühlen. Ihn wieder einkassiert und auf den Platz gebracht, Barbie mußte draußen bleiben.

Artgenossen kamen an den Zaun, er blieb stehen und dachte, er kann sich mit denen bekaspern. Aber hallo, beim zweiten Mal ließ ich die Peitsche ordentlich hinter ihm knallen. Dann „durfte“ er laufen, mir war völlig egal, ob Trab oder Galopp. Uii, den habe ich rumgescheucht, bis er nur noch Augen für mich hatte. Handwechsel auf die rechte, er wollte öfters wieder umdrehen, heute war ich wieder eisenhart und ließ ihm nichts durchgehen. Beim Galopp habe ich ihm dann mal Druck gemacht, so daß er gefetzt ist – Bewegung ist gesund :-).

Als er brav eine Runde Schritt ging, war Ende, es hat ein bissi gedauert, bis er sich zu mir traute. Vorsichtig schlich er sich an, gut so, ich ließ ihn vom Platz und in die Herde. Als ich mein Zeugs weggeräumt hatte, ging ich mit Gerte auf den Paddock, Nepomuk stand natürlich bei Missie.

Ich ließ ihn rückwärts von ihr weggehen, nur mit Körpersprache, Barbie hang mir natürlich an den Haken. Ca. 10 Min. stand ich mit den Hafis rum, beide waren sehr gut auf mich konzentriert. Nepomuk ging dann wieder zu Missie, ich auch und schickte ihn von ihr weg, Barbie auch. Beide waren total bedröppelt, huch, wir dürfen nicht mehr zu Frauchen, das kennen sie nicht.

Ich stand 5 Min. neben Missie, die Hafis in gebührendem Abstand, da startete Nepomuk seinen „Angriff“. Er wollte zu Missie, die völlig entspannt da stand und sich nicht dafür interessierte, was um sie herum vorging. Ich vertrieb Nepomuk ein paar mal, er versuchte es von allen Seiten, zwickte zwischendurch einen Isi, der ihm ihm Weg stand – aber ich ließ ihn nicht zu ihr hin.

Wie sich Pferde untereinander verhalten, hatte ich ja beim Herdenchef gesehen, als er sich Barbie schnappte und Nepomuk nicht mehr zu ihr ließ. Missie war nun „meine“ Stute, und wenn ich sage, Nepomuk muß Abstand halten, dann hat er das zu akzeptieren.

Barbie und Nepomuk standen in einiger Entfernung, er machte keine weiteren Anstalten, sich Missie zu nähern. Sie döste derweil neben mir, 10 Min. blieb ich stehen. Dann ging ich, Nepomuk lief natürlich sofort zu Missie, Barbie war wieder alleine. Ich beobachtete beide noch ein bissi, Missie zwickte ihn ein paar mal, sie läßt sich von ihm nicht in ihrer Freiheit einschränken und geht, wohin sie will.

Missies Besitzerin hat schon recht, es ist ein Dominanzproblem, Nepomuk muß weichen, wenn man das verlangt. Ziel der Übung ist es, daß Missies Besitzerin und ihre RB Nepomuk auch wegschicken können, er muß dann mindestens 10 m Abstand halten. Es darf nicht sein, daß er sich mit raus drängelt. Ihn dann wieder einzufangen, ist schwierig, er kennt ja die Stallkollegen nicht. Außerdem muß man dazu extrem ruhig bleiben, ansonsten regt er sich auf und flüchtet. Da die Straße in der Nähe ist und er schnell entwischen kann, ist das gefährlich.

Ich tue, was ich kann, um das Problem zu lösen, ich will unbedingt in dem Stall bleiben, es gibt keine Alternative. Auf ein „geh weg“ hat er sich zu schleichen, er darf dann erst wieder zu Missie, wenn der Mensch aka Boss von ihr weggeht. Ich werde das mit ihm trainieren und mich mit Missies Besitzerin absprechen. Sie außerdem fragen, ob ich Missie ein paar Meter auf dem Paddock nur mit Halsring rumführen darf; kehrt man Nepomuk den Rücken, hängt er vermutlich sofort wieder an ihrem Hintern dran. Außerdem stelle ich die Regel auf, daß er Missie, falls sie jemand rausführen will, höchstens bis zur Höhe der Tränke folgen darf – bis zum Ausgang sind es dann noch über 10 m. . Um das zu üben, muß man sie gar nicht rausführen, sondern nur bis zum Ausgang, danach bringt man ihm bei, welche imaginäre Linie er nicht überschreiten darf.

Man muß das alles alleine üben, im Alltag hat man ja niemanden, der Nepomuk in Schach hält, damit man Missie rausführen kann. Außerdem löst das das Problem natürlich nicht, man muß ihn wegschicken können. Wenn Missies Besitzerin und am besten ihre RB auch mal Zeit haben, treffen wir uns im Stall, danach sollten beide Missie ohne jedes Problem rausführen können. Die Grundlage dafür, nämlich das „geh weg“, werde ich bis dahin mit ihm erarbeiten.

Nepomuk ist ja kein schwieriges Pferd, er wird sich schnell fügen. Barbie ist ein anderes Kaliber, ihn zuerst rausführen habe ich mich bisher nicht getraut. Für sie gilt dasselbe wie für ihn, die Demarkationslinie liegt an der Traänke.

Wer hätte gedacht, daß Nepomuk sich als Problem erweist – ich nicht. Pferde haben ihren eigenen Kopf, Barbie tut mir leid, sie versteht die Welt nicht mehr. Missie hat einen treuen Freund gefunden, der sie beschützt, was ihre Besitzerin nicht stört.

Sobald sein Sommerekzem ausbricht, wird er tagsüber meist im Stall stehen, dann ist eh Schluß mit Missie am Hintern hängen, aus Solidarität stellt sich keine (gesunde) Stute dazu.

Barbies Hufe schauen nicht gut aus, ich weiß nicht, ob ich der Natur ihren Lauf lassen oder zur Zange greifen soll. Strahl und Eckstreben sind kein Problem, die sind im grünen Bereich. Die Wandüberstände werden immer größer, die Hufe wachsen wie verrückt – mit ein wenig Raspeln 4x pro Woche erreiche ich nichts. Die Bakterien sind fleissig, sie werden irgendwann dafür sorgen, daß all das überflüssige Horn wegbricht. Das kann noch ne Zeit dauern, eventuell hat Barbie dadurch Schmerzen. Sie lahmt zwar nicht, wollte aber nicht mitgehen.

Morgen ist meine RB da, ihr einjähriges Jubiläum mit Nepomuk, sie ist ein prima Aufheber und ich habe beide Hände frei, um die Zange zu drücken. Den Hufbock werde ich auch mitnehmen, falls ich ihr das tote Horn wegbrechen kann, muß ich ja alles wieder gerade feilen. Falls ich nichts abknipsen kann, werde ich die Bakterien zumindest bei ihrer Arbeit unterstützen können, d. h. den Selbstheilungsprozeß ein wenig beschleunigen.

Daneben werde ich Barbie darauf trainieren, ihren Huf genau auf mein Hölzchen zu stellen, so daß ich auch mit der groben Feile raspeln kann – im aufgehobenen Zustand funktioniert das nämlich nicht.

Es gibt ne Menge zu tun, packen wir es an :-).

20. März 2012

Nepomuk kostet Nerven

Filed under: Allgemein — admin @ 21:55

Ich traf den Stallmeister, der mir berichtete, Nepomuk hänge ständig an Missie. Wie man dieses Problem lösen könnte, weiß ich auch nicht. Er tut ihr nichts, sie darf auch überall hingehen, traut sich aber wohl nicht, dazu unten mehr.

Barbie durfte wie üblich zuerst raus, ich habe sie geputzt, ihr außerdem Beine und Hufe mit Wasser + EM gewaschen. Nepomuk kam derweil nachsehen, ob sie abgeblieben war, anscheinend schafft er es hin und wieder, sich von Missie zu trennen. Als Barbie fertig war, bekam sie ihr Zusatzfutter, als das gefressen war, holte ich Nepomuk und tat sie zurück in die Herde.

Ein Stallkollege kam vom Ausritt zurück und erzählte mir, als die Besitzerin Missie heute rausnehmen wollte, hat sich Nepomuk mit rausgedrängelt. Ihn einfangen war wohl weniger schwierig, der Stallkollege hatte dann aber Probleme,  sein eigenes Pferd rauszuführen, Nepomuk blockierte anscheinend den Ausgang.

Beim Putzen blieb er heute gut stehen, er hat nur ein paar mal gewiehert. Sattel drauf und Zaum, ab ging es Richtung Ovalbahn, der Verkehr hat ihn nicht interessiert, auch die S-Bahngleise nicht. Er war trotzdem ziemlich aufgeregt, weil er alleine draußen war.

Auf der Ovalbahn angekommen, blieb er nicht stehen zum Nachgurten und zog mich ein paar mal in die Mitte, wo er meinte, Gras fressen zu können. Das verbot ich natürlich, führte ihn eine Runde und schaffte es dann mit Mühe, nachzugurten.

Stehen bleiben zum Aufsteigen ging gar nicht, er war ständig in Bewegung, vorwärts, seitwärts, rückwärts. dazu immer wieder Gewieher. Nach 10 Min. verlor ich ein wenig die Nerven und habe ihn angebrüllt, was natürlich nicht dazu beitrug, daß er ruhig stehen blieb. Nach weiteren 10 Min. mit einem irren Nepomuk schaffte ich es, daß er einigermaßen stand, schnell aufgestiegen.

Auf der linken Hand ging es los, er schaute ständig zur Straße und zur S-Bahn, außerdem mußte er mindestens jede Runde ein mal wiehern. Beim Traben war er schwer zu bremsen, wollte ständig rennen, sehr anstrengend – daher verzichtete ich aufs Galoppieren.

Der Handwechsel paßte ihm gar nicht, er wollte ständig umdrehen, ich ließ ihm das nicht durchgehen. Er wurde richtig bockig, Kopf zum Boden, ich dachte, gleich macht er ein Rodeo. Rückwärts gehen, seitwärts, jede Runde wieder, sobald wir am Ausgang vorbei waren. Irgendwann hat es mir gereicht, ich habe ihn ordentlich angebrüllt und ihm die Haken in den Bauch gehauen, danach war er brav. Wir ritten noch einige Runden, immer wieder Trab, das klappte gut.

Danach ging es zurück zum Stall, ein Traktor kam, ich wollte den vorbei lassen und ritt dazu ein Stück von der Straße weg. Nepomuk war der Traktor egal, er konnte nur nicht stehen bleiben, also vor dem Traktor wieder auf die Straße und im Trab über die S-Bahn-Gleise Richtung Stall.

Ich hätte dann absteigen sollen, na ja, hinterher ist man immer klüger. An der Ampel wollte ich vom Pferd aus drücken, leider gelang es mir nicht, Nepomuk neben dem Drücker anzuhalten. Und schon ritten wir auf der Straße, aber vorschriftsmäßig am rechten Rand, ein Auto bremste hinter uns, die Gegenspur war frei, zack rübergetrabt. Nepomuk ging aber nicht sofort auf den Gehweg, wie von mir gefordert, ein Auto kam, fuhr knapp an seinem Hintern vorbei, ihn interessierte das nicht. Endlich ging er auf den Gehweg und wir ritten zum Stall.

Ängstlich war er die ganze Zeit nicht, er war nur nervös, weil er alleine draußen war. Fremde Umgebung und dann noch getrennt von seinen Weibern, das hat nicht nur ihn Nerven gekostet. Fürs erste mal hat er es ganz gut gemacht, zukünftig steige ich vor der Straße ab, bis er sicher stehen bleibt.

Barbie hat die ganze Zeit am Eingang auf ihn gewartet, er bekam sein Zusatzfutter und wurde abgewaschen, weil er ziemlich geschwitzt hatte. Aber nicht wegen dem bissi Schritt und Trab auf der Ovalbahn, ca. eine 3/4 Std., sondern weil er so nervös war. In der Herde zurück, sagte er Barbie kurz „hallo“ und trabte dann zu Missie – dafür hätte ich im am liebsten eine drauf gehauen.

Insgesamt war er über 2 Std. draußen, er wird sich dran gewöhnen müssen, ich hoffe, das hilft, daß er etwas runter kommt von seinem Missie-Wahn. Nachdem ich gekehrt und mein Zeugs aufgeräumt hatte, ging ich hinter, um nach den Hafis zu schauen.

Missie stand im Unterstand, davor Nepomuk, Barbie kam gleich zu mir. Ich habe dafür gesorgt, daß Missie weggehen kann – sie könnte das auch alleine, traut sich aber nicht. Sie wollte zu den vorderen Ställen, da standen aber Isis, vor denen sie Angst hatte, daher kehrte sie wieder um. Nepomuk war stets an ihrer Seite, sie ging dann Richtung Paddock. Er hat sie weder irgendwo hin gedrängt noch sonstwas, er läuft ihr halt hinterher. Sie kann machen, was sie will, theoretisch, praktisch traut sie sich das aber (noch) nicht.

Ich will den Stall nicht verlassen müssen wegen Nepomuk, ich hoffe, sein Missie-Wahn legt sich mit der Zeit. Sodele, habe mit Missies Besitzerin telefoniert, Nepomuk hat sich schon öfters mit rausgedrängelt. Sie meint, ich hätte ein Dominanzproblem, mit mir geht er aber problemlos mit. Ich kann Nepomuk frei im Stall laufend von Missie trennen ohne Probleme, dafür brauche ich weder Halfter noch sonstwas.

Ich habe angeboten, Missie rauszuführen, damit ich sehe, wie Nepomuk sich verhält, die Besitzerin will aber dabei sein. Auch gut, wenn sie Zeit hat, schaue ich mir an, wie sie das macht.

Nepomuk ist ein wenig durch den Wind, erstmals in seinem Leben steht er in einer großen Herde und hat beschlossen, die rangniedrigste Stute zu beschützen, Barbie ist ihm nicht mehr so wichtig. Das spielt sich ein, er tut Missie im Stall ja nix, sondern paßt nur auf.

Missie rausführen, ohne daß er mitläuft, muß natürlich funktionieren, da muß man sich halt durchsetzen. Ich kann das für andere nicht regeln, sie müssen sich selber Respekt verschaffen. Vielleicht wird er etwas ruhiger, wenn er öfters mal geritten wird, heute war er das erste mal alleine draußen. Alles ihm Rahmen, er ist brav und zuverläössig-

17. März 2012

im Gelände mit Barbie

Filed under: Allgemein — admin @ 20:25

20 Grad und Sonnenschein, das ideale Reitwetter. Barbie geputzt, sie ist nun komplett sauber, auch der Bauch, und gekämmt. Picobello rausgeputzt bekam sie ihr tolles Vorderzeug, passend zur Trense, an und den Wanderreitsattel drauf, ich hatte mich auch „schick“ gemacht :-). Zur Sicherheit legte ich ihr zusätzlich das Halfter mit der Kette an und führte sie am Strick.

Vor der Kirche standen Hochzeitsgäste rum, die uns gebührend bewunderten – so soll es sein *g*. Die S-Bahngleise beäugte Barbie mißtrauisch, schnell im Trab drüber, danach ging es weiter auf Asphalt bis zur Ovalbahn. Sie lief auf dem Teer einwandfrei und wollte nicht ein mal auf den Seitenstreifen ausweichen, ein sehr gutes Zeichen.

Angekommen, nahm ich ihr das Halfter ab und packte es in die Satteltasche, dann ging es auf die Ovalbahn, wo bereits zwei Isis aus dem Stall ihre Runden drehten. In der Mitte ist Gras, der Stallmeister war gerade mit Traktor und großem Ausleger da, um das zu harken. Barbie hatte ziemlich Angst davor, ich habe sie beruhigt und eine Runde geführt. Danach stieg ich auf, das klappte sofort, obwohl Barbie immer noch nervös war. Wir ritten eine Runde trotz Traktor, sie muß sich an sowas gewöhnen.

Der Stallmeister fuhr wieder, ich ging mit Barbie auch, will sie ja langsam antrainieren. Zurück ritt ich am Seitenstreifen, Barbie ging schnell Schritt, sie hatte es eilig :-). Einmal ist sie von sich aus angetrabt, da wir gerade auf Asphalt gingen, habe ich sie wieder durchpariert. An den Gleisen angekommen, blieb sie stehen, die sind ihr noch nicht ganz geheuer. Ich stieg ab und führte sie bis zum Stall, was nur mit Trense auch gut klappte.

Sie war heute super brav und auch nicht besonders nervös, wenn man bedenkt, daß sie quasi 2 Jahre stand und noch nie alleine im Gelände war. Die Gegend kannte sie nicht, außerdem gab es viele Traktoren, sogar mit Ausleger, Autos, Menschen, andere Pferde usw. An ersten frühlingshaften Samstag im Jahr sind natürlich ne Menge Menschen unterwegs, wer ein Fahrpferd werden will, muß damit klar kommen.

Die Ovalbahn ist sehr schön, sogar mit einem Band eingezäunt, der Boden super, ideal zum Reiten. Der Weg dahin durch den Ort ist natürlich Asphalt, danach kann man auch auf dem Seitenstreifen (Gras) gehen. Bei Nepomuk nicht nötig, bei Barbie schon, wenn man reitet. Einfache Strecke ca. 10 – 15  Min., ideales Huftraining und wenn man ankommt, ist das Pferd aufgewärmt.

Mit Nepomuk auf der Ovalbahn traben und galoppieren, macht sicher ne Menge Spaß. Die ist nicht so groß wie eine Galopprennbahn, so daß er nicht so viel Tempo aufnehmen kann im Galopp – ideal für mich. Nächstes Mal gehe ich mit ihm hin, ziehe mir dann aber nen Helm auf, heute habe ich darauf verzichtet.

Mit Barbie gehe ich nun 2x pro Woche hin, der Boden der Ovalbahn ist ideal für sie. Wenn ich eine neue RB habe, gehen wir ja zusammen ins Gelände, bis dahin kann ich prima auf der Ovalbahn trainieren.

Im Stall zurück holte ich Nepomuk, der bereits am Eingang stand und wieherte, anscheinend steigen Barbies Aktien bei ihm nun wieder. Beide bekamen ihr Zusatzfutter, Barbie noch die Hufe ein wenig geraspelt, dann tat ich sie zurück. Nepomuk geputzt und behandelt, bisher scheuert er nicht. Ihn auf dem Platz zu reiten, dazu hatte ich keine Lust mehr, mußte ja noch kehren und mein ganzes Zeugs wieder aufräumen.

Nachdem der Paddock (Erde) nun abgetrocknet ist, sind die Hufe trocken und steinhart. Ich werde nun wieder regelmäßig die Hufe samt Sohle waschen und meine diversen Hufpflegemittel zum Einsatz bringen.

Auf Barbie hält nun ihr baumloser Wanderreitsattel ohne Ledersatteldecke drunter, früher ist er ja leicht verrutscht. Beim Gurt sind noch 2 Löcher Reserve, evtl. braucht sie bald einen kürzeren – der kaufe ich ihr gerne :-). Barbie hat enorm abgenommen im Rücken, an der Schulter, am Mähnenkamm; die ganzen Fettpolster, verursacht durch EMS, sind nun weg. Die waren die Ursache für ihre Huferkrankung, Bewegung ist nun im Stall gegeben, zusätzlich trainiere ich sie langsam wieder an. Wegen ihrer noch nicht gesunden Hufe will ich Reiten nicht übertreiben, von der Muskulatur her wäre das kein Problem.

Barbie hat nix im Rücken, sie ist ein kräftiges Pferd, auch wenn sie 2 Jahre fast nur stand, Sattel und meine Person wiegen nicht mehr als höchstens 60 kg. Für Barbie kein Gewicht, außerdem hat sie eine enorme Hinterhand aufgrund ihrer Erkrankung entwickelt, um die Vorderhufe zu entlasten. Die setzt sie auch ein, ohne daß man sie am Zügel reiten muß.

Barbie reiten macht mir unheimlich Spaß, sie geht so wunderbar weich. Sie liegt mir einfach, die Größe ist genau richtig für mich, auf ihr fühle ich mich zuhause. Komischerweise vertraue ich ihr mehr beim Reiten als Nepomuk, sie buckelt zwar mal, macht aber kein Rodeo. Nepomuk auch nicht mehr, bei ihm kann man aber nie sicher sein.

Ich reite nun immer einen auf der Ovalbahn, wenn ich im Stall bin. Ausreiten mit Stallkollegen wäre natürlich möglich mit Nepomuk, er kann jedes Tempo mitgehen, ich aber nicht. Na, wir werden sehen, wenn ich öfters reite, werde ich auch besser.

 

16. März 2012

kleine Runde mit dem Motorrad

Filed under: Allgemein,Motorrad,Pferde — admin @ 20:29

5 1/2 Monate bin ich nicht mehr Motorrad gefahren, die Batterie habe ich aber natürlich alle 4 – 6 Wochen aufgeladen. Bei meiner BMW ist das einfach, man kann die über die Bordsteckdose aufladen, muß das Teil also nicht ausbauen oder die Verkleidung abnehmen. Beim zweiten Drücken des E-Starters sprang Gamay an, den Einzylindersound habe ich vermisst :-). An der ersten Tanke angehalten, um den Reifendruck auf Standard zu bringen, danach aufs Land gefahren.

Das macht Spaß, ich fuhr heute allerdings vorsichtig, man soll es nach so langer Pause nicht übertreiben. Die F lief wie am Schnürrchen, sie ist halt ein Premium-Motorrad *g*. Im Stall hielt ich an, um nach den Hafis zu schauen. Bei ca. 20 Grad und Sonne könnten schon die ersten Mücken fliegen, falls Nepomuk anfängt zu scheuern, muß er ja sofort die Decke drauf bekommen.

Barbie nahm ich mit, sie kam wie immer sofort her, Nepomuk nicht, er stand bei einem Isländer, anscheinend läßt sein Missie-Wahn wieder nach. Barbie habe ich nur die Hufe ausgekratzt und geraspelt, so gut es ging. Nepomuk geholt, an den vorderen Ställen angekommen, wollte er plötzlich nicht mehr mitgehen. Anscheinend fühlt er sich so sehr wohl in der Herde, daß er sie nicht mehr verlassen will. Ich mußte mal ordentlich am Strick ziehen, um ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen – Spinnerei lasse ich gar nicht erst einreißen.

Beiden ihr Zusatzfutter gegeben, ihm auch Hufe ausgekratzt sowie DermaNiem drauf und dick eingesprüht. Barbie führte ich am Strick zurück, Nepomuk durfte frei mitlaufen, schnell klaute er sich vom Schubkarrn, der für die Abendfütterung bereit stand, noch ein Maul von Heu, dann ging er brav mit rein.

Gekehrt, da wurde schon gefüttert, ich half ein bissi mit. Die Pferde standen derweil friedlich auf dem Paddock und dösten, als sie wieder rein durften, gab es kein Gerenne, alle gingen relaxt an irgend einen Platz, außer Nepomuk, der sich wieder an Missie gehangen hatte. Barbie fraß friedlich mit 6 Isländern, alle schön in Reih und Glied, auf der anderen Seite standen weitere drei.

Wer hätte jemals gedacht, daß das so gut klappt, Isländer sind ja Rassisten, die lieber unter sich bleiben, Barbie weiß davon anscheinend noch nichts. Ich denke schon, daß Isländer mit anderen Rassen auskommen, sie müssen sich ja nicht lieben. Als ich ging, stand Nepomuk immer noch mit Missie im Gang, der hintere Unterstand war ja bereits voller Pferde. Er hätte vor gehen können, wo es ne Menge freier Plätze gab – aber gut, ist seine Sache.

Nepomuk ist so beschäftigt mit seinen Stuten, da hat er kaum Zeit zu fressen, das macht nix, er kann ruhig noch was abnehmen. Barbie sucht sie ihren eigenen Weg, so gierig wie früher ist sie schon lange nicht mehr. Alles entwickelt sich bestens, der neue Stall ist wirklich ein Glücksfall. Alle sind nett und freundlich, ich kann mich öfters mal unterhalten :-), kein Matsch mehr, dazu ein prima Reiterstüberl mit fließend warm/kalt Wasser, Strom, Getränken, Kaffee, und eine Toilette. Keine Mäuse, Pferdedusche und Strom am Putzplatz.

Die Hafis standen noch nie in einem so tollen Stall, besser bzw. naturnaher kann man Pferde nicht halten. Zwei große Unterstände, auf einer Seite offen, gegenüber ein sehr großer geschlossener Stall mit zwei Ein-/Ausgängen, der vierte Unterstand am Paddock auf zwei Seiten offen. Matten in den Unterständen, eine große gemauerte Tränke und eine beheizbare automatische im großen Stall. Unterschiedliche Böden, d. h. Pflaster, Sand und auf dem großen Paddock Erde. Hochwertiges Bio-Heu und im Sommer Bio-Stroh, artgerecht auf dem Boden ausgelegt. Dazu ca. 20 bis 25 friedliche Pferde, was für Bewegung sorgt.

6 ha Magerweide (kein Kunstdünger), 5 Weiden, begrenzter Weidegang (nachts 7 Std.) ab Mitte Mai, tagsüber nur Stroh. Ich werde Barbie vorher auch kein Gras draußen fressen lassen, der Fruktan-Gehalt ist zu hoch ==> Rehegefahr.

Die Hafis sind glücklich in der Herde, sie haben sich bestens eingewöhnt und ich mich auch. Entwurmt wird 4x pro Jahr, da muß ich mich fügen; bei so vielen Pferden, wo gelegentlich auch neue kommen, normal, denke ich. Geimpft wurden beide vor 3 Jahren gegen Tetanus, das reicht laut Stallmeister.

Zurück fuhr ich bis Ottobrunn Landstraße, dann ein Stück auf der AB, 170 km/h – jaaaaaa, das macht Spaß :-).

Das DermaMineral kam heute, ich werde Nepomuk morgen umstellen, bisher bekamen beide Kräuter-Mineral. Barbie bekommt das restliche MeboSyn, zu dem soll man kein MiFu geben, wenn das leer ist, wechsel ich auch bei ihr zu DermaMineral. Bentonit habe ich auch noch, mal sehen, wann ich das ins Pferd bringe.

Heute habe ich Barbies Hufe genauer begutachtet, es ist seitlich bisher nur sehr wenig weggebrochen, gebe mir mit dem Raspeln wirklich Mühe, erreiche damit aber wenig. Hier habe ich gelesen /Zitat/: „Wir empfehlen inzwischen, das Pferd täglich bis zu einer halben Stunde auf Asphalt im Schritt zu bewegen, um genug Bodengegendruck zu gewährleisten. Dies stärkt die weiße Linie indem die Blutzirkulation im Huf erhöht wird.“ Morgen werde ich also wieder mit ihr spazieren gehen, dieses mal etwas länger.

Unsere Ovalbahn (links oben) ist ja ein Stück vom Stall (A) entfernt, da könnte ich mit Barbie hinlaufen und evtl. sogar eine Runde reiten, falls sie will. Zurück reiten müßte in jedem Fall klappen, das ist ja immer einfacher als vom Stall weg. Barbie hat viel aufzuholen, alleine rausgehen kennt sie nicht, bisher wurde sie ja kaum geritten, stand mehr oder weniger 2 Jahre wegen Krankheit.

Nun ist sie 14 Jahre und wird quasi erneut angeritten – andere Pferde gehen in dem Alter bereits in Rente. Wir haben ein großes Vertrauensverhältnis, Barbie hat nicht vergessen, daß ich ihr mit Heilerde geholfen habe, als sie stocklahm war. Auch nicht, daß es ihr durch meine Hufbearbeitung immer besser ging im Gegensatz zu anderen Hufmenschen, nach deren Bearbeitung es  ihr meist schlechter ging.

Barbie ist extrem stark auf mich fixiert, wenn sie mich hört oder sieht, wiehert sie vor Freude :-). Wir zwei sind ein Team, bei dem ich das Sagen habe, sie aber auch gelten lasse.

Nepomuk muß die nächste Zeit mal etwas zurückstecken, da er im Stall mit Stuten bewachen genug Bewegung hat, kann er auch mal länger „stehen“. Putzen muß ich ihn aber trotzdem, sonst juckt das tote Winterfell evtl. noch und er scheuert es runter.