30. April 2012

2 Std. Ausritt mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:16

Das Wetter war heute mit ca. 25 Grad, Sonne und ein wenig Wind ideal zum Reiten – ich war mit der Besitzerin von Missie verabredet. Einfach toll, gemütlich durch den Wald zu reiten, dabei kann man super gut entspannen. Getrabt sind wir auch ein paar mal, ich habe es konditionsmäßig ganz gut gepackt *g*.

Zum Schluß hin traute ich mich sogar Galopp, obwohl ich keinen Helm auf und keine Sicherheitsweste an hatte. Nepomuk schoss sogleich an Missie vorbei, er wurde etwas schnell, ich konnte ihn aber einigermaßen gut bremsen und vor dem nächsten Schotterweg problemlos durchparieren. Langsam ist nicht sein Ding, das muß man halt mit ihm üben. Inzwischen vertraue ich ihm, er buckelt nicht mehr oder macht gar Rodeo, man kann sich auf ihn verlassen. Zwischendurch mal Gras stibitzen am Anfang und Ende vom Ausritt ist seine Schwäche, ich bin da nicht so streng, wie ich evtl. sein sollte. Bald darf er ja auf die Weide, dann gibt sich das vielleicht.

In Sachen Ekzem ist er immer noch  so gut wie symptomfrei, die kleinen Bißwunden am Schlauch verheilen gut, neue kamen nicht hinzu. Die SE-Isis im Stall habe ich heute mal ein wenig begutachtet, einem geht es gut. Der zweite sah bereits ziemlich zerfleddert aus, als ich Anfang März in den Stall kam, er hat am Körper teilweise kahle Stellen. Der dritte hat nur einen Mähnenschutz drauf und an der Schweifrübe eine Handteller große Stelle blank gescheuert. Die Besitzer der Isis kenne ich nicht, werde sie mal ansprechen, falls ich einen treffe.

Im Stall halten mich wohl alle für ein wenig verrückt *g*, Nepomuk in Vollverkleidung und Barbie mit Fliegenmaske und ab morgen mit Hufschuhen – das kennen die Stallkollegen nicht. Nicht nur Isis haben eine andere Mentalität als Haflinger, sondern auch ihre Besitzer.

Barbie hatte ich gleich mittags untersucht und keine Schwellungen oder Wärme an den Beinen festgestellt, dafür aber gesehen, daß sie links vorne lahmt und nicht rechts. Die Kühlkompresse band ich ihr trotzdem um,. Bandage drüber – kann nicht schaden. Nach dem Reiten kam sie raus und ich habe den Huf genau untersucht, an der Sohlenschwiele gibt es einen leicht roten Fleck mit einem schwarzen Punkt drinnen, was anderes sah ich nicht. Mit dem Messer habe ich ein wenig an dem schwarzen Punkt rumgekratzt, man muß fast eine Lupe nehmen, um den nun noch zu finden.

Für eine Einblutung in die Sohle kann es mehrere Gründe geben, die wahrscheinlichste ist ein Bluterguß, weil sie auf einen Stein getreten ist. Da sie links vorne keinen Tragrand hat, sondern auf der Sohle läuft, kann sowas passieren, weil die Belastung auf die Sohle ja ziemlich groß ist. Blöderweise hatte ich heute die Hufschuhe nicht dabei, also werde ich morgen mal schnell mit dem Motorrad rausfahren, ihr Heilerde auf die Sohlen tun und ihr die Schuhe anziehen. Die bleiben dann mal ein paar Tage drauf, bis sie nicht mehr lahmt.

Bei einer Quetschung der Lederhaut blutet es auch in die Sohle oder weiße Linie, ich wüßte aber nicht, woher sie die derzeit haben sollte. Die Herde wird am Donnerstag entwurmt, ich schätze mal, die Weidesaison beginnt frühestens nächste Woche. Ein Glück, daß Barbie jetzt lahmt, so kann man einen Reheschub auschließen. Ich denke, in einer Woche hat sich der Bluterguß abgebaut und sie läuft wieder normal, wenn nicht, sehen wir weiter.

Der Stallmeister meinte, sie läuft auch links hinten etwas lahm, davon sah ich heute nichts. Zur Sicherheit werde ich ihr alle vier Hufschuhe anziehen, dafür habe ich die Dinger ja. Neue Filzeinlagen auch, aber die alten sind noch gut.

Heute habe ich ihr Keralit-Huffestiger auf die Sohlen und Huföl auf den Kronsaum, nachdem ich die Hufe mit Wasser + EM gewaschen hatte. Barbie bekam noch die Mähne nass gebürstet (mit Backpulver) und den Schweif gewaschen (mit Shampoo), das Ausspülen mit dem Schlauch klappte auch bei ihr gut.

28. April 2012

Barbie lahmt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 21:49

Gestern und heute war ich von früh bis abends draußen, habe es mir im Garten richtig schön gemacht. Die Terrasse ist gekärchert und imprägiert, die Hollywoodschaukel ist wieder aufgebaut, die zwei Sitzgruppen stehen an ihrem Platz, die aus Holz habe ich mit Lasur gestrichen. Das Gewächshaus ist umgestellt und erneut zusammengebaut; jetzt fehlt nur noch die Solardusche und der Pavillon, den Pool werde ich erst im Mai aufstellen.

Als ich heute in den Stall fuhr, hatte es 31 Grad, zum Reiten war mir das zu warm. Als ich Barbie rausführte, sah ich sofort, daß sie vorne rechts leicht lahmt – inzwischen habe ich dafür ein Auge. Ich habe ihr die Hufe abgespritzt und dann ausgekratzt, irgendwas gesehen, woran es liegen könnte, habe ich nicht.

Ich bin nur froh, daß die Pferde noch nicht auf die Weide dürfen, das dauert noch, ansonsten hätte ich gleich wieder an Hufrehe gedacht. Heute habe ich nicht geraspelt, es ist nur noch ein wenig rechts vorne, daran kann es aber nicht liegen. Mir ist unklar, was die Ursache ist, werde das am Montag genauer untersuchen und Heilerde mitnehmen. Barbie bekam StrahlNiem auf die Sohlen und eine Fliegenmaske angezogen, als ich kam, war sie im Gesicht voller Fliegen. Warum sie alleine mit Nepomuk auf dem Paddock stand, anstatt sich irgendwo unterzustellen, ist mir ein Rätsel.

Barbie wieder rein und Nepomuk geholt, Decke abgenommen und untersucht. Erstaunlicherweise hatte er weder gescheuert noch sie weitere Wunden in den Schlauch gebissen, so könnte es den Sommer über bleiben. Ich habe ihm Mähne und Schopf eingeflochten, damit die Haare nicht durch die Decke abbrechen, er bekam auch eine Fliegenmaske auf. Zurück im Stall, stellte er sich mit Barbie in einen Unterstand, keiner traute sich, ihn zu verscheuchen.

Im geschlossenen Stall stehen immer eine Menge Isis, sich da noch dazu zu stellen, gibt erst mal Ärger, denke ich. Falls das Ekezem bei Nepomuk schlimm wird, dann wird er sich da reinstellen, er ist ja ziemlich ranghoch und setzt sich dann schon durch. Ich hoffe aber, ich bin mit seiner Behandlung nun endlich auf einem guten Weg, bisher schaut es sehr gut aus.

Vorgestern habe ich mir ein neues Notebook bei amazon bestellt, heute kam es bereits. Gleich gebootet und ein paar Programme installiert, die ich brauche. Bluescreen, nanu, ich mußte im abgesicherten Modus auf eine frühere Zeit zurücksetzen. Immer wieder Bluescreen, einmal ist Win7 gar nicht mehr gestartet. Nachdem ich das Problem durch try and error anging, dauerte es, bis ich drauf kam, woran es liegt.

Auf dem HP war Norton Antivirus vorinstalliert, was man kaufen sollte – ich habe es deaktiviert und avast Antivirus installiert, was ich schon viele Jahre benutze. Nachdem ich festgestellt hatte, daß Win7 nach der Installation von avast abschmiert, habe ich Norton AV deinstalliert – und bingo. Ich finde es ja schon ein bissi doof, daß die mit der Vorinstallation von Norton AV das quasi aufzwingen wollen; wenn man ablehnt und was anderes installiert, bricht Win7 zusammen.

Bei meinem alten Notebook Gericom reichte mein WLAN nicht mal bis ins Schlafzimmer, geschweige denn in den Garten, beim HP funktioniert das nun. Gemütlich in der Hollywood-Schaukel sitzen und online sein, hat was :-), der Sommer kann kommen. Einen UMTS-Stick habe ich auch, kann also überall in de online gehen, falls es Not tut. Den brauche ich normal nur für Urlaube in Berlin, die Nachbarn dort haben ihre WLANs alle verschlüsselt *g*.

25. April 2012

endlich schönes Wetter

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:00

Ich freue mich schon auf die Gartensaison :-), gestern habe ich mir eine Solardusche bestellt, 35 Liter Tank, große Regendusche, Einhebelmischer, unten ein Hahn fürs Füße brausen. Ein tolles Gerät, es dauert ca. 1 – 2 Std., bis das Wasser sehr heiß ist, die ergänzt prima meinen Swimming-Pool (wobei ich noch nicht weiß, ob ich ihn dieses Jahr aufstelle).

Meinen Kaninchen habe ich ein großes Gehege an ihren Luxusstall angebaut, direkt überdacht zum Schutz vor fremden Katzen. Bisher hatten wir eine Plastikfolie darauf als Regenschutz, das Wasser sammelte sich aber an mehreren Stellen, also nicht optimal. Gestern Abend habe ich mein Sonnensegel drüber gespannt, was auch keine Dauerlösung ist. Also habe ich mir für meine Terrasse einen Falt-Pavillon, 3×3 m, bestellt, damit sind meine Hollywood-Schaukel und die Gartenmöbel überdacht. Meinen großen Ampelschirm bekommen die Kaninchen über ihr Gehege, der ist ziemlich wasserdicht.

Schneewittchen ist ja blind, sie kann sich im ganzen Garten nicht mehr gut orientieren, außerdem ist sie eine leichte „Beute“ für Katzen, man muß also ständig dabei sein. Mit dem Gehege haben beide einen großen Auslauf von früh bis abends, nachts sperre ich sie in ihren Stall wegen möglicher Marder. Max geht es seit gestern nicht so gut, er liegt viel, morgen gehe ich mit ihm zum TA. Für mich sieht das nach Schlaganfall oder so aus, er ist teilweise unsicher beim Hoppeln und wenn er sitzt, läßt er sich gerne auf eine Seite umfallen.

Wenn er stirbt, wäre das sehr schlimm für das blinde Schneewittchen, sie ist ja auch sehr alt und wird sich an jemand neuen wohl kaum mehr gewöhnen. Na, abwarten, was der TA sagt.

Mein Gewächshaus wird umgestellt und wieder zusammengebaut, sobald ich morgen meine Terrasse fertig gekärchert und die Möbel aufgestellt habe. Tomaten usw. züchte ich bereits, dieses Jahr will ich auch mal was ernten *g*. Es wird richtig gemütlich draußen, fehlt mir nur noch ein neues Notebook. Mein uraltes ist kaputt, für Urlaub und Garten brauche ich aber nur ein kleines. Man kann es sich auch zuhause schön machen, in Urlaub werde ich vermutlich auch dieses Jahr nicht großartig fahren können. Berlin steht schon länger an, ich muß jetzt aber erst mal sehen, wie Barbie den Weidegang verträgt.

Im Stall war ich heute auch, habe bei Barbie wieder geraspelt, rechts vorne bin ich immer noch nicht ganz fertig, es fehlt aber nicht mehr viel. Ihre anderen drei Hufe sind nun fertig, bei den Vorderhufen muß ich halt noch die Wände vollständig begradigen. Das kann ich nach und nach machen, Hauptsache, sie steht nun korrekt. Derzeit schauen die Vorderhufe aus wie bei einem beschlagenen Pferd, da wölbt sich die Zehe nach einer Zeit auch enorm, weil sie ja nicht nach vorne rauswachsen kann durch das Eisen. Damit stimmt dann die Zehen-/Fessel-/Trachtenachse nicht mehr, keine korrekte Stellung belastet die Gelenke. Theoretisch muß das korrigiert werden, aber wer bestellt den Schmied schon alle 4 Wochen?

Bei Barbie habe ich ja monatelang die Wände nicht begradigen können mangels Hufbock-Mitarbeit, das Horn, was blieb, kam mit der Zeit „auf den Boden“. Daher kam ich mit dem normalen Raspeln nicht mehr hinterher, weil viel mehr Horn „runter kam“ als bei begradigten Wänden. Frau lernt dazu, ich denke, ich muß nun halt dran bleiben, dann ist das auch bald geschafft.

Barbie bekam StrahlNiem auf die Sohlen, Hufliquid auf den Kronsaum und Hufwand; das zog trotz vorherigem Waschen sehr schnell ein. Ihre Hufe kommen mir etwas spröde vor im Vergleich zu Nepomuk seinen, ihr Horn ist immer noch nicht optimal. Hufe waschen oder mit dem Schlauch abspritzen werde ich für beide beibehalten, Feuchtigkeit ist wichtig für die Elastizität, danach dann ein Mittelchen aufbringen.

Nepomuk hatte nicht gescheuert, sich auch seit vorgestern nicht mehr in den Schlauch gebissen, anscheinend hat das Neomed Bio Stimular geholfen. Heute bekam er DermaNiem-Hautschutzöl drauf und die Decke angezogen, nachdem ich ihn sauber geputzt hatte. Einsprühen tue ich ihn ja seit ca. 1 Woche mit dem hier, davon hat er ein schön glänzendes Fell bekommen – Barbie habe ich heute auch eingesprüht :-).

Keine Chemie ist mir wichtig, das Insektenspray muß natürlich trotzdem wirken. Wenn es Fell und Haare gleichzeitig pflegt, ist das natürlich ein super Nebeneffekt. Ich bin inzwischen ein kleiner Pflege-Freakk *g*, umso schöner die Hafis aussehen, umso mehr freue ich mich.

Am Samstag gehe ich mit Barbie auf die Ovalbahn, am Montag ist ein längerer Ausritt mit einer Stallkollegin geplant. Ich denke, ich werde nun immer abwechselnd einen reiten und je nach Wetter, Zeit, Lust und Laune mit dem anderen Bodenarbeit machen.

23. April 2012

so gut wie fertig mit Barbies Hufen – endlich :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:22

Waldweide“ fand ich im Keller, beide bekommen nun ca. 50 g in ihr Zusatzfutter, bis das weg ist. Diverse Kräuter habe ich auch noch, die kommen danach in die Hafis. Einen Himalaya-Stalzleckstein habe ich auch mitgenommen und im hinteren Unterstand installiert, nachdem der Stallmeister es erlaubt hat.

Puh, war das heute anstrengend, ich habe aber ne Menge geschafft. Barbie kam zuerst dran, sie hatte ich fast 2 Std. am Putzplatz, 1,5 Std. davon machte ich Hufbearbeitung.

Links vorne ist das, was ich außen seitlich mit der Zange angebrochen habe, weg, ich mußte nur noch ein kleines lockeres Stück abknipsen. Der Wandüberstand ist nun komplett weg, der noch vorhandene Rand hat keinen Bodenkontakt mehr. Was vorher da war, hatte eh keine Funkion. Die Innenseite ist nun auch soweit in Ordnung, die Zehe ist nun symmetrisch, die Sohle allerdings nicht. Das korrigiert sich nun von alleine, denke ich, von der Zehe kann ich noch ein klein wenig wegnehmen. Der Huf ist derzeit ziemlich oval, mit der  Zeit wird er sicher runder werden.

Die Hinterhufe habe ich heute fertig gemacht, bleibt noch rechts vorne. Da ist noch ein wenig zu raspeln, das erledige ich am Mittwoch. Hufbock ging heute einigermaßen, trotzdem komme ich mit dem Wände begradigen nicht gut weiter. Ich habe mich dann neben Barbie gesetzt, das ist bequemer, und mit der s-förmigen Raspel daran gefeilt, das ging ganz gut, mit einer Hand führte ich die Feile, mit der anderen Hand habe ich zusätzlich Druck darauf gemacht. Das schaut nun immerhin schon rund aus an der Zehenwand, wie ein riesiger Mustang-Roll – man sieht gut, welche enorme Menge Horn noch weg muß, von der Zehe muß ja noch ein wenig weg.

Barbie hat wieder super mitgearbeitet, Hufbock ist noch nicht optimal, wird aber immer besser. Sie bekam Keralit Huffester drauf und auf den Kronsaum Hufbalsam, danach war ich ziemlich platt.

Länger als 5 Monate raspel ich nun an ihren Hufen, am 12. November 2011 habe ich angefangen. Zwischendurch gab es Phasen, wo ich sehr wenig gemacht habe, z. B. als es im Winter sehr kalt war, nun bin ich so gut wie fertig – rechtzeitig vor der Weidesaison. Diese sehr langsame Korrektur hatte den Vorteil, daß sich ihre Hufe immer wieder an die neuen Gegebenheiten anpassen konnten, also nicht wie letztes Jahr, wo sie von Nov. 2010 bis März 2012 ohne jede Hufkorrektur blieb (dann kam der Hufschmied alle 8 Wochen).

Durch meine Bearbeitung, angelehnt an NHC, habe ich nie an Sohle oder Strahl geschnitten, an den Eckstreben auch so gut wie nie. Bei Wildpferden schneidet auch keiner, ich habe eigentlich nur durch das Raspeln und die Zange das Horn entfernt, was sich ein Wildpferd abgelaufen hätte. Barbie ist ab Mittwoch hufmäßig top aufgestellt, auch wenn ihre Hufe (noch lange) nicht so aussehen wie die von Nepomuk – das ist nur nur eine Frage der Zeit. Ihre Hufe können sich nun in aller Ruhe in die Form bilden, die ihrer Natur entsprechen. Ich werde nur noch unterstützend tätig werden, die Zehen kurz halten und aufpassen, daß die weißen Linien, falls mal vorhanden, intakt bleiben.

Der Vorteil für die neue Weidesaison ist, Barbie hat ausbalancierte Hufe und eine sehr dicke Sohle. Außerdem hat sich ihre Hornqualität stark verbessert durch meine tausend Mittelchen, die ich auf den Kronsaum geschmiert habe. Eine Menge Hufabzesse bekam sie in den letzten zwei Jahren trotz Hufbearbeitung durch Hufpfleger und Hufschmied, die stammen nicht vom Gras. Da spielt alles zusammen, Übergewicht und EMS, Hufbearbeitung, zu früh Gras – alles geändert.

Nepomuk geholt, fertig gemacht und ab auf den Reitplatz. Auf dem vorderen Zirkel lief er im Trab aus der Spur und versuchte Handwechsel, ich ließ ihn nicht, nach dem dritten mal gingen wir im Schritt Zirkel, danach klappte es auch im Trab. Handwechsel, wieder Gebocke, er kann wirklich anstrengend sein. Ich habe mich immer durchgesetzt und solange das geritten, was ich wollte, bis er es gut machte. Ohne zu schimpfen ohne ihn gar mit der Gerte zu hauen, wir üben das halt solange, bis er es so macht, wie ich mir das vorstelle. Zickt er im Trab, üben wir im Schritt weiter, ich habe einen langen Atem :-).

Heute bin ich das erste mal überhaupt mit ihm auf dem Platz galoppiert, rechte Hand und linke, er war super brav – er kann auch langsam. Danach wieder Trab und das Gerenne ging los, vermutlich hat er gedacht, gleich wird wieder galoppiert. Ich habe ihn zurück gehalten, er mußte eine Volte nach der anderen traben, das fand er nicht lustig. Waren wir wieder am ersten Hufschlag und er fing an zu rennen ==> Volte. Irgendwann wurde es ihm wohl zu blöd und er trabte wieder normal – Handwechsel, dasselbe nochmals.

Bei mir galoppiert er ohne Erlaubnis nicht an; wenn er im Trab anfängt zu rennen, muß man ihn sofort bremsen und Volten gehen. Meine RB läßt ihn laufen, kann ihn dann nicht bremsen, er galoppiert an, sie hetzt ihn rum und schiebt Nepomuk dann die Schuld zu. So gehts halt nicht – er ist schon anstrengend, man muß ihn trotzdem mit Ruhe und Geduld reiten.

Ich werde ihn nun 1x pro Woche auf dem Platz reiten, am liebsten mit Unterricht, ich muß mich deswegen noch umsehen. Meine RB hat ihm dieses Gerenne beigebracht, ich ritt ja bisher fast nie auf dem Platz, ich muß das nun aber korrigieren. Na ja, mit Stangenarbeit und hin und wieder einem kleinen Sprung wird es schon abwechslungsreich, so daß es mir auch ein wenig Spaß macht.

Barbie ist ja auch wieder reitbar, wenn nun ihre zeitintensive Hufbearbeitung wegfällt, kann ich mit ihr auf die Ovalbahn gehen oder sie ans alleine Ausreiten gewöhnen.

Nepomuk nahm ich heute die Decke wieder ab, morgen soll es ja den ganzen Tag regnen, am Mittwoch bekommt er sie wieder an. Am Schlauch hatte er heute bereits kleine Bißwunden, ich habe ihn mit dem neuen Öl behandelt. Barbie bekam es auch auf Mähnenkamm und Schweifrübe zur Pflege bzw. Anregung des Haarwachstums.

21. April 2012

neue Raspeltechnik

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:37

Heute habe ich alle Karotten und den einen Apfel, was Barbie normalerweise ins Zusatzfutter gemischt bekommt, klein geschnitten, um es als Leckerli zu verwenden. Sie bekam die Hufe und Sohlen  mit Wasser + EM gewaschen, danach hinten und rechts vorne mit meiner üblichen Methode gefeilt. Also mit der s-förmigen Feile längs entlang am Hufrand, danach mit fein die Poren schließen.

Danach kam links vorne dran, mit der Zange brach ich außen seitlich Horn an, richtig was abknipsen konnte ich nicht. Die Zange muß ich mit beiden Händen drücken, um sie zu schließen, gar nicht so einfach, wenn Barbie dabei ein wenig mit dem Huf wedelt. Ich denke, übermorgen ist das Horn weggebrochen bzw. so geschwächt, daß ich es leicht wegbekomme.

Mit meiner derzeitigen Raspeltechnik komme ich auf keinen grünen Zweig, weil dadurch nur minimal Horn weggeht. Ich kann nur die feine Seite nehmen, weil die grobe sich im Horn verkantet.

Heute habe ich mit links nicht nur an der Hufwand gehalten, wie man es beim Auskratzen macht, weil ich den Huf dadurch nicht stabil genuug halten kann, er bewegt sich im Gelenk. . Sondern ihn mir ein wenig über den Oberschenkel gelegt, so konnte ich ihn stabil halten, Barbie fand das angenehmer. Dadurch konnte ich mit mehr Druck raspeln, so daß sich die grobe Seite der Feile nicht verkanten konnte. Geraspelt habe ich nicht rund um die Hufwand, sondern im rechten Winkel. Dadurch lag die komplete Breite der Raspel an und ich zog die komplette Länge durch.

Wow, dadurch ging schnell eine Menge Horn weg 🙂 – ist zwar nicht die feine englische Art, eigentlich raspelt man genau in der anderen Richtung (wenn der Huf auf dem Bock steht), aber egal. Hauptsache, ich komme gut weiter, mit der feinen Feile schließe ich eh immer alle Poren. Für mich ziemlich anstrengend, zwischendurch habe ich Barbie ein wenig geputzt, um mich zu erholen. So schwere körperliche Arbeit bin ich ja nicht gewohnt und habe daher ziemlich geschwitzt, immer wieder mußte ich den Huf absetzen, weil ich nicht mehr konnte. Barbie hat super mitgemacht und nie weggezogen, sehr brav. Durch die ständige Belohnung war sie sehr gut motiviert, bekam trotzdem nicht mehr als sonst auch, weil ich aus Apfel und Karotten ca. 20 kleine Stück geschnitten hatte.

Die Zehe habe ich fast bis zur Sohle zurückgesetzt und die Seiten angeglichen, nun schaut der Huf gleich ganz anders aus :-). ich denke, ich schaffe am Montag den Rest und dazu noch rechts vorne.

Ich mußte gar nicht auf dem Reitplatz mit ihr zwecks Hufbocktraining, es hat am Putzplatz einigermaßen geklappt.  Sie zog zwar am Anfang mal weg, die Belohnung blieb aus, danach hat sie gut mitgearbeitet. Sehr lange am Stück habe ich nie gemacht, lieber selber den Huf runternehmen, ihr ein Leckerli geben und nochmals auf den Hufbock. Durch das positive Erlebnis bleibt sie motiviert, den Huf immer wieder drauf zu stellen. Als ich nicht mehr konnte, hob Barbie immer wieder den Huf wie bei „sag hallo“, dafür bekam sie natürlich nichts – es gibt nur was, wenn sie was auf Kommando gut macht.

Erstaunlich, wie gut ich Barbie „umprogrammieren“ konnte, teilweise ist sie gar übermotiviert. Was war das früher alles für ein Kampf mit ihr, glücklicherweise ist das vorbei.

Die Wände völlig begradigen, eilt nicht so sehr, wichtig ist jetzt, daß die Wandüberstände vollständig beseitigt sind und sie korrekt steht.

Hinten und rechts vorne habe ich zwischendurch mal Keralit Undercover auf auf die noch vorhandenen „Krater“ und StrahlNiem auf die Sohlen und Strahl, auf die Hufwände Huföl. Heute hätte ich zwei Möglichkeiten zum Ausritt mit Stallkolleginnen gehabt, war dafür aber zu platt. Wichtig sind Barbies Hufe, wenn ich damit fertig bin, kann ich noch genug reiten. Für den 30. April habe ich heute einen langen Ausritt vereinbart, 2 – 3 Std. – Nepomuk wird sich freuen, es geht mit seiner Freundin Missie raus.

Der Stallmeister kam und meinte, das Rehe-Shetty hätte einen Rehebeschlag vorne mit einer Lederplatte, ob das nicht was für Barbie wäre. So ein Beschlag schützt ja nicht gegen die Erkrankung, sondern ermöglicht es dem Pferd, schmerzfrei zu gehen, weil die Zehe entlastet wird. Barbies Sohlenschwielen sind derart stark ausgeprägt, daß die Zehen keinen Bodenkontakt haben, durch die Trachtenlandung kommt da eh kaum Druck drauf. Sie hat sich quasi selbst einen Mustang-Roll an gelaufen, ich habe ja nie einen angebracht.

Sicherheitshalber werde ich die Zehen bei allen drei vorgeschädigten Hufen fast bis zur Sohle kürzen und so halten, das schadet nicht und ist besser als jeder Beschlag. Durch meine Hufbearbeitung hat Barbie ausbalancierte Hufe mit enorm dicken Sohlenschwiele, die den Tragrand an der Zehen unnötig machen.

Sobald es nachts wärmer wird, ca. ab Donnerstag, und dadurch das Fruktan im Gras sinkt, werde ich mit Barbie zur Ovalbahn gehen, reiten und sie 10 Min. grasen lassen, damit sich ihr Stoffwechsel darauf einstellen kann. Dem Stallmeister gebe ich die Hinweise zu Fruktan, am Anfang dürfen die Pferde 2 Std. nachmittags auf die Weide, das kann man ja dann machen, wenn es in Sachen Fruktan am günstigsten ist. Ich denke, dann klappt es es mit Barbie, das Bentonit werde ich beiden ab Montag geben.

Nepomuk geholt, er hatte nicht gescheuert, sich aber öfters in die Flanken gekniffen. Trotzdem ziehe ich ihm die Decke lieber ein paar Tage zu früh als zu spät an. Er bekam auch die Hufe und Sohlen gewaschen, außerdem die Mähne mit Wasser und Backpulver gebürstet und den Schweif mit Shampoo gewaschen. Zum Ausspülen des Schweifs nahm ich den Schlauch, völlig problemlos. DermaNiem drauf und ihn eingesprüht, auf die Hufwände bekam er auch Huföl.

Er schaut richtig toll aus, ich hoffe, wir können einen Großteil der Mähne dieses Jahr erhalten, mehr wage ich gar nicht zu hoffen.

Ich machte Sohlenfotos, zog ihm seine Decke und an brachte ihn zurück in die Herde. Die Isländer dachten, er wäre ein neues Pferd, sieht ja nun auch anders aus, es gab ca. 1/2 Std. einige Bewegung, bis alle kapiert hatten, daß unter der Decke Nepomuk steckt.

Eine Stallkollegin kam vorbei und meinte, wow, hat er tolle Hufe – da hat sie recht :-), seine Hufe könnten besser nicht sein.

Rechts vorne sieht man gut, daß sich die Eckstreben fast auf Sohlenniveau angepaßt haben, ohne daß ich daran jemals was gemacht hätte. Der Strahl trägt mit, ist sehr gut ausgebildet, die Strahlfurchen weit. Die Sohle ist dick und hat ein schönes Gewölbe, der Abrollpunkt ist optimal. Es gibt keine Hebel, bemängeln kann man lediglich, daß der Huf bei ca. 8 Uhr ein wenig unrund ist, daher auch ein minimales Löchlein in der weißen Linie. Das behebe ich nächstes Mal, ist schnell erledigt.

Neopomuk hat top gerade Hufwände, er kann auf jedem Boden jedes Tempo ohne Hufschutz gehen. Bei vielen Hufbearbeitungsmethoden werden die Trachten niedrig gehalten, auch bei NHC, ich wüßte nicht, wieso ich das machen soll, wenn der Huf trotzdem ausbalanciert ist. Nur weil irgendwelche Menschen diese Theorie entwickelt haben, muß sie auf Nepomuk ja nicht passen.

Rechts hinten sieht man gut, wo der Strahl belastet wird, er trägt nicht vollständig mit. Die Natur hat das so vorgesehen, warum sollte ich das ändern?

19. April 2012

Nepomuks Sommerekzemer-Saison beginnt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:33

Nepomuk durfte heute zuerst raus, ich wollte mit ihm alleine ausreiten bei dem schönen Wetter, alternativ auf die Ovalbahn. Nach dem S-Bahn-Übergang bin ich aufgestiegen, wir ritten Richtung Ovalbahn, bevor wir ankamen, hat er gestreikt, ging nur noch rückwärts. Ich stieg also ab und führte bis nach der Ovalbahn, stieg auf und trabte. Er mußte mal, ich parierte zum Schritt durch, danach wollte er nicht mehr vorwärts gehen. Auf ständig Ab- und Aufsteigen hatte ich keine Lust, also ritt ich zurück Richtung Ovalbahn, die Kurve dahin wollte er nicht nehmen, er wollte heim gehen. Also abgestiegen, ihn reingeführt, das Tür mit Band geschlossen, wieder aufgestiegen.

Auf der Ovalbahn wurde es kaum besser, im Schritt wollte er ständig Richtung Ausgang umdrehen, ich habe ihn aber nicht gelassen. Wir sind viel getrabt, dadurch konnte ich sein ständiges rückswärts gehen und umdrehen wollen vermeiden. Meine RB kann ihn im Trab nur schwer halten, er wird immer schneller und galoppiert dann an – ob sie das beabsichtigt, weiß ich nicht.

Bei mir wurde er im Trab Richtung Ausgang auch sehr schnell, sowas lasse ich ihm aber nicht durchgehen – wir traben langsam, er läßt sich auch gut zurücknehmen. Handwechsel, wieder bockt er, ich gebe aber keinen Milimeter nach, er fügt sich. Wir traben wieder viel, zum Schluß gehen wir eine Runde Schritt, die er ohne Rumzicken lief – ansonsten hätten wir das geübt, bis es klappt. Ich wäre auch 10 Runden Schritt gegangen, ich kann nämlich auch stur sein.

Ich stieg ab, band ihm die Zügel am Kehlriemen ein und habe abgemistet, er durfte derweil Gras fressen. Das dauerte ihm wohl zu lange, ich sah ihn am Zaun entlang laufen, er überlegte wohl, ob er drüber springen kann. Die Höhe hätte er locker geschafft, glücklicherweise hat er es nicht probiert; als ich fertig war, den Ausgang aufgemacht, aufgestiegen und heim geritten. Er durfe ein wenig Gras fressen, ich habe eine geraucht, alles bestens :-).

Ein wenig schreckhaft war er heute, beim Führen galoppiert er plötzlich an, es war ein Auto und ein Radfahrer hinter ihm, er hat sich sofort beruhigt. Beim Heimreiten ziehe ich den Klettverschluß meiner Handschuhe auf, Nepomuk springt zur Seite.

Zuhause bekam er die Beine geduscht, danach Cremolith auf Kronsaum, Hufwand und Sohlen, damit das mal weg kommt. DermaNiem bekam er auf Mähnenkamm und Schweifrübe, außerdem wurde er eingesprüht. Die nächsten Tage soll es häufiger regnen, daher zog ich ihm seine Decke noch nicht an.

Ihn rein, Barbie geholt, Beine geduscht und ab zur Hufbearbeitung. Ich war eh schon platt und Barbie voller Elan, ruhig stehen war nicht drinnen. Ich band sie daher sehr kurz an, was ihr gar nicht gefallen hat, sie konnte dadurch nicht mehr Rumhampeln. Ein bissi geraspelt, kein Hufbock, Huffestiger aufgetragen und auf den Kronsaum Lorbeer-Salbe.

Sohlenfotos von Barbie habe ich danaach gemacht und bin aus allen Wolken gefallen :-(., vorne links steht sie nicht plan da. Ich habe zwei Fotos von der Seite, auf dem einen steht sie mehr auf der Zehe, auf dem anderen mehr auf den Trachten. Das ist ein böses Foul, was ich am Samstag reparieren muß. An der Sohle sieht man, was belastet wird, nämlich Trachten und Sohlenschwiele, außen seitlich muß ich mit der Zange ran. Auf der inneren seitlichen Seite bildet sich langsam eine weiße Linie samt Tragrand, nur bei ca. vier Uhr muß noch geraspelt werden. An der Zehe gehört auch noch einiges weg, vor allem bei 7 Uhr, an den Trachtenenden ebenso. Ich werde versuchen, das alles auf ein mal zu schaffen, es ist nicht gut, wenn sie so „krumm“ steht. Falls ich mit der Zange außen nichts abknipsen kann, muß ich das Horn halt anbrechen und damit so schwächen, daß es von alleine wegbricht.

Rechts vorne ist von unserer etwas mißglückten Zangenaktion am 24.03.2012, siehe hier (das ist rechts vorne, die Datei ist falsch benannt), kaum mehr was zu sehen – sie hat Barbie nicht geschadet, aber einiges gebracht. Täuscht das oder fehlt tatsäclich seitlich der Bodenkontakt? Das Trachtenende muß ich anpassen, dadurch wird sie aber auch keinen bekommen, weil die Sohle das verhindert. Auf der läuft Barbie, daher hängt der „Tragrand“ mehr oder weniger in der Luft. Dramatisch ist das nicht; solange keine intakte weiße Linie vorhanden ist, d. h. eine feste Verbindung zum Hufbein, bringt ein „Tragrand“ gar nichts.  Den mit der Zange abbrechen, schadet nicht, selbst wenn es nicht perfekt wird, es bringt uns aber weiter.

Der gelernte Hufmensch würde die Sohle so stark zurückschneiden, damit sie zum Tragrand paßt, der kein Gewicht aufnehmen kann, weil die Verbindung zum Hufbein fehlt. Danach schaut alles schön aus, sorgt aber dafür, daß Belastung auf den „Tragrand“ kommt und somit wieder Zug auf das Hufbein. Die stark beschnittene und damit geschwächte Sohle wäre anfällig für Hufabszesse, die Barbie in den letzten 2 Jahren zur Genüge hatte.

Besser ist, Barbie läuft weiter auf Strahl und Sohlenschwiele, somit kommt kein  Zug aufs Hufbein, der ihr schnell wieder die Wand weghebeln könnte.

Bei der Ansicht von vorne sieht man, was ich schon alles weggeraspelt habe, die Wände sind gerade, aber noch nicht vollständig begradigt. Auf dem Foto sieht man gut die hohle Wand kurz nach sechs Uhr, da fehlt ein wenig Zehe und es ist ein kleiner Riss zu sehen.

Mich wundert, daß Barbie einen so eleganten Gang hat bei diesen Vorderhufen, sooo viel kann also nicht falsch sein an meinen Überlegungen.

Morgen also Großkampftag in Sachen Hufbearbeitung, ich höre erst auf, wenn links vorne weitestgehend korrigiert ist.Vorher Hufe und Sohlen gut waschen, damit ich was sehe, der Paddock ist ja derzeit aufgrund des Regens matschig. Was den Vorteil hat, daß das Horn etwas aufgeweicht und daher leichter raspelbar ist. Dazu mache ich mit ihr ein wenig Bodenarbeit und Dehnungen, damit sie Dampf ablassen kann. Ausreiten mit einer Stallkollegin werde ich streichen, das würde mir sonst zuviel werden.

Rechts hinten schaut schon ganz gut aus, die innere Eckstrebe reduziert sich, ein gutes Zeichen. Eine intakte weiße Linie ist noch nicht in Sicht, die kommt noch, den ganzen vorderen Zehenbereich muß ich noch kürzen.

Links hinten ist einigermaßen prima, die Eckstreben haben sich fast auf Sohlenniveau angepaßt. Bei diesem Huf kann ich nun mit dem Erhaltungstrimm anfangen, d. h. wie bei Nepomuk nach jedem Hufe auskratzen einmal rund feilen.

Es ist noch einiges zu tun, ich hätte gedacht, es wäre viel weniger *seufz*. Ich denke, ich schaffe das, auch wenn es mich noch eine Menge Kraft und Nerven kosten wird, Barbie ist ja nicht gerade einfach, wenn es um Hufbearbeitung geht.

Nepomuk werde ich mal auf dem Platz reiten und auch galoppieren, IIRC habe ich das noch nie gemacht. Laut meiner RB galoppiert er von alleine und an und fetzt dann, sie möchte mit Gebiss reiten, damit sie ihn bremsen kann. Das scheidet natürlich aus; wenn er meint, er muß fetzen, steige ich ab und und er wird frei longiert – dann „darf“ er rennen. Den Zahn ziehe ich ihm – mehr Bodenarbeit würde ihm gut tun, ich werde versuchen, das zeitlich einzurichten.

18. April 2012

Zuwachs im Aquarium

Filed under: Allgemein,Aquarium,Fische — admin @ 20:10

Mein Aquarium habe ich ja bald 6 Jahre, vom ursprünglichen Besatz von 8 Fischen leben noch drei, Goldfisch Paul vom Dehner, der anfangs in meinem Miniteich lebte, Goldfisch Fridolin und Shubunkin Sheila. Zwischendurch war noch jahrelang ein Barbe zu Gast, ein Findling; wie er in den Mini-Gartenbecker im Garten meiner Schwester kam, weiß keiner. Ein Mini-Goldfisch vom Zoofachgeschäft hatte nur einen kurzen Auftritt, ca. 2 Monate, vermutlich war er beim Kauf schon krank.

Angefangen hat alles mit meinem Miniteich im Fass, dort brüteten ne Menge Mücken aus. Zur Beseitigung kaufte ich zwei Goldfische, ohne groß nachzudenken – der Sommer war heiß und das Wasser im Fass ging auf über 30 Grad. Schnell war klar, daß die Fische da raus müssen, also habe ich für insgesamt über EUR 1.200,00 ein großes Aquarium (450 Liter) gekauft und eingerichtet. Was natürlich in keinem Verhältnis zum Wert meiner zwei Fische für ca. EUR 3,00 stand, aber wenn ich Tiere habe, halte ich die gut, um deren Wert geht es dabei nicht. Jemand anderer hätte sie ausgesetzt oder tot gemacht, aber das kam für mich natürlich nicht in Frage.

Meim Becken ist ein echtes Kaltwasser-Aquarium, es steht in einem nie beheizten Raum, im Winter hat es dort schon mal ca. 10 Grad. Mit den Pflanzen ist das natürlich ein kleines Problem, weil die meisten über den Winter kaputt gehen. Ein paar Teichpflanzen haben diesen überlebt und wuchern nun sogar, weil ich regelmäßig dünge – was zuviel ist, kommt in den Miniteich, dort leben Wasserschnecken.

Heute habe ich Wasser gewechselt, drei Fische sind schon wenig, auch wenn sie ziemlich groß sind. Kurz entschlossen fuhr ich nach Unterhaching zum Pflanzen Kölle, um mir zwei neue zu kaufen. Goldfische sind ja Allesfresser, ich war daher unsicher, welche Größe die Neuen haben müssen. Als ich bei Kölle in die Becken kuckte, stellte ich fest, daß die dort ziemlich große und ganz kleine gemischt haben – das scheint also zu gehen.

Weil Kleine gehen, habe ich mir drei ausgesucht, ein Schwarm ist ab 6 Fischen. Aussuchen konnte ich mir keine, einen einzelnen Fisch bei denen rausfangen ist schwierig, weil es so viele sind. Ich nahm einen Goldfisch, der ist zufälligerweise nicht völlig rot, auch nett, einen gelben Goldfisch und einen Shubunkin mit blau.

Das sind Teichfische, bei Kölle werden die bei 18 – 19 Grad gehalten, ich habe extra gefragt. Verstehe ich nicht, das Wasser draußen hat derzeit vermutlich ca. 10 Grad, bei mir im Becken nach Wasserwechsel (170 Liter) 12 Grad, die müßten die Fische etwas kälter halten, damit das Umsetzen nicht stressig ist.

Jeder meiner neuen Fische stammt aus verschiedenen Becken bei Kölle, der Verkäufer war not amused, weil er drei Tüten machen mußte *g*. Ich habe EUR 5,00 für alle drei bezahlt, umso kleiner, umso billiger natürlich. Ich finde die Kleinen sooo süß :-), groß werden sie von alleine. Außerdem habe ich kein Quarantänebecken, wo ich die Neuen erst mal halte, sowas wäre stark übertrieben.

Fische können immer irgendwas haben, bei meinen zwei ersten vom Dehner war einer bereits nach ein oder zwei Tagen tot. Den habe ich damals empört zurückgebracht und einen neuen bekommen – ist halt auch Glückssache. Einer ist über 5 Jahre geworden, der andere lebt heute noch. Das Doppelte oder Dreifache ausgeben für einen größeren Fisch lohnt sich bei mir nicht, der kann genauso schnell sterben wie ein Kleiner, ob Kölle den Toten dann gegen einen Lebendigen tauscht, ist die Frage.

Egal, ich finde die Kleinen eh viel netter, stirbt einer, ist das Benzin nach Unterhaching teurer als ein neuer Fisch. Ich habe die Babies langsam an die niedrigere Temperatur gewöhnt, danach ein wenig Aquariumwasser in ihre Beutel gefüllt und sie dann raus gelassen. Die Fische haben in ihrem Leben noch nie Pflanzen gesehen, das ist eine völlig neue Welt für sie. Man kann sich verstecken, Pflanzen fressen, im Sand gründeln und bekommt ausreichend Futter.

Der Größenunterschied ist enorm, die Neuen sind in etwa so lang wie die Schwanzflosse meiner Großen. Alle haben sich gleich gut verstanden, ich hoffe, sie bilden alle zusammen bald einen Schwarm. In meinem Aquarium haben sie ein wirklich schönes Leben, mit Grauen denke ich an arme Goldfische, die in einem Glas alleine leben müssen.

Für meine Kaninchen habe ich ein großes Freigehege an ihren Luxus-Stall angebaut, überdacht und weitgehend gegen Regen geschützt, ca. 10 – 15 qm. So können sie von früh bis abends auf Gras rumhoppeln, wenn sie wollen, es gibt dort Heutunnel, eine „Brücke“ aus Holzstämmchen zum Unterstellen und Anknabbern, Wasser und Nagersnack. Heute habe ich noch meinen großen Katzen-Kratzbaum rein zur Stabilisation des „Dachs“ (Folie), der hat eine schöne Höhle unten.

Schneewittchen ist ja fast blind, auf einem Auge Star und das andere entfernt wegen eines Tumors, sie verläßt den Stall nur noch selten. Im neuen Freigehege kennt sie sich aus, im Garten tut sie sich schwer, weil zu groß, sie findet dort nicht mehr leicht in ihren geliebten Stall zurück. Max springt gerne im Garten rum, auch alleine, auf ihn muß man nicht so sehr aufpassen wegen fremder Katzen, ihm tun sie nix, weil er nicht klein ist und was sieht.

Beide haben es nun wunderschön, Schneewittchen in dem großen überdachten Freigehege, wo sie sich sicher fühlt, und Max darf raus, wenn jemand gelegentlich nach ihm schaut.

Bei mir haben es alle Tiere sehr schön, im Frühjahr werde ich dann noch zwei Katzenbabies vom Tierschutz nehmen. Kürzlich lief ein schwarzer Kater, den ich nicht kenne, durch meinen Garten, er wollte zur jungen Nachbarskatze und hat sie gedeckt. Falls sie Junge bekommt, würde ich zwei nehmen.

17. April 2012

auf dem Reitplatz mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:26

Heute Fotosession, Barbie und ich haben uns schick gemacht :-). Heute mußte sie ein wenig auf dem Reitplatz laufen, ständig stehen bleiben verboten – sie hat sich gefügt *g*.

Zum Aufwärmen Schritt, sie tritt hinten gut unter, obwohl ich ein mieser Reiter bin. Trab ist sie auch gegangen, ein witziges Foto :-), leider fehlen Barbies Füße. Gefilmt hat meine RB auch, ich kann die Videos leider gerade nicht nachbearbeiten, weil das Programm dazu auf meinem kaputten Notebook ist. Man kann darauf sehr gut Barbies Trachtenlandung erkennen und wie elegant das aussieht, Film 2.  Obwohl ihre Hufe immer noch nicht ganz korrekt sind; wenn das mal der Fall ist, wird sie noch viel schöner laufen können.

Vorne rechts und hinten links gleichzeitig hochheben, hat sie sich selbst ausgedacht, das schaut aus, als ob sie tanzt :-). Ich ritt ja nicht lange, ca. 1/2 Std. danach habe ich den Platz abgemistet und versucht, Barbie zu fotografieren, wsa schwer war, weil sie mir ständig hinterher lief – so wie wir das geübt haben. Unglaublich, wie brav sie nun ist, früher hätte sie das Gras am Rand viel mehr interessiert als ich.

Verbeugung haben wir zum Schluß noch geübt, fürs zweite mal macht sie es wirklich toll. Ein klein wenig haben wir geschummelt, sie sollte das linke Vorderbein auch strecken, stattdessen hebt sie es hoch. Aber gut, wollen wir nicht zu streng sein, wir wollen ja nicht im Zirkus auftreten *g*.  Bei der zweiten Verbeugung halte ich das Leckerli noch etwas weiter hinter ihren Vorderbeinen, für Barbie kein Problem.

Sag hallo“ gibt es auch noch :-), Barbie macht das gut, das Bein etwas höher heben, müssen wir noch üben. Auf diesem Foto sieht man gut ihren Mähnenkamm, das Kammfett ist so gut wie weg, sie hat nur noch eine ganz kleine „Beule“. Mit dem anderen Fuß kann sie es auch :-), hier sieht man gut, daß auch die Fettpolster an der Schulter und am Widerrist verschwunden sind. Im Juli 2010 hat sie so ausgesehen, Fettpolster über den Augen usw., typisch für EMS.

Der wenigen restlichen EMS-Fettpolster bekommt man durch Bewegung weg, ich denke, ich kann nun 1x pro Woche mit ihr ausreiten. Mit viel Trab auf geeignetem Boden, das fordert mich dann auch. Erst wenn ich mit ihren Hufen fertig bin, werde ich mit ihr galoppieren. Vermutlich geht das nicht ohne Buckeln, ich werde dafür dann meine Sicherheitsweste anziehen und den Helm aufsetzen.

Ich ging, Ch. ritt noch weiter mit Nepomuk, Barbie bekam ihr Zusatzfutter und auf die Sohlen und Strahl StrahlNiem. Sie hat zwar nichts an der Sohle und einen gesunden Strahl, aber das Zeugs ist auch gut für die weiße Linie. Geraspelt habe ich heute nicht, mache ich am Donnerstag. Nepomuk bekam Keralit Huffestiger drauf, nach meinem Eindruck hat das bereits nach der ersten Anwendung letzte Woche was gebracht, es haben sich kaum mehr Mini-Steinchen in die weiße Linie gedrückt. Was ja nur geht, wenn die etwas „angeschlagen“ ist – wehret den Anfängen.

Barbie bekommt den Huffestiger nun auch 1x pro Woche drauf, ansonsten StrahlNiem, Heilerde hätte ich auch noch. Noch 2 – 3 Wochen, bis die Weidesaison beginnt, lieber jetzt alles einsetzen, was ich habe, als dann den TA rufen, falls Barbie krank wird. Zwar könnte sie in die Krankenbox, wenn alle anderen auf die Weide gehen, sie wäre aber sehr unglücklich. Das werde ich ihr nicht antun, wenn sie nun nicht mit Gras zurecht kommt, schafft sie es wohl nie mehr und man muß sie erlösen.

Ich habe so viel Freude mit ihr, weil sie ein tolles Pferd ist, aber wenns nicht geht, muß ich sie loslassen. Eine schreckliche Vorstellung, ich kann sie aber nicht noch einen Sommer leiden lassen.

Wenn ich mit ihren Hufen fertig bin, werde ich mal den TA kommen lassen zum Röntgen, da sieht man am besten, was sich gegenüber den Aufnahmen im Sept. 2011 verändert hat.

16. April 2012

Vorfreude

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:36

Morgen bin ich mit meiner RB Ch. verabredet zur Fotosession :-). Ich ziehe meinen Wegener Dressurzylinder auf, mein Barbour-Sakko mit Goldknöpfen, weiße Bluse, schwarze Jodhpur-Hose, schwarze Haarschleife mit Strass-Steinen (selbst aufgenäht), Handschuhe mit Strass-Motiv.

Barbie bekommt den VS-Sattel drauf mit meiner allerschönsten Schabracke und die neuen Bandagen mit Strass an. Ch. zeigt mir, wo man die anlegt, ich habe noch nie welche benutzt. Die Hafis brauchen ja keine, man sieht damit aber besser, wie elegant Barbie läuft. Eine Fliegenhaube bekommt sie nicht auf, ich finde, die stehen ihr nicht.

Putzen werde ich sehr gründlich, das dauert, eine Mähnenfrisur geht dann nicht mehr, sooo viel Geduld hat sie auch wieder nicht. Meinen Mähnenschmuck könnte ich ihr in die Mähne einflechten und das Glitterzeug drauf sprühen – das sieht man vermutlich aber auf Fotos gar nicht.

Ich hoffe, Barbie hat morgen einen guten Tag *g* und zeigt, wie toll sie traben kann mit Trachtenlandung. Sie ist ja seit einem Jahr nicht mehr ernsthaft auf dem Platz geritten worden, ich werde sie auch nicht großartig fordern, ein paar Runden Trab reichen für Fotos und ein Video. Laufen kann sie, das ist keine Frage, den Reitplatz mag sie aber nicht.

Irgendwann muß ich ja mal beweisen, daß ein Pferd mit ausbalancierten Hufen sehr elegant läuft, und daß das sogar bei Barbie der Fall ist, die zwei Jahre schwer krank war und deren Hufe noch lange nicht als gesund sind. Für ein Pferd, was im Nov. 2011 noch stocklahm war und kurz vor dem Einschläfern stand, wird sie einen beachtlichen Trab zeigen – hoffe ich *g*.

Vielleicht bekommen wir eine Verbeugung von ihr so aufs Foto gebannt, daß man nicht merkt, daß sie nur das Leckerli schnappen will, auf Befehl kann sie es ja noch nicht.

14. April 2012

erstes Fahrtraining mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:17

Mein Ausritt mit der Stallkollegin heute fiel aus, es paßte zeitlich nicht ganz, meine SMS kam nicht an (Scheiß Handy). Also nahm ich zuerst Barbie raus, geputzt und gekämmt; weil ich gründlich bin, dauert es bei mir immer sehr lange. Nach dem Hufe auskratzen die s-förmige Raspel probiert, das Teil gefällt mir, man kann prima damit den kompletten Zehenbereich schön rund feilen. Sie ist etwas gröber wie eine feine Seite, damit bekommt man gut was weg, ich raspel dann immer noch fein nach.

Links hinten (altes Foto) ist einigermaßen fertig, die Verbreiterung der weißen Linie seitlich außen („Beule“) ist „eingedämmt“, die Zehe angepaßt (gekürzt), sie kann langsam noch weiter zurückgesetzt werden. Das ist ja Barbies einziger gesunder Huf, d. h. keine Wandrotation, keine verbogenen Seitenwände.

Rechts hinten (altes Foto) hatten wir ja außen seitlich einiges mit der Zange wegbrechen können, die Zehe habe ich heute weiter gekürzt, da hat sich enorm viel Horn angesammelt. Noch 1 – 2 mal raspeln und dieser Huf ist auch korrekt, die Zehenwand muß halt noch begradigt werden (Hufbock). Die Wandrotation war relativ gering, so daß das Begradigen der Zehenwand noch Zeit hat – es ist nicht viel zu Feilen.

An den Vorderhufen konnte ich (im aufgehobenen Zustand) auch einiges mit der s-förmigen Raspel machen, es geht nun gut voran.

Barbie bekam den Longiergurt angezogen, ich nahm sie mit auf den Reitplatz, stellte zwei Pylonen auf und machte die Fahrleine am Halfter fest. Durch das join/follow up ist Barbie extrem stark darauf fixiert, hinter mir zu gehen, diese Position gab sie nicht auf. Ich habe alles probiert, irgendwie hinter sie zu kommen, no chance, ich ließ sie dann frei mit mir Slalom laufen usw., das klappte super. Vorder- und Hinterhandwendungen macht sie mit großer Präzision freiwillig, sehr schön anzusehen – als Reiter habe ich sowas mit ihr noch nie probiert, gut zu wissen, daß sie es so toll kann.

Barbie versteht nich, was ich erwarte – sie macht alles, wie sie es gelernt hat. Ich brauche jemanden, der sie das erste mal führt, so daß ich ihr das Kommando „fahren“ beibringen kann, d. h. sie geht voraus und ich hinterher.

Zum Schluß haben wir Verbeugen geübt: ein Leckerlie vor ihr am Boden angeboten, sie hat es sofort „gefunden“ :-). Danach hielt ich es ihr hinter ihren Vorderbeinen hin, Barbie hob daraufhin einen Huf auf. Ich schaffte es, daß sie ein mal die Nase zwischen die Hufe nahm und ich ihr das Leckerli von „hinten“ geben konnte – großes Lob. Ich bin aber ehrgeizig :-), bot Barbie die Belohnung nun konseuqent hinter ihren Vorderhufen an, tatsächlich hat sie dann noch eine tolle Verbeugung gemacht *freu*. Zwar nicht ganz korrekt, weil sie ein Vorderbein abwinkelte und dadurch nur auf drei Beinen stand, aber fürs erste mal sehr gut.

Beim Kompliment muß sie einen Fuß abwinkeln und sich auf den „knien“, auch das Knien mit beiden Vorderbeinen ist keine untypische Haltung für Barbie. Um unter dem Stromband Gras fressen zu können, geht Barbie vorne auf die Knie, die Frage ist, ob ich das auch irgendwann mal abrufen kann.

Nachdem ich noch ein Leckerli hatte, durfte sie noch ein mal „sag hallo“ machen, die Vorstufe zum spanischen Gruß. Soweit sind wir natürlich noch lange nicht, Barbie gibt erst mal „Pfote“.  Richtig cool wäre, wenn sie mich mit der Nase auf Nepomuk raufhebt, da ich nicht sehr schwer bin, könnte sie das locker. Leider weiß ich nicht, wie ich ihr das „erklären“ muß.

Für Leckerli macht Barbie alles, dadurch ist sie sehr motiviert, es kann nicht schaden, wenn ich ihr ein paar Zirkuslektionen beibringe. Bei ihrer Intelligenz ist das nicht schwer – sie freut sich, wenn sie sich was verdienen kann, außerdem tut es ihrer Muskulatur gut durch das Dehnen.

Wir gingen wieder zum Putzplatz, Nepomuk erlaubte ich, frei mitzulaufen, band Barbie an und holte sein Halfter, er ging derweil auf Futtersuche. Alles kein Problem, aufgehalftert, beide bekamen ihr Zusatzfutter. Barbie reingestellt und ihn geputzt, zum Reiten hatte ich dann keine Lust mehr.

Ich brauche nun eine bessere Strategie, damit ich öfters mal zum Reiten komme. Ich habe mir nun vorgenommen, immer zu reiten, wenn ich im Stall bin, mal sehen, ob das klappt. Am besten, ich komme nun dienstags, dann kann ich mit meiner RB zusammen ausreiten. Am Donnerstag mache ich dann mit beiden Fahrtraining, Samstag oder Sonntag reite ich Nepomuk.

Nepomuk und Barbie haben ein paar Stellen im Fell, wo ihnen andere Haare rausgerupft haben. Damit das schnell wieder schön nachwächst, habe ich Neomed Bio Stimulator bestellt. Das ist auch gut bei Sommerekzem, ausprobieren kann nicht schaden. Nepomuk hat inzwischen eine sehr schöne Mähne, sogar ziemlich lang, bis auf den Teil, den wir letztes Jahr verloren durch Wegschubbern. Wenn ich es schaffe, daß dieser Teil nachwachsen kann, wäre ich überglücklich. Derzeit bekommen beide gelegentlich DermaNiem auf Mähnenkamm und Schweifrübe, um das Haarwachstum zu fördern. Barbies Mähne ist sehr schön, ich hoffe, sie wächst noch weiter.

Von StrahlNiem habe ich noch eine Menge, ich werde es beiden nun 2x pro Woche drauftun und 1x Keralit-Huffestiger. Sobald es trocken ist, Barbie auch mal das Keralit-Undercover vorne, damit das auch langsam weggkommt.

Meine diversen Mittel für den Kronsaum bringe ich gelegentlich auf, die feuchte Erde vom Paddock ist allerdings ein natürliches Pflegemittel für Hufwände, wenn möglich, lasse ich die drauf. Ein gesunder Huf braucht keine Pflege, aber welches Pferd hat welche? Braucht das Pferd einen Hufschutz, Beschlag oder Schuhe, dann ist der Huf nicht gesund.

Nepomuks Hufe brauchen keine Pflege, er wird barfuss jede Woche ein paar Std. geritten, geht auf  jedem Boden jedes Tempo. Ich mache ihm die Mittelchen gelegentlich auch drauf, kann ja nicht schaden. Barbies Hufe werden auch mal so gesund wie seine, davon bin ich überzeugt, das dauert aber noch.