31. August 2012

neue Huffotos

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:21

Seit gestern Abend Dauerregen, ich fuhr daher heute in den Stall, um Nepomuk die Decke auszuziehen. Falls er wider Erwarten anfängt, die Mähne und den Schweif zu scheuern, bekommt er sie vom Stallmeister wieder angezogen.

Barbie stand auf dem Paddock, als ich kam, sie lief von alleine vor zum Ausgang. Ich machte Sohlenfotos, erbaulich ist es nicht, was man sieht :-(.

Rechts vorne schaut gar nicht mal so übel aus, die Zehe muß ich gerade zurücksetzen, damit der Druck besser verteilt wird. Von der Seite sieht man, daß kein Sohlengewölbe vorhanden ist, vor allem im Zehenbereich ist die Sohle mit Eckstrebenhorn bedeckt. Die doppelte Sohle ist quasi auf einer Höhe mit Tragrand und Strahl, medial ausgeprägter als lateral. Einen Artikel von Pete Ramey habe ich heute dazu gelesen, die Strahlfurche an der Spitze ist bei Barbie mE zu niedrig. Vielleicht hat der Huf zum Selbstschutz daher dieses Eckstrebenhorn im Zehenbereich gebildet.

Ich weiß nicht, ob ich nun dieses Horn langsam wegkratzen soll oder versuchen, den Huf besser auszubalancieren – oder beides gleichzeitig. Wenn der Huf diese doppelte Sohle nicht mehr braucht, wird er sie vermutlich langsam abstoßen, das hatten wir ja letzten Winter bei Barbie schon mal. Andererseits drückt das Eckstrebenhorn auf die Sohle, was im schlimmsten Fall einen neuen Abszess bedeutet.

Daß bei Barbie die zwei neuen Abszesse am Kronsaum rauskamen, kann auch daran liegen, daß Eckstrebenhorn viel härter ist als Sohlenhorn, der Eiter sich nach unten also keinen Ausgang schaffen konnte. Rechts vorne ist mE immer noch Eiter im Huf, ich habe den Kronsaum, wo der Abszess austrat, heute fotografiert. Die Beule ist ziemlich weich, wie eine Wasserblase, aber mit Eiter gefüllt. Ich habe heute wieder Zusalbe drauf. Durch den Regen ist die aber vermutlich schnell wieder unten, schöner Mist :-(.

Eigentlich wollte ich morgen mal zuhause bleiben, aber wenn ich das Foto so sehe, muß ich was machen. Vielleicht mit einer desinfizierten  Nadel reinpiecksen und den Eiter rausdrücken?

Links vorne lahmt Barbie immer noch, von der Seite sieht man gut das übergelegte Eckstrebenhorn. Die Trachte innen und die Eckstrebe sind stärker ausgeprägt, lauter Baustellen, man weiß nicht, wo man anfangen soll  :-/. Ich bin ja kein Hufbearbeiter mit einem geschulten Blick, sehe immer erst auf Fotos, wo die Probleme liegen.

Rechts hinten gehört mE die Zehe ein wenig gekürzt, das Foto seitlich ist leider nicht gut geworden. Links hinten ist eigentlich ihr bester Huf, bei dem liegt auch Eckstrebenhorn im Zehenbereich auf der Sohle, zumindest lateral.

Links vorne werde ich morgen anfangen mit Kratzen am Eckstrebenhorn, auf dem Huf ist sie lahm, ich weiß nicht warum, es wird seinen Grund haben. Die anderen drei raspel ich rund und nehme links vorne was von der Zehe weg.

Bei Nepomuk habe ich heute weiter an den „Sprungschanzen“ gefeilt, links vorne hat er medial die Wandtrennung. Lateral schaut es mir auch ein wenig nach gezerrter weißer Linie aus, da muß ich was wegraspeln. Er hat ein schönes Sohlengewölbe, rechts vorne auch. Dort hat er mE nun nicht nur eine Wandtrennung medial, sondern auch lateral. Ich werde nun auf Keralit Huffestiger verzichten, was geholfen hat das bisher nicht – mE eher geschadet.

30. August 2012

super Beratung

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:00

Heute war Sandra (pferdetherapie.at) zur ganzheitlichen Beratung bei Barbie, ich bin begeistert :-).

Die Belastung im Zehenbereich, die man gut auf den Softpads sieht, ist Eckstrebenhorn, quasi eine doppelte Sohle. Eckstrebenhorn ist härter als Sohlenhorn, daher nicht so elastisch, das drückt auf die Sohle. Schneidet man es weg, ist es möglich, daß Barbie sofort wieder lahm ist. Nachdem Barbie eine schwere Woche hinter sich hat, ist es keine gute Idee, das jetzt wegzuschneiden. Was ich versuche kann, ist, immer ganz wenig wegzukratzen. Ein Sohlengewölbe ist nicht vorhanden, dadurch drückt jeder Stein viel stärker – kein Wunder, daß Barbie sehr vorsichtig läuft.

In das Loch soll ich Moorpaste schmieren, die verschließt es auf natürliche Weise. Die kann ich auch für Nepomk probieren auf Schweifrübe und Schlauch, habe 3 kg bestellt. Barbie braucht keinen Therapieschuh, außerdem hat Sandra gesagt, sie darf wieder in die Herde.

Für den Stoffwechsel soll ich Barbie  Carduus Marianus C 30 (Mariendistel) geben, 3 Tage lang 5 Globuli, danach 1x pro Woche, das dient der Entgiftung der Leber. Des weiteren Magnesiumcitrat, 1/3 Eßlöffel 5 mal, danach 1/2 EL. Ich bekam 1 kg von Sandra, konnte es daher heute schon verfüttern.

Das Wichtigste ist Pferdehanf (1 Meßlöffel 7x, 2 ML 7x, 3 ML final), Sandra schwört drauf – ich habe 2 Säcke bestellt. Nepomuk werde ich all das auch geben, eine Darmsanierung kann ihm als Ekzemer auch nicht schaden.

Meine Kräuterfütterung wurde gelobt :-), zusätzlich werde ich noch frische Brennessel sammeln (davon gibt es viel am Stall), sie einen Tag im Auto trocknen lassen und dann verfüttern. Equimont und Kieselgur soll ich weiter geben, die „Hufkur“ absetzen.

Barbie bekam die leicht verhärtete Muskulatur behandelt, bis sie weich war, sie hat sich alles brav gefallen lassen. Sobald Barbie wieder läuft, entspannt sich die Muskulatur weiter, wenn sie komplett lahmfrei ist, soll ich mit ihr spazieren gehen.

Barbies Hufbearbeitung kann Sandra nicht übernehmen, weil sie anfangs nicht alle 2 Wochen kommen kann. Da Barbie auf jede größere Korrektur stark reagiert, bleibt nur, daß ich ihr Hufe bearbeite in Zusammenarbeit mit Sandra. Sie gibt im September einen 2 1/2 tägigen Hufkurs bei Salzburg, ich werde daran teilnehmen, um was zu lernen.

Sandra meint, Barbie bekommen wir wieder hin, ich bin sehr glücklich :-).

Wegen Nepomuks Wandtrennung habe ich auch gefragt, ich soll an diesen zwei Stellen quasi eine „Sprungschanze“ raspeln. Die Raspel wird im Winkel von ca. 45 Grad zur Sohle gehalten, der äußere Tragrand kommt damit in die Schwebe – so habe ich das verstanden.

Die zwei neuen Pferde, ein Arabo-Hafi und ein weißes, waren bereits da, als ich kam, Barbie hatte der Stallmeister im ersten Unterstand eine großzügige Box eingerichtet. Nachdem Sandra weg war, haben wir die Strombänder wieder abgebaut – eine überglückliche Barbie spazierte in die Herde. Sie ging gleich zu den Neuen und hat sich mit dem Hafi über den Zaun beschnuppert, vielleicht wird das ja ihr neuer Freund. Nepomuk kam hinzu, der eifersüchtige Pinkel, und hat Barbie mehrmals gezwickt – dafür hat er von mir eine kassiert. Barbie ging auf den Paddock, um sich zu wälzen, kam aber schnell wieder zurück zum Eingang.

Ich nahm sie mit raus, auf die Sohlen bekam sie StrahlNiem, das Loch habe ich zwei mal gespült und anschließend dick angerührte Heilerde reingepresst. Der Kronsaum rechts vorne ist an der Stelle, wo der Abszess durchbrach, ziemlich geschwollen, das sieht mir nicht gut aus. Zugsalbe bekam sie wieder drauf, wir gingen dann zum Grasstreifen für 10 Min. – Barbie läuft vorsichtig und lahmt noch leicht links vorne.

Nepomuk geholt, dank täglicher Behandlung hatte er keine Wunden. An die Ohren läßt er mich ja nicht ran, ich habe trotzdem versucht, ihm ein wenig Salbe aufzutragen – das ging schief. Er riß den Strick vom Pfosten und verkrümelte sich in den Obstgarten, glücklicherweise durfte ich ihn dort wieder einsammeln, ohne daß er weggerannt ist.

Barbies Besitzerin hat bei Nepomuk tiefe Kuhlen über den Augen festgestellt, was mir bisher noch nicht aufgefallen war. Das deutet auf Stress hin, ich frag mich nur, woher. Der kann eigentlich nur an seinem Ekzem liegen, eventuell legt er sich nachts auch nicht hin, seine Decke weist selten Liegespuren auf. Mit seinen zwei Stuten hat er wohl ein wenig Streß, weil er sie bewacht. Vielleicht wird er durch den Pferdehanf etwas ruhiger und ausgeglichener, ich werde Sandra fragen.

29. August 2012

Barbie ist über den Berg

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:29

Was für eine Woche … fast hätte ich Barbie einschläfern lassen.

Heute hatte sie den Verband rechts vorne wieder verloren, links saß ziemlich schief. Barbie mit zum Putzplatz genommen, Verbandsabnahme. Rund um die Stelle, wo der Abszess durchgebrochen ist, war der Huf feucht, es kommt also noch Eiter raus. Sie bekam auf beide Kronsäume dick Ichtholan 20, auf die Hufwände, Sohlen und Strahl Heilerde und auf die Fesseln Acetatmischung.

Der Stallmeister kam, ich habe mich 10 Min. mit ihm unterhalten, Barbie hat derweil „randaliert“. Die Futterschüssel ins Maul genommen und auf den Boden geschlagen, alles um sich rum beschnuppert und rumgestoßen, in den Holzpfosten gebissen und immer wieder am Strick gezerrt. Geduld ist wahrlich nicht ihre Stärke, kaum kann sie wieder einigermaßen laufen, wird sie übermütig.

Ich zog ihr vorne die Easyboot RX mit Filzeinlage an und ging mit ihr zum Grasstreifen, sie lahmte leicht links vorne. Der SB meinte, ich soll sie heute nochmals in die Box tun, was ich sinnvoll fand, mal sehen, wie es ihr morgen ohne Schmerzmittel geht.

Barbie bekam Heu, die anderen Pferde Stroh, ich wartete ein wenig, bis Nepomuk gefressen hatte. Als ich ihn dann holte, stand Barbie am Zaun, obwohl noch eine Menge Heu übrig war – ungewöhnlich für sie.  Barbie ist derzeit schlank, in meinen Augen hat sie eine prima Figur. Ihre Gewichts-Doku habe ich heute ergänzt, es schadet nicht, daß sie weiter abgenommen hat. Übergewicht hat dazu geführt, daß sie krank wurde, nur schlank hat sie eine Chance auf Gesundung und ein artgerechtes Leben.

Nepomuk geholt, zum Reiten war es mir zu warm *g*, beim Hufe auskratzen sah ich, daß seine Hufe ziemlich unrund waren. Bei ihm kürzen sich die Hufe selber, da bricht weg, was nicht gebraucht wird. Ich habe ihm heute alle vier Hufe wieder rund gemacht und die Zehen nach dem Motto“ da wo der Huf hinzeigt, muß er gekürzt werden“ bearbeitet. Bei den Wandtrennungen, die er vorne hat, scheint die natürliche Lösung zu sein, daß der Tragrand an dieser Stelle wegbricht. Ich werde das durch Raspeln unterstützen, bisher wußte ich ja nicht, wie ich dieses Problem angehen soll.

Mit Barbies Besitzerin habe ich gerade gesprochen, umgestellt wird Barbie nicht. Da sie einen sehr fähigen TA hat, der bisher immer nur Ferndiagnosen abgeben konnte, haben wir beschlossen, daß wir mit ihm einen Termin machen und ich beide Hafis dazu nach Tirol fahre. Da der TA keinen Computer hat, werde ich Barbies Röntgenbilder auf Papier entwickeln lassen, mein Drucker ist damit überfordert.

Schade, daß es keinen fähigen TA in meiner Nähe gibt bzw. ich keinen kenne.

28. August 2012

zwei am Kronsaum durchgebrochene Hufabszesse

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:08

Als ich kam, stand Barbie recht munter am Zaun und wieherte vor Freude :-). Mir schien, es ging ihr besser, was nicht am Schmerzmittel liegen kann, schließlich hält das keine 24 Std. vor.

Rechts vorne hatte sie meinen Verband verloren, der linke war noch dran. Ich nahm Barbie mit zum Putzplatz, sie lahmte links vorne. Immerhin konnte sie einigermaßen laufen, was die letzten Tage ja nicht der Fall war. Sie bekam ihr Zusatzfutter samt Schmerzmittel für 400 kg, rechts vorne wollte sie nicht hochheben. Also machte ich ihr links den Verband runter und kontrollierte den Kronsaum.

Dort ist ein Abzsess durchgebrochen – meine Güte, nun ist klar, warum sie vor 2 Tagen nicht mehr wußte, wie sie stehen soll. Gestern der Abszess rechts vorne, heute links vorne, daher in beiden Vorderhufen starke Schmerzen – die arme Barbie.

Ich tat ihr Ichtholan links vorne auf die Wunde und machte ihr einen gut gepolsterten Hufverband. Der ist zwar nicht sehr gut geworden, weil sie öfters mal wegzog (ist ja klar, rechts vorne tut auch weh), wird aber hoffentlich bis morgen halten.

Rechts vorne hob sie dann auch hoch, aber immer nur sehr kurz. Mir gelang es sogar, das Loch ein mal zu spülen, danach bekam sie auch bei diesem Huf Zugsalbe auf den Kronsaum und einen etwas schepsen Hufverband.

Sie durfte noch ein wenig Gras fressen, danach stellte ich sie in die Krankenbox zurück.

Nachgelesen habe ich gerade nochmals über Hufabszesse und fand eine gute Erklärung (Zitat): „Wenn z.B. lange Zeit eine Zwangsituation bestand, die Eckstreben gedrückt haben oder der Huf beschlagen war, wird die Huflederhaut abgequetscht. Sie leidet unter mangelhafter Durchblutung und stirbt in Teilbereichen ab. Setzt die Blutzirkulation durch Ursachenbeseitigung (Rückformung des Hufes in die physiologische (gesunde) Form) wieder ein, beginnen die „Aufräumarbeiten“. Kleinere, tote Gewebestücke können vom Körper resorbiert werden, die größeren hingegen werden von Eiter umhüllt, aufgelöst und in Form eines Hufgeschwüres ausgeschieden. Genau aus diesem Grund treten nach Beginn unserer Behandlung des öfteren Abszesse auf!“ (/Zitat)

Zeitlich paßt das auch, am 28. Juni 2012 war ja die Huftechnikerin da, 10 Tage später der Abszess rechts vorne. Nachdem der TA das riesen Loch bis in die Lederhaut geschnitten hatte, mußte der Huf nun das abgestorbene Gewebe wieder ausscheiden. Im August hatte ich ja einiges an Hufbearbeitung gemacht, vor allem links vorne, daher kann dieser Abszess stammen.

Was nun nicht passieren darf, ist, daß sich die Wunden wieder schließen, bevor aller Eiter ausgetreten ist, ich werde daher noch ein paar Tage Ichtholan auf die Kronsäume schmieren. Morgen müßte es ihr auch links vorne besser gehen, ich bin gespannt. Die Acetatmischung war eine gute Idee :-), ich werde die ihr vorne nun noch ein paar mal auf die Beine auftragen.

Das Loch ist mE nicht das Problem, eventuell müssen wir Barbie nicht in eine Box stellen. Sie braucht allerdings vorerst einen Hufschutz, dafür habe ich ja die Therapieschuhe. Den Kronsaum kann ich jeweils mit einer Bandage schützen, damit nichts reibt und die Zugsalbe drauf bleibt. Das Loch kann ich bald sicher mehrmals spülen (Rivanol), auf die Sohlen kann ich ihr abwechselnd Heilerde oder StrahlNiem schmieren, solange sie die Schuhe tragen muß (um die Bakterien in Schach zu halten).

Bei der Hufbearbeitung werde ich drei mal pro Woche ganz wenig machen, die Zehen kurz halten, alles andere reguliert sich dann hoffentlich von alleine.

Vermutlich am Donnerstag kommen zwei neue Pferde, Arabo-Haflinger, ich bin schon sehr gespannt :-). Barbie blockiert ja derzeit die Kranken-/Eingewöhnungsbox, der Stallmeister würde für sie im ersten Unterstand eine Box abtrennen. Falls Barbie morgen links vorne auch wieder einigermaßen belasten kann, stelle ich sie mit Therapieschuhen wieder in die Herde.

Wenn die neuen Hafis in die Herde kommen, gibt es vermutlich Action :-), Barbie wird sich aus der aber raushalten. Nepomuk nicht, er ist ja ziemlich ranghoch. Vielleicht ist ein Freund für Barbie dabei, es freut mich, daß zwei weitere Hafis in den Stall einziehen.

27. August 2012

es geht bergauf mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:33

Um 13.45 Uhr war ich mit Barbies Besitzerin bei Bad Aibling verabredet zur Übergabe des Schmerzmittels für Barbie – sie kam aber nicht. Bis drei habe ich gewartet, danach fuhr ich in den Stall. Dort traf ich sie an, sie hatte den Parkplatz nicht gefunden und sich mit Fragen an Einwohner bis zum Stall „durchgekämpft“.

Von ihrem TA hatte sie Rheumocam bekommen, die Flasche kostet EUR 70,00 und reicht für ca. 14 Tage. Das Metacam von meinem TA kostete EUR 50,00 und reichte 3 Tage – tjo. Daß es bei Schmerzmitteln für Pferde derartige Unterschied gibt, hätte ich nicht gedacht, vor allem im Rheumocam wesentlich magenschonender als Equipalazone oder Phenylbutarem.

Ich holte ein wenig Zusatzfutter, schnitt zwei kleine Äpfel drauf und plazierte darauf das Schmerzmittel – Barbie hat es sofort gefressen. Bittersalz hatte ich mittags in der Apotheke besorgt, mischte ein wenig davon in kaltes Wasser und legte zwei Bandagen rein. Barbie wurde damit vorne bandagiert bis zum Kronsaum, sie hat sich alles brav gefallen lassen. Heute ging es ihr besser, sie lag nicht mehr und stand nicht mehr so verkrampft wie gestern.

Meine Freundin bemerkte, wie Barbie sich mit der Nase stark am Kronsaum rechts vorne rieb, ich schaute nach und fand eine rote Stelle medial. Mir sah das nach einem neuen Abszess aus, der gerade am Kronsaum durchbricht; ich tat dick Zugsalbe auf den gesamten Kronsaum. Rechts vorne wollte Barbie den Huf nicht heben, dafür links vorne, also machte ich ihr dort einen prima Hufverband mit ganz dick Watte unter der Sohle. Den Kronsaum links habe ich natürlich kontrolliert, von einem Abszess war nichts zu sehen – was nicht heißt, daß sie in dem Huf nicht auch einen hat.

Nach einiger Zeit probierten wir es wieder rechts vorne und sie hob hoch :-). Schnell ausgekratzt und mit Wasser gebürstet, anschließend kam dick Ichtholan auf Sohle, Strahl und in das Loch. Danach auch dick Watte auf die Sohle, drüber 2 Windeln und Klebeband. Meine Freundin hielt auf, ich arbeitete, so schnell ich konnte, 3 mal riß Barbie weg, hob aber sofort freiwillig wieder hoch.

Dank Schmerzmittel und dicken Hufverbänden stand Barbie entspannt, lief sogar ein wenig in ihrer Box rum – welcher Vorderhuf ihr mehr weh tat, konnte ich aber nicht erkennen. Von mir bekam sie drei mal im Abstand von einer Stunde Hepar Sulfuris, Arnica und Belladonna (alles Globuli), man soll nichts unversucht lassen.

Nepomuk wurde versorgt und durfte kurz mit uns auf die Fallobstwiese, Äpfel mag er nicht so gerne, frißt dort lieber das Gras.

Der Stallmeister kam und wir unterhielten uns mit ihm, er würde mir sein Auto und Hänger leihen, damit ich Barbie fahren kann – wirklich sehr nett. Er hätte Barbie schon längst eingeschläfert, ist einverstanden, daß wir sie kurzfristig umstellen. Heute hat er nochmals erklärt, was sein Hufschmied meinte: daß Barbie eine hohle Wand hat, so sich Bakterien super vermehren können und so ständig neue Entzündungen auslösen.

Ich glaube nicht, daß Barbie eine hohle Wand hat, selbst wenn – die hatte sie ja letztes Jahr und die wuchs raus, ohne ständig Entzündungen zu verursachen.

Eine Frau kam und fragte nach altem Heu für ihren älteren Haflinger mit Hufrehe. Sie erzählte, der hätte auch einen Abszess gehabt, ein TA hat dann tiefe Löcher in die Sohle geschnitten, um den zu öffnen. Der Hafi war immer wieder lahm, genau wie Barbie, er wurde beschlagen zum Schutz der Sohle (vorher immer barhuf), konnte mit Eisen aber nicht besser laufen. Der TA stellte durch Röntgen fest, daß Steine durch ein tiefes Loch bis zum Hufbein gewandert sind – wie das behandelt werden wird, sagte sie nicht.

Sie meinte, Tierärzte verstehen nichts von Hufen – da bin ich ihrer Meinung. Bei Hufschmieden ist es wohl Glückssache, ob man einen erwischt, der wirklich Ahnung hat.

Steine können bei Barbie natürlich auch durch das tiefe Loch bis sonstwohin gewandert sein, ich konnte das Loch ja fast nie richtig sauber machen. Wie tief es noch ist, weiß ich nicht, mit dem Hufkratzer kommt man nicht rein. Ich müßte das Loch mehrmals spülen können, damit der ganze Dreck raus kommt – da hatte Barbie bisher was dagegen. Chinosol (dasselbe wie Rivanol, nur wesentlich günstiger) habe ich gerade bestellt, 20 Tabletten (macht 20 Liter) für EUR 7,52, damit werde ich versuchen, ihr demnächst das Loch zu spülen.

Was Barbie links vorne hat, ist schwer zu sagen – entweder macht durch Überlastung die Hornsäule Probleme oder es ist auch ein Abszess. Hufbearbeitung geht derzeit natürlich keine, dafür muß sie einigermaßen schmerzfrei sein.

Am Donnerstag fahre ich nach Tirol, um mir mit meiner Freundin Ställe anzusehen. Die Box muß weich eingestreut sein und 2x pro Tag gemistet werden, ein kleiner Außenpaddock reicht, damit Barbie was sieht. Mit anderen Pferden wird Barbie nicht zusammenkommen, da sie nicht auf die Weide oder in einen gemeinsamen Auslauf darf.

Natürlich wird sich Barbie in einer Box nicht wohlfühlen, aber was soll ich machen? Aus der Krankenbox bricht sie aus, sobald es ihr wieder einigermaßen geht, Strom ist für sie kein Hindernis. Mir scheint es sinnvoll, daß Barbies Hufe endlich zur Ruhe kommen und sie schmerzfrei wird. Hinfahren werde ich alle 10 Tage, um ihre Hufe zu bearbeiten, damit die nicht wieder aus dem Ruder laufen.

Wenn sie sehr unglücklich ist und wieder gut laufen kann, hole ich sie nach 4 Wochen wieder zurück – keine Frage. Selbst 1 Monat Ruhe würde wohl einiges bringen, ihre Hufe wachsen ja enorm schnell.

Die Dame von pferdetherapie.at hat gerade angerufen, sie kommst am Donnerstag Mittag – ich bin gespannt, was sie sagt.

26. August 2012

kaum mehr Hoffnung für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:31

Am Freitag war ich mittags im Stall, habe ihr vorne links und hinten die Acetatmischung aufgetragen und ihr hinten die „Hausschuhe“ von der Sattlerei Engl angezogen. Vorne links bekam sie einen gut gepolsterten dicken Hufverband, der Stallmeister meinte, sie wolle nachts nicht in der Box bleiben, daher dürfe sie mit auf die Weide.

Nepomuk wurde versorgt, danach fuhr ich nach Tirol zu unserem Treffen, heute ging es wieder heimwärts.

Gleich wieder in den Stall, Barbie geht es sehr schlecht, sie weiß nicht, wie sie stehen soll vor lauter Schmerzen :-(. Ich zog ihr meinen Hufverband und die Hausschuhe hinten aus, sie hob rechts vorne auch hoch zum Huf auskratzen. Es fiel ihr aber ersichtlich schwer, irgend einen Huf hochzuhalten, vorne wollte sie danach nicht mehr, daher konnte ich keine neuen Verbände anbringen.

Der Stallmeister kam und meinte, ich soll Barbie endlich einschläfern lassen, sie schindet sich. Er hat mit dem Hufschmied seines Vertrauens und Tierärzten über Barbie geredet, die Entzündungen im Huf würden sich immer wieder bilden, man kann das nicht ausheilen.

Mir ist klar, daß Barbie starke Schmerzen hat, als ich mich um Nepomuk kümmerte, hat sie sich hingelegt. Eine schwere Entscheidung, vor allem, weil Barbie kämpft. Sie frißt normal und wiehert, wenn sie mich sieht – sie nimmt noch am Leben teil.

Der Dame von pferdetherapie.at habe ich eine „Brandmail“ geschickt mit der Bitte um einen zeitnahen Termin – Barbies fast letzte Hoffnung. Morgen werde ich beim TA Metacam für Barbie besorgen gegen die Schmerzen und ihr in hoher Dosierung geben. In der Apotheke werde ich Epsomer Bittersalz kaufen und ihr damit an den Beinen Umschläge machen. Homöopathisch bekommt sie seit letzten Mittwoch bereits Hepar Sulfuris und Arnica, werde ihr noch Belladonna geben.

Über die Euthanasie von Pferden habe ich nachgelesen, wie das so abläuft und fand interessante Infos – T61 ist Mist, es sollte Eutha77 verwendet werden nach einer starken Narkose.

Das „wann“ ist eine schwierige Entscheidung bei jedem Tier. Sofern noch eine Heilungschance für Barbie besteht, kommt Einschläfern nicht in Frage.

Mit Barbies Besitzerin habe ich gesprochen, sie hat ihren TA befragt: er meint, Barbie muß immer trocken und weich stehen, so daß keine Bakterien in den Huf eindringen können. Es wächst sich alles raus, das dauert halt seine Zeit.

Möglich wäre eventuell, Barbie wieder nach Tirol zu stellen in eine Box in die Nähe ihrer Besitzerin, die sich dann täglich um sie kümmert. Kein Nepomuk und kein Gras mehr, ich weiß nicht, ob Barbie das psychisch verkraftet – die Alternative wäre sterben. Nepomuk kann nicht mit, als Ekzemer ist er sehr pflegeintensiv, außerdem müßte er täglich bewegt werden, wenn er in einer Box steht. Er dürfte dann evtl. mal auf die Weide, Barbie nicht, da würde sie durchdrehen. Besser ist eine Trennung, so daß Barbie in ihrer Box absolute Ruhe hat.

In Aying könnte ich evtl. eine Box für Barbie bekommen, müßte dann aber täglich hinfahren – das ist zu weit, geht daher nicht.

23. August 2012

langsam wird es eng für Barbie :-(

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:41

Nachgelesen habe ich heute früh, daß es bei Trachtenkürzung bei älteren Pferden zu Sehnenproblemen kommen kann, möglicherweise ist Barbie hinten deswegen lahm. Ich werde nie mehr was an den Trachten feilen, war ja eh nur sehr wenig, trotzdem scheint es zuviel gewesen zu sein.

Um zwei war ich im Stall, Barbie war aufgeschlossen, hat sich allerdings kaum bewegt. Ich hatte ein Schaumstoffrohr dabei, was man normalerweise zur Wärmedämmung für Wasserleitungen benutzt, daraus wollte ich eine kleine Rolle basteln und ihr damit die Trachten hochstellen. Leider hatte ich das falsche Tape mitgenommen, mit dem Gewebe-Klebeband bekam ich die Rollen nicht an den Huf.

Also eine Windel zusammengefaltet, besser als nichts, und ihr mit Klebeband an den Trachten hinten und links vorne mit dem Klebeband befestigt. Das war nicht einfach, Barbie war nicht besonders geduldig in Sachen Huf hochhalten. Drüber kamen jeweils 2 Windeln, allerdings war nun das Klebeband zuende, so daß ich keinen Abriebschutz anbringen konnte.

Die Windeln werden nicht lange halten, das Polster zum Trachten hochstellen hoffentlich ein wenig länger. Ihre Muskulatur habe ich mit einem Massagestriegel bearbeitet und anschließend mit den Händen versucht, etwas durchzukneten. Hinten kam mir ihre Muskulatur ziemlich verspannt aka hart vor, an manchen Stellen hob sie gar den Huf. Nicht, um mir zu drohen, sondern um anzuzeigen, daß es da ein wenig zwickt.

Nepomuk wurde natürlich auch versorgt, er wartet immer schon drauf. Ausnahmsweise durfte er mit mir 10 Min. zur Fallobstwiese, er darf Äpfel ja fressen.

Auf dem Rückweg fuhr ich bei Rossmann vorbei und holte ein Gewebe-Klebeband, damit ich morgen gute Hufverbände machen kann. Die Trachten werde ich versuchen, mit einer Schaumstoffrolle hochzustellen, so daß die Beugesehne entlastet wird. Gut wäre mE auch, wenn ich eine schwebende Zehe hinbekommen würde, zumindest links vorne, damit die Sohle im Zehenbereich entlastet wird.

Warum Barbie seit gestern links vorne lahmt, weiß ich nicht, der Huf ist nicht gesund und war wegen dem Abszess rechts vorne stark belastet. Barbie ist die letzten Wochen ja wieder einigermaßen normal gelaufen, konnte rechts vorne voll belasten.

Von Barbies Besitzerin habe ich eine Acetatmischung, die ich Barbie morgen draufmache, allerdings kann ich den Brei nicht nach 10 – 12 Std. abwaschen, da ich danach zu einem Treffen nach Tirol fahre. Das macht wohl nix, das Zeugs fällt wohl auch von alleine ab, am Sonntag nach der Rückfahrt kümmere ich mich dann weiter.

Den TA habe ich Anfang Juli gerufen, weil ich Druck in einem Forum bekam, das Ergebnis war leider nicht erfreulich. Durch das riesen Loch in der Sohle und das Schneiden bis in die Lederhaut ging Barbie wochenlang lahm, außerdem war ich EUR 400,00 los. 2 Tage nach der Abszessöffnung in der Sohle brach der Eiter am Kronsaum raus – hätte ich 4 Tage selbst weiterbehandelt, wäre das auch passiert und Barbie hätte kein riesen Loch in der Sohle gehabt.

Die Foren habe Barbie bisher nichts gebracht, im Gegenteil. Der Tipp, die Trachten zu kürzen, mag theoretisch richtig sein, er hat mir auch eingeleuchtet, leider hat er vermutlich dafür gesorgt, daß Barbie nun hinten lahmt. Anders kann ich mir nicht erklären, warum sie gestern so schnell komplett lahm war.

22. August 2012

Barbie links vorne lahm

Filed under: Allgemein — admin @ 21:59

Heute lief Barbie sehr schlecht, sie lahmte stark links (!) vorne. Ich kann mir das nicht erklären, an den Therapieschuhen, die sie die letzten 2 Tage trug, kann es ja wohl nicht liegen, oder? Ich zog ihr links vorne den Schuh aus und bearbeitete den Huf, wie mir in einem Forum empfohlen wurde. Von den Trachten nahm ich minimal was weg, raspelte seitlich jeweils eine leichte Schwebe, die nicht bis zur Sohle geht und kürzte ein wenig die Zehe. Die Zehenwand strecken habe ich nicht mehr geschafft, in meinen Augen war der Huf noch nie besser.

Seitlich lateral links vorne (der vordere, durch die Haare sieht man Kronsaum und Trachten leider kaum), rechts vorne sieht man medial (aber nicht ganz von der Seite getroffen), die Beule in der Zehenwand muß ich wegfeilen. Links vorne medial schaut eigentlich ganz gut aus, die Sohle auch; der Abrollpunkt ist allerdings mies ==> Zehenlandung. Die Eckstreben gehören noch bearbeitet und das auf der Sohle liegende Eckstrebenhorn entfernt, ich will Barbie nicht zuviel Korrektur auf einmal zumuten.

Ein Sohlengewölbe kann ich nicht erkennen, von vorne (leider nicht ganz getroffen) schaut es einigermaßen aus, zwar  ist das kein Mustang-Roll, aber so was ähnliches :-).

Links hinten hatte sich Barbie lateral heute einen riesen Zacken gelaufen – so helfen sich Hufe selber. Ich habe es glatt geraspelt, quasi ne natürliche Schwebe. Die Trachten habe ich an beiden Hinterhufen ein minimal gekürzt und eine leichte Schwebe geraspelt – ich finde die Hinterhufe im Rahmen des Möglichen soweit okay.

Rechts vorne konnte Barbie heute kaum hochheben, immerhin bekam ich den Schuh runter und konnte den Huf auskratzen – mehr ging nicht. Wir gingen zum Grasstreifen, auf dem Rückweg lief sie vorne links deutlich stärker lahm. Ich zog ihr an diesem Huf den Schuh wieder an und brachte sie zurück in den Stall, sie konnte nun auch hinten nicht mehr gehen – total verkrampft.

Ein Schuh ist keine Lösung, meinte eine Stallkollegin, das fand ich auch, also Barbie den wieder ausgezogen.

Evtl. kommt das davon, daß ich die Trachten ein wenig zurückgenommen habe – anders kann ich mir das nicht erklären.

Nepomuk geholt und versorgt, er scheuert nun am Schopf ==> Salbe drauf gegeben. Ihn wieder reingestellt und den Pferden ein wenig zugesehen, Barbie war total verkrampft, konnte keinen Schritt mehr gehen. Also den Stallmeister gesucht, aber nicht gefunden, gewartet. Sein Sohn kam vorbei, den fragte ich, ob ich Barbie in die Krankenbox stellen darf – er meinte „ja“.

Also zwei Eimer Wasser reingestellt, Stroh und Heu gebracht und Barbie reingeführt. Vielleicht war es doch keine gute Idee, ihr die Trachten minimal zu kürzen – wenn es daran lag, müßte sie sich an die neue Situation relativ schnell wieder gewöhnen.

Wieder zuhause, habe ich meinen Motorradurlaub gecancelt, d. h. die Überachtungen am Großglockner und in Obertauern storniert – glücklicherweise ohne Kosten dadurch zu haben. Ich kann ja schlecht länger wegbleiben, wenn Barbie derart lahm ist. Mei, Motorrad fahren kann ich immer noch, das läuft mir nicht weg und das Tourenticket, was ich gestern gekauft habe, gilt für 2 Jahre.

Barbies Besitzerin rief glücklicherweise an und hat mich wieder aufgebaut, sie meinte, ich soll Barbie mal ein wenig Mehl in den Therapieschuh tun, damit ich sehe, wie sie auftritt. Sie meint, das Lahmen kann nur am Therapieschuh liegen, der hat vermutlich irgendwo gedrückt und dadurch hat sie völlig verkrampft.

Gerade habe ich mir die Schuhe aus dem Auto geholt und das Softpad fotografiert. Am PC drehe ich das Bild, es will nicht passen – meine Güte, ich hatte das Pad falsch eingelegt *AscheaufmeinHaupt“.

Man sieht an den hellen Stellen, wo der Huf belastet wird. Die äußere Trachte und Eckstrebe wird mehr belastet als die innere, am Sohlenfoto sieht man auch, daß die äußere Eckstrebe viel stärker ausgebildet ist. Der Strahl trägt gut mit, allerdings wird die Sohle im Zehenbereich großflächig belastet (gut zu erkennen auf dem Sohlenfoto, das sind die braunen Stellen). Ich habe mal nach Belastungsmustern gesucht, bei Barbie wird eindeutig zuviel Sohle belastet. Erst wenn sich der Abrollpunkt verbessert,  wird die Sohle im Zehenbereich entlastet.

Das ist super, was man da sieht, also den Pad von rechts vorne auch fotografiert. Vergleicht man das mit dem letzten Sohlenfoto, sieht man, daß lateral wohl Eckstrebenhorn auf der Sohle liegt, an den dunklen Stellen an der Sohle erkennt man ebenfalls, wo Belastung herrscht. Der Strahl ist schief nach dem Pad, was auf auf dem Sohlenfoto noch nicht sieht.

21. August 2012

Ran an Barbies Trachten

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:05

Solange ich Barbies Hufe bearbeite, muß ich mich immer weiter informieren, damit ich das Bestmögliche für sie mache. go-barhuf.de ist eine super Homepage, auf der einem alles selbst für Laien verständlich erklärt wird.

Welchen Denkfehler ich gemacht habe, wird hier sehr gut erklärt, Zitat „Der Huf wird an der Zehe in die Sohlenschwiele hinein gekürzt, die Zehenwand von außen abgestreckt und die Trachten werden nicht bearbeitet, um einen optisch steileren Hufwinkel zu erreichen. „.  Ich habe es anhand Barbies rechtem Vorderhuf (Foto vom 18.08.2012) mal eingezeichnet, die Zehenachse ist annähernd optimal, nämlich bei ca. 58 Grad (es gilt noch, die Zehe zu strecken), die Trachten wachsen in diesem Winkel nach (früher stärker untergeschoben), dann gibt es einen „Bruch“.

Soweit ich diese Seite verstehe, ist es sinnvoll, die Trachten bis zu dem Punkt wegzuraspeln, wo der „Bruch“ liegt. Bei ihren anderen drei Hufen schaut es nicht viel anders aus – ich darf mich nicht drücken, ich muß das nun morgen angreifen. Bemängelt wurde in einem Forum, daß Barbie ungleich hoche Trachten (an einem Huf) hat, vermutlich zu recht, ich weiß aber nicht, wie ich das ausmessen kann.

Gelesen habe ich, daß man die Trachten einzeln kürzen muß, blöd ist, daß ich kein dreidimensionales Sehen habe, daneben keine Gleitsichtbrille. Auf nah sehe ich mit Brille wenig, nehme ich sie ab, muß ich sehr nah rangehen.

Na, ich werde wie üblich langsam und vorsichtig rangehen, dabei kann man nicht viel verkehrt machen.

Wenn ich heute drüber nachdenke, wurde mir im Forum „IG Hufe im Fokus“ viel geholfen in Sachen Hufbearbeitung. Ich habe völlig neue Möglichkeiten kennengelernt, wie ich Barbies Hufe bearbeiten könnte/soll. Was ich nicht verstanden habe, muß ich mir selbst erarbeiten – das habe ich heute gemacht.

Die Ernährungstipps wollte ich zwar nicht „hören“, ich bekam sie trotzdem – gut so!  Letztes Jahr bekam ich ja ne Menge Fallobst (Äpfel) von der Tocher von Barbies Besitzerin, habe ne Menge davon verfüttert. Äpfel kaufe ich keine mehr für die Pferde, es gibt auch kein geschenktes Fallobst mehr für Barbie. Mohrrüben verwende ich für sie als Belohnung, nix mehr mit gekauften Leckerlis.

Daß meine Hufbearbeitung, obwohl Barbie lahmfrei war, nicht zur Verbesserung ihrer Hufsituation beigetragen hat, ist mir inzwischen klar – siehe z. B. Trachten. Da ich aber immer nur wenig verändert habe, konnte sich der Huf immer wieder anpassen.

Morgen also ein „Großkampftag“ in Sachen Hufbearbeitung und dann Urlaub :-).

20. August 2012

ein fauler Tag :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:49

35 Grad heute, ich habe in meinem Pool gebadet und gefaulenzt – man schwitzt ja bereits, ohne daß man sich bewegt. Fufur, mein Faucher, ist ein großer Freund von Max, meinem Kaninchen – noch ist Max ja größer. Die Katzen gehen auch in den Kaninchenstall, Fufur im Freigehege 🙂,  Schneewittchen hat sich bereits an die Kleinen, die gar nicht mehr sooo klein sind, gewöhnt.

Um vier war ich bei den Hafis, habe beide ein wenig geduscht, das hat ihnen gefallen. Barbie bekam heute mal wieder die Therapieschuhe für 2 Tage angezogen, angeblich soll es ja nicht regnen.

Die Vorschläge aus dem Hufe-Forum habe ich nochmals überdacht, er schlug ja vor, einen leichten Toe Rocker anzubringen, allerdings wird hier davor gewarnt. Wenn man Barbies und Nepomuks rechten Vorderhuf vergleicht, sieht man gut, daß er einen ziemlich runden Huf mit einer breiten Abrollfläche im Zehenbereich hat, so daß sich die Belastung optimal verteilt. Barbies Huf ist eher oval, der Abrollbereich in der Zehe daher relativ gering.

Es gilt also, die Abrollfläche bei Barbie im Zehenbereich zu vergrößern, damit sich der Druck besser verteilt – so langsam habe ich es kapiert :-). Heute habe ich damit bei Barbie bei allen vier Hufen angefangen, vorne etwas mehr, hinten minimal. Ich werde nun immer ein wenig machen, so daß sich der Huf langsam umstellen kann. Den toe rocker lasse ich weg, versuche aber, den Zehenbereich möglichst rund zu gestalten ähnlich einem Mustang-Roll, damit Barbie gut abrollen kann.

Trachten zurücknehmen traue ich mich nicht, die Frage ist wohl, ob man das Hufbein parallel zur Sohle stellen will oder nach der Huf-Fesselachse – ich glaube, da gibt es unterschiedliche Theorien. Ich werde nichts machen, was mir nicht einleuchtet.

In die Seitenwände vorne und hinten soll ich eine leichte Schwebe einbauen, ich mußte erst mal nachlesen, was damit gemeint ist. Das erinnert mich an meine mißglückte Zangenarbeit im März 2012, Barbie hat das damals nicht gestört.