26. November 2012

alles im Lack

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:36

Der Kaminkehrer war heute da, abends mußte ich noch zum Obi wegen einer neuen Bodenplatte, daher war keine  Zeit zum Reiten oder Spielen.

Barbies hat unseren Ausritt vorgestern gut überstanden, ein Glück, ich habe heute wieder ihre Hufsohlen fotografiert. Links vorne löst sich die doppelte Sohle langsam ab, was bereits locker war, habe ich abgeschnitten. So langsam kommt ein Sohlengewölbe zum Vorschein, die Strahlspitze ist nicht mehr plan mit der doppelten Sohle. Symmetrisch ist der Huf immer noch nicht, die unterschiedlich weggehebelten Seitenwände lassen das wohl nicht zu.

Links hinten dauert es noch, bis der Hornspalt rausgewachsen ist, der macht den Huf ein wenig unrund. Seitlich außen ist die weiße Linie nun wieder gezerrt, ich werde innen den Tragrandüberstand beseitigen und beidseits eine Senke raspeln.

Rechts vorne hält sich die doppelte Sohle, zum Wegschneiden gab es nichts. Wenn es ab Donnerstag schneit und die Hufe dann ständig feucht sind, wird sich die doppelte Sohle hoffentlich schneller lösen. Besser Hufe auskratzen muß ich, sehe ich gerade, ich habe einige Steinchen übersehen.

Rechts hinten schaut soweit ganz ordentlich aus, ich werde die Zehe noch ein wenig kürzen.

Bald bin ich ja 10 Tage in Urlaub, eine nette Dame, die am Stall wohnt, fragte ich heute, ob sie die Hafis alle 2 Tage füttern würde. Sie hat „ja“ gesagt, prima, eine Sorge weniger. Ein Ausritt noch am Wochenende, hoffentlich liegt dann schon Schnee und wir können galoppieren. Zu zweit sind die Hafis mit Reiter IIRC noch nie galoppiert, vermutlich wird Barbie Gas geben. Mit Reiter muß ein Pferd ja erst lernen, sich auszubalancieren – da Barbie bisher kaum mit Reiter galoppiert ist, kompensiert sie die fehlende Balance mit Tempo.

Ich erinnere mich noch gut an die Wettrennen, die sie sich letzten Winter frei geliefert haben; wir brauchen eine lange Wiese, damit sie sich „auslaufen“ können :-).

25. November 2012

Zukunftspläne :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:14

Man lebt nicht, wenn man nicht für etwas lebt.”
Robert Walser

das steht auf Sandras Homepage – gefällt mir :-).

Wenn Barbie gesund bleibt, davon gehe ich einfach mal aus :-), steht uns eine rosige Zukunft bevor. Ich kann sie das erste mal in ihrem Leben bewegen, das hilft natürlich bei unserem Kampf gegen EMS und Hufrehe. Außerdem sorgt Bewegung für die Durchblutung der Hufe, dadurch wachsen sie schneller, für Barbie von Vorteil.

Im Frühjar, wenn ihre verbogenen Wände rausgewachsen sind, kann ich ihr Renegades kaufen, damit kann sie auch auf Schotter laufen. Vielleicht kann sie das in ein paar Monaten auch ohne Hufschuhe; Barbie bleibt aber ein Rehepferd mit Hufbeinsenkung, bis ihre Hufe ein mal komplett ohne Verbiegen und Rillen nachgewachsen sind.

Geplant mit Dani sind nächstes Jahr Halbtages- und Tagesritte, Orientierungsritte (kannte ich gar nicht, klingt lustig) und Wanderritte, anfangs erst mal 2 – 3 Tage. Ein paar Tage Urlaub auf dem Bauernhof wären schön, habe mir schon einen ausgesucht :-), muß dort aber erst mal fragen, ob man eigene Pferde mitbringen kann. Die Gegend ist wunderschön mit vielen Seen und Bergen, im Sommer kann man es dort sicher mal eine Woche aushalten. Außerdem ist es nicht so weit von uns, ewig Hänger fahren will ich den Hafis ja nicht zumuten.

Nepomuks Ekzem und Barbies Hufrehe muß ich natürlich berücksichtigen, das Gras in Tirol hat Barbie früher immer gut vertragen. Man könnte evtl. vereinbaren, daß Barbie und Nepomuk tagsüber eine Box haben – wobei wir tagsüber die meiste Zeit mit ihnen unterwegs sein werden – und nachts auf die Weide dürfen. Die meisten stellen ihre Pferde ja nachts in die Box und tagsüber auf die Weide, die Hafis kämen dadurch nicht mit anderen Pferden zusammen.

Für die Berge sind Haflinger ja ursprünglich gezüchtet worden, back to the roots :-). Natürlich müßten beide konditionsmäßig gut vorbereitet werden – wir fangen jetzt damit an. Die 1,5 Std. gestern waren ja nicht geplant, ich glaube nicht, daß es für Barbie zuviel war. Muskulaturmäßig ist sie ja dank Trimagnesiumcitrat super aufgestellt, außerdem bin ich mit Sattel, insgesamt ca. 55 kg, kein Gewicht für einen Hafi der Kategorie Barbie :-).

Geschwitzt hat sie schon immer viel, sie war ja noch nicht sehr oft im Gelände und ist daher ein wenig nervös. Dazu kommt, daß ich mit ihr möglichst auf weichem Boden gehe, Gras oder ganz am Rand eines tiefen Ackers, tiefer Boden kostet mehr Kraft als harter. Daneben muß ich Barbie viel bremsen, das strengt sie (und mich) an. Sobald sie draußen sicherer wird und mehr Kondition aufgebaut hat, wird das Schwitzen hoffentlich zurückgehen.

Der Leonhardi-Ritt nächstes Jahr mit Barbie und Nepomuk steht ganz oben auf meiner Prioritätenliste *g*, drei Jahre träume ich schon davon.  Zweispännig fahren könnte nächstes Jahr auch was werden, ich habe ja nun Dani als „Helferin“ *freu*. Disziplin im Gelände muß ich mit Barbie üben, d. h. es wird draußen nicht gefressen. Bei Barbies Grassucht wird das schwierig, da muß ich strenger sein *andieeigeneNasefass“.

Gestern auf dem Rückweg hat sie mich ja ein paar mal überrumpelt, Dani war ein Stück voraus, weil Barbie den Kragen immer wieder am Boden hatte, ich wollte hinterher traben. Das klappte auch gut, kaum hatten wir aufgeschlossen, ist Barbie aus dem Trab raus stehen geblieben und hatte den Kopf wieder am Boden. Aus dem Trab heraus ohne Zwischenschritt stehen zu bleiben, ist für Barbie keuin Problem – wenn sie das will. Würde ich es verlangen, würde sie es vermutlich lange nicht so gut machen, obwohl sie es kann.

Ich bin sehr froh, daß ich die letzten 3 schweren Jahre mit Barbie durchgehalten und sie nie aufgegeben habe. Sie ist ein Kämpfer und ich auch, wir haben die lange Leidenszeit zusammen durchgestanden, die hoffentlich nie mehr wiederkommt.

Barbie und ich, wir sind ein Team geworden, wir sind dick (sie) und doof (ich) *g* – ich bin unendlich glücklich, daß es ihr nun gut geht.

24. November 2012

schöner Ausritt mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:16

Mit der Reiterin, die auf meine Anzeige geantwortet hatte, ich nenne sie aus Datenschutzgründen mal Dani, traf ich mich um 14.00 Uhr im Stall. Barbie war sturzdreckig, ich hatte ordentlich zu putzen; bis die Pferde fertig waren, hat es gedauert.

Wir führten an der Straße, als jemand ein großes Schild rübertrug, prompt haben sich beide deswegen kurz erschrocken. Bis über die S-Bahngleise führten wir noch, stiegen dann auf, Dani hatte Nepomuk super im Griff und reitet besser als ich. Er lief auf dem Schotterweg, ich mit Barbie auf dem Seitenstreifen, im Schritt hat sie ihn locker abgehängt. Wir trabten ein längeres Stück, bis wir in den Wald kamen, Barbie war schwer zu bremsen, sie wollte stets vor Nepomuk laufen.

Im Wald konnten wir dem Schotterweg teilweise nicht ausweichen, weil es keinen Seitenstreifen gab, Barbie lief fühlig. Man merkte ihr an, daß sie die Steine piecksten, ist auch ja auch kein Wunder, sie hat zumindest im Zehenbereich an den Vorderhufen (noch) keine Sohlenwölbung. Irgendwann stieg ich ab und führte, wir kamen aus dem Wald raus, wo es wieder einen Seitenstreifen gab, Barbie nutzte den, um Gras zu stiebitzen.

Ich stieg wieder auf, wir trafen auf Fitur, den Herdenchef, den Barbie im Schritt aber sowas von überholte *g* – ich war völlig baff, was sie im Schritt für ein Tempo laufen kann, Nepomuk im langsamen Trab hinter uns her. An der Ovalbahn vorbei ging es Richtung Heimat, nochmal ein wenig Trab, im Schritt versuchte Barbie wieder, Gras zu fressen. Ich hoffe, ich bekomme das mit der  Zeit besser in den Griff, außerdem ist ja bald Winter, da gibt es nix mehr zu fressen.

Kurz vor der Straße stiegen wir ab und führten zurück in den Stall, Barbie hatte ziemlich geschwitzt (Nepomuk nicht), bekam daher eine Abschwitzdecke drauf. Zwei zufriedene Hafis haben wir zurück in den Stall gestellt, Barbie hat morgen wohl Muskelkater *g*. Den Pferden hat zusammen ausreiten sehr gefallen, mir auch, so waren alle Beteiligten glücklich :-).

Wir reiten nun 1x pro Woche zusammen aus, ich hoffe, Barbie bleibt gesund. Wenn sie bzw. ihre Hufe sich als stabil erweisen, werde ich auf 2x pro Woche erhöhen, Bewegung tut ihr und ihren Huf gut (und mir auch *g*). Sobald Schnee liegt, sind auch Schotterwege kein Problem mehr, ist der Boden gefroren, darf man auch über Felder galoppieren. Das macht Spaß und die Hafis können sich mal richtig austoben :-).

Dani hat auch Lust auf Halbtages- oder Tagesritte nächstes Jahr, das ist prima :-). Barbie bekommt, sobald ihre verbogene Wände rausgewachsen sind, für vorne Renegades, damit kann sie auf jedem Boden prima laufen.  Falls ich mit beiden mal fahre, braucht Barbie eh einen Hufschutz, und Renegades sind die besten Hufschuhe, soweit ich weiß.

22. November 2012

Reiterin gefunden

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:21

Auf meine Anzeige bei kurz&fündig hat sich heute früh jemand gemeldet, sie kommt am Samstag zum Kennenlernen und wir reiten zusammen aus. Falls wir uns sympathisch sind, habe ich dann jemanden, der mit mir ausreitet, vorerst 1x pro Woche. Abends rief noch eine Reiterin an, die auch sympathisch klang, mal sehen, wie es mit der „Erstbewerberin“ klappt. Nepomuk könnte eine RB, die ohne mich reitet, durchaus verkraften, er platzt fast vor Energie. Na, wir werden sehen, wie es am Samstag wird.

Heute hat es genieselt, daher habe ich mit den Hafis nichts gemacht – ich weiß, ich bin ein fauler Sack *g*. Nepomuk stand parat, um sich mit rauszudrängeln, der Stallmeister war zufällig da und meinte, er hilft mir, bei ihm macht er das nicht. Da hatte er sich getäuscht, er drängelte sich mit raus, der Stallmeister war ein wenig baff. Also habe ich Barbie angebunden, sein Halfter geholt und wollte ihn auf der Fallobstwiese, wo er sich einquartiert hatte, einkassieren. Barbie führte sich auf, ich bekam ihn nicht, er galoppierte zurück zum Stalleingang, der Stallmeister machte auf und wir ließen ihn wieder rein.

Nepomuk sollte viel mehr arbeiten, am besten jeden Tag, das kann ich aber nicht leisten. Wieviel Ausreiten ich Barbies Hufen zumuten kann, weiß ich noch nicht, will erst mal langsam anfangen. Ihre Hufe habe ich heute wieder bearbeitet, links vorne außen eine Sprungschanze geraspelt. Rechts vorne liegt die doppelte Sohle nun nur noch auf der „Mondsichel“, d. h. im Zehenbereich, an die Kante medial habe ich heute hingekratzt, da ist nichts locker. Seitlich sehe ich leider keine besondere Verbesserung gegenüber vor einem Monat, vielleicht bin ich zu ungeduldig.

Von vorne sieht man, daß ich im letzten Monat schon was getan habe, vgl. Foto vom 20.10.2012. Es dauert, bis die krummen Wände sich rausgewachsen haben, ich muß Geduld haben. Bewegung und damit Hufabrieb tut Barbie auf  jeden Fall gut, das fördert die Durchblutung und regt dadurch das Hufwachstum an.

Barbie heute beim Fressen, sie belastet beide Vorderhufe gleichermaßen, aus diesem Winkel schauen die Hufe gar nicht übel aus – Fotos können täuschen.

Bei Nepomuk habe ich heute das Ende der Strahlfurchen mit dem Messer ein wenig ausgekratzt, mir war das nicht „durchlässig“ genug. Der Strahl braucht Platz, um sich bei Belastung weiten zu können, bei ihm ist dafür kein Platz da.

Beide haben heute den Teppich, in dem ich wieder Karottenstücke versteckt hatte, ziemlich gut aufgerollt, obwohl wir es erst das dritte mal geübt haben. Mit einer Stallkollegin zusammen kaufe ich nun Karotten, für die Hafis ca. 6,5 kg pro Woche, ich benutze die meisten aufgeschnitten als Belohnung. Die Apfelsaison ist vorbei, kaufen werde ich keine mehr, fange nun wieder an, Kiwis zu füttern. An Kräutern habe ich nicht mehr viel, im TV sah ich, daß Hagebutten das meiste Vitamin C haben. Hagebutten (getrocknet) werde ich noch bestellen, Kräuter vorerst nicht mehr.

Die Hafis schauen dank dem Pferdehanf sehr gut aus, Null Problem beim Fellwechsel, viel mehr zusätzlich brauchen beide nicht. Ich hoffe, sie werden uns am Samstag nicht unterm Arsch davon rennen, das macht keinen guten Eindruck. Das letzte mal waren beide im April 2012 zusammen im Gelände, derzeit wollen beide gerne rennen – ich denke, wir gehen erstmal aber nur Schritt und evtl. auf einer Wiese mal Trab.

20. November 2012

die Kater wurden kastriert

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:37

Nüchtern sollte ich heute meine drei Katerchen um zehn beim TA abliefern, Grisu und Filou lassen sich ja anfassen, das Verfrachten in die Körbe war daher kein Problem. Bei Fufur war es schwieriger, er streicht einem zwar schon mal um die Füße, Anfassen läßt er sich aber nicht. Als er in der Küche war, habe ich alle Türen, die vom Flur weggehen, geschlossen und ihn dahin gescheucht. Durchs Wohnzimmer wollte er flüchten, die Türe war aber zu, zack hatte ich ihn in der Ecke, habe den großen Korb hingehalten und ihn reingeschubst (sicherheitshalber mit dicken Handschuhen *g*).

Geimpft mußten sie ja auch noch werden, so konnte alles in einem „Abwasch“ erledigt werden. Nachmittags konnte ich die drei Racker wieder abholen, der TA meinte, sie seien ca. ein 3/4 Jahr alt und pumperlgesund. Untersuchen konnte er sie vor der Narkose nicht, selbst Filou und Grisu, die sich von mir anfassen lassen, waren beim TA ziemlich giftig. Für „verwilderte“ Katzen gibt es Käfige mit Schiebewand, damit werden sie an eine Wand gepresst, so daß sie gespritzt werden können.

In 3 – 4 Wochen muß ich zum Nachimpfen, das wird nochmals Stress, danach ist Ruhe. Gismo und meine Mouse-House sind gar nie geimpft, Mucki bekam nur die Grundimmunisierung. Die ganze Impferei wird mE überbewertet, werde mir überlegen, ob ich die Kleinen nächstes Jahr nochmals impfen lasse.

Wachsen werden die Kater laut TA kaum noch, größenmäßig liegen sie ungefähr auf einem Level mit meinen zwei verstorbenen Weibchen und Merlin. Gismo ist die Ausnahme, er ist ein Riese, die Kleinen wiegen 4,2 kg, Gismo vermutlich über 6,5 kg. Na ja, schlank ist er nicht gerade, aber auch nicht dick, er ist halt ein Brummer, nicht nur größenmäßig.

Den Kleinen habe ich heute extra 600 g Hühnchenschenkel (2 Stück) gegart; als sie zuhause wieder aus ihren Korben durften, haben sie alles weggeputzt. Danach sind sie in den Garten, scheinen schon wieder ziemlich fit zu sein. Der TA gab mir einen Mengenrabatt von 20%, weil ich die drei Kleinen gerettet und behalten habe, obwohl sie ein wenig wild sind – sehr nett.

Barbies Besitzerin rief gestern an, ihrem Dt. Schäferhund Lobo geht es nicht so gut, schon lange hat er immer wieder mit Durchfall zu kämpfen, derzeit ist es ganz schlimm. Ich habe für ihn Hundehanf bestellt, das bringt den Darm sicherlich wieder in Ordnung – hat bei Barbie ja auch geklappt :-).

Mittags war ich im Stall, zum Reiten blieb aber keine Zeit, also machte ich Hufbearbeitung. Ein Stallkollege führte gerade seinen Isi raus und wollte mir helfen, damit Nepomuk nicht mitlief. Nepomuk hat ihn aber überrumpelt, klemmte sich an Barbies Hintern und zack war er draußen, der Lauser *g*. Er lief zur Fallobstwiese, Barbie konnte ich mit Mühe halten, sie wollte natürlich hinterher, und anbinden. Sein Halfter geholt, es ihm anlegen, war kein Problem, er kam zurück in den Stall, Barbie hat derweil Terz gemacht.

Normal steht sie im Stall immer im ersten Unterstand wie eine Trauerweide, die Stallkollegen denken daher, ihr geht es schlecht. Wie sie sich aufführen kann, hat der Stallkollege heute mal mitbekommen und innerlich vermutlich den Kopf geschüttelt *g*, sein Isi ist ja die Bravheit in Person, fast schon ein wenig lethargisch. Barbie wartet halt immer auf mich, mit ihrem Gesundheitszustand hat das nichts zu tun. Auf dem riesigen Paddock könnte sie weich stehen, sie will aber nicht – ein gutes Zeichen :-).

Bei Barbie habe ich ein wenig geraspelt und vorne minimalst an den Eckstreben geschnitten, links vorne ist der Huf immer noch nicht symmetrisch. Außen ist der Huf weiter, die Wand „flüchtet“, mir ist derzeit unklar, warum. Evtl. liegt es auch an der noch vorhandenen doppelten Sohle, daß der Huf derzeit ungleich belastet wird. Ich werde die Zehe noch ein bissi kürzen und außen eine „Sprungschanze“ anbringen,  die doppelte Sohle im Zehenbereich werde ich nicht abnehmen.

Rechts vorne hat sich nicht viel getan in den letzten Tagen, immerhin ist dieser Huf nun fast symmetrisch. Die Eckstrebe innen ist nahezu parallel zur Strahlfurche, außen nicht, da hebelt immer noch die Seitenwand weg – ich kann wieder ein wenig davon wegnehmen.

Links hinten schaut soweit gut aus, aber der Ballen auf der Innenseite gefällt mir nicht, er scheint verschoben – oder das ist Dreck. Die Eckstreben muß ich korrigieren (grüne Linie), dann paßt es.
Rechts hinten gehört die Zehe weiter gekürzt, der Huf scheint mir etwas „unrund“, außerdem gehören die Eckstreben bearbeitet und die Tragränder angepaßt.

Nepomuk bekam heute auch die Hufe beraspelt, hinten rechts fiel mir eine komische „Delle“ in der Hufwand im vorderen Zehenbereich bei ca. fünf Uhr auf. Die Außenwand hebelt leicht weg, was man gut an den Hornröhrchen sieht, innen auch ein wenig. Ich frage mich, wo die leicht roten Stellen herkommen, schaut mir nach Prellungen aus. Woher er die hat, weiß ich nicht, sie scheinen ihm keine Beschwerden zu machen.

Vorne habe ich heute mal fotografiert, die Trachten sind ziemlich hoch, für Nepomuk aber normal. Links vorne seitlich schaut ziemlich gesund aus, der Kronrandwinkel beträgt 20 Grad. Belastungslinien sieht man an Nepomuks Hufen auch, woher die kommen, weiß ich nicht.

Alles in allem hat er sehr gesunde Hufe, die Wandtrennungen bekomme ich nun auch langsam in den Griff. Wenn Barbies Hufe mal so aussehen wie seine, mache ich drei Kreuze :-).

18. November 2012

unterwegs mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:23

1x pro Woche ist ja „Barbie-Tag“, da gehe ich mit ihr raus, heute das dritte mal zur Ovalbahn. Wir kamen nach Überquerung der Straße nicht weit, da zog Barbie mich in eine Wiese und war so eifrig am Fressen, daß ich aufpassen mußte, daß sie mir nicht auf den Fuß stieg. Wie ein Büffel hat sie sich aufgeführt, ich rauchte erst mal eine, damit Barbie ihren ersten Hunger stillen konnte.

Als ich gehen wollte, wurde sie ziemlich zickig, wollte auf der Wiese bleiben – letztendlich konnte ICH mich aber durchsetzen. Wie ein Suchhund mit der Nase am Boden lief Barbie neben mir her, um im Gehen Gras abzubeißen – ihre Grassucht ist wirklich schlimm!  Barbie ohne Gras halten, ginge überhaupt nicht, sie wäre draußen unbeherrschbar.

Auf der Ovalbahn angekommen, stieg ich auf und ritt 1 Runde Schritt , was schwierig war, weil Barbie lieber Gras fressen wollte. Eine halbe Runde Trab machten wir noch, danach rauchte ich wieder und ließ sie fressen. Mit der Nase am Boden hat sie einiges meines Gewichts auf der Vorhand, Barbie störte das nicht, sie saugte 10 Min. Gras ein, ohne auch nur ein mal den Kopf zu geheben.

Wir gingen noch zwei Runden Schritt, danach wollte ich Richtung Heimat, Barbie wollte aber lieber auf dem Gras bleiben, da gabs mal einen Klaps mit der Gerte. Ich ging mit ihr neben der Teerstraße auf dem Seitenstreifen und trabte, Barbie wurde immer schneller, ich hielt sie aber zurück, nicht daß sie mir wie letztes mal angaloppierte.

Wechsel auf die andere Straßenseite, wo es einen „leeren“ Acker gab, wir gingen ganz am Rand. Barbie war etwas aufgedreht, ich hielt sie im Schritt, was ihr nicht so sehr gefiel, lieber wäre sie getrabt oder galoppiert. Zügel locker lassen die letzte Strecke ging nicht, weil ich Angst hatte, sie fängt das Rennen an aus purer Lust an der Freud. Barbie schaubte viel und streckte sich, das ließ ich natürlich zu.

Ich ritt wieder bis zum Stall zurück, als kein Auto kam, schnell über die Straße, das ersparte den Autofahrern die Ampel. Mit Barbie geht das, weil ich sie jederzeit anhalten kann, mit Nepomuk nicht, dem Hibbelbruder (das müssen wir noch üben).

Wir waren ca. 1,5 Std. unterwegs, gelaufen ist Barbie dabei nicht sehr viel, sie könnte aber. Die Motivation fehlt ihr halt alleine mit mir und im Kreis gehen, egal ob auf dem Platz oder der Ovalbahn, findet Barbie doof. Auf weichem Boden kann sie auch traben oder galoppieren ohne Hufschutz, auf Teer und Schotter muß man halt Schritt gehen.

Auf meine Anzeige bei kurz & fündig hat sich bereits jemand gemeldet, mal sehen, ob das was wird. 1x pro Woche kann man mit Barbie durchaus ins Gelände reiten, ihre Hufe verbessern sich ja ständig. Mit Nepomuk hat sie mehr Motivation, außerdem macht es mir mehr Spaß, nicht alleine reiten zu müssen.

Die Weidesaison ist in 2 Wochen vorbei, danach folgen 5 Monate Heufütterung. Das und der Winter werden Barbies Hufe weiter verbessern, so daß sie Anfang Mai 2013 fast „wie neu“ dasteht :-). Das reicht aber nicht, Bewegung ist auch wichtig. Der Vorteil dieses Jahr ist, daß sie dieses Jahr zum Ende der Weidesaison hufmäßig gut aufgestellt ist und wieder geritten werden kann, es liegt an mir, sie nun entsprechend zu trainieren.

Wenn ich eine nette RB für Nepomuk finde, die vorerst 1x, später evtl. 2x pro Woche mit mir ausreitet, wäre viel gewonnen. Das war ja schon immer ein Plan von mir, klappte aber nicht, weil Barbie die letzten Jahre ja fast nie reitbar war.

Den Stallmeister traf ich heute, er hat mir einen Platz gezeigt, wo ich meine Geschirre aufhängen kann. Platz für meinen Sattelhalter wäre da auch, dadurch müßte ich nicht mehr mehrere Sättel aufeinander stapeln – Barbies VS-Sattel könnte ich dort reinhängen, den brauche ich ja fast nie.

Mit Luftballons arbeiten wurde mir auch erlaubt :-), am Donnerstag ist wieder Spielstunde, da werde ich das einbauen. Wir haben einiges vor über den Winter :-), an der Hufbearbeitung muß ich trotzdem ein mal pro Woche dran bleiben.

16. November 2012

kurzer Ausritt mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:06

Das Teppich ausrollen habe ich heute wieder mit beiden geübt, es klappte schon besser als das erste mal. Auf das Apportel habe ich ein wenig Honig geschmiert, Barbie nahm es gleich ins Maul 🙂 – aber nur ein mal, danach leckte sie den Honig nur runter. Nepomuk hat sich nicht viel besser angestellt; das ist für die Hafis wohl eine schwere Übung, ich werde aber weiter dran bleiben.

Von Barbies Vorderhufen habe ich Fotos gemacht, um genau zu überprüfen, inwieweit sich die doppelten Sohlen bereits gelöst haben. Links vorne waren vor 4 Tagen nur kleine Stückchen abgebrochen, heute war einiges mehr verschwunden. Erstaunlich finde ich immer wieder, wie schnell sich ein Huf verändern kann, in ein paar Tagen hat sich vermutlich die ganze doppelte Sohle gelöst. Danach muß ich wohl gar keinen Tragrandüberstand kürzen, weil Barbie bisher mehr oder weniger auf der doppelten Sohle lief aufgrund des fehlenden Sohlengewölbes.

Die weiße Linie, bisher ein kleiner „Krater“, kommt nach dem Ablösen auf Sohlenniveau und der Tragrand kommt endlich zu dem, für was er gedacht ist: zum Tragen.

Der Abrollppunkt wird langsam besser, trotzdem muß der Huf noch kürzer und weiter werden – das kriegen wir auch noch hin :-).

Rechts vorne hat sich die letzten Tage weniger getan, bei dem dauert das Ablösen der doppelten Sohle wohl etwas länger. Der Strahl schaut mir etwas löchrig aus, werde ihr mal Hoof Solution auftragen. Man muß allerdings bedenken, daß ich bisher bei keinem Hafi am Strahl geschnitten habe, da fleddert bei beiden immer was rum und erneuert sich. Sorgen mache ich mir deswegen keine, der Strahl trägt mit, dadurch schaut er ebend nicht aus wie frisch zurecht geschnitten.

Der Abrollpunkt ist auch noch verbesserungswürdig, das wird mit der Zeit noch :-). Barbies Vorderhufe sind auf einem guten Weg, das Wichtigste dabei ist: sie war nie lahm. Hätte ich die echte doppelte Sohle rausgeschnitten, wäre sie lahm gewesen.

Eine Stallkollegin fragte mich heute um Rat, weil „Du kennst Dich doch mit Hufen aus“ (da wurde ich ein bissi rot *g*), ihr Pferd lahmt links  vorne und hinten. Ich konnte auf den ersten Blick nichts feststellen, der Stallmeister meint: Strahlfäule.

Sie hat den Hufschmied, der vor 2 Jahren Barbie einen totalen Fehlbeschlag verpaßte – er nahm ihrem Pferd vor einiger Zeit vorne die Eisen ab. Ich vermute, das Pferd läuft deswegen vorne fühlig, von heute auf morgen kann man es nicht auf barhuf umstellen, ohne daß es ein wenig schmerzt. Hinten links hatte das Pferd einen Abszess, den der Hufschmied vor 3 Wochen aufschnitt – jetzt lahmt das arme Tier immer noch, erinnert mich an Barbie und meinen TA.

Als ich heute kam, versperrte das Auto eines Hufschmides meinen gewohnten Parkplatz, als er weg war, erfuhr ich, daß es der war, dem der Stallmeister vertraut (das ist nicht der, der Barbie damals für viel Geld einen Fehlbeschlag verpaßt hat). Mit ihm möchte ich gerne mal reden, warum er empfohlen hat, Barbie einzuschläfern. Mit Genuß werde ich ihm sagen, daß ich sie wieder reite, und zwar ohne Eisen oder sonstigen Hufschutz (letzteres aber nur über den Winter, vorerst wird sie eh kaum bewegt).

Ein paar Isis bekamen von ihm einen neuen Beschlag mit komischen Gummiwellen innen, damit der Schnee nicht aufstollt. Erinnerlich hat letzten Winter bei den Hafis der Schnee immer aufgestollt, man kann vor dem Ausritt die Sohle mit Huffett einschmieren, dann bleibt das aus.

Nepomuk geholt und fertig gemacht, wir gingen den Berg hoch, ich führte, rauchte eine und er fraß am Rand Gras. Oben angekommen, stieg ich auf, wir trabten ein wenig, er war ziemlich aufgedreht; als es ein Stück bergab ging, konnte ich ihn mühsam im Schritt halten. Wir bogen in einen Waldpfad ein, der bergauf ging, mit vielen Wurzeln im Boden. Erst im Schritt, er stieß sich ständig an, dann im Trab, dadurch wurde es etwas besser.

Was Nepomuk heute zusammengestolpert hat, geht auf keine Kuhhaut – schaut er nicht, wo er hintritt? Mir kam das so vor, das muß besser werden! Wir kamen auf einen Schotterweg, ich kannte mich nicht aus und machte den Fehler, links abzubiegen anstatt rechts. Im Trab ging es weiter, er lief brav, nicht zu schnell, an der nächsten Kreuzung wollte er links abbiegen, rechts (weg vom Stall) hätte mich ziemlich Kraft gekostet, dazu war ich zu faul.

Wir trabten auf der Teerstraße zurück, links kam ein Gehege mit kleinen Rindern, was er kennt, ich parierte trotzdem durch. Kein Rind hat sich bewegt, es gab nichts, wovor sich Nepomuk hätte erschrecken können, trotzdem sprang er plötzlich zur Seite und galoppierte in die Wiese. Ich verlor einen Steigbügel, blieb aber im Sattel *g* und parierte ihn sofort wieder durch – in Erinnerung an unseren letzten Ausritt, als er mich überlistete.

Ich bin dann problemlos bis in den Stall zurück geritten, ich glaube, Nepomuk hat Show gemacht. Der Pferdehanf macht ihn ganz schön munter, er ist nicht ausgelastet. Na ja, dann werde ich am Dienstag mit ihm mal springen, außerdem versuchen, enge Wendungen zu galoppieren. Da muß er sich mal anstrengen, beim nächsten Ausritt gehen wir dann auf die Ovalbahn, damit er Energie abbauen kann.

Nachdem ich bisher mit meinem Aushang im Stall niemanden gefunden habe, der 1x pro Woche mit mir ausreitet, werde ich nun eine Anzeige bei kurz und fündig aufgeben.

14. November 2012

eifrige Hafis

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:20

Bepackt mit meinen Neuerwerbungen fuhr ich in den Stall und bereitete die Teppichrolle vor, d. h. ich legte Mohrrübenstücke rein, davor legte ich einen Apfel. Barbie geholt, den Apfel hat sie sich gleich einverleibt, danach wollte sie zur Fallobstwiese gehen, was ich verhinderte. Zurück am Teppich, hat sie mit leichter Unterstützung von mir den Teppich aufgerollt, ich denke allerdings, sie hat noch nicht kapiert, was auf mein Kommando „such“ verlangt wird.

Barbie kurz geputzt, danach wollte ich ihr mein Apportel ins Maul stecken wie einem Hund *g*, was nicht gelang. Also probierte ich es mit einem Ende, das befestigte Seil ist ja nicht so dick, Barbie fand das ebenfalls doof. Da muß ich mir was einfallen lassen, ich könnte ihr zwar das Maul öffnen, wie man es oft macht, um dem Pferd das Gebiß reinzuschieben, sowas ist mir aber zu negativ belegt. Wir bekommen das auch anders hin, evtl. mit ein wenig Honig auf dem Apportel.

Auf dem Platz hatte ich mit meinen neuen ziemlich kleinen Pylonen einen Parcour aufgebaut, einen Slalom mit sechs im Abstand von ca. 4m, zwei Kegel fürs Achten gehen und einen engen Gang, der große Ball lag ebenfalls bereit. Barbie auf den Platz gesperrt und Nepomuk geholt, der auf dem Paddock mit einem Isi spielte. Mit beiden übte ich nebeneinander hinter mir hergehen, kam aber nicht weit und Barbie zog weg, weil sie Gras am Rand fressen wollte.

Beiden den Strick abgenommen und die Peitsche geholt, die im Häusl vorrätig ist. Beide galoppierten sofort los, Barbie lustig buckelnd :-), ich ließ sie aber nur ca. 3 Minl. laufen, Ziel war, daß sie sich auf mich konzentrieren.  Nepomuk hat natürlich nicht aufgepaßt und einen meiner Pylonen zertreten, was kein großer Verlust ist, ich habe ja noch 23 Stück von denen.

Mit beiden ging ich meinen Parcour mehrmals ab, Barbie links hinter mir, Nepomuk rechts. Das Problem war, daß Barbie an mir klebte wie eine Klette, also fast neben mir ging. Nepomuk ließ sich ständig zurückfallen, so als ob er nicht mit Barbie auf einer Höhe gehen wolle. Den Parcour haben wir immer fehlerfrei geschafft, auch nach Handwechsel; ich war erstaunt, was für enge Wendungen zwei Pferde nebeneinander gehen können.

Vermutlich wird es beim Fahren so sein, daß Barbie zieht und er sich nen gemütlichen Lenz macht, dann muß ich Barbie etwas zurückschnallen, damit Nepomuk mehr arbeiten muß. Aber so weit sind wir noch lange nicht, erst mal gilt es, Barbie etwas zu bremsen und Nepomuk zu aktivieren.

Ich hatte einige Mohrrüben zerschnitten und mir die Taschen voll gemacht, räumte alle Pylonen weg, die Hafis warteten gespannt, was nun folgt. Wir gingen zum Ball, ich trat ihn, um zu zeigen, was erwartet wird. Beide bemühten sich danach ständig, um den Ball rumzugehen, also legte ich ihn Barbie vor die Füße, so daß sie dran stoßen mußte, um die Belohnung zu erhalten. Ein paar mal ist jeder über den Ball getreten, glücklicherweise ist der weich und gab nach, da kann nix passieren.

Barbie war extrem übereifrig, Nepomuk lief immer mit uns mit, hatte aber kaum Chancen, an den Ball zu kommen. Ich kickte den Ball immer wieder weg, rannte hin, die zwei Hafis hinter mir her, nach einiger Zeit hatte Barbie anscheinend begriffen, was verlangt wird. Nepomuk was beizubringen, war schwierig, weil Barbie ständig ihren Kragen vorne hatte.

Glücklicherweise hatte Barbie irgendwann keine Lust mehr, ging zum Rand, um Gras zu fressen, so hatte ich Nepomuk alleine und noch fünf Mohrrübenstücke in der Tasche. Er hat dann ebenfalls kapiert, daß er den Ball bewegen soll, zusätzlich wurde er noch gelobt, bei Barbie ja nicht nötig bei ihrer Übermotivation.

Wir haben ca. 1/2 Std. mit dem Ball gespielt, davor 10 Min. Führübungen, ich denke, es hat den Pferden Spaß gemacht. Sie waren auf mich konzentriert, eh klar, ich hatte ja die Belohnung :-), und haben sich eifrig bemüht, sich was zu verdienen. Erstaunlich fand ich, daß Barbie überhaupt keine Probleme hat, auf der Vor- oder Hinterhand zu wenden, Rehepferde können das normalerweise nicht besonders gut. Ich habe das natürlich nicht verlangt, sondern den Ball nach hinten weggekickt , wenn er zwischen den Hafis war, und bin hinterher gelaufen. Beide wendeten auf der Stelle, um mich zu verfolgen, Barbie war immer schneller wieder bei mir als Nepomuk.

Zwischendurch bemerkte ich, daß sich eine Menge Pferde am Zaun versammelt hatten und uns zuschauten, was wir mit dem Ball machen. Ich glaube, die meisten hätten gerne mitgespielt, sie kennen sowas nicht. Die Hafis ja bisher auch nicht, vielleicht kann ich andere animieren, auch mal mit ihren Pferden zu spielen. Meine Zeitschrift von „Mein Pferd“ werde ich im Stüberl auslegen, den großen Ball ins Häusl tun und dann einen Aushang machen.

Barbie bekam ja vorher schon ihr Zusatzfutter, so daß ich sie nicht wieder rausführen mußte, sondern Nepomuk mitnehmen konnte. Beim Teppich aufrollen war er bei der Sache und brauchte nur minimale Hilfestellung, danach bekam er sein Zusatzfutter und ich putzte ihn nebenher kurz durch. Danach versuchte ich, ihm das Seil vom Apportel ins Maul zu schieben, was ein wenig gelang ==> großes Lob.

Teppich aufrollen mit dem Kommando „such“ und Apportel ins Maul nehmen mit „fass“ werde ich nun immer am Putzplatz üben, bis das einwandfrei funktioniert. Danach kann ich üben, das Apportel auf Befehl vom Boden aufzuheben und auf auf Kommando wieder herzugeben. Ganz zum Schluß wird dann das Apportieren auf dem Platz geübt, aber einzeln, sonst hat Nepomuk keine Chance.

Teppich ausrollen läßt sich erweitern, wenn es beide gleichzeitig und möglichst synchron machen, dafür brauche ich aber einen breiteren Teppich – aber soweit sind wir noch nicht.

Mit einem alten Traktorreifen könnte ich ein Podest bauen, ich werde den Stallmeister mal fragen, ob er einen übrig hat. Die Lagerung ist aber ein Problem, ins Häusl für die Hindernisse paßt er nicht und ob ich ihn in einer Ecke des Reitplatzes aufgestellt lagern darf, muß ich auch erst fragen.

Nun steht erst mal ein Ausritt mit Nepomuk (Freitag) und Barbie (Sonntag) an, für die nächste Reitaktion auf dem Platz nächste Woche habe ich mir überlegt, mit Nepomuk Slalom zu galoppieren und „enge“ Wendungen um eine Tonne. Ziemlich anspruchsvoll, wenn man bedenkt, daß ich bisher mit ihm kaum auf dem Platz galoppiert bin. Aber gut, probieren geht über studieren, mit dem Fellsattel bin ich nahe am Pferd, Nepomuk läuft damit super. Er kann das gehen, die Frage ist nur, ob ich es schaffe, ihn bei engen Wendungen im Galopp zu halten.

13. November 2012

Die Spiele mögen beginnen :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:16

Kürzlich kam Werbung für die Zeitschrift „Mein Pferd“ (www.mein-pferd.de), man kann sie 6 Monate zum Test lesen für EUR 16,50 (ansonsten pro Jahr EUR 44,00) und bekommt als Geschenk zwei Uhren. Ich habe zwar schon zig Uhren, trage seit Jahrzehnten aber nie eine, egal, vielleicht kann ich die mal verschenken *g*. Gestern kam das erste Hefterl, ich habe es heute gelesen und fand es recht interessant.

Pferden Kräutertee zu geben, darauf wäre ich nie gekommen, vielleicht mögen die Hafis im Winter gerne mal was warmes? Ganz früher bekamen sie ja im Winter 1x pro Woche Irish Mash, was warm serviert wurde. Die Hafis haben es geliebt, ich traue mich derzeit aber nicht so richtig, evtl. macht das dick?

Interessant fand ich auch den Artikel zur Aktivierung der Hinterhand, bei uns auf dem Reitplatz sieht man ja oft Schleifspuren, wenn jemand sein Pferd longiert hatte. Als ich kürzlich mit meinen Mini-Cavalettis (ca. 10 cm hoch) gearbeitet habe, ist Barbie hinten nie angestoßen (nur vorne). Sie setzt von sich aus die Hinterhand enorm ein, was ich ja auch bei unserem Galopp durch den tiefen Acker bemerkt habe. Ich denke, das kommt von ihrer langen Krankheit mit Hufrehe und zig Abzessen vorne, dadurch hat sie immer viel Last auf die Hinterhand gelegt, um die schmerzenden Vorderhufe zu entlasten.

Gewöhnt sich ein Pferd das so an, wird es sich nicht mehr umstellen, selbst wenn die Vorderhufe nicht mehr weh tun. Die paar mal, die ich Barbie bisher geritten habe, auch als sie noch nicht erkrankt war, stellte ich immer fest, wie gelöst sie geht. Die Erklärung liegt an der stark aktiven Hinterhand, die man nicht erst „heranholen“ muß.

Bei Nepomuk ist es wie bei allen anderen Pferden: er schlurft, bei ihm werde ich nun immer Stangenarbeit miteinplanen, wenn wir auf dem Platz reiten.

Ein Artikel handelte vom Spielen mit Pferden, ich kenne bisher keinen, der das je gemacht hätte. Wieso eigentlich nicht? Mit Katzen und Hunden spielt man ja auch?

Im Keller fand ich eine kleine Rolle mit Bodenbelag, ein Rest – der Hafi darf den Teppich ausrollen :-). Man versteckt Leckerlis in der Rolle, so daß das Pferd motiviert ist, ihn mit der Nase abzurollen.

Apportieren können Pferde auch, das könnte den Hafis Spaß machen :-). Als fuhr ich heute in den Obi, um ein Apportel zu kaufen, ich fand ein geeignetes, was sogar ein wenig quietscht *g*, wenn man drauf beißt.

Einen kleinen Ball wollte ich noch kaufen fürs Besenpolo, es gab aber keinen, einen großen auch nicht. In der Nähe war ein Babyland, also schaute ich da mal rein und fand, was ich brauchte. Einen kleinen Blatt, den ich vom Pferd aus leicht mit dem Besen rumschubsen kann, auch durch Gassen usw. Und einen großen Gymnastikball (63 cm), es gab leider nur noch einen, daher hatte ich keine Farbauswahl. Den Pferden ist die Farbe vermutlich egal, Geitner arbeitet mit blau und gelb, immerhin hat der kleine Ball die richtige Farbe :-).

Mit dem großen Ball können wir zu dritt spielen, Barbie, Nepomuk und ich. Wer den Ball anstößt, bekommt ein Leckerli, ich bin gespannt, ob das so klappt.

Wallache sind ja verspielter als Stuten, allerdings ist Barbie verfressener als Nepomuk – wenn eine Belohnung winkt, ist sie stets fast übermotiviert. Sie können auch voneinander lernen, Nepomuk hat sich von Barbie ja auch das follow up abgeschaut.

Spielen ist eine gute Alternative, wenn ich keine Lust oder Zeit zum Reiten habe und beide gleichzeitig ein wenig bewegen möchte.

Ein Podest hätte ich noch gerne, bei ebay gibt es eines für EUR 140,00. Selber bauen wäre eine Alternative, allerdings habe ich dafür derzeit keine Zeit.

Meine bestellten Lufballons, 300 Stück, kamen heute, ich habe EUR 4,65 in den Sand gesetzt. Die Dinger lassen sich nur auf Glühlampengröße aufblasen, wobei das bereits schwierig ist. Für die Pferde brauche ich größere, damit sie zum Luftballon-Töter werden können :-).

Sinn und Zweck des ganzen ist nicht nur, Spaß mit den Hafis zu haben, sondern sie auch geistig zu fordern und unser Vertrauensverhältnis weiter zu festigen. Freidressur hat mich schon immer interessiert, außerdem den Pferden „Kunststückchen“ beizubringen.

Jetzt kommt die Zeit, wo Nepomuk gesund ist, es entfällt der ganze Aufwand bezüglich seines Ekzems (Decke, Einschmieren usw.), außerdem muß ich nicht mehr ständig Barbies Hufe bearbeiten. Ab sofort habe ich ne Menge Zeit, um mit den Hafis was zu machen, 1x pro Woche mit beiden Pferden spielen ist gesetzt, später mal mit anschließendem Fahrtraining mit beiden.

1x pro Woche werde ich Nepomuk auf dem Platz reiten, mit Barbie kann ich den Parcour an der Hand üben und evt. 2 Runden reiten. Evtl. sogar ohne Sattel, bei ihr muß ich ja nicht Angst haben, daß sie „wild“ wird – es wäre das erste mal in meinem Leben, daß ich ohne Sattel reite.

Mit jedem Hafi gehe ich 1x pro Woche ins Gelände, damit wird jeder 3x pro Woche bewegt. Ein anspruchsvolles Programm für mich, 1x pro Woche muß ich ja noch Hufbearbeitung machen. Außerdem muß ich endlich mal mit dem Fahrtraining anfangen, vorerst noch einzeln, mal sehen, wie ich das noch einbaue.

Den Stallkollegen, der mit seinem Isi fährt, werde ich mal fragen, ob ich mit Nepomuk mitreiten darf, damit er sich an die Kutsche gewöhnt. Danach kann man ihn mal hinten anhängen und ich fahre auf der Kutsche mit :-). Für Barbie kommt das erst nächstes Jahr im Frühjahr infrage, wenn sie Hufschuhe (Renegades) hat. Dann kann man evtl. sogar beide hinten an die Kutsche hängen, damit sie damit vertraut werden.

Ich habe so viele Ideen, was ich alles mit den Pferden machen könnte, morgen fangen wir mit Ball spielen an :-).

12. November 2012

ein Jahr Hufbearbeitung – heute ist der Tag X

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:49

Genau vor einem Jahr habe ich Barbies Hufbearbeitung übernommen, ohne Ahnung davon zu haben, die Alternative wäre Einschläfern gewesen. Wie schwer krank sie damals war, habe ich erst im Nachhinein erfahren, heute bin ich froh, daß ich es damals nicht wußte. Am 9. Dezember 2011 erreichte ich den Durchbruch, Barbie trabte und galoppierte wieder.

Es war teilweise eine sehr harte Zeit, auch für die Hafis, denen letzten Winter die Reifen vom Dach um die Ohren flogen und sie keinen trockenen Unterstand mehr hatten, weil es reinschneite. Das Wasser war eingefroren, ich kämpfte dagegen an und kam kaum mehr zur Hufbearbeitung. Daß die Doier Ranch geschlossen wurde, hat Barbie vermutlich das Leben gerettet, weil ich gezwungen war, die Hafis umzustellen. Der Zeitpunkt 1. März 2012 war zwar ungünstig, weil gefrorener Boden, mir blieb aber keine Wahl, Barbies Hufe hatten sich glücklicherweise ein wenig stabilisiert.

Der Schopserhof war ein Risiko für Barbie, im Sommer täglich 7 Std. Weidegang (Magerweide), tagsüber nur Stroh, meine Entscheidung stand aber fest: entweder die grassüchtige Barbie packt das oder sie wird bei einem Reheschub eingeschläfert.  Immer wieder hatte ich Zeiten, wo ich keine Hufe bearbeitete, z. B. in der Eingewöhnungsphase in die Herde, kam daher nicht so gut voran, wie ich es mir gewünscht hätte.

Am 5. Mai 2012 war glücklicherweise noch nicht angeweidet, Barbie lahmte links vorne stark. Der TA diagnostiziert eine Hornsäule, was die Röntgenbilder bestätigen, und will Barbie die Hufwand abnehmen. Ich lehnte das ab, behandelte sie weiter auf Hufabzsess, am 1. Juni 2012 war sie wieder lahmfrei. Die Ursache für diese Lahmheit ist mir bis heute nicht klar, ein Abszess war es jedenfalls nicht.

Am 28. Juni 2012 hat die Huftechnikerin beide Hafis bearbeitet, sie gab grünes Licht, Barbie wieder zu bewegen. Am 7. Juli 2012 lahmte Barbie stark rechts vorne, der TA kam und schnitt ein Loch bis in die Lederhaut rein, daraus resultierte trotz Druckverband ein Lederhautvorfall. 3 Tage später ist der Abszess trotzdem am Kronsaum durchgebrochen, nachdem Barbie weiter lahm ging, wollte der TA sie mit in die Klinik nehmen zur „Grundsanierung beider Hufe, vermutlich hohle Wände“ – ich lehnte ab.

Am 25. Juli 2012 läuft Barbie wieder lahmfrei ohne Hufschutz, am 27./28. August 2012 bricht an beiden Vorderhufen jeweils ein Abszess am Kronsaum durch – die Tage davor konnte Barbie verständlicherweise nicht laufen und lag viel. Für mich gab es Druck im Stall, Barbie einzuschläfern, weil sie sich so sehr quält. Barbies Besitzerin und ich hatten im Nov. 2011 beschlossen, daß wenn Barbie 2012 wieder einen Reheschub bekommt, wird sie eingeschläfert – aber sie hatte keinen. Wegen einem oder mehren Abzsessen schläfert man ein Pferd nicht ein, auch wenn es ein Rehepferd ist.

Am 3. Sept. 2012 war Barbie komplett lahmfrei, am 6.9. kam Sandra von pferdetherapie.at zur ganzheitlichen Behandlung. Sie gab mir super Tipps zur Ernährungsergänzung (Pferdehanf und Trimagnesiumcitrat) sowie zur Entgiftung mit Homöopathie. Barbies Hufbearbeitung wollte sie nicht übernehmen, da zu wenig Zeit, stellte aber eine falsche doppelte Sohle fest und meinte, die gehört langsam abgenommen. In einem Forum riet man mir davon ab, da ansonsten ein Hufbeindurchbruch drohen würde, also beließ ich sie.

Ich machte einen 2,5-tägigen Hufkurs und fing Ende Sept. 2012 wieder mit der Hufbearbeitung an. In den letzten 6 Wochen habe ich durch stetige Bearbeitung eine Menge erreicht, ohne daß Barbie in der Zwischenzeit auch nur ein mal lahm war.

Es war wieder ein schwieriges Jahr wegen der Hufabszesse, das positive ist: Barbie hatte trotz viel Gras keinen Reheschub und der Schopserhof war wie ein Sechser im Lotto :-). Die Herde ist immer noch auf der Weide, es gibt trotz kalter Nächte kein Anzeichen für einen Reheschub. Die Hafis fühlen sich in der Herde wohl und ich mich in dem Stall auch, kein Vergleich zu früher.

Wir (Barbie und ich) hatten viele Rückschläge, heute ist der Tag X gekommen, wo ich ihre Hufe nach meinem Wissensstand so gut wie möglich aufgestellt habe. Ab sofort reicht 1x pro Woche bearbeiten, Barbies Hufe sind noch lange nicht als „gesund“ zu betrachten, aber sie haben nun die Möglichkeit, korrekt nachzuwachsen. Bis Mai 2013, wenn die Weidesaison wieder beginnt, hat sie hoffentlich fast so gute Hufe wie Nepomuk, dazu kommt, daß ich sie nun ja bewegen kann.

Einige Leute haben mir gesagt, wäre Barbie ihr Pferd, hätten sie sie schon längst eingeschläfert. Selbst ohne zweites (reitbares) Pferd hätte ich sie nicht getötet, nur weil sie nicht nutzbar war. Wir haben Barbie und Nepomuk als Fohlen vor der Schlachtung gerettet, es ging dabei nicht darum, ein Reitpferd zu haben.

Die letzten 3 Jahre waren hart für Barbie und mich, ich habe viel gelernt. Nun beginnt für mich quasi ein neues Leben mit zwei reit- und fahrbaren Pferden, ich freue mich darauf :-).

Der lang ersehnte Tag X ist heute für mich gekommen, Barbies Hufe schauen im Rahmen des Möglichen gut aus.

Links vorne, die doppelte Sohle muß sich noch lösen, dadurch entsteht eine Sohlenwölbung, der Huf muß runder werden zwecks Trachtenlandung.
Links hinten muß langfristig im Zehenwinkel steiler gestellt werden, ebenso rechts hinten, seitlich sieht es so aus. Keine untergeschobenen Trachten mehr, ein starker Strahl, der trägt, eine schöne Solenwölbung – alles in allem ziemlich gesunde Hufe.

Rechts vorne ist inzwischen mein Lieblingshuf bei Barbie, weil man an dem so gut verfolgen kann, wie schnell sich ein Huf verändert. Die doppelte Sohle löst sich ab, es entwickeln sich an der Spitze der Strahls wieder Furchen, der Strahl trägt wieder mit.

Die Tiefe der Strahlfurchen hat was mit dem Hufbein zu tun, umso „platter“ die Strahlspitze, umso näher ist das Hufbein, soweit ich mich erinnere. Bei einer Hufbeinsenkung ist Sohlenwölbung schwierig, weil das Hufbein ebend abgesunken ist. Die doppelten Sohlen kommen vermulich daher, so repariert die Natur eine Hufbeinsenkung.

Nepomuks Hufe habe ich heute auch ein wenig bearbeitet, das Wetter lud mich nicht zum Reiten oder Bodenarbeit ein (8 Grad und Nieselregen). Er hat seit neuestem eine Doppelmähne, Haare genug hat er ja dafür. Wären alle abgescheuerten Haare noch da  … na ja, nächstes Jahr kann ich hoffentlich noch mehr Haare retten.