30. Dezember 2012

über Stock und Stein

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:52

Den Wanderreitsattel hatte ich gestern gewaschen und gefettet, Dani nahm den heute, ich den Westernsattel mit Vorderzeug. Bei dem sind mir die Steigbügel ein wenig zu lang, daher war Traben sehr anstrengend, wir gingen daher nur ein paar kurze Etappen Trab, ansonsten Schritt.

Es ging im flachen Gebiet Richtung Wald, Barbie war bestens aufgelegt und hängte Nepomuk im Schritt ab. Im Wald wichen wir ein paar mal von den Schotterwegen ab und gingen kleine Pfade, da mußten die Hafis genau auf den Boden achten. Als ein Pfad mal plötzlich aufhörte, ging es über Moos und Baumstämme quer durch den Wald zurück, ich staunte, wie trittsicher Barbie und Nepomuk sind. Sie hoben die Füße viel besser als beim Training mit Holzstangen auf dem Platz, keiner ist an einem Baumstamm angestoßen.

Haflinger sind ja urpsürnglich als Gebirgspferde gezüchtet worden, meinen merkt man das an :-). Als wir an eine sehr große Wasserlache nahe einem ehemaligen Kieswerk kamen, gingen beide ins Wasser, was aber nicht tief war. Das läßt hoffen, daß wir im Sommer mal alle zusammen schwimmen gehen können – das wäre ja noch ein kleiner Traum von mir.

Wir hatten uns wieder im Wald verirrt, Dani hatte ihr Smartphone dabei, praktisch die Dinger, damit wußten wir wieder die ungefähre Richtung. Es folgte ein längerer Schotterweg ohne Ausweichmöglichkeit seitlich, also stieg ich ab und führte Barbie 10 Min., 5 Min. davon auf dem Schotter. Man muß die Hufe ja auch mal trainieren, ganz kurze Strecken reite ich mit ihr auch mal über Schotter.

Dani fand einen Pfad, der uns aus dem Wald raus Richtung Heimat brachte, in den Spuren rechts und links war teilweise Morast, auf dem erhöhten Mittelstreifen wuchsen Sträucher. Wir umgingen den Morast so gut als möglich, zum Schluß hin war das nicht möglich. Barbie wollte auf dem Mittelstreifen durch die Sträucher, und zwar möglichst schnell. Als mich ein Ast fast aus dem Sattel fegte, trabte sie an, das war ihr aber nicht zügig genug, also schob sie buckelnd ein paar Galoppsprünge nach. Was keine gute Idee von ihr war, sie rutschte im Galopp mit einem Vorderhuf in den Morast und uns hätte es fast hingeschmissen.

Glücklicherweise hat sie sich im letzten Monat wieder fangen können, als wir aus dem Wald rauskamen, hatte ich sie bereits wieder durchpariert. Auf Wiesenwegen ging es zurück zum Stall, ein bissi Trab, als wir Richtung Ovalbahn abbogen, war Schritt angesagt. Barbie hatte wohl noch nicht genug, kurz vor der Teerstraße fiel sie vom Schritt ohne ersichtlichen Grund in Galopp und buckelte, aber ich kenne ja meinen Pappenheimer :-), habe sie sofort wieder durchpariert.

Eine kleine Einlage muß sie wohl immer bringen *g*, hatte sich heute wohl gegrämt, weil wir nicht galoppiert sind. Dani ritt heute bis zum Stall, Nepomuk blieb an der Ampel gut stehen, ich führte Barbie die die letzten Male auch auf Asphalt.

1 3/4 Std. waren wir heute unterwegs, nachdem beide ihr Zusatzfutter gefressen hatten, ist Barbie fast ein wenig eingedöst. Geschwitzt hatte sie kaum, trotzdem ist soviel Schritt gehen ziemlich anstrengend für Pferde, die kaum was gewohnt sind. Gut für den Muskelaufbau ist es auf jeden Fall, 1x pro Woche ist allerdings wenig, 2x wäre besser. Jetzt warte ich aber erst mal ab, bis Barbies Vorderhufe besser werden, ansonsten könnte eine Belastungsrehe drohen.

Vorne links hat sich die restliche doppelte Sohle im Zehenbereich nun weitestgehend gelöst, rechts vorne kaum was. Überlegt habe ich mir, warum ihre Hufe sich so entwickelt haben, wie geschehen.

Eine Trachtenlandung kann Barbie vorne eigentlich nicht hinbekommen, dafür sind die Zehen zu lang. Als Rehepferd belastet sie die Trachten vermehrt, um die Zehen zu entlasten, die Trachten samt weghebelnder Seitenwände konnten diesem Druck aber nicht standhalten. Barbie rollt locker über die Zehe ab dank ihrer doppelten Sohle im Zehenbereich, quasi eine Sohlenschwiele, alles danach hängt im Stand in der Luft.

Somit kann sie gut laufen, die Zehenwand schnabelt aber immer weiter weg, die Seitenwände gehen auseinander, weil sie der Belastung nicht gewachsen sind.

Ich denke, es ist nun an der Zeit, die Zehen an den Vorderhufen langsam fast bis zur Sohle zurückzusetzen, damit kommt mehr Last auf die „Mondsichel“ und die Trachten können sich erholen und weiter aufrichten.

Der Nachteil ist, ich muß die Zehenwand noch weiter begradigen, was ja nur im unteren Drittel der Wand möglich ist, weil ansonsten die Hufkapsel zu sehr geschwächt wird. Na ja, alles nicht so einfach, ich mache nächsten Dienstag mal wieder Fotos :-).

28. Dezember 2012

wieder nix mit Reiten

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:00

Das Wetter war mit 4 Grad frisch, immerhin hat es nicht geregnet, mit Reiten wurde es aber nichts, Barbies Hufe haben Priorität. Also habe ich mich wieder in den Kampf mit ihr und dem Hufbock gestürzt, danach war ich platt, Barbie ist ja ein wenig anstregend *hust*.

Rechts hinten habe ich die Zehe weiter gekürzt, lh auch ein wenig. Vom Zehenwinkel her steht Barbie rh immer noch flacher, gut Ding braucht Weil. In Sachen Seitenwände geht es rh nun einigermaßen, zumindest gerade, wenn auch noch nicht parallel zu den Hornröhrchen. Die Flügel, wie man sie noch am 11.09.2012 sah, sind mehr oder weniger behoben, die Zehe werde ich weiter kürzen, dadurch richten sich auch die Trachten auf (derzeit rh noch untergeschoben).

Links vorne ging es mit dem Hufbock los, nicht mal 10 Sek. hat Barbie den Huf drauf gelassen. Beim zweiten Versuch ließ sie den Huf seitlich runterkrachen, warf den Hufbock um und haute mir mit dem Huf ans Bein – da habe ich geschimpft. Das Theater mache ich so nicht mehr mit, nächste Woche üben wir mit dem Hufbock auf dem Platz. Abgesehen davon, daß es für mich extrem anstrengend ist, besteht auch Verletzungsgefahr, wenn sie den Hufbock umwirft.

Rechts vorne schaut noch lange nicht gut aus, aber besser als letztes mal. Geht man nach den Hornröhrchen (blaue Linie), möchte man verzweifeln, ich wäre schon froh, wenn ich die Seitenwände mal einigermaßen gerade geraspelt habe. Die Zehenwand habe ich weiter begradigt und die Zehe gekürzt. Die Bullnase ist nun fast beseitigt, ich werde weiter die Zehe kürzen, die Trachten sollen sich noch weiter aufrichten.

Schaut man von oben auf den Huf (rv, ungewaschen), schaut er gar nicht so übel aus, man darf halt nicht genauer hinschauen :-).

Links vorne wird auch langsam besser, seitlich sieht man, daß ich die Bullnase nun fast beseitigt habe. Soweit ich das sehe, ist ein kleines Stück Trachte noch stark untergeschoben, ich werde das wegnehmen.

Nepomuk bekam nur sein Zusatzfutter und war rechtzeitig im Stall zurück, als alle Pferde auf den Paddock mußten, damit der Stallmeister Heu auslegen konnte. Als alle wieder rein durften, habe ich ein Video von Barbie gemacht, leider war es bereits zu dunkel und man sieht kaum was. Na ja, nächste Woche gibt es eines, wenn sie auf dem Platz laufen muß, weil sie den Huf vom Bock wegzieht.

Wegen Silvester habe ich den Stallmeister befragt, der Stall liegt ja quasi mitten im Ort, da wird ordentlich geschossen. Er läßt die Pferde zum Jahreswechsel auf die Weide, das wird vor allem Barbie freuen, endlich wieder Gras knabbern :-).

Mit meinem Maßband habe ich heute beide vermessen, Nepomuk ist dicker als Barbie, da schau an. Bei meiner Messung vor ein paar Monaten hatten beide laut Maßband 450 kg, Nepomuk nun 470 kg, Barbie immer noch 450 kg. Das passt, bei ihm ist ein wenig Übergewicht nicht dramatisch, Hauptsache, Barbie wird nicht wieder zu dick. Ich denke mit Grausen noch an die Zeiten, wo ich für Barbie für den VS-Sattel einen längeren Gurt hatte als für Nepomuk – glücklicherweise sind die schon lange vorbei.

27. Dezember 2012

Schneewittchen ist gestorben

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:44

Gestern früh lag mein Kaninchen Schneewittchen tot im Stall, sie lag völlig friedlich und entspannt mit geschlossenen Augen da, als ob sie schläft. Immerhin hatte sie noch über 2 schöne Jahre bei mir, ihr Leben vorher war ja nicht gerade artgerecht – alleine in einem kleinen Käfig in einer Wohnung.

Graben war ihre Lieblingsbeschäftigung, in dem Stall im Garten hat sie richtig tiefe Tunnel gebuddelt, mich hat das nicht gestört. Nachdem sie vor ca. 1,5 Jahr einen Tumor im Auge hatte, mußte das entfernt werden, blöd nur, das das andere Auge bereits eingetrübt und daher blind war. Sie hat sich daran gewöhnt, blind zu sein, und ihr Leben trotzdem genossen, ihr zuliebe habe ich ja den Freilauf an den Stall draußen angebaut, weil sie sich im großen Garten nicht mehr zurecht fand.

Sie hatte ihr kleines Reich, das sie kannte und ihren letzten Sommer trotz Blindheit genossen. Als ich beide in den Keller umsiedelte wegen des Winters, hatte ich die Beule an ihrer linken Hüfte festgestellt, laut TA ein neuer Tumor. Schneewittchen war nun ca. 10 Jahre, sehr alt für ein überzüchtetes kleines Löwenkopf-Kaninchen, der TA meinte, nicht mehr operieren. Ihre letzten Tage haben wir ihr so schön wie möglich gemacht, rechts vorne an der Schulter wuchs auch noch ein Tumor. Schneewittchen fraß bis zum Schluß und hat mit Max gekuschelt, laut TA hatte sie keine Schmerzen, dann ist sie gestorben.

Ich habe sie gestern Nachmittag im Garten begraben neben meiner Katze Mouse-House, Max ist nun alleine. Daher fuhr ich heute mit ihm und meiner Tante ins Tierheim München, um eine neue Gefährtin für ihn auszusuchen. Die haben dort laut HP fast 70 Kaninchen, es gab aber laut Pflegerin keines, was zu Max gepaßt hätte. Das „Mädel“ sollte natürlich in etwa in seinem Alter sein, er ist ca. 7 Jahre, es gab nur wesentlich jüngere Kaninchen.

Die alten Kaninchen sind schnell weg, weil es vielen Leuten so wie mir geht – eines verstirbt und sie suchen dann Ersatz. Wobei Kaninchen meist gar nicht 7 – 10 Jahr werden, Schneewittchen war wohl eine absolute Ausnahme als Zuchttier, Max ist ja ein Mischling. Barbies Besitzerin hatte seinen Bruder, der kränkelte aber schon länger und ist vor 4 Tagen gestorben – blöd gelaufen :-(.

Ich denke, ich werde Gesellschaft für Max finden, habe meine „Fühler“ bereits ausgestreckt.

Weihnachten ist ja auch die Zeit des Nachdenkenes, ich habe mir nochmals Barbies Huffotos von diesem Jahr angesehen und bin nicht zufrieden mit mir. Barbie war Anfang Mai 2012 lv lahm, danach folgten die Abszesse und der Lederhautvorfall, Anfang Sept. war sie wieder lahmfrei – 5 Monate fast ohne jede Hufbearbeitung. Ende Sept. folgte der Hufkurs, bis dahin habe ich kaum was gemacht, mich danach dann ziemlich lange mit Eckstreben schneiden aufgehalten.

Vor allem die Vorderhufe gingen immer mehr auseinander, Barbie konnte laufen, mit meinen Hilfslinien habe ich mir ihre Hufe schön gedeutet und das auch noch im Forum IG Hufe im Fokus verteidigt. Barbie leidet, schrieben einige, ich habe es nicht kapiert – ich kann sie reiten, wieso sollte sie leiden?

Nach den Röntgenbildern von Anfang Mai 2012 gab ich Gas in der Hufbearbeitung, die Bullnasen waren meine Schuld. Ich hatte die Hufe dann ganz gut, das hat auch die Huftechnikerin bestätigt, dann kam  erste Abszess und zwei weitere. Aus lauter Angst, daß Barbie wieder lahmt geht, wenn ich zuviel mache, habe ich zuwenig gemacht.

Hufbock hasst Barbie, ich dachte, das schaffe ich auch ohne, raspel ich halt am stehenden Huf, wenn sie ihr Zusatzfutter frißt – damit kommt man aber nicht weit bei derart massiv weghebelnden Seitenwänden. Barbie ist anstrengend in Sachen Hufbock, da muß ich durch, vermutlich wird es besser, je öfters wir das üben.

Theoretisch bin ich in Sachen Hufbearbeitung gar nicht mal schlecht aufgestellt, setze das aber zu langsam in die Praxis um, das werde ich ändern. Im Frühjahr war ich ja schon mal mutiger, weil ich mich nicht mehr raussah, habe Barbie mit der Zange die Wandüberstände angebrochen und dadurch langsam entfernt, bei einem Huf ging das schief. Hat sie deswegen gelahmt? Nein, aufgrund meiner Bearbeitung hat sie noch nie gelahmt, obwohl die im Frühjahr teilweise invasiv war.

Man muß aus seinen Fehlern lernen und nach vorne schauen, ich muß meine Angst verlieren, daß Barbie nach jeder größeren Korrektur lahm geht. Ich muß jetzt mehr machen, 3x pro Woche, mit 1x pro Woche eine Std. komme ich kaum weiter.

Zwischendurch fotografiere ich immer mal Nepomuks Hufe, damit ich mal wirklich gute sehe, ständig Barbies kranke Hufe vor Augen läßt das „Endziel“ nicht erkennen.

25. Dezember 2012

anstrengende Hufbearbeitung

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:24

Viele andere Einsteller kamen heute zum Reiten, das Wetter war bestens, ich habe wieder 1,5 Std. Hufbearbeitung gemacht und war danach ziemlich platt. Das ist der Nachteil, wenn man es selber macht, Nepomuk könnte ich nebenbei machen, Barbie nicht.

Heute hatte ich für beide das neue Mash dabei, für jeden ca. 400 g, das war zuviel, ich denke, 80 g pro 100 kg Körpergewicht reichen (anstatt 100 g). Beide haben es gerne gefressen, Barbie hat es in Rekordgewschwinigkeit verputzt, ich habe nichts anderes erwartet *g*. Vorher bekamen beide minimal Lamino Star mit Pferdehanf, Magnesium und Obst, ich muß das besser organisieren, die Zusätze auf das warme Mash geben anstatt zwei „Fütterungen“.

Bei Barbie habe ich heute erst mal ein wenig an den Vorderhufen an den Eckstreben rumgeschnitzt, danach kam nach ewigen Zeiten mal wieder der Hufbock zum Einsatz. Links vorne ging es los, Huf draufgesetzt, Raspel aufgehoben, nach 5 Sek. zog sie weg. Huf wieder drauf, dasselbe Spiel, ich fing an zu schwitzen und zog meine Jacke aus – meine Güte, war das anstrengend. Ich gab aber nicht nach, dritter Versuch, als sie wegzog, schimpfte ich sie laut, dadurch traute sie sich nicht absetzen, den schwebenden Huf wieder auf dem Bock plaziert. Ich konnte ein wenig raspeln, setzte ihn runter und belohnte Barbie. Nach weiteren 2 Einheiten hatte ich immerhin ein wenig geschafft, noch lange nicht alles, das dauert noch.

Wenn sie beim nächsten Termin 2x wegzieht, gehen wir auf den Platz und machen dort Hufbocktraining. Barbie kann das, sie will aber nicht, den Hufbock hat sie schon immer gehasst. Es geht ja wirklich nur um ein paar Minuten, mehr mute ich ihr ja eh nicht zu.

Rechts vorne lief es ein wenig besser, hinten habe ich gar nicht probiert.

Links vorne wird der Abrollpunkt langsam besser, die äußere Trachte ist immer noch flacher als die innere, beide Trachten sind gleich lang. Das ist das Grundproblem, der Huf wird ungleich belastet, Barbie fußt zuerst innen auf, daher die ausgeprägtere Eckstrebe und Wandüberstand, rollt dann nach ca. 7.00 Uhr ab, die äußere Wand flüchtet, die latere Hufseite ist weiter. Ich müßte die äußere Trachte ein wenig steiler bekommen, habe aber noch nie gelesen, daß man sowas macht. Egal, ich werde es versuchen :-), außerdem die Zehe weiterhin zurücksetzen.

Was mir in letzter Zeit wieder oft auffiel, sind die gelben Stellen an den Hufwänden, die sich genau da befinden, wo aufgrund Hebel das Horn stark strapaziert wird.

Seitlich sieht man auf dem Foto gut die ein wenig schwebende Zehe, genau da, wo ich am am meisten geraspelt habe, liegt die Hauptlast. Das alles hat Barbie sich so angelaufen, ist von mir nicht geschnitten. Gegenüber vor einer Woche konnte ich heute ein wenig erreichen in Sachen Zehenwinkel, die Bullnase wird kleiner.

Links hinten besteht dasselbe Problem wie links vorne, wenn auch nicht so schlimm – die äußere Trachte ist flacher. Die lateral stark gezerrte weiße Linie hat sich zwar verbessert, das Grundproblem löse ich durch Raspeln außen oder eine Sprungschanze anbringen aber nicht. Der Hornspalt ist gut sichtbar, auch, weil sich da gerne Steine reinsetzen. Auch bei dem Huf werde ich versuchen, die äußere Trachte etwas steiler zu stellen und sehen, ob das was bringt.

Rechts hinten habe ich die Zehe gekürzt und die Zehenwand gestreckt, die Eckstreben werde ich noch schneiden. An den Trachten werde ich vorerst nichts ändern, die sollen sich noch etwas aufrichten.

Rechts vorne ist eine Herausforderung, beide Seitenwände hebeln weg, außen stärker als innen. Trotzdem ist die äußere Eckstrebe stärker ausgebildet, dazu Wandüberstand, das paßt mir nicht ins Konzept. Heute scheint mir die innere Wand mehr wegzuhebeln, was auch täusch kann, da das Foto nicht ganz frontal aufgenommen wurde. Medial kann ich in jedem Fall noch eine Menge wegraspeln, die Wand gibt noch einiges her.

Hier sieht man gut die zwei Abszesse (rausgebrochen am Kronsaum), die langsam runterwachsen, der erste genau auf der Zehenachse, der zweite etwas medial. Na, die werden vermutlich erst in ca. 4 – 5 Monaten Probleme machen, wenn sie weiter unten angekommen sind und dann evtl. die Hufwand dort rausbricht. Das ist nicht gesagt, könnte aber passieren.

Nepomuk bekam auch die Hufe gemacht, die Vorderhufe mußte er auch auf den Bock stellen – er ist da wirklich brav, zieht nicht weg, wie angenehm. Seine Hufe haben inzwischen eine enorme Sohlenwölbung ausgebildet, dadurch wird der Strahl nicht mehr so stark belastet. Ein 100%-iges Gleichgewicht zu finden, ist schwer, Nepomuk läuft bei Ausritten ja problemlos auf Schotter, der Huf paßt sich an.

Barbies Hufe sind nicht gesund, es wäre unfair, ihre mit seinen zu vergleichen. Ein Schritt nach dem anderen, in ein paar Monaten kann ich dann Vergleiche anstellen.

Ich denke immer noch an unseren tollen Galopp am Sonntag, hatte gestern Angst, daß Barbie evtl. eine Belastungsrehe ausbildet. Vermutlich hatte sie im April 2011 eine, als der Hufschmied grünes Licht gab und Barbie 2x pro Woche Beritt auf dem Platz bekam, vier mal ingesamt, dann ein Ausritt mit der Bereiterin, danach lahmte sie links vorne. Das war viel zu viel für ihre kranken Hufe, das wußte ich damals aber nicht, verließ mich auf den Hufschmied.

Jetzt habe ich Barbie langsam antrainiert, wir sind nur auf relativ weichen Böden getrabt und vorgestern galoppiert. Das geht ziemlich auf die Sehnen, damit haben meine Hafis aber kein Probleme.

Es ist noch ein weiter Weg mit Barbies Vorderhufen, sie war heute topfit, kein Anzeichen von Lahmheit. Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn ich nicht allzu viel weiß und nicht immer alles richtig mache. Immerhin kann ich Barbie nun reiten, was bisher noch kein „Hufprofi“ hinbekommen hat. Wir kämpfen uns gemeinsam Schritt für Schritt zu besseren Hufen, Hauptsache, Barbie bleibt schmerzfrei.

23. Dezember 2012

Weihnachtsgalopp

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:35

10 Grad, bedeckter Himmel und viel Wind, aber kein Regen, annehmbares Wetter zum Reiten.

Wir gingen erst den üblichen Weg, plötzlich hatte ich den Eindruck, Barbie lahmt rechts vorne. Also abgestiegen und sie auf Schotter geführt, Dani konnte aber nichts erkennen. Nachdem der Schnee weg war, war Barbie wieder stets auf der Suche nach Gras und daher oft ungezogen, nächstes mal nehme ich eine Gerte mit.

Ich wollte nachgurten und wieder aufsteigen, Barbie zog mich aber rum, zufällig trafen wir die liebe Nati, die die Hafis während meines Urlaubs gefüttert hatte. Sie bot an, Barbie zu halten, das klappte und ich saß kurz darauf wieder fest im Sattel.

Wir bogen rechts ab auf einen Wiesenweg, den wir bisher nicht geritten sind, und wollten traben, Barbie galoppierte an und buckelte sich einen ab :-). Ich ließ sie laufen, damit hörte das Buckeln auf, wir überholten Nepomuk, der auch angaloppierte. Barbie machte gut Tempo *g*, es querte eine Teerstraße, auwehzwick, mir fiel sofort mein Sturz von Barbie bei einem unseren ersten Ausritte ein, als sie vor einem Schotterweg eine Vollbremsung hinlegte.

Ich nahm Tempo weg so gut wie möglich, Nepomuk schoß an uns vorbei und galoppierte über die Straße, Barbie machte sich lang und wollte drüber springen. Ich war völlig baff, Barbie kann ja überhaupt nicht springen, für ihre kranken Vorderhufe ist das auch nicht gut, mir war aber ein Sprung lieber als eine Vollbremsung, bei der ich auf den Asphalt geklatscht wäre. Barbie machte sich lang, trotzdem reichte es nicht ganz bis über die Straße, den einen Galoppsprung auf Teer nahm sie in Kauf.

Es folgte ein abgemähtes Strohfeld, Nepomuk war uns voraus, Barbie gab Gas, um ihn wieder zu überholen, vor der nächsten Teerstraße konnten wir die Hafis gut durchparieren. Beide haben geschnaubt vor Freude :-), das war ein flottes Rennen, wir Reiter haben es auch genossen.

Auf tiefen Boden folgte noch ein längeres Stück Trab, danach ging es zurück Richtung Stall. Barbie lief wieder mit der Nase am Boden am Rande eines tiefen, nicht bestellten Ackers, ich dachte mir nichts dabei. Plötzlich geht sie runter, huch, ist sie ausgerutscht? Ich sprang schnell weg, Barbie hatte sich hingelegt, um sich zu wälzen. Ich war dermaßen überrascht, daß ich sie ließ, anstatt sie sofort wieder aufzutreiben.

Über den Rücken wälzen konnte sie sich nicht wegen des Sattels, dreckig genug war der trotzdem, das Zaumzeug auch. Als sie wieder stand, stand sie im Zügel, also erst mal Huf hoch und den Zügel gerettet. Ich stieg wieder auf, wollte nicht nach Hause laufen, es begann ein kleiner Kampf mit Barbie, die ständig Gras oder sonstwas fressen wollte.

Nächstes mal muß ich aufpassen, daß sie sich nicht wieder hinlegt, der Saubär, im tiefen Acker gehen wir nicht mehr, selber schuld.

Auf Teer wollte sie heute mit Reiter nicht laufen, blieb vor den S-Bahn-Gleisen stehen, zum Stall führte ich. Beide bekamen ihr Weihnachtsmenü, Barbie hatte ein wenig geschwitzt. Im Stall zurück hat sie gedöst, obwohl noch einiges Heu rumlag , hungrig war sie nicht.

Es war ein richtig toller Galopp, den Barbie mir zu Weihnachten geschenkt hat :-), ich mag es ja gerne etwas schneller. Den Weg werden wir uns merken als Galoppstrecke, auch wenn die querende Asphaltstraße für Barbie nicht ideal ist. Das war der erste Galopp mit den Hafis samt Reiter, keiner ist runter gefallen, darauf läßt sich aufbauen :-).

22. Dezember 2012

Weihnachtsvorbereitungen abgeschlossen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:38

Sodele, heute habe ich noch ein paar fehlende Zutaten eingekauft, nun bin ich gerüstet für die Weihnachtsgans. Traditionell essen wir am Heiligen Abend eigentlich Fleischfondue, nur als ich Kind war, hat meine Mama meinem Vater zuliebe eine Gans gemacht. Ein begnadeter Koch bin ich ja nicht *g*, es gibt aber ne Menge Rezepte im www, so daß selbst ich eine leckere Gans hinbekommen werde. Über 3 kg wiegt das Tier, für drei Leute etwas viel, den Rest bekommen meine Katzen. Dazu gibt es Knödel, Kartoffeln und Blaukraut, außerdem werde ich mich an einer Rotweinsauce probieren.

Filet fürs Fleischfondue habe ich auch gekauft, das können wir an einem der Feiertage essen. Am verbleibenden Feiertag werde ich mir ein Rumpsteak mit selbst frittierten Pommes aus rohen Kartoffeln machen, man gönnt sich ja sonst nichts :-).

Die Katzen bekommen Hähnchenbrustfilet roh, danach Gans, außerdem ein wenig mehr Kochschinken, darauf fahren sie total ab (normal nur 1/2 Scheibe pro Katze und Tag). Für die Kaninchen habe ich ne Menge Petersilie, Petersilienwurzel, Kohlrabiblätter usw. besorgt – soviel können die gar nicht fressen, wie ich ihnen gebe. Egal, Schneewittchens Tumor wächst, lange wird sie vermutlich nicht mehr leben, da soll sie fressen können, was ihr schmeckt.

Das AlpenGrün-Mash für die Hafis kam bereits, morgen bekommen sie es aber noch nicht, es soll ja bis zu 17 Grad geben. Es gibt eine doppelte Portion Lamino-Star, dazu eine Hand voll Hafer geschält und gequetscht (habe noch ein wenig von jedem, der muß jetzt mal weg), dazu jeder 2 Äpfel, 2 Birnen, 1 Kiwi, 1 Banane und Möhren, außerdem 4 Weihnachtskekse. Es kommt ja nicht darauf an, was wir oder die Tiere zwischen Weihnachten und Neujahr essen, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten :-).

Zu Weihnachten wünsche ich mir, daß Barbie nächstes Jahr gesund bleibt und wir all die schönen Dinge mit den Hafis machen können, die schon lange in Planung sind. Halbtages- und Tagesritte, ein Wanderritt und die Teilnahme beim Leonhardi-Umzug mit Barbie und Nepomuk. Ich habe es jetzt in der Hand, sie in den nächsten 5 Monaten hufmäßig vorne gut aufzustellen, außerdem sie zu bewegen.

Wenn ich mir überlege, mit welch desolaten Hufen sie am 1. März 2012 auf den Schopserhof eingezogen ist nach einem Winter mit viel Heulage, und sie trotzdem im Mai keinen Reheschub bekommen hat, stehen die Vorzeichen ziemlich gut. Jetzt bekommt sie bestes Bio-Heu und kann sogar ohne Hufschutz geritten werden. Was mich allerdings nicht so richtig befriedigt, auf Schotter läuft sie ja fühlig.

Ich würde Barbie ja den Easyboot Trail übergangsweise kaufen, allerdings weiß man nicht, wie das Wetter die nächsten Monate wird. Liegt Schnee, braucht Barbie keinen Hufschutz, bei Eis taugt der auch nichts. Ein Nachteil ist, daß sich ihre Hufe mit Schutz nicht abnützen, das halte ich aber für notwendig. Der Vorteil wäre, daß wenn kein Schnee liegt, wir auf jedem Boden traben und galoppieren könnten, ihre Hufsohlen wären dann ja gut gepolstert. Ohne Hufschutz gehe ich mit ihr bei Schotterwegen halt auf dem Seitenstreifen, der meist schmal ist, zum Traben daher nicht so geeignet, weil sie schnell mal umknicken könnte.

Ein Barhuf muß ja trainiert werden, im Stall gibt es harten Boden, auf dem läuft Barbie draußen daher schon länger problemlos. Schotter gibt es im Stall nicht, daran muß man sie draußen langsam gewöhnen, sobald sie vorne mal sowas wie eine Sohlenwölbung entwickelt hat.

Ich denke, ich warte jetzt mal ab, viel Schritt gehen baut am meisten Muskulatur auf, man kann die nächste Zeit halt nur auf Wiesenwegen traben oder galoppieren, außer es liegt Schnee. Wenn der Winter vorbei ist und Barbie immer noch verbogene Seitenwände hat, damit scheidet der Renegade aus, werde ich ihr den Easyboot Trail für vorne kaufen. Trotzdem wird Barbie auf kürzeren Ritten dann ohne Hufschutz laufen, die Hufe sollen sich ja an jeden Untergrund gewöhnen.

Ein gesunder Huf braucht keinen Schutz, Barbies Hufe vorne sind davon zwar noch meilenweit entfernt, verändern sich aber schnell – in 5 Monaten kann sich viel zum Guten wenden. Zum Schlechten leider auch, ich muß mehr dran bleiben. Das Thema Hufbock steht wieder an, ohne ist es mit dem Begradigen der Wände schwierig. Zur Not müssen wir das wieder auf dem Platz machen, aber nur, wenn der weich ist natürlich.

Bis auf Barbies Abszesse hatte ich ein schönes Jahr, das Motorrad fahren kam leider wieder viel zu kurz. Nächstes Jahr kann ich hoffentlich mal zum Großglockner fahren, außerdem möchte ich meine Freundin in Spanien besuchen.

20. Dezember 2012

nix mit Video

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:17

Gestern habe ich mir eine Thermo-Reithose, 6 paar Thermo-Socken sowie ein Thermo-Langarmshirt bestellt, ich habe keine Lust mehr auf Frieren. Winter-Handschuhe habe ich, aber nur ein paar, werde nach Weihnachten bei der Rabatt-Aktion bei Krämer (10% auf Online-Bestellungen) noch zwei Paar bestellen. Wenn wir bei Null Grad oder Minusgraden reiten, packe ich mich zukünftig warm ein mit 2 paar Socken (Winterreitstiefel habe ich) und dicker Hose.

Damit die Hafis in der kalten Jahreszeit 1x pro Woche eine warme Mahlzeit bekommen, suche ich ja schon länger nach einem passenden Mash. Irish Mash hatte ich früher mal, das haben sie geliebt, es kommt aber nur eines in Frage, was auch für Barbie geeignet ist. Es muß für EMS/Rehepferde geeignet sein und trotzdem gut schmecken, im Be-Strict-Forum las ich einen Tipp. Also habe ich den beiden gestern Pre alpin (Agrobs) AlpenGrün Mash bestellt, das liest sich gut und ist für stoffwechselempfindliche Pferde geeignet.

Heute hatte es 0 Grad, es wehte ein unangenehmer Wind, igitt, ich habe ein wenig gefroren. Bei Barbies Huf links vorne bin ich immer noch auf der Suche, wo die Sohle endet, mit der doofen doppelten ist das gar nicht so einfach zu erkennen. Wie man am Foto von vorgestern sieht, ist noch einiges an doppelter Sohle in der Mondsichel vorhanden, genau vor der Strahlspitze, darüber rollt Barbie wohl ab. Dann kommt ein kleines Stück echte Sohle, leicht rot, dann ein Krater und der Tragrand.

Heute scheint mir (leider ist der Huf etwas dreckig), daß sich das Stück vor der doppelten Sohle „angepaßt“ hat. Komischerweise hat der Huf vor ca. einem Jahr im Mondsichelbereich genau dieselbe doppelte Sohle gehabt, vielleicht liegt das an der Hornsäule? Auffällig finde ich, daß sie immer Anfang Winter doppelte Sohlen bekommt, letztes Jahr ja auch noch links hinten, dieses Jahr nicht. Das kann auch an der Hufbeinsenkung liegen oder an sonst was – ich kann da nur spekulieren.

Wenn ich jetzt die Zehe weiter verkürze, muß ich gleichzeitig die Trachten entsprechend stutzen, so sähe das in etwa aus. Gar nicht so einfach, die richtige Entscheidung zu treffen, ich werde erst mal die Bullnase beseitigen und danach dann weiter langsam korrigieren.

Rechts vorne habe ich heute nur ein wenig Zerfallshorn weggekratzt, außen den Wandüberstand gekürzt sowie medial ein wenig der doppelten Sohle abgenommen. Lateral der schwarze Spalt könnte von einem der Abszesse stammen, daneben ist auch eine Stelle mit Einblutung in die Sohle. Die Zeit heilt alle Wunden, ich werde Barbie dabei unterstützen.

Der Reitplatz war heute steinhart gefroren und uneben, eigentlich wollte ich ein Video von Barbie machen im Schritt, Trab und Galopp. Aufgrund der Bodenverhältnisse habe ich es mir anders überlegt, ich habe beide Hafis gleichzeitig geführt und mit der Fahne geübt. Danach ließ ich beide frei, sie liefen ständig hinter mir her in der Hoffnung auf eine Belohnung, ich hatte ein paar Weihnachtskekse in der Tasche :-). Danach sind sie völlig verrückt, wir haben dann noch mit dem großen Ball gespielt – begriffen, worum es geht, haben beide wohl noch nicht.

Eine 1/2 Std. bin ich mit beiden frei im Schlepptau im Schritt über den Platz gelaufen, ich habe mindestens 10 Videos gemacht, keines ist was geworden. Es war auch schwierig – beide Hafis ständig hinter mir, blieb Barbie mal stehen, hatte ich noch Nepomuk im Nacken. Vielleicht klappt es ja am Sonntag mit einem Video, Dani ist dann dabei, sie könnte filmen und ich lasse Barbie und Nepomuk mal ein bissi auf dem Platz laufen. Es soll ja am WE wieder wärmer werden, dadurch taut der Boden auf – auf dem heute bewegt man nicht mal ein gesundes Pferd schneller als im Schritt.

Ein schlechtes Fotos ist mir heute noch „gelungen“, Barbie steht vorne ziemlich gerade auf ihren Hufen.

18. Dezember 2012

wieder mal 1,5 Std. Hufbearbeitung

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:46

2 Wochen war die letzte Hufbearbeitung her, ich war ja in Urlaub. Barbie werde ich die nächste Zeit 2x pro Woche bearbeiten, zumindest raspeln, ansonsten geht zu wenig voran.

Rechts vorne scheint mir der Tragrandüberstand außen dafür zu sorgen, daß Barbie etwas schief auf dem Huf steht, das kann aber auch täuschen, ich werde das beobachten und den Überstand am Donnerstag entfernen. Obwohl ich heute einiges geraspelt habe, sieht man davon kaum was, seitlich außen ist noch einiger Tragrand vorhanden, den ich wegnehmen kann. Das tut auch Not, denn dort hebelt die Wand stark weg. Man sieht gut, daß die Hufwände nicht gleich lang sind, die äußere ist 1 – 2 mm länger (grüne Linie), das ist möglicherweise durch den leichten Tragrandüberstand verursacht. Die Wände begradigt habe ich heute bereits, ich denke, ich kann noch etwas höher raufraspeln, Sandra hat beim Hufkurs gesagt, max. 2 cm, eine andere Regel besagt, max. im unteren Drittel des Hufs, das wären ca. 2,7 cm.

Wo der Kronsaum ist, läßt sich aufgrund der Haare nur erahnen, ich habe ihn mal mit Phantasie in orange eingezeichnet, die Breite des Kronsaums soll ja der Länge des Hufs entsprechen. Das paßt bei Barbie (11 cm) ziemlich genau, immerhin etwas :-). Die Seitenansicht ist auf den ersten Blick nicht besonders erhebend, immerhin keine untergeschobenen Trachten mehr, der Trachtenwinkel beträgt ca. 50 Grad. Der „echte“ Zehenwinkel (grüne Linie) liegt ebenfalls bei 50 Grad, paßt also. Die rote Linie an der Zehe zeigt die derzeitige Zehenachse an, das Horn hat aber keinen Bodenkontakt. Berundet bzw. die Zehenwand begradigt habe ich heute wieder, will allerdings nicht zu hoch wegraspeln, lieber öfters mal ein wenig.

Laut letztem Röntgenbild steht Barbies Hufbein vorne bei 52 Grad, auch wenn der Huf nicht so aussieht, wir nähern uns langsam dem Optimum :-). Die Zehe kann ich problemlos noch weiter zurücksetzen, ohne bis zur Sohle raspeln zu müssen. von der doppelten Sohle habe ich heute ein klein weg abgenommen. die ist ziemlich hartnäckig, das Loch, was der TA gebohrt hat, sieht man auch noch ansatzweise.

Links vorne habe ich ebenfalls ein wenig von der doppelten Sohle weggeschnitten, sie ganz entfernen habe ich mich nicht getraut. Vor der doppelten Sohle Richtung Zehe ist noch ein Stückchen Sohle (leicht rot, sieht man nicht gut), ich werde die Zehe weiter kürzen. Was an den Rändern noch an doppelter Sohle klebt, werde ich am Donnerstag abnehmen, damit man mal genau sieht, wo die Sohle endet.

Seitlich schaut auf den ersten Blick nicht gut aus, auf den zweiten Blick steht die Zehenachse bei 52 Grad und der Trachtenwinkel bei 49 Grad, das bedeutet keine untergeschobenen Trachten, eine Abweichung von 5 Grad ist erlaubt. Die Bullnase werde ich wegraspeln, dann schaut der Huf auch optisch etwas besser aus. Von vorne schaut es gar nicht so übel aus, die äußere Seitenwand scheint relativ gerade, innen hebelt noch ein wenig weg.

Alles in allem sind die Vorderhufe auf einem guten Weg, ich habe heute die hebelenden Wände entlastet, indem ich eine Senke geraspelt habe. Das sollte ich mal beibehalten, leider habe ich es in letzter Zeit oft vergessen.

Rechts hinten habe ich mir Eckstreben schneiden gespart, weil noch passend, dafür außen die Wand und eine Senke geraspelt sowie eine „Sprungschanze“, daneben die Zehe gekürzt. Beim Foto seitlich sieht man gut die „verbeulte“ Zehenwand, Barbie stört das wohl nicht. Der Trachtenwinkel beträgt ca. 35 Grad, damit sind sie noch untergeschoben, der Zehenwinkel, grüne Linie, liegt bei 52 Grad. Ich muß mehr Augenmerk auf diesen Huf legen, Wände begradigen und Zehe weiter kürzen. Die Trachten werden sich dadurch aufstellen, angestrebtes Ziel sind 55 Grad.

Links hinten habe ich ebenfalls die Außenwand beraspelt sowie eine Senke und „Sprungschanze“ gefeilt. Seitlich schaut es ganz gut aus, die Trachtenachse ist mit ca. 50 Grad nicht mehr untergeschoben. Die Zehe (grüne Linie) steht bei ca. 55 Grad, das ist ideal. Sie muß jetzt nur noch in diesem Winkel runterwachsen *g* – man braucht halt Geduld.

Barbie bekam Huföl auf die Hufwände, die das enorm eingesaugt haben – sie hat immer noch ziemlich spröde Hufe.

Nepomuk habe ich auch die Hufe gemacht, rund feilen und Eckstreben schneiden, bei ihm ist das in 20 Min. erledigt.

17. Dezember 2012

Barbie, die Schnüffelnase

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:35

Gestern war ein Ausritt angesagt mit Barbie, Dani und Nepomuk. Die Pferde waren nass, weil es vormittags geregnet hatte, Sattel drauf und los ging es. Auf den Schotterwegen lag einiger Matsch, Barbie ging trotzdem lieber auf dem Seitenstreifen. Wir nahmen einen noch mit Schnee bedeckten Wiesenweg Richtung Wald und trabten, Barbie wollte lieber galoppieren und hat dabei gebuckelt.

Im Wald lag noch einiger Schnee, wir gingen kleine anspruchsvolle Wege, wo der Hafi schauen mußte, wo er hin tritt, beide haben das bestens gemeistert. Barbie lief viel mit der Nase am Boden, vermutlich um zu eruieren, ob nicht irgendwo ein Grasbüschel rausstand :-). Für ihren Rücken ist das gut, wenn sie sich derart dehnt, ich habe sie daher gelassen, stört ja nicht – zu fressen gab es eh nix.

Wieder aus dem Wald draußen, fanden wir keine Strecke zum Galoppieren, Dani meinte, man sieht im Schnee den Weg nicht, das wäre zu gefährlich. Richtung Heimat kamen wir dann auf einen ziemlich rutschigen Weg, die Hafis sind öfters ausgerutscht, haben sich aber stets sofort wieder gefangen.

Barbie war im Schritt langsamer als Nepomuk, auch weil sie oft die Nase am Boden hatte. Dani hielt Nepomuk daher öfters mal an, damit wir aufschließen konnten, das paßte ihm gar nicht – im Gelände stehen bleiben mag er ja überhaupt nicht. Er lernt es :-), wenn er zu zappelig ist, reitet Dani eine Volte. Zwischendurch habe ich per Trab aufgeschlossen, was Barbie immer zum Anlaß nahm, anschließend noch langsamer zu laufen mit der Nase am Boden, bis wir wieder ein Stück zurück hingen.

Im Trab habe sie ein paar mal nicht aufschließen lassen, obwohl sie rennen wollte, sie muß sich daran gewöhnen, daß ich im Trab das Tempo vorgebe, auch wenn Nepomuk schon weit voraus ist. Laufen tut Barbie völlig taktrein, da fehlt sich nichts.

Auf dem letzten Stück nach Hause hatte sie die Wahl zwischen Asphalt und tiefem Gras bewachsenen Seitenstreifen, Barbie konnte sich nicht entscheiden, wo sie lieber läuft. Als nur noch Teer zur Verfügung stand, stieg ich ab und führte, weil ich den Eindruck hatte, ihr war das lieber.

Obwohl der Boden meist tief und schwer war, hatte Barbie nicht geschwitzt, unter dem Sattel war sie komplett abgetrocknet. Ein gutes Zeichen, die 1,5 Std. haben sie nicht besonders angestrengt, es geht bergauf in Sachen Kondition :-).

Vor dem Ausritt hatte ich ihr die Strahlspitzen vorne „frei“ geschnitten, morgen steht dann große Hufbearbeitung für beide an.

Heute habe ich wie jedes Jahr Weihnachtskekse für die Hafis gebacken, die ganze Wohnung duftet danach :-). Verarbeitet habe ich Müsli, Haferflocken, gemahlene Mandeln, Hafer ungeschält und geschält, Honig, Mehl, Wasser. Ganz schön süß durch den Honig, dazu Hafer, die Hafis werden Kopfstand dafür machen.

15. Dezember 2012

Weihnachtsfeier

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:02

Die Herde hatte die letzte Zeit, als der Boden gefroren war, zusätzlich zum Offenstall noch eine große Weide zur Verfügung. Im Schnee rumtoben hat ihnen den Spuren nach ziemlich Spaß gemacht :-), als ich gestern kam, stand Barbie auf der Weide. Auf Zuruf kam sie sofort an und ging mir nicht mehr von der Pelle, sie hängt sehr an mir.

Huffotos habe ich gemacht, fangen wir mit dem Erfreulichen an, ihren Hinterhufen. Links hinten ist ein toller Huf geworden, außer daß die Wand außen noch ein wenig weghebelt, dadurch ist die weiße Linie gezerrt. Ich werde die Wand strecken und eine „Sprungschanze“ sowie Senke feilen, damit dürfte sich das Problem bald erledigt haben. Auf der Innenseite zur Trachtenecke hin ist auch noch ein kleines Stück schwarz, kleiner Tragrandüberstand ==> wird beseitigt, die Eckstreben werde ich auch nachschneiden. Den Hornspalt sieht man noch, das wird rauswachsen, sobald ich die außen hebelnde Wand beseitigt habe.

Der Huf hat einee schöne Sohlenwölbung, wo der Strahl mitträgt, ist er glatt und steinhart. Die weiße Linie ist bis auf die seitlichen Stellen geschlossen, der Tragrand ist belastbar. Wenn ich diesen Huf mit Nepomuks links hinten vom 28.01.2012 vergleiche, ist Barbies in Sachen Strahl und Eckstreben besser aufgestellt. Alles andere wird auch noch, den Zehenwinkel werde ich mal nachmessen, langfristig will ich sie ja hinten auf ca. 55 Grad stellen.

Rechts hinten hat sich auch stark verbessert, letztendlich ist dieselbe Bearbeitung wie lh angesagt, außerdem muß die Zehe gekürzt werden. Die zwei Risse im Tragrand sind unschön, mir bisher gar nicht aufgefallen, von vorne sieht man sie nicht.

Alles in allem zwei gute Hufe, die sich nach der nächsten Bearbeitung auf dem besten Weg sind :-).

Leider haben sich die echten doppelten Sohne vorne in den letzten 2 Wochen kaum weiter abgelöst, Barbies Vorderhufe gefallen mir gar nicht.

Links vorne klebt an den Seiten auf der Sohle bzw. weißen Linie immer noch was von der doppelten, so daß man die Ausmaße der echten Sohle zur erahnen kann. Ich vermute, aufgrund des leichten Tragrandüberstandes hat sich das nicht gelöst, ich werde es rausschneiden. Die Strahlspitze schaut mir ziemlich eingeklemmt aus, bei Belastung kann sie sich nach vorne nicht ausdehnen, weil da noch die doppelte Sohle hält. Ergo werde ich morgen vor dem Ausritt die Strahlspitze „frei“ schneiden, alle anderen „Reparaturen“ erfolgen am Dienstag.

Die Eckstreben sind in den letzten 2 Wochen wieder aufgeploppt, habe sie gestern bereits ein wenig zurückgeschnitten. Die Zehe werde ich weiter zurücksetzen und gleichzeitig die Trachten kürzen außerdem langsam die gesamte doppelte Sohle abnehmen. Von der Symmetrie her hat sich der Huf verbessert, der Abrollpunkt liegt aber aber noch viel zu nahe an der Strahlspitze.

Es gilt nun erst mal, die doppelte Sohle loszuwerden und den Schmodder, danach sieht man klarer.

Rechts vorne ist die doppelte Sohle im Zehenbereich glatt wie ein Babypopo und macht keine Anstalten, sich von alleine zu verabschieden. Die Strahlspitze schaut mir etwas geknautscht aus, auch die werde ich morgen „frei“ schneiden. Auch hier werde ich am Dienstag den schwarzen Schmodder, der von den Trachtenecken ausgeht, entfernen, dazu die doppelte Sohle bis zum Bereich der Mondsichel.

Symmetrisch ist der Huf nicht, was auch täuschen kann, weil ich die Sohle nicht ganz plan getroffen habe. Der Abrollpunkt ist ein wenig besser als bei links vorne, aber noch lange nicht in dem Bereich, wo er hin gehört. Auch bei dem Huf werde ich die Zehe weiter zurücksetzen und im Gleichklang die Trachten kürzen.

Barbie läuft einwandfrei, morgen gehen wir mit Dani und Nepomuk ins Gelände. Am Dienstag wird dann geschnitten, ich mache es nicht gerne, ich habe aber keine Wahl. Die doppelte Sohle ist schon zu lange drauf, sie läuft sich nicht runter, also muß ich sie entfernen. Ich werde vorsichtig vorgehen, möchte ja nicht, daß mir das Hufbein „guten Tag“ sagt. Tragrand ist ja nun vorhanden, da kam bisher halt kaum Last drauf, weil Barbie vorne durch die doppelte Sohle keine Sohlenwölbung hat.

Vermutlich wird alles nicht so schlimm, wie ich mir das vorstelle – daß ihre Vorderhufe eine Herausforderung für mich sind, wußte ich ja.

Abends war Weihnachtsfeier im Stall, es gab jede Menge zu Essen und zu Trinken, der Stallmeister hat sich viel Mühe gemacht und das Reiterstüberl sehr hübsch weihnachtlich dekoriert. Wir waren eine gesellige nette Runde, um 21.00 Uhr fuhr ich heim, glücklicherweise blieb das angekündigte Blitzeis aus. Die Stallgemeinschaft ist prima, sowas findet man selten.

Ich bin sehr glücklich mit dem Stall, die Hafis auch, sie fühlen sich pudelwohl in der Herde. Beide haben sich einen ordentlichen Heubauch angefressen, was nicht schlimm ist, im Winter bei Kälte brauchen sie ein paar Reserven.