31. Januar 2013

Strahlprobleme bei Barbie?

Filed under: Allgemein — admin @ 18:51

Aller Schnee ist nun weggetaut, die Hafis hatten sich auf dem erdigen Paddock ausgiebig gewälzt oder geschlafen, dementsprechend dreckig waren sie heute. Zum Reiten bzw. Arbeiten mit den Pferden hatte ich heute keine Lust, es ging ein sehr kalter Wind. Beide wurden geputzt und gepflegt, das hat bereits 2 Std. gedauert, danach war mir kalt.

Sohlenfotos habe ich heute wieder gemacht und bei Barbie etwas geraspelt und Wände begradigt, mir scheint, sie hat an den Vorderhufen Strahlprobleme. Links vorne ist einiges am jeweiligen Strahlende locker, mir scheint, der Strahl will sich stark begradigen bzw. im hinteren Teil schmaler werden. In die seitlichen „Krater“ habe ich heute Keralit Undercover geschmiert und dabei festgestellt, daß die nicht mehr besonders tief sind, Steinchen setzen sich kaum rein. Die Zehe habe ich nun bis zur doppelten Sohle zurückgesetzt, geht man von den Seiten aus, hört die echte doppelte Sohle im Zehenbereich wesentlich näher am Strahlende auf. Ich habe mal zittrig *g* eingezeichnet (gelbe Linie), wo ich ich im Zehenbereich die echte Sohle sehe, damit wäre der Abrollpunkt (grüne Linie) fast optimal.

Ich denke, ich werde die Seitenwände vorerst mal im Ruhe lassen, der Huf ist mir zu oval, dafür aber die  Zehe weiter kürzen. Damit kommt allerdings immer mehr Last auf den Zehenbereich, gleichzeitig muß ich dann auch die Trachten etwas kürzen. Die geben schon noch ein wenig her, eigentlich reicht es, die Eckstreben stärker zu kürzen. Die Wände habe ich ja heute ein wenig gestreckt, umso mehr ich wegraspel, umso mehr muß ich begradigen. Ich habe es mir nicht ausgesucht, Barbies Huf will es so.

Links hinten wächst der Hornspalt gut sichtbar raus, seitlich außen, wo die Wand verbogen ist, hat sich ein kleiner Wulst eingenistet. Wenn man genau hinsieht, hat sich das am 15.01.2013 schon angedeutet – ich werde außen verstärkt raspeln. Unglaublich, wie Barbies Hufe anzeigen, wo sie er gekürzt werden möchten – dem komme ich natürlich gerne nach. Ansonsten ist lh ein schöner Huf, geschlossene weiße Linie bis auf die Stelle seitlich außen, ein enorm starker harter Strahl (nie von mir beschnitten), schöne Sohlenwölbung. Die Eckstreben habe ich vorgestern geschnitten, evtl. nicht genug, sie sind stark ausgeprägt und liegen knapp über Sohlenniveau, ich belasse es mal dabei.

Rechts hinten ist eigentlich dasselbe wie lh, nur seitenverkehrt, die äußere Wand hebelt weg, daher gezerrte weiße Linie. Die Zehe ist mir zu lang, aber das ist Jammern auf hohem Niveau *g* – endlich kann ich den Spruch bei Barbie auch mal anbringen :-).

Rechts vorne wollte ich heute die innere Eckstrebe besser definieren, richtig viel habe ich aber nicht weggebracht. An der Außenwand habe ich heute einiges weggeraspelt, von der Zehe ein wenig – noch lange nicht genug. Der Strahl schaut wie bei lv lädiert aus, ich werde kein Reinigungsgel mehr auf die Strähle auftragen. Die „Krater“ sind wie bei lv nicht mehr tief, von der Zehe kann noch einiges weg, damit sie wieder zum Rest der Sohle paßt.

Barbie haut Horn raus ohne Ende, das liegt wohl an dem Huf-Regulator, da werde ich am Sonntag nach dem Auritt raspeln müssen, zumindest vorne. Vergleicht man das Foto rv von vorne von heute und vom 18.12.2012, sieht man gut, was ich in 6 Wochen erreicht habe. Hufpflegeintervalle sind normalerweise 6 – 8 Wochen, die Sohle gab damals nicht enorm viel Spielraum her.

Barbies Hufe drängen darauf, gesund zu werden, ich werde mein Bestes geben, um sie dabei zu unterstützen.

Nepomuks Vorderhufe habe ich heute auch fotografiert, aber nicht bearbeitet, mir war bereits kalt. So richtig gut gefällt mir links vorne nicht, die Wandtrennung medial hat sich aber verbessert. Ich mache ihm ja nun immer Keralit Huffestiger drauf, dadurch sind die Stellen, wo ich tief reinschneiden mußte, frei von Mini-Steinchen, weil härter.

Rechts vorne habe ich vorgestern rund geraspelt, wie alle seine Hufe, seitlich muß ich aber mehr machen. Seine  Hufe zeigen auch an, wo sie bearbeitet werden möchten, ich werde Dani fragen, ob sie am Sonntag hilft.

30. Januar 2013

eine neue Partnerin für Max

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:44

Schneewittchen war ja am 25.12.2012 leider gestorben, seitdem war Max, mein Kaninchen, alleine. Über den Tierschutzverein IG Mensch und Tier Nähe Rosenheim, bei dem ich schon über 20 Jahre Mitglied bin (meinen ersten Kater Merlin habe ich von dort), wurde mir ein Kontakt vermittelt. Es ist ja schwierig, eine ältere Kaninchen-Dame zu finden, im Tierheim München gab es keine im passenden Alter (Max ist ca. 7 Jahre alt), sie sollte mindestens 4 Jahre sein.

Auf meine Anzeige in Kurz&Fündig hatte sich jemand gemeldet, deren Mädchen springt aber gerne, sowas kann ich nicht gebrauchen, da mein riesiger Freilauf im Garten nur mit ca. 50 cm hohem Kaninchendraht eingezäunt ist.

Die Besitzerin von Martha, ein Widder, kam heute, wir haben sie dann zu ihm reingesetzt. Max wollte auf sie aufspringen (obwohl er kastriert ist), wohl eine Geste der Dominanz, Martha flüchtete. Wir blieben 1,5 Std. dabei, es gab keine Beißerei oder sonstige Attacken, Max ist schon ein wenig hinter Martha her, läßt sie aber in Ruhe, wenn sie geflüchtet ist. Irgendwann ist Martha ziemlich wild rumgesprungen und hat ihn ein paar mal umgerempelt, er ist nicht mehr super sicher auf den Beinen.

Klar müssen sie sich erst aneinander gewöhnen und die Rangordnung klären, das geht nicht ohne ein wenig Rumjagen ab. Solange sie sich nicht Beißen, ist für mich alles im grünen Bereich. Der Auslauf im Keller ist groß genug, so daß beide sich aus dem Weg gehen können bzw. Rumrennen, es gibt auch mehrere Versteckmöglichkeiten.

Ich denke, das wird schon, man muß halt ein wenig Geduld haben.

Bei meinem Westernsattel habe ich heute endlich die Steigbügel (Fender heißt das wohl) gekürzt, den Sattel gefettet, Packtasche und Gurt gewaschen. Die Packtaschen sind zum hinten anclipsen, irgendwie unbequem, wenn man sich beim Reiten verdrehen muß, um was rauszuholen. Heute habe ich mir einen größeren Putzkoffer bestellt, weil ich in meinen gar nicht all mein Putzzeug reinbekomme. Das ist doof, wenn beide Hafis gleichzeitig geputzt werden, weil alle Utensilien nur 1x vorhanden sind, obwohl ich alles doppelt habe. In den neuen Koffer paßt das ganze Gelumpe hoffentlich rein, so daß wir uns beim Putzen dann nicht mehr ins „Gehege“ kommen.

In dem Shop gab es große Packtaschen fürs Horn, die habe ich mir dazu bestellt, für längere Ritte brauche ich die in jedem Fall. Ich freue mich ja immer, wenn ich was für die Pferde kaufen kann, bei meiner letzten Bestellung bei stroeh.de habe ich nochmals Keralit Undercover geordert. Ich glaube, die dritte Dose ist das bereits, das Zeugs hält gut in den „Kratern“ und wirkt gut gegen Fäulnis. Wenn es wie aus Eimern schüttet, hält es natürlich nicht so lange, werde es Barbie morgen mal drauf tun.

Rechts vorne von vorne habe ich gestern noch fotografiert, um rauszufinden, warum Barbie mit dem öfters nach außen steht und ob er was mit ihrem Linksdrall zu tun hat. Mit Hilfslinien schaut eigentlich alles im grünen Bereich aus; wo der Kronsaum ist, läßt sich durch den Behang nicht feststellen (werde den mal hochbinden für neue Fotos), habe als Anhaltspunkt den durchgebrochen Abszess genommen. Die Seitenwände sind gleich lang, die äußere Wand ist vom Winkel her etwas steiler, was man auch auf dem Sohlenfoto sieht. Alles in allem eigentlich kein Grund für das schiefe Aufstellen des Hufes oder den Linksdrall.

29. Januar 2013

Sauwetter

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:47

Ich habe immer noch Muskelkater vom Reiten vorgestern, den halte ich aber gerne aus für solch tolle Ausritte :-). Heute 2 – 4 Grad bei Dauerregen und ziemlichem Wind – igitt, igitt. Der Boden ist noch gefroren, das Eis taut daher kaum auf und das Wasser fließt schlecht ab, daher war es ziemlich glatt und nass. Meine neuen Winterreit-Halbschuhe trug ich heute das erste mal, für glatten Boden sind die nicht gemacht, ich mußte aufpassen, nicht hinzufliegen.

Hufbearbeitung war heute angesagt; damit ich besser sehe, ging ich mit den Pferden nicht unters Dach, macht ja nix, wenn wir nass werden. Bei Barbie habe ich die Eckstreben ein wenig nachgeschnitten und geraspelt, bei Nepomuk nur letzteres, seine Eckstreben mache ich am Donnerstag. Wände begradigt habe ich bei Barbie heute nicht, das viele Raspeln fand ich anstrengend genug.

Rechts vorne seitlich lateral sieht man noch die von mir vor ca. 1 Woche geschnittene Senke, die fiel wohl etwas stärker aus als beabsichtigt. Der Tragrand lateral ist immer noch unter Sohlenniveau bzw. Sohlenschwiele seitlich, nur wenn der Huf sich beim Auffußen ausdehnt, bekommt er Bodenkontakt. Die Zehe schwebt komplett, das ist bei Barbie ja schon länger so, sie rollt über die Sohlenschwiele im Zehenbereich ab, wo sich derzeit noch der Rest der doppelten Sohle befindet.

Ein Pferd ist kein Sohlengänger – solange die weiße Linie seitlich stark gezerrt ist, hat es mE aber keinen Sinn, wieder Last auf den Seitenwänden zuzulassen. Vor 4 Wochen sah die Sohle so aus, da ahnte ich noch nicht, daß der Huf plante, sich stark zu verkleinern. Damit kämpfe ich heute noch, trotzdem hat sich der Huf weiter verbessert. Der Strahl hat sich von selbst verkürzt, der Huf wird langsam runder, was den Abrollpunkt verbessert. Die doppelte Sohle im Zehenbereich durch Kürzen der Zehe bekam soviel Druck, daß sie sich langsam abläuft und immer mehr von der echten Zehe freigibt.

Symmetrisch ist der Huf immer noch nicht, die äußere Hufhälfte ist breiter, dort muß ich eh noch einiges wegraspeln. Das Ziel ist ja, daß beide Hufhälften einigermaßen gleichmäßig belastet werden, das ist bisher nicht der Fall. Die Zehe kann ich nun noch weiter zurücksetzen, muß aber erstmal die Wände strecken.

Bei Nepomuk habe ich „rund“ gefeilt wie üblich, in den Wandtrennungen fand ich keine Mini-Steine mehr. Er bekam in letzter Zeit öfters Keralit Huffestiger auf diese Stellen drauf, ich hatte ja ziemlich tief  reinschneiden müssen in Tragrand und weiße Linie, um Steine rauszuholen. Die erste Flasche habe ich nun aufgebraucht, habe aber noch eine weitere :-). Eigentlich gekauft für Barbie, irgendwo las ich aber, für ihre Hufe ist der Huffestiger nix – auch gut, nehme ich den halt für Nepomuk.

Beide bekam Huf-Liquid auf die Hufwände, Barbie Pedoclean Reinigungsgel auf die Sohlen und Strahl. Bei ihr faulen die „Krater“ vor sich hin, das wird erst aufhören, wenn die Seitenwände durch eine intakte Bläättchenschicht wieder eine  Anbindung ans Hufbein haben. Das erreiche ich leider nicht, indem ich ihr was auf die Sohlen schmiere, sondern nur, wenn ich die weghebelnden Seitenwände wegraspel.

Barbie lief heute einwandfrei, ich hatte ja ein wenig Angst, daß die fast 14 km vorgestern mit viel Galopp für ihre Hufe etwas viel waren. Das Gegenteil war der Fall, ihr hat der Ausritt gut getan, heute war sie schon wieder voller Tatendrang 🙂 – ich aber nicht bei dem miesen Wetter.  Wegen Hufschuhen habe ich gegoggelt, leider vergessen, heute ihre Hufe zu vermessen.

Aufgefallen ist mir vorgestern, daß sie am liebsten im höheren Schnee läuft, also quasi mit Polster. Es liegt also nicht nur an den Steinen, die sie piecksen, sondern sie vermeidet auch harten Boden. Im Schritt kein Thema, da läuft sie inzwischen problemlos über jeden Boden, wir wollen aber gerne viel traben und galoppieren. Eine „Soft-Einlage“ im Hufschuh ist also nötig, damit scheiden schon einige aus.

Ich werde es mit dem Easyboot Trail mit Einlage versuchen, aber erst in 2 – 3 Wochen, Barbies Vorderhufe verändern sich ja derzeit stark. Am WE soll es wieder schneien, da kann sie ohne Hufschutz gut laufen, danach werden wir sehen.

27. Januar 2013

Galopp durch den Schnee

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:58

Nachdem der Schnee bald weggetaut sein soll, haben Dani und ich heute beschlossen, viel zu Traben und zu Galoppieren, den für Barbie weichen Boden ohne piecksende Steine muß man ausnutzen.

An der Ovalbahn vorbei ging es Richtung Wald, wir fanden die Strecke, die mir die Stallkollegin zum Galoppieren empfohlen hatte, ritten diese aber im Trab zum Aufwärmen. Wir stießen auf den Römerweg, den Dani entdeckt hatte, der Weg war mit Schnee bedeckt, in der Mitte lag er ca. 20 cm hoch.

Ich ritt vor und wollte angaloppieren, Barbie verstand die Hilfen nicht und jagte im Renntrab davon; Dani meinte, sie töltet sehr gut :-). Nachdem Barbie ja erst drei mal in ihrem Leben Beritt hatte im Frühjahr 2011, waren ihr die Galopphilfen wohl nicht mehr geläufig. Wir parierten durch und Dani ging mit Nepomuk vor, galoppierte an und Barbie hinterher :-). Nur ein kurzer Buckler, dann ging es flott voran, ich konnte sie gut halten, sie machte keine Anstalten, Nepomuk überholen zu wollen.

Der Lumpe hat Dani dann ausgetrickst, bog plötzlich rechts in einen Weg ab und nach kurzer Zeit nochmals rechts in Richtung Stall – dumm ist er ja nicht *g*. Wieder durchpariert, zurück zur Römerstraße ging es im Schritt, danach wieder angaloppiert, Barbie erneut mit Buckler. Wir sind länger galoppiert, bis ich nicht mehr konnte, Barbie lief einen super weichen konstanten Galopp durch den Schnee auf dem Mittelstreifen. Kurze Pause, danach erneut ein längeres Stück Galopp, dieses mal ohne zu Buckeln am Anfang. Ich kam immer besser rein in den Galopp, bin ja bisher mit den Hafis noch nicht viel galoppiert. Barbie macht es einem auch sehr einfach mit ihrem sehr weichen und gleichmäßigen Galopp, der überhaupt nicht anstrengend ist.

Wir überquerten die große Straße M9 im Schritt, wieder ein längeres Stück Galopp, Barbie ließ sich kurz mal etwas zurückfallen, auf ein „ks ks“ von mir legte sie wieder Tempo zu. Inzwischen hatte sie bereits ordentlich geschwitzt, kein Wunder, sie ist ja nichts gewohnt und durch den Schnee galoppieren strengt zusätzlich an. Wir ritten bis zur nächsten Teerstraße, das waren insgesamt fast 7 km, dasselbe ging es nun wieder zurück.

Schritt und eine sehr lange Trabstrecke, nach der Überquerung der M9 wurde ein letztes mal galoppiert, Barbie brauchte noch ein mal ein „ks ks“ zwischendurch, um nicht zurückzufallen, als sie später in den Trab fiel, ließ ich sie, das war heute sehr viel Galopp für sie. Sie hat alles super toll gemacht, ihr Galopp ist ein Traum, ich ritt fast immer im leichten Sitz wegen meiner fehlenden Kondition. Nach einer kurzen Erholungsphase ging es im Trab weiter, wir wollten nebeneinander reiten, Barbie mochte das nicht, sie will im Trab Erster gehen. Kam Nepomuk auf ihre Nasenhöhe, gab sie Gas, mit ihrem Renntrab komme ich inzwischen ganz gut klar. Bleibt Nepomuk hinten, läuft sie einen super gleichmäßigen, nicht sehr schnellen Trab – traumhaft.

Wir kamen raus aus dem Wald, erst vor der Teerstraße parierte ich sie durch, wir gingen ein Stück Schritt, sobald wir auf den Wiesenweg kamen (mit Schnee bedeckt), wurde wieder getrabt. Barbie bot das an, sie wollte schnell nach Hause :-), soooo kaputt kann sie nicht gewesen sein.

2 Std. waren wir heute unterwegs, so lange war Barbie noch nie ausreiten. Die ersten und letzten 20 Min. ritten wir Schritt, ansonsten viel Trab und Galopp mit kurzen Erholungsphasen zwischendurch, insgesamt haben wir fast 14 km zurückgelegt. Mein schönster Ausritt bisher mit den Hafis, soooo viel galoppiert sind wir noch nie, es hat riesig Spaß gemacht.

Beide Hafis wurden ziemlich gefordert, spätestens nach dem ersten Galopp war das Thema „Wettrennen“ ad acta gelegt; wie die Lamperl liefen sie im kontrollierten Galopp und waren jederzeit durchparierbar.

Sorge macht mir ein wenig, daß Barbie irgendwie einen Linksdrall hat, ob das mit ihrem schlechten rechten Vorderhuf zusammenhängt? Sandra sagte ja, jedes Pferd hat eine bessere und eine schlechtere Seite, rechts ist wohl Barbies schlechtere. Bei ihr brauche ich eigentlich nur den rechten Zügel, um im Trab und Galopp immer wieder Mini-Paraden zu geben, damit sie „in der Spur“ bleibt bzw. den Hals gerade hält. Jedes Pferd läuft schief, bei Barbie finde ich es aber ziemlich ausgeprägt, das kann eigentlich nur an den Hufen liegen. Vielleicht ist das Hufbein seitlich gekippt? Ich kenne mich zu wenig aus, sobald sie vorne mal so gut da steht wie hinten und immer noch diesen starken Drall hat, werde ich Röntgenbilder von rv machen lassen.

Im Stall zurück, bekamen beide heute mehr als die doppelte Menge Lamino Star, weil ich einen neuen Sack gebracht hatte und den Rest des Vorherigen aus der Tonne haben wollte. Wer viel arbeitet, darf auch mehr fressen – da freut sich der Hafi :-). Sie bekamen ihre Abschwitzdecken drauf, jetzt haben beide wieder ein paar Tage Pause, am Dienstag mache ich Hufbearbeitung.

Der Stallmeister hat heute gestaunt, was Barbie gehen kann, wäre es nach ihm gegangen, wäre sie letzten Sept. eingewurstet worden. Ich habe immer daran geglaubt, daß sie wieder in Ordnung kommt – ein Glück, daß ich mich damals nicht beeinflussen ließ und mein Ding mit Barbie durchzog. Er meinte heute, sie braucht Eisen mit einer Ledersohle, Eisenfan halt. Barbie wird nie mehr beschlagen, sie bleibt barfuss und bekommt Hufschuhe.

Ohne Schnee wird es mit dem Traben und Galoppieren wieder mühsam :-(, ein Hufschutz täte Not. Andererseits verkleinern sich ihre Vorderhufe gerade, in 2 Monaten schauen die ganz anders aus und brauchen vermutlich 2 Nummern kleiner als derzeit.Für diese kurze Zeit Übergangshufschuhe kaufen, ist eigentlich ein Schmarrn, außer es gehen Gebrauchte billig her.

Ich denke, ich verkaufe nun mal ihre Easyboot RX, Barbie braucht keine „Stallschuhe“ mehr, und kaufe ihr dafür für vorne Hufschuhe zum Reiten. Wir wollen ja in Sachen Kondition weiter kommen, wenn wir fast nur Schritt reiten können, weil Barbie auf Schotter fühlig geht, wird das nichts.

26. Januar 2013

viel erledigt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:11

Gestern und heute war ich zuhause, ohne krank  zu sein :-), und konnte endlich mal einiges erledigen. Gestern habe ich bei den Fischen Wasser gewechselt, was derzeit ziemlich aufwendig ist, weil der Wasserschlauch im Keller angeschlossen ist und ich ihn daher bis in meine Veranda hochziehen muß. Glücklicherweise muß ich derzeit selten Wasser wechseln, weil die Fische kein Futter bekommen, da quasi im Winterschlaf (Wassertemperatur unter 10 Grad). Einiges wurde gewaschen, u. a. meine Reithandschuhe, die mit echtem Ledereinsatz sind unpraktisch, da das Leder hart wird. Also gefettet, da fiel mir ein, daß ich einige Reithosen mit Echtlederbesatz habe, bei denen das genauso ist. Früher war echter Lederbesatz ja Gang und Gäbe, heute sieht man sowas eher selten.

Also dieses Leder auch noch gefettet, damit es wieder elastisch wird – blöd ist nur, daß das vermutlich nicht lange hält, 1x anziehen und wieder waschen. Zum Reiten nehme ich diese Hosen eher selten, meist nur zur Hufbearbeitung, da stört das harte Leder nicht so. Zum Aussortieren sind die Hosen zu schade, da sind sehr Schöne mit Volllederbesatz von z. B. Pikeur dabei, die mir gut passen.

Meine zwei guten Messer habe ich das erste mal mit nach Hause genommen, gereinigt, geschärft und gefettet – nun geht das Schneiden wieder leichter :-).

Einkaufen war ich gestern auch, habe wieder Birnen und Kiwis für die Hafis gekauft, mir hat ja mal jemand empfohlen, ihnen Vitamin C über den Winter zu geben, weil das das Immunsystem stärkt. Letzten Winter bekamen beide meist in ihr Zusatzfutter je 1 Kiwi und 1 Birne, dazu Mohrrüben und evtl. einen Apfel. Bisher habe ich diesen Winter relativ viele Möhren gefüttert, das werde ich vorerst mal einstellen und Karotten nur noch stückchenweise als Belohnung verwenden.

Beliebt sind Möhren bei den Hafis nicht, sie werden erst mal aus der Futterschüssel geschmissen, Kiwi und Birnen mögen sie lieber. Heute gab es beim REWE eine Kiwi für 9 Cent, sehr günstig, ich fuhr also hin und habe nun einen Vorrat :-), so daß beide die nächste Zeit 2 Kiwi pro Zusatzfutter bekommen können. Tafeläpfel (bekamen beide schon lange nicht mehr) fand ich auch noch günstig, 2 kg für EUR 2,59, jeder bekommt nun wieder einen pro Mahlzeit. Da freuen sie sich, beide bekommen ja wenig extra, weil ich nicht täglich da bin, meist nur 3x pro Woche.

Ich trinke täglich frisch ausgepressten Orangen-Grapefruit-Zitronen-Saft, schmeckt gut und ist gesund. Heute habe ich meinen Gefrierschrank abgetaut, weil es draußen tagsüber -5 Grad hatte. Wo das Gefriergut in der Zwischenzeit lagern, ist ein Problem, daher taue ich das Teil nicht so oft ab. Habe gleich ausgemistet und alles, was alt war oder ich nicht mehr essen mag, entsorgt – wow, nun habe ich wieder ne Menge Platz im Gefrierschrank und mich gleich mit Pizza eingedeckt :-).

Bügeln ist ja meine Sache nicht, ich hasse es; da ich keine normalen Hosen mehr zum Anziehen hatte, machte ich mich dran. Ich habe einiges geschafft, übrig blieb ein riesen Berg T-Shirts, die seit dem Sommer auf dem Bügelstapel liegen. Mir kam die geniale Idee, daß ich die alle nochmals wasche und dann in den Trockner tue ==> erspart das Bügeln *g*. So langsam komme ich mit dem Haushalt weiter, ohne daß es in Streß ausartet 🙂 – meine Prioritäten liegen halt woanders.

Nach langer Suche und einer Anzeige bei Kurz&Fündig schaut es so aus, als ob ich endlich eine Gefährtin für mein Kaninchen Max gefunden hätte – die Besitzerin kommt am Mittwoch mit dem Widdermädchen vorbei, mal sehen, ob sie sich mögen. Einfach ist es nicht, die Passende zu finden, die Dame sollte nämlich nicht springen, weil das riesen Freigehege im Garten mit ca. 120 qm teilweise nur mit einem Kaninchendraht von ca. 50 cm eingezäunt ist. Max tut mir sehr leid so alleine, daher hoffe ich, daß er mit der Widderdame klarkommt und sie mit ihm. Ein anderes Kaninchen hätte ich noch in der „Hinterhand“, falls es mit dem Widder nicht klappt – mal sehen ….

Alle Tiere wohlauf, ich auch, hoffentlich bleibt das das ganze Jahr so.

Beim Rumkucken, ob und wie ich die Ernährung der Hafis noch optimieren könnte, stieß ich bei Natuaral Horse Carce auf die Seite zur Entgiftung. Meine restlichen Kräuter bestanden ja aus Artischocke, was sehr gut für die Leber ist, und Gingko Biloba für die Durchblutung, dazu habe ich noch Seealgenmehl gegeben. Früher habe ich wesentlich mehr verschiedene Kräuter vermischt, u. a. Löwenzahn, Mariendistel, Brennessel, Weißdorn usw., habe mir ja extra ein Buch dazu gekauft. Ich denke, ich werde von den Kräutern Abstand nehmen – ob sie was gebracht haben, läßt sich schwer einschätzen, ohne wäre es Barbie evtl. noch schlechter gegangen. Nepomuk hatte seine bisher beste SE-Saison, alleine durch Schmieren hat sich das sicher nicht erreichen lassen.

Ich werde bei meiner Strategie „weniger ist mehr“ *hust* bleiben, Kieselgur hatte ich ja früher schon mal eine Kur gefüttert und war damit zufrieden. Das ist gut für sein Ekzem und ihre Hufe und entgiftet, daneben bekommen beide ja 1x pro Woche homöopathisch Mariendistel für die Leber.

Ich wünsche mir ja so sehr neben guten Hufen viele lange dicke Haare , ich hoffe, in 2 – 3 Jahren stehen beide in voller Pracht da :-).

Das MeboSyn gebe ich nur in minimaler Dosierung (ersetzt das MiFu), beide mögen es nicht, Barbie kennt es und frißt es mit, Nepomuk läßt das meiste übrig, obwohl ich es immer gut untermische. Kaufen werde ich es nicht mehr, Barbie hat schon lange eine Sättigungsgrenze entwickelt, so daß ohne Probleme rund um die Uhr Heu zur Verfügung haben kann.

Vom Trimagnesiumcitrat, was ich Anfang Sept. 2012 von Sandra kaufte, 1 kg, ist fast noch die Hälfte da, das reicht vermutlich noch bis April 2013. Da beide es nur alle 2 Tage oder so bekommen, verbrauche ich weniger, es wirkt aber natürlich trotzdem.

Vom Huf-Regulator erhoffe ich mir schnelleres Hufwachstum für Barbie und schnelleres Haarwachstum für Nepomuk *g* – man wird sich ja wohl noch was wünschen dürfen :-).

Den Hafis ging es noch nie so gut wie heute, sie schauen nicht nur top aus, sie sind auch leistungsfähig. Barbie halt im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit den noch nicht guten Vorderhufen, aber immerhin kann sie damit gut laufen ohne Hufschutz (auf jedem Boden außer Schotter).

Morgen werden wir was für die Kondition tun, auch für meine 🙂 – ich bin gespannt.

24. Januar 2013

Reiten mit Handpferd

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:33

Gestern war ich krank, blöd, das Wetter wäre zum Ausreiten super gewesen. Heute ging es mir wieder einigermaßen, dafür war das Wetter trübe, ich überlegte, was ich denn machen sollte. Wenn ich mit Handpferd mal ausreiten könnte, wäre das natürlich super, also beschloss ich eine Übungseinheit auf dem Platz.

Barbie geholt, beim Putzen fiel mir auf, daß ihr Fell schöner glänzte als noch vor 1 Woche. Bei den Erfahrungsberichten zu „Huf-Regulator“ schrieben ja einige, daß ihre Pferde schnell glänzten wie die Speckschwarten :-), bei Nepomuk (ungeputzt) dasselbe.

Barbie bekam den VS-Sattel drauf, geplant war, erst mit ihm als Handpferd zu reiten und dann zu wechseln. Zaum tat ich keinem einen drauf, Halfter mit Führstrick als Zügel mußte reichen. Ich nahm beide mit auf den Platz und stieg auf Barbie auf, sie marschierte gleich los, Nepomuk frei hinterher. Meine Gerte, die ich sicherheitshalber mitgenommen hatte, warf ich in den Schnee, danach hielten wir an und ich nahm seinen Strick auf, den ich ihm über den Hals gelegt hatte.

Barbie lief eifrig, Nepomuk links versetzt an ihrem Hintern und wurde daher gezielt getreten – sie mag das nicht. Also versuchte ich, Nepomuks Nase zumindest bis zu meinem Bein zu ziehen, so daß er seitlich mitläuft, Das gelang kaum, er ließ sich immer wieder zurückfallen, daher trat Barbie wieder nach ihm.

So wird das nichts, also ließ ich Nepomuk frei und ritt mit Barbie ein paar Runden Schritt, sie war super drauf und wollte traben, was ich verhinderte. Ich dachte mir, ich wechsel mal das Pferd, stieg ab und nahm Barbie den Sattel ab, um ihn Nepomuk aufzulegen.

Er wich ständig aus, also holte ich eine Peitsche und ließ ihn frei ein wenig traben – Barbie saß mir dabei ständig im Genick. Sie hat wohl noch nie was von Individualabstand zum Herdenchef gehört, ein paar mal zuckte meine Hand nach hinten und batschte ihr leicht auf die Nase. Nepomuk trabte derweil fleissig frei auf dem Zirkel, wollte immer wieder zu mir kommen, was ich erlaubte. Den Sattel durfte ich aber nicht auflegen, ähnlich wie beim Aufsteigen auf dem Platz wich er ständig zurück.

Komisch, früher hat das immer geklappt, daran werde ich mit ihm arbeiten.

Barbie klebte immer noch an mir, hielt aber etwas mehr Abstand, Nepomuk trabte seine Runden, plötzlich werde ich von Madame in meinen linken Ärzmel gezwickt. Da fiel der „Watschenbaum“ um, bildlich gesprochen. Die Peitsche hielt ich ja in der Hand, drehte mich reflexartig um, Barbie wich zurück, ich hob die Peitsche und schlug ihr eine auf den Hals. Barbie stob buckelnd im Galopp davon, Nepomuk fand das toll und rannte mit, ich ließ beide dann ein paar Runden galoppieren.

Barbie bettelt gerne und ist dabei sehr aufdringlich – nur weil ich Karottenstücke in der Tasche habe, heißt das nicht, sie darf sich was herausnehmen. Sie bekam früher schon öfters mal einen Batsch auf die Nase, wenn es mir zuviel wurde; ich denke, ich war da nicht konsequent genug. Sie hat mich heute gezwickt, weil sie eine Belohnung wollte – das wird sie sich zukünftig hoffentlich besser überlegen.

Ich bin kein Freund von Gewalt, aber ich lasse mich von Barbie weder bedrängen noch zwicken, heute hat sie mal eine sehr deutliche Ansage bekommen. Danach war alles paletti, sie war ständig an meiner Seite bzw. schräg hinter mir, hielt Abstand und achtete auf jeden meiner Schritte. Beim Longieren läuft man selber ja relativ wenig, nur kleine Kreise, Barbie mußte quasi ständig Hinterhandwendungen gehen, um parallel hinter mir zu bleiben. Nicht einfach für ein Rehepferd, ich habe es ihr aber nicht angeschafft, als ich abgestiegen war, hätte sie machen können, was sie wollte.

Nachdem es mit dem Satteln von Nepomuk frei auf dem Platz nicht klappte, hörte ich auf; den Sattel mußte ich selbst zurück in die Kammer tragen, die Hafis ließ ich derweil auf dem Platz. Danach holte ich beide und führte sie raus, heute bekamen sie zusätzlich eine warme Mash-Mahlzeit. Barbie bekam die neue Huf-Creme auf die Hufwände, Nepomuk nix.

Beide sind ziemlich gut drauf :-), bis ich abfahre, stehen sie immer am Ausgang. Man sieht auf dem Foto gut, daß noch von der Fütterung vormittags einiges Heu rumliegt, das Foto habe ich um 16.00 Uhr gemacht, um 17.00 Uhr wird für nachts gefüttert. Trotzdem sind beide nicht dick, Barbie ist als barocker Hafi halt wesentlich breiter in der Brust und sonst auch.

Der Schnee derzeit ist für Barbies Hufe ideal, keine piecksenden Steine mehr. Da können wir am Sonntag beim Ausritt mal ausgiebig galoppieren – jippppeeee :-). Dani hat ja eine prima Strecke ausgemacht, wo die Hafis rennen können, bis sie nicht mehr mögen – super.

Hafer bekamen sie das letzte mal am Samstag, der ist nun aus, war eh nur eine kleine Hand (meine) voll für jeden. Meine letzten Kräuter sind auch bald zu Ende, damit wird die Futterzusammenstellung bald einfacher. Den Stallmeister habe ich heute bezüglich Heu befragt, es herrscht Kupfer- und Selenmangel, was ich mit meinem Zusatzfutter schon immer ausgleiche, ebenso Zink.

Im Hufkurs habe ich gelernt, daß Kalzium schlecht fürs Pferd ist, weil es das einlagert und erst dann abbaut, wenn ein Problem vorliegt. Dadurch entstehen z. B. Hufknorpelverknöcherungen, der Kalziumgehalt im Zusatzfutter sollte also so gering als möglich sein. Diese Seite erklärt das besser; seit Sandra mich im Sept. 2012 ganzheitlich beraten hat, bekommen beide Hafis ja zusätzlich Trimagnesiumcitrat, alle 2 Tage einen halben EL. Zur Eisenversorgung habe ich auch was gefunden, mit zunehmendem Alter der Pflanzen sinkt der Eisengehalt im Gras/Heu.

Bei uns im Stall stehen die Pferde auf Magerweiden, die seit 20 Jahren bestehen und nie gedüngt werden, ebenso wird das Heu von alten, ungedüngten Wiesen gemacht – ergo dürfte der Eisengehalt im Gras/Heu ziemlich gering sein. Außerdem mäht unser Stallmeister nur 2 mal pro Jahr, das ist dann überständiges Gras. Einen Eisenüberschuß schließe ich daher bei meinen Pferden aus, auch ohne Heuanalyse.

In einem Forum habe ich ja einen Thread zu „Huf-Regulator“ gestartet und wurde kritisiert, der ist dann zum Thema „Mineralisierung“ übergegangen. Da werden jetzt Heuproben in die USA zur Analyse geschickt, eigentlich sollte man dieselben Proben an zwei Labos schicken, damit man die Ergebnisse vergleichen kann – vermutlich sind es nicht dieselben.

Die Leute machen sich Arbeit und geben Geld aus, ohne auf ein gesichertes Ergebnis hoffen zu können. Dann lassen sie MiFu nach ihren Wünschen zusammenstellen; Leute, die das gemacht haben, berichteten, daß sie keinen Unterschied zu früher feststellen konnten.

Warum wundert mich das jetzt nicht?

21. Januar 2013

schöner Kurzurlaub

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:47

Am Samstag fuhr ich kurz zu den Hafis, bei Nepomuk hatten sich wieder kleine Steinchen in die getrennten Wände gesetzt, ich habe nochmals geschnitten. Bei Barbie habe ich vorne nur kurz geraspelt und ihr in die weghebelnden Wände eine Senke geschnitten. Eine Stallkollegin war mit drei Kindern da, die an Barbie einen Narren gefressen haben :-). Barbie ist ja ziemlich rangniedrig und muß daher anderen weichen, was die Kinder empört. Die drei wuselten im Stall rum, zwei lenkten alle anderen Pferde ab und einer klaubte Heu zusammen und brachte es Barbie – sooo süß :-). Ich werde der Stallkollegin anbieten, daß wenn sie wieder mal mit drei Kindern kommt, ich mit Barbie mit spazieren gehe, so daß die Kleinen auch auf ihr reiten können. Barbie könnte auch zwei Kinder tragen, führen werde ich selber, so kann nichts passieren.

Nach dem Stall ging es weiter nach Strobl am Wolfgangsee, beim Finden meiner Pension hatte ich einige Probleme, weil es in Strobl keine Straßen mit Hausnummern gibt, sondern jedes Haus hat eine Nummer, nach Erbauung vergeben, mein Navi war damit ein wenig überfordert. Mein Einzelzimmer war klein, es war aber alles da, was man so braucht – Bett, kleines Bad mit Dusche, und ein Fernseher :-).

Abends fuhr ich zur großen Geburtstagsparty meiner Freundin, ein riesen Fest mit jeder Menge Leute und viel zu Essen und zu Trinken. Am Sonntag legte ich einen Ruhetag ein, ging viel Spazieren und besuchte meine Freundin – man muß auch mal abschalten können.

Heute ging es zurück, ich besorgte noch Zigaretten in einer Trafik (getankt hatte ich günstig bereits bei der Hinfahrt) sowie Sirup und Katzenfutter beim Hofer, nun bin ich eine Zeit lang versorgt :-).

Am Irschenberg machte ich einen Einkehrschwung zum Reitsport Krämer zwecks neuer Winterreitstiefel. In der Zeitschrift „Mein Pferd“ hatte ich ja den Test dazu gelesen und mir gemerkt, welche ich kaufen wollte – Steeds Winter Rider Elegance. Gefütterte „Halbschuhe“ von Steeds nahm ich auch noch mit, kann man immer mal brauchen – insgesamt habe ich nun 6 Paar Schuhe zum Reiten/Stall, die sollten für die nächsten Jahre mal reichen *g*.

Winter-Reithandschuhe nahm ich noch 2 Paar mit, ein Paar habe ich heute bereits ausprobiert, das hielt prima warm. An einer roten Alcantara-Schabracke kam ich nicht vorbei :-), die paßt genau zu meiner neuen rot/schwarzen Reithose und schaut super schick aus. Mit Barbies „Prunk-Halfter“ sind wir optisch super aufgestellt *hihi*, das ist aber eher was fürs Frühjahr.

Ich schmiere ja derzeit fleissig Zeugs auf die Hufwände, jetzt ist dafür die ideale Zeit, die Pferde stehen öfters auf der ziemlich mit Schnee bedeckten Weide, haben daher immer feuchte Hufe. Man behindert also nicht die Feuchtigkeitsaufnahme des Hufes, wenn man was aufbringt. Ich habe noch minimal Huföl und Huf-Liquid sowie ein wenig Huf-Balsam, heute habe ich Huf-Creme gekauft. Der Hauptbestandteil ist Dorschlebertran, mal was anderes, so riecht es auch *g*.

Rechts hinten von vorne habe ich nun geschafft, das Foto fehlte noch in meiner Doku, die Wände hebeln ein weg. Das war im Sept. 2012 wesentlich schlimmer, trotzdem muß ich mir vorhalten, daß ich in den letzten Monaten wesentlich mehr hätte erreichen können. Barbie steht hinten relativ gut da, ich habe viel gemacht, hätte aber mehr machen können – besser spät als nie, nun bleibe ich dran.

Vom Krämer aus fuhr ich Landstraße in den Stall, die Hafis warten ja täglich auf mich. Gestern war Dani mit Nepomuk ausreiten und hat Barbie ihr Zusatzfutter gegeben, wichtig ist mir ja derzeit, daß sie möglichst oft den Huf-Regulator bekommt.

Barbies Seitenwände rv hebeln nicht so stark weg, wie die früheren Frontalaufnahmen vermuten lassen, rechts vorne habe ich heute mal ein wenig die Wände begradigt (am stehenden Huf). Auch die Seitenwand innen ist schon ziemlich gerade (für Barbies Verhältnisse), bei den Frontalaufnahmen verdecken die „Beulen“ vorne seitlich den „korrekten“ Blick.  Mit der Zange habe ich am Samstag nichts an Barbies Hufen gemacht, ich denke, ich werde das mit Raspeln auch hinbekommen.

So langsam kommen die ganzen Schichten an doppelten Sohlen ans Tageslicht, man sieht das gut an den leicht roten Stellen rechts vorne. Diese Einblutungen stammen nicht von jetzt, sondern von früher, denke ich, deswegen wurden immer wieder neue Schichten Sohle gebildet. Die werden nun nicht mehr benötigt und abgestoßen, am Ende des Prozesses müßte eine deutliche Sohlenwölbung stehen.

Außen seitlich wird die Sohlenschwiele aufgrund meiner Senke stärker belastet (habe die Seitenwand aus der Last genommen), was man gut an dem hellen Streifen erkennen kann. Die Zehe werde ich noch ein Stückchen kürzen und natürlich weiterhin außen die Seitenwand wegraspeln, vor allem bei ca. vier  Uhr. Links vorne wird auch immer besser, im Zehenbereich erscheint nun die zweite doppelte Sohle (obwohl von der ersten noch ein Stück zu sehen ist). So schält sich wie bei rv eine Schicht nach der anderen ab, zu raspeln gibt es bei dem Huf seitlich auch noch einiges.

Nach meinem Eindruck tut sich nun einiges ziemlich schnell an den Sohlen, was nur am Huf-Regulator liegen kann. Barbie bekommt ihn ja erst seit 8 Tagen und erst seit heute die volle Dosis – trotzdem. Ich bin sehr zufrieden, das läßt hoffen, daß der HR wirkt.

18. Januar 2013

Gedanken zu Barbies Hufen

Filed under: Allgemein — admin @ 19:16

Barbies Doku habe ich mir nochmals angesehen, um zu verstehen, warum ihr ständig die Wände weghebeln.

Übernommen habe ich die Hafis (aus Tirol, wo Barbies Besitzerin sie fast 9 Jahre betreut hat) ja im Nov. 2008, die Hufe waren „ewig“ nicht bearbeitet worden (sie wurden 2x pro Jahr ausgeschnitten). Die Stallbesitzerin in Weyarn bestellte einen Hufschmied mit Aufheber, ich war nicht dabei, weil der Schmied zur angekündigten Zeit bereits fertig und wieder weg war. Eigentlich ein Unding, das war u. a. ein Grund, den Stall zu verlassen.

Im Juni 2009 wechselten die Pferde den Stall und wurden ab sofort alle 6 – 8 Wochen erst von meiner Hufpflegerin Elisabeth, dann von meinem Hufpfleger Billi bearbeitet. Am 5. Mai 2010 wurde Barbie krank (Behandlung auf Hufrehe durch den TA), ca. 4 Wochen davor war die letzte Hufbearbeitung. Meine ersten Fotos stammen vom 12. Juni 2010, man sieht, daß die Seitenwände weghebeln.

Am 10. Juni 2010 stellt Billi einen am Kronsaum durchgebrochenen Abszess fest, am 18. Juni 2010 kam Billi erneut; man sieht an den Sohlenfotos der Hinterhufe gut, daß es ihr damals bereits jeweils außen die Wände weggehebelt hat (ich würde ein Pferd mit vermutlich Hufrehe anders korrigieren, aber egal, vermutlich war es keine Rehe, sondern Barbie war lahm wegen des Hufabszesses).

Im Sept. 2010 kam ein Hufschmied zum Beschlag vorne, weil „ein Rehepferd ohne Beschlag nicht laufen kann“ – nach 3 Monaten war Barbie damit komplett lahm, der TA nahm die Eisen ab („absoluter Fehlbeschlag“). 2011 kam dann der sehr erfahrene Hufschmied der Pferdeklinik, deren TÄe Barbie behandelt hatten. Am 5. August 2011 war er das letzte mal da, Barbie war nach seinem ersten Ausschneiden im März 2011 fast ständig lahm.

Am 18. Sept. 2011, 6 Wochen nach dem Ausschneiden durch den Hufschmied, geht meine Doku richtig los, die Hufe sind kollabiert. Bei den Sohlenfotos eine Woche später denkt man, die Hufe wären ewig nicht bearbeitett worden, der Hufschmied war aber 7 Wochen vorher da.

Eigentlich will ich zur Bearbeitung von „Profis“, die ich hatte, nix sagen – die Röntgenbilder 2010 und 2011 sprechen für sich.

Als Barbie wieder einigermaßen lahmfrei war dank Heilerde, kam die Huforthopädin 3x im Abstand von 2 Wochen, danach war Barbie wieder komplett lahm und mochte keinen Huf mehr heben.

Mit katastrophalen Hufen habe ich am 13.11.2011 Barbies Bearbeitung übernommen, ohne Ahnung davon zu haben. Bis ich erkannt habe, daß die TÄe falsche Diagnosen (Hufbeinrotation versus Wandrotation) geliefert haben, hat es ein wenig gedauert.

Worauf ich hinaus will: an den Sohlenfotos vom 19.11.2011 sieht man Barbies Probleme gut, an den Vorderhufen hebeln die äußeren Wände stark weg, hinten ebenso. Das war bei Barbie schon immer so, ich kann mir das nur mit „Diagonalhufe“ erklären. So ein Diagonalhuf ist das Schwierigste, was es zu bearbeiten gibt, weil das kein „Umformungshuf“ ist, d. h. man balanciert ihn aus und alles paßt. Genau das haben Barbies Profi-Hufbearbeiter gemacht, gebracht hat das nichts.

Ich habe es ähnlich gemacht, siehe Fotos vom 26. Juni 2012, 2 Tage später kam die Huftechnikerin und lobte mich. Man denkt, man hat den Huf soweit, daß er korrekt nachwächst, aber Pustekuchen, die Wände verbiegen sich sofort wieder. Barbie bekam dann ja insgesamt drei Hufabszesse, dazu einen Lederhautvorfall und eine Hornsäule, ich konnte wenig bearbeiten und die Hufe liefen aus dem Runder.

„Meine“ Profis haben Barbies vier Diagonalhufe nicht erkannt, in zwei Hufforen auch keiner. Ich denke, das war auch schwierig zu erkennen, weil jeder seinen Fokus sofort auf EMS, Hufrehe und Haltung setzt. Es gibt im www wenig zu finden zur Bearbeitung von Diagonalhufen, ich wüßte auch nicht, wenn ich dazu befragen kann.

Einen Diagonalhuf kann man durch Hufbearbeitung aka Umformung nicht beheben, das ist klar, man sieht das gut an Barbies Hufen – daran ist bisher jeder „Profi“ gescheitert.

Den perfekten Huf gibt es nicht, das sehe ich bei Nepomuk, der auch nicht gerade abrollt. Ob ich Barbie mal zu so guten verhelfen kann, wie er sie hat, weiß ich nicht – ich gebe mein Bestes :-).

17. Januar 2013

Wintereinbruch

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:48

Seit 2 Tagen schneit es ununterbrochen, ich bin ständig am Schnee schippen. Auf dem AB kamen sie mit dem Räumen und Streuen gar nicht mehr nach, man mußte in Spurrillen fahren, verließ man diese, wurde es rutschig.

Die Hafis waren nass, am Bauch hingen ihnen Eiszapfen :-), so ein Fell isoliert ungemein gut. Die Herde durfte auf die Weide, dort haben sie dann rumgetobt – macht ja auch Spaß, im Schnee zu galoppieren. Mir hätte das auch gefallen, ich mußte/wollte aber Hufbearbeitung machen. Fotos im Schnee machen, den es selbst unter den überdachten Putzplatz geweht hatte, war schwierig, links hinten habe ich bei Barbie von vorne geschafft. Krass, wie es außen die Wand weghebelt, innen nur ein wenig. Der Hornspalt ist rausgewachsen bzw. nur noch auf dem Sohlenfoto zu sehen, die Belastungslinien haben sich begradigt – immerhin etwas. Die Sohle gibt nicht viel Spielraum zur Begradigung der Außenwand, ein bissi was raspel ich immer weg.

Ich muß mir angewöhnen, bei allen Hufen immer eine Senke zu schneiden, damit die verbogenen Wände aus der Last kommen. Das müssen nur ein paar Milimeter sein, so daß die Wände im Stand keinen Bodenkontakt haben, sondern nur, wenn der Huf auffußt. Am besten nach jedem Hufe auskratzen gleich einmal mit dem Messer drüber, das würde wohl einiges bringen.

Rechts vorne konnte ich (nicht ganz) seitlich knipsen, die Trachten sind untergeschoben, die Zehe und Seiten habe ich wieder geraspelt. Es staut sich nun wieder einiges Horn an, Stichwort „Bullnase“, was ich nächste Woche ein wenig entfernen werde.

Dieser Huf (rv) hat mich überrumpelt durch die doppelte Sohle (Foto vom 03.12.2012), alles gut weggeraspelt, plötzlich stehe ich da mit großen Wandüberstanden, weil der Huf beschloss, sich stark zu verkleinern. Zur Zange griff ich heute nicht, habe mich nicht getraut – andererseits, was könnte schlimmstenfalls passieren? Es liegt Schnee im Stall ==> weicher Boden, Barbie wird also laufen können. Die Zehe habe ich gerade fast bis zur doppelten Sohle zurückgesetzt, die Belastung im Zehenbereich verteilt sich also. Noch lange nicht genug, man sieht gut, wo die Sohle hin will. Die Tragränder seitlich haben eigentlich keine Funktion, weil weggehebelt, dadurch gezerrte bzw. bei diesem Ausmaß zerstörte Blättchenschicht. Kommt Last drauf, hebeln sie noch stärker weg – eindeutig mein Fehler.

Ich denke, ich habe mich überzeugt :-), ran an die Zange, auch wenn es mir nicht leicht fällt.

Barbies Hufe verändern sich täglich, produzieren mE bereits mehr Horn; wenn das in dem Tempo so weiter geht oder sich noch steigert, bin ich ständig am Raspeln. Deswegen ist nun auch eine gute Idee, die Zange einzusetzen, damit ich wieder Land sehe.

Ich habe es ja nicht anders gewollt, ich füttere „Huf-Regulator“, um bei Barbie das Hufwachstum anzuregen. Dann darf ich mich auch nicht beschweren, wenn das dann eintritt und ich dadurch evtl. 3x pro Woche Hufbearbeitung machen muß.

Nepomuk hat die Wandtrennungen fast 1,5 Jahre, als ich seine Bearbeitung Anfang Dez. 2011 übernahm, war die letzte Hufpfege durch einen Profi 6 Wochen  (rv) her. Ich habe das natürlich nicht erkannt, mein damaliger Hufpfleger auch nicht, Ende Juni 2012 hat ihn die Huftechnikerin bearbeitet, rv am 04.08.2012.  Medial hatte sich da auch eine Wandtrennung eingeschlichen, im Mai 2012 war da noch keine.

Sandra meinte, eine „Sprungschanze“ feilen, gebracht hat das nichts. Ich bin ja kein Profi und habe mich mit diesem Problem nicht besonders auseinandergesetzt, Nepomuk lief ja immer einwandfrei.

Heute ging ich mit dem Messer ran, um die „schwarzren Beulen“ zu beseitigen, es hat verdächtig geknirscht, ich kam auf kleinste Steinchen, die man mit bloßem Auge fast nicht sehen kann. Mutig habe ich weiter geschnitten, noch mehr Steinchen, quasi in mehreren Ebenen. Ich wundere mich, wie er mit so vielen Steinchenschichten überhaupt noch gehen konnte, tut das nicht weh? Nepomuk nicht, wäre er mal lahm gegangen, hätte ich mich viel früher informiert und um das Problem gekümmert.

Heute habe ich alle Steine rausgeschnitten und noch ein Stück weiter, alles was schwarz war, das ging ziemlich tief rein, daneben die Tragränder gerade auf das Niveau der „Löcher“ angeglichen,  quasi eine kleine Senke auf hohem Niveau. Das soll verhindern, daß sich gleich wieder neue Steinchen reinsetzen, die Stellen sind nun ein Stück vom Boden weg, ich denke, sie haben im Schritt keinen Bodenkontakt. Leider habe ich vergessen, Fotos zu machen, am Samstag kontrolliere ich die Stellen und schneide nötigenfalls nochmals nach. Zukünftig werde ich diese Stellen genau im im Auge behalten; lieber mal bei Verdacht auf Ministeine mit dem Messer nachhelfen, bevor er sich erneut welche so tief reintritt.

Ich denke, das wächst schnell gesund runter, in 4 Wochen sieht man nichts mehr von einer Wandtrennung.

16. Januar 2013

Nepomuks Hufe

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:31

In einem Forum über Hufe wurde mir gesagt, ich sei eine schlechte Hufbearbeiterin und würde keine Ratschläge annehmen. Die bestanden darin, daß ich einen „Profi“ bestellen und Barbie nie mehr auf die Weide lassen soll.

Wann ist man ein guter Hufbearbeiter? Wenn man derart an den Hufen rumschnitzt, damit sie „schön“ aussehen, das Pferd aber dadurch sogar einen Hufschutz im Stall (!) braucht? Wenn man Hufe derart stark bearbeitet („invasiv“ wird das genannt), so daß die Hufe gepolstert („gecastet“) werden müssen, damit das Pferd einigermaßen schmerzfrei laufen kann? Wenn man einem Rehepferd mit Hufbeinsenkung und -rotation, ergo einer extrem dünnen Sohle, an dieser noch rumschnitzt?

Für mich bedeutet gute Hufbearbeitung erstmal, dem Pferd schmerzfreies Gehen zu ermöglichen, das hat Priorität. Erst danach kommt die (langsame) Hufkorrektur, bei der man darauf achten sollte, das Pferd nicht lahm zu schneiden.

Viele Hufbearbeiter sehen das anders, da muß der schnelle Erfolg her, auch wenn das Pferd darunter leidet. Man gibt dem Huf nicht die Chance, sich zu entwickeln, sondern schnitzt ihn so zurecht, wie man ihn sich wünscht. Ob der Huf dann fürs Pferd bequem ist, spielt keine Rolle, man kann ihm ja Hufschuhe anziehen oder einen Beschlag kleben.

Ich finde, ein Pferd, was lahm war und große Schmerzen hatte, egal ob durch Hufrehe, einen Abszess oder sonstwas, hat ein Recht darauf, daß man ihm durch Hufkorrekturen keine weiteren Schmerzen zufügt.

Meine Haltung von Barbie passt den Leuten nicht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf ==>  ein Rehepferd darf nicht auf die Weide, basta. Daß Barbie über 6 Monate täglich 7 Std. auf der Magerweide stand, geht nicht, das widerspricht allem, was die Leute glauben. Ein Rehepferd darf nicht mal eine Karotte bekommen, rein gar nichts, außerdem ist auf strikte Raufutter-Diät zu achten. Nur dann kann es dem Pferd gut gehen. Daß es Barbie gut geht, obwohl sie Obst bekommt und ausreichend Heu, wird ignoriert – weil das nicht sein darf.

Schreibe ich, daß ich Barbie ohne Hufschutz im Gelände reite, darf das natürlich auch nicht sein; ein bissi Spazieren gehen mit Hufschuhen wäre angesagt. Für unbedarfte Besitzer von Rehepferden ist meine Einstellung bzw. Barbies Haltung gefährlich – sie könnten gar auf die Idee kommen, daß Hufrehe nicht lebenslangen Grasentzug bedeuten muß. Weicht man vom Mainstream ab, macht man sich unbeliebt, die Leute müßten ihre eigene Position überdenken, wozu sie nicht bereit sind – komisch, genau das wird mir vorgeworfen.

Witzigerweise gibt es noch mehr Menschen, die wie ich denken, bei uns im Stall stand ja auch ein kleines Shetty mit chronischer Hufrehe, einen Reheschub bekam sie ebenso wie Barbie nicht. Meine frühere Hufpflegerin hat ebenfalls Pferde mit EMS/Hufrehe, die auf die Weide dürfen.

EMS ist ja eine Stoffwechselerkrankung (genauso wie Hufrehe), die man mit MeboSyn oder Pferdehanf behandeln kann. Der Stoffwechsel kommt dadurch in Ordnung, die EMS-typischen Fettpolster bauen sich ab, weil das Pferd eine Sättigungsgrenze entwickelt. Natürlich ersetzt das nicht eine notwendige Diät, Barbie wurde im Winter 2011/2012, nachdem sie schmerzfrei war, auch in Sachen Heu auf FdH gesetzt (Nepomuk gezwungenermaßen auch). Das ist wichtig und richtig, hat man den Stoffwechsel in Schwung gebracht, fällt dem Pferd so eine Diät auch nicht allzu schwer.

Diät alleine bewirkt nur, daß bei dem Pferd irgendwann die Rippen zu sehen sind, die typischen EMS-Fettpolster aber nicht abgebaut werden. Viele setzen, wie auch bei Hufrehe, nur auf Diät, anstatt gegen die Ursache für diese Krankheiten vorzugehen.

Schmerz frißt Energie, hat mein Hufpfleger Billi immer gesagt, eine radikale Diät bei einem Hufreheschub schwächt das Pferd daher zusätzlich, was eh schon unter starken Schmerzen leidet. Da braucht es viel Kraft und Energie, um mit den Schmerzen fertig zu werden. Man hilft keinem Tier, was bereits am Boden liegt, wenn man ihm auch noch das Raufutter stark zusammenstreicht. Billi hat sich darüber immer aufgeregt, ein Reheschub klingt nicht schneller ab, wenn das Pferd auf FdH gesetzt wird.

Diät ist eine langfristige Sache, die man auch beginnen kann, wenn das Pferd wieder schmerzfrei ist. Aber was rede ich, an die Heilungskräfte der Natur glaubt eh keiner mehr, die Pferde werden mit starken Schmerzmitteln und Aspirin behandelt, die sich wiederum auf den Stoffwechsel auswirken, und bekommen Hufverbände – man doktert an den Symptomen rum, anstatt was gegen die Ursache zu tun.

Nichts gegen Schmerzmittel, Barbie bekam auch welche, ebenso Hufverbände, aber nie länger als 1 Woche. Daß man den Stoffwechsel unterstützen kann, hat mir damals kein TA gesagt, die behandeln anscheinend nur die Symptome und haben an der Behebung der Ursache kein Interesse. Mancher Hufbearbeiter denkt wohl, hat er die Hufe in Ordnung gebracht, ist das Pferd gesund – wenn es lebenslang Diät hält und nie auf die Weide darf.

Barbie ist für die natürlich ein rotes Tuch, weil sie trotz Gras, Obst und jetzt ausreichend Heu keinen Reheschub bekam und nicht verfettet. Das darf und kann nicht sein, das paßt nicht ins Weltbild eines Rehepferdbesitzers, der auf jeden Halm achtet.

Barbie ist der lebende Beweis, daß man EMS und chronische Hufrehe in den Griff bekommen kann ohne Weideverbot. Ihre Vorderhufe sind (noch) nicht gut, das kann man mir natürlich vorhalten – leider kann ich ihr keine neuen zaubern. Wenn ich ihre Hufe mit anderen von Rehepferden vergleiche, steht Barbie ausgezeichnet da. Ich kann sie ohne Hufschutz reiten, das schaffen die meisten nicht mal bei Pferden, die keine Hufrehe / Hufbeinsenkung haben.

Nepomuk ist angeblich auch schlecht bearbeitet, obwohl sie seine Hufe gar nicht kennen – eh klar. Nur weil ich Barbies Hufe nicht invasiv zurecht geschnitten habe, wodurch sie vermutlich wieder lahm gegangen wäre, wird gefolgert, er habe auch schlechte Hufe.

Sodele, nun aber endlich zu seinen Hufen :-), die nicht perfekt sind, aber immer noch besser als jeder Huf, den ich in diesem Forum gesehen habe.

Rechts vorne hat er jeweils seitlich eine Wandtrennung, lateral hat sich nun eine neue Wand bebildet, ich werde die „schwarze Beule“ wegschneiden. Auf der Innenseite schaut es so aus, als ob die neue Wand bereits wieder getrennt ist, ich werde medial die Wand mittels einer Senke völlig aus der Last nehmen. Gerader können Hufwände fast nicht mehr sein, aber ebend nur fast :-). rv seitlich, nach meiner Hufbearbeitung wohlgemerkt, die darin bestand, den Huf „rund“ zu machen. Bei Nepomuk gibt es keine von mir abgerundeten Wände, damit die nicht ausbrechen. Er läuft auf jedem Boden jedes Tempo, bei unseren Ausritten läuft er ständig auf den Schotterwegen – wegbrechen tut bei ihm selten was. Er hat eine unglaublich gute  Hornqualität, wenn ich ihm Huföl auftrage, fließt das meiste ab, bei Barbie saugt der Huf fast alles ein.

Die Sohlenwölbung ist bei Nepomuk enorm, vielleicht habe ich dafür den Blick verloren, weil ich mich hauptsächlich mit Barbies Plattfüßen beschäftige. Der Strahl trägt gut mit, Eckstreben auf Sohlenniveau mag Nepomuk nicht, vermutlich aufgrund der starken Sohlenwölbung. Die kommen immer wieder fast auf Tragrandniveau, ich zwinge dem Huf nichts auf, wogegen er sich wehrt, im Gegensatz zu anderen.

Selbstverständlich habe ich auch bei Nepomuk wie bei Barbie nie an der Sohle oder dem Strahl geschnitten, warum auch?

Links vorne hat er medial eine Wandtrennung, ein neuer Tragrand hat sich gebildt, werde die ehemalige Wand rausschneiden. Die große Strahlfurche macht mir etwas Sorgen, da ist nichts fault, werde das  einfach weiter beobachten. Von vorne ebenfalls ein top Huf, daß innen die Wand leicht weghebelt, liegt vermutlich an der Wandtrennung. lv seitlich medial, keine Berundung der Wände von mir, nie eine Senke/Schwebe angebracht, nie die Trachten gekürzt.

Kommen wir zu rechts hinten, schöne Sohlenwölbung, die Seitenwände sind mE fast gerade – das ist aber Jammern auf hohem Niveau :-). Seitlich gesehen würde ich nach den Hornröhrchen meinen, die Trachten schieben leicht unter (sieht man leider schlecht auf dem Foto).

Links hinten ist auch nahe am perfekten Huf, von vorne sieht man, daß beide Seitenwände minimal weghebeln. Untergeschobene Trachten gibt es keine, Fotos können aber auch täuschen.

Bei Nepomuk habe ich das letzte 1/2 Jahr kaum was bearbeitet, dafür steht er ziemlich gut da :-). Es ist ein wenig zu machen, ich will ja nicht, daß mir bei ihm  durch die Fütterung von „Huf-Regulator“ die Hufe entgleisen. Er braucht eigentlich nichts für die Hufe, aber vielleicht wirkt sich der H-R auch positiv auf seine Haare aus, Hufe und Haare hängen ja eng zusammen. Nepomuk ist ja schwerer Ekzemer, das ist genauso wie EMS eine Stoffwechselerkrankung, die man durch äußere Behandlung lindern, aber nicht beheben kann.

Sodele, ich habe den Entwurf meiner Doku bezüglich „Huf-Regulator“ hochgeladen, ein paar Fotos von Barbies Hufen fehlen noch, die mache ich morgen.

Ich finde Barbie derzeit von der Figur her ziemlich ausgewogen, man kann jede Rippe spüren, die Fettpolster aufgrund EMS, sogar im Mähnenkamm, sind weg. Geputzt schaut es noch besser aus :-),  wenn ich die Hufe bearbeite, putze ich aber nicht.