27. Februar 2013

Hufpflege

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:54

Gestern hatte es fast ganztags geschneit, daher waren die Straßen rutschig, also blieb ich zuhause und fuhr heute in den Stall. Hufbearbeitung stand an, wie üblich fing ich mit Barbie an. Das Loch rv habe ich mehrmals gespült und dann das Antiseptikum reingeschmiert. Es ging nicht besonders viel Salbe rein, was hoffen läßt, daß es nicht allzu tief ist. An beiden Vorderhufen habe ich die Wände ein wenig begradigt, ansonsten „rund“ geraspelt, lv die Zehe etwas gekürzt.

Rechts vorne hat sich seit dem 21.02.2013 wieder stark verändert, die doppelte Sohle lateral ist auf dem Rückzug. Geht man nach den derzeitigen Sohlenschwielen, will der Huf 2 Nummern kleiner werden, ich habe das Ende der Sohlen mal gestrichelt eingezeichnet. Das würde vom Abrollpunkt dann auch super passen, ich denke, dahin will der Huf. Ich kann nicht alles auf einmal raspeln (würde ich eh nie schaffen), das würde die Hufkaspel zu sehr schwächen, denke ich. Außerdem muß ich alles, was ich gerade wegraspel, auch strecken, sonst wird die Bullnase zu groß.

Hier sieht man gut die Rillen, welche die gleichzeitig am Kronsaum durchgebrochenen Abszesse verursacht haben. Wenn ich rv weiter die Zehe zurücksetze und die Zehenwand dann begradige, komme ich in den Bereich des ersten Abszesses, dann bricht vermutlich die Zehenwand ziemlich weg. Falls das Loch auf einer hohlen Wand beruht, die bis zur ersten Abszessrille führt, wäre es nicht schlimm, wenn die Zehenwand bis dahin runterbricht. Dann kommt Luft dran und ich kann alles besser desinfizieren – na ja, ich habe eh keine Wahl, ich werde die Zehe weiter kürzen.

Das Vermessen von Barbies Vorderhufe habe ich auf dem Putzplatz natürlich vergessen, holte das im Unterstand nach, wo das Licht schlecht und der Huf bereits wieder dreckig war. Grob gesagt hat rv eine Länge und Breite von ca. 14 cm, links vorne 13 cm. Daran erkennt man auch gut, daß rv sich stark verkleinern will, Hufschuhe müssen also derzeit noch warten.

Links vorne heute und am 21.02.2013, das sich andeutende Loch im Zehenbereich stammt wohl von der Hornsäule. Oder auch nicht, ist auch egal. Immer wenn ich denke, ich komme langsam mit dem Raspeln nach, stelle ich nach dem Ausritt fest, daß wieder ne Menge dazu gekommen ist. Barbies Hufe wollen mit aller Gewalt möglichst schnell gesunden, ob das am Huf-Regulator liegt?

Links hinten heute schaut es nicht anders aus, Foto vom 15.02.2013. Ich habe brav die laterale Wand gekürzt und die Zehe, heute wieder, man sieht gut, daß lh schon wieder lateral Sohle abbaut. Die Zehe will auch stärker gekürzt werden, es zeigt sich eine immer stärkere Sohlenwölbung. Rechts hinten schaut es ähnlich aus, Zehe stärker kürzen steht an. Bei beiden Hinterhufen habe ich lateral eine kleine Senke geschnitten, die jeweiligen Außenwände sind ja länger und stauchen mE den Kronsaum hoch.

Barbie heute im Stall beim entspannten Stehen, sie belastet beide Vorderhufe mE gleich. Mein früherer Hufpfleger hat immer gesagt, der Zehenwinkel vorne muß mit der Schulter überein stimmen, ich kann sowas höchstens auf einem Foto erkennen *g*. Mit Hilfslinien habe ich mich mal „hochgearbeitet“, die Schulter habe ich hoffentlich gefunden :-). Die Schulter steht bei ungefähr 55 Grad, 100%-ig kann man es natürlich nicht sagen – die Zehenachse von 52 Grad (Röbi) dürfte also durchaus passen. Die blaue Linie habe ich nur mal so eingezeichnet – soweit ich mich erinnere, müßte sie unten genau auf das Trachtenende treffen – ich kann mich aber auch täuschen. Man sieht auf dem Foto gut die Delle im Mähnenkamm, da ist noch zuviel Kammfett drinnen. Das werden wir nur durch viel Bewegung los, falls überhaupt.

Nepomuks Hufe habe ich noch bearbeitet, ich bin mit seinen Hufen nicht zufrieden. Hinten links und rechts steht er zu flach, der Zehenwinkel sollte eigentlich mindestens 55 Grad betragen. Er steht hinten genauso wie Barbie, ergo wird bei beiden hinten nun ständig langsam die Zehe gekürzt. Ein bißchen höhere Trachten könnten beide hinten auch vertragen, ich hoffen, die kommen mit der Zeit.

Rechts vorne komme ich mit seiner Wandtrennung lateral nicht klar, am 31.01.2013 dachte ich, wir hätten sie im Griff. Medial hatte ich damals ja viel weggeschnitten wegen tief sitzender Steinchen, diese Seite hat sich gut entwickelt. Außen habe ich Ende Januar nicht geschnitten, die einzig mögliche Erklärung ist, daß dort auch Steinchen sehr tief drinnen sitzen. Ich werde also mit dem Messer danach suchen, was anderes hilft nix. Seine Sohlenwölbung ist ziemlich krass, früher sah das noch anders aus. Trotzdem trägt der Strahl mit, ich habe trotzdem wieder minimal die Trachten gekürzt.

Links vorne kämpfe ich immer noch medial gegen die Wandtrennung, es hat sich zwar ein Tragrand gebildet, zwischen dem und weißer Linie besteht aber mE keine gute Verbindung. Meine Vermutung ist, daß man keine neuen Tragrand „züchten“ kann, sondern der (von außen gesehen) abgetrennte Teil der Wand weg muß. Das Problem muß von „innen“ behoben werden und nicht von „außen“. Ich muß im Nebel stochern, zu dem Problem findet man im www so gut wie nicht.

Wenn Nepomuks Vorderhufe die neu gebildeten Tragränder an den Wandtrennungen los werden will, ist mein Auftragen von Keralit Huffestiger natürlich kontraproduktiv – das sorgt dafür daß die neuen Tragränder stabil bleiben. Ich lasse das nun mal weg, gehe auf Steinchensuche und schneide die Stellen auf Senke.

Beide bekam heute mein selbst gemischtes Huföl auf die Hufe und mein Hautöl auf Mähnenkamm und Schweif, geputzt wurden beide nicht.

Am WE kommt ein neuer Isländer, ich bin gespannt :-).

24. Februar 2013

Ritt zum Kastensee, 3 Std., 18 km

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:11

Schnee für Barbies Hufe, -2 Grad, hin und wieder Sonne – ideales Reitwetter. Geplant hatte ich den Weg zum Kastensee, mir die Route auf einen Zettel geschrieben. Die Landkarte war genauso wie mein Auto-Navi (hat einen Fußgängermodus) on horse, falls wir uns verirren. Mein NavGear steckte ich ebenfalls ein, das hat GPS, einen Kompass und macht Tracking usw.

Nach lange Schritt und einem Aufwärmtrab wollten wir galoppieren, Barbie überholte Nepomuk und sprang plötzlich buckelnd vom Weg runter in den Wald. Hui, ich dachte, sie galoppiert gegen einen Baum oder ich fliege gegen einen, mein Adrenalinstoß war mächtig, ich war nahe an einer Herzattacke *g*. Ich bremste natürlich, glücklicherweise sah Barbie ein, daß das kein guter „Weg“ war und blieb aus dem Galopp qusai stehen. Puh, danach brauchte ich 10 Min. Schritt, um mich zu erholen.

Es ging ständig bergauf oder bergab, als es ein längeres etwas steileres Stück bergauf ging, sind wir galoppiert. Da war gleich Schluß mit Buckeln *g*, Barbie mußte sich anstrengen und schnaufte schnell wie eine Dampflok, hat die lange Galoppade trotzdem gut mitgehalten. Es folgte viel Schritt auf kleinen Wegen bzw. Trampelpfaden, in Lindach kamen wir aus dem Wald raus. Es waren einige Langläufer unterwegs, die Hafis nahmen die gelassen hin, obwohl sie sowas bisher noch nie sahen.

Offensichtlich waren wir von meiner geplanten Route abgekommen, also kuckte ich auf die Landkarte, mußte aber feststellen, daß genau dieser Teil nur sehr verschwommen drauf war und der Kastensee gar nicht. Also ritten wir nach Gefühl weiter, viel Trab und Galopp, im nächsten Wald trafen wir dann zwei Reiter, die wir nach dem Weg gefragt haben. Beide kamen vom Kastensee, wir ritten hin, konnten den See aber aufgrund des zugewachsenen Ufers nicht sehen.

Im Kopf hatte ich diesen Weg, er war für zurück geplant, ich wußte, daß wir mal rechts abbiegen sollten. Nepomuk wollte aber lieber immer gerade aus, Dani meinte, er weiß sicher, wo es lang geht. Wir landeten auf der EBE14, die von Kastenseeon nach Glonn führt. Tja, sein Orientierungssinn ist wohl nicht der Beste *g*, also umgedreht und alles wieder zurück geritten, bis zur ersten Abzweigung links.

Um zwei waren wir los geritten, Dani schaute auf die Uhr und meinte erschrocken, es sei  schon vier. Also Tempo gemacht, Trab, meist Galopp, es ging gut voran, leider hatten wir einen Rundweg erwischt und landeten wieder am Kastensee. Glücklicherweise fanden wir schnell den Weg, den wir gekommen waren, wieder Tempo, bis wir aus dem Wald draußen waren.

Barbie übernahm dann das Kommando, sie fand problemlos den Weg, den wir gekommen waren – ich habe ja schon öfters erwähnt, daß sie unheimlich intelligent ist. Wir ritten Erster, weil Barbie einen enormen Schritt vorlegte – ich frage mich nur, woher dieses Pferd diese Power hat.

Im Wald war wieder Trab angesagt, bei Barbie ist das grundsätzlich Renn-Trab. So langsam gewöhne ich mich dran, stehe beim Leichttraben nur noch minimal auf, damit ich den Takt halten kann. Wenn ich nicht mehr kann, bleibe ich einfach in den Steigbügeln stehen, das strengt nicht gar so an. Als wir wieder mal trabten und ich sah, daß es länger leicht bergauf geht, rief ich Dani ein „Galopp?“ zu, hörte ein „ja“ – dann ging die Post ab :-). Wir waren ziemlich flott unterwegs, Dani trieb Nepomuk ein wenig, der weit zurück hing, damit er aufschließt.

Barbie hat anscheinend stets ein Auge nach hinten, als er näher kam, gab sie Gas – es geht überhaupt nicht, daß Nepomuk ihre Pole gefährdet. Das Spielchen ging noch zwei mal so weiter, immer wenn Nepomuk Barbie nach ihrem Geschmack zu nahe kam, legte sie Tempo zu. Ich mußte grinsen – das ist ebend meine Barbie :-). In den Trab kann man sie gut parieren, von Trab in Schritt nur schwer. Gehen wir Schritt und Dani kommt mit Nepomuk im Trab nach, um aufzuschließen, fängt Barbie sofort auch zu traben an – wohl rein vorsorglich, damit er sie nicht überholt. Ich halte sie natürlich zurück, wir gehen auch manachmal nebeneinander, aber nur kurz, Barbie legt dann einen Gang zu im Schritt.

Das letzte Stück Teerstraße ging Barbie vorsichtig, ich stieg ab und führte. Um fünf waren wir wieder im Stall, beide bekamen ihr normales Zusatzfutter und anschließend das Mash, jeder ca. 500 g. Pünktlich zur abendlichen Heufütterung konnten wir sie wieder reinstellen, das ist mir ja wichtig und den Pferden auch.

Es war ein sehr schöner Ausritt heute, wohl der letzte mit Schnee, nun soll es tauen. Das bedeutet Matsch und wir müssen wieder schauen, wo wir traben und galoppieren können, es gibt ja fast nur Schotterwege. Barbie braucht für vorne Hufschuhe, das ist klar, die Frage ist, inwieweit sich ihre Vorderhufe noch verändern. Die verbogenen Seitenwände habe ich ja inzwischen gut im Griff, noch ein wenig begradigen und es paßt (vorerst). Renegades sind die besten (und teuersten), die möchte ich langfristig für Barbie. Die Frage ist, ob es derzeit Sinn macht, ihr diese zu kaufen? Der Easyboot Trail ist günstiger, toleranter bei schiefen Wänden, außerdem kann man ein Softpad einlegen, falls nötig.

Ich werde mal ihre Vorderhufe vermessen, dann sehen wir schon, was für Barbie derzeit an Hufschuhen in Betracht kommt. Wir wollen die Hafis ja weiter trainieren, daher müssen nun Hufschuhe her – bei Ausritten länger als 3 Std. möchte ich aber eine Pause einlegen. Die muß nicht lange sein, 20 Min. reichen, in denen sie ein wenig Heu knabbern können, was ich ihnen im Rucksack mitnehme.

Mit dem Pferdehanf werde ich demnächst wieder anfangen, man muß ja langsam anfüttern, 7 x 1 ML, 7 x 2 ML und final 3 ML Da ich nur 3 – 4 mal pro Woche im Stall bin, zieht sich das ziemlich hin bis zur finalen Dosis. Das MeboSyn werde ich dafür weglassen und den Rest wegwerfen, ist ja nicht mehr viel. Mit Equimont fange ich langsam Mitte April an, das müßte reichen, bis dahin ist die Kieselgur hoffentlich zu Ende.

Ich muß sehen, wie sich Barbie bei unseren Ausritten verhält, sie völlig vom Gras fernhalten wird vermutlich nicht gelingen. Daher sind mir Hufschuhe auch sehr wichtig – damit ich auf dem Weg reiten kann und nicht den Seitenstreifen nehmen muß, wo es was zu fressen gibt. Barbie ist grassüchtig, ein bissi doof für ein Rehepferd. Ich kann ihr nicht abgewöhnen, bei Ausritten hin und wieder Gras zu stiebitzen, dafür stellt sie es zu schlau an. Ihr Darm muß also vorbereitet sein, wenn das Gras zu wachsen anfängt.

Nepomuk hat das DermaMinal (Lexa) letztes Jahr sehr gut getan, da hatte ich aber noch keinen Pferdehanf. Er braucht eigentlich kein Equimont, ich könnte ihm dafür DermaMinal geben. Die Zusammenstellung des Zusatzfutters für beide wird dann ein wenig aufwendig, aber gut, was tut man nicht alles :-).

22. Februar 2013

alter Abszess oder hohle Wand? / medio-latererale Imbalancen?

Filed under: Allgemein — admin @ 18:00

-2 Grad hatte es heute, es wehte ein eiskalter Wind, so daß es sich wie -12 Grad anfühlte *brrr*. Zum Reiten war es mir zu kalt, habe beide geputzt und die Hufe bearbeitet.

Erst mal aber ein paar schöne Fotos *g* – als ich Nepomuk holen wollte, lag er auf dem Paddock im Schnee. Ich schlich mich an, weil sobald er mich sieht, er weiß, daß ich ihn hole und daher sofort aufstehen würde. Ca. 15 Fotos habe ich gemacht, das letzte wurde das Beste :-). Wie er majestätisch daliegt … einfach gelungen 🙂. Später gelang mir noch ein gutes Foto im Stall: tolle Haare, Fell und Behang, er glänzt wie eine Speckschwarte, obwohl nun auch im starken Fellwechsel.

Um mal zu dokumentieren, daß viele fressen, Barbie aber nicht, habe ich dieses Foto gemacht. Früher hat sie gefressen, bis nichts mehr da ist, glücklicherweise hat sich das schon lange geändert. So einen tollen weißen Behang wie derzeit hatte Barbie noch nie – nein, ich habe den nicht mit Backpulver gewaschen *g*. Bei Nepomuk ist es nicht anders, beide glänzen wie frisch gewaschen. Mich freut das besonders, ja ich ja so ein Haar-Freak bin :-).

Nepomuks Hinterhand wird immer stärker, Barbie baut auch langsam Muskulatur auf. Schlank wird Barbie nie werden, Nepomuk auch nicht, bei beiden kann man trotzdem jede Rippe fühlen. An Barbies Mähnenkamm sieht man gut, daß da immer noch zu viel Fett drinnen ist, das sind die letzten EMS-typischen Polster.

Bei Barbie habe ich heute rv angefangen zu raspeln, bis ich nicht mehr konnte, eine Hälfte geputzt, weiter geraspelt usw. Mein Hauptaugenmerk lag auf der Zehe, von den Seiten nahm ich aber auch einiges weg. Danach griff ich zum Messer, um dem Gammel an der Zehe zuleibe zu rücken. Ein kleines Loch habe ich geschnitten, es geht zwischen Sohle und Zehenwand rein. Von vorne schaut es übler aus, als es ist; auffällig finde ich, daß sich der Gammel genau  unter dem Anfang Juli 2012 am Kronsaum durchgebrochenen Abszess befindet, den der TA ja in der Sohle geöffnet und dadurch einen Lederhautvorfall verursacht hatte.

Barbie hatte rv danach nochmals einen Abzsess, der auch am Kronsaum durchbrach, man sieht die Rille leicht medial. Entweder, der Gammel in der Zehe stammt von dem zweiten Abszess, oft kommt der ja nach Monaten in der Sohle zum Vorschein, auch wenn der Abszess am Kronsaum rausbrach. Oder das ist eine hohle Wand, die evtl. bis zur Rille des ersten Abszesses von 2012 reicht. Die dritte Möglichkeit wäre eine Hornsäule, rv wurde allerdings nie frontal geröngt.

Ich tippe auf hohle Wand und sag Euch auch, warum *g*. Im Sept. 2011 wurde durch ein Röbi (unter anderem) eine enorme hohle Wand rv festgestellt. Der Hornspalt in der Zehe und das Loch in der Sohle verschwanden irgendwann, dadurch wurden die Reste der hohlen Wand verschlossen. Die darin verbliebenen Bakterien haben sich weiter gefressen, im Winter 2011/2012 langsamer aufgrund der Kälte (Gammel liebt es ja feucht-warm). Als es wärmer wurde, sind sie explodiert und haben für den Abszess Anfang Juli 2012 gesorgt. Auf dem Röbi vom Mai 2012 kann man es mE nur erahnen, niemand hat darauf eine hohle Wand gesehen.

In meinen Augen paßt das alles zeitlich gut zusammen, ist eh nur interessant für Barbies Doku. Nun gilt es, die Bakterien in Schach zu halten, ab nächster Woche soll es wärmer werden. Die von mir geschnittene Öffnung ist schon mal gut und läßt sich bei Bedarf erweitern. Vorbereitet bin ich eh, werde das Loch mit Wasserstoffperoxid-Lösung 3% (verdünnt) spülen danach kommt PVP-Jod Hexal 10% Salbe (Antiseptikum) rein. Heilerde hat Barbie damals sehr gut geholfen, damals war der Boden aber meist trocken (Sept. 2011), nun ist er vorerst noch mit Schnee bedeckt. Heilerde hält bei nassem Wetter schlecht, ebenso mein Heilmoor. Chinosol habe ich noch eine Menge, das ist dasselbe wie Rivanol, nur viel günstiger, damit läßt sich auch prima desinfizieren, 1 Tablette bedeutet einen Liter.

Der Huf ist nun recht kurz geworden, sollte evtl. ein wenig von den Trachten runternehmen, damit nicht zuviel Last auf die Zehe kommt. Bei dem Foto von vorne (schief) habe ich mal Hilfslinien eingezeichnet, leider sieht man aufgrund des Behangs den Kronsaum nicht, man kann sich aber an den Abszess-Rillen orientieren. Mir viel ja schon früher auf, daß die Seitenwände nicht so nachwachsen, wie ich mir das vorstelle, z. B. am 05.10.2012 oder 18.12.2012, die mediale Wand kommt steiler runter. Schaue ich mir das aktuelle Foto an, würde ich meinen, die äußere Wand ist die steilere (und damit kürzere). Die nächste Zeit werde ich von den Seitenwänden nichts mehr wegnehmen, sondern sie nur noch langsam strecken.

Richtet man sich an den gut sichtbaren Hornröhrchen  (blau) und der Abszess-Rille (orange) aus sowie an den Punkten, wo sie auffußt (grün), paßt eigentlich alles ganz gut zusammen, außer daß die innere Wand flacher und länger ist. Ich muß man bessere Fotos mit hochgebundenen Puscheln machen, sobald ich die Seitenwände begradigt habe – erst dann kann man was mit Gewißheit sagen.

Links vorne habe ich auch wieder geraspelt, Fotos können auch täsuchen. Die Zehe ist immer noch zu lang, mir scheint es da auch ein Problem zu geben, evtl. aufgrund der Hornsäule. „Vermessen“ habe ich links vorne nun auch, Foto von vorne. Die mediale Wand kommt perfekt runter (werde sie wieder etwas strecken), die laterale möchte lieber in einem flacheren Winkel wachsen. Ich habe sie aber nun steiler weggeraspelt (grüne Linie); erst danach habe ich gelesen, daß man das eigentlich nicht machen soll. Sondern sich an der Sohle orientieren, bei Barbie ist das schwierig, weil die derzeit noch eine Baustelle sind.

Der Abrollpunkt (grün) hat sich weiter verbessert, der Huf ist nun annähernd symmetrich, was nicht heißt, daß Barbie ihn gleichmäßig belastet. Medial bei fünf Uhr ist noch weiter als lateral, das raspel ich weg, außerdem erscheint mir die laterale Trachte ein wenig länger als die mediale, daneben ist sie flacher.

Was ist Henne und was ist Ei? Das kann man wohl erst sagen, wenn Barbie vorne auch mal eine belastbare weiße Linie und einen Tragrand hat – erst dann sieht man, wohin die Reise geht.

Nehmen wir beispielsweise Barbies Huf lh am 15.01.2013, der schaut schon ganz gut aus, man sieht gut, daß er sich lateral verkürzen will, die Sohle wird kraus. Ich habe außen den Tragrand immer „kurz“ gehalten, das Stück Sohle ist abgestorben und befindet sich derzeit in dem Schwarzen. Das ist kein Krater, das Schwarze ist plan zu Sohle und Tragrand, daher setzen sich auch keine Steine rein.

Bei Nepomuk rh sieht man ähnliches am 15.01.2013, an beiden Seitenwänden stirbt Sohle ab. Ich habe das nicht energisch genug korrigiert, heute sah es so aus. Unglaublich, wieviel man aus der Sohle lesen kann, wenn man genau hinsieht.

Bei Nepomuk habe ich heute vorne ein wenig die Trachten gekürzt und die Eckstreben angepaßt, mal sehen, wie sich seine Vorderhufe weiter entwickeln. Mir sind ja seine Vorderhufe im Winter 2011/2012 etwas entgleist, weil ich so viel mit Barbie zu tun hatte. rv seitlich am 1. Juni 2012, die Zehe wurde etwas lang. Die Huftechnikerin hat das dann Ende Juni 2012 repariert, Foto vom 04.08.2012, alles weitere hat er sich selbst angelaufen.

Im Hufe-Forum wird immer als erstes zu „Trachten abhacken“ in der brutalst möglichen Form, auf einen Sitz alles runter, auch wenn das Pferd danach schlecht läuft. Bei manchen Pferden ist das auch so, ich frag mich nur, warum das so schnell gehen muß – das Pferd läuft ja schon lange mit (zu) hohen Trachten durch die Gegend, die Korrektur muß aber von jetzt auf gleich sein. Wie man sowas einem Besitzer, der ja fast täglich am Pferd ist, raten kann, ist mir ein Rätsel – glücklicherweise machen es die meisten nicht.

Ein Argument gegen hohe Trachten ist, weil der Strahl dann nicht mitträgt. Das leuchtet ein, ist aber bei Nepomuk nicht der Fall, bei ihm tragen vorne die Strähle mit, auch wenn sie nicht so stark ausgeprägt sind, wie ich mir das wünschen würde. Seine Strähle wie bei Barbie auch tragen mit und sind ziemlich hart. Mist setzt sich darin natürlich immer wieder mal fest, vor allem in Nepomuks extrem tiefen Strahlfurchen. Ich kratze auch die Strähle mit dem Hufauskratzer aus und bohre dabei richtig rein, dabei zuckt kein Pferd mit der Wimper.

 

19. Februar 2013

Fufur ist wieder da :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:02

Am 4. Februar 2013 hatte ich meinen Kater Fufur das letzte mal gesehen, ab 6. intensiv nach ihm gesucht. Bei den Nachbarn geklingelt, damit sie in ihren Garagen nachsehen, eine Vermisstenanzeige beim Tierschutzverein München aufgegeben, Zettel aufgehangen und mehrmals die S-Bahngleise abgesucht – er war nirgends. Ein Nachbar war offensichtlich länger verreist, ich stieg über den Gartenzaun, um in seinem Gartenhäuschen nachzusehen, ob er Fufur dort versehentlich eingesperrt hatte – nix.

Eigentlich hatte ich keine Hoffnung mehr, ihn nochmal lebend zu sehen, im Winter kann er sich ja alleine draußen nicht ernähren.

Heute komme ich aus dem Stall und wer sitzt im Schlafzimmer: mein Fufur *freufreufreufreufreu*.

Er hat sich gleich unter dem Bett versteckt, kam dann aber in die Küche und hat viel gefaucht – wie früher in seiner Anfangszeit. Eigentlich war das bereits vorbei, ich durfte ihn in der Küche auch streicheln, nun stehen wir wieder ganz am Anfang. Wer weiß, was ihm passiert ist mit anderen Menschen, zutraulich war er ja noch nie. Er ist ein hübsches Kerlchen, vielleicht hat er sich in ein Haus verirrt und die Leute wollten ihn behalten. Nach 2 Wochen haben sie dann eingesehen, daß er nicht „zahm“ wird und ihn rausgelassen oder er konnte entwischen.

Fufur hat ein wenig abgenommen, machte aber keinen ausgehungerten Eindruck, er fraß nur 1 Schale und 1 Scheibe Kochschinken, bevor er sich zu Gismo in mein Bett legte. Verletzt ist er nicht, denke ich mal, ich kann ihn nicht untersuchen, weil er sich ja nun wieder nicht mehr anfassen läßt.

Ich bin überglücklich, daß er nun wieder da ist, schade, daß er mir nicht erzählen kann, wo er die letzten 15 Tage war.

Im Stall habe ich Hufe beraspelt, bei beiden die Zehen gekürzt, Eckstreben habe ich keine geschnitten, das mache ich nun nur noch alle 2 Wochen bzw. nach Bedarf.

Barbie hat ja rv in der Zehe diese Delle bzw. ein Loch, da ist enorm Gammel drinnen, was man von vorne sieht. Ich habe geraspelt, was das Zeug hielt, das Loch ist nun ganz außen angekommen, wer weiß, wie tief der Gammel da reingeht.  Bisher habe ich vermutet, diese Delle stammt von dem vom TA in der Sohle geöffneten Abszess, es kann aber auch eine hohle Wand sein. Als ich im Nov. 2011 Barbies Hufbearbeitung übernahm, sah rv von vorne so aus, der Huf hatte eine enorme hohle Wand. Der TA wollte eine Wandresektion und Beschlag, ich war dagegen.

Möglich ist, daß diese Stelle wieder eine hohle Wand ist, sie war am 3. Juni 2012 zu sehen, verschwand dann einige Zeit bzw. war von vorne nicht mehr sichtbar. Durch das Loch des Tierarztes sah es dann Mitte Juli 2012 so aus, Sohle – es könnte sein, daß der Abszess durch die hohle Wand verursacht wurde. Das Loch verschwand wieder, Foto vom 20.10.2012, umso mehr ich von der Zehe weggeraspelt habe, umso deutlicher kam das Schwarze wieder zum Vorschein.

Nach dem Foto von gestern würde ich meinen, ich habe es wieder mit einer hohlen Wand zu tun bzw. mit Nachwirkungen von der von 2011. Das würde auch erklären, warum sich der Huf im Zehenbereich nicht stabilisiert. Die Zehe werde ich weiter kürzen, das war eh mein Plan, falls dann an dieser neuralgischen Stelle noch Gammel zu sehen ist, werde ich den mit dem Messer rausschneiden.

Von den Seiten nahm ich auch wieder einiges weg, es gibt trotzdem noch einiges wegzuraspeln. Seitlich gekuckt sieht man, daß sich die doppelte Sohle langsam teilweise abbaut, wenn sie komplett weg ist, hat Barbie rv eine annehmbare Sohlenwölbung.

Links vorne scheint es so, als ob Barbie den Huf nun etwas gleichmäßiger belastet, die äußere Wand flüchtet immer noch. Schaut man sich den Huf von der Seite an, sieht man auch, warum. Im hinteren Hufbereich trägt lateral die Eckstrebe (und Strahl) sowie ein kleines Stück Tragrand – dort gibt es keine doppelte Sohle. Die baut sich dann auf und ist höher als der „Tragrand“, damit wird der komplett aus der Last genommen – kein Wunder, daß er flüchtet. Ich sollte den „Tragrand“ mit der Zange runterbrechen, er hat eh keine Funktion, weil er quasi in der Luft hängt. Von der Zehe muß auch noch einiges weg, habe erst mal wieder Wände gestreckt.

Vergleicht man rv von vorne vom 15.01. und 19.02.2013, sieht man an den zwei am Kronsaum ausgetretenen Abszessen gut, wie stark der Huf innerhalb eines Monats gewachsen ist. Vermutlich kommt der erste Abszess von Anfang Juli 2012 in vier Wochen bereits in den Bereich des „Begradigens“ bzw. die Wand bricht weg – das hatten wir schon mal. Dieses mal kommen rv aber zwei Abszesse runter, der erste genau im Zehenwinkel mittig über dem derzeitigen Loch (daher meine Vermutung, daß das zusammen hängen könnte), der zweite leicht medial.

In diesem Huf stecken noch ein paar „Bomben“, umso schneller die rauswachsen, umso besser. Links vorne ist es nicht viel besser, auch ein Abszess, der runter kommt, dazu die Hornsäule. Barbie kann super mit ihren desolaten Vorderhufen laufen, das ist das Wichtigste.

Aufgefallen ist mir, daß beide Pferde einen wesentlich schöneren Behang entwickelt haben, seit sie den Huf-Regulator bekommen, an sieht das auch auf den Fotos.

Bei Nepomuk habe ich heute auch viel geraspelt, vor allem hinten die Zehen deutlich zurückgesetzt, er steht hinten zu flach. Was mir nicht gefällt, ist, daß er vorne so hohe Trachten hat, ich werde die langsam auf Sohlenniveau senken und die Eckstreben entsprechend anpassen.

18. Februar 2013

ich träume wieder …

Filed under: Allgemein — admin @ 17:40

… vom Leonhardi-Ritt im Juli 2013, Barbie und Nepomuk werden dabei sein. Seit Jahren will ich dort mitreiten, leider war Barbie immer krank – dieses Jahr klappt es, davon bin ich fest überzeugt. Der Stallmeister fährt uns früh die Pferde sicher rüber, zurück wird geritten, es sind ja nur ca. 10 km.

Mein Traum ist es schon immer, in den Bergen zu reiten, Haflinger sind ja ursprünglich fürs Gebirge gezüchtet worden. Back to the roots sozusagen, unseren lieben Stallmeister müßte ich fragen, ob er mir mal für 3 Tage sein Auto samt Hänger ausleiht. Ich google schon mal rum :-), geführte Wanderritte sind teuer – gib mir ne Karte und ich finde mich zurecht *g*. Ins Auge stach mir die Erherzog-Johann-Klause in Brandenberg, ein Almgasthof mitten in den Bergen. Es gibt eine grüne Koppel mit offenem Stall, eigentlich ideal. Das Problem ist halt Barbie mit chronischer Hufrehe, ein Reheschub dort oben wäre ziemlich übel.

In den Bergen gibt es vermutlich keine fette Wiese mit deutschem Weidegras, sondern eher mageres Gras mit vielen Kräutern – das wäre kein Problem. Die Hafis standen ja fast 9 Jahre in Tirol auf Weiden, was Barbie problemlos vertragen hat. Tagsüber wären wir eh mit den Pferden unterwegs, trotzdem bekämen beide natürlich mehr Gras ab als zuhause. Die Klause wäre was für den Herbst, da ist die Rehegefahr relativ niedrig.

Das Auto könnten wir am Achensee stehen lassen und in ca. 5 Std. (mit Pferden dauert es wohl nicht so lange) zur Klause reiten mit Rast in der Gufferlhütte. Wir übernachten in der Klause, am nächsten Tag reiten wir 4 – 5 Std. durch die Berge, die Wirte haben sicher Tipps für uns. Am nächsten Tag wird dann Richtung Auto geritten, abends Heimfahrt.

Mit Nepomuks Ekzem dürfte das im Herbst gehen, in den Bergen gibt es ja nicht so viele Flugsaurier, vermutlich könnte er dort auch mal 2 Nächte ohne Decke stehen, ohne sich gleich die halbe Mähne abzuscheuern. Seine Salbe und Mückenspray muß man natürlich mitnehmen, bringt man die abends an, wird er die Nacht schon einigermaßen überstehen.

Die Hafis müssen wir weiter gut trainieren, damit sie Muskulatur und Kondition aufbauen.Es soll ja kein Distanritt mit 80 – 100 km werden, sondern gemütliches Reiten in den Bergen, was die Pferde vermutlich genauso anstrangt, wenn nicht mehr. Mittags kann man schön Rast machen an einer Hütte oder man nimmt sich ein Picknick mit, die Pferde können derweil Gras fressen.

Ich denke, wenn beide gut trainiert und Barbies Hufe gut sind, wird sie keine Hufrehe mehr bekommen, schon gar nicht vom Gras in den Bergen. Das ist noch ein langer Weg, aber ich bin Optimist :-).

Fürs Frühjahr oder Sommer habe ich mir diesen Bauernhof ausgekuckt, muß aber erst fragen, ob man seine eigenen Pferde mitbringen kann. Dort gibt es Boxen, damit entfällt die Grasproblemik mit Barbie. Vormittags anreisen, 4 – 5 Std. reiten im schönen Alpbachtal, übernachten, am nächsten Tag wieder reiten und abends heimfahren.

Wir sind jetzt bei 2,5 Std. nonstop reiten, gehen wir länger raus, sollten wir zwischendurch eine Rast einlegen. Da Schnee liegt, gibt es für die Pferde nichts zu fressen, wir könnten aber ein wenig Heu in Rucksäcken mitnehmen – dafür muß ich den Stallmeister aber erst um Erlaubnis fragen.

17. Februar 2013

2,5 Std. Muskelaufbau- und Straßentraining mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:53

Heute früh hatte es nochmals geschneit, ab mittags getaut, der Schnee war nass und schwer. Wir nahmen anfangs den üblichen Weg, bogen im Wald dann aber mal rechts ab. Überall lag eine relativ dicke Schneeschicht, ideal für Barbies Hufe.

Nach 20 Min. warmreiten und einem längeren lockeren Trab, bei dem Barbie problemlos Erste ging, ohne allzu sehr zu rennen, galoppierten wir nach länger Schritt an. Kein Buckeln, Barbie galoppierte butterweich an und hielt locker Nepomuks Tempo, am liebsten hätte sie überholt :-). Wir gingen zwischendurch auch mal länger Schritt,  beim nächsten Galopp sprang Barbie auf meine Hilfen an, Nepomuk vor uns trabte noch. Wow, sie hat wirklich schnell die Galopphilfen gelernt – was mich eigentlich nicht überrascht, Barbie ist ja extrem intelligent.

Nach Überqueren der M9 (Straße) wieder Galopp, wieder hatte ich Barbie bereits angaloppiert, bevor Nepomuk ansprang, sie hielt auch locker sein Tempo mit. Unglaublich, wie schnell sich Barbie durch das Training die letzten Wochen gesteigert hat, auch das mit der Schiefe wird ständig besser, so daß ich kaum noch rechts Paraden geben muß im Galopp.

Vor der nächsten Straße drehten wir um, nach längerer Schrittphase erneut Galopp, dieses mal ich vorne. Barbie reagierte sofort auf meine Hilfe;, getrieben habe ich nicht, sondern nur ein paar mal „ks ks“ gemacht, wir fetzten durch den Schnee :-); Barbie freute sich, endlich auch mal im Galopp vorne sein zu dürfen.

Am Rückweg verirrten wir uns, ich hatte zwar die Karte dabei, schaute aber nicht drauf, sondern verließ mich auf meinen Orientierungssinn. Es folgte ein langer Trab, Barbie hinter Nepomuk, aber nicht lange, flugs hat sie ihn überholt. Bei uns ist Überholen erlaubt, egal in welcher Gangart, auch im Schritt ist derjenige vorne, dessen Hafi gerade mal schneller laufen will. Barbie hat einen extrem schnellen Trab drauf, für sie anscheinend normal, für mich sehr anstrengend – wir ließen Nepomuk ziemlich weit zurück.

Barbie kann natürlich auch langsam traben, z. B. auf dem Platz *g*; im Gelände läuft sie halt gerne und daher schnell. Ich bremse sie hin und wieder ein wenig ein, das klappt auch; sobald ich wieder nachgebe, legt sie Tempo zu. Ich wundere mich schon über ihren Renn-Trab, obwohl sie von den Galoppaden vorher bereits ziemlich durchgeschwitzt war. Barbie ist ein Arbeitspferd, sie schont sich nie, sie hat enorm Ehrgeiz und will immer Erster sein.

Als wir aus dem Wald kamen, war links die Bundesstraße zu sehen, die ich immer fahre, aber kein Weg, der Richtung Stall führt. Also am Waldrand auf den Spuren von Wildtieren Richtung Heimat geritten durch hohen, schweren, nassen Schnee, der Boden drunter war bereits angetaut. Ca. 20 Min. Schwerstarbeit für die Hafis, dann fanden wir einen Weg. Anstatt  erneut ein Stück Tiefschnee Richtung Ovalbahn in Kauf zu nehmen, dachten wir, bleiben wir auf dem Weg und reiten neben den S-Bahn-Gleisen zurück. Da war aber kein Weg, sondern erneut Tiefschnee über einen Acker.

Wir beschlossen, an der Bundesstraße entlang heimzureiten, das war der kürzeste Weg. Allerdings sind meine Hafis noch nie in ihrem Leben auf einer Bundesstraße gelaufen, wo die Autos mit 80 km/h von hinten kommen und an einem vorbei rauschen. Sie verhielten sich wie die Profis, haben nicht mal mit der Wimper gezuckt wegen der Autos. Am Seitenstreifen war natürlich Schnee vom Räumen, Barbie zog es meist vor, auf der Teerstraße zu laufen, was den Abstand zu den Autos natürlich verringerte – ihr völlig egal.

Auf dem Asphalt ohne Steine lief sie gut, im Ort angekommen, wechselten wir auf den Gehweg, wo Split gestreut war, darauf lief sie vorsichtiger. Harter Boden ist okay für Barbie, piecksende Steine mag sie nicht, geht darüber im Schritt inzwischen aber problemlos.

Inklusive dem Führen vom Stall weg auf Teer, ca. 10 Min., und dem Weg zurück auf der Bundesstraße ist Barbie heute über 30 Min. auf Asphalt gelaufen, ohne ersichtlich fühlig zu gehen. Das Straßentraining war zwar nicht beabsichtigt, trotzdem ist es gut zu wissen, daß die Hafis damit Null Probleme haben. Schließlich kann man es auf einem Wanderritt ja oft nicht vermeiden, mal ein Stück auf der Straße gehen zu müssen, die Pferde müssen das daher kennen und relaxt auf Autos reagieren.

Im Wald sieht Nepomuk nach wie vor hin und wieder Gespenster und springt urplötzlich zur Seite weg, für Dani kein Problem. Barbie springt nie seitlich, sondern nach vorne, wenn sie sich erschrickt, heute z. B. als plötzlich einiger Schnee von einem Baum geweht wurde. Aus dem Schritt raus macht sie dann ein paar Galoppsprünge, läßt sich dann aber sofort problemlos durchparieren. Mir macht das nix, ich bin zwar kein besonders guter Reiter, habe aber aufgrund meiner früheren Wanderritte einen ziemlich sicheren Sitz.

Im Stall zurück bekamen beide ihr normales Zusatzfutter und zusätzlich jeder 400 g warmes AlpenGrün-Mash, da haben sie sich gefreut :-). Sobald das Mash zu Ende ist, muß ich mir überlegen, durch was ich das ersetze. Ich werde mich informieren, was dafür am besten geeignet ist für ein Rehepferd und einen Ekzemer.

Ich staune, wie toll Barbie laufen kann, obwohl ihre Hufe noch lange nicht gesund sind (gestern war ich deswegen ein wenig deprimiert). Sie läuft stets im Takt, stolpert nie, läuft inzwischen auf leichtem Schotter im Trab und problemlos auf Teer ohne Hufschutz. Für ein Pferd, was wegen Hufrehe und zig Abszessen ca. 3 Jahre mehr oder weniger lahm war und was im Sept. 2011 katastrophale Röntgenbilder hatte, ist das mE fast sensationell.

Selbst wenn Hufe (noch) nicht „optimal“ und daher fühlig sind, kann man sie trainieren, der Winter ist mE dazu die ideale Zeit. Nicht umsonst nehmen viele über den Winter den Beschlag runter, so daß sich die Hufe erholen können. Bei uns im Stall bekommen die stets beschlagenen Isis zum Ausritt hinten Stollen in die Eisen gedreht, im Stall sind die verboten aufgrund Verletzungsgefahr. Die meisten Isis gehen ca. 3x pro Woche 1 Std. ins Gelände – braucht man dafür einen Vollbeschlag?

Ich glaube, viele denken, ohne Eisen kann ihr Pferd nicht mehr laufen, schließlich ist es fast sein Leben beschlagen. Wir haben auch einen Isi im Stall, der noch nie beschlagen war, IIRC 20 Jahre alt ist und noch nie Hufschuhe hatte – geht also (die Besitzerin raspelt seit vielen Jahren selbst).

Meine guten Vorsätze habe ich heute umgesetzt, von rechts gesattelt und fast nur von rechts geführt. Das Aufsteigen von rechts war mein erstes mal, für Barbie auch, ich hatte mehr Probleme damit als sie. Barbie lief los, bevor ich im Sattel saß, das ist eigentlich ein no go, war aber nicht ihre Schuld, ich bekam es einfach nicht koordiniert. Als ich später nach dem ersten langen Trab nochmals abstieg (den Wanderreitsattel kann ich von oben nicht nachgurten), war Barbie mir bereits zu aufgedreht, lief ständig los beim Aufsteigen von rechts. Ich stieg dann von links auf, damit es schneller geht, Nepomuk hat ja immer noch so seine Probleme, im Gelände stehen zu bleiben.

Abegesattelt habe ich von rechts, auch beiden das Zusatzfutter von rechts hingestellt, außerdem beim Hufe auskratzen rechts vorne angefangen, anstatt wie sonst üblich links vorne. Absteigen tue ich ja seit meinem Schlüsselbeinbruch links immer rechts, mir fiel das damals leichter, dabei blieb es dann auch.

Einzig das Aufsteigen von rechts fiel mir heute ein wenig schwer, aber: geht nicht, gibt es nicht.

16. Februar 2013

nach einem Monat Marstall Huf-Regulator

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:53

Ich bin mit dem Marstall Huf-Regulator sehr zufrieden, mir wachsen die Hufe fast ein wenig zu schnell, komme ja mit Raspeln kaum nach. Aber gut, da muß ich mich ebend etwas mehr schinden, damit alles im Lot bleibt.

Alle Fotos habe ich gestern nicht geschafft bzw. einige vergessen, die kommen im Laufe der Woche noch nach.

Rechts vorne scheint sich die doppelte Sohle lateral etwas abgebaut zu haben in den letzten zwei Tagen, sie zieht sich auch langsam von der Strahlspitze zurück. Die Zehe gefällt mir mit dieser Delle überhaupt nicht, Priorität hat Zehe kürzen bis zur doppelten Sohle. Das ist nicht bei anderen Pferden ein wenig Horn, was man schnell weg hat, sondern mindestens 3 – 4 mal soviel, weil ich ja schon sehr viel gekürzt habe. Von der Seite schaut es gar nicht so schlecht aus, die Trachten richten sich langsam auf. der  Huckel in der Zehenwand stammt vom am Kronsaum durchgebrochenen Abszess. Ich finde, diese Rille ist innerhalb der letzten 4 Wochen ein ganzes Stück nach unten gewandert, daran sieht man gut das verstärkte Hufwachstum.

Rechts hinten kommen wir auch gut voran, seht Ihr das „Strahlpürzel“ am Ende der mittleren Strahlfurche? Witzig :-), Nepomuk hat sowas auch. Von vorne sieht es so aus, als ob sich medial die Wand staucht, ich werde beidseits Senken anbringen. Geht man nach den Hornröhrchen, wächst die äußere Wand quasi perfekt gerade runter, das untere Drittel der Wand hebelt noch weg. Innen ist die Seitenwand ziemlich gerade, paßt aber hinten und vorne nicht zu den Hornrohrchen. Meine grüne Linie medial ist nicht die Ideallinie, sondern an ungefähr an die Hornröhrchen angepaßt – eigentlich müßte die mediale Wand noch ca. 5 Grad steiler sein (geht man von ca. 80 Grad aus). Trotzdem sind beide grünen Linien gleich lang, d. h. die äußere Seitenwand wird steiler werden. Aber gut, mit dem Problem kann ich mich befassen, wenn es soweit ist – bis dahin haben wir noch einige Zeit vor uns.

Seitlich sieht man, daß der Huf steiler stehen müßte, 46 Grad für einen Hinterhuf sind eindeutig zu flach. Da werde ich ein wenig rigeroser die Zehe kürzen, aber doch so langsam, daß sich die Trachten mit aufrichten können.

Links hinten ist der Hornspalt rausgewachsen, von vorne sieht man, daß der Kronsaum lateral hochgestaucht wird durch „schwingende“ Belastungslinien. Dasselbe Problem wie rh – am besten, ich Frage dazu mal im Hufe-Forum, wenn ich alle Fotos beinander habe.

Die Wandtrennungen bei Nepomuk rv an beiden Seitenwänden sind besser geworden, trotzdem gefällt mir der Huf derzeit nicht. Entweder täuscht das Foto oder die Zehe ist viel zu lang.

Links vorne ist die Wandtrennung medial auch viel besser geworden. Ich schnitt ja bisher nie am Strahl, weil ich der Überzeugung bin, was er nicht braucht, stirbt von alleine ab. Man sieht am Sohlenfoto gut, was sich außen vom Strahl ablösen möchte, das schaut porös aus. Beim Blick seitlich über die Sohle sieht man es noch besser – ich überlege noch, ob ich das wegschneide oder belasse für Doku-Zwecke.

Im Hufe-Forum ist „Strahl“ ja ein großes Thema, wie man den richtig schneidet, polstert und wie man Strahlfäule behandelt. Ich bearbeite meine Hafis seit Nov. 2011 selbst bis auf eine Ausnahme Ende Juni 2012, als ich die Huftechnikerin an beide ran ließ. Sie hat wohl an den Strählen geschnitten, ich noch nie bis gestern bei Barbie, und das waren nur tote Lappen, die ich entfernt habe.

Strahlprobleme kommen immer von schlechter Haltung und weil der Strahl nicht mitträgt, ersteres kann man schnell änderen, zweiteres nicht. Ich will mirgar nicht darüber auslassen – ich bin kein Fan von Rumschneiden am Strahl und Polstern – aber gut, jeder, wie er will.

Zurück zu Nepomuks Hufen, lh am 15.01.2013 und heute – ich habe deutlich zu wenig bearbeitet.

15. Februar 2013

Kinderreiten mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:05

Meine Stallkollegin und drei Kinder traf ich heute um 13.30 Uhr im Stall; die Mädels sind ja ganz vernarrt in Barbie, daher habe ich mal angeboten, daß sie auf ihr reiten dürfen. Es schneite heute wieder den ganzen Tag, Barbie bekam den Fellsattel drauf, damit es ihre kleinen Fans, geschätzt 6 – 7 Jahre, auch bequem haben :-).

Ihren Zaum tat ich über das Halfter, man weiß ja nie, was passiert – führte Barbie aber die ganze Strecke nur am Strick. Ein Kind mußte laufen, zwei durften reiten, gewechselt wurde alle 10 Min. Für Barbie was völlig Neues, daß ihr Kinder auf den Rücken gehieft werden und daß sie ständig „länger“ anhalten muß zum Durchwechseln. Sie war sehr brav und hat alles gutmütig mitgemacht, auch wenn es ihr nicht in den Kram paßte, 1 Std. Schritt zu laufen.

Ich war völlig durchgeschwitzt durch das Laufen im Schnee, Barbie hat ja im Schritt ein ziemliches Tempo drauf. Ich habe sie immer wieder gebremst, trotzdem mußten wir auf den Welsch-Cob (sp?) der Stallkollegin öfters warten. Ein mal lief ein Mädchen ziemlich nah vorne neben Barbie, rutschte aus und fiel ihr direkt vor die Hufe. Barbie hat sie leicht angestoßen, dafür konnte sie nichts, das Mädel war nicht in ihrem Blickwinkel – glücklicherweise ist der Kleinen nichts passiert.

Barbie habe ich heute viel von rechts geführt, das hat ihr nicht besonders gut gefallen, sie versuchte nach einiger Zeit immer wieder, sich nach rechts zu schmuggeln. Ich schickte sie wieder nach links schräg hinter mich, so daß sie sich stets nach rechts zu mir biegen mußte; das ist ja ihre schwache Seite.

Ich könnte mir gut vorstellen, daß diese Schiefe eines Pferdes durch den Menschen verstärkt wird. Es wird von links geführt, gesattelt, auf- und abgestiegen usw., weil die meisten Menschen Rechtshänder sind. Aufsteigen von rechts habe ich nach meinem Schlüsselbeinbruch versucht und nicht geschafft, von meinem Pferd verlange ich aber, daß es beidseits gleich „stark“ ist. Das Pferd wird trainiert, sich selber trainiert man nicht – man hat halt gelernt, alles von links zu machen.

Warum quäle ich mich nicht, erwarte aber vom Pferd, daß es sich mit seiner schlechteren Seite quält, weil ich will, daß es dort elastischer wird? Vielleicht ändere ich erst mal meine Gewohnheiten und wenn ich das geschafft habe, kann ich das auch vom Pferd erwarten.

Ab sofort wird alles von rechts gemacht, gesattelt, gegurtet, geführt, auf- und abgestiegen, das Pferd wird von rechts geführt. Das sind kleine Dinge, die viel bewirken können, denke ich, man selber trainiert seine schwache Seite dadurch auch.

Beide bekommen nun seit einem Monat Marstall, es standen neue Fotos für meine Doku an. Am Strahl habe ich ja bisher nie was geschnitten, beide haben keine Strahlfäule. Die Natur erledigt das eigentlich von alleine, mir ist es für meine Doku aber ein wenig peinlich, wenn ich totes Strahlhorn nicht wegschneide. Mit dem Hufmesser ging das nicht, also habe ich zum Taschenmesser gegriffen und bei Barbie was abgesäbelt.

13. Februar 2013

Platte Pferde

Filed under: Allgemein — admin @ 19:01

Gestern hat es fast den ganzen Tag geschneit, ich habe 2x Schnee geschippt. Auf den Straßen kamen sie mit dem Räumen nicht nach, ich fuhr trotzdem in den Stall, langsam halt – am Dienstag mache ich ja immer Hufbearbeitung.

In der Früh habe ich mir mit mein selbst gemischten Hautöl die Haare geschmiert, sie danach gewaschen, ich fand, das hat meinen Haaren gut getan. Mein Hautöl ist hauptsächlich für den Mähnenkamm und Schweifrübe gedacht, um den Haaransatz zu pflegen und das Haarwachstum zu stärken. Das Fell der Hafis glänzt bereits schön, in Ausnahmefällen werde ich ein wenig Öl auf ein feuchtes Kosmetiktuch geben und sie damit abreiben. Aber erst, wenn der Winter vorbei ist – dann für ein paar schönes Fotos mit gewaschenem Schweif und Mähne :-).

Gestiegen ist Barbie gestern nicht, sie war noch ziemlich platt von unserem Ausritt am Sonntag. Beim Raspeln kam ich ziemlich ins Schwitzen, habe daher nicht so viel geschafft, wie ich mir vorgenommen hatte. Wände begradigt habe ich wieder ein wenig am stehenden Huf, war zu faul für den Hufbock, der ja mit Barbie ziemlich anstrengend ist.

Rechts vorne seitlich, die Hornröhrchen im Trachtenbereich habe sich mE etwas aufgerichtet. Ihre untergeschobenen Trachten sind ein langwieriges Geschäft, Trachten kürzen ist bei Barbie kaum drinnen, weil die eh schon ziemlich niedrig sind. Mein Ziel ist, daß die Trachten sich aufrichten, ich lasse sie daher in Ruhe und raspel immer nur was von der Zehe weg. Das gibt mehr Last auf die Zehe, die ist aber extrem kurz, so daß das nichts ausmachen dürfte.

Die Hornröhrchen und die Trachte stehen rv derzeit bei ca. 45 Grad, IIRC bei unter 6 Grad im Vergleich zur Zehenachse gelten sie nicht mehr als untergeschoben. Barbies Zehenwinkel beträgt laut Röbi ca. 52°, wir sind also auf einem guten Weg.  Vor 6 Wochen sah das noch völlig anders aus, wenn man nach den Hornröhrchen geht.

Rechts vorne die Sohle gestern, ich raspelte, bis die Arme schmerzen und man sieht nix. Heute früh schaute ich mir nochmals die Fotos an und war mit meiner Arbeit unzufrieden. Außerplanmäßig fuhr ich daher heute wieder in den Stall und machte mich erneut ans Werk. Außen seitlich habe ich einiges weggeraspelt, weil die laterale Hufhälfte weiter ist, und die äußere Eckstrebe stark zurückgeschnitten und die Trachte etwas runtergenommen. Bei der Delle in der Zehe würde ich auf Hornsäule tippen, rv wurde diesbezüglich nie geröngt. Oder es sind immer noch die Nachwirkungen von dem Loch, was der TA im Juli 2012 bis zur Lederhaut geschnitten hat. Die Zehe weiterhin kürzen, verlangt das Sohlenbild eigentlich, von der Seite sieht man, daß ich für meinen Geschmack nicht noch mehr wegnehmen kann.

Medial hat Barbie kaum doppelte Sohle, das sieht man hier sehr gut, da kommt eine prima Sohlenwölbung zum Vorschein. Seitlich außen und in der Mondsichel befindet sich noch eine Menge doppelter Sohle, ich werde sie nicht wegschneiden, sie wird abfallen, wenn der Huf sie nicht mehr braucht.

Links vorne habe ich gestern auch einiges geraspelt, die äußere Seitenwand flüchtet nach dem 17 km Ausritt stärker. Von der nahm ich heute einiges weg, die Eckstrebe medial weiter gestutzt und den Tragrand/Trachte und so weit als möglich auf Sohlen(schwielen)niveau angepaßt. Gestern war die laterale Eckstrebe ja eher ein Häufchen Elend, heute war sie wesentlich stärker beinander – unglaublich, wie schnell das gehen kann.

Die Sohlenwölbung verstärkt sich, auch bei dem Huf ist noch einiges an doppelter Sohle vorhanden. Strahl und Ballen schauen derzeit nicht gut aus, ich habe Barbie gestern Hoof Solution aufgetragen – das ficht sie aber nicht an.

Bei links hinten gestern beakm ich fast Zustände, will sich der Huf jetzt auch noch verkleinern? Im Zehenwinkel steht er noch zu flach, das läßt sich doch auch langsam korrigieren – wenn der Huf es schnell will, muß ich viel raspeln. Ja gut, die Seitenwände sind auch nicht besonders gerade … aber das muß doch nicht in diesem rasanten Tempo gehen.

Heute erst mal die starke innere Eckstrebe runtergeschnitten und den Huf „rund“ gemacht, von der Zehe was weggenehmen – das reicht nicht, die Zehe will kürzer werden. Ich bin Barbies Hufskalve, ihre Hufe geben vor, was ich zu tun habe.

Mit ihrem Hufwachstum mitzuhalten, ist ne Menge Arbeit, aber ich wollte es ja nicht anders. Eine Stallkollegin meinte heute, ich würde sehr viel Hufbearbeitung machen, stimmt, 2x pro Woche 1,5 Std. – danach bin ich platt. Der Ausritt am Sonntag ist für mich der schönste Tag in der Woche, durch den Schnee galoppieren ist einfach traumhaft. Wegen einer Belastungsrehe habe ich bei Barbie immer ein wenig Angst – die wäre bereits eingetreten, wenn ich sie überlastet hätte.

Rechts hinten heute, gestern so, mir scheint, der Huf will sich in der Zehe kürzen, was ich heute ansatzweise erledigt habe.

Nepomuks Hufe bekamen heute das volle Programm, Beton-Eckstreben schneiden, ich kam ganz schön ins Schwitzen. Seine Hufe kommentiere ich morgen …

10. Februar 2013

schöner Ausritt – 17 km in 2 Std. 20 Min.

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:20

-2 Grad und Sonnenschein, ideales Reitwetter. Am Putzplatz ist Barbie wieder gestiegen, nächstes mal stelle ich mir eine Gerte neben den Putzkasten. Wir nahmen denselben Weg wie vor 2 Wochen, den Nasenriemen von Barbies LG-Zaum hatte ich ein Loch enger geschnallt, trotzdem war er für sie noch gemütlich. In die Zügel machte ich mir einen Knoten, um ihr beim Buckeln leichter den Kopf oben halten zu können.

Beim ersten sehr langen Trab hielt ich sie hinter Nepomuk, sie lief brav und machte keine Anstalten, anzugaloppieren. Im Wald lag auf dem Mittelstreifen des Weges eine kleine Schneeschicht, darunter war der Boden natürlich gefroren – immerhin ein kleines Polster gegen die bösen, piecksenden Steine. Beim ersten Galopp kam Barbie nur anfangs ein mal kurz mit dem Hintern hoch, wie beim letzten Mal überlistete Nepomuk Dani und bog bei der ersten Kreuzung rechts ab. Barbie war davon ziemlich überrascht, ich auch, sie nahm daher die Kurve ziemlich scharf und rutschte hinten weg – war aber alles kein Problem.

Durchpariert, wieder zurück zum Römerweg, erneut Galopp, bis auf einen Mini-Buckler perfekt – danach ließ sie das Hintern heben bleiben:-). Durch den verschneiten Wald zu reiten, wo gelegentlich die Sonne reinblinzelt, ist wirklich en Traum. Den Hafis macht es auch Spaß, beide waren ständig am Abschnauben,

Im Galopp reiten wir immer ein gutes Tempo im leichten Sitz, so daß die Pferde sich sehr lang machen können. Barbie ist ja quasi roh, sie muß erst lernen, geradeaus zu laufen und sich mit Reiter perfekt auszubalancieren. Letzteres macht sie bereits ausgezeichnet,in Sachen schief gehen machen wir Fortschritte. Die meiste Zeit galoppiert Barbie relativ gerade, läßt die Kraft ein wenig nach, driftet sie leicht  nach links vom Mittelstreifen weg. Mit einer Mini-Parade rechts kam sie immer wieder zurück auf den schneebedeckten Mittelstreifen, der besser ist für ihre Hufe.

Bei meinem Reitunterricht bei Sandra hat sie mir ja viel über die Schiefe bei Pferden erzählt, man muß das Pferd gymnastizieren, damit es auf der schwächeren Seite „elastischer“ wird. Mit Nepomuk habe ich das ja bereits öfters mittels Pylonen auf dem Platz geübt, er ist ebenso wie Barbie Linkshänder.

Wir überquerten die erste Straße, danach ging ich im Trab vorne und meldete Dani, daß ich versuchen werde, Barbie anzugaloppieren. Ich habs tatsächlich geschafft :-), sie sprang butterweich in den Galopp über, wir galoppierten aber nicht lange, weil ich das Treiben vergessen hatte *g* – Barbie ging in Renn-Trab über. Dieser super schnelle Trab von ihr ist für mich extrem anstrengend, selbst wenn ich mich in die Steigbügel reinstelle, also habe ich sie in den Schritt pariert.

Wieder Galopp, dieses mal mit Nepomuk vorne, da brauche ich nicht treiben, da läuft sie von alleine. Ein Stück Weg war geräumt worden, den gingen wir im Schritt, Barbie im hohen Schnee auf dem Seitenstreifen. Glücklicherweise ist der Räumdienst irgendwann nach links abgebogen, wir ritten weiter geradeaus im Galopp, bis wir zur Autobahn kamen. Letztes mal sind wir ja vor der zweiten Straße umgekehrt, wir wollen das Training steigern, daher ritten wir heute länger.

Zurück gabs wieder einige lange Galoppaden und eine sehr lange Trabstrecke, Trab strengt Barbie weniger an als Galopp. Am Anfang läuft Barbie immer sehr schnell, um dann zunehmend langsamer zu werden, beim letzten Trab mußte ich am Schluß ein wenig treiben. Bei den letzten 2 Galoppaden trieb ich nicht, als sie in Trab fiel, ließ ich sie. Nepomuk war da immer schon ein Stück voraus, Barbie in Schritt durchparieren schaffte ich nicht – im Renn-Trab schlossen wir auf.

Nach einer längeren Schritt-Pause trabten wir noch ein ziemliches Stück bis zur Ovalbahn, danach nur Schritt bis nach Hause. 17 km in 2:20 Std. haben wir heute zurückgelegt, vor 2 Wochen fast 14 km in 2 Std. – ein prima Steigerung für die Hafis und mich *wow*. Barbie hatte wieder ziemlich geschwitzt, Nepomuk etwas weniger – ohne Schweiß kein Preis :-). Im Stall angekommen, waren beide schon ein wenig abgetrocknet, wir reiten ja immer mindestens 20 Min. ab.

Barbie war müde *g*, ich finde, sie steht ziemlich entspannt da mit weit nach hinten gestellter Hinterhand – kenne mich damit aber nicht so aus. Es hat keiner mit den Hufen gescharrt, als ich das Futter holte, oder war ungeduldig. Die Hafis müssen nur mal richtig was arbeiten, dann sind sind sie genauso brav wie ihre Stallkollegen. Heute bekamen sie eine normale Portion Lamino Star und anschließend jeder ca. 400 g AlpenGrün-Mash – das haben sie sich verdient. Das Mash weiche ich immer in nicht mehr kochendes Wasser ein, danach muß es ca. 10 Min. ziehen und abkühlen. Das klappte heute zeitlich prima, erst konnten beide in Ruhe ihr normales Futter fressen, anschließend ein warmes Mash.

Ich werde das nun immer so machen, 1x pro Woche nach dem Ausritt zusätzlich Mash, das schmeckt beiden und ist gut für die Verdauung – außerdem auch für Rehepferde geeignet. Barbie ist bereits im Fellwechsel, Nepomuk noch nicht zu stark, obwohl es derzeit wieder ziemlich kalt ist.

Für die Hufe ist der Schnee ideal, er setzt sich in der Sohlenwölbung fest und übt dadurch Druck auf Sohle und Strahl aus. Mit Aufstollen hatten wir bisher keine Probleme; falls das der Fall ist, reicht etwas Fett auf der Sohle, um das zu verhindern. Ich hoffe, der Schnee bleibt noch ein wenig liegen, so daß wir weiter ohne Hufschutz reiten bzw. trainieren können.

Ich werde nun versuchen, mit beiden noch 1x pro Woche ein wenig auf dem Platz zu arbeiten, damit ihre jeweils schlechtere Seite besser trainiert wird. Mit Gebiß oder sonstigem Zwang arbeite ich eh nie, es geht nur um ein bissi Slalom, Achter und Volten reiten. Die Pferde sollen auch auf dem Platz Spaß an der Arbeit haben, mit abwechslungsreichem Training ist das durchaus zu schaffen.

Ausreiten ist für beide das Höchste, wir sind da auch nicht kleinlich – wenn Barbie auf dem Weg nach Hause unbedingt nochmals traben will, wird halt nochmals getrabt. Im Galopp dürfen beide ihr Tempo gehen, wir sind ja zum Spaß (für unseren und die der Pferde) unterwegs und nicht, um die Hafis zu dressieren.

Ich korrigiere Barbie natürlich auch beim Aureiten, verlange aber nichts unmögliches. Wir sind ja noch ganz am Anfang unseres Trainings, Barbie muß erst mal ordentlich Muskulatur und Kondition aufbauen. Das gelingt am besten beim Ausreiten, weil sie da motiviert ist zu laufen. Barbie ist ja enorm ehrgeizig, sie will immer Erste sein, da schont sie sich nicht, sondern gibt alles. Daß sie am Ende der Ausritte bei Galoppaden zu Nepomuk abreißen lassen muß, wurmt sie vermutlich stark – aber hey, er wird bereits seit über 2 Jahren regelmäßig geritten, und Barbie erst seit Mitte Okt. 2012. Dazu kommt natürlich noch ihre Hufproblematik – Barbie leistet bei Ausritten wesentlich mehr als Nepomuk.

Wenn Barbies Hufe mal eniigermaßen gut sind und sie weiterhin gut trainierbar ist, wird der Zeitpunkt kommen, wo sie ihn im Galopp sowas von stehen läßt :-). Ich habe beide Hafis gleich lieb, mit Barbie habe ich halt viel durchgemacht – sie ist ein Kämpfer und ich habe für sie gekämpft. Jeder andere hätte Barbie bereits eingeschläfert, ich habe immer daran geglaubt, daß sie wieder gesund wird, Barbie auch. Zugegeben, ich mag ihren Ehrgeiz, immer Erster sein zu wollen, ich bin auch gerne Erster :-). Beide sind absolute Verlasspferde, Barbie ist manchmal ein bissi schwierig, die meisten im früheren Stall hatten Angst vor ihr, trotzdem geht sie für mich durchs Feuer.

Ich reite beide Hafis sehr gerne, da ich auf Barbie niemals mehr jemand anderen drauf lasse (außer Kinder, die ich führe), bleibt sie mir. Nepomuk hat super tolle Gänge, das liegt u. a. auch an den Hufen. Wenn Barbies Vorderhufe mal den perfekten Abrollpunkt haben und eine geschlossene weiße Linie ohne verbogene Wände, wird sie genauso schön laufen wie er oder noch besser. Barbie setzt jetzt schon ihre Hinterhand enorm ein und gibt im Rücken nach, ich vermute, daß kommt von der Rehe/Abszessen an den Vorderhufen – sie hat sich angewöhnt, viel Last auf die Hinterhand zu legen.

Wenn alles weiterhin so gut läuft, können wir dieses Jahr unseren ersten Wanderritt machen, 30 km am Tag sind wohl realistisch, wenn die Hafis gut trainiert sind – erst mal 2 Tage. In einer Wanderreitstation müßten beide in je eine Box, Barbie darf auf keine fetten Weiden, schon gar nicht im Frühjahr. Der beste Termin wäre Anfang Mai, wenn bei uns im Stall noch nicht angeweidet ist – so erfährt der Darm keine ständige Futterumstellung Heu/Gras. Bei einer Mittagspause dürfte Barbie schon ein wenig Gras fressen, das fällt unter „Anweiden“, irgendwo im Wald auf einer Wiese, die „natur“ ist, also nicht fettes deutsches Weidegras.

Bis dahin müßten ihre verbogenen Seitenwände rausgewachsen sein, sie bekommt Regegades, sobald sich ihre Hufe so verkleinert haben, wie sie es gerne wollen.

Die Zukunft schaut rosig aus :-).