29. März 2013

Hinterhufe vermessen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:11

Es ist Ostern und das Wetter ist mies, ich war wieder zu faul, mit den Pferden was zu arbeiten. Stattdessen probierte ich meine neue Dick-Raspel aus, ich bin zufrieden damit. Sehr viel geraspelt habe ich nicht, danach Fotos gemacht und Barbie die Hinterhufe vermessen.

Rechts vorne habe ich bei Barbie die Zehe lateral etwas beraspelt, außerdem die Seitenwände, und alles berundet, so gut es ging. Dieses mal sieht man es sogar ein wenig, vgl. Foto vom 25.03.2013, langsam aber sicher nähern sich die seitlichen Tragränder der Sohle. Schaut man sich die Sohlenfotos an, denkt man, da ist ein kleines Loch in der Zehenwand, nichts Schlimmes – von vorne sah es heute so und so aus, seitlich so. Barbie läuft einwandfrei, ich vermute, das kommt davon, weil ich die Zehenwand komplett aus der Last genommen habe. Hebeln kann nichts, selbst wenn nun noch mehr Zehenwand wegbricht, ist das kein Problem. Abrollen kann sie bequem über die Sohlenschwiele, den Strahl behandele ich immer mit NT-Dry, vorher trockne ich ihn immer ab und puhle mit dem Fingernagel drin rum, um zu sehen, ob was lapprig ist. Heute habe ich alle Hufe mit Wasser, vermischt mit Rivanol, gewaschen, ins Loch bekam Barbie Jodsalbe.

Links vorne wird auch langsam, der Abrollpunkt schaut ganz gut aus. der Huf ist symmetrisch. Die äußere Trachte ist länger und flacher, ich werde versuchen, sie etwas zu kürzen und diese Eckstrebe besser schneiden. Die Zehe werde ich weiter gerade kürzen, der Spalt in der Zehe zeigt wohl an, wo in ca. einem Monat die Hufwand wegbrechen wird. Heute habe ich wieder ein wenig Wände  begradigt, das klappte sogar auf dem Putzplatz mit dem Hufbock. Ich habe schnell gemacht, beim zweiten Versuch konnte ich Barbie gar den Huf selbst vom Bock nehmen.

Links hinten habe ich auch den Strahl behandelt, lateral hat meine Senke kürzlich nicht viel gebracht. Rechts hinten, auffällig finde ich, daß beide Hufe an der Seite, wo die Wand noch weghebelt, jeweils außen, eine starke Sohlenschwiele aufgebaut haben. Möglich ist, daß ich das mit den Senken provoziert habe, obwohl die ja wirklich nur sehr klein waren. Wer Barbies Vorderhufe kennt, der weiß, der Huf weicht davon nicht mehr ab, ich muß die jeweiligen Seitenwände nun stärker beraspeln.

Hinten habe ich bei Barbie 13 cm Breite und 14 cm Länge bei beiden Hufen gemessen, da würden Renegades in Größe 2W passen – endlich mal Hufe, die gut in eine Größentabelle passen :-). Kaufen werde ich ihr noch keine, ihre Hinterhufe werden ja noch ein wenig kürzer, weil ich die Zehen weiter kürzen werde. 1x pro Woche 2 – 3 Std. kann sie mit ihren Hinterhufen barhuf gehen, erst wenn Tagesritte anstehen, braucht sie mE einen Hufschutz.

Bei Nepomuk nahm ich wieder ein bissi Trachten vorne weg und raspelte ein wenig, hinten mehr als vorne. Nach dem Messen bin ich aus allen Wolken gefallen, rh 12,5/15 cm, lh 12,3/14 cm. Das schaut nicht nach gesunden Hufen aus, nochmals rh gemessen, dasselbe Ergebnis. Links hinten würde Größe 2 passen, rechts hinten gar nichts. Übel, übel, habe gleich ein Foto von rh seitlich gemacht, die Zehenwand wächst im Ansatz bereits steiler nach, am 9. März 2013 sah es so aus. Sein rechter Hinterhuf schaut sohlenmäßig optisch besser als als der von Barbie, das liegt an der Sohlenwölbung. Barbie hat wenig Söhlenwölbung, da trägt ein Teil der Sohle mit. Nepomuk hat wie an allen Hufen eine enorme Sohlenwölbung, da trägt kein Stück Sohle mit.

Ich denke, ich werde ihm am Dienstag bei beiden Hinterhufen die Zehen fast bis zur weißen Linie zurücksetzen und alles gut berunden, er stellt ja auch hinten den Huf auf den Bock (hoffe ich). Seine Strähle hinten wurden auch behandelt, obwohl ich nicht weiß, ob das viel bringt bei Schnee- bzw. Regenwetter.

Ob ich Barbies Verlauf im Hufe-Forum einstelle, überlege ich gerade. Ich bin ja kein toller Eckstreben- und Strahlschneider, vermutlich habe ich in den Augen von „Profis“ eh alles falsch gemacht. Priorität hat für mich ja, daß sie schmerzfrei laufen kann, ich mache keine Korrekturen, die Barbie lahm machen. Der Weg zum „idealen“ Huf ist dadurch natürlich etwas länger, aber wir haben Zeit, Hauptsache, sie kann bequem laufen.

Barbie hat viel Spaß beim Ausreiten, mit ihren 15 Jahren kann sie endlich mit Nepomuk rausgehen. Früher war sie immer traurig, wenn sie zurückbleiben mußte, und hat nach ihm gewiehert. Man muß auch an ihre psychische Gesundheit denken, sie ist nun rundum glücklich. Man merkt ihr das auch an, sie hat Power und arbeitet sehr motiviert mit.

Man darf ein Pferd nicht nur auf seine Hufe reduzieren, da steht ein Tier drauf mit Gefühlen.

28. März 2013

wieder mal eingekauft :-)

Filed under: Allgemein — admin @ 17:41

Nachdem ich zwei kleine kurze Dick-Raspeln und zwei lange billige aufgearbeitet habe, mußte ne neue her. Dieses mal eine lange Dick-Raspel, doppelt so teuer wie eine no-name-Raspel, mal sehen, ob sie dafür mehr als doppelt so lange hält. Ich pflege meine Raspel schon hin und wieder mit WD40, trotzdem verschleißt sie ziemlich schnell, finde ich.

Mit der neuen tue ich mir leichter, bekomme schneller mehr Horn weg ==> lohnt sich also.

Der Sattelgurt von Barbies VS-Sattel (Strippengurt) gefiel mir nicht, äußerst mühsam, den zu schließen und nachzugurten. Ich habe einen neuen bestellt mit Geleinlage und Elastik, Nepomuk hat so einen für seinen VS-Sattel, der ist prima. Allerdings reite ich Barbie ja so gut wie nie mit dem VS-Sattel, sondern mit dem baumlosen Wanderreitsattel. Den kann man nur vom Boden aus nachgurten, das ist nervig. Wir führen ja anfangs immer mindesten 10 Min. ich gurte nach, steige auf, und nach ca. 20 – 30 Min. steige ich ab zum Nachgurten. Ich habe nun für diesen Sattel einen Kurzgurt mit Geleinlage und Elastik bestellt, damit ich endgültig gurten kann, bevor ich aufsteige.

In dem Shop gab es vier Fleece-Bandagen für EUR 8,50 (Farbe nach Wahl), an denen kam ich nicht vorbei :-). Passend zu Barbies Prunkhalfter (rot /blau) habe ich nun zwei Outfits, eines in blau/schwarz und eines in rot/schwarz. Rot gefällt mir fast besser, daher rote Bandagen :-). Wenn das Wetter mal gut ist und ich jemanden habe, der uns uns filmt, ziehen wir uns schön an und gehen auf den Platz.

Eine Bürste für die Mähne gab es günstig, gekauft, beim Krämer hatte ich bereits einen weiteren runden Eisen-Striegel (ich habe zwei, einer davon ist aber alt und angerostet) und Hufauskratzer mitgenommen. Eine weitere lange Raspel habe ich in dem Shop mitbestellt, EUR 11,50, Versandkosten muß ich für alles ja nur ein mal zahlen.

Unser erster Wanderritt ist für Mai eingeplant, Anreise mittags, bei uns im Stall wird ja um ca. 9.00 Uhr Heu gefüttert, die Pferde müssen satt sen, bevor wir abfahren. 11.00 Uhr Abfahrt, 12.00 Uhr einchecken auf der Wanderreitstation, nachmittags Ausritt, ca 3 Std. Am nächsten Tag 4 – 5 Std. reiten mit 1 – 2 Pausen, wir haben ja den ganzen Tag Zeit. Am dritten Tag vormittags ca. 2 Std. reiten, danach verladen und Heimfahrt.

Wir brauchen Kartenmaterial, das gibt es hier, ein Garmin-Navi habe ich ja (fürs Motorrad), ich werde Kartensätze aufladen, mein Speicher reicht aber nicht – habe daher micro-SD-Karten bestellt. Einen Kompass hat mein NavGEar und mein Navi fürs Auto (Navigon), welches auch einen Fußgängermodus hat, damit sind wir schon ganz gut ausgerüstet – falls wir GPS haben.

Bezüglich Hufschutz hinten für beide Hafis werden wir sehen, ob nötig oder nicht. Nepomuk braucht in jedem Fall auch einen baumlosen Wanderreitsattel, sein VS-Sattel geht für länger nicht.

Hoffen wir, daß Barbie gesund bleibt …

27. März 2013

Hufschuhe für Barbie gekauft (Easyboot Epic)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:13

Heute fuhr ich wieder zum Krämer, um die Test-Schuhe zurückzugeben und Barbie den Easyboot Epic (neues Modell) zu kaufen, Größe 2 für lv und Größe 3 für rv. Splinte nahm ich auch mit, um die Schnallen zu sichern, leider konnte mir beim Krämer niemand erklären, wie man die anbringt – werde mal deswegen googeln.

Ich habe zwar schon ne Menge Halfter, kaufte trotzdem noch ein hübsches :-), dazu einen passenden Führstrick mit Panikhaken. Danach fuhr ich in den Stall, hatte aber keine Lust zu reiten bei der Kälte. Barbie geholt, sie war wieder mal übermotiviert, ich mußte aufpassen, daß sie mir am Putzplatz nicht steigt. Sie haart nicht mehr viel, der Fellwechsel ist wohl bald abgeschlossen – das ging schnell. Hufe habe ich heute nur minimalst bearbeitet, vorne ein wenig beraspelt. Die Sohlen habe ich mit Wasser + EM gewaschen, vorne bekam sie auf die Strähle (vorher abgetrocknet) NT-Dry, auch in das Loch.

Mit dem kalten Wetter haben wir Glück bezüglich der wegbrechenden hohlen Wand, der Boden ist gefroren, also kein Matsch. Außerdem mögen es Bakterien ja lieber warm, bei uns liegen die Temperaturen aber auch tagsüber derzeit unter Null Grad. Interessant finde ich die Entwicklung, heute sah es so aus.

Seht Ihr den Pferdekopf? Heute kam noch eine Mähne dazu :-). Spaß beiseite, ich weiß nicht genau, wie ich das „Loch“ behandeln soll. Den Gammel rausschneiden? Sauber oder gar steril kann man das eh nie halten, die Bakterien in Schach zu halten, versuche ich. Hufschutz braucht Barbie keinen, sie läuft einwandfrei.

Nepomuk wurde auch geputzt und bekam vorne auf die Strähle NT-Dry und wie Barbie auch Hufcreme auf den Kronraund.

Heute habe ich beide endlich mal auf der Winterweide erwischt :-), auch etwas näher.

Viel nachgedacht habe ich die letzten Tage über Barbies Krankengeschichte, gut, daß ich alles dokumentiert habe, man vergißt ja schnell.

Erstmals wurde Barbie am 5. Mai 2010 krank (Behandlung auf Rehe), Mitte Juni 2010 fand mein damaliger Hufpfleger links vorne einen am Kronsaum durchgebrochenen Abszess, kurze Zeit später an zwei Stellen in der Sohle. Sie läuft danach normal, aber fühlig, alle raten zu Beschlag (22.09.2010). Nach 3 Wochen ist sie dadurch stocklahm, Eisen runter (13.10.2010), wieder Behandlung auf Rehe, Röntgen. Der TA stellt eine Hufbeinrotation von 10 Grad beidseits vorne fest, dabei hatte sie Wandrotationen.

Die hebelnde Zehe hat weder mein Hufpfleger noch der Schmied deutlich zurückgesetzt, was man bei einem Rehepferd eigentlich macht, oder?

Nach 3 Wochen läuft Barbie wieder einigermaßen, kommt gut über den Winter, im März 2011 kommt der Hufschmied der Pferdeklinik zwei mal, Barbie geht nach jedem Ausschneiden deutlich schlechter, extrem fühlig. Die Zehenwand nimmt er trotz Vorlage der Röbis auch nicht aus der Last, schneidet dafür in die lebende Sohle.

Am 23. Juni 2011 bleibt Barbie im  Zaun hängen, gerät in Panik, galoppiert – und geht danach lahm. Wieder Behandlung auf Hufrehe, nach 2 Wochen galoppiert Barbie kurz auf der Weide. Heute glaube ich, daß sie sich durch den Unfall verletzt hatte – meine diversen TÄe haben Barbie bei jeder Lahmheit damals aber immer auf Rehe behandelt. Am 06.08.2011 wieder Hufschmied, danach lief sie wie üblich schlechter als vorher, die hebelnde Zehe blieb dran. Als es ihr immer schlechter ging, behandelte der TA wieder auf Rehe. Ich fing mit der Doku von Barbies Hufen 6 Wochen (18. Sept. 2011, leider ohne Sohlenfotos) nach dem letzten Ausschneiden durch den Hufschmied an; die Röbis vom 23.09.2011 sprechen für sich :-(.

Die Wandrotationen von 2010 wurden bei der Hufbearbeitung nie beachtet, die hebelnden Zehen nie aus der Last genommen, rv entstand eine enorme hohle Wand – irgendwie will der Huf die enorm hebelnde Zehe ja loswerden.

Die Hufe waren am 26.09.2011 schlimm, am 06.10.2011 ist sie damit wieder auf der Weide getrabt und galoppiert. Am 7. Oktober 2011 kam erstmals die Huforthopädin, danach ging es wieder steil bergab – nachdem sie Barbie im Abstand von 2 Wochen drei mal bearbeitet hatte, war Barbie komplett lahm. Wenn ich mir die Fotos vom 12.11.2011 anschaue, gruselt es mich – wieder wurde die die Zehenwand nicht aus der Last genommen.

Ich verstehe die Bearbeitung der „Profis“ bis heute nicht, sie hatten alle Röbis, warum haben sie nie die hebelende Zehenwand ausgeschaltet? Von anderen Korrekturen mag ich gar nicht reden, z. B. an der Sohle schneiden – Barbie galt ja als Rehepferd mit (angeblicher) Hufbeinrotation.  Heute denke ich, hätte ich damals gute Hufbearbeiter gehabt, wären Barbie viele Schmerzen erspart geblieben.

Anfang Januar 2012 entdecke ich lv eine Rille in der Hufwand, da muß ein Abszess vor einiger Zeit am Kronsaum durchgebrochen sein – keiner hatte es bemerkt (ich auch nicht), die hohle Wand bricht am 25.06.2012 weg, in der Zehenwand befindet sich immer noch eine hohle Wand, gut an dem Spalt zu erkennen. Danach folgen wieder Abszesse, zwei rv und einer lv, alle brechen am Kronsaum durch und hinterlassen hohle Wände.

Ich hoffe, wenn die mal raus sind, daß Barbie von weiteren Abszessen verschont bleibt. Ich bin wahrlich kein guter Hufbearbeiter, das wäre auch kein Job für mich – viel zu anstrengend. Ich glaube nicht, daß Barbie chronische Hufrehe hat, es spricht wenig dafür, daß sie überhaupt mal Hufrehe hatte.

25. März 2013

die (erste) hohle Wand bricht auf

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:32

Wegen des „Unfalls“ gestern mit der Abschwitzdecke dachte ich, ich schaue heute mal nach Barbie. Ihre Hufe hatte ich ja seit einer Woche nicht bearbeitet, bin daher im Rückstand und werde diese Woche außer heute nochmals raspeln.

Barbie ging es bestens, sie lief völlig normal, obwohl immer mehr von der hohlen Wand aufbricht. So schaute es heute aus (das leicht gebliche ist das Keralit Undercover von gestern), das wars aber noch nicht, medial wird noch einiges wegbrechen, die Rille dort hat sich bereits geweitet. Lateral nur noch ein kleines Stück, insgesamt doch ne Menge Wand. Interessant finde ich den Blick von unten, man könnte an der Zehe viel mehr wegraspeln, bricht eh alles ab. Ich überlasse das der Natur, seitlich schaut es eh schon grenzwertig aus, die Zehenwand macht im unteren Drittel ab der Abszessrille (einen von mir geraspelten) Knick. Von den Winkeln her ist immer noch alles im grünen Bereich, die Zehenwand wächst mit ca. 52 Grad korrekt runter, die Trachten richten sich auf und gelten mit ca. 46 Grad fast nicht mehr als untergeschoben (6 Grad Abweichung sind erlaubt).

Von vorne sieht man, daß die hohle Wand nur das untere Drittel der Zehenwand betrifft, das wächst sich schnell raus. Sorgen macht mir die zweite medial lauernde Abszessrille, da kommt die nächste hohe Wand runter.  Links vorne hat Barbie ja auch eine hohle Wand, diese Abzessrille kommt auch fast mittig in der Zehenwand runter. Der Huf ist innerhalb eines Monats ziemlich stark gwachsen, finde ich, vermutlich wird lv erst in ca. einem Monat die Zehenwand wegbrechen (zeitlich zur zweiten Abszessrille rv). Seitlich sieht man noch eine kleine Bullnase, die ich beim nächsten Hufbocktraining entfernen werde, lv sind die Trachten stärker untergeschoben als rv. Die äußere Eckstrebe habe ich heute deutlicher zurückgeschnitten, Zehe und Seiten beraspelt. Egal wie sehr ich die Zehe kürze, der Huf denkt nicht dran, breiter zu werden.

Barbies Hufe sind ziemlich stur :-), die wollen kleiner werden, hinten schaut es ähnlich aus. Das Problem ist nicht, Seiten und Zehen gerade wegzuraspeln, sondern die Begradigung der Wände. Man soll nur ca. 2 cm begradigen bzw. das untere Drittel der Wand, ansonsten schwächt das den Huf zu sehr. Dazu kommt das Problem mit den Abszessrillen, ich will auf die nicht zuviel Last bringen, ansonsten bricht wesentlich mehr Wand weg als nötig.

Das Wichtigste ist, daß Barbie schmerzfrei bleibt, alles andere muß hinter diesem Ziel zurückstehen – egal wie komisch ihre Hufe aussehen. Wegen hohler Wände habe ich heute viel gegoogelt, normalerweise werden die weggefräst, das Pferd steht erst mal 6 – 8 Wochen in der Box und bekommt Schmerzmittel, dazu tägicher Verbandswechsel und Desinfektion. Oder man macht Kunsthorn drauf, ein Eisen drunter und fertig.

Ich bin mit meinem Weg mehr als zufrieden, Barbie geht es seit langem so gut wie nie.

Nepomuk habe ich heute links hinten lateral eine Senke geschnitten, hatte das gestern vor dem Ausritt vergessen. Geputzt wurde er auch, bei ihm ist der Fellwechsel ja kritischer als bei einem Pferd ohne Ekzem. Wenn es ihn juckt, fängt er an zu scheuern, die Schweifrübe hat bereits gelitten. Nepomuk kann nicht zwischen normalem Fellwechsel und SE-Symptomen unterscheiden, ich habe ihn mit Aldi-Lotion behandelt. Barbie habe ich nicht geputzt, ihre Geduld war nach fast 1 Std. ständig Huf heben ein wenig erschöpft.

Ein paar nette Fotos habe ich noch von Barbie und Nepomuk, heute hat es fast den ganzen Tag geschneit. Bei dem hier sieht man gut die Unterschiede, Barbie ist ein barocker Hafi, klein, breit und kompat. Nepomuk ist größer, nicht so breit in der Brust, schmalerer Hals und Kopf – schön sind alle beide :-).

24. März 2013

Ritt zum BergTierpark Blindham, 2,5 Std., 16 km

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 20:03

Um es vorweg zu nehmen, der Easyboot Epic hat sich super bewährt *freu*.

Heute war es bedeckt bei Null Grad, dazu pfiff ein eisiger Ostwind. Ich hatte mich dick angezogen, fror trotzdem zeitweise in die Füße und Hände. Die ersten ca. 6 km gingen wir nur Schritt, es war einiges an Teerstraße dabei. Trotz Hufschuhen bevorzugte es Barbie, auf dem Seitenstreifen zu gehen, dort war der Boden zwar auch nicht weicher, da gefroren, ich ließ sie. Vermutlich muß sie sich erst daran gewöhnen, daß sie mit den Schuhen gut auf Schotter und Asphalt gehen kann.

Die letzten ca. 2 km Straße habe ich geführt, die Bewegung brachte wieder etwas Wärme in meine eiskalten Füße. Beim BergTierpark stieg ich wieder auf, es folgten Waldwege,  wir trabten ein Stück auf Schotter, Barbie lief prima, wollte rennen, ich ließ sie aber nicht. Wir kamen ins sehr Hügelige, plötzlich ging der Weg ziemlich steil bergauf, wir nahmen ihn im Trab. Irgendwann ging es wieder runter, fast noch steiler, sowas sind wir bisher nicht geritten. Von meinen früheren Wanderritten wußte ich noch, daß man sich dabei ein wenig zurücklehnt, um mehr Gewicht auf die Hinterhand zu bringen.

Die Hafis meisterten alles wie alte Hasen, der Epic hielt gut. Es kam ein kleiner Wassergraben, Nepomuk latschte durch, Barbie machte einen kleinen Hüpfer drüber, danach ging es ca. 2 m die Böschung extrem steil rauf. Alles kein Problem für die Pferde, ich staune immer wieder, wie trittsicher sie sind, das muß im Blut liegen :-).

Wir kamen in der Nähe von Kaps raus nach dem Wald, die folgende Strecke sind wir schon mal im Winter geritten. Ein Weg, rechts und links riesige Wiesen, uns kamen zwei Reiter entgegen, also warteten wir, bis die vorbei waren. Barbie wurde nervös, ich ahnte, daß die Bombe unter mir explodieren wird. Dani ging mit Nepomuk vor, wir galoppierten an, Barbie zog sofort an ihm vorbei. Dani hielt Nepomuk zurück, damit die Pferde sich kein Wettrennen liefern, Barbie fand das nicht lustig. Nachdem Barbie den ersten Dampf abgelassen hatte und kein Nepomuk sie verfolgte, wurde sie langsamer – jetzt gab ich das Tempo vor und verlangte schneller, danach sehr langsam galoppieren – Barbie gehorchte, danach konnte ich sie locker in den Schritt parieren.

Die Hufschuhe waren noch dran, wir querten eine Straße, danach war nochmals eine prima Galoppstrecke. Barbie schoß wieder los, als ich fast bei der nächsten Straße angekommen war, parierte ich sie durch und schaute zurück – keine Dani zu sehen. Ich blieb stehen, ganz weit hinten kam sie langsam im Trab an. Dani wollte ein Wettrennen vermeiden, vielleicht sollten wir mal eines machen zum Test? Nepomuk ist besser trainiert, aber Barbie hat Ehrgeiz – wer ohne zu treiben gewinnen würde, ist schwer zu sagen. Den Rest ritten wir Schritt, Barbie hatte allerdings wieder Hummeln im Hintern, trabte ständig an, ich hielt sie aber zurück und gelegentlich an, damit Nepomuk aufschließen konnte.

Durch den letzten Wald nahmen wir heute einen anderen Weg, damit Barbie lernt, auf dem Heimritt etwas ruhiger zu werden. Das klappte gut, sie war nicht mehr so hibbelig, zum Schluß ging es über einen Trampelpfad zur letzten Straße. Ich ritt bis zum Stall, Barbie wollte auf Asphalt (leicht bergab) traben, was ich natürlich unterband.

Der Easyboot Epic hat bei allen Geländewidrigkeiten prima gehalten, auch im flotten Galopp, es gibt nichts zu meckern, werde ihn ihr am Dienstag kaufen. Die neuen sind vermutlich etwas steif und enger, da ich aber am Dienstag Hufe bearbeite, werde ich die Neuen danach hoffentlich drauf bekommen.

Beide bekamen neben ihrem normalen Zusatzfutter wieder Mash, das ist auch gut im Fellwechsel. Probleme haben die Hafis damit glücklicherweise nicht, ihr Stoffwechsel ist bestens in Schwung.

Barbie hatte geschwitzt, ich zog ihr Nepomuks ältere blaue Abschwitzdecke über, die im alten Stall von Mäusen angenagt wurde, und machte nur die Brustschnallen zu – ein Fehler. Normalerweise wartet Barbie ja immer, bis ich gefahren bin, heute nicht – sie ging auf die Weide, um sich zu wälzen. Plötzlich hörte ich Hufgetrappel, Barbie kam im Galopp durch den Stallgang, ein paar andere Pferde hinter ihr her, die Decke war zerfetzt und hatte sich rechts vorne um ihr Bein, rechts hinten um ihren Huf gewickelt.

Das ist beim Wälzen passiert, dadurch bekam sie Panik; als sie mich sah, blieb sie stehen. Flugs ging ich zu ihr, rechten Vorderhuf hoch, Decke abgewickelt, hinten rechts die Schnürre, die sich um die Fessel gewickelt hatte, bei gehobenem Huf entfernt. Ich wirke auf Barbie wie Valium, sie weiß, ich regele alle Probleme für sie, Wahnsinn, welches Vertrauen sie in mich hat. Auf den Schreck habe ich ihr vier Kräuter-Leckerlis geholt, da war sie bereits wieder völlig entspannt. Sie hat alles richtig gemacht, sie kam zu mir in ihrer Panik und war sofort ruhig, das wird belohnt. Verletzt hatte sie sich, soweit ich sehen konnte, nicht, ein Glück.

Die Decke kommt in die Tonne, gut, daß ich ihr heute nicht ihre Teure angezogen habe. Zukünftig stelle ich sie nicht mehr mit Abschwitzdecke in den Stall, außer ich bleibe in ihrer Nähe.

Leider hat mein Blitz heute wieder nicht ausgelöst, ich muß prüfen, ob ich den aus Versehen deaktiviert habe. Links vorne sieht man trotzdem das Muster der Sohle vom Epic an den tragenden Stellen – interessant. 3/4 des Strahls trägt mit, schaut daher gut aus, der Rest schlecht, weil dort die Eckstreben tragen – das werde ich am Dienstag ändern. Der Tragrand medial (lateral läßt es sich kaum sehen), die Sohlenschwiele seitlich auch. dort trägt, Das Muster vor der Strahlspitze ist wohl Dreck, da habe ich nicht sauber ausgekratzt. Mir scheint, sie rollt über 5.00 Uhr ab, ich werde die äußere Trachte ein wenig kürzen, die ist wohl länger.

Das Loch rechts vorne hat sich wie erwartet bis zur Abszess-Rille vergrößert, wie ich vermutet habe, war bzw. ist das eine hohle Wand.  Diesen Abszess hat der TA ja in der Sohle geöffnet und dadurch einen Lederhautvorfall ausgelöst, kurz darauf brach der Eiter am Kronsaum raus. Mich würde interessieren, ob Abszesse, die am Kronsaum rausbrechen, immer eine hohle Wand zur Folge haben?

Die Abszess-Rille ist noch breiter, da wird noch einiges mehr von der Wand wegbrechen, was man hier gut sieht – schaut zwar übel aus, tut aber glücklicherweise nicht weh. Wegen der zweiten Abszessrille lateral hatte ich mir ja Sorgen gemacht, daß die von der ersten „mitgenommen“ wird, wenn die Wand wegbricht. Für mich schaut es so aus, als ob genügend gutes Horn dazwischen ist, so daß die beiden sich nicht „vereinigen“.  Links vorne kommt ja auch noch ein Abszess runter, den Barbie gleichzeitig mit dem zweiten rv hatte – bis lv die Wand wegbricht, dauert es also noch ein wenig.

Ich bin zuversichtlich, daß alle denkbaren hohlen Wände bis zum Anweiden Mitte Mai Geschichte sind. Dann steht Barbie auch in Sachen Hufen so gut da wie nie zuvor, werde die nächste Zeit ein wenig mehr Gas geben beim Korrigieren.

Den ersten Tagesritt habe ich mir schon überlegt, über FB habe ich Susanne kennengelernt, deren Pferde vor meiner Zeit auf der Doier-Ranch standen, nun sind sie in Baiern. Das ist einfach ca. 14 km von uns entfernt, ich habe bereits gefragt, ob wir uns mal samt Pferden persönlich kennenlernen wollen. Die Antwort war „ja“ :-), die Hafis können ihre Mittagsrast in den Paddockboxen von Susannes Pferden verbringen mit Wasser und Heu (ihre Pferde sind dann auf der Koppel). Das ist natürlich super, zurück reitet sie ein Stück mit samt Freundin, zu viert macht es sicher viel Spaß.

Das wären dann 28 km am Tag, das schaffen beide locker mit Mittagspasue, ich hätte dafür aber gerne für beide Renegades für hinten. Da werde ich mich diese Woche drum kümmern, messen und mich informieren.

Sobald unsere Krankenbox wieder frei ist, könnte ich auch „Besuch“ empfangen für eine MIttagsrast – falls unser Stallmeister nichts dagegen hat. Oder man bindet die Pferde am Putzplatz an, Heu vor die Nase und einen Eimer Wasser, das sollte auch reichen für 1 – 1,5 Std. Rast.

Wegen Wanderreiten habe ich gestern gegoogelt, geführte Ritte sind ziemlich teuer, 2 Tage EUR 200,00, eigene Unterkunft und Verpflegung extra. Fischbachau ist nicht besonders weit vom Stall, liegt nahe der Berge, eine sehr schöne Gegend, die ich vom Motorrad fahren her kenne. Meist wohnt man ja auf Wanderreitstationen nicht bei seinem Pferd, sondern in einer Pension in der Nähe – das finde ich nicht optimal.

Am Bucherhof ist man nicht getrennt von seinen Pferden, p. P. mit Frühstück EUR 20,00, pro Pferd (Box) EUR 10,00 – das finde ich sehr günstig. Es gibt eine Berittführerin am Hof, die einem sicher gute Tipps gibt, wo man dort schön reiten kann. Den Weg finden wir dann schon, außerdem haben wir ja Barbie, die immer wieder zurück findet :-). Ich werde den Stallmeister fragen, ob er mir mal sein Auto + Hänger leiht für ein Wochenende, auf dem Bucherhof könnten wir 2 – 3 Tage Urlaub machen.

Die Hafis müßten in Boxen; wenn sie ausgelastet sind, macht das nichts. Anfang Mai wäre ein guter Termin, bis dahin sind beide gut trainiert und es ist bei uns noch nicht angeweidet.

Ich habe große Pläne :-), in die Berge reiten wäre toll, Haflinger wurden ja fürs Gebirge gezüchtet. Back to the roots, falls nötig, bekommt Nepomuk auch für vorne Hufschuhe, Easyboot Glove.

22. März 2013

erster Test mit Easyboot Epic erfolgreich

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:15

Heute nahm ich den VS-Sattel mit der blauen Schabracke, passend zu Barbies Prunkhalfter. Vorher mußte ich lange putzen, Barbie haart unheimlich, die Schuhe anziehen dauerte wieder ein wenig. Bei dem Modell von vor 2012 kann man das Trachtenband auch anheben und den Riemen zum Hochziehen benutzen, fand ich heute raus.

Bis zur Ovalbahn habe ich gefüht, auf einem Teil der Teerstraße ging Barbie von sich aus auf dem Seitenstreifen, wohl aus Gewohnheit. Das letzte Stück war ein Schotterweg, Barbie hat gestaunt, warum nun nichts mehr pieckst :-). Auf der Ovalbahn haben wir Sand mit kleinen Steinen drinnen, in der Mitte ist Gras. Ich stieg auf, wieder aus Gewohnheit wollte Barbie auf dem Gras gehen, ich lenkte sie aber auf den Sand. Als sie bemerkte, daß nichts pieckst, blieb sie drauf, wir gingen erst mal Schritt.

Alles im grünen Bereich, sie lief gut und stolperte nicht, also Trab. Einmal kurz den Kopf zu Boden, sie wollte buckelnd losgaloppieren, ich habe aber aufgepaßt ==> Kopf hochgezogen und weiter Trab. Ich ritt viele Übergänge Schritt/Trab, Barbie nahm halbe Paraden gut an, obwohl sie nur ein Halfter drauf hatte. Ich paßte im Trab auf, daß sie nicht zu schnell wurde, das klappte prima. Handwechsel, wieder Übergänge, sie lief super mit den Schuhen.

Zum Ende hin erlaubte ich ihr eine Runde Renntrab, Barbie schoss los, versuchte aber nicht, anzugaloppieren. Leichttrab ist mir bei dem Tempo nicht möglich, ich stand in den Steigbügeln, das kostet mich am wenigsten Kraft. Noch ein wenig Schritt, dann ritt ich zurück zum Stall. Barbie versuchte nicht zu rennen, ich konnte sie sogar am lockeren Zügel gehen lassen. Im Ort angekommen, drückte ich nicht an der Ampel, um über die Straße zu kommen, sondern wartete, bis kein Auto kam, dann im Trab über Straße.

Barbie nahm das zum Anlaß, kaum daß wir auf dem gegenüber liegenden Gehsteig waren, Gas zu geben, damit hatte ich nicht gerechnet – im flotten Trab ging es die letzten 30m zum Stall zurück. Sie lief einwandfrei mit den Schuhen auf Asphalt, kein Stolpern, kein vorsichtiges Auftreten, alles super.

Am Sonntag folgt der letzte Test, Dani hat eine schöne Strecke durchs Hügelige, ca. 16 km, rausgesucht. Ich denke und hoffe, der Epic bewährt sich, dann fahre ich am Dienstag zum Krämer und kaufe ihn. Comfort Pads braucht Barbie nicht, sie kommt mit hartem Boden zurecht, im Winter war der unter dem Schnee ja auch gefroren.

Rechts vorne hat sich das Loch nun fast bis Abszessrille „durchgearbeitet“, ich habe Keralit Undercover reingeschmiert. Barbie stört das bisher nicht, auch wenn ein Stück Wand wegbricht, wird ihr das vermutlich nichts ausmachen (das war zumindest letztes Jahr so).

Nepomuk geholt zur Hufbearbeitung, vorne rechts hat sich einiges vom Strahl gelöst, ich habe alles Lapprige weggeschnitten. Vorne nahm ich wieder ein wenig Trachten runter, habe all seine Eckstreben deutlich geschnitten, die Wän de geraspelt und berundet – nur Senken schneiden habe ich vergessen. Danach war ich kaputt, da er auch extrem haart, habe ich ihn noch über eine halbe Stunde lang geputzt. Wahnsinn, wie ihm die Haare ausgehen, daher wälzt er sich auch täglich, das juckt wohl.

Über links hinten war ich vorgestern ja ziemlich erschrocken, wie konnte mir das nur passieren? Heute habe ich getan, was ich konnte, nun schaut es schon besser aus. An den Hornröhrchen sieht man gut, die der Huf eigentlich stehen müßte, die Senke lateral schneide ich am Sonntag noch vor dem Ausritt. Links vorne von vorne schaut gut aus, seitlich sieht man leider wegen dem Gegenlicht nicht die Zehenwand.

Die restlichen Fotos von Barbies Hufen für meine Doku muß ich noch machen, heute hatten wir keinen Nerv mehr dafür. Beide bekamen NT-Dry auf alle Strähle, nach meinem ersten Eindruck schauen die bereits besser aus. Am Sonntag bekommt Barbie das Pulver vorne drauf, bevor ich ihr die Schuhe anziehe, so kann es prima einwirken während des Ausritts.

Heute war ich bereits um 13.00 Uhr im Stall, Barbie stand am Eingang und hat auf mich gewartet, fast alle anderen Pferde waren auf der Weide, Nepomuk auch. Vermutlich steht sie jeden Tag ab Mittag am Eingang und wartet, daß ich komme – das macht kein anderes Pferd. Barbie ist dermaßen auf mich fixiert, das ist mir fast schon unheimlich. Sie geht auch nie vom Eingang weg, solange ich da bin, Nepomuk ist da anders; als ich ihn heute wieder reinstellte, trollte er sich auf die Weide. Barbie wartet immer, bis ich abfahre, dafür hat sie heute 3 Karotten extra bekommen.

Ihre Krankheit hat uns eng zusammengeschweißt, ich habe alles versucht, ihr zu helfen. Andere hätten sie einschläfern lassen, ich gab nie auf, ich habe für sie gekämpft, weil Barbie gekämpft hat. Ich habe immer daran geglaubt, daß wir es gemeinsam schaffen; selbst wenn sie nie mehr reitbar gewesen wäre, hätte ich sie natürlich nicht einschläfern lassen. Barbie hat mir das Schlüsselbein perforiert ==> 2 Operationen und mir mit dem Huf ins Gesicht geschlagen, alles vergeben und vergessen.

Jetzt sind wir an einem Punkt, wo sie reitbar ist, auch wenn ihre Vorderhufe noch lange nicht gut sind. Sie genießt unsere Ausritte, sie ist dadurch richtig aufgeblüht, sie ist nun dabei, Arbeit ist für Barbie keine Last, sondern Freude. Im Gelände rennen und Nepomuk hinter sich lassen, ist ihre größte Freude und meine auch :-). Manchmal ist sie schwer zu bremsen, mei, Barbie ist nun 15 Jahre und wird gebißlos mit LG-Zaum eingeritten. Ich brauche kein Gebiß, was ihr Schmerzen zufügt, ich vertraue Barbie, auch wenn sie manchmal eigene Entscheidungen trifft in Sachen Tempo.

Jetzt beginnt unser neues Leben, wir legen nun die letzten 3 Jahre ad acta und schauen in eine rosige Zukunft.

20. März 2013

geweint vor Glück … :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:16

… Barbie hat endlich passende Hufschuhe *huuuuuuuuuuuurrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa*!!!!

Was haben wir die letzten 3 Jahre nicht alles zusammen durchgestanden und gekämpft, letztes Jahr stand Barbie kurz vor dem Einschläfern … und nun hat Barbie Hufschuhe zum Ausreiten – ich bin überglücklich! Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für uns, Barbie ist nun völlig schmerzfrei auf jedem Boden unterwegs, Steine können ihr nichts mehr anhaben. Nun habe ich ein Pferd, was nicht nur laufen will, sondern endlich auch auf jedem Boden kann.

Mittags fuhr ich zum Reitsport Krämer, die Easyboot Epic waren bereits hergerichtet. Weil ich zwei Größen brauchte, bekam ich vier Schuhe, mußte daher die doppelte Kaution hinterlegen, EUR 200,00, und EUR 20,00 Miete zahlen. Der größere ist das neuere Modell, der kleinere das von vor 2012. Ich fragte wegen dem Trail, die Dame meinte, ich könne den gerne auch mitnehmen, von der Größentabelle her wäre der aber nicht passend. Das wußte ich ja schon *g*, verzichtete daher auf den Trail.

Im Stall angekommen, bereitete ich alles vor, Barbie war auf der Winterweide. Es ist zwar kein Winter mehr, d. h. es liegt schon länger kein Schnee mehr, die Weide blieb trotzdem offen. Die Pferde liegen gerne auf der Weide, glücklicherweise ist so gut wie kein Gras drauf, auch wenn einige Pferde immer so tun, als würden sie Gras knabbern. Für Barbie kein Problem, denke ich, außerdem bekommt sie nun ja wieder Pferdehanf.

Ich rief sie, Barbie wieherte vor Freude und kam im Trab über den Paddock zu mir – Nepomuk würde das nie machen (glaube ich). Die gepflasterte Stallgasse runter lief sie im Trab neben mir – wow, war sie heute gut drauf :-). Ich habe erst mal alle Hufe ausgekratzt und mit Wasser + EM gewaschen, konnte es gar nicht erwarten, ihr die Schuhe anzuprobieren. LV ohne dieses Band, was bei dem neueren Modell dabei ist, damit man den Schuh hinten leichter über die Trachten bekommt, war es ein wenig schwierig, den Huf reinzubekommen. Ich ließ Barbie absetzen, damit sie „rein rutscht“, haute vorne leicht gegen die Zehe, damit der Schuh weiter hinter rutscht, und zog hinten am Gaiter (soll man nicht machen). Der Huf schien mir drinnen zu sein, ich schloß den Gaiter, der nicht besonders eng anlag, und drückte die Schnalle mit dem Fuß runter.

Barbies schmale Fesseln passen nicht zu ihren derzeit noch zu großen Vorderhufen, mir fiel das bereits letztes Jahr bei dem Trail auf, der ihr am Kronsaum ziemlich zu weit war.

Die Besitzerin von Missie (Nepomuks Freundin), die Erfahrung mit Hufschuhen hat, beriet mich, sie war zufällig auch da. Rechts vorne (neueres Modell) ging das Anziehen etwas leichter durch das Band, dadurch mußte ich nicht am Gaiter ziehen. Mit ein wenig Übung habe ich die Schuhe schnell drauf, denke ich.

Wir gingen auf den Platz, erstmal machte ich ein kurzes Video von Barbie, danach gabs ein ein follow up mit engen Wendungen im Schritt. Soweit ich das beurteilen kann, lief Barbie gut mit den Schuhen, ich rannte dann ein wenig, Barbie trabte (frei) hinter mir her. Wenn Barbie antrabt (das hatte ich letztens auch beim Spielen beobachtet), ist das irgendwie kein fließender Übergang, sondern sie kommt beim ersten Schritt vorne leicht hoch, so als ob sie hinten zuerst den „Motor“ anstellt. Mir ist das auch beim Reiten / Angaloppieren schon aufgefallen, daß sie vorne leicht hoch kommt beim ersten Sprung – danach ist alles normal.

Für mich so hautnah heute mit ihr auf dem Platz sah das ein wenig beängstigend aus, wenn Barbie derart anschiebt, wenn sie antrabt. Sie ist ja ne Art Bulldogge unter den Haflingern, wenn sie antritt, dann kommt ne Menge geballte Kraft auf einen zu. Es hat aber alles super geklappt heute, Barbie gab sich Mühe, mich nicht anzurempeln und mein Tempo im Trab zu laufen; gegen sie bin ich natürlich ne lahme Ente.

Zurück zum Putzplatz ist sie in der Stallgasse wieder langsam neben mir hergetrabt, anscheinend hat sie kein Problem mit den Hufschuhen. Das Ausziehen ging gut mithilfe des Hufauskratzers, rv konnte ich die Schnalle aber mit der Hand öffnen, habe sie daher für nächstes mal enger gestellt.

Die echten Tests kommen noch, am Freitag gehe ich mit ihr auf die Ovalbahn mit den Schuhen, werde auf dem Weg dahin auf Asphalt reiten und sehen, wie sie sich verhält. Am Sonntag reiten wir dann ins Gelände und werden galoppieren, ich muß ja wissen, ob der Epic gut hält und ob Barbie Einlagen braucht.

Meine Stallkollegin meinte, evtl. braucht jeder Huf eine Nummer kleiner, sie hat den Epic nie so „leicht“ auf auf die Hufe gebracht. Die Mietschuhe wurden natürlich schon benutzt, sind daher etwas ausgeleiert, neue nicht. Ich will nicht ne Nr. kleiner kaufen und den Schuh dann nicht auf den Huf bringen, lieber kaufe ich Barbie in ein paar Monaten eine Nummer kleiner – ihre Hufe verändern sich ja noch.

Hier das erste Foto von Barbie mit den Epic, witzig finde ich, wie sie hinten eng geschlossen steht. Geprüft habe ich natürlich, daß die Hufschale nicht den Kronsaum berührt und das Trachtenband wirklich nur um die Trachten geht und nicht den Ballen berührt.

Ich hoffe, ich habe nun dank der Schuhe meine Rennsemmel zurück :-), nun können wir unser Training mit den Hafis fortsetzen *freu*. Das tolle ist, daß der Easyboot Epic auch für lange Strecken geeignet ist, so daß wir nach ein paar weiteren Trainingseinheiten auch mal einen Tagsritt machen können. Anfangs vielleicht 4 Std. nach der Hälfte gibt es eine Mittagspause.

In Sachen Hufbearbeitung muß ich bei beiden nun Gas geben, mich vor allem besser um die Hinterhufe kümmern. Richtig gut habe ich die bisher nicht gemacht, ich muß mehr berunden und Senken schneiden. Ich werde mal fragen, wann die Huftechnikern wieder kommt, vielleicht kann ich ihr Nepomuk noch „unterjubeln“. Wenn er ca. 2x pro Jahr von einem Profi bearbeitet wird, würde mir das einiges an Arbeit abnehmen. Barbie gebe ich nicht mehr aus der Hand, werde allerdings in Sachen Eckstreben mehr machen als früher.

Rechts vorne hat sich das Loch vergrößert, es reicht nun fast bis zur Abszessrille, vermutlich bricht die Zehenwand in diesem Bereich bald weg. Ich denke, das ist eine hohle Wand, die sich aufgrund des Abszess gebildet hat. Das würde auch den breitflächigen Gammel an der Zehe erklären, die Rille ist ja einige cm breit. Der zweite Abszess kommt leicht medial runter, auch an dieser Stelle war bisher nur Gammel bzw. doppelte Sohle. Ist eigentlich auch logisch, der Eiter hat sich damals bis zum Kronsaum gefressen, dadurch gibt es eine hohlen Kanal. Der heilt natürlich nicht zu, sondern muß rauswachsen, das dauert einige Zeit.

Die Sohle ist leider dreckig, trotzdem sieht man, daß die Eckstreben sich verkürzt haben. Ich werde sie auf fast Sohlenniveau zurückschneiden und die Tragränder anpassen (bei allen ihren Hufen).

Nepomuk links hinten schaut von vorne übel aus, da Seitenwände hebeln weg, vor allem außen. Man sieht es auch auf dem Sohlenfoto, ich habe zu wenig geraspelt, berundet und gesenkt.

Das NT-Try habe ich nun endlich, aufgebracht und mit einer Zahnbürste eingerieben, die Strähle vorher mit einem Handtuch getrocknet. Mal sehen, was das bringt, ich mache das nun immer bei beiden.

19. März 2013

Epic oder Trail?

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:09

Sodele, jetzt habe ich noch Erfahrungsberichte zum Easyboot Trail gelesen, den kann man auch mit Gaiter verwenden. Beim Krämer habe ich angerufen, der Epic zum Verleih ist vorrätig, prima. Ob ich den allerdings in der ins Auge gefaßte Größe auf Barbies Hufe bekomme, weiß ich nicht. Ich habe mir ein paar Videos auf youtube angesehen, einfach wird es nicht, weil ich bei der Länge ja das maximale „raushole“, damit der Schuh so ungefähr zur Hufbreite paßt.

Morgen hole ich den Epic ab, werde fragen, ob ich zusätzlich noch den Trail ausleihen kann. In einem Forum habe ich gelesen, daß man die Seiten ja ein wenig polstern kann, damit sich der Schuh beim Reiten nicht dreht. Wobei ich nicht weiß, welches Material dazu geeignet ist, die Seitenwände sind ja ziemlichen Kräften ausgesetzt.  Barbies weghebelnden Seitenwände habe ich lv ja so gut wie beseitigt, rv hebelt nur noch die innere Wand etwas mehr weg. Ob was in den Schuh seitlich rein Geklebtes hält, möchte ich bezweifeln. Probieren geht über studieren :-), der Trail wäre für mich leichter zu händeln, allerdings ist er angeblich für Wanderritte nicht geeignet. Wir reiten normalerweise ja meist 2 – 3 Std., wenn dabei der Trail nicht scheuert, spricht ja nichts dagegen, ihn auf einem Tagesritt auszuprobieren.

Beim ersten Test letztes Jahr im Juli hat Größe 6 des Trails auf beiden Hufen gepaßt, allerdings konnte ich den nur ein mal ausprobieren, weil Barbie 2 Tage später wegen des ersten Abszesses rv lahm ging, geritten bin ich damit damals nicht.

An den von mir gemessenen Größen sieht man gut, daß Barbie vorne immer noch auf zu großem Huf lebt, das war wohl schon immer so. Die Zehe war immer ein Hebel, der vermutlich die Wandrotationen ausgelöst hat. Hufschmied und HO gab ich die Röbis, genutzt hat das damals leider nichts. Ich als Laie habe das lange nicht erkannt, dementsprechend schauen die Röbis vom Mai 2012 aus. Erst heute weiß ich, daß man die Zehe bei solchen Hufen stets bis zur „weißen Linie“ zurücksetzen kann – das Problem war nur, daß Barbie vorne nie eine weiße Linie zeigte, die war und ist von der doppelten Sohle überlagert.

Ich bin nicht dafür, ein Pferd lahm zu raspeln/schneiden und dann zu polstern; wenn man 3x pro Woche wenig raspelt, ist das im Endeffekt viel. Ich bin nicht zufrieden mit meiner Hufbearbeitung, ich hätte vermutlich mehr machen können, ohne daß Barbie lahm geht – aber weiß man es vorher?

18. März 2013

auf der Suche nach Hufschuhen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:36

3 Grad und (Schnee-)Regen heute, igitt – ich fuhr trotzdem in den Stal. Der Putzplatz unter dem Dach bot allerdings nicht genügend Licht für gute Fotos, mein Blitz hat irgendwie gestreikt.

Aufgrund des Wetters waren die Hufe voller Erde, auskratzen war mühevoll, danach habe ich Sohlen und Wände mit Wasser + EM gewaschen. Kaum war ein Huf wieder am Boden, war er wieder dreckig, ziemlich anstrengend das. Barbie bekam lv die Zehe zurückgesetzt, so gut es ging, die drei anderen Hufe wurden auch beraspelt. Die Zehenwände habe ich gestreckt, so gut das am stehenden Huf halt geht, rv habe ich über die Abszessrille rüber geraspelt. Das NT-Dry wurde heute nicht geliefert, also tat ich StrahlNiem (was ich zuhause „aufgetaut“ hatte), auf Barbies Strähle vorne.

Meine vier Easyboot RX hatte ich dabei, Größe 3 wollte ich ihr vorne links anziehen ==> keine Chance. Also Größe 4 aus dem Auto geholt, mit Mühe habe ich den Huf reingebracht. rv war es noch schwieriger, Größe 4 ist ihr rv definitiv zu klein. Barbie zurückgestellt und Nepomuk geholt, sie bleibt ja immer am Eingang stehen, solange ich da bin. Ich warf öfters mal einen Blick rein, einmal sehe ich, wie sie rv an dem Schuh mit den Zähnen kaut, ersichtlich war ihr der unangenehm.

Gemessen habe ich auch, lv kam ich auf 14/12 cm, rv 15/13,5 cm, damit läßt sich nun was anfangen. Mir ist völlig egal, was für einen Hufschuh sie bekommt und was der kostet, Priorität hat, daß er einigermaßen paßt. Der Easyboot Epic käme bei diesen Maßen am ehesten in Frage, Größe 2 für lv (124 – 130 /131 – 140)  und Größe 3 (131 – 139/141 – 150) für rv. lv wird im Laufe der Zeit noch kürzer, dafür gäbe es einigen Spielraum, ebenso rv, der zusätzlich noch ein wenig schmaler wird.

Allerdings braucht der Epic eine gewisse Trachtenhöhe, damit das Trachtenband im Inneren des Schuhs seine Haltefunktion erfüllen kann. Ob Barbies Trachten, die dazu noch leicht untergeschoben sind, dafür reichen, werden wir sehen. Durch das Drahtseil kann man den Schuh der Zehenwand anpassen, die immer noch vorhandenen kleinen Bullnasen darf ich ja nicht vergessen.  Das An- und Ausziehen erfordert einen gewissen Kraftaufwand, eigentlich hätte ich es lieber einfach, aber es geht nicht nach mir und meinen Befindlichkeiten.

Der Epic ist für Comfort-Pads geeignet, ein Vorteil, falls Barbie welche braucht. Der Epic ist robust und eignet sich für lange Distanzritte, die wir nicht machen, höchstens mal einen Wanderritt. Morgen werde ich beim Krämer (Irschenberg) anrufen und fragen, ob der Epic zum Verleih zur Verfügung steht – wenn ja, „miete“ ich den für eine Woche zum Test.

Nepomuk wurde heute auch beraspelt, soweit das bei dem diffusen Licht möglich war. Beide Hafis haben sich beim Ausritt gestern, bei dem sie viel auf Asphalt laufen mußten, die Hinterhufe ziemlich platt gemacht. Die Zehen hinten habe ich bei beiden deutlich zurückgesetzt und alles berundet, soweit es meine Kraft und das Licht zuließen. Ich denke, beiden würden für hinten Renegades gut tun, damit die Hufe mal ein wenig Substanz aufbauen können. Für Wanderritte brauchen beide eh hinten einen Schutz, warum den also nicht schon jetzt kaufen?

Vorne braucht Nepomuk nix, die Trachten habe ich heute wieder ein wenig gekürzt – er läuft sich ja vorne kaum was weg. Das sind jetzt zwar mal EUR 600,00 für Hufschuhe, Renegades halten aber mehrere Jahre, das weiß ich aus diversen Erfahrungsberichten. Ich werde die Hinterhufe der Hafis mal vermessen und sehen, wie sie in die Größentabelle passen.

Ein Vollbeschlag mit Eisen oder Kunststoff ist nicht gerade billig, wenn man ihn nach 6 – 8 Wochen erneuern läßt und die Eisen nicht solange wieder drauf nagelt, bis sie komplett durch sind. Hufschuhe sind mE die beste Lösung für jedes Pferd, Eisen sind die schlechteste Lösung.

 

17. März 2013

Ritt nach Graß, 2 Std. 15 Min., 10 km

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:01

Bei Google Maps hatte ich Wasser Nähe Graß entdeckt, wir wollten uns die Teiche (?) heute ansehen. Barbie war sturzdreckig, als erst mal eine halbe Stunde geputzt. Im Wald war es noch ziemlich frisch und der Boden teilweise gefroren, Barbie war heute ziemlich fühlig. Als ein schöner Grasweg kam, wollten wir traben, Barbie fing sofort an zu buckeln, anschließend schlich sie im Trab dahin. Eigentlich gar nicht ihre Art, Dani meinte, sie lahmt weder im Schritt noch im Trab.

Also weiter im Schritt, als wir nach Graß auf die Teerstraße kamen, stieg ich ab und führte Barbie durch en Ort. Erst als wir den Asphalt wieder verlassen konnten, stieg ich wieder auf – wir waren an den Teichen angekommen. Die waren eingezäunt, wohl Privatbesitz, ich schätze, das sind mehrere Mini-Fischteiche – schade. Es ging einen anderen Weg zurück, der Schotter war nicht arg, teilweise lief Barbie auf dem Weg. Wir trabten ein längeres Stück, Barbie lief schnell, rannte aber nicht so sehr wie sonst üblich.

Das letzte Stück war ein Wiesenweg, wir wollten traben, Barbie galoppierte an, Dani drehte Nepomuk gleich um, damit er nicht folgte. Madame nahm den Kopf auf den Boden, ein komisches Gefühl, ich zog ihr den wieder hoch, bevor sie losbuckeln konnte. Mein Knoten im Zügel ist eine geniale Idee, sie kann mir dadurch nicht die Zügel aus der Hand reißen und ich brauche wenig Kraft, um ihr den Kopf wieder hochzuziehen. Heute war ich streng, habe sie sofort durchpariert und angehalten, wir warteten auf Nepomuk. Barbie gefiel das nicht, ich ließ sie aber nicht weg, bis Dani mit Nepomuk zu uns getrabt war.

Den restlichen Wiesenweg gingen wir Schritt, Barbie plusterte sich auf wie ein Araber und verfiel teilweise in super langsamen Trab. Tja, da mußte sie mal 10 Min. am Zügel gehen (anonsten wäre sie mir abgehauen), das ist für ein quasi rohes Pferd ziemlich anstrengend, dementsprechend geschwitzt hat sie. Ich kann ihr aber nicht alles durchgehen lassen, bin eh ziemlich nachsichtig mit ihr. Mir kam es so vor, als ob Barbie heute vermehrt gestolpert ist, sie schaute nicht so aufmerksam wie sonst auf den Boden. Vielleicht war ich heute aber auch nur übersensibel, weil sie sich anders verhielt als sonst.

Die Teerstraße bis zum Stall habe ich heute geführt, beide bekamen neben ihrem normalen Zusatzfutter wieder ein bissi AlpenGrün-Mash, Barbie ihre Abschwitzdecke drauf.

Was wir jetzt brauchen, sind Hufschuhe, und zwar dringend – ohne werde ich Barbie nicht mehr im Gelände reiten, habe ich gerade beschlossen. Links vorne werde ich die Zehe kürzen, ob der Huf wie rv nach meinem Toe Rocker auch nach vorne gekippt ist, habe ich noch nicht überprüft – hoffentlich.

Im Hufe-Forum habe ich gelesen, man sollte den Easyboot Trail 1 bis 2 Nummern kleiner nehmen, weil er groß ausfällt. Ich werde nochmals genau messen nach dem Raspeln, die letzte Messung ergab eine Länge von 15 cm Länge und 12,1 cm Breite. Größe 4 mit einer Länge von 125 bis 130 mm könnte hinkommen, ebenso die Breite mit 120 – 125 mm. Für rv wäre der vermutlich zu klein, der Huf bekommt eine Nr. größer.

Beim Reitsport Krämer kann man sich Hufschuhe ja ausleihen zum Testen, das werde ich machen. Dann sehe ich schon, ob wir mit diesen Größen hinkommen oder nicht. Softpadeinlagen habe ich ja für den RX, damit könnte Barbie wie auf Wolken laufen, die sind aber ziemlich dick. Man muß aber auch die Bullnasen berechnen, vermutlich käme sie mit Softpad im Schuh zu hoch, Einlagen aus Prickelfilz kann ich ihr bei Bedarf aber machen.

Den Easyboot RX habe ich in den Größen drei und vier, Größe 3 hat ihr letztes Jahr im Mai nicht gepaßt, daher habe ich noch Größe 4 gekauft. Größe 3 müßte nun locker auf beiden Hufen passen, ich werde es ausprobieren. Das NT-dry (kommt vermutlich am Montag) möchte ich Barbie ja nicht nur auf den Strahl tun, sondern auch auf die gammeligen Stellen Nähe der „Tragränder“. Besser kann das wirken, wenn ich ihr nach dem Auftragen für 1 Std. oder so die Hufschuhe anziehe. Nepomuk wird ja anschließend versorgt, bevor ich gehe, bekommt Barbie die Schuhe wieder aus.

Solange Barbie keine Hufschuhe hat, kann man sie auf Ausdauer nicht trainieren, 2 Std. Schritt gehen baut immerhin Muskulatur auf. Aber so wie heute mache ich nicht weiter, entweder ich finde Hufschuhe, die passen und halten oder ich reite sie nicht mehr im Gelände. Ich muß jetzt einfach Geduld haben und Barbies Hufen Zeit geben.

Außerdem bekommt sie in den Schuh eine Softpadeinlage,