30. Juni 2013

Plan zur weiteren Hufbearbeitung

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:23

Beim Stöbern heute im www stieß ich auf diese Seiten, Vorsicht, schlimme Hufbilder – wie kann man Pferden nur sowas antun? Enorm, was Haflinger alles aushalten, die sind genauso hart im Nehmen wie Esel.

Heute habe ich nochmals meine Fotos von gestern studiert, dabei fiel mir am Foto seitlich von Barbie rv auf, daß das Ende der inneren Trachte wesentlich weiter nähe der breitesten Stelle des Strahls liegt, als es das Sohlenfoto vermuten läßt. Ich habe mir mal wieder Hilfslinien gezeichnet *g*, die hellgrüne Linie ist die breiteste Stelle des Strahls, bis dahin will ich die Trachten im Laufe der Zeit kürzen. Der Abrollpunkt, der nun am Strahlende liegt, würde dadurch optimiert, was dringend nötig ist.

Die innere, stark umgeklappte Eckstrebe werde ich morgen zurückschneiden (orange Linie), die äußere auch ein wenig, so daß beide parallel zum Strahl kommen. Die Zehe werde ich kürzen (blaue Linie), das sind Korrekturen, die kaum Veränderungen an den Druckverhältnissen im Huf auslösen. Auf dem Foto ist rv derzeit 19,3 cm lang und witzigerweise auch 19,3 breit (an der breitesten Stelle), das ist optimal :-), allerdings stimmen die Belastungsverhältnisse (noch) nicht.

Den äußeren stabilen Tragrand werde ich stark anschrägen („Sprungschanze“), was dazu führt, daß die laterale Seite enger wird – die innere Hufhälfte ist ja kleiner. Die Wandüberstände müssen runter, der Strahl kann durchaus Last aufnehmen, ebenso die Sohle. Um das Trachten kürzen werde ich nicht lange rumkommen – ich werde versuchen, beide Trachten langsam gleichmäßig zu kürzen, auch wenn sie nicht gleich hoch sind.

Die Pferde im Stall haben ja eine ziemlich lange Freßpause, um 6.00 Uhr kommen sie von der Weide und sind satt, evtl. liegt noch ein wenig Stroh von der Fütterung abends vom Vortag rum. Um 12.00 Uhzr war ich schon oft im Stall, da war jedes Krümel aufgefressen. Mehr als 4 Std. sollte die Freßpause für Pferde eigentlich nicht dauern, der Darm muß in „Bewegung“ gehalten werden. Stroh gefüttert wird um ca. 17.00 Uhr, das ist ziemlich lange. Die Frage ist, wieviel vom AlpenHeu / Aspero soll ich ihnen geben, damit der Magen einigermaßen gefüllt ist? Bedenken muß ich natürlich auch, daß beide dadurch nicht zunehmen, hmm.

Von meinen Kaninchen habe ich noch fast 1,5 kg „Löwenzahnwiese“, das schaut viel aus, ich habe mal fast die Hälfte durch 2 geteilt, das bekommen die Hafis morgen – also jeder ca. 300 g. Am Mittwoch nochmals, dann ist das weg, das Heu riecht noch sehr gut, hat keinen Schimmel. Mir schwebt vor, ihnen nach dem Rausholen AlpenHeu zu präsentieren, ihr normales Zusatzfutter mit Zusätzen, bekommen sie dann nach der Arbeit, in 200 g Aspero „eingerührt“.

29. Juni 2013

Barbie vorne lahmfrei

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:42

Barbie lief gestern ziemlich gut, die Entzündung ist abgeklungen, an der Abszessrille wächst neues Wandhorn nach. Links hinten hat sich die laterale Eckstrebe in den letzten 3 Tagen enorm aufgerichtet. Es kommt nun mehr Last nach außen, der Tragrand dort hat sich gut entwickelt. Die äußere Trachte scheint etwas höher als die mediale, das habe ich heute korrigiert. Rechts hinten habe ich heute die Eckstreben geschnitten, außerdem die äußere Trachte gekürzt, sie erschien mir etwas länger als die innere.

Links vorne habe ich gestern die Zehe ein wenig gekürzt und den Huf „rund“ gemacht, seitlich sieht man, daß sich ein wenig Tragrandüberstand/Wandüberstand aufgebaut hat. Das werde ich heute anfangen zu beheben, man sieht bei diesem Foto gut den Gammel in der äußeren Trachte. Innen sieht es nun aus wie eine große Senke, die Trachten habe ich belassen – irgendwann werde ich nicht drum rum kommen, sie anzupassen.

Rechts vorne habe ich gestern ein wenig rund gemacht und die Zehe gekürzt, man sieht auf diesem Foto deutlich, daß die innere Trachte höher ist als die laterale. Eine ähnliche Situation wie lv; als ich das korrigiert hatte, bekam Barbie einen Hufabszess. Heute habe ich den Wandüberstand außen ein wenig verringert, innen fuhr ich einmal mit der Raspel drüber und hörte es knacken. Das Stückchen Tragrand was man medial sieht, ist äußert brüchig, Es wäre noch viel mehr möglich, aber ich will ja langsam vorgehen … bloß kein weiterer Abszess rv.

Gestern bekam Barbie das restliche Hoof Solution auf die Strähle, die schauen faserig aus, sind aber gut hart, und in die „Krater“ Keralit Undercover. Heute war der Gammel etwas zurückgedrängt, sie bekam NT-Dry drauf. An den braunen Stellen beim heutigen Sohlenfoto (es hat geregnet) sind man mE gut, wie der Huf belastet wird. Die kleine Schwiele außen neben der Strahlspitze trägt mit, die werde ich belassen; habe ich Hufe-Forum gelesen, daß dadurch Druck vom Hufbein genommen wird. Im Zehenbereich scheint es relativ gleichmäßig aus, sie rollt nach innen ab, geht nicht anders. Medial im hinteren Hufbereich trägt die stark auf der Sohle liegende Eckstrebe und die Trachte, die Seitenwand gibt ja nichts her. Eigentlich könnte ich die innere Eckstrebe zurückschneiden, das wäre keine Belastungsänderung, und die Eckstrebe könnte mehr Last aufnehmen.

Nepomuk sah ich gestern zufällig im Stall, wie er sich rechts hinten in die Fessel gebissen hat, als ich ihn draußen hatte, sah ich, daß die Wunde blutete. Ich wundere mich ja schon einige Zeit, wo all die kleinen Wunden an seinen Beinen herkommen, Mauke hatte er ja schon ein mal. Mauke ist allerdings eine bakterielle Erkrankung, bei ihm vermute ich, daß er sich diese Wunden beißt. Grasmilben könnten auch eine Ursache sein, Barbie hat allerdings nichts. Ich tat ihm gestern Derfen Liquid drauf, heute hatte er keine neuen Wunden. Seine Hufe lv und lh habe ich gestern bearbeitet, heute nachbearbeit sowie rv – lh hatte ich ja kürzlich gemacht.

Rechts vorne seitlich schaut gut aus, von vorne, er hat immer noch die medial hochschwingenden Belastungslinien- ich werde innen eine Senke schneiden. Links hinten ist mir ganz gut gelungen, finde ich :-), vor 2,5 Monaten sah es noch so aus. Nach diesem Foto habe ich den Huf ziemlich radikal bearbeitet, am 17.05.2013 sah es bereits besser aus, heute sind die Seitenwände gerade. Sohlenfotos von Nepomuk habe ich heute vergessen, die hole ich natürlich nach :-).

Barbie lief heute lh mit verkürztem Schritt, am Huf kann es eigentlich nicht liegen; entweder hat sie was am Bein oder ist verspannt. Ich tat ihr Heilerde aufs Bein, als sie bereits wieder im Stall stand, anschließend gab es eine Massage mit der Hand, gestern hatte ich sie mit dem Massagestriegel massiert. Sie wich ein paar mal aus, ein Zeichen für Schmerz, zwischendurch seufzte sie seelig, insgesamt hat ihr meine Massage wohl gefallen. Falls es am Montag nicht besser ist, werde ich mich nach einem Pferde-Osteopathen umsehen, habe schon jemanden im Auge.

Das Agrobs AlpenHeu kam heute, puh, 30 kg sind ne Menge. Vom Aspere (20 kg) ist kaum was weg, kein Wunder, wenn ich beiden nur je ca. 180 g gebe. Das Lamino Star ist bald zu Ende, ich überlege, was ich ihnen dann vom Aspero und AlpenHeu geben kann/soll. Der Huf-Regulator ist bald zu Ende, ab heute wird das in halber Dosis für Barbie ausgeschlichen, bei Nepomuk habe ich es ja schon länger abgesetzt.

Nepomuk kam heute erst mal ohne Decke in den Stall und fing gleich an, sich die Ohren zu scheuern, ich also rein und ihm seine Fliegenmaske aufgesetzt. Als ich Barbie draußen hatte, sah ich ihn, wie er sich die Mähne scheuert ==> Panik, täglich landen schon genug Langhaare in der Bürste. Ich habe mir seine Decke geschnappt und sie ihm im Stall angezogen, damit die Mähne geschützt ist. Als ich damit fertig war – es dauerte nur ca. 3 Minuten – sah ich Barbie „gefesselt“ am Putzplatz stehen. Den Strick hatte sie sich um den rechten Huf gewickelt, dadurch mußte sie mit der Nase nah am Boden stehen. Nase hoch und sie hätte rv hochheben müssen – typisch Barbie, sie kann nicht ruhig stehen. Panik hatte sie keine deswegen, sie wartete, bis ich kam und den Strick löste.

27. Juni 2013

Futterumstellung geplant für die Hafis

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:36

Heute blieb ich zuhause und arbeitete im Garten, was dringend nötig war. Dani wollte mit Nepomuk rausgehen, ich bin gespannt, wie es lief. Am Sonntag ritt sie 15 km, am Dienstag war ich mit ihm ca. 1 Std. unterwegs, gestern 1,5 Std. – überarbeitet hat er sich auf der Ovalbahn aber ganz sicher nicht *g*. Er kennt es nicht, täglich geritten zu werden, was ihm aber natürlich nicht schadet. Er ist ja noch leichtfuttriger als Barbie, Nepomuk kann problemlos 2 Std. am Tag gehen.

Wenn ich so manche Huffotos im Hufe-Forum sehe, ist Barbies Huf rv im Vergleich ziemlich gut. Was mache Hufschmiede so fabrizieren, ist wirklich unterirdisch. Für rv habe ich mir Hilfslinien gezeichnet und mir einen Bearbeitungsplan ausgedacht. Einen 4-Punkt-Trimm kann ich nicht machen, weil medial im Zehenbereich die hohle Wand ist. Was man in dem Bereich sieht, ist kein Horn, was Last aufnehmen könnte. Ich werde anfangen, die Zehe zu kürzen, Ziel ist die blaue Linie. Bis es soweit ist, werde ich eine Art Toe Rocker feilen, aber nicht bis in die Sohle, sondern nur bis zur grünen gestrichelten Linie. Die Seitenwände werde ich ein wenig gerade wegraspeln und anschrägen, Hufbock geht wohl vorerst nicht, die Wände muß ich also am stehenden Huf ein wenig begradigen.

Durch diese Korrekturen habe ich die Druckverhältnisse im Huf nicht geändert, einen Abszess können sie also nicht auslösen. Die laterale Trachte endet fast an der breitesten Stelle des Strahls, die innere erscheint mir etwas länger, werde das überprüfen. Den Huf ausbalancieren kann ich erst, wenn die hohlen Wände rausgewachsen sind, von fünf bis acht Uhr ist ja nichts da, was Last aufnehmen könnte außer der Sohle.

Den Fehler wie bei lv, die Trachten auf eine Höhe zu bringen, indem ich die längere kürze, werde ich nicht nochmals machen – mE war das der Auslöser für den Abszess lv. Stattdessen werde ich außen die Trachte langsam auf Sohlenniveau bringen und damit auch den kleinen Tragrandüberstand beseitigen. Dadurch kommt mehr Last nach innen und diese Trachte kürzt sich dann hoffentlich von alleine.

Morgen werde ich anfangen und dann alle 2 Tage minimal was machen, Nepomuk mache ich morgen komplett.

Die Derfen Cream hilft ihm ganz gut bezüglich SE, ich habe eine neue Tube (200  ml) bestellt. Im Shop sah ich Ongifen, eine Hufcreme gegen Gammel, mal sehen, ob die was bringt. Ich habe ja noch Keralit Undercover, das werde ich Barbie rv nun immer in die „Krater“ schmieren, bis es aufgebraucht ist. Meistens vergesse ich, was aufzubringen, auch meine ganzen Strahlmittel, werde mir die Sachen nun gut sichtbar in die Putzbox legen.

Derzeit bekommen beide eine kleine Schaufel Lamino Star, mir scheint das einen Tick besser zu sein als Equigard, dazu ein wenig Aspero. Ich gebe Wasser dazu, damit das Equimont besser haftet, Nepomuk läßt es ansonsten in der Schüssel. Beide mögen es gerne, die Freßzeit verlängert sich, Barbie kann nicht mehr schlingen, sondern muß viel kauen. Volumen macht für die Hafis viel aus, außerdem möchte ich nun die lange Freßpause im Stall besser berücksichtigen. So ein Pferdemagen ist ja klein, es macht einen Unterschied, ob man dem Pferd nach der Arbeit ein paar Brösel Müsli gibt, die es in 2 Min. gefressen hat, oder Strukturfutter, an dem es 15 Min. hinkaut. Der Magen ist dann besser gefüllt, die Freßpause im Stall überbrückt.

Da es in dem Shop auch das Agrobs AlpenHeu gab, habe ich 30 kg für EUR 29,85 (inkl. Versand) bestellt, wir steigen jetzt komplett auf Heu um als Zusatzfutter. Sobald der Lamino Star weg ist, bekommen sie nur noch Aspero und Alpenheu zusätzlich, aber natürlich keine 1 – 1,5 kg pro 100 kg Körpergewicht. Ich habe gerade mal gewoben, was ich derzeit an Aspereo füttere, das sind ca. 180 Gramm – vom Volumen her kam mir das schon ziemlich viel vor. Wenn ich ihnen zukünftig 200 g Aspero vor dem Reiten gebe, damit sie nicht so gierig aufs Gras sind, und nach dem Reiten AlpenHeu, haben sie ne Menge zu kauen.

Neben Gras und Stroh ein wenig Heu als Zusatzfutter reicht mE für das, was sie leisten müssen.

26. Juni 2013

Tölt ist cool :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:23

Barbie geht es nun täglich besser, ein Glück, ich habe heute ein Foto von rv gemacht, um zu sehen, woran ich bin (den Strahl hatte ich vorher mit Hoof Solution eingepinselt). Erst mal das Positive: der Huf ist ziemlich symmetrisch, sie belastet ihn also gleichmäßig. Außerdem ist er kaum länger als breit, ich hätte das alles gerne nun gerne zwei Nummern kleiner :-/. Das Problem ist nicht, wie ich den Huf bearbeiten muß, sondern wie ich die Belastung ändere, ohne einen Abszess auszulösen. Erst mal den Huf ein wenig „rund“ machen und die Eckstreben schneiden, danach sehen wir weiter. Beim Trachten kürzen habe ich Bedenken, werde vorsichtig vorgehen, es führt langfristig aber kein Weg daran vorbei.

Nepomuk geholt und fertig gemacht, mit Eva/Isi Moala und Natalie ging es zur Ovalbahn. Erst ritten Eva und ich, mit Nepomuk war ich heute strenger, ich ließ ihn nicht in die Wiese abbiegen. Zwei mal hat er mich doch überlistet, ansonsten hielt ich ihn auch im Galopp gut auf der Sandbahn. Nati ritt dann Moala und ist erstmals mit ihr getöltet und galoppiert, Respekt, das hat sie toll gemacht. Nepomuk durfte derweil fressen, damit wir nicht im Weg stehen oder Moala stören.

Danach durfte ich Moala reiten, Eva hat mir gesagt, ich soll gerade im Sattel sitzen, leichte Zügelanlehnung und dann „Tölt“ sagen – wow, das klappte super. Der erste Tölt im meinem Leben :-), eine sehr bequeme Gangart. Nach einer halben Runde auf der Ovalbahn ist Moala irgendwie angaloppiert, ich habe sie bei Eva durchpariert. Eva meinte, ich solle noch eine Runde tölten, wieder habe ich eine Halbe geschafft, dann lief Moala Pass, das fand ich ziemlich unbequem. Na ja, dafür daß ich Null Ahnung habe, lief es mit Moala, die 5 Gänge hat, ziemlich gut, sie ist eine sehr brave und erfahrene Stute (ich glaube, 20 Jahre alt).

Eva setzte sich auf Nepomuk und lobte meinen super bequemen Wanderreitsattel, ihrer ist in meinen Augen ziemlich unbequem. Ich holte den Mistboy, um Nepomuks Hinterlassenschaften zu beseitigen, Eva trabte an. Ehe ich noch was sagen konnte, fing Nepomuk an zu rennen, verfiel in Galopp, bog in die Wiese ab und rannte auf den Ausgang zu. Eva hatte Angst, daß er durch das Stromband (wo gar kein Strom drauf ist) geht, er machte eine Vollbremsung, Eva fiel seitlich runter bzw. ließ sich fallen. Bevor ich samt Mist wieder am Ausgang war, saß  Eva bereits wieder im Sattel, glücklicherweise war ihr nichts passiert. Sie ritt eine Runde Schritt und hat ihn  streng angefaßt, gut so. Mir tat das alles unheimlich leid, ich hätte sie warnen müssen, alles meine Schuld.

Eva meinte, ihn kann man nur mit Gebiss reiten, damit man ihn bremsen kann. Ich halte von einem Gebiss ja gar nichts, er ist auch mit LG-Zaum beherrschbar. So brav wie Moala, die seit ca. 15 Jahren geritten wird, ist er natürlich nicht, er ist ja gerade mal seit 3 Jahre unter dem Sattel. Nepomuk ist völlig anders als Moala, ich habe das nicht bedacht.

Eva führte die 3-jährige Tochter von Nati auf Moala, ich wollte Nepomuk langsam traben lassen, damit er mal kapiert, daß wir nicht ständig galoppieren. Er hatte keinen Bock mehr, also ritt ich zurück zu Nati und lieh mir eine Gerte. Alleine, daß ich die nun dabei hatte, ließ ihn umdenken *g* – auf jeder Hand mußte er noch eine Runde sehr langsam traben. Das klappte problemlos, man muß sich nur mal durchsetzen bei ihm. Ich denke, ich werde ihn nun öfters mal auf der Ovalbahn reiten, damit er sich daran gewöhnt – im Gelände ist er ja brav.

Ein Video hat Nati von mir und Nepomuk gemacht, das Reiten muß ich noch üben *g*, es hat riesig Spaß gemacht, mit ihm zu galoppieren.

Als wir nach 1,5 Std. zurück im Stall waren, stand Barbie dösend mit geschlossenen Augen im Unterstand, sie hat vorne gleichmäßig belastet.

25. Juni 2013

Barbie auf dem Weg der Besserung

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:22

Barbie stand heute mit Nepomuk wie eigentlich üblich gleich am Zaun, als ich kam – es geht bergauf, endlich. Sie lahmte kaum noch, als ich sie rausführte; die Wunde am Kronsaum heilt ab, die Rille ist schon ein kleines Stück nach unten gewandert. Ich denke, in ca. 2 Wochen ist sie wieder soweit belastbar, daß ich mit ihr ein wenig spazieren gehen kann.

Vorne links habe ich ein wenig beraspelt, die Zehe gekürzt und die Tragränder angeschrägt. Man sieht, daß die Trachten an der breitesten Stelle des Strahls enden, die Eckstreben lasse ich vorerst mal in Ruhe. Den Gammel am Ende der äußeren Trachte sieht man gut (schwarz), möglicherweise ist er der Grund für den Abszess. Von vorne sieht man, daß die hohle Wand vom Abszess letztes Jahr immer noch nicht ganz rausgewachsen ist, ansonsten schaut es gut aus, finde ich. Die Seitenwände sind relativ gerade, keine hebelt großartig weg, sie belastet lv anscheinend gleichmäßig. Am Sohlenfoto sieht man, daß der Huf eine Nummer kleiner werden wird, dadurch werden dann die Seitenwände auch steiler nachwachsen.

Meine neue Taktik ist nun, Barbies Hinterhufe zu bearbeiten, während sie ihr Zusatzfutter frißt – warum bin ich da nicht schon früher drauf gekommen? Das ist super entspannt, weil sie vor lauter Fressen ganz vergißt, daß sie gerade einen Huf hebt :-). So kann ich in aller Ruhe arbeiten, werde das nun auch bei Nepomuk so machen. Rechts hinten habe ich heute „rund“ gemacht, so schaut es gleich besser aus als gestern, eine Einblutung in die Sohle ist aufgetaucht. Der äußere Ballen, der mE nach oben geschoben war, ist nun wohl runtergekommen, die Zehe finde ich noch zu lang, aber gut, jede Woche kürzen sollte reichen

Links hinten habe ich heute die äußere Eckstrebe geschnitten und außen seitlich eine Senke angebracht. Der Huf ist nun symmetrisch, mal sehen, ob sie ihn nun gleichmäßig belastet. Nachdem ich die innere, steilere Wand gestern rigeros gekürzt hatte, stand sie heute hinten schon besser da, nicht mehr ganz so bodeneng. Drei relativ gute Barbie-Hufe habe ich nun, rv ist ihr Problemhuf, an dem ich heute die Zehe etwas kürzen wollte, sie kann den derzeit aber nicht lange hochhalten. Auskratzen geht gut, danach wirds dann etwas schwierig.

Na ja, sie kann damit laufen, rv ist nicht warm, eine Belastungsrehe wurde durch die Überlastung wohl nicht ausgelöst. Ich werde mich noch gedulden müssen, bis ich rv bearbeiten kann – und dann in kleinen Schritten vorgehen.

Mit Barbie ging ich zum Grasstreifen, sie durfte 20 Min. fressen, danach kam sie zurück in den Stall. Das Wetter heute war durchwachsen, Nati kam und fragte, ob ich mit Nepomuk, ihr, Tochter und Hund ein wenig rausgehe. Ich überlegte noch wegen des Wetters, Eva kam und ich beschloß, mit ihnen zur Ovalbahn zu gehen. Die Pferde haben ja eine ziemlich lange Freßpause, ich ließ Nepomuk daher einiges fressen, Eva ihren Isi nicht. Ich bin einfach ein Weichei, mir tut das Pferd leid, wenn es starken Hunger hat. Auf der Ovalbahn zeigte uns Eva, was Tölt ist, ich sah das das erste mal und war beeindruckt.

Als ich mit Nepomuk galoppierte, zog er in die Wiese in der Mitte rein, die ziemlich nass war. Er wollte einen kleinen Kreis, fast eine Volte, galoppieren, rutschte weg, um ein Haar hätte es uns zusammen hingeschmissen. Auf der anderen Hand lief es auch nicht wesentlich besser, ich bin überhaupt nicht mehr gewohnt, mit ihm auf dem Platz oder der Ovalbahn zu galoppieren. Gezickt hat er auf der Ovalbahn schon immer, meine frühere RB hat beim Galopp innen die Gerte vor sein Auge gehalten, damit er auf dem Sand bleibt. Das (ohne Gerte) werde ich mit ihm üben und strenger sein als heute.

Als eine weitere Stallkollegin mit Isi kam, ritt ich nach Hause, um nicht zu stören. Ein Mann vom Bauernhof schaufelte ein Loch, Nepomuk erschrak sich und sprang seitlich weg – heute hatte er irgendwie keine guten Nerven. An der Straße im Ort angekommen, ritt ich drüber, als frei war, gegenüber lagen allerdings gelbe Säcke und Sperrmüll. Nepomuk fand die beängstigend, wollte nicht auf den Gehsteig gehen, wich zurück, wir befanden uns auf der Gegenfahrbahn. Ich zwang ihn auf den Gehsteig, Müllsack hin oder her, er soll sich nicht so anstellen, wir wollen ja nicht vom Auto überfahren werden. Es kam keiner, er ging brav auf den Gehsteig, alles gut. Wenn nötig, folgt er schon, er ist kein Paniker, ein Glück.

Als Nepomuk sein Zusatzfutter fraß, holte ich Missie und gab ihr ihres, im Regen kamen Eva & Co. an. Morgen gehen wir wieder auf die Ovalbahn, wollen Videos machen und ich darf Moala (Isi) reiten und tölten. Ich weiß nicht, ob ich das kann und ob Moala mit mir töltet, werde es versuchen :-). Einen Isi bin ich noch nie geritten, ich bin gespannt. Moala ist ja eine ganz Brave, 20 Jahre alt, Nepomuk ist schwerer zu reiten – mal sehen, wie Eva sich auf ihm schlägt.

24. Juni 2013

krumme Hafi-Beine

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:19

Heute früh las ich im www nochmals nach über F-Balance (medio-laterale Balance), und schaute mir alte Fotos von Barbie an, hier stand sie in Tirol, das ist viele Jahre her, man sieht ansatzweise, daß die Hinterhufe nahe beinander stehen.

Im Stall angekommen, stand Barbie wie üblich im großen Unterstand gleich am Eingang, sie wollte nicht mitgehen. Also holte ich Hufauskratzer und Raspel, im Unterstand war es aber so dunkel, daß ich kaum was sehen konnte. Also sollte sie drei Schritte vorwärts machen, ich schob von hinten *g*, bis sie endlich draußen stand. Mit der Raspel habe ich links hinten medial die Trachte gekürzt, Nepomuk hatte ständig seine Nase dazwischen.

Mir schien, sie wollte plötzlich doch rausgehen, also holte ich den Strick (das Halfter hatte sie schon um) und ließ sie rausgehen, das dauerte ein wenig, Barbie ist ja derzeit nicht die Schnellste. Nepomuk, der Lump, hat sich mit rausgedrängelt und trabte flott zur Wiese hinter der Sattelkammer, Barbie versuchte, dreibeinig zum Gras zu galoppieren, damit ich sie nicht gleich wieder einkassieren kann. Ich holte Nepomuks Halsring mit Strick, er flüchtete kurz vor mir, mit einem Stück Karotte in der Hand konnte ich ihn aber zum Stehen bewegen und „anleinen“. Mitgehen wollte er natürlich nicht, er bekam mit dem Strick einen Touch auf die Schulter, da überlegte er es sich anders und lief 10 m mit. Dann blieb er wieder stehen, um Gras zu fressen, er bekam ordentlich eine mit dem Strick und wurde in den Stall zurück verfrachtet.

Barbie geholt, sie ging freiwillig mit, und am Putzplatz weiter an lh innen gearbeitet. Mir schien danach, daß sie den Huf etwas gerader unter den Körper setzte, außen habe ich heute bewußt nichts gemacht. Schaut man sich vorher an, denket man, minimaler Wandüberstand medial, real war es doch einiges. Mal sehen, wie sie morgen lh steht, evtl. bearbeite ich dann dann die laterale Seite.

Rechts hinten habe ich auch noch bearbeitet, Trachten gekürzt und Eckstreben angepaßt. Wahnsinn, was ich da an Eckstreben weggeschnitten habe, die auf der Sohle lagen. Trotz Regens waren die super hart, mir lief der Schweiß nur so runter. Vorher dachte man, die Zehe ist nicht besonders lang, nun sieht man, daß sie viel zu lang ist. Die weiße Linie ist von der Zehe ab lateral bis ca. drei Uhr stark gezerrt, vorher fiel das so dramatisch nicht auf.

Barbie heute, sie stand hinten mE etwas gerader da, sie hat ziemlich abgenommen, das schadet nicht. Die Muskulatur hinten hat leider hinten auch stark abgebaut, die werden wir wieder aufbauen, wenn ich sie wieder reiten kann. Ich wollte sie in den Stall zurückführen, Barbie zog mich aber zum Grasstreifen, ich gab nach und beobachtete ihren Gang. Hinten rechts ist alles bestens, sie greift voll aus – gestern war das anders, da konnte sie hinten fast nicht mehr gehen. Links hinten ist der Schritt verkürzt, was wohl an lv liegt, den schont sie (noch). lh fußt ab, macht eine Drehung nach innen und fußt auf, das fiel mir ja schon mal auf – vielleicht ist das ihre Gangart aufgrund eines krummen Beines. lv ist der Schritt kaum verkürzt, dafür aber rv, ich kann das schlecht einschätzen.

Ich denke, der Abszess bzw. die Entzündung im Huf lv ist noch nicht abgeklungen, das dauert halt seine Zeit. rv hat sie heute sehr gut aufgehoben, gegenüber gestern ging es ihr besser. Barbie in den Stall zurück gebracht, Nepomuk war da, um auf sie aufzupassen und geriet mit dem Herdenchef aneinander, Barbie ist wohl rossig. Sie geriet zwischen die Fronten, mußte daher ein wenig laufen, der Herdenchef zog dann ab.

Nepomuk geholt und rechts hinten bearbeitet, den Huf hatte ich ja kürzlich ausgelassen. So richtig gerade steht er auf dem Huf nicht, er hat genauso wie Barbie ziemlich krumme Beine. Der Huf hat sich seit 3. Juni 2013 verbessert, innen staucht es die Wand hoch, ich werde diese Wand mal auf Schwebe setzen. Seitlich gesehen schaut es seit 17.05.2013 schon besser aus, trotzdem finde ich die Zehe zu lang. Der Huf wächst nicht steil genug nach, er sollte mindestens 55 Grad Zehenwinkel haben. Die Sohle heute, ich habe nur die Eckstreben geschnitten und den Huf ein wenig rund gemacht.

Links hinten sieht man, daß der Huf nun steiler nachwächst, die Zehe könnte kürzer sein, die Trachten schieben munter unter; den Huf werde ich mal etwas radikaler bearbeiten. Von vorne schaut es inzwischen besser aus als vor 2 Monaten, die innere Wand ist mE länger als die äußere, das Bein sitzt schief auf dem Huf. Fotos können täuschen, „perfekt“ ist Nepomuk nicht – aber so ein Pferd gibt es wohl auch nicht.

Nepomuk zurück gestellt, dabei sah ich Missie, wie sie Pferdeäpfel frißt. Das ist für eine über 20-jährige Stute nicht normal, ich beriet mich mit zwei Stalllkolleginnen, die gerade da waren. Missie ging derweil zum Pieselplatz, wo immer ein wenig Stroh liegt, und fraß das verpißte Stroh. Ihre Besitzerin ist derzeit in Urlaub, hin und wieder kommt die RB. Was Missie bekommt, war am Spind angeschlagen, ich holte sie raus und gab ihr das Zusatzfutter.

Als sie fraß, habe ich Missie ein wenig angeschaut, die Rippen stehen raus, sie ist zu dünn. Außerdem hat sie eine Menge Verletzungen überall – Missie ist ziemlich rangniedrig, aber daß sie derart viel gebissen wird, geht mE überhaupt nicht. Sobald Nepomuk sie nicht verteidigt, wird sie attackiert und muß ständig weichen. Barbie und Nepomuk haben auch hin und wieder Bißwunden von anderen Pferden, das ist in einer so großen Herde normal, aber nicht in dem Ausmaß, wie Missie sie hat.

23. Juni 2013

Massage für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:48

Heute früh habe ich gegoogelt, wie man ein Pferd massiert und wo die Streßpunkte liegen, mir außerdem 2 Videos dazu angesehen. Das Wetter war ein wenig durchwachsen, ich nahm heute mein Motorrad, was weniger Benzin verbraucht als mein Auto und dringend bewegt werden mußte.

In Oberprammern fing es an, leicht zu regnen, also fuhr ich von dort aus direkt in den Stall. Die BMW parkte ich im Vorhof, so daß Barbie mich nicht kommen hörte, sie lag im Stall. Weia, kein gutes Zeichen, ich wollte sie rausnehmen, sie ging aber nicht mit :-(. Also habe ich sie im Stall massiert, erst gut abgestrichen, dann alle Muskeln durchgewalkt. Sie stand entspannt da und schien die Massage zu genießen, es gab keine Reaktion, die auf Schmerz hindeutete. Die Rückenmuskulatur habe ich mit den Fingern gerade runtermassiert, wie ich es im Video gesehen hatte, es gab kein Zucken, nichts. Die Hinterhände habe ich ausgiebig massiert, normalerweise mag sie es nicht so, wenn man ihr am Hintern rumfummelt – heute blieb sie ruhig stehen und hat sich alles brav gefallen lassen.

Nach meiner ausgiebigen Massage aller Muskeln/Streßpunkte, die ich noch im Kopf hatte und welche ich irgendwie erfühlt habe, ging Barbie dann doch mit mir raus. Ich fand nach den paar Schritten, das das Problem hinten links liegen muß. Beurteilen läßt sich das schlecht, lv läuft sie noch nicht 100%-ig klar, rv ist vermutlich überlastet und tut evtl. auch ein wenig weh. Ich fühlte die Hinterbeine ab, sie kamen mir etwas warm vor, das kann aber an der Asbestmischung liegen, die ich gestern hinten aufgetragen hatte und von der heute noch was übrig war. Geschwollen war mE nichts, das Bein mit Kraft abgedrückt habe ich allerdings nicht.

Ich hatte Heilmoor mitgebracht, schmierte ihr lh was aufs Bein und tat eine Bandage drüber, während sie ihr Zusatzfutter fraß, so war das einfach. Danach schüttete ich einen Eimer kaltes Wasser über beide Hinterbeine zur Kühlung, die 2 m bis zur Pferdedusche wollte ich ihr nicht zumuten.

Mir fiel ein, daß ich ja einen Massagestriegel besitze, damit habe ich Barbie nochmals einige Zeit überall kreisend massiert, hauptsächlich die Hinterhandmuskulatur, danach immer schön abgestrichen. Soweit ich das beurteilen kann, hat Barbie keine Muskelprobleme, sie hat bei keiner Stelle auch nur gezuckt. Der Rücken ist frei, manche Pferde zucken ja schon, wenn man mit der Bürste über die Wirbelsäule fährt, bei Barbie keine Reaktion. Zwischendurch habe ich wieder die Hinterbeine gekühlt, was ihr aber nicht besonders gefallen hat.

Dani kam mit Nepomuk von einem 2-stündigen Ausritt zurück und erzählte, alleine neue Wege gehen mag er nicht besonders. Bei einem Bauernhof wurde er dann ohne ersichtlichen Grund ziemlich nervös, da es gerade regnete, waren die Zügel ein wenig glitschig. Nepomuk galoppierte weg, dank einem Knoten in den Zügeln, die Dani ansonsten durch die Finger rutschten, konnte sie ihn aber wieder durchparieren. Danach ging es zurück zum Angstobjekt, schön, wenn man eine so konsequente Reitbeteiligung hat. Sie führte in dann ein Stück, damit er sich beruhigen konnte, auf dem Rückweg war er dann brav.

Ich stellte Barbie zurück und wir überlegten gemeinsam, was sie haben könnten. Ein Reheschub ist es nicht, da würde sie die Vorderhufe entlasten, was sie nicht tut. Als der Abszess rausgebrochen war, lief sie lv fast wieder klar, an dem kann es eigentlich auch nicht liegen. Die Hufe hinten sind nicht warm, vorne auch nicht, eigentlich alles im grünen Bereich.

Das Problem liegt hinten, ich habe heute Fotos von den Hinterbeinen gemacht, als Barbie ihr Zusatzfutter fraß. Rechts hinten steht das Bein relativ gerade auf dem Huf, links hinten nicht. Komischerweise ist vor ein paar Tagen lh die Kastanie abgefallen, ich hatte alle kürzlich mal mit Schweinefett eingeschmiert – daß eine derart abfällt, kam noch nie vor. Barbie hat sich die Kastanie nicht komplett rausgerissen, wie es rh schon mal der Fall war, sie ist einfach nur kürzer, in etwa wie Nepomuk.

Der Huf schaut eigentlich so gut aus (früher war er wesentlich schlechter), ich erkenne keinen Grund, warum sie ihn derart schief aufsetzt. Die innere (steilere) Wand ist mE etwas höher, das werde ich morgen korrigieren, viel Spielraum gibt es nicht. Außerdem werde ich morgen alle Barbie-Beine auf geschwollen/heiß untersuchen und ob sie auf Druck Schmerz zeigt. Außerdem auf dicke Sehnen achten, die bogenförmig geschwollen sind. Den Zangentest mache ich an allen Hufen, das kann mal nicht schaden.

Falls ich nichts rausfinde, lasse ich einen (neuen) TA mit digitalem Röntgengerät kommen, von dem lasse ich dann alle vier Hufe seitlich röntgen, die Vorderhufe und lh auch von vorne. Wie man Kronsaum und Strahl markiert, werde ich noch nachlesen. Dann weiß ich mal, woran wir sind.

22. Juni 2013

Barbie wieder stark lahm

Filed under: Allgemein — admin @ 17:38

Mit guter Laune fuhr ich in den Stall, Barbie wähnte ich auf dem Weg der Besserung, mit Nepomuk wollte ich ausreiten. Als ich Barbie zum Putzplatz führte, sah ich, daß sie stark lahmt, außerdem machte sie hinten nur kleine Schritte. Irgendwie kam sie mir hinten noch lahmer vor als vorne, sie stellte die Hinterhufe meist sehr eng zusammen, einmal trat sie sich sogar selbst mit rh lh seitlich drauf.

Die Abszessöffnung heute, ich habe die Wunde wieder gespült und anschließend Jod-Spray aufgetragen – kaum bin ich mal einen Tag zuhause, geht es bergab :-(.  Ich habe hier nachgelesen, daß es durchaus 5 Tage dauern kann, bis aller Eiter abgesflossen ist und der Huf wieder voll belastet wird. Also übe ich mich in Geduld und mache mich nicht verrückt, mein erster Gedanke heute war, daß Barbie nun rv eine Belastungsrehe hat.

Ich habe lv und hinten ein wenig bearbeitet, nur die Zehen ein wenig gekürzt, die Hufe „rund“ gemacht und die Tragränder leicht angeschrägt. Mir gefällt schon länger nicht (19.06.2013), wie sie hinten steht, oft so wie hier im Januar 2013. Sie steht o-beinig, rechts hinten noch schlimmer als lh, finde ich.

Kürzlich habe ich ja ein paar Fotos gemacht; wenn ich mir all meine Fotos von lh von vorne ansehe, stelle ich fest, daß bei keinem das Bein gerade auf dem Huf steht. Das war mein Ausgangspunkt im Sept. 2012, da hatte sie noch den Hornspalt. Nun schaut schaut besser aus, die belastet den Huf aber nicht gleichmäßig. die innere Wand ist steiler und länger. Die Sohle damals und heute, ich finde, durch diese Vergleiche kann man viel lernen. Ich denke, ich muß weiter medial den Huf „schwächen“, d. h. Eckstreben kürzen und Tragrand auf Sohlenniveau halten, damit mehr Last nach außen kommt.

Seitlich schaut gut aus, am 20.-05.2013 hatte ich die Zehe ja stark gekürzt. Ich meine, den „Streßpunkt“ der Trachten zu sehen, mal sehen, ob ich mich das traue. Eigentlich führt kein Weg daran vorbei, ich wundere mich nur, warum sie früher mit viel höheren Trachten besser gelaufen ist.

Rechts hinten, im Sept. 2012 sah es so aus. Die Seitenwände sind nicht so gerade, wie ich sie mir wünschen würde, die Fotos täuschen aber, weil bei Barbie hinten die Hufe nicht zu den krummen Beinen passen. Die Sohle derzeit, ich werde auch bei dem Huf nicht drumrum kommen, die Trchten weiter zu kürzen.

Nepomuk geholt, zum Reiten hatte ich keine Lust, also bei ihm auch ein wenig Hufbearbeitung gemacht. Er hat sich mehr angestellt als Barbie, puh, war das anstrengend. Ein paar neue Bißwunden hatte er, nun geht das Scheuern und Beißen wohl richtig los. Ich nahm ihn mit auf den Reitplatz in der Hoffnung, daß Barbie auch mitgeht, damit ich besser sehen kann, wo genau sie wie lahmt. Zwei mal ging ich zurück zu ihr, sie stand wie üblich am Eingang, konnte sie aber nicht dazu bewegen, mit zum Reitplatz zu gehen. Nepomuk fraß derweil Gras vom Rand, ich habe ihn ein paar Runden traben lassen, aber irgendwie hatte ich keinen Elan, er auch nicht.

Wenn Barbie krank ist, bin ich irgendwie gehandicapt und kann mit Nepomuk nix machen. Das muß sich ändern, Nepomuk nimmt ganz schön zu, er ist ja extrem leichtfuttrig. Morgen reitet Dani ihn, ab Dienstag werde ich mich am Riemen reißen und mit ihm mal länger rausgehen. Alleine macht es mir wenig Spaß, da bin ich mit Nepomuk einig.

20. Juni 2013

neue Zebra-Decke für Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:50

Vormittags wechselte ich das Wasser bei meinen Fischen, weil sie mir zuviel an der Oberfläche waren – Sauerstoffmangel durch das doch ziemlich warme Wasser.

Als ich im Stall ankam, hatte es 34 Grad, ein Isi lag in der Stallgasse in der prallen Sonnne und ließ sich braten, Nepomuk stand ebenfalls draußen. Ich holte Barbie, kühlte sie mit dem Schlauch ab, desinfizierte die Wunde und tat anschließend nochmals Ichtholan drauf. Sie läuft noch nicht 100%-ig klar, die Entzündung im Huf muß ja auch erst mal abklingen. Morgen bleibe ich nach langer Zeit mal zuhause und erledige einiges, was dringend ansteht.

Nepomuk wurde auch abgespritzt, seine neue Zebra-Decke von Fedimax kam heute. Sie paßt ihm gut, finde ich, nun hat er für heiße Tage eine leichte Decke zum Wechseln, die Rambos sind ja ziemlich schwer. Die Besitzerin des Fohlens kam, weil sie früh ihren Impfpass vergessen hatte, und erzählte, Nepomuk und das Fohlen lagen vormittags Hintern an Hintern im großen Unterstand und schliefen – sehr süß :-).

Rechts vorne von Barbie fand ich heute beim Auskratzen gar nicht so schlimm, medial ist ein Stück Tragrand vorhanden, was man auf dem Foto von gestern nicht sieht. Im Vergleich zu lv ein riesen Huf, von der Form her besser, nicht oval wie lv, sondern kugelrund. Den kriege ich auch noch hin, aufgrund der Schädigungen durch die zwei hohlen Wände dauert es halt länger. Hauptsache, sie kann damit laufen, nächste Woche werde ich mit vorsichtigen Korrekturen anfangen.

Im Hufe-Forum wird diskutiert, ob man bei akuter Hufrehe die Trachten hochstellen soll – bei Barbie hat das der TA immer gemacht. Man verhindert so, daß die tiefe Beugesehne am Hufbein zieht und es rotiert, denke ich. Es gibt dann aber auch noch eine Strecksehne, was macht die? Die wird überdehnt und übt Zug auf die Zehenwand aus, kommt es dadurch dazu, daß die Wand abschert (Wandrotation)? Das wäre eine Erklärung, warum es Barbie vorne immer die Zehenwände weggehebelt hat. Eine Wandrotation ist vermutlich leichter zu korrigieren als eine Hufeinrotation, daher stellt der TA die Trachten hoch beim akuten Reheschub.

Bei einem chronischen Rehehuf, wie Barbie welche hat (vermutlich), soll man die Trachten nach der akuten Phase langsam runternehmen, weder Hufschmied noch HO haben das bei ihr gemacht, ich auch nicht. Erst nach dem Hufkurs bei Martin habe ich mich da rangetraut, das Ergebnis war ein Hufabszess. Immerhin steht lv inzwischen relativ gut da, rv nicht.

Nach dem Stall habe ich im Lauser Weiher gebadet und daheim dann meine Solardursche im Garten genutzt. So lassen sich die 34 Grad gut aushalten :-), ab morgen soll es ja kühler werden.

19. Juni 2013

Barbie fast lahmfrei

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:29

Als ich im Stall ankam, traf ich gleich den Stallmeister, er meinte, Barbie geht es besser, sie sei gestern mit Schwung auf die Weide galoppiert :-). Ich sagte ihm, daß der Abszess gestern aufging und sie daher nun wieder laufen kann. Ich holte Barbie raus, sie lief fast lahmfrei, ich denke, aller Eiter ist noch nicht raus. 33 Grad heute, ich habe sie erst mal mit dem Schwamm nass gemacht zur Abkühlung. Die Wunde habe ich wieder mehrmals desinfiziert, man sieht gut einen Spalt, der (noch) offen ist. Prima, daß es derzeit keinen Matsch gibt, so kommt kein Dreck in die Wunde, der Kronsaum ist ja ein Stück vom Boden entfernt.

Ich machte Huffotos, um mir einen Überblick über den derzeitigen Stand zu verschaffen, rv hob sie heute problemlos wieder hoch. Als ich gerade das Sohlenfoto von rv sah, blieb mir ein wenig die Luft weg. Puh, das schaut nicht gut aus, und dieser Huf hat seit 14 Tagen vorne übermäßig Last aufgenommen – ich weiß nicht, wie er das geschafft hat. Seitlich schaut es nicht soooo übel aus, von vorne auch nicht, da habe ich Schlimmeres befürchtet.

Priorität hat bei meiner Bearbeitung nun natürlich, daß ich keinen weiteren Hufabszess wegen Belastungsänderungen auslöse, die Frage ist: wie gehe ich nun vor? Ich denke, ich werde erst mal die die hohle Wand leicht medial begradigen, die stört die Perspektive bei der Aufnahme von vorne. Nicht nur an der „Rille“ am Kronsaum sieht man, daß medial das Horn ein wenig hochgestaucht wird, allerdings wird die äußere Wand stärker belastet. Innen ist ja so gut wie kein Tragrand vorhanden, die Wand flüchtet, Barbie fußt außen auf und rollt diagnol nach ca. 7.00 Uhr ab.

Durch die zwei hohlen Wände finde ich es schwer, den Huf zu bearbeiten, ich kann den Huf nicht ausbalancieren, wenn fast die Hälfte des Tragrandes fehlt aufgrund der hohlen Wände. Vom Trachten kürzen habe ich vorerst genug, obwohl das sicher im Gleichklang mit Zehe kürzen sinnvoll wäre. Noch einen Abszess möchte ich nicht auslösen, ich werde rv nur minimal bearbeiten, so daß sich die Druckverhältnisse nicht zu stark ändern.

Hinten ist nicht alles optimal, aber auf dem Wege der Besserung, mir gefällt aber nicht, daß sie hinten quasi O-beinig steht, d. h. die Hinterhufe stehen stets nah beisammen. Ich weiß nicht, woran das liegt; bevor ich links hinten „gerade gerichtet“ habe, stand sie mE besser da.

Nepomuk geholt, ihn ein wenig verarztet, es war nicht viel zu machen, er scheuert derzeit trotz der hohen Temperaturen kaum. Er wurde auch mit dem Schwamm naß gemacht und ich machte Huffotos. Ihm geht es erstauntlich gut derzeit, was wohl daran liegt, daß ich ihn täglich behandele. Normalerweise bin ich nur 3 – 4 mal pro Woche im Stall, wenn das wieder der Fall ist, werden wir sehen, ob sich sein SE verschlechtert.

Die Aspero Heuhäcksel habe ich heute angefeuchtet, Nepomuk fraß die Schüssel aus – das ist besser als trocken. Er kam ohne Decke in den Stall zurück, später machte ich seine Zebra-Decke naß und zog sie ihm an, er fand das prima.

Anschließend fuhr ich zum Lauser Weiher, um den auf Pferdetauglichkeit zu testen). Ich schwamm ein mal quer durch den Weiher, das war richtig schön, mein erstes „Freibad“ dieses Jahr. Man könnte da mit Pferden, weit abseits vom „Menschenstrand“, ins Wasser gehen, die Entfernung,8,6 km einfach, wäre kein Problem. Wenn Barbie wieder fit ist, können wir mit beiden Hafis hinreiten, der Sommer ist ja noch nicht vorbei. Ich denke, sie könnte auch mit Hufschuhen schwimmen, falls sie überhaupt mit ins Wasser geht.

Heute Nacht kommt die Herde auf die vierte und größte Weide, da steht das Gras sehr hoch – für jedes Pferd das Paradies, besonders für die grassüchtige Barbie. Mit einer Stallkollegin habe ich heute festgestellt, daß alle Pferde seit dem Anweiden schlanker geworden sind, gut so. Wir haben zwar lange Freßpausen im Stall, rechnet man ein, daß Pferde am Tag 3 – 4 Std. liegen bzw. dösen, sind die aber gar nicht so lange. Nachts wird auf der Weide gefressen, tagsüber legt sich jedes Pferd dann mal schlafen. Die Freßpause ist eigentlich nur 2 – 3 Std. lang, bis abends Stroh gefüttert wird. Und das ist für kein Pferd zu lange, denke ich.