29. September 2013

stirbt die Strahlspitze ab, folgt ein Hufabszess bei Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:28

Heute früh habe ich mein Fotoarchiv durchforstet, um festzustellen, ob es auch bei den Abszessen dieses Jahr einen Zusammenhang gab zwischen dem Absterben der Strahlspitze und einem Abszess. Das scheint der Fall zu sein, um einen Zufall kann es sich nicht handeln.

Links vorne hatte Barbie dieses Jahr den ersten Abszss, sie ging ab 04.06.2013 lahm, durchgebrochen ist er am 18.06.2013. Die Sohle am 03.06., die Strahlspitze ist dabei, sich auflösen. Den Huf hatte ich weiter gekürzt, am 15.06. war der Strahl wieder voll ausgeprägt.

Rechts vorne ging Barbie ab 25.06.2013 lahm, der Abszess brach am 05.07.2013 raus. Foto vom 02.07., gruselig, da fehlt nicht nur die Strahlspitze, sondern noch mehr vom Strahl. Am 10.07. war der Strahl wieder da, allerdings stark verkürzt.

Am 25.07.2013 brach der der nächste Abszess rv am Kronsaum raus, am 21.07. war der Strahl noch komplett, am 23.07. versinkt die Strahlspitze im Sohlenhorn, was am 24.07. kaum mehr zu sehen ist. In dem Fall ist es nicht ganz eindeutig, ob ein Stück Strahlspitze abgestorben ist oder nicht.

Ich denke, der Huf befreit sich mit jedem Abszess von totem Gewebe, davon scheint viel vorhanden zu sein – kein Wunder bei um 7 Grad abgescherten Wänden. Mit den Abszessen ist erst Schluß, wenn der Huf sich komplett in der Balance befindet, da macht er keine Kompromisse. Inzwischen ist rv fast so lang wie breit, so sollte es sein, früher war er viel länger als die breiteste Stelle. Links vorne ist das noch nicht ganz erreicht, gut möglich, daß der noch einen Abszess schiebt, wenn ich weiter die Zehe und Trachten kürze.

Alles lassen, wie es ist, ist aber keine Alternative, dann werden die Hufe nie gesund. Der Weg von einem üblen Rehehuf zu einem gesunden Barhuf ist lange und er ist noch nicht zu Ende.

Blöderweise hatte ich heute mein Lein- und Baumwolltuch zu Hause vergessen, hatte beides gestern zum Trocknen aufgehängt. Also war es nichts mit heißen Wickeln, Barbie hatte meinen gestrigen Hufverband heute verloren. Schlimm ist das nicht, sie läuft mit Verband genauso wie ohne.

Ich ließ beide Hafis raus zu ihrem Heu, Barbie hat im Stand rv öfters auf der Zehe abgestellt, sie muß ziemliche Schmerzen haben, zeigt das beim Laufen aber kaum. Ich schmierte wieder Acetatmischung auf Bein, Kronsaum und Hufwand, die Sohle bekam Keralit Undercover drauf. Danach bekam sie ein dickes Polster auf die Sohle und einen Hufverband, den ich mit Rivanoal angoss. Sie bekam das restliche Rheumocam (für ca. 200 kg), außerdem habe ich die Zehe ein wenig gekürzt, außen ein wenig mehr.

Der Huf ist annähernd symmetrisch, der innere Tragrand ist aber mau, weil sie außen mehr belastet. Mal sehen, ob es was bringt, die äußere Zehe etwas kürzer zu halten, das kann ich allerdings erst sehen, wenn sie wieder normal läuft. Der Abrollpunkt ist nun nahezu ideal, die Trachten gehören noch ein Stück gekürzt, die Zehe ebenso. Vergleicht man Barbies Huf rv mit Nepomuks, sieht man, daß beide Strahlspitzen nicht weit weg sind vom Abrollpunkt. Sein Huf ist in etwas so lang wie breit, wie bei Barbie nun auch – das gibt mir Hoffnung, daß dies der letzte Abszess rv in ihrem Leben war.

Die Trachten haben sich schön aufgerichtet, begradigt habe ich in letzter Zeit nichts mehr, das mache ich, wenn der Abszess durch ist. Als ich ihre Hufbearbeitung übernahm, sah rv so aus, eine ewig lange Zehe und untergeschobene Trachten, die quasi am Boden lagen.

Von vorne im Stand habe ich rechts vorne heute nicht erwischt, man sieht mE trotzdem, daß die Seitenwände nun steiler nachwachsen. Ich denke, rv wird noch etwas kleiner werden, er gleicht sich lv an, wir haben ja neben allen sonstigen Problemen noch eine High-/Low-Problematik.

Sabine und Simone ritten heute auf dem Platz über Stangen und ein Cavalett, ich schaute eine Zeit lang zu. Nepomuk hatte heute Pause, nachdem er gestern wieder 9 km im Gelände lief, er ist es nicht gewohnt, jeden Tag geritten zu werden. Eigentlich hätte ich auf Springen schon mal Lust, dafür ziehe ich mir dann aber den Helm auf und die Sicherheitsweste an. Bis auf ein mal, als ich auf ein sehr niedriges Hindernis im Trab anritt und fast aus dem Sattel geflogen wäre, weil Nepomuk einen Satz von über 1 m machte, bin ich mit ihm noch nie gesprungen.

Er macht das gerne, ich habe ja tolle Gamschen und Hufglocken, ersteres habe ich noch nie benutzt, werde mal kucken, wie ich die Gamaschen richtig anlege. Ich werde Simone fragen, ob sie mit macht, sie hatte heute ein Strahlen im Gesicht :-).

Als ich durch den Stall ging, lag Barbie völlig entspannt im großen Unterstand, Nepomuk stand daneben und passte auf, alle anderen Pferde waren auf dem Paddock oder Ausreiten. Ich warf nur einen kurzen Blick in den Unterstand, vermutete schon sowas und wollte mich vorbei schleichen, Barbie sah mich aber und stand auf :-(. Beide bekamen noch ein paar Mohrrüben, ich goss den Verband nochmals an – es wird Zeit, daß der Abszess endlich durchbricht.

28. September 2013

volles Programm für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:54

Heute früh habe ich mir nochmals ältere Huffuots von Barbie rv angesehen, mir ist nun klar, woher die Delle in der Sohle (Zehe) kommt. Der TA hat ja im Juli 2012 rv einen Abszess aufgeschnitten und dabei einen Lederhautvorfall verursacht. Ob das je wieder korrekt nachwächst, steht in den Sternen ….

Diesen „Zacken“ in der Sohle bei ca. acht Uhr hatte sie damals schon, ich vermute, das ist eine Hornsäule. Der Strahl damals (aufgeweicht durch Hufverbände) sieht mir so aus, als ob die Spitze kürzlich abgestorben wäre. Auf einem Foto von Anfang Juli 2012 (gut, daß ich so viele Bilder habe *g*) sieht man, daß zu dieser Zeit der Strahl noch länger war. Kann es Zufall sein, daß sie damals einen Abszess bekam, nachdem die Strahlspitze abstarb, und heute wieder? Ich werde mal in meine Doku schauen und überprüfen, ob das links vorne auch der Fall war, bei dem Huf ist die Strahlspitze ja auch schon abgestorben.

Wenn das zutrifft, transportiert der Huf nach Absterben der Strahlspitze totes Gewebe ab, die Abszesse hätten sich also nicht vermeiden lassen. Bedenkt man die abgescherten Zehenwände und meine Bemühungen, die Zehe stetig zu kürzen, wird ein Komplettbild draus.

Ich war schon um zwölf im Stall, Dani kam kurze Zeit später, sie ist heute mit Simone und Sabine ausgeritten. Die Hafis bekamen Heu und ich machte Barbie fünf mal heiße Wickel, die ihr gut gefallen haben. Der Stallmeister erzählte, Barbie wäre heute Vormittag tief schlafend im Unterstand gelegen. Als er sie aufscheuchte, weil er Abmisten wollte, lief sie sehr schlecht. Er dachte, der Epic drückt sie und zog ihn ihr aus – ich hatte ihm gestern nicht erzählt, daß Barbie wieder einen Hufabszess hat. Ins Zusatzfutter tat ich Rheumocam für 450 kg, ich weiß, das Schmerzmittel behindert die Reifung des Abszesses, mir tat sie aber zu sehr leid.

Nach den Wickeln bekam Barbie Acetatmischung aufs Bein, Kronsaum und Hufwand, danach den lädierten Easyboot RX mit zwei dicken Sohlenpads angezogen und heißes Wasser rein. Wir gingen zum Grasstreifen, da hat sie sich gefreut :-), viel Gras gab es dort aber nicht zu fressen. Nach 20 Min. ging es zum Putzplatz zurück, sie bekam noch ein wenig Heu, damit sie sich ruhig hält. Nach dem Studium der vielen Huffotos heute früh kam ich zu dem Schluß, daß ich nun endlich gegen den Tragrandüberstand vorgehen muß, die weiße Linie ist ja schon ewig gezerrt.

Seit dem Hufkurs bei Martin bin ich da dran, es kamen zwei Abszesse rv dazwischen, immer wieder nahm ich ein wenig runter, danach lief sie schlecht. Heute fasste ich mir ein Herz und raspelte wieder ein Stücken Trachten und Tragrandüberstand weg, sie hatte ja Schmerzmittel bekommen. Rechts vorne heute, die Sohle ist ziemlich gelb, weil ich gestern ordentlich Keralit Undercover drauf gab. Erstaunlich finde ich, wie schnell sich so ein Strahl regeneriert, auferstanden aus Ruinen :-). Die grottige Stelle außen im Tragrand ist nun weg, innen auch, allerdings ist der innere Tragrand immer noch ein wenig arg dünn.

Links hinten hatten wir ja ein ähnliches Problem, allerdings war es da der Tragrand außen, der nicht werden wollte. Barbie fußt rv außen auf und rollt diagonal nach innen ab, vielleicht kommt sie über die latere Zehe nicht weg, mir scheint die ein wenig länger. Also werde ich die morgen ein wenig stärker kürzen, mal sehen, ob das was bringt. Das Sohlenhorn neben der Delle in der Zehe verabschiedet sich nun, vielleicht bleibt doch keine Delle in der Zehe zurück, wenn das alles mal weg ist.

Die Sohle seitlich, es gibt immer noch Tragrandüberstand seitlich, aber nicht mehr viel. Ich werde den Huf nun bearbeiten, wie ich es gelernt habe, sonst kommen wir nie weiter. Jetzt ist die Gelegenheit, mal etwas rigeroser vorzugehen, weil sie wegen des Abszesses eh lahm geht und Schuh trägt bzw. einen Hufverband bekommt.

Barbie zog ich den Epic links vorne aus und machte ihr rv einen Hufverband mit dick Watte auf die Sohle, dazu Leinsamen. Den goss ich dann mehrmals mit Rivanol an, außerdem bekam sie heute 2x Hepar sulfuris. Mehr konnte ich nicht für sie tun, sie lief einigermaßen gut in den Stall zurück. Ich blieb noch eine Weile und beobachtete Barbie, rv hat sie nicht mehr so arg entlastet wie gestern, trotzdem tut ihr der Huf ziemlich weh. Sie hat ihn mal kurz auf die Zehe gestellt, dann wieder plan, meist streckt sie ihn ein wenig nach vorne raus, um ihn zu entlasten.

27. September 2013

schöner Ausritt – 1 3/4 Std., 9 km

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:55

Barbie hatte den Epic rv glücklicherweise noch an, sie lief schlecht. Der Eiter drückt wohl immer stärker, ich hoffe, er findet bald einen Ausgang. Ich ließ beide Hafis raus und zog Barbie den total eingeschlammten Hufschuh aus. Außen im Zehenbereich (die dunklen Stellen auf dem gestrigen Foto) verabschiedet sich mE das Sohlenhorn, die Delle in der Zehe ist vermutlich das Ende der echten Sohle. Nachdem ich gestern die Trachten ein wenig gekürzt habe, ist morgen die Zehe wieder dran. Am liebsten würde ich alles auf ein mal machen, das kann ich Barbie aber nicht antun, sie verträgt ja Trachten kürzen überhaupt nicht.

Ich machte den Epic sauber, für eine Behandlung hatte ich heute keine Kraft. Sie bekam ihn samt Softpad wieder angezogen, ebenso links vorne, der Huf trägt ja derzeit die Hauptlast. Beide bekamen noch ihr Zusatzfutter, danach wurden sie zurück gestellt. Barbie hat rv komisch geschlenkert beim Laufen, als ob sie ihn ausschütteln wolle. Sie tat mir sehr leid, Rheumocam hatte ich dabei, ihr aber keines gegeben, weil es die Reifung des Abszesses behindert. Sie hielt den Huf nicht hoch wie früher mal bei einem Abszess, entlastet ihn im Stand aber deutlich.

Simone und Sabine kamen, ich holte Nepomuk nochmals raus. Zu dritt gingen wir ins flache Gelände, wo die Wege ja nicht so dolle sind, sehr viel Schotter. Zwei mal sind wir länger getrabt, dabei ging mir ein wenig die Puste aus, ich muß mehr reiten :-). Der dritte Trab war auf auf ziemlich üblem Schotter, ich ritt daher neben dem Weg, so gut es ging. Sabines Isi-Stute ist ein Renner, die Kleine gab ordentlich Gas, Nepomuk daneben, er ließ sich nicht zurückfallen. Renntrab kenne ich ja nur von Barbie, er hat den auch drauf, puh, war das anstrengend – Simone galoppierte hinter uns her.

Es wurde beschlossen, auf Schotter zu galoppieren, Sabine mit ihrem Renner vorne, der lief aber Schweine-Pass, anscheinend eine sehr unangenehme Gangart für den Reiter, daraus galoppiert er nicht an. Also durchpariert, ich ging dann mit Nepomuk vor und galoppierte ihn an. Die kleine Stute lief aber wieder Schweine-Pass, also in den Schritt pariert. Danach ging es gemütlich nach Hause, es kam zwar noch ein Wiesenweg, aber der war feucht, da wollten meine Mitreiterinnen nicht galoppieren.

So in Eisen-Vollbeschlag hat einige Nachteile, die Pferde rutschen leicht auf feuchtem Wiesenboden. Über Dämpfung auf dem harten Schotter mag ich nicht länger nachdenken, mE geht das ziemlich in die Beine. Nepomuk macht das alles nix, er ist ja barhuf, normalerweise galoppieren wir trotzdem nicht auf Schotter.

Ich ritt bis zum Stall, Nepomuk erschrak sich auf der Nebenstraße vor einer Bauabsperrung. Simone und Sabine führten bereits, nahmen dann einen kleinen Umweg, um den schmalen Gehsteig neben der großen Straße zu vermeiden. Ich ritt direkt zum Stall, Nepomuk wieherte, weil er plötzlich alleine war. Nach Überquerung der Straße stieß mein linker Fuß leicht an einem Stromkasten an, normalerweise kein Problem, Nepomuk wollte aber zur Seite springen. Ich ließ es nicht zu, daß er auf die Straße springt, das ist ein no go und das muß er lernen. Wenn wir auf einem Gehweg reiten, hat er drauf zu bleiben und nicht wegen jedem Pipifax am Rad zu drehen.

Er bekam noch etwas „Futter Natur“, geschwitzt hatte er nicht. Decke drauf und Fliegenmaske, er scheuert zur Zeit wieder ein wenig. Als ich ihn zurück stellte, kam Barbie gleich an, das würde sie nicht machen, wenn es ihr sehr schlecht ginge. Jeder bekam noch ein Stück Mohrrübe, dann war Ruhe im Karton :-).

Falls morgen der Abszess immer noch nicht offen ist, werde ich Barbie wieder heiße Wickel machen. Ich hoffe, das ist der letzte Abszess in ihrem Leben und ihre Vorderhufe können in Ruhe korrekt durchwachsen. Ich mag gar nicht an die drei hohlen Wände rv denken, der jetzige bricht vermutlich auch in der Zehenachse durch. Wenn sie nicht immer so traurig wäre, wenn sie nicht mit zum Ausreiten darf, würde ich sie mal mindestens 3 Monate stehen lassen. Oder länger, wegen mir kann sie auch in Rente gehen, ohne Bewegung wird sie aber über den Winter bei Heu satt vermutlich wieder dick.

Ich hoffe, die Herde kommt dieses Jahr früher von der Weide; da es nachts oft schon ziemlich kalt ist, wächst das Gras nicht mehr viel. Ein dritter Durchlauf wird schnell beendet sein, ich denke mal, spätestens Ende Oktober ist dieses Jahr Schluß. Da Barbies Vorderhufe nun kürzer sind, wachsen sie schneller durch, bis zum Anweiden 2014 ist das hoffentlich passiert.

26. September 2013

Beschlag verloren

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:24

Meinen Zahnarzttermin heute habe ich abgesagt, ich hätte dann nicht zu den Hafis fahren können. Ein Zahn muß gezogen werden, der vor kurzem stark geschmerzt hat (ich nahm Schmerzmittel), zur Zeit gibt er aber Ruhe, so daß ich das Ziehen auch nächste Woche machen lassen kann.

Im Stall angekommen sah ich, daß Barbie den Beschlag lv verloren hatte, dafür war mein Hufverband rv noch dran. Ich nahm beide Pferde raus, Barbie lief einigermaßen, und machte ihr den Verband ab. Man sieht gut, wo sich das Keralit Undercover verteilt hat; die Stellen in der Sohle, wo es sich halten konnte, sind niedriger als der Rest. Wo es Tragrandüberstand gibt, ist die Sohle aus der Last, eigentlich sollte die am Rand ein wenig mittragen. Ich schnitt den Behang am Kronsaum ab und untersuchte den, von einem nahenden Ausbruch des Abszesses am Kronsaum war nichts zu sehen.

Mit der Rehezange drückte ich Sohle und Strahl ab, wie üblich Null Reaktion. Das wäre auch zu einfach gewesen, wenn ich den Abszess in der Sohle hätte lokalisieren können, bei Barbie hat das noch nie funktioniert. Meine zwei Easyboot RX sind ja stark angeschlagen, einer ist reif für die Tonne, hinten ist der Stoff komplett kaputt. Der andere hat vorne einen kleinen Riss, ich stopfte meine zwei dicken Sohlenpads rein und zog ihn Barbie rv an, danach goss ich alle 10 Min. heißes Wasser mit ein wenig Essig rein.

Nach einer halben Stunde nahm ich den Schuh runter, machte den Huf sauber und kratzte ausnahmsweise das Zerfallshorn weg. Mit der Raspel strich ich je drei mal locker über jede Trachte + Tragrand, mehr habe ich mich nicht getraut. Die Sohle danach, außen hat der Tragrand eine unschöne Stelle bei ca. drei Uhr, innen bei ca. neun Uhr. Die zwei Dellen in der Sohle stammen wohl von den Hornsäulen, die ich nach dem letzten Röngten selber diagnostiziert habe. Oder das gibt sich noch, wenn die doppelten Sohlen abgefallen sind. Das schaut nun alles wesentlich besser aus als noch vor 2 Wochen,  ich werde Senken schneiden, damit sich die angeschlagenen Teile des Tragrandes regenerieren können.

Seitlich gesehen, leider nicht ganz scharf, es gibt immer noch Tragrandüberstand, bis ich den weg habe, dauert es sicher noch ein paar Wochen. Man erkennt eine Sohlenwölbung, hier etwas besser – lange habe ich darauf gewartet :-).

Links vorne hob Barbie problemlos hoch, bei dem steht nun auch das Programm: Zehe + Trachten kürzen an.

Barbie mit dem klobigen RX rv in den Stall zurückgestellt, sie lief einigermaßen. Ich goss noch ein paar mal heißes Wasser + Essig in den Schuh; bevor ich fahren wollte, zog ich ihr den aus. Der RX würde den weiten Gang auf die Weide nicht überleben, der Schuh taugt höchstens noch im Stand. Barbie ging zum Wassertrog, au weh, ganz schlimm, sie konnte rv kaum auftreten. Das minimale Trachten kürzen kam wie üblich nicht gut an, ich weiß, ich bin fies, es führt aber kein Weg daran vorbei.

Ihre Hufe werden nie gesund, wenn ich alles so lasse, wie es ist. Wenn ich die Zehe ständig kürze, muß ich auch die Trachten kürzen, anders kommen wir nie zu ausbalancierten Hufen. Mir tut es leid für Barbie, aber was soll ich machen?

Ich holte den Epic mit Softpad, kippte den Leinsamen-Schleim, den ich früh gekocht hatte, rein und zog ihn ihr an. Mehr konnte ich nicht bieten, ob sie damit besser lief, weiß ich nicht, sie bewegte sich nicht mehr. Es regnete in Strömen, daher fuhr ich nach Hause. Links vorne habe ich völlig vergessen, ihr auch den Epic anzuziehen, vielleicht tut der Huf nun auch weh, nachdem der Beschlag abgefallen ist.

Jetzt bleibt sie barhuf, je nach Lage bekommt sie den Epic im Stall angezogen. Bekleben werde ich vorerst nicht mehr, es steht ja noch einiges an langsamer Hufkorrektur an. Auf der Zehe abgestellt hat Barbie rv die letzten Tage nicht mehr, evtl. hat sie gar keinen Abszess, sondern lahmt wegen der Hornsäulen? Wir werden sehen, ich tippe auf Abszess.

Nepomuk freut sich auch, daß ich nun jeden Tag komme und er mit Barbie Heu fressen darf :-). Als er mich heute bemerkte, kam er wiehernd vor Freude vom Paddock angelaufen, er bekam nur eine saubere Decke angezogen. Zum Reiten hätte ich noch Zeit gehabt, aber bei strömendem Regen muß ich mir das nicht geben.

25. September 2013

tiefes Loch in der Zehe rechts vorne bei Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:46

The same procedere at last day …

Barbie hatte den Hufverband natürlich verloren, sie lief heute etwas schlechter als gestern, d. h. der Eiter drückt mehr. Eigentlich ein gutes Zeichen, umso stärker er drückt, umso schneller findet er einen Ausgang. Barbie bekam wieder heiße Wickel, danach habe ich mal neben der (neuen) Strahlspitze mit meinem Filigran-Hufauskratzer getestet, wie tief die Furche ist. Es kamen ca. 5 mm raus bis zur nebenliegenden Sohle, dazu kommt dann noch die Sohlenwöllbung, das sind vermutlich nochmals 5 mm.

So kann man in in etwa sehen, wie dick die Sohle ist, 1 cm  (evtl. etwas weniger) ist im grünen Bereich. Ich schneide ja die seitlichen Strahlfurchen bei Barbie nie frei, das Horn dort dient der Unterstützung des Hufbeins. Wenn es nicht mehr gebraucht wird, löst es sich von alleine. Mit dem „kleinen“ Hufauskratzer bohrte ich auch in dem Loch in der Zehe rum, das geht es ziemlich tief rein, geschätzt locker 1 cm. Entweder geht das Loch unter die doppelte Sohle im Zehenbereich oder es ist eine hohle Wand.

Die Zehe habe ich heute ein wenig gekürzt, das orange ist Keralit Undercover von gestern. Das ganze dunkle bzw. schwarze ist Zerfallshorn bzw. doppelte Sohlen, die sich ablösen. Ich habe mal orange eingezeichnet, wo die Sohle im Zehenbereich zukünftig enden wird, der Abrollpunkt (grüne Linie) ist dann perfekt. Man muß sich immer das Röbi mit der um ca. 7 Grad abgescherten Zehenwand vor Augen halten, was bedeutet, daß die Sohle stark rausgezogen war. Durch mein ständiges Kürzen der Zehe hat sich die Sohle zurückgezogen, der Strahl hat sich auch verkürzt.

Ich denke, so langsam bekommt der Huf eine gesunde Form, die Zehenwand kann dann endlich mal mit Anbindung ans Hufbein nachwachsen. Mit ein wenig Phantasie *g* sieht man sogar eine Sohlenwölbung, leider auch den Tragrandüberstand seitlich. Morgen werde ich den wieder ein wenig kürzen, ganz vorsichtig, sie reagiert darauf ja sehr allergisch. Da sie rv eh schont wegen des Abszesses, macht es das Brot auch nicht mehr fett.

Sie bekam wieder Keralit Undercover in das Loch und auf die „Krater“, danach einen Hufverband mit Leinsamen. Hinten links habe ich bei ihr noch bearbeitet, rh wollte sie nicht lange aufheben. Bei Nepomuk habe ich beide Hinterhufe „rund“ gemacht, für Hufbock hatte ich keine Lust mehr. Zum Reiten auch nicht, nach ca. 1,5 Std. Hufe behandeln und Putzen war ich froh, die Hafis wieder reinstellen zu können.

Mein Bekleb lv hält immer noch super :-), sobald der Abszess rv durch ist, beklebe ich diesen Huf auch. Falls mein Beschlag lv bis dahin abgefallen ist, bleibt Barbie barhuf, zum Reiten nehme ich dann die Epics. Mein Elan in Sachen Beschlag kleben hat deutlich nachgelassen, eigentlich braucht Barbie ja keinen Beschlag für den Stall.

Heu mußte ich heute ein mal nachlegen, die erste Portion hatten beide in Rekordtempo verputzt. Nun habe ich den zweiten Sack „Futter Natur“ im Stall, der erste hat ca. einen Monat gehalten. 15 kg pro Monat für 2 Hafis ist ziemlich wenig, sie bekommen ja auch nicht täglich Zusatzfutter, weil ich normalerweise nicht jeden Tag im Stall bin. Geschätzt sind das 400 g pro Mahlzeit, es geht ja nur darum, daß sie ihre Zusätze fressen. Mit dem Leinöl bin ich nicht sparsam, habe ich festgestellt, kippe halt immer ein wenig davon auf das Equimont. Beide schauen vom Fell und Mähne her super aus, sie glänzen wie Speckschwarten :-), ich denke, das paßt so.

„Futter Natur“ werde ich weiter füttern, Heu zusätzlich gibt es, bis die Herde vom Gras kommt. Entgiften tue ich immer noch 1x pro Woche mit Mariendistel homöopathisch, daneben bekommen beide Equimont und Pferdehanf. Barbie noch Huf-Regulator und Trimagnesiumcitrat, über den Winter werde ich Equimont und Pferdehanf absetzen, ersatzweise Kieselgur füttern.

24. September 2013

Barbie auf Abszess behandelt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:39

Den Epic rv hatte Barbie heute noch an, als ich den Stall kam, ein Glück. Als ich beide Hafis freilaufend raus ließ, sah ich, daß Barbie ein wenig besser lief als gestern. Ihr den Epic ausgezogen, puh, der Geruch nach 24 Std. Hufschuh ist immer etwas streng. Sie bekam fünf mal heiße Wickel, was sie sich gerne gefallen ließ – daran merkt man, daß ihr Wärme gut tut. Ich habe extra darauf geachtet, daß ich auch den Kronsaum mit einwickel, so daß der auch aufweicht; vermutlich kommt der Abszess ja wieder oben raus.

Barbie fraß heute wieder wie gewohnt, das ist auch ein gutes Zeichen, außerdem hat sie nach den heißen Wickeln den Huf nicht mehr auf der Zehe abgestellt. Mir ist das ja wichtig, damit lv nicht ständig alle Last vorne alleine tragen muß. Die Eckstreben habe ich ein wenig geschnitten … und weil ich das Messer gerade in der Hand hatte :-), habe ich das kleine Stück doppelte Sohle aus der Zehe auch weggeschnitten. Außerdem lateral etwas am Rand der Sohle gekratzt, wo sich noch Reste einer doppelten Sohle befanden.

Rechts vorne heute, die Strahlspitze hat sich verabschiedet, ich denke, das ist ein gutes Zeichen. Die dunkle Rille lateral im Zehenbereich wird sich ablösen, das Ende der echten Sohle ist noch weiter hinten, als ich bisher dachte. Das heißt, der Huf hat sich bereits auf eine kürzere Zehe eingestellt, werde die morgen also ein Stück kürzen. Gut zu sehen ist auch, daß sich rund um die Strahlspitze wieder eine Menge Zerfallshorn gebildet hat, wenn das mal alles weg ist, müßte eine Sohlenwölbung zum Vorschein kommen.

Barbie bekam Keralit undercover in das Loch in der Zehe und auf die „Krater“, danach versuchte ich, den glitschigen Leinsamen irgendwie auf die Sohle zu packen. Der Schleim ist mir immer wieder abgehauen, ein wenig konnte ich dann doch mal „festhalten“, schnell eine Windel drüber. Eine zweit draufgepackt, alles mit Gewebeband festgepappt – bis morgen hält der Hufverband wohl nicht, das macht aber nichts. Rivanol hatte ich angesetzt, habe meinen Verband damit angegossen, danach noch sehr warmes Wasser drüber gekippt.

Als ich Barbie in den Stall führte, belastete sie rv wieder einigermaßen, es war kein solches „Rumgehoppel“ wie gestern. Anschließend habe ich den gesamten Stall ohne Paddock abgemistet, um meine Freundin Nati ein wenig zu unterstützen, die derzeit die Stallarbeit macht ==> 1 großer Schubkarrn.

Barbie und Nepomuk, das alte Ehepaar :-), Barbie entlastet rv kaum, prima. Ich goss ihr noch zwei mal Rivanol in den Verband und ein mal heißes Wasser, Barbie zieht die Nase nicht besonders kraus, ich denke, die Schmerzen halten sich derzeit in Grenzen.

Ich habe ja schon lange den Verdacht, daß Barbie durch veränderte Belastung Abszesse ausbildet. Ihre Vorderhufe haben laut Röbis ja eine abgescherte Wand von ca. 7 Grad, das läßt sich nicht mal ebend korrigieren. In letzter Zeit habe ich ja ein wenig stärker korrigiert, die Strahlspitze ist rv abgestorben, vielleicht war das nun einfach zuviel totes Material im Huf und er transportiert das nun ab.

23. September 2013

Barbie lahmt stark rechts vorne ==> Hufabszess

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:29

An einen neuen HippoBlue schweißte ich vormittags Laschen an und fuhr in den Stall, um ihn Barbie anzukleben. Als sie mich sah, kam sie zum Ausgang, ich sah sofort, daß sie rv lahmte. Heu hingelegt am Putzplatz und beide Hafis frei rausgehen lassen wie üblich, Barbie schleppte sich langsam dahin, rv mochte sie kaum auftreten. Ich zog ihr den Epic aus, der Geruch war übel, zum Desinfizieren habe ich das restliche Essig-/Wassergemisch auf die Sohle gekippt.

Ich war wie paralysiert, das gibt es doch nicht, gestern lief sie einwandfrei, heute schwer lahm. Die Sohle heute, seit 19.09.2013 hat sich der Tragrand wieder verbreitert (hatte den ja ziemlich dünn geraspelt). Seitlich, es gibt immer noch Tragrandüberstand, ich hatte mich ja nicht getraut, den vollständig wegzuraspeln. Ich nahm das stinkende Sohlenpad aus dem Epic, wusch den aus, sprühte Blauspray rein gegen die Bakterien und zog Barbie den Schuh wieder an. Danach bekam sie alle 10 Min. sehr warmes Wasser draufgekippt, um den Huf aufzuweichen.

Wenn Barbie einen Huf auf der Spitze absetzt, bedeutet das: Hufabszess. Hier beim Zusatzfutter fressen, sie entlastet rv komplett; immerhin hält sie den Huf nicht in die Luft, das hatten wir auch schon mal bei einem Abszess. Die Sachen für heiße Wickel hatte ich natürlich nicht dabei, werde ihr morgen welche machen. Hepar Sulfuris hatte ich da, sie bekam ein paar Globuli. Beim Heu fressen machte Barbie heute viele Pausen, fraß nicht sehr viel, ich vermute, links vorne tat ihr aufgrund der ständigen Überlastung auch ein wenig weh, da hilft auch kein Beschlag.

Alles doof, dazu hatte ich noch Zahnschmerzen, kein guter Tag heute. Nepomuk verarztet, neu eingedeckt und ihn in den Stall gestellt, Barbie wollte nicht gehen. Also habe ich sie losgebunden und stehen gelassen, sie lief dann langsam mit ein paar Stückchen Mohrrübe als Anreiz zurück in den Stall. Ich blieb noch und kippte Barbies öfters warmes Wasser auf den Huf, sie stand im großen Unterstand, Nepomuk paßte auf sie auf.

Die Herde ist derzeit auf der größten Weide, die am weitesten vom Stall entfernt ist, da müssen sie einiges laufen. Für Barbie ist das derzeit natürlich ungünstig, weil sie weite Strecken gehen muß. Schmerzmittel werde ich ihr aber keines geben, weil das die Reifung des Abzesses behindert. Krankenbox ist keine Alternative, so schwer lahm ist sie nicht, daß sie sich darin ruhig verhalten würde.

Leinsamen hat letztes mal gut geholfen, werde morgen einen einkochen und ihr nach den heißen Wickeln welchen auf den Huf packen, drüber ein Hufverband. Überlegt habe ich mir, ob ich morgen ein wenig Tragrandüberstand abbaue Wenn rv eh schon weh tut wegen des Abszesses und sie ihn deswegen stark schont, fällt das Tragrand kürzen evtl. nicht ins Gewicht. Ich weiß, das ist fies gedacht, aber irgendwie muß ich ja mal weiter kommen in Sachen Hufbearbeitung. Einen weichen Hufverband bekommt sie sowieso, ob ich die Gelegenheit beim Schopf packe?

Möglich ist ja, daß ich durch meine Bearbeitung den Huf in eine bessere Balance gebracht habe und der Abszess durch die veränderte Belastung entstand. Von einem Steintritt kann er nicht kommen, sie hatte ja gestern beim Ausritt den Beschlag drauf. Wenn meine Vermutung richtig ist und ich nun untätig bleibe in Sachen Hufbearbeitung, muß ich die irgendwann nachholen, evtl. bekommt sie dann wieder einen Abszess? Die Zehe muß auch gekürzt werden, vielleicht mache ich das morgen zuerst und am Mittwoch dann den Tragrandüberstand.

Simone kam, wir begutachteten bei ihrer Stute die ausgebrochenen Wände und einen lockeren Nagel, der direkt über einem seitlichen Aufzug saß. Alle Nägel an den Vorderhufen standen ziemlich raus, geschätzt 2 mm, normal finde ich das nicht. Kurzfristig einen Schmied zu bekommen, ist schwierig, Simone war ein wenig verzweifelt. Barhuf hat sie probiert, als sie ihre Stute kaufte und zu uns in den Stall stellte –  sie ging lahm. Eisen ab und Hufschuhe 24/7 müßte man täglich kontrollieren, ob sie noch dran sind; das geht aber nicht, wenn man nicht täglich kommen kann. Also bleiben nur Eisen, was halt kostet, wenn alle Nase lang ein Eisen locker ist. Mein Tipp war, im Winter bei Schnee auf barhuf umzustellen und sich einen guten Hufpfleger zu suchen.

Ich habe genug zu tun mit den Hafi-Hufen, habe heute hinten nicht bearbeitet, mir fehlte die Energie. Nachdem ich nun wieder täglich in den Stall muß, um Barbie zu behandeln, eilt es nicht. Gestern war alles noch so schön, so schnell kann sich das Blatt wenden. Statt Reiten mache ich nun heiße Wickel und Hufverbände, werde mir aber irgendwann mal Zeit nehmen für einen schönen Ausritt mit Nepomuk.

22. September 2013

gemütlicher Ausritt, 1,5 Std.

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:24

Vormittags sah ich mir wegen der Pferde den Festumzug auf die Wiesn im TV an, leider wurden hauptsächlich Trachten und Kapellen gezeigt. Die Gespanne waren alle prachtvoll geschmückt – wenn man weiß, daß nur ein einziges solches Prunkgeschirr mal locker EUR 5.000,00 kosten kann (alles Handarbeit), war heute einiges Geld auf der Straße unterwegs :-). Bis ein Viererzug vorbereitet und angespannt ist, dauert es 4 Std. – puh, für die Pferde ist das wohl auch ziemlich lange.

Die Kaltblüter, die nun täglich auf die Wiesn gehen, sind im Zirkus Krone untergebracht, wohl in einer Box, in der Innenstadt gibt es ja keine Koppel. Das ist wohl die stressigste Zeit im Jahr für diese Pferde, dafür haben sie ansonsten wohl ein schönes Leben. Alle Pferde sind beschlagen, eh klar, die meisten laufen auf Coladosen, d. h. ziemlich hohen Trachten (soweit ich das im TV erkennen konnte). Ein Zehnerzug mit schwarzen Warmblütern war dabei, ich weiß nicht, wie der Kutscher die vielen Zügel auseinander halten kann.

Vom Haflinger-Zuchtverband in Ebbs (Tirol) war auch eine Kutsche mit sechs Hafi-Hengsten dabei, drei vorne und drei dahinter, sowas habe ich bisher nicht gesehen. Aufgefallen ist mir neben den traumhaften Behängen, daß diese Hafis ziemlich hell in der Fellfarbe waren, noch heller als Barbie, fast beige. Außerdem in meinen Augen ziemlich zierlich, die könnten sicher kein Holz mehr rücken.

Logistisch ist dieser Festumzug mE eine Meisterleistung, es marschierten 9.000 Menschen mit. Die sowie die Gespanne zu organisieren, ist sicher Schwerstarbeit, alle müssen Punkt 10.00 Uhr auf ihrem Platz sein. Ich staune immer wieder, wie ruhig die Pferde sind, ob die vorher ein wenig ruhig gestellt werden? Auf einem Wagen wurde Stroh gedroschen, wie es früher gemacht wurde, dessen vier Zugpferde waren ein wenig nervös. Mich wundert, daß bisher nie was passiert ist mit Gespannen, es laufen zwar immer Leute daneben her, im Notfall könnten die durchgehende Pferde aber nicht aufhalten. Wenn so ein Gespann in die Zuschauermenge rasen würde, gäbe es sicher Tote – Gott sei Dank ist sowas bisher nie vorgekommen.

Ich ging wählen und fuhr zu den Hafis, als Barbie mich sah, wieherte sie und kam gleich zum Ausgang gelaufen. Mir schien, sie nickte links vorne, vielleicht werde ich langsam paranoid? Dani war noch nicht da, ich ließ beide Hafis raus zu ihrem Heu. Links vorne hatte sich innen die mittlere Lasche gelöscht, außen die zwei hinteren Laschen, der Laschekragen bei der letzten hatte sich vom Beschlag gelöst. Ich habe die Hufwand und Laschen mit der Drahtbürste geputzt und mit Schleifpapier bearbeitet, Aceton drauf und alle drei Laschen wieder angeklebt.

Das neue Vorderzeug anprobiert, ich muß neue Löcher bohren, ansonsten hängt es Barbie vor den Beinen. Irgendwie habe ich es verkürzt befestigt, es hing zwar ziemlich schepps rum, das hat Barbie aber nicht gestört. Wir führten bis nach den S-Bahn-Gleisen, Dani meinte, Barbie läuft einwandfrei und zeigt einen sehr raumgreifenden Schritt. Also aufgestiegen, meine neuen verzierten Zügel haben sich aufgrund des zusätzlichen Gewichts nahe dem LG-Zaum immer wieder etwas gedreht am langen Zügel, bei aufgenommen Zügeln nicht. Fürs Ausreiten sind die wohl nicht so super geeignet, ich werde sie weiter testen.

Barbie wollte immer auf weichem Boden gehen, was auch daran liegen kann, daß es dort Gras gibt. Es ist nervig, wenn sie ständig was frißt, nächstes mal nehme ich eine Gerte mit. Das ist ja kein mageres Gras, was sie vom Rand aufsaugt, sondern vermutlich Hochleistungsgras, das ist schlecht für sie. Dazu noch die derzeitigen Temperaturen, heute hatte es Sonne bei ca. 18 Grad, letzte Nacht 6 Grad ==> hohe Hufrehegefahr. Gelesen habe ich mal, daß Gras fressen während des Reitens nichts macht, weil das Pferd die Energie sofort verwertet, darauf kann ich mich aber nicht verlassen.

Barbie lief gut, auf Gras sind wir ein Stück getrabt, sie lief freudig, ohne zu nicken. Danach stellte ich fest, daß sich vorne links die zwei Laschen außen wieder gelöst hatten, die innen waren noch fest. Wir ritten auf einer Asphaltstraße heim, Barbie lief auf Teer gut, wich trotzdem immer wieder auf den seitlichen mit Gras bewachsenen Streifen aus. Schnell was fressen und dann Nepomuk hinterher traben, mir ging das ziemlich auf den Geist. Also ritt ich sie am Zügel und forderte einen flotten Schritt, Nepomuk hatten wir schnell abgehangen. Barbie passt auch auf, wenn man etwas verlangt, ich sollte das zwischendurch beim Ausreiten immer wieder einbauen.

Ich ritt wieder bis zum Stall, beide bekamen ihr Zusatzfutter. Barbie hatte unter dem Wanderreitsattel, den Satteltaschen und dem Vorderzeug geschwitzt, ich wusch sie mit warmen Wasser ab. Den Beschlag rv mit nur einer klebenden Lasche außen nahm ich ihr ab, sie bekam ersatzweise den Epic mit Softpads angezogen. Glücklicherweise habe ich ja nun Ersatz-Beschläge, werde morgen rechts vorne einen neuen HippoBlue kleben, ich hoffe, der hält dann.

Links vorne hatte ich ja das Pattex Ultra Gel verwendet, rv den Kleber von HappyHore, ob es daran lag? Morgen werde ich Ultra Gel verwenden, erstmal muß ich aber den ganzen alten Kleber so gut wie möglich entfernen. Die Hinterhufe der Hafis mache ich morgen auch, dann habe ich hoffentlich mal 1 Woche ohne Hufbearbeitung vor mir.

Heute gingen wir wieder ins Flache (gerader Boden), weil der Beschlag lv ja nicht gut fest war, am Mittwoch werden wir ins Hügelige reiten, dort ist der Boden oft sehr uneben. Wenn mein neuer Bekleb rv wieder aufgibt, mache ich beide Beschläge ab und habe dann vorerst genug vom Bekleben *g*. Barbie bleibt dann barhuf im Stall, zum Reiten gibts die Epics, das geht auch. Ich freue mich schon, wenn es schneit, dann kann sie komplett barhuf für ein paar Monate bleiben.

Heute waren wir ca. 5,5 km unterwegs, haben zwei Freßpausen á 10 Min. eingelegt. Das Laufen war für Barbie sicher nicht zuviel, eher das Gras. Wenn sie morgen schlecht läuft, gibt es im Gelände keine Freßpausen mehr, außerdem werde ich Gras stibitzen unterbinden. Im hügeligen Gelände geht es viel durch Wald, da gibt es kaum was zum Fressen, angenehm :-).

20. September 2013

Barbie vorne beschlagen (beklebt)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:43

Die HippoBlues habe ich heute früh entsprechend meiner Anzeichnung zurecht geraspelt und dann die Laschen anklebt. In meinem alten Putzkoffer hatte ich ja alle Utensilien fürs Bekleben zusammengefasst, damit fuhr ich in den Stall.

Nepomuk war wieder auf dem Paddock, ein Glück, so konnte ich problemlos Barbie alleine rausnehmen. Heu hatte ich noch keines ausgelegt, da ich ihr die Hufwände wässern wollte, damit der Kleber besser hält. Barbie war nach dem Rausführen aber nicht zu halten, ich mußte sie loslassen, um die Strombänder wieder einhängen zu können. Bei meinem Putzkasten angekommen, stellte sie fest, da gibts ja kein Heu *g* – ich schnappte sie und brachte sie zur Pferdedusche.

Rein vorsorglich hatte ich ihr 2 kg Heu vorbereitet, damit sie beschäftigt ist 🙂 – das bekam sie nach dem Hufe duschen. Links vorne fing ich an, die Zehe konnte ich kaum überstehen lassen, sonst hätte es mit den Laschen nicht mehr gepasst. Gleich das erste Absetzen klappte prima, mit dem Ultra Gel klebte ich die Laschen an.

Rechts vorne mußte sie zwei mal absetzen, beim ersten mal verrutschte der Beschlag. Die erste Lasche klebte nicht gut, also versuchte ich eine innen, die mochte auch nicht – auwehzwick. Barbie machte einen Schritt und der Beschlag landete im Heu, also den Huf nochmals mit Aceton eingesprüht und mit Kleenex sauber gerieben. Den zweiten Versuch startete ich mit dem Kleber von HippoHorse, der funktionierte komischerweise sofort. Flugs alle Laschen angeklebt, danach war dieser Kleber (der erste, den ich kaufte, habe noch zwei) zu Ende; versiegelt habe ich die Laschen mit dem Ultra Gel (Pattex).

Barbie schaufelte Heu in sich rein, von den 2 kg war kaum mehr was übrig, obwohl ich sicher nicht länger als insgesamt 45 Min. fürs Hufe auskratzen, Beschlag probieren, bekleben usw. gebraucht habe. Ich kenne kein Pferd, was in einer derartigen Geschwindigkeit frißt, Barbie hebt dabei kaum mal den Kopf, Nepomuk zwischendurch schon immer wieder. Sie bekam ihr Zusatzfutter, danach fraß sie noch sämtliche Heubrösel, mir war das ganz recht, so konnte der Kleber in Ruhe noch ca. 20 Min. abbinden.

Rechts vorne seitlich, man sieht endlich mal die Trachte. Sie ist wesentlich steiler, als ich dachte, die Hornröhrchen flachen aber sofort ab. Im Zehenbereich habe ich die Tragränder stärker angeschrägt, als ich dachte – na ja, irgendwie muß ich den Huf ja langsam kleiner bekommen. Links vorne seitlich, man sieht gut den Stresspunkt an der Trachte – bis dahin sollte man sie eigentlich kürzen. Barbie verträgt das aber nicht, hätte ich diese Trachte so gekürzt, würde sie lahm gehen. Das weiß ich aus Erfahrung, da hilft dann weder Hufschuh mit Einlagen noch Bekleb, daher habe ich das gelassen.

Als Sohlenpolster tat ich Heilmoor auf die Sohlen, damit kann ich dann auch kein Dreck reinsetzen. Barbie zurückgestellt und Nepomuk geholt, der nur ca. 1/2 kg Heu bekam, weil er so ein langsamer Fresser ist. Zum Reiten hatte ich keine Lust mehr, es nieselte hin und wieder.

Ich hoffe, mein Bekleb hält nun mindestens 2 Wochen; falls einer sich löst, kann ich einen Tag mit Hufschuh überbrücken und am nächsten Tag nach Anpassung einen anderen HippoBlue kleben. Hinten links stand Barbie heute nicht mehr so stark nach innen gedreht wie früher, ich werde bei der nächsten Bearbeitung wieder die innere Zehe mehr zurücksetzen. Rechts vorne steht sie immer noch nach außen gedreht, vielleicht wird das ja besser, wenn hinten links nun langsam gerade steht.

Barbie lief heute barhuf einwandfrei, mit Beschlag konnte sie daher nicht besser laufen :-). Am Sonntag gehen wir ins Gelände, mal sehen, ob sie mit Bekleb auf miesem Schotter besser läuft als mit den Epics.

19. September 2013

Vorderhufe bearbeitet

Filed under: Allgemein — admin @ 16:48

Mein Paket aus dem Niederlanden vom Barock-Shop kam heute, die Zügel und das portugiesische Vorderzeug schauen edel aus :-). Das Leder ist hochwertig, alles bestens verarbeitet, ich bin gespannt, wie es an den Hafis aussieht. Normales Vorderzeug hat ja noch eine Schlaufe, die man im Gurt einhängt, das portugiesische nicht. Zu meiner barocken Barbie mit ihrer breiten Brust passt dieses Vorderzeug sicherlich super, die verzierten Zügel mache ich an ihre Trense.

Die Trensen der Hafis sind dunkelbraune Westerntrensen, an Barbies habe ich ja noch „Gebims“ mit Federn angebracht, 100% passt das nicht zu den neuen Sachen – da stehe ich aber drüber *g*. Außerdem werden die wenigsten Menschen überhaupt erkennen, daß das nicht alles zusammen passt – wer kennt hier schon portugiesisches Vorderzeug?

Nepomuk war auf dem Paddock, daher holte ich Barbie alleine raus. Die Epics hatte sie glücklicherweise noch an, ich zog sie ihr aus und bearbeitete ihre Vorderhufe. Rechts vorne seitlich, das schaut nun besser aus als vor ca. einer Woche. Von vorne, eigentlich wollte ich nicht so hoch raspeln, ist aber wohl nicht schlimm, da eh alles Narbenhorn. Die zwei Abszessrillen sieht man nun gut, medial scheint mir die Seitenwand nun steiler nachzuwachsen (lateral sieht man nicht). Die dunklen Flecken im Zehenbereichz zeigen gut, wieviel Gammel noch in diesem Huf steckt – normalerweise müsste das Horn weiß sein. Die Sohle, an dem Zacken in der Zehe (13.09.2013) sieht man gut, daß ich die Zehe stark gekürzt habe.

Links vorne seitlich, auf der Hufwand ist immer noch der Kleber zu sehen. Aber besser Kleber als Nägel, ich hoffe, mein Bekleb morgen hält trotzdem. Die Sohle, medial ist ein Bruch zwischen Trachte und Tragrand zu sehen. Keine Ahnung, ob das schlimm ist, ich kann die Trachte nicht weiter kürzen, weil die äußere eh schon viel höher ist.

Beschläge habe ich ja nun viele, anprobiert, ich werde die HippoBlus kleben, die ich vor ca. 3 Wochen abnahm. Seitlich muß ich bei beiden ein wenig weg raspeln, Barbies Vorderhufe sind ein wenig kleiner geworden in den letzten 3 Wochen. Barbie heute, sie steht mit den Vorderhufen mE ziemlich gerade unter dem Körper. Aufgefallen ist mir auch, daß sie links hinten nun nicht mehr ganz so stark nach innen dreht im Stand wie früher, nur rechts vorne steht meist ein wenig nach außen.

Barbie stellte ich ohne Hufschutz in den Stall, um zu sehen, wie sie läuft. Ich rannte ein Stück vor ihr her, Barbie trabte auf Pflastersteinen freiwillig hinterher – ich fand, sie lief gut, es war kein Lahmen oder Nicken zu sehen. Nepomuk stand immer noch auf dem Paddock, auf Zuruf kam er im Trab an.

Er bekam vorne auch die Hufe gemacht, links vorne seitlich.  Der Kronrandwinkel ist mE relativ flach, normalerweise sollte der 25 – 30 Grad betragen. Die Sohle,  das passt jetzt mal für die nächsten 2 Wochen.

Rechts vorne seitlich heute und gestern, habe die Zehe deutlich gekürzt und berundet. Die Sohle heute, ich habe versucht, den Huf gleichmäßig rund zu machen. Ich denke, alle vier Vorderhufe sind auf einem guten Weg, nächste Woche bearbeite ich dann die Hinterhufe.

Die Regendecken nahm ich beiden ab, Nepomuk bekam eine Rambo angezogen, da er sich Schweifrübe und Mähne ein wenig verstrubbelt hatte. Ohne Decke kann er vorerst leider nicht stehen, mir ist das Risiko zu hoch, daß er sich zuviel Langhaar wegschubbert. Fliegenmaske braucht er keine mehr, glücklicherweise scheuert er den Schopf nicht.

Ein TA kam und machte einem Isi (sediert) die Zähne, ich mochte gar nicht viel hinschauen, das schaut ziemlich brutal aus. Ich hoffe, daß Barbie und Nepomuk nie die Zähne gemacht bekommen müssen, selbst mit Sedierung ist das wohl nicht angenehm.

Der TA brachte einer anderen Stallgekollegin den Bluttest ihres Isis (21 Jahre) alt – Cushing.  Der TA hat Pergolid verordnet, 1/2 Tablette täglich lebenslang, die kosten im Jahr ca. EUR 300,00. Der Isi ist nicht beschlagen und hat gute Hufe, ist aber ein wenig dick, man macht sich natürlich Sorgen, weil ECS Hufrehe begünstigst.

Na ja, jeder hat so seine Probleme mit seinem Pferd, keines ist 100%-ig gesund.