31. Oktober 2013

Barbie hat rechts hinten eine Hufprellung

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:42

Letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen, mußte immer dran denken, was Barbie wohl hat. Um 6.30 Uhr war ich bereits wach und nutzte die Zeit, um im www nach Hornsäulen zu kucken. Ich fand einen interessanten Artikel, der beschreibt, wie man gegen die Hornsäule vorgehen kann. Mir scheint diese Vorgehensweise Sinn zu machen, also werde ich mir einen scharfen Löffel und Dermacyn besorgen.

Links vorne heute, von der doppelten Sohle ist kaum mehr was übrig. Dem Loch in der weißen Linie (Zehe) habe ich ein wenig hinterher geschnitten, mit dem Hufmesser kann man aber keine sehr kleine Löcher schneiden. Rechts vorne war von meinem Loch, was ich gestern vergrößert hatte, fast nichts mehr zu sehen, ich schnitt daher nochmals. Mit Lebermoosextrakt habe ich beide Löcher gespült, danach ein kleines Stück Watte, was ich damit getränkt hatte, so fest wie möglich reingestopft.

Barbie bekam das Bein rh mit kaltem Wasser abgewaschen, sie war ziemlich dreckig, hatte wohl auf dem Paddock geschlafen. Da ich noch eine Menge Zeit hatte, habe ich Barbies Huf rh sowie Nepomuks Hinterhufe beraspelt, das war dringend nötig.

Die Tierärztin kam  und untersuchte Barbie, danach mußte ich sie vorführen, damit die TÄin sieht, wie sie läuft. Barbie versuchte, den hinteren Hufbereich zu schoonen, auch im Stand stellte sie den Huf oft auf der Zehe ab. Keine Pulsation, keine dicken Beine, die Muskulatur war frei, nichts geschwollen, keine äußere Verletzung. Die Sohle sowie Strahl wurden mit der Zange abgedrückt, Barbie hampelt ja immer ein wenig rum, eine echte Schmerzreaktion war nicht feststellbar. Die TÄin holte ihr Messer und schnitt vorsichtig am Strahl rum, es kamen zwei dunklere Stellen zum Vorschein, das könnten Hämatome aufgrund eines Steintritts sein.

Nicht in der Fesselbeuge (oder wie das heißt), sondern drüber hatte Barbie Krusten am Bein. Die hat sie ja schon länger, ich dachte nicht, daß das Mauke ist. Die TÄin fragte, ob Barbie mal Mauke hatte, ich wies sie auf diese Stellen hin. Komischerweise hat Barbie diesee Stellen nur hinten, ich schnitt den Behang ab, die TÄin hat rh rasiert. Das behandele ich nun mit Derfen Lotion, Nepomuk hatte diesen Sommer ja mal ein wenig Mauke, bei ihm hat es super geholfen.

Ich war erleichtert, daß Barbie keinen Sehnenschaden oder sonstwas schlimmes hat, die TÄin fühlte noch den Kronsaum ab, der war wärmer als lh. Das bedeutet, sie hat eine Entzündung, die TÄin meinte, es sei eine Hufprellung. Sowas ist ziemlich schmerzhaft, das weiß ich aus eigener Erfahrung, geht aber schnell vorbei. Barbie sollte einen Hufverband bekommen, ich schlug vor, ihr Acetatmischung auf Bein, Kronsaum und Hufwand zu geben, die TÄin stimmte zu. Gesagt, getan, Barbie bekam einen prima dicken Hufverband verpasst, danach führte ich sie wieder vor.

Sie lief damit nur unwesentlich besser, was mE normal ist. Beim Rausführen und erstem Vorführen lief Barbie die ersten Schritte stark lahm, danach besser, das ist wie bei mir. Nach längerem Liegen tut mir rv derzeit noch  kurz weh, das geht schnell vorbei, wenn ich laufe. Inzwischen klappt das fast ohne zu hinken, ich denke, ich kann nun wieder reiten.

Die TÄin sagte, ich soll Barbie Rheumocam für 450 kg geben, das hatte ich mitgebracht. Zur Krankenbox riet sie glücklicherweise nicht, sie meinte, Barbie kann in der Herde bleiben. Ich goss den Verband dann noch mit Rivanol an, das soll ich nun täglich machen.

Ich fragte die TÄin, ob sie GladiatorPlus kennt, sie meinte „ja, ein super Mittel“. Alle ihre Kunden, die das als Kur gaben, waren hochzufrieden damit. Das klingt doch gut :-), meine Befürchtung, daß die Hafis dadurch dick werden, zerstreute sie. Vorne fühlte sie noch nach, keine Pulsation, keine warmen Hufwände, alles bestens *freu*; sobald Barbie hinten wieder klar läuft, kann ich sie reiten.

Endlich habe ich eine Tierärztin, der ich vertraue, die sich Zeit nimmt und alle Fragen beantwortet. Die einen nicht wie einen Deppen behandelt, die nicht rummeckert, weil Barbie nicht beschlagen ist und die Barbie nicht andauernd in die Klinik transportieren will zur „Grundsanierung der Hufe“. Bisher hatte ich ja immer TÄe von Pferdekliniken, die sind wohl ziemlich schnell mit einer „Einweisung“, damit wird Geld verdient. Jetzt habe ich eine niedergelassene selbständige TÄin, die kein Geld daran verdient, wenn sie eine „Einweisung“ empfiehlt.

Bei der bleibe ich :-), je nach Laufverhalten soll ich Barbie weiterhin Rheumocam geben. Außerdem selbst Hufverbände machen, falls der heutige sich ablöst, werde also nun wieder jeden Tag im Stall sein. Falls Barbie wider Erwarten am Montag noch lahmt, kommt die TÄin nochmals.

Da ich heute sehr früh da war, hatte ich die Hafis fast 2 Std. am Putzplatz beim Heu fressen. Ich weiß nicht, wieviel sie davon verputzt haben, am Schluß waren beide pappsatt :-). Sie ließen Heu liegen, früher wäre das bei Barbie nicht vorgekommen. Die Weiden haben ja nur noch wenig Gras, außerdem hatten wir letzte Nacht Bodenfrost. Gras, was durchgefroren ist, hat bestimmt keinen hohen Nährstoffgehalt mehr, mE ist da kaum mehr was drinnen.

Die Pferde sind im Fellwechsel, der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren, da brauchen sie Energie. Mit ein wenig Stroh läßt sich der Energiebedarf nicht decken, daher können meine Hafis mittags schon einiges an Heu vertragen.

30. Oktober 2013

Barbie rechts hinten stark lahm

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:23

Sabine führte heute die Hafis raus zu ihrem Heu, ich habe nicht zugesehen, daher fiel mir nicht auf, daß Barbie rh stark lahm ging. Im Stand hat sie rh stets entlastet, ich dachte mir erst nichts dabei, Pferde entlasten ja oft einen Hinterhuf.

Ich habe beiden die Vorderhufe bearbeitet, bei Barbie fing ich lv an. Ein mal wäre sie, als ich den Huf bearbeitete, fast gestürzt, was daran lag, daß sie auf zwei Hufen nicht sehr gut stehen kann. Ich dachte mir, sie wäre ausgerutscht, Barbie hatte ja noch nie was an den Hinterhufen. Als ich sie zurück führte in den Stall, sah ich, daß sie rh deutlich lahm geht. Hinten hatte ich heute nicht ausgekratzt, holte also nochmals Hufauskratzer und Bürste, um mir die Sohle anzusehen. Ich sah nichts auffälliges, fühlte die Hufwand ab, sie war mE nicht warm.

Das Problem mußte höher liegen, ich tastete das Bein ab, davon habe ich allerdings keine Ahnung. Optisch fand ich es etwas dicker als lh, das kann aber auch täuschen. Ich rührte Heilerde an, schmierte ihr die aufs Bein bis runter zum Kronsaum, darüber wickelte ich dick eine Bandage. Letzteres war nicht einfach, weil sie mit dem Bein ständig zuckte, es also hob und wieder auf die Zehenspitze abstellte. Ich denke mal, sie hat eine Schlagverletzung, irgendwas ist mit den Bändern, Gelenken oder Sehnen.

Zuhause angekommen rief ich gleich die Tierärztin an, sie kommt morgen um 12.30 Uhr. Ein mobiles Ultraschallgerät hat sie nicht, mal sehen, was sie morgen sagt. Wenn sie meint, daß eine Sehnenverletzung vorliegt, werde ich einen anderen TA zum Schallen kommen lassen. Die TÄin meinte, meine Notfallversorgung mit Bandage wäre gut, die wärmt. Hoffentlich hat Barbie keinen Sehnenschaden, sowas ist langwierig, bis der ausgeheilt ist, dauert es 6 – 12 Monate.

Na ja, ich mache mich jetzt nicht verrückt, ein Problem wäre, wenn sie wochenlang in die Krankenbox müßte. Das wäre schwierig, weil sie in einer Box verrückt wird; sich ruhig halten und schonen war noch nie Barbies Fall. Wenn sie einen Sehnenschaden hat, heilen wir den halt aus und machen schöne Spaziergänge im Winter. Erst mal abwarten, was die TÄin morgen sagt, es kann auch alles ganz harmlos sein.

Morgen nehme ich mal Kornschnaps und Roggenmehl mit, mir hat das sehr gut geholfen. Obwohl ich noch einige Blutergüsse habe, kann ich schon wieder relativ normal laufen. Seitlich ist mein Fuß aber ein wenig instabil bzw. schmerzhaft, ich vermute, die Bänder sind gedehnt. Sowas dauert 2 – 3 Wochen, bis sich das von selbst repariert hat, habe ich im www gelesen. Die Acetatmischung nehme ich auch mal mit, je nachdem was die TÄin meint, kann ich eines davon anbringen.

Barbies Sohle lv seitlich gesehen heute, man sieht gut die Sohlenwölbung :-). Außen ist die Trachte immer noch ein wenig höher als innen, daneben besteht außen noch ein wenig Tragrandüberstand. Ich raspel ja nach der Sohlentheorie, werde die Trachten nun auf gleiche Höhe bringen, die Sohle gibt das her.

Rechts vorne heute, die dunkle Stelle in der Sohle bei ca. acht Uhr habe ich abgekratzt. Dem Gammelloch in der Zehe bzw. weißer Linie habe ich heute ein wenig hinterher geschnitten, das Loch ist ziemlich klein. Rechts davon befindet sich noch doppelte Sohle, die fällt aber nach und nach ab. Das Loch in Großaufnahme, mE ist da eine Einblutung zu sehen. Am besten, ich frage die TÄin morgen, was das sein könnte. Ich habe Keralit Undercover in das Loch gedrückt, auf die Sohlen und Strähle bekam Barbie heute Ongifen. Wände strecken muß ich nun endlich mal machen, da staut sich bereits einiges an.

Bei Nepomuk nahm ich heute vorne noch ein wenig Trachten + Tragrandüberstand weg, links vorne schnitt ich der Tragrandtrennung außen hinterher. Die ist nun komplett ausgeschnitten und hoffentlich erledigt. Rechts vorne hatte er vorgestern außen im Tragrand ja ziemlich viel Gammel, dem schnitt ich heute hinterher. Die Tragrandtrennung ging sehr tief rein, ich schnitt alles weg bis zum gesunden Horn. Er bekam Keralit Huffestiger auf Sohlen und Tragrand, um das Horn zu festigen. Das Zeugs hatte ich eigentlich für Barbie gekauft, bevor ich gelesen hatte, daß man es bei gezerrter weißer Linie nicht anwenden soll. Für Nepomuk ist es ideal, werde ihm das nun 2x pro Woche auftragen.

Das GladiatorPlus für Pferde kam heute, ich überlege noch, wie Stallkollegen das den Hafis im Stall verabreichen können, wenn ich nicht komme. Vermengt mit ein wenig „Futter Natur“ haben sie das vermutlich in 2 Min. gefressen, man muß halt dabei stehen bleiben, damit kein anderes Pferd davon was frißt. Ich denke, wir werden das hinbekommen, solange Barbie hinten rechts lahmt, werde ich natürlich täglich hinfahren und sie behandeln.

29. Oktober 2013

Selbstversuch

Filed under: Allgemein — admin @ 16:36

Die Mähnen der Hafis sind ja schön, außer daß bei Nepomuk ein Teil davon fehlt :-(. Er scheuert nun ja nicht mehr, über den Winter möchte ich den Haarwachstum bei beiden anregen. Equinatura Haartonikum hatte ich schon mal, fand das nicht schlecht, also habe ich heute 2 Flaschen bestellt. Schöne Haare kommen von innen, es kann aber nicht schaden, auch ein wenig von außen aufzutragen. Im HippoSport-Shop stieß ich zufällig auf GladiatorPlus für Menschen, ich habe es mir bestellt und werde zusammen mit den Hafis eine Entgiftungskur machen.

Ich bin gespannt, was das bei mir bewirkt und bei meinen Pferden, wir sind alle drei nicht krank, haben aber unsere Zipperlein. Nepomuk hat sein Ekzem, Barbie ihre Hufprobleme und ich derzeit eine Erkältung und einen gequetschten Fuß. Ich halte ja viel von Mutter Natur, die Inhaltsstoffe für Pferd un Mensch scheinen dieselben zu sein, mal sehen, ob wir drei bald aussehen wie das blühende Leben 🙂 und Energie bis zum Abwinken haben.

Bei Barbies Vorderhufen habe ich mal den Abrollpunkt eingezeichnet, links vorne schaut ganz gut aus, wir sind mit den Trachten allerdings noch nicht an der breitesten Stelle des Strahls. Da muß noch ein bißchen was passieren in Sachen Trachten + Tragrandüberstand sowie Zehe kürzen, bis der Huf optimal da steht. Rechts vorne dasselbe, das werden noch richtig schöne Barhufe :-).

Ich habe mir überlegt, ein gebrauchtes günstiges Einspänner-Geschirr zu kaufen, das muß nicht aus Leder sein, Nylon reicht auch. Es geht ja nur darum, daß ich auf dem Platz oder der Ovalbahn mal einen Anspannen kann, damit sich jeder daran gewöhnt, was hinter sich herzuziehen. Einen Sulky für Einspänner kann ich mir evtl. von einem Stallkollegen borgen, werde den mal fragen. Wenn beide Hafis gut einzeln zu fahren sind, würde ich mir eine Kutsche für Zweispänner kaufen.

Nervenstark sind ja beide zusammen, allerdings ist Barbie ein Feuerstuhl, sobald sie im Gelände läuft. Aber gut, bis ich im Gelände zweispännig fahre, wird es noch dauern, ich muß mir jetzt keine Sorgen um ungelegte Eier machen.

28. Oktober 2013

vier Hufe bearbeitet

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:19

So langsam komme ich in die Puschen :-), habe heute vier Hafi-Vorderhufe bearbeitet. Bei Barbie nahm ich ein wenig Trachten + Tragrandüberstand weg und schnitt die Eckstreben.

Links vorne heute, ein kleines Gammelloch in der Zehe (Tragrand) ist nun wieder sichtbar. An der Stelle hat sie lv eine Hornsäule, am Mittwoch werde ich wieder die Zehe kürzen, das Loch ist dann weggeraspelt. Seitlich gesehen kann man immer mehr Sohlenwölbung erkennen, zumindest im Bereich der Mondsichel. Die Dicke der Sohle kann man ungefähr an der Strahlspitze messen, dort entwickelt sich täglich neues Zerfallshorn.

Rechts vorne heute, ich möchte mal wisssen, was diese dunkle Stelle in der Sohle bei ca. acht Uhr bedeuten soll. Die hat sie ja schon lange, der Rand der Sohle hat dort eine Beule. Setzt man diese Stelle in Relation zum Kronsaum, trifft man auf die Abszessrille. Mein früherer Hufpfleger meinte, Abszesse, die am Kronsaum durchbrechen, zeigen oft auch einen Ausgang in der Sohle an. Das tut nicht weh, es zeigt sich halt eine gammelige Stelle. Wo die echte Sohle im Zehenbereich endet, läßt sich aufgrund der restlich vorhandenen doppelten Sohle, die die weiße Linie überdeckt, nur erahnen. Seitlich – als ob ich nichts gemacht hätte :-/.

Die Zehe kürze ich nächstes mal ebenfalls, danach nochmals Trachten + Tragrandüberstand, das geht nun immer so weiter, bis der Huf so aussieht, wie ich ihn mir vorstelle.

Nepomuks Sohle links vorne, die Tragrandtrennung außen ist immer noch vorhanden, der werde ich übermorgen nochmals hinterher schneiden. Die Trachte außen scheint mir etwas höher als die innere, werde das korrigieren. Hufbock muß ich noch machen, um die Zehe etwas abzurunden, hohe Trachten hat er immer noch. Die könnte ich noch ein wenig kürzen, ich wette aber darauf, daß sie innerhalb kurzer Zeit wieder genauso hoch sind. Von vorne, das schaut auch gut aus.

Rechts vorne gefällt mir das „Gekräusel“ außen seitlich nicht, da werde ich nachschneiden. Seitlich gesehen, ein bissi Trachten + Tragrand könnte ich noch wegraspeln. Der Huf ist ein wenig flacher als lv, wächst nun steiler nach. Hufbock kommt noch, habe ja noch mindestens 2 Tage, wo ich nur Hufe bearbeite.

Nachdem Barbie und Nepomuk ne Menge Heu sowie ihr Zusatzfutter verputzt hatten, führte ich sie einzeln wieder rein, das klappte gut. Soweit ich sehen konnte, lief Barbie normal, ich hatte mir überlegt, ob ich ihr vorsichtshalber Schuhe anziehe. Da ich aber morgen nicht in den Stall fahren kann, hätte sie die 2 Tage drauf, das befeuert die bösen Bakterien. Also kein Hufschutz, im Stall auf hartem Boden läuft sie ja eh kaum.

Barbie bekam Hoof Dressing auf Sohlen + Strahl und heute auch auf die Hufwände, Nepomuk vorne Hufbalsam. Er ist ja momentan wieder eingedeckt, scheuert und beißt sich aber kaum, ich denke, ab Mitttwoch (es soll kälter werden) kann er ohne Decke stehen.

Zu GladiatorPlus habe ich nach Erfahrungsberichten geschaut, das liest sich alles sehr positiv. Es soll gegen Ekzem helfen, Nepomuks SE-Saison ist allerdings nun zu Ende und beide haben keine Probleme beim Fellwechsel. Die Hufe brechen schon lange bei beiden nicht mehr aus, ich gebe beiden nun trotzdem eine Kur. Man soll 20 Tage 25 ml täglich geben, danach 5 Tage Pause, anschließend dasselbe. Danach evtl. 2- 3x pro Woche 25 ml, je nach Bedarf.

Da ich nicht täglich im Stall bin, werde ich versuchen zu organisieren, daß die Hafis täglich das GladiatorPlus bekommen. Wie ich das mache, ohne daß eine Stallkollegin beide rausführen muß, werde ich mir noch überlegen. Wenn das Zeugs gut anschlägt, werde ich nächstes Jahr ab Ende März 2014 eine weitere Kur machen, vielleicht hilft das ja gegen Ekzem und Abzsesse.

Ein Wundermittel, was gegen alles hilft, gibt es natürlich nicht. Nicht nur beim Pferd hängt alles am Stoffwechsel, wenn der funktioniert, regelt sich der Rest auch in den grünen Bereich. Hufrehe ist ja keine Erkrankung der Hufe, sondern kommt vom gestörten Stoffwechsel, eine Allergie, wie Nepomuk sie hat, ebenfalls. Stoffwechsel optimieren und das Immunsystem stärken macht also immer Sinn, wenn man das nicht macht, kann man nichts erreichen.

27. Oktober 2013

auf der Suche nach einem Mineralfutter

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:54

Es gibt ja eine riesige Auswahl, für Barbie muß das Mineralfutter natürlich getreide- und melassefrei sein, außerdem sollte es möglichst wenig Zucker enthalten. So richtig entscheiden konnte ich mich nicht, was ich kaufen soll, die Hafis bekommen nun erst mal eine 40-Tage-Intensivkur mit GladiatorPlus. Das wird ja in den Bewertungen sehr gelobt, ich bin gespannt, ob es hält, was versprochen wird.

Energie haben die Hafis eigentlich genug, vor allem Barbie, sie steht ja stets auf dem Gaspedal. Eine Entgiftung kann beiden nicht schaden sowie die Stärkung des Immunsystems. Ich werde mal schauen, wieviel Pferdehanf ich noch habe, der hält sich ja bis nächstes Jahr. Am besten, ich schleiche den nun langsam aus, bis das GladiatorPlus da ist. Dann wird umgestellt, morgen schaue ich mal, auf welcher Weide die Herde nun ist. Das Equimont kann ich dann auch langsam ausschleichen, das brauchen beide ja nur zur Weidezeit.

Heute fiel mir ein, daß Pferdeschlitten fahren vielleicht nicht ganz so gefährlich ist wie Kutsche fahren. Der Vorteil wäre außerdem, daß beide barhuf prima auf Schnee laufen können, mit Kutsche / Schlitten muß ja auf auf den breiten Wegen (Schotter) bleiben. Leider habe ich Pferdeschlitten für Zweispänner gefunden, der in meiner Nähe zu verkaufen wäre. Unterstellen müßte ich den bei der Ovalbahn, vom Stall aus muß man ja erst über die Straße, wo geräumt/gesalzen wird.

Dieses Jahr werden wir mein Skijöring-Set ausprobieren, wenn Schnee lieg, einen kleinen Holzschlitten habe ich ja extra dafür gekauft. Dann lernen die Hafis schon mal, daß sie was hinter sich herziehen. Dani wird Nepomuk reiten, wenn ich auf dem Schlitten sitze, Barbie reite ich, dann sitzt sie drauf. Der Vorteil ist, wenn es gefährlich ist, läßt man einfach die Leine los, der Reiter bremst dann das Pferd ein. Wenn das gut klappt, ist der Weg zum zweispännig fahren nicht mehr weit.

26. Oktober 2013

nicht viel geschafft

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:39

Eigentlich wollte ich neben Barbies Vorderhufen heute noch mindestens einen weiteren Huf bearbeiten, habe das aber nicht geschafft. So richtig fit bin ich nicht, also müssen die restlichen 6 Hufe noch warten.

Ich ließ die Hafis wie gestern frei raus, sie bekamen ihr Heu. Links vorne bei Barbie fing ich an, die Zehe zurückzusetzen, habe den ganzen Bereich dazu stark angeschrägt. Vor 2 Wochen sah der Huf noch so aus, es hat sich einiges getan, obwohl ich 1 Woche ausgefallen bin. Noch ein mal Zehe kürzen und es passt, das letzte Stück doppelter Sohle wird nun wohl auch abfallen. Rund um die Strahlspitze erscheinen nun immer deutlicher die Furchen, was bedeutet, daß es das Hufbein ein wenig nach oben gezogen hat :-). Die Sohle wird dicker, ich werde sie mal messen, der Huf bildet Sohlenwölbung aus.

Gegen die gezerrte weiße Linie seitlich muß ich vorgehen, am Montag nehme ich ein wenig Trachten + Tragrandüberstand weg und schneide die Eckstreben. Mir wurde ein Sohlenpolster empfohlen, dazu braucht es aber Hufschuh oder Beschlag, von alleine hält das nicht. Damit könnte man die Last von den Tragrändern wegnehmen und Sohle und Strahl verteilen (nur im hinteren Bereich des Hufes). Allerdings habe ich mir überlegt, daß wenn sich Erde in die Sohle usw. reindrückt, derselbe Effekt erreicht wird. Die Last wird also von Natur aus verteilt, daher spare ich mir ein extra Sohlenpolster.

Ein Vorderhuf sollte in etwa so lang wie breit sein, lv ist das bei Barbie immer noch nicht der Fall. Rechts vorne ist das nun geschafft :-), dieser Huf war allerdings schon immer etwas „kugeliger“ als lv. Die Zehe habe ich gekürzt und ein wenig Eckstrebenhorn von der Sohle entfernt, danach war ich ein erschöpft. Bei dem Huf scheint sich die Sohle im Zehenbereich bereits wieder ein Stück zurückzuziehen, wenn man das heutige Foto mit gestern vergleicht. Von dem „Loch“ in der Zehe ist nun fast nichts mehr zu sehen, lv auch nicht, es geht stark bergauf :-).

Wenn man sich rv von vorne anschaut, sieht man, daß der Huf eigentlich eine Nummer kleiner werden möchte. Die Seitenwände wachsen steiler nach, was bedeutet, daß der Huf nicht nur schmaler werden wird, sondern noch kürzer als heute. Die Seitenwände werde ich mal begradigen, wenn ich wieder gut auf zwei Füßen stehen kann. Da die Hufe heute trocken waren, bekam Barbie NT-dry drauf, von dem habe ich ja auch noch einiges.

Nun sind es noch 7 Montate bis zum nächsten Anweiden, bis dahin sind die Abszessrillen hoffentlich rausgewachsen, Barbies Vorderhufe sind ja inzwischen ziemlich kurz und kompakt. Eigentlich dürfte sie dann nächstes Jahr keinen Abszess mehr bekommen, wenn meine Theorie, daß es an der durch Hufbearbeitung veränderten Belastung liegt, stimmt. Wir werden sehen, ob ich Recht habe oder nicht. Bewegung kommt ja auch bald hinzu, bis Schnee liegt, reite ich mit Hufschuhen vorne. Dadurch werden die Hufe gut durchblutet, was das Wachstum anregt.

Den Pferdehanf füttere ich, bis er weg ist, werde dann nach einem guten Mineralfutter schauen, was beide über den Winter bekommen. Zum „Futter Natur“ oder AlpenGrün Mash gibt es dann nur noch MSM und ein MiFu, das wird dann einfach :-).

25. Oktober 2013

fitte Pferde, kranker Reiter

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:43

Gestern habe ich den Pferden 15 kg AlpenGrün Mash bestellt als Abwechslung zum „Futter Natur“, dazu noch einen Liter Leinöl. Letzteres müßte reichen, bis die Herde von der Weide kommt, dann höre ich mit dem (staub trockenem) Equimont auf.

Mein Fuß wird täglich besser, ich konnte heute sogar meine stark ausgebeulten Reitschuhe anziehen. Im Stall angekommen, legte ich ein wenig mehr Heu raus als üblich, weil ich heute Geburtstag habe :-). Barbie wartete wie üblich bereits am Ausgang, Nepomuk war auf dem Paddock. Ich hinkte also den halben Weg bis zum Paddock mit Barbie im Nacken und rief Nepomuk, glücklicherweise kam er an, so daß ich mir einiges an Weg gespart habe.

Ich ließ beide frei rausgehen, das klappte einwandfrei wie üblich, sie gingen sofort zu ihrem Heu. Heute traute ich mir Hufe auskratzen zu, war ja gespannt auf Barbies Vorderhufe. Links vorne scheint mir in den letzten 5 Tagen ein kleines Stück Strahlspitze abgestorben zu sein, letzten Samstag kam mir der Strahl ein wenig länger vor. Von der doppelten Sohle ist nur noch wenig übrig, rund um die Strahlspitze sieht man nun „Löcher“, das werden mal Strahlfurchen :-). Bei Barbie schneide ich die nie frei, was der Huf nicht mehr braucht, fällt von alleine ab.

Nun geht Hufbearbeitung wieder, meine Verletzung hat mich etwas zurückgeworfen. Morgen kürze ich die Zehe, danach wieder Trachten + Tragrandüberstand. Das muß sein, sonst bekomme ich die gezerrte weiße Linie seitlich nie in den Griff.

Rechts vorne heute, die Zehe werde ich auch stark kürzen, danach Trachten + Tragrandüberstand. Jetzt kommt der Endspurt :-), ich glaube nicht, daß sie dieses Jahr nochmals einen Abszess bekommt. Alle acht Hafi-Hufe stehen zur Bearbeitung an, durch meinen Unfall bin ich im Rückstand. Da ich vorerst weder reite noch die Pferde sonstwie bewege, habe ich alle Zeit der Welt, alle Hufe in aller Ruhe komplett zu bearbeiten, also auch mit Hufbock. Danach haben die Hufe Zeit, sich von meiner Korrektur „zu erholen“, falls das nötig sein sollte.

Beide Hafis sind fit, auch Barbie läuft auf hartem Boden einwandfrei barhuf, der rechte Huf ist nicht mehr warm, die Abszessrille hat sich verhärtet. Wenn ich alle Hufe auf Vordermann habe, bin ich auch wieder soweit fit, daß ich mich auf ein Pferd setzen mag. Barbie kann dann wieder geritten werden, sie strotzt ja schon länger vor Energie und Tatendrang.

Nepomuk wurde behandelt, er scheuert immer noch ein wenig, er bekam eine saubere Decke angezogen. Barbie bekam Keralit Undercover in die „Krater“, die gar nicht tief sind. Sie führte ich zuerst zurück, heute konnte ich den Strick festhalten :-), allerdings lief ich neben ihrem Bauch her. Barbie und in Zeitlupe laufen sind Gegensätze, die nur klappen, wenn sie lahm ist. Immerhin nahm sie heute mehr Rücksicht auf mich als vorgestern, ich werde das langsam gehen mal mit ihr auf dem Platz mal üben.

Nepomuk dagegen lief heute problemlos mein Schneckentempo mit, blieb brav hinter mir. Allerdings geht er immer viel langsamer Schritt als Barbie, er mußte sich daher nicht großartig umstellen.

23. Oktober 2013

auf dem Weg der Besserung

Filed under: Allgemein — admin @ 14:15

Nach meinem letzten Blogeintrag legte ich mich hin, das Adrenalin war abgebaut, der Fuß kam zur Ruhe und fing ordentlich an zu schmerzen. Mit Mühe schaffte ich es  in die Küche, um mir eine Pizza zu machen, der Schmerz wurde immer schlimmer (eine Paracetamol eingeworfen), ich konnte mit rv nicht mehr auftreten. Bettruhe, als ich nachts auf Klo mußte, wußte ich nicht, wie ich ins Bad komme, bin auf dem linken Bein gehüpft, nicht gerade meine Paradedisziplin.

Am Montag informierte ich meine Tante, die über mir wohnt, sie holte mir Krücken aus dem Keller, bis dahin benutzte ich einen Wischmop als Krücke. Mit zwei Krücken laufen ist auch nicht gerade meine Stärke, also blieb ich am Montag im Bett. Den Fuß + blaues Knie habe ich abwechselnd mit Mobilat und Traumeel eingerieben, nachmittags den Fuß 15 Min. ins Heilmoor gesteckt. Das tat gut, es kühlte, wir überlegten, ob was gebrochen ist. Ich las im www nach über Knöchelbruch, der passiert meist durch Umknicken, was bei mir ja nicht der Fall war.

Ein altes Rezpet von meiner Oma bei Quetschungen + Prellungen ist, Kornschnaps mit Roggenmehl zu vermischen. Nachmittags machte mir meine Tante die erste Packung, abends nochmals eine. Das half gut, am nächsten Tag konnte ich den Fuß bereits wieder ein wenig belasten und nur noch mit einer Krücke laufen. Nochmals Bettruhe am Dienstag, die Schwellungen gingen langsam zurück. Wieder Salbe, Heilmoor und Kornschnaps * Roggenmehl, da ich keine Schmerzen hatte, wenn ich den Fuß ein wenig belastete, entschied ich, daß nichts gebrochen ist.

Einen Arzt, der mir am Fuß rumdrückt, bevor er röngt, brauche ich nicht. Und eine OP schon gar nicht, das wird auch ohne wieder. Gestern bestellte ich mir Schmerzmittel, Ibuprofen ist mir lieber als Paracetamol, dazu noch was gegen Husten + Schnupfen, eine Erkältung hatte ich seit Montag ja auch noch. Heute früh konnte ich ohne Krücke hinken, es geht stark bergauf :-). Der Fuß schmerzt kaum bei Belastung, seitlich drehen ist aber unangenehm.

Da rv in keinen Schuh passt, zog ich einen dick geplsterten Bettschuh drüber, drunter kam ein Plastik, damit fuhr ich heute in den Stall. Das klappte gut, ich mußte nur aufpassen, rv beim Wechseln von Gas auf Bremse nicht zu verdrehen. Eine Krücke nahm ich mit, benutzte sie aber nicht, ich mußte halt langsam gehen/hinken. Sabine war glücklicherweise da, sie führte beide gleichzeitig raus zu ihrem Heu. Ich kämmte beide und putzte Barbie ein wenig, Nepomuk bekam eine saubere Decke angezogen und wurde behandelt, er beißt sich immer noch ein wenig in den Schlauch.

Hufe auskratzen, behandeln und bearbeiten kann ich vorerst nicht, das mache ich erst wieder, wenn ich rv einen Schuh anziehen kann. Reiten werde ich erst wieder, wenn ich rv voll belasten kann, bis dahin haben beide Pause. Barbie führte ich zuerst zurück in den Stall, ich verlor sie sofort, weil sie schneller lief als ich.  Ich schnappte sie gleich wieder und stellte sie zurück, immer darauf bedacht, daß sie meinem kranken Fuß möglichst weit fern bleibt. Nepomuk ging auch schnell los, ich ließ ihn einmal um mich rumgehen, danach blieb er hinter mir und glich sich meinem Schneckentempo an.

20. Oktober 2013

Sturz mit Nepomuk im Galopp

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:18

Heute war ich mit Sabine für die Ovalbahn verabredet, als ich kam, stand Nepomuk auf dem Paddock. Da ich Zeit hatte, holte ich Barbie alleine raus und versuchte, die Hufwände vorne ein wenig zu begradigen. Das war mühsam, weil Barbie heute von Hufbock wenig hielt. Ein wenig habe ich doch geschafft, auf die vorderen Hufwände und das Bein rv bekam sie heute Heilerde.

Rechts vorne heute von vorne, man sieht nun gut, daß die Seitenwände steiler nachwachsen. Barbie zurückgestellt und Nepomuk sowie Sabines Stute einzeln rausgeführt, die Kleine sollte auch Heu bekommen. Sabine kam wie vereinbart eine 1/2 Std. später und wir gingen zur Ovalbahn. Ich ritt dort erst auf der linken Hand, Schritt und eine Runde Trab. Danach galoppierten wir, Nepomuk zog ein mal in die Wiese, die nächste Runde konnte ich ihn auf dem Sand halten.

10 Min. Pause, weil ich ein wenig außer Atem war, danach wechselten wir auf die rechte Hand. Im Galopp zog Nepomuk immer wieder in die Wiese, wir schafften nicht mal eine Runde. Als er beim dritten mal wieder in diese einbog, wollte ich einen großen Kreis reiten, um auf den Sandweg zurückzukehren. Nepomuk rutschte hinten weg im Galopp und stürzte mit mir, das ging blitzschnell. Er landete auf der rechten Seite und begrub dadurch mein rechtes Bein unter sich.

Glücklicherweise kam ich aus dem Steigbügel, bevor er wieder aufstand, das war ein Reflex von mir. Ich hatte einen Schock, mein Kreislauf ging wie damals nach meinem Sturz von Barbie (mehrfacher Schlüsselbeinbruch) in den Keller, ich brachte mich in die stabile Seitenlage. Sabine war abgestiegen und kam mit ihrer Stute an, Nepomuk war bereits am Grasen. Sie holte ihn zu uns, nach 10 Min. hatte sich mein Kreislauf wieder stabilisiert und ich stellte fest, daß mir der Knöchel sauweh tat. Eh klar, er bekam das meiste Pferdegewicht ab.

Nepomuk schien es gut zu gehen, ein Glück, daß er sich nicht verletzt hatte. Puh, das hätte böse ausgehen können, ich mag mir gar nicht ausmalen, wenn er sich was gebrochen hätte. Da ich nicht laufen konnte, stieg ich wieder auf, Sabine führte ihre Stute nach Hause. Nepomuk lief völlig klar, hatte aber wohl auch einen kleinen Schock, er schlich ein wenigt bedrückt nach Hause. Gras wollte er trotzdem stibitzen, ein gutes Zeichen :-), der Apettit war ihm nicht vergangen.

Ich ritt bis zum Stall und hangelte mich dort irgendwie aus dem Sattel. Sabine half mir, Nepomuk zu versorgen und aufzuräumen, beim Gehen hatte ich ziemliche Schmerzen. Barbie stand immer noch am Eingang, sie hat wohl die ganze Zeit auf uns gewartet. Heimfahren konnte ich, da der rechte Fuß betroffen war, kuppeln wäre doof gewesen. Zuhause begutachtete ich den Schaden, Knie und alles drunter grün und blau, die Knöchel extrem dick geschwollen. Mobilat drauf, Verband auf den Fuß, alles wohl nur geprellt.

Reiten werde ich wohl vorerst nicht können, Schicksal? Ich habe ja hin und her überlegt, ob ich Barbie in 7 Tagen kurz mit Epics reite, weil sie so voller Tatendrang ist. Jetzt muß ich das nicht entscheiden, Prellungen dauern ihre Zeit, bis sie abgeheilt sind. Die Hafis stehen nun vermutlich 2 Wochen oder länger, Barbie muß wie heute wieder nicht sehnsüchtig kucken, wenn ich mit Nepomuk rausgehe.

Gipsbandagen habe ich noch, gekauft für Barbie, vielleicht mache ich mir mal eine an den kranken Fuß. Alles findet seine Verwendung :-), bei Barbie hat der Gips ja nie lange gehalten.

19. Oktober 2013

Barbie als Handpferd

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:02

Prima Wetter heute, also fuhr ich in den Stall. Barbie wartete am Ausgang und wieherte wie üblich zur Begrüßung, Nepomuk stand auf dem Paddock. Da am am Putzplatz kein Platz für meine Hafis war, schaute ich erst mal einer Stallkollegin zu, die auf dem Platz ritt.

Als mein Lieblingsplatz frei war, legte ich Heu bereit und holte Barbie, Nepomuk dachte wohl, wenn er nicht sofort hergeht, ist er unsichtbar *g*. Auf Zuruf kam er dann vom Paddock und wurde auch rausgeführt. Als das Heu zu Ende war, stellte ich Barbie mit um den Hals gewickelten Strick zurück in den Stall, Nepomuk bekam den Fellsattel drauf. Einen Zaum brauchte ich für die paar Meter reiten nicht, hängte zwei Stricke ins Halfer als Zügel ein.

Mit ihm ging es durch den Stall zum Reitplatz, Barbie klebte uns frei an den Hacken, damit ich sie ja nicht vergesse. Ich ließ beide auf den Platz, Sabine longierte dort ihre Stute. Barbie fraß Gras vom Rand, ich wollte auf Nepomuk aufsteigen, der Fellsattel verrutschte. Den gerichtet, neu gegurtet und die Aufstiegshilfe benutzt. Die Stallkollegin, der ich vorher zusah, verließ den Platz, Sabine longierte weiter.

Ich ritt zu Barbie hin, holte den Strick von ihrem Hals ==> es ging los. Wir kamen keine 5 m weit, da riß Barbie sich los und widmete sich wieder dem Gras, der Strick fegte über den Boden. Zum Absteigen war ich zu faul, also ließ ich Nepomuk auch fressen, hatte ja Zeit. Nach gefühlten 5 Minl. hob Barbie den Kopf, ich lockte sie mit einem Stück Mohrrübe zu mir und schnappte mir ihren Strick.

Der zweite Versuch klappte, Barbie lief mit, ging aber schneller Schritt als Nepomuk. Ich trieb ihn ein wenig an, beide liefen parallel Nase neben Nase, eigentlich sollte Barbie ihre Nase max. auf meiner Höhe haben. Aber gut, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut :-), sie lief am durchhängenden Strick mit. Plötzlich zwickte sie Nepomuk, es paßte ihr nicht, daß er neben ihr lief, sie will immer Erster sein. Barbie wurde von mir gerüffelt, wir wechselten die Hand, Barbie wollte immer innen laufen und schwenkte hinter Nepomuk auf die andere Seite, auch gut.

Sie zwickte Nepomuk nochmals, ich habe sie geschimpft, er nahm es mit stoischer Gelassenheit hin, er kennt ja seine Zicke :-). Auf der langen Geraden trabte ich an, Barbie drängte Nepomuk und mich ein wenig an den Rand, außerdem lief sie eine Nasenspitze vor ihm. Der nächste Versuch klappte besser, Handwechsel, Barbie trabte brav parallel zu Nepomuk am durchhängenden Strick. Das war doch schon mal sehr gut fürs erste Training, wir gingen wieder Schritt, Barbie eine Nasenlänge vor Nepomuk, sie zog uns quasi hinter sich her.

Barbie als Handpferd zu bremsen, ist quasi unmöglich, sie will immer die Nase vorne haben. Beim Reiten ist das ja auch nicht anders, vor allem im Trab muß sie immer Erster sein. Barbie losgelassen und über Nepomuks Hintern runter gerutscht :-), um die Übung Sabine zu zeigen. Wir verließen den Platz, Barbie fraß schon wieder Gras, ich ließ sie zurück. Nepomuk bekam am Putzplatz sein Zusatzfutter, ich machte mich auf, um Barbie zu holen.

Sabine hatte ihre Stute am Putzplatz unter dem Dach angebunden, direkt neben dem Ausgang. Bei ihr stand ein Futtertrog, in dem sich Wasser befand. Barbie rausgeführt, sie hat den Trog natürlich sofort ins Auge gefaßt und zog am Strick, ich hielt dagegen und schaffte es mit Mühe, die Strombänder wieder einzuhängen. Barbie zog weiter, bevor sie an dem Trog ankam, drängte ich sie aber ab. Drei Stallkollegen standen im Weg, die sich unterhielten, sie machten Platz, damit Barbie schnurstracks im Trab zu Nepomuk gelangen konnte.

Puh, ein Büffel ist nix dagegen, Barbie steht nur am Gas, sie platzt fast vor Energie. Beide bekamen noch ein wenig Heu, damit ich Barbies Vorderhufe in Ruhe behandeln und bearbeiten konnte.

Links vorne habe ich wieder die Zehe gekürzt und außen ein wenig Tragrand + Trachte weggeraspelt. Ich denke mal, die Trachten sind nun ungefähr auf einer Höhe, leider ist das Foto etwas unscharf geworden. Rechts vorne heute, in das Loch in der Zehe hatte sich blöderweise ein relativ großer Stein reingesetzt. Ich werde morgen mal die Wände bei Barbie ein wenig begradigen, da gibt es schon wieder eine Menge an zu viel Horn.

Die Abszessrille habe ich gesäubert und mit Lebertran-Salbe behandelt, mir schien, der Riss war heute fest. Auf die Sohle + Strähle bekam sie Ongifen, ich denke mal, ich kann sie in 8 Tagen ein wenig im Gelände reiten. Nicht, weil ich das unbedingt möchte, sondern weil Barbie immer traurig ist, wenn sie nicht mit darf. Ich denke nicht, daß sie dieses Jahr nochmals einen Abszess bekommt, ihre Vorderhufe werde ich bis dahin soweit als möglich gut aufgestellt haben. Die Epics passen hoffentlich noch, wir werden es natürlich langsam angehen lassen.