30. November 2013

Ursache für Abszess rechts hinten gefunden

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:43

Elli hatte den Ausritt heute krankheitsbedingt abgesagt, Simone wollte auch nicht. Lust darauf, alleine rauszugehen, hatte ich keine, also haben die Hafis nix gearbeitet. Barbie geholt, geputzt und Huffotos gemacht. Das Dermacyn habe ich unter heißem Wasser im Reiterstüberl aufgetaut, da hätte ich schon früher drauf kommen können.

Als die Tierärztin Barbie wegen der Lahmheit rechts hinten untersuchte, meinte sie ja, es könne am Strahl liegen – 2 Tage später brach ein Abszess am Kronsaum durch. Sie hatte völlig recht, es lag am Strahl, rechts hinten heute. Da ist ein ziemliches Loch im Strahl, ich denke, es entstand durch Fremdeinwirkung und hat den Abszess ausgelöst. Sowas passiert und ist kein Drama, das wächst raus. Der Riss im Ballen ist immer noch sichtbar, sie läuft aber einwandfrei.

Links hinten schaut soweit ganz gut aus, natürlich gibt es immer was zu verbessern, das muß aber bis nach meinem Urlaub warten. Die Hufe haben nun 2 Wochen Zeit, sich hoffentlich positiv zu entwickeln, danach sehen wir weiter.

Links vorne heute, seitlich am Tragrand sind zwei Stellen ausgebrochen, den muß ich morgen noch ein wenig „rund“ machen. Seitlich gesehen, die Sohlenwölbung wird immer besser :-), Trachten + Tragrandüberstand könnte man weiter kürzen und die Eckstreben schneiden, werde das morgen aber nicht machen. Barbie läuft super, wenn sie aufgrund Korrekturen evtl. Hufschutz braucht, bin ich nicht da, um ihr einen anzuziehen.

Rechts vorne, auffällig finde ich die „Balken“, die sich seitlich des Strahls entwickelt haben. Die dienen wohl als Unterstützung für das Hufbein, seitlich sieht man die immer besser werdende Sohlenwölbung :-).

Die Hufe sind auf einem guten Weg, vorne habe ich die Löcher gespült, mit Keralit Undercover verschlossen und auf die Sohlen + Strähle NT-Dry aufgebracht. Barbie verräumt und Nepomuk geholt, geputzt und Hufe ausgekratzt.

Sabine und Simone kamen, wir begutachteten den Platz. Ich denke, er ist soweit aufgetaut, daß Barbie morgen gut darauf laufen kann, Nepomuk sowieso. Die beiden Damen beschlossen, mit ihren Isis auf den Platz zu gehen, ich stellte Nepomuk zurück und kuckte zu. Klar hätte ich mit Nepomuk auch auf den Platz gehen können, Zirkel wäre evtl. schwierig gewesen im Trab aufgrund des Bodens. Nepomuk läuft ja nicht gerne auf dem Platz und wenn er ständig ganze Bahn gehen muß, demotiviert ihn das zusätzlich. Selbst finde ich es ja auf doof, nur am ersten Hufschlag reiten zu können, mir macht das auch keinen Spaß. Ich reite nicht, nur damit das Pferd bewegt wird, ich reite, weil es mir und dem Pferd Spaß macht.

Als es mir zu kalt wurde (2 Grad), fuhr ich heim und rief die Osteo an, sie kommt morgen, um die Hafis in Bewegung zu begutachten. Barbie werde ich vorreiten, Nepomuk frei longieren. Dann ist das erledigt und die Hafis können sich 2 Woche vom Nichtstun ausruhen *g*. Barbie tut mir halt leid, weil sie täglich auf mich wartet, die nächste Zeit umsonst. Sie wird es verkraften, beide sind ohne mich im Stall bestens versorgt.

Ich freue mich auf meinen ersten und einzigen Urlaub dieses Jahr, die anderen geplanten mußte ich ja absagen, weil Barbie lahm war. Zur Ekzemerzeit kann ich nicht weg ohne Vertretung, im Sommer mal wegzukommen, ist schwierig. Jetzt kann ich ohne schlechtes Gewissen mal abhauen und die Seele baumeln lassen :-). Mal 12 Tage kein Pferd sehen, gute Bücher lesen, Freunde treffen, Weihnachtsmärkte besuchen, ist sehr entspannend.

28. November 2013

ein wenig geraspelt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:54

Kurz nachdem ich im Stall eintraf, kam ein TA und stellte sein Auto auf dem nicht überdachten Putzplatz ab. Barbie wartete wie üblich am Eingang auf mich, Nepomuk war auf der Winterweide. Ein kranker Isländer, der heute früh nichts fressen wollte, wurde geholt, ich nahm Barbie mit und ging zum überdachten Putzplatz.

Hinten habe ich ihr die Zehen deutlich gekürzt, vorne Trachten + Tragrandüberstand. Mit einem Ohr verfolgte ich die Untersuchung des Isis, ich glaube, er ist über 25 Jahre alt und ein wenig dick. Kolik, Hufrehe, der TA schloß beides aus. Zum Eckstreben schneiden hatte ich keine Lust, die Hufe von Barbie waren hart sie Stein. Das Dermacyn war eingefroren, also habe ich die Löcher nicht gespült, sondern nur mit Keralit Undercover verstopft.

Die TÄin fuhr dem Isi mit einer Hand in den Hintern und holte blutige Pferdeäpfel raus – oh weh oh weh. Ich verstand nur, daß es neben Magengeschwür noch andere Ursachen dafür geben könnte, evtl. sogar eine ansteckende Krankheit. Der arme Isi machte einen ziemlich desolaten Eindruck, er mußte in die Klinik. Der Stallmeister holte Auto + Hänger, die Besitzerin fragte mich, ob ich ihr eine Abschwitzdecke für den Transport leihen könnte. Eh klar, sie bekam Barbies blau/weiße Decke, die Barbie ein wenig zu klein ist, dem Isi passte sie gut. Er bekam noch was für den Kreislauf gespritzt und wurde verladen, ich hoffe, ihm geht es bald wieder gut.

Barbie zurückgestellt, zum Paddock gegangen und Nepomuk gerufen, der immer noch auf der Winterweide rumstand. Er kam zwar näher, aber nicht zu mir, also mußte ich über den gefrorenen unebenen Paddock laufen, um ihn abzuholen. Die Bänderdehnung im rechten Fuß mag diesen Boden gar nicht, glücklicherweise bin ich nicht umgeknickt. Nepomuk bekam auch alle Zehen gekürzt, Fotos konnte ich heute keine machen, weil die unter dem Dach nix wurden.

Die Stallkollegin, der das Fohlen gehört, kam sowie ihre Trainerin. Ich habe mir das Rumführen noch ein wenig angeschaut, mit meinem Pferd würde ich so nicht umgehen. Aber gut, vielleicht erzieht man ein wenig bockige Fohlen, indem man ihnen immer wieder den Strick auf die Kuppe haut.

Barbie und Nepomuk haben wir ja auch als Fohlen bekommen, beide waren ca. 1 Jahr alt. Die erste Notunterkunft (Box) war bei einem alten Bauern in Tirol, der es etwas zu gut mit beiden meinte und ihnen Hafer gab. Ich kam, um unsere vor der Schlachtung geretteten Pferde kennen zu lernen, meine Bekannte und ich beschlossen, mit beiden spazieren zu gehen. Die beiden waren schwer zu führen bzw. gar nicht, wir beschlossen schnell, wieder umzudrehen. Das ist schon fast 15 Jahre her, Nepomuk riß sich los, er war ja noch ein Hengst, und galoppierte durch die Gegend. Am Bauernhof zurück wollte ich ihn bremsen, als er angaloppiert kam. Ich stand da, wedelte mit beiden Armen über dem Kopf, Nepomuk kam auf mich zugerast. Weil er nicht abbremste, sprang ich irgendwann nach rechts weg, er leider nach links, um mir auszuweichen, dadurch rannte er voll in mich rein.

Ich flog ein paar Metter, hatte einige Prellungen, das Schlimmste war aber, daß meine Brille bei dem Zusammenstoß runterfiel. Beide Gläser waren gesplittert, eines hatte ein kleines Loch. Ohne Brille kann ich nicht Auto fahren und ich hatte keine Ersatzbrille. Na ja, ein wenig konnte ich noch die Gläser sehen, schlich auf der AB nach Hause. Nepomuk konnten wir einfangen, das war meine erste Begegnung mit ihm.

In Ebersberg fand ich einen Stall (tagsüber Paddock oder Weide, nachts Box), der eine Stute und ein Hengstfohlen aufnahm. Die Hafis wurden umgestellt, ich fuhr 3x pro Woche mit meinen Hunden hin, um mich um sie zu kümmern. Erinnerlich waren Spaziergänge schwierig, weil die Hafis lieber Gras fraßen, als brav am Strick zu gehen. Verloren habe ich nie einen, gehauen habe ich sie nicht. Nach einem halben Jahr kamen beide wieder nach Tirol in einen Selbstversorgerstall, meine Freundin kümmerte sich um sie.

Ich war in den 9 Jahren, in denen sie dann in Tirol standen, hin und wieder da und ging auch mal mit einem spazieren, das war ein Kampf. Meine Freundin hat mit beiden nie was gearbeitet, sie standen tagsüber auf der Weide und nachts in der Box. Als ich die Betreuung der Pferde übernahm, waren beide ca. 11 Jahre alt, ich fing mit der Erziehung bei Null an. Nepomuk war einfach, Barbie nicht, sie weiß, daß sie Menschen kräftemäßig weit überlegen ist.

Bei ihr gab es nie das Problem, daß sie nicht mitgehen wollte, sondern daß sie sich losriß, um draußen Gras oder sonstwas fressen zu können. Erst als ihr mal eine Kette über die Nase zog zum Führen, sie sich trotzdem losriß und dann auf den mitgeschleiften Strick stieg (das hat ordentlich weh getan), ging sie gut am Strick im Gelände mit.

Gerade habe ich den Stallmeister angerufen, um mich wegen des Isis zu erkundigen – er wurde eingeschläfert :-(. Er hatte Blut im Darm, warum, wußte der Stallmeister nicht. Ich bin sehr traurig, der Isi war 24 Jahre alt, ich habe ihn gemocht. Er war auch Ekzemer, habe mich öfters mit den Besitzern unterhalten, was sie so machte, er hatte diese Saison kaum gescheuert und eine tolle lange Mähne. Es muß schrecklich sein, wenn man früh vom Stallmeister informiert wird, daß es dem eigenen Pferd nicht gut geht, mittags der TA kommt, das Pferd in die Klinik bringt und es dort eingeschläfert werden muß.

Ein Tier zu verlieren, mit dem man viele Jahre eng verbunden war, ist unheimlich schlimm, ich habe ja schon Hunde und Katzen gehen lassen müssen. Barbie stand schon zwei mal kurz vor dem Einschläfern, ein Pferd lange leiden zu sehen, ist nicht einfach zu verkraften. Dazu kam der Druck von Stallkollegen, sie zu „erlösen“. Ich war oft fix und fertig, Barbie hat immer gekämpft, sie hatte Lebenswillen – so ein Pferd schläfere ich nicht ein.

Heute gilt mein Gedenken dem lieben Isländer, der über die Regenbogenbrücke ging.

26. November 2013

schöner Ausritt mit Barbie und Nepomuk / Osteopathin

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:08

Es schneite heute bei -1 Grad, ich hatte mich dick angezogen. Der Boden war gefroren, es lag ein wenig Schnee drauf, keine guten Bodenverhältnisse für Barbies Hufschuhe. Ich beschloss daher, sie barhuf zu reiten, die Gefahr, daß sie mit Hufschuhen ausrutscht, war mir zu groß. Um 13.30 Uhr traf ich mich mit Elli im Stall, um 13.55 Uhr verließen wir den Stall mit den Hafis.

Wie üblich führten wir auf Aspalt bis nach den S-Bahngleisen, Barbie lief einwandfrei. Aufgessen, Barbie trabte immer wieder an, die meiste Zeit blieb sie aber brav im Schritt. Es ging einen Wiesenweg hoch Richtung Wald, den nahmen wir im Trab. Barbie machte keine Anstalten, anzugaloppieren, was ich befürchtet hatte, sie blieb brav im Trab. Im Wald ging es im Schritt weiter, als uns der Weg gut erschien, wurde nochmals getrabt. Barbie lief gut, rannte nicht; ich glaube, die Schneedecke war noch zu dünn, so daß sie keine Lust hatte, Vollgas auf den Schotterwegen zu geben. Gemeinerweise hatte ich darauf spekuliert; beim ersten Schnee sind beide immer sehr übermütig. Ich wollte es mir mit Elli, die heute das erste mal Nepomuk ritt, nicht gleich versauen mit zwei ständig Gas gebenden Hafis.

Danach Schritt – soweit möglich, benutzen wir den (unebenen) Seitenstreifen, der allerdings auch gefroren war; so richtig angenehm konnten die Pferde darauf nicht gehen. Also wieder auf den Mittelstreifen mit Gras und ein wenig Schnee, danach ging es auf dem langen Schotterweg bereits wieder Richtung Heimat. Barbie trabte immer wieder an, ich nahm sie zurück, Nepomuk tat es ihr gleich. Im Schritt und zwischendurch ganz langsamen Trab passierten wir zwei fremde Pferde. Als uns eine Spaziergängerin mit zwei Hunden entgegen kam, hat Nepomuk ein wenig Angst gezeigt und ging kurz rückwärts. Ich ritt mit Barbie an ihm vorbei und er folgte, man muß nur selbst gelassen bleiben, dann ist alles kein Problem.

Wir ritten mit beiden Hafis bis zum Stall, alles problemlos. Wir waren 1 Std. unterwegs, beide hatten nicht geschwitzt. Sie bekamen ihr Zusatzfutter und wurden zurückgestellt, ich sortierte meine Stallapotheke und räumte einen Spind neu auf, hatte ja noch fast 1 Std. Zeit, bis die Osteo Christiina kam.

Kurz vor vier kam sie, wir gingen zum Reitplatz, um den Boden zu begutachten, Nepomuk ging mit. Christina muß die Pferde in Bewegung sehen, der Platz war aber gefroren. Sie meinte, wir machen einen neuen Termin am WE, wenn der Platz begehbar ist, sie schaut heute aber schon mal die Gelenke usw. durch. Barbie geholt und sie am Putzplatz vorgeführt im Schritt und Trab (Asphalt), Christina meinte, sie belastet vorne etwas ungleich. Genaueres kann sie erst sagen, wenn sie Barbie auf dem Reitplatz gesehen hat.

Ich erzählte Barbies Krankengeschichte, Hufrehe, EMS, Abszesse, Hornsäulen, hohle Wände usw., Christina ist ja auch Tierärztin. Barbie wurde untersucht, Christina lobte ihre top Figur, Barbies Vorwärtsdrang und ihre Beweglichkeit. Christina meinte, sie hat noch keinen Hafi gesehen, der derart beweglich ist wie Barbie :-). Sie hampelte rum, versuchte den Strick zu lösen, war ständig in Bewegung, ich entschuldigte mich für Barbie. Christina meinte, so ein agiles Pferd ist doch toll; ich fragte, ob ich ihr etwas Heu geben soll, damit sie ruhig stehen bleibt. Christina meinte „ja“, Barbie bekam was, die Beine wurden untersucht. Egal in welcher Position irgend eines der Beine war, Barbie fraß Heu vom Boden, sie ist wirklich unheimlich gelenkig.

Christina war total begeistert von Barbie :-), keine Verspannungen oder Blockaden, gut bemuskelt, nur entlang der Wirbelsäule fehlen noch welche, die bilden sich erst, wenn sie nun wieder regelmäßig geritten wird.

Ich holte Nepomuk und führte ihn vor, Christina staunte auch über seinen Vorwärtsdrang. Er wurde untersucht, hinten rechts hat er in der Muskulator eine minimale Verspannung, die stammt wohl von unserem Sturz. Genaueres kann sie erst sagen, wenn sie ihn in längerer Bewegung gesehen hat. Seine Figur hat sie ebenfalls gelobt, alles im grünen Bereich.

Am WE kommt Christina nochmals, es soll ja wieder wärmer werden, um die Hafis in Bewegung auf dem Platz zu sehen, der dann hoffentlich aufgetaut ist. Nepomuk kann ich frei longieren, Barbie nicht, sie geht ja nicht von mir weg.  Sie werde ich vorreiten müssen, alles andere macht keinen Sinn. Für Samstag habe ich mich mit Elli und Simone verabredet zu einem Ausritt, am besten, Christina kommt am Sonntag. Ich werde das organisieren, muß mich ja mit Stallkollegin Sabine absprechen.

Ich hätte nie gedacht, daß Barbie derart gut da steht – es freut mich natürlich riesig. Bei ihr passt nun alles bis auf die Vorderhufe, die hohlen Wände wachsen raus und ich hoffe, daß sie nächstes Jahr keinen Abszess mehr bekommt.

25. November 2013

es wird Winter

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:00

Heute 0° bei Sonnenschein, da ein Wind wehte, fühlte es sich um ein paar Grad kälter an. Da die Hafis am Samstag entwurmt wurden, blieben sie heute stehen. Barbie nahm ich zuerst raus, sie platzt inzwischen fast vor Energie – der Ausritt morgen wird sicher lustig :-/. Die Vorderhufe habe ich wie üblich verarztet, aber nicht bearbeitet, morgen wollen wir ja reiten.

Links vorne heute, die weiße Linie außen seitlich scheint mir nicht mehr so stark gezerrt. In der Sohle außen seitlich befindet sich nahe der Eckstreben eine „Delle“, ansonsten hat der Huf nun die Sohlenschwielen an den richtigen Stellen. Innen seitlich befindet sich von ein kleiner „Krater“, werde den Tragrand wieder anschrägen. Trachten + Tragrandüberstand kürzen steht nun wieder an, das mache ich erst nach unserem Ausritt.

Rechts vorne eigentlich dasselbe Programm, die weiße Linie außen seitlich ist immer noch arg gezerrt, innen wird es besser. An den Schweifspitze hatte sich gefrorener Dreck festgesetzt, den ich mit warmen Wasser ablöste. Der Behang der Hafis an den Füßen sah ebenfalls so aus, die Klumpen daran waren festgefroren, ich habe sie belassen. Barbie bekam ihr Zusatzfutter, danach war sie ungeduldig und scharte mit einem Vorderhuf. Am Putzplatz ruhig stehen ist nicht ihre Stärke, immer am Rumhampeln.

Ich finde, sie schaut richtig gut aus, ein schlanker barocker Hafi, jetzt fehlt nur noch Muskulatur. Noch ein Foto von Barbie, sie hat eine tolle Mähne und ein schönes Fell, über den Augen aber leichte Streßkuhlen, genauso wie Nepomuk. Na ja, besser solche Kuhlen als Fettpolster über den Augen wie im Sommer 2010. Die ungeduldige Barbie zurückgestellt und Nepomuk geholt, er ist wesentlich geduldiger als sie. Er war schnell versorgt und zurückgestellt, mir war kalt.

Eine Stallkollegin kam vom Ausritt zurück, ihr Isi mochte sein Futter, Hafer und Gerste, nicht besonders. Sie hat den großen Rest dann im Stall aufs Heu gekippt, direkt vor meine Hafis. Nepomuk ist ja ziemlich ranghoch, er befand, der Hafer gehört ihm. Barbie wollte auch was, sie bekam ne Ansage, ebenso alle anderen Pferde, die sich näher wagten. Nepomuk hat mit allen Hufen „seinen“ Hafer verteidigt und ihn alleine gefressen. Ich halte ja nichts davon, nicht gefressenes Zusatzfutter in den Offenstall zu entsorgen, weil das immer zu Streit bzw. Schlägereien führt.

Meine Pferde werden ja schon jahrelang getreidefrei ernährt, sie fallen nicht tot um, wenn wenn mal ein wenig Hafer bekommen. Das Problem ist der Streit, den dieser Hafer in der Herde auslöst. Bei meiner letzten Bestellung von GladiatorPlus bekam ich eine Probepackung Pavo Slobber-Mash (400 g) geschenkt, da ist eigentlich alles drinnen, was die Hafis nicht fressen sollten. Wenn beide mal wirklich viel gearbeitet haben, bekommt jeder 200 g davon in ihr AlpenGrün Mash, ich kenne zwei Hafis, die davon absolut begeistert sein werden :-).

Der Boden ist ja nun gefroren, hoffentlich rutscht Barbie morgen mit den Epics nicht. Barhuf kann ich sie erst reiten, wenn Schnee liegt. Ich habe mir eine Strecke überlegt, wo wir schnell im Flachen in den Wald kommen, auf den Wegen liegen Blätter. Dort müßte sie gut laufen können, hoffentlich nicht so gut, daß sie galoppieren will. Oft habe ich mich schon vor einem Urlaub verletzt, Barbie wird in ihrem Überschwang und Elan vermutlich buckeln. Normal falle ich dabei nicht runter, aber man weiß ja nie.

Auf jeden Fall mache ich mir nun wieder einen Knoten in die Zügel, damit ich ihr leichter den Kopf hochziehen kann. Wenn wir ca. 1,5 Std. draußen waren, ist Barbie hoffentlich ein wenig ausgepowert und brav, wenn die Osteopathin kommt. Wenn sie die ganze Zeit rumhampelt, kann man sie ja nicht gut behandeln, zur Not muß ich ihr etwas Heu geben. Nach der Behandlung sollen die Pferde 2 Tage stehen, vielleicht klappt ja noch ein Ausritt am Samstag. Die Hufe muß ich ja auch noch machen, bevor ich in Urlaub fahre, habe dafür Donnerstag und Montag vorgesehen.

23. November 2013

EMS / Insulinresistenz bei Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:20

Im Hufe-Forum läuft gerade ein Thread wegen eines dicken Hafis, dessen Hufe eine Menge Reherillen aufweisen. Insulinresistenz (IR) wird als Ursache der chronischen Rehe vermutet, ich dachte ja bisher auch, daß Barbie EMS hat. Vom TA getestet wurde das nie, die dafür typischen Fettpolster hatte sie aber im Jahr 2010. In dem Dilemma, daß Barbie Reheschübe hatte oder Abszesse, jedenfalls konnte ich sie nicht bewegen, befand ich mich damals auch. Andererseits hat sie immer gefressen, bis nichts mehr da war, sie hatte keine Sättigungsgrenze. Damals wußte ich noch nichts von Polstern der Hufe oder guten Hufschuhen, sie hatte die von der Sattlerei Engl.

Nach meiner Erfahrung ist es das Wichtigste, den Stoffwechsel in Ordnung zu bringen, das gelingt nur mit speziellem Zusatzfutter, Barbie hat MeboSyn sehr geholfen. Dadurch hörte das Schlingen bis zum letzten Krümel auf, was ja bei IR anscheindend typisch ist. Über den Winter 2011/2012 gab es pro Hafi 6 – 7 kg Heu oder Heulage pro 24 Std., daneben ausreichend Stroh. Was anderes gaben die damaligen Möglichkeiten nicht her; Nepomuk mußte jede Diät von Barbie mitmachen, obwohl er immer geritten wurde.

Er bekam natürlich immer weniger Heu aus dem Netz ab als Barbie, weil sie schneller gefressen hat, allerding ist er leichtfuttriger als sie. Nepomuk braucht wesentlich weniger Raufutter als Barbie, um sein Gewicht zu halten. Der Unterschied zu ihr war damals, er hörte auf zu Fressen, wenn er genug hatte, Barbie nicht.

Richtig gut in Sachen Grundernährung wurde es erst, als die Pferde auf den Schopserhof umzogen. Dort wird mageres Heu gefüttert, was man heute eigentlich nirgends kaufen kann. Unser Stallmeister hat viele Anfragen, er verkauft aber nur, was er evtl. übrig haben könnte. Dadurch braucht es keine Netze, jedes Pferd kann fressen, soviel es mag, auch Barbie. Hätte sie IR, ginge das gar nicht, weil sie ständig fressen würde. Durch die Abszesse hat sie natürlich Gewicht verloren, weil Schmerz Energie frißt. Dieses Jahr war sie eigentlich durchgehend relativ schlank trotz Magerweide, Futterstroh und zusätzlich Heu.

Heute glaube ich nicht mehr, daß Barbie EMS hat, sonst wäre sie nicht schlank, obwohl ich sie seit ca. 6 Monaten fast nie bewegt habe. Ich denke schon, daß sie mal Hufrehe hatte, alleine wegen den Abszessen können sich ihre Hufe damals ja nicht in kürzester Zeit dermaßen verschlechtert haben. Einen Reheschub hatte sie seit übr 2 Jahren nicht mehr, der Stoffwechsel ist top, ihre Hufe sind eine langwierige Sache. Was jahrelang von „Profis“ verbockt wurde, kann ich als Laie, der ständig dazu lernt, nicht von heute auf morgen reparieren.

Den Ausritt heute haben wir abgesagt aufgrund Dauerregens und 3°. Ich fuhr trotzdem in den Stall, um den Hafis ihr Zusatzfutter zu geben. Jeder bekam heute ca. 600 g AlpenGrün Mash (beide lieben es), weil heute entwurmt wurde, damit sie das Wurmmittel besser verarbeiten können. So sah ihr Zusatzfutter heute aus, das GladiatorPlus hatte ich leider vergessen. Ein paar Karotten gab es noch zusätzlich, normalerweise ist es weniger Obst. Heu lag mittags (13.00 Uhr) noch eine Menge rum, die meisten Pferde (auch Nepomuk) standen auf dem Paddock, Barbie wie üblich vorne, weil sie auf mich gewartet hatte.

Ich nahm sie raus, kürzte ihr an den Vorderhufen wieder die Zehen ein wenig und behandelte die Löcher. Das Dermacyn geht schnell zu Ende, werde danach auf Rivanol wechseln zum Spülen. Die Huffotos heute wurden nix, weil wir unter dem überdachten Putzplatz standen wegen des Regens. Nepomuk bekam nur Zusatzfutter und Keralit-Huffesftiger auf die vorderen Hufe wegen der Wandtrennungen.

Der Stallmeister hat den Weg von den drei großen Unterständen vorne nach hinten zu dem kleinen und dem Paddock mit Sand aufgeschüttet, der Weg ist nun super weich zu laufen. Der Paddock ist weich (Erde), die Unterstände auch (Stallmatten), Barbie könnte sich ständig von superweich bis weich stellen, wenn sie wollte. Am liebsten steht sie in den Unterständen auf den Stallmatten, die nicht super weich sind. Da auch in den Unterständen Heu ausgelegt wird und es im großen Unterstand eine automatische Tränke gibt, muß sie die nie verlassen, wenn sie nicht will.

Barbie läuft aber auch auf den Rasengittersteinen völilg klar im Trab, wenn sie auf diesem harten Boden aber mal schnell weichen muß mit ein paar kurzen Galoppsprüngen, sieht man mE schon, daß ihr Galopp auf Asphalt schwer fällt. Bei den Isis mit Eisenbeschlag ist das aber auch nicht anders, zusätzlich haben die noch das Rutschen durch die glatten Eisen, eine Stute im Stall hat es deswegen schon mal hingehauen.

Eine neue Dick-Hufraspel habe ich heute bestellt und mir ein paar schöne warme Sachen bei Krämer :-).

21. November 2013

ein wenig Bodenarbeit

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:57

Die Winterweide war heute geöffnet, fast alle Pferde tummelten sich dort, nur Barbie nicht, sie wartete am Eingang auf mich. Im hinteren kleinen Unterstand lag noch einiges Heu von der Fütterung morgens rum, bis auf zwei Isis hat das niemanden interessiert. Für die Herde nun die schönste Zeit, sie können noch ein bissi Gras knabbern, dazu gibt es ausgelegtes Heu bis zum Abwinken.

Ich nahm die Longierpeitsche und Halfter samt Stricke mit, Barbie lief frei mit mir zum Reitplatz. Nepomuk gerufen, er kam an über das gatschige Paddock, prima, habe ich mir den Weg zur Winterweide gespart. Wir machten ein follow up, Barbie machte das perfekt, Nepomuk war etwas unsicher, wo er gehen sollte. Hinter Barbie fühlt er sich am wohlsten, läuft er parallel zu Barbie, paßt ihr das nicht in den Kram. Ich ging mit beiden viele Wendungen, wir liefen Volten usw. und übten anhalten. Das klappte alles bestens, also postierte ich meine Peitsche quer vor den Hafi-Brüsten und verlangte „zurück“. Und siehe da, Barbie lief genauso perfekt gerade rückwärts wie Nepomuk ==> Belohnung für beide.

Ich verlangte „steh“ und ging um Barbie rum, anschließend um Nepomuk, beide standen wie die Einser :-). Beide boten „spanischen Schritt“ bzw. ein Vorderbein hochheben an, das war nicht verlangt, daher habe ich es ignoriert. Ich gab das Kommande „Trab“ und lief los, meine Hafis dackelten mir im Schritt hinterher. So war das nicht gedacht, ich schwang die Peitsche, um beide ein wenig frei laufen zu lassen. Nepomuk gehorchte, Barbie nicht, sie steuerte sogleich auf mich zu. Mit der Peitsche versuchte ich, sie auf Abstand zu halten, das gelang mir nicht. Zack und Barbie klebte mir wieder am Hintern, Nepomuk habe ich ein wenig frei longiert. Als er die Hand wechseln sollte, wollte er nicht, galoppierte stattdessen lieber. Irgendwann konnte ich mich doch durchsetzen, er schlich sich hinter Barbie, die immer noch hinter mir war, wegschicken wollte ich ihn nicht.

Der nächste Versuch, daß beide hinter mir hertraben, klappte wieder nicht, obwohl ich genügend Abstand zu Barbie geschaffen hatte, gelang es mir wieder nicht, sie mir vom Leib zu halten. Zwar habe ich mit der Peitsche vor ihm rumgefuchtelt und auch geknallt, Barbie hielt das nicht davon ab, sich wieder hinter meinem Hintern einzuparken. Nepomuk wußte nicht, ob er laufen soll oder nicht, meine Schuld, ich stellte die Bodenarbeit ein.

Ich denke, nächstes mal übe ich mit jedem einzeln, zusammen laufen sie nicht, weil Barbie sich verweigert. Wir üben die nächste Zeit halt andere Sachen, z. B. Stangen ziehen oder Fahren vom Boden aus. Medizinball treten oder Besenpolo. Öfter mal was neues, auf dem Platz im Kreis laufen finden meine Hafis halt doof.

Ein Stallkollege öffnete mir den Ausgang, so daß ich beide gleichzeitig rausführen konnte, alleine muß ich das erst noch üben, weil ich die Pferde dazu drehen muß. Das habe ich schon länger nicht mehr gemacht, ist aber grundsätzlich sein Problem. Heute gab es kein Heu am Putzplatz, damit ist nun ja Schluß, sie bekamen nur ihr Zusatzfutter. Ich konnte gerade noch Barbie Löcher vorne spülen und behandeln, da wurden beide schon hibbelig, weil sie ihr Futter gefressen hatten. Sie müssen erst wieder lernen, daß sie nun auch mal 1/2 Std. ohne Futter auf dem Putzplatz ruhig stehen müssen, allerdings war das noch nie ihre Stärke.

Beide wieder reingestellt, sie trollten sich auf die Winterweide. Der Stallmeister kam und sagte, am Samstag wird die Herde entwurmt, weil ein Pferd Würmer hat. Welches, weiß er natürlich nicht bei 23 Pferden, wir können Samstag Mittag trotzdem ein wenig reiten, weil die Wurmkur ja nicht sofort anschlägt. Die Hafis haben dann Pause bis Dienstag, da müssen sie für die Osteopathin ein paar Meter laufen. Danach haben sie wieder 3 Tage Ruhe, anschließend 10 Tage.

Ab Mitte Dezember werden sie dann etwas mehr bewegt, vielleicht liegt dann schon Schnee und Barbie kann ohne Hufschuhe rausgehebn.

20. November 2013

Ende der Weidesaison

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:00

Gestern habe ich die Winterreifen selbst aufgezogen, nachdem ich erst in einer Woche einen Termin in der Werkstatt hätte haben können. Meine Sommerreifen haben nicht mehr viel Profil, werde mir im Frühjahr neue kaufen. Die Winterreifen machen es noch diese Saision, dann brauche ich wohl auch neue.

Das Wetter war heute wieder diesig bei 4°, irgendwie hatte ich keine Lust, mit den Hafis was zu arbeiten. Die Weide ist nun geschlossen und es wird bis nun bis Mitte Mai 2014 Heu früh und abends ausgelegt, so daß die Pferde rund um die Uhr genügend zu fressen haben. Heute gab ich Barbie und Nepomuk nochmals ein wenig Heu extra auf dem Putzplatz, das hört sich nun auf. Den Pferden wird das nicht gefallen und sie werden wieder ungeduldig rumhibbeln, wenn ich länger was zu machen habe. Nun werde ich wieder jeden einzeln rausnehmen, die Hafis werden sich umstellen müssen.

Heute habe ich die Zehen an Barbies Vorderhufen gekürzt sowie die Eckstreben vorne und links hinten ein wenig gekürzt. Außerdem natürlich die Löcher verarztet, zu mehr hatte ich keine Lust, mich frierte ein wenig. Sabine meinte heute, bei Barbie sieht man wirklich jede Rippe, ich habe dann mal nachgefühlt bei meinen und einem Isi, der gerade daneben stand. Barbie ist schlanker als die beiden anderen, die nicht dick sind, sondern normal. Vom „Futter Natur“ bekommen sie immer eine Schaufel, ich habe nie abgewogen, wieviel das ist. Das AlpenGrün Mash habe ich gerade nachgeworgen, 600 ccm (Meßbecher) sind ca. 300 g, man soll 80 – 100 g pro 100 kg Soll-Körpergewicht geben. Davon werde ich Barbie nun mehr geben, ebenso vom „Futter Natur“, Nepomuk bekommt dasselbe wie bisher. Meistens frißt ja Barbie noch einen Teil von seinem Zusatzfutter, weil sie ihres viel schneller leer hat. Wenn sie mehr bekommt, sind beide dann in etwa gleich lang mit Fressen beschäftigt.

Obst bekamen beide über den Sommer ja viel, jeder 500 g Karotten, 2 große oder 3 kleine Äpfel, mal eine Birne und/oder Banane. Das wird sich nun ändern, der Obstgarten unseres Stallmeisters gibt keine Äpfel mehr her. Ich habe bereits 5 kg Äpfel gekauft, davon bekommt nun jeder immer einen pro Tag. Für Birnen geht die Saison nun zu Ende, dafür gibt es wieder günstige Kiwis. Wegen Futterkarotten werde ich mich umhören, falls ich die nicht in größeren Mengen bekomme, werde ich auf Angebote achten.

Wenn ich überlege, was Barbie alles an Futter bekommt, kann sie eigentlich kein EMS haben. Andere Pferde mit EMS und chronischer Hufrehe bekommen kein Gras, kein Obst, sondern nur möglichst ausgewaschenes Heu. Am besten im sehr engmaschigen Netz, damit die paar kg Heu, die es bekommen darf, Halm für Halm gefressen werden – sonst reicht es ja nicht 24 Std. und das Pferd hat lange Freßpausen (schädlich). Ich bin froh, daß dieser Kelch an Barbie vorbei gegangen ist und sie schlank ist, obwohl sie ausreichend Raufutter ohne Netz und Maulkorb fressen darf.

Die erste Flasche GladiatorPlus ist nun zu Ende, nun soll man eigentlich 5 Tage Pause machen und es dann nochmals 20 Tage füttern. Da ich Anfang Dez. für 10 Tage in Urlaub bin, habe ich mir überlegt, das GladiatorPlus bis dahin weiter zu geben, den Rest bekommen die Hafis dann nach meinem Urlaub. So brauche ich keine Vertretung, die den Hafis ihr Zusatzfutter gibt – das ist ja für Stallkollegen immer ein Aufwand. Barbies Löcher werden in der Zeit nicht gespült, es muß ohne gehen. Die Hufe werde ich vorher alle bearbeiten, damit da nichts aus dem Ruder läuft.

Meist passiert mir ja irgendwas vor einem Urlaub, ich werde auf mich aufpassen. Am Samstag gehen wir zu dritt raus, Elli reitet erstmals Nepomuk, ich Barbie, Sabine führt ihre Isi-Stute Ysia. Mal sehen, ob das klappt, wir wollen ein paar Übungen gegen das Kleben machen. Barbie ist gut drauf und trabt im Stall barhuf problemlos auf den Rasengittersteinen, ich habe ihr nun die dünnen Softpads für die Epics zugeschnitten und eingelegt.

18. November 2013

Reiten auf dem Platz

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:43

Endlich mal wieder Sonne, ich beschloß eine weitere Übungseinheit „Reiten mit Handpferd“ auf dem Platz. Barbie wollte ich dafür meinen schönen Leder-Kappzaum anziehen, er paßte ihr aber nicht sehr gut, also blieb es beim Halfter. Nepomuk bekam den Fellsattel und Zaum drauf; nachdem beide einiges Heu gefressen hatten, brachte ich sie auf den Platz.

Ich baute mit Stangen eine Gasse auf und einen großen Achter mit Pylonen, danach stieg ich auf Nepomuk auf. Wir ritten zu Barbie, der ich einen langen Führstrick um den Hals gebunden hatte, löste den, es ging los. Barbie lief brav auf Höhe des Reiters, also mir, mit der große Achter klappte von Anfang an. Beim ersten mal lief sie nicht mit durch die Gasse – dadurch mußte sie hinter Nepomuk gehen – sondern seitlich daneben. Beim zweiten mal hatte sie kapiert, was verlangt war, und lief hinter ihm her. Ich ging auf den Zirkel, alles bestens, im Schritt klappte es mit Barbie als Handpferd super.

Also angetrabt, Barbie hat es nicht an ihrem Platz gehalten, sie lief Nase an Nase mit Nepomuk und stänkerte ihn an. Das geht natürlich gar nicht, durchpariert und Barbie auf ihren Platz neben mir verwiesen. Wieder angetrabt, Barbie war wieder vorne, ich hatte Angst um meinen beschädigten Fuß, weil sie seitlich keinen Abstand zu Nepomuk hielt. In den Schritt pariert und die Hand gewechselt, mein linker Fuß hält mehr aus :-). Alles im Schritt nochmals geübt, Barbie blieb brav neben mir, angetrabt, wieder lief sie vor und drängte mich bzw. Nepomuk fast in den Stromzaun (auf dem kein Strom ist, das weiß Barbie aber nicht). Wieder Schritt, beim nächsten Trab ritt ich auf dem Zirkel, das klappte einigermaßen.

Barbie fand, sie hat genug gearbeitet, außerdem findet sie auf dem Platz laufen ja doof. Sie blieb stehen, ich löste ihren Strick und ritt mit Nepomuk alleine noch ein wenig Trab. Barbie schmiß derweil eine Pylone mit der Nase um, um zu sehen, ob sich darunter nicht ein Leckerli befand. Nepomuk fand, daß wenn Barbie nicht laufen muß, hat er auch genug. Ich ritt ihn noch eine Runde Schritt am langen Zügel und stieg dann ab. Er sieht genauso wie Barbie nicht ein, warum er auf dem Platz im Kreis laufen soll, ich war da auch nie besonders streng.

Als ich aufräumte, liefen beide frei hinter mir her nach dem Motto „wir sind bereit für Bodenarbeit“, ich lehnte dankend ab. Mit Barbie als Handpferd ins Gelände gehen, wäre nie möglich, selbst wenn Schnee liegt. Sie könnte ich verlieren, wenn sie z. B. zum Misten plötzlich stehen bleibt. Wenn sie danach Gas gibt, würde Nepomuk hinterher flitzen und wenn nicht, müßte ich sie trotzdem verfolgen. Nicht auszudenken, was passieren könnte, wenn Barbie Richtung Stall laufen würde, da müßte sie ja über die Ortsstraße..

Im alten Stall habe ich Reiten mit Handpferd ja probiert, das ging gründlich schief. Dort konnte den Hafis nix passieren, als sie alleine nach Hause liefen, weil keine Straße in der Nähe war. Nepomuk als Handperd wäre wesentlich einfacher, das geht aber nicht, weil Barbie ihn tritt, wenn er z. B. hinter ihr läuft. Mit beiden traben wäre ein Alptraum, Barbie würde rennen, damit er hinten bleibt, Nepomuk würde sich immer mehr zurückfallen lassen.

Nichts desto trotz werde ich das nächste mal, wenn ich mit Handpferd reiten üben, Barbie reiten. Dann nehme ich mir aber eine Gerte mit, damit ich Barbie strafen kann, wenn sie Nepomuk tritt. Wenn ich dabei bin, hat sie ihn nicht zu treten, Punkt.

Beide wieder mit zum Putzplatz genommen, sie bekamen AlpenGrün Mash und danach noch Heu. Ich spülte Barbies Löcher vorne, aus denen ich vor dem Reiten die Watte entfernt hatte, damit die sich durch den Sand nicht zu weit reindrückt. Sohlenfotos für meine Doku habe ich heute endlich mal wieder gemacht, die Sohlen der Hinterhufe hatte ich ja schon länger nicht mehr fotografiert.

Links hinten heute, das ist der Huf, bei dem die äußere Wand weghebelt. Die Eckstreben werde ich schneiden, eigentlich ein schöner Huf bis auf die ein wenig gezerrte weiße Linie außen. Ich werde nochmals Trachten kürzen und Tragrandüberstand, soweit möglich, und dann sehen, wie er sich weiterhin abläuft. Rechts hinten dasselbe in grün, außerdem ist die Zehe zu lang.

Links vorne heute, das Sohlenende im Zehenbereich hat sich nun klar abgegrenzt. Die Zehe werde ich nun wieder kürzen, so daß von dem Loch möglichst wenig übrig bleibt. Rechts vorne ebenso, außerdem Eckstreben schneiden.

Sabine kam, wir riefen wie gestern verabredet die Pferdeosteopathin an, die uns unsere TÄin empfohlen hatte. Sie kommt am 26.11.2013 um 16.00 Uhr erst zu meinen Haifs, Sabines Isi kommt dann um ca. 18.30 Uhr dran. Ich hatte noch nie einen Osteo für die Pferde, man muß die Pferde vorführen als Reiter, an der Longe oder durch Führen. Ich denke, am einfachsten ist es, ich lasse beide Hafis frei auf dem Platz laufen. Den Fellsattel lege ich bereit, falls ich sie unter dem Reiter vorführen soll.

Ich bin gespannt, was sie zu Barbie und Nepomuk sagt. Je nach Dauer der Behandlung kostet es EUR 80,00 bis EUR 120,00 pro Pferd, mal soll danach 2 Tage nicht reiten, bei schwerwiegenderen Problemen 4 Tage. Ich hoffe, die Hafis lassen sich gut behandeln und sind brav.

Nepomuk hat rh seitlich keine Verletzung am Huf, das Foto von gestern hat getäuscht. Gelesen habe ich im www, daß man nach einem Sturz einen Osteo holen soll … wir sind ja zusammen vor ein paar Wochen gestürzt. Barbie und Nepomuk laufen mE gut, aber ich bin kein Fachmann. Mein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk an beide ist die Osteopathin :-), mal sehen, ob sie danach noch besser laufen.

Meine letzte TA-Rechnung kam heute, EUR 11,00, ich hatte mit wesentlich mehr gerechnet. Obwohl ich die TÄin lange mit Fragen gelöchert habe, hat sie ziemlich wenig abgerechnet. In meinen Augen ist sie sehr kompetent und will einem nie was aufschwatzen, z. B. Beschlag für Barbie oder hohle Wände wegfräsen. Interessant fände ich mal ein großes Blutbild von beiden, werde das veranlassen. Sabine läßt von ihrer Isi-Stute auch eines machen, wir hätten dann drei zum Vergleich. Sie bekommen dasselbe Grundfutter, aber nicht dasselbe Zusatzfutter.

Nepomuk ist schwerer Ekzemer, Barbie hat vermutlich chronische Hufrehe und EMS, Ysia hat nichts.

Der Stallmeister hat heute erzählt, daß die Herde nun abends neben Stroh auch 5 Ballen á 15 kg Heu bekommt, weil auf der Weide kein Gras mehr ist. Die Pferde werden nun langsam umgestellt, sobald die Herde nicht mehr auf die Weide kommt, brauche ich kein Heu zusätzlich mehr füttern. In 2 Wochen trete ich meinen ersten Urlaub dieses Jahr an, die Hafis werden dann mal fast 14 Tage ohne mich auskommen müssen.

17. November 2013

acht Hufe ein wenig beraspelt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:58

Heute konnte ich erst um 15.00 Uhr im Stall sein, geritten bin ich daher nicht, sondern habe Hufe bearbeitet. Die mußte ich erst mal von Erde befreien, die Hafis fraßen derweil Heu. Ein paar Fotos habe ich gemacht (vorher Hufcreme aufgetragen), zufrieden kann ich mit dem Ergebnis nicht sein.

Nepomuks Hinterhufe wollen im Zehenwinkel nicht steiler nachwachsen, in meinen Augen steht er hinten zu flach. Links hinten seitlich, die Trachten haben sich aufgerichtet, die Zehe ist mir zu lang, werde die nochmals kürzen und berunden. Von (nicht ganz) vorne, keine Verbiegungen zu erkennen wie noch im April 2013.

Rechts hinten seitlich, mir scheint, er hat da was an der äußeren Trachte. Sowas übersieht man leicht, wenn man nicht täglich die Hufwände wäscht und dann kontrolliert oder das Pferd lahmt. An dem Huf hatte er schon mehrere Schlagverletzungen, vielleicht ist der besonders empfindlich oder man sieht sie, weil der Huf hell ist. Egal, ich werde morgen untersuchen, ob und was er an der Trachte hat, geht man nach der Zehen-/Fesselachse, müßte er steiler stehen.

Barbies Huf links hinten von vorne, an dem wurstel ich ja schon länger rum, damit sie ihn gleichmäßig belastet, bisher erfolglos. In letzter Zeit habe ich nichts besonderes an dem gemacht, sondern abgewartet, wie sie ihn sich abläuft – Foto vom 03.10.2013. Die innere Seitenwand wächst (noch) steiler nach, die äußere hebelt weg. Außen hat sich nun ein Hornspalt gebildet, mir ist nicht klar, wie ich den Huf am besten bearbeite. Eigentlich habe ich schon alles probiert, äußere Wand aus der Last nehmen mit einer Schwebe und gut berunden, dadurch hat sich das Problem verschärft. „Anzen“, also die innere Seite etwas schwächen, damit die äußere mehr belastet wird. Am besten, ich mache von dem Huf weitere Fotos und entscheide dann, wie ich den weiter bearbeite.

Rechts hinten seitlich schaut ganz gut aus, finde ich, habe heute ein wenig Tragrandüberstand und Trachten gekürzt. Die Trachten haben sich aufgestellt, er ist auf einem guten Weg.

Obwohl meine Hafis ja seit längerem mittags immer einiges an Heu zusätzlich bekommen, sind sie nicht dicker geworden. Es gibt einiges Isländer im Stall, die trotz wesentlich mehr Bewegung und nur minimalem Zusatzfutter (Müsli) ziemlich dick sind. Stoffwechselprobleme lassen sich nicht mit Däit lösen, ansonsten wäre Barbie ein fettes Pferd. Im Hufe-Forum werden Heuanalysen empfohlen, damit man Mängel gezielt ausgleichen kann. Heu waschen, Netze, Maulkorb, da wird ein riesen Aufwand betrieben. Bisher hat keiner geschrieben, daß das was gebracht hat – tja.

Barbie dürfte zur Erhaltung ihres Gewichtes, geschätzt 450 kg, 6,75 kg Heu am Tag bekommen, ich soll sie ja von der Weide nehmen und ihr kein Futterstroh mehr geben. Das wären 281 Gramm pro Stunde, das Pferd soll ja rund um die Uhr Raufutter zur Verfügung haben. Es soll davon aber nur 281 Gramm pro Stunde fressen, das versucht man mit engen Netzen und Maulkorb zu erreichen. Das Pferd steht den ganzen Tag am Heunetz, notwendige Bewegung findet nicht statt.

Hufbearbeiter und TÄe haben idR von Stoffwechsel keine Ahnung, ein Rehepferd muß vom Gras, das ist deren Allheilmittel. Vielen Pferden hilft das nicht, egal, man hält trotzdem an seiner Theorie fest. Mir tut es nur für die vielen Pferde leid, deren Besitzer falsche Tipps bekommen.

Stallkollegin Sabine holt demnächst eine Osteophatin für ihre Isi-Stute, unsere TÄin hat uns eine empfohlen. Ich denke, Barbie könnte auch eine vertragen, sie war ja lange lahm, da gibt es sicher Blockaden. Nepomuk lasse ich auch behandeln, quasi mein Weihnachtsgeschenk an die Hafis :-). Beide laufen ziemlich gut, würde ich meinen, es gibt aber sicher noch was zu verbessern.

16. November 2013

unfreiwilliger Galopp

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:38

Barbie lief heute einwandfrei, sie hat unseren 2-stündigen Ausritt also gut überstanden. Ich habe an beiden Vorderhufen ein wenig Trachten + Tragrandüberstand weggeraspelt und wie üblich die Löcher verarztet. Links vorne heute, das Loch befindet sich nun im Tragrand. Seitlich gesehen, das schaut gut aus :-), orientiert man sich an den Ballen, sieht man aber, daß die äußere Trachte immer noch höher ist als die innere. Ich werde mal ein Foto von hinten machen, damit man sieht, ob der äußere Ballen verschoben ist – glaube ich aber nicht.

Rechts vorne heute, seitlich sieht man gut die doppelte Sohle im Zehenbereich, die Trachten müssen noch kürzer werden, der Tragrandüberstand weniger. Die Hufe sind nun annähernd so lang wie breit, ein gutes Zeichen, wir sind auf dem richtigen Weg :-).

Sabine kam, ich habe Nepomuk fertig gemacht und Barbie zurück gestellt. Heute benutzte ich zum zweiten mal den spanischen Sattel, den sonst Dani nimmt, wollte mal sehen, wie der so ist. Nach den S-Bahn-Gleisen stiegen wir auf, die Steigbügel waren mir eine Idee zu lang. Als der Wall (Grasweg) kam, bei dem mir Nepomuk vor ca. 2 Jahren mal durchgegangen war, was ich völlig vergessen hatte, beschlossen wir zu traben. Sabine hinter mir, Nepomuk galoppierte mir aus dem Leichttrab an. Sabines Stute überholte uns, es kam eine große Wiese, Nepomuk ließ sich nicht durchparieren. Eine enge Wendung wollte ich nicht reiten, nicht daß wir wieder zusammen stürzen (feuchtes Gras).

Die Pferde waren nicht besonders schnell unterwegs, Sabine lenkte ihre Stute rechts auf einen Weg in den Wald rein, ich steuerte Nepomuk hinterher und versuchte ihn durchzuparieren. In den Trab bekam ich ihn, Sabines Isi galoppierte uns davon, Nepomuk im Renntrab hinterher. Durch die zu langen Steigbügel konnte ich mich nicht gut reinstellen, Leichttraben war nicht möglich, mein reechter Fuß fühlte sich beleidigt. Ich rief Sabine „Halt“ zu, weil ich dachte, sie würde absichtlich noch galoppieren, als sie nicht langsamer wurde, galoppierte ich Nepomuk an. Galoppieren ist für mich mit etwas zu langen Steigbügeln einfacher als Renntrab, außerdem nimmt mir das mein rechter Fuß nicht so arg übel.

Sabine konnte dann ihren Isi durchparieren, ich hielt Nepomuk auch an. Die Pferde sind nicht durchgegangen, sondern galoppiert, wo wir traben wollen. Sie liefen nach meinem Eindruck nicht besonders schnell, ist halt alles ein wenig doof gelaufen. Für mich kein Grund, sauer auf Nepomuk zu sein oder gar abzusteigen, Sabine zog es vor zu führen. Irgendwann stieg sie wieder auf, es ging Richtung Heimat im Schritt, die Pferde waren brav. Als wir wieder an dem Wall vorbeikamen, ritten wir den im Schritt rauf, alles easy.

Ich fand die Situation nicht so arg, das kann passieren, durchgegangen ist keiner. Ein Pferd ist keine Maschine, manchmal macht es Sachen, die es nicht tun sollte. Eigentlich eher die Spezialität von Barbie, nun hat sich Nepomuk auch mal was geleistet ==> Schwamm drüber. Morgen kann ich vermutlich erst um 15.00 Uhr im Stall sein, werde Barbie ein wenig auf dem Platz reiten zum Medizinball treten. Sie will ja auch was arbeiten, ein bissi Schritt mit geistiger Anforderung auf dem Platz bietet sich an.

Wenn ich (Barbie) nun 1x pro Woche mit Elli (Nepomuk) ausreiten kann, ist das prima, evtl. kann ich mit jedem einzeln und einem Stallkollegen nochmals ausreiten. Barbie und Sabines Stute Ysia geht aber gar nicht, das sind beides Feuerstühle. Mit zwei Pferden, die ständig am Gas stehen und sich gegenseitig aufheizen, braucht man nicht ausreiten. Sabine hat angeboten, Ysia mal zu führen, wenn ich Barbie reite, das könnte man probieren. Da könnte man auch ein paar Übungen machen, Ysia ist ja ein Kleber.

Heute hatten wir eine: als Sabine geführt hat, bin ich mit Nepomuk weggeritten bis hinter eine Kurve. Er wäre alleine heimgegangen, stehen bleiben ist immer noch nicht seine Stärke. Ich versuchte, ihn länger anzuhalten, während er Gras fressen durfte, das wollte er aber auch nicht. Also ritt ich wieder zurück, bis Sabine aufgeschlossen hatte. Barbie ist da anders, sie hält problemlos länger im Geände an, darf sie Gras fressen, ist ihr Glück perfekt. Wir sollten das alles mal gezielt üben, werde das Sabine vorschlagen.