30. Dezember 2013

Kater Gismo hat vermutlich einen Bänderriss

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:55

Gestern früh hinkte Gismo stark links hinten und miaute hin und wieder, er hatte Schmerzen. Vormittags lag er auf einem Küchenstuhl nahe der Heizung, nachmittags wechselte er ins Wohnzimmer auf den Sessel. Ich war gestern ein wenig krank und blieb daher zuhause, auch um Gismo zu betreuen. Bis heute früh lag er im Sessel, ob er nachts aufgestanden ist, um was zu fressen und aufs Klo zu gehen, weiß ich nicht. Ein Katzenklo habe ich ihm aufgestellt, damit er nicht rausgehen muß, benutzt hat er es nicht.

Heute früh rief ich den TA an und bekam einen Termin als Notfall 1/2 Std. später. Puh, da mußte ich mich beeilen, die große Frage war, wie ich Gismo transportiere. Ich habe einen großen Weidekorb mit Türe vorne, der war nicht geeignet. Also legte ich in eine große Klappbox eine dicke Decke und wollte Gismo reinheben, er hat gemeckert. Nachdem ich ordentlich geflucht hatte *g*, packte ich die Decke, auf der er lag, um ihn rum und hievte ihn damit in die Klappbox. Alle Türen bis zum Auto hatte ich vorher geöffnet, wollte ihn nirgends abstellen, damit er mir nicht abhaut.

Im Auto kam er auf die Rückbank, ich ging kurz, um alle Türen wieder zu schließen. Er sprang natürlich aus der Box raus, die keinen Deckel hat, und legte sich frei auf die Rückbank – auch recht. Beim Autofahren hat er sich beschwert, das war ein anderes Miau als das gestern wegen Schmerzen.

Als ich ihn zum TA reintrug, kam mir ein Mann mit seinem großen, toten Hund entgegen, sein Hund wurde wohl eingeschläfert :-(. Schrecklich, da mußte ich an meinen Florian denken, der bei mir zuhause am 1. Januar 2001 friedlich eingeschlafen ist.

Beim TA kam ich schnell dran, es war eine Vertretung da. Gismo mußte am Boden laufen und versuchte sich zu verstecken, so schlimm wie gestern lief er nicht, was auch an der Aufregung gelegen haben könnte. Die TÄin tastete ihn ab und hörte ein Knacken links hinten, Diagnose: Bänderriß :-(. Er wurde gewogen, 7,39 kg, ein bissi Übergewicht hat er schon, Gismo ist sehr groß und kräftig, trotzdem sind das ca. 1,5 kg zuviel.

Der TA meinte, eine OP wäre angeraten, allerdings ist Gismo nicht mehr der Jüngste, bald 12 Jahre alt, außerdem hat er Übergewicht, da ist eine Narkose gefährlich. Es könnte auch sein, daß das Band von alleine wieder zusammenwächst, wir beschlossen, abzuwarten. Der TA schaute noch seine Zähne an und meinte „schlecht“, vermutlich war damit der Zahnstein gemeint – Gismo frißt aber normal (sein Leben lang am liebsten Trockenfutter).

Er bekam Metacam (Schmerzmittel) gespritzt und ich was mit, das soll ihm nun 5 Tage lang geben. Das wird nicht einfach, trotzdem werde ich ihm das Metcakam mit einer Spritze ins Maul tun, ob ihm das gefällt oder nicht. Auf der Rückfahrt blieb er in der Klappbox, zuhause mußte ich ihn kurz vor der Haustüre abstellen, um aufsperren zu können. Zack war er draußen, ging aber brav mit rein, ich habe ihm verschiedenes Futter angeboten und Kondensmilch mit Wasser, er hat einiges gefressen und getrunken.

Danach war er unruhig, wollte wieder raus, er mußte wohl mal. Der TA hat gemeint, ich soll Erde ins Katzenklo tun, die nimmt er evtl. besser an als Freigänger als Katzenstreu. Gismo tigerte raus und rein, lief sogar die Kellertreppe runter, bevor ich es verhindern konnte, als ich ihn rauftragen wollte, lief er selbst. Der TA hat Bettruhe ausgegeben, er soll nicht springen, das versteht er natürlich nicht. Er darf nicht raus und soll sich möglichst wenig bewegen – ich habe es Gismo gesagt, aber Katzen folgen nicht.

Zuhause habe ich im www nachgelesen über Katzen mit Bänderriß, nach einer OP müßte ich Gismo ziemlich lange ruhig stellen, andere sperren ihre Katzen dafür in einen Käfig oder ein Zimmer ein. Gismo würde durchdrehen, ich habe auch keinen Raum, wo ich ihn einsperren könnte, habe ja noch drei andere Katzen.

Jetzt bekommt er erst mal 5 Tage Metacam, danach 2 Tage nix, mal sehen, wie es dann ohne Schmerzmittel geht. Nächste Woche dann wieder TA, mir ist wichtig, daß Gismo keine Schmerzen hat. Er ist ja schon ein älterer, gemütlicher Herr, der draußen nicht mehr viel rumläuft. Wenn also ohne OP ein Hinken bleibt, was nicht schmerzt, wäre das okay, besser, als wenn er aufgrund der Narkose auf dem Tisch liegen bleibt.

Gismo legte sich in meinem Bett schlafen und ich fuhr zu den Hafis, war ja 2 Tage nicht mehr da. Barbie hat am Samstag minimal gelahmt, hat mir Simone berichtet, heute sah ich nichts davon, führte sie aber auch nur im Schritt.

Links vorne heute, medial war ein wenig Horn abgesplittert, ich habe das glatt gefeilt und die Zehenwand leicht angeschrägt. Das Loch liegt nun ganz außen, ich denke, es ist bald rausgewachsen. Einen Monat habe ich an dem Huf so gut wie nichts gemacht, die Zehe läuft Barbie sich von selbst kurz.

Rechts vorne, lateral hat sich einiges Sohlenhorn gelöst, da wird noch wesentlich mehr weggehen, das zieht sich bis zu der Hornsäule leicht lateral. Der Strahl schaut mir angegriffen aus, da löst sich auch einiges ab. Ich weiß nicht, ob ich an dem Huf was machen soll, sie läuft gut damit. Die Löcher vorne habe ich gespült und auf Sohlen + Strähle (auch rh) Hoof Dressing aufgebracht. Barbie ist bester Laune, der Boden im Stall ist derzeit überall hart, der Paddock ist gefroren. Ich denke, ich warte einfach ab und behandel weiter, die Zehe rv werde ich aber ein wenig kürzen.

Barbie zurückgestellt und nach hinten gegangen, um Nepomuk zu holen. Zwei Strombänder neben dem Reitplatz waren rausgerissen, lagen auf dem Weg und knacksten, kein Pferd kam daran vorbei. Wer hinten war, mußte hinten bleiben, wer vorne war, auch. Da ich nicht weiß, wo man den Strom abschaltet, habe ich mit einer Gerte die zwei losen Bänder auf den Reitplatz geschubst, so daß sie die Pferde im Stall wieder freien Weg hatten.

Irgendein Pferd kam wohl bei einer Streierei in den Stromzaun, bekam einen Schlag und flüchtete dann, so daß es die Bänder zerrissen hat und diese auf dem Weg landeten. Ich habe Nepomuk versorgt und den Sohn des Stallmeister informiert, daß es eine Stromunterbrechnung gibt.

Morgen bin ich zu Silvester bei Nati eingeladen, sie wohnt am Stall. Eigentlich schon immer mein Traum, mit meinen Pferden Silvester zu begehen, ich weiß aber nicht, ob ich kann. Gismo ist krank, vermutlich wird er schlafen, in meiner Gegend wird nicht viel geschossen.

Blumenerde habe ich heute gekauft, werde morgen ein Katzenklo damit herrichten, alle vier müssen dann halt drinnen bleiben, solange ich weg bin. Da ich nachts sehr ungern Auto fahre, ich bin ja nachtblind, werde ich die S-Bahn nehmen, dann kann ich auch was trinken :-). Mit der letzten S-Bahn fahre ich dann heim, das wird schon klappen.

27. Dezember 2013

super schöner Ausritt mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:06

Strahlender Sonnenschein und 6 Grad, perfektes Ausreitwetter. Der Boden im Wald war nicht gefroren, wir wollten über Wurzelwege gehen, ich zog Barbie daher keine Hufschuhe an. Die Straße ins Hügelige führten wir wie üblich, Barbie läuft auf Asphalt einwandfrei, trabte sogar hin und wieder langsam neben mir her.

Wir stiegen auf, Elli ritt Nepomuk, die Wurzelwege durch den Wald waren für Barbies Vorderhufe ebenfalls kein Problem, sie stolperte weniger als vorgestern Nepomuk. Schotterwege, auf denen viele Blätter lagen, klappten auch, dann kam ein kleines Stück Weg mit mäßig Steinen. Mit Barbie benutzte ich den Seitenstreifen, soweit möglich. Das Problem war, daß seitlich der Boden sehr unübersichtlich war, teilweise standen Hölzer oder Baumstümpfe raus, außerdem gab es schlecht erkennbare Löcher. Extrem anspruchsvoll zu laufen für ein Pferd, ich hatte Bedenken, Barbie wollte aber lieber dort gehen als auf den wenigen Steinen. Es war ja nur ein kleines Stück, danach kam wieder steinfreier, relativ weicher Boden.

Wir trabten ein Stück, die Hafis waren gut drauf und flott unterwegs :-), danach wieder länger Schritt. Als wir aus dem Wald kamen, folgte ein relativ weicher Weg mit vielen Steinen, auf dem lief Barbie gut. Nebenan waren jeweils umgepflügte Äcker, der Rand war relativ gut begehbar, der Boden allerdings tief. Die Hafis hibbelten ein wenig, trabten immer wieder an, eigentlich konnte nur Nepomuk wissen, daß wir gleich galoppieren.

Der sehr gute Grasweg kam, rechts davon war ein umgepfügter Acker. Elli galoppierte mit Nepomuk flott voraus, Barbie fand den Grasweg anscheinend doof und zog in den Acker. Wir galoppierten also auf diesem schweren, tiefen Boden, was für Barbie unheimlich anstrengend war. Trotzdem war sie ziemlich flott unterwegs, mir gelang es nicht, sie im Galopp wieder zurück auf den Wiesenweg zu dirigieren. Ich hatte Angst, daß sie in Loch tritt, außerdem bedeutet so ein tiefer Boden Höchstbelastung für die Sehnen.

Am Ende des Weges parierten wir die Hafis durch, die ziemlich hibbelig waren. Auf den paar Metern Teerstraße, die folgten, trabten beide immer wieder an, anschließend folgte der letzte Grasweg. Ich war ein wenig enttäuscht, meinen Weihnachtsgalopp mit Barbie hatte ich mir anders vorgestellt. Die Hafis trippelten eifrig, links vom Weg kam eine sehr lange und breite Graswiese leicht ansteigend bis zum Wald.

Ich weiß, man soll fremde Galoppstrecken erst mal im Schritt abreiten und kucken, ob es Löcher gibt. Die Wiese sah uns gut aus, ich fragte Elli, ob wir die hoch galoppieren wollen. Elli war sofort einverstanden, sie galoppierte Nepomuk aus dem Schritt an, daher hatten beide gleich Vorsprung. Barbie und ich galoppierten hinterher, sie war aufgrund des anstrengenden Galopps in dem Acker schon etwas platt, außerdem ist Barbie ja nicht trainiert.

Die Hafis gaben alles :-), Barbie habe ich nur verbal aufgefordert, ein bissi Tempo zuzulegen, trotzdem hatten wir gegen den trainierten Nepomuk keine Chance. Egal, am Waldrand parierten wir durch, gingen im Schritt zur Straße, soweit das mit Barbie möglich war, weil sie immer wieder antrabte, und steuerten die Heimat an.

Die Straße führt ja leicht bergab, den ganzen Weg bis zum Stall trabte Barbie immer wieder an, ich parierte sie durch, sie trabte an usw. Das macht sie immer, wenn sie gut drauf ist, ich halte nix davon, leicht bergab auf Teer zu traben. Ihre Vorderhufe sind ja nicht besonders gut, Barbie ist das egal, für sie gibt es nur zwei Gangarten: entweder lahm bzw. Schmerzen oder am Gas, wenn nix in die Sohle pieckst.

Hoffentlich hat sie sich dadurch wenigstens einiges ein Tragrand abgelaufen, ich habe den Überstand vorne ja schon länger nicht mehr gekürzt. Im Stall zurück bekamen beide ihr Zusatzfutter, Heucops vermischt mit ein wenig Lamino Star. Beide hatten geschwitzt, kein Wunder bei dem dicken Winterfell und den derzeit moderaten Plusgraden. Barbie mehr als Nepomuk, weil sie die letzten 15 Min. zum Stall den Hampelmann geben mußte und immer wieder antrabte, anstatt Schritt am langen Zügel zu gehen.

Im Stall wurde ich natürlich angesprochen, weil Barbie ziemlich verschwitzt war. Ich finde es nicht schlimm, wenn die Pferde schwitzen, Barbie ist noch nicht gut trainiert und schwitzt von Haus aus wesentlich mehr als Nepomuk. In einem Artikel in „Mein Pferd“ stand, das Pferd muß an seine Leistungsgrenze gehen, damit Fett abgebaut wird. Barbie habe ich heute ein Loch länger gegurtet als letztes mal, sie hat etwas zugenommen. Heubauch halt, der ist kein Problem, am Mähnenkamm hat sie mE immer noch zuviel Kammfett. Nur durch Bewegung wird das abgebaut, dafür reicht es aber nicht, ständig nur Schritt zu gehen.

Rechts vorne hat sich meine Vermutung bestätigt, da löst sich medial einiges an doppelter Sohle ab, ich habe heute nichts weggeschnitten, werde am Sonntag neue Huffotos machen.

Mit Elli habe ich ein Wettrennen vereinbart *g* über unsere neu entdeckte Wiese. Dann aber ohne vorherigen Galopp mit Barbie im Acker, Barbie und ich wollen ja auch eine kleine Chance haben :-).

Nepomuk reite ich gerne, er ist brav und nicht so grassüchtig wie Barbie. Heute ritt ich sie ohne Gerte, es ging, ich bin vermutlich nicht streng genug. Gras ist für Barbie alles, sie darf auch mal was fressen, aber nicht den Reitfluss stören.

Gestern habe ich im Internet geshoppt von dem Geld, was ich zu Weihnachten bekam. Die Hafis haben schon alles, mir fiel nix ein, was ich ihnen kaufen könnte. Also habe ich mir ein paar Sachen bestellt, Reitmantel, Ledermantel mit Fransen, Lederponcho, 2 Reithosen usw. Hoffentlich paßt mir das ganze Zeugs auch, schicke ja ungerne was zurück.

25. Dezember 2013

toller Weihnachtsgalopp mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:00

14 Grad und Sonnenschein, nicht das typische Weihnachtswetter – mir hat es aber gefallen. Barbie holte ich zuerst, versorgte ihre Hufe und putzte sie, während sie ihr Weihnachtsfutter fraß. Beide haben heute mehr bekommen als sonst, Heucops, ein wenig AlpenGrün Mash und Lamino Star, dazu Obst.

Elli kam, ich war etwas in Zeitnot, also Barbie wieder zurückgestellt und am spanischen Sattel neue Löcher gebohrt, damit ich die Steigbügel ein wenig kürzer stellen konnte. Von Barbies Prunkhalfter machte ich die Zügel ab und hängte Snaps ein, weil ich heute Nepomuk nur mit Halfter reiten wollte.

Kürzlich sah ich die „Pferdeprofis“ auf Vox, sehr interessant, die Profis reiten alle nur mit Knotenhalfter (soweit ich das sah). Ein Knotenhalfter habe ich, wollte das aber nicht verwenden, weil ich Angst hatte, Nepomuk streift es sich ab, wenn er mal Gras fressen sollte. Wir gingen heute ins Hügelige, beim Führen mußte ich aufpassen, daß Nepomuk nicht zum Gras zog – zwei mal hat er mich überrumpelt.

Aufgestiegen, heute gab es keine Probleme, und den Wurzelweg bergauf geritten. Später im Wald trabten wir mal, Nepomuk war schnell unterwegs, ich hatte etwas Mühe, ihn zu bremsen. Ich ließ dann Elli vorgehen, Hruta war aber auch schnell unterwegs; für mich ist es ziemlich anstrengend, wenn Nepomuk so schnell trabt.

Die Pferde waren gut drauf, nach einiger Zeit Schritt wollten wir auf einem Waldweg galoppieren, Elli ging vor. Sie galoppierte aber so langsam, daß Nepomuk lieber Trab lief, mir hat das nicht gefallen. Also wieder durchpariert, es kamen eh Steine, und wieder Schritt geritten. Elli meinte, sie kennt einen schönen Grasweg leicht bergauf, ihre Lieblingsgaloppstrecke, also ritten wir dahin.

Dieses mal ging ich vor, galoppierte an und Nepomuk gab Gas. Ich bin ja ein Freund von schnellem Galopp, ich gab ihm Zügel und ließ ihn laufen, es kam eine leichte Rechtskurve, bei der ich ein wenig Angst hatte, daß es uns bei diesem Tempo hinhaut. Nepomuk nahm die souverän und legte nochmals zu, ich dachte mir, wird schon schief gehen *g*.

Wow, war das ein toller Weihnachtsgalopp, Nepomuk war heute wirklich gut drauf :-). Am Wende des Wiesenwegs kam eine Teerstraße, es war kein Problem, Nepomuk durchzuparieren. Wir gingen den restlichen Weg, das meiste Wiese, im Schritt nach Hause, beide Pferde waren richtig gut drauf und liefen einen sehr flotten Schritt.

Nepomuk hat es natürlich auch gefallen, daß er mal wieder laufen durfte, er lief nach dem Galopp viel aufmerksamer als vorher. Eigentlich hätten wir dann noch eine Stunde gehen sollen, ritten aber zum Stall zurück, ich hatte Durst (heute kein Getränk dabei gehabt).

Er bekam sein Zusatzfutter, geschwitzt hatte er heute mehr als üblich, kein Wunder – 14 Grad und Winterfell. Als ich Nepomuk zurück stellte, war kein Pferd vorne im Stall zu sehen, ich lief nach hinten, um nach Barbie zu schauen – sie lag gemütlich auf dem Paddock in der Sonne :-). Als sie mich sah, stand sie wie üblich sofort auf und kam an, Barbie bekam das zweite Keks und eine Mohrrübe. Ich ging wieder Richtung Ausgang, war schon fast draußen, da kam Barbie im Trab über die Rasengittersteine an. Sie lief einwandfrei, ich gab ihr noch ein Keks.

Noch gekehrt und aufgeräumt, alle Pferde standen nun am Paddoch, nur Barbie nicht, sie wartete am Ausgang, bis ich abfuhr. Ich konnte nicht anders, ich gab ihr noch ein Keks, bevor ich fuhr, sie ist halt so eine treue Seele. Am Freitag darf Barbie dann mit Nepomuk rausgehen, ich denke, den Weg heute könnte sie ohne Hufschuhe gehen.

Unebener Boden mit vielen Wurzeln ist nicht unbedingt geeignet für Hufschuhe, auf solchem Boden braucht das Pferd Gefühl im Huf. Solchen Boden kann Barbie auch barhuf gehen, Probleme hat sie ja nur mit Steinen. Barbie nur mit Halfter reiten werde ich probieren; wenn ihre Grassucht nicht wäre, wäre das kein Problem. Aber gut, ohne Gerte geht es bei ihr auch mit LG-Zaum nicht; wenn ich mit dem Schenkel die Hinterhand aktiviere, damit sie aufhört zu fressen und weiter läuft, interessiert das Barbie Null. Nepomuk ist nicht ganz so strange wie sie, er hört dann auf zu fressen und geht vorwärts, Barbie nicht.

Aber gut, bald liegt Schnee, dann gibt es draußen kein Gras mehr zu fressen. Die beste Zeit, um das Reiten im Gelände mit Knotenhalfter zu trainieren.

22. Dezember 2013

acht Hufe beraspelt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:01

Eigentlich hatte ich heute keine Lust, in den Stall zu fahren, ich muß noch einiges für Weihnachten erledigen. Da ich aber gestern nicht bei den Hafis war, fuhr ich doch hin (dafür bleibe ich die nächsten 2 Tage zuhause).

Auf Reiten hatte ich keine Lust, also raspelte ich acht Hufe ein wenig zurecht. Mit Barbie fing ich wie üblich an, auskratzen + Hufe waschen, damit man was sieht. Rechts vorne hatte sie ja kürzlich ordentlich Gammel in der inneren Trachtenencke, ich schnitt heute nochmals die Eckstreben. Der Gammel zieht sich in die Sohle, vermutlich ist bzw. war das eine doppelte Sohle, die sich nun ablöst. Man sieht medial seitlich in der Sohle gut die dunkle Stelle, die sich vermutlich bis zu der Hornsäule bei ca. acht Uhr zieht. Ich dachte ja, die weiße Linie innen würde sich schließen, falsch gedacht, da war die doppelte Sohle drüber.

Die Zehen bei Barbies Vorderhufen habe ich das letzte mal vor meinem Urlaub gekürzt, ich werde das mal wieder machen. Puh, die Anblick der Sohle ist gewöhnungsbedürftig … zwei Hornsäulen, gezerrte weiße Linie, weghebelnde Wände und jetzt noch die unterminierte Sohle innen. Positiv ist, daß sich rund um die Strahlspitze  ständig neues Zerfallshorn befindet, die Sohle also immer mehr Wölbung bekommt. Außerdem kann Barbie einwandfrei barhuf im Stall laufen, Pferde mit wesentlich besseren Hufen können das oft nicht.

Rechts vorne seitlich, ich finde, die Hornröhrchen seitlich verlaufen nicht mehr ganz so flach wie am 13.12.2013. Die Zehe hat sie sich selber so angelaufen, sie rollt darüber ab, ein gutes Zeichen.

Links vorne heute, das schaut soweit ganz gut aus, ständig viel Zerfallshohorn rund um die Strahlspitze. Die Zehe werde ich nun auch mal kürzen, die Eckstreben vorerst so belassen.

Links hinten, die Eckstreben habe ich schon länger nicht geschnitten, am 30.11.2013 sah es so aus. Ich werde Tragrandüberstand + Trachten ein wenig kürzen und die Eckstreben angleichen, außerdem die äußere Wand, wo sich die gezerrte Linie befindet, auf Schwebe setzen.

Rechts hinten hing heute ein weiteres Stück Strahl als Lappen rum, ich habe versucht, das abzuschneiden – es gelang mir leider nicht. Vom Strahl ist im hinteren Bereich nicht mehr viel übrig, was mitträgt, innen ist noch ein wenig vorhanden. Dieser Teil schaut braun aus, mE ist er völlig überlastet ist. Evtl. geht der Teil auch noch ab, dann hat Barbie rh im hinterem Bereich keinen Strahl mehr, der Bodenkontakt hat und mitträgt. Da kommt dann viel Last auf die Trachten und Eckstreben, werde daher an diesem Huf vorerst nichts machen.

Barbie heute (ungeputzt), sie belastet mE alle vier Haxn gleichmäßig. Vom Gewicht her paßt es auch, denke ich.

Barbie zurückgestellt, Nepomuk geholt, seine Hufe wurden auch „rund“ gemacht. Fotos mache ich demnächst mal, er steht hinten immer noch zu flach.

Danach hatte ich noch ein Gespräch mit einer Stallkollegin, deren Isi-Stute jahrelang barhuf ging, im Frühling ging sie aber derart fühlig, daß ein Vollbeschlag her mußte. Der letzte Beschlag vorne mit Gummilippe, um das Aufstollen zu verhindern, und Stollen hat für vorne EUR 105,00 gekostet, Hinten ließ sie ihre Stute wieder barhuf, was der Schmied auch empfahl, ansonsten hätte es EUR 170,00 gekostet. Das sind ordentliche Preise, finde ich, da bleiben die Eisen natürlich so lange als möglich drauf. Ich habe ihr Barbies Epis für vorne gezeigt und erklärt, sie will weg von Eisen. Ihre Stute läuft zwar gut damit, Eisen sind aber ein hoher Kostenfaktor. Mit Hufschuhen für vorne kommt man günstiger weg, ein Argument für Pferdebesitzer, die sich mit Hufen nicht auskennen. Da ihre Stute lange barhuf lief, wäre eine Umstellung wohl kein großes Problem, wenn sie einen guten Hufbearbeiter findet.

Ich werde ganz sicher niemals die Hufe fremder Pferde bearbeiten, mir reichen acht Hafi-Hufe bis in die Haut.

21. Dezember 2013

Plätzchen für die Haflinger

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:51

Traditionell backe ich für Barbie und Nepomuk zu Weihnachten immer Plätzchen mit Zutaten, die sie das ganze Jahr nicht bekommen. Für mich backe ich nie, weil ich eigentlich nie was Süßes essen mag.

Heute habe ich es mit den Zutaten ein wenig übertrieben, mußte im Keller nach einer sehr großen Schüssel suchen, damit alles rein ging, was ich eingekauft hatte. In den Teig kam:

– 1 kg Vollkornmülsi Trauben Nuss Müsli
– 500 g Haferflocken
– 100 g Leinsamen
– 200 g Mandeln gemahlen
– 100 g Haselnusskerne gehackt
– 900 g Bienenhonig
– 400 g Dinkelmehl
– 1,5 Liter Wasser
– 1 Päckchen Backpulver

Den ganzen Batz verteilte ich auf ein Backblech, für für ca. 1 Std. 20 Min. bei 200 Grad in den vorgeheizten Ofen kam. Die ganze Wohnung duftet nun wunderbar :-), das Ergebnis sah so aus. Durch das Mehl und das Backpulver ist der Teig ein wenig aufgegangen, so daß meine Plätzchen im Gegensatz zu früheren Jahren ein wenig höher wurden. Ich habe meine Leckerlis in kleine Vierecke geschnitten, die erste Ladung befindet sich bereits auf dem eingeschaltenen Nachtspeicherofen zwecks Trockung.

Probiert habe ich, obwohl ich kein Freund von Müsli bin, die Teile schmecken nicht süß, sind es aber wohl. Die Hafis werden ja seit Jahren getreidefrei und möglichst zucker- und stärkereduziertt ernährt, abgesehen von meinen Weihnachtsplätzchen. Die stehen natürlich hoch im Kurs, auf die sind beide ganz wild :-), wenn jeder alle 2 Tage 2 – 3 Stück bekommt als Belohnung, ist das nicht zuviel, denke ich.

Wenn man sich überlegt, was Menschen sich über die Weihnachtsfeiertage so alles an ungesundem Essen und Süßigkeiten reinpfeifen, ist es kein Verbrechen, seinem Tier auch mal was besonderes zu gönnen. Meine Plätzchen sind natürlich Kalorienbomben, da beide Hafis eine sehr gute Figur haben, können sie ausnahmsweise mal was richtig Leckeres bekommen. Es dauert aber mindestens 3 Tage, bis meine Plätzchen steinhart sind.

20. Dezember 2013

aufregender Ausritt

Filed under: Allgemein — admin @ 17:50

Heute war ein Ausritt mit Elli geplant, die Hruta ritt, ich Nepomuk. Barbie holte ich zuerst raus, sie bekam die Löcher vorne gespült, das Dermacyn ist bald zu Ende. An beiden Hinterhufen hatte sich seitlich Horn abgesplittert, ich raspelte das weg. Nächste Woche muß ich mal etwas mehr raspeln, Zehen zurücksetzen usw.

Elli kam, wir gingen ins flache Gelände, weil dort der Boden besser war, nach den Gleisen wollten wir wie üblich aufsteigen. Ich gurtete gerade nach, da sah ich Hruta mit einer noch nicht richtig im Sattel sitzenden Elli buckelnd losgaloppieren in einen Acker, nach kurzer Zeit fiel Elli runter. Sie hatte ihre Gerte verloren, sonst war glücklicherweise nichts passiert, außer ihre Kleidung ziemlich dreckig war. Ich lief mit Nepomuk gleich hin, Hruta fraß derweil die Wintergerste, die dort angebaut war. Ein Glück, daß sie nicht nach Hause gerannt ist, Elli konnte ihren Isi wieder nehmen.

Raus aus dem Acker zurück zur Teerstraße, ich hielt Hruta mit einer Hand am Zügel, mit der anderen Nepomuk, Elli versuchte aufzusteigen. Hruta riss sich los und buckelte, Elli fiel nahe einer Schneestange runter. Ich stieg auf, Elli führte bis zur Ovalbahn. Dort bestand nicht die Gefahr, daß Hruta alleine heim läuft, außerdem konnte ich Nepomuk frei lassen, so daß ich Hruta mit beiden Händen halten konnte. Neben der Aufstiegshilfe blieb Hruta nicht stehen, also versuchte es Elli vom Boden aus, während ich Hruta vor ihr stehend mit beiden Händen am Zügel hielt. Das klappte :-), ich stieg wieder auf Nepomuk auf und wir ritten ins Gelände.

Hruta war sehr nervös und zappelig, ging flotten Strick, Nepomuk trabte langsam hinterher. Als der lange Wiesenweg kam, sind wir galoppiert, ich Erster auf dem Mittelstreifen. Es ging flott voran, Elli rief, sie möchte links überholen. Ich befand, da war zu wenig Platz zum Überholen, links neben dem Weg war ja ein Weidezaun, also feuerte ich Nepomuk verbal ein wenig an. Er gab Gas, Hruta wollte nicht mehr überholen; als der Wandrand in Sicht kam, haben wir beide Pferde problemlos langsam durchparieren können.

Das war ein richtig schneller und toller Galopp :-), die Pferde schaubten ab vor Zufriedenheit, Hruta war danach entspannt. Im Wald sind wir zwei mal getrabt, der Boden war teilweise hart gefroren mit Eisplatten, für Galopp zu gefährlich wegen Rutschgefahr. Der zweite Trab war Richtung Heimat, der Trab war daher ziemlich schnell, leicht traben konnte ich nicht mehr, stand daher in den Steigbügeln.

Zurück bei der Ranch wollte Elli nochmals galoppieren, ich nicht, Nepomuk mag es nicht, wenn wir Richtung Stall unterwegs sind und er dann wieder weg davon gehen muß. Ich wartete also mit ihm, während Elli mit Hruta in den Wald galoppierte und wieder zurück zu uns, danach gingen wir gemeinsam im Schritt nach Hause.

Nepomuk hatte geschwitzt, er bekam sein Zusatzfutter und eine Abschwitzdecke drauf. Er bekam Heucops mit Lamino Star, Barbie Heucops mit „Futter Natur“. Die Heucops sind gut, ich weiche die immer ein, das gibt viel Volumen. Da haben die Hafis ordentlich was zu kauen, ich werde die gelegentlich mal abwiegen, damit ich weiß, wieviel ich ihnen gebe.

Mein Ziel ist nun, daß beide Hafis 2x pro Woche ins Gelände kommen, am besten ein mal lange, um Muskulatur aufzubauen und ein mal eine schnelle, kurze Runde. Am Sonntag ist Barbie wieder dran, mir ihr gehe ich alleine eine kleine Runde mal ohne Hufschuhe vorne. Es soll 8 Grad geben, der Boden in der Sonne ist dann aufgetaut, mal sehen, wie sie läuft.

18. Dezember 2013

Galopp mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:58

Heute stand eine kleine schnelle Runde mit Elli und den Hafis an; bevor es los ging, habe ich Barbies Löcher gespült. Als ich mit dem Sattel ankam, stellte sie ihren Körper eng links parallel zur Holzstange und hob den linken Hinterhuf bereits an. Bevor ich mich auf eine Diskussion einließ, sattelte ich von rechts auf, damit hat sie nicht gerechnet *g*. Wir gingen los, Barbie trabte immer wieder (Asphalt) neben mir her, sie dachte wohl, sie darf auf der ersten Wiese wieder Gras fressen. Sie zog mich ein mal rein, ich führte sie wieder raus, damit war das Thema erledigt, dachte ich.

Nach den Gleisen zog sie mich in einen umgepflügten Acker, sie dachte wohl, sie kann sich losreißen, ich hielt sie aber fest und führte sie zurück auf die Straße. Wir stiegen auf, Barbie wollte immer wieder zum Seitenstreifen, um Gras zu fressen, ich hielt sie aber auf der Straße. Nach der Ovalbahn trabten wir ein Stück zum Aufwärmen, als wir auf den langen Weg Richtung Wald kamen, ging es erst mal im Schritt weiter. Als ein stabiler Mittelstreifen mit Gras kam, war Galopp angesagt.

Elli ging mit Nepomuk vor, wir trabten an, ich hielt Abstand. Als der etwas größer wurde, galoppierte Barbie von sich aus butterweich an, kein Buckeln, nix, meine Angst war unbegründet. Elli ließ Nepomuk sein Tempo laufen, das ist flott, aber nicht so schnell, wie er könnte. Elli hatte ich vor dem Weg links, der vor Pferdeweiden reingeht, gewarnt, Nepomuk ist mir in den mal beim Galopp einfach abgebogen. Sie hielt ihn in der Spur, Barbie hatte einen Schwächeanfall und verfiel in schnelln Trab. Nepomuk zog davon, ich galoppierte Barbie wieder an und feuerte sie verbal etwas an, damit sie Tempo zulegt.

Wir schlossen auf, als das Ende des Weges in Sicht kam, haben wir langsam durchpariert. Barbie hat ziemlich geschnauft, der Galopp war doch ziemlich anstrengend für sie, kein Wunder, vermutlich ist sie seit 7 Monaten kaum mehr galoppiert. Vielleicht ein bissi, wenn die Herde auf die Weide gelassen wurde, ansonsten hatte Barbie keinen Grund zu galoppieren. Wenn wir jetzt regelmäßig galoppieren, bekommt sie mehr Kondition, heute hat sie alles super gemacht.

Wir nahmen den neuen Sandweg zurück, der, obwohl er in der (mäßigen) Sonne lag, gefroren war. Barbie trabte von sich aus immer wieder, anscheinend hat sie der Boden nicht gestört. Wir ritten noch ein längeres Stück im schnellen Trab, zurück hatten es die Hafis eilig. Trotzdem ist keiner von sich aus angaloppiert, der Boden war ihnen wohl für Galopp zu hart.

Wir waren 1 Std. unterwegs, Barbie hatte vorne und hinten geschwitzt, Nepomuk so gut wie gar nicht. Sie bekamen ihr Zusatzfutter, meine neu bestellten Tüten kamen gestern an. Eine Probe von Wiesenflakes war dabei, jeder bekam die Hälfte. Dazu jeder 3 Hände voll Heucobs, das alles weichte ich mit viel Wasser ein. Dazu jeder einen halben Meßbecher vom Lamino Star, im Stall gab ich noch ein wenig „Futter Natur“ und Obst dazu. Das war ne ordentliche Portion für jeden, die Hafis waren wie üblich begeistert und haben ihre Schüsseln sauber ausgeleckt.

Das Lamino Star hatte ich ja samt Heucobs mit den Schüsseln in der Küche zum Einweichen, das riecht intensiv sehr angenehm. Die Pferde lieben es, allerdings sind da 19% Apfeltrester drinnen, was einen hohen Zuckergehalt hat. Ich habe das Lamino Star ja früher lange gefüttert, Barbie hat es gut vertragen. Trotzdem werde ich ein wenig davon den Hafis nur nach einem Ausritt geben, will ja nicht riskieren, daß Barbies Hufe wieder schlechter werden.

Elli holte Hruta und stellte sie sehr nah neben Nepomuk, der noch sein Zusatzfutter fraß. Das war ein wenig unglücklich, links war Hruta von einem Holzpfosten begrenzt, rechts von Nepomuk, der sein Futter verteidigte. Hruta wollte rückwärts weg, das ging aber nicht, da sie angebunden war; ich zog Barbie gerade die Schuhe aus und Elli holte den Putzkasten. Als wir bemerkten, daß es Zoff gab, waren wir beide sofort da, Nepomuk hatte Hruta in die Ecke gedrängt und drohte ihr Schläge an, Hruta ihm auch. Keine Situation, wo man gerne dazwischen geht, weil man an Hinterhufen vorbei mußte, um die Situation zu entschärfen. Ich ging trotzdem zwischen beiden Hintern durch, nahm Nepomuk samt seinem Futter und band ihn ein Stück weg von Hruta wieder an. Sie hat sich gleich beruhigt, nächstes mal passen wir besser auf.

Am Freitag gehe ich (Nepomuk) mit Elli (Hruta) eine große Runde ins Hügelige, 2 – 2,5 Std. Im Wald ist der unebene Boden gefroren und teilweise eisig, sowas kann Barbie nicht mit Hufschuhen gehen, barhuf auch nicht. Ich hoffe, es schneit bald, dann kann Barbie barhuf laufen, das täte ihren Vorderhufen gut.

16. Dezember 2013

Barbie dreht am Rad

Filed under: Allgemein — admin @ 17:03

Barbie geholt, kaum war sie am Holzpfosten angebunden, zog sie wie üblich wild am Strick, der ist nun bald durchgescheuert. Still stehen scheint ihr fremd zu sein, ich band sie kurz an, Barbie versuchte, mit den Zähnen den Knoten zu öffen.

Nachdem Barbie gestern nicht gesattelt werden wollte, haben wir das heute geübt. Ich holte meinen Wanderreitsattel, als ich damit in ihre Nähe kam, legte sie die Ohren an, ich zeigte ihr den Sattel. Als ich ihn auflegen wollte, drohte sie mir mit links hinten, erstaunlich, wie weit sie das Bein nach vorne außen drehen kann. Mit einem Hinterhuf nach vorne schlagen ist schwierig; wenn Barbie richtig ausholt, könnte sie mir damit aber locker das Knie zerschlagen. Ich sagte ihr „nein“ und probierte es erneut, wieder hat sie gedroht.

Mein Sattel wiegt nur ca. 3,5 kg, ist aber nicht gerade klein, mit einer Hand kann ich den kaum halten. Also holte ich den Fellsattel, dasselbe, Barbie legt die Ohren an und drohte. Ich nahm eine Gerte in die rechte Hand und trat mit dem Fellsattel in der linken Hand an sie heran, Barbie holte aus und versuchte, mich zu treten. Quasi im gleichen Moment holte ich mit der Gerte aus und zog sie ihr über das linke Hinterteil. Bei aller Liebe, ich bin der Boss und ich lasse mir von ihr nicht drohen.

Würde sie sich einem ranghöheren Pferd gegenüber so verhalten, würde dieses ordentlich zurückschlagen, um Barbie in ihre Schranken zu weisen.

Danach ließ sie den Hinterhuf unten, ich legte mehrmals den Fellsattel auf und nahm ihn wieder ab, auch von rechts. Danach probierte ich es mit meinem Wanderreitsattel, ihr linker Hinterhuf ging hoch, auf eine Ermahnung von mir stellte sie ihn wieder runter. Nochmals dasselbe, mehrmals auf – und absatteln, Barbie hat dabei nicht mal mehr mit der Wimper gezuckt.

Mir tat es bereits wieder leid, daß ich sie gehauen hatte, ich kann mir aber nicht alles von Barbie gefallen lassen. Früher war das Satteln kein Problem, Sattelzwang kann sie keinen haben. Vielleicht mag sie den Wanderreitsattel nicht, obwohl der nicht drückt, was die Osteo bestätigt hat.

Vorne links feilte ich seitlich ein wenig rund, rechts vorne schnitt ich das übergelegte Eckstrebenhorn weg. Dabei kam innen im Trachteneck eine tiefe Gammelstelle zum Vorschein, die mir gar nicht gefällt. Außen nähe Strahl ist eine kleine Einblutung zu sehen, mit der äußeren Eckstrebe schneiden wurde ich nicht fertig, da Barbie ständig rumhampelte. Mir lief der Schweiß runter, machte ich mal 1 Min. Pause, fing sie an, wie wild zu scharren. Innen seitlich schaut die weiße Linie fast gar nicht mehr gezerrt aus, außen schon, werde den äußeren Tragrand berunden. Das Eckstrebenhorn, was sich noch neben dem Strahl befindet, werde ich wegschneiden, ich glaube nicht, daß der Huf das noch braucht. Was sich vor der Strahlspitze befindet, werde ich belassen, das löst sich eh gerade von alleine ab.

Am Ballen innen sieht man rote Stellen, evtl. hat die der Hufschuh verursacht? Der Strahl im hinteren Bereich innen hat sich verabschiedet, ein neuer ist bereits zu sehen. Meine Güte, Barbies Hufe sind echte Überraschungseier, ständig ein anderes Problem – aber sie läuft damit barhuf gut, das ist das Wichtigste! Die Löcher habe ich heute mit meinem Filigran-Hufauskratzer gemessen, sie sind nicht mehr allzu tief, danach gespült mit Dermacyn.

Rechts hinten seitlich, man sieht gut, wo außen der Strahl und ein Stück vom Ballen fehlt. Barbie bekam vorne und rh NT-dry drauf, danach war ich fix und fertig. Barbie ist anstrengend, weil sie ständig auf 180 ist. Jemand hatte den dritte Stromschnur am Eingang zugemacht, ich mache sie auf, Barbie nimmt das zum Anlaß, um sich loszureißen und auf dem überdachten Putzplatz nach Futterresten zu suchen. Ich nehme sie wieder an den Strick, will sie reinführen, bekomme einen Griff nicht schnell vom Isolator, Barbie dreht uum und schaut in die Eimer hinter sich, ob sich darin was Fressbares findet. Ich gehe wieder hin und nehme ich am Strick, beim dritten Versuch konnte ich sie dann reinführen.

So ist Barbie – ich kuck mal hier, ich kuck mal da, wieso soll ich brav am Strick mitgehen? Sie könnte auch frei hinter mir hergehen, auf dem Platz funktioniert das, aber nicht, wenn man am Putzplatz noch Futterreste finden könnte.

Nepomuk geholt, eigentlich wollte ich mit ihm ausreiten, das Wetter war super, ich war aber nicht gut drauf. Er bekam sein Zusatzfutter, an seinen Hufen gab es nichts zu schneiden. Mit schlechtem Gewissen habe ich ihn wieder reingestellt, er wäre sicher gerne ins Gelände gegangen.

Am Zaun warteten beide, bis ich abfuhr. Barbie alleine, beide schauen sehr schön aus :-). Am Mittwoch reite ich mit Elli aus, wir gehen eine schnelle Runde. Den langen Wiesenweg zum Wald werden wir galoppieren, vielleicht wird Barbie etwas ruhiger, wenn sie sich mal voll auspowern kann.

15. Dezember 2013

mit Barbie im Gelände

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:47

Anfang Mai war ich (das erste) und letzte mal alleine mit Barbie im Gelände, danach kam der erste Abszess. Heute war es mal wieder soweit, Barbie geputzt und ihr vorne die Epis mit dünnen Softpads angezogen. Sie hibbelte die ganze Zeit am Putzplatz rum, konnte nicht still stehen, als ich ihr den Sattel auflegen wollte, wich sie aus. Eigentlich war das bisher nie ein Problem, ich band sie kurz an und versuchte es erneut. Barbie hat mir mit links hinten gedroht, ich hielt mich außer Reichweite ihres Hufes.

Mit dem Sattel in beiden Händen konnte ich sie nicht sofort bestrafen, wenn sie versuchte, nach mir zu treten, also legte ich den weg und erklärte ihr Auge in Auge, daß sie das Schlagen unterlassen soll. Ich packte den Sattel, achtete auf ihren Huf und legte ihn ihr auf; sie hat den Huf zwar nochmals gehoben, aber nicht versucht, mich zu schlagen. Das werde ich morgen mit Barbie üben – Sattel rauf und runter, bis sie dabei ruhig stehen bleibt.

Ich führte sie vom Huf, Barbie war auf 180, trabte ständig an, ich paßte aber auf, daß ich vor ihr blieb auf dem engen Gehweg. Als die erste Wiese in Sicht kam, war Barbie kaum zu halten, sie zog mich hinter sich her. 10 Min. Fresspause, damit sie etwas runter kam – ich kenne kein Pferd, was so grassüchtig ist wie Barbie. Nach den Gleisen stieg ich auf, wir hangelten uns Richtung Ovalbahn, Barbie hatte den Kragen öfters am Boden, als mir lieb war. Vorbei an der Ovalbahn, hielt ich sie auf dem Weg, was ihr natürlich gar nicht paßte, weil es dort kein Gras gab.

Es folgte ein langer Wiesenweg Richtung Wald, wir trabten öfters mal, Barbie machte keine Anstalten, loszurennen. Wenn wir zwischendurch Schritt gingen, blieb sie 2x stehen, um mich zu fragen, ob wir wirklich alleine weiter reiten, sie machte aber keine Anstalten wie Nepomuk manchmal, einfach umzudrehen. Wir gingen links Richtung Reiterhof, trabten wieder, Barbie wurde immer schneller, ich konnte sie aber gut halten. Die Leute dort hatten nahe einer Hütte ein Feuer angezündet, sehr gemütlich :-), eine Menge Hunde flitzten rum und spielten. Für Barbie kein Problem, als wir an der Halle vorbei kamen, hängte sich ein Traktor hinter uns, im gemütlichen Trab sind wir „geflüchtet“.

Der frühere Wiesenweg wurde nach Baumaßnahmen gesandet, den nahmen wir zurück, ich rauchte eine. Barbie weiß, daß ich dann etwas gehandikapt und daher nachsichtig bin, sie durfte weitere 10 Min. Gras in sich reinschaufeln. In dem Gras, was jede Nacht gefriert, ist nix mehr drinnen, was ihr gefährlich werden könnte, denke ich. Außerdem habe ich ja mal gelesen, daß wenn das Pferd in Bewegung ist, Gras kein Problem ist.

Barbie hatte es plötzlich eilig, wir trabten viel auf dem Sandweg, ich konnte sie gut halten, sie versuchte nicht, anzugaloppieren. Zurück gehe ich ja normalerweise Schritt, aber Barbie trabte immer wieder an, ich hatte aber keine Bedenken, daß sie plötzlich das Rennen anfängt. Die letzten 15 Min. gingen wir Schritt bzw. ich parierte Barbie ständig in den Schritt, sie wollte traben. Nach den Gleisen kam ein Kabelbaum über der Straße, es stand ein oranger Verteilerkasten am Straßenrand – Barbie sprang deswegen kurz mal zur Seite.

Über die Straße ritt ich, als frei war, am Weg abseits der Straße, der zum Stall führt, hat der Besitzer eine Lichterkette aufgehangen. Barbie sprang nochmals rum, für mich kein Problem, ich hatte nur Angst, daß sich die Hufschuhe evtl. dadurch verdrehen. Zuhause angekommen, bekam sie ihr Zusatzfutter, etwas mehr als sonst. Geschwitzt hatte sie ein wenig, weil sie so hibbelig war; ich zog ihr die Schuhe aus und stellte sie zurück.

Nepomuk geholt, er hatte die Schweifrübe ein wenig gescheuert, wer weiß warum. Das Derfen bekam ich nur mit Mühe aus der Tube, habe ihm davon was auf die Schweifrübe getan. Er bekam sein Zusatzfutter, morgen reite ich alleine mit ihm aus. Mit Barbie bin ich nicht galoppiert, weil ich mein Handy vergessen hatte, gut möglich, daß sie beim ersten Galopp nach 7 Monaten buckelt. Normalerweise falle ich dabei nicht runter, man weiß aber nie. Lieber nichts riskieren, wenn man alleine unterwegs ist und im Notfall keine Hilfe holen kann.

Barbie lief heute auf  jedem Boden einwandfrei, trotzdem bin ich froh, wenn Schnee liegt. Ihre Grassucht ist extrem, alleine mit ihr ist es am schlimmsten. Mei, sie war nun lange nicht mehr draußen, vielleicht gibt sich das mit Zeit *hoff*.

13. Dezember 2013

Wiedersehen mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:20

Im Stall sprang ich aus dem Auto mit ein paar Karotten in der Tasche und ging sofort in den Stall, Barbie wartete bereits. Nach ein paar Minuten kam Nepomuk dazu, beide wurden geknuddelt und bekamen jeder 2 Mohrrüben. Wie üblich, bereitete ich erst mal das Zusatzfutter vor und räumte den Putzkasten raus, danach hängte ich mir die Halfter um und ging Richtung Reitplatz. Barbie, die treue Seele, ging frei mit mir mit, Nepomuk nicht. Ich ließ sie auf den Platz, Barbie wälzte sich erst mal ausgiebig, danach lief ich eine Runde mit ihr.

Nepomuk kam angetrottet, ich ließ ihn rein, danach liefen beide frei hinter mir her. Wir haben heute kaum was gemacht, ich ließ beide zwei mal rückwärts gehen, auch Barbie hat das sehr gut gemacht. Auf Kommando einen Vorderhuf hochheben klappte nicht so gut, beide hoben immer links vorne, als ich rv verlangte. Mit einer Gerte das Bein antippen haben sie anscheinend noch nicht verstanden, nach einiger Zeit hatten sie es dann doch kapiert. Jeder durfte noch eine Verbeugung machen, das wars, beide gingen frei auf Kommando wieder unter vom Reitplatz.

Barbie nahm ich mit zum Putzplatz, sie war ein wenig dreckig, ich habe sie gründlich geputzt und gekämmt, zwischendurch gab es Zusatzfutter. Auf ihre Hufe war ich ja gespannt, habe natürlich Fotos gemacht :-).

Links vorne am 30.11.2013 und heute, die „Krater“ schauen nicht mehr ganz so schwarz aus. Was mich wundert: die Zehe schaut heute wie bearbeitet aus, das Loch in der Zehe, was beim letzten Foto am Rand lag, ist nach innen gewandert. Ich werde den Huf nur „rund“ machen, ansonsten mal abwarten, wie er sich weiter entwickelt. Seitlich gesehen (leider nicht sehr scharf), die Trachten sind gerade, der Tragrandüberstand ist minimal. Von vorne heute und vor einem Monat, ich finde, das schaut gut aus. Die Seitenwände wachsen steiler nach, die Abszessrille ist ein gutes Stück nach unten gewandert. Links vorne seitlich, die Zehe hat eine Stupsnase, man sieht gut, daß die Zehenwand völlig aus der Last ist und nur beim Abrollen belastet wird.

Rechts vorne heute und am 30.11.2013, Eckstrebenhorn hat sich über die Sohle gelegt. Die Zehe schaut auch wie gekürzt aus, obwohl ich daran über 2 Wochen nix getan habe. Seitlich heute, man sieht deutlich den Knick in der Zehenwand nach der ersten Abszessrille. Am 17.11.2013 sah es so aus, der Huf entwickelt sich gut. Die Seitenwände wachsen etwas steiler nach, im unteren Bereich flügeln sie ziemlich weg. Na ja, das wird auch noch irgendwann, ich werde den Huf auch „rund“ machen.

Rechts hinten hatte Barbie ja einen Abszess nahe der äußeren Trachte, der sich bis in den Ballen zog (Riss). Den Risss im Ballen sah ich heute nicht mehr, schaute dann auf die Sohle und erschrak, vom Strahl ließ sich außen ein gutes Stück wegklappen. Ich habe das lose Teil abgeschnitten, darunter war ein „neuer“ Strahl. Am 30.11.2013 sah es so aus, ich vermute, die äußere Eckstrebe hat sich so weit übergelegt, weil der Strahl auf dieser Seite quasi weggebrochen ist.

Barbie zurück gestellt und Nepomuk geholt und geputzt. An seinen Hufen war alles gut, werde die gelegentlich auch mal „rund“ machen. Als er wieder im Stall war, machte ich noch ein Foto, Nepomuk bettelt gerade. Mir fiel vorher gar nicht auf, daß Barbies Rippen derart gut zu sehen sind, ich kann es kaum glauben. Die Herde bekommt bestes Heu ausgelegt 24/7, jeder kann fressen, soviel er mag. Früher war Barbie trotz Netz immer viel zu dick, jetzt ist sie in meinen Augen etwas dünn.

Barbie schaut aus, als ob sie nix zum Fressen bekommt, das Gegenteil ist der Fall. Vielleicht hat sie ja Zahnprobleme?  Eine Tüte Heu nahm ich ja mal mit nach Hause für die Igel, die meine Tante versorgt, da nun keine mehr kommen, haben wir kein Winterlager für die Igel eingerichtet. Das Heu nehme ich also wieder mit zum Stall, werde es Barbie geben und sehen, wie sie es frißt. Wenn sie es im gewohnten Tempo frißt, also sehr schnell, kann sie eigentlich nix an den Zähnen haben.

Nachtrag: ich habe mir heute länger überlegt, was für ein Futter ich Barbie kaufen könnte, damit sie etwas zulegt. Beide Hafis ernähre ich ja seit einigen Jahren getreidefrei, dabei soll es bleiben. Die Hafis fressen alles, neben dem AlpenGrün Mash war ihr Lieblingsfutter Lamino Star. Davon habe ich nun einen Sack bestellt, dazu das Mash, was bald zu Ende geht. Wie empfohlen, dazu einen Sack PRE ALPIN Bio Wiesencobs. Öl bekommen beide nun auch wieder, alles wird langsam angefüttert.

Vorerst bekommen beide weiter das AlpenGrün Mash, dazu „Futter Natur“, Barbie etwas mehr als Nepomuk. Wer arbeitet, bekommt Lamino Star, mal sehen, wie ich das alles einteile. Zu Weihnachten backe ich ja immer selbst Leckerlis mit Haferflocken usw., werde mich nächste Woche dran machen. Die Hafis lieben mein Gebäck, das bissi Getreide, was drin ist, werden sie überleben :-).