31. Januar 2014

Verlust einer Eckstrebe bei Barbie rechts hinten

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:47

Heute wollte ich eigentlich ein wenig Bodenarbeit (Fahren vom Boden aus) auf dem Platz machen und vorher ein wenig Hufbearbeitung. Barbie kam wie üblich zuerst dran, ich habe ihr vorne die Zehen ein wenig gekürzt und angeschrägt. Der Abszess lv ist ja am 18.06.2013 am Kronsaum rausgebrochen, beim Spülen des Loches habe ich bemerkt, daß ziemlich viel Gammel rund rum vorhanden ist. Vermutlich bricht die hohle Wand bald raus, die Zeit wird langsam reif.

Bei rechts hinten hatte ich mich getäuscht, von wegen „da ist kaum noch Gammel übrig“. Sohle neben dem Strahl außen hatte sich gelöst, die wollte ich wegschneiden. Richtung Eckstrebe war alles „lappig“, ich mußte erst mal tief Luft holen, das sah mir gar nicht gut aus. Ich beschloss, alles was bereits sehr locker ist, wegzuschneiden, auch wenn sich das von alleine in den nächsten Tagen vermutlich abgelaufen hätte. Ich mußte kaum was schneiden, plötzlich fiel das Stück vergammelte Sohle samt der rechten Eckstrebe weg.

Puh, das sah mir übel aus, die Eckstrebe ist komplett weg, d. h. unter Sohlenniveau. Das muß ja ein mords Abszess gewesen sein, der den ganzen hinteren Strahlbereich, den Ballen, einen Teil der Sohle und die Eckstrecke exekutiert hat. Glücklicherweise ist der Strahl außen bereits wieder nachgewachsen, so daß er Last aufnehmen kann.

Erstaunlich, Barbie war bei Reifung dieses Abszesses nur ca. 3 Tage ein wenig lahm, als der rausgebrochen war, lief sie einwandfrei. Ich habe alles mit Rivanol gespült, das kann mal nicht schaden, und ihr „Hoof Dressing“ aufgetragen, vorne auch.

Rechts vorne habe ich beide Löcher gespült, die hohlen Wände halten noch, den ersten Abszess 2013 hatte sie ja lv. Leider hatte ich die Digicam vergessen, mache nächstes mal Fotos. Links vorne schaut soweit ganz gut aus, lh, eh, rh und rv derzeit nicht. Barbie lief beim Zurückführen in den Stall einwandfrei, ich staune immer wieder, mit was für grottigen Hufen ein Pferd noch prima laufen kann. Die hohlen Wände und Veränderungen im Huf kann ich leider nicht wegzaubern, ich hoffe, sie bekommt dieses Jahr keinen Abszess mehr.

Nepomuk stand im hinteren Unterstand, als ich ihn holte, ungewöhnlich, normalerweise wartet er vorne, bis er dran ist. Er hatte ihm Gesicht ein paar kleinere Wunden, eine direkt zwischen den Nüstern, er hat sich wohl mit einem Pferd gestritten. Lust, was zu arbeiten, hatte er ersichtlich keine, immerhin lief er nicht vor mir weg. Ihm habe ich hinten die Zehen ein wenig gekürzt und vorne rechts der Wandtrennung nachgeschnitten, mehr stand nicht an.

Im Hufe-Forum hat mir ein netter Mensch eine Hufbearbeiterin empfohlen, ihre Homepage liest sich gut. Ich werde sie fragen, ob sie kommen kann, um die Hafis zu machen. Das ist dann mein letzter Versuch mit einem „Profi“, wenn der schief geht, werde ich keinen mehr bestellen. Angst habe ich, daß sie Barbie lahm schneidet, bei ihr ist es ein schmaler Grad zwischen laufen können und lahm gehen. Ein bissi zuviel weggenommen auf einen Streich und Barbie hat Probleme, leider liest man sowas immer wieder im Hufe-Forum. Dann wird das Pferd gepolstert, damit es einigermaßen schmerzfrei laufen kann, sowas kommt für mich nicht in Frage.

Barbie läuft derzeit barhuf sehr gut, so soll es auch bleiben, es kommt kein (geklebter) Beschlag oder Hufschuhe im Stall in Frage. Ein Wunder kann ein „Profi“ auch nicht vollbringen, es gibt nicht viel, was er an Barbies Hufen auf einen Schlag verändern könnte. Das ist ein Problem, man muß bei ihr jede Woche ein wenig machen.  Ich hätte gerne einen „Profi“, der sich Barbies Hufe mal ansieht und mich berät. Und mit dem ich sie im Frühjahr zusammen beklebe, falls das nötig sein sollte.

Nepomuks Hufe sind ja einfach, trotzdem interessiert es mich, was die Hufbearbeiterin zu seiner Stellung hinten und den Wandtrennungen vorne sagen würde.

Na, mal sehen, ob sie überhaupt kommt.

Beide bekommen ja derzeit Heucobs (jeder vier meiner kleinen Hände voll), heute habe ich die mal gewogen, das sind ca. 300 g für jeden. Eigentlich brauchen beide keine Heucobs, sie haben ja fast 24/7 bestes Heu zur Verfügung, Ich denke, alle 2 – 3 Tage 300 g eingeweichte Heucobs schaden nicht, je nach Arbeit bekommen sie „Futter Natur“, Lamino Star oder getreidefreies Mash dazu. Aber nicht sehr viel, dazu ein wenig Obst (1 Kiwi, 1 Birne, 1 Apfel, 1/2 Banane, Mohrrüben). Barbie sehe ich fast nie Heu fressen, obwohl mittags immer noch viel rumliegt, ich weiß nicht, woran das liegt.

Beide haben eine prima Figur, zum Zusatzfutter bekommen sie derzeit noch MSM und Kieselgur, ein wenig Öl und Barbie Magnesium. Der Winter mit Schnee ist die schönste Zeit mit den Hafis, keine Abszesse, kein Sommerekzem ==> gesunde Pferde. Ich genieße es auch, nicht ständig in den Stall fahren zu müssen, wenn ich keine Lust habe oder das Wetter schlecht ist, bleibe ich einfach zu Hause.

29. Januar 2014

Galopp auf Schnee

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:07

Gestern war ich mit Elli ausreiten, Nepomuk lief im Stall vor ihr weg, er ahnte wohl, daß Arbeit anstand *g*. Barbies Trense hatte ich ja verstellt und das neue Flower-Hack angebracht, es aber auf „Reithalfter“ gestellt. Nachdem ein wenig Schnee lag, ließ ich Barbie ohne Hufschuhe laufen.

Kurz nach dem Aufsteigen zickte Nepomuk ziemlich, wollte öfters umdrehen, bei der Römersiedling standen links große weiße „Tüten“ mit irgendwas drinnen. Obwohl die sich nicht bewegten *g*, erschrak sich Nepomuk, sprang zur Seite und machte ein paar Galoppsprünge – Elli hatte das aber locker im Griff. Barbie ließ sich von ihm nicht anstecken, sie blieb einfach nahe der Tüten stehen und wartete, bis Nepomuk sich wieder einbekam.

Nachdem wir ca. 1/2 Std. Schritt gegangen waren,  kamen wir zur Römerstraße, dort lag genügend Schnee auf dem Mittelstreifen für Barbies Hufe. Von dort geht nach kurzem eine Abbiege nach rechts ab, auf der man wieder Richtung Heimat kommt, Nepomuk nutzt die unerlaubt gerne, ich wies Elli darauf hin. Wir trabten ein Stück, galoppierten dann an, alles super, bis Nepomuk doch rechts abbog im Galopp. Barbie hinterher, im Galopp reite ich im Gelände ungerne 90 Grad Kurven, es könnte auch mal glatt sein, so daß die Pferde ausrutschen könnten. Die nächste Kurve Richtung Heimat nahmen wir noch im langsamen Galopp, ich bremste Barbie und parierte sie in den Stand. Elli hatte mehr Probleme, Nepomuk zu stoppen, ich weiß ja, wie er ist, wenn er nach Hause will – er ist schwer zu stoppen.

Barbie hat sich vorbildlich verhalten, ist nicht blind Nepomuk nachgerannt, sondern ließ sich gut anhalten, obwohl er davon galoppierte. Elli kam wieder an mit ihm, im Schritt ging es zurück zur Römerstraße. Es folgte der nächste Galopp, dieses mal ging ich mit Barbie vor. Das war ein ganz gesitteter, ruhiger und relativ langsamer Galopp, wenn Barbie Erste geht, hat sie es nicht eilig. Ich mußte sie sogar ein wenig treiben, Galopp ist nicht Barbies Lieblingsgangart, am liebsten läuft sie im Renntrab.

Es ging über eine Straße, nach einiger Zeit drehten wir um, Nepomuk lief ein ordentliches Tempo im Schritt, ich trabte mit Barbie immer mal wieder hinter, um aufzuschließen. Nachdem wir erneut über die Straße waren, beschlossen wir den finalen Galopp :-). Auf dem Rückweg soll man eigentlich nicht galoppieren, die Strecke war aber so lang bis zum Stall, daß selbst Nepomuk die nicht hätte durchgaloppieren können (falls er durchgehen würde). Elli vorne mit Nepomuk, am Anfang waren wir flott unterwegs, aber zivilisiert. Ich hörte von Elli ein „laufen lassen?“, was ich mit „ja“ beantwortete :-), Nepomuk gab Gas und ich gab Barbie die Zügel hin, damit sie sich richtig lang machen konnte.

Barbie ist ja sehr ehrgeizig, sie wollte dran bleiben, wir hielten lange Anschluß. Als ich merkte, daß Barbie nicht mehr so richtig konnte und abreißen ließ (ich hatte bereits Seitenstechen), habe ich sie in den Trab pariert und Elli zugerufen, daß wir nicht mehr können. Sie hat Nepomuk eingebremst, ich war ziemlich fertig, hatte keine Kraft mehr, Barbie in Schritt zu parieren. In ihrer Lieblingsgangart Renntrab schlossen wir auf, Barbie war lange nicht so kaputt wie ich.

Beim Galopp hat sich ihre natürliche Schiefe, letzten Winter driftete sie ja oft nach links, wenn es anstrengend wurde, überhaupt nicht bemerkbar gemacht. Barbie lief im Galopp super gerade auf dem Mittelstreifen ohne Zügelhilfe. Beide Pferde hatten ziemlich geschwitzt, Barbie wollte sich oft den Kopf an Nepomuks Hintern reiben. Irgendwie hat ihr der Zaum nicht gepaßt, nächstes mal reite ich sie mit Halfter im Gelände.

Die Hafis schnaubten zufrieden ab, es ging ca. 1/2 Std. zurück im Schritt, im letzten Drittel fing Barbie wieder an, ständig anzutraben. Ich pariere sie dann wieder in den Schritt, gab mit den Zügeln nach, Barbie trabt an usw. Für sie sind diese ständigen Übergänge Schritt/Trab super anstrengend, Barbie ist das egal. Die letzte Strecke geht über Asphalt, für ihre Hufe vorne mit der Hufbeinabsenkung ist das vermutlich schlecht. Vorne rechts hebeln ja die Seitenwände ziemlich weg, durch den Hufmechanismus wird das auf hartem Boden nicht besser, wenn sie trabt.

Morgen bearbeite ich wieder ihre Vorderhufe, mal sehen, wie die sich entwickelt haben. Barbie läuft derzeit super und ist bester Laune, es kann also nur schlechter werden. Sie zu reiten ist wirklich ein Traum, sie läuft butterweich und ist ein 100%-iges Verlasspferd. Selbst wenn Nepomuk davon rennt, kann ich sie problemlos bremsen, obwohl sie nur ein Reithalfer drauf hatte. Ich bin ihr wichtiger als Nepomuk, ich hätte nie gedacht, daß die schwierige Barbie mal ein so tolles Reitpferd wird. Sie ist das nicht, weil wir das viel auf dem Platz geübt haben, sondern weil sie Vertrauen zu mir hat, wir verstehen uns einfach.

Bedingungslosen Gehorsam verlange ich nicht, wir machen beide Fehler, mal gibt es auch Reibereien. Wir können uns aber 100%-ig aufeinander verlassen, das zählt. Ich hoffe, sie bekommt keinen Abszess mehr und wir können dieses Jahr endlich mal einen kleinen Wanderritt machen.

26. Januar 2014

chaotisches Training

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:45

Letzte Nacht um 0.45 Uhr rief der Stallmeister an und meinte, Nepomuk liege seitlich im Durchgang und hat starke Darmgeräusche. Ich bin sehr froh, daß er immer nach allen Pferden schaut und sich meldet, falls ihm was auffällt. Mir bescherte das eine fast schlaflose Nacht, dachte mir dann aber letztendlich, es kann nichts Schlimmes sein. Bei einer Kolik (beide hatten noch nie eine) fehlen ja die Darmgeräusche, vielleicht hatte er Blähungen.

Heute früh rief ich den Stallmeister an, um mich zu erkundigen, wie es Nepomuk heute geht. Er meinte, das gestern Nacht war Barbie – gut, daß ich das gestern nicht wußte, da hätte ich mir noch mehr Sorgen gemacht. Heute war wieder alles gut mit ihr, trotzdem sagte ich vorsichtshalber den für heute geplanten Ausritt ab.

Letzte Nacht hatte es geschneit, ich packte das Skijöring-Set und meinen Schlitten ein, um die Hafis damit bekannt zu machen. Im Stall packte ich noch die rote Schabracke, zwei Halfter sowie Fahrleinen auf meinen Schlitten und zog ihn zum Reitplatz – die Hafis liefen frei hinterher. Im hinteren Unterstand standen einige Isländer und das Fohlen, alle flohen auf den Paddock, als sie den Schlitten sahen. Ich zog ihn ja extra langsam im Stall, vielleicht lag es auch an der roten Schabracke, die drauf lag.

Meinen Pferden war das egal, ich ließ sie auf den Reitplatz, die Isis kamen wieder an und spielten Zaungäste :-). Mit Nepomuk sollte es losgehen, ich legte ihm die Schabracke, den Gurt, Halfter und das Zugteil an. Natürlich hat er wieder ziemlich rumgehampelt, wie er es beim Aufsteigen immer macht, ich bekam nach einiger Zeit trotzdem alles drauf. Das Halteseil befestigte ich am Schlitten und wollte ihm die Enden ins Geschirr einhängen, links klappte, rechts nicht.

Er stellte sich immer mit der Nase Richtung Schlitten, meine Güte, war das ein Gewurstel. Endlich hatte ich auch das rechte Seil eingehangen, da verhedderte er sich in dem Seil, also beide Enden wieder abgehangen. Ich ging mit ihm über den Reitplatz und zog selbst den Schlitten, das war kein Problem. Nächster Versuch, der klappte, er zog den Schlitten ein wenig rum, das Seil war aber viel zu lang.

Barbie turnte die ganze Zeit derweil bei uns rum, das war ein wenig anstrengend. Ich dachte mir, wenn ich jetzt noch Fahrzügel anbringe, wird das ein zu großes Kuddelmuddel, also beschloß ich, mich auf den Schlitten zu setzen und das Seil relativ kurz in die Hand zu nehmen. Nepomuk steuern konnte ich ohne Fahrleinen nicht, egal, falls er durchgeht, hätte ich das Seil einfach losgelassen.

Ich stellte Nepomuk vor den Schlitten, setzte mich drauf und befahl „vorwärts“. Der Boden auf dem Reitplatz war nicht gefroren, sondern weich, darauf lag ein wenig Schnee – das muß zu Nepomuks Entschuldigung gesagt werden. Er ging brav los, zog den Schlitten mit mir drauf ca. 10 cm weit *g* und befand dann, das so viel Gewicht nicht geht – der Schlitten glitt ja nicht. Der arme Bub, er hat sich Mühe gegeben und bekam eine Belohnung und Gurt usw. abgenommen.

Barbie legte ich nur das Zugteil an, kein Halfter, wollte nur mal sehen, ob sie mich besser ziehen würde. Im Gegensatz zu Nepomuk steht Barbie, wenn ich ihr das sage, das Seil anhängen war also kein Problem. Ich befahl „vorwärts“, sie zog an, mich mit Schlitten zog sie ein wenig länger als Nepomuk, ca. 20 cm *g*. Na ja, alles ein wenig chaotisch, beide haben jedenfalls keine Angst vor einem Schlitten hinter sich.

Barbie das Geschirr wieder abgenommen, ich ging über den Platz, beide liefen mir brav nach. Barbie hielt meinen Individualabstand nicht ein, also nahm ich eine Peitsche in die Hand, damit sie mir nicht immer so nah auf die Pelle rückt. Teilweise trabte sie stolz wie ein Araber neben mir her, sie wußte wohl nicht, wohin mit ihrer Kraft. Ich lief schneller über den Platz, rechts Barbie neben mir im Trab, links Nepomuk, puh, da wurde mir schon etwas anders. Sie liefen nämlich mit den Nasen vor mir, ich war auf Schulterhöhe und fühlte mich eingezwängt. Daher bog ich schnell mal rechts ab, später links, die Hafis immer bei mir, sie haben super aufgepaßt :-).

Nepomuk hat gegen Barbie überhaupt keine Chance, sie will die erste Geige spielen, er darf froh sein, wenn er neben ihr laufen darf. Ich hatte genug von den zwei Spinnern, packte wieder meinen Schlitten und ließ die Hafis vom Reitplatz. Als ich mit Schlitten folgte, kam das Fohlen und die Isis näher, um das Objekt ihrer Angst zu beschnuppern. Als das erledigt war, kam ich nicht weiter, weil Barbie quer im Stallgang stand, sie traute sich wohl an einer Isi-Stute, die vor ihr quer stand, nicht vorbei.

Barbie machte mir Platz, ich traute mich aber nicht mit einer neben mir laufenden Barbie in dem engen Gang am Hintern der Stute vorbei, auf blöd bekomme ich Schläge ab, die an Barbie gerichtet sind. Nepomuk schoss vor und trieb die Isi-Stute weg, Barbie und ich folgten. Die Pferde im vorderen Stall fanden den Schlitten auch etwas unheimlich und machten Platz, ich hatte Mühe, den rauszubringen, ohne daß die Hafis folgten.

Ich stellte ihnen ihr Zusatzfutter hin, da niemand sonst am Putzplatz war, ließ ich beide frei raus. Barbie fraß wie üblich schneller und stibitze noch was bei Nepomuk, das macht aber nix. Das Podest hatte ich hingestellt und wollte testen, ob es mir gelingt, daß beide gleichzeitig draufstehen. Ich führte beide gleichzeitig hin, Barbie stieg sofort ohne jede Hilfestellung drauf und hob dazu noch den rechten Huf. Großes Lob, Belohnung, sie stand aber so auf dem Podest, daß für Nepomuk kein Platz war.

Er hat sich aufgeregt, daß sie ein Leckerli bekam und er nicht, Barbie hob den linken Huf hoch. Sie ist wirklich ein Zirkuspferd :-), ich habe gestaunt, daß sie auf dem Podest auch den linken Huf freiwillig hochhob, der rechte ist ja derzeit ziemlich grottig. Sie kam bei ihrem Hufe hochheben ziemlich nah an den vorderen Rand des Podestes, ich hatte Angst, daß sie vorne runterkracht. Also Barbie aufgefordert, ein wenig rückwärts zu gehen, damit sie gut absteigen kann, das klappte, dann ließ sie sich aber mit beiden Vorderhufen gleichzeitig runterkrachen. Das sah so aus, als ob sie mit den Vorderbeinen einfach runter hüpft, ich hatte Angst, daß das ihren desolaten Vorderhufen nicht gut tut.

Sodele, das Podest war frei, Nepomuk kratzte wie üblich mit einem Huf drauf, während ich Barbie davon abhielt, erneut draufzusteigen. Nepomuk schaffte es relativ schnell, sich ohne Hilfestellung draufzustellen und wurde belohnt. Runter machte er gut, Barbie konnte es nicht verknusen, daß er auch was bekam, schwupps stand sie wieder auf dem Podest. Ich kann es nicht brauchen, wenn beide um den Platz auf dem Podest kämpfen, sie sollen ja irgendwann gemeinsam draufstehen.

Barbie bremsen ist schwierig, sie muß Nepomuk aber auch mitmachen lassen – es liegt an mir, ihr das klar zu machen. Beide habe ich gleichzeitig zurück in den Stall geführt, das klappte, wie üblich warteten sie am Zaun, bis ich weg bin. Ein nettes Foto 🙂, kurz darauf hat Nepomuk Barbie in das linke Vorderbein gezwickt, das war wohl seine Rache, weil sie ihn bei unseren Übungen immer ausbooten wollte. Ich habe ihn von außen ermahnt, trotzdem hat er Barbie weiter gezwickt, bis sie das Feld räumte.

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich :-), auch so ein altes Ehepaar hat hin und wieder seine Streitereien. Ich freue mich ja, wenn beide eifrig und konzentriert mitarbeiten, dulde aber keine Streitereien, solange ich innerhalb des Stalls bin.

Beide sind gut drauf, für Dienstag ist ein Ausritt geplant. Ich hoffe, es schneit morgen noch, Barbie kann dann ohne Hufschuhe gehen. Wenn auf der Römerstraße (Schotter) genügend Schnee liegt, können wir viel traben und galoppieren, das wird den Pferden gefallen :-).

23. Januar 2014

Schluss mit lustig für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:45

Wie Barbie sich in letzter Zeit auf dem Putzplatz aufführt, kann ich nicht mehr tolerien. Zwei Stallkolleginnen haben mich bereits darauf angesprochen, als sie mit bekamen, was Barbie alles anstellt. Die eine fütterte ihrem Isi sein Getreide, auf das Barbie besonders scharf ist. Obwohl der ein paar Meter von ihr entfernt angebunden war (ich kenne Barbie ja und achte auf sowas), hat sie wie eine Irre den Strick am Pfosten langgezogen, bis ein Stopp kam. Ich hatte ziemlich Mühe, sie wieder zurück an ihren Platz zu bugsieren, dafür mußte ich ihr mehrmals eine mit der flachen Hand auf den Hals klatschen.

Ihr ewiges am Strick ziehen oder reinbeißen, dazu rumzappeln und mich anbetteln, habe ich lange genug mitgemacht. Am Dienstag hat sie mich gar in den Ärmel gezwickt, da war für mich das Fass voll.

Heute bekam sie mein selbst zusammen gebasteltes Halfter angezogen, als Nasenriemen diente ein älteres Stirnband. Als Kinnkette montierte ich das alte Würgehalsband meines Hundes aus Eisen, in die Enden hängte ich den Strick ein. Beim Rausführen, als ich noch die Strombänder in der Hand hatte, zog Barbie wie üblich ordentlich am Strick, sie reisst sich ja meist los, um am Putzplatz auf die Suche nach Futterresten zu gehen. Als der Strick heute die Kette zuzog, blieb sie sofort stehen, tja, das war wohl unangenehm.

Ich führte sie zu meinem Platz und band sie wie üblich nicht ganz kurz an, so daß sie den Kopf noch bis zum Boden bekam. Sofort suchte sie nach Futterresten, da waren keine, also wollte sie den Strick wieder am Pfosten lang ziehen. Das tat ein wenig weh, Barbie lernt schnell *g*, also beschränkte sie sich darauf, den Strick zu lösen, indem sie mit den Zähnen daran rumzog. Ich habe sie ein paar mal verbal ermahnt, irgendwann hat sie aufgegeben. Die meiste Zeit blieb sie relativ ruhig stehen, als ich die Mähne kämmte, bettelte sie ständig. Bevor ich mit der Hand ausholen konnte, war der Kopf schon wieder weg, ansonsten hätte ich ihr mal eine Klatsche auf die Nase gegeben.

Zukünftig werde ich meine Karottenstücke in die rechte Tasche stecken und ihr einen Nasenstüber geben, wenn sie bettelt. Barbie ist ein harter Brocken, weil sie genau weiß, daß sie kräftemäßig jedem Menschen überlegen ist. Die nächste Zeit werde ich sie nur mit diesem Halfter führen, damit sie lernt, sich anständig aufzuführen.

Dem Gammel (Hufabszess) an der Eckstrebe außen rh habe ich heute nochmals ein wenig hinterher geschnitten, auf diesen Huf und vorne bekam sie heute Ongifen. Die Löcher habe ich wieder mit Rivanol gespült, heute auch die hohle Wand rv leicht medial.

Barbie zum Podest geführt, sie stieg fast sofort ganz alleine drauf ==> großes Lob. Sie hob sogar freiwillig längere Zeit dabei den rechten Vorderhuf hoch, werde das mal fotografieren :-).

Eigentlich wollte ich heute auf dem Platz mit Handpferd reiten, der war aber besetzt. Zum Ausreiten hatte ich keine Lust, zu was anderem auch nicht. Nepomuk geholt, auch ihn geputzt und rv bearbeitet, der fehlte ja noch. Trotz ständig feuchtem Wetter Beton-Eckstreben, da muß ich nachsitzen. Die Sohle, der Huf ist so lang wie breit, prima. Die Wandtrennung außen seitlich ist zäh, ich habe mit Messer und Mini-Hufauskratzer versucht, alle Steine rauszubringen. Ich denke, ich schneide den inneren Tragrandanteil einfach mal runter, der wird ja nicht mehr gebraucht.

Rechts vorne seitlich, vergleicht  man das mit einem Foto vom Juli 2013, stellt man fest, daß der Huf kürzer geworden ist und die Zehenachse steiler. Von vorne, die Belastungslinien schwingen auf der Innenseite immer noch ein wenig nach oben. Am 19.07.2013 sah es ähnlich aus; der Kronsaum ist innen vermutlich ein wenig hochgeschoben, was man aufgrund des Behanges schwer erkennt. Ich werde mal Schweben schneiden an den Seiten, vergesse das leider meist.

Nepomuk setzte zwar einen Vorderhuf von sich aus aufs Podest, scharte aber darauf rum und zog wieder runter. Ich versuchte, den Huf, den er freiwillig darauf gesetzt hatte, ein wenig festzuhalten, dann nach vorne zu gehen mit einem Leckerli, damit er den anderen nachzieht. Nach einiger Zeit klappte das :-), allerdings stand er mit seinen zwei Hufen dann ziemlich weit vorne auf dem Podest. Ich hatte Angst, es kippt nach vorne um, was aber nicht der Fall war, runter stieg er heute besser als Barbie.

Der Stallmeister hatte einen Artikel zu Sätteln ausgelegt, den las ich noch. Bei elastischen Gurte sollte man die elastischen Strippen rechts anbringen, zu eng gurten schnürt das Pferd in der Brust ein. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Nepomuk beim Gurten und Aufsteigen auf dem Platz immer ausweicht, früher war das ja nicht der Fall. Ich werde den Gurt an seinem spanischen Sattel umhängen, mal sehen, ob das was bringt.

Die baumlosen Sättel rutschen ja leicht, daher gurtet man sehr eng, vielleicht ein Fehler. Besser ist es wohl, den Mitreiter beim Aufsteigen gegenhalten zu lassen, ich werde das zukünftig berücksichtigen. Für meinen Wanderreitsattel habe ich einen ergonomischen Gurt mit Elastik an beiden Gurtenden, allerdings gurte ich den nie super eng, weil ich dafür gar nicht die Kraft habe.

Ich lerne ständig dazu, ich habe ja auch noch die Gurte ohne Elastik, zur Not kommen die wieder an die Sättel.

Morgen könnte ich beide reiten, das bin ich gar nicht gewohnt, eine schwere Entscheidung. Wenn der Boden auf dem Platz noch nicht gefroren ist, werde ich ein paar Pylonen aufstellen und eine Gasse mit Stangen und das mit Handpferd reiten. Halfter auf die Hafis, ab zum Platz, den Fellsattel nehme ich mit. Es wird das freie Pferd gesattelt, das wird schon mal schwierig. Ich möchte auch versuchen, Nepomuk mal als Handpferd mitzunehmen, Barbie darf ihn dabei nicht schlagen, macht sie aber gerne.

Es soll ja nun schneien, am Sonntag gehen die Hafis und ich dann mit Elli ins Gelände.

21. Januar 2014

Barbie auf dem Platz geritten

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:52

Eigentlich war mehr Abwechslung geplant, es ergab sich heute aber anders. Letzten Mittwoch habe ich ja beide Hafis auf dem Platz geritten, am Samstag nur mit dem Podest geübt und gestern Hufe bearbeitet. Heute wäre entweder Bodenarbeit oder ein Ausritt angesagt gewesen, ich habe es mir aber anders überlegt.

Barbie auf dem Platz reiten macht mir super viel Platz, obwohl ich nicht der Typ bin, der bisher gerne auf den Platz ging. Barbie bemüht sich und zickt beim Reiten nie rum. Mit ihr komme ich im Trab auch nie aus dem Takt, bei Nepomuk hin und wieder, wenn er das Rennen anfängt.

Barbie mußte heute also wieder ran, da es den ganzen Tag geregnet hat, gab es auf dem Platz einige Pfützen, das macht ihr aber nix, Hauptsache, der Boden ist prima weich. Mit einer Stallkollegin habe ich einen Slalom mit 4 Hütchen aufgebaut, dazu ein relativ kleines Viereck und mit zwei Stangen eine Gasse. Ich ritt Barbie mit Fellsattel und Halfter mit Zügeln, sie soll ja lernen, auf möglichst feine Hilfen zu reagieren.

Barbie hat super mitgearbeitet, sogar ohne Gerte (die fiel mir nach dem Aufsteigen runter, als ich meine Handschuhe anzog), auch bei den Seitengängen hat sie mehr gemacht, als ich verlangt habe. Am Schluß ging ich noch ganze Bahn mit ihr im Trab, auf der Längsseite sollte sie den Trab verstärken. Ansatzweise bekamen wir zwei das hin, ich war wohl nicht energisch genug, auf dem Platz muß man Barbie hin und wieder auch mal treiben.

Für ein 15-jähriges Pferd mit vermutlich chronischer Hufrehe, was noch nie ernsthaft auf dem Platz geritten wurde, macht Barbie alles super mit trotz ziemlich grottiger Hufe. Nepomuk nicht, obwohl er Platzarbeit seit Jahren kennt. Trab auf der Längsgeraden verstärken, brauche ich ihm nicht zu sagen, da legt er von sich aus enorm zu. Ihn bekomme ich vor der Kurve nicht zurückgenommen, er fetzt einfach weiter.

Mit Nepomuk ist es halt mühsam auf dem Platz, er zickt ja schon beim Aufsteigen. Beim Schritt schläft er fast ein, im Trab fängt er gerne an zu Rennen. Vielleicht sollte ich doch mal mit ihm springen, das macht ihm Spaß – dafür muß der Boden aber passen.

Barbie zurückgestellt und Nepomuk aufgefordert, frei mit zum Reitplatz zu gehen. Er ging nicht mit, Barbie schon, also bekam er sein Halfter drauf. Sie drängelte sich mit auf dem Platz, mit Nepomuk was üben, war aber nicht möglich, solange ich Barbie im Nacken hatte. Sie hat sich dermaßen aufgedrängt und Nepomuk damit weg von mir, so daß ich Barbie vom Platz entfernte.

Mit ihm machte ich ein wenig Bodenarbeit, es regnete ständig, ich hatte keine großartige Lust drauf, er auch nicht. Immerhin habe ich ihm beigebracht, an Pylonen auf Fingerzeig entweder auf meiner Seite oder der anderen vorbeizugehen. Bevor er das kapierte, hat er einige kleine Hütchen einfach umgetreten – warum vorbei gehen, wenn man sie auch platt treten kann? Er bekam ne Ansage, danach hat er konzentrierter mitgearbeitet, ich ließ ihn noch ein paar andere Übungen machen, dann hatte ich keine Lust mehr.

Ich werde nun mehr mit Barbie arbeiten, sie läuft super und ist motiviert. Nepomuk kann auch mal weniger machen, er hat eh keine Lust, was zu arbeiten. Die Zeit, die ich jetzt mit Barbie habe, werde ich ausnutzen und genießen, evtl. ist sie ja ab Mai wieder lahm.

Huffotos von gestern habe ich noch, Barbie links hinten seitlich, der Huf hat sich super entwickelt, Foto vom 15.04.2013. Das ist der einzige Huf, den ich mal ordentlich zurechtgestutzt hatte am 20.05.2013, weil er völlig schief war. Die Zehenwand ist nun wesentlich steiler nachgewachsen, ein kleiner Erfolg :-), die laterale Seitenwand driftet immer noch weg, weil sie den Huf nicht gleichmäßig belastet. Das Problem liegt vermutlich in den Gelenken, das werde ich nicht mehr ändern können, Hauptsache, sie kann damit gut und bequem laufen.

Rechts hinten ist bei ihr wie bei Nepomuks Hinterhufen, Zehe zu lang, die Trachten richten sich nicht auf. Da sollte ich wohl etwas radikaler rangehen; beide laufen hinten schon immer barhuf und einwandfrei, trotzdem könnten sich die Hufe in der Stellung noch etwas verbessern.

Barbie links vorne heute, der Strahl schaut etwas angegriffen aus, bei Nepomuk allerdings noch schlimmer. Trockenen Boden gibt es derzeit nur in Unterständen, Nepomuk steht viel draußen, seine Hufe sind daher immer nass.

Barbie rechts vorne, kein schöner Anblick, sie läuft aber einwandfrei barhuf. Was nützt ein optisch schöner Huf, wenn das Pferd damit nicht laufen kann?

Nepomuk links vorne seitlich, ziemlich hohe Trachten, so war das schon immer. Von vorne schaut es gut aus, die Seitenwände sind ziemlich gerade. Hinten rechts seitlich, er steht zu flach. Außerdem belastet er den Huf nicht gleichmäßig, die äußere Wand flügelt ein wenig weg.

Die Huftechnikerin, die beide Hafis mal bearbeitet hat, traf ich heute im Stall. Die Pferde, die sie bearbeitet, laufen immer ohne Hufschutz einwandfrei, ich denke, wenn sie in 3 Monaten wiederkommt, hänge ich ihr noch Barbie und Nepomuk auf. Er ist ja problemlos, bei Barbie werden bis dahin die hohlen Wände rausgewachsen sein. Ich lege gerne mal EUR 80,00 hin, um dann mal mindestens 4 Wochen keine Hufe mehr bearbeiten zu müssen. Aber gut, wer weiß, was bis dahin ist, vielleicht ist Barbie dann wieder lahm, weil sie einen Abszess hat.

20. Januar 2014

knapp dem Tode entronnen

Filed under: Allgemein — admin @ 18:46

Ich fahre idR auf der AB nie schneller als 120 km/h, habe es ja nie eilig. Auf der Heimfahrt vom Stall war wie üblich die Standspur freigegeben, dadurch war die AB vierspurig. Ich war auf der zweiten von rechts, als plötzlich ein LKW ohne Grund den Blinker nach links setzte super knapp vor mir reinzog. Ich mußte bremsen und gleichzeitig nach links ausweichen, blöderweise war da ein Auto, so daß ich stärker bremsen mußte.

Mein Nissan brach aus und kam ins Schleudern, er driftete auf die äußere Leitplanke zu, ich dachte, jetzt muß ich sterben. Ich riß das Steuer rum, wie durch ein Wunder stieß mein Auto nicht an die Leitplanke, dafür ging es wieder quer über die AB nach links. Nach einer erneuten Drehung konnte ich es auf der linken Spur anhalten, dabei kratzte das Heck leicht an der Leitplanke. Der Motor war abgestorben und ich nahe einem Herzinfarkt aufgrund des Schocks, mir fiel aber noch ein, die Warnblinkanlage anzustellen.

Man steht ja nicht alle Tage in verkehrter Fahrtrichtung auf der AB auf der linken Spur, bisher war nichts passiert. Zwei Autofahrer, die hinter mir waren und meinen Unfall gesehen hatten, konnten anhalten, damit war die linke und die zweitlinke Spur gesperrt. Sie stiegen aus und fragten, ob es mir gut geht, was ich bejahte. Mein Nissan war bei dem Stunt abgesoffen und wollte nicht mehr anspringen, einer der Männer hielt die Autos auf der rechten und zweitrechten Spur auf, der andere schob mein Auto zum Standstreifen.

Dort sprang mein Micra wieder an und ich fuhr ihn auf den nächsten Parkplatz, die zwei Männer kamen mit. Sie waren sehr besorgt um mich; nachdem ich versicherte, daß es mir gut geht, sind beide abgefahren.

Ein Wunder, daß niemand in mich reingefahren ist, als mein Auto zwei mal quer über die AB driftete, obwohl relativ viel Verkehr war. Das ist ja immer die größte Gefahr, außerdem Auffahrunfälle, wenn nicht genügend Abstand gehalten wird. Heute hat mein Schutzengel Schwerstarbeit geleistet, nicht nur, daß ich mein Auto einigermaßen unter Kontrolle halten konnte, sondern daß niemand in uns reingefahren ist und nicht in andere, die wegen mir scharf bremsen mußten.

Der LKW-Fahrer, wegen dem das passiert ist, hat sich natürlich aus dem Staub gemacht; wäre ich schwer verunfallt oder gar gestorben, hätte man den Verursacher wohl nie gefunden. Die ziehen einfach mal nach links, egal ob das geht oder nicht, ich habe aber keine Lust, wegen so einem Idioten zu sterben.

Jetzt werde ich mal ein Testament machen, damit meine Hafis abgesichert sind – selbst wenn man vorsichtig fährt und immer viel Abstand hält, kann man auf der Straße abgeschossen werden.

Im Stall habe ich heute Hufe bearbeit, bei Barbie vorne die Zehen ein wenig gekürzt und angeschrägt, hinten Eckstreben geschnitten und die Hufe „rund“ gemacht. An rechts hinten hatte ich mich ja in letzter Zeit nicht richtig rangetraut, heute sah ich, daß der Abszess unter der äußeren Eckstrebe saß. Da geht der Gammel tief rein, ich schnitt nicht alles raus. Das zieht sich mE bis in die Sohle, sie läuft aber einwandfrei mit dem Huf.

Auch vorne läuft sie gut, sie kann am Putzplatz nicht still stehen, ist ständig in Bewegung, obwohl ihre Vorderhufe ziemlich grottig sind. Aufs Podest stieg Barbie relativ schnell, sie ist einfach schlau.

Nepomuk geholt, links vorne und die Hinterhufe bearbeitet, Fotos liefere ich noch nach. Er hat es nicht so drauf mit dem Podest, stelle ich ihm einen Vorderhuf drauf, kratzt er erst mal rum und zieht wieder weg. Es klappte aber besser als vorgestern, er wird auch noch kapieren, was ich erwarte.

18. Januar 2014

Kennenlernen des Podestes durch die Hafis

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:42

Meine Tante half mir heute, das Podest ins Auto zu befördern, alleine kann ich es nicht tragen. Ich stellte es auf den Putzplatz und legte einen Apfel drauf, bevor ich Barbie rausholte. Sie ging auf das Podest zu und erschrak sich, zuckte dabei ein mal ordentlich zusammen. Dann erst sah sie den Apfel, den zu nehmen und zu fressen, damit hatte sie natürlich keine Probleme *g*.

Barbie schnell ein wenig geputzt, gekämmt und Hufe ausgekratzt, dann kam der große Moment :-), ich führte sie zum Podest. Man muß dem Pferd ja erst mal begreiflich machen, daß es sich mit den Vorderbeinen drauf stellen soll. Also nahm ich einen Vorderhuf und plazierte ihn auf dem Podest, Barbie zog ihn wieder weg. Sobald sie den Huf drauf ließ, trat ich vor sie mit einem Leckerli in der Hand, fast automatisch stellte sie den anderen Huf dazu.

Hurraaaa, das hat sie super schnell kapiert :-), ich fütterte ihr Karottenstücke und sie blieb ruhig stehen. Sie hob dabei sogar das rechte Bein an, großes Lob, diese Lektion sollte eigentlich erst später kommen. Fürs Runtersteigen hatte ich keinen Plan, Barbie hat das vorsichtig und gut gemacht.  Sie bekam ihr Zusatzfutter, bevor ich sie in den Stall zurück stellte, sollte sie nochmals aufs Podest für ein Foto :-). Das Draufsteigen klappte bereits schneller als beim ersten Versuch, sie blieb auch stehen, als ich ein Stück weg ging fürs Foto.

Nepomuk kam an die Reihe, einen seiner Vorderhufe plan auf dem Podest zu plazieren, war nicht einfach, er stellte ihn anfangs immer auf der Spitze ab. Danach scharte er auf dem Podest und zog das Bein wieder runter. Daß Barbie intelligenter ist als er, wußte ich schon, daß er sich derart doof anstellt, hätte ich nicht gedacht.  Irgendwann gelang es mir, daß er einen Huf plan auf dem Podest stehen ließ, der Rest war wie bei Barbie ein Kinderspiel, er zog das andere Bein nach.

Das Runtersteigen schaffte er nicht so elegant wie Barbie, ein Bein ließ er mit durchgestrecktem Gelenk runterkrachen. Nach dem Zusatzfutter zweiter Versuch fürs Foto, für zwei Leckerli mußte er die Nase bis aufs Podest senken – für ihn kein Problem. Dafür mußte ich sich maximal dehnen, werde das mit beiden nun auch immer üben. Wieder hat er sich beim Absteigen nicht ganz so helle angestellt, das lernt Nepomuk noch, aller Anfang ist schwer :-).

Nachdem die Hafis heute, als sie auf dem Podest standen, einiges an Mohrrüben als Belohnung einkassierten, bleibt ihnen das Teil in bester Erinnerung :-). Ich werde nun immer verlangen, daß sie sich ein mal drauf stellen, wenn ich sie am Putzplatz habe. Sobald sie das ohne meine Hilfestellung auf Kommando machen, kommt das Podest in die Hütte am Reitplatz. Dort wird dann frei trainiert, bis beide mit den Vorderhufen gleichzeitig drauf stehen und dazu noch das rechte Bein anheben.

Einzeln könnte ich noch verlangen, daß sie mit der Hinterhand ein mal rund ums Podest gehen, während die Vorderbeine oben bleiben. Mal sehen, was mir noch an Übungen so einfällt, „Bergziege“ werde ich vorerst nicht üben. Wenn beide das alles beherrschen, werde ich versuchen, daß sie (einzeln) mit mir als Reiter draufsteigen.

So ein Podest ist eine tolle Sache, ich denke, die Hafis sind mit Spaß dabei. Man kann das Pferd damit super gymnastizieren, außerdem lernt es, seine Beine gezielt zu bewegen. Verbeugen kennen beide, werde nun das Kompliment üben. Außerdem einen Teppich ausrollen und spanischen Schritt. Ein Buch für Zirkuslektionen habe ich mir ja mal gekauft, werde kucken, was ich noch mit den Hafis üben könnte.

Als Agility für Hunde aufkam, war mein Florian schon etwas alt, wir haben das ein paar mal gemacht, er fand das super lustig. Ein paar Übungen, wie Slalom durch Stangen gehen nur auf Handzeichen, während man selbst gerade nebenher läuft, kann man auch Pferden beibringen. Oder über eine Kippe laufen, die sind allerdings sehr teuer, wenn man sie kauft, da müßte man selbst was basteln.

Das alles arbeitet man dann mit einem freien Pferd, was nur auf Körpersprache und verbale Kommandos reagiert. Ich halte Pferde für mindestens genauso klug wie Hunde, es ist alles eine Frage des Trainings. Das Aufbauen und Wegräumen von solchen Parcours macht zwar viel Arbeit, ich denke, 1x pro Woche werde ich das schon schaffen.

Daneben ein Ausritt pro Woche und ein mal Reiten auf dem Platz bzw. Unterricht. Mehr geht nicht, ich muß ja auch noch Hufe bearbeiten, damit bin ich derzeit im Rückstand.

15. Januar 2014

super gearbeitet auf dem Platz

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:08

Der Boden unseres Reitplatzes war heute sehr gut, ich beschloss also, beide Hafis auf dem Platz zu reiten. Barbie (ohne Schuhe) kam wie üblich zuerst dran, Fellsattel drauf und ins Halfter Zügel eingehängt. Am Platz verlangte ich erst mal, die Nase bis zum Boden zu senken. Eigentlich legt man dafür die Hand ins Genick und übt ein wenig Druck aus, bis das Pferd nachgibt und den Kopf senkt. Vor Jahren habe ich das den Hafis so beigebracht, dann nie mehr verlangt.

Leichter ist es, wenn ich mit der linkenk Hand bis zum Boden gehe, Barbies Kopf folgte automatisch, weil sie dachte, ich halte in der Hand ein Leckerli – da war aber keines *g*. Ich werde das nun mit kombinieren mit der rechten Hand im Genick, bis beide die linke am Boden nicht mehr brauchen. Erst als Barbie auf Befehl den Kopf wieder hochhob, bekam sie was.

Danach sollte Barbie ruhig stehen, das ist nicht ihre Stärke, sie hob einen Huf vorne hoch. Ich wollte, daß mit der Hinterhand ein paar Schritte seitlich weicht, sie machte das aber, bevor ich es verlangte. Meine Gerte hatte ich bereitgelegt, holte mir die, danach ein erneuter Versuch. Ein bissi Ruhe in die übermotivierte Barbie zu bringen, ist nicht einfach, als ich endlich mein Kommando anbringen konnte, machte sie es brav. Dasselbe auf der anderen Hand, ich war zufrieden, führte sie noch ein wenig und verlangte ein paar Tritte rückwärts. Sie weigerte sich, mit Mühe machte sie dann doch einen – sie hasst es, rückwärts zu gehen.

Mit der Aufstiegshilfe (Baumstumpf) wollte ich aufsteigen. Barbie hampelte rum, blieb nicht daneben stehen, daher stieg ich vom Boden auf, dabei verrutschte der Fellsattel ein wenig. Mit vollem Gewicht auf den rechten Steigbügel war er wieder einigermaßen gerade, da bin ich nicht kleinlich *g*.

Es standen vier Pylonen in einem relativ kleinen Viereck, anfangs ritten wir in einem Kreis im Schritt drumrum, dann folgten Volten usw., Barbie machte das perfekt. Danach gingen wir ganze Bahn, an der Bande stellte ich sie nach außen, damit sie seitlich geht – Vorhand auf dem ersten Hufschlug, Hinterhand auf dem zweiten (aber nicht ganz so deftig, sie kennt ja bisher keine Seitengänge). Barbie machte das super, ich habe wirklich gestaunt, selber kann ich das ja auch nicht so besonders.

Zurück am Viereck ließ ich sie auf der linken Hand antraben, das ist ihre stärkere. Wie im Schritt auch, achtete ich genau auf die Stellung und Biegung, für Barbie Null Problem. Sie ist wirklich der absolute Wahnsinn, ging einen wunderbar gleichmäßigen Trab und gab den Rücken her, so macht Reiten Spaß :-). Selber bin ich ja nicht der so dolle Reiter, Barbie verzeiht alles, sie zog ihre Kreise, als ob sie das schon 100 mal gemacht hätte. Dabei wurde Barbie noch nie ernsthaft auf dem Platz geritten, schon gar nicht rund um ein so enges Viereck.

Wechsel auf die rechte Hand, sie lief wie ein Lamperl, man merkte keinen Unterschied zur linken. Wow, war Barbie heute gut drauf, am liebsten wäre ich eine Runde mit ihr galoppiert, was ich bisher noch nie gemacht habe. Man soll es aber nicht übertreiben, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut :-).

Barbie bekam ihr Zusatzfutter, als ich sie Richtung Stall führte, verlangte ich nochmals Kopf runter und rückwärts gehen, beides hat sie prima gemacht. Im Stall nahm ich ihr das Halfter ab, da bekommt sie immer noch was. Nepomuk war auch da, er kennt ja die Abläufe. Heute habe ich beide rückwärts geschickt, Barbie hat es einwandfrei gemacht, geht doch *freu*, Nepomuk sowieso, er geht gerne rückwärts.

Eine gut aufgelegte Barbie auf dem Platz reiten ist ein Traum :-), sie läuft wie ein Uhrwerk und arbeitet motiviert mit. Anfangs am Boden war sie übermotiviert, mein Ziel ist es, ein bissi mehr Ruhe ins Pferd zu bringen, wenn ich mit ihr am Boden arbeite. Mit Belohnung in Form von kleinen Stücken Mohrrübe bin ich nun sparsamer, sie bettelt mir zuviel.

Nepomuk geholt, er bekam den spanischen Sattel drauf, ebenso wie Barbie keine Trense, sondern nur Halfter mit Zügeln. Kopf am Boden klappte einwandfrei, ebenso mit der Hinterhand weichen. Nachgurten klappte nach ein paar Versuchen einigermaßen, aufsteigen nicht. Er ging rückwärts, vorwärts oder seitlich weg, ich richtete ihn rückwärts und ließ ihn wieder drei Schritte vorwärts gehen. Das brachte nix, verlegte mich dann darauf, ihn im Mittel des Vierecks hinzustellen, wenn er sich von diesem Platz wegbewegte, stellte ich ihn wieder dorthin.

Puh, das hat Nerven gekostet, zwischendurch ging ich einfach mal um ihn rum, da blieb er brav stehen. Vielleicht habe ich die falsche Körpersprache, verhalte mich bei Barbie aber genauso und sie bleibt beim Aufsteigen stehen wie eine Eins. Nepomuk hat einen langen Atem, ich habe einen längeren *g*, irgendwann blieb er ruhig stehen und ich stieg auf.

Ran ans Viereck im Schritt auf der linken Hand, ebenso wie bei Barbie ist die rechte seine schwache Seite. Er hat sich brav stellen lassen und gebogen, auch der Seitengang auf der linken Hand klappte super. Meine frühere RB hat Seitengänge mit ihm geübt, er kann viel mehr, als ich heute abgefordert habe. Trab ums Viereck machte er auch prima und keine Anstalten zu Rennen. Ich wähnte mich im 7. Himmel *g*, wechselte auf die rechte Hand, da wure Nepomuk zickig. Er versuchte, wieder auf die linke zu kommen, ich ließ das nicht durchgehen, der Seitengang klappte ganz gut.

Im Trab wollte er bei einer Pylone immer innen vorbei, ich mußte aufpassen, daß er die nicht umwirft. Wir haben auf der rechten Hand trainiert, bis er den Kreisel ums Viereck im Trab einwandfrei gebogen lief, richtete ihn problemlos rückwärts, ich stieg ab und er bekam eine Belohnung. Nepomuk dachte, er habe fertig, so war das bisher immer – heute nicht. Ich wollte nochmals aufsteigen, er zappelte wieder rum, ich ließ aber nicht locker. Immer wieder stellte ich ihn in die Mitte des Vierecks, bis es ihm zu blöd wurde und er ruhig stehen blieb beim Aufsteigen. Ich blieb 2 Min. sitzen, er stand ruhig, ich stieg dann wieder ab.

Das Aufsteigen auf dem Platz werde ich mit Nepomuk vermehrt üben, im Gelände zickt er dabei nie rum. Außerdem am Putzplatz mit Aufstiegshilfe aufsteigen, das mag er auch nicht. Danach steige ich wieder ab, er soll lernen, beim Aufsteigen ruhig zu stehen, egal ob er angebunden auf dem Putzplatz steht oder frei auf dem Reitplatz.

Mal sehen, ob ich am Freitag mit beiden gleichzeitig mein Luftballon-Training machen kann, das geht natürlich nur, wenn der Platz nicht gefroren ist. Abwechslung ist wichtig, wir waren im Gelände, heute Reiten auf dem Platz, dann nur Bodenarbeit. Hufe muß ich auch bearbeiten, dafür werde ich mal außer der Reihe (2-Tages-Rhtythmus) rausfahren.

Unterricht nehmen ist auch geplant, am liebsten natürlich mit Barbie, weil sie auf dem Platz so toll läuft. Dafür muß der Boden aber gut sein, eigentlich muß ich dafür Nepomuk nehmen, er ist ja auf dem Platz etwas schwieriger.

Barbies Trense habe ich heute mitgenommen, um sie umzuarbeiten. Mit Halfter heute hat sie nicht einmal mit dem Kopf geschüttelt, das sitzt etwas weiter oben auf der Nase. Mal sehen, was ich basteln kann, mit Barbie ins Gelände nur mit Halfter gehen, wird vermutlich nicht einfach. Nicht, weil sie ständig am Gas steht, sondern wegen ihrer Grassucht. Wir werden sehen, ob ich sie nur mit Halfter davon abhalten kann, Gras zu fressen.

14. Januar 2014

so langsam wird es doch noch Winter

Filed under: Allgemein — admin @ 18:07

Heute hat es meist geregnet, ab nachmittags geschneit, der Boden ist aber noch zu warm, daher blieb kaum Schnee liegen. Im Stall war ich gestern und heute nicht, morgen ist es wieder soweit. Ich hoffe, mein Podest trifft morgen endlich ein, damit ich es gleich mitnehmen und ausprobieren kann, werde es mit Holzschutzlasur einstreichen.

Das GladiatorPlus für die Hafis ist nun zu Ende, ich habe noch ein wenig Kieselgur und einiges an Marstall Huf-Regulator. Barbies Hufe wachsen sehr langsam nach, die zwei Abszesse in der Zehenachse rv stammen vom Juli 2013, die Rillen sind mE erst bei der ca. der Hälfte des Hufs angekommen. Ich denke, ich werde beiden nun die restliche Kieselgur geben, danach Barbie Huf-Regulator.

Daß Barbie am Putzplatz die letzte Zeit so hibbelig war und beim Ausritt vorgestern ständig antrabte, kann am Zusatzfutter liegen. Das GladiatorPlus liefert Energie, ohne fett zu machen, und Barbie ist ein Pferd (falls sie keine Hufschmerzen hat) mit enorm hoher Leistungsbereitschaft. Ich freue mich ja drüber, nicht so einen halbtoten Isländer zu haben, der am Putzplatz nicht mal den Kopf heben mag, egal, was um ihn herum geschieht. Sondern Pferde, die ihre Umgebung und mich ständig wahrnehmen und darauf reagieren.

Was mir bei Barbie schon öfters aufgefallen ist, sie schüttelt öfters mal den Kopf, der Nasenriemen stört sie. Ich denke, er sitzt zu weit unten, das Nasenbein bei Pferden ist ja dünn und empfindlich. Einerseits gut, sonst würde ich ihren Kopf vermutlich gar nicht mehr vom Boden hochziehen können, wenn sie Gras fressen will. Andererseits schlecht, ich muß Barbie auch ohne Druck aufs Nasenbein vom Gras fressen abhalten können. Es liegt an mir, das zu schaffen, mit Gebiss wäre es einfach – aber das ist nicht mein Weg.

Ich werde versuchen, ihren Zaum anzupassen, was nicht einfach ist. Ich werde sie auch mal nur mit Halfter im Gelände reiten, dann gehe ich aber alleine mit ihr raus. Dann bespreche ich ihre Grasgier mit ihr unter 4 Augen, bisher habe ich ihr immer sehr viel erlaubt, wenn wir alleine draußen waren. Weil sie so lange krank war, da muß jetzt mehr Disziplin her.

Pläne habe ich ne Menge für beide Pferde, was wir alles üben könnten, daneben muß ich aber noch Hufe bearbeiten. Hauptsache, die Pferde sind mit Spaß dabei und ich auch :-).

12. Januar 2014

Arbeit mit Barbie im Gelände

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:31

Heute schaute ich mir die „Pferdeprofis“ auf Vox now an, Bernd Hackl läßt ein Pferd immer mit der Hinterhand arbeiten, wenn es nicht bei ihm ist. Mit Barbie habe ich im Gelände wegen ihrer Grassucht Probleme, das wollte ich heute angehen.

Die Hafis waren nun über 2 Wochen nicht mehr draußen, auf dem Platz habe ich nur fast Kopfarbeit mit ihnen gemacht. Die powert einen Hafi nicht aus, dementsprechend hatten beide heute Energieüberschuss abzubauen.

Elli nahm Nepomuk, beim Führen zog mich Barbie (mit Schuhen vorne) in eine Wiese. Ich zog an einem Zügel und bewegte ihre Hinterhand ein mal im Kreis um mich rum, damit sie wieder bei mir ist. Nach dem Aufsteigen setzte ich meine neue Taktik als Reiter fort, sobald sie den Kopf runter nahm, um zu fressen, zog ich an einem Zügel und gab entsprechend Schenkeldruck, damit sie mit der Hinterhand weicht. Bis wir an der Ovalbahn vorbei waren, hatte ich das schon fünf mal (mal links-, mal rechtsrum) gemacht, der Erfolg stellte sich ein :-)- sie lief auf einer Wiese, ohne fressen zu wollen.

Wir ritten einen Wiesenweg lang, Barbie trabte an, ich parierte sie in den Schritt – so ging das ca. 15 Min. lang. Zwischendurch versuchte sie noch zwei mal zu fressen, ich ließ sie mit der Hinterhand wieder im Kreis gehen. Barbie war gut drauf heute *g*, sie platzte fast vor Energie, ich ließ sie super langsam traben, so daß Nepomuk noch im Schritt mitkam.

Elli meinte, Barbie führt sich auf wie ein junger Araber, der ständig rumtänzelt und nicht Schritt gehen mag vor lauter Power. Für Barbie ist der ständige Wechsel Schritt zu Trab ja extrem anstrengend, sie schwitzte bereits, war aber nicht bereit, im Schritt zu bleiben. Am Waldrand kam ein schöner Grasweg, daneben tiefer umgegrabener Acker, Elli war vorne und meinte, wir könnten etwas traben. Gute Idee :-), Nepomuk trabte schnell, Barbie verfiel in Galopp und wollte im tiefen Acker überholen, ich ließ sie aber nicht. Nepomuk galoppierte auch an, wir nahmen den Wiesenweg also im kontrollierten Galopp, ich hielt Barbie hinter Nepomuk.

Nach dem Durchparieren bestand der Boden immer noch aus Gras, Barbie trabte an, ich parierte sie in den Schritt, sogar als es eine miese Teerstraße Richtung Wald kam, hörte sie damit nicht auf.  Der Weg endete quasi im nichts, ein kleiner Trampelpfad war im Wald zu sehen. Den nahmen wir, überall lagen Äste oder Baumstümpfe unter den Blättern, kein Gelände für ein Pferd. Als noch Äste quer hingen, gab es mE kein Durchkommen mehr für uns, ich wollte Elli, die hinten ritt, vorschlagen, daß wir umdrehen.

Mit Barbies Geländegängigkeit hatte ich nicht gerechnet, sie quetschte sich auf dem üblen Boden zwischen den Bäumen und Ästen durch, verlangt hätte ich das niemals vor ihr. Nepomuk hinterher, solange Barbie vorangeht, ist ihm kein Gelände zu schwer. Wir ritten am Waldrand lang (Schritt/Trab/Schritt mit Barbie), bis ein guter Weg in den Wald kam.

Barbie gab auf und blieb brav im Schritt, ich ließ die Zügel locker und entspannte meine Arme und Hände. Leider hielt ihre Entspannung keine 10 Min. an, wir nahmen einen Weg raus aus dem Wald, wieder trabte sie ständig an. Elli meinte, sie kennt noch eine prima Galoppstrecke in der Nähe, wir ritten hin, inzwischen trabte auch Nepomuk die meiste Zeit super langsam.

Der Weg war aber umgeackert worden, also orientierten wir uns Richtung Heimat. Es war ein Wiesenweg, wir haben uns nur Schritt bzw. sehr langsamen Trab getraut, bloß kein Tempo zulassen, solange es Richtung Stall geht. Rechts weg ging unsere übliche Galoppstrecke hin zum Wald, wir bogen ein, die Hafis waren wie verwandelt, weil der Weg weg vom Stall führte. Plötzlich konnten beide prima Schritt gehen, die Gangart bestimmt aber der Reiter.

Ich ging mit Barbie vor, trabte ein Stück und galoppierte sie dann an. Linker Hand war wieder ein tiefer Acker, sie wollte in den reinziehen, damit hatte ich gerechnet und hielt sie mit dem rechten Zügel auf dem Weg. Barbie gefiel das nicht, sie verfiel in Trab, ich schaffte es nicht, Barbie wieder anzugaloppieren. Elli zog mit Nepomuk an uns vorbei, ich konnte Barbie wieder angaloppieren, Nepomuk gab richtig Gas, Barbie und ich folgten langsamer.

Jedes Pferd hat ja seine natürliche Schiefe, wenn Barbie die Kraft verläßt, tendiert sich nach links, das war letzten Winter auch so. Wenn ich das nicht zulasse, kostet es Barbie enorm Kraft, weiter geradeaus zu laufen. Das wird immer besser, umso mehr Kondition sie aufbaut, Nepomuk hat die schon, er stand ja auch nicht über 6 Monate, sondern wurde durchgehend geritten.

Im Schritt ging es Richtung Heimat bzw. Barbie verfiel nach einer kurzen Pause, wo ich die Zügel lang lassen konnte, wieder in den Schritt-/Trab-Modus. Wir trabten wieder extrem langsam, Nepomuk immer hinterher, er kann das natürlich auch. Dieser sehr langsame Trab ist super zu sitzen, es fühlt sich an, als ob man mit dem Pferd schwebt. Das ist meine liebste Gangart, ich werde mal versuchen, die auch auf dem Platz einzufordern.

Wir ritten bis zum Stall, an der Straße wollte ich die Ampel drücken, das klappte nicht, also ritt ich geradeaus weiter, umdrehen ging ja nicht. Elli schaffte es mit Nepomuk; als rot war, ritt ich mit Barbie ein wenig weiter hinten über die Straße im langsamen Trab. Erst nachdem wir die Einfahrt zum Stall passierten, blieb Barbie im Schritt, Elli kam mit Nepomuk ganz langsam angetrabt.

Barbie hatte ziemlich geschwitzt, wir waren 1 Std. 40 Min. unterwegs und die meiste Zeit stand sie unter Strom. Ich bin ja glücklich, daß sie heute super gelaufen ist mit ihren Schuhen, obwohl sich am Ballen ordentlich viel Erde reingedrückt hatte. Ihre Grasgier habe ich gut im Griff, wenn ich weiterhin konsequent bleibe und sie ein mal kreiseln lasse, sobald sie was frißt. Die Osteopathin meinte ja, sie hat noch nie so einen beweglichen Haflinger gesehen – Barbie nimmt von sich aus immer enorm viel Last auf die Hinterhand, ist daher im Rücken frei und butterweich zu reiten.

Seitengänge im langsamen Trab habe ich heute erstmals mit Barbie probiert, weil ich mir dachte, vielleicht sind ihr die zu anstrengend und sie bleibt dann im Schritt. Falsch gedacht, sie ging die locker, habe allerdings nur linke Hand probiert, die rechte ist ja ihre schwache Seite. Man kann im Gelände auch viel gymnastizieren, wenn man will – und die Pferde haben Spaß dabei :-). Barbie mußte heute enorm viel arbeitem im Gelände, geschätzte 15 mal mit der Hinterhand einen Kreisel machen, dazu noch oft der extrem langsame Trab. Sie war mit Begeisterung dabei, natürlich durften die Hafis auch mal laufen, um Energie abzubauen.

Ich bin sehr glücklich, daß Barbie wieder voller Power dabei ist und super läuft; wenn sie öfters raus kommt, wird sie auch ein wenig ruhiger werden. Barbie hatte 2013 ne Menge schmerzhafte Abszesse, wenn sie nun endlich mal schmerzfrei laufen kann, ist sie voller Tatendrang. Ich freue mich drüber, meine Hafis sind die besten Pferde, die man sich vorstellen kann.

Hufe habe ich heute keine bearbeitet, dafür fehlte die Zeit, werde das am Dienstag nachholen, da soll es regnen.