28. Februar 2014

zu faul zum Reiten

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:14

Schönes Wetter, eigentlich wollte ich mit Handpferd auf dem Platz reiten, war dann aber doch zu faul dafür. Also ein wenig was an den Hufen gemacht, eigentlich könnte ich nun bereits eine neue Runde Hufbearbeitung einläuten.

Bei Barbie ist links vorne die hohle Wand mE kurz vor dem Runterbrechen, das Loch in der Sohle hat sich vergrößert. Mit meinem Mini-Hufauskratzer konnte ich darin ein wenig rumbohren, die hohle Wand ist nicht mehr sehr tief. Die Eckstreben habe ich geschnitten, die Zehe gekürzt, medial den Gammel im Tragrand rausgeschnitten und lateral eine Senke angebracht. Ich denke, ich werde wieder mal die Trachten etwas kürzen und dann nochmals die Zehe, auch wenn dadurch die Gefahr besteht, daß die hohle Wand wegbricht.

Rechts vorne heute, Zehe gekürzt, lateral ein wenig vom Tragrand gerade weggeraspelt und den dann berundet. Von der Zehe kann noch mehr weg, denke ich, daneben Trachten etwas kürzen.

Links hinten habe ich bearbeitet (das Sohlenfoto wurde nix), von der Seite gesehen. Bei dem Huf kann noch mehr Trachte + Tragrandüberstand runter; der Strahl trägt im hinteren Bereich nicht mit, daher schaut er dort so gammelig aus. Man sieht gut, daß die äußere Seitenwand gerade nachwächst, irgendwann kommt dann der Knick nach außen. die innere Zehe habe ich stärker gekürzt, lateral eine Senke angebracht. Den Huf muß ich im Auge behalten; falls das die falschen Korrekturen waren, sieht man das ja ziemlich schnell.

Rechts hinten steht nun noch zur Bearbeitung an – man sieht gut, wie der hintere Teil des Strahls innen ein wenig gammelt, weil kaum belastet. Also nehme ich was von der inneren Trachte runter und beseitige den Tragrandüberstand medial, daneben kürze ich die Zehe. Die äußere Eckstrebe wächst gut nach, kann also Last aufnehmen. Lateral werde ich den Tragrand bis auf Sohlenniveau schneiden, damit nicht noch mehr wegbricht. Ich hoffe, Barbie kann danach noch laufen; als Laie diesen Huf bearbeiten, so daß sie danach nicht lahmt, ist nicht einfach.

Seitlich gesehen, innerhalb von 4 Tagen hat der Huf enorm Trachte in einem ziemlich steilen Winkel produziert, die hat nun Bodenkontakt. Na ja, wird schon schief gehen :-/ mit meiner Bearbeitung, leider habe ich heute das Foto von vorne vergessen.

Bei Nepomuk habe ich vorne Senken geschnitten, rechts vorne ist die Tragrandtrennung immer noch zu sehen, lv nicht. Ungleich hohe Trachten fielen mir noch auf, IIRC war das lv, das habe ich korrigiert. Das Tamponieren der mittleren Strahlfurche zeigt langsam Erfolg, statt zwei Wattepads nehme ich nun nur noch eines. Trotzdem hat er immer noch diese Würstchensträhle vorne, das wird sich vermutlich nicht mehr ändern lassen.

Für beide steht nun mal Hufbock an, für mich immer sehr anstrengend. Puh, schon wieder ne Liste, was ich an den Hufen bei Barbie bearbeiten möchte, dazu Hufbock. Ich denke, im Laufe der nächsten Woche schaffe ich alles, daneben auch, die Pferde ein wenig zu bewegen.

 

 

26. Februar 2014

ein wenig Freidressur

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:48

Prima Sonnenschein heute, als ich kam, standen fast alle Pferde auf der Winterweide. Ich ging zum Reitplatz, um ein paar Pylonen aufzustellen, Barbie sah mich und kam von der Weide runter über den Paddock zu mir her. Ich habe einen Slalom mit 4 Hütchen aufgebaut und eine große blaue Tonne, danach trat Barbie frei auf mein Kommando ein. Nepomuk kam auch von der Weide, er bekam seine Begrüßungs-Karotte und mußte im Stall warten.

Wir übten erst mal mit Strick, gingen den Slalom und um die Tonne. Anschließend sollte Barbie auf meine rechte Hand achten, die den Fingerzeig gab, ob sie auf meiner Seite an der Pylone vorbei gehen sollte oder auf der anderen. Sie machte das perfekt, obwohl ich das erst ein mal mit ihr geübt hatte. Wir blieben mitten auf dem Platz stehen, ich nahm den Strick weg und ließ sie 3 Schritte gerade rückwärts treten. Das ist ja nicht gerade Barbies Lieblingsübung – ich stellte mich gerade vor ihre Nase, sagte „zurück“ und machte einen Schritt vorwärts. Daß sie mir weichen muß, weiß sie natürlich, also ging sie rückwärts :-).

Ohne Strick dann das ganze Programm nochmals, sie machte das super und achtete genau auf meine Zeichen. Auf dem Weg zur Tonne trabte sie hin und wieder kurz an, paßte aber auf, mich nicht zu überholen. Zum Schluß gab es noch die „Verfolgung“, ich lief der Länge nach in der Mitte über den Reitplatz, Barbie trabte hinter mir her. Urplötzlich blieb ich stehen, Barbie auch ==> großes Lob. Wichtig war mir, daß sie auf mich achtet, mich nicht überholt oder gar anrempelt, wenn ich stehen bleibe. Das machten wir ein paar mal, Barbie war sehr eifrig bei der Sache, ihr machen solche Sachen großen Spaß.

Ich ließ sie frei vom Reitplatz runter, sie folgte mir bis zum Ausgang. Ich führte sie raus zu meinem Podest, was ich vorher aufgestellt hatte: Barbie sah es und stellte sich sofort drauf. Es ist toll, mit so einem intelligenten und motivierten Pferd zu arbeiten, auch wenn das heute nur ein bissi was für den Kopf war.

Barbie hat sich, seitdem ich mehr mit ihr arbeite, stark zum Positiven verändert. Sie ist am Putzplatz ruhiger und geduldiger, es gibt auch kein Zwicken oder Drohen mehr beim Aufsatteln. Barbie ist ausgeglichen und freut sich, wenn ich was mit ihr arbeite. Die Frage ist, ob ich sie reiten kann, hinten rechts fehlt ja außen nun die Trachte sowie die Eckstrebe. Der Strahl muß die fehlenden Strukturen ersetzen, bekommt also ziemlich viel Last ab. Eigentlich wäre ich lieber vorsichtig, andererseits läuft Barbie gut. Sie jetzt wieder schonen, würde sie nicht verstehen, ich denke, ein wenig Schritt im Gelände kann sie schon gehen. Ob ich dabei drauf sitze oder nicht, spielt für den Huf wohl keine Rolle. Umso mehr Hufmechanismus, umso besser werden die Hufe durchblutet, dadurch wachsen sie schneller nach.

Barbie zurück gestellt und Nepomuk auf den Platz geführt. Wie üblich schlich er im Schritt hinter mir her – er kann auch schnell Schritt gehen, aber nur im Gelände, wenn es Richtung Heimat geht. Mit ihm habe ich dasselbe geübt wie mit Barbie, am Strick hat er anfangs nicht aufgepaßt, wo ich mit der Hand hinzeigte und eine Pylone umgetreten. Danach gab er sich mehr Mühe, er hat aber nicht die Motivation und den Arbeitswillen von Barbie.

Als er ohne Strick darauf achten sollte, wo mein Arm hinzeigt, ging das gleich mal schief, ich mußte ins Halfter fassen und ihn korrigieren. Nach der zweiten Korrektur hat er anscheinend kapiert, was verlangt war und achtete auf meine Körpersprache. Beim Rennen über den Platz im Trab war er völlig bei mir, das hat ihm gefallen :-). Allerdings lief er im Trab nicht neben mir wie Barbie, sondern meist hinter mir, so daß es für ihn etwas anspruchsvoller war, auf meinen plötzlichen Halt hinter mir zu stoppen.

Als ich Tonne und Hütchen aufräumte, war er stets bei mir, sehr brav :-). Am Putzplatz sollte er aufs Podest, er hat heute nur sehr kurz mit einem Huf darauf gescharrt, schwupps stand er ohne Hilfestellung drauf. Freiwillig hob er links vorne dabei in die Luft, ich forderte rechts, das machte er auch :-). Ich denke, ich kann das Podest nun zum Reitplatz in die Hütte transportieren und mit beiden üben, frei auf Kommando draufzusteigen. Eine große blaue Tonne rollen könnte ich auch mal trainieren, daneben Verbeugen usw.

Beide arbeiten eigentlich viel zu wenig, jeder könnte jeden Tag ein wenig machen. Zeitlich schaffe ich das nicht, da ich derzeit nur ca. 4x pro Woche im Stall bin. Ein bissi Bodenarbeit schaffe ich mit beiden an einem Tag, dafür werden sie nicht geputzt. Beide putzen und reiten, ist mir zu viel, dazu kommen ja noch die Hufe. Jeder Hafi kommt 1x pro Woche ins Gelände und evtl. ein mal auf den Platz. Mehr geht nicht, es hängt ja auch vom Wetter ab, bei Regen reite ich nicht.

24. Februar 2014

Nepomuk, die linke Bazille

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:24

Prima Wetter heute, ich fuhr in den Stall, um seit ca. 4 Wochen mal wieder eine kleine Runde Schritt mit Nepomuk ins Gelände zu gehen.

Barbie nahm ich zuerst raus, sie war heute sehr geduldig und brav am Putzplatz. Daß sie in letzter Zeit öfters mal raus kam, tut ihr sehr gut. Der Trab auf Asphalt gestern hat wohl rechts hinten ein „Loch“ gerissen, aber gut, irgendwann wäre das Stück sowieso weggebrochen. Vermutlich ist das noch nicht das Ende, da wird noch einiges mehr wegbrechen.

Barbie lief einwandfrei heute, der Strahl rh außen muß nun die ganze Last aufnehmen. Interessant finde ich, daß der Strahl auf der Innenseite eher vergammelt aussieht, man sieht gut, daß innen die Trachten nicht bis zur breitesten Stelle des Strahls reichen. Den Huf habe ich im hinteren Bereich ja schon seit ca. 3,5 Monaten nicht mehr bearbeitet, weil sie damit gut lief und ich der Natur nicht ins Handwerk pfuschen wollte. Über die Sohle gesehen, da geht außen einiges, na ja, wächst wieder nach :-).

Links vorne seitlich aus einer anderen Perspektive, die Sohlenwölbung gefällt mir :-). Links vorne von vorne, die hohle Wand ist schon relativ weit unten. Vergleicht man das mit letztem Jahr, als sie runterbrach, wird es dieses Jahr wohl nicht so arg werden.

Nepomuk stand auf dem Paddock, als ich ihn rief, kam er angetrottet. Er haart nun stark, also erst mal sauber geputzt. An seine Trense hatte ich ein neues Stirnband angebracht, was etwas zu eng war, also beschloss ich, mit Stallhalfter auszureiten. Nach den Gleisen stieg ich wie üblich auf, Nepomuk lief mit dem Kopf stark nach rechts gedreht im Seitengang. Ich überlegte, ob ich umdrehen soll, vielleicht kann er nicht mehr gerade laufen? Bis nach der Ovalbahn lief er im Seitengang, dort versuchte er umzudrehen, was ich bereits im Ansatz unterband.

Wir trabten langsam ein kleines Stück, weil ich sehen wollte, ob er im Trab immer noch schief läuft – da ging er aber gerade. Ich dachte mir, der hat nix, im Schritt ging es weiter zu dem Grasweg, wo wir eigentlich immer galoppieren. Nepomuk blieb brav im Schritt, als wir fast bei der Abbiege waren Richtung Ranch, ließ ich ihn ein wenig grasen und rauchte eine. Die Sonne schien mir ins Gesicht, ich genoss das, Nepomuk war total entspannt.

Urplötzlich drehte er um, ich war gehandicapt durch die Zigarette in der Hand, dazu hatte ich noch die Gerte unter dem rechten Bein klemmen. Ehe ich mich sortiert hatte, hatte Nepomuk Fahrt im Galopp aufgenommen, ich warf die Zigarette weg und nahm die Gerte in die Hand, damit ich sie nicht verliere. Ich versuchte, ihn zu bremsen, er wurde langsamer, durchparieren konnte ich ihn aber nicht. Also versuchte ich, ihn nach links in einen Acker abbiegen zu lassen, aber ganz vorsichtig, hatte keine Lust darauf, nochmals mit ihm im Galopp zu stürzen.

Nepomuk hielt dagegen, wir nahmen die 90°-Rechtskurve im langsamen Galopp. Immer, wenn ich dachte, ich kann ihn abwenden, machte Nepomuk den Hals steif und gab noch mehr Gas. Also auch die folgende 90°-Linkskurve im Galopp genommen, mir brannten bereits die Lungen. Vor uns die Tochter unseres Stallbesis und ihre Freundin, die den Hund ausführten. Nepomuk wurde langsamer, sie rief mir zu „er hat wohl keine Lust“, kaum waren wir im sehr langsamen Galopp an den beiden vorbei, gab Nepomuk wieder Stoff.

Als wir auf die Asphaltstraße kamen bei der Ovalbahn, galoppierte Nepomuk noch ein Stück, ließ sich dann aber durchparieren. Ich war sauer, das hätte nicht sein müssen, habe ihn aber weder geschimpft noch gar gehauen. Kommentarlos stieg ich ab, drehte ihn um und führte den Weg zurück. So hatte sich Nepomuk sich das natürlich nicht vorgestellt, er dachte, wir reiten nach Hause. Irgendwann zog er mich in eine Wiese, er bekam mit der Gerte eine auf den Hintern, damit war das Thema erledigt. Ich glaube, er hat gemerkt, daß ich angefressen war, wie ein Lamm trottete er hinter mir her.

Ich führte bis zur Ranch, als wir von dort den Rückweg einschlugen, wollte ich wieder aufsteigen. Eigentlich hätte ich lieber bis heim geführt, das wäre aber nicht gut für meine Psyche gewesen. Ich lasse mir von Nepomuk nicht den Schneid abkaufen, stehen bleiben im Gelände, wenn es Richtung Heimat geht, ist allerdings nicht seine Stärke. Daher drehte ich ihn um, was ihm nicht gefiel, postwendend ging er rückwärts und drehte sich wieder mit der Nase Richtung Heimat.

Ich drehte ihn wieder um und nahm mir innerlich vor, daß wenn er noch ein mal zickt und mich nicht aufsteigen läßt, reiten wir anschließend im Galopp vom Stall weg. Vermutlich hat er meine Entschlossenheit gespürt, er stand wie ein Einser :-), ich stieg auf, wendete ihn und ritt im Schritt am langen Zügel heim. Im Ort angekommen, zuckte er ein paar mal wegen nix zusammen, ich überlegte, ob ich absteige und führe.

Wenn ich aber ein mal absteige, weil er mir zu hibbelig erscheint, merkt er sich das – also ritt ich bis zum Stall. Das klappte prima, er blieb brav im Schritt. Nächstes mal gehe ich mit ihm dieselbe Strecke wieder, passe dabei aber besser auf. Er ist ne linke Bazille, Barbie würde sowas nie machen, sie ist ehrlich. Daß Barbie beim Gras fressen plötzlich umdreht und heim galoppiert, ist unvorstellbar. Nepomuk geht alleine nicht gerne raus, unsere Pause hat er genutzt, um mich zu überrumpeln.

Nepomuk ist wieder fit, das Selen, was er nun zusätzlich bekommt, schlägt an. Da ich nun fast alle Hufe gut bearbeitet habe (es fehlen nur noch Barbies Hinterhufe), habe ich Zeit, mit den Hafis ins Gelände zu gehen. Abwechselnd halt, beide könnten wesentlich mehr arbeiten, dafür fehlt mir aber die Zeit und Kraft.

23. Februar 2014

Barbie am Gas / Toe Rocker für Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:07

Prima Wetter heute, Sonnenschein bei 9 Grad, ich nahm Barbie, wir gingen ins Hügelige. Beim Führen hatte ich Probleme, links ist eine steile Böschung mit Gras. Da sie nicht vom Boden fraß, konnte ich prima nachgurten, dachte mir dann, wieso soll ich den Berg rauf laufen und mich mit dem grassüchtigen Büffel abquälen? Ich stieg also auf, im Sattel ist es einfacher, Barbie vom Gras wegzubringen.

Oben am Berg bogen wir rechts ab, links ist Wald, daneben der Weg und rechts Wiese. Es folgte ein kleiner Machtkampf, Barbie wollte fressen, ich ließ sie ein paar mal kreiseln. Zwischen rannte sie im Trab los Richtung Heimat, als ich ihr den Kopf hochzog. Durchpariert, gewendet, irgendwann nahm ich die Zügel sehr kurz und hielt dagegen, wenn der Kopf wieder nach unten wandern wollte. Das gefiel Barbie ganz und gar nicht, ständig wollte sie antraben, ließ ich das zu, blieb sie ruckartig stehen und fraß wieder.

Barbie kann unheimlich stur sein, ich aber auch :-), wir nahmen links den Wurzelweg bergauf durch den Wald. Den lief sie ohne Hufschuhe prima, glücklicherweise gibt es im Wald kein Gras. Am Ende des Weges überlegte ich, ob wir ein größere Runde gehen oder auf der Asphaltstraße heimreiten, ein bissi Abrieb tut ihnen Hufen aber gut. Also die Straße genommen, daneben befindet sich ein prima Seitenstreifen mit Waldboden, den man mit Pferd nutzen kann. Ich kam aber gar nicht mehr dazu, Barbie auf den zu lenken, weil sie Gas gab und ehe ich mich versah, in Renntrab verfiel.

Obwohl ich mir alle Mühe gab, konnte ich sie kaum bremsen, hatte Angst, daß sie angaloppiert. Auch auf den Seitenstreifen wollte sie nicht gehen, Autos überholten uns, Barbie war das egal. Ich habe ja immer Angst um ihre Vorderhufe, ob die so viel Hufmechanismus aushalten. Auf Teer dehnen sie sich am meisten aus, Barbies Seitenwände sind nicht so super angebunden, da kommt dann ordentlich Belastung drauf.

Nach dem Wald konnte ich sie durchparieren und auf eine Wiese lenken, wo wir 10 Min. Pause machten. Barbie fraß Gras, ich rauchte eine und entspannte meine gestressten Armmuskeln. Kaum hat sie Gras im Maul, hat Barbie es gar nicht mehr eilig, im Gegenteil, dafür hat sie alle Zeit der Welt *g*. Die Sonne schien mir ins Gesicht, das genoss ich – Barbies Rücken ist bequemer als eine Parkbank :-). Ich stellte dann fest, daß mein Getränk in der Satteltasche ausgelaufen war, der Spezi lief Barbie bereits ins Fell.

Es ging nach Hause, bergab auf Asphalt, Barbie trabte an, ich parierte sie in Schritt usw. Bergab traben auf Teer ist ja gar nix für ihre Vorderhufe, ich versuchte, mein Gewicht möglichst weit nach hinten  zu verlegen, um die Vorderhufe zu entlasten. Meine Arme taten mir weh, Barbie war selbst am kurzen Zügel kaum zu bremsen, trabte immer wieder an.

Als wir unten bei der Bäckerei waren, konnte ich nicht mehr, Barbie war nicht zu stoppen. Im schnellen Trab fegten wir über den Gehsteig, das sind nur ein paar Meter, bis die Einfahrt zum Stall kommt. Barbie flitzte um die Kurve, ich konnte sie durchparieren, den Rest schafften wir am langen Zügel im Schritt

Puh, war Barbie heute am Gas – das wäre nicht schlimm, wenn sie Nepomuks Vorderhufe hätte. Mit solch guten Hufen kann man auch mal auf Teer traben, mit Barbies kranken Hufen nicht. Sie ist da anderer Meinung, wenn nix weh tut, kann man Gas geben. Im Wald vor der Straße sind wir durch matschige Erde geritten, die sich in der Sohlenwölbung festgesetzt hat. Das ist wie ein Sohlenpolster und verteilt die Last ziemlich gleichmäßig auf Sohle und Strahl, so daß die Tragränder entlastet werden.

Es war trotz allem ein schöner Ausritt, nächstes mal gehe ich mit Barbie eine größere Runde, wo ein längeres Galoppstück dabei ist. Da kann sie sich dann auspowern :-), heute haben wir viel für den Muskelaufbau getan, Schritt bergauf ist das beste Training.

Nepomuk geholt, der keinen schlappen Eindruck machte, das Selen schlägt wohl langsam an. Ihm habe ich an beiden Hinterhufen nochmals die Zehen gekürzt und einen kleinen Toe Rocker angebracht. Links hinten, na ja, von der Sohle habe ich nicht sehr viel weggenommen, mal sehen, ob es so reicht. Rechts hinten, beide Zehen habe ich schön berundet.

Er steht ja nun ca. 3 Wochen, ich denke, ich gehe morgen mal mit ihm eine kleine Runde Schritt ins Gelände.

21. Februar 2014

Nepomuks Hufe fast fertig bearbeit

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:12

Heute 6 Grad bei Dauerregen, brrr, ich mußte in den Stall, um Nepmuk das Selen zu geben. Er stand am Eingang, Barbie war auf dem Paddock, daher durfte er heute zuerst raus. Er bekam lh nachbearbeitet, für mich schaut es fast so aus, als ob er an beiden Hinterhufen Trachtenzwang hat. Mal Barbies linker Hinterhuf heute (dazu später), das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ich werde an beiden Hinterhufen bei ihm einen Toe Rocker anbringen, obwohl er keine verbogene Zehe hat. Der Unterschied zu Barbies Vorderhufen, wo ich schon lange die Zehen immer stark anschräge, ist, daß ich bei ihr nicht bis in die Sohle gehe. Nepomuk verträgt das, mal sehen, ob ich am Sonntag zwei gute Toe Rocker hinbekomme.

Heute bekam er das letzte NT-Dry drauf, damit ist die erste Flasche weg, eine habe ich noch im Keller. Fürs Tamponieren nehme ich nun das Hoof Dressing her, weil das StrahlNiem bei diesen niedrigen Temperaturen zu zäh ist. Geputzt habe ich Nepomuk auch, er haart inzwischen ziemlich stark, hoffentlich wird es nicht nochmal sehr kalt.

Barbie kam vom Paddock angetrabt, er vor ihr draußen, das geht gar nicht, sagte ihr Gesicht *g*. Tja, Pech gehabt, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben :-).

Sie durfte dann auch raus, zwecks Analyse habe ich links hinten geknipst. Das ist der Huf, den sie sich immer schief abläuft und stark unter dem Körper aufsetzt. Seitlich, er hat sich sehr gut entwickelt, die Zehenachse ist steiler als früher und wächst mE noch steiler nach. Von vorne, dasselbe wie im April 2013, die Wand außen hebelt weg. Ich habe schon alles durch mit Schwebe außen und den Huf innen „schwächen“, nichts hat was geholfen. Von der Bearbeitung her ist das Barbies schwerster Huf, ich werde aus dem nicht schlau, Nach den Fotos sah ich, daß es lateral ein Stück Tragrand hochgebogen hatte, habe den glautt geraspelt. Über die Sohle gesehen, mE ist die äußere Trachte etwas höher, die hat sie sich so angelaufen.

Ich habe keinen Plan für diesen Huf, ich würde meinen, sie fußt innen auf und rollt diagonal nach außen ab. Damit sie gerade abrollen kann, muß von der inneren Zehe wohl was weg. Eine Senke außen werde ich nochmals probieren, ansonsten das übliche Programm.

Rechts vorne habe ich die Eckstreben nachgeschnitten und die Zehe gekürzt und angeschrägt. Der Strahl schaut mir nicht gut aus, werde die mittlere Strahlfurche nun tamponieren. Links vorne dasselbe, die ES habe ich bei dem Huf nicht geschnitten. Derzeit ist Huf-Gammel-Wetter, ständig feucht, der Paddock ist krass matschig. Er wird zwar täglich abgemistet, trotzdem geht dieser Matsch ordentlich auf auf Strähle.

Ich trockne die Sohlen und Strähle ja nun immer ab, bevor ich ein Mittel aufbringe, viel nützt das nicht bei diesem Gatsch-Wetter.

20. Februar 2014

Angaloppieren gescheitert

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:41

Prima Wetter heute, ich hatte mir vorgenommen, auf dem Platz einen kleinen Parcour für Barbie aufzubauen. Das ging aber nicht, da gerade ein Kinderreiten stattfand mit drei Pferden. Also habe ich Barbie gemütlich geputzt, sie war heute außerordentlich geduldig und hat auch nicht gezwickt. Ich legte den VS-Sattel auf, der Gurt war immer noch zu kurz, so ein Mist. Den wieder abgenommen, Barbie bekam den Fellsattel drauf.

Auf dem Platz wuselten diverse Kiinder rum, eines hatte den Hund einer Stallkollegin an der Leine. Drei Erwachsene führten die Pferde, die Kinder durften abwechselnd reiten. Barbie hat das alles überhaupt nicht gestört, die vielen Kinder waren eine gute Übung. Als die Meute weg war, trabte ich, Barbie lief brav in einem angenehmen Tempo. Seitengänge haben wir auch geübt, die machte sie für ihre Verhältnisse sehr gut.

Mit Barbie bin ich noch nie auf dem Platz galoppiert, heute sollte Premiere sein. Allerdings bin ich noch nie mit Fellsattel galoppiert, dachte mir, das krieg ich schon hin. Drei Versuche gab ich mir, vor der ersten kurzen Ecke antraben, vor der zweiten Galopphilfen geben – was soll ich sagen, ich bin gescheitert. Sobald ich die Hilfen gab, legte Barbie im Trab enorm zu, Renntrab liebt sie ja. Diesen enorm schnellen Trab auszusitzen, um sie in der nächsten Ecke anzugaloppieren, schaffte ich nicht.

Na ja, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut :-), nächstes mal nehme ich ihren VS-Sattel. Einen längeren Sattelgurt hatte ich im Auto und ihn nach dem Reiten noch angebracht, so daß ich den VS-Sattel nun hoffentlich mal benutzen kann.

Barbie bekam ihr Zusatzfutter und wie üblich die Sohlen verarztet, sie hat brav mitgearbeitet. Es tut ihr richtig gut, wenn sie alle 2 – 3 Tage was arbeitet, auch wenn es wenig ist. Sie ist dann nicht mehr so aufsässig und übermotiviert, sondern relativ normal für ihre Verhältnisse. Ruhig am Putzplatz steht sie trotzdem nicht, sondern zerrt am Strick und hampelt rum.

Am Sonntag soll es schön werden, ich plane einen längeren Ausritt ins Hügelige mit Barbie, mal 2 Std. gehen täte ihr nicht schaden. Sie steht nun vorne ziemlich gerade mit beiden Hufen unter dem Körper, früher hat sie rv hat immer etwas nach außen gedreht (werde das mal fotografieren). Barbie schaufelt nicht mehr so stark wie früher, sie belastet die Vorderhufe nun gleichmäßig – daher sind sie nun auch fast symmetrisch.

Nach Nepomuk geschaut, er lag auf dem Paddock in der Sonne. Ich ging zu ihm hin und streichelte ihm die Blesse, er stand nicht auf, er vertraut mir :-). Ich blieb dann einfach ca. 1 m von ihm entfernt stehen und wartete, bis er aufstand, das dauerte aber nur 2 Min. Seine Streßkuhlen sind nicht mehr so ausgeprägt wie früher, fand ich heute, ich bin ja froh, wenn er mal liegt und sich ausruht.

Ihm habe ich rh nochmals bearbeitet, aber keinen Toe Rocker angebracht. Über die Sohle gesehen, an den Seiten hat er immer noch Tragrandüberstand. Der Wahnsinn, da kann immer noch was weg, obwohl ich nun schon 2 mal Trachten + Tragrand gekürzt habe. Na ja, das mache ich nächste Woche, ebenso bei ihm lh nochmals bearbeiten.

Er bekam auch die Sohlen verarztet, heute mit NT-Dry, und vorne die mittleren Strahlfurchen tamponiert. Meine Watte verliert er immer, obwohl ich sie so fest wie möglich reinstopfe. Ich gebe aber nicht auf, selbst wenn die nur ein paar Std. hält, ist das besser als gar nichts.

Ab 1. März werde ich beiden wieder Pferdehanf geben, habe davon noch einiges. Beide wechseln ihr Fell, ich hoffe, es kommt kein Wintereinbruch mehr. Morgen soll es regnen, da werde ich Barbies Vorderhufe ein wenig bearbeiten und bei Nepomuk lh.

19. Februar 2014

ein wenig Hufbearbeitung

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:03

Heute Regen, habe daher die Hafis nur versorgt. Barbies Sohle links vorne, das THM-WLD wirkt gut, der Pilz wird zurückgedrängt. Medial hat sich eine prima Sohlenschwiele gebildet, die mitträgt, lateral schaut es noch nicht so gut aus. Das Loch in der Zehe ist nicht mehr allzu tief, die hohle Wand hält sich erstaunlich lange. Die Abszessrille ist schon weiter runtergewachsen als letztes Jahr; als die hohle Wand wegbrach, ging das fast bis zur Hälfte der Zehenwand.

Rechts vorne heute, ich denke, ich muß die Eckstreben nochmals schneiden und die Trachten ein wenig kürzen. Links hinten, das kS wirkt auch sehr gut. Der Huf steht als nächstes zur Bearbeitung an, die Eckstreben habe ich heute schon mal ein wenig korrigiert. Mir scheint der Huf ein wenig unförmig, das ist der verdrehte/schiefe. Im hinteren Strahl medial befindet sich ein kleins Loch, was ich bisher nicht ausgeschnitten habe. Ich werde mal mehrere Fotos für eine Analyse machen, dann sehen wir weiter.

Rechts hinten seitlich, puh, das war wirklich ein mords Abszess. Es sieht so aus, als ob die Seitenwand irgendwann runterbrechen würde, aber gut, ich kann das eh nicht verhindern. Am besten, sich nicht verrückt machen und abwarten, bisher läuft sie ja einwandfrei.

Barbie hat mich heute nicht gezwickt, es tut ihr gut, wenn ich sie bewege. Morgen werde ich sie ein wenig auf dem Platz reiten, damit sie im Training bleibt :-).

Nepomuk bekam heute erstmals das Selen zugefüttert, allerdings etwas weniger als 20 g, man soll neues Zusatzfutter ja langsam anfüttern. Ich denke, ab morgen gebe ich ihm 20 g, er verträgt das. Ihm habe ich links hinten bearbeitet, die Ballen schauen immer noch wie Hühnerpopos aus. Ich glaube, ich muß auch diesen Hinterhuf konsequenter bearbeiten, die Trachten kann ich noch weiter kürzen.  Von vorne, die äußere Wand driftet ein wenig weg, eine Senke habe ich heute geschnitten. Seitlich gesehen, ingesamt bin ich wie bei rh nicht zufrieden, werde „nachsitzen“. Bei ihm könnte ich vermutlich einen Toe Rocker bis in die Sohle machen, er hat ja enorm Sohlenwölbung. Ich werde den ansatzweise mal versuchen, mal sehen, ob das was bringt.

18. Februar 2014

kleine Schritt-Runde mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:23

Nach langer Zeit war ich heute mal wieder mit Elli verabredet, sie wollte ihren Isländer (RB) führen, ich Barbie reiten. Heute schaffte ich es, Barbie zu putzen und zu kämmen, letztes mal gelang mir das ja nicht, weil sie so ungeduldig ist am Putzplatz. Heute hat sie zwar auch wieder am Strick gezerrt, nachdem das nicht viel brachte, versuchte sie wie üblich, ihn mit den Zähnen zu lösen.

Vorgestern hat sie mich beim Mähne kämmen ja gezwickt, weil ihr das zu lange dauerte, dafür bekam sie einen Patsch aufs Maul. Heute hat sie mich wieder leicht gezwickt beim Huf auskratzen lv – bis ich den Huf los gelassen hatte, um ihr eine zu patschen, hatte sie den Kopf bereits hochgerissen. Doof ist Barbie ja nicht, sie weiß genau, wann sie mich zwicken kann, ohne daß ich ihr reflexmäßig sofort eine aufs Maul klatschen kann.

Ich habe heute wieder von rechts gesattelt, von links mag sie irgendwie nicht, dann droht sie. Als ich die Seite wechselte, hat sie mir gedroht, sie hatte Glück, daß sie mich nicht getroffen hat – dann wäre der Watschenbaum umgefallen.

In ihr Stallhalfter bekam sie Zügel eingehängt, es ging los. Damit sie mich nicht auf ihre Lieblingswiese zieht, die rechter Hand lag, führte ich sie dort von rechts und hielt meine Gerte als verlängerten Arm parallel zu ihrer Nase. Das klappte super :-), sie traute sich nicht, mich wegzuziehen. Nach den Gleisen stieg ich auf, als Barbie Gras fraß vom Seitenstreifen, habe ich sie ein paar mal kreiseln lassen. Danach wurde mir das zu doof und ich ließ sie auf Asphalt laufen, das ist ja barhuf schon länger kein Problem mehr.

Ellis Mutter samt süßem kleinen Hund gesellte sie zu uns, anfangs hat Barbie immer die Ohren angelegt, wenn der Hund angerannt kam. Der Kleine interessierte sich aber nicht für Barbie, daher stellte sie das Ohren anlegen ein. Wir gingen Schritt, Barbie trabte nur ganz selten mal an, auf unserer Galoppstrecke blieb sie brav im Schritt (langer Zügel). Im Schritt ging Barbie ein ziemliches Tempo, der Isi mochte das nicht mitgehen. Der Abstand wurde immer größer, ich ratschte ständig mit Ellis Mutter, Elli führte ihren Isi dann im Trab, damit er aufschloss.

Am Rückweg hat sich der Isi ein mal erschrocken, als der schwarze kleine Hund aus einem Graben schoss, Barbie bemerkte das nicht, weil wir zu weit vorne waren. Vor den S-Bahn-Gleisen kam uns langsam ein Traktor mit Anhänger entgegen, Barbie blieb stehen. Sie befand dann wohl, daß der Traktor nicht nahe an ihr vorbei fahren darf und sprang ein paar Meter zur Seite in den Acker rein. Auf dem war wohl Wintergerste angebaut, Barbie wäre nicht Barbie, wenn sie mein Durchparieren nicht dazu genutzt hätte, den Kopf schlagartig zu Boden zu senken, um was von dem Zeugs zu fressen.

Auf ihrer Lieblingswiese hielt ich an, Barbie durfte ein wenig Gras fressen – daß der Isi sich entfernte, hat sie nicht im mindesten interessiert. Ich rauchte eine, Barbie hat ungelogen in den 10 Min. nicht ein mal den Kopf gehoben, Gras ist für sie alles. Es ging weiter, es kam kein Auto, im Schritt über die Straße. Danach war es vorbei mit Barbies Geduld, im Trab ging es den Gehsteig lang, komischerweise hat sie es genau dieses Stück immer extrem eilig.

Vor der Einbiege Richtung Stall sah ich durchs Gebüsch, daß ein Stallkollege rausfuhr, ich bremste Barbie ab, trotzdem lief sie ein wenig vors Auto. Der Stallkollege hatte natürlich auch gebremst, als er uns sah und verdrehte ein wenig die Augen, als Barbie an seinem Auto vorbei rauschte. Da muß ich zukünftig besser aufpassen als Reiter und Autofahrer, das ist eine gefährliche Kurve, weil man sie durch die Sträucher sehr schlecht einsehen kann.

Barbie bekam ihr Zusatzfutter, obwohl wir nur Schritt gegangen sind, hatte sie ein wenig geschwitzt. Vorne bekam sie wieder die Löcher gespült, danach die Hufe abgetrocknet und THM-WLD vorne drauf, hinten kS.

Ich finde, Barbie läuft mit Halfter sehr gut, obwohl ich damit keine großartige Zügeleinwirkung habe. Selbst ihre Grassucht hatte ich heute ziemlich gut im Griff, so langsam einigen wir uns drauf, daß ich bestimme, wann sie Gras fressen darf und wann nicht.

Barbie verräumt und nach Nepomuk Ausschau gehalten, er lag auf dem Paddock. Normalerweise liegt er tagsüber nie, er muß ziemlich erschöpft gewesen sein aufgrund des niedrigen Selen-Wertes. Auffällig fand ich auch, daß er sich nach der Begrüßungs-Karotte sofort verdrückt hat nach dem Motto, ich will nicht raus. Normalerweise kann er es kaum erwarten, daß ich ihn hole.

Ich ließ Nepomuk liegen und kümmerte mich um meine Sättel, hatte die Sattelgurte vom Westernsattel und Barbies VS-Sattel nach dem Waschen vertauscht. Danach hielt ich einen Ratsch mit einer Stallkollegin und rauchte eine, hatte ja Zeit. Mit bangen Gedanken – was ist, wenn Nepomuk einen Kreuzverschlag hat und nicht mehr laufen kann? – ging ich wieder zum Paddock, er stand :-), kam aber nicht zu mir her. Also holte ich ihn, wie ein Häufchen Elend schlich er hinter mir her.

Er bekam vorne wieder die mittleren Strahlfurchen tamponiert, hinten ging nix rein, und die Sohlen + Strähle mit kS behandelt. Während er sein Zusatzfutter fraß, putzte ich ihn, er haart mehr als Barbie. Das Selen kam heute, auf der Dose steht nicht, wieveil ein mitglieferter Messlöffel fasst. Also gleich mal abgewogen, 20 g sind ca. 2,5 Messlöffel. Ich fahre nun täglich raus, um ihm das zu geben, bis er wieder munter ist.

Danach werde ich versuchen, Stallkollegen zu organisieren, die ihm sein Zusatzfutter mit Selen geben, wenn ich nicht komme. Ich denke, 2 Wochen täglich reichen, danach bekommt er das Selen dann nur noch 3 – 4 mal pro Woche, je nachdem, wie oft ich komme. Trimagnesiumcitrat bekommt er seit heute auch, dazu etwas mehr Leinöl als Barbie.

Heucobs bekommen beide nun nur noch, wenn sie was gearbeitet haben, sie werden sonst zu dick. Mit Barbie werde ich nun alle 2 Tage was arbeiten, auf dem Platz gehen, Bodenarbeit, ausreiten. Sie kann barhuf derzeit sehr gut laufen, das muß ich ausnützen :-). Ich werde dann auch mal mit ihr ins Hügelige rausgehen, da ist der Boden schwieriger, viele Wurzeln. Umso mehr sie läuft (im Stall läuft Barbie relativ wenig), umso besser werden ihre Hufe durchblutet. Das tut den Hufen gut und Barbie auch, wenn sie mal öfters was arbeiten darf.

16. Februar 2014

Blutbild – Teil 3 –

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:56

Jetzt ist es amtlich, Barbie hat weder EMS noch ECS, keine Insulinresitenz. Ich bin natürlich überglücklich, Barbie darf weiter ihr über alles geliebtes Gras fressen :-). Ihr Blutbild, Seite 1 und Seite 2. Wegen erhöhter Lymhozyten habe ich nachgelesen, die deuten auf eine chronische Entzündung im Körper hin. Wie ich schon schrieb, befindet die sich mE in ihren Vorderhufen. Ich werde mal kucken, wie ich ihr Immunsystem noch stärken kann, auch wenn meine TÄin meint, das wäre derzeit nicht nötig.

Nepomuks Blutbild Seite 1 und Seite 2, ich denke, sein schlechter CK-Wert hängt mit der Selen-Unterversorgung zusammen. Was hier bestätigt wird, Selen + Vit. E bekommt er ja nun zugefüttert, sobald die Dose eingetroffen ist. Kohlehydrate bekommt er ziemlich wenig, genauso wie Barbie, man kann ein Speiseöl zufüttern. Einige Zeit bekamen beide 100% reines Keimöl (Mazola) dazu, bis ich eine Flasche Leinöl im Keller fand. Das bekommen beide derzeit, ich werde Nepomuks Ration ein wenig erhöhen. Ich denke, bei ihm kommt das alles von dem Stress, den er sich mit den Stuten im Stall macht. Vermutlich ist er einfach anfällig bei Streß, wir werden sehen, ob das Selen hilft. Wenn die Dose leer ist, werde ich Nepomuk nochmals testen lassen.

Heute hat es geregnet, Barbie habe ich vorne die Zehen ein wenig gerade gekürzt und sie ansonsten wie üblich behandelt. Nepomuk machte heute einen stark desolaten Eindruck, ich hoffe, das Selenpräparat kommt bald. Für manchen Isi-Halter bei uns im Stall mag es normal sein, wenn der Isi quasi wie tot am Putzplatz steht, für Nepomuk ist das nicht normal. Sobald das Selen eingetroffen ist, werde ich ein paar Tage täglich rausfahren und ihm das geben, außerdem Barbies Vorderhufe behandeln. Er bleibt stehen, bis er anzeigt, daß er wieder was arbeiten möchte.

Komisch finde ich, daß Barbies Magnesium-Wert unter dem von Nepomuk liegt, obwohl sie bereits seit längerem zusätzlich Trimagnesiumcitrat bekommt, er nicht. Dazu habe ich eine interessante Seite gefunden; bei dem Streß, den Nepomuk sich selbst macht, ist es mE sinnvoll, ihm auch Magnesium zuzufüttern. Zitat von der Seite: „Die kurmäßige Fütterung von Magnesiumpräparaten macht durchaus Sinn. Pferde reagieren insbesondere auf hochwertige Verbindungen wie Magnesiumcitrat- oder aspartat so rasch, dass der Pferdebesitzer durch die Reaktion des Pferdes schnell erkennen kann, ob ein Magnesiummangel bestanden hat, da das Blutbild erst den Mangel anzeigt, wenn bereits ein Großteil des Magnesiums aus dem Knochen aktiviert wurde.“. Das bedeutet, wenn das Blutbild einen Magnesiummangel zeigt, ist es bereits kurz nach zwölf.

Rechts hinten (Nepomuk) habe ich für meine Doku fotografiert, die Eckstreben haben sich innerhalb ein paar Tagen wieder neu gebildet. Der Huf gefällt mir nicht, der Strahl ist im hinteren Bereich ziemlich marode und klemmt zwischen den Eckstreben fest, ich werde da mal schneiden müssen. Jeweils seitlich ist mE die weiße Linie ein wenig gezerrt, da werde ich Senken anbringen. Die Trachten schieben unter, also nochmals kürzen.

Links hinten, dasselbe in grün, die Ballen schauen aus wie ein Hühnerpopo, würde Sandra Fencl sagen. Also auch ein Weitungsschnitt, der Strahl könnte breiter sein. Seitlich, die Trachten schieben nicht so stark unter wie rh, beide Hufe stehen mE in der Zehenachse noch zu flach. Das hat sich zwar bereits verbessert, mein Ziel ist aber, daß Nepomuk hinten zumindest ein wenig steiler steht als vorne, also bei ca. 55 Grad (was als „normal“ angesehen wird). Über die Sohle gesehen, Sohlengewölbe hat er an den Hinterhufen genauso ein starkes wie vorne. Von vorne, ähnlich wie bei rh könnten die Seitenwände etwas steiler nachwachsen.

Vorne tamponiere ich nach wie vor die mittleren Strahlfurchen, mal sehen, ob ich hinten auch ein wenig Watte rein bekomme. Da Nepomuk noch eine Zeit steht, bis das Selen angeschlagen hat, habe ich genug Zeit, ihm hinten die Hufe gut zu bearbeiten. Vielleicht mache ich gegen Ende der Woche mal einen kleinen Spaziergang mit ihm, wo er auch mal 10 Min. Gras fressen darf, da freut er sich :-).

Barbie Riss rh in der Trachte außen, er macht ihr keine Probleme, sie ist fit. Jahrelang war Barbie mehr oder weniger krank, nun braucht Nepomuk eine Auszeit, das fühlt sich für mich irgendwie komisch an. Ich muß zugeben, daß ich Barbie ein wenig lieber reite als Nepomuk, mir liegt ihre Größe und ihre Kompaktheit einfach besser. Da sie nun super drauf ist, kann ich sie reiten, falls ich reiten will.

15. Februar 2014

Blutbild – Teil 2 –

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:54

Gestern habe ich mit meiner TÄin telefoniert, das Wichtigste: Barbie hat weder EMS noch ECS *freu*.

Die Tests habe ich noch nicht vorliegen, bei Barbie ist ein Leberwert erhöht, meine TÄin meint, das kann von den Schmerzmitteln kommen, die sie letztes Jahr bekam. Soweit ich mich erinnere, bekam sie Anfang Okt. 2013 das letzte mal Schmerzmittel (Rheumocam), aber nicht sehr viel. Das ist nun 4 Monate her, ihre Leber sollte sich davon eigentlich inzwischen erholt haben.

Meine TÄin meint, wenn nur ein Leberwert nicht ganz stimmt, ist das kein Problem, da muß man nix machen.

Nepomuk hat einen massiven Selenmangel, ich muß ihm Abbitte leisten. Streßkuhlen über den Augen hat er schon lange, sowas haben eigentlich nur Hochleistungspferde. Beim letzten Ausritt wollte er, obwohl Barbie dabei war, öfters mal umdrehen, was er früher nie gemacht hat. Ich ritt ihn ja noch ein mal kurz auf dem Platz, da war er sehr faul. Alles Anzeichen, daß mit ihm was nicht in Ordnung ist, evtl. hat er beim Aufsteigen auf dem Platz auch deswegen Theater gemacht, weil er nicht geritten werden wollte.

Bei Selenmangel hat ein Pferd Muskelprobleme (ein Muskelwert ist bei ihm schlecht) und fühlt sich müde, träge und schwach. Kein Wunder, daß er nicht mehr geritten werden wollte, ihm war das einfach zu anstrengend. Gestern habe ich ihm Equus Vitamin E & Selen bestellt, davon bekommt er nun in sein Zusatzfutter 20 g. Das Zeugs kommt vermutlich erst am Mittwoch, Nepomuk bleibt daher nun mindestens 1 Woche stehen.

Barbie hat keinen Selenmangel, obwohl beide dasselbe Zusatzfutter bekommen. Nepomuk arbeitet ja kaum was, ich denke, er hat den Selenmangel aufgrund von Stress im Stall, den er sich selber macht mit seinen Stuten. Er kommt nie richtig zur Ruhe, weil er ständig auf mindestens eine Stute aufpasst. Das läßt sich nicht ändern, ich hoffe, wenn sein Selenhaushalt ausgeglichen ist, dann kommt seine Motivation und Arbeitsfreude wieder. Vielleicht wird ja auch sein Ekzem besser, wenn er nun Selen dazu bekommt, so richtig glaube ich daran aber nicht.

Barbies leichter Infekt ist am Abklingen, meint meine TÄin, ich habe Barbie aber nie Husten gehört oder Nasenfluss gesehen. Ich tippe auf ihre Vorderhufe durch WLD und die hohlen Wände. Ihre Abszesse vorne hatte sie mE nie aufgrund Fremdeinwirkung, sondern sie entstanden aufgrund einer Entzündung im Huf. Nachdem ich die Pilze und Bakterien nun mit THM-WLD behandele, kann es natürlich sein, daß die Entzündung am Abklingen ist.

Ich denke, ich werde in ca. 5 Monaten, da sind die Pferde dann über 2 Monate auf der Weide, nochmals Blut abnehmen lassen, um die derzeit kritischen Werte zu überprüfen. Am 7. März 2014 kommt die TÄin wieder und schaut die Hafi-Zähne an, beide brauchen vermutlich eine Behandlung. Barbie kaut besser als Nepomuk, ich muß mit der TÄin dann besprechen, ob Barbies Zahnbehandlung dringend ist. Eine Sedierung geht auf die Leber, da hat sie eh schon einen schlechten Wert, der dadurch sicher nicht besser wird.