30. April 2014

Glückliche Haflinger

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:03

Ich habe mich nun doch gegen Lamino Star entschieden und für meine Hafis einen Sack St. Hippolyt Equigard bestellt. Das hatte ich früher schon mal, es hat beiden gut geschmeckt – obwohl beide ja so gut wie alles fressen :-).

Im SE-Forum las ich von Dermilac Prozem, habe für Nepomuk eine Dose bestellt für Ohren, Schopf und Gesicht. Derfen Creme ist gut, läßt sich aber ziemlich schlecht verteilen, schon gar nicht punktgenau auf Nepomuks Ohren. Er mag es nicht besonders, wenn ich seine Ohren anfasse – jetzt geht es noch, sobald er das Scheuern anfängt, nur noch mit Mühe.

Mit so einem Schaum ist das einfacher, werde den auch für den Haaransatz beim Schopf und das Gesicht verwenden. Mähnenkamm und Schweifrübe behandele ich weiter mit Derfen Creme oder Derfen Lotion, damit sind wir letztes Jahr gut gefahren. Haarverluste gab es trotzdem, die möchte ich dieses Jahr vermeiden, damit die Mähne mal komplett wird.

Im unteren Mähnenbereich ist die Haut mE manchmal gestresst, was auch an der Decke liegen kann. Derzeit bekommt er DermaNiem-Emulsion drauf, damit das endlich mal alle wird, er scheuert ja noch nicht. Leider geht das Zeugs sehr zäh aus der Flasche, obwohl ich es schon ein wenig Aldi-Lotion und Wasser dazu gegeben habe. Hochwertige Öle habe ich ja noch, werde von denen was dazu kippen. Barbie juckt es beim Fellwechsel gelegentlich auch, die Emulsion pflegt sehr gut die Haut, ich werde ihr auch was davon auftragen, kann nicht schaden.

Barbie und Nepomuk können sich glücklich schätzen, daß sie bei mir gelandet sind. Sie kennen kein Eisen im Maul, was erwiesenermaßen schädlich fürs Pferd ist. Einen Sperrriemen sowieso nicht, mit dem manche das Pferdemaul oft ziemlich fest zubinden – ich habe bisher nicht kapiert, für was das gut sein soll, in meinen Augen ist das Tierquälerei.

Ein Eisenbeschlag ist langfristig schädlich für jedes Pferd, vor allem, wenn er nicht alle 6 – 8 Wochen erneuert wird – was kaum einer machen läßt, kostet ja was. Eine Umstellung auf barhuf ist den meisten zu aufwendig, weil das Pferd dann meist eine Zeit lang nicht voll ohne anderen Hufschutz geritten werden kann.

Eine wirklich artgerechte Haltung sucht man in de wie eine Stecknadel im Heuhaufen, oft stehen Pferde noch die meiste Zeit des Tages in einer Box. Wenn sie „Glück“ haben, in einer „Paddock-Box“, so daß sie sich in frischer Luft auch ein mal um ihre Achse drehen können. Es gibt „Koppelgang“ für 2 – 3 Std. bei gutem Wetter, irgend eine Gatschwiese, wo es nix zu fressen und kein Wasser gibt. Von Frühjahr bis Herbst „Weidegang“, oft ebenfalls ohne Wasser, fette Wiesen, die bis zur Grasnarbe runtergeputzt werden.

Daß so eine Haltung nicht artgerecht ist, haben schon einige verstanden und haben ihre Pferde daher in Offenställen. Immer frische Luft, Sozialkontakte, das Fressen ist aber oft ein Problem, daher wurden Heunetze erfunden. Das Freizeitpferd arbeitet wenig und frißt viel, daher ist Diät angesagt. Möglichst wenig Heu auf 24 Std. verteilen ist das Ziel, das Pferd frißt aus Langeweile, meist in unnatürlicher Haltung, und bewegt sich stundenlang keinen Meter.

Das Grundproblem „dickes Pferd“, was ein Stoffwechselproblem hat, muß man angehen, das geht aber nur mit Bewegung. Kann das Pferd nicht laufen, weil hufkrank, hat man ein Problem, ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist. Kann das Pferd bewegt werden, braucht es trotzdem Diät, weil man es zu wenig bewegt oder meint, man muß das Stoffwechselproblem nicht „behandeln“.

Es gibt auch Leute, die reiten ewig mit Hufschuhen, weil die Haltung nicht passt – viel weicher Boden im Stall und im Gelände harter. Das passt dann nicht zusammen, da hilft auch keine noch so tolle Hufbearbeitung.

Es gibt Leute, die ihren gesunden Pferden trotz Heunetz und kaum Weide im Sommer 24/7 einen Maulkorb anziehen, damit es nicht dick wird – krass. In meinen Augen kann eine „Fressbremse“ nur eine vorübergehende Lösung sein, bis man das kranke Pferd wieder gut aufgestellt hat. Stoffwechsel und Haltung optimieren, Pferd „reitbar“ machen und dann mit ihm täglich arbeiten.

Angenehmer ist es natürlich, dem Pferd einen Maulkorb anzuziehen und schon muß man sich keine Gedanken mehr machen, warum das Pferd ohne evtl. dick wird. Der Mensch geht meistens den bequemsten Weg, ob das Tier darunter leidet, ist ihm egal.

Barbie und Nepomuk haben das schönste Leben, was sich ein Haflinger vorstellen kann. Sie werden weder mit Eisen im Maul noch an den Hufen traktiert, sie bekommen nie Haue. Sie leben in einem tollen Offenstall in einer harmonischen Herde, Nepomuk hat Spielkameraden und für Barbie gibt es ständig was zu sehen. Sie haben ausreichend Raufutter im Winter und im Sommer Gras, besser kann man Pferde nicht halten.

Sie bekommen schmackhaftes Zusatzfutter (was nicht dick macht), dazu Möhren, Apfel, Birne, Banane, Kiwi – je nach nachdem was günstig ist. Wir machen abwechslungsreiche Arbeit, aber nicht zuviel – die Pferde sind mit Spaß dabei.

Ein schöneres Leben gibt es eigentlich nicht für ein Pferd, vor allem für Barbie nicht, die trotz ihrer Hufabszesse aufs Gras darf. Anders ginge es gar nicht, weil sie dann nicht glücklich wäre.

28. April 2014

Spaziergänge mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:26

Bedeckter Himmel heute bei ca. 12 Grad, ideales Wetter fürs Anweiden. Barbie geputzt und ihr ihr Zusatzfutter (mit Equimont) gegeben, danach verließen wir mit Halfter und Strick sowie Gerte das Stallgelände. Ich hatte mir einen Mini-Rundweg auf Asphalt bis zu ihrer Lieblingswiese ausgedacht, wir überquerten gleich die Straße. Barbie schnaufte ziemlich laut, aber nicht vor Aufregung, sondern weil so viel Gras in greifbarer Nähe war.

Als wir am Bauernhof vorbei waren, zog sie an den Rand und hatte das Maul voll Gras, ehe ich es verhindern konnte. Mit einem Touch durch die Gerte konnte ich sie davon überzeugen, daß jetzt nicht gefressen wird. Wir gingen den Berg runter und vor den Gleisen rechts, dann am Bahnhof Peiß vorbei zu ihrer Lieblingswiese. Dort durfte sie dann ca. 10 – 12 Min. Gras saugen, ich habe ein Video gemacht :-). Unglaublich, in welchem Tempo Barbie Gras abreißt und gleichzeitig schluckt, vermutlich könnte neben ihr ne Bombe hochgehen und sie würde den Kopf nicht heben.

Zurück ging es dann die gewohnte Strecke, da kein Auto kam, mußte ich die Ampel nicht drücken. Auf dem schmalen Gehweg hatte sie es wie üblich eilig und trabte an, ich fuchtelte daher mit der Gerte vor ihrer Nase rum und hielt sie so hinter mir im Schritt. Ich war überrascht, wie brav sie heute mitgegangen ist, das Führen klappte heute sehr gut. Im Stall habe ich noch das Loch rv gespült und ihr Farrier`s Finish auf die Sohlen gegeben, geraspelt habe ich heute nicht.

Barbie verräumt und Nepomuk geholt, als ich mit ihm das Stallgelände verlassen wollte, blieb er stehen. Beide kennen es ja bisher nicht, daß sie nach dem Fressen ihres Zusatzfutters raus gehen, normalerweise kommen sie danach in den Stall. Auf meine Aufforderung ging Nepomuk dann doch mit, wir gingen denselben Weg wie mit Barbie vorher. Auch er zog mich ein mal zur Seite, Gertentouch, da fackel ich gar nicht lange rum. Geschnauft hat er genauso wie Barbie, diesen Weg gehen wir normalerweise ja nie.

Auch von ihm habe ich ein Video gemacht, Nepomuk frißt nicht ganz so schnell wie Barbie und hebt zwischendurch auch mal den Kopf, um die Gegend zu studieren. Zurück haben wir die Ampel gebraucht, er blieb brav stehen und wartete, bis grün wurde. Entspannt ging es nach Hause, er hat abgeschnaubt vor Freude :-).

Beide sind nun 10 – 15 Min. angeweidet, mal sehen, ob und ggf. wie sich das auswirkt. Nepomuk scheuert derzeit nicht, evtl. ändert sich das jetzt. Barbie ist gut zu Huf, läuft auf Asphalt (immer noch) einwandfrei, Schotter habe ich heute nicht getestet. Sie könnte durch das Gras fühlig werden, werde das beobachten.

Mit beiden gleichzeitig rausgehen ginge nur, wenn ich gleich nach dem Stall über die Straße gehe, für beide ist der Gehsteig bis zur Ampel nicht breit genug. Und diesen Weg dann auch wieder zurück, am Bahnhof Peiß müßte ich beide auf der Straße führen. Dort ist wenig Verkehr, das wäre kein Problem, denke ich. Die Graszeit will ich ja nun bei passendem Wetter auf 20 Min. verlängern, wenn ich jeden einzeln führe, dauert das.

Nächste Woche dann evtl. eine 1/2 Std., das sollte dann als Vorbereitung auf den Weidegang im Stall reichen. Das verbinde ich dann aber mit Ausritten, Gras wird ja besser vertragen, wenn sich das Pferd danach bewegt.

Im Stall habe ich dann noch mit meinem Gewichts-Maßband die Hafis vermessen, beide wiegen danach 480 kg, das paßt. 400 – 600 kg sind bei Haflingern normal, meine liegen bei einem Stockmaß von 1,45 m / Barbie und 1,50 m / Nepomuk sogar eher im unteren Bereich. Beide haben mE eine gute Figur, die Rasse Haflinger hat ja einen massigen, tonnenförmigen Körper.

Beide könnten trotzdem mehr Bewegung gebrauchen, vor allem Barbie, dafür braucht sie aber gute Hufe. Ich traue mich nicht, sie derzeit länger ins Gelände zu reiten, bloß keinen Abszess riskieren. Ein wenig Schritt im Gelände könnte sie schon gehen, denke ich, da es diese Woche viel regnen soll, machen wir das evtl. nächste Woche.

eine

27. April 2014

Einspännergeschirr gekauft :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:54

Was machte ich an einem verregneten Sonntag? Im Netz surfen und kucken, was ich für meine Pferde kaufen könnte :-).

Es ist ein Einspännergeschirr von Equimarathon geworden in rot/schwarz, mit EUR 200,00 relativ günstig, finde ich. Die Größe COB müßte den Hafis passen, Pony wäre ihnen ja zu klein, da beide Endmaßponys sind. Ein Stallkollege, der mit seinem Isi fährt, hat zwei Wagerl, ich werde ihn fragen, ob ich mir das kleinere mal ausborgen darf.

Das Problem ist, daß ich keine Kutsche für Zweispänner habe. Hätte ich eine, könnte ich damit auf der Ovalbahn fahren, der Reitplatz ist dafür zu klein. Dazu müßte ich Hafis samt Kutsche aber erst mal bis zur Ovalbahn bringen, sie müßten ein Stück auf der Straße gehen. Mit nur einem Pferd und kleinem Wagerl könnte ich auf dem Reitplatz üben, da kann nichts passieren.

2011 war ich ja eine Woche in Polen, um Zweispänner fahren zu lernen, viel weiß ich davon nicht mehr. Wir müssen das erst mal ganz entspannt auf dem Platz üben, anfangs brauche ich natürlich eine Hilfsperson. Die muß den Hafi halten beim Anschirren und ihn dann führen, während ich auf dem Wagerl sitze. Wenn beide das einzeln gut machen, kann ich mit einem samt Hilfsperson auch mal auf die Ovalbahn gehen. Die Hilfsperson muß dort auf dem Hafi sitzen, um das Gras fressen zu unterbinden.

Wenn das mit jedem einzeln gut klappt und die Pferde Spaß haben am Wagerl ziehen, könnte ich mir eine Kutsche für ein Zweiergespann kaufen. Alleine mit Nepomuk und Wagerl ins Gelände ginge gar nicht, dafür ist er mir zu guckig, außerdem dreht er ja gerne mal eigenmächtig um. Als Reiter kann man aufs Pferd besser einwirken, als Fahrer weniger. Wenn Nepomuk plötzlich umdrehen würde und im fliegenden Galopp heim rennt, wäre spätestens nach der ersten Kurve Schluß mit lustig.

Barbie alleine ist im Geände ziemlich entspannt, allerdings ist ihre Grassucht ein Problem. Schwupps hat sie den Kragen am Boden bzw. Seitenstreifen und zieht das Wagerl dadurch evtl. in einen Acker. Mit beiden ginge es wohl, zusammen sind sie 100%-ig sicher, die Hilfsperson könnte auf Barbie sitzen und sie am Gras fressen hindern, solange wir Schritt gehen.

Im Kurs habe ich ja gelernt, daß ein Gespann Trab läuft nach dem Aufwärmen, Galopp gibt es nicht. Im Trab ist die Fressgefahr relativ gering, wir können ja im Wald fahren, wo es eh kaum was zu Stibitzen gibt. Wenn die Hafis dann mal 20 Min. oder länger getrabt sind, haben beide vermutlich keine Flausen mehr im Kopf, sondern sind froh, wenn sie Schritt gehen dürfen *hehe*.

Barbies Hufe müssen fürs zu zweit ins Gelände fahren natürlich gut sein, das kommt also frühestens nächstes Jahr in Frage. Schließlich muß sie dann länger auf Schotter traben, Schuhe bekommt sie vorne dafür natürlich an. Ich möchte ja gebisslos fahren mit LG-Zaum oder dem Flowers-Teil, dafür wird dann auf Hebel umgestellt, damit ich eine bessere Einwirkung habe.

Das stelle ich mir cool vor, mit den Hafis zu fahren :-), nächstes Jahr sind beide 17 Jahre, genau das richtige Alter *g*. Ich hoffe ja, beide werden mindestens 30 Jahre alt, wir könnten also noch 10 Jahre Gespann fahren. Aber gut, das sind Träume, wir fangen erst mal klein an, haben ja Zeit.

Bei Barbies Sohlen vorne habe ich mal wieder Linien eingezeichnet, rv schaut gar nicht so schlecht aus, als wie er aussieht. Der Abrollpunkt ist fast optimal (grüne Linie), die Zehe habe ich ja bereits gestern gekürzt (blaue Linie). Die Eckstreben verlaufen parallel zum Strahl, es gibt gar nicht viel zu meckern.

Links vorne schaut optisch schöner ist, der Abrollpunkt ist mE aber schlechter als rv. Die Zehe ist zu lang, die Trachten zu hoch, werde morgen erst mal Trachten + Tragrandüberstand wegnehmen, am Mittwoch dann die Zehe kürzen und die Wände strecken. Jetzt kommt die Feinarbeit, die äußere Wand hebelt ja weg, die innere wird stärker belastet.

26. April 2014

Unterricht mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:30

Heute war wieder Unterricht angesagt, Nepomuk mußte ran. Vorher habe ich Barbie versorgt und ihr rv die Zehe etwas gekürzt und angeschrägt.

Nachdem ich ausreichend Zeit hatte, habe ich Nepomuk heute bandagiert, das erste mal in meinem Leben ganz alleine *g*. Ein bissi lang sind die Teile schon, da für ein Warmblut gedacht, ich überlege, ob ich ein wenig davon abschneide. Sonst werden die Bandagen zu dick und der Hafi schwitzt darunter, das sollte natürlich nicht passieren. Ich finde, er steht hinten nicht gut, da muß ich seine Hinterhufe diese Woche bearbeiten.

Es wurde wieder Stellen und Biegen geübt, Nepomuk machte es laut RL besser als letztes mal, obwohl ich nur ca. 2x mit ihm geübt hatte. Schulter heraus klappte auch gut, der Bub gab sich Mühe, ich mir auch. Das Biegen sollten wir dann im Trab üben, nach dem Antraben gab Nepomuk gleich mal ordentlich Gas und galoppierte an. In den Trab pariert und auf einem kleinen Zirkel trainiert, Nepomuk lief ziemlich schnell und versuchte noch zwei mal, anzugaloppieren.

Puh, war das anstrengend für mich – im Schritt ist er ja eher eine Schlaftablette und kommt kaum vom Fleck, dafür dreht er im Trab dann ordentlich am Rad. Endlich durfte ich wieder Schritt gehen, langer Zügel, um mich zu erholen *g*. Der RL hatte ich von meinem Problem beim Springen berichtet, daß ich Nepomuk nicht auf den 1. Hufschlag bekam, also wurde das im Schritt geübt. Auf die Bande zureiten und erst ganz spät stellen, richtig gut klappte das nicht. Nepomuk soll ja am 1. Hufschlag nach innen gestellt laufen, stattdessen hatte er den Kragen meist nach außen gewendet.

Es kam in jeder Ecke eine Volte dazu, mit der Zeit klappten die ganz gut. Dann sollte er die Hinterhand um die Vorhand bewegen, mit Mühe funktionierte das nach einiger Zeit. Anschließend sollte ich auf dem 1. Hufschlag / Zirkel traben, das ging komplett schief, Nepomuk war ziemlich am Gas. Wir ritten Volten, sobald er Fahrt aufnahm, so klappte es dann einigermaßen.

Ne Rübe ist er schon :-), nur weil ich letztes mal mit ihm galoppiert (und gesprungen) bin, dachte er sich, wir galoppieren heute wieder. Nächstes mal stelle ich mir in jede Ecke eine Pylone, an der wir außen vorbei reiten, so hat er einen guten Anhaltspunkt.

Nepomuk hatte ziemlich geschwitzt, ich auch, er wurde wieder abgewaschen, als er sein Zusatzfutter fraß. Bevor er in den Stall durfte, kühlte ich Beine und Hufe noch mit der Pferdedusche, das hat ihm gefallen :-).

Diese Woche bin ich für meine Verhältnisse viel geritten, jeden Tag, an dem ich im Stall war – ich glaube, das kam noch nie vor. Der Unterricht gefällt mir, ich sollte mit beiden Hafis 1x pro Woche auf dem Platz trainieren.

25. April 2014

Barbie gymnastiziert

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:49

Strahlende Sonne bei 21 Grad heute, der Spaziergang für Barbie fiel daher aus, da bei diesem Wetter aufgrund des Fruktans im Gras hohe Rehegefahr besteht.

Als ich kam, sah ich sofort, daß rv die hohle Wand in der Zehe weggebrochen war, habe Fotos gemacht, dazu später. Barbie geputzt und gekämmt, Fellsattel drauf, Zügel ans Halfte, auf ging es zum Reitplatz. Mit 4 Pylonen baute ich einen Slalom sowie ein Viereck auf, aufgesessen, es ging los. Barbie wollte im Trab los, was ich unterband, wir gingen erst mal Schritt. Die Fliegen waren ekelhaft, außerdem war mir warm, aber lange wollte ich ja eh nicht reiten.

Wir gingen den Slalom mehrfach im Schritt, ich achtete auf korrekte Biegung. Ums Viereck ritten wir einen Zirkel, zwischendurch Volten, ständig biegen, öfters Handwechsel. Barbie arbeitete prima mit, streckte sich, kaute ab, alles bestens. Seitlich gehen übten wir nur wenig, ich wollte sie nicht überfordern, sie gab sich sehr Mühe. Auf der linken Hand angetrabt, Zirkel, immer schön stellen und biegen, für Barbie kein Problem.

Auf der rechten Hand im Trab war sie ein wenig widerspenstig, wollte nicht ersten Hufschlag gehen, sondern ständig Volten – auch gut, ich bin ja flexibel :-). Wir haben nicht sehr lange geübt, vielleicht 20 Min., zum Schluß verlangte ich rückwärts gehen. Erwartungsgemäß fand Barbie das doof, ich ließ aber nicht locker, bis sie zwei kleine Schrittchen rückwärts ging ==> großes Lob.

Ich denke, nächste Woche gehe ich mal mit Schuhen mit ihr eine kleine Runde ins Gelände, das hat sie sich verdient. Mit dem Gras muß ich halt aufpassen, damit sie sich nicht allzu viel davon reinstopft.

Barbie bekam ihr Zusatzfutter und ich nahm rv Trachten + Tragrandüberstand runter und schnitt ein wenig die Eckstreben, die Sohle heute. Ich denke, ich kann die Zehe nun so weit kürzen, daß sie wieder gleichmäßig rund ist. Von vorne, nicht zu vergleichen mit letztem Jahr, als viel mehr wegbrach. Das schaut heute dank ständiger Spülung wesentlich besser aus, medial muß ich die Wand noch ein wenig besser strecken.

Diese hohle Wand von den zwei Abszessen (2013) ging nicht tief rein, hier sieht man das noch besser. Ich bin froh, daß die hohle Wand nun offen ist, jetzt spüle ich nur noch den Abszess leicht medial. Eigentlich dachte ich, ich hätte die Bullnase vorgestern beseitigt, heute sieht man, daß noch ein wenig davon übrig ist.

Na ja, wenn ich die Zehe gekürzt habe, muß ich die Wand erneut strecken, dann mache ich sie korrekt gerade. Links vorne von vorne heute, das schaut doch prima aus :-).

Barbie durfte noch zum Grasstreifen, um 7 Min. Gras zu fressen, satt bis unter die Ohren *g* habe ich sie zurück gestellt. Wie üblich hat sie das Heu, was noch rum lag, nicht interessiert, sie machte Fresspause.

Nepomuk geholt und im vorne Trachten + Tragrandüberstand gekürzt, die Fotos wurden nix, weil die Hufe zu dreckig waren. Er hatte nicht gescheuert, wurde trotzdem behandelt, bekam Zusatzfutter und durfte auch 7 Min. Gras fressen.

So wie jetzt könnte es bleiben, Barbie gut zu Huf und Nepomuk scheuert nicht. Sein Selen habe ich nun auf 2 TL reduziert (vorher 3 TL), sobald die Dose zu Ende ist, höre ich damit auf. MSM bekommen beide noch, bis sie stallmäßig auf die Weide kommen, dann ist auch diese Kur beendet. Auch mit dem Magnesium werde ich dann aufhören, so daß beide zusätzlich zu ihrem Zusatzfutter nur noch Pferdehanf und Equimont bekommen.

Das Agrobs AlpenGrün Müsli ist nun zu Ende, von „Futter Natur“ ist kaum mehr was da, vom Pavo auch nicht mehr viel, ebenso von Lamino Star. Heucobs habe ich noch, davon bekommen sie ja derzeit kaum welche (2 Hand voll pro Pferd). Sobald die Pferde auf die Weide kommen, gibt es mittags wieder Heu oder Heucobs zur Unterbrechung der langen Fresspause. Das reicht eigentlich, nach der Arbeit brauchen sie trotzdem eine „Belohunung“, in der ich das Equimont und den Pferdehanf unter bringen kann. Lamino Star mögen sie am liebsten, ich werde ihnen das kaufen, davon bekommen sie ja dann nicht viel.

23. April 2014

flotter Ausritt mit vier Isländern

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:07

Prima Wetter heute. 21 Grad und Sonne, erst habe ich Barbies Hufe bearbeitet, dazu später.

Ein paar Stallkolleginnen kamen, ich fragte, ob ich mit ausreiten kann, sie waren einverstanden. Zu sechst zogen wir los ins flache Gelände, eine Reiterin trennte sich von uns, zu zweit verabschiedeten wir sie, daher hingen wir den anderen 3 Isis ca. 40 m hinterher. Wir standen an dem langen Wiesenweg Richtung Wald, plötzlich galoppierten die drei vorne im flotten Tempo los.

Wir zwei galoppierten hinterher, Nepomuk wollte natürlich aufschließen. Ich ließ ihn laufen – ich glaube, so schnell bin ich mit ihm noch nie galoppiert :-). Die drei Isis vorne gaben auch gut Gas, Nepomuk schloss auf und überholte einen Isi. An den zwei Führenden wollte er auch vorbei, da hatte ich aber was dagegen und bremste ihn – geht ja nicht, daß er das Feld von hinten aufrollt.

Mit den Isi-Reiterinnen war ich noch nie im Gelände, alle sehr locker und entspannt, sie lassen ihre Isis auch mal ziemlich laufen – passen also zu mir und Nepomuk :-). Im Wald wurde flott länger getöltet, mit Nepomuk bin ich schnell getrabt, für ihn kein Problem, aber für mich. Obwohl ich in den Steigbügeln stand, kam ich irgendwann außer Puste, also habe ich Nepomuk in den Stand durchpariert.

Es geht ja nicht, daß alle durchparieren, nur weil ich kaum mehr Luft bekomme, die Isis zogen davon. Nepomuk machte das nicht nervös, er ist kein Kleber, nachdem ich ein paar mal ruhig durchgeatmet und 2 Min. gewartet hatte, galoppierten wir hinterher. Ziemlich schnell, muß ich zugeben, langsam hätte Nepomuks Geduld wohl zu sehr strapaziert. Wir waren wieder bei den Isis, im Schritt ging es weiter, wir trennten uns dann.

Ich ritt mit einer Stallkollegin Richtung Heimat, sie töltete noch ein wenig auf Schotter, ich ritt Trab, bis ich nicht mehr konnte, und galoppierte dann relativ langsam. Nepomuk läuft barhuf auf jedem Boden jedes Tempo, allerdings galoppiere ich normal nicht mit ihm auf Schotter. Als wir aus dem Wald raus kamen und ein Wiesenweg Richtung Stall folgte, meinte die Stallkollegin, wir könnten nochmals „gehen“, ich als Erster. Also Nepomuk angaloppiert, er gab wieder Gas, wir flitzen davon. Eine 90-Grad-Kurve stand an, ich versuchte, Tempo zu drosseln, was mir auch gelang, konnte ihn aber nicht in den Trab parieren.

Seit ich auf der Ovalbahn im Galopp mit Nepomuk gestürzt bin, mag ich mit ihm keine Kurven mehr im flotten Galopp reiten, irgendwie habe ich von dem Sturz ein kleines Trauma davon getragen. Nepomuk nicht, also bretterten wir im Galopp um die Kurve *seufz* – ich glaube, nun habe ich mein Trauma überwunden :-). Ein wenig hob es mich bei der Kurve aus, dabei verlor ich einen Steigbügel, fand ihn aber schnell wieder. Nepomuk wurde langsamer, noch weit vor der Teerstraße konnte ich ihn locker durchparieren – braver Bub :-). Meine Stallkollegin ist gar nicht mit galoppiert, sondern hat getöltet, ich hielt daher Nepomuk an, um auf sie zu warten.

Stehen im Gelände ist nicht Nepomuks Stärke, er hampelte ein wenig rum, ich drehte ihn um, dann mußte er ca. 5 Min. stehen – das klappte :-). Gemeinsam ritten wir dann im im Schritt bzw. Nepomuk im langsamen Trab am langem Zügel zum Stall. Der Isi ging einen schnellen Schritt, Nepomuk geht einen langsameren, um die Pferde nebeneinander zu halten, trabte Nepomuk von sich aus langsam.

Wir waren fast 1,5 Std. unterwegs, Nepomuk und mir hat es riesig Spaß gemacht :-). Er war ja schon lange nicht mehr im Gelände und hat auf dem Platz immer prima mitgearbeitet, den flotten Ausritt heute hatte er sich mehr als verdient. Die netten Stallkolleginnen sind genauso relaxt mit ihren Isis unterwegs wie ich mit meinen Hafis, da gibt es keine Vorschriften. Jeder reitet, was er möchte, jeder ist für sich selbst und sein Pferd verantwortlich.

Nepomuk hatte ziemlich geschwitzt, ich habe ihn mit warmen Wasser abgewaschen, abgezogen und gab seine Abschwitzdecke drauf. Die tauschte ich, als er im Stall stand, mit einer sauberen Ekzemerdecke. Ich glaube, er war ein bissi müde nach dem Ausritt, kein Wunder, er war ja schon lange nicht mehr so flott draußen unterwegs.

Barbie hätte diesen Ausritt selbst mit Schuhen vorne nicht mitgehen können, auf Schotter mit ihr galoppieren ist ein no go. Das Tempo wäre auch viel zu hoch für sie gewesen, da sie völlig untrainiert ist. Eine sehr liebe neue Stallkollegin hat einen älteren Isi mit ähnlichen Hufproblemen wie Barbie, er trägt vorne auch Schuhe. Sie reitet bevorzugt Wiesenwege und nicht sehr lange aus, evtl. schließe ich mich ihr mal mit Barbie an.

Barbie mußte heute die Vorderhufe auf den Bock stellen, das hat sie sehr gut gemacht. Rechts vorne seitlich vorgestern und heute, die Bullnase ist weg :-). Die hohle Wand ist so gut wie geöffnet, medial könnte ich die Wände noch ein wenig strecken. Die Sohle rv, innen hat sich wieder Tragrandüberstand gebildet, ich werde den wegnehmen und die Trachten kürzen. Das Loch in der Zehe heute, medial sieht man den Ausgang der hohlen Wand.

Mit links vorne bin ich noch nicht ganz zufrieden, da muß ich die Zehenwand noch weiter strecken. Die Sohle, das schaut nun fast aus wie ein normaler Huf :-). Links hinten habe ich Tragrand + Trachten gekürzt, auf den Bock stellen wollte Barbie diesen Huf nicht. Also im aufgehobenen Zustand die laterale Wand ein wenig nach Gefühl gestreckt und berundet.

Barbie durfte ca. 7 Min. Gras fressen, da die Sonne schien, war mir mehr zu gefährlich. Bedeckt oder Regen ist in Sachen Fruktan ungefährlicher, tagsüber Sonne und kalte Nächte dagegen bedeuten hohe Rehegefahr. Morgen (Regen angesagt) gehe ich mit ihr zu ihrer Lieblingswiese außerhalb des Stalls, wir werden einen kleinen Umweg nehmen, so daß sie insgesamt ca. 20 Min. auf Asphalt laufen muß. Ihre Hufe haben trotz viel harten Bodens im Stall zu wenig Abrieb, sonst müßte ich nicht alle 2 Wochen den Tragrandüberstand wegnehmen.

Die Hufe der Hafis wachsen derzeit enorm, Nepomuk hat vorne ebenfalls enorm Tragrandrandüberstand, mal sehen, ob ich den morgen runter nehme.

21. April 2014

mit Nepomuk gesprungen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:55

Heute nahm ich meine Sicherheitsweste mit in den Stall, wollte mit Nepomuk springen. Circa 30 Jahre bin ich nicht mehr gesprungen, auf meine alten Tage wollte ich es mal wieder probieren.

Barbie kam zuerst raus wie üblich, ihr habe ich ein wenig an den Hufen gefeilt, dazu später. Nepomuk bekam heute seine Trense mit dem LG-Zaum an, dazu den spanischen Sattel drauf. Am rechten Vorderbein hatte er eine kleine blutende Wunde, mE nicht schlimm, die habe ich nach dem Reiten verarztet. Ich habe acht Pylonen á 60 cm Höhe in einer Reihe aufgestellt, somit konnte ich mir Gamaschen und Springglocken sparen.

Erst mal stand Biegen und Stellen auf dem Programm im Schritt und später Trab, außerdem seitwärts gehen. Nepomuk hat gut mitgearbeitet, nur ein mal ist er im Trab sehr schnell geworden, wohl aus Vorfreude aufs Springen. Wir gingen auf der halben Bahn quer Achter und Volten, ich versuchte, mit möglichst wenig Zügeleinwirkung zu reiten.

Nachdem wir die Pflicht erfüllt hatten, ließ ich ihn am langen Zügel gehen, damit er sich strecken konnte. Als ich die Zügel wieder aufnahm, mir den Helm richtete und tief durchatmete, hat Nepomuk intuitiv gewußt, was folgt. Nach meinem Hindernis wollte ich ihn antraben, auf der Längsgeraden angaloppieren, Kurve und dann hüpfen. Das klappte natürlich nicht, nach ein paar Schritten Trab galoppierte er an, auf dem ersten Hufschlag konnte ich ihn nicht halten. Daher kamen wir ziemlich schräg im Galopp auf die Pylonen zu, für Nepomuk kein Problem, schwupps waren wir drüber :-).

Beim zweiten Versuch ritten wir im Trab an, dadurch konnten wir gerade anreiten, Nepomuk warf eine Pylone um. Handwechsel auf die rechte Hand, im Galopp drüber, alles easy :-). Nepomuk ist ja kein Pferd, was einem Sprung ausweichen möchte oder gar verweigert, er springt sehr gerne. Zum Schluß Wechsel auf die linke Hand, seine stärkere, nochmals gesprungen und anschließend eine Runde galoppiert, ich konnte ihn problemlos an meinem Hindernis vorbei leiten.

Großes Lob für Nepomuk, wow war das toll, ihm hat es auch riesig Spaß gemacht :-). Noch eine Runde Schritt am langen Zügel und fertig, ich bin stolz auf uns! Obwohl ich mit dem geraden Anreiten im Galopp Probleme hatte, hat alles super geklappt und Nepomuk ist gesprungen wie ein junger Gott :-). Na gut, 60 cm sind für ihn gar nichts, er springt locker 1,20 m, aber ich nicht.

Mir geht es ja nur darum, daß wir beide beim Springen sicher sind, so daß wir im Gelände, falls mal ein Baumstamm im Weg ist, keine Angst haben müssen, drüber zu springen. Nepomuk macht Springen großen Spaß – am Samstag habe ich ja Reitunterricht, werde die RL fragen, was ich beim Springen falsch mache.

Geschwitzt hatte Nepomuk nicht, er wurde versorgt und bekam sein Zusatzfutter. Nach so oft „Arbeit“ auf dem Platz hat er sich einen Ausritt verdient, am Mittwoch gehe ich mit ihm ins Gelände.

Bei Barbie habe ich lv die Zehe ein wenig gekürzt und angeschrägt, die äußere Wand ist flacher als die innere. Ich muß dringend mal die Wände strecken, ebenso rechts vorne. Bei rv bricht dadurch dann die gesamte hohle Wand in der Zehenachse runter – da darf ich jetzt nicht zögerlich sein.

Rechts hinten heilt die „Wunde“ prima ab, ich habe heute keinen Mullverband mehr angelegt, nur Zinksalbe drauf gegeben. Medial habe ich die Trachte gekürzt und Tragrandüberstand weggenommen, lateral den Tragrand beraspelt und berundet, außerdem die Zehe gekürzt.

Links hinten habe ich „rund“ gemacht, werde noch Trachten + Tragrandüberstand kürzen und die Eckstreben schneiden.

Barbie heute, ich finde, sie steht nun rv ein wenig besser, ganz gerade werde ich das wohl nicht hin bekommen, weil sie vorne zehenweit steht.

Sie durfte nach dem Zusatzfutter noch zum Grasstreifen, der Stallmeister kam, wir rauchten eine gemeinsam, daher wurden daraus 10 Min. Er hat noch nie ein Pferd gesehen, was in diesem Tempo Gras in sich reinschaufeln kann, ohne zum Schlucken mal den Kopf zu heben. Barbie frißt und schluckt quasi gleichzeitig wie ein Rasenmäher. Hunger hatte sie sicher nicht, im Stall gibt es ja 24/7 ad lib Heu, außerdem bekam sie vorher ihr Zusatzfutter. Trotzdem frißt sie Gras in einer enormen Geschwindkeit, sie ist grassüchtig.

20. April 2014

mit Anweiden begonnen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:01

Wie üblich fing ich mit Barbie an, am Putzplatz war sie heute sehr geduldig und stand wie ein Einser :-), Geputzt, Voltigiergurt drauf und Halsring rum, wir gingen auf den Platz. Am Baumstumpf (Aufstiegshilfe) wollte sie heute nicht ruhig stehen bleiben, erst beim dritten Anlauf klappte es. Kaum saß ich drauf, schoss Barbie im schnellen Trab los, ich nahm die Zügel, die ich wie immer am Halfter angebracht hatte, und bremste sie.

Ziemlich hibbelig war sie heute beinander, wir gingen Schritt, auf den Halsring verzichtete ich, weil ich Angst hatte, daß sie plötzlich Gas gab. Die Zügel nahm ich sehr locker in die Hand und versuchte, sie mit Gewichtshilfen zu lenken. Wir trabten ein Stück, ziemlich flott, als ich Schritt verlangte, blieb sie stehen. Na ja, wir haben kaum was gemacht, ihr fehlte einfach die innere Ruhe.

Meine Taktik mit erst ein wenig Bodenarbeit und mich erden (Wurzelübung) hat besser funktioniert – ich glaube, ihr langt es nun langsam mit dem Platz, seit ca. 5 Wochen waren wir ja nicht mehr draußen.

Der Mullverband von vorgestern rh war weg, ich habe die „Wunde“ wieder mit Rivanol sauber gemacht, Zinksalbe geschmiert und einen neuen Verband angelegt. Die „Wunde“ schaut sehr gut aus, kein Grind mehr, in 1 – 2 Wochen ist diese hartnäckige Mauke hoffentlich verschwunden. Noch ihre Vorderhufe behandelt, Zusatzfutter gegeben, dann durfte sie mit mir 5 Min. zum Grasstreifen gleich um die Ecke gehen, vom Stallmeister hatte ich mir die Erlaubnis dafür eingeholt. Auf die daneben liegende Weide darf ich nicht, weil das sonst evtl. noch mehr Reiter wollen, verständlich.

Für 5 Min. fressen reicht der Grasstreifen noch diese Woche, für 10 – 15 Min. muß ich dann das Stallgelände mit Barbie verlassen. Dabei kann ich dann gleich üben, daß sie am Rückweg an der Ampel zuverlässig anhält, im Sattel klappte das bisher ja nicht. Erst mal gehe ich mit ihr an der Hand raus, je nachdem, wie sie läuft, können wir dann auch mal wieder eine kleine Runde ins Gelände reiten.

An ihren Vorderhufen, vor allem lv, habe ich ja schon länger fast nichts gemacht, links vorne heute. Die Strahlspitze hat sich seit dem 13.04.2014 irgendwie zurück gebildet, der Gammel in den weißen Linien (WLD) wird immer weniger. Erstmals seit Ewigkeiten sind beide Hufhälften gleich breit, also symmetrisch, d. h. Barbie belastet den Huf gleichmäßig :-). Bis auf eine „Rille“ hat sie im Zehenbereich nun durchgehend einen Tragrand, ich weiß nicht, wann das das letzte mal der Fall war – ein paar Jahre ist es wohl her. Die weiße Linie in der Zehe ist (noch) nicht zu sehen, ich denke, ich werde die Zehe mal wieder ein wenig kürzen und anschrägen.

Am Foto seitlich über die Sohle gesehen sieht man, daß ich schon wieder Trachten kürzen könnte, werde das mal ins Auge fassen, nachdem ich die Zehe gekürzt habe.

Rechts vorne (Foto vom 16.04.2014) wollte ich ja eigentlich mal den Strahl bearbeiten, das hat sich von selbst erledigt. Rechts vorne heute, medial die dunkle Stelle in der Sohle, die mit dem Abszess zusammen hängt, war ziemlich lappig, ließ sich mit dem Fingernagel hoch heben. Rein schneiden wollte ich nicht, werde morgen mal mit dem Messer ganz locker drüber kratzen.

Eine Stallkollegin ging mit ihrem Isi auf den Platz, da wollte ich nicht stören, also setzte ich mich zu ihrer Mutter ins Häusl und wir ratschten :-). Danach hatte ich keine Lust mehr, mit Nepomuk was zu arbeiten, er wurde versorgt und durfte auch 5 Min. mit zum Grasstreifen. Nach 4 Min. wurde er ein wenig nervös und wollte zurück zum Putzplatz, er ist ja lange nicht so grassüchtig wie Barbie.

Nächstes mal hat Barbie Pause, ich werde mit Nepomuk springen :-). Dazu nehme ich mir meine Sicherheitsweste von zuhause mit und setze einen Helm auf (trage normal nie einen), man weiß ja nie. Gamaschen und Hufglocken darf ich nicht vergessen, werde aber natürlich keine nennenswerte Höhe auflegen. Vorher wird gut aufgewärmt, dabei werde ich Stellen und Biegen mit ihm üben, nächsten Samstag haben wir wieder Reitunterricht. Eigentlich habe Barbie dafür angemeldet, bin aber lieber vorsichtig mit ihren Hufen. Jetzt nur kein Risiko eingehen, obwohl sie einwandfrei läuft.

Mit Nepomuk habe ich seit dem letzten Unterricht nicht viel geübt *schäm*,  da muß ich mich mehr am Riemen reißen.

18. April 2014

erstmals ohne Sattel getrabt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:59

Wie angekündigt, fing es mittags an, leicht zu regnen, davon ließ ich mich heute nicht beeindrucken. Barbie geputzt usw., danach bekam sie den neuen Voltigiergurt drauf, drunter eine Schabracke. Zur Feier des Tages kam das portugisische Vorderzeug dran, sie sah richtig schick aus :-). Ans Halfter clipste ich meine Zügel an, den neuen Halsring aus Sisal legte ich ihr um.

Wir gingen auf den Platz, ich lief ein paar Runden mit ihr frei, um uns aufzuwärmen. Das Aufspringen aufs Pferd habe ich mir leichter vorgestellt, allerdings war ich noch nie gut im Hochsprung. Ich kam nicht auf Barbie hoch, also benutzte ich die Aufstiegshilfe. Der Halsring war zu eng gestellt, man kann ihn verschieben, dazu braucht es aber beide Hände und ein wenig Kraft. Auf Barbie sitzend, schaffte ich es nur, eine Seite zu verschieben, der Ring war schepps – egal, benutze ich ihn halt erst nächstes mal auf ihr.

Nach ein bissi Schritt wurde Barbie hibbelig, ich ließ sie antraben und hielt mich dabei gut an den Gurtgriffen fest, die Zügel ließ ich auf den Mähnenkamm liegen. Wow, war das ein super Gefühl :-), Barbie steuerte ich verbal. Wir gingen auf den Zirkel, so genau nahm ich es nicht mit der Richtung, Hauptsache Trab. Ein bissi krampfig hielt ich mich an den Griffen fest, fand ich, ansonsten saß ich recht locker drauf, kein Klammern mit den Beinen. Die Gangart gab ich auch verbal vor, Barbie hörte super darauf, wir wechselten öfters zwischen Schritt und Trab.

Zwischendurch habe ich Barbie immer gelobt, weil sie so brav und gleichmäßig getrabt ist, das hat sie motiviert :-), auf das Kommando „Trab“ ging sie sofort in Trab. Total cool *g*, Zügel habe ich gar keine in die Hand genommen, wir schafften sogar einen Handwechsel im Trab. Ich hätte noch ewig so traben können, wollte Barbie, die auch Spaß hatte, aber nicht überlasten. Zum Schluß legte ich mich auf sie, setzte mich seitlich drauf und sprang ab.

Eine Stallkollegin, die uns zu sah, meinte, Barbie läuft doch einwandfrei, es ist kein Ticken zu sehen, und fragte, warum ich sie schone. Na ja, Barbie könnte natürlich auch ins Gelände gehen, das mache ich aber erst, wenn ich sie langsam anweide.

Barbie bekam Zusatzfutter, die Mauke-„Wunde“ rh war ziemlich dreckig, ich reinigte die Stelle mit Rivanol. Danach abgetrocknet, Lebertran-/Zinksalbe drauf gegeben und ihr einen Mullverband anlegt.

Es regnete immer noch leicht, Nepomuk geholt und schnell geputzt, ich war Feuer und Flamme aufs Traben *g*. Den Halsring hatte ich weiter gestellt, so daß ich damit gut lenken konnte. Nach ein bissi Schritt auf dem Platz trabte ich ihn an, normalerweise ist er im Trab immer ziemlich flott unterwegs. Heute lief er sehr ruhig und entspannt, ich hielt mich fest, er lief freiwillig linker Hand auf dem Zirkel. Auf mein Kommando „Schritt“ blieb er sofort stehen, er ist ein Lauser 🙂 – natürlich weiß er den Unterschied zwischen „Schritt“ und „Halt“.

Ihn mit Halsring steuern, klappte schon ganz gut, wir ritten Volten, danach geradeaus. Auf die rechte Hand, seine schlechtere, bekam ich ihn nicht nur mit Halsring, also kurz den Zügel zu Hilfe genommen und getrabt. Zirkel war vorgesehen, ehe ich mich versah, wechselte er auf die linke Hand – aus dem Zirkel wechseln kann er perfekt *g*. Ich trabte viel mit ihm, nur ein mal wurde er ein wenig schnell, ich sagte ihm „langsam“ und er folgte – sehr brav!

Meine Hände lockerte ich mal von den Griffen, dadurch saß ich nicht mehr sehr entspannt auf Nepomuk, sondern hopste ein wenig – na ja, Aussitzen war noch nie meine Stärke. Mit Festhalten klappte es aber super, ich muß das nun halt weiter üben. Meine Angst, daß ein Hafi das Rennen anfängt und ich ihn ohne Zügel nicht stoppen kann, war heute völlig weg. Die Zügel habe ich auch nicht vermisst, fühlte mich mit meinen Griffen zum Festhalten völlig sicher.

Das hat riesig Spaß gemacht :-), vielleicht traue ich mich bald mal zu galoppieren. Mit Barbie eher nicht wegen ihrer Hufe, außerdem bin ich mit ihr noch nie auf auf dem Platz galoppiert. Nepomuk galoppiert ja super brav auf dem Platz, auf ihm könnte ich das probieren.

Beide Hafis haben es ja früher gehasst, auf dem Platz geritten zu werden, dank meiner Variationen mögen es beide nun gerne :-). Mit Halsring reiten bedeutet ja hauptsächlich Kopfarbeit, der Hafi muß auf meine Gewichtshilfen achten. Es gibt kein am Zügel reiten, das Pferd läuft, wie es ebend läuft, ich gebe Richtung und Gangart an. Barbie und Nepomuk sind mit Spaß dabei, es ist kaum Treiben nötig, schon gar keine Gerte – langsam wachsen wir zusammen :-).

Ich bin total begeistert, wie toll beide mitarbeiten, nur mit Halsring ins Gelände wird aber vorerst nix. Vielleicht im Winter, wenn es kein Gras zu stibitzen gibt, bis dahin müssen wir aber noch viel üben. Am Sonntag wird am Platz weiter geübt, ich freue mich drauf :-).

16. April 2014

nix gearbeitet

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:09

Aprilwetter heute, Graupel, Schneeregen, Sonne wechselten sich ab – ich hatte keine Lust zu Reiten. Barbie geholt, meinen Mullverband abgenommen und hinten die total dreckigen Behänge mit Teebaumöl-Shampoo gewaschen. Danach habe ich ihr rv medial ein wenig die Trachte + Tragrandüberstand gekürzt, außen auch ein wenig. Innen fand ich Einblutungen in den Tragrand, wo sich der Ausgang der hohlen Wand befindet. Der Strahl verbiegt sich immer mehr, ich sollte den mal schneiden. Allerdings habe ich das noch nie gemacht, man sieht gut, daß der ziemlich Druck hat.

Ich werde mich mal vorsichtig ran wagen, habe ja nun öfters zugesehen, wie Hufschmiede Strähle schneiden. Lieber würde ich das erst mal an einem anderen Huf üben und nicht gerade an dem krankesten von allen acht Hafi-Hufen. Im Zehenbereich trägt die Sohle, Tragrand ist dort ja kaum einer vorhanden. Über die Sohle gesehen, man sieht gut das ganze komprimierte Horn in der Mondsichel, was man natürlich nicht weg machen kann. Auf irgend was muß sie ja abrollen können, macht man diese Sohlenschwielen weg, wird Barbie nicht mehr laufen können, evtl. droht sogar ein Hufbeindurchbruch aufgrund der hohlen Wände.

Die Löcher rv habe ich wieder gespült und Keralit Undervorder rein gegeben; bevor ich Barbie zurück stellte, habe ich ihr mit dem Schlauch das restliche Shampoo hinten abgespült. Der Stallmeister kam und meinte, wenn wir keinen Landregen bekommen, klappt es mit dem Anweiden frühestens Mitte Mai. Mir ist das natürlich sehr recht, umso später, umso besser, ich brauche also vorerst nicht mit dem langsamen Anweiden anfangen.

Nepomuk wurde versorgt, seine Hufe wachsen enorma, kein Wunder, viel zu wenig Abrieb. Ich habe aber derzeit keine Lust, ihn vorne zu bearbeiten, das Raspeln ist sehr anstrengend. Die Huftechnikerin kann die Hufe mit dem Nipper korrigieren, er wird es bis dahin noch aushalten müssen. Nepomuk wieder verräumt und nach Barbie geschaut, die am Paddock stand.

Die Wunde rh war einigermaßen trocken, ich halte das für Mauke, komischerweise hat sie in den Fesselbeugen nichts. Ich gab Bepanthen drauf, kein Mullverband heute. Hier las ich gerade, daß diese meine Idee ganz gut war, man soll Zinkpaste drauf geben. Ich habe ja für Nepomuk Lebertran-/Zinksalbe, werde ihr die zukünftig auftragen, außerdem auch immer eine Mullbinde anlegen. So kommt kein Dreck rein und an die „Wunde“ kommt trotzdem Luft.

Mein Voltigiergurt müßte morgen eintreffen, ich habe mir bereits Übungen für Anfänger durchgelesen. Da ich kein Voltigierpferd habe, was an der Longe auf dem Zirkel läuft, muß ich ohne Longe und Hilfsperson zurecht kommen. Aber gut, ich will ja nicht voltigieren lernen, sondern nur ein paar Turnübungen auf den Hafis machen. Mich aufs Pferd schwingen werde ich erst mal mit Barbie üben, wenn sie steht. Mühle und Fahne übe ich auch lieber erst mal mit auf stehenden Barbie, damit wir uns dran gewöhnen :-).

Jetzt bin ich bald 50 Jahre alt und nicht besonders fit, die Knochen werden auch langsam alt. Vermutlich arg spät, um zu lernen, auf einem Pferd rumzuturnen, kleine Übungen auf Barbie traue ich mir aber schon zu. Im Gegensatz zu Nepomuk bleibt sie wie ein Einser auf dem Platz stehen, wenn ich ihr das sage, bei ihr besteht nicht die Gefahr, daß sie plötzlich rückwärts geht. Rückenmäßig hat Barbie keine Probleme, dazu ist kleiner als Nepomuk, so daß ich im Zweifelsfall nicht sehr tief falle.

Den Abgang über die Kuppe kennt Nepomuk, das habe ich mit ihm schon öfters gemacht, Null Problem. Barbie ist da mE etwas etwas kritischer, sie mag es nicht, wenn man ihr zu viel am Hintern rum fummelt. Die Weiber sind oft zickig, ich glaube aber nicht, daß Barbie mich schlägt, wenn ich mich über ihre Kuppe rutschten lasse.

Spaß wird uns das Training auf jeden Fall machen, es ist wieder was Neues – ich werde es mit dem Reiten nur mit Halsring kombinieren.