31. Mai 2014

für Barbie ist es fünf vor zwölf

Filed under: Allgemein,Motorrad,Pferde — admin @ 14:59

Heue habe ich mal nach „hartem Mähnenkamm“ gegoogelt, nun schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken. Barbie hat eine gute Figur, wie mir Stallkollegen immer wieder bestätigen, allerdings finde ich ihren Mähnenkamm zu dick und vor allem zu hart. Vom Gras nehmen kann ich sie nicht, eine Fressbremse würde sie nicht akzeptieren.

Also bekommt sie ab sofort von mir kein Obst mehr, auch keine Möhrenstücke zur Belohnung, die ersetze ich durch Heucops. Zur Unterbrechung der langen Fresspause bekommt sie nun, wenn ich im Stall bin, ein wenig Heu, das muß reichen. Wenn ich nicht komme, gibt es beide beide Hafis mittags nichts zusätzlich wie bisher auch, das ist an 3 Tagen pro Woche. Lange Fresspause hin oder her, die anderen Pferde bekommen nie was zusätzlich.

Das wichtigste aber ist, daß ich sie bewege nach Monate langem Stillstand. Ich habe ausgerechnet, daß Barbie im Stall am Tag ca. 15 km läuft, das ist aber lange nicht genug. Bisher habe ich mich ja nicht getraut, sie zu reiten aus Angst, daß Barbie wieder einen Abszess entwickelt. Ich glaube nicht, daß sie dieses Jahr einen bekommt, wobei ein Abszess das kleinere Übel im Gegensatz zu einem Reheschub ist.

Bekommt Barbie nämlich einen Reheschub, ist Ende Gelände, dann wird sie eingeschläfert. Also bewegen, und zwar so viel wie möglich. Morgen kommt meine liebe RB Dani, ich werde sie fragen, ob sie nun 2x pro Woche kommen kann zwecks gemeinsamen Ausritt. Nepomuk wäre damit auch 2x pro Woche im Gelände und ich könnte mich an den restlichen Tagen auf Barbie konzentrieren.

Der Speckhals muß weg und zwar schnell, es ist kurz vor zwölf. Und wenn ich die nächsten drei Wochen 6 Tage pro Woche in den Stall fahren muß, um mit Barbie 2 Std. am Tag ins Gelände zu gehen, mache ich das halt, das ist sie mir wert. Es kommt halt darauf an, ob ihre Hufe so viel Bewegung verkraften, aber warum eigentlich nicht? Vorne bekommt sie die Epics mit Sohlenpad angezogen, damit kann sie gut laufen.

30. Mai 2014

die letzte hohle Wand bei Barbie bricht langsam weg

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:20

Als ich um 13.00 Uhr im Stall war, warteten bereits beide Hafis auf mich. Ich wollte sie einzeln rausnehmen, damit ich genügend Zeit hatte, jeden zu behandeln. Neben dem Ausgang unter dem überdachten Putzplatz stand eine Stute und fraß gemütlich ihr Zusatzfutter, ich ahnte schon, daß das ein Problem werden könnte. Barbie mit rechts am Halfter gepackt, sie rausgeführt und sofort umdreht, sie zog an und wollte zu der Stute.

Mit Mühe konnte ich immerhin ein Band noch schnell einhängen, so daß Nepomuk sich nicht rausdrängeln konnte, das zweite fiel auf den Boden; ich brauchte beide Hände für Barbie. Ich stellte mich zwischen Stute und meine Hafi-Dame, Barbie war auf 180 und wollte sich das Futter der Stute krallen. Aber nicht mit mir, ich schickte Barbie rückwärts, auf dem Ohr war sie natürlich taub. Eine wild gewordene Barbie hat enorme Kräfte, ich ließ mich auf kein Kräftemessen ein (das hätte ich eh verloren).

Mit dem Strickende klatschte ich ihr auf die Brust, damit sie rückwärts weg geht, Barbie rührte sich nicht, sondern wollte vorwärts zum Futter der Stute – das ist ein no go. Also zog ich mit dem Strick durch und schlug ihn ihr vor die Brust, Barbie ging rückwärts weg. Ich wollte das am Boden liegende Band aufheben, Barbie zog wieder weg. Dafür bekam sie mit dem Strick ordentlich eine auf den Hintern, danach war Ruhe im Karton. Ich nahm das Band, hängte es wieder ein und führte Barbie in den nicht überdachten Bereich des Putzplatzes.

Sie bekam ihre Heucops und schaufelte die rein, als ob sie seit 2 Tagen nix mehr gefressen hätte. Dabei lag eine Menge Stroh im Stall rum, was sie hätte am Vormittag fressen können. Barbie ist völlig unausgelastet, sie steht ja nun schon zig Wochen. Die letzte hohle Wand rv hat an der Abszessrille bereits kleine Risse, heute kürzte ich nochmals die Zehe. Der Bereich, wo sich die hohle Wand befindet, klang hohl (kein Wunder), ich denke, in ein paar Tagen ist das weggebrochen.

In der Sohle befindet sich in diesem Bereich kein Loch mehr, sondern eine Rille, die von ca. sieben bis acht Uhr reicht. Der Gammel zieht sich unter der doppelten Sohle Richtung Hufmitte rein, vermutlich fällt die nun auch bald ab.

Barbies Mähnenkamm wird immer dicker und härter, das gefällt mir gar nicht. Es wird Zeit, daß ich sie wieder reite, erst mal auf dem Platz, nächste Woche evtl. mit Hufschuhen ins Gelände. Am 11. Juni kommt ja die Huftechnikerin, mal sehen, was sie zu Barbies Gang und Mähnenkamm sagt. Wenn sie meint, Barbies Hufe sind belastbar, kommt ein geklebter Beschlag vorne drauf, das ist am einfachsten. Mit meiner lieben RB werde ich dann reden, ob sie evtl. 2x pro Woche kommen kann zum Ausreiten. Ich wollte heute die Hafis auf dem Platz frei laufen lassen und sie dadurch ein wenig bewegen, der war aber leider besetzt.

Nepomuk und den Isi einer Stallkollegin geholt und beide verarztet. Danach habe ich noch geholfen, einen anderen Isi zu verladen, der sich weigerte, in den Hänger zu gehen. Wir haben es dann mit einer Leine um die Hinterhand gelegt geschafft, morgen gehts auf ein Isi-Turnier.

28. Mai 2014

Ausfall von TV, Telefon und Internet

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:35

Gestern Abend putzte ich im Wohnzimmer, wo sich die Anschlussdose von Kabel Deutschland befindet. Die wurde damals nicht richtig befestigt, hing daher ein wenig aus der Wand – ich blieb daran hängen und riss dadurch die Dose von den zwei Drähten. Ich dachte mir, es kann ja nicht so schwer sein, die Drähte wieder in der Dose zu befestigen, allerdings wußte ich nicht, was Ein- und was Ausgang war.

Ich glaube, 2 Std. habe ich rumprobiert, bis ich völlig entnervt aufgab und gegen 23.00 Uhr per Handy bei Kabel Deutschland anrief. Drei mal hing ich lange in der Warteschleife, wurde nicht an einen Menschen verbunden. Die Computerstimme habe ich ordentlich beschimpft *g*, um meinem Ärger Luft zu machen, geändert hat das natürlich nichts.

Ohne Fernsehen, Internet und Telefon ist man ziemlich isoliert, wenn man wie ich kein Smartphone hat. Heute früh rief ich wieder bei Kabel Deutschland an, mußte gar nicht lange warten und hatte einen Menschen am Telefen. Mir wurde ein Techniker versprochen, der heute zwischen 14.00 und 17.00 Uhr vorbei kommen würde. Dieser Termin hatte Priorität, also fuhr ich bereits um kurz nach nach elf in den Stall, um die Hafis zu versorgen.

Barbie lief mE ganz gut mit rv, die Hafis bekamen ca. 1,3 kg Heucops und einen Becher Pre Alpin Senior. Den Isi einer Stallkollegin sollte ich auch versorgen, er lag auf dem Paddock. Ich zog ihm sein Halfter an und bat ihn, aufzustehen, da legte er sich auf die Seite und kuckte wie ein Baby *g*. Also nur mit Strick wieder abgezogen, ein paar Min. später kam der Isi von sich aus zum Ausgang.

Ihn samt seinem Futter neben Barbie geparkt, die einen Teil ihrer Heucobs rund um die Schüssel verteilt hatte und nun bei Nepomuk mit fraß. Wichtig ist ja nur, daß sie ihre Kräuter intus bekommt, ansonsten bekommen beide ja dasselbe. Heute das erste mal Derma Mineral in niedriger Dosierung, werde das langsam anfüttern.

In Rekordtempo habe ich alle drei Pferde behandelt, während sie fraßen, das hat knapp 1 Std. gedauert. Barbie und Nepomuk verräumt, der Isi fraß noch, aufgeräumt und gekehrt, dann war auch er fertig. Ich schaffte es sogar noch, einzukaufen, morgen ist ja Feiertag, und war trotzdem vor zwei wieder zuhause.

Gegen vier kam der Techniker, setzte eine neue Dose, machte die richtig fest und brachte sogar eine Abdeckung an, sowas hatte ich noch nie. Das Bild bei meinem großen LED-TV im Schlafzimmer ist immer noch schlecht, ich denke mal, das liegt an dem uralten Antennenkabel. Flugs habe ich mir gerade ein neues bestellt, was vermutlich am Freitag eintrifft.

Ich habe ja noch genügend andere ältere Fernseher, bei denen das Bild besser ist, die benutze ich aber eigentlich nie. Na ja, 2 Tage ohne meinen Flachbildschirm werde ich überleben *g*, werde mal wieder ein Buch lesen.

Alles geschafft heute, auch wenn es ein wenig stressig war, Hauptsache, die Hafis sind versorgt. Ich glaube, im Stall wundern sich einige, warum ich so selten reite, das konnte ich heute aus Kommentaren heraus hören. Mei,  ich reite schon gerne, aber nicht 4x pro Woche 3 Std. ins Gelände. Die Hafis sind es im Gegensatz zu anderen Pferden gar nicht gewohnt, täglich zu arbeiten, denen fehlt nix, wenn sie nur 1x pro Woche was tun müssen.

Beide könnten täglich problemlos 2 Std. gehen, wenn Barbies Hufe wieder einigermaßen gesund sind, 2x pro Woche reicht aber auch. Sie bleibt eh noch eine Zeit lang stehen, mit Nepomuk springe ich am Freitag eventuell, das macht ihm ja großen Spaß.

Jetzt bin ich erst mal gespannt auf das Heu und die Heulage, was ich gestern bestellt habe.

27. Mai 2014

Heu, Heulage und Heucops bestellt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:59

Ewig habe ich mir einen abgegoogelt, um Heu für die Hafis zu finden – alles super teuer, ich konnte mich nicht entscheiden. Heute suchte ich nach Premium Heucobs und stieß auf Werbung für Heulage.

Bei Timo Pack habe ich nun 20 kg Heulage bestellt, angeblich bestens geeignet für Rehepferde, da fruktanarm. Dazu 15 kg entstaubtes Heu, insgesamt habe ich für EUR 35,80 inkl. Versand bestellt. Dazu bei Luckylage 30 kg Heulage sowie 20 kg entstaubtes Heu, das macht zusammen EUR 45,00 inkl. Versand. Mal sehen, was Barbie und Nepomuk am besten schmeckt, ich vermute Heulage, die im vorherigen Stall öfters gefüttert wurde. Nach der Heulage waren sie regelrecht gierig, als sie zwischendurch mal Heu bekamen, war das gar nicht mehr beliebt.

Heulage ist gehaltvoller als Heu, davon sollten sie nicht allzu viel bekommen, am besten, ich mische es mit Heu. Jetzt habe ich 85 kg Heu bzw. Heulage für EUR 80,00, mal sehen, wie lange das vorhält. Dazu habe ich 25 kg Schröder Premium Heucobs für EUR 18,47 bestellt, damit bin ich bei 110 kg. Ein paar Vorräte Heucobs usw. habe ich ja noch, insgesamt müßte das nun für 2 Monate reichen, wenn sie täglich mittags was bekommen.

Wenn ich nicht komme, muß ich jemanden organisieren, der den Hafis am Putzplatz ihr Heu gibt. Ich werde es in einen großen Waschzuber tun, so daß sie das Heu nicht rumwerfen. Zwei Pferde raus- und reinführen ist natürlich Aufwand; wenn man das Heu bereits hinstellt, kann man beide gleichzeitig frei aus dem Stall laufen lassen. So habe ich das letzten Sommer gemacht, sie gehen dann sofort zu ihrem Heu.

Wenn ich da bin, bekommen sie Heucobs, damit sie ihre Zusätze fressen. Der Nachteil an Heucobs ist, daß die von den Hafis schneller gefressen werden als Heu, so daß ich beide nicht gleichzeitig rausnehmen kann. Bis ich Barbie verarztet habe, hat Nepomuk auch aufgefressen, er ist dann nicht begeistert, wenn er noch eine 1/2 Std. am Putzplatz rumstehen muß, bis ich ihn behandelt habe. Am Heu müssen sie länger kauen, so daß ich mich nicht stressen muß mit den diversen Behandlungen.

Der Pferdehanf ist nun zu Ende, das restliche Trimagnesiumcitrat und das MSM nahm ich gestern mit nach Hause. Ich werde beiden nun das Derma Mineral geben, 60 g alle zwei Tage. Dazu Equisorb, Barbie bekommt dazu als Kur die Kräuter vom Tierheilkundezentrum Nehls.

Ich überlege, ob ich für Barbie eine Haaranalyse machen lasse, ich halte ja sehr viel von Homöopathie. Billig ist die nicht, kostet zwischen EUR 100,00 und EUR 150,00, dann weiß man aber Bescheid, was in dem Pferd in dem letzten Jahr so vor sich ging. Aber gut, eins nach dem anderen, jetzt kommt erst mal am 11. Juni die Huftechnikerin, auf ihre Meinung bin ich sehr gespannt. Danach werde ich entscheiden, ob ich eine Haaranalyse machen lasse.

26. Mai 2014

ohne Sattel freihändig getrabt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:07

Barbie wurde zuerst „verarztet“, dazu später, habe wieder Huffotos gemacht.

Nepomuk bekam erst seine Heucobs, dann meine dickes Show-Westernpad drauf sowie den Voltigiergurt, ans Halfter clipste ich Zügel an. Wir gingen auf den Platz, Barbie kam hinterher, ich ließ sie auch mit rein. Per Baumstumpf stieg ich auf Nepomuk auf und saß super weich und bequem :-). Wir gingen erst ein wenig Schritt, dann ließ ich ihn antraben und entspannte mich.

Nepomuk lief einen wunderbaren, langsamen und gleichmäßigen Trab, ich traute mich, die Griffe loszulassen und hielt die Zügel locker. Wow, war das toll, Nepomuk versuchte nicht zu rennen, also ließ ich irgendwann die Zügel ganz los und hielt mich auch nicht am Gurt fest. Das war genial :-), ich konnte zwar nicht lenken, das war mir aber egal – Nepomuk lief gleichmäßig Trab, wo er ebend wollte.

Er stand ja bereits wieder eine Woche, letzten Montag war ich alleine mit ihm ausreiten. Trotzdem war er total relaxt, so macht mir das Reiten viel Spaß. Ich bin nicht lange geritten, vielleicht 10 – 15 Min., immerhin hat er sich heute mal ein paar Meter bewegt *g*.

Barbie lief auf dem Platz gut, da ist der Boden relativ weich. Nachdem ich heute ihre Vorderhufe ein wenig malträtiert habe, tickte sie auf hartem Boden wieder rv. Aber nicht so schlimm, daß ich ihr hätte die Schuhe anziehen müssen. Beide Hafis wieder vom Platz entfernt, Nepomuk bekam noch ein wenig Equigard zur Belohnung am Putzplatz, obwohl er gar nix gearbeitet hat.

Barbie würde wohl auch gerne was arbeiten, um sich ein wenig Equigard zu verdienen, vielleicht hocke ich mich demnächst mal kurz drauf und reite ein wenig Schritt am Platz. Sie ist immer noch schlank, man fühlt jede Rippe, der Mähnenkamm nimmt mE aber bedenklich zu. Es täte ihr gut, wenn ich sie mehr bewegen würde, was aber aufgrund von rv schwierig ist.

Vorne habe ich ihr Trachten + Tragrandüberstand gekürzt, lv heute. Rundrum gesunder und belastbarer Tragrand, das hatte sie lv schon seit zig Jahren nicht. Ich werde die Zehe noch ein wenig kürzen und alles hübsch berunden, die weiße Linie ist immer noch ein wenig gezerrt. Seitlich gekuckt, die Trachten müssen noch weiter runter, der Huf muß sich insgesamt mehr aufstellen, d. h. kürzer werden. Wenn kein Abszess kommt, wovon ich ausgehe, ist das im Herbst ein top Huf :-).

Warum sie rv tickt, kann man hier gut sehen, von fünf bis acht Uhr im Zehenbereich alles grottig aufgrund der hohlen Wände. Über die Sohle gesehen, die Trachten gehörten mehr gekürzt, dann kippt der Huf aber noch mehr nach hinten, weil ich im Bereich der Mondsichel nichts wegnehmen kann. Auf irgendwas muß Barbie im vorderen Bereich ja laufen können, würde ich die doppelte Sohle wegschneiden, wäre sie vermutlich lahm.

Ein Beschlag bringt erst was, wenn rv die hohlen Wände so gut wie rausgewachsen sind und sich belastbarer Tragrand im Zehenbereich gebildet hat, das dauert wohl noch 6 – 8 Wochen. Rechts vorne seitlich, immerhin kommen die Trachten nun hoch. Die grüne Linie zeigt an, wie die Zehenwand nach dem letzten Röbi stehen müßte, ein langwieriges Geschäft.

Rechts hinten heute, ich werde die Zehe kürzen und den verbliebenen Tragrand außen berunden. Seitlich gesehen, die äußere Trachte ist mE etwas höher, das werde ich so lassen, bis die Huftechnikerin kommt.

25. Mai 2014

Entwarnung bei Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:29

Eine Stallkollegin meinte heute, Barbie wird immer schöner 🙂 – sie schaut auch wirklich toll aus mit der hellen, sauberen Mähne. Nepomuk auch, man sieht es bloß nicht, weil er im Stall ja immer eine Decke trägt.

Barbie geholt, ich fand, sie lief einwandfrei. Heute bekamen beide 2 Schaufeln Heucobs, ca. 1 kg, sowie eine Schaufel Pre Alpin Senior, alles eingeweicht. Barbie dazu die Kräuter von Nehls, die gestern eintrafen. Der Pferdehanf ist morgen zu Ende, das restliche Selen bekommt nun nur noch Nepomuk.

Während Barbie fraß, habe ich sie geputzt und ihr dann lh bearbeitet, die Sohle heute. Die Eckstreben verlaufen nicht parallel zum Strahl, dafür müßte ich die Trachten noch mehr kürzen. Ich will aber nicht übertreiben, diese Entscheidung überlasse ich dem Profi. Ansonsten schaut der Huf gut aus, finde ich, symmetrisch, der Strahl trägt mit.

Die Trachten habe ich heute auf gleiche Höhe gebracht, auf diesem Foto sieht man gut, daß die äußere Wand schief ist. Ob ich die noch zu 100% gerade bekomme ist fraglich wegen des schiefen Beins. Die Hinterhufe heute, bodeneng nennt man das wohl.

Als Barbie aufgegessen hatte, mußten die Vorderhufe auf den Bock, sie hat prima mitgearbeitet. Früher war das ja stets ein Drama, inzwischen macht sie es gut, wenn der Huf nicht zu lange auf dem Bock stehen muß. Links vorne habe ich die Zehenwand gestreckt und gleich noch was von der Zehe weggeschrubbt. Ganz oben am Kronsaum sieht man, wie steil der Huf nun nachwächst, die Trachten richten sich langsam prima auf. Von vorne heute, der helle Fleck in der Zehenwand ist der Lamellenkeil.

Rechts vorne heute, der Lamellenkeil in der Zehenwand zieht sich ziemlich weit hoch; bis die hohle Wand medial weg bricht, dauert es wohl noch. Als nächstes werde ich bei beiden Vorderhufen wieder Trachten und Tragrandüberstand kürzen und die Eckstreben schneiden.

Ohne Schuhe stellte ich Barbie zurück, später kam eine liebe Stallkollegin, die ich bat, Barbies Gang zu beurteilen. Ich lief mit Barbie im Stall über die Rasengittersteine und dann den harten Sand im Schritt und Trab, die Stallkollegin meinte, Barbie läuft minimalst fühlig, dafür muß man aber schon sehr genau hinsehen. Die Schuhe zog ich ihr daher nicht wieder an, ich will ja nicht ohne Not die bösen Keime befeuern.

Bei einer Reheskala von eins bis zehn steht Barbie heute auf eins, bei ihrer Vorgeschichte und ihren kranken Vorderhufen ist das sehr gut. Jetzt bekommt sie ja noch die Kräuter, um diesen Status zu halten – mit minimalster Fühligkeit im Sommer aufgrund des Grases können wir leben. Heute hat Barbie weder gegähnt noch leer gekaut, vermutlich bin ich manchmal ein wenig zu hysterisch bei ihr.

Nepomuks Huf rv habe ich nachbearbeitet, die Zehenwand gestreckt, gekürzt und alles berundet. Die Sohle heute, upps, da sind noch Steinchen in der weißen Linie. In Sachen Trachten + Tragrandüberstand kürzen ging noch viel mehr, das mit der Raspel zu machen, ist für mich sehr anstrengend. Na ja, in 2,5 Wochen kommt die Huftechnikerin, die kann das mit dem Nipper korrigieren. Links vorne werde ich noch bearbeiten, alles andere überlasse ich dann dem Profi.

Ich bin sehr froh, wenn ich Nepomuks Bearbeitung abgeben kann, dann habe ich mehr Zeit zum Reiten. Barbie bleibt noch stehen, bis rv die letzte hohle Wand weg gebrochen ist. Da es nicht so aussieht, als ob sie mangels Bewegung dick wird, brauche ich mir deswegen glücklicherweise keine Gedanken zu machen.

23. Mai 2014

Barbies schiefes Bein

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:34

Puh, nach 3,5 Std. Stall bin ich jetzt ein wenig kaputt, obwohl ich kaum was gemacht habe. Im Stall angekommen, weichte ich wie üblich die Heucobs ein und richtete mein Zeugs her, danach ging ich auf den Reitplatz, Barbie und Nepomuk gingen frei mit. Ich ließ beide Gras vom Rand fressen und studierte Barbies Gang. Vorne fiel mir nichts auf, aber hinten – das Bein links hinten ist ja schief. Sie setzt diesen Huf zwar gerade auf, soweit ich das erkennen konnte, aber viel zu weit unter dem Schwerpunkt. Wenn man von hinten kuckt, schaut das wirklich übel aus, mich wundert, daß sie hinten nie über ihre eigenen Füße stolpert.

Ich stellte mit Pylonen einen Slalom auf und zog beiden Hafis ihre Halfter an. Beide parallel führen wollte ich üben, Barbie ging links von mir, Nepomuk rechts. Sie mit dem Kopf ständig neben mir, wie immer super eifrig, Nepomuk hing zurück an ihrem Hintern, auch wie immer. Der Slalom klappte trotzdem mit beiden, ich nahm den Strick von Nepomuk kürzer, damit er in etwa parallel zu Barbie läuft. Gleichzeitig versuchte ich, sie etwas einzubremsen – gar nicht so einfach.

Rechtskurven klappten hervorragend, Linkskurven kaum, Nepomuk ist echt ne Schlaftablette im Schritt und kann oder will mit Barbie nicht mithalten. Falls wir jemals zweispännig fahren, ist klar, wer die Arbeit macht, nämlich Barbie, und wer gemütlich mitläuft ==> Nepomuk. Dabei sollte es umgekehrt sein, man kann die Pferde aber verschieden verschnallen, so daß Barbie etwas zurück kommt und Nepomuk mehr im Zug steht.

Beide Hafis nahm ich gleichzeitig mit zum Putzplatz, wo sie ihre Heucobs bekamen. Barbie habe ich vorne die Zehen gekürzt und hinten die Hufe rund gemacht. Links hinten von vorne, der Huf sah noch nie so gut aus wie heute. Das nützt aber nichts, wenn das Bein nicht dazu passt, wie man hier gut sieht. Rechts hinten hatte ja einen Abszess, die äußere Wand ist daher weggedriftet, das kann aber nicht der Grund sein, warum lh das Bein schief ist.

So steht sie meistens, am Huf kann das nicht liegen. Die Sohle lh heute, ich werde den äußeren Tragrand berunden. Die äußere Trachte ist höher als die innere, werde das korrigieren.

Rechts vorne seitlich gefällt mir :-), werde wie lv auch die Zehenwand mal wieder strecken. Barbie bekam wieder Schweineschmalz auf die Kastanien, noch 2 – 3 mal, und ich kann die mit der Hand wegpulen.

Die Hafis hatten ihr Futter gefressen, bisher hatte ich nur Barbie behandelt/bearbeitet, trotzdem stellte ich beide zurück in den Stall, Nepomuk ohne Decke. Er fing sogleich an, sich die Ohren zu scheuern, seine verlorene Fliegenmaske werde ich am Sonntag auf der Weide suchen.

Eine Stallkollegin kam und erzählte, daß Barbie gestern nur Schritt für Schritt im Stall lief – ich bin immer sehr froh über solche Hinweise. Wenn ich da bin bzw. sie führe, läßt sie sich nichts anmerken, anders kann ich mir das nicht erklären. Heute hatte ich eh das Heilmoor von zuhause mitgebracht, was ein gutes Sohlenpolster abgibt. Barbie wieder rausgeholt, die Stallkollegin schaute auf ihren Gang und fand nichts auffälliges, ich auch nicht.

Trotzdem bekam sie Heilmoor auf die Sohlen und die Epics mit Sohlenpad angezogen, als ich sie später im Stall beim Laufen beobachtete, fand ich, sie lief etwas gelöster mit den Schuhen.

Nepomuk holte ich auch nochmals raus, bearbeitete rv, danach war ich kaputt. Ihn habe ich wie immer noch eingeschmiert und eingedeckt, Fliegenmaske auf, Pause.

Zum Schluß kam der Isi einer Stallkollegin dran, die heute nicht kommen konnte, auch Ekzemer. Geholt, Futter gegeben, Decke samt Kopfmaske ausgezogen, das ist ne Wissenschaft für sich. Decken, die man dem Pferd über den Kopf ausziehen muß, finde ich ziemlich doof, Nepomuk auch, daher hat er keine solchen. Die Maske des Isis finde ich super, sie kostet EUR 80,00, werde mich erkundigen, wo es die gibt.

So ein kleiner, netter und geduldiger Isi, ich habe ihn eingeschmiert und seine Hufe ausgekratzt, während er seine Heucobs fraß. Danach mit meinem Unterfellkamm gekämmt, das hat ihm gefallen :-).

Am 11. Juni 2014 kommt die Huftechnikerin, ich werde mir vorher alles aufschreiben, was ich fragen will. Bis dahin werde ich noch das Nötigste an den Hufen machen, auf ihre Meinung bin ich gespannt.

22. Mai 2014

Kräuter für Barbie bestellt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:28

Heute hatte ich eine Menge zuhause zu erledigen. Nebenbei habe ich noch ein Fliegenspray selbst gemischt, schwarzen dicken Tee mit Knoblauch, Nelken und Citronat hatte ich vor 2 Tagen angesetzt. Heute gab ich noch Kräuter-Öl dazu, was hier schon ewig rum liegt, eine Mini-Probepackung chemisches Zeugs sowie Wein-Essig, Niemöl habe ich leider keines mehr gefunden.

Eine Einheit tat ich in eine Sprühflasche (Nelken und Knofi habe ich abgesiebt), werde morgen mal ausprobieren, ob mein Gemisch was taugt. Der Geruch ist gewöhnungsbedürftig, die Nelken stinken schon ordentlich. Geplant ist, das Zeugs Nepomuk auf seine Decke zu sprühen, direkt bei ihm aufsprühen mache ich vorerst nicht. Erst mal bei Barbie ausprobieren, ob es was hilft. Nepomuk ist ja starker Allergiker, da muß man aufpassen, was man ihm aufs Fell sprüht, vielleicht ist er ja auf einen Inhaltsstoff allergisch. Von der anderen Einheit gebe ich nun immer was ins Waschpulver, wenn ich seine Decken und Fliegenmasken wasche.

Beim Tierheilkundezentrum Nehls hatte ich, als Barbie 2010 krank wurde, aufgrund der Empfehlung meines damaligen Hufpflegers viel bestellt. Rehe-Ex bekam sie eine Zeit, Huf-Elexier usw. Beim Surfen heute stieß ich wieder drauf und habe für Barbie 1 kg Rehe-Ex sowie 1 kg Lauf-Fit bestellt. Ich halte von Kräutern ja sehr viel, eine Kur zum jetzigen Zeitpunkt hilft Barbie sicherlich.

Pferdehanf, Magnesium, MSM und Selen setze ich für Barbie ab, sobald sie die Kräuter bekommt, Equisorb bekommen beide weiterhin. Den restlichen Pferdehanf und das Selen werde ich Nepomuk geben, sobald beides leer ist, bekommt er Derma Mineral (MSM und Magnesium setze ich auch bei ihm ab).

Barbie werde ich mal ihre Hufschuhe anziehen und kucken, ob sie damit nicht mehr fühlig läuft. Wenn ja und die Schuhe noch passen, werde ich sie ihr mal 2 Tage samt Sohlenpolster (Heilmoor) anlassen. Wenn die verfluchte dritte hohle Wand rv, die es wirklich nicht mehr gebraucht hätte, endlich rausgewachsen ist und sie noch fühlig läuft, kommt ein geklebter Beschlag drauf.

Morgen werde ich mit ihr Bodenarbeit auf dem Platz machen, da sehe ich dann, wie sie barhuf läuft und wo das Problem liegt, es könnte auch hinten sein. Hinten links hat sie ja ein schiefes Bein, auch wenn der Huf dank meiner Korrekturen nun gleichmäßig belastet wird, heißt das nicht, daß er zum Bein paßt. Die Verletzung an der Kastanie kommt ja nicht von ungefähr, irgend was stimmt da nicht.

21. Mai 2014

erster Pferde-Waschtag 2014

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:09

Heute Sonne bei ca. 27 Grad, ideales Wetter, um den Hafis den Winterdreck aus Mähne und Schweif zu waschen. Ich liebe es ja, den Hafis ihre Haare zu waschen, das macht mir mehr Spaß als Reiten :-).

Eine Stallkollegin öffnete mir den Ausgang, damit ich Barbie rausführen kann, sie hatte nicht mit Nepomuks Eifer gerechnet, sich mit rauszudrängeln. Schwupps war er mit draußen, Barbie stieg mir auf den Fuß, ich verlor meine Sandale. Beide verkrümelten sich auf die Obstwiese des Stallmeisters, wo relativ hohes Gras steht, ich holte einen Strick für Nepomuk.

Die Stallkollegin schnappte sich derweil Barbie, die ziemlich unwillig war, nach einer Ansage meiner Freundin ließ sich Barbie aber festbinden. Ich holte Nepomuk und vertrachtete ihn wieder zurück in den Stall, er ist halt ein Lauser :-).

Barbie die Hufe ausgekratzt und zwei Fotos gemacht, lv heute. Das schaut soweit ganz gut aus, die Zehe werde ich am Freitag wieder mal kürzen. Rechts vorne, werde die Zehe so kürzen, daß sie wieder gerade ist.

Beide bekamen heute ca. 1,5 kg eingeweichte Heucobs mit ein wenig Equigard, da hatten sie ordentlich zu fressen. Schweif, Mähne und Behang habe ich heute beiden mit Shampoo gewaschen, bei Barbie nahm ich zur „Vorwäsche“ das Teebaum-Shampoo, danach dann das sauteure für helle Haare, eigentlich für Schimmel gedacht. Der Erfolg war grandios 🙂, es waren keine Vergilbungen mehr zu sehen. Das teure nahm ich nur für Mähne und Schweif, für den Behang reichte das Teebaum-Shampoo.

Mit unserer Pferdedusche wusch ich ihr das ganze Shampoo wieder raus, erstaunlicherweise hat sich Barbie das super gefallen lassen, sie hat nicht ein mal gezuckt. Ich glaube, ihr hat die kleine Abkühlung bei diesem warmen Wetter gut gefallen, normalerweise zappelt sie schon ein wenig beim Abduschen.

Sie bekam rv das Loch gespült, beim Waschen hatte ich gesehen, daß der Daumen lh ein wenig spröde aussah. Kurzerhand schnitt ich alles „popelige“ davon mit dem Hufmesser weg, Barbie hat das nicht gestört. Auf die Kastanien gab ich Schweineschmalz, was ich gestern besorgt hatte – die fallen dann bald von alleine ab.

Es wurde Stroh gefüttert, Nepomuk fraß nichts, er wartete wohl drauf, daß ich ihn endlich hole. Ihm wusch ich den Schweif mit DermaNiem-Tiershampoo vor, danach mit dem teuren Zeugs. Bei der Mähne traute ich mich nicht, letzteres zu verwenden, als Ekzemer könnte er darauf allergisch reagieren. Da er aber keine vergilbte Mähne hat, brauchte es das teure Zeugs auch nicht. Für den Behang nahm ich das Teebaum-Shampoo, komischerweise sind die Shampoos für meine Hafis wesentlich teurer als die für mich.

Beim Abduschen rührte er sich ebenso wenig wie Barbie, Nepomuk bekam den Schopf geflochten, damit der Haarverlust möglichst gering bleibt. Ohren und Schopf hatte er gescheuert, wurde behandelt, das Gesicht habe ich heute leider vergessen. Ohne Decke kam er in den Stall, damit er abtrocknet, ich unterhielt mich mit der Stallkollegin.

Ihr wurde das falsche Futter geliefert, nämlich 2 Säcke Pre Alpin Senior anstatt zwei AlpenGrün Mash. Sie reklamierte, der Verkäufer bot an, daß sie einen Sack umsonst bekommt – das nenne ich Kulanz. Ihrem Isi gab sie heute das Senior-Futter mit eingeweichten Heucobs, ihm hat das super geschmeckt. Also habe ich heute 2 Säcke Pre Alpin Senior bestellt, 25 kg für EUR 29,00 (zzg. EUR 1,99 Versand), um den Hafis ihre Heucobs etwas schmackhafter zu machen. Das Equigard wollte ich ja eigentlich nur geben, wenn einer was gearbeitet hat, und nicht, um Heucobs aufzupeppen.

Barbie lief heute wieder nicht ganz rund, es war per Augenschein beim Laufen nicht auszumachen, ob das Problem vorne oder hinten liegt. Am Freitag werde ich das genau analysieren und ihr die Hufe bearbeiten, Nepomuk auch, zumindenst ein Paar.

Ich blieb nch einige Zeit, um mich mit der Stallkollegin zu unterhalten, wir beobachteten die Herde. Eine junge Isi-Stute war nur am Stänkern und ging auf Barbie los, das kann ich überhaupt nicht haben. Der Isi versuchte, Barbie nach hinten in einen Unterstand zu treiben, ich ermahnte die Stute verbal. Beim zweiten mal ging ich in den Stall und scheuchte den Isi aus dem Unterstand, damit Barbie flüchten konnte. Danach suchte sich die Isi-Stute andere Opfer, sie war ein stetiger Unruheherd. Aber gut, der Isi verläßt uns bald, meine Hafis werden sich darüber freuen.

19. Mai 2014

nach 3 Monaten wieder alleine mit Nepomuk im Gelände

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:36

Bei Barbie war heute rund um die Kastanie links hinten alles blutig, mit dem Nipper habe ich beide Kastanien hinten gekürzt, lh Jod aufgesprüht. Als das ein wenig getrocknet war, gab ich Bepanthen drauf und machte ihr eine Mullbinde drüber. Barbie hat schon immer ziemlich große Kastanien, bei ihr fallen die nie ab wie bei Nepomuk. Ich werde Schweineschmalz besorgen und das drauf tun, dann fallen die Kastanien von selber ab.

Sie steht hinten mE zu eng, lh ist ihr schiefes Bein, den Huf setzt sie zu weit unter den Körper. Der kommt sich dann mit rh ins Gehege, den sie aufgrund des Abszesses auch zu weit nach innen aufsetzt.

Barbie lief heute etwas vorsichtig, die Stallkollegin und ich waren uns einig: sie ging fühlig. Das liegt vermutlich am Gras, ich habe überlegt, ob ich ihr die Epis vorne anziehen soll. Durch das warme Wetter und die Feuchtigkeit, die jeder Huf abgibt, würden die Bakterien aber explodieren, also blieb sie barhuf. Solange die hohle Wand rv leicht medial noch nicht weggebrochen ist, werde ich keinen Beschlag kleben, ich muß das Loch ja spülen.

Na ja, nachts auf Gras läuft sie weich, tagsüber im Stall steht sie eh die meiste Zeit. Da muß sie jetzt durch, Priorität hat, die Keime in Schach zu halten, damit sich nicht wieder ein Abszess entwickelt. Sobald alle hohlen Wände komplett rausgewachsen sind, käme evtl. auch ein genagelter Beschlag in Frage, falls sie den geklebten immer wieder verlieren solle.

Jeder Hafi bekam heute eine Schaufel normale Heucobs und eine mit den Eiweiß reduzierten, insgesamt ca. 1 kg. Ein bissi Equigard bekam Barbie direkt dazu, Nepomuk bekam seines nach dem Reiten (die Heucobs vorher). Das AlpenGrün Mash ist mE besser, um die Heucobs etwas schmackhafter zu machen, werde einen Sack bestellen.

Nepomuk hatte den Schopf gescheuert und die Ohren :-(, er wurde geputzt und behandelt, während er Heucobs fraß. Ich überlegte hin und her, ob ich mit ihm rausgehen sollte, das letzte mal war ich am 24.02.2014 alleine mit ihm im Gelände. Angst hatte ich nicht, befürchtete aber, daß das ein Kampf wird, weil er alleine öfters mal versucht, umzudrehen und heim zu rennen.

Ich gab mir einen Ruck :-), Wanderreitsattel drauf und LG-Zaum, es ging ins Hügelige. Den Berg rauf führte ich nur kurz, bin ja faul *g*, aufsteigen im Gelände ist ja kein Problem. Anfangs zickte er hin und wieder und wollte umdrehen, ich paßte auf und wenn er stur wurde, gab es eine mit der Gerte. Auf Diskussionen mit ihm ließ ich mich nicht ein, gleich am Anfang durchgreifen bringt am meisten.

Wir bogen links in einen Wiesenweg ab, seine Versuche, Gras zu fressen, unterband ich soweit als möglich. Das letzte Stück trabten wir, er schlich dahin und wartete wohl auf eine Gelegenheit, mich auszutricksen und umzudrehen, ich paßte aber auf. Auf Asphalt ging es um Häuser und an einem Kindergarten vorbei, wo die Kleinen im Garten toben – sowas stört Nepomuk nicht.

Es kam ein schöner längerer Wiesenweg, ideal für Galopp, allerdings hat er eine kleine Kurve. Ich trabte erst mal ein Stück, Nepomuk versuchte umzudrehen und wurde bockig, als ich ihn nicht ließ. Er bekam eine mit der Gerte, manchmal geht es bei ihm leider nicht anders. Ich galoppierte ihn an, als wir zu der leichten Linkskurve kamen, war geradeaus eine abgemähte Wiese, das Gras lag zum Trocknen drauf.

Die Kurve schaffte ich nicht mit ihm, Nepomuk stellte auf stur und galoppierte flott die Wiese hoch Richtung Wald. Ich dachte mir, hoffentlich sieht uns niemand, Bauern mögen sowas nicht. Allerdings lag das gemähte Gras lose umeinander und Nepomuk ist nicht beschlagen, er beschädigt also bei trockenem Boden die Wiese nicht. Am Waldrand konnte ich ihn problemlos durchparieren, wir ritten in den Wald, dort war es angenehmer bezüglich der Viecher, die bereits ziemlich nervig sind.

Eigentlich sollte auf man Wiesen, die man vorher nicht auf Löcher usw. untersucht hat, nicht galoppieren. Sowas ist immer ein Risiko, vor allem bei einer Wiese, wo das gemähte Gras lose drauf liegt, so daß das Pferd mögliche Löcher gar nicht sehen kann. Ich konnte es heute nicht verhindern, daß Nepomuk diese Wiese nahm, der alte Sturkopf.

Im Wald trabten wir länger, Nepomuk lief super brav, danach Schritt am langen Zügel, ich rauchte eine. Als wir aus dem Wald kamen bei Graß, gingen wir rechts die Teerstraße Richtung Heimat. Ein anderer Weg wäre auch möglich gewesen, seine Hufe brauchten aber dringend mehr Abnutzung. Nervös oder guckig war Nepomuk heute überhaupt nicht, wir wurden von Autos und Radfahrern überholt, die interessierten ihn nicht.

Wir gingen ein Stück ganz langsamen Trab, den ich so liebe, das ist wie Schweben. Danach ließ ich ihn ein langes Stück „normal“ traben, er lief langsam, gleichmäßig, ruhig, teilweise am langen Zügel – ein Traum :-). Im Gelände am langen Zügel traben und das Pferd hält das relativ langsame Tempo, obwohl es Richtung Heimat geht, macht einfach Spaß.

Auf einem Wiesenweg wäre das mit ihm nicht möglich, er galoppiert ja lieber im Gegensatz zu Barbie, die lieber trabt. Die letzten 15 Min. ging er locker und entspannt Schritt am langen Zügel, ich ritt bis zum Stall. Ein wenig hatte er geschwitzt, ich wusch ihn mit warmen Wasser ab, während er sein Equigard fraß. Ohne Decke kam er in den Stall, damit er abtrocknet. Nachdem ich aufgeräumt hatte, wurde er wieder eingedeckt samt Fliegenmaske, ich werde nun mal meine Ausreitdecke mitnehmen in den Stall.

Den Stallmeister werde ich fragen, ob ich auf abgemähten Wiesen galoppieren darf, wenn der Boden trocken ist.

Nepomuks Hufe muß ich bearbeiten, die Huftechnikerin kommt erst in ca. 3 Wochen. Da helfen keine „Schönheitsreparaturen“ mehr, die muß ich jetzt komplett gut bearbeiten. Am Mittwoch soll es bis 30 Grad werden, da werde ich Schweife waschen und Nepomuks Vorderhufe bearbeiten, zum Reiten ist das zu heiß. Seine Hinterhufe mache ich am Freitag oder Sonntag, hilft ja nix.