31. Januar 2015

Heu ad lib

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:48

Diesen Artikel las ich heute und fragte mich, wann ein Pferd satt ist? Die meisten Pferdebesitzer können ihre Pferde nicht selber halten, in einem Pensions-Offenstall hat man keinen Einfluß darauf, welches Heu gefüttert wird.

Wann ein Pferd satt ich, wird rein mechanisch durch die Anzahl der Kauschläge festgelegt. Zitat von dieser Seite:

„Fressverhalten: Mehr als die Hälfte des Tages (bis zu 18 Stunden) werden fressend verbracht, wobei der Kopf gesenkt ist und sich das Pferd langsam im Schritt vorwärts bewegt. Auf diese Art legt es ca.6 bis 13 km pro Tag zurück. Das Sättigungsgefühl wird nicht wie beim Menschen durch den Blutzuckergehalt bestimmt sondern rein mechanisch durch die Anzahl Kauschläge, die vom Zwischenhirn registriert werden. Nach 35.000 Kauschlägen ist das Pferd satt. Für den Verzehr von einem Kilo Heu benötigt es etwa eine Stunde und 3.500 Kauschläge, so dass das Kaubedürfnis erst mit 10 kg Heu gedeckt ist.“

Ich nehme an, das ist für alle Pferde gleich, egal welcher Rasse, was das Problem aufwirft, das z. B. meine Haflinger mit geschätzten 450 kg Lebendgewicht 7 kg Raufutter pro 24 Std. (Erhaltungsfütterung) brauchen, damit werden sie aber nie satt.

Einen anderen interessanten Artikel fand ich hier (Zitat):

„Naturgemäβ verbringt das Pferd mehr als die Hälfte des Tages, bis zu 18 Stunden fressend. Und zwar mit gesenktem Kopf, wobei sich das Pferd langsam im Schritt fortbewegt und grast. Dieses Grasen ist die beste Rückendehnung für ein Pferd, da nur hier ein richtiges Fallenlassen der gesamten Rückenlinie möglich ist, was man mit keiner versammelten Gangart, keinem Sprung und keinem therapeutischen Handgriff so effektiv hinbekommt.“

Das ist in Gefangenschaft natürlich schwer nachzubilden, bei uns wird früh und abends Heu in der Stallgasse und in allen vier Unterständen ausgelegt. Die Pferde stehen nie lange beim Fressen, wie es bei Fütterung mit Heunetz der Fall wäre. Wie ich bei meiner Heufütterung der Hafis im Sommer beobachtet habe, werden die besser schmeckenden Gräser und Kräuter zuerst gefressen, alles andere später.

Da es bei uns enorm viele Futterstellen gibt, geht das Pferd im Stall auf Wanderschaft und schaut, ob z. B. in einem anderen Heuhaufen noch was liegt, was es am liebsten mag.

Auf dieser Seite steht sinngemäß folgendes: ein Pferd frißt 8,5 kg Wiesenheu in 6,4 Std. mit 27.625 Kauschlägen. Meine Hafis dürften also bei ihren geplanten 7 kg / 24 Std. 22.750 Kauschläge machen, bis zur Sättung fehlen also 12.250.

Wir wissen, daß ein Pferd, um 1 kg Heu oder Stroh zu verzehren, ca. 3.500 Kauschläge macht und damit 40 – 60 Min. beschäftigt ist.

Ebenfalls ist bewiesen, daß es nicht auf die Menge ankommt, die ein Pferd in welcher Zeit auch immer in sich rein schaufelt, sondern auf die Kauschläge. Die meisten Pferde bekommen Müsli, davon halte ich gar nichts, die Hafis werden seit Jahren getreidefrei ernährt.

Für sinnvoller halte ich ein getreidefreies Zusatzfutter mit Raufuttercharakter, ich werde bei Grünhafer bleiben. Barbie braucht für 300 g + etwas Mühldorfer ca. 15 Min., Heu frißt sie schneller. In Sachen Kauschlägen macht das auch Sinn, sobald das Mühldorfer zu Ende ist, bekommen beide mehr Grünhafer.

Eine interessante Seite habe ich noch, Zitat:

„Es gibt Untersuchungen, in denen man Pferde erst „satt“ gefüttert hat mit Kraftfutter und Heu und sie dann auf die Weide gelassen hat. Nach max. 10 Minuten Spielen usw. fingen die Pferde an zu grasen, obwohl sie augenscheinlich ja „satt“ waren.“

Das kenne ich auch, im Sommer bekamen die Hafis mittags jeder ca. 2 kg Heu von mir, bis sie keines mehr mochten. Kurz darauf sind wir ausgeritten, sofort war Barbie gierig auf Gras, das hat sich aber immer nach kurzer Zeit wieder gelegt.

Ein weiteres Zitat von dieser Seite:

„Deshalb ist es auch psychischen und physischen Gründen so wichtig, das Pferde rund um die Uhr Heu oder Gras, also Rohfaser zu sich nehmen können. Diese Rohfaser wird vom Organismus benötigt und am besten verwertet, da dieser darauf genetisch festgelegt ist.

Also Heu zu portionieren ist physiologisch nicht sehr sinnig.

Zum Thema Kraftfutter. Ein Freizeitpferd welches nicht im Leistungsport geht, also keine Rennen, Vielseitigkeiten, schwere Arbeiten usw. verrichtet, sondern 1-2 std. täglich gearbeitet wird, benötigt normalerweise kein Kraftfutter.“

Im Winter im Offenstall brauchen mein Pferde mE schon ein wenig Zusatzfutter (aber kein Kraftfutter), Kälte verbraucht Energie. Dazu derzeit der Fellwechsel, der Stoffwechsel muß Höchstleistung erbringen.

Barbie am 12.05.2014 nach 5 1/2 Monaten Heu ad lib, im Winter 2013/2014 habe ich sie kaum bewegt. Anfang Nov. 2013 hatte sie rh einen Hufabszess, Barbie war deswegen nur 4 Tage lahm. Trotzdem habe ich sie stehen lassen, man will ja nix riskieren.

 

 

30. Januar 2015

Libertin für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:36

Nepomuks Ekzem behandele ich dieses Jahr mit Ökozon Neo Typ 3, es ist noch nicht eingetroffen, wird erst ab ca. +4 Grad versendet.

Bezüglich Libertin für Barbie, ebenfalls von Herrn Busch entwickelt, habe ich nochmals ein wenig nachgelesen, fand dazu einen Erfahrungsbericht. Kurz entschlossen habe ich gerade Herrn Busch angerufen, um mich beraten zu lassen.

Barbie hatte den letzten Reheschub vor ca. 3,5 Jahren, seit 1. März 2012 stehen beide Hafis auf dem Schopserhof. Drei  Sommer mit 7 Std. Weidegang (Magerweiden) täglich nachts hat sie nun hinter sich von Mitte Mai bis Ende November, das Gras hat ihr nicht geschadet.

Letztes Jahr hatte Barbie „nur“ einen Abszess rv, 2014 fünf, drei rv, einen lv und rh. Wir haben schon viel erreicht, ihre Hufsituation hat sich stark verbessert. Sie läuft derzeit barhuf einwandfrei, trabt und galoppiert sogar auf geräumten Schotterwegen.

Derzeit ist alles super, aber der nächste Sommer kommt bestimmt, und damit vermutlich wieder Hufprobleme.

Herr Busch meinte, Libertin Prophylaxe wäre für Barbie gut, man gibt das nicht durchgehend, sondern nur, wenn nötig. Also immer dann, wenn der Stoffwechsel belastet wird wie bei Impfungen (Tetanus steht im März an), Wurmkuren oder beim Anweiden. Außerdem bei Lahmheit, egal, woher sie stammt.

2014 hatt Barbie eine unklare Lahmheit lv vom 5. – 9. Juni und nach der Bearbeitung durch die Huftechnikerin vom 11. – 25. Juni 2014. Rechts vorne war sie vom 10. August bis 4. Sept. 2014 lahm aufgrund eines Hufabszesses, das Geschwür brach am 17.08.2014 am Kronsaum raus.

Herr Busch meinte, Libertin treibt einen Abszess schneller raus, das wäre ja prima. Ich habe Barbie 2014 öfters mal Rheumocam (Schmerzmittel) geben müssen, was den Stoffwechsel belastet – darauf können wir dieses Jahr hoffentlich verzichten.

Wenn Barbie Libertin bekommt, soll ich ihr keine Kräuter geben; da sie Libertin immer nur prophylaktisch für ein paar Tage bekommen wird, ist das kein Problem. Das Libertin hält sich ca. 4 Monate im Kühlschrank; wenn ich es Mitte Februar bekomme, müßte das passen.

Wenn geimpft wird, gebe ich ihr was, ebenso, wenn eine Wurmkur ansteht. Sobald der Schnee weg ist und wir ausreiten, wird Barbie wieder Gras stibitzen oder was sie sonst noch an Grünzeug im Gelände findet. Da werde ich ihr zur Sicherheit was von dem Libertin geben nach dem Ausritt, ab Anfang Mai, wenn ich sie per Hand anweide, dann regelmäßig.

Ich bin gespannt, was Ökozon Neo Typ 3 bei Nepomuk bringt, seinen Zustand werde ich hier dokumentieren. Für Barbie mache ich wohl eine extra Seite auf meiner Homepage, damit man meine hoffentlich positiven Erfahrungen damit leichter findet.

Meine Rückenschmerzen sind leider kaum besser geworden, gestern fiel mir ein, daß die nicht vom schiefen Sattel gekommen sind. Als ich mit Barbie zurück vom Ausritt war, bin ich am Putzplatz ausgerutscht und auf den Hintern gefallen, dadurch hat es mich in den Rücken gestaucht.

Daher blieb ich heute zu Hause, ein Training mit Nepomuk auf der Ovalbahn wäre nicht möglich gewesen.

28. Januar 2015

traumhaft schöner Ausritt mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:26

Gestern hatte es einiges geschneit, heute strahlender Sonnenschein – ein Traumwetter zum Reiten. Am spanischen Sattel hatte ich das Reitkissen mit dickem Lammfell und meine neuen „vergoldeten“ Steigbügel angebracht, wollte beides mal testen.

Barbie satteln war kein Problem, allerdings hampelte sie wie üblich am Putzplatz rum ==> bumms fiel der Sattel runter und sie erschrack sich kurz. Erneut satteln klappte gut, auch das Gurten, heute blieb das linke Hinterbein am Boden.

Wir starteten um 13.35 Uhr, ich führte bis zur Ovalbahn, dort gab es Aufstiegshilfen. Barbie war ein wenig nervös, weil sie nicht wußte, warum wir auf der Ovalbahn waren, das Aufsteigen mit Hilfe eines Baumstumpfes klappte trotzdem schnell.  Wir ritten auf den Weg zurück, Barbie blieb stehen, um mich zu fragen, ob wir wirklich Richtung Wald reiten oder nicht lieber wieder umkehren *g*.

Ich sagte ihr, wir reiten nun aus, das akzeptierte sie, wir ritten Richtung Römersiedlung durch völlig unberührten, glitzernden Tiefschnee. Überall Neuschnee, ich hatte den Weg aber einigermaßen im Kopf, man sah ihn heute natürlich nicht.

Wir bogen rechts ab, weil Barbie das gerne wollte, mir war es egal, und trabten 3x kurz langsam zum Aufwärmen. Der tiefe Schnee war anstrengend für Barbie, trotzdem war sie motiviert und voller Elan. Im Wald angekommen, lag auf dem Weg hoher, unberührter Schnee, ich galoppierte Barbie an. Ein wenig übermütung buckelte sie ein wenig rum, also parierte ich wieder in den Schritt.

Es querte ein Weg, der geräumt war, wir ritten geradeaus weiter, ich galoppierte Barbie wieder an. Mit ein wenig „ks ks“ hielt ich sie am Tempo, wenn sie flott läuft, buckelt sie nicht. Ihr Grundtempo im Galopp ist langsamer als das von Nepomuk, Barbie ist alleine im Galopp eher gemütlich unterwegs. Ihre Lieblingsgangart ist Renntrab, den ich nicht so gerne mag, weil für mich sehr anstrengend.

Durchpariert, im Schritt ging es weiter bis zur ersten Abbiege links, der Weg führte nach Hause. Leider war der geräumt, ich überließ Barbie die Entscheidung, welche Gangart wir gehen. Sie wollte gerne traben und galoppieren, dabei verrutschte der Sattel nach rechts wegen des Reitkissens.

In Schritt pariert und in den linken Bügel getreten – ich weiß, das soll man nicht machen, ich hatte aber Angst, daß der Sattel komplett nach rechts weg rutscht. Barbie fand Schritt doof, sie wurde ein wenig hibbelig, trabte immer wieder an. Renntrab im schiefen Sattel ist nervig, also galoppierten wir wieder – obwohl ich stark im linken Steigbügel stand und rechts fast gar nicht, kam der Sattel nicht wieder in die korrekte Position.

Bei der Römersiedlung angekommen, konnte ich Barbie wieder durchparieren, im Schritt am langen Zügel ging es nach Hause durch unberührten Tiefschnee. Mir tat das Kreuz weh vom schiefen Sattel, außerdem verkrampfte mein linkes Bein ein wenig – das Reitkissen nehme ich nicht mehr.

Bei der Ovalbahn stieg ich ab, tut mir eh gut, wenn ich laufe. Barbie blieb ruhig stehen, während ich die Steigbügel an den Sattel hängte und den Gurt ein wenig löste, super brav war sie heute :-). Nur den Tiefschnee wollte ich mir zum Führen mit einem Pferd, was so schnell Schritt geht, nicht antun, das wäre für mich extrem anstrengend geworden. Barbie lief am lockeren Zügel einwandfrei mit, sogar im Ort auf dem engen Gehweg blieb sie heute brav hinter mir.

Im Stall angekommen bekam sie ihr Zusatzfutter, ich löste den Gurt und plums fiel mein Sattel nach rechts vom Pferd. Barbie hat das nicht interessiert; ich räumte den Sattel weg und legte ihr eine Abschwitzdecke auf, sie hatte ein wenig geschwitzt.

Wir waren heute 1 Std. 20 Min. unterwegs, ca. 25 Min. davon habe ich geführt. Es war ein super schöner Ausritt mit einer gut aufgelegten und sehr braven Barbie, so machen Ausritte richtig Spaß :-). Mit den Steigbügeln aus Messing war ich zufrieden, auch wenn sie etwas rutschig waren aufgrund von Schnee an den Schuhen. Ich werde wieder die „normalen“ anbringen, im Frühjahr kommen dann die neuen wieder dran.

Das Reitkissen aus Lammfell ist super toll, damit rutscht der Sattel aber, ich müßte noch was drunter legen. Allerdings habe ich ja noch die Satteldecke aus Filz, werde die mal testen. Am liebsten würde ich für Barbie auch wieder meinen Wanderreitsattel verwenden, werde demnächst mal kucken, wie sie reagiert, wenn ich den auflegen will.

Die heutige Strecke andersrum geritten wäre sinnvoller gewesen, dann hätte Barbie nicht auf der geräumten Römerstraße galoppieren wollen. Der Rückweg wären nicht geräumte Wege gewesen, wo sie bequemer hätte laufen können.

Barbie aufgeräumt, Nepomuk wartete bereits, er hatte sich ein wenig die Schweifrübe gescheuert. Er wurde mit DermiLac Prozem behandelt und bekam sein Zusatzfutter.

Barbie war auch schon ewig nicht mehr alleine mit mir im Gelände, im Gegensatz zu Nepomuk fragt sie durch Stehen bleiben an, ob sie nun da oder dort gehen muß und akzeptiert dann meine Antwort. Bei ihr muß ich nie Angst haben, daß sie plötzlich umdreht und nach Hause rennt, bei Nepomuk leider schon.

Ich denke, bis zur Ovalbahn führen, wenn wir ins flache Gelände gehen, und die dort stehende Aufstiegshilfe zu benutzen, ist eine gute Idee. Das werde ich am Freitag mit Nepomuk auch so machen; falls er Theater macht, üben wir das, bis es klappt.

Es ist wohl sinnvoll, mit ihm auf der Ovalbahn das Anhalten, ruhig Stehen, Auf- und Absteigen zu üben. Er muß lernen, daß bockig sein ihm nichts bringt, sondern er damit genau das Gegenteil erreicht. Barbie ist da völlig anders, sie hat längst kapiert, daß sie Vorteile hat, wenn sie in für mich entscheidenden Situationen macht, was ich verlange.

Beide Hafis sind super liebe und brave Pferde, an ein paar Details müssen wir noch arbeiten.

27. Januar 2015

Video vom Ausritt gestern

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:00

Sodele, habe mein Video heute bearbeitet, so gut ich konnte. Den Kamera-Winkel werde ich nächstes mal verbessern, so daß man mehr von der Gegend sieht und nicht nur die Ohren des Pferdes *g*.

Beim ersten Galopp im Wald wackeln Nepomuks Ohren ziemlich viel, finde ich, beim zweiten nicht. Beim ersten querte nach kurzer Zeit ein Weg rechts, er springt im Galopp daher nach links weg. Er ist nicht erschrocken, sondern hat wohl kurz überlegt, ob der Weg rechts schneller Richtung Heimat führt. So was ist typisch Nepomuk – obwohl er die Strecke 8 Tage vorher gelaufen ist, muß er den Kaschperl geben.

Ich überlege seit gestern, wie ich die Probleme, die wir gestern hatten, in den Griff bekomme. So ein Theater wie gestern, als ich im Wald wieder aufsteigen wollte, hat er noch nie gemacht. Ich lasse ihn beim Aufsteigen im Gelände  immer Gras fressen, dadurch bleibt er ruhig stehen. Im Wald gestern gab es aber nix zu fressen für Nepomuk, eigentlich kein Grund, warum er beim Aufsteigen nicht stehen bleiben wollte.

Mit Barbie halte ich es genauso; auch wenn Schnee liegt und sie daher beim Aufsteigen nix fressen kann, steht sie ruhig. Nepomuk geht mit mir problemlos spazieren, er hat Vertrauen in mich. Stehen bleibem im Gelände mit ihm war schon immer schwierig, beim Führen klappt das, aber nicht, wenn ich im Sattel sitze.

Wenn man einem Pferd diese „Unart“ hat so lange durchgehen lassen, wird es natürlich schwierig, ihm neue Regeln zu geben. Nepomuk muß lernen, daß er im Gelände auch mal stehen bleiben muß, werde das mit ihm trainieren. Gestern habe ich ja damit bereits angefangen, als ich mit den Nerven am Ende war.

Alleine im Gelände denkt Nepomuk nur daran, wie er möglichst schnell wieder in den Stall zurück kommt. Er ist ziemlich hoch im Rang, er will auf die Herde aufpassen, daher mag er nicht alleine raus gehen, denke ich. Er wird lernen müssen, daß er umso schneller zurück im Stall ist, je weniger Theater er während des Ausrittes macht.

Gestern lief er bei den zwei Galoppaden sehr brav, kein Gerenne, er ließ sich immer problemlos durchparieren. Obwohl es Richtung Heimat ging – das ist schon mal ein guter Anfang :-). Ich muß nun halt öfters mal alleine mit Nepomuk ins Gelände gehen, damit er sich daran gewöhnt.

Heute hat es wieder geschneit, gestern lag auf der Römerstraße teilweise noch zu wenig Schnee für Barbies Hufe. Morgen dürfte der Schnee reichen, damit sie super barhuf laufen kann :-). Ich liebe es ja, auf Schnee zu reiten, meine Barhufpferde gehen darauf auch sicher.

Gestern habe ich Nepomuk das neue Hooflex Liquid vor dem Ausritt auf alle Sohlen und Strähle aufgetragen, auf der Flasche steht, daß das das Aufstollen verhindert. Unser Schnee derzeit ist ja ziemlich feucht und pappig, das Zeugs hat gegen Aufstollen super geholfen. Barbie bekommt das morgen auch drauf, das tut ihren Hufen sicher gut.

Solange Schnee liegt, werde ich nun immer ausreiten, wenn ich im Stall bin. Abwechselnd mit Barbie und Nepomuk, es gibt einiges zu trainieren, packen wir es an :-).

26. Januar 2015

alleine mit Nepomuk im Gelände

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:44

Letzte Nacht hatte es nochmals ein wenig geschneit, heute schien die Sonne, Traumwetter zum Ausreiten. Da ich mit Nepomuk seit dem 2. Oktober 2014 nicht mehr alleine im Gelände war, wollte ich heute mit ihm ausreiten.

Barbie kam wie üblich zuerst raus und wurde versorgt, danach Nepomuk. Er bekam meinen Wanderreitsattel drauf, um zwei starteten wir ins Gelände. Nach den Gleisen stieg ich auf, am Anfang lief er mit stark nach rechts gebogenem Hals, das kenne ich, er suchte eine Gelegenheit, um umzudrehen.

Ich passte aber auf, richtete ihn immer wieder gerade, im Schritt ging es bis zur Römersiedlung. Ich wollte den Weg rechts nehmen in den Wald (Römerstraße), Nepomuk wollte links abbiegen. Auf einen Kampf mit ihm wollte ich mich nicht einlassen, stieg also ab und führte, er ging brav meinen schnellen Schritt mit.

Von der Römerstraße führt nach einiger Zeit ein Weg rechts ab Richtung Heimat, den Nepomuk gerne selbständig nimmt, um wieder nach Hause zu kommen. Ich führte bis dahin und wollte dann aufsteigen, Nepomuk blieb aber nicht ruhig stehen. Er versuchte nach dem Anhalten, sich sofort mit der Nase gen Heimat zu plazieren, ich weiß auch, warum – damit er gleich Gas geben kann.

Dagegen hatte ich was, mein Pferd muß ruhig stehen, wenn ich aufsteige. Ich probierte es noch ein paar mal, führte zwischendurch immer wieder weiter, Nepomuk blieb nicht stehen. Wir waren an einer Straße angekommen, ich hatte ca. 1/2 Std. geführt, wollte aufsteigen und zurück reiten, Nepomuk blieb nicht stehen.

Er kennt die Kommandos „halt“ und „steh“, es hat ihn nicht interessiert, was ich gesagt habe. Entweder wich er mit der Hinterhand weg, um die Nase wieder Richtung Heimat zu bekommen, wenn ich aufsteigen wollte. Oder er ging rückwärts, so langsam verlor ich die Nerven. Ich ließ ihn 3x  ca. 50 m rückwärts gehen und führte das anschließend wieder nach vorne – Nepomuk blieb zum Aufsteigen nicht ruhig stehen.

Inzwischen hatte ich ihn schon mehrmals angebrüllt, ca. 20 Min. „kämpfte“ ich nun schon mit diesem sturen Bock – ohne Erfolg. Ich schwitzte ohne Ende, wollte den weiten Weg zurück nicht laufen, also mußte ich irgendwie aufs Pferd.

Ich führte Nepomuk ins Unterholz, wo es einige Aufstiegshilfen gab – er blieb daneben aber nicht stehen. Ich parkte ihn so bei Bäumen, daß er nicht rückwärts gehen konnte, er ging mit der Hinterhand weg. Am liebsten hätte ich ihn mit der Gerte verdroschen, so was bringt aber nix.

Ich beschloss, mitten im Unterholz eine zu rauchen, Nepomuk mußte derweil stehen. Zwei mal wollte er sich los reißen, ich passte aber auf, er gab dann auf und stand ruhig bei mir. Nachdem ich mich wieder runter gefahren und fertig geraucht hatte, kamen die nächsten Aufstiegsversuche, beim Dritten mal klappte es :-).

Ein Glück, ich saß wieder im Sattel *g*, Nepomuk stiefelte gleich mal ohne Erlaubnis los, sofort habe ich ihn umdreht und angehalten. Meine Handschuhe mußte ich noch anziehen, das mache ich generell am stehenden Pferd. Außerdem geht mein Pferd erst los nach dem Aufsteigen, wenn ich das anfordere, nach dem zweiten Umdreher hatte Nepomuk das kapiert.

Wir ritten aus dem Unterholz raus und Richtung Heimat, es gab zwei lange Geraden nach Hause, ich ließ Nepomuk wählen. Er wollte den linken Weg nehmen, den ich geplant hatte :-), wir gingen Schritt und dann ein wenig langsamen Trab. Wieder Schritt, ich hätte nach dem ganzen Stress gedacht, Nepomuk geht mir durch, er war aber total brav und kontrollierbar.

Ich galoppierte ihn an, er lief total gesittet, bevor wir aus dem Wald kamen, parierte ich ihn problemlos in den Schritt. Auf freiem Feld gingen wir noch ein wenig Schritt, nachdem wir die Kurve nach rechts genommen hatten, galoppierten wir wieder.

Nepomuk war ein wenig schneller unterwegs als im Wald, das war ein super schöner Galopp. Als eine 90-Grad-Linkskurve anstand, schnitten wir die ein wenig und nahmen kurz mal den Acker, bei bei zweiten nahmen wir Tempo zurück. Danach noch ein Stück Galopp, Nepomuk ließ sich weit vor der Ovalbahn problemlos in den Schritt parieren.

Heute ritt ich mit Jet-Helm und darauf befestigter Action-Kamera, die ich einschaltete, als ich das erste mal plante, auf der Römerstraße wieder aufzusteigen. Unsere zwei Galoppaden habe ich also auf Video, muß aber erst mal kucken, wie ich das passend kürze.

Im Schritt am durchhängenden Zügel ging es nach Hause, Nepomuk war relaxt und schaubte viel ab. Er kann sehr schnell Schritt gehen, wenn er will, den zeigt er aber meist nur, wenn es Richtung Heimat geht. Bei der Kirche im Ort stieg ich ab und führte bis in den Stall, wir waren 2 Std. unterwegs. Diese Runde gehen wir nomal in 1 Std., durch das Führen (wo ich eigentlich galoppieren wollte) und die Aufsteigprobleme hat es 1 Std. länger gedauert.

Im Stall bekam er sein Zusatzfutter, Nepomuk hatte kaum geschwitzt. Ich denke, wir waren in den letzten Monaten zu nachgiebig bei Nepomuk, was das Aufsteigen betrifft. Elli benutzt für ihn seit einiger Zeit den Westernsattel, da muß ich gegen halten, wenn sie aufsteigt – Nepomuk blieb dabei nie ruhig stehen. Das schleift sich dann ins Pferdehirn ein und  rächt sich, wenn man alleine mit ihm ins Gelände geht.

Ich reite ja unheimlich gerne auf Schnee, am Mittwoch gehe ich mit Barbie raus. Beim nächsten Ausritt alleine mit Nepomuk nehme ich einen Strick mit, binde ihn damit dann an einen Baum an zum Aufsteigen. Mein Ziel ist natürlich, unterwegs nicht absteigen zu müssen, wenn er aber unbedingt umdrehen will, ist es sinnvoller, ich steige ab und führe ein Stück.

Aufsteigprobleme wie heute tue ich mir nicht mehr an, das Problem ist halt, daß Nepomuk alleine im Gelände ständig darauf auf ist, umzudrehen und dann ohne Erlaubnis heim zu heizen. Ich komme ihm gerne entgegen, wenn das kontrolliert abläuft, so wie heute.

Sogar um zwei 90-Grad-Kurven habe ich heute vertraut bei Schnee, hatte gar keine Angst, daß er ausrutscht und wir stürzen. Mit ein bissi mehr Übung wird er sicher so ein tolles Ausreitpferd wie Barbie.

23. Januar 2015

Barbie schlanker als Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:53

Heute bei Null Grad den ganzen Tag Nieselregen, hatte daher keine Lust auf einen Ausritt mit Nepomuk. Barbie kam zuerst raus, sie bekam auf alle Strähle das neue Hooflex Strahlpflegemittel. Das THM Hufstabil extra ist nun zu Ende, ich habe aber noch eine Flasche :-). Von THM WLD ist noch was da, werde das aufbrauchen, bevor ich die neue Flasche anbreche.

Die Hafis bekamen heute jeder ca. 300 g Grünhafer, dazu eine Schippe Mühldorfer, letzteres ist bald zu Ende. 1x pro Woche bekommen sie AlpenGrün Mash + ein paar Heucobs, ich denke, damit sind sie gut aufgestellt.

Barbies Langhaare habe ich gekämmt, während sie fraß, danach habe ich das Fell noch mit dem Unterfellkamm gekämmt. Das hat ihr gefallen :-), es gingen bereits einige Haare raus, der Fellwechsel hat begonnen.

Nepomuk bekam dieselbe Behandlung, er haart etwas weniger als Barbie. Beide schauen top gesund aus 🙂 und haben eine prima Figur. Bevor ich Nepomuk zurück stellte, habe ich ihn mit meinem Gewichts-Maßband vermessen, er hat danach ca. 465 kg.

Nachdem er zurück gestellt war, wollte ich im Stall auch Barbie vermessen, sie wich zuerst aus. Nachdem ich ihr versicherte, daß das Maßband nicht gefährlich ist *g*, konnte ich es ihr anlegen, sie wiegt danach 454 kg. Das dicke Winterfell beider Hafis muß man auch berücksichtigen, früher mit Sommerfell lagen beide immer bei ca. 460 kg.

Obwohl beide ja nicht viel bewegt werden und seit 1. Dezember 2014 Heu ad lib (ausgelegt am Boden) bekommen, halten sie ihre Figur, das zeigt, daß der Stoffwechsel funktioniert :-). Barbie hat keine EMS-typischen Fettpolster mehr, habe sie heute genau kontrolliert. Der Mähnenkamm ist immer noch etwas mächtig, mE nun aber fast im grünen Bereich.

Meine Bemühungen, den Stoffwechsel ständig auf Trab zu halten, scheinen den Hafis sehr gut zu tun. Ob all das was gebracht hat, werden wir sehen, sobald Nepomuks seine Ekzemer-Saison eröffnet und Barbie wieder auf Gras kommt.

22. Januar 2015

Fellwechsel

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:31

Vor allem im Frühjahr ist der Fellwechsel eine Hochleistung des Pferdes, weil es einen Großteil seines Fells komplett neu ersetzt. Barbie haart bereits ein wenig, Nepomuk weniger, der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Eigentlich wollte ich beide im Februar gegen Tetanus impfen lassen, laut Dr. Weyrauch soll man aber während des Fellwechsels besser nicht impfen. Ich werde also Blutbild und Impfung zurück stellen, bis der Fellwechsel abgeschlossen ist (meist im März).

Es ist wichtig, Zink im Fellwechsel zu füttern, erst mal muß ich aber eruieren, wieviel Zink bereits in den Sachen enthalten ist, die die Hafis bereits bekommen. Barbie Mauke rh am Bein (lh habe ich auch eine kleine Stelle entdeckt) hat nichts mit Matsch oder Unsauberkeit zu tun, sie hat die Mauke ja nicht in der Fesselbeuge.

Zinkmangel (beim Blutbild vom Februar 2014 hatten beide keinen) zeigt sich durch /Zitat/: „… Hauterkrankungen (Mauke, Ekzem), Infektanfälligkeit und Allergieneigung. Juckreiz, „Geistersehen“, schlecht heilende Wunden oder Wachstumsdefizite können ebenso Zeichen eines Zinkmangels sein.“

Barbie hat Mauke, Nepomuk Ekzem, er sieht außerdem öfters mals Geister. Ich habe gerade von Dr. Weyrauch „zn Zink“ (500 g) bestellt, werde den Hafis das geben, bis der Fellwechsel vorbei ist. Leider kann ich nichts „durchgehend“ geben, d. h. täglich, weil ich derzeit nur 3x pro Woche im Stall bin.

Alle anderen Empfehlungen wie Leinöl, Selen usw. setze ich bereits seit einiger Zeit um, habe gleich noch eine weitere Flasche Leinöl bestellt. Allerdings habe ich das Leinöl auf ca. 25 ml pro Fütterung reduziert, seitdem beide Pferdehanf bekommen. Nachdem beide nun wieder Kräuter bekommen, kann ich ihnen etwas mehr Leinöl geben, 50 ml (für „allgemein“ wird empfohlen: 15 – 30 ml je 100 kg Pferdegewicht).

Die Hafis lieben Leinöl, es ist auch für Pferde mit Hufrehe geeignet – es ist /Zitat/: „Energielieferant für Eiweißempfindliche Pferde zur Steigerung der allgemeinen Lebensfreude und zur eiweißfreien Leistungsoptimierung bei Sportpferden. Nachweisliche Unterstützung für bessere Haut-, Haar- und Hufbeschaffenheit (Hufrehe).“.

Barbie merkt man ihre Lebensfreude an, wenn wir reiten, sie ist flott unterwegs und kann locker mit viel gerittenen Pferden mithalten.

Nachdem das Farrier´s Finish bald zu Ende ist, kommt nun für Nepomuks Hufwände hinten Hooflex Liquid Conditioner zum Einsatz wegen der Windrisse. Das kann man auch auf Sohle und Strahl geben, 2x pro Woche wird empfohlen.

Als Ersatz für das NT-dry zur Strahlpflege habe ich bereits Hooflex Frog & Sole Care, werde das ca. 2x pro Woche auf die Strähle auftragen zur Vorbeugung.

Für Barbies Vorderhufe bleibe ich natürlich bei THM Hufstabil extra, das hat sich extrem gut bewährt.

21. Januar 2015

Aufsteigen mit Aufstiegshilfe geübt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:22

Das Kostbar FermentDigest fürs Verdauungssytem ist nun zu Ende, es folgt das Kostbar FermentBasic. Auch die 3,5 kg HanfHepar befinden sich nun in den Hafis, anstatt ein Hanfprodukt bekommen beide nun Kräuter. Amara Bitterkräuter sowie Herba Visceral für die Bauchspeicheldrüse. Nepomuk hat zwar kein EMS und daher auch keine Probleme mit dem Blutzuckerspiegel, er bekommt Herba Visceral aber auch als Kur. Jeder ca. 30 g pro Zusatzfutter, für Barbie wäre die Fütterung von Herba Visceral während der Weidezeit sicherlich sinnvoll (behalte ich im Hinterkopf).

An meinem spanischen Sattel brachte ich das Reitkissen mit Lammfell an und meine „goldenen“ Steigbügel, ob die sich für den Alltag eignen, werde ich demnächst testen. Barbie geholt und ihr vorne die Zehen gekürzt, lv seitlich heute. Die Rillen finde ich ein wenig heftig, ob die vom Entwurmen, Hufbearbeitung oder Futterwechsel stammen, kann ich nicht sagen. Einen Reheschub hatte Barbie in den letzten 3 Jahren keinen; da der immer beide Vorderhufe betrifft, läßt er sich relativ einfach diagnostizieren.

Der Huf wächst in der Zehenachse steiler nach, die Trachten schieben mE ziemlich unter. Rehepferde zeigen ja oftmals eine Trachtenfußung, zu unterscheiden von der (gewünschten) Trachtenlandung. Durch die Trachtenfußung werden die Trachten überlastet, verbiegen sich daher, die Zehe schiebt nach vorne weg.

Der Paddockboden sowie die Winterweide sind derzeit gefroren, ich bin sehr froh, daß Barbie darauf problemlos barhuf laufen kann. Daher kürze ich vorerst die Trachten lv nicht, sondern warte, bis die Boden wieder aufgetaut sind. Links vorne die Sohle heute, vor einem Monat sah das so aus (beide Fotos mit NT-Dry). Der Strahl hat sich verbessert, das Loch in der Zehe sieht man heute nicht aufgrund Dreck, es hat sich fast schon geschlossen :-). Der Huf ist so lang wie breit und symmetrisch, Barbie belastet ihn also gleichmäßig.

Rechts vorne, der Huf hat seitlich teilweise enorme „Hornwülste“ aufgebaut bis auf Tragrandhöhe. Ich denke, das geschah zum Schutz der Sohle, vor allem der mediale Sohlenteil, der ja geschädigt ist, ist nun ein Stück vom Boden weg. Das ist Voraussetzung dafür, daß sie nicht fühlig geht auf Schotter, durch die Hufbeinabsenkung hat sie vorne kaum Sohlenwölbung.

Sattel auflegen klappte gut, den Gurt unterm Bauch zu mir holen nicht. Immer wieder hob sie lh an, ich blieb ruhig und quittierte das mit einem „nein“ und „runter“. Barbie war wie üblich ungeduldig, wedelte mit dem Hinterteil hin und her und biss an ihrem Strick rum, ich hatte Zeit *g*. Als sie den Strick löste, band ich sie neu an, erst als sie mit allen Vieren ruhig da stand, holte ich den Gurt unter ihrem Bauch zu mir.

Nachdem ich heute das Video von Sandra Fencl bezüglich des Aufsteigens gesehen hatte, wollte ich das heute mit Treppchen üben. Barbie bekam ihr Zusatzfutter, ich stellte die Treppe neben sie und stieg von links auf. Es hat sie Null interessiert, ich stieg wie üblich rechts ab, stellte die Treppe um und stieg von rechts auf. Das klappte auch einwandfrei, großes Lob, ich stieg wieder ab.

Kürzlich auf dem Reitplatz blieb Barbie nicht neben der Aufstiegshilfe stehen (Baumstumpf), ich gab das Aufsteigen dann auf. Futter beruhigt ungemein :-), es sollte aber auch ohne funktionieren.

Barbie zurück gestellt und Nepomuk geholt, das NT-Dry war nach dem ersten Huf zu Ende, auf die anderen drei und die Hufwände hinten bekam er Farrier*s Finish. Mir schien, daß er sich die Schweifrübe etwas gescheuert hatte, behandelte die daher heute auch mit DermiLac Prozem.

Nepomuk mag die Treppe überhaupt nicht, wenn ich die am Reitplatz als Aufstiegshilfe nehmen will, versucht er, sich selbst drauf zu stellen. Er wurde gesattelt, bekam sein Zusatzfutter und die Treppe daneben gestellt. Ein mal ist er ausgewichen, so daß die die Treppe neu stellen mußte, dann konnte ich problemlos von links aufsteigen. Ich zwang mich, auch links wieder abzusteigen, was ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht habe. Nach meinen Schlüsselbeinbruch links vor ein paar Jahren habe ich mir angewöhnt, rechts abzusteigen, links runter ist nun für mich total ungewohnt.

Anschließend stieg ich per Treppe von rechts auf und wieder ab, alles easy, Nepomuk hat das nicht interessiert. Aber gut, beide Hafis wissen natürlich, daß wenn sie ihr Zusatzfutter haben, wird idR danach nix gearbeitet. Er kam zurück in den Stall, zum Abschied ging ich nochmals rein mit meinen restlichen zwei Mohrrüben. Die Hafis gingen mit mir zur Winterweide, Barbie blieb dort, nachdem ich nix mehr in der Tasche hatte, Nepomuk lief mit mir wieder zurück.

Ich glaube, er fühlt sich von mir ein wenig vernachlässigt, habe ihn ja schon lange nicht mehr geritten. Zur Belohnung bekam er noch ein Leckerli, bevor ich fuhr, danach ging er auch auf die Weide.

Aufstiegshilfen im Gelände zu finden, ist gar nicht so einfach, wenn wir ins Hügelige gehen, wüßte ich welche. Im flachen Teil eher nicht, da wäre die erste Aufstiegshilfe bei der Ovalbahn. Wir müßten dann halt ca. 7 Min. länger führen, für mich kein Problem.

Für Barbie mit ihrer Arthrose ist es eh gut, wenn ich 15 Min. führe, bevor ich aufsteige, werde das zukünftig so machen. Ein bissi mehr laufen schadet mir nicht *g*, evtl. läßt sich ja Nähe Ovalbahn ein Baumstumpf plazieren, den wir als Aufstiegshilfe nutzen können.

Im SE-Forum las ich, daß es nun ein neues, verbessertes Ökozon gibt, das nennt sich „Neo„. Vorgestern habe ich daher bei HippoStuff, wo ich das Ökozon bestellt hatte, per Kontaktformular angefragt, ob ich meine Bestellung auf „Neo“ ändern könnte. Kaum war meine Mail abgeschickt, wurde ich angerufen, meine Bestellung wurde geändert, ein echt toller Service.

Ich bin gespannt, ob das Ökozon bei Nepomuk wirkt, das wäre ja quasi eine Sensation :-).

19. Januar 2015

Ausritt mit 8 Pferden

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:34

Ein wenig Schnee lag gestern noch, schwierige Bodenverhältnisse – mit Hufschuhen würde Barbie eventuell rutschen (ich habe keine Stollen für die Schuhe), ohne würden die Schotterpisten ein Problem werden. Ich entschied mich, sie barhuf zu reiten, zur Not müßten Elli und ich uns halt von den Stallkollegen trennen.

Zum Ausritt fanden sich neben meinen zwei barhufigen Haflingern noch sechs Isländer, alle mit Vollbeschlag, ein. Die sechs Reiterinnen stiegen bereits im Stall auf, Elli und ich nicht, es gab ein Gruppenfoto. Barbie muß wegen ihrer Arthrose die erste Zeit geführt werden, da gibt es keine Ausnahme.

Es ging ins Flache, die Damen ritten hintereinander auf der Straße, wie es korrekt ist, wir führten auch auf der Straße. Barbie war das ganz recht, auf der Straße lagen keine Kieselsteine zwecks Streuung, auf dem Gehweg schon. Als wir an Barbies Lieblingswiese vorbei gingen, zog sie für mich völlig überraschend in die Wiese und trabte los. Ich rannte nebenher, bis ich Barbie wieder stoppen konnte.

Auf der Wiese lag Schnee, Gras war kaum zu sehen, warum sie plötzlich einen Abstecher dahin machen wollte, ist mir ein Rätsel. Peinlich, ich möchte nicht wissen, was meine Stallkollegen von uns gedacht haben *g*.

Nach den Gleisen stiegen Elli und ich auf, alle ritten auf der Straße, Barbie und ich in einer Ackerfurche daneben. Der relativ tiefe Boden dort kostet das Pferd enorm Kraft; es wäre auch ein grasiger Seitenstreifen vorhanden gewesen, Barbie wollte aber in der Ackerfurche laufen.

Trotzdem ging sie ihren schnellen Schritt, Nepomuk war letzter und schlich wie üblich dahin, Elli mußte ein paar mal traben, um wieder aufzuschließen. An der Ovalbahn ging es geradeaus Richtung Römersiedlung, ich verlor meinen Vaquero-Schal, den ich für die Fotos am Donnerstag nicht richtig fest gebunden hatte. Die Truppe aufhalten wollte ich nicht, beschloss also, den auf dem Rückweg wieder einzusammeln. In der Römersiedlung ging es dann rechts in den Wald zur Römerstraße. Leider ist das eine Schotterpiste und im Wald lag kaum Schnee, Seitenstreifen gab es kaum bzw. die waren die mit Ästen überwachsen.

Vorne wurde das Kommando „Trab/Tölt“ ausgegeben und die Isis rauschten davon, ich wußte nicht, was ich machen soll. Elli war mit Nepomuk noch bei mir, ich sagte ihr, daß Barbie auf dem Boden nicht traben kann und wir uns am besten von der Truppe trennen. Die war allerdings schon ein Stück voraus, so daß wir hätten nicht Bescheid sagen können.

Ich überließ die Entscheidung Barbie, sie entschied sich, daß wir hinterher traben. Ich ließ sie da laufen, wo sie mochte, am Seitenstreifen, falls möglich, oder auf dem Mittelstreifen, wo manchmal ein wenig Schnee lag. Die Isländer waren schon ein ganzes Stück voraus im flotten Tölt, Barbie lief ihre Lieblingsgangart, Renntrab.

Sie kam mir wie eine Nähmaschine vor, die am Anschlag läuft, am Anfang konnte ich noch leicht traben, dann ging mir die Puste aus. Immer wieder mußte ich mich unter Ästen durch bücken, wenn sie am Steitenstreifen lief, Schnee rieselte auf uns runter, Barbie blieb im Renntrab.

Schneller Tölt ist sehr bequem und nicht anstrengend, Barbies super schneller Trab schon. Wir schlossen auf, mir schwanden die Kräfte, hielt dann mit links locker beide Zügel, stand in den Steigbügeln und hielt mich mit rechts am Sattel fest. Puh, so eine lange Strecke bin ich schon ewig nicht mehr getrabt, geschweige denn in diesem Tempo, endlich wurde vorne durchpariert.

Jetzt was trinken hätte meinem ausgetrocknetem Hals gut getan, meine Wasserflasche befand sich aber im Vaquero-Tuch, was ich verloren hatte. Barbie war bester Laune und schnaubte zufrieden viel ab, endlich durfte sie mal ihren geliebten Renntrab gehen.

Wir bogen im Schritt rechts ab Richtung Heimat, auf dem Schotterweg lag teilweise etwas mehr Schnee, außerdem gab es einen unebenen Seitenstreifen ohne allzu viele Äste. Da Barbie wie üblich einen schnellen Schritt lief und wir nicht auf dem Weg ritten, sondern daneben, waren wir nach kurzer Zeit nicht mehr ganz hinten, sondern auf gleicher Höhe mit den Ersten.

Der sehr lange gerade Weg führte aus dem Wald raus, meine Stallkollegin neben mir rief „wollen wir nochmals traben?“. Ich wollte ihr gerade sagen, daß ich nicht die Puste habe, nochmals eine lange Strecke Renntrab zu gehen, sondern lieber galoppieren würde. Dazu kam aber nicht mehr, weil ich Galopp gedacht hatte und Barbie meine Gedanken lesen kann.

Sie galoppierte auf dem Seitenstreifen an, ich dachte mir, die anderen können ja auf dem Weg tölten, so sind alle zufrieden. Ein Isi tauchte im Galopp neben uns auf, den ich bisher als eher langsam und faul eingeschätzt hatte. Die Reiterin ließ ihn laufen, ich Barbie nun auch. Ich war sehr erstaunt, daß der Isi mit halten konnte und wollte, wir galoppierten auf gleicher Höhe.

Barbie hatte aufgrund des Seitenstreifens mit teilweise tiefem Boden natürlich einen Nachteil, dazu mußte sie genau auf den Boden achten und ich auf Äste. Falls kein Seitenstreifen war, wechselten wir auf Schotterpiste mit sehr dünner Schneeauflage, Nase an Nase mit dem Isi. Als der ein wenig Boden gut machte, flüsterte ich Barbie ausnahmsweise ein „ks ks“ zu, sie legte Tempo zu und hatte die Nase wieder vorne.

Ihr und mir schwanden die Kräfte, im Gegensatz zu den Isländern und deren Reiterinnen sind Barbie und ich nicht trainiert. Wir ließen dem Isi den Vortritt und wurden von einem Zweiten überholt. Mir brannte bereits die Lunge, Barbie schaltete auf Renntrab, nach einiger Zeit parierten die zwei vor mir durch, ich auch.

Das war ein wirklich toller Galopp :-), Richtung Heimat geht es ja immer etwas schneller. Barbie hat alles gegeben, ich auch, das hat richtig Spaß gemacht. Der Isi war ein prima „Gegner“ im Wettlauf, weil Barbie mit halten konnte, obwohl der Boden für sie sehr schwierig war. Gegen Nepomuk hat sie da derzeit auch bei für sie besten Bodenverhältnissen noch keine Chance, er ist schneller.

Wenn Barbie und ich mal besser trainiert sind, werden wir gegen Nepomuk gewinnen, da bin ich sicher :

Als wir alle im Schritt aus dem Wald kamen, bogen Elli und ich rechts ab auf einen Wiesenweg, wir mußten ja noch meinen Vaquero-Schal holen. Die Isis gingen geradeaus, da wir einem Graben ausweichen mußten, trafen wir uns kurz darauf wieder *g*. Die Pferde waren hibbelig, Barbie kaum im Schritt zu halten, an der nächsten Gabelung ritten die Isis links nach Hause, Elli und ich mußten rechts (also weg vom Stall) gehen, um mein Tuch zu holen.

Barbie und Nepomuk fanden das total doof, ich konnte es ihnen nachfühlen, es ging aber nicht anders. Ich stieg ab und führte Barbie, hatte Bedenken, daß die Hafis uns aus kommen und hinter den anderen her rennen. Barbie blieb stehen und wollte keinen Schritt mehr gehen, ich mußte sie mit einem Weihnachtskeks locken, damit sie wieder mit läuft.

Nach ein paar Min. hatten wir mein Tuch gefunden, ich legte es mir über die Schulter und stieg wieder auf. Wir drehten um und ritten nach Hause, die Hafis wären am liebten galoppiert, wir hielten sie im Schritt bzw. sehr langsamen Trab. Sich von der Truppe trennen, hat beiden wenig ausgemacht, aber auf Heimatkurs sein und dann nochmals eine andere Richtung einschlagen, war beiden arg.

Beide haben gefolgt, großes Lob, man kann mit Barbie und Nepomuk durch dick und dünn gehen :-). Im Stall angekommen bekamen beide ihr Zusatzfutter, AlpenGrün Mash und ein paar Heucobs, nebenan hatte der Stallmeister bereits das Lagerfeuer angezündet. Die Hafis hat das nicht gestört, beide hatten ziemlich geschwitzt.

Wir waren ca. 1 Std. 10 Min. unterwegs, das war der erste Ausritt der Hafis mit mehr als 4 Pferden. Barbie war bis auf einen Spaziergang (Kinder reiten) seit fast 5 Jahren nicht mehr mit „fremden“ Pferden im Gelände, geschweige denn mit so vielen. Wegen ihrer Hufe habe ich darauf immer verzichtet, sie passt halt nicht zu Pferden mit Vollbeschlag.

Mit Schuhen vorne trabe und galoppiere ich mit ihr nicht auf Schotterpisten, weil Barbie Wiesenwege bevorzugt. Auf denen rutschen Pferde mit Eisen, außerdem geht relativ tiefer Boden mit Beschlag stark auf die Sehnen. Gestern mußte ich mit Barbie Kompromisse machen, ich denke, ihr hat der Ausritt gut gefallen, auch wenn es sie mal ein wenig in die Sohle gepickst hat.

Nachdem alle Pferde aufgeräumt waren, gab es Glühwein und Kuchen für alle, rund ums Lagerfeuer hatte der Stallmeister Strohballen als Sitzgelegenheit plaziert. Obwohl es nur 1 Grad hatte, habe ich nicht gefroren, es war sehr nett, insgesamt waren ca. 20 Leute da.

Wir haben eine wirklich tolle Stallgemeinschaft, die Hafis und ich fühlen uns im Stall pudelwohl :-). Barbie unterm Sattel kannte bisher noch keiner, ich reite sie ja nicht sehr oft. Am Putzplatz ist sie meist sehr hibbelig, daher war es für mich wichtig, daß sie mal mit anderen mit geht.

Bis auf den kleinen „Ausreißer“ am Anfang, als sie mich über die Wiese zog (was sie bei Schnee noch nie gemacht hat), war Barbie sehr brav. Nepomuk sowieso, er macht selten Probleme, solange er nicht alleine rausgehen muß. Morgen werde ich eine liebe Stallkollegin anrufen, deren Isi im Galopp ziemlich flott ist, und fragen, ob sie mit mir und Nepomuk demnächst mal eine schnelle Runde geht.

17. Januar 2015

es schneit wieder :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:29

Heute früh war der Garten bereits gezuckert :-), bis nachmittags hat es geschneit. Nun leider Schneeregen bzw. Regen, ich hoffe, bis morgen bleibt der Schnee in Aying liegen. Barbie bräuchte dann für den Ausritt keine Hufschuhe und könnte auf den ungeräumten Schotterpisten galoppieren.

Die Hafis stehen nun seit 2 Wochen, letzten Sonntag fiel unser Ausritt ja wegen des Mistwetters aus. Die Woche vorher waren wir wegen schlechter Bodenverhältnisse auf dem Platz, da haben die Pferdchen eine ruhige Kugel geschoben. Es wird nun mal wieder Zeit für einen flotten Ausritt, wo sich beide auspowern können.

Barbie macht mE derzeit eine gute Figur, obwohl sie von mir wenig bewegt wird. Um Muskulatur aufzubauen, ist 1x pro Woche ausreiten (oder 2x im Monat) natürlich viel zu wenig, ich muß mich mehr am Riemen reißen. Nepomuk würde ja eh am liebsten in Rente gehen, obwohl er top gesund ist – ich denke, ich werde mich in nächster Zeit mehr auf Barbie konzentrieren. Ihr täte mehr Bewegung gut, denke ich, sie will ja auch, nur bin ich leider oftmals zu faul :-(.

Meine Freundin, der Barbie gehört, mußte am 01.01.2015 ihren geliebten Schäferhund einschläfern lassen, er wurde 13 Jahre alt und war schon länger krank. Ich weiß selber, wie schlimm es ist, einen Hund, den man als Welpen übernommen hat und mit dem man viele Jahre ständig zusammen war, gehen lassen zu müssen. Man verliert einen Partner, der mit einem durch dick und dünn ging, das tut unheimlich weh.

Da meine Freundin ohne Hund nicht leben kann, sucht sie nun einen älteren Schäferhund, dem sie einen wunderschönen Lebensabend bereiten kann. Für sie durchforste ich gerade das www, da gibt es einige Hunde, die in Frage kämen.

Mein Florian ist am 01.01.2001 gestorben, meine Molly am 30.09.2003. Aufgrund meiner Recherche ist mir ein armer Hund ins Auge gesprungen, der nun 8 Jahre alt ist. Robin wurde 2008, also mit ca. einem Jahr, aus einer Perrera (Tötungsstation) in Spanien gerettet, seitdem wartet er in einem Tierheim in Spanien auf seine Familie.

Ich muß heulen, wenn ich das schreibe – der Hund tut mir so leid, er hatte noch nie seinen Menschen, er hatte noch nie ein Zuhause. Ein Hund würde mir sicher gut tun, der hält mich auf Trab :-). Meine vier Katzen hätten anfangs enorme Angst vor ihm, mit der Zeit würden sie sich aber einen Hund gewöhnen, denke ich.

Robin wäre mein Begleiter beim Ausreiten, das würde mich sicher dazu bewegen, etwas mehr zu reiten *g*. Die Hafis haben keine Probleme mit Hunden, ich könnte Robin einen wunderbaren Lebensabend bieten. Für mich würde sich einiges ändern, 3x pro Tag spazieren gehen, das schadet mir sicher nicht :-).