30. März 2015

Hafis eingedeckt

Filed under: Allgemein — admin @ 15:43

Heute Nacht hat es viel geregnet, dazu wehte ein starker Wind – Giftwetter für Barbies Arthrose. Es soll die nächsten Tage so bleiben, evtl. gegen Ende der Woche sogar schneien.

Daher fuhr ich heute in den Stall, um den Hafis ihre Regendecken anzuziehen. Nepomuk bräuchte zwar keine, aber wenn ich die Regendecke eh habe, schadet es mal nicht, wenn er sie angezogen bekommt. So bleibt der Rücken trocken, außerdem schützen die Decken auch gut gegen starke Windböen.

Falls es noch kälter wird, kann ich am Mittwoch Barbie ihre nagelneue Regen-/Weidedecke mit 10 g Füllung anziehen, die bisher unbenutzt im Schrank liegt. Heute ist ihre 10-tägige Libertin-Kur zu Ende, nun fahre ich wie üblich nur noch 4x pro Woche in den Stall.

Die Mauke hat sich mE in den letzten Tagen gebessert, das Tier-Pflege-Balsam scheint gut zu wirken. Ihre Vorderhufe bearbeite ich diese Woche noch, lv heute. Es hat sich Tragrandüberstand gebildet, den ich kürzen werde, ebenso die Trachten und die Zehe. Das Loch in der Zehe existiert noch, verursacht inzwischen aber nur noch eine sehr kleine Delle an der Sohle. Vor einem Jahr sah lv so aus, die Hufform hat sich von sehr oval auf ziemlich rund geändert.

Rechts vorne, man sieht nun wieder das Loch medial in der Sohle (schwarzer Fleck), das Loch in der Zehe hat sich mE in den letzten 6 Tagen etwas zurückgezogen. Mir kommt die weiße Linie aka Krater außen nicht mehr ganz so zerfranst vor, werde den Huf wie lv bearbeiten.

Früher habe ich nie darüber nachgedacht, heute fiel es mir stark auf beim Fotografieren, daß Barbie rv im aufgehobenen Zustand immer nach innen dreht. Ein Foto in 100%-iger Frontalansicht der Sohle ist dadurch nicht ganz einfach. Das passt genau zu dem Röbi oxspring, das Hufbein hängt verschoben am Bein. Daher setzt Barbie beim Stehen den Huf rv auch immer leicht nach außen verdreht auf.

Mir fällt gerade auf, daß innen ein Stück vom Hufbeinast abgebrochen sein könnte, was sich nun ein Stückchen weiter oben befindet (heller Fleck). Ich werde meine TÄin dazu befragen, hoffentlich irre ich mich.

Das MobiCare hatte ich in der Zeit, wo Barbie Libertin bekommt, abgesetzt, nun gebe ich es ihr wieder an den Tagen, wo sie kein Libertin bekommt. Am Freitag und Samstag bekommt sie Libertin, weil am Sonntag entwurmt wird, danach wieder am Dienstag, Ostersonntag und -montag habe ich familiäre Verpflichtungen.

Nepomuk hatte die Schweifrübe nicht gescheuert, trotzdem gab ich Moskitozon drauf, ebenso auf den unteren Mähnenkamm – man soll das machen, wenn man am Tag vorher Lazosan aufgetragen hat.

Das Orgamin mag er nicht besonders, schmeisst es erstmal aus seiner Futterschüssel, danach klaubt er dann einen Teil davon vom Boden auf. Barbie bekommt Orgamin nun auch, dazu unterstütze ich Zink extra wie bei Nepomuk.

29. März 2015

starker Wind, ängstliche Haflinger

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:39

Heute wehte ein starker Wind, teilweise mit Sturmböen; ich wollte mit Barbie auf den Platz gehen, um das Reiten mit Halsring zu üben. Elli wollte mit Nepomuk alleine eine kleine Runde ins Gelände gehen, Barbie ist ja derzeit nicht begeistert, wenn sie den Hof verlassen muß.

Beide Hafis standen auf dem Paddock, wir machten die Halfter drauf, Barbie wollte nicht mit mir mitgehen. Ich denke, das lag am starken Wind, davor hat sie Angst. Ich ließ sie stehen und half Elli, Nepomuk fertig zu machen. Er hatte heute die Schweifrübe gescheuert, ich gab Lazosan drauf, ebenso auf den unteren Mähnenkamm. Elli stieg im Stall mittels Hilfe auf, ich ging noch mit, bis beide das kurze Stück an der Straße bewältigt hatten.

Zurück im Stall holte ich Barbie, die nun problemlos mit ging, am Putzplatz war sie allerdings ziemlich nervös. Ständig wedelte sie mit dem Hinterteil hin und her, konnte kaum ruhig stehen, während ich sie putzte.

Plötzlich schoß ein verschwitzter Nepomuk um die Ecke und stellte sich an den Stalleingang, der Sattel hatte sich gedreht und hing ihm unterm Bauch. Er war sehr aufgeregt, ich gab ihm erst mal zwei Leckerli und machte dann den Sattel ab. Oh weh, Elli war gestürzt, blöd, daß ich wie üblich kein Handy dabei hatte.

Glücklicherweise war eine Stallkollegin da, deren Nr. Elli hatte – sie rief an und meldete, daß ihr nichts passiert sei, ein Glück. Die Hafis bekamen ihr Zusatzfutter, ich konnte ja nicht nur Nepomuk was geben, wenn Barbie daneben steht. Damit hatte sich mein Reiten auf dem Platz erledigt, egal, das läuft mir ja nicht weg.

Barbie bekam noch die Hufe ausgekratzt, die Mauke behandelte ich wie vorgestern auch mit Capha Tier-Pflege-Balsam, es hatte sich bereits wieder eine Kruste gebildet. Das Zeugs hatte ich irgendwann mal bestellt, es dient zur Pflege strapazierter Haut. Das gebe ich nun drauf, bis die Antibiotika-Salbe eingetroffen ist.

Elli traf ein und erzählte, daß Nepomuk auf einem freien Wiesenweg vor irgendwas erschrak und daher in den Galopp ging. Er versuchte erstmal aber nicht, umzudrehen, machte dann aber doch völlig überraschend quasi eine 360-Grad-Wendung, bei der Elli aus dem Sattel stürzte.

Vermutlich war Nepomuk verwirrt und hatte Angst, er trabte ein wenig konfus rum, Elli versuchte, ihn anzulocken bzw. einzufangen. Das klappte nicht, ich denke mal, da hing ihm bereits der Sattel unter dem Bauch. Nepomuk galoppierte Richtung Heimat, dabei trat er wohl auf einen Steigbügel, der ab ging, Elli brachte das Teil mit.

Ein Glück, daß beide im hügeligen Gelände waren, so daß Nepomuk keine Straße überqueren mußte, als er alleine nach Hause rannte. Ihm war ebenfalls nicht passiert, alle beide gesund und munter, prima, daß alles so glimpflich ausging.

Ich führte zuerst Nepomuk zurück in den Stall, Barbie hampelte derweil weiter am Putzplatz rum und stieg mit rv in den Strick. Entweder sie hielt den Kopf nun am Boden oder hob rv hoch, um gerade stehen zu können. Aufgeregt hat sie sich deswegen nicht, wir sahen es auch schnell, ich löste den Panikhaken.

In der ganzen Aufregung hatte ich vergessen, Barbie die zweite Spritze Libertin 5 Min. nach der ersten zu geben, also tat ich diese Flüssigkeit zur dritten Spritze dazu. Die Hafis standen auf der Winterweide, auf Zuruf kam Barbie angetrabt und fraß alles mit ein wenig Equigard.

Ich denke, wenn man mit Nepomuk alleine ausreitet, geht man am besten immer ins hügelige Gelände. Falls man stürzt und er alleine nach Hause läuft, muß er dabei keine Straße überqueren. Durch den starken Wind heute war er wohl noch nervöser, als er es alleine ehe schon ist, man lernt ständig was dazu. Zukünftig wird bei Wind halt auf dem Platz oder der Ovalbahn geritten, man muß ja kein unnötiges Risiko eingehen.

28. März 2015

Barbie Mauke heißt wohl Raspe

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:48

Wenn das Pferd nicht in der Fesselbeuge das Ekzem hat, sondern woanders, nennt man das wohl Raspe – die Ursache ist wohl dieselbe wie bei Mauke. Auslöser sind Bakterien, auf dieser Seite finden sich einige sehr gruselige Bilder. So schlimm ist es bei Barbie glücklicherweise nicht, allerdings hat sie die Raspe bereits über ein Jahr, man muß die daher als chronisch bezeichnen.

Nachdem bisher keine Behandlung einen durchschlagenden Erfolg brachte, fahre ich nun das ganz große Geschütz auf. Ich habe gestern Almapharm Dermamycin Hautcreme bestellt, die Neomycin enthält, ein Breitband-Antibiotikum. Daneben noch Cortison und Lidocain, letzteres soll den Juckreiz betäuben.

Bei Barbie handelt es sich wohl um eine trockene Mauke, ich sah bisher nicht, daß was aus der Wunde suppt. Hier wird dafür Ichthyosin-Creme empfohlen, eine Alternative zu Cortison. Barbie kann sich an dieser Stelle nicht jucken; wenn ich die Mauke behandele, hampelt sie mit dem Bein ein wenig rum, aber nicht schlimm.

Salben mit Cortison soll man nicht länger als 3 Wochen auftragen, bei rezeptfreien Präparaten sind es 2 Wochen. Da ich die Salbe nicht täglich auftragen kann, bin ab sofort ja wieder nur 4x pro Woche im Stall, kann sich die Haut zwischendurch immer wieder erholen.

Manche empfehlen, die Mauke zu bandagieren, andere meinen, das ist falsch, da muß Luft dran kommen. Bei Barbie sind die Wunden so weit oben, daß die mit Dreck am Boden gar nicht in Berührung kommen können, außer es spritzt einer hoch.

Da es ab morgen regnen soll und der Paddock dadurch matschig wird, werde ich über die Mauke rh eine luftdurchlässige Mullbinde wickeln, lh nicht, da hat sie nur eine ganz kleine Stelle.

Von der Dermamycin Hautcreme habe ich 2 Tuben bestellt, um den Mindestbestellwert zu erreichen. Ichthosin Creme werde ich bestellen zur Nachbehandlung nach der Antibiotika-/Cortison-Salbe.

Und weil ich gerade beim Bestellen bin *g*, habe ich neben einem neuen Sack Equigard noch 2,5 l Rokale GlaFell geordert, dieses Mähnenspray ist das Beste, was ich bisher hatte. Eine Flasche Leinöl habe ich noch im Keller, habe noch eine bestellt von einer anderen Firma, man soll ja nicht immer dasselbe nehmen.

Sodele, nun bin ich für die nächste Zeit ausgerüstet :-), mal sehen, ob ich die Raspe bei Barbie nun endlich weg bekomme.

27. März 2015

hartnäckige Mauke

Filed under: Allgemein — admin @ 16:36

Gestern fiel mir beim Essen machen ein sehr schweres großes Messer, komplett aus Stahl, aus der Hand und knallte mir am rechten Fuß außen gegen den Knöchel *aua*.  Der ist nun ziemlich blau und schmerzt ein wenig, großartige Fußmärsche werde ich mir demnächst ersparen.

Das Wetter heute war auch nix, bin daher nicht geritten. Barbie bekam die Mauke hinten an den Beinen mit lauwarmen Wasser gewaschen und mit der Ekzemer-Seife gereinigt, anschließend schnitt ich die Haare ringsrum etwas ab. Rechts hinten heute, der Grind ist gerade mal wieder weitestgehend weg. Vor fast einem Jahr sah das so aus, die Mauke ist extrem hartnäckig.

Ich behandele die Stelle immer, die Hautschichten müssen derart tief geschädigt sein, daß es wohl noch lange dauert, bis die sich komplett regeneriert haben. Mitte Nov. 2014 sah es mE übler aus, diese tiefen Rillen ins Fleisch sind inzwischen fast verschwunden.

Jetzt habe ich schon ne Menge Zeugs ausprobiert, nix hat bisher wirklich gut geholfen. Also werde ich weiter nachforschen, wie ich das behandeln kann, meine TÄin hatte bisher keine hilfreiche Idee.

Barbies Huf lv seitlich heute, das schaut mE nun besser aus als am 15.03.2015. Die Belastungslinien haben sich ein wenig entspannt, die Bullnase hat sich abgebaut (allerdings können Fotos auch täuschen). Von vorne, im Vergleich zu Anfang März 2015 hebeln die Seitenwände nicht mehr so stark weg. Auffällig ist die helle Stelle im Wandhorn ca. zehenmittig, genau da, wo Barbie sohlenseitig das Loch hat.

Rechts vorne seitlich, ich werde mal wieder die Wände strecken. Von vorne, wie lv ist zehenmittig ebenfalls das Wandhorn hell, da befindet sich auch ein Loch in der Sohle.

Barbie bekam den Schweif und die halbe Mähne gekämmt, mehr schaffte ich nicht, sie war heute mal wieder ziemlich hibbelig am Putzplatz. Bevor ich sie in den Stall brachte, gingen wir wieder ein paar Meter Richtung Straße, vermutlich würde sie mitgehen, wenn ich „ernst“ mache.

Nepomuks Huf lh von vorne, ich werde lateral eine Senke schneiden, da scheint mir der Kronsaum zu stauchen. Seitlich, da gibt es auch eine Stelle mit hellem Wandhorn, allerdings hat er dort sohlenseitig nix. Seine Hinterhufe mache ich nächste Woche mal komplett, das Wetter soll ja schlecht werden, da reite ich eh nicht.

Rechts hinten seitlich, eigentlich wie immer, der Huf steht zu flach und ist zu lang, die Trachten schieben unter. Von vorne, die Seitenwände könnten etwas steiler sein. Aber gut, ich will nicht jammern, er läuft barhuf auf jedem Boden jedes Tempo, fühlt sich also mit seinen Hufen sehr wohl.

Gescheuert hatte Nepomuk heute nicht, er bekam Kräuterflüssigkeit + Kapseln (Ökozon), was ich ihm nun 2x pro Woche gebe.

26. März 2015

Barbie mag wieder raus gehen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:08

Der Stallmeister transportierte heute den Misthaufen ab, mit den Hafis stand ich daher am überdachten Putzplatz. Als er weg fuhr, holte ich Barbie raus, der Traktoren ja ein wenig suspekt sind. Sie wurde versorgt, der Stallmeister kam zurück, Barbie blieb ruhig.

Als sie versorgt war, ging ich mit ihr zum stehenden Traktor, Barbie näherte sich dem problemlos. Als ich mit ihr den Putzplatz verlassen wollte, drehte sie nicht sofort um wie letzten Sonntag, sondern blieb stehen. Ich lockte sie mit einem Leckerli, Schritt für Schritt ging sie mit um die Kurve :-).

Als das Pflaster endete, lobte ich Barbie, wir gingen zurück, ein Spaziergang war nicht geplant. Evtl. gehe ich morgen eine kleine Runde, auf der sie auch ein wenig Gras knabbern darf, das motiviert :-).

Nepomuk stand auf der Winterweide, als ich ihn rief, kam er im Schritt an, wie üblich hatte er es nicht eilig. Er bekam auf dem Hufbock an beiden Vorderhufen die Tragränder berundet und die Zehe gekürzt, mehr war nicht zu tun.

Ausgiebig geputzt habe ich beide Hafis, Nepomuk dazu noch gekämmt, er schaut sehr gut aus :-). Die Langhaare wachsen prima nach, die Schweifrübe war heute nicht gescheuert, daher keine Behandlung.

Bevor ich fuhr, ging ich wieder mit ein wenig Equigard und der dritten Spritze Libertin zur Weide, heute mit Digiknipse *g*. Barbie kam auf Zuruf im Trab an, ich finde, sie läuft einwandfrei. Ein Ticken vorne oder Nicken mit dem Kopf kann ich jedenfalls nicht erkennen, sie läuft locker flockig zu mir her.

Glücklicherweise frißt Barbie eine kleine Hand voll Equigard in ca. 20 Sek., Nepomuk hatte wohl gesehen, daß sie was bekommt und kam im Galopp an. Da war aber schon alles weg und Barbie hatte ihre dritte Spritze intus. Beide gingen mit mir zum Ausgang, trabten teilweise neben mir her, auch auf hartem Boden lief Barbie gut.

Seit Barbie Libertin bekommt, hat sie kaum noch Grind in den Augenwinkeln, eine wesentliche Verbesserung. Sie ist nicht mehr so zappelig am Putzplatz, allgemein macht sie mir einen frischen und aufmerksamen Eindruck. Noch läßt sich natürlich nichts sagen, Barbie hat erst sechs mal Libertin bekommen.

Entwurmen und Anweiden steht erst noch an, zwecks Impfung gegen Tetanus bin ich schon wieder skeptisch. Menschen werden nach der Grundimmunisierung ca. alle 10 Jahre gegen Tetanus geimpft, wieso soll man Pferde öfters impfen? Ich werde mal Barbies Besitzerin fragen, wie sie das früher gehalten hat mit dem Impfen der Hafis, 9 Jahre standen ja beide bei ihr in Tirol.

Meine letzte Impfung gegen Tetanus ist wohl schon über 15 Jahre her, ich habe ständig kleine Wunden, die oftmals mit Dreck in Berührung kommen. Die Hafis haben auch öfters Wunden, die mit Mist usw. Kontakt haben, anscheinend hält die Impfung länger an als angegeben.

Vor allem Barbie mit ihren Abszessen und hohlen Wänden bei den Vorderhufen bietet ja Tetanus-Erregern eine ideale Eintrittspforte in den Organismus, der Impfschutz hält also an.

25. März 2015

glückliche Haflinger

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:06

Gestern fiel mir mal wieder auf, was für ein schönes und glückliches Leben Barbie und Nepomuk haben. Wie Barbie  buckelnd über die Winterweide galoppiert ist, zeugt von Glück und Lebensfreude. Barbie hatte Glück, daß sie nicht bei jemandem gelandet ist, der ihr mit Maulkorb das Leben versauert, damit sie keinen Heuhalm zuviel fressen kann. Und wo sie ihr Leben auf einem kleinen Paddock fristen muß, weil Gras ja Gift ist.

Barbie hat Heu ad lib am Boden ausgelegt, sie hält trotzdem ihr Gewicht. Sicher ist sie nicht schlank, das würde zu einem barocken Hafi auch nicht passen. Bis auf das Kammfett hat sie keine EMS-typischen Polster, vermutlich wird ihr Mähnenkamm niemals „normal“ werden. Solange der Rest des Körpers im grünen Bereich ist, besteht wohl keine große Gefahr für einen Reheschub.

Wichtig ist mir, daß Barbie ein schönes Leben hat, auch wenn wir dafür in Kauf nehmen müssen, daß sie nie „perfekte“ Hufe haben wird. Sie kann damit im Stall barhuf laufen und auf Schnee im Gelände geritten werden, mehr wird nicht erwartet. Bei den Veränderungen an den Hufbeinen, die Barbie vorne hat, ist das ein großer Erfolg, zum Ausreiten nehmen wir halt vorne Hufschuhe.

Die Hafis werden wie alle meine Tiere von mir verwöhnt :-), zur Begrüßung bekommt jeder derzeit einen halben Apfel. Auf das Zusatzfutter kam über den Winter meist 1 Kiwi pro Pferd, dazu lange Zeit eine halbe Birne oder für jeden selten mal halbe eine Banane.

Mohrrübenstücke nehme ich als Belohnung fürs Hufe brav aufheben, daneben bekommt jeder nach getaner Arbeit eine Karotte. Nach dem Verbringen in den Stall gibt es jeweils eine halbe, zum Abschied dann je einen halben Apfel derzeit oder im Winter eine halbe Mohrrübe.

Als ich in letzter Zeit täglich im Stall war, habe die Obstrationen gekürzt, anstatt Mohrrübenstücken öfters mal „Kräuterchen“ verwendet. Die hatte ich mal als Probe bekommen, beide Hafis lieben diese kleinen Teile. Die sind sogar gesund :-), ich habe gestern welche bestellt. Die Kräuterchen werden nun die Mohrrübenstücke zwecks Belohnung ersetzen, das spart Zeit (Karotten schneiden) und Geld.

Neben einer neuen Flasche THM Hufstabil extra habe ich noch Weidenrinde/Mädesüß bestellt, was die Durchblutung anregt. Falls Barbie dieses Jahr einen Abszess bekommt oder sonstwie lahm geht, werde ich ihr das geben.

Nachdem Nepomuks nun nicht mehr täglich die Kräuterflüssigkeit (Ökozon) bekommen muß, sondern nur noch 2 – 3 x pro Woche, werde ich ihm als MiFu 70 g Orgamin geben. Barbie ebenfalls, sobald die Libertin-Kur nächste Woche abgeschlossen ist.

Ich habe mich entschlossen, den Hafis weiterhin Equigard zu geben, auch wenn das mineralisiert ist. Beide lieben es, ich möchte ihnen das nicht wieder wegnehmen, auch wenn man Ekzemer am besten rein natürlich füttern sollte. Derzeit mische ich immer noch ein wenig AlpenGrün Müsli und Grünhafer rein, damit sie ordentlich was zu kauen haben.

Das AlpenGrün Müsli kaufe ich nicht mehr wegen des sehr hohen Eisen-Gehalts, bis zum Anweiden stallseitig ist das wohl verfüttert. Jeder Hafi bekommt dann mittags zur Unterbrechung der Fresspause 400 g Equigard + 2 Hand voll Grünhafer, das reicht, damit sie ca. 30 Min. lang fressen. Wichtig ist ja, daß sie dabei viel Speichel produzieren, damit die Magensäure neutralisiert wird.

1 kg Equigard enthält:

Eisen 200 mg
Zink 300 mg
Mangan 300 mg
Kupfer 85 mg
Selen 1,2 mg

Bei 400 g pro Nase ergibt das pro Fütterung (Grünhafer berechne ich nicht, die Mengen an Spurenelementen sind gering):
Eisen 80 mg
Zink 120 mg
Mangan 120 mg
Kupfer 34 mg
Selen 0,49 mg

Zink werde ich extra unterstützen, dazu gibt es Orgamin und Bitterkräuter, damit sind beide Pferde bestens aufgestellt, denke ich.

24. März 2015

mit Nepomuk auf dem Podest

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:05

Barbie bekam heute die Zehen an den Vorderhufen gekürzt, zusätzlich rv noch die Eckstreben geschnitten sowie die Tragränder seitlich berundet. Der hintere Strahl erholt sich prima, ich gab heute Lehmpaste mit FKE vermischt drauf, ebenso auf die Mauke. Links vorne hing nahe Trachten ein Lappen Strahlhorn rum, den ich abschnitt.

Nepomuk wurde ausgiebig geputzt, er hat wie Barbie auch ein seidenweiches und glänzendes Fell *freu*. Ich nahm den spanischen Sattel für ihn, mit Halfter + Zügel gingen wir auf den Platz. Im oberen Teil des Platzes stellte ich zwei Pylonen nebeneinander in die Mitte, quasi eine Gasse. Auf den ersten Hufschlag legte ich eine Bodenstange, weiter hinten auf dem Platz parkte ich mein Podest.

Nepomuk blieb beim ersten Versuch einwandfrei neben der Aufstiegshilfe (Baumstumpf) stehen, leider klappt das bisher nur auf dem Platz. Bis auf zwei mal kurz stur sein, weil er die Hand nicht wechseln wollte, war er heute sehr brav. Über die Bodenstange gehen klappte anfangs gar nicht, er stieß stets an.

Wir blieben nur auf dem oberen Teil des Platzes, so wie mit Barbie auch, und ritten viele Kurven, er bog sich gut auf der rechten Hand. Die linke Seite ist seine schwächere, wir ritten viele Achter mit ständigem Handwechsel. Zwischendurch immer mal wieder Seitengänge, Nepomuk reagiert nicht so extrem fein auf Hilfen wie Barbie.

Dann wurde viele Runden getrabt, erst auf dem Zirkel, dann Achter, auf der linken Hand hat er es nicht so mit dem Biegen. Wir übten wieder Seitengänge im Schritt und Volten, vermehrt auf der linken Hand, danach wieder länger Trab, bis er sich auch linker Hand gut bog. Alles mit möglichst wenig Zügeleinwirkung, umso länger wir ritten, umso feiner reagierte Nepomuk auf meine Hilfen.

Nach 30 Min. hatten wir fertig und ritten zum Podest, Nepomuk stellte sich sofort drauf :-). Das erste mal, daß ich auf ihm saß, während er auf dem Podest steht, dafür wurde er natürlich ausgiebig gelobt. Als er wieder unten war, stieg ich ab und er bekam seine Mohrrübe wie üblich nach der Arbeit.

Ich räumte die Stange auf, er lief frei hinter mir her; als ich die Pylonen einsammelte, ging Nepomuk zum Podest und stellte sich drauf. Das ist nicht verboten, wenn ich ihn entlasse, kann er am Platz machen, was er will. Am Putzplatz zurück bekam er sein Zusatzfutter, ich massierte auf die Schweifrübe (die er nicht gescheuert hatte) sowie auf unteren Mähnenkamm Moskitozon ein.

Das war ein sehr gutes Training mit Nepomuk auf dem Platz, er ist beim Reiten nicht ganz so perfekt wie Barbie, mit mehr Übung erreicht er das aber sicher noch. Es macht mir derzeit Spaß, auf dem Platz zu reiten, es tut den Hafis auch gut, wenn sie öfters mal gymnastiziert werden.

Erst ratschte ich mit dem Stallmeister, anschließend schaute ich einer Stallkollegin bei Bodenarbeit auf dem Platz zu. Plötzlich sehe ich Pferde auf die Winterweide rennen, Nepomuk als ersten, und dachte, huch, sind die ausgekommen? Der Stallmeister hatte die Winterweide geöffnet, Barbie stand wie üblich vorne am Eingang im Unterstand und bekam nix mit.

Ich rief sie, als sie auf der Weide war, galoppierte sie erst mal buckelnd eine Runde und wälzte sich dann zusammen mit Nepomuk ausgiebig. Als ich aufgeräumt und gekehrt hatte, ging ich zum Weideeingang. Barbie bekommt die dritte Spritze Libertin nun immer mit einer Hand voll Equigard, auf das ich einen Apfelschnitz platziere, darauf spritze ich die Flüssigkeit.

Sie stand am Ende der Weide, ich rief sie, Barbie kam buckelnd angaloppiert, sprühend vor Lebensfreude :-). Leider hatte ich die Digiknispe nicht parat, bis ich die angestellt hatte, stand Barbie bereits vor mir. Als ich ging, schaute sie mir nach, habe noch ein Foto :-).

Sechs Tage hat sie bereits Libertin bekommen, morgen habe ich keine Zeit für die Pferde. Donnerstag und Freitag gebe ich ihr wieder welches, dann Sonntag + Montag, danach haben wir die 10-Tage-Kur fertig. Den Zeitpunkt habe ich gut gewählt, am 5. April 2015 wird die Herde entwurmt. Barbie ist bestens vorbereitet, ich werde ihr das Libertin nun 2 – 3x pro Woche geben, je nachdem, welche Stoffwechselbelastung ansteht.

Die Hafis möchte ich ja im Frühjahr gegen Tetanus impfen lassen, am besten Ende April, 3 Wochen Wartezeit nach der Wurmkur müßten reichen. Danach steht langsames Anweiden vor der Türe, ca. Mitte Mai wird die Herde dann stallseitig angeweidet.

23. März 2015

Barbie ohne Steigbügel geritten

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:02

Für den VS-Sattel, den Elli nun immer auf Nepomuk benutzt, habe ich heute eine saubere Schabracke und einen etwas kürzeren Gurt mitgenommen, weil der bisherige etwas zu lang ist. Den Fellsattel mit den neuen Polstern seitlich sowie den Steigbügelriemen hatte ich ebenfalls dabei, habe einen etwas längeren Gurt angebracht.

Barbie wurde ausgiebig geputzt, die meiste Zeit knabberte sie dabei wie üblich am Strick rum. Ich verbiete das nicht, warum auch, habe noch jede Menge Stricke. Erst probierte ich auf ihr den VS-Sattel, der Gurt war aber zu kurz. Also kam der Fellsattel drauf, der etwas längere Gurt passte prima.

An ihr gepolstertes Stallhalfter clipste ich Zügel ein und lud Barbie ein, mit mir ins Gelände zu gehen. Sie lehnte ab, also gingen wir (sie barhuf) auf den Platz. Ich legte eine Bodenstange auf den ersten Hufschlag und stellte die Treppe (Aufstiegshilfe) in der Mitte des Platzes auf.

Nach 2 Runden Führen hielt ich Barbie neben der Treppe an und gurtete nach, sie versuchte derweil, sich auf die Treppe zu stellen. Rechts vorne hatte sie schon drauf, schnell nahm ich ihr den Huf wieder runter und stellte sie erneut korrekt hin. Nach dem dritten Versuch blieb sie brav daneben stehen und ich stieg auf, super, daß das heute so toll geklappt hat.

Die Steigbügel waren mir wesentlich zu lang, ich muß neue Löcher in die Riemen bohren. Ich legte beide Bügel über den Widerrist, es mußte ebend ohne gehen. Da Barbie nicht dazu neigt, auf dem Platz wild zu galoppieren, würde ich schon drauf bleiben, dachte ich mir.

Immer mal wieder ist Barbie von sich aus kurz angetrabt, es war aber easy, sie wieder in den Schritt zu parieren. Ich passte auf, daß ich meine Beine möglichst ruhig hielt und sie an ihren Flanken nur anlagen, ohne jeglichen Druck auszuüben.

Wir übten korrektes Stellen und Biegen auf dem Zirkel, ich achtete darauf, mit den Zügeln so wenig wie möglich einzuwirken. Barbie ließ sich fast ohne Zügeleinwirkung stellen und bog sich, ich staune immer wieder, wie toll sie das macht. Wohlgemerkt mit Stallhalfer, das Pferd muß schon ein extrem feines Gespür haben, um damit überhaupt zu bemerken, daß ein Zügel minimal angenommen wird.

Barbie wurde ja fast nie auf dem Platz geritten wegen ihrer Hufrehe, hat also quasi Null Ausbildung. Über die Stange ging sie immer, ohne anzustoßen, wir ritten auf jeder Hand öfters drüber. Wir gingen viele Bahnfiguren, blieben dabei stets auf der oberen Hälfte des Platzes, auf der unteren waren einige Wasserlachen.

Ich ritt Achter fast ohne Zügeleinwirkung, Barbie bog sich prima, es ist einfach ein Traum, sie zu reiten. Nepomuk ist ja manchmal etwas stur auf dem Platz, Barbie nie. Ich habe noch nie ein Pferd geritten, was auf feinste Hilfen derart gut reagiert, so macht Reiten viel Spaß :-).

Wir übten noch seitlich versetzt gehen aka Konterstellung, angeblich braucht man dafür ja ein Gebiss. Barbie läuft das locker mit Halfter, äußeren Zügel leicht annenehmen und mit dem äußerem Schenkel die Hinterhand ein wenig nach innen versetzen. Das kann sie nicht nur an der Bande entlang, sondern auch quer über den Platz, braucht also keine „Begrenzung“ vor der Nase.

Nach 20 Min. war fertig, wir sind nur Schritt gegangen, Trab habe ich mich ohne Steigbügel nicht getraut. Ich stieg mitten auf dem Platz ab und räumte Stange sowie Treppe auf, Barbie blieb wie ein Einser stehen, ich habe nur noch gestaunt. Normalerweise geht sie sofort auf Grassuche, wenn ich sie entlasse, was sie auch darf, ich hatte ihr heute kein „bleib“ befohlen.

Es macht mir unheimlich Spaß, mit so einem hoch intelligenten Pferd zu arbeiten, sie ist einfach ein super tolles Pferd. Nächstes mal reiten wir mit Halsring, ich bin gespannt, wie schnell sie kapiert, was ich ihr damit sagen will.

Zurück am Putzplatz bekam Barbie ihr Zusatzfutter, sie fraß nicht so gierig wie sonst, vielleicht eine Auswirkung des Libertin? Nachdem sie durch das Rumzuppeln am Strick den Knoten sehr fest gezogen hatte, ließ ich Barbie frei neben mir in den Stall zurück laufen, sie erledigte diese kleine Aufgabe vorbildlich :-).

Nepomuk geholt und auch gründlich geputzt, habe Schweifrübe und unteren Mähnenkamm mit Lazosan eingeschmiert. Als er sein Zusatzfutter fraß, habe ich ihm den VS-Sattel aufgelegt, der Gurt war ihm auch zu kurz. Morgen ist 1 Woche Kräuterflüssigkeit + Kapseln geben rum, er bekommt das dann nur noch 3x pro Woche.

Die Libertin-Kur soll man ja 10 Tage täglich geben, das schaffe ich leider nicht. Barbie bekommt sie 3 Tage, dann einen Tag nix, dann wieder 3 Tage usw., bis wir 10 Tage voll haben. Danach 2x pro Woche, ich bin froh, wenn ich nur noch 3 – 4x pro Woche in den Stall fahren muß.

Die Heucobs sind nun zu Ende, habe noch AlpenGrün Müsli und Equigard, beides mische ich immer, dazu kommt eine Hand voll Grünhafer. Das Equigard ist sehr beliebt, es ist allerdings mineralisiert, davon möchte ich weg, weil man auf alle künstlichen Zusätze verzichten sollte bei einem Ekzemer.

Die Marstall Wiesen-Fasern möchte ich ja mal probieren, die bestehen aus „Wiesen- Fasern aus dem 1. Aufwuchs (später Schnitt in der Blüte)„, also von 2014. Ebenso wie bei Grünhafer wird die Ernte 2015 wohl erst ab Juli verkauft, vorher werde ich die nicht bestellen. Bis dahin werde ich wohl bei Equigard bleiben, gemischt mit Grünhafer, davon habe ich noch einiges.

 

22. März 2015

Barbie auf dem Platz geritten

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:04

Mistwetter heute, grau in grau bei 4 Grad und ekligem Wind. Für Barbies Arthrose ist so ein Wetter reines Gift, sie lief allerdings völlig normal. Geplant war ein Ausritt mit Elli, aber nicht auf „Biegen und Brechen“, dafür höre ich zu sehr auf Barbie.

Den Old Mac G2 mit Kunststoffpolster brachte ich nicht auf den linken Huf, also habe ich aus beiden Schuhen die Einlagen entfernt. Ohne passten beide Schuhe prima auf die Hufe, es dauerte allerdings etwas, bis ich die drauf hatte.

Sattel auflegen klappte gut, danach hibbelte Barbie etwas rum, beim ersten Gurtversuch hob sie lh hoch. Eine kleine Ermahnung reichte und Barbie ließ das Bein am Boden, Trense drauf, startbereit.

Elli ging mit Nepomuk vor, Barbie ging nicht hinterher, sondern stellte sich zum Stalleingang. Ich lud sie ein paar mal ohne Druck zu machen ein, mitzugehen, sie bewegte sich keinen Zentimeter. Barbie zu zwingen rauszugehen, ist mE der falsche Weg, also ging Elli alleine mit Nepomuk ausreiten.

„Gewinnen“ lassen durfte ich Barbie natürlich nicht, also ging ich mit ihr auf den Reitplatz – damit hat sie nicht gerechnet *g*. Ich führte sie ein wenig rum, wollte dann mittells Baumstumpf aufsteigen, Barbie blieb daneben aber nicht korrekt stehen. Also stieg ich vom Boden aus auf, was kein Problem war.

Barbie hasst den Reitplatz schon immer, gestern habe ich aber erst wieder gelesen, wie wichtig es ist, daß ein Pferd mit Arthrose regelmäßig bewegt wird. Wir ritten Schritt auf einem sehr großen Zirkel, da Barbie nicht zum hinteren Teil des Platzes gehen wollte. Immer wieder mal trabte sie kurz an, ich nahm sie in den Schritt zurück.

Ich übte mit ihr das korrekte Stellen und Biegen auf der rechten und linken Hand, nach 20 Min. trabte ich Barbie für 2 Runden auf der linken Hand. Sie lief taktrein, mir ist nicht aufgefallen, daß ihr was an den Vorderhufen weh tun würde. Handwechsel, auch rechts lief sie prima, hielt allerdings nicht das Tempo, sondern trabte mal langsam und dann wieder schneller.

Ich ließ sie zum Schluß auf beiden Händen im Schritt mit den Vorderhufen auf dem ersten Hufschlag gehen (also nach außen gebogen) mit der Hinterhand leicht versetzt nach innen. Das machte sie wirklich super, Barbie reagiert auf feinste Zügel- und Schenkelhilfen.

Danach war fertig, wir waren ca. 30 Min. auf dem Platz, davon die ersten 20 Min. nur Schritt. Sie bekam ihr Zusatzfutter, rv habe ich noch geknipst. Der Strahl im hinteren Bereich ist hart und erholt sich, beide Eckstreben haben Risse. Die werde ich morgen schneiden, die Zehe kürzen sowie den lateren Tragrand berunden.

Barbie hatte ich ja viele Wochen nicht mehr geritten, weil ich den Eindruck hatte, daß sie etwas schlapp ist. Den Hof barhuf nicht verlassen wollen, brachte sie ja schon zwei mal vor, ich führte das auf Fühligkeit zurück. Heute hatte sie vorne Schuhe drauf und wollte nicht mit gehen, im Winter war das kein Problem. Vielleicht liegt das an der Arthrose, obwohl sie nicht klamm läuft, oder sie hat einfach keine Lust, was zu arbeiten.

Als Barbie barhuf im Stall zurück war, lief sie freiwillig problemlos rum, was sie nicht tun würde, wenn ihr was weh tut. Sie muß nicht vom Hof gehen, wenn sie nicht mag, wir reiten dann halt auf dem Platz oder machen Bodenarbeit. Am Fellsattel bringe ich einen etwas längeren Gurt an, den nehme ich dann, es geht ja nur darum, Barbie im Schritt ein wenig zu bewegen.

Falls sie wider Erwarten dann doch mal lieber ins Gelände gehen möchte, drehen wir an der Straße wieder um – den Hof verlassen soll nicht immer heißen, daß wir ausreiten.

Gerade als ich fahren wollte, kam eine Stallkollegin, mit der ich mich länger unterhielt. Dann kamen Elli und Nepomuk vom Ausritt zurück, sie war ca. 1,5 Std. mit ihm draußen. Er war schon sehr lange nicht mehr alleine unterwegs, daher war Nepomuk ziemlich ängstlich, erzählte Elli. Das Aufsteigen war schwierig, weil sie Angst hatte, er nutzt es aus, um umzudrehen. Es klappte dann doch, Nepomuk konnte nicht umgedrehen, jeder Versuch wurde mit einem Touch mit der Gerte quittiert. Elli fand den Ausritt schön, das freute mich :-), alleine ist Nepomuk derzeit ziemlich hibbelig.

Ich werde nun auch mal mit ihm raus gehen, muß ja nicht lange sein, falls ich wenig Zeit habe. Priorität hat aber erst mal Barbie, mit der ich nun so lange auf den Platz gehe, bis sie wieder freiwillig den Hof verläßt. Die Zeit nutze ich, um Barbie mit Halsring reiten beizubringen, wir werden uns rantasten.

21. März 2015

Natural Horsemanship

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:48

Ich habe mal die sieben „Spiele“ dazu nachgelesen, dabei kommt mir das Wort „Druck“ ein wenig zu oft vor. Am „Friendly Game“ kann ich nichts freundliches finden, die Aussage „ein Pferd lernt erst, wenn das Unangenehme aufhört“ kann ich nicht unterschreiben.

Kritik zu Natural Horsemanship fand ich hier, ebenso, warum man dafür gerne Knotenhalfter benutzt. Zitat: „Gerne werden bei Pferden in der Bodenarbeit auch Knotenhalfter verwendet, die relativ stark sind und Knoten an den Nervenpunkten haben, also an Stellen, die den Pferden besonders wehtun können. So ein Halfter sieht zwar auf den ersten Blick ziemlich harmlos aus, weil es sich ja “nur” um ein leichtes Strickhalfter ohne Trense handelt. Dennoch ist die Wirkung gerade im Lernprozess schmerzhaft und erzeugt, anfangs noch gut sichtbar, immer Angst und Stress im Pferd.

Daß die Knoten genau auf Nervenpunkten liegen, wußte ich bisher nicht, das ist ja fies. Die Hafis hatten gestern keine Probleme mit dem Knotenhalfer, allerdings habe ich auch nie mit dem Strick daran gezogen. Warum auch, mein Ziel ist ja, daß das Pferd am locker durchhängenden Strick alle Übungen macht, Druck habe ich nur durch das Wedeln mit dem Strickende oder Touchieren aufgebaut.

Wobei ich mir vorher das Strickende mehrmals über die Schulter geschlagen habe, um zu testen, ob und ab welcher Intensität das weh tut. Dort befindet sich bei mir so gut wie kein Fett und kaum Muskulatur, Schläge dort tun also schneller weh, als wenn man sich z. B. auf den Oberschenkel hauen würde.

Um einem Hafis was beizubringen, habe ich bisher immer auf positive Bestärkung gesetzt, nie auf Druck oder gar Gewalt. Leider konnte ich beiden Pferden bisher nie beibringen, meinen individuellen Bereich zu respektieren, d. h. einen gewissen Abstand zu halten.

Ich erinnere mich noch gut an den super stressigen Spaziergang mit beiden Hafis, wo Barbie mir auf dem Heimweg 2x auf den Fuß trat, weil sie zu nah an mir dran war und nicht aufgepasst hat. Das ist kein Einzelfall, ich finde, ich habe ein Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Als ich Barbie mal nach einem Ausritt auf dem engen Gehweg heim führte, hat sie mich überholt. Ich mußte den Zügel los lassen, als sie los trabte, ein Festhalten hätte bedeutet, daß sie mit dem Hintern auf der befahrenen Straße landet.

Es gibt so ein paar Dinge, die ein no go sind, alles andere gefährdet meine Gesundheit oder die meines Pferdes. Dazu gehört Abstand halten und mich nicht überrennen, wir wollten ja noch länger leben.

Barbie wurde nie geschimpft oder gehauen, wenn sie sich im Gelände los riß, um in Ruhe Gras fressen zu können. Sie läuft daher nicht weg, wenn ich mich nähere, alles andere wäre zu gefährlich. Damit ich sie halten kann, habe ich das Control-Halfter mit Kette über die Nase, das tut weh, wenn sie voll anreißt, um mich loszuwerden.

Jedes andere Pferd würde flüchten, wenn man die Peitsche hinter ihm voll auf den Boden knallt. Barbie hat gestern daraufhin wie üblich gerade mal den Kopf vom Gras genommen, sich gemütlich zu mir umgedreht und gesagt „na ja, ist eh kaum Gras da, also gut, arbeiten wir weiter“.

Am Platz mag sie noch so folgsam sein, im Gelände sieht Barbie Gras und vergisst sofort jegliche Erziehung. Gestern war nur ein kleiner Vorgeschmack, am Rand des Reitplatzes wächst ja kaum was. Morgen gehen wir mit den Hafis ins Gelände, ich werde einen schweren Stand haben.

Vergessen darf man nicht, daß Barbie ein Pferd mit chronischer Rehe ist, das Gras derzeit ist für sie Gift. Ich bin froh, daß ich mit dem Libertin bereits angefangen habe, dadurch verträgt sie das Gras evtl. besser.

Nepomuk bekam gestern etwas mehr Druck von mir, als ich ihm mit dem Strick am Po touchierte, damit er vorwärts anstatt seitwärts geht. Eigentlich auch nichts anderes, wenn ich mit ihm Fahren vom Boden aus übe und mit den Leinen auf seinen Hintern „klatsche“, damit er vorwärts geht.

Herrn Hackl würde ich kein Pferd von mir zur „Ausbildung“ geben; er hat mir aber bei seiner Vorführung gute Tips gegeben, wie ich ein paar Probleme mit den Hafis beheben kann.