30. April 2015

Fruktane – Übersäuerung ==> Hufrehe

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:03

Anscheinend wird Hufrehe, wenn eine Disposition wie z. B. EMS dazu kommt, durch Fruktane ausgelöst:

Zitat von http://www.natural-horse-care.com/pferdekrankheiten/fruktan/

„Fruktane gehören zu den rasch fermentierbaren Kohlenhydraten, d.h. sie werden bevorzugt im Dickdarm durch Bakterien verstoffwechselt. Da die Fruktane in den Zellwänden der Weidegräser gespeichert werden, müssen diese
zunächst im Verdauungstrakt aufgeschlossen werden. Zumindest werden daher die im Weidegras gespeicherte Fruktane nicht sofort freigesetzt. Dies hat zur Folge diese Fruktane zu einer vermehrten Milchsäurebildung und
Streptokokken im Blind- bzw. Dickdarm und zu einem Abfall des pH-Wertes im Darm Lumen führen.“

Sinkt der ph-Wert, übersäuert das Pferd, was bei Hufrehe eine große Rolle spielt.

Weiteres Zitat aus diesem Artikel:

„Was passiert bei der Futteraufnahme von rasch fermentierbaren Kohlenhydraten wie z.B. Fruktane?  Ähnlich, wie bei Stärke durch Getreidefütterung gehen die laktatverwertenden (milchsäureverwertenden) Bakterien stark zurück. Im Gegenzug aber vermehren sich die milchsäureproduzierenden Bakterien im Blind- und Dickdarm. Durch die Entstehung einer sogenannten laktophilen Darmflora sinkt der ph-Wert stark ab und verändert die Osmolarität, d.h. die Darmschleimhaut wird durchlässiger und giftige Stoffe mikrobieller Herkunft gelangen ungehindert
in die Blutzirkulation.“

Heute kam per Post der Ratgeber für die artgerechte Pferdeernährung von PerNaturam, den ich sehr interessant fand.

Darin steht genau dasselbe, Zitat: „Die Darmflora von Pferden, die mit hoch fruktanhaltigen Gräsern von Grasäckern  gefüttert werden, verschiebt sich massiv in Richtung Milchsäurebakterien, die den Darm versauern und andere lebenswichtige Darmbakterien absterben lassen. Die Darmschleimhaut wird undicht, Zelltrümmer der abgestorbenen Bakterien gelangen ins Blut und in die Kapillargefäße der Hufe, wo es zu Infarkten, also Rehe, kommt.

Bentonit hilft, daß der ph-Wert nicht absinkt, Zitat von
http://www.bentonit24.de/pferde/bentonit-und-pferde/index.php

Nimmt das Pferd z.B. eine größere Menge Getreide (= Kohlenhydrat) zu sich, presst der dadurch überladene Magen, das Futter teilweise ungenügend verdaut in den Dünndarm. Von dort aus wird es weiter in den Blinddarm geschleust.
Dort halten sich rohfaserverdauende Bakterien, die Rohfaser aufspalten, um die darin befindlichen Nährstoffe freizusetzen, und die kohlenhydratverdauenden Bakterien die Waage. Doch durch das Überangebot an Kohlenhydraten, ist eine explosionsartige Vermehrung der kohlenhydratverdauenden Bakterien die Folge.

Da sie als Nebenprodukt Milchsäure ausscheiden, verändert sich der pH-Wert von 7 neutral, auf bis zu 6 in den sauren Bereich. Dies wiederum führt zu Massensterben der rohfaserverdauenden Bakterien, für die dieses Milieu lebensfeindlich ist. Im Inneren dieser rohfaserverdauenden Bakterien befinden sich eingelagerte Giftstoffe, so genannte Endotoxine – daher spricht man auch von toxischen Vorgängen. Diese Giftstoffe werden beim Absterben der Bakterie durch die Zellwände freigesetzt. Da die sauren Bedingungen auch die Darmwand schädigen, können Toxine und Milchsäure aus dem Darm in die Blutbahn gelangen. So tritt eine langsame Übersäuerung im gesamten Organismus ein. Bei der Kuh wie beim Pferd führt dies unter anderem zu Klauen- bzw. Hufproblemen.

EQUIMONT ist ein inertes Dreischichttonmineral mit einer Oberfläche von bis zu 700 m²/g, das die Darmwände mit einer feinen Schicht überzieht und verhindert, dass durch die im sauren Milieu geschädigten Darmwände Toxine (insbesondere Endotoxine aus dem Abbau rohfaserverdauender Bakterien) und Milchsäure in die Blutbahn gelangen.“

Die Hafis bekommen dieses Jahr (wie letztes auch) Equisorb, Zitat:

EQUISORB weist alle Produktmerkmale von EQUIMONT auf, wirkt aber durch eine spezielle Modifizierung zusätzlich gegen alle vorkommenden Mykotoxine, egal ob sie polar oder unpolar sind.

Mykotoxine sind giftige, sekundäre Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze, die sich auch im Heu oder Stroh befinden können.

Im Ratgeber von PerNaturam steht, man soll einige die eine, dann einige Tage eine andere Mischung geben. Neben Ostpreußen- und Amara-Bitterkräutern, die ich bisher im Wechsel gab, habe ich noch Klostergarten vorrätig. Letztere werde ich nun in den Wechsel einbeziehen, wenn die Hafis nicht an Gras kommen.

Knoblauch empfiehlt PerNaturam ebenfalls, das fördert u. a. die Durchblutung. Ich werde die Dosis nun langsam auf 15 g steigern, einem Großpferd kann man bis zu 30 g am Tag geben. Sobald der reine Knoblauch zu Ende ist, bekommen beide Kräuter-Knoblauch, davon 1 – 2 EL pro Tag, das mögen die Pferdchen hoffentlich lieber.

Mit dem künstlich mineralisiertem Equigard bin ich nicht sehr glücklich, ich hätte lieber ein naturreines Trägerfutter. Allerdings lieben die Hafis ihr Equigard, Grünhafer oder Wiesen-Fasern dagegen sind nicht so beliebt. Trotzdem werde ich versuchen, das Equigard langsam zu reduzieren, dafür den Anteil an Grünhafer und Wiesen-Fasern erhöhen.

Falls das gelingt, bekommen beide wieder Orgamin als Mineralfutter – es muß doch möglich sein, von diesem ganzen künstlichen Zeugs endlich wegzukommen.

29. April 2015

Pferde nur gepflegt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:15

Nachdem es letzte Nacht unter 5 Grad hatte, fiel heute das Grasen draußen aufgrund erhöhter Fruktanwerte aus. Die Kräuter (Orgamin, Weidenrinde/Mädesuß, Bitterkräuter) habe ich heute zuhause mit kochendem Wasser übergossen, der Geruch war sehr würzig. Die vollgesogenen Kräuter habe ich samt Wasser dann ins Trägerfutter gemischt, den Hafis hat das besser geschmeckt als die trockenen Kräuter.

Barbie bekam auf dem Hufbock an beiden Vorderhufen die Wände ein wenig gestreckt und die Zehen gekürzt, sie hat brav mitgearbeitet. Links vorne heute, vom Waschen der Hufwände ist die Sohle auch nass geworden. Aufgefallen ist mir heute, daß die seitlichen Strahlfurchen inzwischen wesentlich tiefer sind als früher, ein gutes Zeichen, finde ich.

Vor allem medial liegt mE Eckstrebenhorn auf der Sohle, ebenso in der Mondsichel (doppelte Sohle). Der Huf braucht das zur Unterstützung des Hufbeins, denke ich. Wenn das nicht mehr der Fall ist, löst sich alles von alleine ab, ich habe noch nie eine doppelte Sohle weggeschnitten.

Rechts vorne ist der Winkel etwas ungünstig, so daß der Huf länger aussieht als er ist. Es bietet sich in etwa das gleiche Bild wie bei lv, doppelte Sohle im Zehenbereich. Durch das Kürzen des Tragrandes innen hat sich die weiße Linie ein wenig entspannt, es ginge noch wesentlich mehr weg, wenn die doppelte Sohle in der Zehe nicht wäre.

Ich muß Geduld haben, spätestens sobald die Herde auf der Weide ist, werden sich Barbies Vorderhufe verändern. 7 Std. weicher und öfters nasser Wiesenboden ist was anderes als 24/7 Rasengittersteine, die Hufe werden dann die doppelten Sohlen abwerfen.

Die Mauke habe ich wieder mit Antibiotika-Salbe behandelt, lh konnte ich kaum mehr welche finden. Rechts hinten ist es nur noch eine kleine Stelle, ich hoffe, die verschwindet auch bald.

Barbie schaut top aus, toller Behang, schönes, glänzendes, samtweiches Fell – fehlen nur noch gute Hufe *seufz*.

Nepomuk hatte nicht gescheuert und sich nicht gebissen, er wurde heute ausgiebig mit Moskitozon behandelt. Vorgestern hatte ich seine Sohlen und Strähle mit einem Hufreinigungsgel eingestrichen, was ich in meinem Schrank gefunden hatte *g*. Was aus dem Blickfeld gerät, vergesse ich meist schnell, fand es zufällig wieder. Ich fand, das Gel hat gut geholfen, der Mist hat sich nicht so stark an den Sohlen festgepappt wie sonst üblich.

Es wird Zeit, daß ich meine älteren Mittelchen mal ans Pferd bringe, die halten ja auch nicht ewig. Auf die acht gewaschenen Hufwände gab ich heute Hooflex Liquid Conditioner von Absorbine, von dem ich bisher aber nicht so richtig überzeugt bin.

Nepomuk wurde heute nicht eingedeckt, es soll die nächsten Tage ja viel regnen und kälter werden. Er schaut auch prima aus für seine Verhältnisse als schwerer Ekzemer, ich hoffe, es bleibt so.

Barbie hatte ich am Putzplatz THM Hufstabil extra vorne aufgetragen, kurz bevor ich fuhr, trug ich ihr noch das Hufreinigungsgel auf alle vier Sohlen und Strähle im Stall auf. Wenn sie mich mit Hufauskratzer sieht, hebt sie sofort einen Huf, auch wenn ich das noch gar nicht angefordert habe.

Das Kostbar Ferment Metabolo ist nun zu Ende, ich mache damit nun wieder eine Pause. Danach gibt es noch einen Beutel FermentHepar für beide, dann längere Zeit kein Ferment mehr.

Meine Fütterung ist kompliziert, gerade noch so habe ich den Überblick *g*. Jeder Hafi bekommt derzeit:

Trägerfutter
– ca. 400 g Equigard
– 1 Hand voll Marstall Wiesen-Fasern
– 1 Hand voll AlpenGrün Müsli
– 1 große Hand voll Grünhafer

Zusätzlich:
– 40 g Hanf frisch geschrotet
– 30 – 40 g Ostpreußen- oder Amara Bitterkräuter
– 30 g Weidenrinden/Mädesuß
– 70 g Orgamin

– 12 g Billy`s Zink
– reines MSM 3 g
– 5 – 7 g reinen Knoblauch ( Knopur)
– ca. einen 3/4 TL (gestrichen) Trimagnesiumcitrat
– ca. 30 Leinöl
– Equisorb

Barbie bekommt dazu noch MobiCare, außer ich gebe ihr Libertin. Nepomuk bekommt die Kräuterflüssigung und Mineralkapseln, beides gehört zu Ökozon, im Wechsel.

Das AlpenGrün Müsli fällt weg, sobald es leer ist, es hat zuviel Eisen. Orgamin ist fast zu Ende, das habe ich als Kur gefüttert, werde vorerst kein neues bestellen (Equigard ist mineralisiert). Weidenrinden-/Mädesüß gibt man 7 Tage, danach Pause, anschließend ca. 2x pro Woche, bis es zu Ende ist.

Magnesium werde ich absetzen, sobald die Pferde auf der Weide sind, ebenso das Leinöl. MobiCare braucht Barbie im Sommer nicht, das fällt bald auch weg. Die Fütterung wird also bald etwas „übersichtlicher“, vorerst kaufe ich nichts mehr ein (hoffe ich *g*).

27. April 2015

die Scheuersaison hat begonnen :-(

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:03

Barbie bekam ihr Zusatzfutter, ich wusch ihr den Behang mit lauwarmen Wasser ab (ohne Shampoo), behandelte die Mauke mit der Antibiotika-Salbe (hatte ich gestern vergessen) und putzte sie. Währenddessen sah ich, daß Nepomuk den Mähnenkamm scheuerte, ich rief ihm zu, er soll aufhören – das ignorierte er.

Barbie hatte ich das neue Leder-Halfter mit Strass-Bestickung angezogen, das sieht sehr hübsch aus :-). Wir gingen raus, heute kein Stehen bleiben oder Zögern, sie lief freudig mit. Ich habe nichts anderes erwartet *g*, Barbie weiß ja nun, daß es draußen Gras gibt – dafür tut sie alles.

Wir gingen sogleich über die Straße, als eine kleine Wiese kam, wo das Gras schon ca. 15 cm hoch stand, durfte sie fressen. Die ersten 10 Min. nahm Barbie nicht ein mal den Kopf hoch, wie üblich rupft sie Gras ab und schluckt gleichzeitig. Die Menge an Gras, die sie dadurch in kurzer Zeit fressen kann, ist enorm, nach 12 Min. wollte ich wieder gehen.

Auf meine Kommandos „Schluß“ und „Hoch“ reagierte sie nicht, also versetzte ich den Strick in Schwingung, Barbie ignorierte das. Es folgte das Touchieren der Kuppe mit der Gerte, um die Hinterhand in Bewegung zu setzen. Das klappte, sie nahm den Kopf hoch, bevor ich allerdings losgehen konnte, war er schon wieder unten. Das spielten wir drei mal durch, ohne von der Wiese zu kommen.

Mein letzter Plan war, sie mit der Gerte sanft auf die Nase zu tippen, ein mal reichte natürlich nicht, ich mußte mehrmals tippen, bis sie den Kopf hochnahm und mit ging. Wir gingen zurück Richtung Stall, nach 10 m blieb Barbie stehen; an ihrem Gesicht sah ich, daß sie überlegte, wie sie mich zurück zur Wiese schleifen konnte. Um das zu verhindern, bekam sie einen Klaps mit der Gerte aufs Hinterteil, dadurch ging sie wieder mit.

Am Eingang zum Hof befindet sich ein kleines Rasenstück, Barbie zog mich drauf, durch Antippen mit der Gerte auf die Nase ging sie aber schnell wieder mit. Ich denke, das ist die beste Möglichkeit, ihr klarzumachen, daß sie vom Gras ablassen soll. Wir müssen das halt nun üben, ein Anfang ist gemacht.

Der Stalllmeister meinte heute, wenn es in nächster Zeit viel regnet, schießt das Gras hoch, wann stallseitig angeweidet wird, kann er derzeit nicht sagen. Ich denke, es wird noch ca. 2 Wochen dauern, es bleibt also genug Zeit, Barbie langsam anzuweiden. Wenn wir bei ca. 30 Min. angekommen sind, werde ich alleine mit ihr ausreiten, damit sie zwischen dem Gras fressen Bewegung hat. Libertin bekommt sie nun wieder öfters, dazu Equisorb ab heute (beide Hafis).

Mit Weidenrinde/Mädesüß habe ich heute bei Barbie angefangen (1 gehäufter EL), ich denke, für Nepomuk ist das auch von Vorteil. Eine bessere Wirkung erzielt man, wenn man die Mischung einige Min. kocht, werde das nun machen. Extra den Herd dafür anstellen, halte ich für übertrieben, die Kräuter mit kochendem Wasser aufgießen, ist einfacher.

Nepomuk hatte sich die Mähne sowie Schopf ordentlich verstrubbelt, die Mähnenhaare rechts in eine Klobürste verwandelt. An der Bauchnaht fand ich eine kleine geschubberte Stelle, die Ohren waren (noch) intakt. Ich denke, der Scheueranfall wurde durch das Gras gestern ausgelöst, was derzeit ja viel Eiweiß hat. Und durch die vielen Insekten, die derzeit rumschwirren. Ich habe ihn mit Moskitozon behandelt, leider war in der Flasche nicht mehr genug drinnen für alle Stellen.

Nepomuk durfte nicht mit raus zum Gras fressen, bei ihm ist langsames Anweiden ja nicht so wichtig wie bei Barbie. Er reagiert stark auf Eiweiß durch Scheuern, bei ihr spielt Fruktan die Hauptrolle. Nepomuk bekam die Bucas Zebradecke angezogen, auf eine Fliegenmaske habe ich verzichtet.

Wenn er sich bis Mittwoch wieder beruhigt hat, darf er auch 10 Min. Gras fressen. Wenn nicht, verläßt er bis Sonntag das Stallgelände nicht, so daß er an kein Gras kommt.

26. April 2015

mit Barbie und Nepomuk auf der Ovalbahn

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:24

Heute war meine RB wieder da, zusammen mit den Hafis wollten wir zur Ovalbahn. Satteln und Gurten verlief bei Barbie problemlos, ich beließ sie barhuf, für die Ovalbahn braucht sie keine Schuhe.

Wir wollten starten, Barbie ging nicht mit, sondern stellte sich zum Stalleingang. Ich versuchte es mit einem Klaps durch die Gerte, sie rührte sich nicht. Selbst das Locken mit einem Leckerli klappte nicht, sie stand wie angewurzelt. Ich dachte schon, ich muß mit ihr auf den Platz gehen, darauf hatte ich so gar keine Lust.

Elli ging mit Nepomuk dann hinter Barbie und gab ihr einen Klaps mit der Gerte, das funktionierte :-), Barbie setzte sich in Bewegung. Elli ging zur Sicherheit hinter ihr her, Barbie blieb aber nicht mehr stehen, sondern lief flott mit mir mit.

Am ersten Grashalm kamen wir natürlich nicht vorbei, ich versetzte die Zügel in Schwingung, Barbie ging weiter. Als rechter Hand ihre Lieblingswiese auftauchte, führte ich Barbie von rechts und streckte meine Hand samt Gerte gerade nach vorne als Begrenzung aus, damit sie links von mir bleibt.

Tja, es hat nichts geholfen, Barbie bog nach rechts Richtung Wiese ab und stieg mir dabei in die linke Hacke, glücklicherweise fiel ich nicht schon wieder hin. Sie zog mich in die Wiese, auf das Schwingen der Zügel reagierte Barbie nicht, also versuchte ich, die Hinterhand in Bewegung zu versetzen. Mit ein paar Klapsen und forschem Weitergehen brachte ich Madame Fresssack wieder aus der Wiese, nach den Gleisen zog sie mich noch ein paar mal zum Rand.

Nach der Kurve Richtung Ovalbahn stiegen wir auf, derweil durften beide Hafis Gras fressen, Barbie grunzte wie ein Schwein und wähnte sich wohl im Paradies *g*. Im Sattel sitzend kann ich sie besser treiben, ihr Hals ging trotzdem ständig zu Boden.

Nachdem Barbie dieses Jahr noch nie ohne Schnee draußen war, war heute der erste Tag, wo sie an Gras rankam. Ich wußte vorher schon, daß das für mich schwierig werden würde, Barbie ist bei Gras fast nicht zu bremsen. Auf der Ovalbahn gingen wir erst Schritt und trabten dann, sie lief einwandfrei – wenn sie lief und nicht gerade wieder versuchte, Gras aufzusaugen.

Elli galoppierte mit Nepomuk auf der linken Hand, ich schloss mich mit Barbie an – sie nahm den Kopf zu Boden und machte Bocksprünge *g*. Ich parierte Barbie durch und machte kurz Pause, um mich zu erholen, sie durfte derweil Gras fressen. Die Insekten waren heute extrem nervig, die Pferde hatte ich mit der neuen Mücken-Milch eingesprüht, die half ziemlich gut, fand ich. Mich hatte ich vergessen, mir schwirrten die Biester ständig am Kopf rum, das war nervig.

Handwechsel auf rechts, Barbie buckelte sich in die Wiese, blieb stehen und fraß Gras. Elli mußte lachen, das sah wohl witzig aus :-), Barbie ist schon ne Nummer. Ich machte mir einen Knoten in die Zügel, um Madame den Kopf leichter hochziehen zu können und wechselte auf die linke Hand, das ist meine stärkere Seite.

Erst mal ein Stück Trab, dann galoppierte ich Barbie an, als sie wieder buckeln wollte, gab es nen Klaps mit der Gerte. Das half *g*, wir galoppierten eine halbe Runde einwandfrei, Madame war heute halt ein wenig übermütig. Zum Ausklang gingen wir noch ein wenig Schritt, viel gearbeitet hat Barbie heute nicht.

Als wir die Ovalbahn bereits verlassen hatten, fiel mir ein, daß wir noch einen Haufen von Nepomuk abmisten mußten. Elli stieg ab und gab mir seine Zügel, ich ritt mit beiden um die Ecke, wo es ein wenig Gras gab. Die Hafis dachten, wir reiten nach Hause, mir brach der Schweiß aus, ich konnte sie aber bremsen, puh. Mit Handpferd reiten kann ich mir abschminken, das würde mit meinen zwei Pferden nicht funktionieren.

Endlich kam Elli wieder, stieg auf und wir ritten nach Hause. Barbies Grassucht hatte ein wenig nachgelassen, sie stibitzte nur hin und wieder ein Büschel, danach schlossen wir immer im Trab wieder zu Nepomuk auf. Ihr fiel dann ein, daß man auch im Gehen Gras fressen kann, ich kenne außer Barbie kein Pferd, was das beim Reiten macht.

Wir ritten bis zum Stall, Barbie zackelte heute relaiv wenig, auch auf Teer lief sie einwandfrei. Sie hatte geschwitzt, Nepomuk mehr, er hat allerdings wesentlich mehr gearbeitet. Beide wurden abgewaschen, er wurde noch mit Moskitozon behandelt und erneut eingesprüht mit der Mücken-Milch, Barbie mit meinem selbst gemischten Fliegenspray.

Nepomuk hatte sich in eine Schlauchtasche gebissen, ich schmierte ihn dort auch ein, die Schweifrübe war wieder etwas gescheuert. Ich glaube, nun geht es bald richtig los mit seinem Ekzem, habe ihn heute aber nicht eingedeckt, da es nun bald regnen und kälter werden soll.

Ich glaube, nachdem Barbie nun weiß, daß es draußen Gras gibt, wird sie nun keine Probleme mehr machen, mit ins Gelände zu gehen. Die Rente ist verschoben :-), wir reiten nun wieder jeden Sonntag zusammen mit Elli und Nepomuk aus.

Gras hat sie heute einiges gefressen, wesentlich länger als 5 Min., ich hoffe, das macht ihr nix. Letzte Nacht war es relativ warm (9 Grad), außerdem hat es ein wenig geregnet, das Gras hatte also wenig Fruktan und war nicht gestresst aufgrund Wassermangels. Außerdem war Barbie heute viel in Bewegung für ihre Verhältnisse, so daß das Gras besser verstoffwechselt werden kann.

Nächstes mal geht es mit Hufschuhen vorne ins hügelige Gelände / Wald, dort gibt es nicht so viel Gras, das wird dann weniger anstrengend für mich. Wenn die Herde ab Mitte Mai stallseitig auf die Weide darf, wird es beim Ausreiten auch stressfreier, weil Barbie dann nicht mehr ganz so gierig ist.

Ich bin natürlich überglücklich, daß Barbie jetzt wieder raus geht und wir mit beiden Hafis ausreiten können. Hoffentlich bekommt sie dieses Jahr keinen Abszess, so daß wir erstmals den ganzen Sommer reiten können. Ich habe alles dafür getan, mal sehen, ob das was gebracht hat.

Heute sah ich arthral bei einer Stallkollegin, bei den Zusatzstoffen finde ich einiges, was ich den Hafis bereits gebe. Lysin und Cystin sind im Hanf enthalten, bei den Spurenelementen sind sie durch das mineralisierte Equigard plus Orgamin plus Billy´s Zink gut aufgestellt.

Equisorb habe ich noch, das bekommen die Hafis ab morgen wieder langsam angefüttert, habe noch eine Menge davon.

24. April 2015

Nepomuk super brav beim Ausritt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:36

Barbie wurde wie üblich zuerst versorgt, sie bekam beide Vorderhufe und lh bearbeitet. Auf die Mauke gab es Antibiotika-Salbe, die trage ich nun wieder 5 Tage lang auf.

Um 14.00 Uhr war ich mit zwei Stallkolleginnen zum gemeinsamen Ausritt verabredet, um 14.35 Uhr starteten wir samt zwei kleinen Pudeln ins flache Gelände. Außer daß Nepomuk viel langsam trabte, weil die zwei Isländer-Stuten einen zimlich schnellen Schritt gingen, gab es keine Probleme.

Kein Umdrehversuch an der Ovalbahn, er lief relaxt, Gras fressen verbot ich. Auf der langen Geraden Richtung Wald galoppierte ich als Erster, damit Nepomuk sich ein wenig auspowern konnte. Für seine Verhältnisse lief er einen relativ langsamen Galopp und ließ sich problemlos in den Schritt parieren.

Im Wald tölteten meine Mitreiterinnen ein langes Stück, Nepomuk lief schnellen Trab, wir gingen an zweiter Stelle. Ich kam ziemlich aus der Puste, hielt aber durch *g*, Tölt ist weit weniger anstrengend. Im Schritt ging es weiter, plötzlich schlug Nepomuk nach hinten aus, vermutlich kam ihm ein Pudel zu nahe. Normalerweise hat er nichts gegen Hunde, glücklicherweise hat er keinen getroffen bzw. er wollte wohl gar nicht treffen.

Es folgte eine weitere Trabstrecke, ich ging Erster, Nepomuk war schwer zu halten, wurde ständig schneller – ich bremste ihn aber immer wieder ein. Am liebsten wäre er galoppiert, das war aber nicht vorgesehen, weil die Strecke nicht sehr lang war und dann eine 90°-Kurve kam.

Beim dritten Trab ging ich wieder Zweiter, weil das weniger anstrengend für mich war – Nepomuk hinter einem anderen Pferd zu halten ist einfacher, als ihn als Erster ständig zu bremsen. Im Schritt ging es dann Richtung Heimat bzw. Nepomuk trabte ständig langsam. Ich ging dann Erste, endlich ging er Schritt und ich konnte mich ein wenig erholen *g*.

Als wir aus dem Wald kamen, dachte ich, er wird hibbelig, früher sind wir die Strecke öfters mal galoppiert. Nepomuk ließ sich aber brav zurück halten, die Isis legten im Schritt noch einen Gang zu, Nepomuk trabte daher die meiste Strecke langsam mit. Teilweise am langen Zügel, ich hatte keine Angst mehr, daß er plötzlich zu rennen anfängt.

Nach der Ovalbahn durfte er hin und wieder ein wenig Gras fressen, wir schlossen dann im Trab immer wieder auf, das klappte gut. Im Ort stieg ich ab und führte, er durfte nochmals Gras fressen, ging auf Befehl aber sofort immer wieder mit.

Wir waren 70 Min. unterwegs, Nepomuk war super brav heute :-), er war ja schon lange nicht mehr im Gelände. Mit mir schon eine Ewigkeit nicht mehr, ich kann mich an den letzten Ausritt mit ihm gar nicht mehr erinnern.

Nepomuk bekam sein Zusatzfutter, da er geschwitzt hatte, wusch ich ihn noch mit lauwarmen Wasser ab. Auf die Schweifrübe und den unteren Mähnenkamm gab es Lazosan, er kam ohne Decke in den Stall.

Jeder Hafi bekam heute eine Hand voll Wiesen-Fasern ins Zusatzfutter, dafür nur eine Hand AlpenGrün Müsli anstatt zwei. Dadurch mußten beide länger kauen, sie haben alles problemlos gefressen. Für die Weidesaison bin ich nun gerüstet :-), beide bekommen dann zur Unterbrechung der Freßpause mittags etws mehr Wiesen-Fasern und Grünhafer.

Ich hoffe, Barbie verläßt bald wieder freiwillig den Hof, mit Schuhen vorne sollte sie eigentlich problemlos laufen können. Sie läuft völlig klar und ist viel im Stall unterwegs, ich weiß nicht, warum sie nicht rausgehen mag.

Gestern habe ich Relax Mückenmilch (1 Liter) bestellt, was ich zum Ausreiten auftragen werde. Mein selbst gemischtes Fliegenspray benutze ich für den Stall, bisher haben die Hafis keine Probleme mit lästigen Insekten. Für Nepomuk habe ich EzemA bestellt, mit dem Leinöl werde ich aufhören, sobald es zu Ende ist.

Für meine drei Kater, die bei mir im Bett schlafen, habe ich drei Packungen „Spot-on“ bestellt. Erste Zecken habe ich bereits entdeckt, mein Langhaar-Kater hat wohl auch Flöhe. Ich hoffe, das Zeugs hilft, ich mag kein Ungeziefer in meinem Bett haben.

22. April 2015

beim Führen gestürzt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:19

Barbie wurde wie üblich zuerst versorgt, ich habe rh nach dem Wascheen und Abtrocknen noch eine kleine Maukestelle entdeckt. Ab Freitag werde ich also wieder die Antibiotika-Salbe mitnehmen und alle Stellen damit behandeln.

Links vorne heute, es hat sich wieder eine doppelte Sohle in der Mondsichel gebildet, anscheinend sogar mehrere Schichten. Es hat sich schon wieder Tragrandüberstand gebildet, werde ihre Vorderhufe am Freitag bearbeiten. Ihre Vorderhufe verändern sich derart schnell, daß man sie quasi 2x pro Woche bearbeiten muß, um dran zu bleiben.

Rechts vorne hat sie ebenfalls eine doppelte Sohle in der Zehe, den Tragrandüberstand, vor allem innen, werde ich kürzen. Ihre Hinterhufe muß ich nun auch mal dringend machen, lh hat sie sich wie üblich wieder total schepps gelaufen (das liegt am schiefen Bein).

Ich bot Barbie an, mit mir den Hof zu verlassen, sie wollte nicht. Also stellte ich sie zurück in den Stall, entschloss mich dann aber, sie nochmals zu holen und bei einem kleinen Stück Randstreifen gleich um die Ecke 5 Min. fressen zu lassen. Erstaunlicherweise ging sie bis dahin sofort mit, vorher blieb sie gleich am Putzplatz stehen. Vielleicht hat das geholfen, so daß sie am Freitag freiwillig das Hofgelände verläßt. Vielleicht sollte ich sie mit ihrer Futterschüssel rauslocken, werde das probieren.

Mit einer Stallkollegin und ihrem Isi wollte ich den Berg rauf gehen, um Nepomuk Gras fressen zu lassen. Ich paßte auf, wenn er Richtung Gras am Rand blickte, so daß er gar nicht in Versuchung käme, mich wegzuziehen. Irgendwie bin ich plötzlich gestürzt, fiel auf die Knie *aua*, Nepmuk trat mir versehentlich noch leicht auf den Fuß.

Da ich nicht gestolpert bin und sonst niemand in der Nähe war, kommt nur Nepomuk als Verursacher in Frage. Am liebsten wäre ich sofort wieder heimgegangen, ich schwitzte stark, mein Kreislauf war im Keller. Stattdessen ging ich mit meinem Hafi weiter den Berg hoch, oben ließen wir die Pferde dann fressen.

Meine Stallkollegin zeigte mir, wie sie es macht, wenn ihr Isi die Nase nicht sofort vom Gras nimmt: schwupps gibt es mit dem Strickende einen Klaps auf die Nase. Mir ist das zu strange, die Nase des Pferdes ist ja sehr empfindlich, für mich käme höchstens ein minimales Touchieren mit der Gerte in Frage (die kann man leichter dosieren).

Ich ging alleine mit Nepomuk zurück, er benahm sich gut und lief am lockeren Strick mit. Ein mal durfte er noch ein wenig Gras fressen, er ließ auf Kommando davon ab.

Trotzdem war meine Laune schlecht, weil mir das rechte Knie weh tat (leichte Blutergüsse). Im Stall bekam er sein Zusatzfutter und wurde versorgt, zur Sicherheit bekam er die Fedimax-Zebradecke ohne Halsteil angezogen. Bevor er in den Stall kam, habe ich ihm noch an den Vorderhufen die Zehen auf dem Bock gekürzt und alle Tragränder berunden. Dazu noch rh fertig bearbeitet, was gestern ja nicht klappte.

Bevor ich fuhr, bekam Barbie ihre letzte Spritze mit Libertin, sie stand auf dem Paddock und versuchte, Gras unter dem Stromzaun zu erhaschen. Als ich wieder gehen wollte, kam mir Nepomuk entgegen, der vorne noch Wasser getrunken hatte. Er wollte zu Barbie, im Weg stand aber ein Isi, der sich in den letzten Neuzugang verliebt hatte und der Stute daher ständig am Hintern klebte.

Plötzlich galoppierte Nepomuk an und rannte an den beiden vorbei zu Barbie, vermutlich hatte er mit diesem Isi in den letzten Tagen eine Auseinandersetzung. Er will zwar nichts von dieser Stute, das weiß der Isi-Wallach anscheinend aber nicht. Viele Weibsn sind derzeit rossig, Barbie auch, daher gibt es gelegentlich Unruhe in der Herde.

Um mich ein wenig glücklich zu machen *g*, habe ich für die Hafis ein Showhalfter aus Büffelleder mit Kristallsteinen gekauft, es kam heute an. Es schaut super schön aus und steht den Pferden sicher gut :-). Zwar habe ich schon jede Menge Halfter, aber halt keines aus Leder *hihi*.

Bestellt habe ich noch eine nette Fliegendecke mit abnehmbaren Halsteil, für mich eine Reithose (war 20% ermäßigt) und für die Pferde Kräuter-Knoblauch. Vom letzten Jahr habe ich noch eine halbe Dose Masterhorse Knopur, seit 2 Wochen bekommen das beide wieder. Aber nur in geringer Dosis, ca. 5 g pro Pferd, die Hafis mögen keinen Knoblauch, ein bissi was kann ich ihnen aber unterjubeln.

Knoblauch wirkt erst nach ca. 4 Wochen, wenn das Knopur zu Ende ist, gibt es Kräuter-Knoblauch. Ich hoffe, das mögen die Hafis lieber, so daß ich ihnen die empfohlene Menge geben kann.

21. April 2015

Nepomuk durch den Wind

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:56

Barbie bekam heute an den Vorderhufen die Zehen gekürzt, um ihre Hinterhufe kümmere ich mich morgen. Die Mauke ist noch nicht komplett abgeheilt, ich behandele die Stelle nun immer mit Ichthosin-Salbe. Wenn das keinen Erfolg zeigt, gebe ich nochmals Antibiotika-Salbe drauf, ich möchte ja nicht, daß die Mauke wieder schlimmer wird.

Die Kastanie rv habe ich mit dem Nipper gekürzt, so gut es ging. Schweineschmalz habe ich noch, werde das nochmals auftragen, ebenso auf die Fesselsporne, um die Dinger aufzuweichen.

Der Wassertrog war leer, ich ließ Wasser rein, es standen einige Pferde drum rum. Plötzlich kam Nepomuk im Galopp an und machte davor eine Vollbremsung, ich sah aber nicht, was der Grund für sein Gerenne war.

Am Putzplatz war er hypernervös, wieherte öfters und kuckte in den Stall. Ruhig stehen konnte er heute gar nicht, ständig wedelte er mit dem Hinterteil rum. An beiden Hinterhufen war was ausgebrochen, durch sein Gehampel war es schwer, das zu korrigieren. Rechts hinten muß ich morgen fertig machen, dafür war er heute zu nervös.

Schweifrübe und Umgebung hatte er viel gescheuert :-(, ein kleines Stück Fell fehlte komplett. An den Pobacken hatte er einige Wunden, ich gab Moskitozon drauf. Falls es morgen nicht besser ist, wird er eingedeckt, ich werde damit nicht warten, bis er sich blutig geschubbert hat.

Vor lauter Aufregung hat er am Putzplatz gemistet, das macht er sonst nie. Warum er heute so nervös war, weiß ich nicht, es hat sich nichts geändert. Einige Isis belegten heute den großen Unterstand, in welchem meine Hafis normalerweise stehen – vielleicht hat ihn das so aufgeregt. Als ich kam, standen beide im hinteren Unterstand beim Fressen, das kommt normalerweise nicht vor.

Evtl. gab es Ärger, jedenfalls hatte Nepomuk heute Streß – das wird sich wieder geben. Mit Stallhalfter nahm ich ihn mit zu einem kleinen Spaziergang, damit er ein wenig Gras fressen kann. Er wieherte dabei öfters in einer enormen Lautstärke, da fällt einem ja fast das Ohr ab *g*.

Nepomuk lief brav mit, jeden Ansatz, mich Richtung Grasbüschel zu ziehen, unterband ich sofort. Das klappte gut, nach ein paar Min. laufen ließ ich ihn mit dem Befehl „Gras“ grasen. Auf „Schluß“ ging er brav wieder mit, zwischendurch stand er in Habacht-Stellung, weil er irgendwo wohl einen Geist sah.

Am Rückweg durfte er nochmals ein wenig Gras fressen, beim Laufen trabte er langsam neben mir her. An der Kirche war ein Bauarbeiter damit beschäftigt, eine Mauer neu zu decken, daher standen Geräte rum. Nepomuk ging daran vorbei, ohne zu erschrecken, ein Glück, so nahe an der Straße mag ich das gar nicht.

Wir gingen über die Straße Richtung Stall, seitlich gab es Gras, er fraß ohne Erlaubnis. Ich versetzte den Strick in Schwingung, nach kurzer Zeit nahm er den Kopf hoch und ging wieder mit. Nach 10 m dasselbe nochmal, den Strick vibrieren zu lassen, hilft bei ihm tatsächlich :-).

Im Stall zurück klemmte er sich sogleich wieder an Barbie, sie ist derzeit rossig. Morgen gehe ich mit ihr spazieren, falls sie den Hof freiwillig verläßt. Wenn nicht, gibt es halt kein Gras für sie, auf dem Stallgelände gibt es kaum eine Möglichkeit, sie per Hand langsam anzuweiden.

Besser wäre es natürlich, ich würde ausreiten und den Hafi dann am Anfang und Ende Gras fressen lassen. Durch die Bewegung wird der Stoffwechsel aktiviert und das Gras somit besser vertragen. Ich denke, ich gehe mit Nepomuk erst mal auf die Ovalbahn, falls das gut klappt, reite ich mit ihm nächste Woche alleine aus.

Falls Barbie den Hof verläßt, kann ich mit ihr ausreiten, im Sattel sitzend kann ich sie besser vom Fressen abhalten als beim Führen. Ich bin froh, wenn die Pferde stallseitig auf die Weide dürfen, sie sind dann draußen ausgeglichener und vor allem Barbie nicht mehr ganz so gierig.

20. April 2015

langsames Anweiden geplant

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:56

Nachdem es nachts nun nicht mehr so kalt werden soll, werde ich die Hafis nun langsam per Hand anweiden. Löwenzahn ist sehr gesund, er entgiftet und enthält Bitterstoffe. Ich weiß einen Weg in der Nähe, wo letztes Jahr am Rand viel Löwenzahn wuchs, ich hoffe, der ist nicht stark gedüngt.

Morgen fahre ich erst mal mit dem Auto vorbei und eruiere die Lage, falls es dort wenig Löwenzahn gibt, schaue ich mich woanders um. Morgen mache ich dann mit Nepomuk einen Spaziergang, vorher bekommt er sein Zusatzfutter, damit er bereits was im Magen hat. Ich denke, 2x 5 Min. Grasen kann ich anfangs erlauben, dazwischen laufen wir zusammen ein wenig.

Nepomuk mag natürlich auch sehr gerne Gras, ist trotzdem relativ leicht zu händeln. Barbie ist ein völlig anderes Kaliber, bei dem Anblick von Gras vergißt sie ihre gute Erziehung *hust*. Ich überlege, wie ich ihr beibringe, nur mit Erlaubnis Gras zu fressen.

Plan A ist, den Strick in Schwingung zu versetzen, wenn Barbie unerlaubt Gras frißt. Das ist dem Pferd unangenehm, ob das bei ihr reicht, damit sie aufhört zu fressen, werde ich testen.

Plan B ist das Bewegen der Hinterhand, so daß Barbie den Kopf hochnehmen muß. Mit dem Strick wedeln oder sie damit touchieren reicht evtl. nicht, werde zur Sicherheit eine Gerte mitnehmen.

Die brauche ich eh für Plan C, wenn Barbie auf mein Kommando „Schluß“ und „hoch“ nicht den Kopf hebt, touchiere ich sie ganz leicht mit der Gerte auf die Nase. Irgendwann wird ihr das hoffentlich so sehr unangenehm, daß sie vom Gras abläßt.

Ich muß das nun halt mit ihr üben, einfach wird das nicht, ihre 10 Min. Gras hat sie vermutlich nach 15 Min. aufgebraucht. Damit sie mich nicht zu jedem Büschel hin reißt, bräuchte ich das Control-Halfter, möchte es aber erst mal ohne versuchen. Das ist mein schwerstes Geschütz, wir probieren es erst mal mit Knotenhalfer.

Mein schönes Show-Halfter mit Kette ist nicht ganz so strange wie das Control-Halfer, Barbie hat es kaputt gemacht, als sie sich los riß. Ich werde mal kucken, ob ich das reparieren kann und was ich sonst noch so habe.

Die allerletzte Möglichkeit wäre der Maulkorb, ich habe ja mal einen für Barbie gekauft. Ein mal habe ich ihr den aufgezogen, sie geriet in Panik, ich müßte das Tragen mit ihr erst mal auf dem Reitplatz üben, wo nix passieren kann.

Praktisch wäre natürlich, wenn ich zum Anweiden per Hand beide Hafis gleichzeitig mitnehmen könnte. Das geht aber erst, wenn sich jeder einzeln manierlich führen läßt, ohne jedem Grasbüschel hinterher zu hechten.

Brennessel ist ebenfalls empfehlenswert, ich werde nun öfters mal welche sammeln und anwelken lassen. Marstall Wiesen-Fasern habe ich gestern bestellt, es enthält an Eisen nur 225 mg / kg. Die meisten vergleichbaren Produkte, z. B. von Agrobs, haben einen wesentlich höheren Anteil an Eisen, dabei ist im Heu davon bereits mehr als genug enthalten.

Das AlpenGrün Müsli (hoher Eisengehalt) ist bald zu Ende, jeder Hafi bekommt davon nur 2 Hände voll ins Equigard untergemischt, dazu eine Hand voll Grünhafer. Um die lange Fresspause tagsüber zu unterbrechen, wenn die Pferde nachts auf der Weide sind, möchte ich beiden Wiesen-Fasern + Grünhafer geben, werde sie nun langsam dran gewöhnen.

19. April 2015

Barbie kostet Kraft und Nerven

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:20

Nachdem der Fruktan- und Eiweßgehalt im Gras derzeit hoch ist, war Reiten auf dem Platz angesagt. Das Satteln von Barbie verlief problemlos, ebenso das Gurten. Am Platz stieg ich per Treppe auf, das klappte bereits beim ersten Mal.

Elli und ich hatten ein paar Sachen aufgebaut, u. a. drei Bodenstangen ausgelegt, Barbie lief immer ohne Anstoßen drüber. Wir übten Stellen und Biegen, Barbie war gut drauf und arbeitete prima mit.

Nach einiger Zeit trabten wir, über die Stangen wollte Barbie dann aber nicht, also nahmen wir die im Schritt. Ich glaube, es hat sie motiviert, daß Nepomuk auch auf dem Platz geritten wurde, Barbie lief gut.

Mit ihr bin ich ja noch nie auf dem Platz galoppiert, hinter Elli wollte ich es heute versuchen. Wir gingen rechte Hand, Elli galoppierte Nepomuk an, ich Barbie, sie buckelte fast im Stand in einer Tour. Vielleicht war sie überfordert, wir wechselten auf die linke Hand, sie trabte schnell, sprang aber nicht in den Galopp.

Ich denke, bei diesem Versuch belassen wir es, Barbie mag wohl nur im Gelände geradeaus galoppieren. Ich gab Elli meine Digiknipse, Barbie sollte aufs Podest steigen. So gerne sie das alleine macht, mit Reiter bekam ich klares „no“ von ihr mitgeteilt.

Elli ging mit Nepomuk drauf, Barbie interessierte das nicht, sie befand, sie hat für heute genug getan. Immerhin gibt es ein Foto von ihr und mir, das erste seit über einem Jahr. Wir ritten zur Seite, um Nepomuk beim fliegenden Galoppwechsel zu filmen, er macht das wirklich super :-).

Barbie ließ ich anschließend noch ein wenig Schritt gehen, schließlich entscheide ich, wann unser Training beendet ist. Elli blieb noch auf dem Reitplatz, Barbie bekam am Putzplatz ihr Zusatzfutter. Das Halfer hatte sie über dem Hals hängen, so machen wir das immer nach dem Reiten.

Als Barbie fast aufgefressen hatte, kam Elli mit Nepomuk, sie band ihn mit 2 m Abstand von ihr an, damit Barbie ihm nicht sein Futter klaut. Sie machte einen langen Hals und riß am Halfter, daher beschloss ich, Barbie zurück in den Stall zu bringen.

Kaum hatte ich sie losgebunden, drängte Barbie zu Nepomuks Futter, ich wedelte mit dem Strick vor ihrer Nase, das half nix. Auch einen Klatsch mit dem Strickende auf die Brust ignorierte Madame Fresssack komplett. Ich stellte mich zwischen sie und das Futter und versuchte, Barbie zurück zu drängen, das klappte nur bedingt.

Kaum hatte ich sie 2 m weg vom Futter, zog sie an und versuchte, um Nepomuk rumzugehen und sich von der anderen Seite zu nähern. Mit dem Halfter locker um den Hals hatte ich Null Einwirkungsmöglichkeit, das passiert mir nicht nochmal.

Barbie drängelte wieder zum Futter, ich stand ihr im weg, sie rammte mich um, ich fiel auf Nepomuks Schüssel. Barbie stieg mir ein wenig auf den Fuß vor lauter Gier, das Halfer fiel ihr vom Hals, sie war frei. Man kann sich vorstellen, daß ich wütend war, an Respektlosigkeit war dieses Verhalten kaum mehr zu überbieten.

Ich stand auf und zog Barbie Halfter samt Strick über, mir war egal, wo ich sie traf. Sie wich erschrocken zurück, ging rückwärts und wollte auf Nepomuks andere Seite, das ließ ich aber nicht zu und haute ihr noch eine drauf. Aber hallo, ich bin doch nicht ihr Kaschperl, den sie rumschubsen kann, wie es ihr beliebt.

Im Abstand von 2m zu Nepomuks Futter bekam sie das Halfter wieder über den Hals, im Abstand von ca. 1 m band ich sie neben ihm an – und zwar so kurz, daß sie den Kopf nicht mehr an den Boden bekam.

Ich war völlig durchgeschwitzt, Elli kam zurück, die am Platz unsere Utensilien aufgeräumt hatte. Barbie stand wie ein Einser und versuchte nicht mehr, an Nepomuks Futter zu kommen, na also, geht doch :-). Nach 5 Min. brachte ich sie in den Stall zurück, alles easy, Barbie hatte gemerkt, daß Feuer am Dach war und sie sich nix mehr erlauben durfte.

Am Platz gibt sie ja gerne mal den sterbenden Schwan, sie hat keine Lust, im Kreis zu laufen. Bei unserem „Kampf“ konnte sie plötzlich prima rückwärts, seitwärts und wasweißichalles gehen, traben auf Beton und tänzeln – aber gut, wenns ums Futter geht, ist sie so agil wie ein junges, gesundes Pferd.

Nepomuk hatte geschwitzt, wir bürsteten ihn noch nass ab, beide Hafis sprühte ich heute mit meinem selbst gemischten Fliegenspray ein. Vorher habe ich Nepomuk mit Moskitozon behandelt, er hatte nur die Schweifrübe minimal gescheuert.

Später ging ich zum Paddock, Barbie trabte locker neben mir her, ich glaube nicht, daß sie derzeit irgendwelche Schmerzen hat. Dort unterhielt ich mich mit einer Stallkollegin, Barbie hielt Abstand von mir – normalerweise macht sie das nicht, sondern bettelt.

Ich denke, Barbie ist nun wieder fit und wir können in einer Woche einen gemütlichen Ausritt machen oder auf die Ovalbahn gehen. In den Nächten ist es derzeit noch sehr kalt, was einen hohen Fruktanwert im Gras bedeutet. Mit dem Anweiden an der Hand muß ich daher noch warten – das wird dann eh nicht einfach, weil Barbie vermutlich austickt, sobald sie an Gras kommt.

Das KostBar FermentVital ist nun zu Ende – so vital wie heute war Barbie schon länger nicht mehr :-). Nun bekommen beide Hafis FermentMetabolo, FermentHepar habe ich bereits bestellt.

17. April 2015

Nepomuks Vorderhufe bearbeitet

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:09

Kaum stand ich mit Barbie am Putzplatz unter dem Dach, da kam ein Hufschmied und parkte sein Auto direkt daneben. Barbie wurde nervös, als er seine Eisen im Ofen vorbereitete und wedelte mit dem Hinterteil, so daß sie um ein Haar an den Ofen gekommen wäre.

Weil sie sogar beim Fressen ein wenig hibbelig war, konnte ich nur die Kastanie lv ein wenig kürzen, die rechte ist schwieriger, weil sie nicht im ganzen in den Zangenkopf passt. Schnell Barbie noch ein wenig geputzt und dann zurück gestellt, ich glaube, sie hatte Angst vor dem Schmied.

Mein Zeugs räumte ich dann auf den unbedachten Putzplatz, bevor ich Nepomuk holte. Nachdem der Reitplatz bereits mit drei Reitern besetzt war und ich mit ihm nicht ins Gelände gehen wollte, fiel Reiten für mich heute aus. Stattdessen habe ich seine Vorderhufe bearbeitet, das letzte mal ist eine gefühlte Ewigkeit her.

Links vorne heute, außen gab es eine kleine Tragrandtrennung, die ich ausgeschnitten habe. An dem Huf hatte er immer einen Würstchenstrahl, siehe z. B. Foto vom 06.02.2014, der schaut nun etwas prominenter aus. Die Eckstreben habe ich schon einige Monate nicht mehr geschnitten, auch heute bestand da kein Handlungsbedarf.

Seitlich gesehen, das ist sein steilerer Huf, die Trachten sind nun nicht mehr ganz so hoch wie noch im Okt. 2014. Die Zehe werde ich noch ein wenig kürzen und berunden, damit er leichter abrollen kann. Von vorne, da gibt es wenig zu meckern :-), außer daß die Belastungslinie innen ein wenig hoch schwingt. Also werde ich eine Senke anbringen, damit der minimal hochgestauchte Kronsaum sich entspannen kann.

Über die Sohle gesehen, der Strahl trägt komplett mit. Man kann erahnen, was für eine enorme Sohlenwölbung er hat, die Sohle trägt kaum mit. Ich denke, daher kommen auch die immer wieder auftretenden Tragrandtrennungen – der Tragrand ist ein wenig überlastet.

Rechts vorne hat sich der Strahl auch positiv entwickelt, außen gibt es wieder eine kleine Tragrandtrennung. Seitlich, die Zehe werde ich etwas stärker als lv kürzen und ebenfalls berunden. Über die Sohle gesehen, da ist alles im grünen Bereich.

Nepomuk hatte nicht gescheuert, trotzdem gab ich auf Schweifrübe und unteren Mähnenkamm Lazosan drauf, man soll das ja nach dem Waschen mit Shampoozon machen. Eine minimale Zwickwunde fand ich an einer Schlauchtasche, habe ihn dort ebenfalls behandelt.

Bisher scheint Ökozon Neo gut zu helfen, allerdings dachte ich das früher von anderen Mitteln anfangs auch. Meist legt Nepomuk erst Ende April so richtig los mit dem Scheuern, die Nagelprobe steht also noch bevor.

Da mich der Schmied eingeparkt hatte, vertrieb ich mir die Zeit, ihm bei seiner Bearbeitung zuzusehen und mit Unterhaltungen mit Stallkolleginnen, heute waren eine Menge da. Zwischendurch knipste ich noch meine süßen Hafis, die mit sauberer Mähne wirklich toll aussehen :-).

Als der Schmied mit dem dritten Isi endlich fertig war, zog ein Wetter auf, angesagt war Regen die ganze Nacht. Also bekam Barbie ihre Regendecke angezogen, nachts soll es bis -1 Grad haben. Sie steht zwar eh die meiste Zeit im Unterstand, trotzdem ist dieses nun plötzlich wieder kalte und nasse Wetter gar nix für ihre Arthrose.