30. August 2015

Nepomuk hat einen geschwollenen unteren Mähnenkamm

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:37

Heute 34 Grad, mir lief bereits beim Nichtstun der Schweiß nur so runter. Barbie bekam die Schuhe ausgezogen, bis morgen ist barhuf laufen angesagt.

Nepomuk bekam heute Mähne und Schweif gewaschen, auf den Kamm sowie die Rübe massierte ich Shampozoon ein. Dabei fiel mir auf, daß sein unterer Kamm, wo sich die Falten befinden, sich etwas geschwollen anfühlt. Man sieht es nicht, das kann der Grund sein, warum dort kaum Haare wachsen.

An der Schweifrübe wachsen die Haare nach, glücklicherweise fallen die fehlenden nicht so sehr auf, weil er davon ziemlich viele hat – sein Schweif heute. Seine Mähne ist wirklich schön, leider fehlt fast die Hälfte davon. Ich bin aber zuversichtlich, daß wir die wieder zum Wachsen bringen, dazu muß der Kamm aber abschwillen, dann verschwinden sicher auch die Falten. Die Tiefe der Rillen ist bereits geringer geworden – natürlich läßt sich ein Hautschaden, der über 15 Jahre lang bestand, nicht in 6 Wochen komplett ausheilen.

Überlegt habe ich, ob die paar Haare am unteren Kamm abschneide, die am Widerrist zwicken sich auch gerne mal unter dem Sattel ein. Bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, die Haare wachsen auch nicht schneller, wenn alle gleich kurz sind. Soventol hatte ich mal bestellt, ein Antihistaminika, das werde ich ihm nun auftragen, damit der Kamm abschwillt. Falls das nichts bringt, könnte ich es noch mit Hydrocortison versuchen, das hätte zusätzlich den Vorteil, daß es  das Haarwachstum anregt.

Wie man auf den Fotos sieht, sind die kahlen Stellen um Nepomuks Augen merklich zurückgegangen, obwohl ich dort nie was aufbringe. Die Schopfhaare wachsen weiter prima nach, Nepomuk schaut top aus :-), bleibt nur noch sein Problem mit dem unteren Mähnenkamm.

Barbie bekam an den Hinterbeinen die Stellen mit Niem-Shampoo gewaschen, wo sie Mauke bzw. Raspe hat. Von der ist allerdings kaum mehr was zu sehen, komplett ausgeheilt ist sie allerdings noch nicht. Ich bleibe da noch dran, denke aber, nun reicht eine Behandlung 2x pro Woche aus.

4 Wochen ist bei Barbie die letzte Bearbeitung der Hinterhufe her, es hat sich wieder ordentlich Tragrandüberstand gebildet. Morgen soll es nochmals 34 Grad bekommen, nicht gerade mein Lieblingswetter für Hufbearbeitung. Mal sehen, was ich schaffe, Nepomuks Hufe stehen auch langsam mal wieder an. Wenn es nächste Woche kühler wird, möchte ich öfters mal ausreiten, das habe ich mir verdient :-).

Nachdem meine Marstall Heucobs langsam zu Ende gehen, habe ich deren Anteil am Zusatzfutter nun auf 200 g reduziert, als Ersatz gibt es 200 g Agrobs Wiesenflakes. Langsam stelle ich auf die Flakes um, die man nicht einweichen muß, ich mache das trotzdem wegen der Kräuter, die es noch dazu gibt.

Mit dem Pferdehanf habe ich heute begonnen mit einem 1/2 Messlöffel, ab nächsten Sonntag gibt es dann einen ganzen.

28. August 2015

Stangenarbeit mit Schwimmnudeln

Filed under: Allgemein — admin @ 15:21

Heute mal wieder 30 Grad und Sonne, erst ab Dienstag soll es kühler werden. 10 g Virkon S hatte ich in 500 ml aufgelöst und nahm es in einem großen Gurkenglas mit zum Stall. Barbie bekam lv bearbeitet, anschließend tauchte ich Watte in das Virkon S, patschte ihr die auf die Sohle und gab eine Verbandsmull locker drüber, den ich mit einem Schnürrchen locker zuband.

Wenn Barbie frißt, bewegt sie sich selten, ich ließ das Zeugs 5 Min. wie empfohlen einwirken. Danach sah lv so aus, erstmals ist ein Teil der weißen Linie zu sehen, früher waren überall „Krater“. Gesund schaut die weiße Linie leider nicht aus, sondern gezerrt, dadurch konnte sich der Gammel gut breit machen.

Aber gut, ich bin ja bestens ausgerüstet mit Virkon S, Keralit Undercover und THM Hufstabil extra, um die bösen Bakterien in Schach zu halten. Der dunkle Fleck in der Sohle innen war fest pappender Dreck, als ich Barbie später die Hufschuhe anzog, konnte ich den weg kratzen. Über die Sohle gesehen, ich denke, die Trachtenhöhe passt derzeit.

Rechts vorne wollte ich auch bearbeiten, das war aber nicht möglich, weil Barbie immer wieder wegzog. Komisch, mir schien sie heute auch nicht so locker flockig wie in letzter Zeit zu laufen, konnte allerdings nicht deutlich erkennen, auf welchem Huf sie lahmt. Nach dem Foto konnte ich immerhin noch die Zehe ein wenig kürzen, Tragrandüberstand wegnehmen wäre mir lieber gewesen.

Man sieht deutlich die Delle in der Sohle / Zehenachse, wo das Hufbein abgebaut hat. Ebenso den Sohlenschaden medial, der uns nun schon jahrelang verfolgt. Am Sonntag werde ich mich bemühen, die enormen Tragrandüberstande abzunehmen, hoffentlich ist Barbie dann kooperativer.

Nepomuk hat inzwischen gar keine SE-Symptome mehr *freu*, nicht mal kleine Bisswunden am Schlauch. Mähnenkamm und Schweifrübe schuppen weiter kräftig, ich behandele dort immer mit BB-Lotion zur Sicherheit. Am Sonntag sind 33 Grad angesagt, da werde ich ihm Mähne und Schweif waschen und dann Fotos für seine SE-Doku machen.

Die Hafis kamen in den Stall zurück, ich räumte auf und kehrte. Anschließend ging ich mit Nepomuk auf den Platz, Barbie kam langsam hinterher, da sah ich deutlich, daß sie heute auf hartem Boden nicht gut lief. Sie durfte auch rein, um vom Rand Gras zu knabbern. Ihr erster Weg war schnurstracks über die Länge des Platzes hin zu dem wilden Apfelbaum, um nachzusehen, ob von dem was abgefallen war. Der hat nur sehr kleine Äpfel, ein bissi größer als Kirschen, also kein Problem.

Für Nepomuk legte ich 2 mal je 3 Schwimmnudeln im Abstand von ca. 80 cm aus, trotzdem machte er einen Zwischenschritt. Also die Nudeln etwas enger gelegt, er sollte im Schritt drüber gehen. Das machte er auch brav (frei natürlich), allerdings stieß er mit hinten öfters mal an. Typisch Nepomuk, er bringt die Hinterhufe nicht hoch, über Stangen fehlerfrei gehen war noch nie seine Stärke.

Ich legte die Nudeln weiter auseinander und wir liefen im Trab drüber, da ich vor ihm war, konnte ich nicht sehen, wie er sich dabei anstellte. Daß einige Stangerl danach verschoben waren, ließ darauf schließen, daß er wieder angestoßen war.

Also legte ich einen großen Stern; Nepomuk waren meine Nudeln inzwischen egal, er feuerte sie in der Gegend rum oder trat drauf. Damit hatten wir fertig, das nächste mal werde ich im Sattel sitzend Stangenarbeit machen, bis er sich ein wenig mehr anstrengt.

Mein Bub heute, er ist nicht dick, aber gut genährt :-). Seine Schopfhaare konnte ich dieses Jahr weitestgehend erhalten *freu*, wenn nun noch die Haare am unteren Mähnenkamm gut nachwachsen, bin ich überglücklich.

Die Hafis kamen vom Platz und fraßen hinten Stroh, also holte ich vorne Barbies Schuhe mit dicken Einlagen und ihren Ingwer. Beim Fressen zog ich ihr die Schuhe an, Nepomuk war extrem aufdringlich, dafür bekam er eine auf die Nase. Jeder noch eine Fliegenmaske, Barbie die Bucas (mit Ohren), weil die UV-Schutz hat, ihre Augen sind ja ein wenig empfindlich. Nepomuk eine von Barbies Masken ohne Ohren, krass, früher war das so niemals möglich gewesen.

27. August 2015

Pferdehanf bestellt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:17

Mein Vitamin-B-Komplex Liquid kam heute bereits an, ebenso Virkon S. Ich werde davon 10 g in eine Flasche mit 500 ml Wasser füllen und Barbie damit morgen Umschläge vorne machen. Das Liquid bekommen beide ab morgen, für Großpferde werden 20 – 30 ml / Tag empfohlen.

Unter „Großpferd“ versteht man wohl ein Warmblut mit ca. 500 – 600 kg, meine Hafis sind Kleinpferde mit ihren geschätzten 450 kg. Ich denke, 20 ml pro Pferd passt in etwa, sie bekommen es allerdings nur 4x pro Woche, öfters bin ich nicht im Stall. Dafür gebe ich es ihnen dann 3 Wochen, das sind insgesamt 400 ml. Nach Anbruch hält das Liquid nur 4 Wochen, also habe ich 600 ml übrig, leider gab es keine Flasche mit 500 ml zu kaufen.

Pferdehanf habe ich ja schon öfters gefüttert als Kur, hier ein Zeitungsartikel dazu, Zitat: „„Pferde mit Problemen von Insulinresistenz, Immunschwäche, Entzündungen, Hautproblemen und Gewichtsschwierigkeiten zeigen Vorteile durch Hanf“.

Also habe ich 2 Beutel á 4 kg bestellt; da man Hanf langsam anfüttern soll, kann ich das Liquid zusätzlich geben. Die finale Dosis beim Pferdehanf beträgt 2 – 2,5 Messlöffel, man soll mit 30% davon starten, also ungefähr ein 3/4 ML. Nach einer Woche erhöhe ich auf 1 ML, nach 2 Wochen auf 1,5 ML, dritte Woche 2 ML, dann wird das Vitamin-B-Liquid wieder abgesetzt.

Ab der vierten Woche gibt es dann 2,5 ML pro Hafi, bis der eine Beutel mit 4 kg leer ist. Den zweiten bekommen sie dann im Frühjahr zum Fellwechsel, Zink und Magnesium werde ich weiterhin unterdosiert zufüttern.

Nach Barbies Blutbild liegen die Werte bezüglich Anämie – Erythrozyten, Hämoglobin und Härnatokrit – im unteren Referenzbereich, bei Nepomuk sieht es nicht viel besser aus – das gibt zu denken. Beim Zusatzfutter habe ich stets auf einen geringen Gehalt an Eisen geachtet,  das könnte die Ursache sein. Wir haben zwei Isis im Stall mit leichter Anämie, woher die kommt, weiß keiner.

Das Liquid hilft beim Aufbau roter Blutkörperchen, außerdem habe ich einen Sack Agrobs Wiesenflakes bestellt, der ist bereits geliefert. Die haben einen mehr als doppelt so hohen Anteil an Eisen wie meine Marstall Heucobs und Wiesenfasern, mal sehen, wie die Flakes bei den Hafis ankommen.

Den Anteil an Heucobs im Zusatzfutter (bisher 400 g eingeweicht) werde ich nun langsam reduzieren, stattdessen gibt es Wiesenflakes. So nähere ich mich step by step der optimalen Zusatzernährung für die Hafis, um die Mangelernährung über den Sommer ohne Heu auszugleichen.

Die Futterumstellung auf rein natürliches Futter hat sich langfristig bewährt, denke ich – Barbies Vorderhufe werden stetig besser und Nepomuk scheuert auch die Stellen nicht mehr, die ich nicht mit BB-Lotion einschmiere. Dick sind beide nicht, schlank aber auch nicht – sie schauen aus wie gesunde Hafis :-).

26. August 2015

es geht voran bei den beiden letzten Baustellen :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:36

Gestern empfahl einer im Hufe-Forum, von dem ich viel halte, Virkon S zum Abtöten böser Bakterien. Man mischt 10 g davon mit 500 ml Wasser und macht dem Pferd damit für 5 Min. einen Hufumschlag. Ich habe 2x 50 g bestellt, werde nichts unversucht lassen, um dem Gammel in Barbies Vorderhufen Herr zu werden.

Heute habe ich keine Hufe bearbeitet, es gab auf alle Strähle JoDoGel und auf Barbies Sohlen vorne THM Hufstabil extra. Rechts vorne von vorne, die innere Wand wächst wesentlich steiler nach, die äußere leider (noch) nicht. Man sieht gut die Abszessrille, dieses mal ist es nicht so ein Wulst wie bei früheren Abszessen.

Die Sohle rv, am Freitag werde ich den Tragrandüberstand beseitigen. Das verträgt Barbie meist nicht so gut, ich kann den aber nicht lassen, weil dadurch die weiße Linie immer weiter gezerrt wird. Sie bekommt dann ihre Schuhe angezogen, Regen ist ja keiner angesagt. Außen werde ich den Tragrand berunden, die Wände muß ich auch noch strecken. Nächste Woche geht es dann wieder weiter mit dem Zehe kürzen, die erscheint mir noch etwas zu lang.

Links vorne, aber hallo :-), der schaut gar nicht mehr so krank aus, wie er eigentlich ist. Innen bei ca. fünf Uhr ist die weiße Linie noch ein wenig gezerrt, ansonsten medial alles gut *freu*. Außen leider noch nicht, werde den Tragrandüberstand beseitigen und wie bei rv auch berunden. Die Zehe finde ich derzeit kurz genug, die Wände müssen ebenfalls gestreckt werden.

Aus einem ziemlich ovalen Vorderhuf, lv am 10.07.2015, habe ich in 6 Wochen einen relativ runden gemacht, der Strahl ist nun auch prominenter als früher. Das Schönste daran ist, daß sie barhuf im Stall gut läuft, obwohl die Sohle an beiden Vorderhufen ziemlich dünn ist.

Barbies Vorderhufe sind auf einem guten Weg, sie sind ja meine größte Baustelle. Ich werde kontinuierlich dran bleiben, nun müssen wir die jeweils außen weghebelnden Wände noch in den Griff bekommen, eine gleichmäßige Belastung der Hufe ist noch nicht gegeben.

Die zweite Baustelle sind Nepomuks Falten im unteren Mähnenkamm, die sich mE langsam zurückbilden. Die Haut schuppt dank BB-Lotion immer noch ordentlich ab, erneuert sich also :-). Ich hoffe, dort wachsen dann wieder mehr Haare als bisher nach, dafür müssen sich wohl erst alle kaputten Hautschichten regenerieren.

Die Hafis heute beim Fressen von Grünhafer, Barbie steht mE mit ihren Vorderhaxn ganz gut unter dem Schwerpunkt, einen Vorderhuf entlasten tut sie ja schon lange nicht mehr. Sie hat weder lange oder gar lockige Haare noch Muskelschwund, wie es bei ECS der Fall wäre. Die Muskulatur an der Hinterhand hat ziemlich abgebaut, weil ich Barbie ja seit Mai nicht mehr bewege, das wird sich ändern, wenn ich sie wieder reite. Die Beule im Mähnenkamm (Kammfett) ist immer noch sichtbar, ansonsten macht sie eine gute Figur, finde ich.

Als ich um halb drei bereit war für Stangenarbeit, wurde Stroh gefüttert, daher habe ich darauf verzichtet. Beide bekamen eine Fliegenmaske angezogen, aus dem Kammerl nahm ich meinen Zuggeschirrhalter mit, werde den im Keller montieren. Den Sattelhalter hatte ich damals dort angebracht, werde den Westernsattel dort parken, er wird ja selten benutzt.

Wenn es weiterhin so gut läuft mit meinen beiden letzten Baustellen, hat Nepomuk nächstes Jahr eine komplette Mähne und Barbie kann bald wieder antrainiert werden :-). Im Winter lief sie bisher immer super, ich kann mir gar nicht vorstellen, daß ich dann zwei relativ gesunde Reitpferde habe, das kam bisher noch nicht vor.

25. August 2015

neue Kräuter gemischt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:45

Meine neue Kräutermischung besteht aus:

– 100 g Gingko
– 100 g Klebkraut
– 100 g Mädesüß
– 50 g Schafgarbe
– 100 g Weidenrinde

Jeder Hafi bekommt davon nun 40 g, danach werde ich das Klebkraut durch Mariendistel ersetzen. Schafgarbe soll man nicht längere Zeit füttern, ich werde dieses Kraut auf max. 4 Wochen beschränken.

Frau Dr. Weyrauch schreibt zu ECS, man soll auf eine hochwertige Magnesiumversorgung achten, mein Trimagnesiumcitrat ist nun aber zu Ende. Also habe ich erneut 1 kg davon bestellt (Apothekerqualität), die Hafis bekommen Magnesium immer mal wieder als Kur.

Der Vitamin-B-Komplex ist sehr wichtig, durch zu wenig Heu/Stroh kann ein Mangel entstehen. Da bei uns während der Weidezeit gar kein Heu gefüttert wird und nur relativ wenig Stroh, werde ich Vitamin-B nun kurmäßig unterstützen. Ich habe PHA Liquid geordert, das ist zwar was Künstliches, man soll es aber nur ca. 2 Wochen geben. Immerhin enthält dieses Produkt nicht als Hauptanteil Zucker wie viele andere – Zucker möchte ich für Barbie ja vermeiden.

24. August 2015

zwei mini Goldfische gekauft

Filed under: Allgemein,Aquarium,Fische — admin @ 16:33

Nach dem Stall (dazu später) fuhr ich zum Dehner nach Sauerlach zwecks Fassdichte und schaute mir die Teichfischlein an. Shubunkins hatten sie keine, Goldorfen wollte ich nicht, hatte mal zwei, die werden riesig. Also nahm ich zwei mini Goldfische mit, geschätzt 3 cm lang. So süß die kleinen Kerlchen :-), mein ältester Goldfisch ist über 15 cm lang, der gelbe ca. 10 cm und der Shubi 8 cm. Die kleinen Fischlein findet man kaum in dem großen Aquarium, das ja gut bewachsen ist. Zum Verstecken gibt es für beide jede Menge, sie werden aber schnell merken, daß meine drei Großen ihnen nichts tun.

Fotos sind bisher leider nichts geworden, weil die Sonne sich im Glas spiegelt, werde versuchen, abends welche zu machen. Jetzt habe ich wieder fünf Fische in über 500 Litern, das passt, selbst wenn die Kleinen schnell wachsen.

In den Stall nahm ich heute meine sechs neuen Schwimmnudeln mit, werde sie vorerst als Bodenstangen nutzen. Barbie kennt Stangenarbeit kaum, bisher haben wir nur selten mal welche im Schritt gemacht. Sie machte das bisher sehr gut, paßt auf ihre Hüfchen auf, trotzdem sind mir Stangen aus Holz zu hart für sie, falls sie doch mal anstoßen sollte. Bei den Schwimmnudeln macht es nichts, wenn sie sich daran stößt oder drauf dritt, ihren Hufen kann dabei nichts passieren.

Nepomuk ist derjenige, der oft an die Stangen stößt,  weil er zu faul ist, seine Hufe, vor allem hinten, ordentlich zu heben. Stangenarbeit ist gesund für den Rücken, weil das Pferd den beim Überqueren aufwölben muß. Vor allem Barbie tut das gut, sie wird ja schon länger nicht mehr geritten, ihre Bauchmuskeln gehören ein wenig trainiert.

Zu einem ersten Training bin ich heute nicht mehr gekommen, als die Hafis im Stall zurück waren, wurde Stroh gefüttert. Sie davon wegholen wollte ich nicht, wir üben also am Mittwoch mit den Schwimmnudeln. Die sollen ein Teil meines Agility-Parcours (Freidressur) werden, die Hafis sollten über die Nudeln schweben *g*, ohne ein mal anzustoßen.

Meine Moosgummi-Einlagen hatten sich ziemlich verwurstelt – wenn ich mehrere pro Schuh nehme, muß ich die zusammen kleben. Aufgrund des Gewitters gestern Abend waren die Schuhe voller Schlamm, weil die Herde nachts auf dem Paddock steht und wartet, daß sie auf die Weide darf.

Barbie bekam vorne wieder die Zehen gekürzt, außerdem habe ich lv innen den Tragrandüberstand gekürzt. Der Huf schaut nun nicht mehr symmetrisch aus, das kann aber am Aufnahmewinkel liegen. Die weißen Linien seitlich schließen sich langsam, es gibt keine „Krater“ mehr. Der angegriffene Tragrand zwischen sieben und neun Uhr erholt sich auch langsam, im Zehenbereich sieht man nun sogar die weiße Linie. Leider sieht die teilweise noch etwas gammelig aus, hat kleine Risse, aber keine Einblutungen.

Rechts vorne heute, der Huf schaut noch nicht so gut aus. Das Loch außen bei ca. vier Uhr stammt mE von dem Abszess, ich kann mich aber auch täuschen. Nächstes mal wasche ich die Hufsohlen vor einem Foto ab, dann sieht man mehr. Barbie bekam THM Hufstabil extra auf die Sohlen und ohne Schuhe in den Stall, als sie dort mal weichen mußte im Trab, sah ich keine Lahmheit.

Sie bekam noch ihren Ingwer usw. mit Equigard, darauf hat Barbie gewartet, sie wollte vorher kein Stroh fressen.

23. August 2015

„Wellness“-Tag für die Hafis

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:40

Nepomuk hatte heute minimal die Schweifrübe gescheuert, allerdings glücklicherweise ohne Haarverluste. Barbie bekam Lehmpaste auf die Sohlen und dann ihre Schuhe samt Moosgummieinlagen (3 mm dick, je zwei pro Schuh) angezogen, vorher kürzte ich rv noch die Zehe.

Barbie mußte kurz überzeugt werden, daß wir heute nach langem mal wieder das Stallgelände verlassen, danach lief sie brav mit. Elli ging mit Nepomuk voraus, Barbie lief einwandfrei am langen Strick geführt hinterher. Nach Überquerung der Gleise wurde sie von verlockenden Grasbüscheln quasi angesprungen *g*, da kann mein Mädchen natürlich nicht nein sagen :-). Wir einigten uns darauf, daß sie sich kurz das Maul vollstopfen darf, was bei Barbie ja blitzschnell geht, anschließend wird im Gehen gekaut und geschluckt. Zwischendurch fraß sie im Gehen, zwei mal schlossen wir im Trab zu Nepomuk auf.

Um ca. 14.20 Uhr trafen wir auf der Ovalbahn ein und ließen die Hafis frei, sie durften Gras fressen. Barbie hatte bereits geschwitzt vor lauter Aufregung, weil es Gras gab, und durch ihren ständigen Tempowechsel Stand/Schritt/Stand. Elli und ich setzten uns in den Schaffen, heute Sonne bei 25 Grad und hoher Viecherbelastung, und schauten den Pferden beim Grasen zu.

Beide Hafis liefen beim Fressen gemütlich Schritt, so wie es Wildpferde auch machen, waren glücklich und relaxt. Nepomuk wälzte sich, blieb beim Aufstehen hinten sitzen und machte einen 3/4 Kreisel mit der Vorderhand – echt witzig :-).

Um 15.30 Uhr ging es Richtung Heimat, Barbie stahl noch ein paar Büschel Löwenzahn, lief ansonsten aber super brav am durchhängenden Strick mit. Sogar an der Ampel hielt sie heute einwandfrei an und blieb gelassen stehen, bis es grün wurde, früher war das öfters mal nicht so einfach.

Im Stall zurück bekamen beide eine Fliegenmaske ohne Ohren angezogen; für Nepomuk das erste mal seit vielen Jahren, daß er so eine trägt (früher immer eine mit Ohren). Den Ingwer hatte ich heute vergessen, Barbie bekommt morgen wieder welchen. Von Steifheit war heute wie in letzter Zeit auch rein gar nichts zu sehen, wir konnten sie ja über 1 Std. lang beim Laufen beobachten. Die Schuhe ließ ich ihr e an, ich hoffe, es regnet nicht.

1 Std. 45 Min. waren wir unterwegs, davon habe ich ca. 30 Min. geführt. Bewegung tut Barbie gut, die hat sie ja nur nachts auf der Weide, tagsüber im Stall steht sie meist rum wie alle anderen auch. Gut wäre natürlich, wenn ich alleine beide Hafis mit zur Ovalbahn nehmen könnte, das ginge wohl nur, wenn ich beide mit Kette führe.

Geritten wurde heute nicht wegen der Entwurmung vorgestern, danach haben die Hafis immer 2 Tage reitfrei. Nun wird es wieder sehr warm, teilweise über 30 Grad, kein Wetter, bei dem ich mittags reite. Wir machen stattdessen Agility, dabei muß man sich nicht viel bewegen, oder ich übe mit Nepomuk Halsring reiten (nur ein wenig Schritt dabei gehen ohne Sattel).

Meine BB-Lotion ist zu Ende, werde morgen früh eine neue mischen, dieses mal kommt neben Kokos- noch Agranöl dazu. Nepomuks Haut am Mähnenkamm schuppt immer noch gewaltig, die Haut erneuert sich *freu*. Es ist wirklich ein kleines Wunder, daß er nun keine Decke mehr braucht und wie jedes gesunde Pferd auf die fiesen Stechviecher reagiert.

22. August 2015

Keller entrümpeln

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:06

Seit Wochen bin ich immer mal wieder dabei, unseren größten Keller zu entrümpeln. Darin befinden sich nicht nur meine diversen Pferdesachen, u. a. ein Zwei- und Einspännergeschirr, sondern auch einige Umzugskisten mit von meinem Vater, meiner Schwester und meinen Großeltern geerbten Sachen.

Es ist der Wahnsinn, was wir an tollem Geschirr haben („Sonntagsgeschirr“), dummerweise hat jeder in meiner Familie bereits mehr als genug Geschirr. Tafelservices mit allem drum und dran mit Goldrand, früher wurde das nur an Weihnachten verwendet, heute nimmt man sowas nicht mehr her, da nicht geeignet für die Spülmaschine.

Gläser, Bierkrüge, Besteck, man weiß nicht, wohin damit. Bücher sind auch einige dabei, dabei fiel mir „Werk und Mensch“ von Hermann Göring in die Hände. Ein komisches Gefühl, ein Original (top erhalten) von 1938 in der Hand zu halten, es gehörte meinem Opa. Es hat sogar eine Widmung „Dem Gefolgsschaftsmitgliede Amtswalter Hermann Schulz am Tage der Nationalen Arbeit vom Betriebsführer gestiftet“ (1. Mai 1938).

Ich weiß nicht genau, was mein Opa (ist schon lange tot) im 2. Weltkrieg gemacht hat – soweit ich mich erinnere, war er in der Verwaltung tätig und nicht an der Front. Meine Großeltern sind in Berlin aufgewachsen und haben dort auch während des Krieges gelebt. Mein Vater war damals ein Kind, er wurde während des Krieges (alleine) aufs Land verschickt, hat darüber aber nie geredet.

Mein erster Gedanke war, daß dieses Buch ein bissi was wert ist, werde versuchen, es für EUR 40,00 zu verkaufen, da quasi ohne Gebrauchsspuren – vermutlich hat mein Opa es nie gelesen. Schade, daß ich ihn nun nicht mehr befragen kann und auch sonst niemanden aus der Familie – alle vier Großeltern sind bereits länger tot.

Das Geschirr war teilweise in Handtücher gewickelt, habe alle gewaschen. Ich werde die für Flüchtlinge spenden, selber habe ich auch noch einige, die ich nicht mehr brauche. Wir haben noch einen sehr großen Speicher, wo noch viel mehr geerbtes Zeugs lagert, werde mal schauen, ob was Brauchbares für Flüchtlinge dabei ist.

Bei meiner Mama fand ich heute Spiele für Kinder, die noch aus meiner Kindheit stammen. Die armen Flüchtlingskinder sind sicher glücklich, wenn sie was zum Spielen bekommen, werde alles für sie einpacken. Erinnerlich habe ich noch eine große Kiste mit Kuscheltieren auf dem Speicher, werde die waschen und ebenfalls spenden.

Meine Mama war 2 Jahre, als meine Oma mit ihr 1941 aus Breslau flüchten mußte, weil der Russe kam. Mit nichts außer einem kleinen Koffer kamen beide über Dresden in die Nähe von München. Deutschland war im Krieg, es gab nichts außer einem Dach über dem Kopf. Kartoffeln stoppeln gehen und Tannenzapfen im Wald sammeln für den Ofen. Nach dem Krieg war Deutschland zerstört,  ich kann mir das gar nicht vorstellen, bin erst 1965 geboren.

Damals sind viele Juden aus Deutschland geflüchtet, weil sie ansonsten vergast worden wären, andere Länder haben sie aufgenommen. Nun haben wir eine Flüchtlingswelle aus Ländern, wo Krieg herrscht – ich finde, man sollte diese Menschen aufnehmen und sie unterstützen, so gut es geht.

Man selber hat viel zu viel Zeugs, meine Schränke sind voll, einen Teil davon ziehe ich nie an. Es sammelt sich so viel an, ich kaufe schon lange keine Kleidung mehr außer selten mal eine Reithose, obwohl ich davon schon mehr als genug habe.

Für meine Schabracken, Pferdedecken usw. habe ich eine XXL-Gartentruhe aus Holz gekauft und die heute zusammen geschraubt. Da ging einiges rein, aber lange nicht alles, was ich für die Hafis habe. Ich muß rigeros aussortieren, was noch brauchbar ist, werde ich verschenken oder verkaufen, was kaputt ist, kommt in den Müll.

Die Sättel habe ich raus gebracht, muß sie alle putzen. Der beige ganz links ist super leicht und stammt aus Indien, noch nicht ein mal benutzt. Der schwarz/braune und der schwarze drunter sind super tolle Ledersättel, passen den Hafis aber nicht – beide Sättel gehören Barbies Besitzerin, werde die ihr zurück geben.

Barbies quasi neuen VS-Sattel werde ich verkaufen, er rutscht auf beiden Hafis. Bleibt noch mein Western-Sattel (baumlos), der kommt in den Stall, es passen je zwei Sättel auf einen Halter (habe dort meinen Wanderreit- und den spanischen Sattel). Der Fellsattel liegt in meinem Wohnzimmer, wo ich den zukünftig unterbringe, weiß ich noch nicht.

Meinen Halter für die Geschirre werde ich im Keller anbringen, evtl. fahre ich irgendwann ja doch noch mal zweispännig *g*.

Alles ne Menge Arbeit, überall habe ich auch noch Sachen liegen, die ich verkaufen möchte. Na ja, im Laufe der Zeit wird das sicher noch, Urlaub wäre mir lieber :-).

21. August 2015

Zusatzfutter der Hafis geändert

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:20

Ich habe nun das Zusatzfutter der Hafis, das sie mittags bekommen, aufgeteilt in eine Portion Heucbs/Wiesenfasern, wo ich die Kräuter usw. dazu mische. Danach gibt es dann aus einer kleinen Wanne für beide Grünhafer, den ich bisher immer unter die Cobs gemischt habe. In der Wanne war einiges drin, ich dachte, das reicht für 2 – 3 mal füttern. Die Hafis waren begeistert davon und haben alles aufgefressen, auch die verstreuten Reste vom Boden.

Grünhafer müssen sie lange kauen (Rohfaser 32,3%), er ist dadurch auch bestens für die Zähne geeignet. Ich habe gestern weitere 30 kg davon bestellt, dazu Heucobs, davon brauche ich ja einige. Eine zweite Futtertonne werde ich in den Stall stellen und sie mit Heucobs bestücken, falls nach einem Ausritt mal kaum mehr Stroh vorhanden ist.

Die TÄin rief vorgestern Abend an, das Röbi von Barbie lv wird nochmals gemacht – ich hatte darauf hingewiesen, daß das letzte ziemlich  mißlungen ist. Die TÄe tippen auf ECS, im Sept. steht daher ein Test auf ACTH an. In meinen Augen hat Barbie kein Cushing, die typischen Symptome dafür fehlen. Die chronische Rehe hat sie nicht erst seit vorgestern, sondern seit ca. 5 Jahren, ich denke, sie hat EMS.

Früher wurden barocke Hafis gerne mit einem mächtigen Mähnenkamm gezüchtet, Barbie ist aus so einer Linie. Sie ist zwar schon seit ein paar Jahren schlank, der Speckhals ist ihr aber geblieben. Als sie akute Rehe hatte, war sie enorm fett, glücklicherweise nimmt sie schon lange nicht mehr zu.

Mit der homöopathischen Behandlung wegen der Arthrose setze ich nun aus, die Globuli bestehen ja aus Milchzucker, den sie nicht so gut verarbeiten kann. Ingwer/Teufelskralle/Grünlippmuschel bekommt sie weiterhin, eingeweicht in Wasser, sie frißt das Gemisch mit ein wenig Equigard problemlos. Derzeit läuft sie barhuf einwandfrei, die Moosgummi-Einlagen für ihre Schuhe habe ich heute zugeschnitten. Ich hatte sie mir dicker vorgestellt, egal, packe ich halt zwei davon in einen Schuh.

Heute wurde die Herde entwurmt, dieses Jahr erstmals nur 3x pro Jahr, früher 4x. Dem kommen wir leider nicht aus, diese Belastung für die Leber würde ich lieber vermeiden. Aber gut, ich unterstütze die Leber ja mit Mariendistel usw., mehr kann ich nicht machen. Meine eigene Kräutermischung ist nun zu Ende, ebenso das Weiden-/Heckenmix, nächste Woche mische ich was neues.

Vier Vorderhufe habe ich heute ein wenig bearbeit, die von Nepomuk „rund“ gemacht, bei Barbie wie üblich die Zehen gerade gekürzt. Links vorne heute, das schaut gut aus :-). Der Huf ist symmetrisch, der Strahl trägt gut mit. Es besteht Tragrandüberstand, vor allem innen, den werde ich nächste Woche kürzen. Das verträgt Barbie immer schlecht, werde sie dann ein paar Tage Schuhe im Stall tragen lassen.

Rechts vorne, ich habe einiges von der Zehe weggeraspelt, man sieht das leider nicht. Mir scheint, außen nahe dem Trachtenende befindet sich ein Riss im Tragrand, werde das am Sonntag genauer untersuchen. Der Huf ist unsymmetrisch, die äußere Hälfte ist breiter als die innere. Tragrandüberstand gibt es mehr als lv, ich kürze erst mal weiterhin die Zehe, bevor ich den korrigiere. Heute gab es Keralit Undercover in die „Krater“ aka weiße Linien, das Zeugs hält auch sehr gut ohne Hufschuhe.

Nepomuk geht es weiterhin gut, er hatte heute nur ein paar kleine Bisswunden an den Schlauchtaschen. Die letzten Tage hatte ich immer die neue Lebertran-/Zinksalbe zuhause vergessen, gab daher reine Zinksalbe auf die kleinen Wunden, die bringt allerdings kaum was.

Nun habe ich noch zwei Baustellen an den Hafis: Barbies Vorderhufe, die sich aber stetig verbessern, von steif gehen ist derzeit nichts mehr zu sehen. Und Nepomuks Rillen am unteren Mähnenkamm, die mE langsam zurück gehen. Dort rieseln enorm viele Schuppen weg, ein Zeichen, daß sich die Haut langsam regeneriert :-).

19. August 2015

schöner Ausritt mit zwei Hunden – 2,5 Std. unterwegs

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:10

Mein letzter Ausritt war am 8. Juli 2015, danach war Nepomuk nur noch ein mal am 26.07.2015 mit meiner RB auf der Ovalbahn. Meine Verbrennung ist nun quasi ausgeheilt, heute war bei bestem Wetter, 17 Grad und bedeckt, mal wieder ein Ausritt angesagt. Zuerst wurden die Hafis verköstigt, bei Barbie habe ich heute nur die Eckstreben vorne geschnitten, mehr schaffte ich zeitlich nicht. Ich habe beide Pferde dafür geputzt, sie fangen bereits mit dem Haarwechsel an, weil die Tage kürzer werden.

Um 13.50 Uhr startete ich mit Nepomuk Richtung Ovalbahn, wo ich Elli mit ihrer lieben Stute treffen wollte. Mein Bub hatte Hunger auf Gras, wir kamen daher nicht sehr schnell voran; bei der Ovalbahn kam mir Elli entgegen mit zwei netten Hunden. Gemeinsam ging es weiter, Nepomuk wollte mich zwei mal überlisten: erst kurz Gras stehlen und dann umdrehen Richtung Heimat. Ich habe aber aufgepasst und ihn sofort wieder gewendet, noch bevor er anfangen konnte zu traben.

Die lange Gerade bis zum Wald sind wir galoppiert, Nepomuk hatte es nicht eilig, ich habe ihn daher ein wenig verbal angefeuert. Durchpariert und nach rechts abgebogen,  es folgte links Wald und rechts ein hohes Maisfeld. Solche Gassen mag Nepomuk normalerweise nicht besonders, er lief aber eineandfrei durch.

Es ging links in den Wald, viel Schritt heute, später trabten wir ein längeres Stück. Die Stute ging dabei Erster, trabte ziemlich langsam, Nepomuk lief total entspannt dahinter.  Es war wieder Schritt angesagt, wir wollten Richtung Römerstraße, Nepomuk hatte was dagegen, er kannte einen kürzeren Heimweg.

Obwohl ich aufpasste, hat er mich überlistet, ehe ich mich versah, trabten wir schnell den Schotterweg lang. Puh, ich dachte, jetzt kann ich ihn nicht mehr halten, stellte mich in die Steigbügel (sein Renntrab ist so gar nicht mein Ding) und gab ihm mit beiden Zügeln gleichzeitig Paraden – stark annehmen, nachgeben usw. Das hat Nepomuk ziemlich verwirrt, so daß ich ihn durchparieren konnte – gesiegt *g*.

Elli wartete an der Abzweigung, wo Nepomuk gestartet war, ich drehte ihn um und wollte im Schritt zurück reiten. Er bockte kurz, wollte sich seine Niederlage wohl nicht eingestehen, dafür gab es nen Klaps mit der Gerte. Fortan lief er brav am durchhängenden Zügel Schritt, bis wir zur Römersiedlung kamen, wo die Stute von Elli eingestellt ist.

Ich wollte außenrum alleine Richtung Heimat reiten, Nepomuk wollte sich von der Stute aber nicht trennen. Wir gingen also mit bis zum Putzplatz, dort stieg ich ab. Beim letzten mal ist er mir nach der Trennung abgegast, das mußte ich nicht nochmals haben. Kein Rasenmäher-Roboter zu sehen heute, vor dem hat er ja Angst, wir gingen gemütlich Richtung Heimat.

Nepomuk durfte Gras vom Rand fressen, sehr beliebt war Klee und Löwenzahn. Ich passte auf, daß er nicht zuviel Klee erwischte, davon könnte er eine Kolik bekommen. Zwischendurch gingen wir immer mal ein paar Meter, hin und wieder auch länger, quasi ein ständiges Stehen bleiben / Schritt gehen, Kopf hoch zum Laufen / Kopf runter zum Fressen.

Ich ließ ihn fressen, so viel er mochte, hatte ja Zeit. Nepomuk war total relaxt und ging am lockeren Zügel mit, war gar nicht nervös wie sonst, wenn er alleine unterwegs ist. Eigentlich hatte ich geplant, wieder aufzusteigen, dachte mir dann aber, daß es mir gut tut, wenn ich mal ein wenig laufe. Also führte ich bis zum Stall, wir trafen dort um 16.20 Uhr ein, Nepomuk bekam noch eine Schippe Equigard zur Belohnung.

Wir waren insgesamt 2,5 Std. unterwegs, die zwei netten Hunde waren kein Problem. Meist sind sie voraus gelaufen, das ist mir lieber, als wenn sie neben oder hinter Nepomuk gehen. Die Hafis haben mit Hunden kein Problem, auch als einer mal aus einem Maisfeld geschossen kam, hat das Nepomuk nicht interessiert.

Barbie bekam noch ihren Ingwer + ein wenig Equigard, sie wartete schon drauf. Dann fuhr ich ein wenig müde heim, war ja schon um 12.50 Uhr im Stall eingetroffen.

Am Sonntag machen wir wieder einen „Wellness-Tag“ für die Hafis auf der Ovalbahn, Barbie mit Schuhen, mal sehen, wie sie läuft.