30. September 2015

2 Std. Gelände mit Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:30

Sonne bei 13 Grad heute, ideales Ausreitwetter. Die Hafis bekamen ihr Zusatzfutter, ich nahm Barbie rv den Tragrandüberstand runter. Ihre Sohle rv heute, die Trachten habe ich verschont, so gut es ging. Das schaut nun schon besser aus :-), der Strahl hat sich seit vorgestern wieder erholt. Ein bißchen Tragrandüberstand ließ ich ihr, den braucht sie zum Schutz ihrer platten Sohle. Die Trachten haben sich gut aufgestellt, die Zehe werde ich bald wieder kürzen und strecken.

Beide Hafis kamen zurück in den Stall, Elli wollte in ca. 20 Min. mit ihrer Stute da sein. Geputzt war Nepomuk bereits, nach 15 Min. holte ich ihn erneut raus. An der Straße mußten wir noch ca. 7 Min. warten, dann traf Elli samt ihrem lieben Hund ein. Wir gingen die Straße rauf ins Hügelige und stiegen dann auf.

Den Wurzelpfad ging es bergauf, Nepomuk hebt im Gelände die Hufe besser, stolperte kein einziges mal. Am Ende des Pfades bogen wir rechts ab; als wir fast aus dem Wald waren, zickte mein Hafi ein wenig und versuchte zwei mal, umzudrehen. Darauf war ich vorbereitet, es gelang ihm nicht, Tempo aufzunehmen, obwohl er den Hals steif machte.

Auf einem Wiesenweg sind wir lange getrabt, Nepomuk hielt ich hinter Ellis Stute, somit mußte er relativ langsam traben. Nach lange Schritt durch den Wald kamen wir zu unserer Lieblingsgalopp-Strecke, mein Hafi und ich sollten Erste gehen. Das klappte nicht, weil Nepomuk lieber Gras fressen wollte, also startete Elli als Erste.

Wir holten Elli schnell ein und überholten, plötzlich drehte Nepomuk nach links ab und galoppierte Richtung Waldrand, Ellis Stute lief mit. Durchpariert, puh, ich war ein wenig aus der Puste, also 10 Min. Fress- und Rauchpause. Wir beschlossen, einen neuen Weg zu nehmen, auf dem man meiner Erinnerung nach auch galoppieren kann.

Elli ging Erste, ihre Stute galoppiert allerdings wesentlich langsamer als Nepomuk, also verfiel er in Renntrab. Ich dachte, ich falle vor lauter Seitenstechen gleich aus dem Sattel, der Renntrab war unheimlich anstrengend für mich, obwohl ich in den Bügeln stand. Nepomuk aus diesem Tempo anzugaloppieren schaffte ich nicht, endlich war der Weg zu Ende und wir parierten durch.

Kurze Verschnaufpause ohne Fressen, nach der Straße kam eine schöne leicht ansteigende Wiese, wir beschlossen, an deren Rand zu galoppieren. Nepomuk überholte die Stute sofort, ich war schon dermaßen platt, daß ich mich mit rechts am Sattel festhielt und mit links locker die Zügel. Mein Hafi drehte den Gashahn auf :-), wir flitzten die Wiese hoch, Ellis Stute hielt prima mit.

Bei einem flotten Galopp noch ne Schippe drauflegen ist Nepomuks Spezialität – Elli und ich lieben schnellen Galopp :-). Wir passen bestens zusammen als Reiter, jeder darf überholen, wir und unsere Pferde sind immer relaxt.

Am Wiesenende bremste Nepomuk von alleine, im Schritt ging es in den Wald rein Richtung Heimat. Die Pferde wußten das und verfielen nebeneinander laufend in Trab, Elli lachte sich über meine Konditionsschwäche kaputt *g*. Mustergültig trabten beide nebeneinander her, Nepomuk etwas langsamer und die Stute etwas schneller als normal. Wir trieben nicht, wir ließen die Pferde einfach laufen, solange sie mochten.

Puh, sie mochten ziemlich lange, meine Zügel hatte ich längst aufgegeben, hielt mich lieber am Sattel fest – das klappte wunderbar, ich kam super in Takt mit Nepomuk. Nach einer gefühlten Ewigkeit Trab wechselte Nepomuk in den Schritt, Elli parierte auch durch. Ihrem älteren relativ kleinem Hund hing die Zunge raus, für ihn war unser heutiger Ausritt wohl ziemlich anstrengend.

Nach einer kurzen Schrittphase zur Erholung und dem Überqueren einer Straße ging es wieder lange im Trab weiter, bis wir auf eine Gruppe Spaziergänger trafen. Im Schritt ging es daran vorbei und später den Wurzelweg wieder runter, am Schluss reiten wir immer mindestens 20 Min. Schritt.

Ich ritt bis zum Stall, Elli mußte noch 20 Min. dranhängen bis zu ihrem Stall in der Römersiedlung. Nepomuk hatte am Hals, den Schultern und unter dem Sattel ein wenig geschwitzt, aber nicht arg, ich trocknete die Stellen mit einem Handtuch ab. Er bekam ein wenig Equigard und eine Banane zur Belohnung, wir waren 2 Std. unterwegs gewesen. Schnell noch eingeschmiert, im Stall trank er dann erst mal ordentlich Wasser.

Wir hatten einen wunderschönen Ausritt bei bestem Wetter, nur der manchmal heftige Wind hat ein wenig gestört. Nepomuk war super brav, durch das viele Hoch und Runter wurde seine Hinterhand prima trainiert. Barbie war natürlich traurig, daß sie nicht mit raus durfte; als wir zurück waren, hat sie uns freudig wiehernd begrüßt.

Am Freitag gehe ich mit ihr alleine ins Gelände, ich muß mich am Riemen reißen und mehr mit ihr machen. Sie lief heute nach der Hufbearbeitung einwandfrei, Schuhe waren daher nicht nötig.

In ca. 4 Wochen werde ich 50 Jahre, habe mir lange überlegt, ob ich deswegen wegfahre – bin kein Typ zum Feiern. Am meisten würde ich mich über einen so schönen Ausritt wie heute mit meinen zwei Hafis freuen, dafür muß ich mit Barbie nun allerdings mehr tun.

29. September 2015

SE-Kräuter für Nepomuk bestellt

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:58

Gestern Abend habe ich wieder bei tiergewuerze.de bestellt, und zwar:

1x „RUCKZUCK-ANTIJUCK“ –  Aufatmen für die Haut ( Ekzem – Kräutermischung )
1x „RATZFATZ-ANTIKRATZ“
1x Stiefel Kräuterlix Leckstein, 1 kg
1x „WINTERSPIELE“ –  Stärke deine Abwehrkräfte

Nepomuk bekommt nun wieder seine SE-Kräuter, Ruckzuck-Antijuck, bis ca. Mitte November.  Ratzfatz-Antikratz ist fürs Frühjahr bestimmt, werde ihm die ab April 2016 geben – man muß mit den Kräutern anfangen, bevor SE-Symptome ausbrechen.

Ich bin gespannt, was die Hafis zu dem Kräuter-Leckstein meinen, dabei fällt mir ein, daß ich immer noch den Müsli-Ball im Auto rumfahre. Außerdem einen Himalaya-Leckstein, werde den Stallmeister fragen, ob ich den im Stall anbringen darf.

Die Kräuter „Winterspiele“ bekommen beide, wenn es richtig kalt wird, zur Stärkung der Abwehrkräfte. Vermutlich ab Anfang November, bis dahin macht Barbie eine Kräuterpause, Nepomuk nicht, er braucht seine SE-Kräuter (30 g pro Zusatzfutter).

Die neue Kieselgur habe ich gestern bei der Post abgeholt, ein Ölmix ist darin bereits enthalten – so brauche ich nicht zusätzlich Leinöl geben. Die Bewertungen der Kieselgur lesen sich sehr positiv, ich bin gespannt auf den „Turbo im Fellwechsel“. Die Hafis haben eh ein sehr schönes und glänzendes Fell und tun sich immer leicht beim Fellwechsel,  trotzdem kann Unterstützung nicht schaden.

Neben der Kieselgur gibt es noch Pferdehanf, Sandra Fencl nennt das „Vitaminbombe“ :-). Der Hanf ist gut für Hufe und Haare, außerdem für Rehepferde mit Arthrose bestens geeignet. Den zweiten Sack bekommen die Pferde im Frühjahr ab März 2016, damit sind sie dann gut aufgestellt, denke ich.

Bis die Herde von der Weide kommt, dauert es noch, bis dahin bekommen die Hafis ihre Heucobs + Grünhafer. Wenn es Heu ad lib im Stall gibt, werde ich das Zusatzfutter reduzieren, muß dann ja keine lange Fresspause mehr überbrücken. Equigard ist das absolute Lieblingsfutter meiner Pferde, es ist allerdings mineralisiert. Bisher gab es das nur nach einem Ausritt für Nepomuk und für Barbie, damit sie ihren Ingwer frisst. Da sie nun keinen mehr bekommt (darüber war sie gestern sehr enttäuscht), überlege ich, ob ich ihnen über den Winter Equigard + Grünhafer gebe, dafür reduziere ich das Orgamin (derzeit 90g pro Pferd).

Daneben AlpenGrün Mash 1 – 2x pro Woche, es trifft vermutlich morgen ein. Die Ernährung der Hafis ist gar nicht so einfach, wir sind aber auf einem sehr guten Weg – beide schauen blendend aus :-).

28. September 2015

Führtraining mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:10

Barbie bekam heute lv bearbeitet, ich kürzte die Zehe und beide Seitenwände ein wenig. Ihre Sohle lv heute, an der Stelle innen, wo ich eine Senke geschnitten hatte, hat sich eine deutliche Sohlenschwiele entwickelt. Beide Hufhälften sind symmetrisch, sie belastet den Huf also gleichmäßig.

Wo ich außen zwischen sieben und acht Uhr den Gammel in der weißen Linie samt Wand von unten weggeschnitten hatte, mußte ich heute die Wand von außen noch ein wenig beraspeln. Von der inneren Zehe kann noch was weg, denke ich, von der Zehe auch. Von vorne, die innere Wand hebelt nun nicht mehr ganz so stark wie noch am 22.09.2015.

Seitdem ich nach der neuen Methode ihre Hufe bearbeite, habe ich keine Trachten mehr gekürzt. Wie üblich ist nun die äüßere Trachte ein Stück höher als die innere. Früher habe ich öfters versucht, die Trachten annähernd auf gleiche Höhe zu bringen, die äußere ließ ich aber immer ein wenig höher als die innere.

Möglicherweise war das der Grund, warum sie nach dem Trachten + Tragrandüberstand kürzen immer schlecht lief – genau werden wir das nie erfahren. Da sie sich den Huf schon seit Jahren immer so hinläuft, werde ich das nun so akzeptieren.

Rechts vorne, der Strahl scheint sich verkürzt zu haben; das war schon öfters der Fall, wenn ich fleissig die Zehe gekürzt habe. Den Gammel haben wir dank Virkon S gut zurückdrängen können, vor einem Monat sah es noch so aus. Über die Sohle gesehen, die Trachten könnten kürzer sein, aber gut, daran will ich ich ja nicht mehr schrauben, sondern auf Abrieb setzen.

Ich werde die Zehe wieder kürzen, überlege noch, ob ich den Tragrandüberstand abnehme. Mal 2 Tage mit Schuhen vorne im Stall wäre kein Problem, rv ist Barbie auch nicht ganz so empfindlich wie lv.

Die Hafis kamen zurück in den Stall und ich half beim Stroh füttern. Mein Mädchen heute, mit lv steht sie mE gerade unter dem Schwerpunkt, rv ist nun wieder leicht nach außen gedreht. Das war schon mal besser, vielleicht sollte ich doch den Tragrandüberstand runter nehmen, ohne die Trachtenhöhe großartig zu ändern.

Ich wartete 20 Min. bis ich zum Reitplatz ging, die Hafis fraßen im hinteren Unterstand Stroh. Als sie mich sahen, kamen beide sofort an, damit hätte ich nicht gerechnet, und gingen frei auf den Platz. Mit vier Pylonen baute ich einen Slalom auf und steckte Pfähle rein, Nepomuk tritt die Hütchen ansonsten gerne mal um.

Beide Pferde nahm ich an den Strick und verknotete die, damit ich mich leichter beim Führen tue. Wir liefen den Slalom, Nepomuk hing zurück, also angehalten und die Stricke neu verknotet – seiner wurde kürzer als der von Barbie. Sie war außen, hatte den weiteren Weg, trabte daher immer mal kurz, um die Nase vorne zu haben. Dadurch zog sie Nepomuk mit, ich weiß, das war ein bißchen fies von mir.

Knoten gelöst, Handwechsel, Nepomuk nun außen, er gab sich ein wenig mehr Mühe und trabte auch mal kurz, um einigermaßen neben Barbie zu bleiben. Das gefiel ihr überhaupt nicht, sie muß immer die Nase vorne haben, also trabte sie auch und ich rannte vorne weg. Erstaunlicherweise klappte der Slalom im Trab besser als im Schritt, auf Kommando hielten beide auch aus dem Trab sofort an.

Wir übten noch Traben auf dem Zirkel, Barbie immer neben mir, Nepomuk hing leicht zurück – beide passten gut auf, mich nicht zu treten, vor allem Barbie in ihrem Übereifer. Vermutlich liegt es an ihr, daß Nepomuk nicht neben ihr laufen will, weil sie immer Erster sein will. Für mich ist es nicht einfach, Barbie zu bremsen und ihn zu animieren, neben ihr zu gehen.

Barbie war entlassen, Nepomuk drängte sich auf, wollte noch was arbeiten. Also machten wir zwei in Freidressur weiter im Schritt und viel Trab, alleine läuft er perfekt mit mir mit. Ich lief enge Wendungen oder blieb plötzlich stehen aus dem Trab, Nepomuk paßte super auf. Zum Schluß wollte ich ihm beibringen, neben mir zu galoppieren, das hat er nicht kapiert. Ich bin gerannt, ob Nepomuk dieses für ihn sehr langsame Tempo galoppieren kann, weiß ich nicht.

Beide Pferde hatten heute Spaß am Platz und ich habe mich ziemlich viel bewegt *g*, normalerweise renne ich nie. Da Barbie immer die Nase vorne haben will, ist sie als Handpferd nicht geeignet. Also probiere ich das mal mit Nepomuk als Handpferd auf dem Platz – umgekehrt wäre besser, aber leider kann ich nicht zaubern.

Nepomuk habe ich, als ich ankam, gesehen, wie der den oberen Mähnenkamm am Wassertrog ein wenig gescheuert hat, werde ihm daher nochmals seine SE-Kräuter bestellen, die er dann bis ca. Mitte November bekommt.

Bei FB sah ich ein Video, wie ein Hafi seinen Besitzer, der im Bollerwagen saß, gezogen hat – auf die Idee kam ich bisher noch nicht. Allerdings ohne Reiter, das wäre mir zu gefährlich – mit meinem Geschirr für Skijöring und Elli als Reiter möchte ich das gerne mal ausprobieren. Fehlt nur der Bollerwagen, die kosten aber nicht viel.

Meine Geschirre für ein- oder zweispännig Fahren hängen im Keller, ich hoffe immer noch, daß ich die auch mal benützen kann.

26. September 2015

Nepomuk, der Stangenmuffel

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:01

Nepomuk bekam heute vorne die Zehen gekürzt, rh hatte er sich einen Datsch gelaufen, habe den fast plan gemacht und auch gleich die Zehe gekürzt. Bei seinem Huf rh hebelte ein wenig die äußere Wand weg, siehe Foto vom 05.09.2015.  Bearbeitet habe ich den auch nach der neuen Methode „Abriebssteuerung“, rh heute von vorne. Die äußere Wand hat sich stark verbessert, nun scheint die innere etwas zu lang zu sein. Die Belastungslinien schwingen medial mE ein wenig hoch, werde die innere Wand berunden.

Barbie bekam hinten ihre Beton-Eckstreben geschnitten, auf weitere Hufbearbeitung hatte ich keine Lust mehr. Der Platz war belegt, daher stellte ich beide Hafis wieder zurück in den Stall, räumte auf und kehrte.

Als frei war, wollte ich Nepomuk alleine erneut rausholen, um ihn zu satteln, Barbie drängte sich mit raus. Den Eimer mit Äpfeln hatte ich bereits unter einem Stuhl „versteckt“, das hatte sie natürlich gesehen. Barbie wollte Äpfel stehen, ich packte sie am Schopf und versuchte, sie von den Äpfeln wegzudrängen. Das klappte nicht besonders, immerhin konnte ich verhindern, daß sie einen Apfel nahm.

In der Nähe hingen meine Zügel, die ich an Nepomuks Halfter anclipsen wollte, holte die schnell und legte sie Barbie um den Hals. Das hat sie nicht beeindruckt, kaum hatte ich sie ein paar Meter weg von den Äpfeln, drängte sie dahin zurück. Büffelig wie früher, man merkt, daß es ihr bestens geht *g*.

Mir wurde das Rumgezerre allerdings zu doof, ich stellte mich vor die Äpfel und haute Barbie mit den Zügeln eine auf den Hintern. Das hat gewirkt :-), eine Stallkollegin hielt die Strombänder und Barbie ging zurück in den Stall.

Nepomuk gesattelt (spanischer Sattel), wir gingen zum Reitplatz, Barbie war natürlich super eifrig dabei. Ich legte meine sechs Schwimmnudeln weitläufig aus, clipste die Zügel in sein Halfterein  und wollte per Aufstiegshilfe aufsteigen. Nepomuk blieb nicht stehen, nach dem dritten Versuch beschloss ich, in der Mitte des Platzes vom Boden aufzusteigen.

Das fand er ebenfalls doof und marschierte ständig los zum Rand, wo er Gras knabbern wollte. Mir hat es bereits gereicht mit der Nervensäge, ich stieg daher auf, als er fraß. Im Schritt ging es über die Nudeln, Nepomuk stieß oft an, meist mit hinten, oder trat einfach drauf.

Teilweise lagen die Nudeln nun quer, ich ritt trotzdem drüber, Nepomuk war total unmotiviert. Wir trabten, wieder stieß er oft an und schubste dadurch die Nudeln rum, kaum eine nahm er perfekt, es gab daher wenig Anlass, ihn zu loben. Wir übten Seitengänge, die machte er gut, dafür gab es Lob, um ihn ein wenig zu motivieren. Im Schritt ging es dann wieder über meine „Stangen“, Nepomuk hebt die Hinterhufe nicht gut, daher kommen wohl auch die Windrisse.

Barbie hat in zig Durchgängen zwei mal angestoßen, Nepomuk hat vielleicht zwei Nudeln ohne anzustoßen geschafft – echt krass. Stangenarbeit liegt ihm Null, dabei hat er keine Probleme und eine Hinterhand wie ein Brauereipferd. An seinen eher flachen Hinterhufen kann es auch nicht liegen, weil er mit vorne genauso angestoßen ist.

Na ja, jedes Pferd hat so seine Vorlieben, Barbie liebt Stangenarbeit, Nepomuk springt lieber. Es war bereits Stroh gefüttert, als wir vom Platz gingen, ich nahm Nepomuk daher den Sattel im Stall ab. Barbie bekam noch ihren Ingwer, dann hatte ich fertig.

Nachdem sie nun so super läuft, werde ich Teufelskralle/Ingwer/Grünlippmuschel, was ich eh bereits stark reduziert hatte, einstellen. Falls sie demnächst wider Erwarten steif läuft, gebe ich ihr es wieder. Dazu habe ich immer 20 g getrocknete Hagebutten gemischt, die bekommt sie nun direkt ins Zusatzfutter, viel davon ist nicht mehr da.

25. September 2015

Fellsattel zerfressen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:54

Meinen Fellsattel für EUR 289,00 hatte ich im Wohnzimmer auf einem Sessel gelagert, weil mir die neuen Steigbügelriemen zu lang waren. In einen hatte ich bereits ein neues Loch gebohrt, beim zweiten stand das noch aus. Da ich heute nicht im Stall war, hatte ich Zeit, das zu erledigen.

Es muß sich ein Viech in dem Lammfell eingenistet haben, jedenfalls ging büschelweise das Fell aus, als ich es mit dem Lammfellkamm kämmte. So ein Mist aber auch, glücklicherweise ist nur die Oberseite betroffen, die untere ist noch relativ intakt. Ich habe den Sattel nach draußen gebracht, wo die Parasiten heute Nacht hoffentlich aufgrund der Kälte absterben. Ich werde den Sattel demnächst mal testen, lege dann aber eine Schabracke unter, damit Nepomuk nicht mit den Viechern in Kontakt kommt.

Die zwei Decken, die unter dem Sattel lagen, habe ich ausgebürstet und in die Waschmaschine gesteckt, wo die Lästlinge hoffentlich getötet werden.

Da ich keine Heucobs mehr habe – die Hafis bekommen derzeit Agrobs Wiesenflakes (eingeweicht) – habe ich EMH Heu Cubes bestellt, die trafen heute ein. Die Heu Cubes sind für Rehepferde geeignet, der Zucker- und Stärkegehalt liegt insgesamt bei 40 g pro 1 kg. Ich werde den Pferden nun 200 g Wiesenflakes und 200 g Cubes geben, dazu gibt es ja immer eine Hand voll Wiesenfasern und NaturPur Light.

Nachdem es nun kälter wird, wäre eine warme Mahlzeit gelegentlich wieder angeraten, also Mash. Da kommt leider nur AlpenGrün Mash in Frage, alle anderen enthalten Getreide. Der Eisengehalt beträgt 751 mg/kg, weniger wäre besser – man kann halt nicht alles haben. Das Mash von Agrobs hatte ich schon öfters, die Hafis mögen es sehr gerne, ich werde es ihnen ca. 1 – 2x mal pro Woche geben je nach Wetter.

Ab morgen sind nun auch Barbies ECS-Kräuter zu Ende, bis Ende Oktober gibt es nun keine Kräuter mehr. Der Pferdehanf ist langsam angefüttert, nun gibt es die finale Dosis von 2 ML. Die Kieselgur hole ich am Montag von der Post ab, diese zwei Sachen bekommen die Hafis nun für ca. 3 Monate.

Vom Kräuter/Knoblauch ist noch ein wenig da, das werde ich noch zu Ende füttern. Orgamin als MiFu hat sich bewährt, dazu unterstütze ich weiterhin Zink und Magnesium, Nepomuk bekommt dazu noch Selen. Ich denke, die veränderte Fütterung seit Frühjahr hat dazu beigetragen, daß er dieses Jahr wenig mit SE geplagt war, werde die beibehalten.

Irgendwie kann ich mich immer noch nicht an den Gedanken gewöhnen, nun wieder zwei Reitpferde zu haben. Bisher kam das meist über den Winter vor, der fängt dieses Jahr schon Mitte September an, prima :-). Das Schöne ist, daß Barbie problemlos alleine raus geht im Gegensatz zu Nepomuk. Bei ihr muß ich keine Angst haben, daß sie plötzlich umdreht und heim rennt, alleine im Gelände ist sie ein Verlasspferd.

Da ich Barbie langsam aufbauen will mit viel Schritt, bietet es sich an, alleine mit ihr auszureiten. Für lange Strecken mit Elli und viel Galopp nehme ich Nepomuk, bis Barbie wieder so fit ist, daß sie auch galoppieren darf. Dann dürfen die Hafis wieder 1x pro Woche zusammen raus, das ist das Höchste für beide.

24. September 2015

Stangenarbeit mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:25

Mein Reitkissen samt zwei Gurten mit verschiedenen Längen nahm ich heute mit in den Stall, habe das schon lange nicht mehr benutzt. Heute stand Eckstreben schneiden an, trotz vielen Regens die letzten Tage waren die ES betonhart.

Mit Nepomuk ging es los, ich schaffte alle vier Hufe. Bei seinen ES sah man nach dem Schneiden an allen Hufen die weiße Linie, seine Sohle lv heute. Ich finde den Huf ein bissi zu oval, werde daher die Zehe ein wenig kürzen. Innen sieht man eine leichte Tragrandtrennung, werde dort eine Senke schneiden.

Rechts vorne könnte die Zehe auch ein wenig kürzer sein und der Strahl prominenter, das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau *g*. Nepomuk heizt barhuf über jeden Boden, auch groben Schotter, trotzdem läßt sich natürlich immer das eine oder andere noch verbessern.

Bei Barbie habe ich nur vorne die ES geschnitten, hinten mache ich morgen. Links vorne heute, innen habe ich eine leichte Senke in den Tragrandüberstand geschnitten, um den Abrieb zu erhöhen. An der Stelle außen, wo ich ich den Gammel unter Sohlenniveau weggeschnitten hatte, ist nun wieder Tragrand ohne Gammel sichtbar. Morgen kürze ich wieder die Zehe sowie die innere Wand und strecke die Zehenwand.

Rechts vorne, ich finde es krass, wie sich ein Huf innerhalb von 2 Tagen verändern kann. Der Tragrand außen hat sich stabilisiert, werde morgen dort auch eine Senke schneiden sowie die Zehe nochmals kürzen.

Nepomuk probierte ich mein Reitkissen mit dem kürzeren Gurt an, beidseits ins letzte Loch gegurtet müßte für ein wenig Schritt und Trab halten. Die Hafis kamen zurück in den Stall, ich räumte auf, kehrte und unterhielt mich mit einer Stallkollegin. Der Stallmeister kam zum Stroh füttern, hui, eigentlich wollte ich vorher mit den Pferden auf dem Platz sein.

Bepackt mit Zügeln, einem Strick und dem Reitkissen ging ich zum Reitplatz, die Hoffnung, daß ein Hafi freiwillig mitgeht, hatte ich nicht. Wer kam freudig im Trab hinter mir hergelaufen? Barbie natürlich :-), Nepomuk fraß lieber Stroh.

Sie durfte 10 Min. Gras vom Rand knabbern und machte dabei öfters eine Verbeugung, manchmal fast ein Kompliment, damit sie den Kopf unter dem Stromzaun durchstecken konnte. Bessere Dehnungsübungen gibt es nicht :-), ich legte derweil meine sechs Schwimmnudeln weitläufig aus.

Barbie an den Strick genommen und mir auf jeder Hand mehrmals im Schritt drüber gelaufen, es ist unglaublich, wie toll sie das gemacht hat – nur ein mal ist sie hinten angestoßen. Ich habe sie wieder freigelassen zwecks weiterer selbständiger Dehnung, danach legte ich ihr das Reitkissen auf und gurtete. Mein Mädchen ist allerdings dünner als Nepomuk, trotz letztem Loch war das Kissen sehr locker, also wieder abgenommen.

Ich lud Barbie zur Freiarbeit ein, sie machte freudig mit; ich rannte über die Schwimmnudeln, Barbie trabte locker frei nebenher. Wieder übten wir das mehrmals auf jeder Hand, wieder ist sie nur ein mal mit einem Huf hinten angestoßchen – und das bei sechs Schwimmnudeln!

Stangenarbeit liegt Barbie super, weil sie stets auf ihre Hufe aufpasst, obwohl sie weiß, daß Anstoßen an die Nudeln nicht weh tut. Nachdem sie alles öfters so perfekt gemacht hatte, war fertig, wir haben insgesamt ca. 15 Min. Stangenarbeit gemacht.

Barbie blieb am Platz und dehnte sich, um an Gras zu kommen, ich holte derweil ihr Equigard mit dem Ingwer usw. Sie bekam das am Platz, Nepomuk stand am Zaun, er wollte dazu – Pech gehabt *g*. Barbie durfte noch ein wenig Gras knabbern, während ich die Nudeln aufräumte. Plötzlich erschrak sie sich wegen eines Geräusches vom Nachbargrundstück und machte aus dem Stand ein paar Galoppsprünge – ich dachte ich traue meinen Augen nicht :-).

Locker flockig kam sie zu mir angaloppiert, machte ein paar Schritte im Trab und stand danach neben mir. Ich kann gar nicht glauben, wie toll sie derzeit barhuf läuft, das muß an dem Tragrandüberstand liegen, anders kann ich mir das nicht erklären. Natürlich bin ich überglücklich, daß sie nun super bequeme Hufe hat, zum Ausreiten bekommt sie trotzdem Hufschuhe vorne.

Morgen ist Nepomuk dran mit Stangenarbeit, ihn werde ich mit dem spanischen Sattel reiten. Ich bin gespannt, ob wir es schaffen, daß er über alle 6 Schwimmnudeln ein mal drüber kommt, ohne anzustoßen, Barbie hat das heute mehrfach locker geschafft. Er hebt die Hinterhufe nicht gut, daher wohl auch die Windrisse, obwohl er es könnte.

Barbie hat aufgrund langem Stillstand eine eher schwache Hinterhand, Nepomuk eine enorm ausgeprägte. Trotzdem macht sie Stangenarbeit um Längen besser als er, daher werde ich mit ihm das morgen intensiv üben.

22. September 2015

zu wenig Abrieb an Barbies Vorderhufen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:46

Heute gab es auf Nepomuks Sohlen + Tragränder sowie bei Barbie hinten DuroGel drauf, vorne gab es für sie zuerst Umschläge mit Virkon S, anschließend THM Hufstabil extra.

Mittels Brettmethode habe ich Barbie vorne die Zehen gekürzt und die außen weghebelnden Wände. Übermorgen schneide ich dann an allen acht Hafi-Hufen die Eckstreben, vergesse das immer.

Barbie läuft barhuf super, links vorne heute. Innen ist die stärker belastete Wand, von vorne schaut es aber nicht so aus. Ich finde, die innere Wand hebelt auch weg, werde die nächstes mal gerade kürzen. Der Tragrandüberstand innen ist enorm, theoretisch sollte sie sich diesen Tragrand schneller ablaufen, da mehr belastet. Ich traue mich nicht, den einfach runter zu nehmen, evtl. läuft Barbie dann wieder schlecht. Ich kann aber neben der Verdünnung des Tragrandes noch eine Senke schneiden, so daß sich der schneller abreibt.

Außen hatte ich den Gammel ja unter Sohlenniveau weggeschnitten, dadurch gibt es nur Tragrandüberstand in Nähe der Trachte. Seitlich heute, die Zehenwand werde ich besser strecken aka die Bullnase entfernen.

Rechts vorne ist der Tragrandüberstand innen ebenfalls enorm, der Abrieb im Stall reicht nicht, damit sie sich den abläuft. Ich werde wie bei lv die mediale Wand etwas schwächen und eine Senke schneiden, um den Abrieb des Tragrandes zu erhöhen. Von vorne, man sieht gut den von Gammel durchzogenen „Tragrand“ in der Zehe, das ist alles Narbenhorn. Dieses ist weicher als „echtes“ Horn und daher stärker anfällig für böse Bakterien.

Rechts vorne seitlich, die Zehe ist kurz, aber nach dem Sohlenfoto noch nicht kurz genug, die Zehenwand kann ich auch noch etwas strecken. Ich muß jetzt dran bleiben an ihren Vorderhufen, die aber möglichst so korrigieren, daß sie Barbie bequem bleiben. Mein Ziel ist es, den Abrieb zu erhöhen, Barbie auf Teer barhuf durch die Gegend zu schleifen, möchte ich möglichst vermeiden.

Komischerweise sind nun zwei Pferde bei uns im Stall, die lange barhuf waren, aufgrund starker Fühligkeit beschlagen worden, ein weiteres bekommt Hufschuhe. Angeblich haben diese Pferde zuviel Hufabrieb im Stall, daher laufen sie draußen auf Asphalt oder Schotterwegen stark fühlig. Barbie läuft genauso viel im Stall wie diese Pferde, blöderweise läuft sie sich kaum was ab. Gelesen habe ich mal, daß Rehepferde ein enormes Hufwachstum haben, das wäre evtl. eine Erklärung.

Warum Barbie diese Hufe derzeit super bequem findet und damit toll läuft, kann ich mir nicht erklären. Angeblich schmerzt Tragrandüberstand das Pferd bei jedem Schritt, davon ist bei ihr nichts zu merken. Früher habe ich den ja immer weggenommen, was sie nie gut vertragen hat – also muß ich das Problem nun anders lösen.

Oberste Priorität hat, daß Barbie gut läuft, dafür muß ich wohl Tragrandüberstand in Kauf nehmen, aber bitte nicht so viel wie derzeit. Dadurch wird die weiße Linie weiter gezerrt, ihre Hufbearbeitung ist wirklich eine Gradwanderung.

Nepomuk ist nach wie vor ohne SE-Symptome, ich muß ihm allerdings mal unteren Mähnenkamm und Schweifrübe nass ausbürsten, dort hat sich an den Haaren Dreck eingefunden.

Als die Hafis in den Stall zurück kamen, war bereits Stroh gefüttert, daher habe ich auf Arbeit verzichtet. Ab Donnerstag kann ich wieder früher im Stall sein, dann beginnt mein Trainingsprogramm.

 

 

21. September 2015

Trainingsplan

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 15:21

Ich habe mir ja schon oft vorgenommen, meine Hafis mehr zu bewegen, irgendwie bekomme ich das nie auf die Reihe. Barbie muß nun langsam wieder antrainiert werden, 1x pro Woche spazieren gehen oder Schritt im Gelände reiten reicht dafür nicht. 4x pro Woche bin ich im Stall, Tage, an denen ich die Hafis nur versorge, kann ich mir nicht mehr leisten.

Wenn ich mit beiden Hafis am Platz bin, muß ich auch mit beiden was arbeiten, 1x pro Woche Bodenarbeit / Agility mit Slalom, Podest usw. schwebt mir vor, dazu werde ich das parallele Führen üben. 1x pro Woche möchte ich das Reiten mit Handpferd oder mit Halsring üben, damit Abwechslung gegeben ist. Beide Hafis halte ich als Handpferd für komplett ungeeignet, aber: geht nicht, gibt es nicht *g*.

1x pro Woche gehe ich mit Barbie ins Gelände mit Führen und ein bissi Schritt reiten, bergauf trainiert gut die Muskulatur der Hinterhand. Bleibt noch ein Tag übrig, an dem ich entweder mit meiner RB und beiden Hafis eine kleine Runde drehe oder mit Nepomuk ausreite. Jeder Hafi ist dann 3x pro Woche bewegt, mehr geht nicht.

Einfacher wäre es, ich könnte mit Handpferd ausreiten oder mit beiden gleichzeitig spazieren gehen, dafür bedarf es aber noch einiges an Training. Das würde ich aber lohnen, weil es eine gute Vorbereitung auf das zweispännig Fahren wäre.

Da die Pferde nun wieder im Fellwechsel sind, habe ich Kieselgur für beide bestellt. Das MobiCare enthält auch viel Kieselgur, davon ist aber nicht mehr viel da, werde das auslaufen lassen. Die Kieselgur von Ströh enthält Maiskeime und Gerstenflocken, eigentlich füttere ich ja seit Jahren getreidefrei. Die Menge pro Pferd, 30 g werden empfohlen, sind aber verschmerzbar, denke ich – vermutlich wird diese Kieselgur den Hafis gut schmecken :-).

Meinen Vitamin-B-Komplex bekommen beide morgen zum letzten mal, dann sind 3 Wochen rum – den Rest entsorge ich (hält sich ab Öffnung nur 4 Wochen). Ab Donnerstag gibt es dann den Pferdehanf in der finalen Dosis, 2 ML pro Pferd, habe den über 3 Wochen langsam angefüttert.

Barbies Cushing-Kräuter sind bald zu Ende, ebenso meine eigene Kräutermischung zur Unterstützung der Leber. Wir machen dann eine Kräuterpause für 4 Wochen, mal sehen, ob sich dadurch was verschlechtert.

Es sieht so aus, als ob ich unsere zwei letzten Baustellen – Barbies Vorderhufe und Nepomuks unteren Mähnenkamm – nun im Griff habe, diese Probleme scheinen nun auch noch lösbar :-). Schwer vorstellbar, daß ich nach so vielen Jahren „Kampf“ nun endlich Mittel und Wege gefunden habe, die uns weiter bringen.

Wenn alles weiterhin so gut läuft, habe ich nächstes Jahr zwei relativ gesunde Haflinger *freu*.  Nepomuk wird eine komplette Mähne bekommen, das erste mal seit über 15 Jahren. Und Barbies Vorderhufe werden insoweit gut, daß sie keine Hufschmerzen mehr hat und mit Hufschuhen reitbar ist – damit sind ihre geliebten Ausritte mit Nepomuk wieder in greifbarer Nähe.

20. September 2015

gemütlicher Ausritt mit Barbie und Nepomuk

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:09

Fünf Monate hatte ich Barbie nicht mehr geritten, heute war eine kleine Runde ins Gelände angesagt. Sie bekam die Old Mac G2 vorne mit dicken weichen Filzeinlagen angezogen, Satteln war Null Problem. Elli hatte ihren lieben Hund dabei, sie nahm Nepomuk, wir gingen ins flache Gelände.

Barbie hechtete nicht zu jedem Grasbüschel hin, ich staune wirklich, wie brav sie inzwischen ist. Nach den Gleisen stiegen wir auf, Elli ritt mit Nepomuk auf dem Schotterweg, ich ließ Barbie die Wahl, wo sie gehen mochte. Zur Auswahl stand ein grasiger Seitenstreifen oder ein unebener Acker mit vielen großen Steinen und Furchen.

Sie wollte auf dem Acker gehen, dabei ist dieser tiefe Boden extrem anstrengend für sie. Nach dem Acker kam eine große Wiese linker Hand, wir gingen am Rand. Ellis Hund flitze in ein hohes Maisfeld rechts, um nach Mäusen zu suchen, Barbie hat bisher kaum Erfahrung mit Hunden.

Der Hund kam aus dem Maisfeld geschossen, Barbie erschrak sich und galoppierte aus dem Schritt los in die Wiese rein. Nepomuk wußte nicht, was los ist (er kennt den Hund bereits), als Herdentier galoppierte er natürlich mit. Ich konnte Barbie locker nach ein paar Metern wieder durchparieren, Elli Nepomuk ebenso.

Wir beide hatten Angst, daß er die Gelegenheit wahrnimmt, einen Bogen auf der Wiese macht und nach Hause heizt – aber nix. Als er sah, daß Barbie stehen blieb, wobei ihr Kopf den Bruchteil einer Sekunde später zu Boden ging, um Gras zu fressen, blieb er aus dem Galopp einfach mal stehen und tat es ihr nach.

Wenn Barbie früher mal länger stand, hat sie beim ersten Galopp meist gebuckelt, heute nicht, vermutlich hat sie das vor Schreck vergessen gehabt :-). Im Schritt ging es weiter zu einer Wiese im Wald, wo viele Kräuter wachsen, ich stieg ab, die Hafis durften fressen. Nach 30 Min. waren beide ziemlich satt, ich stieg wieder auf, Barbie stand wie eine Eins.

Im Schritt ging es zurück; als wir auf die ewig lange Gerade Richtung Heimat kamen, hielt Elli Nepomuk kurz, damit er nicht auf den Gedanken kam, nach Hause zu galoppieren. Barbie lief wieder im Acker, dadurch hat sie ein wenig geschwitzt. An der Teerstraße stiegen wir beide ab und führten heim, an der Ampel blieb Barbie problemlos stehen und wartete mit mir, bis grün wurde.

Sie lief trotz der paar Galoppsprünge auf der Wiese die ganze Zeit einwandfrei und schnaubte viel ab vor Freude – endlich durfte sie mal wieder mit Nepomuk ausreiten. Wir waren insgesamt 1,5 Std. unterwegs, davon habe ich hin und rück ca. je 10 Min. geführt und bin 20 Min. geritten. Ich denke, das war nicht zuviel für Barbie, dazwischen hatte sie ja 30 Min. Pause.

Im Stall bekamen beide noch ein wenig Equigard zur Belohnung, Nepomuk wurde eingeschmiert. Die Schuhe zog ich Barbie wieder aus, sie braucht ja nun keine mehr im Stall.

Mir kam es heute so vor, als ob es keine fünfmonatige Reitpause gegeben hätte, ich fühlte mich sofort wieder sicher auf Barbie. Sie empfand das wohl ähnlich, war super brav heute, hat nicht mal gezackelt.

Ihre Vorderhufe habe ich heute nicht bearbeitet, mache das am Dienstag, am Donnerstag gehe ich dann evtl. alleine mit ihr ins Gelände. Im Gegensatz zu Nepomuk macht Barbie das nichts aus, ich möchte sie nun langsam wieder aufbauen.

17. September 2015

neue Waschmaschine eingetroffen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 14:41

Letzte Woche gab meine Waschmaschine, ca. 3 Jahre alt, plötzlich ihren Geist auf – es wird keine Qualität mehr produziert. Sie stand auf einer kleinen Erhöhung und ist beim Schleudern dort zwei mal nach vorne runter gefallen, das ist aber schon länger her. Nach dem letzten Waschgang war die Elektronik tot, immerhin ging die Klappe noch auf.

Bestellt habe ich mir eine Beko, die in Tests gut abschnitt und auch ein Programm für Tierhaare hat – das kann ich gut gebrauchen :-). Heute früh um acht wurde sie geliefert, allerdings wurde mein Altgerät nicht mitgenommen, dafür die Verpackung. Geordert hatte ich es genau andersrum, da muß ich nun mal mit amazon reden.

Das Anschließen war einfach, habe gleich ne Maschine gewaschen, das Ergebnis befand ich „sehr gut“. Morgen justiere ich noch die Beine aus, damit das Teil zu 100% eben steht, so daß im Schleudergang keine Bewegung entsteht.

Mein großes Western-/Showpad mit Alcantara-Bezug habe ich für EUR 30,00 verkauft, muß es aber verschicken, suche noch einen passend großen Karton dafür.

Mein Auto sagte heute 31 Grad, als ich im Stall eintraf, so heiß kam es mir gar nicht vor. Es kam ziemlich schnell ein heftiger Wind auf, daher habe ich mit den Hafis nix gearbeitet, damit ich es vor dem Regen noch nach Hause schaffte.

Mit meinem Hufberater habe ich vorgestern nochmals telefoniert wegen Barbies schiefem Bein lh – ich solle die äußere Wand bis vor zur Zehe gerade wegraspeln. Das habe ich heute erledigt, dazu die Zehe gekürzt, nun sind die Belastungslinien wieder gleichmäßig.

Rechts hinten sollte Barbie aufs Brett stellen, das klappte nicht, also raspelte ich am aufgehobenen und stehenden Huf. Das schaut nun schon besser aus als vorgestern, aber noch lange nicht gut.

Auf alle Sohlen und Strähle gab es heute JoDoGel, dazu auf Nepomuks Windrisse hinten. Er wurde mit BB-Lotion behandelt, sein unterer Mähnenkamm ist nicht mehr krustig, heilt nun ab :-). Da ich eh gerade dabei war, habe ich bei ihm rh die äußere Wand ein wenig gekürzt, die weghebelt. Rechts hinten heute und am 05.09.2015, als ich den Huf letztmals nach Biernat bearbeitet hatte.

Nach meinem Eindruck belastet er den Huf nun gleichmäßiger; um einen Huf mittels Abriebssteuerung zu korrigieren, braucht man aber viel Geduld. Ich denke, wenn ich 1x pro Woche die weghebelnden Wände hinten gerade ein wenig wegraspel, anstatt alle 6 Wochen total viel wegzunehmen, ist das besser.

Barbies Hufe vorne sind nun wieder dran, mit denen war ich ja noch nicht fertig, sie bekamen nur eine kleine Erholungspause. Links vorne heute, werde die Zehe wieder kürzen, auch die innere Zehe bei ca. fünf Uhr. Innen seitlich scheint sich die weiße Linie zu schließen, ich muß Geduld haben. Rechts vorne schaut es ähnlich aus, da werde ich neben der Zehe noch die äußere Zehe kürzen.

Wir kommen gut voran in Sachen Hufen, Barbie läuft einwandfrei barhuf. Ich denke, wir bekommen ihre Hufe mit Abriebssteuerung hin – das hätte ich dann meinem neuen Hufberater zu verdanken. Es wendet sich alles zum Guten :-), Nepomuks Haare am unteren Mähnenkamm wachsen nun wieder und Barbie läuft gut – ich bin überglücklich!