30. Dezember 2016

das Jahr 2016 / Vorschau 2017

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 17:45

Es ist niemand gestorben, dafür bin ich dankbar. Barbie hat mir am meisten Sorgen gemacht, erst der Abzess rv Ende Juni, dann lv mit Einschuß Anfang November. Der SB hat darauf gedrängt, sie einzuschläfern, meine TÄin und ich waren aber natürlich dagegen. Nun ist schon länger alles wieder gut und sie reitbar, das bleibt nun hoffentlich so.

Nepmuks Ekzem konnte ich nicht so erfolgreich behandeln wie gewünscht, er hat im Laufe des Sommers einige Langhaare eingebüßt. Ich weiß, das ist Jammern auf hohem Niveau, ich bin sehr glücklich, daß er bis auf sein SE gesund ist.

Nächstes Jahr wird hoffentlich besser, nicht nur für die Hafis, sondern für mich auch. Der Stallwechsel ist für den 01.02.2017 geplant, hoffentlich klappt alles. Der neue Offenstall ist komplett gepflastert und wird maschinell abgemistet, Matsch gibt es dort keinen. Ich denke, das wird Barbies Hufen gut tun, mehr Abrieb kann sie auch gut vertragen.

Auf dem großen Paddock stehen 2 überdachte Großraufen mit Heu, darüber ist jeweils ein Netz gespannt. Daneben gibt es eine große Raufe ohne Netz mit Stroh zur freien Verfügung. Die Raufen werden 2x pro Tag für ca. 4 Std. geschlossen, außer es regnet oder hat unter Null Grad.

Ich brauche zukünftig nicht mehr selber Heu kaufen, in den Stall karren und meinen Pferden 1 – 2 Std. beim Fressen zuschauen. So habe ich wesentlich mehr Zeit, mit beiden was zu arbeiten – mein Leben wird sich ändern :-). Auf mich kommt endlich ein völlig normales Reiterleben zu, darauf freue ich mich!

Als Artgenossen gibt es 10 Großpferde, Warm- und Kaltblüter, darunter 2 Tigerschecken. Die halte ich für sozialer als Isländer, die ja den Ruf von Rassisten haben.

Nun kommt der Traum von Nepomuk: eine riesige, helle Liegehalle, rechts und links dick eingestreut mit Stroh, der Eingang hat einen Lamellenvorhang. Da kann er sich rein stellen, wenn ihn die Mücken plagen, Barbie auch, wenn sie weich stehen will. In der Halle ganz hinten gibt es zwei Krankenboxen, die nix extra kosten, falls ein Pferd mal separiert werden muß.

Es gibt vier sehr große Umtriebsweiden, von jeder ist ein Zugang zum Offenstall jederzeit möglich. Stallseitig wird langsam angeweidet, ich muß das also nicht selbst draußen im Gelände machen. Weidegang ist 2 – 3 Std. täglich, es sind allerdings keine Magerweiden. Vorher gibt es ausreichend Heu, so daß die Pferde nicht hungrig auf die Wiese gehen.

Ich denke mal, Barbie wird das gut vertragen, bisher kamen die Hafis ja 7 Std. auf die Weide. Weniger ist besser, dazu Heu, alles perfekt :-).

Der Stall liegt in einem kleinen, ruhigen Dorf, das Ausreitgelände ist schön, Schotter kann man oft ausweichen. Es gibt einen eingezäunten Longierzirkel, quasi ein Roundpen, den ich sicher öfters mal nutzen werde für Freiarbeit. Dazu einen großen Reitplatz ohne Zaun, den Belag habe ich mir noch nicht angesehen.

Ein geschlossener Sattelraum mit Waschbecken ist vorhanden, daneben befindet sich die trockene Sattelkammer. Im 1. Stock gibt es einen Aufenthaltsraum mit WC sowie viel Platz für Futtertonnen. Das ist schön, so brauche ich meine diversen Säcke nicht mehr zuhause lagern.

Der SB sowie seine Eltern wohnen direkt am Stall und sind sehr nett, alle verstehen was von Pferden. Für die Eingewöhnung wird ein großer, überdachter Durchgang abgezäunt, so daß sich die Pferde schon mal über den Zaun beschuppern können. Die Artgenossen werden dann mal auf die Weide gesperrt, so daß sich  meine den Stall in aller Ruhe ansehen können. Unter Aufsicht dürfen sie dann in die Herde, anfangs kommen meine nachts zur Sicherheit aber wieder in ihre „Box“.

Ich werde natürlich täglich hinfahren und die Eingliederung überwachen, denke mal, damit gibt es keine Probleme. Das Gesamt-Konzept des SB hat mich überzeugt, denke mal, dort werden sich Barbie und Nepomuk sehr wohl fühlen – und ich mich auch. 10 Min. länger pro Strecke muß ich fahren und pro Pferd EUR 30,00 mehr zahlen, aber das ist kein Problem. Am Weg liegt das Gewerbegebiet von Sauerlich, wo ich prima einkaufen kann. Ein Vorteil, muß dafür keinen Umweg mehr fahren.

Die Hafis werden sich umstellen müssen, jeder kommt dann nur einzeln raus, wenn ich alleine da bin. Das ist mir eh lieber, bisher nicht möglich, weil beide gewohnt sind, zusammen auf den Putzplatz zu gehen.

Ein wenig Sorgen mache ich mir um Barbies Vorderhufe, zur Integration werde ich ihr vorne Schuhe 24/7 anziehen. Falls sie länger Hufschutz braucht, klebe ich einen Beschlag. Die Eingliederung von Stuten ist ja meist einfacher, Nepomuk wird mehr Stress haben. Das macht nichts, bis ca. April ist er auf jeden Fall ekzemfrei, dadurch kann er ein bissi Aufregung vertragen.

Ich freue mich, so einen schönen und passenden Stall für meine zwei „Kranken“ gefunden zu haben und hoffe, ihnen gefällt es dort auch.

Gestern habe ich mal wieder geknipst :-), Nepomuk schaut aus wie ein Fohlen *g*, obwohl er größer ist als sie. Im Vergleich zu ihm ist Barbie dünn, da sieht man jede Rippe trotz dickem Winterfell. Meine zwei Bettelnasen, sind sie nicht süß? 🙂

Gestern habe ich Kräuter und reine Bierhefe für EUR 100,00 bestellt, wir unterstützen jetzt im Fellwechsel Leber, Nieren, Hufe und Haare.

Die nächste Zeit muß ich nun alles mitnehmen, was ich im derzeitigen Stall habe, das ist nicht gerade wenig. Eine gute Gelegenheit für einen Frühjahrsputz, wir ziehen dann sauber und gestriegelt in den neuen Stall ein *g*.