10. Januar 2017

viel Galopp im Schnee mit Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 16:22

Nachdem es hier ordentlich geschneit hat, beschloss ich gestern, mit Barbie auszureiten. Nur durch den Ort mußte sie auf Teer mit Kiesel laufen, nach den Gleisen lag seitlich genügend Schnee. Trotzdem führte ich bis zur Ovalbahn, stieg dort auf, ab nun hoher Schnee mit Trampelpfaden.

Mein Mädel war gut drauf und wollte ständig traben, ich bestand aber auf Schritt, damit sie richtig warm wird. Nach zwei Kurven kam die lange Gerade bis zum Wald, wir galoppierten. Barbie sprang in einen Acker, daß der total uneben und tief war, das sah sie wegen des Schnees nicht. Sie knickte vorne ein, fast wären wir zusammen gestürzt – das ging gerade nochmal gut.

Ich parierte sie durch, sie war in Ordnung, nach kurz Schritt bogen wir nach rechts ab, wieder Galopp. Der Weg drunter war allerdings ziemlich holprig, kein Boden für schnelles Tempo, nach kurzer Zeit ging es im Schritt weiter. Wir bogen wieder nach rechts Richtung Heimat ab, Barbie war kaum zu bremsen. Ich hatte ziemliche Probleme, sie zumindest im langsamen Trab zu halten, das klappte aber mit kurzem Zügel.

Wieder rechts kam ein tief verschneiter Wiesenweg mit einer Spur, Barbie zog ab wie eine Rakete. Ich dachte, jetzt bloß nicht stolpern, dann wären wir vermutlich gestürzt. Sie lief aber trittsicher, glücklicherweise war der „Weg“ ziemlich lange, mein Mädel gab Vollgas.

Vor der nächsten 90-Grad-Kurve konnte ich sie problemlos durchparieren, im Schritt ging es zurück zur Ovalbahn. Dort raschelte irgendwas, gesehen habe ich nix. Barbie drehte 2x um, es gab aber keine Ausweichroute, das wußte sie. Wir ritten also ca. 30 m in den Acker rein, mit diesem Sicherheitsabstand kamen wir am Geraschel vorbei.

Endlich klappte langer Zügel, ohne daß sie ständig antrabte, vor den Gleisen stieg ich ab. Im Ort überquerten wir die Straße mittels Ampel, da war Barbie bereits auf 180, wolllte traben. Am engen Gehweg ging ich daher vor ihr und hielt ihr zwecks Bremsung meine Gerte quer vor die Nase.

Meinem Feuerstuhl war das egal, blöderweise kamen auch noch zwei große Laster. Sie überrannte mich, ich fiel hin und ließ die Zügel los. Barbie trabte alleine zum Stall, was kein Problem war, da wir bereits auf der richtigen Straßenseite waren.

Ich rappelte mich völlig durchgeschwitzt auf, bis auf einen blauen Fleck war mir nichts passiert. Am Putzplatz angekommen vermisste ich mein Pferd, nix zu sehen. Die Türe der großen Sattelkammer war offen, dort stehen Tonnen mit Brot, die durch Drehverschluss gesichert sind.

Barbie stand seelenruhig und genüßlich Brot kauend an einer Tonne und schaute mich mit Unschuldsaugen an. Seit über 6 Jahren kein Krümel Brot, da hat das natürlich bestens geschmeckt. Sie bekam noch ein paar Brösel Equigard, geschwitzt hatte sie trotz flottem Tempo kaum.

Ich war fix und fertig, mußte mich erst mal 10 Min. ausruhen, bin solche Anstrengungen nicht mehr gewohnt. Barbie war bester Dinge, sie wanderte mit Nepomuk am Hintern durch den Offenstall und giftete Isländer an.

Wir waren ca. 1 Std. unterwegs, sie lief barhuf im Schnee super, Asphalt mit Kiesel drauf geht auch, aber vorerst nur ohne Reiter.