15. Januar 2014

super gearbeitet auf dem Platz

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 19:08

Der Boden unseres Reitplatzes war heute sehr gut, ich beschloss also, beide Hafis auf dem Platz zu reiten. Barbie (ohne Schuhe) kam wie üblich zuerst dran, Fellsattel drauf und ins Halfter Zügel eingehängt. Am Platz verlangte ich erst mal, die Nase bis zum Boden zu senken. Eigentlich legt man dafür die Hand ins Genick und übt ein wenig Druck aus, bis das Pferd nachgibt und den Kopf senkt. Vor Jahren habe ich das den Hafis so beigebracht, dann nie mehr verlangt.

Leichter ist es, wenn ich mit der linkenk Hand bis zum Boden gehe, Barbies Kopf folgte automatisch, weil sie dachte, ich halte in der Hand ein Leckerli – da war aber keines *g*. Ich werde das nun mit kombinieren mit der rechten Hand im Genick, bis beide die linke am Boden nicht mehr brauchen. Erst als Barbie auf Befehl den Kopf wieder hochhob, bekam sie was.

Danach sollte Barbie ruhig stehen, das ist nicht ihre Stärke, sie hob einen Huf vorne hoch. Ich wollte, daß mit der Hinterhand ein paar Schritte seitlich weicht, sie machte das aber, bevor ich es verlangte. Meine Gerte hatte ich bereitgelegt, holte mir die, danach ein erneuter Versuch. Ein bissi Ruhe in die übermotivierte Barbie zu bringen, ist nicht einfach, als ich endlich mein Kommando anbringen konnte, machte sie es brav. Dasselbe auf der anderen Hand, ich war zufrieden, führte sie noch ein wenig und verlangte ein paar Tritte rückwärts. Sie weigerte sich, mit Mühe machte sie dann doch einen – sie hasst es, rückwärts zu gehen.

Mit der Aufstiegshilfe (Baumstumpf) wollte ich aufsteigen. Barbie hampelte rum, blieb nicht daneben stehen, daher stieg ich vom Boden auf, dabei verrutschte der Fellsattel ein wenig. Mit vollem Gewicht auf den rechten Steigbügel war er wieder einigermaßen gerade, da bin ich nicht kleinlich *g*.

Es standen vier Pylonen in einem relativ kleinen Viereck, anfangs ritten wir in einem Kreis im Schritt drumrum, dann folgten Volten usw., Barbie machte das perfekt. Danach gingen wir ganze Bahn, an der Bande stellte ich sie nach außen, damit sie seitlich geht – Vorhand auf dem ersten Hufschlug, Hinterhand auf dem zweiten (aber nicht ganz so deftig, sie kennt ja bisher keine Seitengänge). Barbie machte das super, ich habe wirklich gestaunt, selber kann ich das ja auch nicht so besonders.

Zurück am Viereck ließ ich sie auf der linken Hand antraben, das ist ihre stärkere. Wie im Schritt auch, achtete ich genau auf die Stellung und Biegung, für Barbie Null Problem. Sie ist wirklich der absolute Wahnsinn, ging einen wunderbar gleichmäßigen Trab und gab den Rücken her, so macht Reiten Spaß :-). Selber bin ich ja nicht der so dolle Reiter, Barbie verzeiht alles, sie zog ihre Kreise, als ob sie das schon 100 mal gemacht hätte. Dabei wurde Barbie noch nie ernsthaft auf dem Platz geritten, schon gar nicht rund um ein so enges Viereck.

Wechsel auf die rechte Hand, sie lief wie ein Lamperl, man merkte keinen Unterschied zur linken. Wow, war Barbie heute gut drauf, am liebsten wäre ich eine Runde mit ihr galoppiert, was ich bisher noch nie gemacht habe. Man soll es aber nicht übertreiben, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut :-).

Barbie bekam ihr Zusatzfutter, als ich sie Richtung Stall führte, verlangte ich nochmals Kopf runter und rückwärts gehen, beides hat sie prima gemacht. Im Stall nahm ich ihr das Halfter ab, da bekommt sie immer noch was. Nepomuk war auch da, er kennt ja die Abläufe. Heute habe ich beide rückwärts geschickt, Barbie hat es einwandfrei gemacht, geht doch *freu*, Nepomuk sowieso, er geht gerne rückwärts.

Eine gut aufgelegte Barbie auf dem Platz reiten ist ein Traum :-), sie läuft wie ein Uhrwerk und arbeitet motiviert mit. Anfangs am Boden war sie übermotiviert, mein Ziel ist es, ein bissi mehr Ruhe ins Pferd zu bringen, wenn ich mit ihr am Boden arbeite. Mit Belohnung in Form von kleinen Stücken Mohrrübe bin ich nun sparsamer, sie bettelt mir zuviel.

Nepomuk geholt, er bekam den spanischen Sattel drauf, ebenso wie Barbie keine Trense, sondern nur Halfter mit Zügeln. Kopf am Boden klappte einwandfrei, ebenso mit der Hinterhand weichen. Nachgurten klappte nach ein paar Versuchen einigermaßen, aufsteigen nicht. Er ging rückwärts, vorwärts oder seitlich weg, ich richtete ihn rückwärts und ließ ihn wieder drei Schritte vorwärts gehen. Das brachte nix, verlegte mich dann darauf, ihn im Mittel des Vierecks hinzustellen, wenn er sich von diesem Platz wegbewegte, stellte ich ihn wieder dorthin.

Puh, das hat Nerven gekostet, zwischendurch ging ich einfach mal um ihn rum, da blieb er brav stehen. Vielleicht habe ich die falsche Körpersprache, verhalte mich bei Barbie aber genauso und sie bleibt beim Aufsteigen stehen wie eine Eins. Nepomuk hat einen langen Atem, ich habe einen längeren *g*, irgendwann blieb er ruhig stehen und ich stieg auf.

Ran ans Viereck im Schritt auf der linken Hand, ebenso wie bei Barbie ist die rechte seine schwache Seite. Er hat sich brav stellen lassen und gebogen, auch der Seitengang auf der linken Hand klappte super. Meine frühere RB hat Seitengänge mit ihm geübt, er kann viel mehr, als ich heute abgefordert habe. Trab ums Viereck machte er auch prima und keine Anstalten zu Rennen. Ich wähnte mich im 7. Himmel *g*, wechselte auf die rechte Hand, da wure Nepomuk zickig. Er versuchte, wieder auf die linke zu kommen, ich ließ das nicht durchgehen, der Seitengang klappte ganz gut.

Im Trab wollte er bei einer Pylone immer innen vorbei, ich mußte aufpassen, daß er die nicht umwirft. Wir haben auf der rechten Hand trainiert, bis er den Kreisel ums Viereck im Trab einwandfrei gebogen lief, richtete ihn problemlos rückwärts, ich stieg ab und er bekam eine Belohnung. Nepomuk dachte, er habe fertig, so war das bisher immer – heute nicht. Ich wollte nochmals aufsteigen, er zappelte wieder rum, ich ließ aber nicht locker. Immer wieder stellte ich ihn in die Mitte des Vierecks, bis es ihm zu blöd wurde und er ruhig stehen blieb beim Aufsteigen. Ich blieb 2 Min. sitzen, er stand ruhig, ich stieg dann wieder ab.

Das Aufsteigen auf dem Platz werde ich mit Nepomuk vermehrt üben, im Gelände zickt er dabei nie rum. Außerdem am Putzplatz mit Aufstiegshilfe aufsteigen, das mag er auch nicht. Danach steige ich wieder ab, er soll lernen, beim Aufsteigen ruhig zu stehen, egal ob er angebunden auf dem Putzplatz steht oder frei auf dem Reitplatz.

Mal sehen, ob ich am Freitag mit beiden gleichzeitig mein Luftballon-Training machen kann, das geht natürlich nur, wenn der Platz nicht gefroren ist. Abwechslung ist wichtig, wir waren im Gelände, heute Reiten auf dem Platz, dann nur Bodenarbeit. Hufe muß ich auch bearbeiten, dafür werde ich mal außer der Reihe (2-Tages-Rhtythmus) rausfahren.

Unterricht nehmen ist auch geplant, am liebsten natürlich mit Barbie, weil sie auf dem Platz so toll läuft. Dafür muß der Boden aber gut sein, eigentlich muß ich dafür Nepomuk nehmen, er ist ja auf dem Platz etwas schwieriger.

Barbies Trense habe ich heute mitgenommen, um sie umzuarbeiten. Mit Halfter heute hat sie nicht einmal mit dem Kopf geschüttelt, das sitzt etwas weiter oben auf der Nase. Mal sehen, was ich basteln kann, mit Barbie ins Gelände nur mit Halfter gehen, wird vermutlich nicht einfach. Nicht, weil sie ständig am Gas steht, sondern wegen ihrer Grassucht. Wir werden sehen, ob ich sie nur mit Halfter davon abhalten kann, Gras zu fressen.

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