20. Januar 2014

knapp dem Tode entronnen

Filed under: Allgemein — admin @ 18:46

Ich fahre idR auf der AB nie schneller als 120 km/h, habe es ja nie eilig. Auf der Heimfahrt vom Stall war wie üblich die Standspur freigegeben, dadurch war die AB vierspurig. Ich war auf der zweiten von rechts, als plötzlich ein LKW ohne Grund den Blinker nach links setzte super knapp vor mir reinzog. Ich mußte bremsen und gleichzeitig nach links ausweichen, blöderweise war da ein Auto, so daß ich stärker bremsen mußte.

Mein Nissan brach aus und kam ins Schleudern, er driftete auf die äußere Leitplanke zu, ich dachte, jetzt muß ich sterben. Ich riß das Steuer rum, wie durch ein Wunder stieß mein Auto nicht an die Leitplanke, dafür ging es wieder quer über die AB nach links. Nach einer erneuten Drehung konnte ich es auf der linken Spur anhalten, dabei kratzte das Heck leicht an der Leitplanke. Der Motor war abgestorben und ich nahe einem Herzinfarkt aufgrund des Schocks, mir fiel aber noch ein, die Warnblinkanlage anzustellen.

Man steht ja nicht alle Tage in verkehrter Fahrtrichtung auf der AB auf der linken Spur, bisher war nichts passiert. Zwei Autofahrer, die hinter mir waren und meinen Unfall gesehen hatten, konnten anhalten, damit war die linke und die zweitlinke Spur gesperrt. Sie stiegen aus und fragten, ob es mir gut geht, was ich bejahte. Mein Nissan war bei dem Stunt abgesoffen und wollte nicht mehr anspringen, einer der Männer hielt die Autos auf der rechten und zweitrechten Spur auf, der andere schob mein Auto zum Standstreifen.

Dort sprang mein Micra wieder an und ich fuhr ihn auf den nächsten Parkplatz, die zwei Männer kamen mit. Sie waren sehr besorgt um mich; nachdem ich versicherte, daß es mir gut geht, sind beide abgefahren.

Ein Wunder, daß niemand in mich reingefahren ist, als mein Auto zwei mal quer über die AB driftete, obwohl relativ viel Verkehr war. Das ist ja immer die größte Gefahr, außerdem Auffahrunfälle, wenn nicht genügend Abstand gehalten wird. Heute hat mein Schutzengel Schwerstarbeit geleistet, nicht nur, daß ich mein Auto einigermaßen unter Kontrolle halten konnte, sondern daß niemand in uns reingefahren ist und nicht in andere, die wegen mir scharf bremsen mußten.

Der LKW-Fahrer, wegen dem das passiert ist, hat sich natürlich aus dem Staub gemacht; wäre ich schwer verunfallt oder gar gestorben, hätte man den Verursacher wohl nie gefunden. Die ziehen einfach mal nach links, egal ob das geht oder nicht, ich habe aber keine Lust, wegen so einem Idioten zu sterben.

Jetzt werde ich mal ein Testament machen, damit meine Hafis abgesichert sind – selbst wenn man vorsichtig fährt und immer viel Abstand hält, kann man auf der Straße abgeschossen werden.

Im Stall habe ich heute Hufe bearbeit, bei Barbie vorne die Zehen ein wenig gekürzt und angeschrägt, hinten Eckstreben geschnitten und die Hufe „rund“ gemacht. An rechts hinten hatte ich mich ja in letzter Zeit nicht richtig rangetraut, heute sah ich, daß der Abszess unter der äußeren Eckstrebe saß. Da geht der Gammel tief rein, ich schnitt nicht alles raus. Das zieht sich mE bis in die Sohle, sie läuft aber einwandfrei mit dem Huf.

Auch vorne läuft sie gut, sie kann am Putzplatz nicht still stehen, ist ständig in Bewegung, obwohl ihre Vorderhufe ziemlich grottig sind. Aufs Podest stieg Barbie relativ schnell, sie ist einfach schlau.

Nepomuk geholt, links vorne und die Hinterhufe bearbeitet, Fotos liefere ich noch nach. Er hat es nicht so drauf mit dem Podest, stelle ich ihm einen Vorderhuf drauf, kratzt er erst mal rum und zieht wieder weg. Es klappte aber besser als vorgestern, er wird auch noch kapieren, was ich erwarte.

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