23. Januar 2014

Schluss mit lustig für Barbie

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:45

Wie Barbie sich in letzter Zeit auf dem Putzplatz aufführt, kann ich nicht mehr tolerien. Zwei Stallkolleginnen haben mich bereits darauf angesprochen, als sie mit bekamen, was Barbie alles anstellt. Die eine fütterte ihrem Isi sein Getreide, auf das Barbie besonders scharf ist. Obwohl der ein paar Meter von ihr entfernt angebunden war (ich kenne Barbie ja und achte auf sowas), hat sie wie eine Irre den Strick am Pfosten langgezogen, bis ein Stopp kam. Ich hatte ziemlich Mühe, sie wieder zurück an ihren Platz zu bugsieren, dafür mußte ich ihr mehrmals eine mit der flachen Hand auf den Hals klatschen.

Ihr ewiges am Strick ziehen oder reinbeißen, dazu rumzappeln und mich anbetteln, habe ich lange genug mitgemacht. Am Dienstag hat sie mich gar in den Ärmel gezwickt, da war für mich das Fass voll.

Heute bekam sie mein selbst zusammen gebasteltes Halfter angezogen, als Nasenriemen diente ein älteres Stirnband. Als Kinnkette montierte ich das alte Würgehalsband meines Hundes aus Eisen, in die Enden hängte ich den Strick ein. Beim Rausführen, als ich noch die Strombänder in der Hand hatte, zog Barbie wie üblich ordentlich am Strick, sie reisst sich ja meist los, um am Putzplatz auf die Suche nach Futterresten zu gehen. Als der Strick heute die Kette zuzog, blieb sie sofort stehen, tja, das war wohl unangenehm.

Ich führte sie zu meinem Platz und band sie wie üblich nicht ganz kurz an, so daß sie den Kopf noch bis zum Boden bekam. Sofort suchte sie nach Futterresten, da waren keine, also wollte sie den Strick wieder am Pfosten lang ziehen. Das tat ein wenig weh, Barbie lernt schnell *g*, also beschränkte sie sich darauf, den Strick zu lösen, indem sie mit den Zähnen daran rumzog. Ich habe sie ein paar mal verbal ermahnt, irgendwann hat sie aufgegeben. Die meiste Zeit blieb sie relativ ruhig stehen, als ich die Mähne kämmte, bettelte sie ständig. Bevor ich mit der Hand ausholen konnte, war der Kopf schon wieder weg, ansonsten hätte ich ihr mal eine Klatsche auf die Nase gegeben.

Zukünftig werde ich meine Karottenstücke in die rechte Tasche stecken und ihr einen Nasenstüber geben, wenn sie bettelt. Barbie ist ein harter Brocken, weil sie genau weiß, daß sie kräftemäßig jedem Menschen überlegen ist. Die nächste Zeit werde ich sie nur mit diesem Halfter führen, damit sie lernt, sich anständig aufzuführen.

Dem Gammel (Hufabszess) an der Eckstrebe außen rh habe ich heute nochmals ein wenig hinterher geschnitten, auf diesen Huf und vorne bekam sie heute Ongifen. Die Löcher habe ich wieder mit Rivanol gespült, heute auch die hohle Wand rv leicht medial.

Barbie zum Podest geführt, sie stieg fast sofort ganz alleine drauf ==> großes Lob. Sie hob sogar freiwillig längere Zeit dabei den rechten Vorderhuf hoch, werde das mal fotografieren :-).

Eigentlich wollte ich heute auf dem Platz mit Handpferd reiten, der war aber besetzt. Zum Ausreiten hatte ich keine Lust, zu was anderem auch nicht. Nepomuk geholt, auch ihn geputzt und rv bearbeitet, der fehlte ja noch. Trotz ständig feuchtem Wetter Beton-Eckstreben, da muß ich nachsitzen. Die Sohle, der Huf ist so lang wie breit, prima. Die Wandtrennung außen seitlich ist zäh, ich habe mit Messer und Mini-Hufauskratzer versucht, alle Steine rauszubringen. Ich denke, ich schneide den inneren Tragrandanteil einfach mal runter, der wird ja nicht mehr gebraucht.

Rechts vorne seitlich, vergleicht  man das mit einem Foto vom Juli 2013, stellt man fest, daß der Huf kürzer geworden ist und die Zehenachse steiler. Von vorne, die Belastungslinien schwingen auf der Innenseite immer noch ein wenig nach oben. Am 19.07.2013 sah es ähnlich aus; der Kronsaum ist innen vermutlich ein wenig hochgeschoben, was man aufgrund des Behanges schwer erkennt. Ich werde mal Schweben schneiden an den Seiten, vergesse das leider meist.

Nepomuk setzte zwar einen Vorderhuf von sich aus aufs Podest, scharte aber darauf rum und zog wieder runter. Ich versuchte, den Huf, den er freiwillig darauf gesetzt hatte, ein wenig festzuhalten, dann nach vorne zu gehen mit einem Leckerli, damit er den anderen nachzieht. Nach einiger Zeit klappte das :-), allerdings stand er mit seinen zwei Hufen dann ziemlich weit vorne auf dem Podest. Ich hatte Angst, es kippt nach vorne um, was aber nicht der Fall war, runter stieg er heute besser als Barbie.

Der Stallmeister hatte einen Artikel zu Sätteln ausgelegt, den las ich noch. Bei elastischen Gurte sollte man die elastischen Strippen rechts anbringen, zu eng gurten schnürt das Pferd in der Brust ein. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Nepomuk beim Gurten und Aufsteigen auf dem Platz immer ausweicht, früher war das ja nicht der Fall. Ich werde den Gurt an seinem spanischen Sattel umhängen, mal sehen, ob das was bringt.

Die baumlosen Sättel rutschen ja leicht, daher gurtet man sehr eng, vielleicht ein Fehler. Besser ist es wohl, den Mitreiter beim Aufsteigen gegenhalten zu lassen, ich werde das zukünftig berücksichtigen. Für meinen Wanderreitsattel habe ich einen ergonomischen Gurt mit Elastik an beiden Gurtenden, allerdings gurte ich den nie super eng, weil ich dafür gar nicht die Kraft habe.

Ich lerne ständig dazu, ich habe ja auch noch die Gurte ohne Elastik, zur Not kommen die wieder an die Sättel.

Morgen könnte ich beide reiten, das bin ich gar nicht gewohnt, eine schwere Entscheidung. Wenn der Boden auf dem Platz noch nicht gefroren ist, werde ich ein paar Pylonen aufstellen und eine Gasse mit Stangen und das mit Handpferd reiten. Halfter auf die Hafis, ab zum Platz, den Fellsattel nehme ich mit. Es wird das freie Pferd gesattelt, das wird schon mal schwierig. Ich möchte auch versuchen, Nepomuk mal als Handpferd mitzunehmen, Barbie darf ihn dabei nicht schlagen, macht sie aber gerne.

Es soll ja nun schneien, am Sonntag gehen die Hafis und ich dann mit Elli ins Gelände.

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