23. April 2010

Freilauf mit Bodenstangen

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 00:03

Um zwei war ich bei den Dicken, sie bekamen ein bissi Heu und ich habe am Treibgang weiter gearbeitet. Großartiges Interesse am Futter zeigten sie nicht, ich beschloß, einen rauszunehmen und zu putzen. Beide klebten am Ausgang, ich wußte nicht, wer zurück bleiben sollte – also gut, beide auf ein mal. Auf dem Vorplatz ließ ich sie etwas grasen, baute währenddessen am Reitplatz vier Bodenstangen, gesichert mit Pylonen, auf.

Dick und Doof *hihi* reingeholt, sie mußten laufen, Lust hatten sie keine. Nepomuk gleich im Galopp über die Stangen, er fand die richtig lustig. Barbie fand Galoppieren zu anstrengend und ist meist getrabt, war heute wohl nicht ihr Tag. Join up kennt sie ja von früher (er nicht), sie hat sich also mir angeschlossen und wir haben ein wenig geübt. Über die Stangen gehen, rückwärts, sehr enge Wendungen, anhalten, Barbie kann das ausgezeichnet (alles ist besser als laufen müssen).

Mit Barbie auf den Fersen habe ich dann Nepomuk noch etwas Bewegung verschafft, er ist fleissig über den Platz und die Stangen galoppiert. Irgendwann ging ihm wohl ein Licht auf, er schloß auf Barbie auf und wir gingen zu dritt im Gänsemarsch – witzig. Nachdem das klappte, durften sie aufhören, Nepomuk mußte ja noch die Hufe mit EM gewaschen und gebürstet bekommen wegen der Strahlfäule.

Er hatte dafür überhaupt keinen Nerv, zog ständig den Huf weg und hibbelte rum – meine Nerven behielt ich heute trotzdem. Nach diesem Kraftakt kamen beide zurück in ihren Stall, beide gleichzeitig führen ist inzwischen problemlos. Sie durften dann 1 Std. auf die Weide, ich habe derweil 3 Schubkarrn Mist aus dem Treibgang eingesammelt.

Angeweidet sind beide ja, Fruktan ist derzeit das Problem, einer der Verursacher von Hufrehe. Vor jedem Weidegang gibt es immer mindestens 1/2 Std. Heu, damit sie nicht hungrig sind und Gras einsaugen statt zu fressen. Beide sind heute brav nach 1 Std. wieder reingegangen, ich habe dann noch die Abtrennung fertig aufgebaut.

Am Ende der Weide, wo alle Pferde hingehen, steht das Gras am höchsten, klar, dort ist es ist am wenigsten gestreßt worden. Am besten wäre, man fängt hinten an mit dem Abweiden, das kostet aber viele Kunststoffpfähle. Bewegungstechnisch auch sinnvoll, die Wege z. B. zum Wasser sind dann lang. Meine 20 neuen Pfähle kamen heute, vom Stall bekomme ich ca. 10, damit läßt sich schon was gestalten. Ein weiterer Vorteil wäre, daß ich die früheren Trampelpfade, wo nichts mehr wächst, neu ansäen könnte – dazu müssen sie natürlich für ein paar Wochen abgesperrt sein.

Heute habe ich erst mal 256 qm (16×16) abgeteilt, davon fast 1/3 (rechte Seite) ohne Gras, die Pferde dürfen aber erst ständig raus, wenn es nachts über 5 Grad hat. Teile ich die Weide in der Länge, 10×30 für drei bis vier Tage, alle 5 m ein Stangerl, komme ich mit meinen 100 m weit, 9 – 12 Tage. Danach wird der Zaun (nach hinten) nur noch in der Breite versetzt, der Rest ist dann ca. 16×90. Das Gras ist dort dann schon sehr gut gewachsen, 16×20 alle drei Tage müßte reichen. 4,5 mal umstecken ergibt 13 Tage, Macht 25 Tage, bis dahin ist das ganze nachgesäte Gras und  die abgesperrte Weide gewachsen, in 12 Tagen gefressen, dann wird es eng. Das hintere Gras hat dann nur 2 Wochen Zeit, sich zu erholen.

Ich möchte die Weide in einen top Zustand bringen, dazu muß ich erst mal den ganzen plattgedrückten Mist der letzten Jahre entfernern. Danach wird auf den vielen kahlen Stellen, falls abgesperrt, nachgesät.

Heu sollte mE stets zur Verfügung stehen, für Nepomuk muß das gewährleistet sein. Er stand ja letzten Sommer tagsüber oft alleine freiwillig im Stall wegen seines Ekzems, Barbie hat derweil Gras vernichtet – sie frißt ihm kein Heu weg.

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