21. März 2014

1,5 Std. alleine mit Nepomuk im Gelände

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:09

21 Grad und Sonne satt, dazu keine Flugsaurier – perfekt zum Ausreiten :-). Ich war schon um ca. 12.30 Uhr im Stall, unterhielt mich erst ausgiebig mit einer neuen Stallkollegin, deren Isi gestern ankam. Die Hafis standen auf der Winterweide, normalerweise komme ich ja erst um ca. 13.30 Uhr, da steht dann Barbie immer vorne und wartet auf mich.

Ich ging bis zum Paddock und rief sie, erst im Trab und dann im Galopp kam sie zu mir – wow, das hat sie bisher noch nie gemacht. Nepomuk ließ sich Zeit, Barbie hatte ich inzwischen auch seine Begrüßungskarotte gegeben – wer zu spät kommt, den bestraft das Leben *g*. Er ging auch mit zum Ausgang, bevor ich Barbie raus nahm, holte ich ihm eine Ersatzmöhre.

Barbies Vorderhufe habe ich mit der neuen Raspel bearbeitet, dazu später. Sie verräumt und Nepomuk geholt, geputzt und gesattelt. Seine Wunde am Auge ist fast verheilt, er scheuert auch noch nicht, alles bestens. Wir gingen ins Hügelige, ich führte erst ein Stück den Berg rauf und stieg dann auf. Erstaunlicherweise lief er brav und versuchte nicht, umzudrehen, Freßversuche unterband ich.

Es ging den Wurzelweg rauf, wo es gut ging, trabten wir, das hat ihm gefallen 🙂 – im Trab bergauf ist fürs Pferd leichter als im Schritt. Als wir zur Straße kamen, wollte er natürlich lieber links gehen Richtung Heimat, es war kein großes Problem, ihn von rechts zu überzeugen. Im Wald trabten wir wieder öfters, mal schnell, mal langsam, er reagierte prima auf meine Hilfen. So guckig wie sonst war er nicht, sondern sehr relaxt, das schreibe ich dem Magnesium zu, was er seit dem Blutbild bekommt.

Wir kamen aus dem Wald raus, der Weg führte nach Hause, ich wollte aber rechts abbiegen. Damit war Nepomuk nicht einverstanden, er ließ sich nicht nach rechts abwenden und wollte Fahrt aufnehmen Richtung Heimat. Heute war ich aber auf dem Posten *g* und verhinderte sogleich, daß er Tempo machte, außerdem nahm ich den rechten Zügel stark an und lenkte ihn in eine Volte auf die Wiese. Einen letzten schwachen Versuch machte er noch umzudrehen, den quittierte ich mit einem Touch der Gerte, danach war Ruhe.

Wir ritten am Wald entlang, links weite Felder, ich hielt ihn kurz, damit er nicht plötzlich umdreht. Kaum waren wir im Wald, konnte ich wieder am langen Zügel reiten, Nepomuk hatte sich in sein Schicksal gefügt :-). Als wir den Wald verließen und am Waldrand lang ritten (den Weg kennt er nicht), paßte ich gut auf, daß er nicht in Versuchung geführt wird, abzudriften.

Alles bestens, wir kamen zum Schotterweg, den er sehr entspannt nahm, ich trank einen Schluck und sammelte meine Kräfte. Der kommende längere Wiesenweg zeigte Richtung Heimat, bisher sind wir den immer galoppiert. Na, ich bin ja kein Kind von Traurigkeit *g*, ließ Nepomuk ein paar Schritte traben und galoppierte ihn an. Ich gab Zügel, so daß sich Nepomuk richtig lang machen konnte, er durfte Gas gebeb. Es gab eine Kurve zu nehmen, davor nahm ich ihn ein wenig zurück, hatte aber keine Angst, daß er ausrutscht und wir stürzen.

Man muß seinem Pferd und sich auch mal was gönnen, ich bin ja ein Freund von schnellem Galopp, Nepomuk auch. Er hat so brav beim Unterricht mitgearbeitet, diesen flotten Galopp hatten wir uns mehr als verdient.

Am Ende des Weges konnte ich ihn problemlos in den Schritt parieren, braver Bub, er schnaufte ein wenig und ich auch. Ein bissi Teerstraße am langen Zügel, danach wieder Wiesenweg, den ersten Teil mit zwei Kurven nahmen wir im super langsamen Trab. Als es geradeaus ging, ließ ich Nepomuk schnell traben, stand in den Steigbügeln und paßte auf, daß er nicht angaloppiert. Das hat super geklappt, er muß lernen, daß ich die Gangart vorgebe und nicht er.

50m vor Ende des Weges parierte ich ihn durch und sagte ihm, er darf Gras fressen, während ich eine rauchte. Da wir nur noch die Asphaltstraße runter mußten zum Stall, bestand nicht die Gefahr, daß er plötzlich Gas gab. Nach 10 Min. Pause ging es entspannt im Schritt nach Hause, am Stall zog jemand die Muttern an seinen Auto-Reifen mit einem elektrischen Gerät an. Nepomuk stutzte, als das Geräusch, was er nicht orten konnte, wieder kam, sprang er kurz seitlich weg. Damit war das Thema erledigt, noch um zwei Kurven und wir standen am Putzplatz.

Nepomuk hatte ziemlich geschwitzt, kein Wunder, er hat noch einiges Winterfell drauf. Ich habe ihn mit warmen Wasser abgewaschen, bei 21 Grad auf die Abschwitzdecke verzichtet. Ein paar Stallkollegen waren da, die haben gekuckt *g*, die meisten haben mich wohl noch nie reiten gesehen. Ich reite ja auch eher wenig, das wird sich hoffentlich ändern.

Das war ein sehr schöner Ausritt mit einem coolen und fast immer braven Nepomuk, ihm hat es auch gefallen, er hat viel abgeschnaubt. Er war ja schon lange nicht mehr mit mir draußen, das hügelige Gelände liegt uns besser :-). Das Wetter soll nun ja schlechter werden, evtl. schneit es gar am Sonntag *igitt*.

Wir planen einen Tagesritt nach Glonn, wo eine sehr liebe Stallkollegin wohnt. Das werden wohl ca. 20 – 25 km insgesamt, zur Mittagsrast stellen wir die Pferde im großen Garten ab. Heu für mittags können wir vom Stallmeister kaufen, Wasser ist vorhanden. Das wird sicher ein toller Tag, Barbie kann leider nicht mit, das wäre nichts für ihre desolaten Hufe.

Barbies Huf links vorne von vorne, Mitte Februar sah es noch so aus – Wände gestreckt habe ich heute nicht. Das schaut soweit ganz gut aus, die Seitenwände wachsen steiler nach, seitlich (nicht ganz getroffen) ist allerdings arg. Die Bullnase muß ich wegraspeln, der Huf kommt in der Zehenachse immerhin steiler nach. Die Trachten sind untergeschoben, man sieht gut, wo deren Streßpunkt liegt. Die Sohle, der Huf schaut ziemlich vertrocknet aus, es hat ja in den letzten 14 Tagen so gut wie gar nicht geregnet. Seitlich gekuckt, die äußere Trachte ist höher als die innere, beide sind zu hoch, der Strahl trägt zu wenig mit.

Rechts vorne von vorne, bei dem ist die äußere Wand die steilere. In der Mondsichel hat sich wohl komprimiertes Horn gebildet, man sieht gut die Sohlenschwiele im Zehenbereich, auf der sie wohl auch steht. Seitlich, der Huf wächst in der Zehenachse steiler nach. Die Trachten muß ich mehr kürzen, meine eingezeichnete rote Linie ist nicht der Streßpunkt der Trachten, der liegt noch weiter oben.

Wenn ich rv die Bullnase entferne, ist damit vermutlich die hohle Wand in der Zehenachse geöffnet – ich denke, Barbie wird sich daran nicht stören. Am Sonntag werde ich die Vorderhufe der Hafis bearbeiten inklusive Bock, damit was voran geht. Bei Nepomuk hatten sich heute nach dem Ritt einige Steine in die weiße Linie vorne reingesetzt, das ist nicht normal, bei ihm steht Trachten + Tragrandüberstand vorne runter nehmen an.

Die Hufe wachsen wie irre, eigentlich sollte ich froh drüber sein – aber ständig an den Hufen schnitzen muß ich mir nicht geben.

Nachtrag: zu meiner pinken Reithose, die mir total gut gefällt, habe ich mir nun eine passende Schabracke gekauft. Zwar habe ich schon ca. 15 Schabracken, befand aber, ich brauche noch eine in pink :-). Unter meinen Wanderreitsattel kommt gar keine, nur unter Nepomuks spanischen Sattel und Barbies VS-Sattel – beide benutze ich eher selten. Wenn Barbies VS-Sattel nicht so unbequem wäre, würde ich den ja öfters mal nehmen, habe nun mein Lammfell drauf angebracht, vielleicht ist der Sattel damit erträglicher.

Ich Depp surfe heute  ein wenig rum und stieß auf pinke Bandagen, denen ich nicht widerstehen konnte *g*. Völlig überflüssig natürlich, weil die Hafis so gut wie nie Bandagen tragen, ich wüßte nicht, für was. Abgesehen davon habe ich schon einige sehr schöne mit Straß, die nur im Schrank liegen. Ein Hafi-Bein zu bandagieren, ist außerdem schwierig, weil der Hafi den Huf nicht am Boden stehen läßt, sondern ständig hoch hebt.

Egal, das Bandagieren werden wir üben, für ein Video werden sie dann rausgeputzt :-). Ich würde ihnen ja gerne auch mal eine Mähnenfrisur machen und den Schweif einflechten, dazu brauche ich Zeit. Mit Barbie geht es nicht, weil sie so ungeduldig ist, ihr müßte ich Heu geben, damit sie eine Zeit lang ruhig stehen bleibt. Nepomuk ist geduldiger, bei ihm fehlt allerdings ein Teil der Mähne und lange Haare von der Schweifrübe weg.

Seit Jahren möchte ich beim Leonhardi-Ritt in Siegertsbrunn teilnehmen, das klappte bisher nie, weil Barbie immer lahm war. Vielleicht schaffen wir es dieses Jahr ja, daß Barbie keinen Abszess bekommt und im Juli reitbar ist. Barbie und ich gehen dann in pink/schwarz :-), Dani kann sich aussuchen, was sie Nepomuk anziehen will.

Für Nepomuk habe ich schon mal 3 große Dosen Lebertran-Zinksalbe bestellt, die dürften für dieses Jahr zur Behandlung seiner Beißwunden (Schlauch, Bauchnaht, Brust, Ohren) reichen. Meinen Vorrat an Fliegenmasken mit Ohren werde ich überprüfen, ich glaube, letztes Jahr hat er nicht allzu viele zerstört. Seine Ekzemer-Decken liegen parat, Derfen habe ich noch. Ein Fliegenspray ohne Chemie brauche ich noch, vielleicht probiere ich es auch mal mit einem Selbstgemisch. Ausreitdecken haben beide, trotzdem ist wohl zusätzlich ein Fliegenspray nötig.

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