27. März 2014

Barbie und Nepomuk, die Luftballontöter :-)

Filed under: Allgemein,Pferde — admin @ 18:35

Heute früh wachte ich mit einer Erkältung auf, mußte daher meinen Termin morgen für eine PZR absagen – so ein Mist :-(.

Im Stall trug ich meine Übungsutensilien auf den Platz, Barbie lief mit, ich sah sogleich, daß sie rv leicht tickte. Da habe ich dem Huf durch meine mutige Korrektur also etwas zuviel zugemutet, nach dem Training wollte ich ihr daher ihre Schuhe anziehen.

Der Platz war belegt, also wartete ich im Häusl, bis die Stallkollegen fertig war, die Hafis standen am Zaun und warteten mit. Ich baute einen 3-er Slalom mit meinen Fackeln auf sowie zwei „Hindernisse“, begrenzt durch Hütchen, wo ich je 5 Wunderkerzen in den Sand steckte. Die Stallkollegin blieb noch, sie wollte ihrem Isi auch die Luftballons zeigen. Ich ließ Barbie und Nepomuk auf den Platz und ging die Ballons holen; ohne daß einer platzte, brachte ich sie zum Reitplatz.

Nepomuk hielt ich sie zuerst unter die Nase, er kuckte ein wenig komisch, befand dann aber, daß von den Ballons keine Gefahr drohte. Die ca. 20 Ballons hatte ich ja an einer Schnur befestigt, damit sie nicht unkontrolliert rumschwirren. Ich ließ die Ballon-Meute über Nepomuks Rücken gleiten, er wich nicht zurück (beide Hafis waren natürlich frei).

Barbie kam dran, anfangs wich sie kurz zurück, ließ sich dann aber auch von den Ballons berühren. Die Stallkollegin ließ ihren Isi daran schnuppern, danach verließ sie den Platz. Das war mir recht, weil ich nicht wußte, wie die Hafis reagieren, wenn welche platzen; im Sattel zu sitzen (Isi) bei so einer Übung, ist mE ein wenig gefährlich.

Ich ließ meine Ballonschlange zu Boden und zog sie hinter mir her, da platzen zwei Ballons. Die Hafis erschraken kurz, verringerten aber nicht den Abstand zu den Ballons. Danach verfolgten mich beide, ich wollte aber nicht, daß Ballons platzen, wenn ich vor ihnen stehe, falls sie doch noch nach vorne flüchten wollten. Meine Sorge war umsonst, als ich weitere Ballons zum Platzen brachte, zuckte kein Hafi mehr mit der Wimper.

Ich ließ meine Ballons am Boden liegen, Nepomuk zertrat zuerst einen, großes Lob und Belohnung. Barbie kam dazu, geht ja gar nicht, daß sie sich nichts verdienen darf, flugs zertrat sie auch Ballons :-). Die Mutter der Stallkollegin, die zusah, meinte „die haben ja vor nix Angst“ – wenn das Pferd seinem Besitzer vertraut, muß es keine Angst haben. Es sammelten sich immer mehr vierhufige Zaungäste an, die genau beobachteten, was da auf dem Platz vor sich ging.

Ich zündete 5 Wunderkerzen an, was gar nicht so einfach war, weil ein bissi Wind ging. Sie brannten endlich, also sagte ich Nepomuk, er soll mit mir drüber steigen. Die Wunderkerzen hat er gar nicht wahrgenommen und trampelte sie nieder, mit Barbie habe ich daher gar keinen Versuch gemacht.

Meine Fackeln angezündet, die nicht besonders gut im Sand hielten, ich hätte leere Flaschen mitnehmen sollen und sie in die reinstellen (nächstes mal dann). Nepomuk kam an und stupste mit der Nase ein Feuer aus, drehte um und ging im Schritt weg. Ich hinterher, um seine Nase zu begutachten, ob er sich eine Brandwunde zugezogen hat. Es war aber nix zu sehen, wir Menschen machen ja Kerzen manchmal zwischen zwei Fingern aus. Allerdings sind unsere Fingerkuppen wesentlich weniger empfindlich als eine Pferdenase, ihm ist aber nix passiert.

Barbie fand die Fackeln nicht so prickelnd, sie ging zwar dran vorbei, aber mit mir keinen Slalom. Also Nepomuk her zitiert, mit einem Stück Mohrrübe lockte ich ihn, er ging mit mir Slalom 🙂 – der Bursche hat wirklich Nerven wie Drahtseile.

Ich machte eine Rauchpause, Nepomuk nutzte die Zeit, um selbständig zu den Luftballons zu laufen und ein paar zu zertreten, ihm macht das anscheinend Spaß :-). Die restlichen drei Ballons habe ich dann zerstochen, die fünf ungebrauchten Wunderkerzen in die Hand genommen und alle auf ein mal angezündet. Damit ging ich zu den Hafis, die vor dem sprühenden Feuer zurück wichen. Ich ließ aber nicht locker, in der rechten Hand hatte ich die Wunderkerzen, in der linken ein Leckerli – so ein Stück Mohrrübe hilft unheimlich gegen Angst :-).

Beide Hafis blieben stehen und bekamen Karottenstücke, mit den Wunderkerzen kam ich ihnen ziemlich nahe, sie behielten die Dinger immer gut im Auge. Fertig für heute, ich führte beide gleichzeitig zum Putzplatz, Barbie lahmte rv. Die Hafis bekamen ihr Zusatzfutter, ich kratzte Barbie vorne die Hufe aus, mir fiel nichts Ungewöhnliches auf. In ihre Schuhe legte ich die Softpads und wollte ihr rv anziehen, der Epic ging nicht drauf, also Softpad raus. Auch ohne bekam ich den Schuh nicht auf den Huf, hilft nix, Barbie muß barhuf gehen.

Beide zurück gestellt und auf den Platz gegangen, um aufzuräumen, Nepomuk ging mit. Er dachte wohl, er kann sich noch was verdienen, ich hatte aber nix mehr, als ich fertig war, räumte ich ihn wieder vom Platz. Den Putzplatz gekehrt, danach ging ich nochmals Richtung Paddock, Barbie lief mit, sie tickte mE kaum noch rv. Auf dem Paddock wurde sie von einem Isi angegiftet, sie mußte kurz im Galopp und dann Trab weichen, in meinen Augen lief sie normal. Ich ging zurück zum Putzplatz, Barbie an meiner Seite, ich rannte ein Stück, sie trabte hinterher – soweit ich das sehen konnte, tickte sie minimal rv im Trab auf hartem Boden.

Ich bin stolz auf meine Hafis :-), beide haben Nerven wie Drahtseile, sie vertrauen mir und arbeiten gerne mit mir zusammen. Luftballons habe ich noch eine Menge, es spricht nichts dagegen, ihnen das Zertreten auf Kommando beizubringen. Mit den restlichen Wunderkerzen werde ich weiter üben, bis die sie nicht mehr interessieren. Ebenso mit den Fackeln, die stelle ich am Platz dann aber in leere Flaschen, damit sie nicht ständig umkippen.

Meine Pferde haben Spaß an meinen Trainings, sie arbeiten frei super mit. Das Podest werde ich nun mal in die Hütte am Platz bringen, damit wir dort damit weiter üben können. Ein Planschbecken habe ich nun bestellt, um die eher wasserscheuen Hafis an Wasser zu gewöhnen. Danach kann ich es dazu verwenden, es mit Luftballons zu füllen und durchzureiten.

Es gibt so viele tolle Sachen, die man mit seinen Pferden machen kann, um das Vertrauen zu stärken. Im vorletzten Heft von „Mein Pferd“ stand einiges zu TellingtonTouch, ich kam bisher nicht dazu, das anzuwenden. Damit kann man das Pferd entspannen und evtl. Blockaden lösen – oder es tut einfach nur gut. Ich habe ja Massagestriegel, wenn ich so einen nehme, steht sogar Barbie am Putzplatz still und genießt es.

Keine Kommentare »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. | TrackBack URI

Leave a comment

You must be logged in to post a comment.